Hydro Building Systems Germany GmbH

Einsteinstraße 61, 89077 Ulm, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 736086
Vorher
Hydro Aluminium Bellenberg Gesellschaft mit beschränkter HaftungSapa BuildEx Bellenberg GmbH
Eingetragen
28.6.1989
Branche
Erzeugung und erste Bearbeitung von AluminiumHerstellung von Heizkörpern für ZentralheizungenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Aluminium-Produkten, insbesondere von stranggepreßten Aluminium-Profilen, Stangen und Rohren in Fix- bzw. Herstellungslängen, nach Wunsch auch weiterveredelt und konfektioniert oberflächenbehandelt sowie farbeloxiert.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Karl Duft
seit 11.11.2024
Prokura
Gote Johannes Nordh
seit 31.5.2024
Geschäftsführer
Olaf Johannes Müller
seit 24.4.2024
Prokura
Igor Barsukow
seit 22.12.2022
Prokura
Marcel Bartsch
seit 18.5.2021
Prokura
Ralf Arno Seufert
seit 25.9.2018
Geschäftsführer
Uwe Wolfram Weinzierl
seit 13.6.2018
Prokura
Werner Reinisch
seit 13.6.2018
Prokura
Prokura
Edgar Loibl
seit 21.12.2017
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Hydro Extruded Solutions ABSWE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Hydro Extrusion Deutschland GmbH
Germany
1.025.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hydro Building Systems Germany GmbH

Ulm

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Allgemeine Angaben

Die Hydro Building Systems Germany GmbH (kurz: Gesellschaft oder HBSG) hat ihren Sitz in Ulm und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer HRB 736086 eingetragen.

Unternehmensgegenstand der Hydro Building Systems Germany GmbH ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Aluminium-Produkten, insbesondere von stranggepressten Aluminium-Profilen, Stangen und Rohren in Fix- bzw. Herstellungslängen, nach Wunsch auch weiterveredelt und konfektioniert oberflächenbehandelt sowie farbeloxiert.

Die Gesellschaft entwickelt, konstruiert und vertreibt Aluminiumprofilsysteme zur Fertigung von Fenstern, Türen und Fassaden, im Wesentlichen unter dem eingetragenen Warenzeichen WICONA. Die Fertigung von Profilen ist im Wesentlichen an die Schwestergesellschaft Hydro Building Systems Extrusion GmbH, Bellenberg (kurz: HBSE), und andere Schwestergesellschaften ausgelagert. Entsprechend erfolgt der wesentliche Teil des warenbezogenen Einkaufs von Konzerngesellschaften. Der Vertrieb der Produkte erfolgt überwiegend an Dritte.

Die Hydro Building Systems Germany GmbH unterhält neben den Zentralbereichen in Ulm ein Schulungs- und Testzentrum in Bellenberg, einen Logistikstandort (Zentrallager) in Gerstungen, Vertriebsbüros in Leipzig und Ratingen sowie einen mit Geschäftspartnern gemeinsam genutzten Showroom in Frankfurt (so genanntes NEXT Facade and Design Studio).

Die Gesellschaft ist 100%ige Tochter der Hydro Extrusion Deutschland GmbH, Achim-Uphusen.

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag der Gesellschaft (Organgesellschaft) mit der Hydro Holding Offenburg GmbH, Offenburg, (Organträger). Diese ist der steuerliche Organträger für mehrere verbundene Unternehmen in Deutschland.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2023 war gesamtwirtschaftlich weiterhin geprägt durch die Auswirkungen des Ukraine Krieges. Auch wenn sich die Beschaffungsmärkte im Vergleich zum Vorjahr deutlich stabilisiert haben, hatten die steigenden Verbraucherpreise (+6,5 % im Vergleich zum Jahr 2022), die Energiepreise und die Entwicklung der Bauzinsen stark negative Konjunkturauswirkungen, speziell im Bereich Hochbau, welcher für die Gesellschaft der wichtigste Absatzmarkt ist.

Der Markt für Fenster-, Türen- und Fassadenlösungen aus Aluminium ist gekennzeichnet von einem intensiven Wettbewerb aus nationalen und internationalen Anbietern. Neben einem großen Wettbewerber (Marktführer), nach welchem sich die Hydro Buildings Systems Germany GmbH eingliedern lässt, gibt es in Deutschland mehrere mittlere und kleinere Wettbewerber. Die Gesellschaft strebt einen hohen technischen Anspruch und Nachhaltigkeit in einem wettbewerbsintensiven Markt an.

Im Geschäftsjahr 2023 sanken die Aluminiumpreise stetig über das gesamte Jahr. Zu Beginn des Geschäftsjahres lag der 3-Monatspreis für Hüttenaluminium bei 2.428 US-Dollar je Tonne (laut London Metall Exchange, kurz: LME) und erreichte einen Niedrigstwert im Juli mit 2.152 US-Dollar je Tonne. Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres stieg er leicht und betrug zum 31. Dezember 2023 2.220 US-Dollar je Tonne (laut LME). Im Durchschnitt betrug er für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 2.274 US-Dollar je Tonne (laut LME). Er lag damit 16,2 % unter dem Durchschnittspreis des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022. Der US-Dollar-Wechselkurs entwickelte sich insgesamt im Geschäftsjahr 2023 vorteilhaft, schwankte zwischen 1,12 USD/EUR und 1,05 USD/EUR und lag zum Ende des Geschäftsjahres 2023 bei 1,10 USD/EUR.
Die Inflationsrate lag laut Angaben des ifo-Instituts für das Geschäftsjahr 2023 5,9 % über dem Vorjahr.

