Reflex GmbH & Co. KG

52349 Düren, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düren HRA 3410
Eingetragen
9.12.2014

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Gesellschafter

4 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

2 von 4 angezeigt

Kommanditist
Germany
350.000 €
Kommanditist
Germany
300.000 €

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Reflex GmbH & Co. KG

Düren

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen

1. Rechtliche Grundlagen und Geschäftsmodell

Die Reflex GmbH & Co. KG wurde mit Eintragung beim Amtsgericht Düren unter HRA 3410 vom 9. Dezember 2014 gegründet. Als persönlich haftender Gesellschafter ist die Reflex Verwaltungs GmbH eingetragen, welche vertreten wird durch den Geschäftsführer Tiemo Arndt.

Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von faserbasierten Produkten aller Art und verwandten Waren.

Die Produktpalette umfasst hochwertige holzfrei ungestrichene Papiere und Kartons, Briefpapiere mit und ohne Wasserzeichen, Bucheinbandmaterialien, Text & Cover Papiere, Transparentpapiere, Zeichen- und Künstlerpapiere, ungestrichene Etikettenpapiere, spezielle, auch technische, Papiere für Sonderanwendungen und Papiere für Verpackungsanwendungen. Darüber hinaus positioniert sich Reflex immer stärker als Spezialist für kundenspezifische Lösungen und ist dank seines mit breiten technischen Möglichkeiten ausgestatteten Maschinenparks in der Lage auch schwierige Anwendungen umzusetzen.

2. Forschung und Entwicklung

Ausgaben im Bereich Forschung und Entwicklung für die Entwicklung innovativer Produkte werden direkt aufwandswirksam erfasst. Der Umfang der Aufwendungen betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 135.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach dem in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 noch drastisch steigende Energiepreise und Unsicherheiten in den Lieferketten zu einem massiven Lageraufbau bei Herstellern geführt hat, war die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 durch steigende Zinsen und hohe Inflationsraten geprägt. Infolgedessen sanken die Konsumausgaben privater Haushalte und Organisationen. Auch Bauinvestitionen gingen deutlich zurück. In Zusammenspiel vieler Faktoren führte dies zu einer allgemeinen Zurückhaltung aller Marktteilnehmer.

Die hohen Lagerbestände in den Lieferketten und die allgemeine schlechte Wirtschaftslage verstärkten den Pipeline-Effekt, sodass die Auftragslage nicht den Erwartungen entsprach. Da die Papierindustrie allgemein stark dem Konsumverhalten privater Haushalte aber auch dem Export folgt, waren die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Papierindustrie ungünstig. Die Rohstoff- und Energieversorgung konnte als stabil bezeichnet werden.

Die allgemeine schlechte wirtschaftliche Lage spiegelt sich so auch in der Statistik des Verbandes der papiererzeugenden Industrie DIE PAPIERINDUSTRIE e.V. (DPI) wider. So reduzierte sich die Absatzmenge der deutschen Papierindustrie 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 13,1%. In der ersten Jahreshälfte reduzierte sich die Produktion im Monatsmittel um 20,9%. Der Absatzwert im Jahr 2023 reduzierte sich um 28,4%, was auf stark sinkende Preise schließen lässt.

2. Geschäftsverlauf

Die allgemein in der Papierindustrie vorhandene Auftragsschwäche im Berichtszeitraum zeigte sich auch bei Reflex GmbH & Co. KG. Schon zu Beginn des Jahres wurde begonnen die monatliche Produktion der Auftragslage anzupassen und gezielte Stillstandzeiten an den Papiermaschinen vorzunehmen, um den Lagerbestand nicht weiter anwachsen zu lassen.

Mehrere Neukunden im Bereich der Feinpapiere konnten ab der zweiten Jahreshälfte nach intensiver Vertriebsarbeit gewonnen werden. Hier konnte Reflex Mengen von Papierherstellern übernehmen, die in den Jahren zuvor die Produktion eingestellt hatten. Im ersten Halbjahr konnten im Bereich der Transparentpapiere und Trevi als Etikettenmaterial weitere Kundensegmente erschlossen werden, die jedoch nicht vollumfänglich die schwache Marktlage kompensieren konnten.

Trotz der hohen Lagerbestände in der Lieferkette war es möglich das Preisniveau der Produkte weitestgehend zu halten. Nur bei wenigen Kunden wurden Zugeständnisse bei Preisen gemacht. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Durchschnittserlös von EUR/Tonne 3.486 auf EUR/Tonne 3.701 verändert.

Innerhalb der Produktsegmente haben sich die Absatzmengen für Letterhead (+29%) und die für Transparent (+10%) im Vergleich zum Vorjahr am besten entwickelt. Etikettenpapiere waren zwar mit -28% stark rückläufig, jedoch war der Rückgang deutlich geringer als im Durchschnitt aller deutschen Hersteller von Etikettenpapieren, die im Januar bis Oktober 2023 mit -26% bei holzfrei ungestrichenen Papieren oder bei Etikettenpapieren mit -37% deutlich stärkere Einbußen zu verzeichnen hatten.

