Sponeta GmbH
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Maximilian Naumann seit 8.11.2024 | Prokura |
Marcel Hohlbein seit 8.11.2024 | Prokura |
Matthias Naumann seit 28.10.2013 | Geschäftsführer |
Thomas Siegfried seit 28.10.2013 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 12.55% | |
| 12.55% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Sponeta GmbHEigenbeteiligung | 74.90% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sponeta GmbHNottertal-Heilinger HöhenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Sponeta GmbH, Gartenstraße 52, 99994 Nottertal-Heilinger HöhenDie Sponeta GmbH, gegründet 1991 und hervorgegangen aus dem VEB Sponeta, ist einer der größten Hersteller von Tischtennistischen und bietet mit einfachen Freizeitmodellen bis zu hochwertigen Turniertischen ein breites Sortiment für jeden Anspruch. Um saisonale Schwankungen auszugleichen und ähnliche Produktionsverfahren zu nutzen, wurde 1991 zusätzlich mit der Herstellung von Schul- und Objektmöbeln begonnen. Die Tischtennistische werden unter Eigen- und Fremdmarken weltweit verkauft, während die Schul- und Objektmöbel in erster Linie in Deutschland und seinen Nachbarländern ihre Abnehmer finden. Die Sponeta GmbH produziert und vertreibt ihre Produkte ausschließlich am Firmensitz in Schlotheim in Thüringen. I. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die geopolitischen Verwerfungen, die das Vorjahr geprägt hatten, setzten sich auch im Jahr 2023 fort und verschärften sich mit den Unruhen im Nahen Osten. Die daraus entstehenden Unsicherheiten gesellten sich zu den schon erheblichen Energiekosten, Reallohnverlusten und hohen Zinsen, die jede positive wirtschaftliche Entwicklung ausbremsten. Laut Frühjahrsgutachten ist die Weltwirtschaft im Jahr 2023 um 2,7 Prozent (Vorjahr: 2,9 Prozent) gewachsen, aber der Welthandel konträr dazu um 1,9 Prozent (Vorjahr: plus 3,2 Prozent) zurückgegangen. Ein Zeichen für den abnehmenden weltweiten Handel bei zunehmender Produktion in den einzelnen Ländern, was das zunehmend protektionistische Handeln offenlegt. In der EU27 und im Euroraum blieb das BIP mit einer Erhöhung von jeweils nur 0,5 Prozent (Vorjahr 3,6 und 3,5 Prozent) ebenfalls weit hinter den Erwartungen zurück. Weiterhin unterdurchschnittlich zeigte sich die deutsche Wirtschaft, die sogar einen Rückgang von 0,1 Prozent (Vorjahr: plus 1,9 Prozent) erlitten hat. Deutschland befindet sich in einer Konjunkturkrise. Begründet wird diese Entwicklung mit dem historisch hohen Krankenstand, den hohen Energiekosten und der fehlenden Nachfrage im In- und Ausland. Die Wirtschaftsleistung liegt kaum über dem Pandemieniveau. Die Produktivität ist erneut gesunken. Die Erwerbstätigenzahlen gingen wieder leicht nach oben, erstmals wurde die Marke von 46 Millionen überschritten. Die Arbeitslosenquote stieg wieder auf 5,7 Prozent, nachdem sie sich im Vorjahr auf 5,3 Prozent verringert hatte. Der private Konsum blieb mit insgesamt -0,4 Prozent das komplette Jahr rückläufig, auch wenn es schwach positive Ausschläge im 2. und 4. Quartal gab (vgl. Frühjahrsgutachten der Wirtschaftsinstitute 2024). Das Bruttoinlandsprodukt der Thüringer Wirtschaft verringerte sich preisbereinigt um 0,1 Prozent (Vorjahr: plus 1,7 Prozent). Die Thüringer Industriebetriebe (Bergbau und Verarbeitendes Gewerbe) mit mehr als 50 Beschäftigten konnten mit einer Steigerung von 0,38 Prozent ihre Umsatzzahlen lediglich auf Vorjahresniveau halten. Der Inlandsumsatz erhöhte sich zwar um 1,7 Prozent, gleichzeitig ging aber der Auslandsumsatz um 1,9 Prozent zurück (vgl. Thüringer Landesamt für Statistik). Die Umsätze der Büromöbelindustrie verbesserten sich im Vorjahresvergleich (7,6 Prozent) immerhin noch um 2,7 Prozent. Die Inlandsumsätze erhöhten sich um 2,6 Prozent (Vorjahr: 8,3 Prozent) und die