Stammdaten

Register
Amtsgericht Flensburg HRB 12973 FL
Eingetragen
23.3.2016
Branche
Vermietung von SchienenfahrzeugenPersonenbeförderung im EisenbahnverkehrBetrieb von Verkehrswegen für Schienenfahrzeuge
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung und Vermarktung von Schienenverkehrsdienstleistungen im Personen- und Güterverkehr.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gunnar Bernstein
seit 28.11.2024
Prokura
Prokura
Sandy Kruse
seit 28.11.2024
Prokura
Prokura
Torge Nielsen
seit 20.5.2020
Geschäftsführer
John F. Hensler
seit 18.6.2018
Prokura
Markus Dr. Hunkel
seit 11.6.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (8)

NameAnteil
Dr. A******** H********
3.55%
Dr. M***** H*****
3.00%
J*** M********
2.20%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

8 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 8 angezeigt

Railroad Development Corporation
United States
22.577 €
90.30%
Germany
1.183 €
4.73%
M***** H*****
750 €
3.00%
Germany
275 €
1.10%
C****** C*********
125 €
0.50%

Beteiligungen

NameAnteil
1.57%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RDC AUTOZUG Sylt GmbH

Sylt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 123.957,82 123.957,82 116.423,36
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 70.691,27 27.272,79
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.156.621,50 3.227.312,77 3.500.738,37
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.200,00 1.200,00 1.200,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 66.742,11 72.911,89
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.231,85 1.357,90
3. Geleistete Anzahlungen 11.540,00 79.513,96 4.990,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 631.685,94 637.558,50
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.739.857,67 3.058.185,14
3. sonstige Vermögensgegenstände 671.589,03 3.043.132,64 520.547,64
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 209.082,21 144.176,81
C. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 20.814,17 5.526,27
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.739.691,17 2.524.796,28
Summe AKTIVA 10.444.704,74 10.615.684,95

PASSIVA

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.003,00 25.003,00
II. Kapitalrücklage 11.297.965,39 11.297.965,39
III. Verlustvortrag -13.847.764,67 -13.949.128,77
IV. Jahresfehlbetrag/ Jahresüberschuss -1.214.894,89 101.364,10
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.739.691,17 2.524.796,28
VI. buchmäßiges Kapital 0,00 0,00
B. Rückstellungen
1. sonstige Rückstellungen 533.182,43 533.182,43 1.175.690,26
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.774,16 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.774,16 (Vorjahr: 0,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 824.377,03 467.456,64
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 824.377,03 (Vorjahr: 467.456,64)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.222.484,59 7.850.893,66
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.775.668,92 (Vorjahr: 7.850.893,66)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 6.446.815,67 (Vorjahr: 0,00)
4. sonstige Verbindlichkeiten 434.622,66 756.497,05
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 434.622,66 (Vorjahr: 403.601,03)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 (Vorjahr: 352.896,02)
- davon aus Steuern 44.102,09 (Vorjahr: 45.762,57)
- davon aus sozialer Sicherheit 3.774,57 (Vorjahr: 3.666,83) 9.484.258,44
D. Passive Rechnungsabgrenzungsposten 427.263,87 427.263,87 365.147,34
Summe PASSIVA 10.444.704,74 10.615.684,95

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 18.289.118,04 17.366.192,56
2. sonstige betriebliche Erträge 384.656,84 1.622.262,37
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -2.396.902,17 -2.791.729,25
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -8.367.690,64 -7.344.422,80
-10.764.592,81 -10.136.152,05
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.210.437,12 -4.016.888,69
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -944.162,61 -851.989,04
- davon für Altersversorgung -12.953,24 (Vorjahr: - 13.289,40) -5.154.599,73 -4.868.877,73
5. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -451.367,08 -607.354,93
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -3.322.299,83 -3.038.699,18
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,16 7,69
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -195.856,48 -235.199,63
- davon an verbundene Unternehmen -156.000,00 (Vorjahr: -156.000,00)
9. Sonstige Steuern 46,00 -815,00
10. Jahresfehlbetrag/ Jahresüberschuss -1.214.894,89 101.364,10

Anhang 2023

Allgemeine Angaben

Rechtliche Verhältnisse

Firma: RDC AUTOZUG Sylt GmbH

Sitz und Geschäftsführung: Sylt

Handelsregistereintragung Flensburg HRB 12973

Gegenstand des Unternehmens: Die Erbringung und Vermarktung von Schienenverkehrsdienstleistungen im Personen- und Güterverkehr.