Nachhaltigkeit ist für Reflex ein wichtiger Baustein in der Unternehmenspolitik. So fand im Jahr 2023 eine erfolgreiche Auditierung des Umweltmanagementsystems nach DIN EN ISO 14001:2015 statt. Ebenso hat sich Reflex einer externen Nachhaltigkeitsprüfung durch die Ratingagentur Ecovadis unterzogen und die Auszeichnung Bronze erhalten. Der Anteil von Recyclingfasern als Rohstoff ist in diesem Zusammenhang weiter gestiegen, womit wir speziell bei Etikettenpapieren dem Markttrend folgen. Ebenso konnte der Einsatz von kostenintensivem Birkenzellstoff reduziert werden.

Optimierungen der Verfügbarkeit der Anlagen und der Qualitätskonstanz wurden konsequent vorangetrieben. Alle erforderlichen Instandhaltungsmaßnahmen wurden umgesetzt, um Ausfälle zu vermeiden und die Qualitätsanforderungen zu erfüllen.

Der seit Bestehen der Gesellschaft mit dem Betriebsrat vereinbarte Sanierungstarif wurde in geänderter Form im Jahr 2022 verlängert und ist für die Jahre 2023 und 2024 gültig. Die Zahlung des 13. Gehalts und des Urlaubsgeldes, sowie die entgeltfrei erhöhte Arbeitszeit von 40 Stunden / Woche bleiben aufrecht. Die einjährige Verzögerung der tariflichen Gehaltserhöhung wurde aufgehoben.

Arbeitssicherheit hat bei Reflex die höchste Priorität. Nach 3 meldepflichtigen Unfällen im Jahr 2022 mussten 4 Unfälle im Jahr 2023 verzeichnet werden.

Im Rahmen der jährlichen Arbeitssicherheitsunterweisungen wurden alle Mitarbeiter in den jeweiligen Fachabteilungen unterwiesen.

Im Berichtsjahr wurden 4 Arbeitsschutz- Ausschuss Sitzungen abgehalten und Betriebsbegehungen mit der Werksärztin durchgeführt.

Überprüfungen und Wartungen der Brandschutzanlagen wurden vorschriftsgemäß durchgeführt.

Eine Prüfung der Datensicherheit durch den Datenschutzbeauftragten ist erfolgt. Der Standard der Reflex wurde mit ausreichend beurteilt. Maßnahmen zur Verbesserung wurden empfohlen.

C. Darstellung der Lage

1. Vermögens- und Finanzlage

Zum Bilanzstichtag ergibt sich ein Vermögen von TEUR 14.329, wovon ein wesentlicher Teil auf den Vorratsbestand entfällt (TEUR 6.735). Die Vorräte betreffen hauptsächlich Fertigerzeugnisse (TEUR 3.947), Halbfertigerzeugnisse (TEUR 1.101) und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (TEUR 1.685). Im Vergleich zu 2022 wurden die Vorräte um (TEUR 1.442) abgebaut.

Das Nettoinvestitionsvolumen betrug TEUR 1.606. Die Investitionen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Investitionen in Technische Anlagen und Maschinen in Höhe von TEUR 978 sowie Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 77 und geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau in Höhe von TEUR 551.

Aufgrund des bestehenden Factoringvertrags mit der KBC Commercial Finance NV wurden zum Bilanzstichtag entstandene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft (TEUR 476).

Zusätzlich zum Kapital finanzieren die Gesellschafter I. Königs Verwaltungs GmbH, Frau Ingrid Königs und May + Spies GmbH mit langfristigen Darlehen in Höhe von TEUR 4.163 das Unternehmen.

Die termingerechte Bezahlung aller Verpflichtungen war im abgelaufenen Geschäftsjahr durchgängig gewährleistet. Soweit angeboten, wurde stets mit Skonto bezahlt.

Das Eigenkapital beträgt per Bilanzstichtag TEUR 715 Unter Einbeziehung der Gesellschafterdarlehen liegt die wirtschaftliche Eigenkapitalquote bei 34%.

Das langfristige Fremdkapital beinhaltet neben den Gesellschafterdarlehen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (TEUR 585). Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich im Übrigen aus dem Verbindlichkeitenspiegel.

Der Cashflow aus operativer Tätigkeit betrug TEUR 31. Neue Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden in Höhe von TEUR 2.264 aufgebaut. Bestehende Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden in Höhe von TEUR 366 reduziert.

Die Nettoveränderungen der Zahlungsmittel summieren sich zum Bilanzstichtag auf TEUR -30.

2. Ertragslage

Trotz einer Steigerung des Durchschnittserlöses gegenüber dem Vorjahr wurde aufgrund der allgemeinen schlechten wirtschaftlichen Lage und einem Absatzwert unter Vorjahresniveau ein Ergebnis unter Budget erzielt.

