Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 8894
Eingetragen
27.3.2002
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Brennstoffen, Erzen, Metallen und technischen ChemikalienTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von kosmetischen Erzeugnissen, Körperpflegemitteln, Putz- und Reinigungsmitteln
Gegenstand
der Handel mit chemischen Erzeugnissen aller Art, der Umschlag und die Lagerung derartiger Artikel, die anwendungstechnische Beratung für die gehandelten Produkte sowie alle damit verbundenen Dienstleistungen, die Tätigkeit als Handelsvertreter oder Kommissionär in dem vorgenannten Geschäftsbereich sowie die Vornahme aller Geschäfte, die hiermit in einem wirtschaftlichen Zusammenhang stehen. Ausgeschlossen sind Geschäfte, für die es einer öffentlich rechtlichen Genehmigung bedarf, solange die Genehmigung nicht erteilt ist.

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Tim Uhrmeister
seit 24.2.2026
Prokura
Larissa Koch
seit 24.2.2026
Prokura
Melissa Sirins
seit 24.2.2026
Prokura
Vincent Petri
seit 24.2.2026
Prokura
Kahraman Simsek
seit 27.12.2024
Geschäftsführer
Alain Kavafyan
seit 13.2.2023
Prokura
Susanne Sohn
seit 2.12.2022
Geschäftsführer
Ralf Ebeling
seit 21.7.2016
Prokura
Bernd Wienstroth
seit 13.1.2011
Prokura
Jörg Schubek
seit 12.3.2007
Prokura
Marcus Forstner
seit 12.3.2007
Prokura
Volker Kamps
seit 12.3.2007
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
80.14%
19.86%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Brenntag Germany Holding GmbH
Germany
3.000.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

BRENNTAG GmbH, Duisburg

Duisburg

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007

Lagebericht 2007

A. Darstellung der BRENNTAG GmbH

Die BRENNTAG GmbH ist die führende deutsche Landesgesellschaft der Brenntag Management GmbH, einem der weltweit führenden Distributionspartner der Chemieindustrie. Hinter Brenntag stehen mehr als 130 Jahre Erfahrung eines traditionsreichen Handelshauses und die Dynamik eines modernen Weltunternehmens. Die BRENNTAG GmbH stellt ihre Distributionskanäle in den Dienst der Chemieproduzenten und sorgt für den wirtschaftlichen Material- und Informationsfluss zwischen herstellender und weiterverarbeitender Industrie. Dabei versteht sich BRENNTAG GmbH als Bindeglied zwischen der Chemieindustrie und der weiterverarbeitenden Industrie. Zu den Kunden der BRENNTAG GmbH gehören große und mittelständische Unternehmen, die den Service, die Zuverlässigkeit und die Beratungsqualität schätzen. Dabei werden den Lieferanten und Abnehmern innovative Modelle der Zusammenarbeit angeboten, die auf Kenntnis der jeweiligen Produktionsprozesse und des Vertriebs basieren. Durch die prozessorientierten Logistiklösungen können sich die Kooperationspartner auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und profitieren so vom Know-how und der Effizienz der BRENNTAG GmbH. Neben den vier Geschäftsbereichen Industriechemikalien, Spezialchemikalien, Ernährung und Gesundheit sowie Automotive bietet die BRENNTAG GmbH den Kunden zusätzlich unterstützende Dienstleistungen an, wie zum Beispiel Single Sourcing (Beschaffung und Bündelung von nicht strategischen Produkten für den Kunden), Key-Account-Management (Bereitstellen von effizienten Logistikketten in den Dienst großer Chemieproduzenten und Kunden) sowie Herstellung von Mischungen verschiedener Produkte nach exakten Kundenvorgaben.

Industriechemikalien

Der Geschäftsbereich Industriechemikalien arbeitet dezentral und sucht mit seinen neun Distributionszentren in Duisburg, Hamburg, Berlin, Glauchau, Lohfelden, Frankfurt, Plochingen, Heilbronn und Kaiserslautern sowie seinem Innen- und Außendienst die räumliche Nähe der Kunden. BRENNTAG GmbH liefert in diesem Geschäftsbereich Commodities aller Art in der gewünschten Transport- und Gebindeform. Als Distributionspartner der Chemieindustrie werden die Produktströme der großen Produzenten in einen bedarfsgerechten Warenfluss umgewandelt. Die internationale Beschaffung und Lieferfähigkeit ist ein zusätzlicher Garant für die flächendeckende Versorgung aus den hochmodernen Distributionszentren. BRENNTAG GmbH sorgt für eine kontinuierliche und sichere Lieferung von Säuren, Laugen, Lösungsmitteln und Feststoffen. Individuelle Problemlösungen, anwendungstechnische Beratung, ein umfassendes Angebot an Dienstleistungen rund um die Chemie und die aktive Präsenz vor Ort unterstreichen die Rolle als Partner der herstellenden und weiterverarbeitenden Industrie.

Spezialchemikalien

Der Geschäftsbereich Spezialchemikalien ist zentral organisiert und vermarktet hochwertige Rohstoffe im Auftrag der Chemieproduzenten. Zu diesem Zweck ist der Geschäftsbereich branchenorientiert aufgestellt und verfügt über ein breit gefächertes Produktportfolio. Eine zentrale Verkaufsmannschaft, ein weltweites Sourcing und zuverlässige Logistiknetze sind Basis für langjährige Partnerschaften. Als Bindeglied zwischen der chemischen und der weiterverarbeitenden Industrie steht BRENNTAG GmbH als ein Garant für sichere und lückenlose Versorgung mit Spezialchemikalien. In enger Zusammenarbeit mit führenden Chemieproduzenten übernimmt BRENNTAG GmbH den Vertrieb von hochwertigen Spezialchemikalien und bietet weiterverarbeitenden Unternehmen nicht nur die bedarfsgerechte Lieferung, sondern auch die anwendungsorientierte Beratung. Die Einhaltung höchster Standards in Lager-, Transport- und Umweltsicherheit sind für BRENNTAG GmbH selbstverständlich.

