Fielmann AG & Co. OHG
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gregor Dipl.-Kfm. Karolus seit 28.7.2017 | Prokura |
Peter Karl Anton Lehnert seit 28.7.2017 | Geschäftsführer |
Jürgen Ohr seit 2.12.2016 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Springer Nature AG & Co. KGaA (vormals: Springer Nature GmbH)BerlinKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018HRB 195463B, AG Berlin Inhalt
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar zum 31. Dezember 2018
Die zugehörigen Erläuterungen im Anhang sind wesentlicher Bestandteil dieses Konzernabschlusses. Konzern-Gesamtergebnisrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar zum 31. Dezember 2018
Die zugehörigen Erläuterungen im Anhang sind wesentlicher Bestandteil dieses Konzernabschlusses. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018Aktiva
Die zugehörigen Erläuterungen im Anhang sind wesentlicher Bestandteil dieses Konzernabschlusses. Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar zum 31. Dezember 2018
Die zugehörigen Erläuterungen im Anhang sind wesentlicher Bestandteil dieses Konzernabschlusses. Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar zum 31. Dezember 2018
Die zugehörigen Erläuterungen im Anhang sind wesentlicher Bestandteil dieses Konzernabschlusses. Anhang zum KonzernabschlussInformationen zur Gesellschaft und zum KonzernAm 13. April 2018 wurde die Rechtsform der Springer Nature GmbH in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) mit der Springer Nature Management Aktiengesellschaft als Komplementärgesellschaft geändert. Die Springer Nature AG & Co. KGaA wird als "Gesellschaft" bezeichnet, wenn in diesem Abschluss auf die rechtliche Einheit Bezug genommen wird, und als "Konzern" oder "Springer Nature", wenn auf die Gruppe mit ihren Unternehmen und Tochterunternehmen Bezug genommen wird, die direkt oder indirekt von der Gesellschaft gehalten werden. Die Springer Nature AG & Co. KGaA ist eine Gesellschaft nach deutschem Recht (Eingetragener Sitz: Heidelberger Platz 3,14197 Berlin, Deutschland). Springer Nature ist ein global tätiger Verlag für Forschungs-, Fach- und Schulliteratur, der anerkannte und bekannte Marken vereint, die qualitativ hochwertige Inhalte durch eine Reihe innovativer Produkte und Dienstleistungen anbieten. Springer Nature ist der weltweit größte akademische Buchverlag, publiziert die einflussreichsten Zeitschriften und ist ein Pionier im Bereich der frei zugänglichen Forschung (Open Research). Der Konzern hat annähernd 13.000 Mitarbeiter und ist in nahezu 50 Ländern aktiv. Springer Nature ist 2015 aus dem Zusammenschluss von Nature Publishing Group, Palgrave Macmillan, Macmillan Education und Springer Science+Business Media entstanden. Der Konzern wird durch sein Mutterunternehmen, die Springer Nature AG & Co. KGaA, beherrscht, an der die Holtzbrinck Publishing Group 53,0% und Fonds, die durch BC Partners beraten werden ("BC Funds"), 47,0% der Anteile halten. Am 26. März 2019 legte der Vorstand der Springer Nature Management Aktiengesellschaft dem Aufsichtsrat den Konzernabschluss vor. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er diesen billigt. Allgemeine Grundsätze der RechnungslegungDer Konzernabschluss der Springer Nature AG & Co. KGaA (der "Springer Nature-Konzernabschluss" oder "Konzernabschluss") wurde in Übereinstimmung mit allen verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und International Financial Reporting Interpretations (IFRIC) in der von der Europäischen Union übernommenen Fassung und unter Beachtung der zusätzlichen handelsrechtlichen Anforderungen nach § 315e (1) HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") aufgestellt. Das Geschäftsjahr umfasste den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018. Der Abschlussstichtag der Gesellschaft und aller Tochterunternehmen, mit Ausnahme der Gesellschaften in Indien, ist der 31. Dezember. Aus rechtlichen Gründen beginnt das Geschäftsjahr der Tochterunternehmen in Indien am 1. April und endet am 31. März. Diese Unternehmen berichten zum 31. Dezember an Springer Nature und legen dabei die IFRS Rechnungslegungsgrundsätze sowie die für die Konzerngesellschaften anzuwendenden Bewertungs- und Bilanzierungsrichtlinien so aus, als wäre der 31. Dezember das Ende der Berichtsperiode. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge sind, sofern nicht anders angegeben, in Millionen Euro (EUR Mio.) dargestellt. Die Zahlen sind auf eine Kommastelle gerundet, sodass es zu Rundungsdifferenzen kommen kann. Werden Zahlen auf Null gerundet, wird das mit "0,0" oder "- 0,0" dargestellt, liegt kein Wert vor, wird "-" ausgewiesen. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips; davon ausgenommen sind zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Erstmalig angewandte internationale Rechnungslegungsstandards und InterpretationenIm Folgenden sind die Auswirkungen der Anwendung der neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 15 Umsätze aus Verträgen mit Kunden, IFRS 9 Finanzinstrumente und IFRS 16 Leasingverhältnisse zusammengefasst. Einige andere Änderungen und Interpretationen sind 2018 ebenfalls erstmals anzuwenden, haben jedoch keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Mit Ausnahme der vorzeitigen Anwendung von IFRS 16 zum 1. Januar 2018 hat der Konzern keine Standards, Interpretationen oder Änderungen vorzeitig angewandt, die zwar veröffentlicht, aber noch nicht in Kraft getreten sind.
*) Umgegliederter Nettobuchwert - in den Tabellen
in Anhangangabe 11 und 13 wird die Veränderung unter
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten sowie Abschreibungen in
der Zeile "Umgliederungen" auf Bruttobasis dargestellt.
