Einzelhandel mit Spielwaren
STC Spinnzwirn GmbH
Zwickauer Straße 247, 09116 Chemnitz, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Peter Steinke seit 5.2.2026 | Prokura |
Ingo Meier seit 5.2.2026 | Geschäftsführer |
Nico Dürrschmidt seit 5.2.2026 | Geschäftsführer |
Angelika Huemer seit 20.4.2018 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Starlinger & Co Gesellschaft m.b.H. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
STC Spinnzwirn GmbHChemnitzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023ANHANG1. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der STC Spinnzwirn GmbH, Chemnitz, (Amtsgericht Chemnitz, HRB 31668) wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft weist durch das "Zweite Gesetz zur Änderung des DWD-Gesetzes sowie zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften" vom 16. April 2024 erstmals die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Da die Größenmerkmale nicht an den Abschlussstichtagen von zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren unterschritten werden, ist gemäß § 267 Abs. 4 Satz 1 HGB die Gesellschaft unverändert eine große Kapitalgesellschaft und der Jahresabschluss nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufzustellen. In Ausübung des Wahlrechts werden nicht in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung gemachte Angaben in den Anhang aufgenommen (Wahlpflichtangaben). Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer und ggf. außerplanmäßig abgeschrieben. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear und bis auf die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte über Nutzungsdauern von 3 bis 10 Jahren vorgenommen. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich aus der Gegenüberstellung von Anschaffungskosten und dem Wert der einzelnen Vermögensgegenstände des erworbenen Unternehmens, abzüglich der Schulden zum Zeitpunkt der Übernahme, und wird planmäßig innerhalb von 10 Jahren abgeschrieben. Diesem Zeitraum liegen insbesondere Faktoren wie die erwartete Fluktuation der Mitarbeiter, der Produktlebenszyklus und die Laufzeit wichtiger Absatzverträge zugrunde. Im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Bestehen die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr, wird der niedrigere Wertansatz beibehalten. Forschungs- und Entwicklungskosten werden sofort als Aufwand erfasst. Das Sachanlagevermögen wird im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen und rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich, soweit abnutzbar, nutzungsbedingter planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 und 3 HGB enthalten die Einzelkosten für Material und Fertigung, die Sonderkosten der Fertigung, angemessene Teile der Gemeinkosten (Fertigungs-, Material- und Verwaltungsgemeinkosten) und die fertigungsbedingten Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung pro-rata-temporis. Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als EUR 250,00 bis EUR 800,00 im Zugangsjahr werden sofort abgeschrieben. Für Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 250,00 erfolgt eine sofortige aufwandswirksame Verrechnung. Die planmäßigen Abschreibungen werden über die folgenden Nutzungsdauern vorgenommen:
Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Entfallen die Gründe der Wertminderungen in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Die Gesellschaft nimmt das Wahlrecht nach § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB nicht in Anspruch und aktiviert keine Fremdkapitalzinsen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Abschreibungen auf den niederen beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn der Marktpreis niedriger war als die ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Als solche werden bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen die Wiederbeschaffungskosten, bei unfertigen Erzeugnissen die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten oder niedrigere Wiederherstellungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden nach der Durchschnittsmethode ermittelt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Kosten der allgemeinen Verwaltung des jeweiligen Produktionsbereichs bei normaler Auslastung der Produktionsanlagen einbezogen. Darüber hinaus wird der Werteverzehr des Anlagevermögens, sofern dieser durch die Fertigung veranlasst ist, in den Herstellungskosten berücksichtigt. Finanzierungskosten sowie Kosten für soziale Einrichtungen und freiwillige soziale Leistungen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Für unfertige Erzeugnisse erfolgt eine verlustfreie Bewertung durch Ansatz mit dem niedrigeren Wert aus Herstellungskosten und den retrograd ermittelten beizulegenden Werten. Zudem werden Bestandsrisiken infolge Veralterung durch Gängigkeitsabschläge berücksichtigt. Dem strengen Niederstwertprinzip wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert oder mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken bei zweifelhaften Forderungen werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Uneinbringliche Forderungen werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Das allgemeine Kreditrisiko auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen werden für alle ungewissen Verpflichtungen und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden, soweit erforderlich, bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre auf den Abschlussstichtag abgezinst. Rückstellungen für Dienstjubiläen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung der Heubeck-Richttafeln 2018 G und eines Rechnungszinssatzes von 1,75 % p. a. (Vj. 1,44 % p. a.) bewertet. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Das Wahlrecht des Ausweises der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB wird dahingehend ausgeübt, dass diese Anzahlungen von dem Posten "Vorräte" bis zum Wert der unfertigen Erzeugnisse offen abgesetzt werden. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (Niederstwertprinzip) oder höher lagen (Höchstwertprinzip). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Geschäften in Fremdwährung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so ist eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuern anzusetzen. Zum Bilanzstichtag bestehen aktive Steuerlatenzen, die im Wesentlichen auf unterschiedliche Wertansätze bei der Geschäfts- oder Firmenwertabschreibung und Pauschalwertberichtigung auf Forderungen entfallen sowie passive Steuerlatenzen, die aufgrund der Anwendung des BMF-Schreibens zur Nutzungsdauer von Computerhardware und Software zur Dateneingabe und -verarbeitung vom 26. Februar 2021 entfallen. Der sich ergebende Passivüberhang wird in der Bilanz in einem entsprechenden Posten separat ausgewiesen. Der zugrunde gelegte Steuersatz beläuft sich auf 31,57 %. 3. Erläuterungen zu Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Entwicklung der Abschreibungen im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem nachfolgend aufgeführten Anlagespiegel. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen ergeben sich wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen. In Höhe von TEUR 170 (Vj. TEUR 259) bestehen diese gegen Gesellschafter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Gewährleistungs- und ähnliche Verpflichtungen (TEUR 845), nachträgliche Montage- und ähnliche Verpflichtungen zu verkauften Anlagen (TEUR 659), Mitarbeiterverpflichtungen (TEUR 341), ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 310) sowie Vertreterprovisionen (TEUR 266). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 55 (Vj. TEUR 86) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 7.604 (Vj. TEUR 3.524) sonstige Verbindlichkeiten (Darlehen einschließlich Zinsen). Sie bestehen in Höhe von TEUR 7.604 (Vj. TEUR 3.535) gegenüber dem Gesellschafter. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 3.500) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Sämtliche weitere Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Für die eingegangenen Verbindlichkeiten wurden keine Sicherheiten geleistet. Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Halbfabrikaten. 4. Erläuterungen zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
In Höhe von insgesamt TEUR 57 ergeben sich periodenfremde Erträge, vor allem aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 43). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ergeben sich in Höhe von TEUR 53 (Vj. TEUR 172) aus latenten Steuern. 5. Sonstige Angaben Angaben zu den Organen Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr:
Die ausgeübte Tätigkeit der Geschäftsführer entspricht ihrer Organstellung. Hinsichtlich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung nimmt die Gesellschaft die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft bezieht. Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer)
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Nicht in der Bilanz ausgewiesene finanzielle Verpflichtungen ergeben sich im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen. Diese betragen insgesamt TEUR 886, davon betreffen TEUR 563 verbundene Unternehmen. Des Weiteren bestehen Bestellobligos aus Materialbeschaffungen in üblicher Höhe. Derivate Finanzinstrumente Als Sicherungsinstrument kommen Devisentermingeschäfte zum Einsatz. Diese sichern die Erlöse aus künftigen Anlagenverkäufen in USD zum aktuellen Wechselkurs ab und werden mit Vertragsabschluss getätigt. Hierbei werden für die jeweiligen Tranchen (Teil- und Schlusszahlungen) einzelne Termingeschäfte abgeschlossen. Der Abschluss erfolgt mit dem Gesellschafter bzw. mit Banken. Zum Bilanzstichtag ergeben sich Sicherungen über TUSD 117, die zu einer Bewertungseinheit in Form von Micro-Hedges zusammengefasst wurden. Die gegenläufigen Wertänderungen werden sich über einen Zeitraum von 12 Monaten voraussichtlich vollständig ausgleichen. Es liegen Bewertungseinheiten vor, die Effektivität der Sicherung wurde anhand der Critical-Term-Match-Methode bestimmt. Die bilanzielle Behandlung erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Entsprechend werden gemäß § 254 HGB keine Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Honorar des Abschlussprüfers Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 34 und entfällt in Höhe von TEUR 21 auf Abschlussprüfungsleistungen, in Höhe von TEUR 12 auf Steuerberatungsleistungen und in Höhe von TEUR 1 auf sonstige Leistungen. Konzernzugehörigkeit Sämtliche Geschäftsanteile werden von der Starlinger & Co Gesellschaft m. b. H., Wien/Österreich, gehalten. Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Konditionen wurden im Geschäftsjahr nicht getätigt. Vorschlag über die ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- oder Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.