Darstellung des Geschäftsverlaufs vor dem Markthintergrund

Das Geschäftsjahr 2023 war durch eine globale und insbesondere europäische Krise geprägt. Durch den andauernden Ukraine-Krieg wurde das weltweite Wirtschaftswachstum gedämpft und Knappheit und Inflation wurden angetrieben, wenn auch weniger stark ausgeprägt als im Vorjahr 2022. Die Produktion und Beschaffung waren hierbei insbesondere durch steigende Energiepreise betroffen und die Nachfrage im Baugewerbe war durch das ansteigende Zinsniveau stark reduziert.

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen führten zu einer deutlichen Nachfragereduzierung im Bereich Hochbau, die im Geschäftsjahr 2023 nicht kompensiert werden konnte und somit auch zu einer deutlichen Reduktion der Umsatzerlöse der Gesellschaft geführt hat.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Investitionen TEUR 1.165 (Vorjahr: TEUR 1.289). Diese stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Erweiterung des Logistikstandorts in Gerstungen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Personal- und Sozialbereich

Die Anzahl der Mitarbeiter lag im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich bei 360 Mitarbeitern (Vorjahr: 382). Zum Bilanzstichtag wurden 25 (Vorjahr: 25) Personen teilzeitbeschäftigt. Aufgrund der Firmenhistorie haben wir unterschiedliche Vereinbarungen zur Altersversorgung unserer Mitarbeiter. Es bestehen mittelbare und unmittelbare Zusagen, wobei in neuerer Zeit nur mittelbare Zusagen in Form von Gehaltsumwandlungen sowie im Rahmen einer Unterstützungskasse getätigt werden.

Mitarbeiterbelange erfahren besondere Berücksichtigung. Diese Grundeinstellung wird vor allem durch eine entsprechende Lohn- und Gehaltspolitik (z.B. Tarifverträge, Erfolgsprämien) sowie Aus- und Fortbildungsmaßnahmen unterstrichen, da der Erfolg der Gesellschaft von der Leistung eines jeden Mitarbeiters abhängig ist.

Umweltschutz

Der Umweltschutz hat sowohl in der Hydro-Gruppe (Norsk Hydro ASA mit Sitz in Oslo, Norwegen) als auch bei der Hydro Building Systems Germany GmbH einen hohen Stellenwert. Laut The Economist kann Recycling-Aluminium mit nur 5 % der Ursprungsenergie in immer neue Produkte umgewandelt werden. Die Gesellschaft ist Mitglied im A|U|F e.V. (Aluminium und Umwelt im Fenster- und Fassadenbau) und unterstützt die Koordination von Recycling-Unternehmen, um eine optimale Wiederverwertung von Aluminium im nämlichen Kreislauf zu erreichen.

Im Geschäftsjahr wurde zudem zunehmend die von der Hydro-Gruppe entwickelte umweltfreundlichere Legierung "Circal" (bestehend aus 75 % Post-Consumer-Schrott) eingesetzt. Hier hat die Hydro-Gruppe ein Alleinstellungsmerkmal beim Einsatz nachhaltiger Materialien, was sich in der stetig steigenden Zahl der Bauprojekte mit "Circal" niederschlägt.

Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft entwickelt sowohl komplette Lösungen und Bausysteme in den Bereichen Fenster, Türen und Fassaden als auch kundenspezifische Erweiterungen und Anpassungen. Ein bedeutender Faktor dabei ist das firmeneigene Testcenter in Bellenberg, um den hohen Qualitätsanforderungen und Vorschriften zu genügen. Die Ausgaben für die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 5.637 (Vorjahr: TEUR 5.836).

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 16.677 hat sich im Vergleich zur Vorperiode leicht verringert (Vorjahr TEUR 17.144). Abgänge in Höhe von TEUR 178 stehen in Zusammenhang mit der Inventur des Anlagevermögens nach § 240 Abs. 3 HGB, welche die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 vorgenommen hat.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 10.957 liegen, entsprechend der negativen Umsatzentwicklung, unter dem Vorjahr (Vorjahr: TEUR 13.349). Die Vorräte haben sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 15.663 auf TEUR 12.846 verringert. Dies ist insbesondere und im Rahmen der Bewertung des Lagers auf die gesunkenen Einkaufspreise und geringeren benötigten Volumina zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich aufgrund der geringeren Rohstoffpreise und des niedrigeren Volumens von TEUR 3.372 im Vorjahr auf TEUR 2.773 im Geschäftsjahr 2023 verringert.

Das Working Capital (Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) betrug zum Bilanzstichtag TEUR 21.030 (Vorjahr: TEUR 25.639) und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.610 verringert. Dies ist insbesondere auf die Reduzierung der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.

Das Eigenkapital beträgt aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags wie im Vorjahr TEUR 18.098. Die Eigenkapitalquote beträgt 32,9 % (Vorjahr: 31,2 %) und hat sich aufgrund der niedrigeren Bilanzsumme leicht erhöht.

Die Pensionsrückstellungen (TEUR 7.156) haben sich im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 7.002) leicht erhöht. Die sonstigen Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 12.497 und liegen damit deutlich über dem Vorjahr mit TEUR 7.943. Der Anstieg ist im Wesentlichen beeinflusst durch die Bildung von Rückstellungen für Restrukturierung (TEUR 1.174) und höhere ausstehende Eingangsrechnungen. Ferner sind Rückstellungen für Ausgleichsverpflichtungen gegenüber der Unterstützungskasse (TEUR 2.480) gebildet worden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 6.931 auf TEUR 13.353 gesunken, was insbesondere auf geringere Cash-Pool-Verbindlichkeiten zurückzuführen ist.