Auslandsumsätze um 3,1 Prozent nach 5,1 Prozent im Vorjahr (vgl.: Statistisches Bundesamt). Sportgerätehersteller konnten erneut kräftig um 9,4 Prozent zulegen (Vorjahr: 14,9 Prozent). Sowohl im Inland mit 5,9 Prozent (Vorjahr: 16,9 Prozent) als auch im Ausland mit 17,9 Prozent (10,5 Prozent) ist eine weitere spürbare Erholung zu erkennen. Das Vorkrisenniveau ist damit zumindest bezogen auf die Umsatzzahlen wieder erreicht und sogar um 6,7 Prozent übertroffen (vgl.: Statistisches Bundesamt). Preisbereinigt würde dieses Ergebnis mit Sicherheit noch nicht erreicht sein. 2. Lage des Unternehmens Das Jahr 2023 war ein ausgesprochen schwieriges und herausforderndes Jahr. Zu den ohnehin schon komplizierten Rahmenbedingungen mit hohen Preisen und Kosten sowie der Einführung des neuen Lagerverwaltungssystems kam ein erheblicher Auftragseinbruch zu Jahresbeginn. Die Ressourcen mussten gerade in personeller Hinsicht verringert werden, was in erster Linie das Leiharbeitspersonal betraf. Die Gesamtleistung verringerte sich im Geschäftsjahr 2023 um 18 Prozent (Vorjahr: -17,4 Prozent). Der Umsatzrückgang bezog sich in erster Linie auf das Inlandsgeschäft mit einem Minus von 17,1 Prozent, ebenso wie auf die EU mit 33,6 Prozent. Der Auslandsumsatz sank noch mal um 7,6 Prozent. Der Jahresüberschuss halbierte sich im Vorjahresvergleich. Die Materialeinsatzquote ist um 6,3 Prozentpunkte gesunken, dafür erhöhte sich die Personalkostenquote um 4,9 Prozentpunkte, trotz des verringerten Personalbestands. Die Gesamtleistung des Unternehmenszweigs Tischtennis verringerte sich um 20,6 Prozent. Die sinkende Nachfrage, die sich schon in der zweiten Jahreshälfte 2022 zeigte, führte gerade in den für diesen Bereich üblichen umsatzstarken Monaten von März bis Mai zu schlechten Ergebnissen. Zwar stieg die Nachfrage ab Juni wieder an, dies traf uns aber mit dem beginnenden Schulmöbelgeschäft und dem immer noch heruntergefahrenen Personalbestand relativ unvorbereitet, da ein so kurzfristiger Personalaufbau nicht möglich war. Im Unternehmenszweig Schul- und Objektmöbel verringerte sich die Gesamtleistung um 8,1 Prozent. Der Rückgang beruht auf dem auch zum Ende des Jahres noch vorliegenden Auftragsüberhang durch fehlende Ressourcen. Für 2023 geplante Aufträge konnten nicht bearbeitet werden, Neuaufträge verschoben sich durch die erhöhten Lieferzeiten schon Monate vor Jahresende ins neue Jahr. Das Unternehmen beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 176 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 184), davon 120 (128) Gewerbliche und 50 (50) Angestellte. 6 (6) Lehrlinge wurden für die Bereiche Büro, Holz- und Metallverarbeitung und Lager ausgebildet. Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 4 (11) Leihkräfte beschäftigt. Der Arbeitspreis pro kWh Strom stieg mit 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr nur moderat. Die Deckelung der Stromkosten durch die Bundesregierung verhinderte eine Kostenexplosion. Die Stromkosten insgesamt stiegen so nur um 2,7 Prozent, abnahmebereinigt aber dann doch um 18 Prozent. Neben dem gestiegenen Arbeitspreis führten die Erhöhung der Offshore-Haftungs- und NEV-Umlage zu diesem Ergebnis. Die Erdgaskosten stiegen abnahmebereinigt um 10,8 Prozent. Zwar blieb der CO 2 -Preis auf Vorjahresniveau, zur Verteuerung trugen aber die neu eingeführte Gasspeicherumlage und die Bilanzierungsumlage bei. Die Frachtkosten gehören neben den Material- und Energiepreisen normalerweise zu den Preistreibern, blieben aber im Berichtsjahr in Bezug auf den Nettoerlös auf dem Vorjahresniveau. Das Finanzergebnis des Unternehmens verbesserte sich aufgrund der Abzinsung für Rückstellungen. Das Bankdarlehen zur Finanzierung des Lagerkomplexes wurde planmäßig getilgt. Die Bankverbindlichkeiten beliefen sich zum Jahresende auf 3.429 TEUR (Vorjahr: 3.357 TEUR). Das Netto-Umlaufvermögen befindet sich mit -0,4 Prozent auf Vorjahresniveau. Es ergab sich lediglich die Verschiebung vom verringerten Netto-Geldvermögen zu erhöhten Vorräten. Die Eigenkapitalquote blieb nahezu unverändert bei 70,2 Prozent. Die Eigenkapitalrentabilität verschlechterte sich weiter auf 2,1 Prozent (Vorjahr: 4,0 Prozent). Auf der Beschaffungsseite waren die Warenverfügbarkeit und Lieferzeiten wieder auf Vorkrisenniveau. Leider führten die verschärften Abnahmebedingungen unserer Lieferanten dazu, dass sich die Bestände an Vormaterialien wieder erhöhten. Die Verschiebung oder Stornierung von langfristigen Bestellungen und Rahmenvereinbarungen ist mit abnehmender Auslastung verständlicherweise auch für unsere Lieferanten ein Problem. Die Investitionen beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 1.833 TEUR (Vorjahr: 1.282 TEUR). Im Wesentlichen wurden folgende Investitionen durchgeführt: • Erweiterung Montage- und Verpackungsanlage • Erweiterung Maschinenpark • Versorgungstechnische Ausrüstung, einschließlich PV-Anlage • Logistik • Soft- und Hardware Leider konnte die PV-Anlage aufgrund fehlender Teile nicht wie geplant noch im Jahr 2023 ans Netz gehen. Im Berichtsjahr traf uns der Umsatzrückgang aufgrund der rückläufigen Kaufbereitschaft und der immer noch gut gefüllten Lagerbestände unserer Kunden besonders hart, weil er das Frühjahr betraf, welches normalerweise die Hauptsaison für den Verkauf von Tischtennistischen ist. Damit fehlten gleich in den ersten Monaten die nötigen Reserven. Der prognostizierte Umsatzrückgang von rund 20 Prozent im Jahr 2023 ist damit erwartungsgemäß eingetreten. Der um den Jahreswechsel begonnene Personalabbau half, den Ergebnisverlust einigermaßen einzudämmen. Mit dem beginnenden Anstieg der Nachfrage konnte der benötigte Personalbedarf nicht so schnell wieder aufgebaut werden. Hinzu kam die fehlende Verfügbarkeit von Leihkräften. Letztlich ist es uns aber gelungen, die offenen Stellen zu besetzen, so dass der Auftragsüberhang zumindest im Bereich Tischtennis bis zum Jahresende abgebaut werden konnte. Die noch im Vorjahr beschriebene Talsohle liegt damit hinter uns und wir rechnen mit weiter steigenden Umsatzzahlen. II. Risikobericht Die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft bleiben angesichts der geopolitischen Auseinandersetzungen, Krisen und Gefahren angespannt. Man kann nichts daran ändern, also passt man sich so weit wie möglich an. Die Konsumlaune steigt trotz der enormen Geldentwertung. Die Industrie profitiert davon aber weniger als der Dienstleistungssektor. Die Zulieferpreise verbleiben auf hohem Niveau, zeigen teilweise eine Tendenz nach unten. Bei fehlender Auslastung der Kapazitäten und damit ungedeckten Kosten sind größere Sprünge jedoch undenkbar. Hinzu kommen die steigenden Personalkosten. Auch wir mussten im Berichtsjahr mehrere Lohnrunden durchführen. Als deutsches Unternehmen, ohne Ambitionen oder Möglichkeiten, den Standort ins Ausland zu verlegen, ist man der überbordenden Bürokratie, der hohen Kosten- und Steuerbelastung und der inzwischen fragwürdigen Wirtschaftspolitik ausgeliefert. Man wartet nach vollmundigen Ankündigungen durch die Bundesregierung und die EU im Jahr 2022 nach Verabschiedung des amerikanischen, milliardenschweren Inflation Reduction Act zum klimaneutralen Umbau der Wirtschaft auf die entsprechende Reaktion und bekommt - nach Umwidmungspanne und langem Warten - das Wachstumschancengesetz. Die deutsche Wirtschaft hat den klimaneutralen Umbau also selbst zu stemmen. Wir haben uns für die Errichtung einer zu 100 Prozent eigenfinanzierten PV-Anlage entschieden. Die hohe und jetzt wieder steigende CO 2 -Bepreisung verteuert Energie und Transporte zusätzlich (künstlich), bei gleichzeitig fehlenden Alternativen und vernachlässigter