Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 3477
Vorher
Gillet-Abgassysteme Zwickau GmbH
Eingetragen
4.11.1991
Branche
Herstellung von MetallkonstruktionenHerstellung von Schneidwaren und Bestecken aus unedlen MetallenHerstellung von nicht elektrischen Haushaltsartikeln aus Metall
Gegenstand
Handel und Be- und Verarbeitung von Metallteilen, insbesondere Produktion, Herstellung und Zusammenbau von Abgassystemen, ferner Konstruktion und Herstellung von Lehren und Werkzeugen, allein oder in Kooperation mit anderen Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Cynthia Markstein
seit 22.9.2025
Prokura
Matthias Millers
seit 2.12.2024
Geschäftsführer
Oliver Pfirrmann
seit 8.12.2023
Geschäftsführer
Marc Rahmel
seit 29.1.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert99.99% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
89.75%
Tenneco Automotive Operating Company LLCUSA
10.24%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.534.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Tenneco Zwickau GmbH

Zwickau

Jahresabschluss 2023

Handelsregister: HRB-Nr. 3477 beim Amtsgericht Chemnitz

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

1A Geschäftsmodell der Gesellschaft


Die Tenneco Zwickau GmbH ist in einen weltweiten Konzern unter US-amerikanischer Leitung eingebettet. Der Konzern ist im Bereich der Herstellung und des Vertriebs von Teilen für die Automobilindustrie, insbesondere für Verbrennungsmotoren, tätig.

1B Forschung und Entwicklung (F&E)


Die Tenneco Zwickau GmbH betreibt am Standort keine eigene Forschung und Entwicklung.

2. Wirtschaftsbericht

2A Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Darstellung des Geschäftsverlaufs

2A1 Branchenentwicklung von Zulieferindustrie und Automobilherstellern in Deutschland und weltweit


Der konjunkturelle Verlauf des Jahres 2023 war durch die globalen Krisen beeinträchtigt. Unter anderem durch die Folgen des weiter anhaltenden Krieges in der Ukraine und weiteren Eskalationen im Nahen Osten. Insgesamt wuchs die Wirtschaft global. Jedoch zeigt sich für das vierte Quartal 2023 für die weltweite Konjunktur ein unterschiedliches Bild. Im Euroraum und China stagnierte die Wirtschaftsleistung wohingegen in den USA die Wirtschaft expandiert.


Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Industrieproduktion. Diese erhöhte sich weltweit leicht aufgrund wachsender Aktivitäten in den Schwellenländern. Bei den Industrien im Euroraum sinkt die Produktion tendenziell seit einem Jahr. (Monatsbericht Deutsche Bundesbank Februar 2024, S. 7)


Auch im Jahr 2024 setzt sich ein uneinheitliches Bild fort. Während Chinas Wirtschaftswachstum nachlässt, wächst der Euroraum moderat. In den USA wächst die Wirtschaft weiter. Weltweit, insbesondere in den USA und Japan, stieg die industrielle Produktion in der ersten Hälfte des Jahres 2024 deutlich an. Einzig der Euroraum konnte hinsichtlich der industriellen Produktion nicht mithalten. Dort nahm die Produktionsleistung ab. (Monatsbericht Deutsche Bundesbank August 2024, S. 5)


In der Bundesrepublik Deutschland entwickelte sich die gesamtwirtschaftliche Leistung im Jahr 2023 negativ. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt 2023 verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %. Hier machte sich die schwächere Auslandsnachfrage und die hohen Energiekosten bemerkbar, die auf der Industrieproduktion lasten. Weiterhin dämpfen die stark gestiegenen Finanzierungskosten die Investitionstätigkeit. (Monatsbericht Deutsche Bundesbank Januar 2024, S. 5)


Die Inflationsrate lag im Jahresdurchschnitt bei 6,0 % (2022: 8,7 %). Dabei war die Inflationsrate im Jahresverlauf stark rückläufig von 8,6 % im Januar auf 2,9 % im Dezember. (Monatsbericht Deutsche Bundesbank Januar 2024, S. 8)


Auch im ersten Halbjahr 2024 war für die Bundesrepublik Deutschland keine Trendwende spürbar. Nach kurzem Aufwind im ersten Quartal 2024 mit einem BIP-Wachstum von 0,2 % sank das reale Bruttoinlandsprodukt saisonbereinigt im zweiten Quartal wieder um 0,1 % gegenüber dem Vorquartal. Die Kernrate der Inflation blieb im bisherigen Verlauf des Jahres 2024 weitgehend unverändert bei 3,3 %. (Monatsbericht Deutsche Bundesbank August 2024, S. 9-11)


Im Schlussquartal 2023 ging die Industrieproduktion gegenüber dem Vorquartal zurück. Diesen Trend konnten auch die rückläufigen Energiepreise nicht bremsen. Neben den höheren Finanzierungskosten wirkt sich die Unsicherheit über die zukünftige Fiskal- und Klimapolitik belastend auf das Wirtschaftsgeschehen aus.


Entgegen dem rückläufigen Trend der Industrieproduktion zeigte sich die Automobilproduktion stabil. Zwar gingen in diesem Bereich die Zahl der verkauften Pkws im Dezember 2023 etwas zurück. Hauptursache war ein Sondereffekt (Änderung der Förderung von E-Autos). Über das gesamte Jahr jedoch stieg die Anzahl der verkauften Autos um 13,7 % in der EU (inkl. EFTA und UK). Dieses Bild zeigt sich auch weltweit, da fast alle Märkte zweistellig gewachsen sind.


(https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2024/240118_PM_Internationale-Pkw-M-rkte-im-Jahr-2023-mit-kr-ftigem-Wachstum)


Nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie e.V. (VDA) betrug die Anzahl der 2023 in Deutschland neu zugelassenen Pkw 2,8 Mio. Fahrzeuge. Dies entspricht einer Steigerung von 7 % gegenüber 2022. Weltweit wuchs die Anzahl der Neuzulassungen ebenfalls deutlich. Erwähnt sei dabei der europäische Pkw-Markt mit 14 % mehr zugelassenen Fahrzeugen und der US-Light-Vehicle-Markt mit einem Anstieg von 12 %.


Bei den Nutzfahrzeugen wurden 359.689 Einheiten zugelassen. Dies entspricht einer Steigerung von 15 % gegenüber 2022 (312.391 Einheiten).


(https://www.vda.de/de/aktuelles/zahlen-und-daten/jahreszahlen/neuzulassungen-und-besitzumschreibungen).


Ebenso wie die Neuzulassungen legten die Pkw-Exporte aus Deutschland mit 17 % deutlich auf 3,11 Mio. Einheiten zu gegenüber 2,65 Mio. Einheiten in 2022. Dies entspricht einer Exportquote von 75,7 %. Dabei ist Europa nach wie vor der wichtigste Exportmarkt mit einem Anteil von 57 % (2022: 54 %).