Chemnitz, 30. April 2024 Angelika Huemer, Geschäftsführerin Steffen Husfeldt, Geschäftsführer BilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Entwicklung des Anlagevermögens
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die STC Spinnzwirn GmbH, Chemnitz PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der STC Spinnzwirn GmbH, Chemnitz - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der STC Spinnzwirn GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dresden, 18. Juni 2024 BDO
AG
gez. Assmann, Wirtschaftsprüferin gez. Hohmann, Wirtschaftsprüfer Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 20231. Grundlagen des Unternehmens Die STC Spinnzwirn GmbH ist ein international tätiges Unternehmen mit Spezialisierung auf die Entwicklung und Produktion von Extrusionsanlagen für die Herstellung von Bändchen- und Monofilamentgarnen wie Kunstrasen, Erntebindegarn oder Teppichgrundgewebe sowie die Entwicklung und Produktion von Aufspulmaschinen und Komponenten für die Herstellung von Multifilamenten. Darüber hinaus erbringt die Gesellschaft Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit der Montage, Inbetriebnahme und dem Service für diese Maschinen und Anlagen stehen. 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die anhaltende globale Konjunkturflaute hinterlässt auch im Maschinen- und Anlagenbau zunehmend deutlichere Spuren. Zwar lief die Produktion in den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres dank hoher Auftragsbestände und weniger Engpässe in den Lieferketten vergleichsweise gut. "Anders als vor einem Jahr kann der sinkende Auftragsbestand die Produktion aber immer weniger stützen.", sagte VDMA-Präsident Karl Haeusgen auf der Jahrespressekonferenz des Verbands in Frankfurt am Main. Grund für die sinkenden Auftragsbestände sind die Auftragseingänge, die seit Jahresbeginn hinter den Erwartungen zurückbleiben. Laut einer VDMA-Umfrage vom Oktober 2023 lag die Auftragsreichweite in 60 % der Unternehmen bereits unter ihrem jeweiligen langjährigen Durchschnitt. 1
1 Quelle: VDMA - Pressemitteilung zur
Jahrespressekonferenz vom 12. Dezember 2023
Die Weltwirtschaft erholte sich weiterhin langsam von den negativen Schocks der vergangenen Jahre: der Coronavirus-Pandemie mit ihren Störungen der globalen Nachfrage und der Lieferketten, dem Russland-Ukraine-Konflikt und den darauf folgenden starken Anstiegen der Rohstoff- und Energiepreise sowie steigender Inflation. Zudem bestehen zunehmende Risiken durch den Israel-Gaza-Konflikt. Insgesamt blieben die Aufträge im Gesamtjahr 2023 real 12 % unter ihrem Vorjahreswert, und weiterhin ist eine Trendwende nicht erkennbar. "In den großen Absatzmärkten Europa, den USA, China fehlt es an Vertrauen in einen dauerhaften globalen Konjunkturaufschwung, den gerade die Investitionsgüterindustrie benötigen würde", kommentiert VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers die Jahresbilanz der Bestellungen. Die Nachfrage aus den USA, größter Einzelmarkt für die Maschinenexporteure aus Deutschland, schwächte sich zum Jahresende ebenfalls deutlich ab. Außerdem verlief für die Maschinenexporteure das China-Geschäft enttäuschend. "Die hohen Erwartungen nach dem Auslaufen der Corona-Maßnahmen in China haben sich nicht erfüllt. Vielmehr besteht nach wie vor eine Nachfrageschwäche, die sich unter anderem in einer Deflation in der chinesischen Industrie äußert.", analysierte Wiechers. Die Maschinenausfuhren in die Partnerländer der Europäischen Union sanken im vierten Quartal 2023 ebenfalls. Mit einem Exportanteil von 44 % an den gesamten Maschinenexporten aus Deutschland ist der EU-Binnenmarkt der mit Abstand wichtigste Absatzmarkt. 2
2 Quelle: VDMA - Pressemitteilung zum
Auftragseingang Dezember/Gesamtjahr 2023 vom 2. Februar
2024