IFRS 15 Umsätze aus Verträgen mit Kunden - Auswirkung der AnwendungIFRS 15 ersetzt IAS 11 Erlöse aus Fertigungsaufträgen, IAS 18 Umsatzerlöse sowie die damit zusammenhängenden Interpretationen und findet mit wenigen Ausnahmen Anwendung für alle Erlöse aus Verträgen mit Kunden. IFRS 15 führt ein fünfstufiges Model zur Erfassung von Erlösen aus Verträgen mit Kunden ein und fordert, dass Unternehmen Erlöse in der erwartenden Höhe der Gegenleistung für die Übertragung von Waren bzw. die Erbringung von Dienstleistungen erfassen. Erlöse werden dann erfasst, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über die zugesagten Güter oder Dienstleistungen erlangt hat. Bei Vertragsabschluss verlangt der Standard, dass alle zugesagten Güter und Dienstleistungen überprüft werden und die Leistungsverpflichtungen identifiziert werden. IFRS 15 enthält ebenfalls Regelungen hinsichtlich des Ausweises von Vertragsvermögenswerten und -verbindlichkeiten. Alle Erlöse von Springer Nature sind als Erlöse aus Verträge mit Kunden eingestuft und fallen somit unter die Regelungen des IFRS 15. Springer Nature hat IFRS 15 unter Anwendung der modifizierten retrospektiven Methode per 1. Januar 2018 eingeführt, was zu Änderungen der Rechnungslegungsmethodik sowie Wertanpassungen im Abschluss geführt hat. Vergleichsinformationen wurden nicht angepasst und werden weiterhin gemäß IAS 18 und den relevanten Interpretationen berichtet. Der kumulierte Effekt aus der erstmaligen Anwendung muss zum Zeitpunkt der Erstanwendung als Anpassung des Eröffnungssaldos der Gewinnrücklage erfasst werden. Der Konzern musste jedoch keine Anpassung der Gewinnrücklage vornehmen. Darstellung von VertragsverbindlichkeitenVor der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 wies Springer Nature Anzahlungen von Kunden (z. B. erhaltene Zahlungen für verkaufte Zeitschriftenabonnements sowie ebook-Pakete für künftige Abonnement-/Schutzzeiträume) als passive Rechnungsabgrenzungsposten in der Bilanz aus. Nach IFRS 15 werden diese Beträge als Vertragsverbindlichkeiten dargestellt (siehe Anhangangabe 27). IFRS 9 Finanzinstrumente - Auswirkung der AnwendungIFRS 9 ersetzt IAS 39 für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Der neue Standard vereint alle drei Aspekte der Bilanzierung von Finanzinstrumenten: Klassifizierung und Bewertung, Wertminderung und Bilanzierung von Sicherungsgeschäften. Springer Nature hat IFRS 9 zum 1. Januar 2018 nach dem modifizierten retrospektiven Ansatz erstmalig angewandt, daher wurden die Vergleichszahlen nicht angepasst. Klassifizierung und BewertungIFRS 9 liefert einen standardisierten Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, der sich vor allem auf das Geschäftsmodell der Gesellschaft und den Cashflow des Finanzinstruments bezieht. Insgesamt nahm der Konzern mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 zum 1. Januar 2018 die folgenden Umgliederungen vor:
1 LAR (Loans and receivables): Kredite und
Forderungen
Modifizierungen oder Umschuldungen finanzieller Verbindlichkeiten, die nicht zu einer Ausbuchung der bestehenden Verbindlichkeiten führenÄndern sich die Konditionen einer finanziellen Verbindlichkeit, muss ein Unternehmen einschätzen, ob die Änderung wesentlich ist. Wird die Änderung als wesentlich eingestuft, wird die ursprüngliche finanzielle Verbindlichkeit ausgebucht und eine neue finanzielle Verbindlichkeit zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Ebenso wird, wenn ein Kreditnehmer eine finanzielle Verbindlichkeit gegen eine andere finanzielle Verbindlichkeit mit grundverschiedenen Konditionen vom selben Kreditgeber austauscht, die bestehende Verbindlichkeit ausgebucht und eine neue Verbindlichkeit erfasst. Das Verfahren, um zu beurteilen, ob eine Änderung der Konditionen einer finanziellen Verbindlichkeit wesentlich ist, sowie die Behandlung von wesentlichen Änderungen sind identisch unter IAS 39 und IFRS 9. Nichtwesentliche Änderungen werden jedoch anders behandelt. Gemäß der gängigen Praxis unter IAS 39 erfasste der Konzern zum Zeitpunkt einer nichtwesentlichen Änderung keine Gewinne oder Verluste. Zum Zeitpunkt der Änderung wurde der Buchwert der finanziellen Verbindlichkeit im Hinblick auf direkt zurechenbare Transaktionskosten und etwaige an die Gegenpartei gezahlte oder von ihr erhaltene Gegenleistungen überarbeitet. Der Effektivzinssatz wurde angepasst, um den Unterschiedsbetrag zwischen dem überarbeiteten Buchwert und den erwarteten Cashflows über die erwartete Laufzeit des geänderten Instruments auszugleichen. Nach IFRS 9 sind Änderungsgewinne oder -verluste zum Zeitpunkt der Änderung zu erfassen. Der Änderungsgewinn oder -verlust entspricht dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Barwert der Cashflows gemäß den ursprünglich vereinbarten und den geänderten Konditionen zum ursprünglichen Effektivzinssatz. Zum Zeitpunkt der Änderung wird der Buchwert der finanziellen Verbindlichkeit überarbeitet, um die mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz abgezinsten neuen Cashflows sowie direkt zurechenbare Transaktionskosten und etwaige an die Gegenpartei gezahlte oder von ihr erhaltene Gegenleistungen widerzuspiegeln. Der Effektivzinssatz wird dann angepasst, um den Unterschiedsbetrag zwischen dem überarbeiteten Buchwert und den erwarteten Cashflows über die Laufzeit des geänderten Instruments auszugleichen. Mit der Anwendung von IFRS 9 erhöhten sich die Effektivzinssätze für die Senior-Darlehen, was zu niedrigeren Buchwerten der Senior-Darlehen (EUR 20,2 Mio. zum 01.01.2018) führte. Im Jahr 2018 führten die geänderten Annahmen für den Rückzahlungszeitpunkt der Senior-Darlehen und der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (GvH-Darlehen) zu einer weiteren Verringerung des Buchwerts und wirkten sich mit EUR 160,8 Mio. positiv auf das Finanzergebnis aus (Anhangangabe 24). WertminderungDie erstmalige Anwendung von IFRS 9 hat die Bilanzierung von Wertminderungsaufwendungen bei finanziellen Vermögenswerten des Konzerns geändert: An die Stelle des nach IAS 39 praktizierten Modells der eingetretenen Verluste ist ein zukunftsgerichtetes Modell der erwarteten Kreditverluste getreten. Nach IFRS 9 muss der Konzern bei allen Schuldinstrumenten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, eine Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste erfassen. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die keine signifikante Finanzierungskomponente enthalten, ist die Wertberichtigung beim erstmaligen Ansatz und über die Laufzeit der Forderung hinweg in der Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste zu bemessen. Als praktischer Behelf kann eine Wertminderungsmatrix verwendet werden, um die für diese Finanzinstrumente erwarteten Kreditverluste zu schätzen. Der Konzern hat eine Wertminderungsmatrix erstellt, die auf bisherigen Erfahrungen mit Kreditverlusten im Hinblick auf einzelne Regionen und Laufzeitbereiche für Forderungen basiert. Dies wurde um zukunftsbezogene Faktoren, die für die Kreditnehmer und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen spezifisch sind, angepasst. Springer Nature geht bei einem finanziellen Vermögenswert von einem Ausfall aus, wenn vertragliche Zahlungen 90 Tage überfällig sind. Der Konzern berücksichtigt bei seiner Beurteilung aber auch zusätzliche interne oder externe verfügbare Informationen, was zu einer anderen Risikobeurteilung als allein auf der Grundlage der Wertminderungsmatrix führen kann. Forderungen und Vertragsvermögenswerte werden abgeschrieben, wenn keine begründete Erwartung besteht, dass diese realisiert werden können. Zu den Faktoren, die darauf schließen lassen, dass keine begründeten Rückzahlungserwartungen bestehen, zählen unter anderem die Nichteinhaltung des Tilgungsplans mit dem Konzern durch einen Schuldner und eine Nichterfüllung vertraglicher Zahlungen, die mehr als 360 Tage überfällig sind. Die Anwendung der erwarteten Kreditverluste führte zu einer erhöhten Wertminderung der finanziellen Vermögenswerte des Konzerns, die gegen die Gewinnrücklage gebucht wurde. Bilanzierung von SicherungsgeschäftenDer Konzern wendet kein Hedge-Accounting an. Folglich haben die Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften und Bewertungseinheiten in IFRS 9 keine Auswirkung auf den Konzernabschluss von Springer Nature. IFRS 16 LeasingverhältnisseSpringer Nature hat den neuen Standard nach dem modifizierten retrospektiven Ansatz mit Wirkung vom 1. Januar 2018 erstmalig angewandt. IFRS 16 ersetzt IAS 17 (Leasingverhältnisse) sowie die dazugehörigen Interpretationen und legt die Grundsätze für den Ansatz, die Bewertung, die Darstellung und die Angabepflichten von Leasingverhältnissen fest und verpflichtet Leasingnehmer, alle Leasingverhältnisse nach einem einzigen Modell ähnlich der Bilanzierung von Finanzierungsleasingverhältnissen nach IAS 17 zu erfassen. Der Konzern definiert Bürofläche und Sonstiges (in erster Linie Firmenfahrzeuge und Büroausstattung) als Klassen von Vermögenswerten und wendet die Ausnahmeregelung für kurze Leasingverhältnisse (für Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von bis zu 12 Monaten) und die Ausnahmeregelung für geringwertige Leasingverhältnisse für Leasingverhältnisse über Büroausstattung sowie die Ausnahmeregelung zur Zusammenfassung von Leasing- und Nichtleasingkomponenten in eine einzige Leasingkomponente für sämtliche Leasingverhältnisse an, denen Vermögenswerte dieser Klassen von Vermögenswerten zugrunde liegen. Die neuen Regelungen beziehen sich insbesondere auf Ansatz und Bewertung von Miet- und Leasingverträgen, die unter IAS 17 als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert waren. Diese umfassen zurzeit im Wesentlichen Leasingverhältnisse über Büroflächen, Firmenfahrzeuge, Büroausstattung und IT-Infrastruktur, was bei erstmaliger Anwendung zur Erfassung der jeweiligen Nutzungsrechte an Leasinggegenständen und entsprechenden Leasingverbindlichkeiten führen und eine Erhöhung der Bilanzsumme nach sich zieht. Aufgrund des Übergangs auf IFRS 16 wurden zum 1. Januar 2018 Nutzungsrechte an Leasinggegenständen und Leasingverbindlichkeiten in Höhe von EUR 207,4 Mio. erfasst. Der Konzern setzt die Leasingverbindlichkeiten mit dem Barwert der verbleibenden Leasingzahlungen und der jeweiligen Nutzungsrechte an Leasinggegenständen an, bereinigt um die für dieses Leasingverhältnis abgegrenzten Kosten. Vergleichszahlen für vorangegangene Berichtsperioden wurden nicht angepasst. Der Übergang auf IFRS 16 hatte zum Übergangsdatum keine Auswirkung auf das Eigenkapital und die Nettoposition der latenten Steuern des Konzerns. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden anstelle von Leasingaufwendungen, wie unter IAS 17, Abschreibungen und Zinsaufwand in Höhe von EUR 31,6 Mio. bzw. EUR 8,6 Mio. erfasst. In der Kapitalflussrechnung verringerten die Leasingzahlungen im Rahmen bestehender Operating-Leasingverhältnisse die Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit und wirken sich nicht mehr auf die Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit aus. Die Überleitung auf die Eröffnungssalden der Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2018 auf Grundlage der Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen zum 31. Dezember 2017 ist in folgender Tabelle dargestellt:
Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz für zum 1. Januar 2018 erstmalig erfasste Leasingverbindlichkeiten betrug 4,4%. Die einzelnen Zinssätze wurden auf Grundlage der Restlaufzeit des zugrunde liegenden Leasingverhältnisses ermittelt. Neue internationale Rechnungslegungsstandards und InterpretationenIASB und IFRIC haben Verlautbarungen veröffentlicht, die noch nicht in Kraft getreten sind und von Springer Nature noch nicht angewandt wurden. Der Konzern beabsichtigt alle Standards und Interpretationen anzuwenden, sobald sich eine verpflichtende Anwendung ergibt. Neue Rechnungslegungsstandards, aus denen sich Änderungen für Springer Nature ergeben könnten, werden nachfolgend erläutert. Von der EU übernommene Standards IFRIC Interpretation 23 Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung Die Interpretation ist auf die Bilanzierung von Ertragsteuern nach IAS 12 anzuwenden, wenn Unsicherheiten bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung bestehen. Sie gilt nicht für Steuern oder Abgaben, die nicht in den Anwendungsbereich von IAS 12 fallen, und sie enthält keine Bestimmungen zu Zinsen und Säumniszuschlägen in Verbindung mit unsicheren steuerlichen Behandlungen. Die Interpretation tritt für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Es können jedoch bestimmte Übergangserleichterungen in Anspruch genommen werden. Der Konzern wird die Interpretation ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens anwenden, erwartet jedoch keine wesentliche Auswirkung auf die Steuerpositionen. Änderungen an IFRS 9 Vorfälligkeitsmerkmale, die zu einer negativen Entschädigung führen Gemäß IFRS 9 kann ein Schuldinstrument zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet werden, wenn die vertraglich vereinbarten Cashflows ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen (sog. SPPI-Kriterium) und das Schuldinstrument im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten wird, das dieser Einstufung entspricht. Die Änderungen an IFRS 9 stellen klar, dass ein finanzieller Vermögenswert das SPPI-Kriterium ungeachtet dessen erfüllt, welches Ereignis oder welcher Umstand die vorzeitige Beendigung des Vertrags bewirkt und welche Vertragspartei das angemessene Entgelt für die vorzeitige Beendigung des Vertrags zahlt oder erhält. Die Änderungen sind erstmals am 1. Januar 2019 rückwirkend anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Diese Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. KonsolidierungsgrundsätzeIn den Konzernabschluss sind die Springer Nature AG & Co. KGaA sowie alle wesentlichen Unternehmen, die die Springer Nature AG & Co. KGaA mittelbar oder unmittelbar beherrscht, einbezogen. Eine Aufstellung der Tochterunternehmen einschließlich Sitz und Beteiligungsquote findet sich in der Anhangangabe 35. Der Abschluss der Gesellschaft und die Abschlüsse der Tochterunternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen sind, wurden nach einheitlichen Rechnungslegungsmethoden aufgestellt. Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d. h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, konsolidiert. Die Konsolidierung endet, sobald diese Beherrschung nicht mehr besteht. Die Beherrschung wird erlangt, wenn der Konzern aufgrund seiner Beteiligung an dem Unternehmen oder anderer Rechte variable Rückflüsse erhält oder über diese verfügen kann und die Möglichkeit hat, diese Rückflüsse zu beeinflussen, indem er die Aktivitäten des Beteiligungsunternehmens steuert. Alle Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Gemäß IFRS erfordert die Anwendung der Erwerbsmethode die Identifizierung des Erwerbers, die Bestimmung des Erwerbszeitpunkts und den Ansatz und die Bewertung der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, der übernommenen Verbindlichkeiten sowie aller Anteile ohne beherrschenden Einfluss an dem erworbenen Unternehmen. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss entscheidet das Management im Einzelfall, ob die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens bewertet werden. Eine vom Erwerber zu übertragende als Vermögenswert oder Verbindlichkeit klassifizierte bedingte Gegenleistung wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam erfasst werden. Eine als Eigenkapital klassifizierte bedingte Gegenleistung wird nicht neu bewertet und die spätere Erfüllung wird im Eigenkapital erfasst. Identifizierbare erworbene Vermögenswerte, übernommene Verbindlichkeiten sowie übernommene Eventualverbindlichkeiten werden, unabhängig von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen, mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Ein Überschussbetrag aus der Differenz zwischen der gezahlten Gegenleistung und dem beizulegenden Zeitwert des erworbenen identifizierbaren Reinvermögens wird als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Übersteigt der beizulegende Zeitwert des erworbenen Reinvermögens die Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs, wird der Unterschiedsbetrag in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallenen Anschaffungsnebenkosten werden ergebniswirksam als sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen. Zeitwertanpassungen, die im Rahmen der Kaufpreisverteilung erfasst werden (z. B. bei Marken, Kundenbeziehungen, Zeitschriften-Portfolios), ergeben sich aus der Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und den in Übereinstimmung mit IFRS ermittelten Buchwerten jedes dieser Vermögenswerte