Geschäftsjahr: Kalenderjahr.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB für den Anhang wurden zum Teil in Anspruch genommen.

Die Gliederung entspricht den §§ 266 und 275 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren angewendet worden.

Die RDC AUTOZUG Sylt GmbH weist zum 31. Dezember 2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 3.739 TEUR (Vorjahr: 2.524 TEUR) aus. Die Finanzierung und die laufende Liquidität werden durch den operativen Cashflow und die Gesellschafter sichergestellt. Die vom Hauptgesellschafter gewährten Gesellschafter-Darlehen - zum Bilanzstichtag 6.447 TEUR (VJ 6.291 TEUR) - sind mit einem Rangrücktritt versehen und wurden zuletzt im August 2022 bis zum 31. Dezember 2025 verlängert. Die Darlehen werden vertraglich bis zum 31. Dezember 2025 gewährt - mit einer Verlängerung bis zum 31. Dezember 2026, sofern keine Partei vorher kündigt. Es besteht eine positive Fortführungsprognose. Der Jahresabschluss wird daher unter Zugrundelegung der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das abnutzbare Anlagevermögen wurde mit den Anschaffungskosten, vermindert um die lineare Abschreibung, angesetzt. Steuerliche Sonderabschreibungen wurden nicht in Anspruch genommen. Bei Vermögensgegenständen des beweglichen Anlagevermögens, bei denen die Bewertungserleichterungen des § 6 Abs. 2 EStG (geringwertige Wirtschaftsgüter) vorlagen, hat die Gesellschaft diese in Anspruch genommen.

Von der Gesellschaft vorgenommene Einbauten auf Leasingfahrzeuge deren wirtschaftliches Eigentum bei der Gesellschaft verbleibt, werden im Posten Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung aktiviert und über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Für Einbauten vereinbarte Mietkauffinanzierungen werden in den sonstigen Verbindlichkeiten passiviert und über die Vertragslaufzeit aufgelöst.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Spezielle Risiken sowie das allgemeine Kreditrisiko sind berücksichtigt.

Das gezeichnete Kapital ist vollständig eingezahlt. Die Kapitalrücklage enthält ausschließlich andere Zuzahlungen der Gesellschafter in das Eigenkapital.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe gebildet, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen i. H. der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden, die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz und GuV

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf der letzten Seite des Anhangs dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Kautionen in Höhe von 53 TEUR enthalten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr aber unter fünf Jahren. Die restlichen sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für Rückbaukosten (173 TEUR), Kosten für Überstundenabgeltung und nicht genommenen Urlaub (141 TEUR), Jahresabschluss-, Steuerberatungs- und Prüfungskosten (216 TEUR) sowie für sonstige ausstehende Rechnungen (3 TEUR) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (8.222 TEUR; Vorjahr 7.850 TEUR) haben in Höhe von 6.447 TEUR eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern in Höhe von 6.447 TEUR (Vorjahr 6.291 TEUR). Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über fünf Jahren sind wie im Vorjahr nicht vorhanden.

Erläuterungen zur GuV

In der Gewinn- und Verlustrechnung des laufenden Jahres sind folgende Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung enthalten:

Aus Trassenpreisförderungen (sonstige betriebliche Erträge) wurden 174 TEUR vereinnahmt.

Sonstige Angaben

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen rund 6.821 TEUR (Vorjahr 4.699 TEUR) und betreffen im Wesentlichen Miet-, Leasing- sowie Geschäftsbesorgungsverträge. Davon entfallen 5.947 TEUR auf Verpflichtungen ggü. verbundenen Unternehmen.

