D2C Special Purpose 5 GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Geräten der Unterhaltungselektronik
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Klaus Liepert seit 11.1.2024 | Prokura |
Andreas Schilp seit 5.5.2022 | Prokura |
Adela Lieb seit 21.1.2016 | Prokura |
Mathias Karrer seit 22.4.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
RENK Test System GmbHAugsburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019Geschäftliche Ausrichtung Die Renk Test System GmbH (RTS) in Augsburg konzipiert und erstellt kundenspezifische Prüfstände für Entwicklung, Produktion und Qualitätssicherung in den Branchen Kraftfahrzeuge, Agrar- und Sonderfahrzeuge, Helikopter, Flugzeugturbinen, Schienenfahrzeuge, Kettenfahrzeuge und Windenergieanlagen. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft setzte im Jahr 2019 ihr robustes Wachstum mit leicht nachlassendem Tempo fort: Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 2,6 (Vorjahr: 3,2 %). Sowohl in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch in den Schwellenländern schwächte sich die konjunkturelle Dynamik im Vergleich zum Vorjahr ab. Zunehmende handelspolitische Verwerfungen auf internationaler Ebene und anhaltende geopolitische Spannungen ließen die wirtschaftlichen Unsicherheiten erheblich wachsen. Der Branchenverband der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) sieht den Maschinenbau weltweit derzeit in einem zyklischen Abschwung. Der globale Maschinenumsatz im Jahr 2019 verharrte preisbereinigt auf Vorjahresniveau; ohne Berücksichtigung Chinas hätte sich sogar ein Rückgang um 2 % ergeben. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Prüfstands-Markt haben sich zum Stichtag deutlich verbessert. Das schlägt sich sowohl im Neu- als auch im After Sales-Geschäft nieder. Restriktive Investitionspolitik sowie extrem ausgeprägter Verdrängungswettbewerb erschweren nach wie vor die Akquise von Neuanlagen im Prüfstandsbereich. Dieser begann im Geschäftsjahr 2019 eher verhalten, zeigte jedoch gegen Ende des Jahres eine positive Entwicklung. Dieselbe positive Entwicklung konnte auch im After-Sales Bereich verzeichnet werden. Obwohl die Erfolgsaussichten durch nicht-planbare politische Konstellationen und Marktprotektionismus negativ beeinflusst werden können, geht die Tendenz wieder eindeutig in Richtung Auslandsmärkte, allen voran USA und China.
Steuerungssystem und Wertmanagement Die RTS war in den Steuerungsprozess des Volkswagen Konzerns eingebunden. Ausgangspunkt für die Steuerung ist die Mittelfristplanung, die einmal jährlich erstellt wird und über einen Zeitraum von fünf Jahren den Kern der operativen Planung abbildet. Die Planungsinhalte umfassen dabei die Planung von Investitionen als Vorleistung für die zukünftigen Produkt- und Handlungsalternativen, die finanzielle Planung der Gewinn- und Verlustrechnung, die Finanz- und Bilanzplanung sowie die Rentabilitäts- und Liquiditätsplanung. Die Ergebnisse dieser Planungsschritte fließen in die finanzielle Mittelfristplanung ein. Aus der Mittelfristplanung wird das erste Jahr abgeleitet und als Budget über die einzelnen Monate geplant. Das Budget wird im Jahresverlauf hinsichtlich des Grades der Zielerreichung verfolgt und überprüft. Im Mittelpunkt der unterjährigen Steuerung steht die laufende Anpassung an die internen und externen Gegebenheiten. Gleichzeitig ist die aktuelle Vorausschätzung Grundlage für die folgenden Mittelfrist- und Budgetplanungen. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren anhand deren die Geschäftsführung die Gesellschaft steuert, sind der Umsatz, das Ergebnis vor Steuern und die Operative Rendite. Die Operative Rendite ist das Verhältnis vom erwirtschaftetem Ergebnis vor Steuern zu den Umsatzerlösen. Der bedeutsamste nicht finanzielle Leistungsindikator ist der Auftragseingang. Auftragslage und Personalentwicklung Der im Geschäftsjahr 2019 realisierte Auftragseingang liegt mit 43,5 Mio € wesentlich oberhalb des Planwerts, sowie oberhalb des Vorjahres von 30,5 Mio €. Die wichtigsten Auftragseingänge kamen aus den Bereichen Helikopter, Schienenfahrzeuge und aus dem Bereich Sonderfahrzeuge. Weiterhin herausragend ist der Auftragseingangsverlauf im Servicebereich, der bis zum Jahresende erneut einen Höchststand erreicht hat. Der derzeitige Auftragsbestand ist durch Großaufträge im Windkraft-, Helikopterbereich sowie Schienenfahrzeug- und Militärbereich geprägt. Des Weiteren kommt auch ein Anteil der Geschäftstätigkeit, wie erwähnt, aus dem Agrar- bzw. Sonderfahrzeugbereich. Grundsätzlich bleibt festzuhalten, dass die derzeitige Geschäftslage immer noch einen hohen Auftragsbestand aufweist, mit einer gut planbaren Reichweite von etwas über 12 Monaten. Der Personalbestand zum 31.12.2019 ging auf 129 Mitarbeiter (Vorjahr: 132 Mitarbeiter) zurück. Ertragslage 1 Im Geschäftsjahr 2019 konnten Projekte überwiegend in den Bereichen Wind- und Militär sowie After-Sales abgerechnet werden. Da die Fertigstellung eines Großauftrages im Jahr 2018 zu einem starken Umsatzwachstum führte, gingen die Umsatzerlöse im vergangenem Geschäftsjahr 2019 auf 34,6 Mio € (Vorjahr: 52,4 Mio €) zurück und dadurch wesentlich unter dem Vorjahresniveau und der im Vorjahr geäußerten Prognose. Gleichzeitig sind die im Zusammenhang mit der Umsatzerzielung entstandenen Material- sowie Personalaufwendungen inkl. der Bestandsveränderung an unfertigen Erzeugnissen im Vergleich zum Vorjahr auf 94,2 % vom Umsatz gestiegen (Vorjahr: 69,6 %), was insbesondere auf den Rückgang des Umsatzvolumens zurückzuführen ist. Insgesamt lassen sich im Vergleich zum Vorjahr geringere Deckungsbeiträge feststellen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 0,3 Mio € auf 3,6 Mio € im Berichtsjahr. Der Anstieg ist auf die Bildung einer Rückstellung für Konventionalstrafen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen von 0,5 Mio € im Vorjahr auf 1,3 Mio € im Geschäftsjahr zu. Der signifikante Anstieg ist im Wesentlichen auf die Zunahme der Schadensersatzleistungen von 10 T€ in 2018 auf 418 T€ zurückzuführen. Durch den starken Umsatzrückgang und die Abnahme der Deckungsbeiträge ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von -0,4 Mio €, (Vorjahr: 12,8 Mio €), womit auch die erzielte Operative Rendite von 24,5 % auf -1,3 % zurückging. Das im Vorjahr formulierte Ziel, im Jahr 2019 eine positive Operative Rendite sowie ein leicht positives Ergebnis vor Steuern zu erzielen, wurde nicht erfüllt. Der Umsatz blieb aufgrund der Verschiebung einiger Endabnahmen unter dem prognostizierten Umsatz. Insgesamt ist die Geschäftsentwicklung als angemessen zu bewerten. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme zum 31.12.2019 ist im Vergleich zum Vorjahreswert von 61,6 Mio € auf 55,8 Mio € zurückgegangen. Im Bereich des Anlagevermögens stehen den Zugängen in Höhe von 0,2 Mio € Abschreibungen von 0,3 Mio € entgegen. Die Abnahme der Vorräte von 34,7 Mio € im Vorjahr auf 31,0 Mio € zum 31.12.2019 ist auf den Abbau unfertiger Erzeugnisse zurückzuführen. Aufgrund der niedrigeren Umsätze im Vergleich zum Vorjahr nahmen die Forderungen aus dem Finanzverkehr mit der MAN SE zum Bilanzstichtag um 1,7 Mio € auf 18 Mio € ab, was auf die Abnahme der erhaltenen Anzahlungen von verbundenen Unternehmen zurückführen ist. Damit ergab sich ein Cashflow von - 1,7 Mio. €, der mit - 1,5 Mio. € auslaufender Geschäftstätigkeit und mit - 0,2 Mio. € aus der Investitionstätigkeit resultierte. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Mio € auf 4,1 Mio € angestiegen, im gleichem Zeitraum verzeichneten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen eine Abnahme um 3,0 Mio € auf 18,8 Mio €. Der Bestand an erhaltenen Anzahlungen ging aufgrund der Abrechnung mehrerer Aufträge um 4,0 Mio € auf 31,3 Mio € zurück. Der immer noch hohe Auftragsbestand ist auf die langen Vertragslaufzeiten der Anlagen zurückzuführen. Die Abnahme der sonstigen Rückstellungen um 0,5 Mio € auf 2,0 Mio € resultiert insbesondere aus der Abnahme der Rückstellungen für die noch zu erbringenden Leistungen in Bezug auf abgerechnete Aufträge sowie aus der Auflösung der Rückstellung für Konventionalstrafen. Die sonstigen Verbindlichkeiten mit einem Wert von 1,8 Mio € verzeichnen eine moderate Zunahme. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet das Eigenkapital einen ausschüttungsbedingten Rückgang um 4,7 Mio € auf 12,5 Mio € und führte zusammen mit einer verminderten Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr zu einer Eigenkapitalquote von 22,4 % (Vorjahr: 28,0 %). Das Finanzmanagement der RTS wurde wie in den Vorjahren zentral durch die MAN SE wahrgenommen. Ziel des zentralen Finanzmanagements ist die Sicherstellung jederzeit ausreichender Liquidität, die Begrenzung finanzieller Risiken und damit die Steigerung des Unternehmenswertes. Dies umfasst die Sicherung der Liquiditätsausstattung für das operative Geschäft, Investitionen und gezieltes Wachstum sowie die finanzielle Absicherung von Währungsrisiken. Die Steuerung der Liquidität erfolgte durch das zentrale Cash-Management der MAN Gruppe, in das die RTS im Geschäftsjahr 2019 eingebunden war. Im Jahr 2020 übernimmt die RENK AG die Treasury Funktion für die RTS. Investitionen Die Investitionen im Geschäftsjahr 2019 belaufen sich auf 0,2 Mio €. Diese entfallen im Wesentlichen auf Büro- und Werkstatteinrichtung sowie betriebliche Vorrichtungen, Prüf- und Messgeräte. Des Weiteren sind noch Werkzeuge sowie sonstige Kleinmaschinen angeschafft worden. Forschung und Entwicklung Permanente Veränderungen in Industrie und Gesellschaft, technologischer Wandel und fortschreitende Globalisierung stellen Unternehmen kontinuierlich vor neue Herausforderungen. Diese aufzunehmen und zu gestalten ist die Basis, um auch künftig am Markt erfolgreich bestehen zu können. Forschung und Entwicklung ist dabei integraler Bestandteil innerhalb der Wertschöpfungskette. Die meisten Prüfstände haben einen langen Lebenszyklus, deshalb steht kundennutzenorientierte Weiterentwicklung neben gezielter Neuentwicklung im Mittelpunkt unseres Innovationsmanagements. Im Geschäftsjahr 2019 beliefen sich die F&E Ausgaben auf 0,3 Mio € (Vorjahr: 0,6 Mio €). Organisation des Risikomanagements und des Internen Kontrollsystems Die Gesamtverantwortung für die Einrichtung und Aufrechterhaltung eines angemessenen und zielgerichteten Risikofrüherkennungssystems liegt bei der Geschäftsführung der RTS. Die Geschäftsleitung hat Umfang und Ausrichtung des Risikomanagements und des internen Kontrollsystems anhand der in der RENK Gruppe einschlägigen Richtlinie definiert. Diese Richtlinie enthält Regelungen zu Aufbauorganisation, Prozessen und Berichterstattung. Regelprozess des Risikomanagements Der Regelprozess im Risikomanagement umfasst die Phasen Identifikation, Analyse, Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation. Hierbei werden die Risiken und Chancen entweder als kurzfristig, d.h. bis zum Geschäftsjahresende, oder als langfristig, d.h. bis zu fünf Jahren, klassifiziert. Die Bewertung der Risiken erfolgt unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe gemäß einer Brutto- und Nettobewertung, wobei die Nettobewertung bereits umgesetzte, risikomindernde Maßnahmen berücksichtigt. Dabei sind auch qualitative Einschätzungen möglich. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit einer solchen Nettobewertung wird das geplante Operative Ergebnis herangezogen. Die risikomindernden Maßnahmen werden von den Risikoverantwortlichen in den Bereichen definiert, durchgeführt und auf ihre Wirksamkeit überprüft. Mittels einheitlich definierter Risikofelder können außerdem etwaige Risikokonzentrationen frühzeitig erkannt und aktiv gehandhabt werden. Im Rahmen des Risiko- und Compliance-Boards werden die aktuelle Risikolage durch Diskussion und Gegenüberstellung der Risiken und Chancen beurteilt sowie die Maßnahmen beschlossen, überwacht und deren Effektivität bewertet. Der Fokus der Diskussion liegt dabei auf den Risikoursachen und Maßnahmen. Die Risiko- und Chancenlage sowie die Maßnahmen zur Risikobewältigung und -behebung werden an den Vorstand der Renk AG berichtet. Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagementsystem und Internes Kontrollsystem Generell umfassen das Risikomanagement und das Interne Kontrollsystem als integraler Bestandteil auch die rechnungslegungsbezogenen Prozesse sowie sämtliche Risiken und Kontrollen im Hinblick auf die Rechnungslegung. Dies bezieht sich auf alle Teile, die den Abschluss wesentlich beeinflussen können. Im Rahmen des Risikomanagements werden erkannte Risiken hinsichtlich ihres Einflusses auf den Abschluss bewertet und entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung und -kontrolle ergriffen. Die internen Kontrollen richten sich auf die Begrenzung von Risiken wesentlicher Fehlaussagen in der Finanzberichterstattung und von Risiken durch die Nichteinhaltung regulatorischer Normen bzw. durch betrügerische Handlungen sowie auf die Minimierung operativer bzw. wirtschaftlicher Risiken (z.B. Vermögensgefährdungen durch nicht autorisierte operative Entscheidungen oder unberechtigt eingegangene Verpflichtungen). Für Kontrollen mit Rechnungslegungsbezug gilt, dass diese mit hinreichender Sicherheit gewährleisten sollen, dass der Rechnungslegungsprozess im Einklang mit dem HGB sowie anderen rechnungslegungsrelevanten Regelungen und Gesetzen erfolgt und zuverlässig ist. RTS hat analog zur Muttergesellschaft RENK AG das bestehende Interne Kontrollsystem gemäß den Empfehlungen des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) strukturiert und dokumentiert, um so die Wirksamkeit der internen Kontrollen systematisch beurteilen zu können. Die Dokumentation umfasst sämtliche Standardgeschäftsprozesse einschließlich der für die Abschlusserstellung relevanten Prozesse mit den jeweils erforderlichen Kontrollen. Darüber hinaus werden Kontrollen zu geschäftsspezifischen Risiken erfasst. Der Umfang der Dokumentation bestimmt sich aus jenen Gesellschaften, die für den Abschluss wesentlich oder aufgrund qualitativer Merkmale einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind. Dieser wird jährlich auf Basis definierter Kriterien überprüft. Wesentliche Elemente zur Risikosteuerung und Kontrolle in der Rechnungslegung sind die klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten und Kontrollen bei der Abschlusserstellung, transparente Vorgaben mittels Richtlinien zur Bilanzierung und Abschlusserstellung, angemessene Zugriffsregelungen in den abschlussrelevanten EDV-Systemen sowie die eindeutige Regelung von Verantwortlichkeiten bei der Einbeziehung externer Spezialisten. Das Vier-Augen-Prinzip und die Funktionstrennung sind auch im Rechnungslegungsprozess wichtige Prinzipien, die in den internen Kontrollen bei der RTS umgesetzt sind. Für interne Kontrollen mit Rechnungslegungsbezug gilt, dass die Effektivität mindestens einmal jährlich vorwiegend im Rahmen des Abschlusserstellungsprozesses beurteilt wird. Festgestellte Kontrollschwächen sowie vereinbarte Maßnahmen zur Behebung sind Bestandteil der vierteljährlichen Berichterstattung im Risiko- und Compliance-Board. Die Ordnungsmäßigkeit, die Sicherheit sowie die Führungs- und Überwachungsprozesse für interne Kontrollen, bezogen auf den Rechnungslegungsprozess, werden zusätzlich durch einen unabhängigen Prüfer im Auftrag des Vorstands der Renk AG bewertet (interne Revision). Durch die regelmäßige Überprüfung des internen Kontrollsystems auf Vollständigkeit, geeignete Ausgestaltung sowie Effektivität der bestehenden Kontrollen soll sichergestellt werden, dass bestehende Regelungen zur Reduzierung von prozessualen und organisatorischen Risiken auf allen Ebenen eingehalten werden. Chancen und Risiken RTS unterscheidet in der Berichterstattung zwischen systemischen und ereignisinduzierten Chancen und Risiken. Die Bewertung der einzelnen Chancen und Risiken wird innerhalb eines der als relevant angesehenen Themenfelder vorgenommen. Grundsätzlich lassen sich dabei die einzelnen Sachverhalte den Kategorien, Markt, Produkt, Prozesse, Mitarbeiter und Finanzen zuordnen. Die interne Berichterstattung umfasst Ereignisrisiken bzw. -chancen, die sich auf das (Nicht-)Eintreten eines konkreten Geschäftsvorfalls beziehen. Die Bewertung dieser Ereignisrisiken bzw. -chancen erfolgt quantitativ (Auswirkung in Mio €, Eintrittswahrscheinlichkeit in %). Die Multiplikation von Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit ergibt den Erwartungswert in Mio €. Sollte eine quantitative Wahrscheinlichkeitseinschätzung nicht möglich sein, kann auch eine qualitative Bewertung (Beschreibung der Auswirkung/Eintrittswahrscheinlichkeit mit gering bis sehr hoch) vorgenommen werden. Die folgende Übersicht veranschaulicht die Bewertung von Ereignisrisiken unter Berücksichtigung von Risikosteuerungsmaßnahmen (Nettobetrachtung). Der Gesellschafter (Vorstand Renk AG) wird regelmäßig über die kurz- und langfristigen Ereignisrisiken und -chancen unterrichtet. Die Darstellung der Ereignisrisiken in den einzelnen Risikokategorien erfolgt absteigend nach Erwartungswerten. Darüber hinaus sieht sich RTS sogenannten systemische Risiken ausgesetzt, die den Geschäftsprozess begleitende, wiederkehrende Risiken beschreiben, und nicht auf Einzelsachverhalten beruhen. Dabei gilt es, systeminhärente Risiken (z.B. Risiken in der Produktentstehung) und prozessinhärente Risiken (z.B. fehlende Überwachungsmechanismen) zu unterscheiden. Da diese Risiken latent bestehen, werden sie dokumentiert, auch wenn eine qualifizierte Bewertung vielfach nicht verlässlich vorgenommen werden kann. Diesen Risiken wird grundsätzlich durch das implementierte Interne Kontrollsystem Rechnung getragen. In den einzelnen Risikofeldern werden erst die systemischen Chancen und Risiken und anschließend die spezifischen Ereignischancen und -risiken - soweit vorhanden - als konkretisierte Sachverhalte der Umweltbedingungen dargestellt.