Die Zellstoffpreise sind im Jahresverlauf gesunken und auch die Energiekosten befinden sich unter dem Niveau des Vorjahres. Zusätzlich wurde die Strompreisbremse beansprucht.

Die Personalkosten verlaufen steigend (+5,2% bzw. + TEUR 356 im Vergleich zum Vorjahr).

Insgesamt ergibt sich für das Geschäftsjahr ein Verlust von TEUR 995, bei einem Rohergebnis von TEUR 12.637.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren für die Reflex GmbH & Co. KG sind Rohergebnis, EBITDA, Jahresergebnis sowie Cashflow.

Rohergebnis

Beim Rohergebnis werden die eingekauften Rohstoffe und Leistungen von der generierten Gesamtleistung abgezogen. Diese Kennziffer verschafft einen guten Eindruck über die Ertragskraft von Reflex.

EBITDA

Das EBITDA ist das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Dieses Ergebnis eliminiert etwaige Unterschiede innerhalb der Abschreibungen, Steuern oder Zinsen und eignet sich damit als Ergebnisgröße zum Vergleich mit anderen Unternehmen.

Jahresergebnis

Das Jahresergebnis entspricht dem handelsrechtlichen Jahresüberschuss/-fehlbetrag.

Cashflow

Der Cashflow gliedert sich dabei in drei Cashflow-Arten:

Cashflow aus operativer Tätigkeit: Der operative Cashflow beinhaltet das Betriebsergebnis sowie die Veränderung des operativen kurzfristigen Working Capitals (Forderungen, Verbindlichkeiten) und gibt Auskunft über die Ertragskraft aus dem operativen Geschäft.

Cashflow aus Investitionstätigkeit: Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beinhaltet alle Zahlungsmittelflüsse aus Investitionen und Desinvestitionen.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit: Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit zeigt die Zahlungsmittelflüsse aus Finanzierungen wie bspw. die Aufnahme/Rückführung eines Darlehens oder einer Kapitalerhöhung.

D. Risiko und Chancenbericht

1. Markt- und Produktrisiken

Die Reflex GmbH & Co. KG ist bei ihren Aktivitäten typischen Geschäftsrisiken, wie beispielsweise Nachfragerückgängen, Preis- und Kostendruck und politischen Marktbeeinflussungen, ausgesetzt. Aufgrund der angespannten politischen und wirtschaftlichen Lage haben sich diese Risiken im Jahr 2023 erhöht.

Bei einem Einbruch der Konjunktur ist mit einem Rückgang des Papierbedarfes zu rechnen. Folgende Marktrisiken bestehen:

a. Rohstoffpreisschwankungen: Die Reflex GmbH & Co. KG ist stark von den Preisschwankungen bei Rohstoffen wie Zellstoff, Chemikalien und Energie abhängig, die durch globale Unsicherheiten stark schwanken können. Ein plötzlicher Anstieg der Energie- und Rohstoffkosten kann die Betriebskosten erheblich erhöhen und die Margen beeinträchtigen. Zur Reduzierung der Risiken beschafft Reflex GmbH & Co. KG Zellstoff über eine Einkaufsgemeinschaft, die eine bessere Verhandlungssituation bei Preisen ermöglicht und verfügt überverlässliche Partner im Einkauf von Strom und Gas.

b. Nachfragevolatilität: Schwankungen in der globalen Wirtschaft und Veränderungen im Verbraucherverhalten können zu unvorhersehbaren Schwankungen in der Nachfrage nach Papierprodukten führen. Durch das breite Produkt-Portfolio der Reflex GmbH & Co. KG sind Nachfrage-Risiken breit gestreut. Auch so war es im Jahr 2023 möglich schwächere Marktsegmente auszugleichen.

c. Wettbewerb und Marktkonsolidierung: Der Papiermarkt ist stark umkämpft, und Fusionen oder Übernahmen in der Branche können die Wettbewerbssituation beeinflussen. Hier konnte die Reflex GmbH & Co. KG durch Schließungen von Produktionsstätten von Marktbegleitern profitieren und nach intensiver Vertriebsarbeit Neukunden und Produkte gewinnen.

Nachdem eine Vielzahl von Wettbewerben in den letzten Jahren durch Akquisition in andere Konzernstrukturen integriert wurden, ist die Reflex GmbH & Co. KG eines der wenigen Unternehmen, die weitestgehend unabhängig Papierhändler und -verarbeiter beliefern kann und sich damit als vertrauensvoller Partner etabliert hat.

Lieferketten bedingte Hemmnisse bei Transparentpapier sichern Reflex GmbH & Co. KG als einzig in Europa produzierende Fabrik derzeit Marktanteile in diesem Segment. Die Situation muss regelmäßig neu beurteilt werden und mit innovativen Produkten und einem hohem Service-Level begegnet werden.