Finanzinstrumente

In den Geschäftsjahren 2023 ff. nutzt die Gesellschaft ein durch ein nahestehendes Unternehmen abgeschlossenes Finanztermingeschäft zur Absicherung des Dieselpreises. Gesichert werden Verbräuche zwischen 50.000 und 150.000 1/ Monat zu fixierten Preisen zwischen ~53 und ~84 Cent/ 1. Zum 31. Dezember 2023 ergaben die getätigten Geschäfte einen Verlust in Höhe von TEUR 120. Für das Geschäftsjahr 2024 wird voraussichtlich ein negativer Ergebniseffekt in Höhe von TEUR -105 erwartet, der die Differenz zwischen abgesicherten und tatsächlichen Marktpreisen widerspiegelt.

Geschäftsführung

Herr Dr. Markus Hunkel, Dietzenbach, CEO und

Herr Torge Nielsen, Viöl, COO.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge, die den Geschäftsführern für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023 gewährt wurden, wird gemäß § 286 Absatz 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 116 Angestellte beschäftigt. Davon entfallen 98 auf Vollzeit und 18 auf Teilzeit.

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält eine Beteiligung in Höhe von 1,2 TEUR an der Sylt Marketing GmbH mit Sitz auf Westerland/Sylt. Die Beteiligungsquote liegt bei 1,6%. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2022 142 TEUR; der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2022 lag bei 3 TEUR. Der Jahresabschluss für das Jahr 2023 liegt noch nicht vor.

 

Sylt, 29. November 2024

Gez. Geschäftsführung

Markus Hunkel

Torge Nielsen

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 601.675,94 46.074,25 0,00 0,00 647.750,19
601.675,94 46.074,25 0,00 0,00 647.750,19
II. Sachanlagen
1. Techn. Anlagen, Maschinen 55.160,36 62.300,00 0,00 0,00 117.460,36
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.997.891,08 49.828,90 0,00 0,00 5.047.719,98
5.053.051,44 112.128,90 0,00 0,00 5.165.180,34
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 51.200,00 0,00 0,00 0,00 51.200,00
51.200,00 0,00 0,00 0,00 51.200,00
5.705.927,38 158.203,15 0,00 0,00 5.864.130,53
Kumulierte Abschreibungen
Abschreibungen 2023
01.01.2023 Zugang Abgang 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 485.252,58 38.539,79 0,00 523.792,37
485.252,58 38.539,79 0,00 523.792,37
II. Sachanlagen
1. Techn. Anlagen, Maschinen 27.887,57 18.881,52 0,00 46.769,09
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.497.152,71 393.945,77 0,00 1.891.098,48
1.525.040,28 412.827,29 0,00 1.937.867,57
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 50.000,00 0,00 0,00 50.000,00
50.000,00 0,00 0,00 50.000,00
2.060.292,86 451.367,08 0,00 2.511.659,94
Buchwert
01.01.2023 31.12.2023
Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 116.423,36 123.957,82
116.423,36 123.957,82
II. Sachanlagen
1. Techn. Anlagen, Maschinen 27.272,79 70.691,27
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.500.738,37 3.156.621,50
3.528.011,16 3.227.312,77
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1.200,00 1.200,00
1.200,00 1.200,00
3.645.634,52 3.352.470,59

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung und Vermarktung von Schienenverkehrsdienstleistungen im Personen- und Güterverkehr. Das Kerngeschäft ist hierbei der Übersetzverkehr vom Festland (Niebüll) auf die Insel Sylt (Westerland) über den Hindenburg Damm mit Autotransportwagen. Einmalig in Deutschland ist, dass bei diesem ca. 40-minütigem Transport der Fahrer und die Passagiere des KFZ während der Übersetzfahrt in dem KFZ verbleiben. Neben PKW werden auch LKW transportiert.

B. Wirtschaftsbericht

I. Rahmenbedingungen der Geschäftstätigkeit

Die Geschäftstätigkeit der RDC AUTOZUG Sylt GmbH ist maßgeblich geprägt vom Tourismus der Insel Sylt. Sylt erfreut sich seit Jahrzehnten einer hohen Beliebtheit mit stabilen Übernachtungszahlen. Einziger Wettbewerber auf der Schiene ist der DB Sylt Shuttle. Daneben muss der Fährverkehr von Dänemark als Wettbewerber angesehen werden.

