Tenneco Zwickau GmbH
Zwickau
Jahresabschluss 2023
Handelsregister: HRB-Nr. 3477 beim
Amtsgericht Chemnitz
Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2023
1. Grundlagen der Gesellschaft
1A Geschäftsmodell der
Gesellschaft
Die Tenneco Zwickau GmbH ist in einen weltweiten
Konzern unter US-amerikanischer Leitung eingebettet. Der
Konzern ist im Bereich der Herstellung und des Vertriebs
von Teilen für die Automobilindustrie, insbesondere
für Verbrennungsmotoren, tätig.
1B Forschung und Entwicklung
(F&E)
Die Tenneco Zwickau GmbH betreibt am Standort keine
eigene Forschung und Entwicklung.
2. Wirtschaftsbericht
2A Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
und Darstellung des Geschäftsverlaufs
2A1 Branchenentwicklung von
Zulieferindustrie und Automobilherstellern in Deutschland
und weltweit
Der konjunkturelle Verlauf des Jahres 2023 war durch
die globalen Krisen beeinträchtigt. Unter anderem
durch die Folgen des weiter anhaltenden Krieges in der
Ukraine und weiteren Eskalationen im Nahen Osten. Insgesamt
wuchs die Wirtschaft global. Jedoch zeigt sich für das
vierte Quartal 2023 für die weltweite Konjunktur ein
unterschiedliches Bild. Im Euroraum und China stagnierte
die Wirtschaftsleistung wohingegen in den USA die
Wirtschaft expandiert.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der
Industrieproduktion. Diese erhöhte sich weltweit
leicht aufgrund wachsender Aktivitäten in den
Schwellenländern. Bei den Industrien im Euroraum sinkt
die Produktion tendenziell seit einem Jahr. (Monatsbericht
Deutsche Bundesbank Februar 2024, S. 7)
Auch im Jahr 2024 setzt sich ein uneinheitliches Bild
fort. Während Chinas Wirtschaftswachstum
nachlässt, wächst der Euroraum moderat. In den
USA wächst die Wirtschaft weiter. Weltweit,
insbesondere in den USA und Japan, stieg die industrielle
Produktion in der ersten Hälfte des Jahres 2024
deutlich an. Einzig der Euroraum konnte hinsichtlich der
industriellen Produktion nicht mithalten. Dort nahm die
Produktionsleistung ab. (Monatsbericht Deutsche Bundesbank
August 2024, S. 5)
In der Bundesrepublik Deutschland entwickelte sich
die gesamtwirtschaftliche Leistung im Jahr 2023 negativ.
Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt 2023 verringerte
sich gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %. Hier machte sich
die schwächere Auslandsnachfrage und die hohen
Energiekosten bemerkbar, die auf der Industrieproduktion
lasten. Weiterhin dämpfen die stark gestiegenen
Finanzierungskosten die Investitionstätigkeit.
(Monatsbericht Deutsche Bundesbank Januar 2024, S. 5)
Die Inflationsrate lag im Jahresdurchschnitt bei 6,0
% (2022: 8,7 %). Dabei war die Inflationsrate im
Jahresverlauf stark rückläufig von 8,6 % im
Januar auf 2,9 % im Dezember. (Monatsbericht Deutsche
Bundesbank Januar 2024, S. 8)
Auch im ersten Halbjahr 2024 war für die
Bundesrepublik Deutschland keine Trendwende spürbar.
Nach kurzem Aufwind im ersten Quartal 2024 mit einem
BIP-Wachstum von 0,2 % sank das reale Bruttoinlandsprodukt
saisonbereinigt im zweiten Quartal wieder um 0,1 %
gegenüber dem Vorquartal. Die Kernrate der Inflation
blieb im bisherigen Verlauf des Jahres 2024 weitgehend
unverändert bei 3,3 %. (Monatsbericht Deutsche
Bundesbank August 2024, S. 9-11)
Im Schlussquartal 2023 ging die Industrieproduktion
gegenüber dem Vorquartal zurück. Diesen Trend
konnten auch die rückläufigen Energiepreise nicht
bremsen. Neben den höheren Finanzierungskosten wirkt
sich die Unsicherheit über die zukünftige Fiskal-
und Klimapolitik belastend auf das Wirtschaftsgeschehen
aus.
Entgegen dem rückläufigen Trend der
Industrieproduktion zeigte sich die Automobilproduktion
stabil. Zwar gingen in diesem Bereich die Zahl der
verkauften Pkws im Dezember 2023 etwas zurück.
Hauptursache war ein Sondereffekt (Änderung der
Förderung von E-Autos). Über das gesamte Jahr
jedoch stieg die Anzahl der verkauften Autos um 13,7 % in
der EU (inkl. EFTA und UK). Dieses Bild zeigt sich auch
weltweit, da fast alle Märkte zweistellig gewachsen
sind.
(https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2024/240118_PM_Internationale-Pkw-M-rkte-im-Jahr-2023-mit-kr-ftigem-Wachstum)
Nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie
e.V. (VDA) betrug die Anzahl der 2023 in Deutschland neu
zugelassenen Pkw 2,8 Mio. Fahrzeuge. Dies entspricht einer
Steigerung von 7 % gegenüber 2022. Weltweit wuchs die
Anzahl der Neuzulassungen ebenfalls deutlich. Erwähnt
sei dabei der europäische Pkw-Markt mit 14 % mehr
zugelassenen Fahrzeugen und der US-Light-Vehicle-Markt mit
einem Anstieg von 12 %.
Bei den Nutzfahrzeugen wurden 359.689 Einheiten
zugelassen. Dies entspricht einer Steigerung von 15 %
gegenüber 2022 (312.391 Einheiten).
(https://www.vda.de/de/aktuelles/zahlen-und-daten/jahreszahlen/neuzulassungen-und-besitzumschreibungen).
Ebenso wie die Neuzulassungen legten die Pkw-Exporte
aus Deutschland mit 17 % deutlich auf 3,11 Mio. Einheiten
zu gegenüber 2,65 Mio. Einheiten in 2022. Dies
entspricht einer Exportquote von 75,7 %. Dabei ist Europa
nach wie vor der wichtigste Exportmarkt mit einem Anteil
von 57 % (2022: 54 %).
(https://www.vda.de/de/aktuelles/zahlen-und-daten/jahreszahlen/export)
Der VDA berichtet, dass der Umsatz der
Zulieferindustrie im Jahr 2023 mit 92,1 Mrd. Euro 9 %
über den Vorjahreswerten lag. Dabei stieg das
Geschäft mit den ausländischen Kunden um 12 %
stärker an als der Inlandsumsatz. Die
Exporterlöse beliefen sich auf 40,8 Mrd. Euro. Die
Inlandsumsätze stiegen um 7 % und lagen damit bei 51,3
Mrd. Euro.
(https://www.vda.de/de/aktuelles/zahlen-und-daten/jahreszahlen/allgemeines)
Die gesamte Automobilindustrie am Standort
Deutschland konnte im Jahr 2023 weiterhin einen
zweistelligen Anstieg der Gesamtumsätze verzeichnen.
Gegenüber dem Vorjahr 2022 stiegen die Erlöse um
11 % auf 564,2 Mrd. Euro. In den Zahlen spiegelt sich eine
deutlich verbesserte Fahrzeugverfügbarkeit für
die Kunden wider. Insgesamt steigerte sich der Umsatz mit
inländischen Kunden auf 171,1 Mrd. Euro, was einer
Steigerung von 11 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Bei den Exporten zeigt sich ein noch positiverer Verlauf.
Hier stiegen die Umsätze auf 393,1 Mrd. Euro, dies
entspricht einer Steigerung von 12 % im Vergleich zum
Vorjahr.
(https://www.vda.de/de/aktuelles/zahlen-und-daten/jahreszahlen/allgemeines)
Die Anzahl der Mitarbeiter in der Zulieferindustrie
verringerte sich im Jahresdurchschnitt minimal auf 273.476.
Dies entspricht -0,15 % gegenüber dem Vorjahr. In der
gesamten Automobilindustrie hingegen erhöhte sich die
durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten leicht auf
779.662. Dies entspricht +0,69 % gegenüber dem
Vorjahr.