(https://www.vda.de/de/aktuelles/zahlen-und-daten/jahreszahlen/export)


Der VDA berichtet, dass der Umsatz der Zulieferindustrie im Jahr 2023 mit 92,1 Mrd. Euro 9 % über den Vorjahreswerten lag. Dabei stieg das Geschäft mit den ausländischen Kunden um 12 % stärker an als der Inlandsumsatz. Die Exporterlöse beliefen sich auf 40,8 Mrd. Euro. Die Inlandsumsätze stiegen um 7 % und lagen damit bei 51,3 Mrd. Euro.


(https://www.vda.de/de/aktuelles/zahlen-und-daten/jahreszahlen/allgemeines)


Die gesamte Automobilindustrie am Standort Deutschland konnte im Jahr 2023 weiterhin einen zweistelligen Anstieg der Gesamtumsätze verzeichnen. Gegenüber dem Vorjahr 2022 stiegen die Erlöse um 11 % auf 564,2 Mrd. Euro. In den Zahlen spiegelt sich eine deutlich verbesserte Fahrzeugverfügbarkeit für die Kunden wider. Insgesamt steigerte sich der Umsatz mit inländischen Kunden auf 171,1 Mrd. Euro, was einer Steigerung von 11 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Bei den Exporten zeigt sich ein noch positiverer Verlauf. Hier stiegen die Umsätze auf 393,1 Mrd. Euro, dies entspricht einer Steigerung von 12 % im Vergleich zum Vorjahr.


(https://www.vda.de/de/aktuelles/zahlen-und-daten/jahreszahlen/allgemeines)


Die Anzahl der Mitarbeiter in der Zulieferindustrie verringerte sich im Jahresdurchschnitt minimal auf 273.476. Dies entspricht -0,15 % gegenüber dem Vorjahr. In der gesamten Automobilindustrie hingegen erhöhte sich die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten leicht auf 779.662. Dies entspricht +0,69 % gegenüber dem Vorjahr.


(https://www.vda.de/de/aktuelles/zahlen-und-daten/jahreszahlen/allgemeines).

2A2 Darstellung des Geschäftsverlaufs

Geschäfts- und Umsatzentwicklung


Die Tenneco Zwickau GmbH gehört als Tochterunternehmen der Tenneco GmbH zum europäischen Geschäftszweig der Apollo Global Management Inc., USA. Tenneco gehört zu den weltweit größten Zulieferern von Abgas- und Fahrwerksystemen im Erstausrüstungs- und Ersatzteilmarkt und produziert am Standort Zwickau Abgasanlagen für viele namhafte Hersteller der Automobil- und Nutzfahrzeug-Industrie.


Die Tenneco Zwickau GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 220,6 Mio. EUR (Vorjahr: 211,5 Mio. EUR).


Im Bereich der Abgassysteme wurden mit 216,5 Mio. EUR 4,0 % mehr als im Vorjahr umgesetzt. Einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr zeigt mit 8,3 Mio. EUR sowohl der Verkauf von Abgassystemen an Drittkunden (Vorjahr: 207,8 Mio. EUR) als auch die Umsätze im Geschäft mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR).


Die Erlöse wurden überwiegend im Inland erzielt. Der Umsatz im Bereich Abgassysteme wurde zu 99,8 % mit Drittkunden realisiert und zu 0,2 % mit Gesellschaften im Konzernverbund.


Der im Jahr 2023 mit dem Bau von Werkzeugen und Vorrichtungen realisierte Umsatz von 3,9 Mio. EUR stieg ebenfalls an (Vorjahr: 3,0 Mio. EUR).


Zu unseren wesentlichen Kunden zählen im Nutzfahrzeugbereich John Deere, Deutz, die Daimler Truck AG und Scania sowie im PKW-Bereich die Automobilhersteller Mercedes-Benz und Volkswagen.


Der Anteil des sogenannten Pass Through Umsatzes (beschichtete Substrate zur katalytischen Schadstoff- bzw. Partikelreduktion, welche durch unsere Kunden verhandelt und von uns kostendeckend an unsere Kunden verkauft werden) an Drittkunden stieg auf 77,4 Mio. EUR. Prozentual betrachtet liegt der Anteil in Bezug auf den Gesamtumsatz mit 35,8 % leicht über dem Vorjahreswert (Vorjahr: 35,7 % bei 74,1 Mio. EUR).


Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatzerlöse und EBIT.

Neuanläufe des Jahres 2023


Durch die stetig steigenden gesetzlichen Umweltanforderungen sowie Reduzierung der Emissionsgrenzwerte ändert sich unsere Produktpalette analog zu den Fahrzeugen und Anforderungen unserer Kunden. Im Jahr 2023 erhielten wir Neuaufträge der Kunden Deutz und Scania mit einem Umsatzvolumen von insgesamt ca. 168 Mio. EUR für die Geschäftsjahre 2026 bis 2030. Des Weiteren wurden verschiedenste technische Änderungen bei der bereits vorhandenen Produktpalette implementiert, um die Kundenanforderungen auch in Zukunft zu erfüllen. Darüber hinaus wurden verstärkt Optimierungs- und Kosteneinsparmaßnahmen geplant und implementiert.

Absatzpreise


Wir besitzen langfristige Lieferverträge mit den Fahrzeugherstellern. Insbesondere bei Laufzeitverlängerungen sind wir verpflichtet, die Absatzpreise regelmäßig zu senken. Dieser Preisdruck erfordert kontinuierliche Kostensenkungsmaßnahmen um wettbewerbsfähig zu bleiben und ein gutes Geschäftsergebnis zu erwirtschaften.

Produktion und Rationalisierung


Die Produktion stabilisierte sich im Geschäftsjahr 2023 weiter. Die negativen Einflüsse der COVID-19-Pandemie sind im Wesentlichen überwunden. Wir erreichten eine kontinuierliche Steigerung der Produktionsstunden um 3 % im Vergleich zum Vorjahr und übertrafen dabei auch die ursprüngliche Prognose (+10 %). Im Jahr 2023 wurden weiter Leiharbeitnehmer in der Produktion beschäftigt.


Mit unseren Continuous Improvement (CI) Projekten zur Reduzierung der Kosten verbessern wir unsere Produktions- und Logistikprozesse und optimieren den Materialeinsatz. CI ist ein wichtiger Bestandteil der Tenneco Process Excellence Strategie und trägt einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen unserer Kostenziele bei. In der Abteilung CI ist auch das betriebliche Verbesserungsvorschlagswesen angesiedelt, wo unsere Mitarbeiter Ideen zur Verbesserung der Prozesse einreichen können. Um unsere Kostenstruktur weiter zu verbessern und neue Potenziale zu identifizieren, erhalten wir zudem seit 2023 aktive Unterstützung von externen Partnern. Im Bereich der Produktion wurden verschiedene Fertigungslinien optimiert, um die Ausbringung den Kundenanforderungen anzupassen und die Produktionskosten zu reduzieren. Des Weiteren gibt es zahlreiche Projekte zur Optimierung von indirekten Materialkosten sowie externer Services sowie Vorratsoptimierung.