II. Geschäftsverlauf

Im Mittelpunkt der internen Steuerung verwenden wir finanzielle Kennzahlen. Hierzu zählen insbesondere die Umsatz- und Aufwandsentwicklung der von uns durchgeführten Dienstleistungen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Gesellschaft mit € -1,2 Mio. (Vj.: € 0,1 Mio.) ein negatives Ergebnis erwirtschaftet. Die Steigerung der Umsatzerlöse ist maßgeblich auf den Fahrplan des Autozug Sylt zurückzuführen, der mehr Fahrten und somit eine bessere Auslastung der vorhandenen Ressourcen ermöglichte, sowie auf die mittlerweile etablierte Güterverkehrssparte.

Im Jahr 2023 profitierte die Gesellschaft zudem erneut von der Trassenpreisförderung des Bundes, allerdings in einem deutlich geringeren Umfang als noch im Vorjahr. Der deutliche Kostenanstieg in Kombination mit der stark gesunkenen Trassenpreisförderung führten zu einem negativen Jahresergebnis. Alles in allem ist die Geschäftsleitung mit dem Geschäftsverlauf nicht ganz zufrieden, blickt aber positiv gestimmt in die Zukunft.

III. Lage

1. Ertragslage

Im Geschäftsjahr hat sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um € 0,9 Mio. von € 17,4 Mio. auf € 18,3 Mio. gesteigert. Die im Vorjahr getroffene Prognose von circa € 18 Mio. wurde somit erreicht. Die Erhöhung der Transportkapazitäten führte zu einer Steigerung der Umsatzerlöse aus dem Autozugverkehr in Höhe von € 0,8 Mio. Die Erlöse aus dem Schienengüterverkehr sind ebenfalls um € 0,3 Mio. gestiegen. Die Erlöse aus Dienstleistungen an Dritte sowie nahestehende bzw. verbundene Unternehmen u.a. für die Übernahme von Überführungsfahrten oder Arbeitnehmerüberlassungen sind um ca. € 0,16 Mio. gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind stark gesunken im Vergleich zum Vorjahr. Darin enthalten sind unter anderem Trassenpreisförderungen in Höhe von € 0,2 Mio. (Vorjahr € 0,7 Mio.).

Der Anstieg der Materialaufwendungen in Höhe von ca. € 0,6 Mio. ist u.a. auf erhöhte Mietkosten für Transportwagen und Loks zur Erhöhung der Kapazitäten zurückzuführen. Der Energieaufwand für Diesel hat sich durch den Rückgang der Kraftstoffpreise rückläufig gezeigt.

Die Personalaufwendungen sind aufgrund der gestiegenen Arbeitnehmerzahl um € 0,3 Mio. gewachsen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um ca. € 0,3 Mio. gestiegen. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen eine erhöhte Verwaltungsumlage sowie Aufwand aus einem Sicherungsgeschäft zur Absicherung des Diesel-Preises.

Das Geschäftsjahr schließt mit einem negativen Jahresergebnis von € 1,2 Mio. Das im Vorjahr prognostizierte negative Jahresergebnis von € 1,3 Mio. bis € 1,5 Mio. wurde somit übertroffen.

2. Vermögens- und Finanzlage

Das verbliebene Sachanlagevermögen von € 3,2 Mio. bilden vor allem Aufbauten für den Syltverkehr auf Gütertransportwagen. Die Transportwagen selbst befinden sich jedoch nicht im Anlagevermögen. Die hieraus resultierende M ietkaufverbindlichkeit ist im Geschäftsjahr planmäßig getilgt worden und von € 0,7 Mio. auf € 0,35 Mio. zurückgegangen.

Ansonsten kennzeichnen das Vermögen der Gesellschaft kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenständen. Die Sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von € 0,7 Mio. enthalten mit € 0,4 Mio. im Wesentlichen Guthaben bei Zahlungsdienstleistern.

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag hat sich um € 1,2 Mio. erhöht und beläuft sich per Ende 2023 auf € 3,7 Mio.

Die Steigerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um € 0,35 Mio. auf € 0,8 Mio. im Geschäftsjahr ist auf stichtagsbezogene Schwankungen zurückzuführen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind durch Ausweitung der Intercompany- Beziehungen sowie aus Gründen der Liquiditätssteuerung von € 1,6 Mio. auf € 1,8 Mio. gestiegen. Die Forderungen gg. verbundene Unternehmen sind von € 2,9 Mio. auf € 1,7 Mio. gefallen.