(https://www.vda.de/de/aktuelles/zahlen-und-daten/jahreszahlen/allgemeines).
2A2 Darstellung des
Geschäftsverlaufs
Geschäfts- und
Umsatzentwicklung
Die Tenneco Zwickau GmbH gehört als
Tochterunternehmen der Tenneco GmbH zum europäischen
Geschäftszweig der Apollo Global Management Inc., USA.
Tenneco gehört zu den weltweit größten
Zulieferern von Abgas- und Fahrwerksystemen im
Erstausrüstungs- und Ersatzteilmarkt und produziert am
Standort Zwickau Abgasanlagen für viele namhafte
Hersteller der Automobil- und Nutzfahrzeug-Industrie.
Die Tenneco Zwickau GmbH erzielte im
Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von
220,6 Mio. EUR (Vorjahr: 211,5 Mio. EUR).
Im Bereich der Abgassysteme wurden mit 216,5 Mio. EUR
4,0 % mehr als im Vorjahr umgesetzt. Einen Anstieg
gegenüber dem Vorjahr zeigt mit 8,3 Mio. EUR sowohl
der Verkauf von Abgassystemen an Drittkunden (Vorjahr:
207,8 Mio. EUR) als auch die Umsätze im Geschäft
mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 0,4 Mio. EUR
(Vorjahr: 0,3 Mio. EUR).
Die Erlöse wurden überwiegend im Inland
erzielt. Der Umsatz im Bereich Abgassysteme wurde zu 99,8 %
mit Drittkunden realisiert und zu 0,2 % mit Gesellschaften
im Konzernverbund.
Der im Jahr 2023 mit dem Bau von Werkzeugen und
Vorrichtungen realisierte Umsatz von 3,9 Mio. EUR stieg
ebenfalls an (Vorjahr: 3,0 Mio. EUR).
Zu unseren wesentlichen Kunden zählen im
Nutzfahrzeugbereich John Deere, Deutz, die Daimler Truck AG
und Scania sowie im PKW-Bereich die Automobilhersteller
Mercedes-Benz und Volkswagen.
Der Anteil des sogenannten Pass Through Umsatzes
(beschichtete Substrate zur katalytischen Schadstoff- bzw.
Partikelreduktion, welche durch unsere Kunden verhandelt
und von uns kostendeckend an unsere Kunden verkauft werden)
an Drittkunden stieg auf 77,4 Mio. EUR. Prozentual
betrachtet liegt der Anteil in Bezug auf den Gesamtumsatz
mit 35,8 % leicht über dem Vorjahreswert (Vorjahr:
35,7 % bei 74,1 Mio. EUR).
Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren
sind Umsatzerlöse und EBIT.
Neuanläufe des Jahres 2023
Durch die stetig steigenden gesetzlichen
Umweltanforderungen sowie Reduzierung der
Emissionsgrenzwerte ändert sich unsere Produktpalette
analog zu den Fahrzeugen und Anforderungen unserer Kunden.
Im Jahr 2023 erhielten wir Neuaufträge der Kunden
Deutz und Scania mit einem Umsatzvolumen von insgesamt ca.
168 Mio. EUR für die Geschäftsjahre 2026 bis
2030. Des Weiteren wurden verschiedenste technische
Änderungen bei der bereits vorhandenen Produktpalette
implementiert, um die Kundenanforderungen auch in Zukunft
zu erfüllen. Darüber hinaus wurden verstärkt
Optimierungs- und Kosteneinsparmaßnahmen geplant und
implementiert.
Absatzpreise
Wir besitzen langfristige Lieferverträge mit den
Fahrzeugherstellern. Insbesondere bei
Laufzeitverlängerungen sind wir verpflichtet, die
Absatzpreise regelmäßig zu senken. Dieser
Preisdruck erfordert kontinuierliche
Kostensenkungsmaßnahmen um wettbewerbsfähig zu
bleiben und ein gutes Geschäftsergebnis zu
erwirtschaften.
Produktion und Rationalisierung
Die Produktion stabilisierte sich im
Geschäftsjahr 2023 weiter. Die negativen
Einflüsse der COVID-19-Pandemie sind im Wesentlichen
überwunden. Wir erreichten eine kontinuierliche
Steigerung der Produktionsstunden um 3 % im Vergleich zum
Vorjahr und übertrafen dabei auch die
ursprüngliche Prognose (+10 %). Im Jahr 2023 wurden
weiter Leiharbeitnehmer in der Produktion beschäftigt.
Mit unseren Continuous Improvement (CI) Projekten zur
Reduzierung der Kosten verbessern wir unsere Produktions-
und Logistikprozesse und optimieren den Materialeinsatz. CI
ist ein wichtiger Bestandteil der Tenneco Process
Excellence Strategie und trägt einen wesentlichen
Beitrag zum Erreichen unserer Kostenziele bei. In der
Abteilung CI ist auch das betriebliche
Verbesserungsvorschlagswesen angesiedelt, wo unsere
Mitarbeiter Ideen zur Verbesserung der Prozesse einreichen
können. Um unsere Kostenstruktur weiter zu verbessern
und neue Potenziale zu identifizieren, erhalten wir zudem
seit 2023 aktive Unterstützung von externen Partnern.
Im Bereich der Produktion wurden verschiedene
Fertigungslinien optimiert, um die Ausbringung den
Kundenanforderungen anzupassen und die Produktionskosten zu
reduzieren. Des Weiteren gibt es zahlreiche Projekte zur
Optimierung von indirekten Materialkosten sowie externer
Services sowie Vorratsoptimierung.
Unser Produktmix blieb gleich. Wir beliefern im
Wesentlichen Kunden aus dem Bereich der Nutzfahrzeuge.
Mitarbeiter
Weltweit sind alle Mitarbeiter durch die
Unternehmensvision und unsere zentralen Werte vereint.
Ehrlichkeit schafft Vertrauen. Durch eine offene und
ehrliche Umgangsweise diskutieren wir produktiver und
unterstreichen jederzeit die positiven Absichten. Mit einem
fokussierten Plan wird an vereinfachten Prozessen
gearbeitet um Klarheit zu schaffen, Entscheidungsebenen zu
minimieren und Silodenken abzuschaffen. Eine schnelle
Entscheidungsfindung ist essentiell für den
Unternehmenserfolg. Unser globales Team wird innerhalb der
Organisationsstruktur danach ausgerichtet. Weiterhin wird
die Übernahme von Verantwortung in den Mittelpunkt
gestellt. Eine stetige Umsetzung bildet das Fundament der
Unternehmenskultur sowie die Grundlage des Handelns. Ziel
ist es darüber hinaus, das Vertrauen und die
Zuversicht der Mitarbeiter und Kunden ausnahmslos zu
gewinnen.
Innovation sowie Aus- und Weiterbildung der eigenen
Fachkräfte sind bedeutende zukunftsweisende Werte um
mit Verantwortlichkeit, Ergebnisorientierung, Engagement
und Nachdruck sowie Zielstrebigkeit unsere Kunden stets
zufrieden zu stellen.
Zum Jahresende 2023 waren am Standort Zwickau 342
Mitarbeiter beschäftigt, davon sind 9 Personen
Auszubildende im gewerblich-technischen Bereich. Im
Jahresmittel 2023 waren am Standort Zwickau 345 Mitarbeiter
tätig.
Logistik und Vorratsmanagement
Unser Wareneingang wird als Teil der Logistik durch
einen externen lokalen Dienstleister durchgeführt. Die
langjährige Zusammenarbeit entstand aus der
Notwendigkeit von erweiterten Lagerkapazitäten durch
gestiegenes Produktionsvolumen der vergangenen Jahr sowie
den dafür nicht ausgelegten infrastrukturellen
Gegebenheiten des Werksgeländes. Aktives
Vorratsmanagement findet durch unsere Materialdisposition
statt. Da wir aufgrund unseres Produktspektrums von
zahlreichen Lieferanten aus Übersee beziehen, ist eine
Bestandssteuerung mit Sicherheitsbeständen sowie die
Überwachung des Transitbestandes von besonderer
Bedeutung, um die lückenlose Materialversorgung
sicherzustellen. Die Versandtätigkeiten werden durch
eigenes Personal innerhalb des Werksgeländes
abgewickelt.