Ernährung + Gesundheit

In dem Geschäftsbereich Ernährung und Gesundheit sind die Bereiche Ernährung, Kosmetik und Pharma zusammengefasst. BRENNTAG GmbH vertreibt in diesen Branchen Hilfs- und Wirkstoffe führender Hersteller. Dabei werden die besonderen Anforderungen an Qualität und Dokumentation, die in diesen Industriesegmenten von den Kunden und Lieferanten gefordert werden, genauso wie die anwendungstechnische Beratung und Unterstützung berücksichtigt. Oberstes Ziel ist es, den hohen Ansprüchen gerecht zu werden und für die Kunden und Lieferanten ein kompetenter Partner zu sein. Dabei verfügt jeder Teilbereich über eine spezialisierte Verkaufsmannschaft, die ein breites, abgerundetes Produktportfolio vertritt. Den Forderungen der Kunden nach pharmazeutischen Qualitäten mit umfassender Dokumentation sowie Abfüllung und Lagerung nach GMP (Good Manufacturing Practice) entspricht BRENNTAG GmbH durch die Auswahl der Lieferanten und die vorgenommene Investition am Standort in Hamburg. In Vorbereitung auf die anstehende GMP-Zertifizierung wurde ein Reinraum mit neuer Abfülltechnik gemäß den GMP-Anforderungen sowie eine Pumpeninsel mit materialspezifischen Leitungen errichtet. Zwei automatische Schleusen zu den neuen Lagerhallen für Voll- und Leergut runden das integrierte System ab.

Automotive

In diesem Geschäftsbereich mit den beiden Bereichen Air1™ und Car-Care wird ein komplettes Programm an Chemikalien für den PKW- und LKW-Sektor angeboten und zentral vermarktet.

Der Bereich Air1™ enthält AdBlue®, das Stickoxidreduktionsmittel für LKWs zur Erreichung der Euro4- und Euro5-Grenzwerte und die dazugehörige Lagertechnik. In Kooperation mit Yara, dem größten Harnstoffproduzenten in Europa, führt Brenntag als einer der führenden Chemiedistributeure in Europa das "Air 1 - Konzept" flächendeckend im europäischen Markt ein. Zur optimalen Versorgung der Kunden mit AdBlue® hat BRENNTAG GmbH ein spezielles Logistik- und Beratungskonzept entwickelt. Besonderer Fokus liegt dabei auf der Sicherstellung von gleichbleibend hohen Qualitätsstandards von der Produktion über alle Logistikdienstleistungen bis hin zur Ankunft des Produktes beim Kunden.

Der Bereich Car-Care umfasst Pflege- und Reinigungsprodukte, Scheiben- und Kühlerfrostschutz.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche

Die gesamtwirtschaftliche Lage hat sich in Deutschland auch im Jahr 2007, trotz der Anhebung der Mehrwertsteuer Anfang 2007, weiterhin recht gut entwickelt und gegenüber dem Vorjahr verbessert. Als wichtigste Wachstumstreiber erwiesen sich dabei der Außenhandel, der erneut einen deutlichen Beitrag zum Wachstum leistete, die Investitionstätigkeit der Unternehmen in Anlagen sowie die Investitionstätigkeit des Staates, der die verbesserte Finanzlage nutzte.

Der Chemiedistributionsmarkt in Deutschland ist nach wie vor gekennzeichnet durch eine hohe Wettbewerbsintensität, die zusätzlich durch einige Produzenten beeinflusst wird, die in direktem Wettbewerb zu den Distributeuren dasselbe Kundensegment bedienen.

Hinzu kommen Bestrebungen von Kunden, durch den Ausbau der eigenen Lagerkapazitäten den Bezug von Komplettladungen zu ermöglichen. Die größeren Ladungspartien führen im Vergleich zum Kleinverteilergeschäft für den Chemiehandel in der Regel zu Ertragseinbußen.

Insgesamt hat sich der Trend zu Unternehmenszusammenschlüssen und Kooperationen im Chemiehandelsmarkt auch im Jahr 2007 fortgesetzt.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die BRENNTAG GmbH konnte sich auch im Jahr 2007 in dem weiterhin schwierigen deutschen Chemiedistributionsmarkt behaupten. Der budgetierte Umsatz wurde leicht übertroffen und der Vorjahresumsatz konnte deutlich gesteigert werden. Der Absatz konnte gegenüber dem Vorjahr erneut gesteigert werden, wobei der geplante Absatz nicht ganz erreicht wurde. Die Entwicklung von Umsatz und Absatz stellt sich in den Geschäftsbereichen wie folgt dar:

Umsatz in T€ Absatz in 1.000 Tonnen
2007 2006 Budget 2007 2006 Budget
BRENNTAG GmbH Gesamt 701,8 615,4 696,9 1.057,4 1.020,2 1.072,7

Im Geschäftsbereich Industriechemikalien konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr erneut deutlich gesteigert und der budgetierte Wert erreicht werden. Beim Absatz wurde das Vorjahresergebnis ebenfalls übertroffen, der geplante Absatz konnte aber nicht erreicht werden. Der Geschäftsbereich Spezialchemikalien konnte sowohl den Umsatz als auch den Absatz gegenüber dem Vorjahr erneut steigern und übertraf die geplanten Umsatz- und Absatzziele. Im Geschäftsbereich Ernährung und Gesundheit wurde sowohl der Umsatz als auch der Absatz im Vergleich zum Vorjahr gesteigert, die budgetierten Werte wurden dabei nur leicht verfehlt. In dem Geschäftsbereich Automotive konnten ebenfalls Umsatz und Absatz gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Das budgetierte Umsatzziel wurde dabei übertroffen, jedoch konnte die geplante Absatzmenge nicht ganz erreicht werden.

C. Darstellung der Lage

Neben der Steigerung der Absatz- und Umsatzzahlen wurde im Jahr 2007 erneut der Rohertrag des Vorjahres deutlich übertroffen. Das Ergebnis vor Gewinnabführung konnte ebenfalls gegenüber dem Vorjahresergebnis gesteigert werden.

1. Ertragslage

Bei Umsatzerlösen von € 701,8 Mio. und einem Rohertrag von € 111,6 Mio. weist die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2007 einen Überschuss vor Gewinnabführung von € 6,6 Mio. aus.

Die Vertriebs- und Verwaltungskosten von € 124,2 Mio. teilen sich auf in € 48,1 Mio. Personalkosten, € 14,6 Mio. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens-gegenstände und Sachanlagevermögen sowie € 61,5 Mio. sonstige Sachaufwendungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen sind im Anhang näher erläutert.

Das negative Zinsergebnis in Höhe von € 1,9 Mio. setzt sich aus Erträgen von € 0,6 Mio. und Aufwendungen von € 2,5 Mio. zusammen. Die Zinsaufwendungen entfallen mit € 2,1 Mio. auf die Brenntag Funding Ltd.

Die außerordentlichen Aufwendungen i. H. v. € 2,2 Mio. resultieren aus der Verschmelzung der Kühn Umweltprodukte GmbH auf die BRENNTAG GmbH; der Sachverhalt ist im Anhang näher erläutert.

2. Vermögens- und Finanzlage

Die Gesellschaft nimmt am Cash-Clearing Verfahren der Brenntag Holding GmbH teil.