Unser Produktmix blieb gleich. Wir beliefern im Wesentlichen Kunden aus dem Bereich der Nutzfahrzeuge.

Mitarbeiter


Weltweit sind alle Mitarbeiter durch die Unternehmensvision und unsere zentralen Werte vereint.


Ehrlichkeit schafft Vertrauen. Durch eine offene und ehrliche Umgangsweise diskutieren wir produktiver und unterstreichen jederzeit die positiven Absichten. Mit einem fokussierten Plan wird an vereinfachten Prozessen gearbeitet um Klarheit zu schaffen, Entscheidungsebenen zu minimieren und Silodenken abzuschaffen. Eine schnelle Entscheidungsfindung ist essentiell für den Unternehmenserfolg. Unser globales Team wird innerhalb der Organisationsstruktur danach ausgerichtet. Weiterhin wird die Übernahme von Verantwortung in den Mittelpunkt gestellt. Eine stetige Umsetzung bildet das Fundament der Unternehmenskultur sowie die Grundlage des Handelns. Ziel ist es darüber hinaus, das Vertrauen und die Zuversicht der Mitarbeiter und Kunden ausnahmslos zu gewinnen.


Innovation sowie Aus- und Weiterbildung der eigenen Fachkräfte sind bedeutende zukunftsweisende Werte um mit Verantwortlichkeit, Ergebnisorientierung, Engagement und Nachdruck sowie Zielstrebigkeit unsere Kunden stets zufrieden zu stellen.


Zum Jahresende 2023 waren am Standort Zwickau 342 Mitarbeiter beschäftigt, davon sind 9 Personen Auszubildende im gewerblich-technischen Bereich. Im Jahresmittel 2023 waren am Standort Zwickau 345 Mitarbeiter tätig.

Logistik und Vorratsmanagement


Unser Wareneingang wird als Teil der Logistik durch einen externen lokalen Dienstleister durchgeführt. Die langjährige Zusammenarbeit entstand aus der Notwendigkeit von erweiterten Lagerkapazitäten durch gestiegenes Produktionsvolumen der vergangenen Jahr sowie den dafür nicht ausgelegten infrastrukturellen Gegebenheiten des Werksgeländes. Aktives Vorratsmanagement findet durch unsere Materialdisposition statt. Da wir aufgrund unseres Produktspektrums von zahlreichen Lieferanten aus Übersee beziehen, ist eine Bestandssteuerung mit Sicherheitsbeständen sowie die Überwachung des Transitbestandes von besonderer Bedeutung, um die lückenlose Materialversorgung sicherzustellen. Die Versandtätigkeiten werden durch eigenes Personal innerhalb des Werksgeländes abgewickelt.

Beschaffung


Die Herstellungskosten unserer Erzeugnisse werden wesentlich durch den hohen Materialkostenanteil geprägt. Bezogen werden im Wesentlichen Rohre und Bleche sowie edelmetallbeschichtete Substrate. Mit der Aufnahme der Produktion von Abgasanlagen für Land- und Baumaschinen kamen Montageteile hinzu, die wir von mitunter kundennominierten Lieferanten zu einem wesentlichen Teil aus den USA oder Asien beziehen.


Das bedeutendste Rohmaterial in seinen verschiedenen Qualitäten ist Edelstahl. Die Stahlpreise orientieren sich an den Weltmarktpreisen und sind durch politische Entscheidungen wie Zölle und Subventionen beeinflusst. Die Marktsituation für Edelstahl ist gekennzeichnet durch einige sehr große Lieferanten, die Preisanpassungen im Markt durchsetzen können. Die Konzentration im Einkaufsvolumen nahm im Geschäftsverlauf des Jahres 2023 leicht zu. 90 % des Einkaufsvolumens werden in 2023 durch 62 Lieferanten abgedeckt, in 2022 waren dies 67 Lieferanten. Der Anteil von Substraten am Einkaufsvolumen liegt mit 38,4 % unter dem Vorjahreswert von 39,2 %. Der Anteil des von ausländischen Lieferanten bezogenen Einkaufsvolumens ist mit 36,2 % gegenüber dem Vorjahr (38,7 %) gesunken. Der in Fremdwährung bezogene Anteil stieg leicht von 5,6 % in 2022 auf 7,7 % in 2023. Wesentliche Fremdwährung in 2023 war wie bereits in den Vorjahren der US-Dollar.


Der Anteil des von verbundenen Unternehmen bezogenen Einkaufsvolumens stieg von 9,8 % in 2022 auf 11,3 % in 2023.

Materialpreise


Wir verwenden eine Vielzahl von Stahllegierungen, wobei überwiegend Edelstähle zum Einsatz kommen. Die Preise für die Legierungszuschläge im Edelstahl erholten sich im Geschäftsjahr nach dem signifikanten Anstieg im Vorjahr. Das Preisniveau der Legierungszuschläge lag beim Einkaufsmix der von uns beschafften Legierungen im Jahresdurchschnitt 2023 in etwa um 12 % unter dem durchschnittlichen Preisniveau des Jahres 2022. Preiseffekte für die Legierungszuschläge geben wir in der Regel an unsere Kunden weiter.

Umweltschutz und Arbeitsschutz


Energie-, Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz sind bei Tenneco Zwickau GmbH fest in den Firmenzielen verankert.


Zu Beginn des Jahres 2023 wurde zur Erreichung dieser Firmenziele ein EUAG-Programm erstellt. Die Reduzierung von Treibhausgasemissionen durch nachhaltige Senkung der Verbräuche an Strom & Gas und auch die Abfallreduzierung sind im Energiemanagement verankert. Durch ein aktives Gefahrstoffmanagement tragen wir außerdem zum Umwelt- und Arbeitsschutz bei.


Schweißprozesse stellen in unserem Unternehmen einen absoluten Schwerpunkt dar. Rauchgase, Lärmemissionen, Abfall und Energiebedarf haben eine hohe Priorität bei der Durchsetzung von Maßnahmen zur Minderung von Umweltbelastungen sowie des spezifischen Energieverbrauchs. Für die Einhaltung der Arbeitsplatz-Grenzwerte werden regelmäßig Messungen zur Sicherstellung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes erstellt. Durch regelmäßige Safety Walks im Unternehmen sowie zahlreiche Near Miss Beobachtungen mit Fokus auf das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung und der Arbeitsplatzergonomie wird die Arbeitssicherheit stetig überwacht und verbessert. Mit weiteren Messprogrammen und daraus resultierenden Maßnahmen wird auch energetisch an einer stetigen Verbesserung gearbeitet.


Das Werk Zwickau ist nach ISO 14001:2015 und ISO 45001:2018 zertifiziert. Im Jahr 2023 erfolgte das Überwachungsaudit nach ISO 14001:2015 und das Rezertifizierungsaudit ISO 45001:2018. Ebenso wurde dem Unternehmen im Rahmen des Überwachungsaudits zu ISO 50001:2018 das Vorhandensein eines effektiven Managementsystems zur Verbesserung der Energieeffizienz bestätigt.