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Umsatzerlöse TEUR 184.965 (Vorjahr: TEUR 204.700), davon wurden im operativen Geschäft 35,2 % der Umsätze im Inland und 64,8 % im Ausland erzielt (TEUR 65.098 Inland, TEUR 119.867 Ausland). Im Vergleich zum Vorjahr ist sowohl beim externen Umsatz als auch beim Umsatz mit verbundenen Unternehmen ein deutlicher Rückgang festzustellen, welcher insbesondere mengenbedingt ist.

Im Geschäftsjahr 2023 betrug der externe Auftragseingang TEUR 93.900 (Vorjahr: TEUR 116.079).

Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) beläuft sich auf TEUR 67.806 (Vorjahr: TEUR 65.058) und stieg gegenüber dem Vorjahr damit um TEUR 2.747 bzw. 4,2 % an. Der Materialaufwand lag im Berichtszeitraum bei TEUR 117.159 (Vorjahr: TEUR 139.641). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand in Relation zu Umsatzerlösen) beläuft sich auf 63,3 % nach 68,2 % im Vorjahr und hat sich damit um rund 4,9 %-Punkte verbessert. Wir verweisen auf die Ausführungen bezüglich Aluminiumpreisentwicklung und Umsatzerlöse.

Der Personalaufwand lag im Berichtszeitraum bei TEUR 31.517 (Vorjahr: TEUR 28.269). Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand in Relation zu Umsatzerlösen) beläuft sich auf 17,0 % nach 13,8 % im Vorjahr. Im Geschäftsjahr sind Tariferhöhungen von 4,0 % erfolgt. Zudem wurden den Restrukturierungsrückstellungen aufgrund geschlossener Abfindungsvereinbarungen TEUR 1.174 zugeführt. Ferner waren Rückstellungen für Ausgleichsverpflichtungen gegenüber der Unterstützungskasse für die mittelbaren Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 2.480 zu bilden. Hierbei handelt es sich um Ausgleichsansprüche der Unterstützungskasse für in Vorjahren ausgebliebene Beitragszahlungen an die Rückversicherung. Ohne diese Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. Bedeutung ergäbe sich ein Personalaufwand in Höhe von TEUR 27.863 bzw. eine Personalaufwandsquote in Höhe von 15,1 %.

Die Gesellschaft verzeichnete im Berichtszeitraum Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.613 (Vorjahr: TEUR 1.816).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 40.020 (Vorjahr: TEUR 37.161) und haben sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht; insbesondere durch Instandhaltungsmaßnahmen, gestiegene Energiekosten und die Aufwendungen für die Messe Bau in Höhe von TEUR 1.700.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) vor Ergebnisabführung beträgt TEUR -4.804 (Vorjahr: TEUR 1.074). Bereinigt um die oben genannten Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. Bedeutung betreffend Ausgleichsverpflichtungen für mittelbare Pensionsverpflichtungen an die Unterstützungskasse für Vorjahre in Höhe von TEUR 2.480 sowie die Aufwendungen aus der Bildung der Restrukturierungsrückstellung in Höhe von TEUR 1.174 beläuft sich das EBIT auf TEUR -1.149.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Ergebnis vor Verlustübernahme in Höhe von TEUR -5.361 erzielt (Vorjahr: Ergebnis vor Gewinnabführung TEUR 765). Aus dem Ergebnisabführungsvertrag ergibt sich zum Stichtag eine Forderung gegen die Hydro Holding Offenburg GmbH in entsprechender Höhe.

Finanzlage

Im Cash-Management der Hydro-Gruppe werden konzernweit alle Zahlungsmittelbedarfe und -überschüsse zentral ermittelt. Durch das konzerninterne Saldieren (Netting) der Zahlungsmittelbedarfe und -überschüsse wird die Anzahl externer Bankgeschäfte auf ein Mindestmaß reduziert. Das Netting erfolgt im Cash-Pooling-Verfahren.

Zentrale Aufgabe des Cash-Poolings innerhalb des Konzerns ist es, den Finanzbedarf optimal auf die wirtschaftlichen Erfordernisse abzustimmen und die finanzielle Unabhängigkeit zu gewährleisten. Die finanzwirtschaftlichen Risiken werden somit minimiert. Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Auch künftig soll durch das Cash-Pooling-System der Hydro-Gruppe die Liquidität und Finanzierung der Gesellschaft sichergestellt werden. Hierdurch kann die Hydro Building Systems Germany GmbH an der Finanzkraft des Konzerns teilhaben.

Zum Bilanzstichtag hat die Hydro Building Systems Germany GmbH eine Verbindlichkeit aus dem Cash-Pooling in Höhe von TEUR 3.009 (Vorjahr: TEUR 9.490).

Darüber hinaus hat die Gesellschaft, unverändert zum Vorjahr, eine Darlehensverbindlichkeit gegenüber der Hydro Extruded Solutions AS in Höhe von TEUR 4.500. Die Laufzeit endet am 18. Juli 2025. Das Darlehen ist am Ende der Laufzeit fällig.

