Hydro Building Systems Germany
GmbH
Ulm
Jahresabschluss zum 31. Dezember
2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.
Dezember 2023
Allgemeine Angaben
Die Hydro Building Systems Germany GmbH (kurz:
Gesellschaft oder HBSG) hat ihren Sitz in Ulm und ist im
Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer HRB
736086 eingetragen.
Unternehmensgegenstand der Hydro Building Systems
Germany GmbH ist die Entwicklung, die Herstellung und der
Vertrieb von Aluminium-Produkten, insbesondere von
stranggepressten Aluminium-Profilen, Stangen und Rohren in
Fix- bzw. Herstellungslängen, nach Wunsch auch
weiterveredelt und konfektioniert oberflächenbehandelt
sowie farbeloxiert.
Die Gesellschaft entwickelt, konstruiert und
vertreibt Aluminiumprofilsysteme zur Fertigung von
Fenstern, Türen und Fassaden, im Wesentlichen unter
dem eingetragenen Warenzeichen WICONA. Die Fertigung von
Profilen ist im Wesentlichen an die Schwestergesellschaft
Hydro Building Systems Extrusion GmbH, Bellenberg (kurz:
HBSE), und andere Schwestergesellschaften ausgelagert.
Entsprechend erfolgt der wesentliche Teil des
warenbezogenen Einkaufs von Konzerngesellschaften. Der
Vertrieb der Produkte erfolgt überwiegend an Dritte.
Die Hydro Building Systems Germany GmbH
unterhält neben den Zentralbereichen in Ulm ein
Schulungs- und Testzentrum in Bellenberg, einen
Logistikstandort (Zentrallager) in Gerstungen,
Vertriebsbüros in Leipzig und Ratingen sowie einen mit
Geschäftspartnern gemeinsam genutzten Showroom in
Frankfurt (so genanntes NEXT Facade and Design Studio).
Die Gesellschaft ist 100%ige Tochter der Hydro
Extrusion Deutschland GmbH, Achim-Uphusen.
Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag der
Gesellschaft (Organgesellschaft) mit der Hydro Holding
Offenburg GmbH, Offenburg, (Organträger). Diese ist
der steuerliche Organträger für mehrere
verbundene Unternehmen in Deutschland.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Das Geschäftsjahr 2023 war gesamtwirtschaftlich
weiterhin geprägt durch die Auswirkungen des Ukraine
Krieges. Auch wenn sich die Beschaffungsmärkte im
Vergleich zum Vorjahr deutlich stabilisiert haben, hatten
die steigenden Verbraucherpreise (+6,5 % im Vergleich zum
Jahr 2022), die Energiepreise und die Entwicklung der
Bauzinsen stark negative Konjunkturauswirkungen, speziell
im Bereich Hochbau, welcher für die Gesellschaft der
wichtigste Absatzmarkt ist.
Der Markt für Fenster-, Türen- und
Fassadenlösungen aus Aluminium ist gekennzeichnet von
einem intensiven Wettbewerb aus nationalen und
internationalen Anbietern. Neben einem großen
Wettbewerber (Marktführer), nach welchem sich die
Hydro Buildings Systems Germany GmbH eingliedern
lässt, gibt es in Deutschland mehrere mittlere und
kleinere Wettbewerber. Die Gesellschaft strebt einen hohen
technischen Anspruch und Nachhaltigkeit in einem
wettbewerbsintensiven Markt an.
Im Geschäftsjahr 2023 sanken die Aluminiumpreise
stetig über das gesamte Jahr. Zu Beginn des
Geschäftsjahres lag der 3-Monatspreis für
Hüttenaluminium bei 2.428 US-Dollar je Tonne (laut
London Metall Exchange, kurz: LME) und erreichte einen
Niedrigstwert im Juli mit 2.152 US-Dollar je Tonne. Im
weiteren Verlauf des Geschäftsjahres stieg er leicht
und betrug zum 31. Dezember 2023 2.220 US-Dollar je Tonne
(laut LME). Im Durchschnitt betrug er für den Zeitraum
vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 2.274 US-Dollar je
Tonne (laut LME). Er lag damit 16,2 % unter dem
Durchschnittspreis des Geschäftsjahres vom 1. Januar
bis 31. Dezember 2022. Der US-Dollar-Wechselkurs
entwickelte sich insgesamt im Geschäftsjahr 2023
vorteilhaft, schwankte zwischen 1,12 USD/EUR und 1,05
USD/EUR und lag zum Ende des Geschäftsjahres 2023 bei
1,10 USD/EUR.
Die Inflationsrate lag laut Angaben des ifo-Instituts
für das Geschäftsjahr 2023 5,9 % über dem
Vorjahr.
Darstellung des Geschäftsverlaufs vor dem
Markthintergrund
Das Geschäftsjahr 2023 war durch eine globale
und insbesondere europäische Krise geprägt. Durch
den andauernden Ukraine-Krieg wurde das weltweite
Wirtschaftswachstum gedämpft und Knappheit und
Inflation wurden angetrieben, wenn auch weniger stark
ausgeprägt als im Vorjahr 2022. Die Produktion und
Beschaffung waren hierbei insbesondere durch steigende
Energiepreise betroffen und die Nachfrage im Baugewerbe war
durch das ansteigende Zinsniveau stark reduziert.
Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen
führten zu einer deutlichen Nachfragereduzierung im
Bereich Hochbau, die im Geschäftsjahr 2023 nicht
kompensiert werden konnte und somit auch zu einer
deutlichen Reduktion der Umsatzerlöse der Gesellschaft
geführt hat.
Investitionen
Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Investitionen
TEUR 1.165 (Vorjahr: TEUR 1.289). Diese stehen im
Wesentlichen im Zusammenhang mit der Erweiterung des
Logistikstandorts in Gerstungen sowie der Betriebs- und
Geschäftsausstattung.
Personal- und Sozialbereich
Die Anzahl der Mitarbeiter lag im Geschäftsjahr
2023 durchschnittlich bei 360 Mitarbeitern (Vorjahr: 382).
Zum Bilanzstichtag wurden 25 (Vorjahr: 25) Personen
teilzeitbeschäftigt. Aufgrund der Firmenhistorie haben
wir unterschiedliche Vereinbarungen zur Altersversorgung
unserer Mitarbeiter. Es bestehen mittelbare und
unmittelbare Zusagen, wobei in neuerer Zeit nur mittelbare
Zusagen in Form von Gehaltsumwandlungen sowie im Rahmen
einer Unterstützungskasse getätigt werden.