zum Erwerbszeitpunkt. Alle Gewinne, Verluste, Erlöse, Aufwendungen, Erträge, Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Rückstellungen aus konzerninternen Transaktionen werden eliminiert. Zwischengewinne bei den Vorräten und im Anlagevermögen werden ergebniswirksam eliminiert. Assoziierte Unternehmen, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik ausüben kann, werden basierend auf den IFRS-Einzelabschlüssen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Der mit dem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird weder planmäßig abgeschrieben noch einem gesonderten Werthaltigkeitstest unterzogen. Der Abschluss des assoziierten Unternehmens oder Gemeinschaftsunternehmens wird zum gleichen Abschlussstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Konzerns. Soweit erforderlich werden Anpassungen an konzerneinheitliche Rechnungslegungsmethoden vorgenommen. Verluste, die den Beteiligungsbuchwert übersteigen, werden nicht erfasst, sofern keine Nachschusspflicht besteht. Zwischenergebnisse werden anteilig eliminiert. Die fortgeführten Beteiligungsbuchwerte werden hinsichtlich ihrer Werthaltigkeit überprüft und sofern erforderlich auf den niedrigeren erzielbaren Betrag abgeschrieben. KonsolidierungskreisDie folgende Tabelle zeigt die Anzahl der von der Springer Nature AG & Co. KGaA 2018 und 2017 konsolidierten Gesellschaften:
Zugänge 2018Im Geschäftsjahr 2018 wirkten sich die folgenden Transaktionen wesentlich auf den Konzernabschluss aus. Andere durchgeführte Transaktionen hatten keine wesentlichen Auswirkungen. WISO Socio Economic Consulting GmbHAm 16. Februar 2018 erwarb Springer Nature sämtliche Anteile an der WISO Socio Economic Consulting GmbH (WISO), einem in Berlin ansässigen Unternehmen, das auf die Organisation von Kongressen spezialisiert ist und elf Mitarbeiter beschäftigt. WISO wurde ab 1. März 2018 vollkonsolidiert. Der vorläufige Kaufpreis betrug EUR 13,4 Mio. und setzte sich aus einer Barzahlung in Höhe von EUR 9,2 Mio. und einer zum Erwerbszeitpunkt mit EUR 4,2 Mio. (diskontiert EUR 4,0 Mio.) bewerteten bedingten Gegenleistung (Earn-out) zusammen. Das Management geht davon aus, dass die bedingte Gegenleistung zu zukünftigen Zahlungen an den Verkäufer führen wird. Deren Höhe hängt jedoch davon ab, ob WISO in den Jahren 2018 bis 2020 festgelegte Ergebnisse erreicht. Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierten Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
Der Bruttobetrag der erworbenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug EUR 0,3 Mio. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 9,3 Mio. reflektiert im Wesentlichen nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Mitarbeiter und deren Fachwissen sowie strategische Vorteile aus der Marktposition des erworbenen Unternehmens. Der erfasste Geschäfts- oder Firmenwert ist nicht steuerlich abzugsfähig. WISO trug zu den Umsatzerlösen, dem EBITDA und dem Periodenergebnis des Konzerns in Höhe von EUR 4,5 Mio., EUR 1,8 Mio. bzw. EUR 1,2 Mio. bei. Wäre das Unternehmen ab dem 1. Januar 2018 konsolidiert worden, hätte sein Beitrag zu den Umsatzerlösen, zum EBITDA und zum Periodenergebnis des Konzerns ca. EUR 4,5 Mio., EUR 2,3 Mio. bzw. ca. EUR 1,5 Mio. betragen. Research Square AJE LLCAm 15. Februar 2018 erwarb Springer Nature weitere 30% der Anteile an Research Square AJE LLC (AJE), die ihren Sitz in Durham, USA, hat und ungefähr 200 Mitarbeiter beschäftigt. Durch diesen Erwerb erhöhte sich die Beteiligung der Springer Nature an AJE auf 60%, nachdem der Konzern 2016 bereits 30% der Anteile erworben hatte. Im Vorfeld dieser Transaktion im Geschäftsjahr 2018 wurden bestimmte Vermögenswerte von AJE ausgegliedert und in ein separates, neu gegründetes Unternehmen, Research Square R&D LLC, an dem der Konzern 27,3% der Anteile hält, eingebracht. Research Square AJE LLC ist ein führender Anbieter von Sprachdienstleistungen im Bereich Editierung. Diese Dienstleistungen richten sich in erster Linie an Autoren, deren Muttersprache nicht Englisch ist. Da sich keine wesentliche Auswirkung auf die Finanzzahlen ergab, wurde anstatt des Erwerbsdatums 15. Februar 2018 vereinfachend der 1. März 2018 als Zeitpunkt der Erstkonsolidierung der Research Square AJE LLC angewandt. Der Kaufpreis für die 2018 erworbenen 30% der Anteile belief sich auf EUR 10,3 Mio. Dieser Betrag stellt zusammen mit dem beizulegenden Zeitwert der 2016 erworbenen Beteiligungen von EUR 12,5 Mio. die Anschaffungskosten dar. Die Kaufpreiszahlung umfasste im Jahr 2018 einen Betrag in Höhe von EUR 2,2 Mio., der weiteren Verhandlungen mit dem Verkäufer unterliegt. Außerdem enthält sie einen bedingten Kaufpreisbestandteil, der zu zukünftigen Zahlungen von bis zu EUR 6,6 Mio. an den Verkäufer führen kann. Die tatsächliche Zahlung hängt jedoch davon ab, ob AJE in den Jahren 2018 bis 2021 festgelegte Ergebnisse erreicht. Diese bedingte Gegenleistung wurde sowohl zum Erwerbszeitpunkt als auch zum 31. Dezember 2018 mit EUR 0 angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierten Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