Markt Die für RTS in Frage kommenden Marktsegmente (hierzu siehe Kapitel "Wesentliche Absatzmärkte/Ausblick") weisen Potenzial für weiteres profitables Wachstum auf Diese Einschätzung basiert im Wesentlichen auf der weltweit steigenden Kapazität für den Transport von Menschen und Gütern, die auch zu einem steigenden Bedarf an Prüfstandskapazitäten führen werden, sowie der technologischen Neuerungen und Innovationen im Umfeld sämtlicher mechatronischer Produkte. Für RTS könnte sich dies mit niedriger Wahrscheinlichkeit in hohem Umfang positiv auf das Ergebnis auswirken. RTS investiert sowohl in Projektmanagementkompetenz als auch in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess, woraus sich künftig eine Verbesserung der Kostenstrukturen und somit auch die Wettbewerbsposition ergeben können. Hieraus könnten sich hohe positive Ergebniseinflüsse mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit realisieren lassen. Risiken für eine Fortsetzung des Weltwirtschaftswachstums ergeben sich aus unserer Sicht vor allem aus Turbulenzen auf den Finanzmärkten, protektionistischen Tendenzen sowie strukturellen Defiziten, die u.a. auch mit der Verbreitung des Corona Virus in Zusammenhang stehen. Mindestanforderungen an den Anteil der lokalen Fertigung einzelner Länder können sich auch nachteilig auf das geplante Wachstum der RTS auswirken. Permanent zu beobachten und zu bewerten sind auch Änderungen in der Gesetzgebung, bei Steuern und Zöllen oder anderen Vorschriften. Die Märkte für Produkte im militärischen und behördlichen Umfeld sind zusätzlich durch ihre Abhängigkeit von politischen Entscheidungsprozessen mit weiteren Risiken behaftet, sowohl z.B. im Hinblick auf exportkontrollrechtliche Meinungsbildungsprozesse und Festlegungen im Lieferland Deutschland, als auch durch das jeweilige politische Umfeld in den Zielländern. Hinzu kommen Unwägbarkeiten aufgrund der angespannten Lage der öffentlichen Finanzen in vielen Ländern und eventuell Forderungen nach lokaler Wertschöpfung und Technologietransfer. Für RTS ergeben sich hier Risiken, die potentiell mit einer niedrigen Wahrscheinlichkeit zu geringen Ergebniseinbußen führen könnten. Darüber hinaus steht RTS durch den Eintritt von Wettbewerbern in margenträchtigen Nischenmärkten mit schlanken Unternehmensstrukturen über alle Produktbereiche hinweg unter erheblichen Wettbewerbsdruck. Die hiermit verbundene Verkürzung der Liefer- und Produktionszeiten erschweren die Situation für RTS als diversifizierter und mit höherem Spezialisierungsgrad agierenden Lieferant. Dieses mit einer hohen Wahrscheinlichkeit angesehene Risiko könnte sich im hohen Umfang auf das Ergebnis auswirken. Als Teil der Investitionsgüterindustrie unterliegt RTS den Schwankungen des Investitionsklimas. Bereits kleine Änderungen der Wachstumsraten oder der Wachstumserwartungen sowie Veränderungen in der staatlichen Investitionsförderung können signifikante Nachfrageveränderungen nach Investitionsgütern in den relevanten Märkten der RTS, Stornierungen bereits eingebuchter Aufträge bis hin zur Neuordnung längerfristig angelegter Geschäftsbeziehungen zur Folge haben. Zudem beobachtet RTS, dass sich in den Kernabsatzmärkten verstärkt Wettbewerber positionieren, die für die Steigerung ihrer Marktanteile mit teils signifikant günstigeren Angeboten bei Kunden auftreten. Entsprechend erhöht sich der Druck, kostengünstiger zu produzieren, um auch künftig Kundenaufträge gewinnen zu können. Das Risiko- und Chanceninventar umfasst jedoch zum Zeitpunkt der Berichterstattung weder ein quantifiziertes Risiko noch eine quantifizierte Chance. Produkte Als Anbieter von maschinenbaulichen Speziallösungen mit Unikats-Charakter außerhalb gängiger technischer Standards sowie durch die Diversifikationsstrategie, gleichzeitig verschiedene Märkte zu bearbeiten, eröffnen sich insbesondere in den Nischenbereichen der Forschung und Entwicklung gute Verkaufschancen mit hohem Anteil an Alleinstellungsmerkmalen. Die hier geschätzte mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit würde einen mittleren positiven Ergebniseinfluss hervorbringen. Das Risiko liegt hierbei eindeutig in den häufig physikalisch grenzwertigen technischen Herausforderungen gepaart mit dem Selbstverständnis des hohen Qualitätsanspruches. Diesem Umstand tritt RTS mit einem ganzen Katalog von Präventivmaßnahmen, wie z.B. kontinuierlichen Konzeptverifizierungen und Design-Reviews, HIL-Simulationen (Hardware in the Loop) sowie den Möglichkeiten des im Teilkonzern der RENK Gruppe, zu der die RTS zählt, etablierten Qualitätssicherungsmanagements entgegen. Diese Maßnahmen werden ergriffen, um Gewährleistungsansprüche aufgrund mangelhafter Produktqualität im vornhinein zu vermeiden. Dies wird seitens RTS mit einer niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit und einem geringen Ergebniseinfluss bewertet. Prozesse RTS sieht die ständige Optimierung der Geschäftsprozesse in Entwicklung und Konstruktion, Einkauf, Projektleitung, Montage, Inbetriebnahme und Service sowie Vertrieb und Verwaltung, als auch externe Aktivitäten bei den eingebundenen Zulieferern und Technologiepartnern als eine laufende Aufgabe an, um die Effizienz dieser Prozesse zu erhöhen und auch den mitunter erheblichen Kostenrisiken in diesen Bereichen entgegenzuwirken. Bei der Abwicklung von Großprojekten können Risiken auftreten, die eventuell auch erst im Laufe des Projekts erkannt werden. Dazu können Kompromisse bei der Vertragsgestaltung, Fehleinschätzungen in der Auftragskalkulation, veränderte wirtschaftliche und technische Bedingungen, Schwächen in der Projektsteuerung oder unzureichende Leistungen von Sublieferanten gehören. RTS minimiert diese Risiken durch ein umfassendes Projekt- und Auftragscontrolling. Die als kritisch eingestuften Aufträge werden in einem besonderen Berichtswesen erfasst und regelmäßig der Geschäftsleitung vorgelegt. Die hieraus resultierenden Risiken werden mit einer niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit zu einem hohen Ergebniseinfluss führen. Des Weiteren könnten sich aus suboptimalen Prozessverläufen in der Auftragsabwicklung Vertragsstrafen ergeben, die allerdings mit einer niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit sowie einem mittleren Ergebniseinfluss bewertet werden. Die Geschäftsprozesse von RTS werden durch Informationstechnologie intensiv unterstützt und teilweise erst ermöglicht. Teile der Infrastruktur können durch Unfälle, Katastrophen, technische Störungen oder Internetangriffe ausfallen und damit Geschäftsprozesse beeinträchtigen oder vollständig zum Erliegen bringen. Außerdem bestehen die Gefahren des unberechtigten Zugriffs, des Diebstahls, der Vernichtung oder des sonstigen Missbrauchs von betrieblichen Daten und Informationen. Um die Verfügbarkeit, Authentizität, Integrität und Vertraulichkeit von Informationen zur Verringerung bzw. Vermeidung von Risiken zu gewährleisten sowie um bekannte und potenzielle Risiken zu minimieren, setzt RENK auf ein risikoorientiertes Managementsystem der Informationssicherheit (ISMS, InformationSecurity Management System), wie auch auf moderne Hard- und Softwaretechnologien und effektive IT-Organisationsmechanismen in Verbindung mit einem beständig weiterentwickelten IT- und finanzbezogenen Internen Kontrollsystem (IKS/CCMS). Sämtliche Geschäftsprozesse werden innerhalb eines Dienstleistungsverhältnisses durch