Stammdaten

Register
Amtsgericht Moenchengladbach HRB 5912
Vorher
Niederrheinische Versorgung und Verkehr AktiengesellschaftNVV AG
Eingetragen
8.9.1998
Branche
Bau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und TelekommunikationTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
a. die Versorgung mit elektrischer Energie, Gas, Wärme, Kälte, Wasser (einschließlich der Produktion von Energie, Kälte und Wasser); b. die Erbringung von Telekommunikationsdienstleistungen; c. die Erbringung energienaher Dienstleistungen; d. Erbringung von Bau- und Planungsarbeiten zur Erschließung von Grundstücken und Baugebieten, wie z. B. Generalplanung, Straßenbau und Gartenund Landschaftsbau im Gebiet der an der NEW AG mittelbar beteiligten Gebietskörperschaften in ihrem Auftrag oder im Auftrag ihrer Tochtergesellschaften; e. die Erbringung von Elektromobilitätsleistungen; f. Betriebsführung der Abwasserbeseitigung; g. die Entwicklung und der Betrieb von IT-Lösungen und Produktlösungen im energiewirtschaftlichen Umfeld und Umfeld der kommunalen Daseinsfürsorge, u. a. auf der Grundlage von Energiedaten; h. die Erbringung wirtschaftsfördernder Maßnahmen zur Standortstärkung (insbesondere die Erbringung von Beratungs- und Dienstleistungen für Industrie, Gewerbe, Handel und Handwerk); i. das Halten und Verwalten von Beteiligungen zu diesem Zweck.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Christiane Wolff
seit 1.9.2023
Prokura
Dominik Heizmann
seit 15.2.2022
Prokura
Andrea Lausberg
seit 22.7.2020
Prokura
Thomas Bley
seit 12.2.2020
Vorstandsmitglied
Prokura
Michael Theisejans
seit 29.10.2015
Prokura
Vorstandsmitglied

Gesellschafter
Beta

Keine Daten verfügbar

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

NEW AG

Mönchengladbach

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Geschäftstätigkeiten der NEW AG bestehen neben der Erbringung von Dienstleistungen für die Unternehmen der NEW-Gruppe und der Betriebsführung der Abwasserbeseitigung vor allem aus dem Halten und Verwalten von Beteiligungen, die der Versorgungssparte der NEW-Gruppe zuzurechnen und über Unternehmensverträge in den Teilkonzern der NEW AG eingebunden sind.

1.1. Geschäftsmodell

Der Gegenstand des Unternehmens ist die Versorgung mit elektrischer Energie, Gas, Wärme, Wasser (einschließlich der Produktion von Energie und Wasser), die Erbringung energienaher Dienstleistungen, die Betriebsführung der Abwasserbeseitigung und das Halten und Verwalten von Beteiligungen zu diesem Zweck.

1.2. Strategische Geschäftsfelder (SGF)

Die NEW AG und ihre Tochtergesellschaften werden über die strategischen Geschäftsfelder Abwasser, Commodity/Kundenlösungen, Netz, Quartierslösungen und Trinkwasserproduktion gesteuert.

Neben der Betriebsführung der Abwasserbeseitigung nimmt die NEW AG Unterstützungsfunktionen (UF) in den Bereichen Informationstechnik, Immobilienmanagement, Finanzen und Beteiligungen sowie in sonstigen Bereichen für die Unternehmen der NEW-Gruppe wahr.

1.3. Forschung und Entwicklung

Konkrete Forschungsprojekte bestehen derzeit nicht.

Die Gesellschaft entwickelt Quartierslösungen über ihr Tochterunternehmen NEW Smart City GmbH.

Der Ausbau der regenerativen Energien erfolgt über die Beteiligung an der NEW Re GmbH und deren Tochtergesellschaften.

Weiterhin werden Produkte in der NEW Niederrhein Energie und Wasser GmbH entwickelt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Zinserhöhungen der Notenbanken belasteten die Weltwirtschaft im Berichtsjahr, was sich in den Prognosen für das Wachstum der Bruttoinlandsprodukte (BIP) widerspiegelt. Gemäß OECD soll das globale BIP für das Jahr 2023 ein Wachstum von 2,9 % erreicht haben und läge damit hinter dem Wachstum des Jahres 2022 mit 3,3 % zurück.

Entwicklung des realen Bruttoinlandsprodukts 2023

Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %:

Deutschland 0,3 %
Großbritannien 0,5 %
Niederlande 0,2 %
Schweden 0,5 %
Euroraum 0,6 %
Welt 2,9 %

Zur wirtschaftlichen Entwicklung in der EU

Die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum kann sich dem Einfluss der Zinserhöhungen sowie der Inflation ebenfalls nicht entziehen und das hat Auswirkungen auf das BIP-Wachstum der gesamten EU. Gemäß OECD soll das BIP des Euroraums im Jahr 2023 nur um 0,6 % gewachsen sein. Wegen der bereits im Jahr 2022 anhaltend hohen Inflation im gesamten Euroraum hat die Europäische Zentralbank (EZB) Mitte 2022 eine Kehrtwende in ihrer Geldpolitik vollzogen und erstmals seit 16 Jahren den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte angehoben. Weitere Zinsanhebungen folgten, so dass der Leitzins Ende Dezember 2022 bei 2,5 % lag. Die EZB hat diese Zinspolitik im Jahr 2023 fortgesetzt und den Leitzins in mehreren Schritten (September 2023) auf 4,5 % erhöht. Damit will die EZB-Kredite verteuern, die Nachfrage dämpfen und hohen Teuerungsraten entgegenwirken, um die Inflation mittelfristig wieder auf einen Zielwert von 2 % zu senken. Die Erhöhung des Leitzinses zeigte in Bezug auf die Inflation den gewünschten Effekt. Während die Teuerungsrate in der Eurozone im Juli 2023 bei 5,3 % lag, ging sie im Oktober auf 2,9 % zurück.

Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland

Während die Konjunkturprognose der OECD für Deutschland im Juni 2023 für das Berichtsjahr noch eine Stagnation für möglich gehalten hatte, ist das BIP schließlich um 0,2 % (OECD) beziehungsweise laut Statistischem Bundesamt um 0,3 % zurückgegangen. Ein wesentlicher Grund hierfür waren Zinserhöhungen. Diese sollten der Inflation entgegenwirken, bremsten jedoch zugleich die Wirtschaftsaktivität.

Im gesamten Jahresverlauf war für Wirtschaft und Haushalte die Inflation spürbar, die gemäß OECD im Jahr 2023 im Schnitt bei 6,6 % lag.

Energiepolitisches Umfeld

Europa

Die EU-Institutionen haben, angesichts der durch den Russland-Ukraine-Krieg ausgelösten Energiekrise im vergangenen Jahr und der zunehmend spürbaren Folgen des Klimawandels, Maßnahmen zur Krisenbewältigung auf den Weg gebracht beziehungsweise verstärkt. Mit Blick auf das Aufflammen des Nahost-Konflikts bleibt abzuwarten, ob weitere Maßnahmen zur Stabilisierung der energiewirtschaftlichen Situation ergriffen werden.

Im März 2022 hat die Europäische Kommission daher neue befristete Rahmenbedingungen für staatliche Beihilfen zur "Krisenbewältigung und Gestaltung des Wandels" (Temporary Crisis and Transition Framework) angenommen, um Investitionen in Schlüsselsektoren für den Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft und die Bewältigung der Energiekrise weiter zu fördern. Dieser Rahmen ermöglicht es den Mitgliedstaaten beispielsweise, weitere Maßnahmen einzuführen, die bis Ende 2025 gelten und die Einführung erneuerbarer Energie, Speicheranlagen und Systeme zur Dekarbonisierung von Industrieprozessen, einschließlich Wasserstoff, unterstützen. Unter bestimmten Voraussetzungen können die Mitgliedstaaten Beihilfen, die Begünstigten in anderen Ländern außerhalb der EU gewährt werden, angleichen. Zudem erlaubt dieser Beihilferahmen den Mitgliedstaaten, Unternehmen im Zusammenhang mit der Energiekrise durch verschiedene Maßnahmen zu unterstützen, die bis zum 31. Dezember 2023 gelten. Darüber hinaus hat die Kommission einen Teil der Maßnahmen zur Gewährung von "kleinen Beihilfen" zum Ausgleich außergewöhnlich hoher Energiepreise für die von der Krise am stärksten betroffenen Unternehmen bis Juni 2024 verlängert.

Deutschland

Mitte 2022 hat der Bundestag das sogenannte Osterpaket zum beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien verabschiedet. Mit verschiedenen Gesetzesänderungen, beispielsweise im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), hat der Gesetzgeber die Ziele für den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch von 50 % auf 80 % erhöht. Dabei rückt der Ausbau der Solarenergie in den Fokus. Bis 2030 soll die installierte Photovoltaik-Leistung von 100 GW auf über 215 GW mehr als verdoppelt und die Onshore Wind-Leistung von 71 GW auf 115 GW erhöht werden. Das Jahresziel von 9 GW Netto-Zubau an Photovoltaik-Leistung in 2023 wurde dieses Jahr bereits im September erreicht. Der Zubau von Onshore-Windleistung lag Ende des dritten Quartals 2023 bei zirka 50 % des Jahresziels von 3,9 GW.

Um den Ausbau der Erneuerbaren und den notwendigen Ausbau intelligenter Verteilnetze zu beschleunigen, müssen sich insbesondere die Instrumente zur Beschleunigung der Planungs- und Genehmigungsverfahren als wirkungsvoll erweisen und die zusätzlichen Maßnahmen aus dem "Pakt für Planungs-, Genehmigungs- und Umsetzungsbeschleunigung" zwischen Bund und Ländern von Anfang November 2023 zeitnah umgesetzt werden. So können die ambitionierten Klimaziele auch erreicht werden.

Auf Bundesebene hat die Bundesregierung mit dem Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) Maßnahmen zur Beschleunigung des Smart Meter Rollouts beschlossen. Das MsbG wurde durch das Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende novelliert und sieht einen Rollout-Fahrplan mit verbindlichen Zielen bis 2030 vor. Die Messstellenbetreiber werden verpflichtet, die angeschlossenen Verbrauchsstellen sukzessive mit intelligenten Messsystemen auszustatten. Das Gesetz trat im Mai 2023 in Kraft.

Die Neufassung des § 14a im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) sieht vor, dass steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie z. B. elektrische Wärmepumpen oder Wallboxen für Elektroautos zukünftig netzorientiert gesteuert werden und im Gegenzug Netzentgeltreduktionen erhalten. Das Instrument ersetzt nicht die Ertüchtigung der Verteilnetze, sondern ergänzt diese temporär. Die zuständige Bundesnetzagentur hat Ende November 2023 eine entsprechende Regelung festgelegt.

Zudem hat die Bundesregierung im Juni 2023 die Neufassung des Klimaschutzgesetzes auf den Weg gebracht. Ursprünglich sah das Klimaschutzgesetz jährliche Emissionsreduktionsziele für die Sektoren Energie, Industrie, Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft und Abfallwirtschaft vor. Die derzeit laufende Anpassung sieht nun u. a. vor, die Klimaziele nicht mehr rückwirkend nach Sektoren, sondern vorausschauend, mehrjährig und sektorübergreifend einzuhalten. Emissionsminderungsziele für einzelne Sektoren sollen damit entfallen.

Um das Ziel der vollständigen Dekarbonisierung der Wärmeversorgung bis 2045 zu erreichen, wurden im Jahr 2023 das Gebäudeenergiegesetz, das auf die Umstellung der Heizungstechnologien abzielt, und das Wärmeplanungsgesetz, das die Wärmenetze adressiert und die Grundlage für die kommunale Wärmeplanung bildet, verabschiedet. Das Gebäudeenergiegesetz sieht vor, dass Heizungsanlagen künftig nur noch neu installiert werden dürfen, wenn sie mindestens 65 % der bereitgestellten Wärme mit erneuerbaren Energien erzeugen. Für Neubauten gilt dies ab Januar 2024, für den Bestand sind Übergangsfristen bis 2028 vorgesehen. Flankiert werden die Regelungen durch eine unter anderem nach Einkommen gestaffelte Förderung. Das Wärmegesetz sieht zunächst einen Anteil von 30 % erneuerbarer Energien in bestehenden Wärmenetzen vor. Gleichzeitig werden die Länder verpflichtet, darauf hinzuwirken, dass die Kommunen bis spätestens 2028 Wärmepläne erstellen. Diese legen fest, welche Gebiete dezentral oder leitungsgebunden mit Wärme versorgt werden und wie erneuerbare Energien und Abwärme genutzt werden können. Für Gasnetze sind die operativen Auswirkungen aus der seitens der EU beschlossenen Methanemissionsverordnung noch nicht vollumfänglich abschätzbar, da die konkreten Vorgaben an die Gasnetzbetreiber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend definiert sind.

Das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) wurde im Jahr 2023 mehrfach novelliert. Dabei wurden verschiedene Themen behandelt, insbesondere die Umsetzung des EuGH-Urteils zur Unabhängigkeit der Regulierungsbehörde und der Aufbau eines Wasserstoff-Kernnetzes einschließlich dessen Finanzierung. Zentral für die Umsetzung des EuGH-Urteils ist die formale Aufwertung der Bundesnetzagentur, die nun allein die Bedingungen für den Netzzugang und die Netzentgelte (Strom, Gas, Wasserstoff) festlegen kann. In einem parallel zur EnWG-Hauptnovelle verabschiedeten Entschließungsantrag wird angekündigt, dass weitere Regelungen zum Thema Netzanschluss zu erwarten sind.

Im Bereich Wasserstoff wurden Regelungen für ein sogenanntes Kernnetz getroffen. Dieses soll eine Länge von zirka 10.000 km haben und zunächst dem Transport und der Versorgung von Großkunden dienen. Das Kernnetz wurde bereits parallel zum Gesetzgebungsverfahren geplant und soll im ersten Quartal 2024 von der Bundesnetzagentur genehmigt werden, so dass der Bau der Leitungen zeitnah erfolgen kann. Für die Netzbetreiber im Kernnetz ist eine staatliche Absicherung ihrer Investitionen vorgesehen (Amortisationsansatz).