Das Unternehmen war während des Geschäftsjahrs jederzeit in der Lage, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Der Finanzmittelbestand betrug zum 31.12.2023 € 0,2 Mio.

Das Unternehmen ist maßgeblich durch seine Gesellschafter finanziert, die auch weiterhin Liquidität in ausreichendem Maße zur Verfügung stellen werden. Alles in allem ist die Finanzlage im Geschäftsjahr als stabil zu bezeichnen.

C. Chancen- und Risikobericht

Die Gesellschaft hat sich souverän neben dem einstigen Monopolisten DB Sylt Shuttle als weiterer ernstzunehmender Anbieter am M arkt etabliert.

Der Autozugverkehr zwischen Niebüll und Westerland ist eine feste Größe im Tourismus nach Sylt. Dieser Tourismus wiederum hat sich über Jahrzehnte entwickelt und macht heute (gemessen an Übernachtungszahlen) ca. 10% bis 15% des Gesamttourismus in Schleswig-Holstein aus. Daneben ist Sylt beliebt als Zweitwohnsitz. Da keine Straße zu der Insel führt, ist der Zugverkehr die wichtigste Verkehrsanbindung nach Sylt. Zwar lässt sich die Insel auch per Flugzeug und auf dem Seeweg erreichen, der bevorzugte Verkehrsträger ist aber der Zugverkehr. Dabei geht es nicht nur darum Touristen zu befördern, sondern auch die Versorgung der Insel mit konsumtiven und investiven Gütern ist Teil des Verkehrsaufkommens.

Die Geschäftsleitung erkennt eine große Abhängigkeit der Gesellschaft vom Sylt- Tourismus, sieht hier jedoch eine gute Entwicklung. Der Tourismus zeigt deutliche, saisonale Tendenzen, ist aber stabil. Die zur Verfügung stehenden Kapazitäten werden bislang noch nicht voll ausgeschöpft. Ein gemäßigtes Wachstum in den nächsten Jahren durch weitere Marktanteilsgewinne im etablierten Markt scheint naheliegend und realistisch. Daneben erkennt die Geschäftsleitung gute Chancen in der Entwicklung des Güterverkehrs und sieht hier gute bis sehr gute Wachstumspotenziale.

Unabhängig davon bestehen die allgemeinen Risiken eines Eisenbahnverkehrsunternehmens fort, so z.B. ergebnisseitige Risiken, wie das Auslastungsrisiko, wetterbedingte Streckenschließungen und Verspätungen, Infrastrukturmängel, Zugentgleisungen oder auch der Mangel an Lokführern und anderem Fachpersonal. Da diese Risiken alle Marktteilnehmer gleichermaßen teilen, ergibt sich hieraus zumindest kein Nachteil gegenüber dem Wettbewerber. Die Geschäftsführung entgegnet diesen Risiken durch geeignete Gegenmaßnahmen wie bspw. Abdeckung von Schäden durch Zugentgleisungen durch entsprechende Versicherungsdeckung oder auch durch Schulung und Weiterbildung des Personals.

Zudem wird es in den Folgejahren, insbesondere in den Jahren 2025 und 2026, aller Voraussicht nach zu einer erheblichen Erhöhung der Trassenpreise kommen, die eine erhebliche Kostenbelastung mit sich bringen werden.

Als besondere Herausforderung sieht die Geschäftsführung die Abhängigkeit von Energielieferanten, wobei insbesondere die gestiegenen Ölpreise für die RDC AUTOZUG Sylt GmbH ein Kosten- und damit auch Ergebnisrisiko darstellen.