Beschaffung
Die Herstellungskosten unserer Erzeugnisse werden
wesentlich durch den hohen Materialkostenanteil
geprägt. Bezogen werden im Wesentlichen Rohre und
Bleche sowie edelmetallbeschichtete Substrate. Mit der
Aufnahme der Produktion von Abgasanlagen für Land- und
Baumaschinen kamen Montageteile hinzu, die wir von mitunter
kundennominierten Lieferanten zu einem wesentlichen Teil
aus den USA oder Asien beziehen.
Das bedeutendste Rohmaterial in seinen verschiedenen
Qualitäten ist Edelstahl. Die Stahlpreise orientieren
sich an den Weltmarktpreisen und sind durch politische
Entscheidungen wie Zölle und Subventionen beeinflusst.
Die Marktsituation für Edelstahl ist gekennzeichnet
durch einige sehr große Lieferanten, die
Preisanpassungen im Markt durchsetzen können. Die
Konzentration im Einkaufsvolumen nahm im
Geschäftsverlauf des Jahres 2023 leicht zu. 90 % des
Einkaufsvolumens werden in 2023 durch 62 Lieferanten
abgedeckt, in 2022 waren dies 67 Lieferanten. Der Anteil
von Substraten am Einkaufsvolumen liegt mit 38,4 % unter
dem Vorjahreswert von 39,2 %. Der Anteil des von
ausländischen Lieferanten bezogenen Einkaufsvolumens
ist mit 36,2 % gegenüber dem Vorjahr (38,7 %)
gesunken. Der in Fremdwährung bezogene Anteil stieg
leicht von 5,6 % in 2022 auf 7,7 % in 2023. Wesentliche
Fremdwährung in 2023 war wie bereits in den Vorjahren
der US-Dollar.
Der Anteil des von verbundenen Unternehmen bezogenen
Einkaufsvolumens stieg von 9,8 % in 2022 auf 11,3 % in
2023.
Materialpreise
Wir verwenden eine Vielzahl von Stahllegierungen,
wobei überwiegend Edelstähle zum Einsatz kommen.
Die Preise für die Legierungszuschläge im
Edelstahl erholten sich im Geschäftsjahr nach dem
signifikanten Anstieg im Vorjahr. Das Preisniveau der
Legierungszuschläge lag beim Einkaufsmix der von uns
beschafften Legierungen im Jahresdurchschnitt 2023 in etwa
um 12 % unter dem durchschnittlichen Preisniveau des Jahres
2022. Preiseffekte für die Legierungszuschläge
geben wir in der Regel an unsere Kunden weiter.
Umweltschutz und Arbeitsschutz
Energie-, Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz
sind bei Tenneco Zwickau GmbH fest in den Firmenzielen
verankert.
Zu Beginn des Jahres 2023 wurde zur Erreichung dieser
Firmenziele ein EUAG-Programm erstellt. Die Reduzierung von
Treibhausgasemissionen durch nachhaltige Senkung der
Verbräuche an Strom & Gas und auch die
Abfallreduzierung sind im Energiemanagement verankert.
Durch ein aktives Gefahrstoffmanagement tragen wir
außerdem zum Umwelt- und Arbeitsschutz bei.
Schweißprozesse stellen in unserem Unternehmen
einen absoluten Schwerpunkt dar. Rauchgase,
Lärmemissionen, Abfall und Energiebedarf haben eine
hohe Priorität bei der Durchsetzung von
Maßnahmen zur Minderung von Umweltbelastungen sowie
des spezifischen Energieverbrauchs. Für die Einhaltung
der Arbeitsplatz-Grenzwerte werden regelmäßig
Messungen zur Sicherstellung des Arbeits- und
Gesundheitsschutzes erstellt. Durch regelmäßige
Safety Walks im Unternehmen sowie zahlreiche Near Miss
Beobachtungen mit Fokus auf das Tragen der
persönlichen Schutzausrüstung und der
Arbeitsplatzergonomie wird die Arbeitssicherheit stetig
überwacht und verbessert. Mit weiteren Messprogrammen
und daraus resultierenden Maßnahmen wird auch
energetisch an einer stetigen Verbesserung gearbeitet.
Das Werk Zwickau ist nach ISO 14001:2015 und ISO
45001:2018 zertifiziert. Im Jahr 2023 erfolgte das
Überwachungsaudit nach ISO 14001:2015 und das
Rezertifizierungsaudit ISO 45001:2018. Ebenso wurde dem
Unternehmen im Rahmen des Überwachungsaudits zu ISO
50001:2018 das Vorhandensein eines effektiven
Managementsystems zur Verbesserung der Energieeffizienz
bestätigt.
Die Vorteile eines effektiven Umwelt- und
Energiemanagementsystems sind eine Erhöhung der
Motivation der Mitarbeiter durch verbesserten
Arbeitsschutz, eine Senkung von Ausfallzeiten und
Produktionsunterbrechungen sowie Wettbewerbsvorteile als
sicheres und energieeffizientes Unternehmen.
Unternehmensverbindungen
Mit der Gesellschafterin der Tenneco Zwickau GmbH,
der Tenneco GmbH, besteht ein
Ergebnisabführungsvertrag, in dem sich die Tenneco
Zwickau GmbH verpflichtet, den handelsrechtlichen
Jahresüberschuss an die Gesellschafterin
abzuführen. Die Gesellschafterin ist im Gegenzug dazu
verpflichtet, einen eventuellen Jahresfehlbetrag der
Tenneco Zwickau GmbH zu übernehmen.
2B Darstellung der Lage
2B1 Ertragslage
Im Jahr 2023 entwickelte sich der Gesamtumsatz
positiv im Vergleich zum Vorjahr und stieg auf 220,6 Mio.
EUR (Vorjahr: 211,5 Mio. EUR), wobei der Anstieg wie
prognostiziert marktpreisbedingt im Pass Through- sowie
Legierungszuschlags-Anteil liegt. Der Ertrag aus dem
Bereich der Werkzeuge stieg nur geringfügig um 1,0
Mio. EUR (Vorjahr: 2,9 Mio. EUR).
Der Rohertrag (unter Berücksichtigung der
Bestandsveränderung) ist im Vergleich zum Vorjahr um
5,2 Mio. EUR auf 61,3 Mio. EUR gestiegen. Die
Rohertragsmarge hat sich produktspektrumsbedingt dabei von
26,4 % auf 27,8 % verbessert und lag damit im Rahmen der
Erwartungen der Jahresplanung.
Der Gesamtumsatz 2023 ohne Pass Through- und
Legierungsanteil lag 14 % über der
Jahresbudgetplanung.
Der Anteil der Fertigungskosten erhöhte sich im
Vergleich zum Vorjahr leicht. Dabei ist auch ein Anstieg in
den Fertigungskosten je Standardfertigungszeiteinheit
gegenüber dem Vorjahreswert festzustellen, welcher
auch höher als in der Jahresbudgetplanung
prognostiziert ausfiel. Der Anteil der bezogenen
Rohmaterialien und Komponenten am Gesamtumsatz ohne Pass
Through- und Legierungsanteil hat sich gegenüber der
Jahresbudgetplanung leicht erhöht. Mit einem leicht
positiven Ertrag sowohl aus dem Pass Through-Anteil auf
Niveau der Jahresbudgetplanung als auch aus dem
Legierungsanteil konnte eine insgesamt stabile
Rohertragsmarge erzielt werden.
Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen
sich auf 0,4 Mio. EUR und erhöhten sich um 0,1 Mio.
EUR im Vergleich zum Vorjahr.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe
von 20,2 Mio. EUR sind Vergleich zum Vorjahr moderat und
marktpreisbedingt um 0,4 Mio. EUR gestiegen. Von den
sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind 8,7 Mio. EUR
für die Managementumlage angefallen, vorwiegend
für administrative Aufgaben des internationalen
Konzernmanagements in den Konzernzentralen, für
Projektforschung und -entwicklung am Standort in Edenkoben
sowie für die Verkaufsaktivitäten der einzelnen
Key Account Teams.