Die Vorteile eines effektiven Umwelt- und Energiemanagementsystems sind eine Erhöhung der Motivation der Mitarbeiter durch verbesserten Arbeitsschutz, eine Senkung von Ausfallzeiten und Produktionsunterbrechungen sowie Wettbewerbsvorteile als sicheres und energieeffizientes Unternehmen.

Unternehmensverbindungen


Mit der Gesellschafterin der Tenneco Zwickau GmbH, der Tenneco GmbH, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag, in dem sich die Tenneco Zwickau GmbH verpflichtet, den handelsrechtlichen Jahresüberschuss an die Gesellschafterin abzuführen. Die Gesellschafterin ist im Gegenzug dazu verpflichtet, einen eventuellen Jahresfehlbetrag der Tenneco Zwickau GmbH zu übernehmen.

2B Darstellung der Lage

2B1 Ertragslage


Im Jahr 2023 entwickelte sich der Gesamtumsatz positiv im Vergleich zum Vorjahr und stieg auf 220,6 Mio. EUR (Vorjahr: 211,5 Mio. EUR), wobei der Anstieg wie prognostiziert marktpreisbedingt im Pass Through- sowie Legierungszuschlags-Anteil liegt. Der Ertrag aus dem Bereich der Werkzeuge stieg nur geringfügig um 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 2,9 Mio. EUR).


Der Rohertrag (unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung) ist im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 Mio. EUR auf 61,3 Mio. EUR gestiegen. Die Rohertragsmarge hat sich produktspektrumsbedingt dabei von 26,4 % auf 27,8 % verbessert und lag damit im Rahmen der Erwartungen der Jahresplanung.


Der Gesamtumsatz 2023 ohne Pass Through- und Legierungsanteil lag 14 % über der Jahresbudgetplanung.


Der Anteil der Fertigungskosten erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr leicht. Dabei ist auch ein Anstieg in den Fertigungskosten je Standardfertigungszeiteinheit gegenüber dem Vorjahreswert festzustellen, welcher auch höher als in der Jahresbudgetplanung prognostiziert ausfiel. Der Anteil der bezogenen Rohmaterialien und Komponenten am Gesamtumsatz ohne Pass Through- und Legierungsanteil hat sich gegenüber der Jahresbudgetplanung leicht erhöht. Mit einem leicht positiven Ertrag sowohl aus dem Pass Through-Anteil auf Niveau der Jahresbudgetplanung als auch aus dem Legierungsanteil konnte eine insgesamt stabile Rohertragsmarge erzielt werden.


Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 0,4 Mio. EUR und erhöhten sich um 0,1 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr.


Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 20,2 Mio. EUR sind Vergleich zum Vorjahr moderat und marktpreisbedingt um 0,4 Mio. EUR gestiegen. Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind 8,7 Mio. EUR für die Managementumlage angefallen, vorwiegend für administrative Aufgaben des internationalen Konzernmanagements in den Konzernzentralen, für Projektforschung und -entwicklung am Standort in Edenkoben sowie für die Verkaufsaktivitäten der einzelnen Key Account Teams.


Zum Jahresende blieb der Mitarbeiterstamm mit 342 Personen unverändert (Vorjahr: 342). Aufgrund der branchenüblich gestiegenen Lohnkosten, Restrukturierungskosten sowie unterjährigen Veränderungen in den verschiedenen Mitarbeitergruppen, ist ein um 3,0 Mio. EUR erhöhter Personalaufwand von 20,4 Mio. EUR zu verbuchen. Aufgrund der gestiegenen Kosten erhöhte sich die Personalkostenquote auf 9,2 % (Vorjahr: 8,2 %).

2B2 Finanzlage und Liquidität


Die Liquidität der Tenneco Zwickau GmbH als Tochter der Tenneco GmbH ist durch die Einbindung in den mit der TDH bestehenden Cash Pool jederzeit gesichert.


Tenneco Inc. ersetzte im Jahr 2023 seine bestehende revolvierende Kreditfazilität in Höhe von 600 Mio. USD durch eine Asset Based Lending (ABL) Finanzierung in Höhe von 1,2 Mrd. USD. Diese besteht aus einem Darlehen mit fester Laufzeit und mehreren revolvierenden Tranchen. Die Gesamtfinanzierung unterteilt sich in ein 125 Mio. USD FILO (First In Last Out) Darlehen und eine 1.075 Mio. USD revolvierende ABL-Finanzierung. Diesem Kredit ist die Tenneco Zwickau GmbH als gesamtschuldnerisch haftender Kreditnehmer beigetreten und kann die eingeräumten Kreditlinien anteilig in Anspruch nehmen. Die Besicherung der Darlehen erfolgt unter anderem über umfassende Vermögensgegenstände der Tenneco Zwickau GmbH wie Kundenforderungen, Vorratsbestände, technische Anlagen und Maschinen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Soweit rechtlich möglich dienen die Sicherungswerte gesamtschuldnerisch zur Besicherung des gesamten Darlehens. Diese Form der Besicherung ist in international agierenden Konzernen eine übliche Vorgehensweise, um bestmöglich den Finanzierungsbedarf abzudecken. Hierdurch wird auch die Tenneco Zwickau GmbH insoweit begünstigt. Diese Liquidität steht der Tenneco Zwickau GmbH über den konzerninternen Cashpool zur Verfügung.


Auch im Jahr 2023 wurden alle über die im geschäftsüblichen Rahmen angefallenen Lieferantenkredite hinausgehenden Finanzierungsmaßnahmen über den bei der TDH bestehenden Cash Pool durchgeführt. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 Forderungen gegen den Cash Pool in Höhe von 45,02 Mio. EUR aus (Vorjahr: 20,6 Mio. EUR). 25,6 % des Gesamtkapitals (19,7 Mio. EUR) entfallen auf Lieferantenkredite (Vorjahr: 40,0 %).


Die Zinsaufwendungen sind in Höhe von 0,5 Mio. EUR aufgrund der Veränderung der Factoring-Zinsen gestiegen.


Nach dem Gewinn von 17,9 Mio. EUR im Vorjahr entstand im Jahr 2023 ein Gewinn von 20,8 Mio. EUR, der aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die Tenneco GmbH, Edenkoben, abgeführt wird.

2B3 Investitionen


Nicht nur die Erweiterung der globalen Präsenz mit der Erschließung neuer Märkte, sondern auch die stets wachsenden Anforderungen an Umweltschutz, Technologiefortschritt sowie die kontinuierliche Verbesserung von Sicherheit und Qualität, veranlasst Tenneco jährlich in technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung zu investieren.


2023 wurden 1,9 Mio. EUR investiert (Vorjahr: 2,3 Mio. EUR). Die drei größten Projekte, in die 2023 investiert wurde, waren: Investitionen für die Industrialisierung neuer Scania-Produkte, Ersetzung von alten Kompressoren und Kapazitätserweiterungen bei Deutz-Produkten.


Für 2024 werden Investitionen in etwa gleicher Höhe wie im Vorjahr prognostiziert. Im Mittelpunkt der Planung stehen Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Absauganlagen im Werk, sowie die Erhöhung der Ausbringungsmengen und Industrialisierung neuer Produkte.