Die immateriellen Vermögensgegenstände von € 25,3 Mio. betreffen im Wesentlichen mit € 23,2 Mio. Geschäfts- und Firmenwerte. Davon entfallen € 19,2 Mio. auf den Goodwill aus der Einbringung des Geschäftsfeldes Chemiedistribution - Inland zu Zeitwerten, die zum 01.01.2003 in die Brenntag Germany Holding GmbH erfolgte, und dann auf die BRENNTAG GmbH ausgegliedert wurde.

In den Finanzanlagen ist der Anteil von je 33,33 % an der Otto Baumeier GmbH & Co.KG und an der Baumeier GmbH mit T€ 419 bzw. T€ 13 sowie die Herkommer und Bangerter Vertriebs GmbH zu 100 % mit T€ 104 enthalten. Außerdem bestehen noch T€ 10 Ausleihungen an Mitarbeiter.

3. Investitionen

Im Jahr 2007 investierte die BRENNTAG GmbH insgesamt € 14,0 Mio. in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen, wobei der Hauptteil der Investitionen in den Geschäftsbereich Industriechemikalien geflossen ist. Schwerpunkt der Investitionstätigkeit waren Emballagen mit € 4,8 Mio. sowie diverse Betriebs- und Geschäftsausstattungen (davon € 2,0 Mio. LKW-Investitionen) für die Tanklager-Standorte. In das Logistik-Center Hamburg, in dem nach einer Bauzeit von gut 2 Jahren die Infrastruktur des 55.000 qm großen Geländes erneuert wurde, investierte BRENNTAG GmbH im Jahr 2007 € 0,4 Mio., bei einem Gesamtinvestitionsvolumen von über € 10 Mio.. Hochmoderne Technik in den Bereichen Abfüllung, Kommissionierung, Mischung, sowie Be- und Entladung, ein neues Bürogebäude mit einem hochwertigen Labor sowie sieben neue Lagerhallen mit einer überdachten Lagerfläche von 10.000 qm, die mit aktuellster Lager- und Löschtechnik ausgerüstet sind, zählen zu den wesentlichen Erneuerungen, die den Standort Hamburg zu einem wichtigen Zentrum für die norddeutsche Chemikaliendistribution von BRENNTAG GmbH machen. Ein weiterer Schwerpunkt der baulichen Maßnahmen betraf den innovativen und zukunftsorientierten Bereich der Abfüllung nach GMP.

4. Umweltmanagement

Brenntag-Distributionszentren zählen zu den modernsten ihrer Art. Sie erfüllen höchste Anforderungen an den Boden- und Gewässerschutz sowie an die Arbeits- und Betriebssicherheit. Dabei setzt BRENNTAG GmbH Maßstäbe in Sachen Sicherheit, Risikomanagement und Umweltschutz. Allein in den letzten 10 Jahren hat BRENNTAG GmbH in den Niederlassungen in Deutschland mehr als 120 Millionen Euro investiert. Zu den technischen Standards gehören vakuumüberwachte, doppelwandige Tanks, Löschwasserbevorratung, Abluft- und Prozessluftreinigung sowie Gaspendelverfahren. Die Tankfahrzeugflotte bietet höchstmögliche Sicherheit für den Straßentransport von Chemikalien. Routenoptimierung und gestraffter Fahrzeugeinsatz sind dabei eine Selbstverständlichkeit.

Die neue Chemikalienpolitik der Europäischen Union - allgemein bekannt unter der Bezeichnung REACH - bildet die zukünftige gesetzliche Grundlage für den Umgang mit Chemikalien zum Schutz der Umwelt und der menschlichen Gesundheit. Diese neue Verordnung der Europäischen Union ist seit dem 1. Juni 2007 in Kraft. Die Registrierung von chemischen Stoffen als Basis von REACH erstreckt sich über einen Zeitraum von 11 Jahren und beginnt mit der Vor-Registrierungsphase am 1. Juni 2008. Brenntag bereitet sich mit einem europaweit aufgestellten "REACH Implementation Team", in dem auch die BRENNTAG GmbH mitarbeitet, auf die umfassenden Aufgaben unter REACH vor und wird den gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen.

BRENNTAG GmbH ist gemäß DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert (Erstzertifizierung 1993). Mit dieser Zertifizierung wird die Kundenausrichtung intern wie auch extern dokumentiert. Definierte Prozesse und Verantwortlichkeiten gewährleisten einen reibungslosen, sicheren und umweltgerechten Ablauf der Aktivitäten und Prozesse.

Am Responsible Care Programm - der Selbstverpflichtung der chemischen Industrie und des Chemiehandels - nimmt BRENNTAG GmbH auf freiwilliger Basis teil. Dieses Programm ist speziell auf die Anforderungen des Chemiehandels zugeschnitten. BRENNTAG GmbH verpflichtet sich darin, die Leistungen in den Bereichen Umweltschutz, Sicherheit und Gesundheit kontinuierlich zu verbessern.

Zusätzlich zu den Zertifizierungen nach DIN EN ISO 9001:2000 und Responsible Care ist BRENNTAG GmbH seit Dezember 2003 nach ESAD zertifiziert. ESAD ist ein Instrument, das die Leistungsfähigkeit eines Chemiedistributeurs in den Bereichen Gesundheitsvorsorge, Sicherheit, Umweltschutz und Qualität misst. Nach einem Assessment gemäß ESAD I im Dezember 2003 hat BRENNTAG GmbH im Februar 2006 ein Assessment gemäß ESAD II für die Hauptverwaltung in Mülheim und die Standorte Berlin (Dahlwitz-Hoppegarten), Duisburg, Frankfurt, Glauchau, Hamburg, Heilbronn, Kaiserslautern, Lohfelden und Plochingen durchgeführt. Mit dem ESAD Assessment wurde ein vergleichbarer Standard geschaffen, um den Aufwand für viele einzelne Assessments durch große Lieferanten zu vermeiden. ESAD wird im Gegensatz zum Qualitätsmanagement eher lieferantenseitig als kundenseitig gefordert. Alle drei Jahre erfolgen turnusgemäß Folge-Assessments.

Um Lieferanten, Kunden und Mitarbeiter über den sicheren Umgang mit Chemikalien zu informieren, werden eigene Umweltfibeln herausgegeben. Sie beschreiben die Produkteigenschaften ebenso wie Sofortmaßnahmen bei Unfällen mit Chemikalien.

Rückstellungen für bekannte Umweltrisiken, im Wesentlichen im Altlastenbereich, sind entsprechend der eingeholten Umweltgutachten in Höhe von € 9,3 Mio. im Jahresabschluss berücksichtigt.