Zum Jahresende blieb der Mitarbeiterstamm mit 342
Personen unverändert (Vorjahr: 342). Aufgrund der
branchenüblich gestiegenen Lohnkosten,
Restrukturierungskosten sowie unterjährigen
Veränderungen in den verschiedenen Mitarbeitergruppen,
ist ein um 3,0 Mio. EUR erhöhter Personalaufwand von
20,4 Mio. EUR zu verbuchen. Aufgrund der gestiegenen Kosten
erhöhte sich die Personalkostenquote auf 9,2 %
(Vorjahr: 8,2 %).
2B2 Finanzlage und Liquidität
Die Liquidität der Tenneco Zwickau GmbH als
Tochter der Tenneco GmbH ist durch die Einbindung in den
mit der TDH bestehenden Cash Pool jederzeit gesichert.
Tenneco Inc. ersetzte im Jahr 2023 seine bestehende
revolvierende Kreditfazilität in Höhe von 600
Mio. USD durch eine Asset Based Lending (ABL) Finanzierung
in Höhe von 1,2 Mrd. USD. Diese besteht aus einem
Darlehen mit fester Laufzeit und mehreren revolvierenden
Tranchen. Die Gesamtfinanzierung unterteilt sich in ein 125
Mio. USD FILO (First In Last Out) Darlehen und eine 1.075
Mio. USD revolvierende ABL-Finanzierung. Diesem Kredit ist
die Tenneco Zwickau GmbH als gesamtschuldnerisch haftender
Kreditnehmer beigetreten und kann die eingeräumten
Kreditlinien anteilig in Anspruch nehmen. Die Besicherung
der Darlehen erfolgt unter anderem über umfassende
Vermögensgegenstände der Tenneco Zwickau GmbH wie
Kundenforderungen, Vorratsbestände, technische Anlagen
und Maschinen sowie der Betriebs- und
Geschäftsausstattung. Soweit rechtlich möglich
dienen die Sicherungswerte gesamtschuldnerisch zur
Besicherung des gesamten Darlehens. Diese Form der
Besicherung ist in international agierenden Konzernen eine
übliche Vorgehensweise, um bestmöglich den
Finanzierungsbedarf abzudecken. Hierdurch wird auch die
Tenneco Zwickau GmbH insoweit begünstigt. Diese
Liquidität steht der Tenneco Zwickau GmbH über
den konzerninternen Cashpool zur Verfügung.
Auch im Jahr 2023 wurden alle über die im
geschäftsüblichen Rahmen angefallenen
Lieferantenkredite hinausgehenden
Finanzierungsmaßnahmen über den bei der TDH
bestehenden Cash Pool durchgeführt. Die Gesellschaft
weist zum 31. Dezember 2023 Forderungen gegen den Cash Pool
in Höhe von 45,02 Mio. EUR aus (Vorjahr: 20,6 Mio.
EUR). 25,6 % des Gesamtkapitals (19,7 Mio. EUR) entfallen
auf Lieferantenkredite (Vorjahr: 40,0 %).
Die Zinsaufwendungen sind in Höhe von 0,5 Mio.
EUR aufgrund der Veränderung der Factoring-Zinsen
gestiegen.
Nach dem Gewinn von 17,9 Mio. EUR im Vorjahr entstand
im Jahr 2023 ein Gewinn von 20,8 Mio. EUR, der aufgrund des
bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die Tenneco
GmbH, Edenkoben, abgeführt wird.
2B3 Investitionen
Nicht nur die Erweiterung der globalen Präsenz
mit der Erschließung neuer Märkte, sondern auch
die stets wachsenden Anforderungen an Umweltschutz,
Technologiefortschritt sowie die kontinuierliche
Verbesserung von Sicherheit und Qualität, veranlasst
Tenneco jährlich in technische Anlagen und Maschinen
sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung zu
investieren.
2023 wurden 1,9 Mio. EUR investiert (Vorjahr: 2,3
Mio. EUR). Die drei größten Projekte, in die
2023 investiert wurde, waren: Investitionen für die
Industrialisierung neuer Scania-Produkte, Ersetzung von
alten Kompressoren und Kapazitätserweiterungen bei
Deutz-Produkten.
Für 2024 werden Investitionen in etwa gleicher
Höhe wie im Vorjahr prognostiziert. Im Mittelpunkt der
Planung stehen Maßnahmen zur weiteren Verbesserung
der Absauganlagen im Werk, sowie die Erhöhung der
Ausbringungsmengen und Industrialisierung neuer Produkte.
2023 betrug der Gesamtaufwand für Abschreibungen
2,5 Mio. EUR.
2B4 Vermögenslage
Bei einer Verminderung des Anlagevermögens um
0,6 Mio. EUR änderte sich die Vermögensstruktur
auf 15 % des Anlage- und 85 % des Umlaufvermögens
(während im Vorjahr das Anlagevermögen bei einer
niedrigeren Bilanzsumme 23 % und das Umlaufvermögen 77
% ausmachten).
Die Vorräte sind, vermindert um erhaltene
Anzahlungen, um insgesamt 0,2 Mio. EUR gegenüber dem
Vorjahr gesunken. Der Bestand der Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe verminderte sich um 0,2 Mio. EUR,
während sich der Bestand an unfertigen und fertigen
Erzeugnissen, Handelswaren sowie Werkzeugen um 0,2 Mio. EUR
erhöhte. Der Bestand an Werkzeugen in Höhe von
2,5 Mio. EUR hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,2
Mio. EUR vermindert.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind
zum Bilanzstichtag mit 3,6 Mio. EUR ausgewiesen und somit
0,4 Mio. EUR niedriger als im Vorjahr.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen
verminderten sich auf 45,1 Mio. EUR (Vorjahr: 20,6 Mio.
EUR).
Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen
im Wesentlichen die Forderungen aus Factoring mit 1,3 Mio.
EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR).
Aufgrund des bestehenden
Gewinnabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft
bleibt der Betrag des Eigenkapitals mit 3,6 Mio. EUR
unverändert.
Die sonstigen Rückstellungen veränderten
sich auf 3,3 Mio. EUR und bestehen im Wesentlichen aus
Rückstellungen für personalbezogene
Rückstellungen wie Arbeitszeitkonten, Tantieme,
Altersteilzeit, Urlaub und Abfindungen (2,0 Mio. EUR) sowie
für ausstehenden Eingangsrechnungen (0,7 Mio. EUR).
Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten aus
erhaltenen Anzahlungen für Werkzeugkosten über
0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1,8 Mio. EUR).
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber Dritten sind in 2023 um 1,8 Mio. EUR auf
19,7 Mio. EUR gesunken, was im Wesentlichen auf das
gestiegene Umsatz- und Produktionsvolumen in 2023 im
Vergleich zum entsprechenden Vorjahr
zurückzuführen ist.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen stiegen um 24,0 Mio. EUR auf 47,0 Mio. EUR.
Diese Veränderung resultiert aus der
Ergebnisabführung des Jahresabschlusses 2022, welche
aufgrund des Gesellschafterbeschlusses im Dezember 2023
erst im Januar 2024 an die Tenneco GmbH abgeführt
werden konnte. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe
von 1,5 Mio. EUR bestehen aus den Salden der
Verrechnungskonten für Lohn- und Kirchensteuer, den
Salden der Sozialversicherungsbeiträge sowie dem
Verrechnungskonto Löhne. Der Ausgleich dieser Konten
erfolgt im Januar des folgenden Jahres mit der
Abführung der Beträge an die
Sozialversicherungsträger, das Finanzamt für die
Lohnsteuer sowie an die Lohnempfänger.
3 Prognose-, Chancen- und
Risikobericht
Die Geschäftsstrategie des Konzerns Apollo
Global Management Inc., USA, sieht für die
Gesellschaft in Zwickau keine grundsätzlichen
Richtungsänderungen im Geschäftsbetrieb und im
Produktportfolio vor.
Bei der obersten Konzernmutter ist ein konzernweites
Risikomanagementsystem eingerichtet, an dem auch die
Tenneco Zwickau GmbH partizipiert. Durch die Integration
der Risikobetrachtung in den konzernweiten Controlling- und
Planungsprozess sowie die Einrichtung, Überwachung und
Selbstüberprüfung des internen Kontrollsystems
zur Erfüllung der Vorschriften des Sarbanes-Oxley Act
404 ist eine kontinuierliche Erfassung sowie eine Bewertung
der aktuellen Risikosituation sichergestellt.
