Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 20363 HL
Eingetragen
25.4.2018
Branche
Einzelhandel mit SpielwarenGroßhandel mit Spielwaren und MusikinstrumentenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Spielwaren und Musikinstrumenten
Gegenstand
der Handel mit Warenn, insbesondere Spiel- und Freizeitartikel im Groß- und Einzelhandel

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Dennis Olsen
seit 22.9.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Toys for Fun GmbH

Bargteheide

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Toys for Fun GmbH, Bargteheide

I. Grundlagen der Gesellschaft

Die Toys for Fun GmbH (im Folgenden auch "Toys for Fun" oder "Gesellschaft" genannt) ist eine inhabergeführte Handelsgesellschaft mit dem Schwerpunkt Spielzeug und Freizeitartikel im Groß- und Einzelhandel. Unser Team in Bargteheide, Deutschland, wächst organisch.

Neben dem deutschen Online-Shop www.toys-for-fun.com verfügt die Gesellschaft über eine Filiale in Hamburg Wandsbek. Daneben werden Waren über verschiedene externe Verkaufsplattformen im Internet in Deutschland sowie im europäischen Ausland verkauft.

Der Sitz inkl. Verwaltung und Logistik der Gesellschaft befindet sich seit 2020 an der Lise-Meitner-Str. 8 in 22941 Bargteheide.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

Die gesamtwirtschaftliche Erholung nach der Covid 19-Pandemie setzte sich zunächst im Jahr 2022 weiter fort. Die Lieferketten entspannten sich, wurden jedoch zeitweilig durch Lockdowns in chinesischen Betriebsstätten unterbrochen. Diese Lockdowns hatten auch einen Einfluss auf die Produktion von Produkten der Toys for Fun. Ende 2022 lockerte China seine restriktive Corona-Politik, sodass die Lieferkettenproblematik in der Folge bereits an Relevanz verloren hat bzw. noch weiter verlieren wird.

Im Q1/22 wurden die Märkte jedoch mit einer erneuten Krise konfrontiert. Der Ukraine-Krieg erhöhte die Energiekosten besonders stark in europäischen Märkten, überproportional in Schlüsselmärkten wie Deutschland, Frankreich und Italien. Für Konsumenten verteuerte sich der Warenkorb im Laufe des Jahres zunehmend, die Inflation lag in der Spitze bei über zwölf Prozent. Steigende Lohnforderungen der Tarifpartner werden die Teuerungsrate nur langsam zurückgehen lassen. Hohe Energiepreise treffen alle Unternehmen. Vor besonderen Herausforderungen stehen dabei Produktionsunternehmen mit hohem Energiebedarf. Aber auch Handelsunternehmen wie wir spüren die Kaufzurückhaltung der Konsumenten und die gebremste Investitionsfreudigkeit.

Unter den genannten Rahmenbedingen legte die Weltwirtschaft 2022 laut Statista im Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahresvergleich um drei Prozent zu. Die Wachstumsraten waren nach Land und Region sehr uneinheitlich. Die Eurozone wuchs um 3,5 Prozent, während Deutschland als größte europäische Volkswirtschaft nur um 1,8 Prozent zulegte.

Gleichwohl haben sich die Geschäfte der Toys for Fun im Berichtsjahr weiter sehr positiv und wie im Vorjahr prognostiziert entwickelt, da der Bedarf und die Nachfrage der Kunden (vor allem Privathaushalte) nach Spielzeug weiter angestiegen war.

Zur warenlogistischen Bewältigung des Mengen- und Umsatzwachstums wurde seit Juni 2022 eine neue Lager- und Logistikhalle als Anbau am Firmenstandort angemietet. Außerdem wurde eine UPC Regalanlage für 1350 Euro Paletten in diesem Anbau in Betrieb genommen. Zur Verbesserung des eigenen Marktauftrittes erfolgte in 2022 ein Relaunch des Webshops in neuer Technik und neuem Design. Toys for Fun erwartet derzeit keine weiteren signifikanten Investitionen.