5. Personal

BRENNTAG GmbH beschäftigte im Jahr 2007 durchschnittlich 903 Mitarbeiter, was eine Steigerung im Vergleich zum Jahr 2006 von 37 Mitarbeitern bedeutet. Dabei sind insgesamt 22 Mitarbeiter im Zuge der Übernahme des Fuhrparks an verschiedenen Standorten von der Schwestergesellschaft Biesterfeld Chemiedistribution GmbH übernommen worden. Weitere 10 Mitarbeiter sind von der Herkommer & Bangerter Vertriebs GmbH mit der Übernahme des Standortes Ulm sowie 5 Mitarbeiter im Zuge der Verschmelzung von Kühn Umweltprodukte GmbH übergegangen.

A. Risikomanagementsystem

1. Risiken

BRENNTAG GmbH hat sich zum Ziel gesetzt, die Leistungsfähigkeit und die Ertragskraft ständig zu verbessern. Die Ausübung des Geschäftes ist naturgemäß mit Risiken verbunden, die unterschiedliche Ursachen haben können. Um diese Risiken frühzeitig zu erkennen, zu kontrollieren und zu begrenzen, besteht im Brenntag-Konzern ein Risikomanagementsystem, an dem auch die BRENNTAG GmbH teilnimmt. Das System besteht im Wesentlichen aus einem Früherkennungssystem, einem internen Überwachungssystem sowie aus individuellen Maßnahmen zur Begrenzung der bekannten Risiken und frühzeitigen Erkennen zusätzlich entstehender Risiken.

Im Rahmen des Früherkennungssystems hat BRENNTAG GmbH im vergangenen Jahr die Identifikation der Risiken sowie deren Analyse fortgesetzt. Dabei wurden die internen Arbeitsabläufe sowie das eingesetzte IT-System ständig verbessert.

Die Effizienz der Arbeits- und Prozessabläufe innerhalb des Risikomanagements sowie die Sicherheit der verwendeten Systeme werden regelmäßig durch die interne Revision überprüft.

Marktrisiken: Konjunkturelle Schwächephasen können negative Einflüsse auf Umsatz und Rohertrag der BRENNTAG GmbH haben. Da sich die Kunden der BRENNTAG GmbH aus vielen Branchen und Industrien zusammensetzen, ergibt sich daraus eine gewisse Risikominimierung. Bei einigen Produkten bzw. Produktgruppen ist die BRENNTAG GmbH sehr abhängig von einzelnen Lieferanten. Das Risiko wird dadurch versucht zu minimieren, dass die Lieferantenbeziehungen ständig verbessert werden und nach Möglichkeit langfristige Verträge abgeschlossen werden. Prinzipiell herrscht auf den Absatzmärkten in Deutschland starke Konkurrenz durch die Wettbewerber. BRENNTAG GmbH arbeitet deshalb kontinuierlich an der Verbesserung der Produkte und Dienstleistungen im Hinblick auf Qualität, Preis und Service.

Vorratsrisiken: Durch zum Teil schwankende Preise bei einigen Produkten sind Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert nicht auszuschließen. BRENNTAG GmbH versucht dem Abwertungsrisiko durch eine Minimierung der Lagerbestände und einer sowohl zeitlichen als auch regional optimierten Beschaffungsstrategie entgegenzuwirken. Dazu gehört auch das Konzept der zentralen Beschaffung der strategischen Produkte, welches bei den Lösungsmitteln schon seit einigen Jahren praktiziert wird. Nachdem die Säuren und Laugen im vorletzten Jahr auf eine zentrale Beschaffung umgestellt wurden, folgte mit Beginn des Jahres 2006 auch bei den absatzstärksten "B" und "C" Artikeln die Umstellung auf eine zentrale Beschaffung.

Finanzwirtschaftliche Risiken: Das Geschäft der BRENNTAG GmbH ist generell Währungs-, Zinsänderungs-, Kredit- und Preisrisiken ausgesetzt. Bestehende Währungsrisiken werden durch den Abschluss deckungsgleicher Devisengeschäfte minimiert. Erforderliche Sicherungsgeschäfte (Derivate) werden bei Bedarf durch die Brenntag Holding GmbH abgeschlossen. Ausfallrisiken für den Forderungsbestand werden reduziert, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten der Kunden laufend überwacht und entsprechende Kreditlimite festgelegt werden. Die BRENNTAG GmbH hat außerdem eine Kreditversicherung abgeschlossen.

Umweltrisiken: Aus dem Umgang mit Chemikalien ergeben sich Risiken, denen die BRENNTAG GmbH begegnet, indem die Sicherheitsvorkehrungen in den Standorten und bei den Transportfahrzeugen auf hohem Niveau gehalten werden und bei Bedarf ständig verbessert werden. Die Mitarbeiter werden laufend geschult und weiter qualifiziert.

Branchenrisiken: In begrenzten Bereichen der Chemiedistribution wurden im letzten Jahr wettbewerbsrechtliche Ermittlungsverfahren eingeleitet. Eine Beeinflussung der Marktverhältnisse in den betroffenen Segmenten konnte nicht beobachtet werden, ist jedoch für die Zukunft nicht auszuschließen. Wesentliche Auswirkungen bei BRENNTAG GmbH werden aber nicht erwartet.

2. Chancen

Im Geschäftsbereich Industriechemikalien wurden in den letzten Jahren Vorräte, die bereits in den verschiedenen Standorten der BRENNTAG GmbH gelagert wurden, von der Schwestergesellschaft Biesterfeld Chemiedistribution GmbH übernommen. Von der Tochtergesellschaft Herkommer & Bangerter Vertriebs GmbH wurde im vergangenem Jahr die logistische Abwicklung des Standortes in Ulm übernommen, wodurch auch der größte Anteil der Vorräte an diesem Standort erworben wurde. Im Jahr 2008 werden zum 01.02.2008 die Vorräte der Schwestergesellschaft Berlin-Brandenburger Lager- und Distributionsgesellschaft Biesterfeld Brenntag mbH übernommen. Dadurch wird der weitere Abbau des Vorratsvermögens erleichtert, da durch den Erwerb die gesamten Vorräte in dem IT-System der BRENNTG GmbH gepflegt werden. Einheitliche Auswertungen sowie die Möglichkeit, den Einkauf der Produkte zu bündeln, werden zu einer Reduktion der Vorräte führen.

Der Geschäftsbereich Spezialchemikalien konnte im Laufe des Jahres 2007 durch die Ausweitung der Zusammenarbeit mit dem größten Lieferanten das Geschäft im Kunststoffbereich ausbauen. Für das Jahr 2008 ist eine weitere Geschäftsausweitung verabredet. Im Kunststoffbereich konnten außerdem zwei neue, kleinere Lieferanten gewonnen werden, womit das Produktportfolio im kommenden Jahr ausgedehnt werden kann. Die damit gegebenen Möglichkeiten wird der Geschäftsbereich dazu nutzen, die bestehenden Kundenbeziehungen auszubauen und neue Kunden zu gewinnen.