Mitarbeiterbelange erfahren besondere
Berücksichtigung. Diese Grundeinstellung wird vor
allem durch eine entsprechende Lohn- und Gehaltspolitik
(z.B. Tarifverträge, Erfolgsprämien) sowie Aus-
und Fortbildungsmaßnahmen unterstrichen, da der
Erfolg der Gesellschaft von der Leistung eines jeden
Mitarbeiters abhängig ist.
Umweltschutz
Der Umweltschutz hat sowohl in der Hydro-Gruppe
(Norsk Hydro ASA mit Sitz in Oslo, Norwegen) als auch bei
der Hydro Building Systems Germany GmbH einen hohen
Stellenwert. Laut The Economist kann Recycling-Aluminium
mit nur 5 % der Ursprungsenergie in immer neue Produkte
umgewandelt werden. Die Gesellschaft ist Mitglied im A|U|F
e.V. (Aluminium und Umwelt im Fenster- und Fassadenbau) und
unterstützt die Koordination von
Recycling-Unternehmen, um eine optimale Wiederverwertung
von Aluminium im nämlichen Kreislauf zu erreichen.
Im Geschäftsjahr wurde zudem zunehmend die von
der Hydro-Gruppe entwickelte umweltfreundlichere Legierung
"Circal" (bestehend aus 75 % Post-Consumer-Schrott)
eingesetzt. Hier hat die Hydro-Gruppe ein
Alleinstellungsmerkmal beim Einsatz nachhaltiger
Materialien, was sich in der stetig steigenden Zahl der
Bauprojekte mit "Circal" niederschlägt.
Forschung und Entwicklung
Die Gesellschaft entwickelt sowohl komplette
Lösungen und Bausysteme in den Bereichen Fenster,
Türen und Fassaden als auch kundenspezifische
Erweiterungen und Anpassungen. Ein bedeutender Faktor dabei
ist das firmeneigene Testcenter in Bellenberg, um den hohen
Qualitätsanforderungen und Vorschriften zu
genügen. Die Ausgaben für die Forschungs- und
Entwicklungsaktivitäten betrugen im Geschäftsjahr
2023 TEUR 5.637 (Vorjahr: TEUR 5.836).
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Vermögenslage
Das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR
16.677 hat sich im Vergleich zur Vorperiode leicht
verringert (Vorjahr TEUR 17.144). Abgänge in Höhe
von TEUR 178 stehen in Zusammenhang mit der Inventur des
Anlagevermögens nach § 240 Abs. 3 HGB, welche die
Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 vorgenommen hat.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in
Höhe von TEUR 10.957 liegen, entsprechend der
negativen Umsatzentwicklung, unter dem Vorjahr (Vorjahr:
TEUR 13.349). Die Vorräte haben sich im Vergleich zum
Vorjahr von TEUR 15.663 auf TEUR 12.846 verringert. Dies
ist insbesondere und im Rahmen der Bewertung des Lagers auf
die gesunkenen Einkaufspreise und geringeren
benötigten Volumina zurückzuführen. Die
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich
aufgrund der geringeren Rohstoffpreise und des niedrigeren
Volumens von TEUR 3.372 im Vorjahr auf TEUR 2.773 im
Geschäftsjahr 2023 verringert.
Das Working Capital (Vorräte zuzüglich
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) betrug
zum Bilanzstichtag TEUR 21.030 (Vorjahr: TEUR 25.639) und
hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.610 verringert.
Dies ist insbesondere auf die Reduzierung der Vorräte
und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
zurückzuführen.
Das Eigenkapital beträgt aufgrund des
bestehenden Ergebnisabführungsvertrags wie im Vorjahr
TEUR 18.098. Die Eigenkapitalquote beträgt 32,9 %
(Vorjahr: 31,2 %) und hat sich aufgrund der niedrigeren
Bilanzsumme leicht erhöht.
Die Pensionsrückstellungen (TEUR 7.156) haben
sich im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 7.002) leicht
erhöht. Die sonstigen Rückstellungen betragen zum
Bilanzstichtag TEUR 12.497 und liegen damit deutlich
über dem Vorjahr mit TEUR 7.943. Der Anstieg ist im
Wesentlichen beeinflusst durch die Bildung von
Rückstellungen für Restrukturierung (TEUR 1.174)
und höhere ausstehende Eingangsrechnungen. Ferner sind
Rückstellungen für Ausgleichsverpflichtungen
gegenüber der Unterstützungskasse (TEUR 2.480)
gebildet worden.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 6.931 auf
TEUR 13.353 gesunken, was insbesondere auf geringere
Cash-Pool-Verbindlichkeiten zurückzuführen ist.
Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die
Umsatzerlöse TEUR 184.965 (Vorjahr: TEUR 204.700),
davon wurden im operativen Geschäft 35,2 % der
Umsätze im Inland und 64,8 % im Ausland erzielt (TEUR
65.098 Inland, TEUR 119.867 Ausland). Im Vergleich zum
Vorjahr ist sowohl beim externen Umsatz als auch beim
Umsatz mit verbundenen Unternehmen ein deutlicher
Rückgang festzustellen, welcher insbesondere
mengenbedingt ist.
Im Geschäftsjahr 2023 betrug der externe
Auftragseingang TEUR 93.900 (Vorjahr: TEUR 116.079).
Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich
Materialaufwand) beläuft sich auf TEUR 67.806
(Vorjahr: TEUR 65.058) und stieg gegenüber dem Vorjahr
damit um TEUR 2.747 bzw. 4,2 % an. Der Materialaufwand lag
im Berichtszeitraum bei TEUR 117.159 (Vorjahr: TEUR
139.641). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand in
Relation zu Umsatzerlösen) beläuft sich auf 63,3
% nach 68,2 % im Vorjahr und hat sich damit um rund 4,9
%-Punkte verbessert. Wir verweisen auf die
Ausführungen bezüglich Aluminiumpreisentwicklung
und Umsatzerlöse.
Der Personalaufwand lag im Berichtszeitraum bei TEUR
31.517 (Vorjahr: TEUR 28.269). Die Personalaufwandsquote
(Personalaufwand in Relation zu Umsatzerlösen)
beläuft sich auf 17,0 % nach 13,8 % im Vorjahr. Im
Geschäftsjahr sind Tariferhöhungen von 4,0 %
erfolgt. Zudem wurden den
Restrukturierungsrückstellungen aufgrund geschlossener
Abfindungsvereinbarungen TEUR 1.174 zugeführt. Ferner
waren Rückstellungen für
Ausgleichsverpflichtungen gegenüber der
Unterstützungskasse für die mittelbaren
Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 2.480 zu
bilden. Hierbei handelt es sich um Ausgleichsansprüche
der Unterstützungskasse für in Vorjahren
ausgebliebene Beitragszahlungen an die
Rückversicherung. Ohne diese Aufwendungen von
außergewöhnlicher Größenordnung bzw.