Um die Ausbauziele für Photovoltaik zu erreichen, sind weiterhin erhebliche Anstrengungen in allen rechtlichen und wirtschaftlichen Bereichen erforderlich. Mit Anpassungen vor allem im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sollen die Weichen gestellt werden, um die mit dem EEG 2023 beschlossenen Ausbauziele in systemverträglicher Form zu erreichen. Mit dem Gesetzentwurf will die Bundesregierung die Förderung für besondere Solaranlagen (sogenannte Agri-PV, Floating-PV, Moor-PV und Parking-PV) neu regeln, den Zubau von Photovoltaik-Dachanlagen erleichtern, Mieterstrom vereinfachen und die gemeinschaftliche Versorgung von Gebäuden ermöglichen. Darüber hinaus soll die Nutzung von Plug-in Solaranlagen erleichtert und der Netzanschluss beschleunigt werden.

Was die Entlastung der Gaskunden betrifft, so wurde Ende 2022 ein ermäßigter Umsatzsteuersatz auf Gaslieferungen wirksam. Diese Maßnahme wurde bis zum 31. März 2024 verlängert. Zudem gab es eine einmalige Entlastung im Dezember 2022. Das Bundesverfassungsgericht hat am 15. November 2023 entschieden, dass das Gesetz über den zweiten Nachtragshaushalt 2021 verfassungswidrig ist. Das Urteil betrifft unmittelbar den Klima- und Transformationsfonds (KTF). Bei Übertragung der Grundsätze auf die weiteren Sondervermögen ist mittelbar auch der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) betroffen. In der Folge hat die Bundesregierung die staatliche Förderung über die Strom- und Gaspreisbremsen nicht wie geplant bis Ende März 2024 verlängert, sondern diese liefen Ende 2023 aus. Die Entlastungen sollten ab Dezember 2022 über die Abschöpfung von Überschusserlösen im Strommarkt teilweise gegenfinanziert werden. Die Grundlage hierfür bildet eine EU-Verordnung, woraufhin in Deutschland das Gesetz zur Einführung einer Strompreisbremse (Strompreisbremsegesetz - StromPBG) im Dezember 2022 in Kraft getreten ist. Dieses Instrument ist Ende 2023 ausgelaufen und eine Option auf Verlängerung bis zum 30. April 2024 wurde seitens der Bundesregierung nicht genutzt. Durch diese Gesetzesbeschlüsse zur Krisenbewältigung wurden umfangreiche und komplexe Aufgaben auf die NEW-Gruppe als Stromerzeuger, Energieversorger und Verteilnetzbetreiber übertragen. Von der Erlösabschöpfung waren aufgrund der eigenen Stromerzeugungsanlagen auch einige NEW-Gesellschaften unmittelbar betroffen.

Für Netzbetreiber in Deutschland sind die finanziellen Bedingungen der jeweiligen Regulierungsperiode bedeutend, da diese sich auf die Investitionen der nächsten Jahre auswirken, die in die Netze fließen. Dies gilt insbesondere für die Strom-Verteilnetze, die das Rückgrat der Energiewende bilden. Im Rahmen der Festlegung des so genannten Eigenkapitalzinses für die vierte Regulierungsperiode in Deutschland (2023 bis 2027 für Gas und 2024 bis 2028 für Strom) hatte die Bundesnetzagentur (BNetzA) den Eigenkapitalzinssatz für Neuanlagen auf 5,07 % und für Altanlagen (vor 2006 aktiviert) auf 3,51 % sowie den Zinssatz für das überschießende Eigenkapital > 40 % auf 1,71 % (Strom) bzw. 2,03 % (Gas) - jeweils vor Körperschaftsteuer - beschlossen. Aufgrund des allgemein gesunkenen Zinsniveaus im Betrachtungszeitraum der verwendeten Datenbasis ist der Wert niedriger als die in der dritten Regulierungsperiode festgelegte Eigenkapitalverzinsung in Höhe von 6,91 % für Neuanlagen, 5,12 % für Altanlagen sowie 2,72 % (Strom) bzw. 3,03 % (Gas) für das überschießende Eigenkapital > 40 %. Gegen die Festlegung der zulässigen Eigenkapitalverzinsung für Energienetze hat E.ON geklagt, da nach Ansicht des Unternehmens unter anderem die Berechnung der Marktrisikoprämie fehlerhaft erfolgt ist. Die Gesellschaft hat ebenfalls am 8. Dezember 2021 Beschwerde gegen die Festlegung der Eigenkapitalverzinsung eingelegt. Aufgrund der zwischenzeitlich eingetretenen Zinswende hat die Bundesnetzagentur im Jahr 2023 zwei Festlegungsverfahren für eine Verbesserung der Investitionsverzinsungen gestartet. Im Verfahren mit dem Aktenzeichen BK4-23-001, welches sich auf die Zinssätze für das überschießende Eigenkapital > 40 % im Rahmen des Kapitalkostenaufschlags bezieht, hat die Bundesnetzagentur am 14. August 2023 eine Festlegung zur dynamischen Anpassung der entsprechenden Zinssätze erlassen. Da sich diese Festlegung lediglich auf Investitionen ab dem Jahr 2023 bezieht und auf Bestandsanlagen keine Anwendung findet, hat sowohl die E.ON, als auch die NEW Netz GmbH am 5. Oktober 2023 Beschwerde eingelegt. Eine weitere Festlegung der Bundesnetzagentur mit dem Aktenzeichen BK4-23-002, welche sich auf die Anpassung des Eigenkapitalzinssatzes im Rahmen des Kapitalkostenaufschlags bezieht, befindet sich aktuell im Konsultationsprozess. Hierzu kann eine rechtliche Einschätzung erst nach Abschluss des Verfahrens getroffen werden.

Branchensituation

Der Energiesektor befindet sich in einer Phase grundlegender und anhaltender Veränderungen. Der Russland-Ukraine-Krieg sorgt weiterhin für große volkswirtschaftliche Unsicherheiten und beeinflusst den Energiesektor. Für die NEW steht seit Beginn des Russland-Ukraine-Kriegs Anfang 2022 die Sicherstellung der Energieversorgung in dieser unruhigen Zeit im Vordergrund. Die Strom-, Gas- und Wärmenetze, die die NEW betreibt, laufen auch in der aktuellen Situation stabil. Die Folgen des Krieges haben auch Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeiten der NEW-Gruppe. Insbesondere die volatilen Commodity-Preise wie auch das Energienachfrageverhalten haben Einfluss auf die Aktivitäten der entsprechenden NEW-Gesellschaften.

Witterungseinflüsse

Insgesamt war auch 2023 wieder ein überdurchschnittlich warmes Jahr. Dementsprechend lag auch die Gradtagzahl für 2023, die einen Anhaltspunkt für die benötigte Heizenergie liefert, unter dem Mittelwert der letzten 20 Jahre und auch leicht unter ihrem Vorjahreswert.

Die Witterung des Jahres 2023 zeigte sich - wie bereits im Vorjahr - teilweise extrem: Überdurchschnittliche milde Wintermonate zu Beginn des Jahres, einen Sommer mit einigen besonders heißen Tagen im Juli und August bei ansonsten in Summe durchschnittlichen Temperaturen und überdurchschnittlich hohen Niederschlagsmengen, eine überdurchschnittliche warme Witterung im September und bis weit in den November hinein, gefolgt von einem Dezember mit einer etwas milderen Durchschnittstemperatur als im Vorjahr.

Energiepreisentwicklung

Im Verlauf des Jahres 2023 sind die Energiepreise im Großhandel gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken. Die unmittelbaren Auswirkungen des anhaltenden Russland-Ukraine-Kriegs auf die Versorgungssituation in Europa haben sich mit dem bereits erfolgten beziehungsweise weiterhin steigenden Ausbau der Importkapazität von Flüssiggas reduziert. Zum Ende der Heizperiode im vergangenen Winter waren im März 2023 in Europa bereits 48 Terminals in Betrieb und weitere Terminals in Planung.

Bei insgesamt milden Witterungsbedingungen im vergangenen Winter konnten zudem Gasreserven in den Untergrundspeichern gegenüber Vorjahren geschont werden. EU-weit betrug der Füllstand zum 1. April 2023 noch zirka 56 % (im Vorjahr nur zirka 27 %). Auf dieser Basis war es den Speicherbetreibern möglich, bis zum kalendarischen Beginn des Winterhalbjahres am 1. Oktober 2023, die Speicher zu befüllen, da die Nachfrage und damit auch der Druck auf die Großhandelspreise entsprechend geringer waren. Zu diesem Zeitpunkt lag der Füllstand der Gasspeicher bereits bei zirka 96 % und erreichte bis Anfang November annähernd 100 %.

Zum Berichtszeitpunkt können witterungsbedingt für den Verlauf des gesamten Winters noch keine verlässlichen Aussagen über die kundenbezogenen Verbrauchsreduktionen getroffen werden. Im vergangenen Winter 2022/23 haben Haushalte zum Beispiel in Deutschland ihren Verbrauch reduziert, und zwar in Höhe der geschätzten temperaturunabhängigen Reduktion von etwa 10 %. Die Einsparungen trugen insgesamt zu einer geringeren Nachfrage im Großhandelsmarkt bei und haben zudem eine preisdämpfende Wirkung.

Zu Jahresbeginn 2023 kostete eine MWh Gas im Monatskontrakt an der niederländischen TTF-Börse 77 €. Zum Ende des Berichtsjahres pendelten sich die Preise bei zirka 50 € ein. Für Strom war die Entwicklung ähnlich. Zu Jahresbeginn kostete eine MWh Strom Grundlast im Jahreskontrakt des Folgejahres 214 €, zum Ende des Berichtsjahres zirka 118 €. Damit liegt das Preisniveau insgesamt aktuell wieder unterhalb des Niveaus vor Beginn des Russland-Ukraine-Krieges, jedoch ist es immer noch etwa doppelt so hoch, wie in einem langfristigen Mittel vor Beginn der Energiekrise.

Als Faktoren für ein aktuell weiterhin erhöhtes Preisniveau wirken neben der gegenwärtigen Unsicherheit über den witterungsbezogenen Verlauf des Winters insbesondere verbleibende geopolitische Risiken und der Wettbewerb um Flüssiggas auf dem Weltmarkt. Im Wettbewerb um Flüssiggas insbesondere mit Asien hat der erwartete Ausbau von Kapazitäten zur Verflüssigung von Gas bei wesentlichen Produzenten in den kommenden Jahren dagegen das Potenzial, mittelfristig zu einer weiteren preislichen Erholung zu führen.

Der durchschnittliche Strompreis für Haushalte im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 hat sich im Vergleich zur ersten Hälfte vermindert und beträgt 45,73 ct/kWh (im ersten Halbjahr 46,27 ct/kWh; Grundpreis anteilig für einen Verbrauch von 3.500 kWh/a enthalten). Der durchschnittliche Strompreis hat sich im Vergleich zum ersten Halbjahr um 1,1 % vermindert und ist im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2022 um ca. 14,1 % gestiegen (Vorjahr 40,07 ct/kWh). Der Grund für diese Entwicklung sind im Wesentlichen die langfristigen Beschaffungsverträge für diese Produktgruppe. Die Kosten für die Beschaffung und Vertrieb liegen bei Haushaltstarifen durchschnittlich 15 % höher als in der zweiten Jahreshälfte 2022. Der Durchschnittspreis für Strom in Deutschland am Spotmarkt betrug 99,01 €/MWh (Vorjahr 235,43 €/MWh) und ist im Vergleich zum Vorjahr um 57,9 % gesunken. In der Spitze wurde in Deutschland ein Tages-Base bei 202,38 €/MWh am 23.01.2023 gehandelt (Vorjahr 871 €/MWh am 29.08.2022).

Auf dem Höhepunkt der Preis-Aufwärtsspirale betrug am 10.01.2023 der Großhandelspreis für eine MWh Gas in Deutschland 72,41 € (Vorjahr 319,57 € am 27.08.2022). Der Durchschnittspreis für Gas in Deutschland am Spotmarkt beträgt 41,27 € (Vorjahr 125,72 €) und ist im Vergleich zum Vorjahr um 67 % gesunken. Neben Unsicherheiten auf dem Markt war eine weitere Ursache, dass der deutsche marktgebietsverantwortliche Trading Hub Europe auf den Märkten im Berichtsjahr 2022 sehr aktiv war, um möglichst zügig die im Frühjahr 2022 noch außergewöhnlich leeren Gasspeicher zu befüllen und die im Mai 2022 neu erlassenen gesetzlichen Vorgaben zur Befüllung von Gasspeicher zu erfüllen. Im Geschäftsjahr 2023 waren diese Aktivitäten nicht mehr zu verzeichnen. Die deutschen Speicher machen rund 22 % der europaweiten Kapazität aus; die forcierte Befüllung hatte somit auch eine Rückwirkung auf das Preisgeschehen in Europa insgesamt.

Für private Haushalte, aber auch für KMU sowie die Industrie sind hohe Gaspreise wirtschaftlich weiterhin sehr belastend. Trotz Absenkung der Mehrwertsteuer beträgt der durchschnittliche Erdgaspreis im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2023 bei einem Verbrauch von 20.000 kWh 11,53 ct/kWh (Vorjahr 20,04 ct/kWh) und liegt zwar somit 42,5 % unter dem vergleichbaren Vorjahresniveau, allerdings noch immer 63,3 % über dem Niveau aus dem vergleichbaren Niveau aus dem Berichtsjahr 2021.

Erneuerbare Energie

Nach Angaben der Bundesnetzagentur stieg die installierte Leistung von Erneuerbare-Energien-Anlagen im Jahr 2023 um 17 Gigawatt auf eine Gesamtleistung von knapp 170 Gigawatt. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von 12 %. Hauptanteil an dieser Entwicklung haben die Energieträger Solar und Wind.

Die Windkraft war 2023 wieder die wichtigste Stromquelle, sie trug 139,8 Terawattstunden (TWh) bzw. 32 % zur öffentlichen Stromerzeugung bei. Damit lag sie 14,1 % über der Produktion des Vorjahres. Der Anteil der Onshore-Windkraft stieg dabei auf 115,3 TWh (2022: 99 TWh), die Offshore-Produktion sank leicht auf 23,5 TW (2022: 24,75 TWh). Der Ausbau der Windenergie bleibt weiterhin hinter dem Plan zurück: Bis November waren Onshore 2,7 Gigawatt (GW) neu errichtet, geplant waren 4 GW. Der Ausbau der Offshore-Anlagen verläuft aufgrund der nötigen Ausschreibungen und langen Bauzeiten noch schleppender. Hier wurden 2023 nur 0,23 GW neu errichtet (geplant: 0,7 GW).