3. Wirtschaftsbericht 3.1 Allgemeine Geschäftsentwicklung Das Geschäftsjahr 2023 war zum Jahresbeginn durch eine gute, im Jahresverlauf jedoch deutlich nachlassende Auslastung gekennzeichnet. Nach drei Jahren mit einem jeweils starken Umsatzwachstum hat die STC Spinnzwirn GmbH im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatzrückgang um TEUR 17.821 bzw. 26,8 % hinnehmen müssen. Die Umsatzerwartung von mindestens EUR 50 Mio. wurde zudem knapp verfehlt, da sich die Auftragseingänge deutlich schwächer dargestellt haben als erwartet. Die Hauptmärkte in 2023 lagen vor allem in Europa, Nordamerika und Afrika. Der Auftragsbestand reduzierte sich im Jahresverlauf aufgrund der niedrigen Auftragseingänge stark. 3.2 Ertragslage Die STC Spinnzwirn GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse von TEUR 48.596 (Vj. TEUR 66.416) und ein Rohergebnis von TEUR 19.811 (Vj. TEUR 27.961) erzielt. Bei Personalaufwendungen von TEUR 12.275 (Vj. TEUR 12.773) und sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 5.895 (Vj. TEUR 10.493) ergibt sich ein EBITDA von TEUR 1.641 (Vj. TEUR 4.695). Nach Abzug der Abschreibungen und Finanzaufwendungen verbleibt ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 207 (Vj. TEUR 3.800). Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 31 (Vj. TEUR 2.571) und liegt damit im unteren Planungskorridor. Der Ergebnisrückgang ergibt sich aus den geringeren Umsatzerlösen und geringeren Deckungsbeiträgen. Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich eine Materialaufwandsquote (einschließlich Aufwendungen für bezogene Leistungen) von 54,9 % (Vj. 59,2 %) und eine Personalaufwandsquote von 28,0 % (Vj. 18,6 %) jeweils bezogen auf die Gesamtleistung. 3.3 Finanzlage Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 7.659 (Vj. TEUR 3.610) resultieren vor allem aus konzerninternen Darlehen. Des Weiteren bestehen Verbindlichkeiten aus Kundenanzahlungen in Höhe von TEUR 1.754 (Vj. TEUR 12.362). Die liquiden Mittel betragen zum Stichtag TEUR 1.710 (Vj. TEUR 3.287). Aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergibt sich ein Mittelabfluss von TEUR 3.114, der durch Inanspruchnahmen von Rückstellungen und geringere erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen geprägt ist. Zur Sicherung der Liquidität wurde im Geschäftsjahr 2023 das Gesellschafterdarlehen um TEUR 4.000 aufgestockt. 3.4 Vermögenslage Das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 5.670 (Vj. TEUR 5.162) hat einen Anteil von 19,4 % (Vj. 14,2 %) am Gesamtvermögen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Jahresende TEUR 3.340 (Vj. TEUR 10.633). Zum Bilanzstichtag ergibt sich ein Eigenkapital von TEUR 16.811 (Vj. TEUR 17.294) und aufgrund des deutlich gesunkenen Fremdkapitals eine von 47,4 % auf 57,5 % gestiegene Eigenkapitalquote. 3.5 Finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche Kenngrößen für unsere interne Unternehmenssteuerung sind Umsatz und Jahresergebnis. Darüber hinaus sind weitere Leistungsindikatoren die Umsatzrendite (EBIT-Quote), EBITDA sowie Auftragseingang und Auftragsbestand. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen. Insgesamt werten wir die Erfüllung dieser Kennzahlen vor dem Hintergrund des schwierigen konjunkturellen Umfeldes im Geschäftsjahr 2023 als robust. 3.6 Forschung und Entwicklung Schwerpunkte der Entwicklung bei Extrusionsanlagen zur Herstellung von Folienbändchen im Flachgewebe- und Erntebindegarnbereich sowie bei Monofilamenten für Kunstrasen lagen bei Effizienzsteigerungen und Qualitätsverbesserungen sowie bei der Entwicklung von neuen Anwendungen. Im Bereich Filamentspulköpfe und Spinnereikomponenten wurden die Entwicklungen weitgehend abgeschlossen. Die Serienreife ist erreicht und wird schrittweise im Jahr 2024 auf die einzelnen Produktanwendungen erweitert. 