Das interne Kontrollsystem wird regelmäßig
durch die konzerninterne Revision (Internal Audit)
geprüft.
Die Kernkompetenz für zukünftige Produkte
am Standort Zwickau wird auch weiterhin im Wachstumsmarkt
der Abgasanlagen für Nutzfahrzeuge gesehen. Parallel
bleibt die Produktion und Auslieferung von Abgasanlagen
für Personenkraftwagen ein weiteres, wenn auch nur
nachgelagertes Umsatzfeld.
Unsere Kunden verlangen die Belieferung mit immer
komplexeren Systemen. Für unsere Gesellschaft bestehen
hierbei gegenüber kleineren Mitbewerbern weitere
Chancen durch die Einbindung in einen weltweit operierenden
Konzern.
Die globalen Umweltveränderungen und die immer
weiter wachsenden Anforderungen an technische
Verbesserungen für niedrigere Schadstoffemissionen
stellen für die Hersteller von Abgassystemen neue
Herausforderungen dar.
Finanzrisiko
Wesentliches Finanzinstrument der Tenneco Zwickau
GmbH ist der bestehende Cash Pool mit der Tenneco
Deutschland Holdinggesellschaft mbH. Das Risiko von
Zahlungsstromschwankungen infolge variabler Verzinsung wird
durch die Einbindung in den internationalen Cash Pool mit
der Tenneco Management Europe Ltd., London,
Großbritannien, über die Tenneco Deutschland
Holdinggesellschaft mbH minimiert. Wir sind durch einen
Ergebnisabführungsvertrag mit der Tenneco GmbH,
Edenkoben, in den deutschen Konzern eingebunden. Durch die
Einrichtung des Cash Pools erscheint aus unserer Sicht eine
jederzeitige Liquidität gewährleistet, um unseren
Zahlungsverpflichtungen mittelfristig nachkommen zu
können.
Beschaffungsmarktrisiko
Die Versorgungssituation mit Rohmaterial und dessen
preisliche Entwicklung wird von uns genauestens verfolgt.
Wir selektieren unsere Lieferanten nach strategischen
Gesichtspunkten und entwickeln diese zu langfristigen
strategischen Partnern für unser zukünftiges
Wachstum.
Gewährleistungsrisiko
Unsere Kunden setzen höchste Maßstäbe
an Haltbarkeit und Funktionalität der Produkte. Als
Systemlieferant mit Entwicklungsverantwortlichkeit werden
vermehrt Forderungen nach längeren
Gewährleistungsfristen an uns gestellt. Dem Risiko von
Gewährleistungsansprüchen unserer Kunden tragen
wir mit unserem Qualitätsmanagementsystem in
ausreichendem Maße Rechnung. Aufgrund der bisherigen
Reklamationserfahrungen ist mit keiner wesentlichen
Steigerung des Garantieaufwandes zu rechnen.
Infolge des weiterhin andauernden
Russland-Ukraine-Krieges und dessen Auswirkungen ergeben
sich derzeit keine neuen, wesentlichen Risiken. Insgesamt
bleiben diese jedoch weiterhin nicht vollständig
absehbar.
Auf der Beschaffungsseite beobachten wir wie im
Vorjahr insbesondere die Marktpreisentwicklungen im
Energie- und Transportsektor sowie deren Auswirkungen auf
unsere Einkaufspreise und versuchen hier, alle
beeinflussbaren Größen im Unternehmen aktiv
sowohl gegenüber unseren Lieferanten als auch unseren
Kunden zu steuern. Gleiches gilt für auftretende
inflationäre Effekte.
3A Prognosebericht
Beurteilung der Prognosen des
Lageberichts 2022
Die Prognose im Lagebericht 2022 hinsichtlich eines
leichten Umsatzrückgangs, welcher in 2023 erwartet
wurde, ist für 2023 nicht eingetroffen.
Konjunkturbedingt wurden im Bereich der Land- &
Baumaschinen höhere Umsätze erzielt, welche auch
das Volumen aus 2022 leicht übertrafen. Ebenso
entwickelte sich die Rohertragsmarge dadurch positiver als
prognostiziert.
Ausblick
Wesentliche Nominierungen für Neuaufträge
und Laufzeitverlängerungen erhielten wir in 2023
für Produkte von Scania, Deutz und John Deere, welche
bis 2030 gesichert sind. In 2024 erhielten wir eine
zusätzliche Laufzeitverlängerung für weitere
Produkte von Scania bis 2028 sowie einen Neuauftrag
für Scania bis 2032.
Die Umsatzerwartung für 2024 beträgt
gemäß Jahresbudgetplanung im Bereich der
Abgassysteme 173,4 Mio. EUR. Dies entspricht einem
Rückgang von 20 % gegenüber dem starken
Jahresgesamtumsatz 2023 im Bereich der Abgassysteme.
Für den Umsatz ohne Pass Through- und
Legierungsanteil ist ein Rückgang um 21 % budgetiert.
Die Jahresbudgetplanung 2024 hinsichtlich der
Fertigungskosten, bezogen auf deren Umsatzanteil bzw. je
Standardfertigungszeiteinheit, enthält eine
Fortschreibung sowie Verstärkung der Effizienzziele
aus 2023. Für den Anteil der bezogenen Rohmaterialien
und Komponenten am Umsatz ohne Pass Through und Legierungen
ist produktspektrumsbezogen ein leichter Rückgang
budgetiert. Wie in 2023 wird auch für 2024 mit einem
neutralen Einfluss des Pass Through-Anteils sowie der
Legierungen gerechnet. Bedingt im Wesentlichen durch die
Effizienzsteigerungen und die Zusammensetzung des
Produktspektrums, wurde dem folgend hinsichtlich der
Rohertragsmarge mit einer leichten Steigerung
gegenüber des Vorjahreswertes gerechnet.
In 2024 gestalten sich die Abrufe unserer Hauptkunden
im vergangenen 1. Halbjahr des Geschäftsjahres
vermehrt volatil. Durch die verlängerten
konjunkturbedingten Schließzeiten unserer Kunden,
welche so nicht prognostiziert waren, liegen wir aktuell
unter dem Niveau der Jahresbudgetplanung und verzeichnen
auch einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr.
Die Rohertragsmarge liegt trotz der rückläufigen
Abrufe nur gering unter der Jahresbudgetplanung und
erreicht auch in 2024 das Niveau des Vorjahreswertes.
Aus jetziger Sicht sind keine Tatsachen erkennbar,
die den Verlauf des Gesamtjahres wesentlich negativ
beeinflussen können oder die den Fortbestand des
Unternehmens gefährden könnten. Die
Unternehmensleitung der Tenneco Zwickau GmbH ist daher
über den weiteren Fortbestand des Unternehmens
zuversichtlich.