2023 betrug der Gesamtaufwand für Abschreibungen 2,5 Mio. EUR.

2B4 Vermögenslage


Bei einer Verminderung des Anlagevermögens um 0,6 Mio. EUR änderte sich die Vermögensstruktur auf 15 % des Anlage- und 85 % des Umlaufvermögens (während im Vorjahr das Anlagevermögen bei einer niedrigeren Bilanzsumme 23 % und das Umlaufvermögen 77 % ausmachten).


Die Vorräte sind, vermindert um erhaltene Anzahlungen, um insgesamt 0,2 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr gesunken. Der Bestand der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe verminderte sich um 0,2 Mio. EUR, während sich der Bestand an unfertigen und fertigen Erzeugnissen, Handelswaren sowie Werkzeugen um 0,2 Mio. EUR erhöhte. Der Bestand an Werkzeugen in Höhe von 2,5 Mio. EUR hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Mio. EUR vermindert.


Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Bilanzstichtag mit 3,6 Mio. EUR ausgewiesen und somit 0,4 Mio. EUR niedriger als im Vorjahr.


Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen verminderten sich auf 45,1 Mio. EUR (Vorjahr: 20,6 Mio. EUR).


Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen im Wesentlichen die Forderungen aus Factoring mit 1,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR).


Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft bleibt der Betrag des Eigenkapitals mit 3,6 Mio. EUR unverändert.


Die sonstigen Rückstellungen veränderten sich auf 3,3 Mio. EUR und bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für personalbezogene Rückstellungen wie Arbeitszeitkonten, Tantieme, Altersteilzeit, Urlaub und Abfindungen (2,0 Mio. EUR) sowie für ausstehenden Eingangsrechnungen (0,7 Mio. EUR).


Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen für Werkzeugkosten über 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1,8 Mio. EUR).


Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten sind in 2023 um 1,8 Mio. EUR auf 19,7 Mio. EUR gesunken, was im Wesentlichen auf das gestiegene Umsatz- und Produktionsvolumen in 2023 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahr zurückzuführen ist.


Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen um 24,0 Mio. EUR auf 47,0 Mio. EUR. Diese Veränderung resultiert aus der Ergebnisabführung des Jahresabschlusses 2022, welche aufgrund des Gesellschafterbeschlusses im Dezember 2023 erst im Januar 2024 an die Tenneco GmbH abgeführt werden konnte. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 1,5 Mio. EUR bestehen aus den Salden der Verrechnungskonten für Lohn- und Kirchensteuer, den Salden der Sozialversicherungsbeiträge sowie dem Verrechnungskonto Löhne. Der Ausgleich dieser Konten erfolgt im Januar des folgenden Jahres mit der Abführung der Beträge an die Sozialversicherungsträger, das Finanzamt für die Lohnsteuer sowie an die Lohnempfänger.

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht


Die Geschäftsstrategie des Konzerns Apollo Global Management Inc., USA, sieht für die Gesellschaft in Zwickau keine grundsätzlichen Richtungsänderungen im Geschäftsbetrieb und im Produktportfolio vor.


Bei der obersten Konzernmutter ist ein konzernweites Risikomanagementsystem eingerichtet, an dem auch die Tenneco Zwickau GmbH partizipiert. Durch die Integration der Risikobetrachtung in den konzernweiten Controlling- und Planungsprozess sowie die Einrichtung, Überwachung und Selbstüberprüfung des internen Kontrollsystems zur Erfüllung der Vorschriften des Sarbanes-Oxley Act 404 ist eine kontinuierliche Erfassung sowie eine Bewertung der aktuellen Risikosituation sichergestellt.


Das interne Kontrollsystem wird regelmäßig durch die konzerninterne Revision (Internal Audit) geprüft.


Die Kernkompetenz für zukünftige Produkte am Standort Zwickau wird auch weiterhin im Wachstumsmarkt der Abgasanlagen für Nutzfahrzeuge gesehen. Parallel bleibt die Produktion und Auslieferung von Abgasanlagen für Personenkraftwagen ein weiteres, wenn auch nur nachgelagertes Umsatzfeld.


Unsere Kunden verlangen die Belieferung mit immer komplexeren Systemen. Für unsere Gesellschaft bestehen hierbei gegenüber kleineren Mitbewerbern weitere Chancen durch die Einbindung in einen weltweit operierenden Konzern.


Die globalen Umweltveränderungen und die immer weiter wachsenden Anforderungen an technische Verbesserungen für niedrigere Schadstoffemissionen stellen für die Hersteller von Abgassystemen neue Herausforderungen dar.

Finanzrisiko


Wesentliches Finanzinstrument der Tenneco Zwickau GmbH ist der bestehende Cash Pool mit der Tenneco Deutschland Holdinggesellschaft mbH. Das Risiko von Zahlungsstromschwankungen infolge variabler Verzinsung wird durch die Einbindung in den internationalen Cash Pool mit der Tenneco Management Europe Ltd., London, Großbritannien, über die Tenneco Deutschland Holdinggesellschaft mbH minimiert. Wir sind durch einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Tenneco GmbH, Edenkoben, in den deutschen Konzern eingebunden. Durch die Einrichtung des Cash Pools erscheint aus unserer Sicht eine jederzeitige Liquidität gewährleistet, um unseren Zahlungsverpflichtungen mittelfristig nachkommen zu können.

Beschaffungsmarktrisiko


Die Versorgungssituation mit Rohmaterial und dessen preisliche Entwicklung wird von uns genauestens verfolgt. Wir selektieren unsere Lieferanten nach strategischen Gesichtspunkten und entwickeln diese zu langfristigen strategischen Partnern für unser zukünftiges Wachstum.

Gewährleistungsrisiko


Unsere Kunden setzen höchste Maßstäbe an Haltbarkeit und Funktionalität der Produkte. Als Systemlieferant mit Entwicklungsverantwortlichkeit werden vermehrt Forderungen nach längeren Gewährleistungsfristen an uns gestellt. Dem Risiko von Gewährleistungsansprüchen unserer Kunden tragen wir mit unserem Qualitätsmanagementsystem in ausreichendem Maße Rechnung. Aufgrund der bisherigen Reklamationserfahrungen ist mit keiner wesentlichen Steigerung des Garantieaufwandes zu rechnen.


Infolge des weiterhin andauernden Russland-Ukraine-Krieges und dessen Auswirkungen ergeben sich derzeit keine neuen, wesentlichen Risiken. Insgesamt bleiben diese jedoch weiterhin nicht vollständig absehbar.


Auf der Beschaffungsseite beobachten wir wie im Vorjahr insbesondere die Marktpreisentwicklungen im Energie- und Transportsektor sowie deren Auswirkungen auf unsere Einkaufspreise und versuchen hier, alle beeinflussbaren Größen im Unternehmen aktiv sowohl gegenüber unseren Lieferanten als auch unseren Kunden zu steuern. Gleiches gilt für auftretende inflationäre Effekte.