Photovoltaik-Anlagen haben im Jahr 2023 ca. 59,9 TWh erzeugt, wovon 53,5 TWh ins öffentliche Netz eingespeist und 6,4 TWh im Eigenverbrauch genutzt wurden. Der Juni 2023 war mit rund 9 TWh der Monat mit der höchsten solaren Stromerzeugung jemals. Die maximale Solarleistung wurde mit 40,1 GW am 7. Juli 13:15 Uhr erreicht; das entsprach einem Anteil an der Stromerzeugung von 68 %. Der Photovoltaik-Ausbau übertraf im Jahr 2023 deutlich die Ziele der Bundesregierung: Statt der geplanten 9 Gigawatt wurden bis November 13,2 Gigawatt errichtet; bis Ende 2023 werden es nach vorläufigen Daten mehr als 14 Gigawatt sein. Das ist ein starker Anstieg gegenüber 2022 (7,44 GW). Damit war der PV-Ausbau in Deutschland erstmals im zweistelligen Bereich.

Der Zubau der Biomasseanlagen hat sich im Jahr 2023 mit 0,12 Gigawatt im Vergleich zum Vorjahr auf niedrigem Niveau verdoppelt. Den größten Anteil daran haben drei neu in Betrieb genommene Heizkraftwerke, die neben Strom auch Nutzwärme erzeugen.

Die Biomasse lag mit 42,3 TWh auf dem Niveau von 2022 (42,2 TWh). Die installierte Leistung liegt bei 9 GW.

NRW liegt bei den Neugenehmigungen von Windrädern in Deutschland - gemäß einer Erklärung des Wirtschafts- und Energieministeriums des Landes NRW - auf Platz eins, gefolgt von Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Bis zum Stichtag 4. Dezember 2023 wurden für 297 neue Anlagen mit einer Leistung von rd. 1.550 Megawatt Bewilligungen erteilt. Beim tatsächlichen Zubau von Windenergie liegt NRW mit über 100 fertiggestellten Windenergieanlagen bis Anfang Dezember 2023 auf Platz drei hinter Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Insgesamt drehten sich nach den Zahlen des Landes Anfang Dezember 3.786 Windräder mit einer installierten Leistung von insgesamt 7.156 Megawatt in NRW.

2.2. Geschäftsverlauf

Die strategischen Geschäftsfelder und Unterstützungsfunktionen entwickelten sich wie folgt:

2.2.1. SGF Abwasser

Das strategische Geschäftsfeld Abwasser wird in der NEW AG selbst abgebildet. Die NEW AG betreibt das öffentliche Kanalnetz mit den dazugehörigen Abwasseranlagen im Auftrag der Städte Mönchengladbach und Viersen und pachtet hierzu die Kanalnetze von den Eigentümergesellschaften an. Somit ist die NEW AG für das Sammeln und Ableiten von Abwasser (häusliches und industrielles Schmutzwasser sowie Niederschlagswasser) zu den Kläranlagen Neuwerk und Dülken des Niersverbands zuständig, wo die Abwasserreinigung erfolgt. Die jährlich entsorgte Abwassermenge hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die Erlöse aus der Betriebsführung für die Kommunen bewegen sich mit 65,1 Mio. € leicht über dem Vorjahresniveau (64,8 Mio. €).

Investitionen in das Abwassernetz werden betriebsführend durch die Gesellschaft getätigt und dann an Konzernunternehmen, die Eigentümerinnen der Abwassernetze sind, veräußert. Die aus der Weiterberechnung der getätigten Investitionen erzielten Erlöse beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 21,3 Mio. € (Vorjahr 23,7 Mio. €). In 2023 wurde überwiegend in Kanalnetzerneuerung, Sanierung und in den Gewässerschutz investiert.

2.2.2. SGF Commodity/Kundenlösungen

Das strategische Geschäftsfeld Commodity/Kundenlösungen wird in den Tochtergesellschaften NEW Niederrhein Energie und Wasser GmbH, NEW Viersen GmbH und NEW Tönisvorst GmbH abgebildet.

Die steigenden Marktpreise für Strom führten im Jahr 2022 zu einem Preisanstieg in der Beschaffung, der in 2023 an die Endkunden weitergeben wurde. Da die NEW Niederrhein Energie und Wasser GmbH, insbesondere für die Bestandskunden im Sonderabkommen und der Grundversorgung, einen Großteil der Mengen schon vor dem Kostenanstieg beschafft hatte, waren die Preise für die Kunden deutlich günstiger als bei den meisten anderen Anbietern am Markt. Die geplante Absatzmenge von 1.507,5 GWh wurde mit 1.383,3 GWh nicht erreicht. Ursache sind im Wesentlichen Energieeinsparungen der Kunden.

Im Gassegment zeigen sich die Energiesparbemühungen der Kunden ebenfalls. Der Absatz liegt mit 2.844 GWh deutlich unter dem Planansatz von 3.307 GWh. Aufgrund der volatilen Marktsituation und damit einhergehend steigender Beschaffungsrisiken wurden zum Jahresbeginn die Preise im Gassegment auf Wettbewerbsniveau angepasst.

In der NEW Niederrhein Energie und Wasser GmbH ist die gesamte Strom- und Gasbeschaffung für die NEW-Gruppe zentralisiert. Die Verrechnung an die Tochtergesellschaften und an den eigenen Vertrieb erfolgt zu festen Preisen unabhängig von der tatsächlichen Abnahmemenge. Beschaffungsrisiken und Chancen werden vollständig vom Beschaffungsbereich der Gesellschaft getragen. Schon im Jahr 2021 stieg die Marktvolatilität enorm an. In den Jahren 2022 und 2023 haben sich diese Turbulenzen vor dem Hintergrund verschiedener Krisen noch verstärkt. Diese dynamische Marktentwicklung mit historisch hohen Preisständen hat dazu geführt, dass witterungsbedingte Absatzschwankungen im Gassegment, nicht mehr wie bisher, durch flexible Bezugsverträge aufgefangen werden können. Diese werden seitens der Händler nicht mehr bzw. nur zu unattraktiven Preisen angeboten, da dieses Risiko in seiner Größe kaum abzusehen ist. Der Beschaffungsbereich der Gesellschaft trägt diese Risiken selbst und vereinnahmt dafür Risikoaufschläge. Verstärkt wird das Absatzrisiko zudem durch den Effekt, dass die Kunden aufgrund der Preisanstiege ihr Verbrauchsverhalten geändert haben und die vergangenheitsbasierten Jahresverbrauchsprognosen nur bedingt zutreffen. Die deutlich höheren Risikoprämien, welche aus diesen Gründen in den Verrechnungspreisen berücksichtigt werden mussten, haben im Jahr 2023 aufgrund der nicht eingetretenen Preis- und Absatzrisiken zu einem deutlichen Mehrergebnis geführt. So musste beispielsweise in der Kälteperiode zwischen Ende November, Anfang Dezember zwar nachbeschafft werden, aufgrund der vollen Speicher reagierte der Spotmarkt jedoch kaum auf diesen Nachfrageanstieg.

Im Wasservertrieb entwickelte sich der Ergebnisbeitrag aufgrund gestiegener Netzentgelte rückläufig. Der Absatz befindet sich mit 23,4 Mio. m 3 leicht unter dem Planwert von 23,7 Mio. m 3.

Im Bereich der Kundenlösungen wurde das Planergebnis nicht erreicht. Insbesondere im Bereich der Ladelösungen und PV führten Lieferengpässe bei Vorlieferanten dazu, dass der angestrebte Umsatz nicht erreicht werden konnte.

2.2.3. SGF Netz

Das strategische Geschäftsfeld Netz wird in den Tochtergesellschaften NEW Netz GmbH und NEW NiederrheinWasser GmbH abgebildet.

In der NEW Netz GmbH stellt das strategische Geschäftsfeld Netz das Ergebnis der Geschäftstätigkeit im Bereich der Strom-, Gas- und Trinkwasserverteilnetze (letztere werden für die NEW Niederrheinwasser GmbH betriebsgeführt) sowie des grundzuständigen Messstellenbetreibers dar.

Weitere Kernaufgaben sind technische Betriebsführungen für Dritte sowie sonstige technische Dienstleistungen diverser technischer Infrastrukturen, wie in der Straßenbeleuchtung.

Im Geschäftsfeld Strom erzielt die NEW Netz GmbH überwiegend Umsatzerlöse durch die Vereinnahmung von Netzentgelten. Die gesamte Abgabemenge im Netz betrug 2023 rd. 2.512 GWh nach 2.573 GWh im Vorjahr. Insgesamt wurden 216,7 Mio. € (Vorjahr rd. 197,5 Mio. €) Netzerlöse erzielt. Von den Netzerlösen des Geschäftsjahres 2023 entfallen rd. 158 Mio. € (Vorjahr rd. 142 Mio. €) auf SLP-Kunden und rd. 58,8 Mio. € (Vorjahr rd. 53,8 Mio. €) auf RLM-Kunden.

Im Geschäftsfeld Gas erzielt die Gesellschaft ebenfalls überwiegend Umsatzerlöse durch die Vereinnahmung von Netzentgelten. Mit rd. 4.224 GWh bewegt sich die Netzmenge unter dem Niveau des Vorjahres (rd. 4.399 GWh). Mit rd. 68,6 Mio. € (Vorjahr rd. 52,6 Mio. €) sind die Netzerlöse gegenüber dem Vorjahr preisbedingt gestiegen und entfallen überwiegend auf SLP-Kunden.

In der NEW NiederrheinWasser GmbH stellt das strategische Geschäftsfeld Netz das Ergebnis der Geschäftstätigkeit im Bereich der Trinkwasserverteilnetze dar.

Das Ergebnis entwickelte sich positiv im Geschäftsverlauf. Hier wirkten leicht höhere Trinkwassernetzentgelte sowie der leicht gesunkene Aufwand für die Betriebsführung der Trinkwassernetze. Gegenläufige Effekte im SGF Netz ergaben sich insbesondere aus den gestiegenen Abschreibungen.

2.2.4. SGF Quartierslösungen

Das strategische Geschäftsfeld Quartierslösungen wird in der NEW Smart City GmbH abgebildet.

Im SGF Quartierslösungen, in dem die Aktivitäten zur Wärmeversorgung abgebildet sind, liegt die Entwicklung hinter den Erwartungen. Es konnten deutlich weniger Dienstleistungen für Projekte und Beteiligungen erbracht werden als geplant. Analog dazu fiel der Personalzuwachs ebenfalls geringer aus als vorgesehen. Ursachen sind das steigende Zinsniveau, das die Projektentwickler bremst, und die Unsicherheit über die Förderkulisse ab 2024.

2.2.5. SGF Trinkwasserproduktion

Das strategische Geschäftsfeld Trinkwasserproduktion wird in der Tochtergesellschaft NEW NiederrheinWasser GmbH abgebildet.

Hier wird das Ergebnis der Geschäftstätigkeit im Bereich der Trinkwasserproduktion, -aufbereitung und -lieferung an Trinkwasservertriebsgesellschaften dargestellt.

Der Ergebnisbeitrag im strategischen Geschäftsfeld Trinkwasserproduktion entwickelte sich positiv im Geschäftsverlauf.

Die wesentlichen Ergebnistreiber waren die höheren Trinkwasserverkaufserlöse aufgrund der sich aus den Liefervertragsklauseln ergebenden höheren Absatzpreise. Hinzu kamen insbesondere positive Effekte aus dem Drittgeschäft. Gegenläufig wirkten der leicht gestiegene Aufwand für Energiebezug sowie der leicht gestiegene Personalaufwand.

Die nutzbare und in den Umsatzerlösen abgebildete Wasserabgabe im Geschäftsjahr betrug insgesamt rd. 22,9 Mio. m 3 (Vorjahr rd. 23,5 Mio. m 3 ), von der rd. 17,7 Mio. m 3 an die NEW Niederrhein Energie und Wasser GmbH und rd. 4,4 Mio. m 3 an die NEW Viersen GmbH sowie an die Schwalmtalwerke AöR rd. 0,9 Mio. m 3 abgegeben wurden.

2.2.6. UF Informationstechnik

Die Unterstützungsfunktion Informationstechnik (IT) fungiert als interner Dienstleister für alle Gesellschaften der NEW-Gruppe. Zum Aufgabenspektrum gehören Tätigkeiten im IT-Betrieb, Beratungs- und Lösungsdesign als auch allgemeine Dienste wie Postservice und Archivierung. Aufgabe der IT in der NEW-Gruppe ist eine kostenoptimierte Leistungserbringung für die SGF und UF. Der Berichtszeitraum zeigt einen gestiegenen betrieblichen Aufwand. Zusätzliche Kosten für die Durchführung von IT-Projekten als auch die weitere Verlagerung zu Cloud-basierten Lösungen (u. a. Software as a Service) sind die beiden größten Faktoren. Durch diese Umstellung entsteht ein gegenläufiger Effekt in den Abschreibungen, der aber nicht vollumfänglich zur Kompensation beiträgt.

2.2.7. UF Immobilienmanagement

Die Unterstützungsfunktion Immobilienmanagement fungiert als interner Dienstleister für alle Gesellschaften der NEW-Gruppe. Zum Aufgabenspektrum gehören technische und infrastrukturelle als auch kaufmännische Leistungen im Rahmen des Gebäudemanagements. Das Immobilienmanagement agiert ebenfalls im Sinne einer kostenoptimierten Leistungserbringung in der NEW-Gruppe. Der Berichtszeitraum zeigt ein leicht verschlechtertes Ergebnis gegenüber dem Vorjahr, gestiegene Energiekosten und zusätzliche Abschreibungen aufgrund der getätigten Investitionen zur Modernisierung der Gebäude (maßgeblich Odenkirchener Straße) konnten nicht vollständig kompensiert werden.