Im Geschäftsbereich Ernährung und Gesundheit wurde nach der Fertigstellung des "GMP-Bereichs" im Lager Hamburg im dritten Quartal 2007, im Bereich Pharma der Vertrieb der "GMP-Produkte" vorangetrieben. Dabei wird den Forderungen der Kunden nach pharmazeutischen Qualitäten mit umfassender Dokumentation sowie Abfüllung und Lagerung nach GMP durch die Auswahl der entsprechenden Lieferanten entsprochen. Es ist zu erwarten, dass die Gesetzgebung in diesem Bereich verschärft wird, so dass BRENNTAG GmbH durch die Möglichkeiten, die an dem Standort in Hamburg gegeben sind, von der Entwicklung profitieren wird. Im Bereich Ernährung konnte mit dem wichtigsten Lieferanten von "Aromen" eine Vereinbarung getroffen werden, mit der es gelungen ist, das Produktportfolio auszubauen. Dies wird im kommenden Jahr dazu führen, das der Bereich Ernährung deutlich wachsen wird.

Da der relevante Markt für das Geschäft "Air 1" im Jahr 2008 weiterhin stark wachsen wird und die BRENNTAG GmbH mit ihrem Partner Yara sehr gut aufgestellt ist, wird die BRENNTAG GmbH im Geschäftsbereich Automotive im Jahr 2008 die sich ergebenden Wachstumschancen konsequent nutzen. Durch die vorhandenen Distributionsläger ist der Geschäftsbereich in der Lage, die Kunden in gesamt Deutschland mit gleich bleibend hoher Qualität zu beliefern und dadurch den eigenen Marktanteil zu erhöhen.

B. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Bedeutende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.

C. Ausblick

Für die BRENNTAG GmbH wird weiterhin die Konsolidierung in der Chemiedistribution das Hauptthema sein. Ein wesentliches Ziel dabei wird sein, zu versuchen, weiterhin größere Mengen über die einzelnen Lagerstandorte abzuwickeln. Ein weiteres Ziel wird für BRENNTAG GmbH sein, den Konzentrationsprozess der Chemiehandelsbranche zu nutzen und gegebenenfalls auch über Akquisitionen weiter zu wachsen. Im Jahr 2008 wird weiterhin die Integration und Konsolidierung der bisher akquirierten Gesellschaften im Vordergrund stehen.

Durch den effizienten Einsatz der zur Verfügung stehenden Ressourcen sowie die fortgesetzte Orientierung an den Bedürfnissen der Kunden und Lieferanten wird sich die BRENNTAG GmbH bemühen, die Marktstellung zu behaupten und auszubauen, Wachstumschancen zu nutzen und die Ergebnisse zu verbessern.

Im Geschäftsbereich Industriechemikalien wird sich das Absatzvolumen für die Commodities nicht substantiell steigern lassen. Aus diesem Grund wird sich BRENNTAG GmbH stärker auf die Wachstumsbereiche Single-Sourcing, Mischungen und Dienstleistungen sowie auf die Wasserchemie konzentrieren.

Durch gezieltes Sourcing wird im Geschäftsbereich Spezialchemikalien auch im Jahr 2008 versucht, das Produktportfolio weiter auszubauen. Verhandlungen mit Lieferanten für verschiedene Produktbereiche werden geführt.

Im Geschäftsbereich Ernährung und Gesundheit wird ebenfalls versucht, das Produktportfolio weiter auszubauen und weitere Lieferanten zu gewinnen und den Verlust eines wesentlichen Lieferanten im Kosmetik- und Pharmabereich teilweise zu kompensieren. Um die Logistikkosten am Standort in Hamburg zu senken, ist geplant dort weitere Dienstleistungen für die Schwestergesellschaften in Nordeuropa zu erbringen.

In den Geschäftsbereichen Spezialchemikalien und Ernährung und Gesundheit wird angestrebt, kleinere Unternehmen zu akquirieren, um interessante Nischen zu besetzten oder das bestehende Portfolio zu ergänzen bzw. zu stärken.

Im Geschäftsbereich Automotive erwartet die BRENNTAG GmbH für die kommenden Jahre deutliche Mengensteigerungen und damit verbunden erheblichen Geschäftszuwachs.

Alles in allem ist die Geschäftsführung optimistisch auch in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 erneut ein vergleichbares Ergebnis wie im Jahr 2007 erzielen zu können.

Mülheim, den 29.02.2008

Bilanz zum 31. Dezember 2007

Aktiva

31.12.2007 31.12.2006
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte 2.134.519,00 1.059
2. Geschäfts- und Firmenwerte 23.163.648,00 26.351
25.298.167,00 27.410
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.174.511,40 1.109
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.226.925,00 10.282
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.061.238,00 5.818
4. Anlagen im Bau 1.019.166,90 138
18.481.841,30 17.347
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 535.745,90 3.157
2. Sonstige Ausleihungen 10.141,18 14
545.887,08 3.171
44.325.895,38 47.928
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 54.604,00 48
2. Waren 48.584.243,61 41.132
48.638.847,61 41.180
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 36.562.967,46 31.347
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.808.578,52 25.295
3. Sonstige Vermögensgegenstände 17.798.951,92 10.244
70.170.497,90 66.886
III. Kassenbestand 13.897,27 14
118.823.242,78 108.080
C. Rechnungsabgrenzungsposten 324.875,00 501
163.474.013,16 156.509

Passiva

31.12.2007 31.12.2006
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 3.000
II. Kapitalrücklage 39.674.758,33 39.675
42.674.758,33 42.675
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9.970.700,00 8.733
2. Steuerrückstellungen 446.000,00 13
3. Sonstige Rückstellungen 20.625.625,00 21.575
31.042.325,00 30.321
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen 65.634,43 70
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 32.361.177,77 31.800
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.319.232,68 9.517
4. Sonstige Verbindlichkeiten 41.468.921,65 41.587
89.214.966,53 82.974
D. Rechnungsabgrenzungsposten 541.963,30 539
163.474.013,16 156.509