2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage: Darstellung, Analyse, Beurteilung

a. Vermögens- und Finanzlage

Das Gesellschaftsvermögen besteht neben Vorräten von TEUR 9.228 (Vorjahr: TEUR 8.208) vor allem aus kurzfristig fälligen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen (TEUR 3.710; Vorjahr: TEUR 2.455). Die Waren lagern sowohl im eigenen Warenlager in Bargteheide, seit 2021 bei einem externen Logistikpartner in Hamburg als auch in verschiedenen europäischen Konsignationslägern der externen Verkaufsplattformbetreiber.

Der Vorratsbestand zum 31. Dezember 2022 wurde bedingt durch das nach wie vor bestehende Mengen- und Umsatzwachstum weiter aufgebaut, so dass der Warenbestandswert sich von TEUR 8.208 im Vorjahr um 12% auf TEUR 9.228 erhöht hat. Dieser Bestandsaufbau war aber unterproportional zum Umsatzanstieg.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnisbesteht, von TEUR 1.904 (Vorjahr: TEUR 1.175) resultieren aus den Jahresabrechnungen und Leistungsprämien von zwei Einkaufs-, Dienstleistungs- und Marketingkooperationen für 2022, an der die Gesellschaft beteiligt ist. Diese Forderungen wurden kurzfristig nach dem Bilanzstichtag bezahlt.

Vor allem aufgrund des negativen operativen Cashflows hat sich der Finanzmittelfonds zum Bilanzstichtag von TEUR 1.308 auf TEUR 223 verringert. Die liquiden Mittel betragen am Bilanzstichtag 2% (Vorjahr: 11%) der Bilanzsumme; die Gesellschaft verfügt über ausreichend Liquidität, um ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Euro- und Fremdwährungsguthaben auf Kontokorrentkonten bei mehreren in- und ausländischen Kreditinstituten.

Vor allem höhere Umsatzsteuerforderungen führten zum Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände.

Die Gesellschaft finanziert sich überwiegend aus dem Cash Flow der laufenden Geschäftstätigkeit, dem Eigenkapital sowie über kurzfristige Geldmarktkredite.

Trotz der gegenüber dem Vorjahresstichtag um TEUR 1.400 (11%) höheren Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote aufgrund des Jahresüberschusses des Berichtsjahres sowie der vollständigen Thesaurierung des Gewinnvortrags von 27% im Vorjahr auf 32% zum Bilanzstichtag erhöht.

Im Vorjahr hatte die Gesellschaft zur Finanzierung des weiteren Bestandsaufbaus der Vorräte sowie ihres Wachstums mehrere kurzfristige niedrigverzinsliche Geldmarktkredite bei einem Kreditinstitut aufgenommen, die im Berichtsjahr zu höheren Zinssätzen verlängert und aufgestockt wurden. Diese valutierten am Bilanzstichtag mit TEUR 4.000 (Vorjahr: TEUR 2.000). Im Berichtsjahr wurde bei einem anderen Kreditinstitut noch ein kurzfristiges Darlehen von TEUR 600 aufgenommen, welches zum Bilanzstichtag mit TEUR 101 valutierte. Daneben wurde im Wesentlichen noch ein Kontokorrentkredit in Anspruch genommen, welcher am Bilanzstichtag mit TEUR 1.072 valutierte. Mithin haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöht.

Die Gesellschaft hat im Dezember des Berichtsjahres von ihren Lieferanten deutlich geringere Warenmengen bezogen als im Vorjahr, so dass die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 2.196 auf TEUR 2.731 gesunken sind.

b. Ertragslage

Das Rohergebnis der Gesellschaft erhöhte sich zum Vorjahr durch die im Berichtsjahr zu verzeichnende deutlich stärkere Nachfrage nach den Produkten der Toys for Fun um TEUR 4.411 (+28%) auf TEUR 19.987.