2.2.8. UF Beteiligungen

Zwischen den UF Beteiligungen und Finanzen kommt es gegenüber der Planung zu Verschiebungen. So war der Zinsaufwand für stille Beteiligungen im Bereich Finanzen geplant worden.

Das Ergebnis der UF Beteiligungen liegt unter Planniveau. Geringeren Beteiligungserträgen aus den Gesellschaften Stromnetzgesellschaft Schwalmtal mbH & Co. KG und Brüggen.E-Netz GmbH & Co. KG (Thesaurierung anstatt Ausschüttung) sowie ENNI Energie & Umwelt Niederrhein GmbH (Anteilserhöhung später als geplant) stehen höhere Beteiligungserträge aus der NEW Re gegenüber. Das Ergebnis 2022 der EVS wurde per Gesellschafterbeschluss in die Gewinnrücklagen eingestellt. Nach einem Urteil des OVG zur Baugenehmigung der Seestadt wurden der Beteiligungsbuchwert und der Betriebsmittelkredit der NEW Smart City GmbH gegenüber der Stadtentfalter GmbH vorsichtshalber abgeschrieben. In der Folge wurde auch der Wertansatz der NEW Smart City GmbH bei der NEW AG abgewertet. Dagegen wurde ungeplant ein Beteiligungsergebnis von Trianel vereinnahmt.

2.2.9. UF Finanzen

Das Ergebnis im UF Finanzen steigt gegenüber der Planung. Dies resultiert im Wesentlichen aus Wertpapiererträgen sowie eine Fair Value-Anpassung der Wertpapiere. Auch das sonstige Zinsergebnis ist positiv. Demgegenüber stehen höhere Cashpool-Aufwendungen, die Abschreibung auf die Beteiligung Stadtentfalter GmbH sowie eine Rückstellung für Steuern und Zinsen aus der Betriebsprüfung der NEW Viersen GmbH. Der geplante Zinsaufwand für stille Gesellschaften wurden in das UF Beteiligungen umgegliedert.

2.2.10. Sonstige Unterstützungsfunktionen

Die sonstigen Unterstützungsfunktionen bestehen aus den kaufmännischen UF (Personalabteilung, Unternehmensentwicklung und Kommunikation, Finanzen und Beschaffung, Controlling), dem Fuhrpark und den personalnahen Sachverhalten (Pensionsverpflichtungen, Ruhegelder, Betriebliches Eingliederungsmanagement, Betriebsrat und Ausbildung). Die kaufmännischen UF fungieren als interner Dienstleister für alle Gesellschaften der NEW-Gruppe. Die personalnahen Sachverhalte werden von der Personalabteilung gesteuert. Verschiebungen in den einzelnen Bereichen der kaufmännischen UF nivellieren sich, so dass der Aufwand im Bereich der kaufmännischen UF auf Vorjahresniveau liegt. Die personalnahen Sachverhalte zeigen einen verringerten Aufwand gegenüber dem Vorjahr, was einerseits auf die Zinsentwicklung und andererseits auf eine geringere Erhöhung der Pensionsverpflichtungen zurückzuführen ist.

2.3. Lage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage stellt sich insgesamt geordnet dar.

2.3.1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Der bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator im Rahmen der handelsrechtlichen Rechnungslegung der NEW AG ist das Ergebnis vor Ertragsteuern.

2.3.2. Ertragslage

In den Gesamterträgen der NEW AG sind Umsatzerlöse, aktivierte Eigenleistungen, sonstige betriebliche Erträge und Erträge aus Beteiligungen, aus Gewinnabführungsverträgen, aus Wertpapieren und Ausleihungen sowie aus sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen enthalten.

Das Gesamtertragsvolumen liegt mit 316,6 Mio. € um 37,1 Mio. € über dem Vorjahreswert in Höhe von 279,5 Mio. €.

Wesentliche Ursachen hierfür sind die Erhöhungen der Erträge aus Beteiligungen und der Erträge aus Gewinnabführungsverträgen sowie der Zinsen und ähnlichen Erträge.

In den Umsatzerlösen werden überwiegend Erlöse aus der Abwasserentsorgung in Höhe von 86,5 Mio. € (Vorjahr 88,5 Mio. €) und konzerninternen Dienstleistungen in Höhe von 77,4 Mio. € (Vorjahr 78,2 Mio. €) gezeigt.

Die Erträge auf Grund von Gewinnabführungsverträgen stellen mit 134,4 Mio. € (Vorjahr 105,2 Mio. €) einen weiteren wesentlichen Ertragsposten dar.

Die Gesamtaufwendungen beinhalten die Bestandsveränderungen, den Materialaufwand, den Personalaufwand, die Abschreibungen, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die Abschreibungen auf Finanzanlagen, die Aufwendungen aus Verlustübernahme, die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen und die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die sonstigen Steuern.

Das Gesamtaufwandsvolumen vor Ergebnisabführung liegt mit 192,3 Mio. € um 1,9 Mio. € unter dem Vorjahreswert in Höhe von 194,2 Mio. €.

Wesentliche Aufwandsposten stellen der Materialaufwand mit 90,3 Mio. € (Vorjahr 95,9 Mio. €), der Personalaufwand mit 48,1 Mio. € (Vorjahr 51,0 Mio. €) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 20,1 Mio. € (Vorjahr 18,6 Mio. €) sowie die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen mit 12,0 Mio. € (Vorjahr 8,9 Mio. €) dar.

Die Ertragslage ist insbesondere vom Finanzergebnis (132,0 Mio. €, Vorjahr 93,1 Mio. €) und dort vom Beteiligungsergebnis geprägt.

Das Beteiligungsergebnis liegt mit 135,5 Mio. € über dem Vorjahreswert in Höhe von 104,6 Mio. €.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern beträgt 129,1 Mio. € (Vorjahr 89,1 Mio. €).

Das Jahresergebnis in Höhe von 124,3 Mio. € (Vorjahr 85,3 Mio. €) ist auf Grund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages an die NEW Kommunalholding GmbH abzuführen.

2.3.3. Finanzlage

2.3.3.1. Kapitalstruktur

Das Eigenkapital am Jahresende entspricht mit 225,6 Mio. € dem Wert des Vorjahres.

Das Fremdkapital besteht aus Rückstellungen in Höhe von 119,5 Mio. € (Vorjahr 118,2 Mio. €) und Verbindlichkeiten in Höhe von 280,0 Mio. € (Vorjahr 289,8 Mio. €).

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 3,2 Mio. € (Vorjahr 3,9 Mio. €).

Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag beträgt 36,1 % (Vorjahr 35,6 %).

2.3.3.2. Investitionen

Im Geschäftsjahr wurden 35,8 Mio. € investiert. Davon entfielen 0,6 Mio. € auf immaterielle Vermögensgegenstände, 14,8 Mio. € auf Sachanlagen und 20,4 Mio. € auf Finanzanlagen.

Die Investitionen in das Finanzanlagevermögen betreffen im Wesentlichen die Einzahlung in die Kapitalrücklage der NEW Netz GmbH in Höhe von 17,5 Mio. €.

Den Gesamtinvestitionen stehen Abgänge, insbesondere im Bereich der Wertpapiere des Anlagevermögens, in Höhe von 59,0 Mio. € gegenüber.

2.3.3.3. Liquidität

Die NEW AG fungiert als Cashpoolführerin der NEW-Gruppe.

Die Bank- und Kassenbestände verzeichneten im Vorjahresvergleich einen Anstieg um 33,0 Mio. €.

Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft einen Finanzmittelbestand von 98,5 Mio. € (Vorjahr 65,5 Mio. €) aus.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist die NEW AG jederzeit in der Lage gewesen, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

2.3.4. Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist durch Beteiligungsbuchwerte geprägt.

Daneben bestimmen Forderungen und Verbindlichkeiten gegen bzw. gegenüber verbundenen Unternehmen aus Unternehmensverträgen und dem Cashpooling sowohl die Aktiv- als auch die Passivseite.

Eigenkapital und Pensionsrückstellungen sind weitere bestimmende Posten der Passiva.

Die Aktiva umfassen das Anlagevermögen mit 433,4 Mio. € (Vorjahr 461,6 Mio. €) sowie das Umlaufvermögen und die übrigen Aktivposten in Höhe von 191,9 Mio. € (Vorjahr 172,2 Mio. €).

Die Anlagenquote hat sich gegenüber dem Vorjahr von 72,8 % auf 69,3 % vermindert.

Die Summe des Umlaufvermögens erhöhte sich insbesondere wegen der Zunahme des Finanzmittelbestandes um 10,7 %. Die Verminderung der Vorräte und Forderungen gegen verbundene Unternehmen wirkte gegenläufig.

Die Passiva beinhalten neben dem Eigenkapital, die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten in Höhe von 102,5 Mio. € (Vorjahr 100,1 Mio. €) sowie kurzfristiges Fremdkapital mit 297,0 Mio. € (Vorjahr 308,0 Mio. €).

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Bilanzsumme (625,3 Mio. €; Vorjahr 633,9 Mio. €) um 1,3 % vermindert.

2.4. Angaben gem. § 6b Abs. 7 Satz 4 Energiewirtschaftsgesetz

Die NEW AG hat die Vorschriften zur Rechnungslegung und Buchführung nach § 6b EnWG zu beachten, da die Tätigkeiten der Gesellschaft energienahe Dienstleistungen im Strom- und Gassektor einschließlich der Strom- und Gasverteilung (Billing, Führen von SAP/IS-U) sowie Aktivitäten außerhalb des Strom- und Gassektors umfassen.

Die aufgestellten Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeitsbereiche der Elektrizitätsverteilung und der Gasverteilung betreffen die für die NEW Netz GmbH erbrachten, energiespezifischen Dienstleistungen.

2.5. Erklärung zur Unternehmensführung

Auf die NEW AG findet das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst (GITeilhG) Anwendung.

Danach hat das Unternehmen als eine der Mitbestimmung unterliegende Gesellschaft im Sinne des GlTeilhG die Verpflichtung, Zielgrößen in Bezug auf den Frauenanteil im Aufsichtsrat, im Vorstand und in den nachgelagerten Führungsebenen festzulegen.

Durch Beschluss des Aufsichtsrates der NEW AG vom 25. Februar 2021 wurden flexible Frauenquoten festgelegt.

Aufgrund der Laufzeit der bestehenden Verträge beträgt die Frauenquote für den Vorstand zunächst null.

Als Zielgröße für die erste Führungsebene (Hauptabteilungsleiter/-innen sowie Stabsbereichsleiter/-innen) wurde eine flexible Frauenquote in Höhe von 14,29 %, als Zielgröße für die zweite Führungsebene (Abteilungsleiter/-innen sowie Stabsabteilungsleiter/-innen) eine Quote von 28,57 % und als Zielgröße für den Aufsichtsrat ein Frauenanteil von 40,00 % bis zum 31. Dezember 2025 festgelegt.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Die strategischen Geschäftsfelder werden sich voraussichtlich wie folgt entwickeln:

3.1.1. SGF Abwasser

Um einen reibungslosen Netzbetrieb zu gewährleisten und Versickerungen in das Grundwasser auszuschließen, sind weiterhin erhebliche Investitionen notwendig. Dabei liegen die Investitionsschwerpunkte neben den Kanalnetzerneuerungen und der hydraulischen Sanierung des Netzes im Gewässerschutz. Entsprechend werden sich die Erlöse aus den weiterbelasteten Investitionen entwickeln.

Das Ergebnis des SGF Abwasser resultiert im Wesentlichen aus den Betriebsführungen für die Kommunen Mönchengladbach und Viersen.

3.1.2. SGF Commodity/Kundenlösungen

Im SGF Commodity/Kundenlösungen wird im Planungszeitraum insgesamt von rückläufigen Ergebnisbeiträgen ausgegangen. Steigende Ergebnisbeiträge im Bereich Kundenlösungen dämpfen diese Entwicklung. Die NEW Niederrhein Energie und Wasser GmbH hat durch ihre langfristige Beschaffung für bestimmte Kundengruppen zu Beginn der Planungsperiode noch Wettbewerbsvorteile, die im Planungszeitraum zurückgehen werden.

Im Stromvertrieb wird vor dem Hintergrund des weiteren Ausbaus der Elektromobilität und der Wärmepumpen von steigenden Absatzmengen ausgegangen. Im Gasvertrieb wird zwar eine rückläufige Absatzmenge aufgrund von Einsparbemühungen der Kunden (energetische Sanierungen, Umstieg auf alternative Wärmeversorgungen) erwartet, dies kann jedoch über die Neukundenakquise im Planungsverlauf kompensiert werden.

Die Entwicklungen der Großhandelspreise sind sehr volatil und nur schwer vorhersehbar. So wird auch in Zukunft die Beschaffungsstrategie erheblichen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung und die Preisgestaltungsmöglichkeiten bei Endkunden haben. Für das Jahr 2024 ist aufgrund der frühzeitigen Eindeckung für Bestandskunden jedoch noch nicht von einem Margenrückgang auszugehen. Der Ergebnisbeitrag der Energiebeschaffung wird wesentlich von der Witterung und den korrespondierenden Spotmarktpreisen beeinflusst werden. Je nachdem ob und in welchem Umfang die Risikoprämien auskömmlich sind, kann das Ergebnis sowohl in positiver als auch negativer Richtung abweichen.

Im Wasservertrieb wird von konstanten Absätzen ausgegangen, sodass aufgrund steigender Netzentgelte und Bezugskosten ein rückläufiger Ergebnisbeitrag erwartet wird.

Der Bereich der Kundenlösungen befindet sich in der Aufbauphase. In dem auf die Zukunft ausgerichteten Geschäftsfeld werden insbesondere in den Bereichen der Ladelösungen und der Photovoltaikanlagen steigende Ergebnispotenziale erwartet, sodass von kontinuierlich verbesserten Ergebnisbeiträgen ausgegangen wird.

3.1.3. SGF Netz

Das strategische Geschäftsfeld Netz stellt das Ergebnis der Geschäftstätigkeit der NEW Netz GmbH im Bereich der Strom-, Gas- und Trinkwasserverteilnetze (letzteres als Betriebsführer für die NEW Niederrheinwasser GmbH) sowie des grundzuständigen Messtellenbetriebs dar. Weitere Kernaufgaben sind technische Betriebsführungen für Dritte sowie sonstige Dienstleistungen diverser technischer Infrastrukturen, wie in der Straßenbeleuchtung.