3A Prognosebericht

Beurteilung der Prognosen des Lageberichts 2022


Die Prognose im Lagebericht 2022 hinsichtlich eines leichten Umsatzrückgangs, welcher in 2023 erwartet wurde, ist für 2023 nicht eingetroffen. Konjunkturbedingt wurden im Bereich der Land- & Baumaschinen höhere Umsätze erzielt, welche auch das Volumen aus 2022 leicht übertrafen. Ebenso entwickelte sich die Rohertragsmarge dadurch positiver als prognostiziert.

Ausblick


Wesentliche Nominierungen für Neuaufträge und Laufzeitverlängerungen erhielten wir in 2023 für Produkte von Scania, Deutz und John Deere, welche bis 2030 gesichert sind. In 2024 erhielten wir eine zusätzliche Laufzeitverlängerung für weitere Produkte von Scania bis 2028 sowie einen Neuauftrag für Scania bis 2032.


Die Umsatzerwartung für 2024 beträgt gemäß Jahresbudgetplanung im Bereich der Abgassysteme 173,4 Mio. EUR. Dies entspricht einem Rückgang von 20 % gegenüber dem starken Jahresgesamtumsatz 2023 im Bereich der Abgassysteme.


Für den Umsatz ohne Pass Through- und Legierungsanteil ist ein Rückgang um 21 % budgetiert. Die Jahresbudgetplanung 2024 hinsichtlich der Fertigungskosten, bezogen auf deren Umsatzanteil bzw. je Standardfertigungszeiteinheit, enthält eine Fortschreibung sowie Verstärkung der Effizienzziele aus 2023. Für den Anteil der bezogenen Rohmaterialien und Komponenten am Umsatz ohne Pass Through und Legierungen ist produktspektrumsbezogen ein leichter Rückgang budgetiert. Wie in 2023 wird auch für 2024 mit einem neutralen Einfluss des Pass Through-Anteils sowie der Legierungen gerechnet. Bedingt im Wesentlichen durch die Effizienzsteigerungen und die Zusammensetzung des Produktspektrums, wurde dem folgend hinsichtlich der Rohertragsmarge mit einer leichten Steigerung gegenüber des Vorjahreswertes gerechnet.


In 2024 gestalten sich die Abrufe unserer Hauptkunden im vergangenen 1. Halbjahr des Geschäftsjahres vermehrt volatil. Durch die verlängerten konjunkturbedingten Schließzeiten unserer Kunden, welche so nicht prognostiziert waren, liegen wir aktuell unter dem Niveau der Jahresbudgetplanung und verzeichnen auch einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr. Die Rohertragsmarge liegt trotz der rückläufigen Abrufe nur gering unter der Jahresbudgetplanung und erreicht auch in 2024 das Niveau des Vorjahreswertes.


Aus jetziger Sicht sind keine Tatsachen erkennbar, die den Verlauf des Gesamtjahres wesentlich negativ beeinflussen können oder die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Die Unternehmensleitung der Tenneco Zwickau GmbH ist daher über den weiteren Fortbestand des Unternehmens zuversichtlich.

 

Zwickau, den 16. August 2024


Tenneco Zwickau GmbH


Die Geschäftsführung

Oliver Pfirrmann Tomasz Sgaslik

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 30.756,00 55.711,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.545.892,33 6.979.907,94
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.096.564,82 3.185.531,98
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.045.480,47 2.112.739,05
11.687.937,62 12.278.178,97
11.718.693,62 12.333.889,97
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.778.756,81 8.956.343,45
2. Unfertige Erzeugnisse 3.714.529,68 3.218.749,21
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.180.790,02 1.675.404,84
4. Werkzeuge 2.534.530,69 2.713.598,44
./. Erhaltene Anzahlungen -1.519.081,51 -1.704.482,65
14.689.525,69 14.859.613,29
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.599.738,00 3.952.865,59
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 45.083.666,91 20.641.922,21
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.279.241,03 1.374.885,15
49.962.645,94 25.969.672,95
64.652.171,63 40.829.286,24
C. Rechnungsabgrenzungsposten 367.762,08 355.984,67
76.738.627,33 53.519.160,88

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.534.000,00 1.534.000,00
II. Kapitalrücklage 2.061.564,40 2.061.564,40
3.595.564,40 3.595.564,40
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 3.317.983,98 2.861.602,98
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 919.253,33 182,81
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 806.314,20 1.795.532,91
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19.667.739,55 21.423.125,13
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 46.906.122,82 22.892.000,46
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.525.649,05 951.152,19
davon aus Steuern:
EUR 155.096,55 (Vj. EUR 155.304,36)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit:
EUR 15.353,94 (Vj. EUR 4.763,44)
69.825.078,95 47.061.993,50
76.738.627,33 53.519.160,88

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 220.634.406,37 211.476.054,99
2. Verminderung (Vj. Erhöhung) des Bestands
an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
-177.902,10 1.389.422,74
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.014.501,54 864.634,81
4. Sonstige betriebliche Erträge 373.660,85 276.341,76
davon für Währungsumrechnung:
EUR 230.823,13 (Vj. EUR 97.065,90)
221.844.666,66 214.006.454,30
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe und für bezogene Waren
-157.312.590,71 -154.800.716,91
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.812.407,67 -1.887.318,61
-159.124.998,38 -156.688.035,52
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -17.356.994,45 -14.602.856,03
b) Soziale Abgaben -2.986.997,54 -2.765.738,68
-20.343.991,99 -17.368.594,71
7. Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlage-
vermögens und Sachanlagen
-2.456.141,35 -2.463.950,72
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -20.177.688,53 -19.747.067,53
davon für Währungsumrechnung:
EUR 152.723,57 (Vj. EUR 280.837,35)
19.741.846,41 17.738.805,82
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.545.855,45 300.219,92
davon aus verbundenen Unternehmen:
EUR 1.545.763,96 (Vj. EUR 300.219,91)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -504.862,11 -125.393,13
1.040.993,34 174.826,79
11. Ergebnis nach Steuern 20.782.839,75 17.913.632,61
12. Sonstige Steuern 215,43 -381,94
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags
abgeführte Gewinne
-20.783.055,18 -17.913.250,67
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen der Rechnungslegung


Die Tenneco Zwickau GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss der Tenneco Zwickau GmbH ist nach den Vorschriften der § 264 ff. HGB, der §§ 242 bis 283 HGB sowie für den Anhang nach den §§ 284 bis 286 HGB unter Berücksichtigung der einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.


Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.


Die Gliederungen sind unverändert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.


Der Jahresabschluss ist in EUR aufgestellt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden


Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:


Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.


Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten oder, sofern es selbst erstellte Anlagen betrifft, zu Herstellungskosten (Fertigungs- und Materialeinzelkosten sowie angemessene Gemeinkosten) angesetzt und um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen vermindert. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.