Auf Kundenseite ist im Papiergroßhandel ebenso eine Konsolidierung bzw. Anpassung an geringere Mengen insbesondere bei grafischen Papieren zu erkennen. Hier entwickeln sich neue Geschäftsmodelle, die in Konkurrenz zum traditionellen Papiergroßhandel stehen. Als eines der wenigen unabhängigen Unternehmen kann die Reflex GmbH & Co. KG die Zusammenarbeit mit dem Papiergroßhandel verbessern.

Folgende Produktrisiken sieht sich Reflex GmbH & Co. KG gegenüber:

a. Technologische Veränderungen: Fortschritte in der Technologie könnten zu neuen Produktionsmethoden und Materialien führen, die möglicherweise kostengünstiger oder umweltfreundlicher sind. Die Einführung von Breakthrough-Technologien in der Papiererzeugung sind aufgrund der hohen Kapitalbindung häufig langwierig. Reflex GmbH & Co. KG hat hier vor der Übernahme der Fabrik durch die Gesellschafter einen Investitionstau aufgebaut, den es gilt abzubauen. Um den Stand der Technik zu verbessern und die Effizienz zu steigern, wurden im Jahr 2023 mehrere Investitionen in Anlagen getätigt, die die Zukunftsfähigkeit sichern sollen.

Unklar ist, wie sich die durch Regularien und von Verbrauchern geforderte Defossilisierung der Energieversorgung auf die gesamte Branche auswirken wird. Reflex GmbH & Co. KG hat geprüft, inwieweit die vorhandenen Dachflächen mit Photovoltaik genutzt werden können, um den Bedarf an Eigenstrom zu decken. Mit maximal 6% Deckung des Eigenstrombedarfs ist das Verhältnis von Kosten zu Nutzen nicht optimal.

Derzeit ist es nicht vorgesehen, die Region Düren an das übergeordnete Wasserstoff-Netz anzuschließen, um z.B. Prozessdampf oder Strom zu erzeugen. Reflex GmbH & Co. KG beteiligt sich hier über die Verbandstrukturen und über Bedarfsmeldung bei Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) und Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) daran, in Zukunft die Papierfabrik mit Wasserstoff CO2-neutral zu gestalten.

b. Umweltauflagen und Nachhaltigkeit: Zunehmende Umweltauflagen, wie die Revision der Industrieemissionsrichtlinie, das Lieferkettengesetz und die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Großunternehmen können die Herstellung unserer Papierprodukte beeinträchtigen. Die Reflex GmbH & Co. KG setzt dazu proaktive im Rahmen ihrer Investitionen umweltfreundliche Praktiken um und hat im Jahr 2023 ein nach DIN EN ISO 14001:2015 zertifiziertes Umweltmanagementsystem eingeführt.

Das Unternehmen unterliegt derzeit nicht der Pflicht zur Prüfung der Nachhaltigkeit. Um als Lieferant für Großunternehmen anerkannt zu werden, werden dennoch gleiche Standards von den Kunden gefordert. Daher hat das Unternehmen im Jahr 2023 über Ecovadis sein Nachhaltigkeitsmanagement bewerten lassen. Das Unternehmen hat dabei den Status Bronze erreicht und Empfehlungen erhalten, wie das Nachhaltigkeitsmanagement weiter verbessert werden kann. Diese werden schrittweise umgesetzt.

c. Fehlerhafte Produkte und Qualitätskontrolle: Qualitätsmängel in unseren Produkten können zu Reputationsschäden und finanziellen Verlusten führen. Ein effektives Qualitätskontrollsystem und kontinuierliche Schulungen der Mitarbeiter finden laufend statt, um Produktionsfehler und Reklamationen zu minimieren. Das Unternehmen verfügt über ein Qualitätsmanagementsystem, welches nach DIN EN ISO 9001:2015 auch im Jahr 2023 auditiert wurde. Die Prozesse werden regelmäßig überprüft.

Ansprüche aus Gewährleistungen gegen die Gesellschaft sind auf 12 Monate begrenzt und werden in ausreichendem Umfang in den sonstigen Rückstellungen abgebildet.

Währungsrisiken sind gering und bestehen nur in der Relation USD - Euro und GBP - Euro. Da Reflex Zellstoff teilweise auf Basis von USD kauft und auch Umsätze in USD tätigt, reduziert sich das Risiko weiter.

Allgemeine unternehmerische Geschäftsrisiken

Bei den identifizierten kritischen Geschäftsrisiken handelt es sich im Wesentlichen um folgende Risiken:

- Aufkommen neuer Technologien

Reflex beobachtet den Markt intensiv durch Kontakte zu Lieferanten und Forschungseinrichtungen, um auf neue Entwicklungen frühzeitig reagieren zu können.

- Produktentwicklung und Produktpolitik

Reflex betreibt selbst Forschung und Entwicklung, um sich selbst Wettbewerbsvorteile zu sichern.

- Unternehmensplanung und Controlling

Ein detailliertes Controlling mit entsprechenden Steuerungsmöglichkeiten ist aufgebaut und in Betrieb. Fehlentwicklungen können so frühzeitig erkannt werden.