Die Personalaufwendungen konnten stabil gehalten werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um TEUR 3.579 bzw. +29%. Ursächlich hierfür waren vor allem höhere Verkaufs-, Versand- und Fulfilmentgebühren (+TEUR 2.807) bedingt durch die höhere Absatzmenge sowie höhere Werbekosten (+TEUR 323).

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT ohne Beteiligungsergebnis) beträgt TEUR 1.732 (Vorjahr: TEUR 903). Die Toys for Fun weist im Berichtsjahr 2022 einen Jahresüberschuss von TEUR 1.105 (Vorjahr: TEUR 673) aus.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren für den Zweck der Überwachung der Unternehmensziele werden vor allem die Umsatzerlöse und der Rohertrag im Zeitverlauf betrachtet. Ferner werden die Liquidität sowie das Working Capital zur Steuerung des Unternehmens laufend überwacht.

Weitere Leistungsindikatoren sind die Anzahl der Mitarbeiter sowie die Personalkosten.

4. Gesamtaussage

Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2022 sehr positiv verlaufen. Der Jahresüberschuss liegt mit TEUR 1.105 um TEUR 432 deutlich über dem Vorjahr, was aber auch prognostiziert worden war. Die Ertragslage war geprägt vom vorgenannten Anstieg des Rohergebnisses, welches trotz der deutlich gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu dem höheren Jahresergebnis führte. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen sind vollständig durch den sich kurzfristig umschlagenden Warenbestand, die kurzfristig fälligen Forderungen und die liquiden Mittel gedeckt. Die Gesellschaft konnte erneut eine stabile wirtschaftliche Entwicklung mit einer ausreichenden Eigenkapital- und Liquiditätsbasis erreichen, was der Prognose aus dem Vorjahr entsprach.

IV. Prognosebericht

1. Voraussichtliche gesamtwirtschaftliche Entwicklung

In einem herausfordernden globalen Umfeld zeigt sich die europäische Wirtschaft weiterhin relativ widerstandsfähig. Niedrigere Energiepreise, weniger Lieferengpässe und ein starker Arbeitsmarkt haben zu einem moderaten Wachstum im ersten Quartal 2023 beigetragen. Angesichts dieses besser als erwartet ausgefallenen Jahresbeginns wurde der Wachstumsausblick für die EU-Wirtschaft im Jahr 2023 auf 1,0 % und im Jahr 2024 auf 1,7 % angehoben. Der private Verbrauch bleibt jedoch gedämpft, da das Lohnwachstum hinter der Inflation zurückbleibt.

Da die Inflation auf einem hohen Niveau verharrt, dürften sich die Finanzierungsbedingungen weiter verschärfen. Die Resilienz der EU-Wirtschaft wird durch einen Rekord-Arbeitsmarkt gestärkt. Die Arbeitslosenquote in der EU erreichte mit 6,0 % im März 2023 einen neuen Tiefststand, und die Erwerbsquote und die Beschäftigungsquote liegen auf Rekordhöhe.

Die anhaltenden Schwierigkeiten auf makroökonomischer Ebene, insbesondere auf dem deutschen Markt, lassen derzeit keine großen Wachstumsperspektiven zu.

(Quelle: Pressemitteilungen der Europäischen Kommission).

2. Voraussichtliche Geschäftsentwicklung (ohne unvorhergesehene Sondereffekte)

Aus Sicht der Geschäftsführung ist die Gesellschaft aufgrund des familienfokussierenden Geschäftsmodells und der bisherigen Krisenfestigkeit in Bezug auf gesamtwirtschaftliche Entwicklungen gut aufgestellt. Dennoch wird mit Stand Anfang September 2023 die angestrebte Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 durch ein sich potenziell verschlechterndes Konsumklima (infolge der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und der erwartet anhaltenden hohen Inflation) sowie Herausforderungen in der Supply Chain als risikobehaftet angesehen.

Die aktuelle Hochrechnung weist für Toys for Fun für das Jahr 2023 einen Umsatz von rund EUR 94 Mio. und ein positives Ergebnis oberhalb von EUR 1 Mio. aus. Dadurch würde das Eigenkapital der Toys for Fun GmbH weiter steigen, da bisher keine signifikanten Ausschüttungen geplant sind.