die zentrale IT-Organisation der Renk AG unterstützt. Die Zentralisierung und das selektive Sourcing von IT-Betriebsaufgaben sowie die konsequente Einführung von IT-Service-Managementprozessen gemäß dem Organisationsstandard für IT-Prozesse ITIL (IT Infrastructure Library) tragen zu einer effizienten Unterstützung der Geschäftsprozesse bei. Mit Organisation und Zertifizierung der Informationssicherheit nach dem international anerkannten Sicherheitsstandard ISO 27001 und dem BSI-Grundschutz (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) hat RENK die Transparenz und Betriebssicherheit der IT-Prozesse und IT-Infrastruktur deutlich verbessert. Dennoch können sich hier Risiken in mittlerer Höhe realisieren, wobei RTS hier die Wahrscheinlichkeit mit unter 10% einschätzt. Mitarbeiter Unabdingbar für die Ingenieurbüro-ähnliche Unternehmensstruktur der RTS ist hoch qualifiziertes Personal auf sämtlichen hierarchischen Organisationsebenen, welches zu jedem Zeitpunkt in der Lage sein muss, sich dem geschäftstypischen innovativen Produktwandel anzupassen, z.B. im Sinne der Entwicklung neuer technischer Konzepte oder für die evtl. erforderliche Veränderung bestehender Prozesse. RTS sieht die Mitarbeiter als wesentlicher Erfolgsfaktor bzw. als nicht quantifizierbare Chance. Der begrenzten Verfügbarkeit des notwendigen Mitarbeiter-Qualifikationsgrades wird konsequent mit internen Qualifikationsprogrammen begegnet, die darüber hinaus die Loyalität zum Unternehmen steigern sollen, um Fluktuationsgefahren zu reduzieren. Der gute Kontakt zu den regionalen Hochschulen und Universitäten spielt hierbei eine nicht unwesentliche Rolle. Diesem Risiko, dem eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit beigemessen wird mit einem allerdings geringem Ergebniseinfluss, werden vielfältige Maßnahmen des Personalmarketings entgegengesetzt, um exzellent qualifizierte Fach- und Führungskräfte zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden. Aus der Größe des Unternehmens ergibt sich die Schwierigkeit eine sinnvolle Vertreterregelung auf allen operativen Einheiten zu installieren. Hieraus ergibt sich für RTS das Risiko, dass Projekte nicht rechtzeitig abgewickelt oder vertriebliche Aktivitäten nicht durchgeführt werden können. Dies kann sich mit geringer Wahrscheinlichkeit in mittlerem Umfang negativ auf das Ergebnis auswirken. Finanzen Der Beurteilung der Risiken im Bereich der Finanzen liegt die derzeitige gesellschaftsrechtliche Einbindung in den Volkswagen Konzern zugrunde. Sollte diese Prämisse in Zukunft nicht mehr erfüllt sein, so können bestimmte Vorteile bei Beschaffung, Nutzung von IT-Systemen, Finanzkonditionen u. ä. wegfallen. Das Ausmaß der Auswirkungen würde wesentlich von einer neuen Anteilseignerstruktur abhängen. Eine quantitative Bewertung dieses Risikos war zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht möglich. RTS ist aufgrund ihres operativen Geschäfts Kreditrisiken ausgesetzt. Diese beinhalten die Gefahr, dass ein Vertragspartner seinen vertraglichen Verpflichtungen aufgrund seiner eigenen wirtschaftlichen Situation oder des politischen Umfelds nicht nachkommt und damit einen finanziellen Verlust für RTS verursacht. Diese Länder- und Kontrahentenrisiken werden durch die sorgfältige Auswahl der Geschäftspartner, durch geeignete Vertrags- und Zahlungsbedingungen sowie durch Bürgschaften und Akkreditive reduziert. RTS schätzt, dass sich dieses systemische Risiko mit einer geringen Wahrscheinlichkeit und geringem Effekt auf das Ergebnis realisieren wird. Beurteilung der Geschäftsleitung zur Chancen- und Risikosituation Wie in den Vorjahren überwiegen die Marktrisiken weiterhin die anderen Risikofelder, wobei sich die aggregierte Risikolage nicht wesentlich verändert hat. Die identifizierten Chancen können den Risiken zum Teil entgegenwirken. Durch regelmäßige Planungsrunden und durch das Risikomanagementsystem wird die Geschäftstätigkeit hinterfragt, überwacht und bei Bedarf angepasst. Die Ergebniseinflüsse im Zusammenhang mit dem Corona-Virus sind im Moment nicht abschätzbar. Bei den produktbezogenen Risiken stehen die aufgrund der kundenorientierten Auslegung der RTS Produkte möglichen technischen Risiken und Gewährleistungsansprüche im Vordergrund. In den Risikofeldern Prozesse und Finanzen sind die quantifizierten Risiken jeweils von geringerer Bedeutung. Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Außerdem sind mit Ausnahme der Corona-Pandemie - keine Risiken erkennbar, die zu einer dauerhaften und wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der RTS führen könnten und nicht bereits in dem vorliegenden Abschluss berücksichtigt wären. Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 31.12.2019 mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage sind nicht eingetreten. Die Folgen der Corona Krise können im Jahr 2020 einen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben, insbesondere auf die Auftragseingänge, Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern. Wesentliche Absatzmärkte / Ausblick Die RTS bearbeitet den Prüfstandsmarkt für die Automotive-, Schienenfahrzeug-, Agrar- und Sonderfahrzeug-, Luftfahrt- und Windkraftindustrie. Die in Frage kommenden Anwendungen beziehen sich im Wesentlichen auf F&E-Aktivitäten, in Einzelfällen auch auf die Qualitätssicherung, der angesprochenen Kunden. Realistische Auftragschancen für 2020 ergeben sich aktuell sehr vielfältig über alle Marktsegmente hinweg. Im Bereich Luftfahrt (Helikopter-Antriebstränge sowie Flugzeugtriebwerke) werden diverse Anfragen aus USA und China bearbeitet. Eine zeitliche Auftragseingangsprognose ist hier jedoch schwierig. Die Schienenfahrzeugindustrie ist nach wie vor eines der wichtigsten Betätigungsfelder. Hier spiegelt sich der weltweite Bedarf an Transport- und Beförderungskapazität wider. Wichtigster Markt in diesem Bereich ist China. Neueste Anfragen kommen aus der Türkei und Indien. Die Nutzfahrzeugbranche verhält sich bei der Anfrage von Neuanlagen derzeit eher ruhig. Der derzeit schwierigste Markt ist die PKW-Industrie. Aufträge bei den OEM's (sog. Originalteilehersteller - ,Original Equipment Manufacturer') zu generieren ist aufgrund der Wettbewerbspenetration nahezu aussichtslos. Anfragen aus dem Bereich der Agrarfahrzeugtechnik kommen vornehmlich aus Deutschland und Frankreich. Das After-Sales Geschäft ist eine stabil planbare Größe mit hoher Rentabilität und Wachstumspotenzial. Der Ausbau der Service Aktivitäten bleibt auch im Geschäftsjahr 2020 weiterhin im Fokus. Auftragseingangs- und Umsatzplanung sollten auf Vorjahresniveau liegen. Die Anzahl der Windkraftprojekte ist augenblicklich sehr begrenzt und entsprechend wettbewerbsintensiv. Die zukünftige operative Entwicklung ist aufgrund des Projektgeschäfts sowie der konjunkturellen und strukturellen Lage schwer zu prognostizieren. Insgesamt erwartet die RTS im Geschäftsjahr 2020 unter Berücksichtigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie im Vergleich zum Vorjahr einen spürbaren Rückgang der Auftragseingänge bei einem leichten Rückgang der Umsatzerlöse. Bei einer erwarteten Operativen Rendite im mittleren einstelligen negativen Prozentbereich wird das prognostizierte Ergebnis vor Steuern leicht negativ sein. Angesichts der aktuellen Herausforderungen kann man damit dennoch für 2020 einen insgesamt zufriedenstellenden Geschäftsverlauf antizipieren.