- Verfügbarkeit von qualifizierten Mitarbeitern am Markt

Qualifizierte Mitarbeiter sind weiterhin schwer zu bekommen. Reflex bemüht sich über verschiedene Kanäle Fachkräfte und Auszubildende zu akquirieren.

Bei Betrachtung aller identifizierten Chancen und Risiken sehen wir keine Bestandsgefährdung für die Gesellschaft. Wesentliche Unsicherheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, liegen nicht vor. Grundlage für diese Einschätzung ist insbesondere, dass neben den bereits umgesetzten bzw. eingeleiteten Maßnahmen Liquiditätsreserven verfügbar sind.

2. Liquiditätsrisiken

Die Gesellschafter haben bei dringendem Bedarf bereits für 2022 ein Darlehen über TEUR 500 in Aussicht gestellt, das bis zum Zeitpunkt der Berichtserstellung nicht abgerufen wurde.

Ein von der Hausbank beauftragtes Marktwertgutachten der Produktionsimmobilie hat einen Marktwert von TEUR 12.600.- ergeben, womit noch hohe Reserven für Besicherungen verfügbar wären.

3. Chancen

Die gesamte Papierindustrie wird vom aktuellen Erfordernis profitieren, mineralölbasierte Verpackungen durch nachhaltig produzierte und biologisch abbaubare Substrate zu ersetzen. Aufgrund der im Vergleich zu größeren Wettbewerbern anderen Kostenstruktur konzentriert sich Reflex dabei auf die Entwicklung innovativer Nischenprodukte. Dazu zählen auch aus Fasern von einjährig nachwachsenden Pflanzen hergestellte Papiere, die aus ökologischen Gründen stark nachgefragt werden. Die Nachfrage nach solchen ökologischen Produkten verstärkt sich laufend.

Der seit 2020 vorangetriebene Ausbau der Vertriebsorganisation wurde fortgesetzt, womit sich bisher von Reflex noch nicht bearbeitete Märkte erschließen sollten.

Schließungen von Wettbewerbsfabriken, die in den letzten Jahren erfolgten, führen zu einer Konsolidierung des Marktes, von der Reflex profitiert. Dieser Trend könnte sich in den folgenden Jahren fortsetzten.

Marketingmaßnahmen werden in beschränktem Ausmaß gesetzt, wobei darauf geachtet wird, dass sie durch Beiträge unserer Kunden unterstützt werden.

Unsere Präsenz in den neuen Medien wird weiter verstärkt, um neue Zielgruppen zu erreichen und unser Image zu stärken.

An der Verbesserung der Effizienz der internen Prozesse wird weiter gearbeitet, um eine verbesserte Kapazitätsauslastung zu ermöglichen. Weniger Ausschuss und konstanter Produktionslauf bei höheren Auftragsgrößen werden ermöglichen auch kompetitivere Bedarfsfälle anzubieten. Die dadurch erzielten Zusatzmengen werden dazu beitragen die spezifischen Fixkosten von Reflex zu reduzieren.

Die Investitionsplanung für die Fabrik wird überarbeitet, um die Energie- und Produktionskosten zu senken.

E. Prognosebericht

Nachdem die Lagerstände in der gesamten Lieferkette erst Ende Jahr 2023 gesunken sind, verzeichnete das Unternehmen eine Belebung am Markt. Auch die Energiekosten scheinen sich in den kommenden Monaten seitwärts zu bewegen. Ähnliche Einschätzungen können auch für den Zellstoffmarkt getroffen werden. Sollte es zu einer weiteren Eskalation des Kriegs in der Ukraine oder dem Konflikt mit den Rebellen am Roten Meer kommen, muss die Situation neu bewertet werden.

Daher verzeichnet Reflex wie auch andere Teile der deutschen Papierindustrie im 1. Quartal 2024 einen im Vergleich zum Vorjahr deutlich besseren Auftragseingang. Im 2. Quartal könnte sich die Situation durch Effekte wie die Olympiade in Frankreich und die Fußball-EM in Deutschland fortsetzen.

Die zum Berichtszeitpunkt erstellte Prognose für 2024 zeigt daher ein Jahresergebnis über dem Niveau des Budgets.

Auf Seiten der Personalkosten findet im Jahr 2024 die betriebliche Umsetzung des Bundesentgeltrahmentarifvertrags (BETV) statt. Er löst die Differenzierung zwischen Löhnen und Gehältern ab und stellt die gewerbliche Tätigkeit (Löhne) und die Angestelltentätigkeit (Gehälter) gleich. Die Umsetzung soll weitestgehend kostenneutral erfolgen.

Eine fortlaufende Beobachtung des für die Reflex relevanten Umfeldes ist extrem wichtig, um frühzeitig Marktentwicklungen zu antizipieren.

Alle zwischen Bilanzstichtag und Erstellung dieses Berichtes eingetretenen Ereignisse wurden in diesem Lagebericht erfasst.