Infrastruktur. Wir blicken trotz dieser Entwicklungen zuversichtlicher in die Zukunft. Die Umsatzzahlen im Bereich Tischtennis steigen wieder. Jetzt auch nicht verfälscht durch Preiserhöhungen, für die es momentan auch keinen Raum gäbe. Allerdings sehen wir uns auch außerstande, die Preise zu senken. Dafür ist die Kostenlast bei den zu erwartenden Umsatzzahlen noch zu hoch. Uns ist bewusst, dass wir dadurch den Markt für asiatische Tischtennistische weiter öffnen. Wir erhoffen uns aber auch ein höheres Interesse unserer eigenen Geschäftspartner und auch der Endkunden an in Deutschland oder in Europa produzierten Produkten mit den hier geforderten ökologischen und sicherheitstechnischen Standards. Die hier auf dem Markt verfügbaren asiatischen Freizeitmodelle erfüllen nachweisbar die europäischen Sicherheitsstandards nicht. Der Schulmöbelmarkt ist dagegen wenig anfällig für derartige Schwankungen und äußere Einflüsse. Schulsanierungen sind dringend nötig und die Versprechen der Politik, in diesem Bereich mehr zu investieren, begleiten uns seit Jahren. Unsere Marktanteile und die darauf ausgelegten Kapazitäten sind stabil und lassen sich ausweiten. Hier sind wir durch interne Kapazitätsgrenzen beschränkt, die wir nun schrittweise auflösen müssen. Kosteneinsparungen können wir durch die Verbesserung unserer internen Prozesse erzielen. Das Lagerverwaltungs- und Produktionsversorgungssystem ist im Berichtsjahr erfolgreich eingeführt worden. Die Prozessabläufe müssen weiter daran angepasst werden, um den bestmöglichen Fertigungsdurchlauf zu gewährleisten. Die Einführung hat schon jetzt viele Vorteile gebracht. Zum Beispiel ersparen wir uns durch die permanente, systemgestützte Bestandsüberwachung die aufwendige Jahresabschlussinventur. Der Krankenstand des Unternehmens bleibt zwar entgegen des bundesweiten Trends unverändert, ist aber schon seit Jahren weit überdurchschnittlich. Wir versuchen mit der Einführung einer neuen Krankheitskostenversicherung, Anreize für gesundheitsfördernde Maßnahmen zu schaffen. Ausfallrisiken bestehen, können aber durch ein konsequentes Forderungsmanagement nahezu ausgeschlossen werden. III. Prognosebericht Laut Frühjahrsgutachten soll das deutsche Bruttoinlandsprodukt in 2024 lediglich um 0,2 Prozent wachsen, weltweit um 2,5 Prozent, in der EU und im Euroraum um 0,9 bzw. 0,7 Prozent (vgl. Frühjahrsgutachten der Wirtschaftsinstitute 2024). Laut der Frühjahrsprojektion vom 24.04.2024 geht die Bundesregierung preisbereinigt von einem Wachstum des BIP in Höhe von 0,3 Prozent aus. Nach vorläufiger Schätzung hat sich das BIP im ersten Quartal 2024 im Euroraum und in der EU um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal erhöht. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist das BIP um 0,4 Prozent im Euroraum und in der EU um 0,5 Prozent gestiegen (vgl. Eurostat, vorläufige Schnellschätzung, 30.04.2024). Das deutsche Bruttoinlandsprodukt stieg im Vergleich zum Vorquartal um 0,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ergab sich ein Minus von preisbereinigt 0,9 Prozent, preis- und kalenderbereinigt von 0,2 Prozent (vgl. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 173, 30.04.2024). Die Teuerungsraten normalisieren sich wieder. So befindet sich die jährliche Inflation im Euroraum und in Deutschland im April 2024 bei 2,4 Prozent, nach 2,4 und 2,3 Prozent im März. Die Haupttreiber der Inflation werden derzeit im Dienstleistungssektor, gefolgt von der Lebensmittel-, Alkohol- und Tabakindustrie gesehen. (vgl. Eurostat, Schnellschätzung, 30.04.2024). Für das Gesamtjahr 2024 wird eine durchschnittliche Inflation von 2,3 Prozent prognostiziert, die erst im Folgejahr auf moderatere Werte von 1,8 Prozent sinken soll. Daraufhin erwartet man ab Juni ein wieder sinkendes Zinsniveau, das bis zum