Leistungsindikatoren

Die operativen Ziele der Gesellschaft werden mit einer Reihe quantitativer Kennzahlen gesteuert. Der bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator, an dem die Entwicklung der Gesellschaft gemessen wird, ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Weitere bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren sind Umsatz und Rohertrag.

Im Berichtszeitraum 2023 betrugen die Umsatzerlöse TEUR 184.965 (Vorjahr: TEUR 204.700), der Rohertrag beläuft sich auf TEUR 67.806 (Vorjahr: TEUR 65.058). Das EBIT betrug TEUR -4.804 (Vorjahr: TEUR 1.074). Das um die Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. Bedeutung bereinigte EBIT betrug TEUR -1.149.

Für das Geschäftsjahr 2023 war trotz der Widrigkeiten bedingt durch den russischen Angriffskrieg eine signifikante Steigerung des Absatzvolumens sowie eine leichte Steigerung der Umsatzerlöse erwartet worden. Für den Rohertrag und das EBIT war aufgrund der Erwartung signifikant steigender Absatzvolumina und einer entsprechend höheren Auslastung jeweils eine deutliche Steigerung erwartet worden. Diese Erwartungen wurden im Geschäftsjahr 2023 deutlich verfehlt. Ursächlich hierfür war insbesondere der marktbedingte Nachfrageeinbruch im Bereich der Bauwirtschaft.

Als bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikator sieht die Hydro Building Systems Germany GmbH die Anzahl meldepflichtiger Arbeitsunfälle im Geschäftsjahr unter dem Gesichtspunkt der Arbeitssicherheit. Im Geschäftsjahr 2023 gab es keine meldepflichtigen Arbeitsunfälle (im vergleichbaren Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022: einer). Das Ziel von null meldepflichtigen Arbeitsunfällen wurde somit erreicht.

Des Weiteren verfolgt und fördert die Gesellschaft das Ziel des nachhaltigen Handelns durch die kontinuierliche Steigerung der Verwendung von zertifizierten Aluminiumbolzen, die zu 75 % aus recyclebarem Aluminium bestehen. Von der gesamten Absatzmenge lag der Anteil von Circal bei 65 %. Das für 2023 gesetzte Ziel eines Anteils von 80 % wurde somit verfehlt.

Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft

Insgesamt wird die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts als profitabel, solide und gesund eingeschätzt. Obwohl die angestrebte Steigerung der Umsatzerlöse, des Rohertrags und des EBIT im Vergleich zum Vorjahr nicht erreicht werden konnte, ist die Geschäftsführung mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2023 unter Berücksichtigung der externen Rahmenbedingungen, bedingt durch den Ukrainekrieg und im Speziellen der Rahmenbedingungen im Bereich Hochbau, zufrieden.

Chancen- und Risikobericht

Im Rahmen des internen Berichtswesens sowie des Konzernberichtswesens werden regelmäßig Planungen und Abweichungsanalysen erstellt. Es existiert ein umfangreiches Kennzahlensystem und ein Benchmarking mit anderen Gesellschaften. Außerdem gibt es ein Risikomanagementsystem zur frühzeitigen Erkennung und Bearbeitung von Risiken. Dabei werden einzelne Risiken strukturiert aufgelistet und systematisch untersucht und nach Eintrittswahrscheinlichkeit und potenziellen Auswirkungen bewertet.

Darüber hinaus werden regelmäßig interne Audits durch die Konzernrevision durchgeführt.

Als wesentliche Risiken werden (der Risikohöhe nach in absteigender Reihenfolge) die im Folgenden skizzierten Risiken angesehen, wobei die Risiken jeweils zunächst vor Risikobegrenzungsmaßnahmen angegeben werden:

Starke Marktschwankungen sowie deutlicher Rückgang der Gesamtwirtschaft und der Immobilienmärkte: Dies würde zu einem wesentlichen Nachfragerückgang führen. Damit würden bedeutende Umsatzrückgänge einhergehen. Insbesondere die Entwicklung der Inflationsrate und die Reaktion der Notenbanken darauf mit Zinsänderungen sind hier die größten Risikofaktoren. Diesem Risiko begegnen wir durch genaue Beobachtung der Märkte, die Erarbeitung von Szenarien und eine Flexibilisierung der Ressourcen (z.B. Einsatz von temporären Mitarbeitern).

Angriffskrieg Russlands in der Ukraine: Es ist weiter von anhaltenden negativen Auswirkungen, nicht zuletzt in Bezug auf die Preisentwicklung, drohende Lieferengpässe oder die Wertschöpfungskette, auszugehen, auch wenn sich die Lieferketten, sowie die Rohstoff- und Energiepreise stabilisiert haben. Die Gesellschaft hat indessen unverändert keine Geschäftsbeziehungen mit der Ukraine und führt auch keine Geschäftsbeziehungen mit Russland. Die Auswirkungen des Kriegs ergeben sich somit ausschließlich mittelbar durch die wirtschaftlichen Folgewirkungen.

Globale Gesundheits- und Umweltrisiken: Aus unternehmerischer Sicht können die Gefahren im Zusammenhang mit globalen Pandemien (Covid-19) sowie extremen Klimaveränderungen zu einer Gefährdung und dem Ausfall von Mitarbeitern führen. Des Weiteren können extreme Wetterbedingungen zu einer Beschädigung der Standorte führen. Diesen Risiken begegnen wir durch ein angemessenes und regelmäßig überprüftes Krisenmanagementsystem, in welchem unter anderem Notfallbereitschaftspläne zur Aufrechterhaltung der Kernaktivitäten ausgearbeitet werden. Des Weiteren ist unser Leitprinzip, die Auswirkungen unseres Handelns auf die Umwelt zu minimieren und durch ein nachhaltiges Wirtschaften Risiken in direktem Zusammenhang zu vermeiden.