Zwickau, den 16. August
2024
Tenneco Zwickau GmbH
Die Geschäftsführung
| Oliver Pfirrmann |
Tomasz Sgaslik |
Bilanz zum 31. Dezember 2023
AKTIVA
|
|
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
|
EUR |
EUR |
EUR |
| A. |
Anlagevermögen |
|
|
|
| I. |
Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
Entgeltlich erworbene
Software |
|
30.756,00 |
55.711,00 |
| II. |
Sachanlagen |
|
|
|
| 1. |
Technische Anlagen und
Maschinen |
5.545.892,33 |
|
6.979.907,94 |
| 2. |
Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
5.096.564,82 |
|
3.185.531,98 |
| 3. |
Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau |
1.045.480,47 |
|
2.112.739,05 |
|
|
|
11.687.937,62 |
12.278.178,97 |
|
|
|
11.718.693,62 |
12.333.889,97 |
| B. |
Umlaufvermögen |
|
|
|
| I. |
Vorräte |
|
|
|
| 1. |
Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe |
8.778.756,81 |
|
8.956.343,45 |
| 2. |
Unfertige
Erzeugnisse |
3.714.529,68 |
|
3.218.749,21 |
| 3. |
Fertige Erzeugnisse und
Waren |
1.180.790,02 |
|
1.675.404,84 |
| 4. |
Werkzeuge |
2.534.530,69 |
|
2.713.598,44 |
|
./. Erhaltene
Anzahlungen |
-1.519.081,51 |
|
-1.704.482,65 |
|
|
|
14.689.525,69 |
14.859.613,29 |
| II. |
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
|
|
|
| 1. |
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
3.599.738,00 |
|
3.952.865,59 |
| 2. |
Forderungen gegen
verbundene Unternehmen |
45.083.666,91 |
|
20.641.922,21 |
| 3. |
Sonstige
Vermögensgegenstände |
1.279.241,03 |
|
1.374.885,15 |
|
|
|
49.962.645,94 |
25.969.672,95 |
|
|
|
64.652.171,63 |
40.829.286,24 |
| C. |
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
367.762,08 |
355.984,67 |
|
|
|
76.738.627,33 |
53.519.160,88 |
PASSIVA
|
|
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
|
EUR |
EUR |
EUR |
| A. |
Eigenkapital |
|
|
|
| I. |
Gezeichnetes
Kapital |
|
1.534.000,00 |
1.534.000,00 |
| II. |
Kapitalrücklage |
|
2.061.564,40 |
2.061.564,40 |
|
|
|
3.595.564,40 |
3.595.564,40 |
| B. |
Rückstellungen |
|
|
|
|
Sonstige
Rückstellungen |
|
3.317.983,98 |
2.861.602,98 |
| C. |
Verbindlichkeiten |
|
|
|
| 1. |
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten |
919.253,33 |
|
182,81 |
| 2. |
Erhaltene Anzahlungen
auf Bestellungen |
806.314,20 |
|
1.795.532,91 |
| 3. |
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
19.667.739,55 |
|
21.423.125,13 |
| 4. |
Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
46.906.122,82 |
|
22.892.000,46 |
| 5. |
Sonstige
Verbindlichkeiten |
1.525.649,05 |
|
951.152,19 |
|
davon aus Steuern:
EUR 155.096,55 (Vj. EUR 155.304,36) |
|
|
|
|
davon im Rahmen der
sozialen Sicherheit:
EUR 15.353,94 (Vj. EUR 4.763,44) |
|
|
|
|
|
|
69.825.078,95 |
47.061.993,50 |
|
|
|
76.738.627,33 |
53.519.160,88 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis
zum 31. Dezember 2023
|
|
|
2023 |
Vorjahr |
|
|
EUR |
EUR |
EUR |
| 1. |
Umsatzerlöse |
|
220.634.406,37 |
211.476.054,99 |
| 2. |
Verminderung (Vj.
Erhöhung) des Bestands
an fertigen und unfertigen Erzeugnissen |
|
-177.902,10 |
1.389.422,74 |
| 3. |
Andere aktivierte
Eigenleistungen |
|
1.014.501,54 |
864.634,81 |
| 4. |
Sonstige betriebliche
Erträge |
|
373.660,85 |
276.341,76 |
|
davon für
Währungsumrechnung:
EUR 230.823,13 (Vj. EUR 97.065,90) |
|
|
|
|
|
|
221.844.666,66 |
214.006.454,30 |
| 5. |
Materialaufwand |
|
|
|
|
a) Aufwendungen für
Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe und für bezogene Waren |
-157.312.590,71 |
|
-154.800.716,91 |
|
b) Aufwendungen für
bezogene Leistungen |
-1.812.407,67 |
|
-1.887.318,61 |
|
|
|
-159.124.998,38 |
-156.688.035,52 |
| 6. |
Personalaufwand |
|
|
|
|
a) Löhne und
Gehälter |
-17.356.994,45 |
|
-14.602.856,03 |
|
b) Soziale Abgaben |
-2.986.997,54 |
|
-2.765.738,68 |
|
|
|
-20.343.991,99 |
-17.368.594,71 |
| 7. |
Abschreibungen auf
immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlage-
vermögens und Sachanlagen |
|
-2.456.141,35 |
-2.463.950,72 |
| 8. |
Sonstige betriebliche
Aufwendungen |
|
-20.177.688,53 |
-19.747.067,53 |
|
davon für
Währungsumrechnung:
EUR 152.723,57 (Vj. EUR 280.837,35) |
|
|
|
|
|
|
19.741.846,41 |
17.738.805,82 |
| 9. |
Sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge |
|
1.545.855,45 |
300.219,92 |
|
davon aus verbundenen
Unternehmen:
EUR 1.545.763,96 (Vj. EUR 300.219,91) |
|
|
|
| 10. |
Zinsen und ähnliche
Aufwendungen |
|
-504.862,11 |
-125.393,13 |
|
|
|
1.040.993,34 |
174.826,79 |
| 11. |
Ergebnis nach
Steuern |
|
20.782.839,75 |
17.913.632,61 |
| 12. |
Sonstige Steuern |
|
215,43 |
-381,94 |
| 13. |
Aufgrund eines
Gewinnabführungsvertrags
abgeführte Gewinne |
|
-20.783.055,18 |
-17.913.250,67 |
| 14. |
Jahresüberschuss |
|
0,00 |
0,00 |
Anhang für
das Geschäftsjahr 2023
I. Grundlagen der Rechnungslegung
Die Tenneco Zwickau GmbH ist eine große
Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der
Jahresabschluss der Tenneco Zwickau GmbH ist nach den
Vorschriften der § 264 ff. HGB, der §§ 242
bis 283 HGB sowie für den Anhang nach den §§
284 bis 286 HGB unter Berücksichtigung der
einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die
Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG)
aufgestellt.
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Die Gliederungen sind unverändert. Die Gewinn-
und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren
aufgestellt.
Der Jahresabschluss ist in EUR aufgestellt.
II. Angaben zu den Bilanzierungs-,
Bewertungs- und Ausweismethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren
die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
maßgebend:
Immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert
und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig
linear abgeschrieben.
Das Sachanlagevermögen wird zu
Anschaffungskosten oder, sofern es selbst erstellte Anlagen
betrifft, zu Herstellungskosten (Fertigungs- und
Materialeinzelkosten sowie angemessene Gemeinkosten)
angesetzt und um planmäßige, nutzungsbedingte
Abschreibungen vermindert. Soweit die beizulegenden Werte
einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert
unterschreiten, werden zusätzlich
außerplanmäßige Abschreibungen bei
voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.
Folgende Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern
für das Sachanlagevermögen sowie Immaterielle
Vermögensgegenstände wurden zugrunde gelegt. Die
Abschreibungsdauer entspricht hierbei der
betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.
|
Anlagengegenstände |
Abschreibungsmethode/Nutzungsdauer |
| Immaterielle
Vermögensgegenstände |
Linear/3 Jahre |
| Einbauten |
Linear/10 Jahre |
|
Produktionsmaschinen |
Linear/4-10 Jahre |
| Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
Linear/3-10 Jahre |
| Werkzeuge |
Linear/4-5 Jahre |
Geringwertige Wirtschaftsgüter i.S.d § 6
Abs. 2 Satz 1 EstG, welche in den geregelten Wertgrenzen
zwischen EUR 250 und EUR 800 liegen, werden in ein laufend
zu führendes Verzeichnis aufgenommen und im Jahr der
Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe als
Betriebsausgaben abgezogen.
Die Bilanzierung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und Waren erfolgt unter Beachtung des Niederstwertprinzips
zu Anschaffungskosten, die nach der gewichteten
Durchschnittspreismethode ermittelt werden. Unfertige und
fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt,
die neben den Fertigungs- und Materialeinzelkosten
angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und
Materialgemeinkosten sowie den Werteverzehr von
Anlagevermögen, soweit er durch den
Herstellungsprozess veranlasst ist, umfassen.
Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten
einbezogen. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wird
beachtet.
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen von
kundengebundenen Werkzeugen werden unter den Vorräten
offen abgesetzt. Soweit die erhaltenen Anzahlungen die
bisher angefallenen Anschaffungs- oder Herstellungskosten
übersteigen, werden sie unter den erhaltenen
Anzahlungen auf Bestellungen auf der Passivseite
ausgewiesen.
Bestandsrisiken im Vorratsbereich, die sich aus der
Lagerdauer und/oder verminderter Verwertbarkeit zum
Bilanzstichtag ergeben, werden bei der Bewertung durch
entsprechende Abschläge berücksichtigt.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert
abzüglich (soweit erforderlich)
Einzelwertberichtigungen bilanziert. Für Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen werden zusätzlich
Pauschalwertberichtigungen abgezogen, die in Höhe von
1% auf die Nettoforderungen ohne einzelwertberichtigte
Forderungen ermittelt werden.
Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden
Aufwendungen ausgewiesen, die die Folgejahre betreffen und
für die bis zum Abschlussstichtag eine Zahlung floss.
Die sonstigen Rückstellungen
berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und
ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind nach den
Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer
Beurteilung zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Rückstellungen für Verpflichtungen aus
Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells
gebildet und erfolgten nach den Regelungen der
IDW-Stellungnahme IDW RS HFA 3 vom 19.06.2013. Die
Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit
erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen.
Sofern biometrische Einflussfaktoren zu
berücksichtigen waren, wurden die "Richttafeln 2018 G"
der HEUBECK AG, Köln, verwendet. Die
Altersteilzeitrückstellungen wurden pauschal mit dem
von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten
durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben
Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen
Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2
HGB). Darüber hinaus werden Gehaltstrends
berücksichtigt. Die Rückstellungen für
Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits
abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie
enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum
Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen
der Gesellschaft.
Die erhaltenen Anzahlungen sind mit dem Nennbetrag
bewertet.
Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Geschäftsvorfälle in fremder Währung
werden grundsätzlich mit dem Kurs zum
Transaktionszeitpunkt erfasst. Kurzfristige
Fremdwährungsforderungen und -Verbindlichkeiten
(Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum
Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
III. Erläuterungen zur Bilanz
(1) Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens der
Gesellschaft ist im Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang
dargestellt.
(2) Vorräte
Der Ausweis der Vorräte in Höhe von TEUR
14.690 (Vorjahr: TEUR 14.860) umfasst im Wesentlichen Waren
an Roh- und Hilfsstoffen sowie unfertige und fertige
Erzeugnisse. Darüber hinaus sind auch Werkzeuge
verzeichnet, die zu einem späteren Zeitpunkt zum
Übergang in das Kundeneigentum vorgesehen sind.
Erhaltene Kundenzuschüsse für diese
Werkzeuge werden zum Bilanzstichtag als erhaltene
Anzahlungen auf Bestellungen gezeigt (TEUR 1.519; Vorjahr:
TEUR 1.704).
(3) Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Von den Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR
49.962 (Vorjahr: TEUR 25.969) entfallen 7 % auf Lieferungen
und Leistungen für Dritte und 90 % auf verbundene
Unternehmen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen
enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Cash Pooling
gegen die Tenneco Deutschland Holdinggesellschaft mbH,
Edenkoben, (im Folgenden: TDH) in Höhe von TEUR 45.017
(Vorjahr: TEUR 20.641). Die übrigen Forderungen gegen
verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und
Leistungsverkehr (TEUR 67; Vorjahr: TEUR 1).
Am 29. September 2008, zuletzt geändert am 29.
August 2023, schloss die Tenneco Zwickau GmbH mit der
CommerzFactoring GmbH, Mainz, Vereinbarungen über ein
Forderungsverkaufsprogramm auf revolvierender Basis ab. Zum
31. Dezember 2023 beträgt das maximale
Finanzierungsvolumen TEUR 90.000 (Vorjahr: TEUR 90.000)
für die gesamte deutsche Tenneco-Gruppe. Im Rahmen
dieses Programms wurden zum Jahresende 2023 Forderungen
übertragen in Höhe von TEUR 6.414 (Vorjahr: TEUR
5.305). Die im Rahmen des Forderungsverkaufsprogramms
(echtes Factoring) abgetretenen, aber noch nicht bezahlten
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.081;
Vorjahr: TEUR 1.240) werden in den sonstigen
Vermögensgegenständen erfasst.
3 % der Forderungen sind den Sonstigen
Vermögensgegenständen zuzuordnen. Diese umfassen
im Wesentlichen Forderungen aus ausländischer
Umsatzsteuer (TEUR 47; Vorjahr: TEUR 29) sowie sonstige
Forderungen (TEUR 149; Vorjahr: TEUR 93), welche vorrangig
Schrotterlöse sowie die Rückerstattung der
Ökosteuer beinhaltet.
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände sind - wie im Vorjahr -
innerhalb eines Jahres fällig.
(4) Rückstellungen
Wesentliche sonstige Rückstellungen wurden
gebildet für ausstehende Rechnungen (TEUR 657;
Vorjahr: TEUR 840) sowie für Verpflichtungen aus dem
Personal- und Sozialbereich (TEUR 2.039; Vorjahr: TEUR
1.109).
Die Rückstellungen aus dem Personal- und
Sozialbereich enthalten im Wesentlichen Rückstellungen
für Gleitzeitguthaben und Urlaubsansprüche (TEUR
241; Vorjahr: TEUR 312) sowie Rückstellungen für
Altersteilzeit (TEUR 500; Vorjahr: TEUR 634).
(5) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegenüber der
Gesellschafterin Tenneco GmbH, Edenkoben (TEUR 42.035;
Vorjahr: TEUR 19.980). Diese Verbindlichkeiten bestehen aus
Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung für
2023 (TEUR 20.783) und 2022 (TEUR 17.913) im Rahmen des
Ergebnisabführungsvertrages sowie aus
Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr
(TEUR 3.124). Daneben sind Verbindlichkeiten aus
umsatzsteuerlicher Organschaft enthalten (TEUR 215). Die
übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und
Leistungsverkehr (TEUR 4.871; Vorjahr: TEUR 2.912).
Erstmalig ausgewiesen wurden im Jahr 2023 auch
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in
Höhe von TEUR 905. Tenneco Inc. ersetzte im Jahr 2023
seine bestehende revolvierende Kreditfazilität in
Höhe von 600 Mio. USD durch eine Asset Based Lending
(ABL) Finanzierung in Höhe von 1,2 Mrd. USD. Diese
besteht aus einem Darlehen mit fester Laufzeit und mehreren
revolvierenden Tranchen. Die Gesamtfinanzierung unterteilt
sich in ein 125 Mio. USD FILO (First In Last Out) Darlehen
und eine 1.075 Mio. USD revolvierende ABL Finanzierung.
Diesem Kredit ist die Tenneco Zwickau GmbH als
gesamtschuldnerisch haftender Kreditnehmer beigetreten und
kann die eingeräumten Kreditlinien anteilig in
Anspruch nehmen.
Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten aus
erhaltenen Anzahlungen für Werkzeugkosten über
TEUR 806 (Vorjahr: TEUR 1.796).
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsverpflichtungen
(TEUR 814; Vorjahr: TEUR 777), Verbindlichkeiten aus
Steuern (TEUR 155; Vorjahr: TEUR 155) sowie
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (TEUR
15; Vorjahr: TEUR 5).
Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im
Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Alle Verbindlichkeiten sind unbesichert.
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
(1) Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse mit Fremdkunden entfallen auf
den Verkauf von Abgasanlagen und betragen TEUR 216.111
(Vorjahr: TEUR 207.821). Diese Umsätze werden nahezu
ausschließlich im Inland erzielt.
Daneben sind im Wesentlichen Umsatzerlöse mit
verbundenen Unternehmen der Tenneco-Gruppe in Höhe von
TEUR 390 (Vorjahr: TEUR 339), Erlöse aus dem Verkauf
von Werkzeugen in Höhe von TEUR 3.992 (Vorjahr: TEUR
2.992) sowie Schrotterlöse in Höhe von TEUR 180
(Vorjahr TEUR 324) enthalten.
(2) Sonstige betriebliche
Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe
von TEUR 374 (Vorjahr: TEUR 276) enthalten im Wesentlichen
Erträge aus Kostenerstattung von Lieferanten und
Intercompany Werken in Höhe von TEUR 67 (Vorjahr: TEUR
99), aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR
231 (Vorjahr: TEUR 97) sowie aus Zuzahlungen zur
Inanspruchnahme von Firmenfahrzeugen und Job-Rad in
Höhe vom TEUR 76 (Vorjahr: TEUR 79).
(3) Materialaufwand
Der Materialaufwand bildet sich
größtenteils durch Aufwendungen für den
Kauf von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie externen
Produktionsleistungen durch verlängerte
Werkbänke.