Das Ergebnis im SGF Netz verbessert sich voraussichtlich. Der Hauptgrund liegt in der Stabilisierung des Marktumfelds (im Wesentlichen bezüglich der Mehr-Mindermengen-Preise) sowie der steigenden Erlösobergrenzen für Strom und Gas und steigender Erlöse im Geschäft des grundzuständigen Messtellenbetriebs aufgrund des fortschreitendem Roll-Outs der modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsysteme.

Beim Ergebnisbeitrag im strategischen Geschäftsfeld Netz der NEW NiederrheinWasser GmbH wird im Jahr 2024 eine leichte Ergebnisverschlechterung erwartet. Hauptgrund sind die steigenden Abschreibungen im Trinkwassernetz sowie die steigenden Aufwendungen für die Betriebsführung. Die Trinkwassernetzentgelte entwickeln sich weiterhin positiv.

3.1.4. SGF Quartierslösungen

In den nächsten Jahren erwartet die NEW Smart City GmbH steigende Umsatzerlöse und damit auch Ergebnisse.

3.1.5. SGF Trinkwasserproduktion

Das Ergebnis im SGF Trinkwasserproduktion entwickelt sich leicht negativ. Hauptgrund sind die im Vergleich zum Vorjahr steigenden Fremdkapitalzinsen, welche die Ergebnisverbesserungen aus Trinkwasserverkaufserlösen und sinkenden Gesamtaufwendungen überlagern.

3.1.6. Ergebnisprognose

Die Gesellschaft hatte für das Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von rd. 87,9 Mio. € geplant. Im IST wurde ein Ergebnis von 129,1 Mio. € erzielt. Das Mehrergebnis ist im Wesentlichen den im SGF Commodity/Kundenlösungen beschriebenen Sondereffekten geschuldet.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von rd. 94,2 Mio. € geplant. Im weiteren Planungsverlauf wird mit einer leicht zurückgehenden Entwicklung gerechnet.

Krisenbedingte Ereignisse können die Ergebnisse der Tochtergesellschaften negativ beeinflussen.

Weitere Sondereinflüsse, welche die wirtschaftliche Lage nach dem Prognosezeitraum beeinflussen könnten, sind derzeit nicht absehbar.

3.2. Risikobericht

3.2.1. Risikomanagementsystem

Sämtliche Risiken der NEW-Gruppe werden systematisch und softwarebasiert erfasst, analysiert und in einem Risikokatalog dokumentiert sowie an das zentrale Risikocontrolling berichtet.

Alle identifizierten Risiken werden in die Schadensklassen "Gering", "Mittel", "Schwerwiegend" und "Existenzbedrohend" eingeteilt.

Die Einstufung in Schadensklassen erfolgt unternehmensindividuell.

Hierbei wird die Bruttoschadenshöhe mit der Eintrittswahrscheinlichkeit multipliziert. Die sich hieraus ergebende Schadenshöhe wird den unternehmensindividuellen Bezugsgrößen und somit auch den entsprechenden Schadensklassen zugeordnet.

Als unternehmensindividuelle Bezugsgrößen werden das durchschnittliche betriebliche Ergebnis aus der Mittelfristplanung und die Höhe des Eigenkapitals herangezogen.

3.2.2. Risiken

Risiken können zu negativen Planabweichungen führen.

Der Risikobestand der NEW AG weist zum 31. Dezember 2023 insgesamt 16 Risiken aus.

Alle Risiken wurden der Schadensklasse "Gering" zugeordnet. Die nachfolgend erläuterten Risiken sind in absteigender Reihenfolge dargestellt:

Es handelt sich um das Risiko Betriebsrisiken, die sich aus der Kompromittierung der NEW-Infrastruktur durch Hackerangriffe und aus der Rekrutierung von Fachkräften zur Aufrechterhaltung des IT-Betriebs ergeben. Weitere Betriebsrisiken ergeben sich aus unberechtigten Datenzugriffen und Datenweitergaben und aus Systemausfällen sowie aus dem Ausfall der Systeme infolge technischer Störungen. Weiterhin sind Finanzrisiken aus Kursverlusten bei Wertpapieren enthalten.

Darüber hinaus ergeben sich Risiken, welche sich aufgrund der mit Konzerngesellschaften bestehenden Ergebnisabführungsverträge kumuliert auf das Ergebnis der NEW AG auswirken können. Hierbei handelt es sich um Markt-, Betriebs-, Umfeld-, Finanz- und regulatorische Risiken. Insgesamt werden die Risiken der Schadensklasse "Gering" zugeordnet.

Im Rahmen des etablierten Risikofrüherkennungssystems ergibt sich im Geschäftsjahr 2023 weder aus Einzelrisiken noch aus der Gesamtbetrachtung eine Bestandsgefährdung für die NEW AG.

3.3. Chancenbericht

Chancen können zu positiven Planabweichungen führen.

Die Gesellschaft ist mit Ausnahme der Betriebsführung "Abwasser" und der Erbringung von Dienstleistungen innerhalb des Konzerns operativ nicht tätig.

Sie fungiert als Zwischenholding, hält die Beteiligungen an den Unternehmen der Versorgungssparte und ist mit diesen über Unternehmensverträge verbunden.

Damit ergeben sich für die Gesellschaft im Wesentlichen Chancen aus positiven Planabweichungen. Ihr künftiger Erfolg ist von der Entwicklung des operativen Geschäftes und den daraus resultierenden Beteiligungsergebnissen der Tochterunternehmen abhängig.

 

Mönchengladbach, 04.03.2024

Der Vorstand

Frank Kindervatter, Vorsitzender

Thomas Bley

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.270.017,00 4.106.700,09
II. Sachanlagen 43.432.978,82 34.104.001,97
III. Finanzanlagen 387.701.524,08 433.404.519,90 423.411.011,98 461.621.714,04
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 1.865,57
2. unfertige Leistungen 8.152.896,04 8.152.896,04 15.044.077,22 15.045.942,79
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 25.152,33 72.737,41
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 78.626.552,87 86.130.762,49
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.403.101,18 80.054.806,38 1.946.453,14 88.149.953,04
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 98.453.249,75 65.458.463,57
186.660.952,17 168.654.359,40
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.007.588,24 713.244,43
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 4.274.410,33 2.881.152,27
625.347.470,64 633.870.470,14

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 166.868.269,00 166.868.269,00
II. Kapitalrücklage 45.623.966,97 45.623.966,97
III. Gewinnrücklagen 13.154.728,55 225.646.964,52 13.154.728,55 225.646.964,52
B. Sonderposten 203.965,14 190.337,14
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 99.889.681,00 96.820.216,00
2. Steuerrückstellungen 5.833.965,50 3.736.526,92
3. sonstige Rückstellungen 13.756.752,11 119.480.398,61 17.680.114,07 118.236.856,99
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.231.868,87 3.888.329,64
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.379.853,22 2.597.640,12
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 188.042.489,40 200.467.537,95
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.867,31 2.867,31
5. sonstige Verbindlichkeiten 82.359.063,57 280.016.142,37 82.839.936,47 289.796.311,49
625.347.470,64 633.870.470,14

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 167.034.319,10 169.842.320,34
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -6.891.181,18 -4.402.886,73
3. andere aktivierte Eigenleistungen 723.965,67 416.061,84
4. sonstige betriebliche Erträge 1.825.109,81 2.293.416,80
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 5.297.255,77 5.988.621,81
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 85.031.258,71 90.328.514,48 89.925.856,86 95.914.478,67
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 33.592.680,27 36.753.848,43
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung,
davon für Altersversorgung: 8.616.917,36 EUR (Vj. 8.054.296,44 EUR) 14.543.766,96 48.136.447,23 14.242.941,85 50.996.790,28
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.370.904,24 6.306.743,23
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 20.129.526,43 18.646.498,70
9. Erträge aus Beteiligungen,
davon aus verbundenen Unternehmen: 1.465.828,27 EUR (Vj. 0,00 EUR) 4.128.802,41 360,00
10. Erträge auf Grund von Gewinnabführungsverträgen 134.444.331,99 105.206.677,26
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens,
davon aus verbundenen Unternehmen: 236.047,28 EUR (Vj. 275.788,72 EUR) 1.755.629,29 566.306,03
12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge,
davon aus verbundenen Unternehmen: 4.478.974,38 EUR (Vj. 776.601,10 EUR);
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: 8.365,00 EUR (Vj. 0,00 EUR) 6.695.457,04 1.220.955,77
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen 1.013.220,00 4.321.863,00
14. Aufwendungen aus Verlustübernahme 2.039.498,37 636.913,42
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen,
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: 1.135.408,00 EUR (Vj. 2.811.317,00 EUR) 11.990.038,19 8.912.652,68
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.763.226,96 3.793.069,87
17. Ergebnis nach Steuern 124.945.058,23 85.614.201,46
18. sonstige Steuern 643.981,58 279.919,64
19. auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 124.301.076,65 85.334.281,82
20. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang 2023

Allgemeine Angaben

Das gezeichnete Kapital der NEW AG, Mönchengladbach, geführt beim Amtsgericht Mönchengladbach unter HRB 5912, gliedert sich in Globalurkunden über insgesamt 88.151.905 Aktien, wovon auf die NEW Kommunalholding GmbH 50.684.101 Aktien oder 57,50 % und auf die Westenergie AG 37.467.804 Aktien oder 42,50 % entfallen.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der NEW Kommunalholding GmbH, Mönchengladbach, geführt beim Amtsgericht Mönchengladbach unter HRB 14191, einbezogen und ist Tochterunternehmen i. S. von § 290 HGB. Die NEW Kommunalholding GmbH erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten und zugleich größten Konsolidierungskreis. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger bekannt gegeben.

Die NEW AG ist gleichzeitig auch Mutterunternehmen eines Konzerns. Für diesen Teilkonzern besteht aufgrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss der NEW Kommunalholding GmbH nach § 291 HGB keine Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts.

Form und Darstellung

Der Jahresabschluss wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Gliederungen sind um versorgungsspezifische Posten erweitert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

AKTIVA

Erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten erfasst und linear entsprechend ihren betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern laut amtlicher Abschreibungstabellen abgeschrieben. Hierbei wurden die Höchstsätze in Ansatz gebracht.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen unter Zugrundelegung der amtlichen Abschreibungstabellen, bilanziert. Hierbei wurden die Höchstsätze in Ansatz gebracht. Die Herstellungskosten der Sachanlagen umfassen Einzelkosten und anteilige angemessene Gemeinkosten. In den Herstellungskosten sind keine Zinsen für Fremdkapital enthalten.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungsansätze und Ausleihungen sind mit den Anschaffungskosten ausgewiesen. Bei Vorliegen einer Wertminderung erfolgt in Ausübung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB die Bewertung der Finanzanlagen mit dem niedrigeren Wert, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zu verrechnende Vermögensgegenstände des Deckungsvermögens sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit ihrem beizulegenden Wert angesetzt.

Im Umlaufvermögen werden in den Vorräten die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu fortgeschriebenen gleitenden Durchschnittspreisen der Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten angesetzt. Diese umfassen neben Einzelkosten auch anteilige angemessene Gemeinkosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Offene Forderungen, die vor dem 1. Oktober des abgelaufenen Geschäftsjahres entstanden sind, werden grundsätzlich zu 25 %, offene Forderungen, die vor dem 1. Juli des abgelaufenen Geschäftsjahres entstanden sind, grundsätzlich zu 50 % und offene Forderungen, die vor dem 1. Januar des abgelaufenen Geschäftsjahres entstanden sind, grundsätzlich zu 100 % einzelwertberichtigt.

Die Flüssigen Mittel sind mit den Nominalwerten aktiviert.

PASSIVA

Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten passiviert. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte auf Basis der Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln, und wurde nach der "Projected Unit Credit Method" (Anwartschaftsbarwertverfahren) berechnet.

Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,00 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,20 % unterstellt. Weiterhin wurden altersabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten von durchschnittlich 5,00 % unterstellt.

Der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt und der den Pensionsrückstellungen durch das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie seit 2016 zugrunde zu legen ist, wurde im Monat Oktober 2023 von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht und auf den Monat Dezember 2023 fortgeschrieben. Er beträgt 1,83 % (Vorjahr: 1,79 %). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen zum 31. Dezember 2023 unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes über die vergangenen 10 Jahre sowie des durchschnittlichen Marktzinssatz über die vergangenen 7 Jahre (1,76 %; Vorjahr: 1,45 %) beläuft sich auf 982 TEUR (Vorjahr: 4.760 TEUR).

Die Berechnung der Rückstellung für die Witwen-/Witwerrente erfolgte nach der kollektiven Methode, wobei bei den verwendeten Rechnungsgrundlagen eine Verheiratungswahrscheinlichkeit zugrunde gelegt wurde. Als Finanzierungsendalter wurde die Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung nach dem RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz 2007 angesetzt.

Gemäß § 16 BetrAVG werden zum 1. Juli eines jeden Jahres die laufenden Versorgungsleistungen um 1 % p.a. angepasst.

Die Rückstellungen für Deputatverpflichtungen wurden ebenfalls gutachterlich nach der "Projected Unit Credit Method" unter Verwendung der genannten Zinssätze ermittelt. Hier wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 1,00 % und Rentensteigerungen von jährlich 1,00 % unterstellt. Auf Basis des 7-Jahresdurchschnittszinssatzes ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr: 12 TEUR).

Auch die Rückstellungen für Jubiläen sind auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten gebildet. Die Abzinsung erfolgte pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Oktober 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, welcher sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser Zinssatz wurde auf den Monat Dezember 2023 fortgeschrieben und beträgt 1,76 % (Vorjahr: 1,45 %).

Die Rückstellungen für Altersteilzeit sind ebenfalls auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten berechnet. Die Abzinsung erfolgte pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Oktober 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre. Dieser Zinssatz wurde auf den Monat Dezember 2023 fortgeschrieben.

Für die Bewertung der Aufstockungszahlungen wurde der volle Barwert der Verpflichtung angesetzt.

Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Abfindungszahlungen wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berücksichtigt, dass die Verpflichtung mit dem Eintritt von Tod oder Invalidität erlischt. Die Bewertung der Abfindungszahlungen erfolgte analog zur Bewertung der Aufstockungszahlungen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie wurden so bemessen, dass sie alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen abdecken. Langfristige Rückstellungen wurden mit dem entsprechenden von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahren abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Anteilsliste gem. § 285 Nr. 11 HGB

Firma Sitz Anteil
in %
Eigenkapital
TEUR
Ergebnis
TEUR
NEW NiederrheinWasser GmbH Viersen 1) + 2) 100,0% 73.646 18.836
NEW Niederrhein Energie und Wasser GmbH Mönchengladbach 1) + 2) 100,0% 32.867 127.987
NEW Smart City GmbH Mönchengladbach 1) + 2) 100,0% 2.000 -2.039
NEW b_gas Eicken GmbH i. L. Schwalmtal 3) 100,0% -2.686 -12
WHP Tiefbaugesellschaft mbH & Co. KG Mönchengladbach 3) 100,0% 3.443 398
NEW Netz GmbH Geilenkirchen 1) + 2) 99,9% 202.762 37.619
Biogasanlage Schwalmtal GmbH Schwalmtal 4) 99,2% 52 4
NEW Re GmbH Mönchengladbach 3) 70,4% 29.314 1.535
Biogas Schwalmtal GmbH & Co. KG Schwalmtal 4) 65,5% 459 -172
Stromnetzgesellschaft Schwalmtal mbH & Co. KG Schwalmtal 3) 51,0% 3.601 409
Stromverwaltung Schwalmtal GmbH Schwalmtal 3) 51,0% 43 2
Brüggen.E-Netz GmbH & Co. KG Brüggen 3) 25,1% 3.182 401
Brüggen.E-Netz Verwaltungs GmbH Brüggen 3) 25,1% 42 2

1) Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit der NEW AG

2) Eigenkapital und Ergebnis 2023

3) Eigenkapital und Ergebnis 2022

4) Eigenkapital und Ergebnis 2018 (Insolvenzverfahren)

Erläuterungen zur Bilanz

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dargestellt und als Anlage zum Anhang beigefügt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten insbesondere Finanzforderungen in Höhe von 57.212 TEUR (Vj. 53.743 TEUR) sowie Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 21.756 TEUR (Vj. 32.287 TEUR). Die Forderungen werden mit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 341 TEUR (Vj. 0 TEUR) saldiert ausgewiesen.

Der aktivische Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung beinhaltet den nach Verrechnung der Rückstellungen für Vorruhestands- und Altersteilzeitverpflichtungen mit dem Zeitwert des Deckungsvermögens (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB) übersteigenden Betrag.

Die nach § 268 Abs. 8 HGB bestehenden ausschüttungsgesperrten Beträge sind durch freie Rücklagen gedeckt.

Der Sonderposten beinhaltet insbesondere steuerliche Sonderabschreibungen in Höhe von 124 TEUR (Vj. 124 TEUR).

Die Steuerrückstellungen beinhalten im Wesentlichen die Rückstellungen für die Veranlagungsjahre 2020 bis 2023 sowie die Rückstellungen für BP-Risiken der Jahre 2008 bis 2010 in Höhe von 1.060 TEUR (Vj. 1.060 TEUR).

Sonstige Rückstellungen

31.12.2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Gesamt 13.757 17.680
davon im Wesentlichen:
- Ausstehende Eingangsrechnungen 6.210 9.104
- Leistungs- und erfolgsabhängige Vergütungen 2.216 2.022
- Archivierung 1.491 1.430
- Urlaubsansprüche und Zeitguthaben 1.318 1.307
- Beihilfen 800 1.029
- Prozesskosten 307 313
- Inflationsausgleich 254 1.442

Verrechnung von Vermögensgegenständen des Deckungsvermögens und Schulden

Anschaffungskosten 31.12.2023
TEUR
beizulegender Wert Erfüllungsbetrag 31.12.2023
TEUR
Saldo 31.12.2023
TEUR
Verrechnete Vermögensgegenstände
Sicherung Altersteilzeit
Allianz Stiftungsfonds Nachhaltigkeit 260 232 -28
Helium Opportunités 1.278 1.497 219
Assenagon Multi Asset Conservative 635 704 69
Sicherung Vorruhestand
Assenagon Multi Asset Conservative 4.503 4.830 327
6.676 7.263 587
Verrechnete Schulden
Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen 1.258
Rückstellungen für Vorruhestandsleistungen 1.731
2.989
Ausweis in der Bilanz
Aktiver Unterschiedsbetrag aus
der Vermögensverrechnung Altersteilzeit 1.175
Aktiver Unterschiedsbetrag aus
der Vermögensverrechnung Vorruhestand 3.099

Der beizulegende Wert der verrechneten Vermögensgegenstände wurde anhand der in den Mitteilungen der Depotbank veröffentlichten Kurse ermittelt. Aus der Bewertung ergibt sich ein nach § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrter Betrag in Höhe von 615 TEUR.

Der Verbindlichkeitenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Finanzverbindlichkeiten und die Verbindlichkeiten aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von insgesamt 188.042 TEUR (Vj. 200.468 TEUR).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Abwasser 86.488 88.464
Konzerninterne Leistungen 77.395 78.227
Mieten und Pachten 2.347 2.107
Sonstige 804 1.044
167.034 169.842

Sämtliche Umsatzerlöse des Berichtsjahres wurden im Inland erzielt.

Die Veränderung des Bestandes an unfertigen Leistungen betrifft im Wesentlichen die unfertigen Leistungen für die EMG Entwässerung Mönchengladbach GmbH und die EVIE Entwässerung Viersen GmbH.

Sonstige betriebliche Erträge

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.069 1.662
Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 223 72
Erträge aus Schadenersatz 134 275
Erträge mit Konzernunternehmen 112 135
Erträge aus der Zuschreibung zu Forderungen 44 0
Erträge aus der Auflösung von Sonderposten 20 18
Übrige Erträge 223 131
1.825 2.293

Bei den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen handelt es sich um periodenfremde Erträge.

Der Materialaufwand enthält im Wesentlichen die für die Durchführung der Betriebsführung Abwasser benötigten Materialien und bezogenen Leistungen in Höhe von 63.927 TEUR (Vorjahr: 69.689 TEUR).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Andere Dienst- und Fremdleistungen 7.742 6.996
Rechts-, Gutachten- und Beraterkosten 3.299 2.121
Von Konzernunternehmen empfangene Dienst- und Fremdleistungen 2.838 2.960
Werbung und Öffentlichkeitsarbeit 1.556 1.689
Mieten und Pachten, Gebühren und Beiträge 1.003 1.057
Versicherungen 820 904
Übrige Aufwendungen 2.872 2.919
20.130 18.646

Ergänzende Angaben

Beschäftigte (Jahresdurchschnitt)

2023
Anzahl
Vorjahr
Anzahl
Gesamt 531 543
davon Teilzeitbeschäftigte 82 60

Haftungsverhältnisse sowie aus der Bilanz nicht ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zur Sicherung der von der EMG im Dezember 2005 abgeschlossenen langfristigen Forfaitierung ist die NEW AG gegenüber der Commerzbank AG, Mönchengladbach, folgende Verpflichtungen eingegangen:

1.

Abtretung der Ansprüche aus dem Entsorgungsvertrag v. 21.12.1995 über die öffentliche Abwasserbeseitigung in der Stadt Mönchengladbach.

2.

Einrede- und Einwendungsverzichterklärung mit abstraktem Schuldanerkenntnis bezüglich der Verbindlichkeiten aus dem Pachtvertrag v. 21.12.1995 mit der EMG.

Zur Sicherung der von der EVIE im März 2017 und im August 2021 abgeschlossenen Namensschuldverschreibungen ist die NEW AG gegenüber der Landesbank Hessen-Thüringen folgende Verpflichtung eingegangen: Abtretung der Pachtentgelt-Ansprüche der NEW AG gegen die Stadt Viersen.

Aufgrund der bestehenden Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaften ist eine Inanspruchnahme sehr unwahrscheinlich.

Um dafür Sorge zu tragen, dass die NEW Niederrhein Energie und Wasser GmbH in der Weise finanziell ausgestattet bleibt bzw. wird und sie jederzeit in der Lage ist, ihre Verpflichtungen aus den Strom- und Gaslieferverträgen zu erfüllen, hat die NEW AG Organschaftserklärungen für die NEW Niederrhein Energie und Wasser GmbH abgegeben. Die kontrahierte Menge kann zum Stichtag mit null bewertet werden.

Zur Sicherung des von der NEW Viersen GmbH im Juni 2006 abgeschlossenen Darlehensvertrags ist die NEW AG gegenüber der Sparkasse Krefeld folgende Verpflichtung eingegangen: Grundschulden zu Gunsten der Sparkasse Krefeld in Höhe von 5.113 TEUR. Das Darlehen valutiert zum 31.12.2023 in Höhe von 1.425 TEUR.

Die NEW Re GmbH investiert in erneuerbare Energien. Zur Aufnahme von Fremddarlehen durch die NEW Re GmbH hat die NEW AG Bürgschaften in Höhe von 723 TEUR abgeben müssen.

Gemäß Pachtvertrag vom 21. Dezember 1995 hat die EMG Entwässerung Mönchengladbach GmbH das ihr übertragene Abwasseranlagevermögen sowie in Zukunft neu zu errichtende Entwässerungsanlagen und -einrichtungen sowie der Einrichtung zuzurechnende Gegenstände des beweglichen Anlagevermögens an die NEW AG verpachtet. Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann mit einer Kündigungsfrist von 18 Monaten frühestens zum 31. Dezember 2025 gekündigt werden. Das Pachtentgelt umfasst alle bei der EMG entstehenden Kosten und belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf 42,0 Mio. EUR.

Gemäß Pachtvertrag vom 15. Juli 2013 hat die EVIE Entwässerung Viersen GmbH als Rechtsnachfolgerin der NEW mobil und aktiv Viersen GmbH das ihr übertragene Abwasseranlagevermögen sowie in Zukunft neu zu errichtende Entwässerungsanlagen und -einrichtungen sowie der Einrichtung zuzurechnende Gegenstände des beweglichen Anlagevermögens an die NEW AG verpachtet. Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten frühestens zum 31. Dezember 2024 gekündigt werden. Das Pachtentgelt umfasst alle bei der EVIE entstehenden Kosten und belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf 6,0 Mio. EUR.

Zum 31.12.2023 bestanden Patronatserklärungen in Höhe von 1.000 TEUR bzw. Bürgschaften in Höhe von 3.789 TEUR gegenüber dem Geschäftspartner Trianel GmbH.

Zum Geschäftsjahresende bestehen verbindliche Bestellungen gegenüber Lieferanten und Dienstleistern im Gesamtwert von 6.123 TEUR.

Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen nicht.

Die NEW AG ist Mitglied in der Rheinischen Zusatzversorgungskasse für Gemeinden und Gemeindeverbände ( RZVK), Köln. Die hierüber versicherten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der NEW AG bzw. deren Hinterbliebene erhalten hieraus Versorgungs- und Versicherungsrenten, Sterbegelder sowie Abfindungen. Aufgrund der umlagefinanzierten Ausgestaltung der RZVK besteht eine Unterdeckung in Form der Differenz zwischen den von der Einstandspflicht erfassten Versorgungsansprüchen und dem anteiligen, auf die NEW AG entfallenen Vermögen der RZVK. Die umlagepflichtigen Löhne und Gehälter betrugen im Geschäftsjahr 2023 rd. 26.147 TEUR bei einem Umlagesatz von 4,25 % und einem Sanierungsgeld von 3,5 % für die RZVK. Tendenziell ist aufgrund der demographischen Entwicklung von steigenden Umlagesätzen auszugehen.

Angaben gem. § 6b Abs. 2 Energiewirtschaftsgesetz

Die NEW AG erbrachte in 2023 Dienstleistungen für verschiedene verbundene und assoziierte Unternehmen der NEW-Gruppe in Höhe von 98.729 TEUR. Gegenüber der NEW AG wurden Dienstleistungen in Höhe von 51.656 TEUR erbracht.

Angaben gem. § 6b Abs. 3 Satz 7 Energiewirtschaftsgesetz

Die Tätigkeiten der Gesellschaft umfassen sonstige Aktivitäten innerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors einschließlich der Strom- und Gasverteilung (Billing, Führen von SAP IS-U) und sonstige Aktivitäten außerhalb des Strom- und Gassektors.

Sämtliche Buchungen des Unternehmens wurden mit tätigkeitsbezogenen Zusatzkontierungen, wie Kostenstellen, Aufträgen und Segmenten, versehen, die eine Kontentrennung und damit die Erstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach dem Energiewirtschaftsgesetz ermöglichten.

Für den Großteil der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte damit eine direkte Zuordnung der Beträge zu den betreffenden Tätigkeiten.

Für Geschäftsvorfälle, die den Tätigkeiten nicht oder nur mit nicht vertretbarem Aufwand direkt zugeordnet werden konnten, erfolgte eine sachgerechte Schlüsselung.

Hierbei gelangten die erfolgswirksamen Werte zunächst in einen zentralen Bereich, der verursachungsgerecht, das heißt in Abhängigkeit der bei den Geschäftsvorfällen mitgegebenen Kostenstellen und Aufträge, auf die Tätigkeiten verteilt wurde. Hierzu wurden die in der Rechnungslegungssoftware enthaltenen Funktionalitäten der Umlage und Verteilung genutzt.

Die den Geschäftsvorfällen zugehörigen Bilanzposten wurden im Rahmen der Umlage und Verteilung spiegelbildlich durch die Bildung von Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber anderen Tätigkeiten zugeordnet ("Saldo-Null-Verrechnung"). Hierzu wurde die in der Rechnungslegungssoftware enthaltene Funktionalität des Belegsplits genutzt.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB erfolgen im Konzernanhang der NEW Kommunalholding GmbH.

Angaben über Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte zu nicht üblichen Marktkonditionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen gem. § 285 Nr. 21 HGB wurden nicht getätigt.