Verstärkter Wettbewerb aus dem Ausland: Deutlichen Preiseinbrüchen (Niedriglohnländer) begegnen wir mit einem hochwertigen Produktportfolio und hohem Servicegrad.

Handelsbeschränkungen: Dies würde zu Marktbeschränkungen führen und damit zu Umsatzrückgängen (auf der Kundenseite) und zur Ressourcenknappheit (auf der Einkaufsseite). Hierzu werden die Märkte genau beobachtet und dem Risiko über Diversifizierung sowohl auf der Absatz- als auch auf der Einkaufsseite begegnet.

Preisänderungsrisiken: Aus Sicht der Gesellschaft ungünstige Entwicklungen von Beschaffungspreisen, die zu einer Verringerung der Margen führen können, werden teilweise durch Termingeschäfte abgedeckt bzw. sollen durch Anpassung der Verkaufspreise an den Markt durchgereicht werden.

Nichtverfügbarkeit von Fachkräften bzw. von qualifizierten Nachfolgern: Dem Fehlen von Ressourcen begegnen wir mit Personalbindungsmaßnahmen sowie gezielten Rekrutierungsbemühungen, insbesondere auf Fachmessen.

Ausfallrisiken bei Forderungen: Forderungsausfälle können zu deutlichen Cash-Flow-Ausfällen führen. Diesen begegnen wir durch ein striktes Forderungsmanagement und den Einsatz von geeigneten Sicherungsinstrumenten wie Versicherungen, Garantien usw.

Ausfall von IT-Systemen: IT-Risiken begegnen wir mit spezialisierten Fachabteilungen und großer Priorität sowohl in der Gesellschaft als auch im Konzern.


Liquiditätsrisiken bestehen derzeit aufgrund der Teilnahme am Konzern-Cash-Pool nicht.

Signifikante Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden würden, sind derzeit nicht ersichtlich.

Chancen für die Gesellschaft bestehen hauptsächlich in einem weiteren Ausbau und der Optimierung des Produktportfolios, unter anderem im Bereich des Recycling-Aluminiums, um die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft zu erhalten und weiter zu verbessern. Die Chance wird als mittel eingestuft.

Risikoberichterstattung in Bezug auf Finanzinstrumente

Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend, es sind keine Engpässe zu erwarten. Die Gesellschaft ist unverändert in das Cash-Pooling der Hydro-Gruppe eingebunden. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten. Ziel des Finanz- und Risikomanagement ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Risiken im Bereich der Forderungen werden durch entsprechende Risikovorsorge (Einzel- und Pauschalwertberichtigungen) berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2023 waren keine wesentlichen Forderungsausfälle zu verzeichnen.

Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir trotz der Widrigkeiten der Marktbedingungen speziell im Hochbau und den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflusst durch den russischen Angriffskrieg mit einer leichten Steigerung des abgesetzten Volumens und einer entsprechenden leichten Steigerung der Umsatzerlöse.

Hinzu kommen die Herausforderungen der steigenden Energie- und Einkaufpreise, wobei diesbezüglich eine Erholung festzustellen war. Allerdings sind die Aluminiumpreise im Verlauf des Geschäftsjahres 2024 wieder deutlich angestiegen. Auch wenn sich die Störungen der Lieferketten deutlich verringert haben, gibt es weiterhin einen höheren Abstimmungsbedarf mit den Lieferanten, auf den wir als Gesamtorganisation jedoch flexibel reagieren können. Hinsichtlich des Rohertrags und des EBITs erwarten wir aufgrund der geplanten Steigerung der abgesetzten Volumina und einer dementsprechenden höheren Auslastung sowie geringeren Kosten und im Vergleich zum Vorjahr entfallenden Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. Bedeutung eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr.

Für den bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikator Arbeitssicherheit ist das Ziel, null meldepflichtige Arbeitsunfälle im Geschäftsjahr 2024 zu haben. Für den nichtfinanziellen Leistungsindikator des Anteils von Circal an der Absatzmenge wurde ein Ziel von 90 % festgelegt.

                                   

 

Ulm, 11. November 2024

Hydro Building Systems Germany GmbH Geschäftsführung

Ralf Seufert

Gøte Nordh

Bilanz zum 31. Dezember 2023

A k t i v a


31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen



I. Immaterielle Vermögensgegenstände



Entgeltlich erworbene Software
68.815,43
80.925,60
II. Sachanlagen



1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte



und Bauten einschließlich der Bauten auf



fremden Grundstücken 11.739.651,82
12.328.807,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.428.439,83
3.810.035,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-



ausstattung 809.238,25
1.005.158,70
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen



im Bau 699.837,01 16.677.166,91 0,00 17.144.001,25
III. Finanzanlagen



Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen
17.622,04
17.622,04


16.763.604,38
17.242.548,89
B. Umlaufvermögen



I. Vorräte



1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 408.234,31
438.529,36
2. Waren 12.437.737,13 12.845.971,44 15.224.639,14 15.663.168,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände



1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.956.726,86
13.348.630,92
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.137.992,12
7.884.759,66
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.848.998,08 24.943.717,06 3.230.326,42 24.463.717,00
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
231.963,62
37.722,25