2018 wurden in direktem Zusammenhang mit dem Erwerb Kosten in Höhe von EUR 0,2 Mio. unter sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 14,5 Mio. reflektiert im Wesentlichen Synergieeffekte, erwartete Umsätze aus Neukundengeschäft, nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Mitarbeiter und deren Fachwissen sowie strategische Vorteile aus der Marktposition des erworbenen Unternehmens. Der erfasste Geschäfts- oder Firmenwert ist nicht steuerlich abzugsfähig. AJE trug zu den Umsatzerlösen, dem EBITDA und dem Periodenergebnis des Konzerns in Höhe von EUR 23,6 Mio., EUR 4,1 Mio. bzw. EUR 2,0 Mio. bei. Wäre das Unternehmen zum 1. Januar 2018 konsolidiert worden, hätte sein Beitrag zu den Umsatzerlösen, zum EBITDA und zum Periodenergebnis des Konzerns EUR 26,7 Mio., EUR 4,7 Mio. bzw. EUR 2,6 Mio. betragen. Zugänge 20172017 gab es keine wesentlichen Zugänge. FremdwährungsumrechnungFür den Konzernabschluss von Springer Nature werden die Einzelabschlüsse der ausländischen Tochterunternehmen gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Da alle Tochterunternehmen ihre finanziellen, wirtschaftlichen und organisatorischen Aktivitäten unabhängig durchführen, entspricht ihre jeweilige lokale Währung ihrer funktionalen Währung. Transaktionen in Fremdwährung werden mit dem Wechselkurs zum Transaktionszeitpunkt in die jeweilige funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste aus der Erfüllung solcher Transaktionen oder aus der Stichtagsbewertung der damit verbundenen monetären Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten werden zum Abschlussstichtag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Monetäre Vermögenswerte und Schulden werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung umgerechnet, nichtmonetäre Vermögenswerte und Schulden werden mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls gültigen Kurs umgerechnet. Für die Darstellung in der Konzernberichtswährung werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten von Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, zum Stichtagskurs und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs der Periode umgerechnet. Eigenkapitalkomponenten werden zum historischen Kurs bei Entstehung umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei Veräußerung von Tochterunternehmen werden die damit verbundenen kumulierten Umrechnungsdifferenzen aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Der Geschäfts- oder Firmenwert und die Zeitwertanpassungen von Vermögenswerten und Schulden aus der Akquisition von Tochterunternehmen werden dem erworbenen Unternehmen zugeordnet und mit dem Stichtagskurs zum Ende der Berichtsperiode in die Berichtswährung des Konzerns umgerechnet. Die folgende Tabelle enthält die Wechselkurse, die für die Umrechnung der wesentlichen Währungen des Konzerns verwendet wurden:
Hochinflationsländer Argentinien wird 2018 zum ersten Mal als Hochinflationsland eingestuft. Die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen des Konzerns, deren funktionale Währung der argentinische Peso ist, wurden in Übereinstimmung mit IAS 29 in der zum Bilanzstichtag geltenden Maßeinheit angepasst. Der für die Anpassung der Jahresabschlüsse dieser Unternehmen verwendete Preisindex ist die 'homogenisierte Indexwährung, die gemäß dem Beschluss JG 539/18' der argentinischen nationalen berufsständischen Rechnungslegungsorganisation zu verwenden ist. Die jährlichen Inflationsraten lagen bei 47,65 % für 2018 und 24,80 % für 2017 (Quelle: OECD Inflationsdaten (VPI)). In den Konzernabschlüssen vorhergehender Jahre dargestellte Vergleichszahlen wurden in Übereinstimmung mit IAS 21.42(b) nicht angepasst. Für die Unternehmen, die ihre Ergebnisse in argentinischem Peso (ARS) ausweisen, werden Ertragslage, Cashflows und Finanzlage zum Kurs des Konzernabschlussstichtags in die Darstellungswährung umgerechnet. Der verwendete Wechselkurs zur Umrechnung inflationsbereinigter ARS-Beträge betrug für das Jahr 2018 ARS 43,1404 gegenüber dem Euro. Durch die Hyperinflation bedingte Anpassungen werden weiterhin bis zu der Periode durchgeführt, in der die argentinische Wirtschaft nicht mehr als hochinflationär eingestuft wird. Zu diesem Zeitpunkt werden die Anpassungen bezüglich der Hyperinflation in die Kosten nichtmonetärer Vermögenswerte und Schulden einbezogen. RechnungslegungsmethodenBemessung des beizulegenden Zeitwerts Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen oder für die Übertragung einer Verbindlichkeit gezahlt würde. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Verbindlichkeit erfolgt, entweder (a) auf dem Hauptmarkt für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit oder (b) auf dem vorteilhaftesten Markt für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit (sofern kein Hauptmarkt existiert) stattfindet. Der Konzern muss Zugang zum Hauptmarkt oder dem vorteilhaftesten Markt haben. Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit bemisst sich anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung üblicherweise zugrunde legen würden. Es wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts eines nicht-finanziellen Vermögenswerts wird die Fähigkeit des Marktteilnehmers berücksichtigt, durch die höchste und beste Verwendung des Vermögenswerts oder durch dessen Verkauf an einen anderen Marktteilnehmer, der für den Vermögenswert die höchste und beste Verwendung findet, wirtschaftlichen Nutzen zu erzeugen. Der Konzern greift auf Bewertungstechniken zurück, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht und für die ausreichend Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts verfügbar sind. Dabei wird die Verwendung maßgeblicher, beobachtbarer Inputfaktoren möglichst hoch und jene nicht beobachtbarer Inputfaktoren möglichst gering gehalten. Alle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder im Abschluss ausgewiesen wird, werden in die nachfolgend beschriebene Fair-Value-Hierarchie eingeordnet. Die Klassifizierung basiert auf dem Inputfaktor der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist.