Augsburg, den 24. Juli 2020 RENK Test System GmbH Die Geschäftsführer Mathias Karrer Rainer Thomay BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangGrundlagen des Jahresabschlusses Die RENK Test System GmbH (im Folgenden RTS) mit Sitz in Augsburg (Deutschland), Gögginger Straße 73, ist beim Amtsgericht Augsburg unter HRB 18189 eingetragen. Als 100%-iges Tochterunternehmen der RENK Aktiengesellschaft, Augsburg, (im Folgenden RENK AG) wird die RTS in den Konzernabschluss der RENK Aktiengesellschaft einbezogen (kleinster Konsolidierungskreis). Dieser wird im Bundesanzeiger offen gelegt. Die MAN SE hat am 31. Dezember 2018 ihre Anteile in Höhe von 76 % am Kapital der RENK AG an die Volkswagen Vermögensverwaltungs-GmbH, Wolfsburg, eine unmittelbare, 100%ige Tochtergesellschaft der VOLKSWAGEN AKTIENGESELLSCHAFT, Wolfsburg (VW AG) veräußert. Die RENK AG und dadurch auch die RTS ist damit aus dem Konzernverbund der MAN SE ausgeschieden. Die Volkswagen Vermögensverwaltungs-GmbH und die RTS machen von dem Befreiungstatbestand nach § 291 HGB Gebrauch und stellen keinen eigenen Konzernabschluss und -lagebericht auf. Die RENK AG wird in den Konzernabschluss der VW AG, als oberstem Mutterunternehmen (größter Konsolidierungskreis), einbezogen. Dieser wird im Bundesanzeiger offengelegt. Der Jahresabschluss 2019 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften, des Gesetzes über Gesellschaften mit beschränkter Haftung und unter Beachtung des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB nimmt die Gesellschaft teilweise in Anspruch. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Zur besseren Übersichtlichkeit werden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert erläutert. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über ihre Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren linear abgeschrieben. Sachanlagevermögen Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Herstellungskosten selbsterstellter Sachanlagen beinhalten die direkt zurechenbaren Einzelkosten, angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die fertigungsbedingten Abschreibungen. Reparaturkosten und Zinsen auf Fremdkapital werden als laufender Aufwand erfasst. Das bewegliche Sachanlagevermögen wird für Neuzugänge linear über die Nutzungsdauer, entsprechend der amtlichen Abschreibungstabelle des Bundesfinanzministeriums, insoweit sie die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer darstellt, abgeschrieben. Den Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:
Selbstständig nutzbare, bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungskosten bis 800 € im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der beizulegende Wert dauerhaft unter den Buchwert gesunken ist. Bestehen die Gründe für dauerhafte Wertminderungen nicht mehr, so ist ergebniswirksam eine Wertaufholung zu erfassen. Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, sofern dauerhafte Wertminderungen vorliegen, bewertet. Liegen die Gründe für vorgenommene Wertminderungen nicht mehr vor, so ist eine ergebniswirksame Zuschreibung vorzunehmen. Diese Wertaufholung ist dabei maximal bis zu den ursprünglichen Anschaffungskosten möglich. Umlaufvermögen Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren realisierbaren Tageswert bewertet. Bestandteile der Herstellungskosten sind neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die fertigungsbedingten Abschreibungen; die Bewertung entspricht den steuerlich aktivierungspflichtigen Herstellungskosten. Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sowie zur verlustfreien Bewertung von schwebenden Geschäften werden ausreichende Wertberichtigungen vorgenommen. Diese Wertberichtigungen werden auf Basis fortgeschriebener Planherstellungskosten ermittelt. Geleistete Anzahlungen werden ohne Umsatzsteueranteil bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens sind zum Nennwert angesetzt. Wertberichtigungen werden auf Forderungen gebildet, deren Ausfall droht. Unverzinsliche und niedrig verzinsliche langfristige Forderungen werden abgezinst. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen berücksichtigt, die grundsätzlich auf Erfahrungswerten der Vergangenheit beruhen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert. Wertaufholungen im Bereich des Anlage- und Umlaufvermögens werden vorgenommen, wenn die Gründe für eine in früheren Jahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit diese Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Auf der Passivseite sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit diese Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Latente Steuern Auf Bilanzierungs- und Bewertungsdifferenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten, die sich voraussichtlich in späteren Geschäftsjahren wieder umkehren werden, werden latente Steuern berechnet. Es wird nur ein Überhang an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt mit einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren zu rechnen ist. Die latenten Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten sind mit dem voraussichtlich geltenden Körperschaftsteuersatz inklusive Solidaritätszuschlag und dem durchschnittlichen gewerbesteuerlichen Hebesatz der RTS bewertet. Die Gesellschaft macht vom Ansatzwahlrecht für aktive latente Steuern keinen Gebrauch. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Pensionsverpflichtungen werden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method") ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet und auf ihren Barwert abgezinst. Bei der Bewertung werden Annahmen über die zukünftige Entwicklung bestimmter Parameter, die sich auf die künftige Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt mit dem durchschnittlichen von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Marktzinssatz gem. § 253 Abs. 2 HGB der vergangenen 10 Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Die Pensionsrückstellungen sind um den beizulegenden Zeitwert des zur Deckung der Versorgungsverpflichtungen bestehenden Vermögens vermindert. Sofern dieser Zeitwert die Pensionsverpflichtungen übersteigt, wird auf der Aktivseite ein "Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Vermögens-, Ertrags- und Aufwandsverrechnung Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen und Altersteilzeit dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtung saldiert und im Zinsergebnis ausgewiesen. Diese Vermögensgegenstände werden mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Rückstellungen, Verbindlichkeiten Steuerrückstellungen umfassen alle ungewissen Steuerschulden der Gesellschaft, die bis zum Ablauf des Geschäftsjahres wirtschaftlich oder rechtlich entstanden sind. Die sonstigen Rückstellungen bestehen für ungewisse Verbindlichkeiten sowie übrige geschäftsbezogene Risiken. Sie sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Verpflichtungen unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostensteigerungen Rechnung tragen. Langfristige Rückstellungen, sofern vorhanden, werden entsprechend ihrer Laufzeit abgezinst. Erhaltene Anzahlungen werden ohne Umsatzsteueranteil ausgewiesen. Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Währungsumrechnung Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wie auch auf Fremdwährung lautende MAN konzerninterne Verrechnungskonten (ICA-Konten) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die übrigen langfristigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Kurs des Einbuchungstages bzw. bei Forderungen mit dem niedrigeren Kurs und bei Verbindlichkeiten mit dem höheren Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Derivative Finanzinstrumente werden bei RENK zu Sicherungszwecken eingesetzt und, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Dabei wird das Nutzungsrecht zur Bildung von Bewertungseinheiten jeweils pro Sachverhalt beurteilt. Die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, für die keine Bewertungseinheiten mit dem Grundgeschäft gebildet werden, erfolgt dagegen imparitätisch, d.h. für negative Marktwerte werden Rückstellungen gebildet, positive Marktwerte werden nicht angesetzt. Umsatzrealisierung und betriebliche Aufwendungen Umsätze werden zu dem Zeitpunkt gebucht, zu dem die Produkte geliefert bzw. die Leistungen erbracht worden sind, abzüglich Skonti, Kundenboni und Rabatte. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung, Aufwendungen für Werbung und Absatzförderung sowie sonstige umsatzbezogene Aufwendungen im Zeitpunkt ihres Anfalls als Aufwand erfasst. Rückstellungen für pauschale Gewährleistung werden zum Zeitpunkt des Verkaufs der Produkte gebildet. Zinsen und sonstige Fremdkapitalkosten werden als Aufwand der Periode gebucht. Erläuterungen zur Bilanz (1) Entwicklung des Anlagevermögens
Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten erworbene EDV-Software. Aufstellung des Anteilsbesitzes der RTS zum 31.12.2019:
(2) Vorräte
(3) Forderungen und sonstige Vermögensgenstände
Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind die Forderungen aus dem Finanzverkehr mit der MAN SE in Höhe von 18.003 T€ (Vorjahr: 19.697 T€) enthalten. Die Forderungen aus dem Finanzverkehr mit der MAN SE resultieren aus dem zentralen Cashpooling des MAN Konzerns. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen gegenüber Gesellschafter in Höhe von 310 T€ (Vorjahr: 0 T€). Sämtliche sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2019 in das Cashpooling der MAN Gruppe eingebunden. Dabei werden täglich die liquiden Mitteln der Konzerngesellschaften und damit auch der RTS bei der MAN SE zusammengeführt. Die daraus entstandenen Guthaben der RTS werden unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. (4) Eigenkapital Das Unternehmen ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der RENK Aktiengesellschaft. Der Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Überschuss) beträgt 491 T€ (Vorjahr: 8.585 T€). Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von 11.893 T€ (Vorjahr: 3.308 T€) und einer Ausschüttung in Höhe von 4.250 T€ ergibt sich ein Bilanzgewinn von 7.152 T€ (Vorjahr: 11.893 T€). Angaben zu ausschüttungsgesperrten Beträgen Aus den zum Zeitwert bewerteten Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionszusagen und Altersteilzeitguthaben dienen, ergibt sich eine Abweichung zwischen den Anschaffungskosten und dem beizulegenden Zeitwert, die ggf. von der Ausschüttung ausgenommen sind. Die Differenz aus den Wertansätzen der Pensionsrückstellungen bewertet mit dem bislang anzuwendenden 7-Jahresdurchschnittszinssatz und dem seit dem Geschäftsjahr 2016 erstmalig anzuwendenden 10-Jahresdurchsschnittszinssatz unterliegt ggf. ebenfalls der Ausschüttungssperre.
Gewinne dürfen nur insoweit ausgeschüttet werden, sofern die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zzgl. eines Gewinnvortrags und abzgl. eines Verlustvortrags mindestens insgesamt dem Unterschiedsbetrag zwischen den beiden Wertansätzen aus Pensionsrückstellungen und dem aktivierten Betrag abzüglich passiven latenten Steuern entspricht.
1) Alle ausgewiesenen Gewinnrücklagen sind
als frei verfügbare Rücklagen zu qualifizieren.
Der zur Ausschüttung gesperrte Betrag zum 31. Dezember 2019 beträgt 717 T€ (Vorjahr: 431 T€). (5) Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen Die betriebliche Altersversorgung beruht auf leistungsorientierten Versorgungszusagen. Im Rahmen der aktuellen Versorgungswerke, erhalten die aktiven Mitarbeiter an ihre Bezüge gekoppelte Arbeitgeberbeiträge und haben darüber hinaus die Möglichkeit, durch im Tarifbereich arbeitgebergeförderte Entgeltumwandlungen zusätzlich Eigenvorsorge zu betreiben. Durch die arbeitgeber- und arbeitnehmerfinanzierten Beitragszahlungen sowie die am Kapitalmarkt erzielten Erträge aus der Kapitalanlage wird während des aktiven Dienstes ein Versorgungskapital aufgebaut, das im Ruhestand als Einmalbetrag oder in Raten ausgezahlt wird. In bestimmten Fällen kann es auch verrentet werden. Die Anlagerisiken der Mitarbeiter werden mit zunehmendem Alter sukzessive reduziert ("Lifecycle-Konzept"). Ehemalige Mitarbeiter, Rentner oder mit unverfallbaren Ansprüchen ausgeschiedene Mitarbeiter, haben Versorgungszusagen, die überwiegend auf die Gewährung lebenslanger Rentenzahlungen ausgerichtet sind. Das Pensionsvermögen der RTS wird durch den MAN Pension Trust e. V. verwaltet. Dieses Vermögen ist unwiderruflich dem Zugriff der RTS entzogen und darf ausschließlich für laufende Versorgungleistungen oder für Ansprüche der Mitarbeiter im Insolvenzfall verwendet werden. Für die Berechnung des Anwartschaftsbarwerts wurden folgende Parameter zugrunde gelegt:
Für die Beendigung der Dienstverhältnisse ohne Versorgungsfall wurde eine unternehmensspezifische Fluktuationswahrscheinlichkeit angesetzt. Die biometrischen Rechnungsgrundlagen basieren auf aktuellen, landesspezifischen Richttafeln. Es wurden die Richttafeln 2005 G von Prof. Klaus Heubeck an RENK- spezifische Erfahrungswerte angepasst und stellen somit die Sterblichkeit in der Gesellschaft besser dar, als die im Geschäftsjahr 2018 veröffentlichten aktualisierten Sterbetafeln RT2018G.