38.021.652,12
40.164.607,75
C. Rechnungsabgrenzungsposten
253.903,94
585.729,77


55.039.160,44
57.992.886,41



P a s s i v a


31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR
A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 1.025.000,00 1.025.000,00
II. Kapitalrücklage 17.072.808,23 17.072.808,23

18.097.808,23 18.097.808,23
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 545.359,70 578.709,62
C. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.156.289,00 7.002.305,00
2. Sonstige Rückstellungen 12.497.277,70 7.942.698,60

19.653.566,70 14.945.003,60
D. Verbindlichkeiten

1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 101.094,97 60.099,25
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.773.064,41 3.372.075,35
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.353.231,62 20.284.270,55
4. Sonstige Verbindlichkeiten 515.034,81 654.919,81
- davon aus Steuern

EUR 329.058,15 (i. Vj. EUR 286.536,75) -

- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit

EUR 31.954,75 (i. Vj. EUR 46.708,26) -


16.742.425,81 24.371.364,96

55.039.160,44 57.992.886,41

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023


2023 2022

EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse
184.965.156,75
204.699.569,66
2. Sonstige betriebliche Erträge
540.276,42
3.262.077,25
3. Materialaufwand



a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und



Betriebsstoffe und für bezogene Waren 117.149.373,10
139.399.807,17
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 9.959,40 117.159.332,50 241.320,27 139.641.127,44
4. Personalaufwand



a) Löhne und Gehälter 24.162.660,15
23.172.660,27
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für



Altersversorgung und für Unterstützung 7.354.405,00 31.517.065,15 5.095.991,59 28.268.651,86
- davon aus Altersversorgung



EUR 4.032.648,83 (i. Vj. EUR 833.100,59) -



5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens-



gegenstände des Anlagevermögens



und Sachanlagen
1.612.659,15
1.816.277,61
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
40.019.920,52
37.161.170,07
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
5.830,89
1.664,24
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
518.035,11
237.655,26
- davon an verbundene Unternehmen



EUR 394.625,11 (i. Vj. EUR 113.590,26) -



- davon aus der Aufzinsung



EUR 119.826,00 (i. Vj. EUR 119.624,00) -



9. Ergebnis nach Steuern
-5.315.748,37
838.428,91
10. Sonstige Steuern
45.661,62
73.888,58
11. Ertrag aus Verlustübernahme
5.361.409,99
0,00
12. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags



abgeführter Gewinn
0,00
764.540,33
13. Jahresüberschuss
0,00
0,00

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Allgemeine Angaben

Die Hydro Building Systems Germany GmbH (kurz: Gesellschaft oder HBSG) hat ihren Sitz in Ulm und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer HRB 736086 eingetragen.

Unternehmensgegenstand der Hydro Building Systems Germany GmbH ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Aluminium-Produkten, insbesondere von stranggepressten Aluminium-Profilen, Stangen und Rohren in Fix- bzw. Herstellungslängen, nach Wunsch auch weiterveredelt und konfektioniert oberflächenbehandelt sowie farbeloxiert. Die Gesellschaft entwickelt, konstruiert und vertreibt Aluminiumprofilsysteme zur Fertigung von Fenstern, Türen und Fassaden, im Wesentlichen unter dem eingetragenen Warenzeichen WICONA. Die Fertigung von Profilen ist im Wesentlichen an die Schwestergesellschaft Hydro Building System Extrusion GmbH, Bellenberg (kurz: HBSE), und andere Schwestergesellschaften ausgelagert. Die Hydro Building Systems Germany GmbH unterhält, neben den Zentralbereichen in Ulm, ein Schulungs- und Testzentrum in Bellenberg, einen Logistikstandort (Zentrallager) in Gerstungen, Vertriebsbüros in Leipzig und Ratingen sowie einen mit Geschäftspartnern gemeinsam genutzten Showroom in Frankfurt (so genanntes NEXT Facade and Design Studio).

Die Gesellschaft ist 100%ige Tochter der Hydro Extrusion Deutschland GmbH, Achim-Uphusen.

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag der Gesellschaft (Organgesellschaft) mit der Hydro Holding Offenburg GmbH, Offenburg (Organträger). Diese ist der steuerliche Organträger für mehrere verbundene Unternehmen in Deutschland.

Der Jahresabschluss wurde für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses wurden unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauern liegen zwischen drei und fünf Jahren.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Sachanlagen mit einem Wert bis EUR 1.000 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und sind in der Entwicklung des Anlagevermögens als Zugang und Abgang behandelt. Ausgenommen hiervon sind Transportgestelle, die über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben werden. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen bei Gebäuden und baulichen Betriebsanlagen zwischen zehn und 33 Jahren, bei technischen Anlagen und Maschinen zwischen drei und 21 Jahren sowie bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen drei und 15 Jahren.

Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung sind teilweise saldiert mit den Pensionsrückstellungen ausgewiesen.

Bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens außerplanmäßige Abschreibungen erfasst.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die Waren sind nach der Durchschnitts-Methode zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert. Die verlustfreie Bewertung wurde beachtet.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen auf den Niederstwert berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden in Höhe des Betrages angesetzt, der im Berichtsjahr gezahlt wurde, aber erst in Folgejahren aufwandswirksam wird.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt, vollständig eingezahlt und in dieser Höhe im Handelsregister eingetragen.