Aufgrund des positiven operativen Cash flows in 2023 hat sich der Finanzmittelfonds zum letzten Quartalsabschluss 30. Juni 2023 auf TEUR 4.169 erhöht.

Insgesamt, nach Bewertung aller potenziellen Chancen und Risiken, sieht die Geschäftsführung die Unternehmensfortführung (Going-Concern) als nachhaltig und langfristig gesichert an.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Begriffsbestimmung

Die Toys for Fun ist verschiedenen generellen und spezifischen geschäftlichen Risiken ausgesetzt. Ziel ist es, diese Risiken so früh wie möglich zu erkennen und die daraus resultierenden Auswirkungen so gut wie möglich zu begrenzen. Die Risikopolitik der Gesellschaft entspricht dabei dem Bestreben, nachhaltig zu wachsen und den Unternehmenswert zu steigern.

2. Diskussion einzelner Chancen und Risiken

a. Chancen und Risiken in Verbindung mit Preisänderungen

Die Gesellschaft steht grundsätzlich einem Preisänderungsrisiko gegenüber. Toys for Fun ist weiterhin bestrebt, die Preise kontinuierlich anzupassen, um beispielsweise auch ansteigende Transport- und Personalkosten aufzufangen. Toys for Fun stuft dieses Risiko als beherrschbar ein. Wesentliche quantifizierbare Risiken im Sinne der Risikodefinition waren zum Bilanzstichtag nicht bekannt.

b. Markt- und Gewährleistungsrisiken und Chancen

Risiken bestehen sowohl auf der Umsatz- als auch auf der Kostenseite durch neue Wettbewerber im Markt. Die Eintrittsbarrieren sind in einem vom Online-Handel dominierten Markt relativ niedrig. Die Handelsspannen könnten im Verdrängungswettbewerb unter Druck geraten. Auf der Beschaffungsseite sind wir für unsere Lieferanten ein sehr wichtiger und verlässlicher Partner.

Gewährleistungsrisiken werden durch Vereinbarungen mit den Lieferanten abgedeckt. Andererseits wird versucht, durch permanente Überwachungs- und Qualitätsprüfungsmaßnahmen dieses Risiko so gering wie möglich zu halten.

c. Weitere Risiken und Chancen

Das Geschäftsmodell von Toys for Fun weist eine hohe IT-Abhängigkeit auf, welche den Schutz der Systeme gegen Ausfälle und Missbrauch erfordert. Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, müssen die Sicherheitsstandards kontinuierlich weiterentwickelt werden.

Eine zentrale Herausforderung jedes eCommerce-Unternehmens besteht in einer gut funktionierenden und wirtschaftlich optimierten Logistik. Risiken bestehen insbesondere in unzureichender Effizienz oder Qualität.

Durch das deutliche Wachstum der Online-Händler im Verlauf der letzten beiden Jahre hat sich der offline-online-Shift noch einmal beschleunigt - daran kann die Toys for Fun mit ihrer starken Marke und hoher Online-/Mobile-Expertise partizipieren.

d. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken

Debitorenausfallrisiko

Aufgrund der Kundenstruktur und der Zahlungsbedingungen ist das Ausfallrisiko von Forderungen gering. Forderungsausfallrisiken begegnen wir durch ein optimiertes Debitoren- und Kreditmanagementsystem. Zum Stichtag sind keine wesentlichen quantifizierbaren Risiken aus dem Ausfall von Debitoren im Sinne der Risikodefinition bekannt.

Liquiditätsrisiko

Dem Liquiditätsrisiko begegnet die Gesellschaft, indem sie ihren gesamten Liquiditätsbedarf kurzfristig ermittelt und anhand einer Liquiditätsplanung die Mittelzu- und -abflüsse steuert.