Die aktuelle Prognose für das Jahr 2024 weist einen Umsatz von TEUR 31.050 (Budget TEUR 29.850) und einen Jahresgewinn von TEUR 1.654 (Budget TEUR 441) aus.

 

Düren, 18. März 2024

Reflex Verwaltungs GmbH

Geschäftsführung

gez. Tiemo Arndt

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 1,00
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 115.428,90 165.964,10
115.429,90 165.965,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen 578.315,31 614.036,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.157.353,99 2.619.137,47
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 108.089,35 86.107,88
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 668.243,41 117.549,16
4.512.002,06 3.436.830,56
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 27.500,00 27.500,00
4.654.931,96 3.630.295,66
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.684.522,66 1.795.294,17
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.100.872,26 2.891.623,98
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.947.230,12 3.481.861,73
2.353,41 8.336,91
6.734.978,45 8.177.116,79
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.815.026,10 1.058.061,64
2. Sonstige Vermögensgegenstände 532.613,81 278.264,91
2.347.639,91 1.336.326,55
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 421.141,01 450.541,24
9.503.759,37 9.963.984,58
C. Rechnungsabgrenzungsposten 170.278,17 136.423,84
14.328.969,50 13.730.704,08

PASSIVA

Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile
1. Kapitalanteile der Kommanditisten 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Rücklagen 11.017.568,00 11.017.568,00
III. Bilanzverlust -11.302.384,09 -10.307.018,75
715.183,91 1.710.549,25
B. Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile 25.000,00 25.000,00
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 585.050,00 552.027,00
2. Sonstige Rückstellungen 816.958,36 1.043.505,00
1.402.008,36 1.595.532,00
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.498.923,54 3.601.183,16
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.822.470,84 1.861.903,60
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.596,22 4.585,91
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 4.192.655,55 4.192.655,55
5. Sonstige Verbindlichkeiten 667.131,08 739.294,61
davon aus Steuern: EUR 66.642,77 (i.V. EUR 61.105,88)
12.186.777,23 10.399.622,83
14.328.969,50 13.730.704,08

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Vorjahr
EUR EUR EUR
Rohergebnis 12.636.864,49 14.287.376,12
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.907.149,48 -5.634.088,48
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.230.828,94 -1.147.976,88
davon für Altersversorgung: EUR -29.001,72 (i.V. EUR -20.110,72)
-7.137.978,42 -6.782.065,36
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -580.973,34 -534.868,80
-580.973,34 -534.868,80
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.348.692,00 -5.120.145,72
davon aus der Währungsumrechnung: EUR -132.684,19 (i.V. EUR -44.184,27)
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -352.988,31 -251.609,80
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR -5.147,00 (i.V. EUR -19.523,00)
15. Ergebnis nach Steuern -783.767,58 1.598.686,44
16. Sonstige Steuern -211.597,76 -436.963,48
17. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) -995.365,34 1.161.722,96
18. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -10.307.018,75 -11.468.741,71
24. Bilanzverlust -11.302.384,09 -10.307.018,75

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der Reflex GmbH & Co. KG, Düren (Amtsgericht Düren, HRA 3410), zum 31. Dezember 2023 die Vorschriften der §§ 264 ff. HGB unter besonderer Beachtung der §§ 264a ff. HGB angewandt worden.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind im Anhang aufgeführt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte gem. §264 c HGB i.V.m. §266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gem. §275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

In der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ist zu jedem Posten der entsprechende Betrag des Vorjahres mit angegeben.

Die Gesellschaft ist in entsprechender Anwendung der in § 267 Abs. 2 HGB bezeichneten Größenmerkmale gemäß § 267 Abs. 4 HGB als mittelgroße Gesellschaft einzustufen.

Von der größenabhängigen Erleichterung zur Gewinn- und Verlustrechnung gem. § 276 Satz 1 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Von der größenabhängigen Erleichterung zum Anhang gem. § 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.

B. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Im Geschäftsjahr 2024 war der Auftragseingang bis zum Zeitpunkt der Berichterstattung besser als budgetiert. Der Durchschnittserlös konnte auf Vorjahresniveau stabilisiert werden. Eine weitere Steigerung der Energie- und Rohstoffkosten ist in 2024 bis zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht erfolgt.

Die Erreichung der Budgetziele erscheint sehr wahrscheinlich. Die zum Berichtszeitpunkt erstellte Prognose für das Jahr 2024 liegt über Budgetniveau. Die Liquidität sollte ohne weitere Darlehen gesichert sein. Wir verweisen hierzu auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht in den Abschnitten D. Risiko und Chancenbericht und Abschnitt E. Prognosebericht.

Vorgänge von besonderer Bedeutung wurden darüber hinaus nicht festgestellt.

C. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz ausgewiesenen Positionen des Anlagevermögens mit ihren historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und den kumulierten Abschreibungen sowie den Abschreibungen des Geschäftsjahres ist in einem Anlagespiegel dargestellt.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre) vermindert.