Bedeutung ergäbe sich ein Personalaufwand in Höhe
von TEUR 27.863 bzw. eine Personalaufwandsquote in
Höhe von 15,1 %.
Die Gesellschaft verzeichnete im Berichtszeitraum
Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.613 (Vorjahr: TEUR
1.816).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im
Geschäftsjahr 2023 TEUR 40.020 (Vorjahr: TEUR 37.161)
und haben sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht;
insbesondere durch Instandhaltungsmaßnahmen,
gestiegene Energiekosten und die Aufwendungen für die
Messe Bau in Höhe von TEUR 1.700.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) vor
Ergebnisabführung beträgt TEUR -4.804 (Vorjahr:
TEUR 1.074). Bereinigt um die oben genannten Aufwendungen
von außergewöhnlicher Größenordnung
bzw. Bedeutung betreffend Ausgleichsverpflichtungen
für mittelbare Pensionsverpflichtungen an die
Unterstützungskasse für Vorjahre in Höhe von
TEUR 2.480 sowie die Aufwendungen aus der Bildung der
Restrukturierungsrückstellung in Höhe von TEUR
1.174 beläuft sich das EBIT auf TEUR -1.149.
Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Ergebnis vor
Verlustübernahme in Höhe von TEUR -5.361 erzielt
(Vorjahr: Ergebnis vor Gewinnabführung TEUR 765). Aus
dem Ergebnisabführungsvertrag ergibt sich zum Stichtag
eine Forderung gegen die Hydro Holding Offenburg GmbH in
entsprechender Höhe.
Finanzlage
Im Cash-Management der Hydro-Gruppe werden
konzernweit alle Zahlungsmittelbedarfe und
-überschüsse zentral ermittelt. Durch das
konzerninterne Saldieren (Netting) der
Zahlungsmittelbedarfe und -überschüsse wird die
Anzahl externer Bankgeschäfte auf ein Mindestmaß
reduziert. Das Netting erfolgt im Cash-Pooling-Verfahren.
Zentrale Aufgabe des Cash-Poolings innerhalb des
Konzerns ist es, den Finanzbedarf optimal auf die
wirtschaftlichen Erfordernisse abzustimmen und die
finanzielle Unabhängigkeit zu gewährleisten. Die
finanzwirtschaftlichen Risiken werden somit minimiert. Die
Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr
jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen
nachzukommen.
Auch künftig soll durch das Cash-Pooling-System
der Hydro-Gruppe die Liquidität und Finanzierung der
Gesellschaft sichergestellt werden. Hierdurch kann die
Hydro Building Systems Germany GmbH an der Finanzkraft des
Konzerns teilhaben.
Zum Bilanzstichtag hat die Hydro Building Systems
Germany GmbH eine Verbindlichkeit aus dem Cash-Pooling in
Höhe von TEUR 3.009 (Vorjahr: TEUR 9.490).
Darüber hinaus hat die Gesellschaft,
unverändert zum Vorjahr, eine Darlehensverbindlichkeit
gegenüber der Hydro Extruded Solutions AS in Höhe
von TEUR 4.500. Die Laufzeit endet am 18. Juli 2025. Das
Darlehen ist am Ende der Laufzeit fällig.
Leistungsindikatoren
Die operativen Ziele der Gesellschaft werden mit
einer Reihe quantitativer Kennzahlen gesteuert. Der
bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator, an dem die
Entwicklung der Gesellschaft gemessen wird, ist das
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Weitere bedeutsame
finanzielle Leistungsindikatoren sind Umsatz und Rohertrag.
Im Berichtszeitraum 2023 betrugen die
Umsatzerlöse TEUR 184.965 (Vorjahr: TEUR 204.700), der
Rohertrag beläuft sich auf TEUR 67.806 (Vorjahr: TEUR
65.058). Das EBIT betrug TEUR -4.804 (Vorjahr: TEUR 1.074).
Das um die Aufwendungen von außergewöhnlicher
Größenordnung bzw. Bedeutung bereinigte EBIT
betrug TEUR -1.149.
Für das Geschäftsjahr 2023 war trotz der
Widrigkeiten bedingt durch den russischen Angriffskrieg
eine signifikante Steigerung des Absatzvolumens sowie eine
leichte Steigerung der Umsatzerlöse erwartet worden.
Für den Rohertrag und das EBIT war aufgrund der
Erwartung signifikant steigender Absatzvolumina und einer
entsprechend höheren Auslastung jeweils eine deutliche
Steigerung erwartet worden. Diese Erwartungen wurden im
Geschäftsjahr 2023 deutlich verfehlt. Ursächlich
hierfür war insbesondere der marktbedingte
Nachfrageeinbruch im Bereich der Bauwirtschaft.
Als bedeutsamsten nichtfinanziellen
Leistungsindikator sieht die Hydro Building Systems Germany
GmbH die Anzahl meldepflichtiger Arbeitsunfälle im
Geschäftsjahr unter dem Gesichtspunkt der
Arbeitssicherheit. Im Geschäftsjahr 2023 gab es keine
meldepflichtigen Arbeitsunfälle (im vergleichbaren
Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022: einer).
Das Ziel von null meldepflichtigen Arbeitsunfällen
wurde somit erreicht.
Des Weiteren verfolgt und fördert die
Gesellschaft das Ziel des nachhaltigen Handelns durch die
kontinuierliche Steigerung der Verwendung von
zertifizierten Aluminiumbolzen, die zu 75 % aus
recyclebarem Aluminium bestehen. Von der gesamten
Absatzmenge lag der Anteil von Circal bei 65 %. Das
für 2023 gesetzte Ziel eines Anteils von 80 % wurde
somit verfehlt.
Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft
Insgesamt wird die wirtschaftliche Lage des
Unternehmens zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts
als profitabel, solide und gesund eingeschätzt. Obwohl
die angestrebte Steigerung der Umsatzerlöse, des
Rohertrags und des EBIT im Vergleich zum Vorjahr nicht
erreicht werden konnte, ist die Geschäftsführung
mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2023 unter
Berücksichtigung der externen Rahmenbedingungen,
bedingt durch den Ukrainekrieg und im Speziellen der
Rahmenbedingungen im Bereich Hochbau, zufrieden.