Risiken aus Zahlungsstromschwankungen sind durch Vorhalten eines angemessenen Eigenkapitals bzw. Guthabens auf den Bankkonten minimiert. Darüber kann sich die Gesellschaft über kurzfristige Geldmarktkredite finanzieren. Durch das wirksame Cashflow-Management bestand im Berichtszeitraum zu keiner Zeit ein quantifizierbares Liquiditätsrisiko im Sinne der Risikodefinition.

Chancen und Risiken in Verbindung mit Währungs- und Zinsänderungen

Es bestehen durch den teilweisen Einkauf von Waren im Ausland in USD begrenzt Währungsrisiken aber auch Chancen, da die Gesellschaft bewusst keine Fremdwährungsabsicherung (über z.B. Fremdwährungs Swaps oder Termingeschäfte) betreibt.

Die Gesellschaft benötigt zur Finanzierung ihres Wachstums und dabei insbesondere zur Finanzierung ihres "working capitals" kurzfristige Darlehen. Aufgrund der inzwischen in Folge der erhöhten Inflation deutlich gestiegenen Zinssätze ergibt sich ein moderates aber beherrschbares Zinsrisiko.

e. Gesamtbild der Chancen- und Risikolage

Vor dem Hintergrund der ausreichenden Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung und der erwarteten zukünftigen positiven Ergebnisentwicklung sieht die Toys for Fun derzeit keine Risiken, die ihre Entwicklung beeinträchtigen oder ihren Bestand gefährden können. Chancen bestehen insbesondere in neuen Kunden, die im Zuge der geplanten Schließung des Geschäftsbetriebs des Wettbewerbers Mytoys.de GmbH gewonnen werden könnten. Zusammengefasst werden die Chancen und Risiken als ausgewogen gesehen.

 

Bargteheide, den 4. September 2023

Toys for Fun GmbH

gez. Dennis Olsen

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 517.917,84 307.619,84
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.121,00 8.898,00
II. Sachanlagen 502.856,00 288.781,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.636,00 1.828,00
2. technische Anlagen und Maschinen 44.617,00 52.635,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 456.603,00 234.318,00
III. Finanzanlagen 9.940,84 9.940,84
1. Beteiligungen 9.940,84 9.940,84
B. Umlaufvermögen 13.160.797,02 11.971.229,87
I. Vorräte 9.227.892,19 8.208.494,68
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 77.387,13 348.108,27
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.709.822,52 2.454.885,49
1. Forderungen gegen Gesellschafter 266.048,41 8.395,04
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.904.085,16 1.174.775,44
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.539.688,95 1.271.715,01
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 223.082,31 1.307.849,70
Aktiva 13.678.714,86 12.278.849,71

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 4.425.509,53 3.320.479,69
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnvortrag 2.320.479,69 1.647.838,95
III. Jahresüberschuss 1.105.029,84 672.640,74
B. Rückstellungen 458.459,54 864.320,03
C. Verbindlichkeiten 8.794.745,79 8.094.049,99
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.320.742,97 2.078.352,42
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.235.966,50 2.011.560,25
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 84.776,47 66.792,17
2. sonstige Verbindlichkeiten 3.474.002,82 6.015.697,57
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.474.002,82 6.015.697,57
Passiva 13.678.714,86 12.278.849,71

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 19.987.365,74 15.576.383,47
2. Personalaufwand 2.156.378,10 2.143.934,59
a) Löhne und Gehälter 1.878.564,07 1.911.256,26
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 277.814,03 232.678,33
davon für Altersversorgung 1.441,95
3. Abschreibungen 108.370,76 107.383,61
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 108.370,76 107.383,61
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 15.993.567,61 12.414.505,83
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 109.311,31 78.116,91
5. Erträge aus Beteiligungen 74.026,59 83.618,48
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 13,03
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 149.413,77 62.039,16
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 551.868,27 251.706,29
9. Ergebnis nach Steuern 1.101.793,82 680.445,50
10. sonstige Steuern -3.236,02 7.804,76
11. Jahresüberschuss 1.105.029,84 672.640,74

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Toys for Fun GmbH, Bargteheide

1. Allgemeine Angaben

1.1 Pflichtangaben gemäß § 264 Abs. 1a HGB

Firma und Sitz: Toys for Fun GmbH, Bargteheide

Registergericht und Handelsregisternummer: Amtsgericht Lübeck, HRB 20363 HL

1.2 Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der Toys for Fun GmbH (im Folgenden auch "Gesellschaft" genannt) wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Von den Erleichterungen des § 288 HGB für die Aufstellung des Anhangs wurde Gebrauch gemacht.