Die Investitionszuschüsse werden passivisch in einem Sonderposten ausgewiesen. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt über die Nutzungsdauer der geförderten Vermögensgegenstände.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen wurde ein Rechnungszins von 1,83 % (Vj. 1,78 %) verwendet. Die Rückstellungen werden pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Jahren abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt und der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird. Erwartete Rentensteigerungen sind grundsätzlich mit 2,00 % (Vj. 2,00 %), für 2024 und 2025 mit 4,50 % p.a., und Gehaltssteigerungen sind mit 2,70 % (Vj. 2,50 %) p.a. berücksichtigt. Die Auswirkungen aus der Änderung des Rechnungszinses werden im Personalaufwand ausgewiesen. Für mittelbare Pensionsverpflichtungen wird vom Wahlrecht nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB Gebrauch gemacht und keine Rückstellung passiviert.

Für die Abzinsung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurde ein Rechnungszins von 1,04 % (Vj. 0,51 %) verwendet. Die Rückstellungen werden pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von einem Jahr ergibt und der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird. Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden mit 2,20 % (Vj. 2,20 %) p. a. berücksichtigt.

Für die Abzinsung der Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen wurde ein Rechnungszins von 1,75 % (Vj. 1,44 %) verwendet. Die Rückstellungen werden pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt und der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird. Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden mit 2,50 % (Vj. 2,50 %) p. a. berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen mit Ausnahme der Jubiläumsverpflichtungen sowie Pensionsrückstellungen nicht.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen


Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Abgänge in Höhe von TEUR 178 stehen in Zusammenhang mit der Inventur des Anlagevermögens nach § 240 Abs. 3 HGB, welche die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 vorgenommen hat.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten wie im Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 6.777 (Vj. TEUR 7.885) sowie Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von TEUR 5.361 (Vj. Verbindlichkeiten TEUR 765). Forderungen gegen Gesellschafter bestehen mit Ausnahme der Forderungen aus der Verlustübernahme, analog Vorjahr, nicht.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 1.025 (Vj. TEUR 1.025), ist vollständig eingezahlt und in dieser Höhe im Handelsregister eingetragen. Die Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 17.073 (Vj. TEUR 17.073).

Pensionsrückstellungen

Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), wurden in Höhe von TEUR 610 verrechnet; die Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände betragen unverändert zum Vorjahr TEUR 455. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beläuft sich auf TEUR 6.979. Aufwendungen aus der Abzinsung in Höhe von TEUR 131 wurden mit Erträgen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 15 verrechnet.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB durch die Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre anstelle mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre beläuft sich auf TEUR 47 (Vj. TEUR 232).

Unter Inanspruchnahme von Art. 28 EGHGB wurden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 3.307 (Vorjahr: TEUR 3.274) nicht in der Bilanz ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen zum 31. Dezember 2023 betragen TEUR 12.497 und betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen (TEUR 4.527; Vj. TEUR 3.546), noch ausstehende Kundengutschriften (TEUR 183; Vj. TEUR 596), Boni (TEUR 595; Vj. TEUR 865) sowie ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 2.825; Vj. TEUR 973).

In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Ausgleichsverpflichtungen gegenüber der Unterstützungskasse in Höhe von TEUR 2.480 und Rückstellungen für Restrukturierungskosten in Höhe von TEUR 1.174 enthalten.

Verbindlichkeiten

Die Fälligkeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 31.12.2023

Restlaufzeit

bis
1 Jahr
über
1 Jahr
über
5 Jahre

gesamt
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 101 0 0 101
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.773 0 0 2.773
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.853 4.500 0 13.353
4. Sonstige Verbindlichkeiten 515 0 0 515
in TEUR 31.12.2022

Restlaufzeit

bis
1 Jahr
über
1 Jahr
über
5Jahre

gesamt
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 60 0 0 60
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.372 0 0 3.372
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.784 4.500 0 20.284
4. Sonstige Verbindlichkeiten 655 0 0 655


Die Verbindlichkeiten sind - mit Ausnahme branchenüblicher Eigentumsvorbehalte - nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 13.353 (Vj. TEUR 20.284) enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5.827 (Vj. TEUR 5.529), Verbindlichkeiten aus einem Intercompany-Darlehen in Höhe von TEUR 4.500 (Vj. TEUR 4.500), sowie Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling in Höhe von TEUR 3.009 (Vj. TEUR 9.490). Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter bestehen nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 13.568 (Vj. TEUR 20.843):



davon fällig

gesamt 2024 2025 2026 später

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Einkaufskontrakte 7.801 7.801 0 0 0
Mietverträge 5.022 1.159 910 41 2.912
Leasingverträge 745 350 252 130 14

13.568 9.310 1.162 171 2.926


Die Einkaufskontrakte haben eine Laufzeit von April 2023 bis Dezember 2024. Die Mietverträge enden zwischen Juni 2024 und November 2025. Die Leasingverträge enden zwischen Januar 2024 und Juni 2027.

Die Einkaufskontrakte dienen der Preissicherung und der Gewährleistung der Verfügbarkeit von Rohstoffen. Risiken bestehen hinsichtlich der Abnahmeverpflichtung sowie einer nicht vorhersehbaren Preissenkung für Rohstoffe.