4. Risikobericht Erneut sehen wir große Unsicherheiten hinsichtlich der weltwirtschaftlichen und geopolitischen Aussichten. Diese haben sich im vergangenen Jahr aufgrund verschiedener Faktoren deutlich verschlechtert. Einerseits verschärft sich der Israel-Gaza-Konflikt weiter und könnte dadurch einen größeren regionalen Konflikt auslösen. Andererseits gehen anhaltende Risiken von dem Russland-Ukraine-Konflikt aus. Beide Konflikte können sich negativ auf unsere Absatzentwicklung sowie Einkaufs- und Logistikprozesse auswirken, beispielsweise durch Unterbrechungen der Lieferketten und der Energieversorgung oder durch Engpässe bei Zulieferteilen. Die aktuelle Situation im Roten Meer - ausgelöst durch Angriffe der Huthi-Miliz auf Handelsschiffe im Roten Meer - steigert das Risiko einer Störung der weltweiten Lieferketten. Eine Ausweitung der Konflikte hätte erhebliche Auswirkungen auf unser Marktumfeld. Die derzeitigen Konfliktsituationen könnten sich weiter negativ auf die Entwicklung der potenziellen Erdöl- und Erdgasversorgung auswirken. Dies würde die Inflation anheizen, was wiederum die Gefahr einer anhaltenden Lohn-Preis-Spirale birgt. Zudem könnten Risiken aus anderen geopolitischen Spannungen (insbesondere in Zusammenhang mit dem Baltikum, Osteuropa, dem westlichen Balkan, China, Taiwan und dem Iran) entstehen. Kurz- bis mittelfristig ist mit weiteren Handelsbarrieren zu rechnen, die die Produktion spürbar beeinträchtigen und die Unterbrechung globaler Lieferketten nochmals verschärfen könnten. Die allgemeinen Unsicherheiten am Weltmarkt und das Risiko einer daraus sich abschwächenden Konjunktur können zudem zu einer Reduzierung des Auftragseinganges, der Umsatzerlöse und der Umsatzrendite führen. Risiken hieraus sehen wir kurz- bis mittelfristig von Bedeutung. Die Volatilität des Textilmaschinenmarktes, aber auch vermehrt die weltweite Rezession auf nahezu allen Märkten (Automobil, Heimtextilien, Teppiche, Bekleidung, etc.) führt zunehmend zur Unsicherheit für den gesamten Anbietermarkt. Insbesondere die weltweit negativen Entwicklungen am Teppichmarkt und im Filamentbereich, speziell in China, stellen uns vor große Herausforderungen. Innovationsdruck entsteht vor allem aufgrund von geringeren Lohnkosten lokaler Anbieter in Asien sowie vermehrten Preisdumping-Aktionen aus China, die unsere Kunden betreffen. Verluste in der Technologieführerschaft bei einzelnen Maschinen führen unweigerlich zu erhöhtem Preisdruck und damit verringerten Deckungsbeiträgen. Daher zielen wir weiterhin darauf ab, die eigene Wettbewerbsposition zu stärken, indem wir gezielt und schnell auf Kundenwünsche eingehen, um damit unseren Kunden einen Wettbewerbsvorteil zu ermöglichen. Außerdem versuchen wir stets, die Herstellungs- und Fixkosten zu senken bzw. stabil zu halten, um für die benannten Herausforderungen gewappnet zu sein. Die weltweite Zunahme von Bedrohungen für die Cybersicherheit sowie eine größere Professionalität in der Computerkriminalität führen zu Risiken in Bezug auf die Sicherheit der Produkte, der IT-Systeme und Netzwerke. Insbesondere die Anzahl der Phishing-Mail-Angriffe hat sich erheblich erhöht. Auch bleibt das Risiko, dass vertrauliche Informationen gestohlen werden könnten, zum Beispiel durch Angriffe auf unsere Netzwerke, Social Engineering und Datenmanipulationen in kritischen Applikationen. Diese Risiken werden durch eine Reihe von Maßnahmen gemindert. Darunter zählen die Schulung der Mitarbeiter sowie die umfassende Überwachung unserer Netzwerke und Systeme, um Schäden zu verhindern. Gegenüber dem Vorjahr ist erneut der Anteil von Großprojekten mit hohen Auftragssummen gemessen am Gesamtumsatz gesunken. Das Umsatzvolumen aus kleinen und mittleren Projekten bewegt sich auf einem stabilen Niveau. Dies ist unter der gesamtheitlichen Risikobetrachtung positiv zu bewerten. Zudem beginnen wir die auftragsbezogene Beschaffung und Fertigung erst mit Eingang einer Anzahlung bzw. einer Eröffnung eines adäquaten Sicherungsinstrumentes. Risiken aus Wechselkursschwankungen bei Forderungen in Fremdwährung werden durch den Abschluss von Devisentermingeschäften vermindert. Zahlungsausfallrisiken begegnen wir durch Bonitätsprüfungen, Anzahlungen und Kreditüberwachungen. Um Risiken abzudecken, die sich aus Maschinenlieferungen ergeben können, wurden zum Jahresende 2023 aus unternehmerischer Vorsicht heraus angemessene Rückstellungen gebildet. 