Im vorliegenden Jahresabschluss wurden erstmalig die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen gemäß § 268 Abs. 5 S. 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Zur besseren Vergleichbarkeit sind die Vorjahresbeträge entsprechend geändert worden.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und werden, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Im Fall einer dauerhaften Wertminderung wird das Anlagevermögen auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die Waren wurden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

3.2 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten, Retouren und Gutschriften sowie ausstehende Rechnungen.

3.3 Mitzugehörigkeitsvermerk

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sowie die Forderungen gegen Gesellschafter sind wie im Vorjahr zugleich sonstige Vermögensgegenstände.

3.4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Miet- und Leasingverpflichtungen bis zum Jahr 2027 in Höhe von TEUR 1.249.

4. Sonstige Pflichtangaben

4.1 Geschäftsführung der Gesellschaft

Herr Dennis Olsen, ausgeübter Beruf: Geschäftsführer

Die Angabe der Vergütung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

4.2 Anzahl der Arbeitnehmer

Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer und Auszubildende): 42.

4.3 Anteilsbesitz

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 285 Nr. 11 HGB unterbleibt gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB, da die Angaben für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach § 264 Abs. 2 HGB von untergeordneter Bedeutung sind.

4.4 Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung

Dem Geschäftsführer der Gesellschaft wurden kurzfristige und unverzinsliche Vorschüsse gewährt, die zum 1. Januar 2022 mit TEUR 8 und zum 31. Dezember 2022 mit TEUR 266 valutierten.

 

Bargteheide, den 4. September 2023

Toys for Fun GmbH

gez. Dennis Olsen

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.474,22 0,00 251,68 0,00 23.222,54
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 23.474,22 0,00 251,68 0,00 23.222,54
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.925,00 0,00 0,00 0,00 1.925,00
2. technische Anlagen und Maschinen 66.930,00 0,00 0,00 0,00 66.930,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 651.340,97 318.723,76 164.891,85 0,00 805.172,88
Summe Sachanlagen 720.195,97 318.723,76 164.891,85 0,00 874.027,88
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 9.940,84 0,00 0,00 0,00 9.940,84
Summe Finanzanlagen 9.940,84 0,00 0,00 0,00 9.940,84
Summe Anlagevermögen 753.611,03 318.723,76 165.143,53 0,00 907.191,26
kumulierte Abschreibung 01.01.2022
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.576,22 3.777,00 251,68 0,00 18.101,54
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 14.576,22 3.777,00 251,68 0,00 18.101,54
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 97,00 192,00 0,00 0,00 289,00
2. technische Anlagen und Maschinen 14.295,00 8.018,00 0,00 0,00 22.313,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 417.022,97 96.383,76 164.836,85 0,00 348.569,88
Summe Sachanlagen 431.414,97 104.593,76 164.836,85 0,00 371.171,88
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 445.991,19 108.370,76 165.088,53 0,00 389.273,42
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2022
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2021
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 5.121,00 8.898,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 5.121,00 8.898,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.636,00 1.828,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 44.617,00 52.635,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 456.603,00 234.318,00
Summe Sachanlagen 0,00 502.856,00 288.781,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 9.940,84 9.940,84
Summe Finanzanlagen 0,00 9.940,84 9.940,84
Summe Anlagevermögen 0,00 517.917,84 307.619,84

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 07.09.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden größenabhängige Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Toys for Fun GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Toys for Fun GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Toys for Fun GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 5. September 2023

ARGENTA GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Katrin Jensen, Wirtschaftsprüfer

Michael Schulz, Wirtschaftsprüfer

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