Die Miet- und Leasingverträge stellen eine Finanzierungsalternative dar, durch die im Wesentlichen eine Liquiditäts- und Eigenkapitalbindung sowie die Übernahme wesentlicher wirtschaftlicher Risiken vermieden werden. Weiterhin besteht Planungs- und Kalkulationssicherheit im Hinblick auf die für die Laufzeit fest vereinbarten Miet- und Leasingkonditionen. Risiken können sich insbesondere aus der Vertragslaufzeit ergeben, sollten Objekte nicht mehr vollständig nutzbar sein.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse



01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022

Mio. EUR Mio. EUR
Inland 65,1 74,9
Übrige EU-Länder 88,4 93,3
Übrige Länder 31,5 36,6

185,0 204,7


Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 53 (Vj. TEUR 327) und der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 79) sowie aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 25 (Vj. TEUR 27) enthalten.

Personalaufwand

Die Löhne und Gehälter enthalten Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. Bedeutung aus der Zuführung zu Rückstellungen für Restrukturierung in Höhe von TEUR 1.174.

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung enthalten Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. Bedeutung für mittelbare Versorgungszusagen in Höhe von TEUR 2.480 aufgrund von Ausgleichsverpflichtungen an die Unterstützungskasse, deren Trägerunternehmen die Gesellschaft ist.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 43 (Vj. TEUR 39) enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendung

In den Zinsaufwendungen sind Zinsen aus der Diskontierung der Rückstellungen in Höhe von TEUR 120 (Vj. TEUR 120) enthalten.

Sonstige Angaben
Mitarbeiter


Die Anzahl der Mitarbeiter lag im Geschäftsjahr durchschnittlich bei 360 Mitarbeitern. Diese gliedern sich wie folgt:


2023
Weiblich 94
Männlich 266

360

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Hydro Building Systems Germany GmbH ist Herr Ralf Seufert, technischer Betriebswirt, Zeil; Vice President Commercial North Europe, Norsk Hydro A.S., Oslo/Norwegen. Herr Ralf Seufert ist einzelvertretungsberechtigt.

Seit dem 5. April 2024 ist zudem Herr Gøte Nordh, Dipl. Ing., Asker/Norwegen; Vice President Operations/Supply Chain, Norsk Hydro A.S., Oslo/Norwegen zum Geschäftsführer bestellt. Herr Gøte Nordh ist einzelvertretungsberechtigt.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 965 (Vj. TEUR 1.013).

Honorar für Abschlussprüfer

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 44. Es handelt sich hierbei ausschließlich um Abschlussprüfungsleistungen.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der Hydro Extrusion Deutschland GmbH, Achim-Uphusen.

Die Gesellschaft, die den Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen aufstellt, in den der Jahresabschluss der Hydro Building Systems Germany GmbH einbezogen ist, ist die Norsk Hydro ASA, Oslo/Norwegen. Der nach IFRS-Vorschriften aufgestellte Konzernabschluss der Norsk Hydro ASA wird beim Zentralregister Brønnøysund ("Brønnøysundregistrene"), Norwegen, eingereicht.

Die Hydro Extrusion Deutschland GmbH, Achim-Uphusen, nimmt bezüglich der Aufstellung eines Konzernabschlusses für den kleinsten Kreis von Konzernunternehmen die Befreiungsvorschrift gemäß § 291 HGB in Anspruch. Der Konzernabschluss der Norsk Hydro ASA, Oslo/Norwegen, wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.
                        

 

Ulm, 11. November 2024

Hydro Building Systems Germany GmbH Geschäftsführung

Ralf Seufert

Gøte Nordh

Entwicklung des Anlagevermögens im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023


Anschaffungs- und Herstellungskosten

1.1.2023 Zugänge Um-Gliederungen Abgänge 31.12.2023

EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände




Entgeltlich erworbene Software 1.200.924,15 10.820,00 0,00 47.411,08 1.164.333,07
II. Sachanlagen




1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.494.297,79 75.318,19 0,00 31.080,00 18.538.535,98
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.195.001,86 25.627,60 0,00 0,00 9.220.629,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.431.624,75 352.832,99 0,00 170.713,34 6.613.744,40
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 699.837,01 0,00 0,00 699.837,01

34.120.924,40 1.153.615,79 0,00 201.793,34 35.072.746,85
III. Finanzanlagen




Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 17.622,04 0,00 0,00 0,00 17.622,04

35.339.470,59 1.164.435,79 0,00 249.204,42 36.254.701,96

Kumulierte Abschreibungen Buchwerte

1.1.2023 Abschreibungen des Geschäfts-Jahres Abgänge 31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände





Entgeltlich erworbene Software 1.119.998,55 22.930,17 47.411,08 1.095.517,64 68.815,43 80.925,60
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauteneinschließlich der Bautenauf fremden Grundstücken 6.165.490,74 664.473,42 31.080,00 6.798.884,16 11.739.651,82 12.328.807,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.384.966,36 407.223,27 0,00 5.792.189,63 3.428.439,83 3.810.035,50
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 5.426.466,05 518.032,29 139.992,19 5.804.506,15 809.238,25 1.005.158,70
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 699.837,01 0,00

16.976.923,15 1.589.728,98 171.072,19 18.395.579,94 16.677.166,91 17.144.001,25
III. Finanzanlagen





Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 0,00 0,00 0,00 0,00 17.622,04 17.622,04

18.096.921,70 1.612.659,15 218.483,27 19.491.097,58 16.763.604,38 17.242.548,89

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

                                                 
An die Hydro Building Systems Germany GmbH, Ulm

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hydro Building Systems Germany GmbH, Ulm‌, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hydro Building Systems Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023‌ geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB‌‌ erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌‌‌ durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter‌‌ für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
                                           
                  

 

Ulm, den 11. November 2024

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Faul, Wirtschaftsprüfer

Beck, Wirtschaftsprüfer

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