5. Chancenbericht Chancen sehen wir aus der Erwartung des IWF, dass das Wachstum des Welthandels von 5,1 % im Jahr 2022 auf 0,9 % im Jahr 2023 zurückgeht, bevor es 2024 auf 3,5 % ansteigt. 3 Indem wir konsequent unsere Forschung und Entwicklung forcieren, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, treiben wir Innovation voran. Ein innovatives Unternehmen zu sein und ständig neue Technologien zu entwickeln, von denen wir erwarten, dass sie künftigen Anforderungen gerecht werden, die sich aus den Megatrends demografischer Wandel, Digitalisierung und Ressourcenknappheit ergeben, ist eines unserer Kernziele. Wir erhalten jedes Jahr neue Patente und entwickeln kontinuierlich neue Konzepte. Zudem bietet die Eingliederung in den Verbund der Starlinger-Gruppe die Chance, Synergien in der Technologie und dem Vertriebsnetzwerk zu nutzen. Insbesondere die Möglichkeiten mit unserer Schwestergesellschaft, der Georg Sahm GmbH & Co. KG, gemeinsam Projekte zu realisieren, sind gegeben und werden bereits umgesetzt. Außerdem bieten Kooperationen mit Partnerfirmen die Möglichkeit, unsere Ertragskraft nachhaltig zu steigern, indem unseren Kunden nahezu komplette Anlagen angeboten werden können. Dies eröffnet Chancen der Neukundengewinnung. Durch die weitere Intensivierung der Kostenkontrolle sowie der technischen Standardisierung werden wir weiterhin die Chancen zu Kostenreduktionen nutzen. Im Rahmen unserer Organisations- und Prozessoptimierung nutzen wir Ideen, um unsere Prozesse und Kostenstrukturen weiter zu verbessern und so die Fertigungskapazitäten für kürzere Durchlaufzeiten zu optimieren. Aufgrund unseres weltweiten Vertreternetzes sowie der Stärkung des Bereiches Service sehen wir gute Chancen, bestehende Kunden stärker an uns zu binden bzw. neue Kunden gewinnen zu können. 6. Prognosebericht Angesichts der gestiegenen wirtschaftlichen, konjunkturellen und geopolitischen Unsicherheiten ist die voraussichtliche Geschäftsentwicklung nur eingeschränkt verlässlich absehbar. Trotz der positiven Wachstumserwartungen des IWF ist das aktuelle wirtschaftliche Umfeld durch hohe Material-, Energie- und Personalkosten gekennzeichnet. Zwar sind die Rohstoffkosten von ihren Höchstständen zu der Zeit kurz nach Beginn des Ukrainekrieges zurückgegangen, liegen aber dennoch auf einem hohen Niveau. Wir erwarten eine Stabilisierung der Kosten für 2024. Unsere Deckungsbeiträge wollen wir durch verbesserte Produktivität und Preisanpassungen bei unseren Produkten verstetigen. Die negativen Entwicklungen am Textilmaschinenmarkt werden uns in 2024 vor große Herausforderungen stellen. Im Geschäftsjahr 2024 werden wir weiter an der marktfähigen Umsetzung zahlreicher Innovationen in den Bereichen Extrusionsanlagen für Folienband- und Monofilanwendungen sowie bei den Filamentspulköpfen und Spinnereikomponenten arbeiten. Vor dem Hintergrund der zunehmend erschwerten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der bestehenden Unsicherheiten gehen wir von einer weitergehenden Zurückhaltung unserer Kunden bezüglich ihrer Investitionsentscheidungen aus. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir bei einem Umsatzvolumen zwischen EUR 25 Mio. und EUR 35 Mio. einen wesentlichen Ergebnisrückgang auf ein moderat negatives Jahresergebnis. Angesichts der nur unsicher vorhersehbaren konjunkturellen Entwicklungen sowie der aktuellen Kaufzurückhaltung hängt die Entwicklung der STC Spinnzwirn GmbH insbesondere davon ab, inwieweit sich das wirtschaftliche und geopolitische Umfeld in den entsprechenden Märkten wieder normalisieren wird und ob es gelingt, vor diesem Hintergrund die Strategie und die dafür erforderlichen Maßnahmen wie geplant umzusetzen.
Chemnitz, 30. April 2024 Angelika Huemer, Geschäftsführerin Steffen Husfeldt, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung Der Jahresabschluss wurde am 20.06.2024 festgestellt. |
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