Großhandel mit Textilien
SAMONT GmbH
An der Talle 22, 33102 Paderborn, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ervin Sarkinović seit 19.1.2026 | Geschäftsführer |
Muamer Dacic seit 19.1.2026 | Geschäftsführer |
Jasmin Sarkinovic seit 19.2.2009 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SAMONT GmbHPaderbornJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022E. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022Leistungsspektrum des Unternehmens Die SAMONT GmbH ist einer der führenden technischen Dienstleister in Deutschland. Schwerpunkte unserer Geschäftstätigkeit sind die Neuinstallation sowie die Erweiterung, Modernisierung, Verlagerung und der Service von Anlagen zum Transportieren, Sortieren, Zusammenstellen, Lagern und Versenden von Waren, Paketen und Gepäckstücken. Diese Leistungen werden insbesondere für namhafte Intralogistik-Hersteller und -Integratoren erbracht, für die wir die mechanische und elektrische Installation und Inbetriebnahme ihrer Anlagen übernehmen. Eingesetzt wird diese Technologie insbesondere bei Online-Händlern, Paketdienstleistern, Einzelhandelsunternehmen und Flughäfen im In- und Ausland. Lage und Geschäftsverlauf der Gesellschaft Die Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr war von einer gegenüber dem Vorjahr veränderten Umfeldsituation geprägt. Der Krieg in der Ukraine, Störungen der Lieferketten, die Energiekrise und steigende Inflationsraten erwiesen sich als Investitionsbremse im Intralogistikmarkt. Hiervon war vor allem der europäische Onlinehandel betroffen. Inflationsraten von über 9 % führten zu Kaufkraftverlust und Verunsicherung der Verbraucher. In der Folge wurden geplante Investitionsvorhaben verschoben, so dass sich das Neuanlagengeschäft in diesem für uns wichtigen Marktsegment verhaltener als in den Vorjahren entwickelte. Dennoch stieg unsere Gesamtleistung erneut um rund 10 % und erreichte mit 32.842 TEuro (VJ: 29.726 TEuro) einen neuen Höchstwert. Als wesentliche Treiber der positiven Umsatzentwicklung erwiesen sich erneut die engen partnerschaftlichen Beziehungen, die wir zu weltweit führenden Intralogistik-Herstellern und -Integratoren wie Vanderlande Industries, Dematic, Witron und Siemens Logistics (2022 von der Körber AG übernommen) pflegen. Zudem hatte die kontinuierlich steigende Nachfrage nach Dienstleistungen im Umfeld von Wartung, Instandhaltung, Modernisierung und permanentem On-Site-Support einen positiven Einfluss auf die Geschäftsentwicklung. Die mit den veränderten Rahmenbedingungen einhergehenden erheblichen Kostensteigerungen führten zu einem Rückgang des Jahresüberschusses um rund 29 % auf 3.799 TEuro (Vorjahr: 5.366 TEuro). Das entspricht einer Umsatzrentabilität im Berichtsjahr von rund 12%, die damit zwar unter dem Vorjahresniveau (VJ: rd. 19%) blieb, aber trotzdem deutlich über dem Branchendurchschnitt liegt. Durch die stabile wirtschaftliche Lage des Unternehmens und eine zurückhaltende Ausschüttungspolitik war die Liquidität des Unternehmens - auch zur Vorfinanzierung von Großprojekten - jederzeit gesichert. Die Zahl unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist im Berichtsjahr um 26 % gestiegen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Rekrutierung von Fachkräften zunehmend schwieriger wird. Wir begegnen dieser Problematik mit einer Strategie, die sowohl die Ausschöpfung nationaler Personaloptionen als auch die gezielte Rekrutierung im europäischen Ausland umfasst. Diesen Weg werden wir konsequent weitergehen und uns damit einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil in einem von Fachkräftemangel geprägten Markt verschaffen. Ungeachtet der veränderten politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben wir im Berichtsjahr weitere zukunftssichernde Maßnahmen umgesetzt und wichtige wachstumsfördernde Investitionsprojekte in Angriff genommen. Ein Leuchtturmprojekt ist in diesem Zusammenhang die Unternehmens- und Digitalstrategie "SAMONT 2027", die auf eine ganzheitliche digitale Transformation des Unternehmens abzielt. Die im Berichtsjahr initiierten Maßnahmen sollen