Chancen- und Risikobericht
Im Rahmen des internen Berichtswesens sowie des
Konzernberichtswesens werden regelmäßig
Planungen und Abweichungsanalysen erstellt. Es existiert
ein umfangreiches Kennzahlensystem und ein Benchmarking mit
anderen Gesellschaften. Außerdem gibt es ein
Risikomanagementsystem zur frühzeitigen Erkennung und
Bearbeitung von Risiken. Dabei werden einzelne Risiken
strukturiert aufgelistet und systematisch untersucht und
nach Eintrittswahrscheinlichkeit und potenziellen
Auswirkungen bewertet.
Darüber hinaus werden regelmäßig
interne Audits durch die Konzernrevision durchgeführt.
Als wesentliche Risiken werden (der Risikohöhe
nach in absteigender Reihenfolge) die im Folgenden
skizzierten Risiken angesehen, wobei die Risiken jeweils
zunächst vor Risikobegrenzungsmaßnahmen
angegeben werden:
| ― |
Starke Marktschwankungen sowie
deutlicher Rückgang der Gesamtwirtschaft und der
Immobilienmärkte: Dies würde zu einem
wesentlichen Nachfragerückgang führen.
Damit würden bedeutende
Umsatzrückgänge einhergehen. Insbesondere
die Entwicklung der Inflationsrate und die Reaktion
der Notenbanken darauf mit Zinsänderungen sind
hier die größten Risikofaktoren. Diesem
Risiko begegnen wir durch genaue Beobachtung der
Märkte, die Erarbeitung von Szenarien und eine
Flexibilisierung der Ressourcen (z.B. Einsatz von
temporären Mitarbeitern).
|
| ― |
Angriffskrieg Russlands in der
Ukraine: Es ist weiter von anhaltenden negativen
Auswirkungen, nicht zuletzt in Bezug auf die
Preisentwicklung, drohende Lieferengpässe oder
die Wertschöpfungskette, auszugehen, auch wenn
sich die Lieferketten, sowie die Rohstoff- und
Energiepreise stabilisiert haben. Die Gesellschaft
hat indessen unverändert keine
Geschäftsbeziehungen mit der Ukraine und
führt auch keine Geschäftsbeziehungen mit
Russland. Die Auswirkungen des Kriegs ergeben sich
somit ausschließlich mittelbar durch die
wirtschaftlichen Folgewirkungen.
|
| ― |
Globale Gesundheits- und
Umweltrisiken: Aus unternehmerischer Sicht
können die Gefahren im Zusammenhang mit globalen
Pandemien (Covid-19) sowie extremen
Klimaveränderungen zu einer Gefährdung und
dem Ausfall von Mitarbeitern führen. Des
Weiteren können extreme Wetterbedingungen zu
einer Beschädigung der Standorte führen.
Diesen Risiken begegnen wir durch ein angemessenes
und regelmäßig überprüftes
Krisenmanagementsystem, in welchem unter anderem
Notfallbereitschaftspläne zur Aufrechterhaltung
der Kernaktivitäten ausgearbeitet werden. Des
Weiteren ist unser Leitprinzip, die Auswirkungen
unseres Handelns auf die Umwelt zu minimieren und
durch ein nachhaltiges Wirtschaften Risiken in
direktem Zusammenhang zu vermeiden.
|
| ― |
Verstärkter Wettbewerb aus
dem Ausland: Deutlichen Preiseinbrüchen
(Niedriglohnländer) begegnen wir mit einem
hochwertigen Produktportfolio und hohem
Servicegrad.
|
| ― |
Handelsbeschränkungen: Dies
würde zu Marktbeschränkungen führen
und damit zu Umsatzrückgängen (auf der
Kundenseite) und zur Ressourcenknappheit (auf der
Einkaufsseite). Hierzu werden die Märkte genau
beobachtet und dem Risiko über Diversifizierung
sowohl auf der Absatz- als auch auf der Einkaufsseite
begegnet.
|
| ― |
Preisänderungsrisiken: Aus
Sicht der Gesellschaft ungünstige Entwicklungen
von Beschaffungspreisen, die zu einer Verringerung
der Margen führen können, werden teilweise
durch Termingeschäfte abgedeckt bzw. sollen
durch Anpassung der Verkaufspreise an den Markt
durchgereicht werden.
|
| ― |
Nichtverfügbarkeit von
Fachkräften bzw. von qualifizierten Nachfolgern:
Dem Fehlen von Ressourcen begegnen wir mit
Personalbindungsmaßnahmen sowie gezielten
Rekrutierungsbemühungen, insbesondere auf
Fachmessen.
|
| ― |
Ausfallrisiken bei Forderungen:
Forderungsausfälle können zu deutlichen
Cash-Flow-Ausfällen führen. Diesen begegnen
wir durch ein striktes Forderungsmanagement und den
Einsatz von geeigneten Sicherungsinstrumenten wie
Versicherungen, Garantien usw.
|
| ― |
Ausfall von IT-Systemen:
IT-Risiken begegnen wir mit spezialisierten
Fachabteilungen und großer Priorität
sowohl in der Gesellschaft als auch im Konzern.
|
Liquiditätsrisiken bestehen derzeit aufgrund der
Teilnahme am Konzern-Cash-Pool nicht.
Signifikante Risiken, die den Bestand der
Gesellschaft gefährden würden, sind derzeit nicht
ersichtlich.
Chancen für die Gesellschaft bestehen
hauptsächlich in einem weiteren Ausbau und der
Optimierung des Produktportfolios, unter anderem im Bereich
des Recycling-Aluminiums, um die Wettbewerbsfähigkeit
der Gesellschaft zu erhalten und weiter zu verbessern. Die
Chance wird als mittel eingestuft.
Risikoberichterstattung in Bezug auf
Finanzinstrumente
Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend, es
sind keine Engpässe zu erwarten. Die Gesellschaft ist
unverändert in das Cash-Pooling der Hydro-Gruppe
eingebunden. Zu den im Unternehmen bestehenden
Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen
und Verbindlichkeiten. Ziel des Finanz- und
Risikomanagement ist die Sicherung gegen finanzielle
Risiken jeglicher Art. Risiken im Bereich der Forderungen
werden durch entsprechende Risikovorsorge (Einzel- und
Pauschalwertberichtigungen) berücksichtigt. Im
Geschäftsjahr 2023 waren keine wesentlichen
Forderungsausfälle zu verzeichnen.
Prognosebericht
Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir
trotz der Widrigkeiten der Marktbedingungen speziell im
Hochbau und den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen
beeinflusst durch den russischen Angriffskrieg mit einer
leichten Steigerung des abgesetzten Volumens und einer
entsprechenden leichten Steigerung der Umsatzerlöse.