Frühjahr 2025 auf ca. 2 Prozent zurückgeführt werden könnte (vgl. Frühjahrsgutachten der Wirtschaftsinstitute 2024). Die Umsatzzahlen des Unternehmens erholten sich im ersten Quartal 2024 und liegen mit 15,3 Prozent wieder deutlich über den Vorjahreswerten. Daneben entwickelt sich auch der Auftragsbestand wieder zufriedenstellend. Die Gesamtleistung erhöhte sich sogar um 33,8 Prozent. Diese Entwicklung ist Folge der immer noch bestehenden rigideren Abnahmeverpflichtungspolitik unserer Lieferanten, in erster Linie für Stahl, und drückt sich in erheblich gestiegenen Beständen aus. Der Druck auf unsere Liquiditätssituation bleibt damit bestehen und die Zinslast steigt. Es zeichnet sich jetzt die so dringend benötigte Verbesserung der Binnennachfrage ab, daneben haben sich aber auch die Verkäufe ins EU-Ausland erhöht. Im April 2024 legten die Umsatzzahlen noch mal spürbar zu, so dass uns ein erfreulicher Jahresstart gelungen ist und wir von einem erfolgreicheren Jahr 2024 ausgehen können. Geplant ist ein Umsatzplus von 17 Prozent und daraus folgend eine erhebliche Ergebnisverbesserung. Die Umsatzzahlen im Bereich Tischtennis stiegen im ersten Quartal 2024 um 9,2 Prozent. Trotz der kalten Tage im April zog die Nachfrage noch mal kräftig an und führte zu einer deutlich erhöhten Umsatzrate für die ersten vier Monate im Vergleich zum Berichtsjahr. Dabei ist zu beachten, dass die Lagerbestände unserer Großkunden teilweise noch immer nicht abgebaut werden konnten und uns diese Abnahmequelle weiterhin nicht zur Verfügung steht. Das wird sich nach unserer Einschätzung im Folgejahr, 2025, wieder ändern. Der Auftragsbestand zum 31.03.2024 liegt 13 Prozent über den Vorjahreswerten. Im Bereich Schul- und Objektmöbel konnten wir die Umsatzzahlen sogar um 30,6 Prozent steigern. Das liegt in erster Linie daran, dass wir Überhänge aus dem Vorjahr erst im Januar und Februar abbauen und viele Aufträge aufgrund der verlängerten Lieferzeiten erst in diesem Jahr eingeplant werden konnten. Aber auch der Auftragsbestand liegt mit 49 Prozent über den Werten zum 31.03.2023. Die Stromkosten verteuern sich in diesem Jahr, unabhängig vom Arbeitspreis, durch die Erhöhung der Netzentgelte und des Leistungspreises. Die Kosten pro kWh liegen über den gedeckelten Preisen des Vorjahres, was zu einer weiteren Verteuerung führt. Die Kosten pro kWh haben sich damit im Vergleich zu 2020 um 74,5 Prozent erhöht. Durch die geplante Eigennutzung des selbstproduzierten Stroms werden sich die Energiekosten perspektivisch aber wieder erheblich senken lassen. Der Gaspreis verteuerte sich in 2024 aufgrund der gestiegenen CO 2 -Abgabe und Gasspeicherumlage. Dafür ist die Bilanzierungsumlage weggefallen, so dass im Ergebnis von einer nur leichten Erhöhung auszugehen ist. Im Vergleich zu 2020 verteuerte sich der Gaspreis um 49 Prozent. Leider gelingt es uns momentan nicht, die hohen Bestände an Vormaterial wieder auf ein ausgeglichenes Niveau zum Verbrauch zu bringen. Alle Anstrengungen in diese Richtung könnten auch leicht zu Preiserhöhungen führen, weshalb Fingerspitzengefühl von Nöten ist. Weitere Preissteigerungen müssen unter allen Umständen vermieden werden, auch wenn das zu einem Abschmelzen der Liquidität und der Lagerressourcen führt. Der Kostendruck wächst, abgesehen von Material und Energie, in allen Bereichen, ob durch Personal, Zinsen oder Fracht. Diese Steigerungen können nur durch ein Umsatzplus ausgeglichen werden. Weitere Preiserhöhungen gegenüber unseren Kunden bleiben ausgeschlossen. Sollte es wieder zu Versorgungsengpässen kommen oder gar die Gaslieferungen eingestellt werden, könnten sich erneute Kostenexplosionen oder eben Produktionsstörungen auf Betriebsleistung und -ergebnis auswirken. Bezüglich der geplanten Änderungen der Vertretungs- und Gesellschaftsverhältnisse verweisen wir auf den Anhang. IV. Forschungs- und Entwicklungsbericht Die Entwicklung neuer Tischtennistisch-Modelle und -Varianten sowie die Überarbeitung von Komponenten werden weiter vorangetrieben. Gerade in Zeiten erhöhten Kostendrucks ist aber die Optimierung unserer Produktionsabläufe zur Steigerung der Qualität und Quantität oberstes Ziel.