Bei den Sachanlagen wurden die Zugänge zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet unter Abzug erhaltener Skonti. Beim beweglichen Anlagevermögen wurden die Zugänge linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Für die Zugänge an beweglichen Wirtschaftsgütern werden Abschreibungen pro rata temporis angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Nachträgliche Herstellungskosten wurden auf die Restnutzungsdauer der betreffenden Anlagegüter abgeschrieben. Die Vorjahresabschreibungen wurden planmäßig (degressiv/linear) fortgeführt.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. ggfs. mit dem niedrigeren Stichtagswert ausgewiesen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Lagen der Börsen- oder Marktpreis oder der Wert, der den Gegenständen am Abschlussstichtag beizulegen war, niedriger als die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, kamen die hieraus sich ergebenden Werte zum Ansatz.

Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgte zu den je nach Fertigungsgrad angefallenen Herstellungskosten. Die angesetzten Herstellungskosten enthalten die Fertigungs- und Materialeinzelkosten, die Sonderkosten der Fertigung, ferner angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist und die anteiligen Verwaltungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen wurden bei der Berechnung der Herstellungskosten nicht herangezogen (§ 284 Abs. 2 Nr. 4). Zur verlustfreien Bewertung sind auf Einzelermittlungen beruhende Abwertungen vorgenommen worden.

Der Bestand an Instandhaltungsmaterial besteht zum größten Teil aus einem Festwert in Höhe von TEUR 50.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag bewertet. Erkennbaren Risiken wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Kasse und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet.

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert bewertet.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind durch ein versicherungsmathematisches Gutachten vom 19. Februar 2024 nachgewiesen. Die Berechnung der Pensionsrückstellung erfolgte entsprechend den Richttafeln 2018 G nach Dr. Klaus Heubeck mit einem Rechnungszinsfuß in Höhe von 1,82%, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt worden ist.

Die Bewertung erfolgt mit der Anwartschaftsbarwertmethode für die erdienten Leistungen. Für unverfallbar ausgeschiedene Pensionsberechtigte wird als Berechnungsmethode der Barwert der künftigen Pensionsleistung angewendet. Es wurde ein Rententrend von 2,00% und keine Fluktuation berücksichtigt (§285 Nr. 24 HGB). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt TEUR 9.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Bei Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben werden.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet worden.

D. Angaben und Erläuterungen einzelner Posten der Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagespiegel zu entnehmen (siehe Anlage zum Anhang).

Die Gesellschaft ist an den folgenden Unternehmen zu mindestens einem Fünftel beteiligt (§285 Nr.11 HGB):

Reflex Verwaltungs GmbH, Düren
Anteil am Kapital 100%
Eigenkapital 31.12.2023 EUR 28.114,82
Jahresgewinn 2023 EUR 829,39

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Forderungen enthalten, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstanden sind (§ 268 Abs. 4 HGB).

Im Berichtsjahr bestanden keine Forderungen gegen Geschäftsführer der Komplementärin (§285 Nr. 9c HGB).

Mit einem Factoringunternehmen besteht eine Forderungsabtretung nahezu aller fälligen Kundenforderungen.

Die sonstigen Rückstellungen (TEUR 817) wurden im Einzelnen für Resturlaub (TEUR 100), Mehrarbeitsstunden und Zuschläge (TEUR 137), Prüfungs- und Beratungskosten (TEUR 38), Gewährleistung (TEUR 41), Energie (TEUR 414) sowie für sonstige Verpflichtungen (TEUR 80) gebildet (§285 Nr. 12 HGB).

Der Aktivwert des Depots zur Insolvenzsicherung von Altersteilzeitverpflichtungen (TEUR 67) wurde mit den sonstigen Rückstellungen verrechnet (§ 285 Nr. 25 HGB).

Die Verbindlichkeiten und deren Laufzeiten sind dem Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen (siehe Anlage zum Anhang). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen sonstige Verbindlichkeiten (§ 265 Abs. 3 HGB).

E. Angaben und Erläuterungen einzelner Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen gem. § 285 Nr. 4 HGB kann wegen §288 Abs. 2 HGB unterbleiben.

Im Geschäftsjahr wurde ein Zuschuss aus dem Energiekostendämpfungsprogramm des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle in Höhe von TEUR 377 vereinnahmt und aufwandsmindernd unter der Position "Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren" ausgewiesen.

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich bei der Gesellschaft (ohne Geschäftsführer der Komplementärin) beschäftigt (§ 285 Nr. 7 HGB):

2023 2022
Angestellte 50 48
Gewerbliche Arbeitnehmer 54 55
Auszubildende 8 9
Summe 112 112

Die Bezüge der Geschäftsführer der Komplementärin (§ 285 Nr. 9 a HGB) brauchen gem. § 286 Abs. 4 HGB nicht offen gelegt zu werden.