(4) Personalaufwand
Der Personalaufwand beläuft sich auf TEUR 20.344
und ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen (Vorjahr: TEUR
17.369). Er enthält Aufwendungen für
Restrukturierung in Höhe von TEUR 1.078 (Vorjahr: TEUR
0).
(5) Sonstige betriebliche
Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe
von TEUR 20.178 erhöhten sich gegenüber dem
Vorjahr um TEUR 431. Sie enthalten unter anderem
insbesondere Managementumlagen, welche sich durch eine
erstmals zu entrichtende Lizenzgebühr an das
amerikanische Mutterunternehmen signifikant erhöht
haben, aber auch Miet- und Leasinggebühren,
Aufwendungen für Leiharbeiter aufgrund der
wirtschaftlichen Entwicklung am Standort sowie Kosten
für Logistikservice sowie Reparaturen und
Fremdleistungen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten -
wie im Vorjahr - keine periodenfremden Aufwendungen.
(6) Zinsergebnis
Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe
von TEUR 505 (Vorjahr: TEUR 125) enthalten Aufwendungen aus
den Factoring-Zinsen und anderen sonstigen
Zinsaufwendungen. Zinserträge bilden sich mit der TDH
in Höhe von TEUR 1.546 (Vorjahr: TEUR 300).
(7) Sonstige Steuern
Die sonstigen Steuern beinhalten ausschließlich
Kfz-Steuer.
V. Nachtragsbericht (oder Ereignisse
nach dem Bilanzstichtag)
Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind bis
heute keine Vorgänge von besonderer Bedeutung
eingetreten, die sich auf den Jahresabschluss zum 31.
Dezember 2023 hätten auswirken können.
VI. Sonstige Angaben
Haftungsverhältnisse
Im Rahmen des Factoring besteht zum Bilanzstichtag
eine Globalbürgschaft der gesamten deutschen
Tenneco-Gruppe zugunsten des Factorers.
Auf Basis der zum Aufstellungszeitpunkt vorliegenden
Erkenntnisse geht die Geschäftsführung nicht von
einer Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen
aus.
Im Übrigen bestehen zum Bilanzstichtag keine
angabepflichtigen Haftungsverhältnisse nach § 251
HGB.
Sonstige finanzielle
Verpflichtungen
Aus Miet- und Leasingverträgen resultieren
zukünftige finanzielle Verpflichtungen in Höhe
von TEUR 5.192 (Vorjahr: TEUR 5.108) mit Laufzeiten bis zum
Jahr 2028.
Darin sind keine Verpflichtungen gegenüber
verbundenen Unternehmen enthalten.
Honorar des Abschlussprüfers
Das vom Abschlussprüfer berechnete Honorar
für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 64
und ist ausschließlich für
Abschlussprüfungsleistungen angefallen.
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
|
2023 |
2022 |
| Gewerbliche
Arbeitnehmer |
281 |
270 |
| Angestellte |
64 |
64 |
| Gesamt |
345 |
334 |
Im Jahresmittel 2023 sind unter den 345 Mitarbeitern
7 Auszubildende (Vorjahr: 7 Auszubildende).
Geschäftsführung
Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr
und bis zum Datum der Aufstellung des Jahresabschlusses:
| ― |
Herr Friedrich Kurt Eger,
Reinsdorf, Plant Manager, Tenneco Zwickau (bis 29.
November 2023)
|
| ― |
Herr Willi Detlev Baudach,
Pulheim, Vice President and General Manager, Tenneco
Clean Air Europe (bis 29. November 2023)
|
| ― |
Herr Oliver Pfirrmann, Essingen,
Vice President und General Manager EMEA, Tenneco
Clean Air Europe-Tenneco GmbH (seit 29. November
2023)
|
| ― |
Herr Tomasz Marcin Sgaslik,
Bornheim, Managing Director, Tenneco GmbH, Edenkoben
(seit 29. November 2023)
|
Da nur ein Geschäftsführer für seine
Tätigkeit von der Gesellschaft eine Vergütung
erhält, wird die Befreiungsvorschrift des § 286
Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.
Mutterunternehmen und verbundene
Unternehmen
Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss
für den größten und zugleich kleinsten
Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft
einbezogen wird, ist die Apollo Global Management Inc., New
York, New York/USA. Ihr nach den Regelungen der US-GAAP
erstellter Konzernabschluss ist auf Anforderung am Sitz des
Unternehmens (9 West 57th Street, 42nd Floor, New York, New
York/USA) erhältlich und wird bei der U.S. Securities
and Exchange Commission (SEC), Washington D.C./USA, unter
der Commission File Number 001-41197 hinterlegt.
Ergebnisverwendung
Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR
20.783 wird aufgrund des bestehenden
Ergebnisabführungsvertrages an die Tenneco GmbH,
Edenkoben, abgeführt.
Zwickau, den 16. August
2024
Tenneco Zwickau GmbH
Die Geschäftsführung
| Oliver Pfirrmann |
Tomasz Sgaslik |
Entwicklung des Anlagevermögens im
Geschäftsjahr 2023
|
|
Bruttobuchwerte |
|
|
Stand am
01.01.2023 |
Zugänge |
Umbuchungen |
Abgänge |
Stand am
31.12.2023 |
|
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I. |
Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
Entgeltlich erworbene
Software |
525.922,82 |
1.450,00 |
353,50 |
0,00 |
527.726,32 |
| II. |
Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1. |
Technische Anlagen und
Maschinen |
27.537.560,70 |
190.083,99 |
122.334,01 |
1.472.643,19 |
26.377.335,51 |
| 2. |
Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
12.520.149,23 |
652.007,23 |
1.988.405,84 |
115.163,57 |
15.045.398,73 |
| 3. |
Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau |
2.112.739,05 |
1.043.834,77 |
-2.111.093,35 |
0,00 |
1.045.480,47 |
|
|
42.170.448,98 |
1.885.925,99 |
-353,50 |
1.587.806,76 |
42.468.214,71 |
|
|
42.696.371,80 |
1.887.375,99 |
0,00 |
1.587.806,76 |
42.995.941,03 |
|
|
Kumulierte
Abschreibungen |
|
|
Stand am
01.01.2023 |
Zugänge |
Abgänge |
Stand am
31.12.2023 |
|
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I. |
Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
Entgeltlich erworbene
Software |
470.211,82 |
26.758,50 |
0,00 |
496.970,32 |
| II. |
Sachanlagen |
|
|
|
|
| 1. |
Technische Anlagen und
Maschinen |
20.557.652,76 |
1.702.220,62 |
1.428.430,20 |
20.831.443,18 |
| 2. |
Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
9.334.617,25 |
727.162,23 |
112.945,57 |
9.948.833,91 |
| 3. |
Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
|
29.892.270,01 |
2.429.382,85 |
1.541.375,77 |
30.780.277,09 |
|
|
30.362.481,83 |
2.456.141,35 |
1.541.375,77 |
31.277.247,41 |
|
|
Nettobuchwerte |
|
|
Stand am
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
|
EUR |
EUR |
| I. |
Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
Entgeltlich erworbene
Software |
30.756,00 |
55.711,00 |
| II. |
Sachanlagen |
|
|
| 1. |
Technische Anlagen und
Maschinen |
5.545.892,33 |
6.979.907,94 |
| 2. |
Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
5.096.564,82 |
3.185.531,98 |
| 3. |
Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau |
1.045.480,47 |
2.112.739,05 |
|
|
11.687.937,62 |
12.278.178,97 |
|
|
11.718.693,62 |
12.333.889,97 |
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Tenneco Zwickau GmbH, Zwickau
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Tenneco Zwickau
GmbH, Zwickau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember
2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Tenneco
Zwickau GmbH, Zwickau, für das Geschäftsjahr vom
1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer
Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die
Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen
Vertreter für den Jahresabschluss und den
Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
|
| ― |
gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme
der Gesellschaft abzugeben.
|
| ― |
beurteilen wir die
Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
|
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
|
| ― |
beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
|
| ― |
beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage der Gesellschaft.
|
| ― |
führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben
im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten
Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde
gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten
Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten
Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen
geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
|
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Dresden, den 28. Oktober
2024
Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Thomas Sauer |
Jan Kahlert |
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Wirtschaftsprüfer |
Wirtschaftsprüfer |
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