Schlotheim im Mai 2024 Die Geschäftsführung gez. Cornelia Nickel gez. Matthias Naumann BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Sponeta GmbH, Gartenstraße 52, 99994 Nottertal-Heilinger HöhenI. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Sponeta GmbH, Nottertal-Heilinger Höhen, wurde nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB und unter Beachtung der rechnungslegungsrelevanten Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Sponeta GmbH, Nottertal-Heilinger Höhen, ist in das Handelsregister unter HRB 400178 beim Amtsgericht Jena eingetragen. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Sie hat bei der Aufstellung und Offenlegung des Jahresabschlusses von den größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Gesellschaften gemäß §§ 276 Satz 1, 288 Absatz 2 und 327 HGB teilweise Gebrauch gemacht. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um öffentliche Investitionszuschüsse und um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Anschaffungskosten der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens wurden um Zuschüsse in Höhe von insgesamt TEUR 1.762 gemindert. Bei Gebäuden wurde in Abhängigkeit von der Bauart und Baujahr eine Nutzungsdauer von 15 bis 50 Jahren angesetzt. Das bewegliche Anlagevermögen wurde durchgehend linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis EUR 800,00 ohne Umsatzsteuer wurden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben und als Abgang gezeigt. Die Wertpapiere des Anlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des gemilderten Niederstwertprinzips bewertet. Nach der Verpfändung in 2023 werden sie als Rückdeckungsvermögen mit den Pensionsrückstellungen verrechnet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wurden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die unfertigen Erzeugnisse wurden unter Berücksichtigung des Fertigstellungsgrades mit den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet. Die fertigen Erzeugnisse wurden ebenfalls mit den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet. Die Waren wurden mit den Einstandspreisen berücksichtigt. Soweit der beizulegende Wert am Bilanzstichtag niedriger war, wurde dieser angesetzt. Für Verwendungsrisiken wurden auf die Vorräte angemessene Wertberichtigungen vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem verbleibenden allgemeinen Risiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden ebenfalls zum Nennwert bilanziert. Der aktive Rechnungsabgrenzungposten betrifft Ausgaben, die Aufwand in Folgeperioden darstellen. Das Stammkapital beträgt EUR 2.500.000,00. Es ist voll eingezahlt. Die eigenen Anteile wurden gemäß § 272 Absatz 1a HGB vom gezeichneten Kapital offen abgesetzt und der Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennbetrag und den Anschaffungskosten mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen wurden mit dem versicherungsmathematischen Deckungskapital entsprechend den Mitteilungen der Versicherungsgesellschaft bewertet. Die Pensionsverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet. Als Rechnungsgrundlage dienten die Richttafeln 2018 G von der Heubeck-Richttafeln GmbH unter Ansatz eines Marktzinssatzes von 1,82 % ohne Einkommenssteigerungen und Fluktuation. Die Vereinfachungsregel einer für die Abzinsung angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren wurde gemäß § 253 Absatz 2 Satz 2 HGB in Anspruch genommen. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Der passive Rechnungsabgrenzungposten betrifft Einnahmen, die Ertrag in Folgeperioden darstellen. III. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB. Die Pensionsrückstellungen mit einem Erfüllungsbetrag von TEUR 1.321 (Vorjahr: TEUR 1.365) wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Wertpapieren des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 516 (Anschaffungskosten, beizulegender Zeitwert TEUR 525; Vorjahr: Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 412) verrechnet. Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Absatz 6 HGB beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 15. Die Rückstellung für Jubiläumsgelder wurde pauschal unter Zugrundelegung einer Inflationsrate von 2 % und einer Abzinsung über den Median von 24 Jahren mit einem Zinssatz in Höhe von 1,77 % berechnet. Zur Berücksichtigung der Fluktuation wurden nur Personen mit mindestens fünf Dienstjahren einbezogen.
Zu den Restlaufzeiten und zur Besicherung der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Buchgrundschulden auf die Betriebsgrundstücke gesichert. Auf die Ermittlung des Betrages der Lieferantenverbindlichkeiten, der mit Eigentumsvorbehalt belegt ist, wurde aus Vereinfachungsgründen verzichtet. Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag nicht. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Für die Gewinn- und Verlustrechnung haben wir das Gesamtkostenverfahren gewählt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Schadenersatz in Höhe von TEUR 260 (Vorjahr: TEUR 177) und Entlastungsbeträge aus der Strom- und Gaspreisbremse in Höhe von TEUR 529 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Der Zinsertrag enthält EUR 59.470,44 (Vorjahr: TEUR 0) und der Zinsaufwand EUR 24.534,00 (Vorjahr: TEUR 37) an Aufzinsungsertrag/-aufwand für Rückstellungen. V. Sonstige Angaben Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 170 Mitarbeiter (im Vorjahr durchschnittlich 176) beschäftigt. Im Einzelnen waren dies:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen wie folgt:
Angaben zum Abschlussprüferhonorar wurden gemäß § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB nicht gemacht. Der Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 355 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. VI. Angaben zu den Geschäftsführungsorganen Geschäftsführer sind: - Frau Cornelia Nickel, Ass. Jur., (bis 30.06.2024) - Herr Matthias Naumann, Meister Metallbau. Für die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung wurde die Befreiung i. S. d. § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung betragen TEUR 95. Es wurden Pensionsrückstellungen für die früheren Mitglieder der Geschäftsführung in Höhe von TEUR 1.321 gebildet. VII. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Mit notariellem Vertrag vom 15. Mai 2024 hat die Sponeta GmbH weitere eigene Anteile in Höhe von EUR 627.500,00 erworben und gem. § 272 Abs. 1a HGB eine Minderung der Gewinnrücklagen um EUR 4.372.500,00 vorgenommen. Der Kaufpreis ist fremdfinanziert.
Schlotheim, im Mai 2024 Die Geschäftsführung gez. Cornelia Nickel gez. Matthias Naumann sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 09.09.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkDer vorstehende Jahresabschluss der Sponeta GmbH, Nottertal-Heilinger Höhen, wurde unter Inanspruchnahme der Erleichterungen der §§ 276 und 327 HGB aufgestellt. Dem vollständigen Jahresabschluss haben wir nachstehenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Sponeta GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Sponeta GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sponeta GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, 11. Juni 2024 HRP
GmbH
gez. Köhn, Wirtschaftsprüfer |
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