Im Rahmen des Risikomanagements setzt die Gesellschaft Finanztermingeschäfte zur Absicherung des Dieselpreises ein, die durch ein nahestehendes Unternehmen abgeschlossen werden. Seit dem Geschäftsjahr 2022 und Folgejahren wurden mehrere Tranchen vereinbart, mit monatlichen Volumina von 50.000 bis 150.000 Litern zu Preisen zwischen ca. 53 und 84 Cent pro Liter. Während diese Strategie in 2022 noch einen Gewinn von 685 TEUR (in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten) erzielte, wurde in 2023 aufgrund angepasster Vertragskonditionen und veränderter M arktbedingungen ein saldierter Verlust von circa 120 TEUR erzielt. Für das Folgejahr 2024 wird ein Verlust von etwa 105 TEUR prognostiziert. Trotz der kurzfristigen Schwankungen dient diese Absicherungsstrategie weiterhin der langfristigen Planungssicherheit und Risikominimierung.

Weitere Szenarien zur Risikominderung werden vorsorglich fortwährend überprüft und Preise und M engen, wenn sinnvoll möglich, jeweils abgesichert.

Die allgemeinen finanzwirtschaftlichen Risiken wie z.B. Forderungsausfälle oder Zinsänderungen beurteilt die Geschäftsleitung als beherrschbar und sieht diese auf einem unverändert niedrigen Niveau.

Trotz des negativen Eigenkapitals sieht die Geschäftsführung die Unternehmensfortführung nicht gefährdet. Die Gesellschaft ist maßgeblich durch ihren Hauptgesellschafter finanziert, dessen Darlehen langfristig zur Verfügung gestellt werden und mit einem Rangrücktritt versehen sind. Die Darlehen werden vertraglich bis zum 31. Dezember 2025 gewährt - mit einer Verlängerung bis zum 31. Dezember 2026, sofern keine Partei vorher kündigt. Daneben prognostiziert die Gesellschaft für die Zukunft positive Cashflows.

D. Prognosebericht

Die Erlöse der Geschäftsfelder Autozugverkehr und Güterverkehr werden im Geschäftsjahr 2024 voraussichtlich gesteigert werden. Durch Steigerungen in den Bereichen Autozugverkehr und Güterverkehr wird im Jahr 2024 nach momentanem Stand ein neuer Rekordumsatz erzielt werden. Hohe Materialaufwendungen belasten das Jahresergebnis allerdings sehr.

Ab dem Jahr 2024 erwartet die Geschäftsleitung mittelfristig eine positive und profitable Geschäftsentwicklung. Die RDC AUTOZUG Sylt GmbH ist im Markt fest etabliert und respektiert. Die Gesellschaft hat ein solides Kerngeschäft, welches aufgrund gegebener Kapazitäten derzeit nur noch moderate Wachstumspotenziale hat. Diese werden jedoch in den nächsten Jahren insbesondere im Güterverkehr gesehen.

Für 2024 geht die Geschäftsführung von budgetierten Umsatzerlösen in Höhe von circa € 19,0 bis € 19,3 Mio. sowie einem neutralem Jahresergebnis von ca. 0 EUR aus.

 

Sylt, den 29. November 2024

Gez. Geschäftsführung

Markus Hunkel

Torge Nielsen

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die RDC AUTOZUG Sylt GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RDC AUTOZUG Sylt GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RDC AUTOZUG Sylt GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Ausführungen der Geschäftsführung im Abschnitt "Allgemeine Angaben" des Anhangs sowie den Risikobericht (Abschnitt C.) des Lageberichts. Dort führen die gesetzlichen Vertreter aus, dass die RDC AUTOZUG Sylt GmbH, Sylt, zum 31. Dezember 2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 3.740 (Vorjahr: TEUR 2.525) ausweist. Die Finanzierung und die laufende Liquidität werden durch die Gesellschafter sichergestellt. Die vom Hauptgesellschafter gewährten Gesellschafterdarlehen (zum Bilanzstichtag T€ 6.447) sind mit einem Rangrücktritt versehen und wurden zuletzt im August 2022 bis zum 31. Dezember 2025 verlängert. Es besteht eine Verlängerungsoption bis zum 31. Dezember 2026, sofern keine Partei vorher kündigt. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zusammen mit den anderen dort ausgeführten Sachverhalten deuten auf das Bestehen einer Unsicherheit hin, die Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Berlin, den 29. November 2024

PKF Fasselt Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Beier, Wirtschaftsprüfer

Niebuhr, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 22.01.2025 festgestellt.

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