F. Sonstige Pflichtangaben

1. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind keine weiteren Haftungsverhältnisse zu vermerken bzw. sind solche nicht bekannt.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.115, davon sind TEUR 974 in 2024 fällig. Die Verpflichtungen betreffen insbesondere einen Dampfbereitstellungsvertrag mit Jahreszahlungen in Höhe von insgesamt TEUR 161 und einer Laufzeit bis 31. Dezember 2025, Leasingverpflichtungen für Fahrzeuge und Maschinen sowie Dienstleistungsverträge.

3. Name des Geschäftsführers

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Michael Sablatnig, Kaufmann (bis 31.12.2023)

Herr Tiemo Arndt, Papier-Ingenieur (ab 01.09.2023)

Geschäftsführer der Komplementärin Reflex Verwaltungs GmbH

4. Name, Sitz und gezeichnetes Kapital der persönlich haftenden Gesellschafterin

Reflex Verwaltungs GmbH, Düren

Das Stammkapital beträgt EUR 25.000,00. Ihr obliegt die Geschäftsführung und die Vertretung des Unternehmens.

5. Organe

Organmitglieder:

Geschäftsführung:

Herr Tiemo Arndt, Papier-Ingenieur, Geschäftsführer

6. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

7. Weitere Angaben

Die Gesellschaft ist keine unbeschränkt haftende Gesellschaft eines anderen Unternehmens (§285 Nr.11a HGB).

Die Gesellschaft ist keine Tochtergesellschaft eines Konzernunternehmens. Sie ist selbst nicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet (§ 285 Nr. 14 HGB).

 

Düren, den 18. März 2024

gez. Tiemo Arndt

(Geschäftsführer)

Feststellung des Jahresabschlusses

Dieser Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung am 24.04.2024 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 16.298,00 0,00 0,00 16.298,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 941.849,70 0,00 0,00 941.849,70
958.147,70 0,00 0,00 958.147,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 882.602,05 0,00 0,00 882.602,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.124.528,70 977.822,52 0,00 6.102.351,22
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 459.348,27 77.095,87 -3.385,45 533.058,69
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 117.549,16 550.694,25 0,00 668.243,41
6.584.028,18 1.605.612,64 -3.385,45 8.186.255,37
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 27.500,00 0,00 0,00 27.500,00
7.569.675,88 1.605.612,64 -3.385,45 9.171.903,07
Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Abschreibungen
Berichtsjahr
Änderung der gesamten Abschreibungen i.Z. m. Abgängen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 16.297,00 0,00 0,00 16.297,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 775.885,60 50.535,20 0,00 826.420,80
792.182,60 50.535,20 0,00 842.717,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 268.566,00 35.720,74 0,00 304.286,74
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.505.391,23 439.606,00 0,00 2.944.997,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 373.240,39 55.111,40 -3.382,45 424.969,34
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.147.197,62 530.438,14 -3.382,45 3.674.253,31
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3.939.380,22 580.973,34 -3.382,45 4.516.971,11
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1,00 1,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 115.428,90 165.964,10
115.429,90 165.965,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 578.315,31 614.036,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.157.353,99 2.619.137,47
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 108.089,35 86.107,88
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 668.243,41 117.549,16
4.512.002,06 3.436.830,56
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 27.500,00 27.500,00
4.654.931,96 3.630.295,66

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel
(Vorjahresangaben in Klammer)

Stand 31.12.2023 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit >5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.498.923,54 2.673.891,47 2.729.395,00 95.637,07 Grundschuld: EUR 2.500.000,00; Vorräte als Pfand: EUR 800.000,00 Raumsicherungsübereignung Warenlager; Rangrücktrittserklärung der Gesellschafter; Verpfändungen der Forderung(en) an KBC COMMERCIAL FINANCE NV
(3.601.183,16) (1.223.960,66) (2.077.222,50) (300.000,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.822.470,84 1.822.470,84 0,00 0,00
(1.861.903,60) (1.861.903,60) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.596,22 5.596,22 0,00 0,00
(4.585,91) (4.585,91) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 4.192.655,55 29.500,00 4.163.155,55 0,00 davon gesichert durch Sicherungsübereignung Umlaufvermögen und bewegliche technische Anlagen und Maschinen: EUR 2.000.000,00
(4.192.655,55) (729.500,00) (3.463. 155,55) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 667.131.08 566.033,48 101.097,60 0,00
(739.294.61) (445.429,73) (293.864,88) (0.00)
12.186.777,23 5.097.492,01 6.993.648,15 95.637,07
(10.399.622,83) (4.265.379,90) (5.834.242.93) (300.000,00)

Der vorstehende Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zum vollständigen Jahresabschluss haben wir den nachfolgenden Bestätigungsvermerk erteilt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die

Reflex GmbH & Co. KG

Düren

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Reflex GmbH & Co. KG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Reflex GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen und Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Aachen, den 18. März 2024

VBR GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

(Ralf Hündgen)
Wirtschaftsprüfer

(Moritz Jacobs)
Wirtschaftsprüfer

Eine Verwendung des obigen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

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