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007

2007 2006
T€
1. Umsatzerlöse 701.836.169,23 615.438
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse
erbrachten Leistungen 590.651.985,20 514.877
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 111.184.184,03 100.561
4. Vertriebskosten 122.640.545,01 107.957
5. Allgemeine Verwaltungskosten 1.593.240,63 1.996
6. Ergebnis vor sonstigen betrieblichen Erträgen und
Aufwendungen -13.049.601,61 -9.392
7. Sonstige betriebliche Erträge 24.615.200,63 18.945
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 266.421,60 431
9. Betriebsergebnis 11.299.177,42 9.122
10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 0,00 111
(davon aus verbundenen Unternehmen € 0,00;
Vorjahr T€ 111)
11. Aufwendungen aus Verlustübernahmen 635.340,74 768
(davon aus verbundenen Unternehmen € 635.340,74;
Vorjahr T€ 768)
12. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens 721,28 1
13. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 598.694,33 289
(davon aus verbundenen Unternehmen € 592.784,47;
Vorjahr T€ 282)
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.468.002,40 2.035
(davon an verbundene Unternehmen € 2.126.945,50;
Vorjahr T€ 12)
15. Finanzergebnis -2.503.927,53 -2.402
16. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 8.795.249,89 6.720
17. Außerordentliche Aufwendungen 2.239.342,92 0
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
(im Vorjahr Ertrag) 0,00 371
19. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter
Gewinn 6.555.906,97 6.349
20. Jahresüberschuss 0,00 0

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2007 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2007
T€ T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte
2.857 2.033 117 0 4.773
2. Geschäfts- und Firmenwerte 39.100 0 0 0 39.100
41.957 2.033 117 0 43.873
II. Sachanlagen
1. Grundstücke 1.109 66 0 0 1.175
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.362 3.271 393 24 24.264
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.160 7.733 5.160 0 19.733
4. Anlagen im Bau 138 905 0 -24 1.019
39.769 11.975 5.553 0 46.191
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.157 0 2.621 0 536
2. Sonstige Ausleihungen 14 0 4 0 10
3.171 0 2.625 0 546
84.897 14.008 8.295 0 90.610
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2007 Zugänge Abgänge 31.12.2007
T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte
1.798 957 116 2.639
2. Geschäfts- und Firmenwerte 12.749 3.187 0 15.936
14.547 4.144 116 18.575
II. Sachanlagen
1. Grundstücke 0 0 0 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.080 3.344 387 14.037
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.342 7.390 5.060 13.672
4. Anlagen im Bau 0 0 0 0
22.422 10.734 5.447 27.709
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
2. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0
0 0 0 0
36.969 14.878 5.563 46.284
Buchwerte
31.12.2007 31.12.2006
T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte
2.134 1.059
2. Geschäfts- und Firmenwerte 23.164 26.351
25.298 27.410
II. Sachanlagen
1. Grundstücke 1.175 1.109
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.227 10.282
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.061 5.818
4. Anlagen im Bau 1.019 138
18.482 17.347
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 536 3.157
2. Sonstige Ausleihungen 10 14
546 3.171
44.326 47.928

ANHANG 2007

Vorbemerkung

Die BRENNTAG GmbH mit Sitz in Duisburg ist beim dortigen Handelsregister unter HRB 8894 eingetragen .

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem international üblichen Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Der Brenntag-Konzern - und damit auch die BRENNTAG GmbH - nimmt an einem multinationalen Forderungsverkaufsprogramm teil. Dabei weist die BRENNTAG GmbH als wirtschaftlicher Eigentümer weiterhin die Forderungen in ihrer Bilanz aus. Gleichzeitig werden die aus dem Forderungsverkaufsprogramm zugeflossenen Finanzierungsmittel als Finanzierungsverbindlichkeit gezeigt.

Gemäß Verschmelzungsvertrag vom 26.07.2007 ist die Kühn Umweltprodukte GmbH, Bad Fallingbostel, mit Wirkung zum 01.01.2007 auf die BRENNTAG GmbH verschmolzen worden. Die Vermögensübertragung erfolgte als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten unter Ausschluss der Abwicklung gemäß § 2 Nr. 1 Umwandlungsgesetz auf den übernehmenden Rechtsträger im Wege der Verschmelzung durch Aufnahme. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem bilanziellen Eigenkapital der Kühn Umweltprodukte GmbH und dem Beteiligungsbuchwert dieser Gesellschaft bei der BRENNTAG GmbH wird in der Gewinn- und Verlustrechung unter den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen.

Die Gesellschaft ist nach § 290 HGB ein Konzernunternehmen der Brenntag Management GmbH, Mülheim an der Ruhr. Eine gesetzliche Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts für den Teilkonzern der BRENNTAG GmbH besteht nach § 291 HGB nicht, da die Gesellschaft in den befreienden Konzernabschluss der Brenntag Management GmbH, Mülheim an der Ruhr (hinterlegt beim Amtsgericht Duisburg -HRB Nr. 18800), einbezogen wird.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die erworbenen Geschäftswerte werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben, längstens jedoch über 15 Jahre.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Das zum 1. Januar 2003 zu Zeitwerten eingebrachte bewegliche Anlagevermögen wird linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bewegliches Anlagevermögen, das nach dem 1. Januar 2003 angeschafft wurde, wird nach Maßgabe der jeweils kürzesten, steuerlich zulässigen Nutzungsdauer degressiv abgeschrieben. Die Umstellung von der degressiven auf die lineare Abschreibung erfolgt jeweils in dem Jahr, in dem der lineare Abschreibungsbetrag den degressiven übersteigt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist bzw. wenn absehbar wird, dass der Buchwert nicht realisierbar ist. Entfällt der ursprüngliche Grund für eine außerplanmäßige Wertberichtigung, so wird maximal auf den fortgeführten Buchwert zugeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Ausleihungen sind mit Nennwerten angesetzt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu gleitenden durchschnittlichen Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine ausreichende Pauschalwertberichtigung gebildet. Die kursgesicherten Forderungen in ausländischer Währung sind mit dem Sicherungskurs und die nicht kursgesicherten Forderungen in ausländischer Währung sind mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bzw. mit dem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die Pensionsrückstellungen sind gemäß § 6a EStG aufgrund versicherungsmathematischer Gutachten unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 6 % mit ihrem Teilwert angesetzt und decken sämtliche Verpflichtungen. Die Ermittlung der versicherungsmathematischen Werte für die Verpflichtungen erfolgte auf Basis der Richttafeln 2005 G (RT 2005 G) von Dr. Klaus Heubeck.

Die übrigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung tragen. Die Jubiläumsrückstellungen wurden entsprechend den steuerlichen Vorschriften bei einem Rechnungszinsfuss von 5,5 % auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G (RT 2005 G) von Dr. Klaus Heubeck mit dem Teilwert bewertet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Die kursgesicherten Verbindlichkeiten in ausländischer Währung sind mit dem Sicherungskurs und die nicht kursgesicherten Verbindlichkeiten in ausländischer Währung sind mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bzw. mit dem höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Positionen des Anlagevermögens ergeben sich aus dem Anlagespiegel, der dem Anhang vorangestellt ist.

Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen i. H. v. T€ 2.033 betreffen mit T€ 1.550 den Erwerb von Kundenstämmen. Die übrigen Zugänge betreffen im Wesentlichen die Anschaffung von Softwareprodukten. Die Abgänge setzen sich im Wesentlichen aus bereits voll abgeschriebenen Softwareprodukten zusammen.

Die Zugänge zu Bruttowerten im Sachanlagevermögen umfassen mit T€ 66 im Wesentlichen nachträgliche Anschaffungskosten i. Z. m. Grundstücken, mit T€ 3.271 technische Anlagen und Maschinen (i. W. Tanks/Tankanlagen sowie Gabelstapler), mit T€ 7.733 Betriebs- und Geschäftsausstattung (i. W. Emballagen sowie LKWs) und mit T€ 905 Anlagen im Bau (i. W. Tanks/Tankanlagen).

Im Zuge der Verschmelzung der Kühn Umweltprodukte GmbH sind Sachanlagen von T€ 37 (Anschaffungskosten T€ 230, Wertberichtigung T€ 193) zugegangen.

Die Abgänge bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen betreffen die Kühn Umweltprodukte GmbH, die auf die BRENNTAG GmbH verschmolzen wurde.

Bei den sonstigen Ausleihungen handelt es sich um Mitarbeiterdarlehen.

(2) Vorräte

in T€ 31.12.2007 31.12.2006
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 55 48
Handelswaren 48.584 41.132
48.639 41.180

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in T€ 31.12.2007 31.12.2006
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 36.563 31.347
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (-) (-)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.808 25.295
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (-) (-)
Sonstige Vermögensgegenstände 17.799 10.244
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (675) (441)
70.170 66.886

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind mit T€ 15.740 (Vorjahr T€ 14.966) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verschiedene Gesellschaften des BRENNTAG Konzerns enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten eine Gewerbesteuerforderung einschließlich Zinsen über T€ 3.248 gegen die Altgesellschafter der Schuster-Gruppe.

Wie im Vorjahr werden hier zudem Forderungen i. H. v. T€ 10.881 (Vorjahr T€ 4.731) ausgewiesen, die im Rahmen des Forderungsverkaufsprogramms gegenüber der Brenntag Funding Ltd. bestehen.

(4) Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel setzen sich ausschließlich aus Kassenbeständen zusammen.

(5) Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen die im Zusammenhang mit dem Forderungsverkauf angefallenen Transaktionskosten, die über die Laufzeit des Forderungsverkaufsprogramms von insgesamt fünf Jahren verteilt werden.

(6) Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 3.000 und wird zu 100 % von der Brenntag Germany Holding GmbH gehalten, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht.

(7) Kapitalrücklage

Im Zusammenhang mit der in 2004 erfolgten Ausgliederung war der Differenzbetrag zwischen den übertragenen Vermögens- und Schuldposten und der Kapitalerhöhung in Höhe von T€ 39.675 in die Kapitalrücklage eingestellt worden und besteht seitdem unverändert.

(8) Pensionsrückstellungen

Für die Höhe der individuellen Versorgungsleistungen ist grundsätzlich die Dauer der Betriebszugehörigkeit maßgeblich. Die Finanzierung der Versorgungszusagen erfolgt durch Bildung von Pensionsrückstellungen.

Die Pensionsrückstellungen betreffen mit T€ 9.012 im Wesentlichen Anwartschaften.

(9) Steuerrückstellungen

Die Rückstellung betrifft im Wesentlichen eine drohende Verbrauchsteuernachzahlung.

(10) Sonstige Rückstellungen

in T€ 31.12.2007 31.12.2006
Rückstellungen für Umweltrisiken 9.285 9.730
Rückstellungen für Personalaufwendungen 8.440 8.806
Rückstellungen für ausstehende Rechungen 1.094 1.135
Rückstellungen für Abbruchverpflichtungen 911 849
Rückstellungen für Preisnachlässe 563 451
Übrige Rückstellungen 333 604
20.626 21.575

Die Rückstellungen für Umweltrisiken wurden vor allem für Sanierungsmaßnahmen an verschiedenen Standorten gebildet.

Die Rückstellungen für Personalaufwendungen umfassen insbesondere Aufwendungen für rückständigen Urlaub, Jubiläumsgelder, Jahresvergütungen, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Abfindungen und sonstige Personalaufwendungen.

Die Rückstellungen für Preisnachlässe betreffen die Bonusverpflichtungen gegenüber den Kunden.

Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen für noch nicht abgerechnete jedoch bereits ausgeführte Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen übrigen Rückstellungen beinhalten eine Vielzahl unterschiedlicher Sachverhalte wie Schadenersatzansprüche, unterlassene Instandhaltungen und Jahresabschlusskosten.

(11) Verbindlichkeiten

in T€ Gesamt bis zu über 1 über
1 Jahr bis 5 Jahre 5 Jahre
1. Erhaltene Anzahlungen auf 66 66 0 0
Bestellungen (70) (70) (0) (0)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen 32.361 32.361 0 0
und Leistungen (31.800) (31.800) (0) (0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber 15.319 15.319 0 0
verbundenen Unternehmen (9.517) (9.517) (0) (0)
davon:
- gegenüber der Gesellschafterin 6.556 6.556 0 0
(6.349) (6.349) (0) (0)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 41.469 12.966 28.503 0
(41.587) (13.084) (28.503) (0)
davon:
-aus Steuern 34 34 0 0
(803) (803) (0) (0)
89.215 60.712 28.503 0
(82.974) (54.471) (28.503) (0)

( ) = Vorjahreszahlen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen die Gewinnabführung an die Gesellschafterin Brenntag Germany Holding GmbH und Verbindlichkeiten gegenüber der Brenntag Holding GmbH aus der laufenden Finanzierung (T€ 4.156) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 780) gegenüber verschiedenen verbundenen Unternehmen.

Da die BRENNTAG GmbH Organgesellschaft des umsatzsteuerlichen Organkreises der Brenntag Holding GmbH ist, wird hier auch die deutsche Umsatzsteuerzahllast (T€ 2.105) ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber der Brenntag Funding Ltd. (T€ 28.503) im Rahmen des Forderungsverkaufsprogramms. Ferner sind hier Verbindlichkeiten aus Steuern, Kautionen für Leergebinde (T€ 7.088), Zinsverbindlichkeiten (T€ 1.031), kreditorische Debitoren (T€ 570) und Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Anlagevermögen (T€ 1.267) ausgewiesen. Die Umsatzsteuerzahllast wurde zum 31.12.2007 nicht wie im Vorjahr unter den sonstigen Verbindlichkeiten sondern unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gezeigt.

(12) Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen abgegrenzte Mieterträge.