Der Ertrag aus dem Pensions- bzw. Deckungsvermögen in Höhe von 369 T€ (Vorjahr, Aufwand: 100 T€) wurde mit dem Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtung in Höhe von 306 T€ (Vorjahr: 294 T€) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Der sich somit ergebende Saldo von 63 T€ (Vorjahr: -394 T€) ist im Zinsergebnis, als Zinsertrag (Vorjahr: Zinsaufwand) unter dem Posten "Nettozinsergebnis aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen" enthalten. Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände wurde anhand von Marktpreisen bestimmt. Die Anschaffungskosten des Pensionsvermögens beliefen sich auf 3.941 T€ (Vorjahr: 3.633 T€). Die Wertänderung aufgrund der Marktbewertung beträgt im Geschäftsjahr 2019: 320 T€ (Vorjahr: -131 T€). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen sind gebildet für gesetzliche und vertragliche Garantie- und Gewährleistungsverpflichtungen (625 T€, Vorjahr: 502 T€), für noch zu erbringende Leistungen in Bezug auf abgerechnete Aufträge (743 T€, Vorjahr: 1.052 T€), für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (287 T€, Vorjahr: 531 T€) sowie für weitere Einzelrisiken. Ferner sind Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern für Jubiläen (281 T€, Vorjahr: 246 T€) enthalten. Die Verbindlichkeiten aus Altersteilzeit in Höhe von 156 T€ (Vorjahr: 270 T€) wurden mit dem Guthaben aus Insolvenzsicherung Altersteilzeit in Höhe von 146 T€ (Vorjahr: 114 T€) saldiert. (6) Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten des Vorjahres hatten alle eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 6.532 T€ haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die erhaltenen Anzahlungen stammen mit 2.958 T€ (Vorjahr: 703 T€) von verbundenen Unternehmen. Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von 1.681 T€ (Vorjahr: 1.727 T€) insbesondere für Verbindlichkeiten aus Abgrenzungen, Arbeitszeitkonten und sonstigen Vergütungen. Die Sonstigen Verbindlichkeiten aus Steuern betreffen mit 404 T€ (Vorjahr: 181 T€) die abzuführende Lohn- und Umsatzsteuer. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Inland resultieren ausschließlich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr, sie entfallen mit 1 T€ (Vorjahr: 383 T€) auf den Gesellschafter. Die Verbindlichkeiten mit verbunden Unternehmen im Ausland betrugen im Geschäftsjahr 2019 22 T€. Auf die Angabe des Prüferhonorars wird aufgrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss der RENK AG und der dort gemachten Erläuterungen verzichtet. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (7) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1.314 T€ (Vorjahr: 450 T€) enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge in Höhe von 851 T€ (Vorjahr: 421 T€) sowie empfangene Schadensersatzleistungen in Höhe von 418 T€ (Vorjahr: 10 T€). Die periodenfremden Erträge entfallen mit 851 T€ ausschließlich auf die Auflösung von Rückstellungen (Vorjahr: 421 T€). Im Geschäftsjahr 2019 sind Währungsgewinne von 45 T€ enthalten (Vorjahr: 19 T€). (8) Materialaufwand
(9) Personalaufwand
Die Aufwendungen für Altersversorgung belaufen sich auf 98 T€ (Vorjahr: 93 T€). Sie umfassen nicht den Zinsanteil in der Zuführung zu Pensionsrückstellungen. (10) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 3.558 T€ (Vorjahr: 3.250 T€) beinhalten vor allem Aufwendungen für bezogene Dienstleistungen der RENK Aktiengesellschaft, Ausgangsfrachten und Versicherungen sowie Reise- und Werbekosten. Auf Währungsverluste entfallen im Geschäftsjahr 102 T€ (Vorjahr: 31 T€). Im Geschäftsjahr 2019 sowie im Vorjahr wurden keine periodenfremden Aufwendungen erfasst. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind sonstige Steuern in Höhe von 2 T€ (Vorjahr: 2 T€) enthalten. (11) Zinsergebnis
Im Geschäftsjahr entfallen 3 T€ Zinserträge (Vorjahr: 2 T€) und Zinsaufwendungen 9 T€ (Vorjahr: 12 T€) auf verbundene Unternehmen. Zur Erläuterung des Nettozinsergebnisses aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen wird auf Anmerkung (5) "Rückstellungen" verwiesen. Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung beträgt 306 T€ (Vorjahr: 294 T€). Latente Steuern Der maßgebliche Steuersatz für die Bewertung der latenten Steuern beträgt 31,96%. Passive latente Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze von im Wesentlichen sonstigen Vermögensgegenständen wurden mit aktiven latenten Steuern auf die abweichenden Wertansätze insbesondere der sonstigen lang- und kurzfristigen Rückstellungen sowie der Pensionsrückstellungen verrechnet. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Sonstige Angaben zum Jahresabschluss Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht bilanzielle Geschäfte Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen 4.350 T€ und beziehen sich unter anderem auf Verträge mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.340 T€. Leasingverpflichtungen mit verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 18 T€. Davon sind innerhalb eines Jahres 14 T€ fällig. Derivative Finanzinstrumente Aus der produktiven Geschäftstätigkeit entstehen der Gesellschaft Währungsrisiken vor allem in USD, GBP und CNY die zu marktgerechten Konditionen über das Konzern-Treasury der MAN SE gesichert werden. Es handelt sich hier um Devisentermingeschäfte. Am Bilanzstichtag waren derivative Finanzinstrumente in folgendem Umfang nicht in einer Bewertungseinheit:
Der Marktwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis der am Bilanzstichtag geltenden, von anerkannten Marktdatenanbietern bezogenen Devisenterminkursen, im Vergleich zu den kontrahierten Devisenterminkursen und der Diskontfaktoren für die jeweiligen Restlaufzeiten der Derivate. Zum 31. Dezember 2019 sind keine Bewertungseinheiten für Grund- und Sicherungsgeschäfte gebildet. Es wurde keine Rückstellung für drohende Verluste im Geschäftsjahr 2019 gebildet (Vorjahr: 11 T€) gebildet. Beschäftigte Im Jahresdurchschnitt waren 129 Mitarbeiter (Vorjahr: 129 Mitarbeiter) beschäftigt, davon 45 (Vorjahr: 44) indirekt bzw. 84 (Vorjahr: 85) direkt produktive Mitarbeiter. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die Folgen der Corona-Krise können im Jahr 2020 einen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben, insbesondere auf die Auftragseingänge, Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern. Die Volkswagen Vermögensverwaltungs-GmbH, Wolfsburg, hat am 30. Januar 2020 einen Aktienverkauf mit der SCUR-Alpha 1138 GmbH, (künftig: Rebecca BidCo GmbH) zum Erwerb der 76% des Grundkapitals und der Stimmrechte an der RENK AG abgeschlossen. Die SCUR-Alpha 1138 GmbH wird von dem von der Triton Investment Management Limited beratenen Fonds "Triton V" gehalten. Die vorstehenden Sachverhalte oder andere Ereignisse haben keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2019. Bezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Bezüge für die Mitglieder der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da sich anhand dieser Angabe die Bezüge eines Geschäftsführers feststellen lassen. Organe Geschäftsführer während des Geschäftsjahres 2019 waren: Dipl.-Ing. (FH) Mathias Karrer Wertingen Vertrieb und After Sales Dipl.-Ing. Rainer Thomay Pöttmes Operative Auftragsabwicklung
Augsburg, den 24. Juli 2020 RENK Test System GmbH Die Geschäftsführer Mathias Karrer Rainer Thomay Bestätigungsvermerk des Unabhängigen AbschlussprüfersAn die RENK Test System GmbH, Augsburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der RENK Test System GmbH, Augsburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RENK Test System GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitgehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz - und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen im Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 30. Juli 2020 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Jürgen Schuhmann, Wirtschaftsprüfer ppa. Stefan Postenrieder, Wirtschaftsprüfer Gewinnverwendung In der Gesellschafterversammlung vom 22. Oktober 2020 wurde beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von 7.152.013,63 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31.12.2019 wurde am 22. Oktober 2020 festgestellt.
Augsburg, Oktober 2020 RENK Test System GmbH Die Geschäftsführung |
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