Hinzu kommen die Herausforderungen der steigenden
Energie- und Einkaufpreise, wobei diesbezüglich eine
Erholung festzustellen war. Allerdings sind die
Aluminiumpreise im Verlauf des Geschäftsjahres 2024
wieder deutlich angestiegen. Auch wenn sich die
Störungen der Lieferketten deutlich verringert haben,
gibt es weiterhin einen höheren Abstimmungsbedarf mit
den Lieferanten, auf den wir als Gesamtorganisation jedoch
flexibel reagieren können. Hinsichtlich des Rohertrags
und des EBITs erwarten wir aufgrund der geplanten
Steigerung der abgesetzten Volumina und einer
dementsprechenden höheren Auslastung sowie geringeren
Kosten und im Vergleich zum Vorjahr entfallenden
Aufwendungen von außergewöhnlicher
Größenordnung bzw. Bedeutung eine deutliche
Steigerung gegenüber dem Vorjahr.
Für den bedeutsamsten nichtfinanziellen
Leistungsindikator Arbeitssicherheit ist das Ziel, null
meldepflichtige Arbeitsunfälle im Geschäftsjahr
2024 zu haben. Für den nichtfinanziellen
Leistungsindikator des Anteils von Circal an der
Absatzmenge wurde ein Ziel von 90 % festgelegt.
Ulm, 11. November 2024
Hydro
Building Systems Germany GmbH
Geschäftsführung
Ralf
Seufert
Gøte
Nordh
Bilanz zum 31. Dezember 2023
A k t i v a
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| Entgeltlich
erworbene Software |
|
68.815,43 |
|
80.925,60 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte |
|
|
|
|
| und
Bauten einschließlich der Bauten auf |
|
|
|
|
| fremden
Grundstücken |
11.739.651,82 |
|
12.328.807,05 |
|
| 2.
Technische Anlagen und Maschinen |
3.428.439,83 |
|
3.810.035,50 |
|
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- |
|
|
|
|
| ausstattung |
809.238,25 |
|
1.005.158,70 |
|
| 4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen |
|
|
|
|
| im
Bau |
699.837,01 |
16.677.166,91 |
0,00 |
17.144.001,25 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
| Ansprüche
aus Rückdeckungsversicherungen |
|
17.622,04 |
|
17.622,04 |
|
|
16.763.604,38 |
|
17.242.548,89 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
|
|
| I.
Vorräte |
|
|
|
|
| 1.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
408.234,31 |
|
438.529,36 |
|
| 2.
Waren |
12.437.737,13 |
12.845.971,44 |
15.224.639,14 |
15.663.168,50 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
10.956.726,86 |
|
13.348.630,92 |
|
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
12.137.992,12 |
|
7.884.759,66 |
|
| 3.
Sonstige Vermögensgegenstände |
1.848.998,08 |
24.943.717,06 |
3.230.326,42 |
24.463.717,00 |
| III.
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten |
|
231.963,62 |
|
37.722,25 |
|
|
38.021.652,12 |
|
40.164.607,75 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
253.903,94 |
|
585.729,77 |
|
|
55.039.160,44 |
|
57.992.886,41 |
P a s s i v a
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| A.
Eigenkapital |
|
|
| I.
Gezeichnetes Kapital |
1.025.000,00 |
1.025.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
17.072.808,23 |
17.072.808,23 |
|
18.097.808,23 |
18.097.808,23 |
| B.
Sonderposten für Investitionszuschüsse |
545.359,70 |
578.709,62 |
| C.
Rückstellungen |
|
|
| 1.
Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen |
7.156.289,00 |
7.002.305,00 |
| 2.
Sonstige Rückstellungen |
12.497.277,70 |
7.942.698,60 |
|
19.653.566,70 |
14.945.003,60 |
| D.
Verbindlichkeiten |
|
|
| 1.
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen |
101.094,97 |
60.099,25 |
| 2.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
2.773.064,41 |
3.372.075,35 |
| 3.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
13.353.231,62 |
20.284.270,55 |
| 4.
Sonstige Verbindlichkeiten |
515.034,81 |
654.919,81 |
| -
davon aus Steuern |
|
|
| EUR
329.058,15 (i. Vj. EUR 286.536,75) - |
|
|
| -
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit |
|
|
| EUR
31.954,75 (i. Vj. EUR 46.708,26) - |
|
|
|
16.742.425,81 |
24.371.364,96 |
|
55.039.160,44 |
57.992.886,41 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2023
|
2023 |
2022 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
|
184.965.156,75 |
|
204.699.569,66 |
| 2.
Sonstige betriebliche Erträge |
|
540.276,42 |
|
3.262.077,25 |
| 3.
Materialaufwand |
|
|
|
|
| a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und |
|
|
|
|
| Betriebsstoffe
und für bezogene Waren |
117.149.373,10 |
|
139.399.807,17 |
|
| b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
9.959,40 |
117.159.332,50 |
241.320,27 |
139.641.127,44 |
| 4.
Personalaufwand |
|
|
|
|
| a)
Löhne und Gehälter |
24.162.660,15 |
|
23.172.660,27 |
|
| b)
Soziale Abgaben und Aufwendungen für |
|
|
|
|
| Altersversorgung
und für Unterstützung |
7.354.405,00 |
31.517.065,15 |
5.095.991,59 |
28.268.651,86 |
| -
davon aus Altersversorgung |
|
|
|
|
| EUR
4.032.648,83 (i. Vj. EUR 833.100,59) - |
|
|
|
|
| 5.
Abschreibungen auf immaterielle Vermögens- |
|
|
|
|
| gegenstände
des Anlagevermögens |
|
|
|
|
| und
Sachanlagen |
|
1.612.659,15 |
|
1.816.277,61 |
| 6.
Sonstige betriebliche Aufwendungen |
|
40.019.920,52 |
|
37.161.170,07 |
| 7.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
|
5.830,89 |
|
1.664,24 |
| 8.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
|
518.035,11 |
|
237.655,26 |
| -
davon an verbundene Unternehmen |
|
|
|
|
| EUR
394.625,11 (i. Vj. EUR 113.590,26) - |
|
|
|
|
| -
davon aus der Aufzinsung |
|
|
|
|
| EUR
119.826,00 (i. Vj. EUR 119.624,00) - |
|
|
|
|
| 9.
Ergebnis nach Steuern |
|
-5.315.748,37 |
|
838.428,91 |
| 10.
Sonstige Steuern |
|
45.661,62 |
|
73.888,58 |
| 11.