Derivative Finanzinstrumente

Zum 31.12.2007 bestanden Derivate in Form von USD-Devisentermingeschäften zur Absicherung von Warenbezügen in USD mit einem Marktwert von T€ -64 (im Vorjahr T€ -19). Der Umfang der abgesicherten Grundgeschäfte betrug TUSD 4.109 (im Vorjahr TUSD 2.654). Die erforderlichen Sicherungsgeschäfte werden bei Bedarf durch die Brenntag Holding GmbH abgeschlossen.

Haftungsverhältnisse

Aus dem Obligo von Kundenwechseln bestehen keine Haftungsverhältnisse (im Vorjahr T€ 9).

Die Gesellschaft haftet mit ihrem gesamten Vermögen für die im Brenntag-Konzern aus Senior Facility-, dem Second Lien Facility- und dem Mezzanine Facility-Agreements aufgenommenen Finanzierungsverbindlichkeiten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich zum 31. Dezember 2007 auf insgesamt T€ 31.651 (im Vorjahr T€ 38.436) und betreffen neben den in der folgenden Tabelle aufgeführten Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen das Bestellobligo für Sachanlageinvestitionen T€ 627 (im Vorjahr T€ 264).

Die Nominalwerte der Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen weisen folgende Fälligkeiten auf:

in T€ 31.12.2007 31.12.2006
2007 - 8.085
2008 7.954 6.808
2009 2.726 2.706
2010 2.424 2.368
2011 2.211 2.160
2012 2.141
danach 13.568 16.045 *)

*) incl. 2012

Davon betreffen T€ 27.338 (im Vorjahr T€ 33.205) verbundene Unternehmen.

Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

(13) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse enthalten T€ 494.238 Umsätze mit Dritten und T€ 207.598 Umsätze mit Gesellschaften des BRENNTAG Konzerns.

Die Umsatzerlöse verteilen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:

in T€ 2007 2006
Deutschland 601.036 512.560
Übrige EU-Länder 84.757 83.842
Europäische Länder (ohne EU-Länder) 15.356 18.602
Asien 144 197
Nordamerika 337 28
Lateinamerika 54 22
Übrige 152 187
701.836 615.438

(14) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Weiterbelastung von Aufwendungen an verbundene Unternehmen (T€ 21.931) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 875) enthalten. Des Weiteren werden in dieser Position Weiterbelastungen von Aufwendungen an Dritte (T€ 249), Lieferantenboni (T€ 633), Mieterträge (T€ 244), Erträge aus dem Verkauf von Gegenständen des Anlagevermögens (T€ 215), Rückvergütungen der Bundesagentur für Arbeit (T€ 178) und Zinserträge aus der Gewerbesteuerforderung im Zusammenhang mit der Veräußerung der Schuster & Sohn Gruppe (T€ 133) ausgewiesen.

(15) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen und Abschreibungen auf Forderungen (T€ 237) sowie Verluste aus Anlagenabgängen.

(16) Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis umfasst die Verlustübernahme der Herkommer & Bangerter Vertriebs GmbH (T€ 635).

Die im Vorjahr ausgewiesenen Erträge aus Beteiligungen betrafen die Gewinnabführung der Kühn Umweltprodukte GmbH.

(17) Zinsergebnis

in T€ 2007 2006
Erträge aus Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens 1 1
davon aus verbundenen Unternehmen (-) (-)
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 598 289
davon aus verbundenen Unternehmen (593) (282)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.468 2.035
davon aus verbundenen Unternehmen (-) (12)
-1.869 -1.745

(18) Materialaufwand

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betragen T€ 590.562 (im Vorjahr: T€ 514.877).

(19) Personalaufwendungen/Mitarbeiter

in T€ 2007 2006
Löhne und Gehälter 39.605 37.645
Soziale Abgaben 6.861 6.647
46.466 44.292
Aufwendungen für Altersversorgung und
Unterstützung 1.625 1.462
48.091 45.754
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 2007 2006
Angestellte 528 524
Arbeiter 375 342
903 866

(20) Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern betragen insgesamt T€ 769 (im Vorjahr T€ 307) und beinhalten im Wesentlichen die Grund- und die Kraftfahrzeugsteuer sowie sonstige Verbrauchsteuern.

Sie sind in den Vertriebskosten enthalten.

(21) Außerordentliche Aufwendungen

Die außerordentlichen Aufwendungen resultieren aus der Verschmelzung der Kühn Umweltprodukte GmbH auf die BRENNTAG GmbH.

Sonstige Angaben

Anteilsbesitzliste gem. § 285 S.1 Nr. 11 HGB

Name und Sitz Anteils- Eigenkapital Ergebnis des
höhe Geschäftsjahres
Otto Baumeier GmbH & Co. KG, Berlin 33,33% 297 T€ 4 T€
Baumeier GmbH, Berlin 33,33% 44 T€ 3 T€
Herkommer & Bangerter Vertriebs GmbH, Neuenburg am Rhein 100,00% -1.242 T€ -635 T€ *)

*) Das Ergebnis wurde auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrages

durch die BRENNTAG GmbH ausgeglichen.

Gewinnabführung

Das Ergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von T€ 6.556 (im Vorjahr T€ 6.349) wird an die Brenntag Germany Holding GmbH, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht, abgeführt.

Organe

Aufsichtsrat

Steven E. Holland (seit dem 13. Juli 2007, Vorsitzender des Aufsichtsrats)

Yorkshire / Großbritannien, Mitglied der Geschäftsführung der Brenntag Holding GmbH

Ulrich Schulte (Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats)

Mülheim an der Ruhr, Vorsitzender des Betriebsrats der BRENNTAG GmbH

Jürgen Buchsteiner

Mettmann, Mitglied der Geschäftsführung der Brenntag Holding GmbH

Daniel Pithois (bis zum13. Juli 2007, Vorsitzender des Aufsichtsrats)

Bièvres / Frankreich, Mitglied der Geschäftsführung der Brenntag Holding GmbH (bis zum 13. Juli 2007)

Geschäftsführung

Heinrich Eickmann, Dipl.-Kfm.

Köln

Peter Bellenbaum, Dipl.-Ing.

Brünen

Uwe Schültke, Kaufmann

Essen

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung

Für das Geschäftsjahr 2007 betragen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats T€ 0. Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung betragen T€ 1.007.

Ausleihungen an Mitglieder des Aufsichtsrats sowie der Geschäftsführung bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

 

Mülheim an der Ruhr, den 29. Februar 2008

BRENNTAG GmbH
Die Geschäftsführung

Eickmann

Bellenbaum

Schültke

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BRENNTAG GmbH, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, den 29. Februar 2008

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Frank Hübner Wirtschaftsprüfer

ppa. Tilmann Bosch Wirtschaftsprüfer

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