die Kundenorientierung sowie die Integration von Kunden, Partnern und Lieferanten entlang der gesamten Wertschöpfungskette stärken. Ein weiteres Investitionsprojekt wurde im Berichtsjahr am Standort Mettmann gestartet. Hier entsteht in enger Abstimmung mit einem Immobilieninvestor ein Service- und Installationszentrum mit einer Nutzfläche von 2.350 m 2 und einem Investitionsvolumen von rund 6 Mio. Euro. Hierfür wurden im Geschäftsjahr 2022 Darlehensmittel in Höhe von rd. 1,6 Mio. Euro und im Folgejahr weitere Darlehensmittel in Höhe von rd. 2,6 Mio. Euro an den Immobilieninvestor ausgereicht. Die Fertigstellung wird im Laufe des Jahres 2024 erfolgen. Die weitere Entwicklung der Gesellschaft Im Geschäftsjahr 2023 blieb die erwartete Trendwende im europäischen Online-Handel aus. Stattdessen kam es zu einem weiteren Umsatzrückgang von rund 5%. Insbesondere der deutsche Onlinehandel war mit einem Minus von rund 12% stark betroffen. Dies hatte Auswirkungen auf unser Geschäft. So wurden bereits zu Jahresbeginn kundenseitig geplante Investitionsprojekte mit einem Volumen von 12 Mio. Euro auf das Folgejahr verschoben. Vor diesem Hintergrund sank unsere Unternehmensleistung im Jahr 2023 um rund 38 % und das Betriebsergebnis um rund 26 %. Dem steht jedoch eine durch Kostenanpassungen (u.a. Personalabbau um rund 21%) leicht verbesserte Umsatzrendite von rund 13% (VJ: 12%) gegenüber. Wir reagierten auf die genannten Marktentwicklungen und passen unser Dienstleistungsportfolio der veränderten Nachfrage an: Die Anwender von Intralogistik-Technik setzen weniger auf Kapazitätserweiterungen. Stattdessen modernisieren und optimieren sie bestehende Anlagen. Dies erfordert in zunehmendem Maße qualifizierte technische Dienstleistungen. Diese bieten wir in erweitertem Umfang an und bauen unser Dienstleistungsportfolio sukzessive aus. Damit reagieren wir auch auf die wachsende Nachfragesituation, die sich aus dem hohen Volumen der bereits installierten Anlagen ergibt. Auf der stabilen Basis unserer Ertragssituation haben wir 2023 weitere zukunftssichernde Investitionen getätigt. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist die weitere Umsetzung der digitalen Transformation des Unternehmens. Die gesamte Prozesslandschaft wird auf eine neue IT-Basis gestellt. Kern dieser Maßnahmen ist die Einführung einer ERP-Software auf der Plattform einer Cloud-Lösung von SAP. Darüber hinaus investieren wir in den Aufbau von zwei neuen Standorten, mit denen wir sowohl der angestrebten Verbreiterung des Dienstleistungsangebots als auch unserem Streben nach Kundennähe Rechnung tragen. Das erste Quartal des G eschäftsjahres 2024 ist durch eine stark wachsende Nachfrage im Servicegeschäft gekennzeichnet. Kunden verlangen verstärkt nach permanenten Vor-Ort-Services, aber auch nach Dienstleistungen rund um Wartung, Instandhaltung und Modernisierung. Wir gehen daher von weiter steigenden Umsätzen im Servicegeschäft aus. Diese Erwartung stützt sich auch auf das hohe Volumen an Intralogistikanlagen, die in den letzten Jahren europaweit installiert wurden. Deren Servicebedarf steigt, so dass davon auszugehen ist, dass sich der Serviceanteil am Gesamtumsatz bereits im Geschäftsjahr 2024 der 50-Prozent-Marke nähern könnte. Die Nachfrage wird zudem durch den zunehmenden Fachkräftemangel bei Intralogistik-Herstellern wie auch bei -Anwendern verstärkt. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2024 wurde im Rahmen unserer Wachstumsstrategie die Akquisition der HTS Gruppe in Kroatien abgeschlossen. Die offizielle Übernahme erfolgte zum 1. März 2024, die Umfirmierung in SAMONT Croatia zum 7. Mai 2024. Die Kompetenzen und Ressourcen von SAMONT Croatia werden wir nutzen, um unsere Marktposition mit erstklassigen technischen Dienstleistungen weiter auszubauen und neue Kundenpotenziale zu erschließen. Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir von einer Belebung des Projektgeschäfts aus und rechnen ab der zweiten Jahreshälfte mit höheren Wachstumsraten aufgrund größerer Investitionsprojekte, insbesondere in den Branchen Einzelhandel und Onlinehandel. Darüber hinaus halten wir auch im Geschäftsjahr 2024 an unserer Fokussierung auf Schlüsselkunden, verlässliche Partnerschaften, strategische Segmente mit hohem Servicebedarf sowie die Gewinnung und Qualifizierung von Fachkräften fest. Unsere Investitionen werden sich weiterhin auf Maßnahmen zur digitalen Transformation konzentrieren, die wir als entscheidenden Differenzierungsfaktor betrachten. Vor dem Hintergrund der geschilderten Marktsituation erwarten wir, dass sich die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2024 gegenüber dem Vorjahr um ca. 10 % und das Geschäftsergebnis um ca. 20 % erhöhen wird. Mit der beschriebenen geordneten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie den angeführten Maßnahmen zur Zukunftsvorsorge sind wesentliche Voraussetzungen erfüllt, um auch künftig erfolgreich arbeiten zu können. Über weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, ist nicht zu berichten. Besondere, über die allgemeinen unternehmerischen bzw. branchenspezifischen Risiken hinausgehende Probleme, die den Bestand der Gesellschaft gefährden, sind nicht zu erkennen.
Paderborn, den 27. Mai 2024 SAMONT GmbH gez. Jasmin Sarkinovic, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben Die SAMONT GmbH mit Sitz in Paderborn wird beim Amtsgericht Paderborn unter der Registernummer HRA 9148 geführt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 1 HGB auf. Die Gesellschaft hat bei der Jahresabschlussaufstellung und -offenlegung von größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften Gebrauch gemacht. Die Rechnungslegung erfolgte nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches in Verbindung mit den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten, angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände ausschließlich linear vorgenommen. Die ertragsteuerlichen Regelungen zur Behandlung von geringwertigen Wirtschaftsgütern (§ 6 Abs. 2 und 2 a EStG) wurden auch handelsrechtlich berücksichtigt. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. Fremdwährungsposten wurden entsprechend § 256 a HGB zum Devisenkassamittelkurs der Europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag bewertet. Anteilsbesitz Die Gesellschaft ist alleinige Gesellschafterin der PADERMASTER GmbH mit Sitz in Paderborn. Zum 31.12.2022 betrug das Eigenkapital der PADERMASTER GmbH 25.000,00 Euro. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 beträgt 0,00 Euro. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der PADERMASTER GmbH (gewinnabführendes Unternehmen) und der SAMONT GmbH. Aus diesem Ergebnisabführungsverhältnis resultierten im vorliegenden Geschäftsjahr Aufwendungen i. H. v. 38.469,50 Euro. Die PADERMASTER GmbH wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 02.12.2022 und mit Wirkung zum 01.01.2023 aufgelöst. Die Liquidation ist noch nicht beendet. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Angaben zur Bilanz In den Finanzanlagen sind Kredite i. S. v. § 285 Nr. 9 c HGB i. H. v. 2.156.996,59 Euro (Vorjahr: 524.746,89 Euro) enthalten. Die Kredite werden mit 5% p.a. verzinst. In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gem. § 42 Abs. 3 GmbHG i. H. v. 17.596,42 Euro (Vorjahr: 17.569,91 Euro) enthalten. Sonstige Angaben Während des Geschäftsjahres 2021 wurden durchschnittlich 114 (Vorjahr: 90) Arbeitnehmer beschäftigt, davon 108 in Vollzeit und 6 in Teilzeit. Die Geschäftsführung der SAMONT GmbH erfolgte im abgelaufenen Geschäftsjahr durch Herrn Jasmin Sarkinovic, Paderborn.
Paderborn, den 27. Mai 2024 SAMONT GmbH gez. Jasmin Sarkinovic, Geschäftsführer
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 12.07.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkPrüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Samont GmbH, Paderborn, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Samont GmbH, Paderborn, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 III 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Beckum, den 10. Juli 2024 gez., Dipl.-Kfm. Helmut Suer, Wirtschaftsprüfer |
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