Ertrag aus Verlustübernahme |
|
5.361.409,99 |
|
0,00 |
| 12.
Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags |
|
|
|
|
| abgeführter
Gewinn |
|
0,00 |
|
764.540,33 |
| 13.
Jahresüberschuss |
|
0,00 |
|
0,00 |
Anhang
zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023
Allgemeine Angaben
Die Hydro Building Systems Germany GmbH (kurz:
Gesellschaft oder HBSG) hat ihren Sitz in Ulm und ist im
Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer HRB
736086 eingetragen.
Unternehmensgegenstand der Hydro Building Systems
Germany GmbH ist die Entwicklung, Herstellung und der
Vertrieb von Aluminium-Produkten, insbesondere von
stranggepressten Aluminium-Profilen, Stangen und Rohren in
Fix- bzw. Herstellungslängen, nach Wunsch auch
weiterveredelt und konfektioniert oberflächenbehandelt
sowie farbeloxiert. Die Gesellschaft entwickelt,
konstruiert und vertreibt Aluminiumprofilsysteme zur
Fertigung von Fenstern, Türen und Fassaden, im
Wesentlichen unter dem eingetragenen Warenzeichen WICONA.
Die Fertigung von Profilen ist im Wesentlichen an die
Schwestergesellschaft Hydro Building System Extrusion GmbH,
Bellenberg (kurz: HBSE), und andere Schwestergesellschaften
ausgelagert. Die Hydro Building Systems Germany GmbH
unterhält, neben den Zentralbereichen in Ulm, ein
Schulungs- und Testzentrum in Bellenberg, einen
Logistikstandort (Zentrallager) in Gerstungen,
Vertriebsbüros in Leipzig und Ratingen sowie einen mit
Geschäftspartnern gemeinsam genutzten Showroom in
Frankfurt (so genanntes NEXT Facade and Design Studio).
Die Gesellschaft ist 100%ige Tochter der Hydro
Extrusion Deutschland GmbH, Achim-Uphusen.
Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag der
Gesellschaft (Organgesellschaft) mit der Hydro Holding
Offenburg GmbH, Offenburg (Organträger). Diese ist der
steuerliche Organträger für mehrere verbundene
Unternehmen in Deutschland.
Der Jahresabschluss wurde für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie
nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG
aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für
große Kapitalgesellschaften.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem
Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses wurden
unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden angewandt.
Entgeltlich erworbene immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert
und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen,
entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige
Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauern liegen
zwischen drei und fünf Jahren.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
Sachanlagen mit einem Wert bis EUR 1.000 werden im Jahr des
Zugangs voll abgeschrieben und sind in der Entwicklung des
Anlagevermögens als Zugang und Abgang behandelt.
Ausgenommen hiervon sind Transportgestelle, die über
einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben
werden. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen
bei Gebäuden und baulichen Betriebsanlagen zwischen
zehn und 33 Jahren, bei technischen Anlagen und Maschinen
zwischen drei und 21 Jahren sowie bei anderen Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen drei und
15 Jahren.
Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten
bewertet. Die Ansprüche aus der
Rückdeckungsversicherung sind teilweise saldiert mit
den Pensionsrückstellungen ausgewiesen.
Bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden
Wertminderung werden für
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
außerplanmäßige Abschreibungen erfasst.
Die
Vorräte werden zu Anschaffungs- und
Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten
angesetzt. Die Bestände an
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu
durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren
Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die
Waren sind nach der Durchschnitts-Methode zu
Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips
bilanziert. Die verlustfreie Bewertung wurde beachtet.
Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die
sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer,
geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren
Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene
Abwertungen auf den Niederstwert berücksichtigt.
Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten
sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.
Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung
angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.
Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine
Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.
Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
sind mit dem Nennwert angesetzt.
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden in Höhe
des Betrages angesetzt, der im Berichtsjahr gezahlt wurde,
aber erst in Folgejahren aufwandswirksam wird.
Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt,
vollständig eingezahlt und in dieser Höhe im
Handelsregister eingetragen.
Die Investitionszuschüsse werden passivisch in
einem Sonderposten ausgewiesen. Die Auflösung des
Sonderpostens erfolgt über die Nutzungsdauer der
geförderten Vermögensgegenstände.
Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen sind nach der
Projected-Unit-Credit-Methode unter Verwendung der
"Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung der
Rückstellungen für Pensionen wurde ein
Rechnungszins von 1,83 % (Vj. 1,78 %) verwendet. Die
Rückstellungen werden pauschal mit dem
durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn
Jahren abgezinst, der sich bei einer angenommenen
Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt und der von der Deutschen
Bundesbank veröffentlicht wird. Erwartete
Rentensteigerungen sind grundsätzlich mit 2,00 % (Vj.
2,00 %), für 2024 und 2025 mit 4,50 % p.a., und
Gehaltssteigerungen sind mit 2,70 % (Vj. 2,50 %) p.a.
berücksichtigt. Die Auswirkungen aus der Änderung
des Rechnungszinses werden im Personalaufwand ausgewiesen.
Für mittelbare Pensionsverpflichtungen wird vom
Wahlrecht nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB Gebrauch gemacht
und keine Rückstellung passiviert.
Für die Abzinsung der Rückstellungen
für Altersteilzeitverpflichtungen wurde ein
Rechnungszins von 1,04 % (Vj. 0,51 %) verwendet. Die
Rückstellungen werden pauschal mit dem
durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben
Jahren abgezinst, der sich bei einer angenommenen
Restlaufzeit von einem Jahr ergibt und der von der
Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird. Erwartete
Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden mit 2,20 % (Vj. 2,20
%) p. a. berücksichtigt.
Für die Abzinsung der Rückstellungen
für Jubiläumsverpflichtungen wurde ein
Rechnungszins von 1,75 % (Vj. 1,44 %) verwendet. Die
Rückstellungen werden pauschal mit dem
durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben
Jahren abgezinst, der sich bei einer angenommenen
Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt und der von der Deutschen
Bundesbank veröffentlicht wird. Erwartete Lohn- und
Gehaltssteigerungen wurden mit 2,50 % (Vj. 2,50 %) p. a.
berücksichtigt.
Die sonstigen Rückstellungen
berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und
drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie
sind in Höhe des nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit
einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen mit
Ausnahme der Jubiläumsverpflichtungen sowie
Pensionsrückstellungen nicht.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem
Erfüllungsbetrag passiviert.
Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des
Anlagevermögens ist in dem als Anlage zum Anhang
beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Abgänge
in Höhe von TEUR 178 stehen in Zusammenhang mit der
Inventur des Anlagevermögens nach § 240 Abs. 3
HGB, welche die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023
vorgenommen hat.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände enthalten wie im Vorjahr
keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem
Jahr.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen
enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in
Höhe von TEUR 6.777 (Vj. TEUR 7.885) sowie Forderungen
aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von
TEUR 5.361 (Vj. Verbindlichkeiten TEUR 765). Forderungen
gegen Gesellschafter bestehen mit Ausnahme der Forderungen
aus der Verlustübernahme, analog Vorjahr, nicht.
Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 1.025 (Vj.
TEUR 1.025), ist vollständig eingezahlt und in dieser
Höhe im Handelsregister eingetragen. Die
Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2023
TEUR 17.073 (Vj. TEUR 17.073).
Pensionsrückstellungen
Vermögensgegenstände, die
ausschließlich der Erfüllung der
Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff
aller übrigen Gläubiger entzogen sind
(Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz
2 HGB), wurden in Höhe von TEUR 610 verrechnet; die
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände
betragen unverändert zum Vorjahr TEUR 455. Der
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden
beläuft sich auf TEUR 6.979. Aufwendungen aus der
Abzinsung in Höhe von TEUR 131 wurden mit
Erträgen aus dem Deckungsvermögen in Höhe
von TEUR 15 verrechnet.
Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB
durch die Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem
durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn
Geschäftsjahre anstelle mit dem durchschnittlichen
Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre
beläuft sich auf TEUR 47 (Vj. TEUR 232).
Unter Inanspruchnahme von Art. 28 EGHGB wurden
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen in Höhe von TEUR 3.307 (Vorjahr: TEUR
3.274) nicht in der Bilanz ausgewiesen.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen zum 31. Dezember
2023 betragen TEUR 12.497 und betreffen im Wesentlichen
Personalrückstellungen (TEUR 4.527; Vj. TEUR 3.546),
noch ausstehende Kundengutschriften (TEUR 183; Vj. TEUR
596), Boni (TEUR 595; Vj. TEUR 865) sowie ausstehende
Eingangsrechnungen (TEUR 2.825; Vj. TEUR 973).
In den sonstigen Rückstellungen sind
Rückstellungen für Ausgleichsverpflichtungen
gegenüber der Unterstützungskasse in Höhe
von TEUR 2.480 und Rückstellungen für
Restrukturierungskosten in Höhe von TEUR 1.174
enthalten.
Verbindlichkeiten
Die Fälligkeiten der Verbindlichkeiten stellen
sich wie folgt dar:
| in TEUR |
31.12.2023 |
|
Restlaufzeit |
|
bis
1 Jahr |
über
1 Jahr |
über
5 Jahre |
gesamt |
| 1. Erhaltene Anzahlungen
auf Bestellungen |
101 |
0 |
0 |
101 |
| 2. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
2.773 |
0 |
0 |
2.773 |
| 3. Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
8.853 |
4.500 |
0 |
13.353 |
| 4. Sonstige
Verbindlichkeiten |
515 |
0 |
0 |
515 |
| in TEUR |
31.12.2022 |
|
Restlaufzeit |
|
bis
1 Jahr |
über
1 Jahr |
über
5Jahre |
gesamt |
| 1. Erhaltene Anzahlungen
auf Bestellungen |
60 |
0 |
0 |
60 |
| 2. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
3.372 |
0 |
0 |
3.372 |
| 3. Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
15.784 |
4.500 |
0 |
20.284 |
| 4. Sonstige
Verbindlichkeiten |
655 |
0 |
0 |
655 |
Die Verbindlichkeiten sind - mit Ausnahme
branchenüblicher Eigentumsvorbehalte - nicht
besichert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen in Höhe von TEUR 13.353 (Vj. TEUR 20.284)
enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
in Höhe von TEUR 5.827 (Vj. TEUR 5.529),
Verbindlichkeiten aus einem Intercompany-Darlehen in
Höhe von TEUR 4.500 (Vj. TEUR 4.500), sowie
Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling in Höhe von TEUR
3.009 (Vj. TEUR 9.490). Verbindlichkeiten gegenüber
dem Gesellschafter bestehen nicht.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen folgende sonstige finanzielle
Verpflichtungen in Höhe von TEUR 13.568 (Vj. TEUR
20.843):
|
|
davon
fällig |
|
gesamt |
2024 |
2025 |
2026 |
später |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| Einkaufskontrakte |
7.801 |
7.801 |
0 |
0 |
0 |
| Mietverträge |
5.022 |
1.159 |
910 |
41 |
2.912 |
|
Leasingverträge |
745 |
350 |
252 |
130 |
14 |
|
13.568 |
9.310 |
1.162 |
171 |
2.926 |
Die Einkaufskontrakte haben eine Laufzeit von April
2023 bis Dezember 2024. Die Mietverträge enden
zwischen Juni 2024 und November 2025. Die
Leasingverträge enden zwischen Januar 2024 und Juni
2027.
Die Einkaufskontrakte dienen der Preissicherung und
der Gewährleistung der Verfügbarkeit von
Rohstoffen. Risiken bestehen hinsichtlich der
Abnahmeverpflichtung sowie einer nicht vorhersehbaren
Preissenkung für Rohstoffe.
Die Miet- und Leasingverträge stellen eine
Finanzierungsalternative dar, durch die im Wesentlichen
eine Liquiditäts- und Eigenkapitalbindung sowie die
Übernahme wesentlicher wirtschaftlicher Risiken
vermieden werden. Weiterhin besteht Planungs- und
Kalkulationssicherheit im Hinblick auf die für die
Laufzeit fest vereinbarten Miet- und Leasingkonditionen.
Risiken können sich insbesondere aus der
Vertragslaufzeit ergeben, sollten Objekte nicht mehr
vollständig nutzbar sein.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
|
01.01.2023 -
31.12.2023 |
01.01.2022 -
31.12.2022 |
|
Mio. EUR |
Mio. EUR |
| Inland |
65,1 |
74,9 |
| Übrige
EU-Länder |
88,4 |
93,3 |
| Übrige
Länder |
31,5 |
36,6 |
|
185,0 |
204,7 |
Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen
in Höhe von TEUR 53 (Vj. TEUR 327) und der
Auflösung von Rückstellungen in Höhe von
TEUR 0 (Vj. TEUR 79) sowie aus der Währungsumrechnung
in Höhe von TEUR 25 (Vj. TEUR 27) enthalten.
Personalaufwand
Die Löhne und Gehälter enthalten
Aufwendungen von außergewöhnlicher
Größenordnung bzw. Bedeutung aus der
Zuführung zu Rückstellungen für
Restrukturierung in Höhe von TEUR 1.174.
Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung enthalten
Aufwendungen von außergewöhnlicher
Größenordnung bzw. Bedeutung für mittelbare
Versorgungszusagen in Höhe von TEUR 2.480 aufgrund von
Ausgleichsverpflichtungen an die Unterstützungskasse,
deren Trägerunternehmen die Gesellschaft ist.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe
von TEUR 43 (Vj. TEUR 39) enthalten.
Zinsen und ähnliche Aufwendung
In den Zinsaufwendungen sind Zinsen aus der
Diskontierung der Rückstellungen in Höhe von TEUR
120 (Vj. TEUR 120) enthalten.
Sonstige Angaben
Mitarbeiter
Die Anzahl der Mitarbeiter lag im Geschäftsjahr
durchschnittlich bei 360 Mitarbeitern. Diese gliedern sich
wie folgt:
|
2023 |
| Weiblich |
94 |
| Männlich |
266 |
|
360 |
Geschäftsführung
Geschäftsführer der Hydro Building Systems
Germany GmbH ist Herr Ralf Seufert, technischer
Betriebswirt, Zeil; Vice President Commercial North Europe,
Norsk Hydro A.S., Oslo/Norwegen. Herr Ralf Seufert ist
einzelvertretungsberechtigt.
Seit dem 5. April 2024 ist zudem Herr Gøte
Nordh, Dipl. Ing., Asker/Norwegen; Vice President
Operations/Supply Chain, Norsk Hydro A.S., Oslo/Norwegen
zum Geschäftsführer bestellt. Herr Gøte
Nordh ist einzelvertretungsberechtigt.
Die Pensionsrückstellungen für ehemalige
Mitglieder der Geschäftsführung und ihre
Hinterbliebenen betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 965
(Vj. TEUR 1.013).
Honorar für Abschlussprüfer
Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers
beträgt TEUR 44. Es handelt sich hierbei
ausschließlich um Abschlussprüfungsleistungen.
Konzernabschluss
Die Gesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der
Hydro Extrusion Deutschland GmbH, Achim-Uphusen.
Die Gesellschaft, die den Konzernabschluss für
den größten Kreis der Unternehmen aufstellt, in
den der Jahresabschluss der Hydro Building Systems Germany
GmbH einbezogen ist, ist die Norsk Hydro ASA,
Oslo/Norwegen. Der nach IFRS-Vorschriften aufgestellte
Konzernabschluss der Norsk Hydro ASA wird beim
Zentralregister Brønnøysund
("Brønnøysundregistrene"), Norwegen,
eingereicht.
Die Hydro Extrusion Deutschland GmbH, Achim-Uphusen,
nimmt bezüglich der Aufstellung eines
Konzernabschlusses für den kleinsten Kreis von
Konzernunternehmen die Befreiungsvorschrift
gemäß § 291 HGB in Anspruch. Der
Konzernabschluss der Norsk Hydro ASA, Oslo/Norwegen, wird
im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Ulm, 11. November 2024
Hydro
Building Systems Germany GmbH
Geschäftsführung
Ralf
Seufert
Gøte
Nordh
Entwicklung
des Anlagevermögens im Zeitraum vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2023
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|
1.1.2023 |
Zugänge |
Um-Gliederungen |
Abgänge |
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| Entgeltlich
erworbene Software |
1.200.924,15 |
10.820,00 |
0,00 |
47.411,08 |
1.164.333,07 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
18.494.297,79 |
75.318,19 |
0,00 |
31.080,00 |
18.538.535,98 |
| 2.
Technische Anlagen und Maschinen |
9.195.001,86 |
25.627,60 |
0,00 |
0,00 |
9.220.629,46 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
6.431.624,75 |
352.832,99 |
0,00 |
170.713,34 |
6.613.744,40 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
0,00 |
699.837,01 |
0,00 |
0,00 |
699.837,01 |
|
34.120.924,40 |
1.153.615,79 |
0,00 |
201.793,34 |
35.072.746,85 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
| Ansprüche
aus Rückdeckungsversicherungen |
17.622,04 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
17.622,04 |
|
35.339.470,59 |
1.164.435,79 |
0,00 |
249.204,42 |
36.254.701,96 |
|
Kumulierte
Abschreibungen |
Buchwerte |
|
1.1.2023 |
Abschreibungen des
Geschäfts-Jahres |
Abgänge |
31.12.2023 |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
| Entgeltlich
erworbene Software |
1.119.998,55 |
22.930,17 |
47.411,08 |
1.095.517,64 |
68.815,43 |
80.925,60 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauteneinschließlich der Bautenauf fremden
Grundstücken |
6.165.490,74 |
664.473,42 |
31.080,00 |
6.798.884,16 |
11.739.651,82 |
12.328.807,05 |
| 2.
Technische Anlagen und Maschinen |
5.384.966,36 |
407.223,27 |
0,00 |
5.792.189,63 |
3.428.439,83 |
3.810.035,50 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs-und
Geschäftsausstattung |
5.426.466,05 |
518.032,29 |
139.992,19 |
5.804.506,15 |
809.238,25 |
1.005.158,70 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
699.837,01 |
0,00 |
|
16.976.923,15 |
1.589.728,98 |
171.072,19 |
18.395.579,94 |
16.677.166,91 |
17.144.001,25 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
|
| Ansprüche
aus Rückdeckungsversicherungen |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
17.622,04 |
17.622,04 |
|
18.096.921,70 |
1.612.659,15 |
218.483,27 |
19.491.097,58 |
16.763.604,38 |
17.242.548,89 |
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Hydro Building Systems Germany GmbH, Ulm
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Hydro Building
Systems Germany GmbH, Ulm, - bestehend aus der Bilanz
zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.
Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der
Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -
geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht
der Hydro Building Systems Germany GmbH für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember
2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und
vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.
Dezember 2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1
HGB erklären wir, dass unsere Prüfung
zu keinen Einwendungen gegen die
Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des
Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt.
Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und
Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des
Abschlussprüfers für die Prüfung des
Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres
Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir
sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere
sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung
mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der
Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen
wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
|
| ― |
gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme
der Gesellschaft abzugeben.
|
| ― |
beurteilen wir die
Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
|
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
|
| ― |
beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
|
| ― |
beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage des Unternehmens.
|
| ― |
führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben
im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten
Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde
gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten
Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten
Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen
geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
|
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Ulm, den 11. November
2024
KPMG
AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dr.
Faul, Wirtschaftsprüfer
Beck,
Wirtschaftsprüfer
|