Sonstige Angaben

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Aufsichtsratsmitglieder am 31.12.2023

Dr. Hans Peter Schlegelmilch Vorstand Brain of Materials AG Vorsitzender Bezüge in 2023: 17.400,00 EUR

Katherina Reiche Vorstandsvorsitzende der Westenergie AG 1. stellvertretende Vorsitzende Bezüge in 2023: 13.100,00 EUR

Ulrike Brunsmann

Vorsitzende des unternehmenseinheitlichen Betriebsrats der Konzernunternehmen der NEW Kommunalholding GmbH Arbeitnehmervertreterin 2. stellvertretende Vorsitzender Bezüge in 2023: 13.100,00 EUR

Sabine Anemüller

Bürgermeisterin der Stadt Viersen Bezüge in 2023: 8.600,00 EUR

Christoph Fels

Mitarbeiter Ausführungsplanung und Bau Netzanschlüsse, NEW Netz GmbH Bezüge in 2023: 8.600,00 EUR

Michael Hartel

Beteiligungsmanagement und -service, Westenergie AG Bezüge in 2023: 8.600,00 EUR

Felix Heinrichs

Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach Bezüge in 2023: 8.600,00 EUR

Klaus Krützen

Bürgermeister der Stadt Grevenbroich Bezüge in 2023: 8.600,00 EUR

Stefan Nykamp

Leiter Spezialservice Gas / Special Services Gasassets, Westnetz GmbH seit 01.12.2023 Bezüge in 2023: 0,00 EUR

Dr. Christian Ohlms SVP Business Controlling Energy Networks, E.ON SE Bezüge in 2023: 8.600,00 EUR

Sabine Pötsch

Sachbearbeiterin NEW AG Bezüge in 2023: 8.600,00 EUR

Stephan Pusch

Landrat des Kreises Heinsberg Bezüge in 2023: 8.600,00 EUR

Janann Safi Student Bezüge in 2023: 8.600,00 EUR

Peter Scheufen

Bauschlosser, NEW AG Bezüge in 2023: 8.600,00 EUR

Prof. Dr. Achim Schröder Vorstand Finanzen/Regulierung, Westenergie AG Bezüge in 2023: 8.600,00 EUR

Fabian J. C. Treppmann

Sachbearbeiter, NEW Niederrhein Energie und Wasser GmbH Bezüge in 2023: 8.600,00 EUR

Andrea Weiß

Betriebsrätin des unternehmenseinheitlichen Betriebsrats der Konzernunternehmen der NEW Kommunalholding GmbH Arbeitnehmervertreterin Bezüge in 2023: 8.600,00 EUR

Dr. Patrick Wittenberg

Geschäftsführer Spezialtechnik/Digitalisierung, Westnetz GmbH Bezüge in 2023: 8.600,00 EUR

In 2023 ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglieder

Dr. Wolfgang Fritzen Leiter Recht & Compliance, Westenergie AG bis 30.11.2023 Bezüge in 2023: 7.883,33 EUR

Regionalbeirat

Regionalbeiratsmitglieder am 31.12.2023

Stephan Pusch

Landrat des Kreises Heinsberg Vorsitzender Bezüge in 2023: 3.600,00 EUR

Sabine Anemüller

Bürgermeisterin der Stadt Viersen stellvertretende Vorsitzende Bezüge in 2023: 1.800,00 EUR

Dr. Andreas Coenen Landrat des Kreises Viersen Bezüge in 2023: 1.800,00 EUR

Frank Gellen

Bürgermeister der Gemeinde Brüggen Bezüge in 2023: 1.800,00 EUR

Andreas Gisbertz

Bürgermeister der Gemeinde Schwalmtal Bezüge in 2023: 1.800,00 EUR

Thomas Gütgens

Angestellter Sparkassenbetriebswirt Sparkasse Krefeld Bezüge in 2023: 1.800,00 EUR

Felix Heinrichs

Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach Bezüge in 2023: 1.800,00 EUR

Bernd Jansen

Bürgermeister der Stadt Hückelhoven Bezüge in 2023: 1.800,00 EUR

Klaus Krützen

Bürgermeister der Stadt Grevenbroich Bezüge in 2023: 1.800,00 EUR

Uwe Leuchtenberg

Bürgermeister der Stadt Tönisvorst Bezüge in 2023: 1.800,00 EUR

Marcel Maurer

Bürgermeister der Stadt Wassenberg Bezüge in 2023: 1.800,00 EUR

Rainer Merkens

Architekt Bezüge in 2023: 1.800,00 EUR

Stephan Muckel

Bürgermeister der Stadt Erkelenz Bezüge in 2023: 1.800,00 EUR

Hans-Jürgen Petrauschke Landrat des Rhein-Kreises Neuss Bezüge in 2023: 1.800,00 EUR

Norbert Reyans

Bürgermeister der Gemeinde Selfkant Bezüge in 2023: 1.800,00 EUR

Daniela Ritzerfeld

Bürgermeisterin der Stadt Geilenkirchen Bezüge in 2023: 1.800,00 EUR

Janann Safi Student Bezüge in 2023: 1.800,00 EUR

Harald Schlößer

Leiter Strategie und Vertriebssteuerung Stadtsparkasse Mönchengladbach Bezüge in 2023: 1.800,00 EUR

Heinz-Josef Schrammen Bürgermeister der Gemeinde Waldfeucht Bezüge in 2023: 1.800,00 EUR

Marc Venten

Bürgermeister der Stadt Korschenbroich Bezüge in 2023: 1.800,00 EUR

Oliver Walther

Bürgermeister der Stadt Übach-Palenberg Bezüge in 2023: 1.800,00 EUR

Karl-Heinz Wassong Bürgermeister der Gemeinde Niederkrüchten Bezüge in 2023: 1.800,00 EUR

Guido-Heinrich Willems Bürgermeister der Gemeinde Gangelt Bezüge in 2023: 1.800,00 EUR

Harald Zillikens

Bürgermeister der Stadt Jüchen Bezüge in 2023: 1.800,00 EUR

In 2023 ausgeschiedene Regionalbeiratsmitglieder

Michael Stock

Bürgermeister der Stadt Wegberg bis 31.10.2023 Bezüge in 2023: 1.500,00 EUR

In 2023 betrugen die Bezüge des Aufsichtsrats und des Regionalbeirats 218 TEUR. Es handelt sich hierbei um fixe Bezüge.

Vorstand

Frank Kindervatter

Vorsitzender Unternehmensleitungsbereiche

Koordination der Vorstandsaufgaben

Gremienmanagement und Kommunalbeziehungen

Unternehmensentwicklung, Unternehmensorganisation

Revision

Vertrieb (Strom, Gas, Wasser und damit verbundener Dienstleistungen, E-Mobilität)

Kommunikation

Personal, Recht, Versicherungen, Compliance

Finanzen, Rechnungswesen, Steuern, Beschaffung

Informationstechnologie einschließlich IT-Sicherheit / IS-Management

Controlling

Datenschutz

Thomas Bley

Technische Bereiche

Bau und Betrieb von Infrastruktureinrichtungen für Strom, Gas, Fernwärme, Wasser und Abwasser sowie E-Mobilität

Kaufmännisches und technisches Immobilienmanagement, Bauprojekte Trinkwassergewinnung

Materialwirtschaft

Betriebssicherheit

Technisches Beauftragtenwesen

Zuständigkeit in anderen Gesellschaften der NEW-Gruppe richtet sich nach den jeweils geltenden Geschäftsordnungen dieser Gesellschaften.

Die Bezüge des Vorstands werden satzungsgemäß in Verbindung mit § 108 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen für 2023 wie folgt erläutert:

Angaben
in EUR
Frank Kindervatter Thomas Bley Gesamt
Erfolgsunabhängige Vergütungen 513.175,14 432.249,60 945.424,74
Erfolgsabhängige Vergütungen 261.877,50 220.625,13 482.502,63
775.052,64 652.874,73 1.427.927,37
Veränderungen zu Pensionsrückstellungen 761.175,00 947.399,00 1.708.574,00
Barwert der Pensionsrückstellungen 6.476.180,00 3.105.190,00 9.581.370,00

Gewinnabführungsvertrag

Gemäß Vertrag vom 6. Juni 2011 ist der Gewinn des Geschäftsjahres von 124.301.076,65 EUR an die NEW Kommunalholding GmbH abzuführen. Nach § 2 des Vertrages erhält die Westenergie AG, Essen, als außenstehende Gesellschafterin der NEW AG von der NEW Kommunalholding GmbH einen festen Ausgleichsbetrag in Höhe von 16.234.799,47 EUR sowie eine variable Ausgleichszahlung in Höhe von 9.234.078,90 EUR. Diese Beträge sind von der NEW AG am Tag nach der Feststellung ihres Jahresabschlusses vorweg aus dem an die Kommunalholding abzuführenden Gewinn zu zahlen.

Mindestbesteuerung

Aus der erstmaligen Anwendung des Gesetzes zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG) im Geschäftsjahr 2024 wird keine Erhöhung des Steueraufwandes in Folgejahren erwartet.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

 

Mönchengladbach, 04.03.2024

Der Vorstand

Frank Kindervatter, Vorsitzender

Thomas Bley

Anlagenspiegel 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 34.355.864,29 319.316,30 362.727,77 859.630,00 34.178.278,36
2. geleistete Anzahlungen 1.346.989,09 292.484,00 -368.764,46 891.898,63 378.810,00
35.702.853,38 611.800,30 -6.036,69 1.751.528,63 34.557.088,36
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 73.523.189,15 4.447.456,88 12.782.294,37 134.466,18 90.618.474,22
2. technische Anlagen und Maschinen
a) Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 71.020,49 9.720,30 0,00 0,00 80.740,79
b) Verteilungsanlagen 397.578,53 0,00 0,00 0,00 397.578,53
c) sonstige Maschinen 559.052,30 0,00 0,00 0,00 559.052,30
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 44.469.665,73 8.240.652,59 1.592.947,45 549.035,89 53.754.229,88
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14.847.482,20 2.109.567,43 -14.369.205,13 990,00 2.586.854,50
133.867.988,40 14.807.397,20 6.036,69 684.492,07 147.996.930,22
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 319.675.799,81 17.542.383,09 -7.716.662,14 6.775,00 329.494.745,76
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.281.027,49 150.000,00 0,00 5.511.162,36 919.865,13
3. Beteiligungen 22.051.000,54 46.594,41 7.716.662,14 0,00 29.814.257,09
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 81.176.900,21 2.615.527,15 0,00 51.003.851,15 32.788.576,21
5. sonstige Ausleihungen 265.182,39 37.789,00 0,00 32.198,92 270.772,47
429.449.910,44 20.392.293,65 0,00 56.553.987,43 393.288.216,66
599.020.752,22 35.811.491,15 0,00 58.990.008,13 575.842.235,24
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Zuschreibung
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 31.596.153,29 1.029.033,07 338.115,00 0,00 32.287.071,36
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
31.596.153,29 1.029.033,07 338.115,00 0,00 32.287.071,36
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 63.418.548,19 1.085.088,25 128.468,73 0,00 64.375.167,71
2. technische Anlagen und Maschinen
a) Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 71.020,49 882,30 0,00 0,00 71.902,79
b) Verteilungsanlagen 42.295,53 15.903,00 0,00 0,00 58.198,53
c) sonstige Maschinen 484.908,30 5.027,00 0,00 0,00 489.935,30
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 35.747.213,92 4.234.970,62 413.437,47 0,00 39.568.747,07
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
99.763.986,43 5.341.871,17 541.906,20 0,00 104.563.951,40
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.706.809,62 1.000.000,00 0,00 0,00 2.706.809,62
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 4.321.863,00 13.220,00 833.395,92 632.029,96 2.869.657,12
5. sonstige Ausleihungen 10.225,84 0,00 0,00 0,00 10.225,84
6.038.898,46 1.013.220,00 833.395,92 632.029,96 5.586.692,58
137.399.038,18 7.384.124,24 1.713.417,12 632.029,96 142.437.715,34
Buchwerte
Buchwerte 31.12.2023
EUR
Buchwerte 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.891.207,00 2.759.711,00
2. geleistete Anzahlungen 378.810,00 1.346.989,09
2.270.017,00 4.106.700,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 26.243.306,51 10.104.640,96
2. technische Anlagen und Maschinen
a) Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 8.838,00 0,00
b) Verteilungsanlagen 339.380,00 355.283,00
c) sonstige Maschinen 69.117,00 74.144,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.185.482,81 8.722.451,81
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.586.854,50 14.847.482,20
43.432.978,82 34.104.001,97
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 326.787.936,14 317.968.990,19
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 919.865,13 6.281.027,49
3. Beteiligungen 29.814.257,09 22.051.000,54
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 29.918.919,09 76.855.037,21
5. sonstige Ausleihungen 260.546,63 254.956,55
387.701.524,08 423.411.011,98
433.404.519,90 461.621.714,04

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023

Verbindlichkeiten
in TEUR
Restlaufzeit
bis ein Jahr größer ein Jahr
31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 599 657 2.633 3.231
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.380 2.598 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 188.042 200.467 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3 3 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 82.359 82.840 0 0
- davon aus Steuern 3.001 5.124 0 0
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 70 73 0 0
Verbindlichkeiten insgesamt 277.383 286.565 2.633 3.231
Verbindlichkeiten
in TEUR
davon Gesamtbestand
größer fünf Jahre
31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.517 1.750 3.232 3.888
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 6.380 2.598
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 188.042 200.467
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 3 3
sonstige Verbindlichkeiten 0 0 82.359 82.840
- davon aus Steuern 0 0 3.001 5.124
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 70 73
Verbindlichkeiten insgesamt 1.517 1.750 280.016 289.796

Bilanz für die Erbringung von energiespezifischen Dienstleistungen an den Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 545.321,20 770.976,51
II. Sachanlagen 10.385.065,31 8.084.375,09
III. Finanzanlagen 0,00 10.930.386,51 16.523.833,00 25.379.184,60
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 536,03
2. unfertige Leistungen 33.687,19 33.687,19 15.827,20 16.363,23
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.653,09 11.103,88
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.812.487,44 3.699.490,70
3. sonstige Vermögensgegenstände 345.377,95 3.159.518,48 382.154,46 4.092.749,04
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 29.376.658,45 18.652.069,94
32.569.864,12 22.761.182,21
C. Rechnungsabgrenzungsposten 314.351,49 204.935,69
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 1.333.547,98 827.838,13
45.148.150,10 49.173.140,63