Folgende Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern für das Sachanlagevermögen sowie Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zugrunde gelegt. Die Abschreibungsdauer entspricht hierbei der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Anlagengegenstände Abschreibungsmethode/Nutzungsdauer
Immaterielle Vermögensgegenstände Linear/3 Jahre
Einbauten Linear/10 Jahre
Produktionsmaschinen Linear/4-10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Linear/3-10 Jahre
Werkzeuge Linear/4-5 Jahre


Geringwertige Wirtschaftsgüter i.S.d § 6 Abs. 2 Satz 1 EstG, welche in den geregelten Wertgrenzen zwischen EUR 250 und EUR 800 liegen, werden in ein laufend zu führendes Verzeichnis aufgenommen und im Jahr der Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen.


Die Bilanzierung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten, die nach der gewichteten Durchschnittspreismethode ermittelt werden. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt, die neben den Fertigungs- und Materialeinzelkosten angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie den Werteverzehr von Anlagevermögen, soweit er durch den Herstellungsprozess veranlasst ist, umfassen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wird beachtet.


Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen von kundengebundenen Werkzeugen werden unter den Vorräten offen abgesetzt. Soweit die erhaltenen Anzahlungen die bisher angefallenen Anschaffungs- oder Herstellungskosten übersteigen, werden sie unter den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen auf der Passivseite ausgewiesen.


Bestandsrisiken im Vorratsbereich, die sich aus der Lagerdauer und/oder verminderter Verwertbarkeit zum Bilanzstichtag ergeben, werden bei der Bewertung durch entsprechende Abschläge berücksichtigt.


Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert abzüglich (soweit erforderlich) Einzelwertberichtigungen bilanziert. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zusätzlich Pauschalwertberichtigungen abgezogen, die in Höhe von 1% auf die Nettoforderungen ohne einzelwertberichtigte Forderungen ermittelt werden.


Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Aufwendungen ausgewiesen, die die Folgejahre betreffen und für die bis zum Abschlussstichtag eine Zahlung floss.


Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Erfüllungsbetrag angesetzt.


Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet und erfolgten nach den Regelungen der IDW-Stellungnahme IDW RS HFA 3 vom 19.06.2013. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Sofern biometrische Einflussfaktoren zu berücksichtigen waren, wurden die "Richttafeln 2018 G" der HEUBECK AG, Köln, verwendet. Die Altersteilzeitrückstellungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Darüber hinaus werden Gehaltstrends berücksichtigt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.


Die erhaltenen Anzahlungen sind mit dem Nennbetrag bewertet.


Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.


Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Transaktionszeitpunkt erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -Verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen


Die Entwicklung des Anlagevermögens der Gesellschaft ist im Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang dargestellt.

(2) Vorräte


Der Ausweis der Vorräte in Höhe von TEUR 14.690 (Vorjahr: TEUR 14.860) umfasst im Wesentlichen Waren an Roh- und Hilfsstoffen sowie unfertige und fertige Erzeugnisse. Darüber hinaus sind auch Werkzeuge verzeichnet, die zu einem späteren Zeitpunkt zum Übergang in das Kundeneigentum vorgesehen sind.


Erhaltene Kundenzuschüsse für diese Werkzeuge werden zum Bilanzstichtag als erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen gezeigt (TEUR 1.519; Vorjahr: TEUR 1.704).

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände


Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 49.962 (Vorjahr: TEUR 25.969) entfallen 7 % auf Lieferungen und Leistungen für Dritte und 90 % auf verbundene Unternehmen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Cash Pooling gegen die Tenneco Deutschland Holdinggesellschaft mbH, Edenkoben, (im Folgenden: TDH) in Höhe von TEUR 45.017 (Vorjahr: TEUR 20.641). Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (TEUR 67; Vorjahr: TEUR 1).


Am 29. September 2008, zuletzt geändert am 29. August 2023, schloss die Tenneco Zwickau GmbH mit der CommerzFactoring GmbH, Mainz, Vereinbarungen über ein Forderungsverkaufsprogramm auf revolvierender Basis ab. Zum 31. Dezember 2023 beträgt das maximale Finanzierungsvolumen TEUR 90.000 (Vorjahr: TEUR 90.000) für die gesamte deutsche Tenneco-Gruppe. Im Rahmen dieses Programms wurden zum Jahresende 2023 Forderungen übertragen in Höhe von TEUR 6.414 (Vorjahr: TEUR 5.305). Die im Rahmen des Forderungsverkaufsprogramms (echtes Factoring) abgetretenen, aber noch nicht bezahlten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.081; Vorjahr: TEUR 1.240) werden in den sonstigen Vermögensgegenständen erfasst.


3 % der Forderungen sind den Sonstigen Vermögensgegenständen zuzuordnen. Diese umfassen im Wesentlichen Forderungen aus ausländischer Umsatzsteuer (TEUR 47; Vorjahr: TEUR 29) sowie sonstige Forderungen (TEUR 149; Vorjahr: TEUR 93), welche vorrangig Schrotterlöse sowie die Rückerstattung der Ökosteuer beinhaltet.


Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres fällig.

(4) Rückstellungen


Wesentliche sonstige Rückstellungen wurden gebildet für ausstehende Rechnungen (TEUR 657; Vorjahr: TEUR 840) sowie für Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich (TEUR 2.039; Vorjahr: TEUR 1.109).


Die Rückstellungen aus dem Personal- und Sozialbereich enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gleitzeitguthaben und Urlaubsansprüche (TEUR 241; Vorjahr: TEUR 312) sowie Rückstellungen für Altersteilzeit (TEUR 500; Vorjahr: TEUR 634).

(5) Verbindlichkeiten


Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegenüber der Gesellschafterin Tenneco GmbH, Edenkoben (TEUR 42.035; Vorjahr: TEUR 19.980). Diese Verbindlichkeiten bestehen aus Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung für 2023 (TEUR 20.783) und 2022 (TEUR 17.913) im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages sowie aus Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (TEUR 3.124). Daneben sind Verbindlichkeiten aus umsatzsteuerlicher Organschaft enthalten (TEUR 215). Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (TEUR 4.871; Vorjahr: TEUR 2.912).


Erstmalig ausgewiesen wurden im Jahr 2023 auch Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 905. Tenneco Inc. ersetzte im Jahr 2023 seine bestehende revolvierende Kreditfazilität in Höhe von 600 Mio. USD durch eine Asset Based Lending (ABL) Finanzierung in Höhe von 1,2 Mrd. USD. Diese besteht aus einem Darlehen mit fester Laufzeit und mehreren revolvierenden Tranchen. Die Gesamtfinanzierung unterteilt sich in ein 125 Mio. USD FILO (First In Last Out) Darlehen und eine 1.075 Mio. USD revolvierende ABL Finanzierung. Diesem Kredit ist die Tenneco Zwickau GmbH als gesamtschuldnerisch haftender Kreditnehmer beigetreten und kann die eingeräumten Kreditlinien anteilig in Anspruch nehmen.


Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen für Werkzeugkosten über TEUR 806 (Vorjahr: TEUR 1.796).


Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsverpflichtungen (TEUR 814; Vorjahr: TEUR 777), Verbindlichkeiten aus Steuern (TEUR 155; Vorjahr: TEUR 155) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (TEUR 15; Vorjahr: TEUR 5).


Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.


Alle Verbindlichkeiten sind unbesichert.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse


Die Umsatzerlöse mit Fremdkunden entfallen auf den Verkauf von Abgasanlagen und betragen TEUR 216.111 (Vorjahr: TEUR 207.821). Diese Umsätze werden nahezu ausschließlich im Inland erzielt.


Daneben sind im Wesentlichen Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen der Tenneco-Gruppe in Höhe von TEUR 390 (Vorjahr: TEUR 339), Erlöse aus dem Verkauf von Werkzeugen in Höhe von TEUR 3.992 (Vorjahr: TEUR 2.992) sowie Schrotterlöse in Höhe von TEUR 180 (Vorjahr TEUR 324) enthalten.

(2) Sonstige betriebliche Erträge


Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 374 (Vorjahr: TEUR 276) enthalten im Wesentlichen Erträge aus Kostenerstattung von Lieferanten und Intercompany Werken in Höhe von TEUR 67 (Vorjahr: TEUR 99), aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 231 (Vorjahr: TEUR 97) sowie aus Zuzahlungen zur Inanspruchnahme von Firmenfahrzeugen und Job-Rad in Höhe vom TEUR 76 (Vorjahr: TEUR 79).

(3) Materialaufwand


Der Materialaufwand bildet sich größtenteils durch Aufwendungen für den Kauf von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie externen Produktionsleistungen durch verlängerte Werkbänke.

(4) Personalaufwand


Der Personalaufwand beläuft sich auf TEUR 20.344 und ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen (Vorjahr: TEUR 17.369). Er enthält Aufwendungen für Restrukturierung in Höhe von TEUR 1.078 (Vorjahr: TEUR 0).

(5) Sonstige betriebliche Aufwendungen


Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 20.178 erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 431. Sie enthalten unter anderem insbesondere Managementumlagen, welche sich durch eine erstmals zu entrichtende Lizenzgebühr an das amerikanische Mutterunternehmen signifikant erhöht haben, aber auch Miet- und Leasinggebühren, Aufwendungen für Leiharbeiter aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung am Standort sowie Kosten für Logistikservice sowie Reparaturen und Fremdleistungen.


Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten - wie im Vorjahr - keine periodenfremden Aufwendungen.

(6) Zinsergebnis


Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 505 (Vorjahr: TEUR 125) enthalten Aufwendungen aus den Factoring-Zinsen und anderen sonstigen Zinsaufwendungen. Zinserträge bilden sich mit der TDH in Höhe von TEUR 1.546 (Vorjahr: TEUR 300).

(7) Sonstige Steuern


Die sonstigen Steuern beinhalten ausschließlich Kfz-Steuer.

V. Nachtragsbericht (oder Ereignisse nach dem Bilanzstichtag)


Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind bis heute keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die sich auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 hätten auswirken können.

VI. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse


Im Rahmen des Factoring besteht zum Bilanzstichtag eine Globalbürgschaft der gesamten deutschen Tenneco-Gruppe zugunsten des Factorers.


Auf Basis der zum Aufstellungszeitpunkt vorliegenden Erkenntnisse geht die Geschäftsführung nicht von einer Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen aus.


Im Übrigen bestehen zum Bilanzstichtag keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen


Aus Miet- und Leasingverträgen resultieren zukünftige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 5.192 (Vorjahr: TEUR 5.108) mit Laufzeiten bis zum Jahr 2028.


Darin sind keine Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

Honorar des Abschlussprüfers


Das vom Abschlussprüfer berechnete Honorar für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 64 und ist ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen angefallen.

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 281 270
Angestellte 64 64
Gesamt 345 334


Im Jahresmittel 2023 sind unter den 345 Mitarbeitern 7 Auszubildende (Vorjahr: 7 Auszubildende).

Geschäftsführung


Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr und bis zum Datum der Aufstellung des Jahresabschlusses:

Herr Friedrich Kurt Eger, Reinsdorf, Plant Manager, Tenneco Zwickau (bis 29. November 2023)

Herr Willi Detlev Baudach, Pulheim, Vice President and General Manager, Tenneco Clean Air Europe (bis 29. November 2023)

Herr Oliver Pfirrmann, Essingen, Vice President und General Manager EMEA, Tenneco Clean Air Europe-Tenneco GmbH (seit 29. November 2023)

Herr Tomasz Marcin Sgaslik, Bornheim, Managing Director, Tenneco GmbH, Edenkoben (seit 29. November 2023)


Da nur ein Geschäftsführer für seine Tätigkeit von der Gesellschaft eine Vergütung erhält, wird die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Mutterunternehmen und verbundene Unternehmen


Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird, ist die Apollo Global Management Inc., New York, New York/USA. Ihr nach den Regelungen der US-GAAP erstellter Konzernabschluss ist auf Anforderung am Sitz des Unternehmens (9 West 57th Street, 42nd Floor, New York, New York/USA) erhältlich und wird bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC), Washington D.C./USA, unter der Commission File Number 001-41197 hinterlegt.

Ergebnisverwendung


Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 20.783 wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die Tenneco GmbH, Edenkoben, abgeführt.

 

Zwickau, den 16. August 2024


Tenneco Zwickau GmbH


Die Geschäftsführung

Oliver Pfirrmann Tomasz Sgaslik

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Bruttobuchwerte
Stand am
01.01.2023
Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am
31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 525.922,82 1.450,00 353,50 0,00 527.726,32
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 27.537.560,70 190.083,99 122.334,01 1.472.643,19 26.377.335,51
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.520.149,23 652.007,23 1.988.405,84 115.163,57 15.045.398,73
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.112.739,05 1.043.834,77 -2.111.093,35 0,00 1.045.480,47
42.170.448,98 1.885.925,99 -353,50 1.587.806,76 42.468.214,71
42.696.371,80 1.887.375,99 0,00 1.587.806,76 42.995.941,03
Kumulierte Abschreibungen
Stand am
01.01.2023
Zugänge Abgänge Stand am
31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 470.211,82 26.758,50 0,00 496.970,32
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 20.557.652,76 1.702.220,62 1.428.430,20 20.831.443,18
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.334.617,25 727.162,23 112.945,57 9.948.833,91
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
29.892.270,01 2.429.382,85 1.541.375,77 30.780.277,09
30.362.481,83 2.456.141,35 1.541.375,77 31.277.247,41
Nettobuchwerte
Stand am
31.12.2023
Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 30.756,00 55.711,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.545.892,33 6.979.907,94
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.096.564,82 3.185.531,98
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.045.480,47 2.112.739,05
11.687.937,62 12.278.178,97
11.718.693,62 12.333.889,97

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS


An die Tenneco Zwickau GmbH, Zwickau

Prüfungsurteile


Wir haben den Jahresabschluss der Tenneco Zwickau GmbH, Zwickau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Tenneco Zwickau GmbH, Zwickau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.


Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile


Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht


Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.


Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.


Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts


Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.


Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.


Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, den 28. Oktober 2024


Deloitte GmbH


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