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Geschlüsseltes Kapital 16.437.391,57 19.837.679,33
B. Sonderposten 25.005,21 54.689,35
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 23.673.854,40 20.721.078,87
2. sonstige Rückstellungen 3.015.823,39 26.689.677,79 3.648.772,00 24.369.850,87
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 81.507,18 213.773,82
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 80.333,76 142.813,88
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.834.234,59 1.996.075,53 4.554.333,38 4.910.921,08
45.148.150,10 49.173.140,63

Gewinn- und Verlustrechnung für die Erbringung von energiespezifischen Dienstleistungen an den Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 20.576.171,13 20.956.305,26
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 17.859,99 -4.119,88
3. andere aktivierte Eigenleistungen 165.023,50 91.857,68
4. sonstige betriebliche Erträge 953.382,51 661.425,70
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.287.933,84 1.443.573,13
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.849.962,23 7.137.896,07 6.035.019,84 7.478.592,97
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.348.537,35 7.810.036,50
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung,
davon für Altersversorgung: 1.956.063,73 EUR (Vj. 1.711.797,65 EUR) 3.262.928,80 10.611.466,15 3.010.006,44 10.820.042,94
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.708.770,44 1.669.172,89
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.726.829,05 3.956.040,87
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 121.755,80
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge,
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: 5.752,94 EUR (Vj. 0,00 EUR) 6.086,67 0,00
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 929.200,54
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen,
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: 268.915,93 EUR (Vj. 605.615,07 EUR) 285.525,55 607.681,00
13. Ergebnis nach Steuern -2.751.963,46 -3.633.506,65
14. sonstige Steuern 60.523,98 65.984,05
15. Erträge aus Verlustübernahme 2.812.487,44 3.699.490,70
16. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Erläuterungen zum Tätigkeitsabschluss für die Erbringung von energiespezifischen Dienstleistungen an den Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung

Form und Darstellung

Der Tätigkeitsabschluss für die Erbringung von energiespezifischen Dienstleistungen an den Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung wurde in Anwendung der §§ 264 ff HGB aufgestellt. Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach Maßgabe der §§ 266 bzw. 275 HGB gegliedert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang zum handelsrechtlichen Jahresabschluss.

Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden mit Verbindlichkeiten gegenüber denselben verbundenen Unternehmen saldiert ausgewiesen.

Die Rückstellungen wurden anteilige auf die Tätigkeit Elektrizitätsverteilung umgelegt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen zum 31. Dezember 2023 beläuft sich auf 233 TEUR (Vorjahr: 1.023 TEUR).

Der Verbindlichkeitenspiegel ist diesen Erläuterungen als Anlage beigefügt.

Angaben gem. § 6b Abs. 3 Satz 7 Energiewirtschaftsgesetz

Nach den Vorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes (§ 6b Abs. 3 EnWG) wird ein Tätigkeitsabschluss bestehend aus Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung erstellt.

Sämtliche Buchungen des Unternehmens werden mit tätigkeitsbezogenen Zusatzkontierungen, wie Kostenstellen, Aufträgen und Segmenten, versehen, die eine Kontentrennung und damit die Erstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach dem Energiewirtschaftsgesetz ermöglichen.

Für Geschäftsvorfälle, die den Tätigkeiten nicht oder nur mit nicht vertretbarem Aufwand direkt zugeordnet werden können, erfolgt eine sachgerechte Schlüsselung.

Hierbei gelangen die erfolgswirksamen Werte zunächst in einen zentralen Bereich, der verursachungsgerecht, das heißt in Abhängigkeit der bei den Geschäftsvorfällen mitgegebenen Kostenstellen und Aufträge, auf die Tätigkeiten verteilt wird. Hierzu werden die in der Rechnungslegungssoftware enthaltenen Funktionalitäten der Umlage und Verteilung genutzt.

Verbindlichkeitenspiegel für die Erbringung von energiespezifischen Dienstleistungen an den Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung zum 31. Dezember 2023

Verbindlichkeiten
in TEUR
Restlaufzeit
bis ein Jahr größer ein Jahr
31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15 36 66 178
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 81 143 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 1.834 4.554 0 0
- davon aus Steuern 67 282 0 0
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1 4 0 0
Verbindlichkeiten insgesamt 1.930 4.733 66 178
Verbindlichkeiten
in TEUR
davon Gesamtbestand
größer fünf Jahre
31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 38 96 81 214
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 81 143
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 0 0 1.834 4.554
- davon aus Steuern 0 0 67 282
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 1 4
Verbindlichkeiten insgesamt 38 96 1.996 4.911

Bilanz für die Erbringung von energiespezifischen Dienstleistungen an den Tätigkeitsbereich Gasverteilung zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 257.522,36 392.759,52
II. Sachanlagen 4.904.240,88 4.118.433,19
III. Finanzanlagen 0,00 5.161.763,24 8.454.054,09 12.965.246,80
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 273,07
2. unfertige Leistungen 15.908,43 15.908,43 8.062,87 8.335,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 780,65 5.656,67
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.398.124,39 1.929.281,37
3. sonstige Vermögensgegenstände 163.101,20 1.562.006,24 194.681,42 2.129.619,46
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 13.872.826,53 9.501.947,04
15.450.741,20 11.639.902,44
C. Rechnungsabgrenzungsposten 148.449,28 104.400,64
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 629.754,40 421.726,60
21.390.708,12 25.131.276,48

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Geschlüsseltes Kapital 7.785.057,57 10.132.279,11
B. Sonderposten 11.808,46 27.860,46
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 11.187.644,27 10.601.482,21
2. sonstige Rückstellungen 1.423.040,05 12.610.684,32 1.860.890,99 12.462.373,20
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 38.490,93 109.208,80
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 37.936,80 72.958,10
3. sonstige Verbindlichkeiten 906.730,04 983.157,77 2.326.596,81 2.508.763,71
21.390.708,12 25.131.276,48

Gewinn- und Verlustrechnung für die Erbringung von energiespezifischen Dienstleistungen an den Tätigkeitsbereich Gasverteilung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 9.650.590,73 10.634.621,52
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 7.845,56 -2.495,75
3. andere aktivierte Eigenleistungen 77.930,66 46.795,17
4. sonstige betriebliche Erträge 447.153,38 335.651,34
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 608.213,58 735.401,27
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.762.584,84 3.370.798,42 3.074.427,63 3.809.828,90
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.470.271,61 3.978.676,55
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung,
davon für Altersversorgung: 923.731,09 EUR (Vj. 872.043,20 EUR) 1.540.884,76 5.011.156,37 1.533.391,31 5.512.067,86
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 806.949,36 850.328,81
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.232.196,68 2.015.330,79
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 62.293,66
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge,
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: 2.716,77 EUR (Vj. 0,00 EUR) 2.874,37 0,00
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 475.404,93
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen,
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: 126.992,80 EUR (Vj. 308.519,23 EUR) 134.836,43 309.571,68
13. Ergebnis nach Steuern -1.369.542,56 -1.895.667,03
14. sonstige Steuern 28.581,83 33.614,34
15. Erträge aus Verlustübernahme 1.398.124,39 1.929.281,37
16. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Erläuterungen zum Tätigkeitsabschluss für die Erbringung von energiespezifischen Dienstleistungen an den Tätigkeitsbereich Gasverteilung

Form und Darstellung

Der Tätigkeitsabschluss für die Erbringung von energiespezifischen Dienstleistungen an den Tätigkeitsbereich Gasverteilung wurde in Anwendung der §§ 264 ff HGB aufgestellt. Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach Maßgabe der §§ 266 bzw. 275 HGB gegliedert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang zum handelsrechtlichen Jahresabschluss.

Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden mit Verbindlichkeiten gegenüber denselben verbundenen Unternehmen saldiert ausgewiesen.

Die Rückstellungen wurden anteilige auf die Tätigkeit Gasverteilung umgelegt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen zum 31. Dezember 2023 beläuft sich auf 110 TEUR (Vorjahr: 524 TEUR).

Der Verbindlichkeitenspiegel ist diesen Erläuterungen als Anlage beigefügt.

Angaben gem. § 6b Abs. 3 Satz 7 Energiewirtschaftsgesetz

Nach den Vorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes (§ 6b Abs. 3 EnWG) wird ein Tätigkeitsabschluss bestehend aus Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung erstellt.

Sämtliche Buchungen des Unternehmens werden mit tätigkeitsbezogenen Zusatzkontierungen, wie Kostenstellen, Aufträgen und Segmenten, versehen, die eine Kontentrennung und damit die Erstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach dem Energiewirtschaftsgesetz ermöglichen.

Für Geschäftsvorfälle, die den Tätigkeiten nicht oder nur mit nicht vertretbarem Aufwand direkt zugeordnet werden können, erfolgt eine sachgerechte Schlüsselung.

Hierbei gelangen die erfolgswirksamen Werte zunächst in einen zentralen Bereich, der verursachungsgerecht, das heißt in Abhängigkeit der bei den Geschäftsvorfällen mitgegebenen Kostenstellen und Aufträge, auf die Tätigkeiten verteilt wird. Hierzu werden die in der Rechnungslegungssoftware enthaltenen Funktionalitäten der Umlage und Verteilung genutzt.

Verbindlichkeitenspiegel für die Erbringung von energiespezifischen Dienstleistungen an den Tätigkeitsbereich Gasverteilung zum 31. Dezember 2023

Verbindlichkeiten
in TEUR
Restlaufzeit
bis ein Jahr größer ein Jahr
31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7 18 31 91
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 38 73 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 907 2.327 0 0
- davon aus Steuern 33 144 0 0
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1 2 0 0
Verbindlichkeiten insgesamt 952 2.418 31 91
Verbindlichkeiten
in TEUR
davon Gesamtbestand
größer fünf Jahre
31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 18 49 38 109
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 38 73
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 0 0 907 2.327
- davon aus Steuern 0 0 33 144
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 1 2
Verbindlichkeiten insgesamt 18 49 983 2.509

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die NEW AG, Mönchengladbach

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der NEW AG, Mönchengladbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NEW AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt "2.5 Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung und Gasverteilung nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den IDW Qualitätsmanagementstandard: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG.

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG entsprechen.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Köln, den 4. März 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hillesheim, Wirtschaftsprüfer

Klinzing, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Im Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben sorgfältig wahrgenommen. Mit der Lage des Unternehmens hat er sich intensiv beschäftigt sowie den Vorstand kontinuierlich beratend begleitet und in seiner Geschäftstätigkeit stetig überwacht. Erkennbare Fehldispositionen und Unterlassungen als auch ungewöhnliche, bestandsgefährdende Geschäftsvorfälle wurden nicht festgestellt.

Der Aufsichtsrat wurde zugleich vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Entwicklung und die Lage des Unternehmens sowie über alle wesentlichen Ereignisse informiert. Die regelmäßigen Vorstandsberichte beinhalteten Darlegungen zur Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage als auch zur Risikolage und zum Risikomanagement. Ebenfalls wurde dem Aufsichtsrat der tatsächliche Geschäftsverlauf hinsichtlich der Abweichungen zu den genehmigten Plänen ausführlich im Einzelnen erläutert und begründet.

Im Berichtsjahr 2023 kam der Aufsichtsrat zu vier turnusmäßigen Sitzungen zusammen. Es wurden alle bedeutsamen Sachfragen des Unternehmens und der Beteiligungsgesellschaften sowie grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik eingehend beraten und die erforderlichen Entscheidungen getroffen. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand zudem mit dem Vorstand außerhalb der Sitzungen in regelmäßigem Kontakt, um aktuelle Themen zu beraten und Fragen zur Unternehmensstrategie zu erörtern. Im Geschäftsjahr hat sich der Aufsichtsrat u.a. mit den folgenden Beratungspunkten befasst:

Die Zukunft der Trinkwasserversorgung vor dem Hintergrund des vorzeitigen Braunkohleausstiegs - Vorstellung des Gemeinschaftsprojektes der NEW NiederrheinWasser GmbH, des Wasserverbunds Niederrhein GmbH und der NGN Netzgesellschaft mbH

Veräußerung der Geschäftsanteile der NEW Tönisvorst GmbH an die NEW AG und anschließende Aufspaltung

Verschmelzung der Energiepark Jülich-Ost WP JO II GmbH & Co. KG und der WEA Jülich-Broich GmbH & Co. KG

Anwachsung der NEW Windpark Viersen GmbH & Co. KG auf die NEW Re GmbH

Kooperation der NEW AG mit der ENNI Energie & Umwelt Niederrhein GmbH - Neuausrichtung der NEW Viersen GmbH

Partnerschaft für die Stadtwerke Kempen GmbH

Erwerb des Grundstücks Rektoratstraße 10 in Viersen (jüdisches Gebetshaus)

NEW Netz GmbH - Zuführung in die Kapitalrücklage

Risikoinventur nach KontraG

Anpassung der Vorstandsvergütung

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss ist durch die vom Aufsichtsrat vorgeschlagene und von der Hauptversammlung bestellte KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft worden. Der Prüfungsvermerk wurde ohne Einschränkung erteilt. Die Jahresabschlussunterlagen und der Bericht der Abschlussprüfer sind dem Aufsichtsrat rechtzeitig vor der Bilanzsitzung vorgelegt und am 12. März 2024 umfassend im Plenum erörtert worden. Die Abschlussprüfer nahmen an der Beratung teil und erläuterten die Ergebnisse ihrer Prüfung. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Prüfung zu, billigt den Jahresabschluss zum 31.12.2023 und stellt ihn fest. Der Bericht des Vorstands über die Lage der Gesellschaft wird zustimmend zur Kenntnis genommen. Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsbetrages wird das Ergebnis an die NEW Kommunalholding GmbH abgeführt.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, den Unternehmensleitungen der Beteiligungsgesellschaften, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen seinen Dank und seine Anerkennung für das wiederum große Engagement und die erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr aus.

 

Mönchengladbach, im März 2024

Dr. Hans Peter Schlegelmilch, Aufsichtsratsvorsitzender

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der NEW AG zum 31. Dezember 2023 wurde am 12. März 2024 festgestellt und der Bericht des Vorstandes über die Lage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 zustimmend zur Kenntnis genommen.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

17 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.