Bei Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die auf wiederkehrender Basis zum beizulegenden Zeitwert im Abschluss erfasst werden, überprüft der Konzern am Ende jeder Berichtsperiode die Klassifizierung und nimmt gegebenenfalls entsprechende Umgruppierungen vor. ErtragsrealisierungIn 2017 wurden Umsätze erfasst, wenn die signifikanten Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an den verkauften Produkten auf den Kunden übergegangen sind, der Verkaufspreis bestimmbar war und der Erhalt der Zahlung angenommen werden konnte. Für das aktuelle Berichtsjahr werden Erlöse gemäß IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden erfasst. Umsatzerlöse entstehen aus der Bereitstellung von Produkten und der Erbringung von Dienstleistungen im Rahmen von Verträgen mit Kunden. Umsatzerlöse sollen in allen Fällen in Höhe der Gegenleistung erfasst werden, mit der das Unternehmen im Gegenzug für die Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen auf einen Kunden erwartungsgemäß rechnen kann. Sie werden erfasst, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über ein Gut oder eine Dienstleitung erlangt. Umsatzerlöse werden zum Transaktionspreis erfasst. Dieser sieht Abschläge für erwartete Rabatte und Retouren vor und schließt dem Kunden belastete Umsatzsteuern sowie sonstige im Namen Dritter eingezogene Beträge aus. Sind die im Rahmen eines Vertrags zugesagten Güter oder Dienstleistungen eigenständig abgrenzbar, werden sie als separate Leistungsverpflichtungen identifiziert und gesondert bilanziert. Springer Nature's Hauptumsatztrom aus Abonnements basiert auf dem regelmäßigen Vertrieb oder der regelmäßigen Aktualisierung eines Produktes sowie aus dem zeitlich befristeten Zugang zu gedruckten und Online-Zeitschriften, eBook-Paketen und Datenbankprodukten. Erlöse aus dem Verkauf von Abonnements werden grundsätzlich im Voraus fakturiert und systematisch über den Zeitraum des Abonnements erfasst. Dafür wird eine Vertragsverbindlichkeit in der Bilanz erfasst, um den Teil der Leistungsverpflichtung abzubilden, der noch nicht erfüllt worden ist. Die Erlöserfassung für diese Produkte erfolgt über einen Zeitraum, entweder linear - wenn die Transaktion die stetige Übertragung von Gütern und Dienstleistungen an den Kunden über einen bestimmten Zeitraum hinweg beinhaltet - oder auf Grundlage des Wertes, den der Kunde erhält, wenn die Güter und Dienstleistungen nicht stetig geliefert oder erbracht werden. Erlöse aus dem Verkauf von Produkten werden erfasst, wenn die Verfügungsgewalt über das Gut an den Kunden übergeht, der Verkaufspreis bestimmbar ist und der Erhalt der Zahlung angenommen werden kann. Erlöse aus dem Verkauf von gedruckten Büchern, Werberlösen und Erlöse aus den meisten anderen Dienstleistungen, die Springer Nature anbietet, werden erfasst, wenn die Verfügungsgewalt über das Gut an den Kunden übergeht, was gewöhnlich dem Lieferzeitpunkt des physischen Produkts entspricht bzw. wenn die Werbung veröffentlicht wird oder die Dienstleistung erbracht wurde. Die Ertragsrealisierung für diese Erlösströme basiert somit auf dem Zeitpunkt-Konzept von IFRS 15. Dies umfasst auch den Zugang zu Archivprodukten und eBook-Paketen, wenn der Inhalt bereits vollständig publiziert wurde. Für gedruckte Bücher erfolgt die Erlöserfassung abzüglich erwarteter Remittenden aufgrund historischer Erfahrungswerte. Geschäfts- oder FirmenwertDer Geschäfts- oder Firmenwert wird einer oder einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheit/en (ZGE) zugeordnet, die von diesem Unternehmenszusammenschluss voraussichtlich profitieren wird/werden. Der Geschäfts- oder Firmenwert unterliegt keiner planmäßigen Abschreibung, sondern wird bei Vorliegen von objektiven Hinweisen, mindestens aber einmal jährlich, auf Werthaltigkeit geprüft. Er wird mit seinen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Ein etwaiger Wertminderungsaufwand wird unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und nachfolgend nicht aufgeholt. Sonstige immaterielle VermögenswerteIm Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene immaterielle Vermögenswerte werden in der Bilanz mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Anderweitig erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten und abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen erfasst. Sofern die Bedingungen gemäß IAS 38 erfüllt sind, werden selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte mit ihren Entwicklungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen erfasst. Die Entwicklungskosten umfassen jegliche in der Entwicklungsphase entstandenen Kosten, die den Vermögenswerten direkt oder indirekt zuzurechnen sind. Die Entwicklungsphase beginnt mit dem Nachweis der technischen Realisierbarkeit und endet bei Fertigstellung des Vermögenswerts. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung überprüft, sofern Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte (auslösendes Ereignis). Konzerneinheitlich werden die folgenden wirtschaftlichen Nutzungsdauern angenommen:
Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens jährlich auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft. Zudem wird jährlich geprüft, ob die Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist. SachanlagenSachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Instandhaltungsaufwendungen werden aufwandswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Aufwendungen, mit denen die Nutzungsdauer eines Vermögenswerts verlängert oder seine Nutzung wesentlich verbessert wird, werden als nachträgliche Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des Vermögenswerts aktiviert. Soweit Bestandteile einer Sachanlage unterschiedliche Nutzungsdauern besitzen, werden sie als separate Sachanlagen behandelt. Sachanlageposten werden linear über ihre geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Die wirtschaftlichen Nutzungsdauern sind konzerneinheitlich die Folgenden:
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und VeräußerungsgruppenLangfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Diese Vermögenswerte werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt und als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen klassifiziert. Derartige Vermögenswerte werden nicht mehr abgeschrieben. Wertminderungen für derartige Vermögenswerte werden erfasst wenn der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten niedriger ist als der Buchwert. LeasingverhältnisseGemäß IAS 17 wurde die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, auf der Grundlage des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses des Leasingverhältnisses getroffen. Eine Vereinbarung ist oder enthält ein Leasingverhältnis, wenn die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts (oder bestimmter Vermögenswerte) abhing und die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts (oder der Vermögenswerte) überträgt, selbst wenn dieser Vermögenswert (oder diese Vermögenswerte) in einer Vereinbarung nicht ausdrücklich bestimmt ist (sind). Ein Leasingverhältnis wurde zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses als Finanzierungs- oder als Operating-Leasingverhältnis eingestuft. Ein Leasingverhältnis wurde als Finanzierungsleasing eingestuft, wenn im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Konzern übertragen werden. Bei Finanzierungsleasingverhältnissen wurden zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses ein Vermögenswert und eine Schuld angesetzt, und zwar in Höhe des zu Beginn des Leasingverhältnisses beizulegenden Zeitwerts des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. Leasingzahlungen wurden so in Finanzierungskosten und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, dass sich ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Leasingschuld ergibt. Der Zinsanteil wurde im Finanzergebnis in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Leasinggegenstände wurden über die Nutzungsdauer des Gegenstands abgeschrieben. War der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses jedoch nicht hinreichend sicher, wurde der Leasinggegenstand über den kürzeren der beiden Zeiträume aus erwarteter Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Ein Operating-Leasingverhältnis war ein Leasingverhältnis, bei dem es sich nicht um ein Finanzierungsleasing handelte. Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse wurden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als betrieblicher Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 zum 1. Januar 2018 beurteilt der Konzern bei Vertragsbeginn, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Diese Beurteilung beinhaltet die Ermessensentscheidungen, ob der Vertrag von einem bestimmten Vermögenswert abhängt, ob im Wesentlichen der gesamte wirtschaftliche Nutzen aus der Nutzung des Vermögenswerts auf den Konzern übergeht und ob der Konzern berechtigt ist, über die Nutzung des Vermögenswerts zu entscheiden. Der Konzern hat beschlossen, Leasing- und Nichtleasingkomponenten bei Fahrzeug-Leasingverträgen nicht zu trennen. Zu Beginn des Leasingverhältnisses erfasst der Konzern einen Vermögenswert für das Nutzungsrecht am Leasinggegenstand sowie eine Leasingverbindlichkeit. Das Nutzungsrecht am Leasinggegenstand wird beim erstmaligen Ansatz unter Zugrundelegung des Barwerts der Leasingzahlungen, zuzüglich anfänglicher direkter Kosten und Kosten für Verpflichtungen zur Aufarbeitung des Vermögenswertes und abzüglich aller etwaigen erhaltenen Leasinganreize, bewertet. Dabei entspricht der Abschreibungszeitraum des Nutzungsrechts am Leasinggegenstand entweder der Laufzeit des Leasingverhältnisses oder der Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswerts, wobei der jeweils kürzere Zeitraum maßgeblich ist. Das Nutzungsrecht am Leasinggegenstand wird auf Werthaltigkeit geprüft, wenn ein Anzeichen für eine Wertminderung besteht. Leasingzahlungen beinhalten im Allgemeinen feste und variable Zahlungen, die an einen Index gekoppelt sind (z. B. einen Inflationsindex). Beinhaltet das Leasingverhältnis eine Verlängerungs- oder Kaufoption, deren Ausübung der Konzern als hinreichend sicher einstuft, werden die zusätzlichen Leasingzahlungen (Verlängerungsoption) oder Kaufpreiszahlungen (Kaufoption) in die Leasingzahlungen einbezogen. Der Konzern hat beschlossen, Nutzungsrechte am Leasinggegenstand und Leasingverbindlichkeiten für sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung mit einer Gesamtlaufzeit von bis zu zwölf Monaten oder geringwertige Leasingverhältnisse nicht zu erfassen. Zahlungen für derartige Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst. Wertminderung nicht-finanzieller VermögenswerteSpringer Nature prüft für immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer zu jedem Abschlussstichtag oder bei entsprechenden Anzeichen, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer und Sachanlagen werden lediglich im Fall eines auslösenden Ereignisses auf eine mögliche Wertminderung überprüft. Sofern solche Anhaltspunkte vorliegen, wird der erzielbare Betrag für diesen Vermögenswert ermittelt. Falls es nicht möglich ist, den erzielbaren Betrag für einen einzelnen Vermögenswert zu ermitteln, wird der erzielbare Betrag für die zahlungsmittelgenerierende Einheit (ZGE) ermittelt, der dieser Vermögenswert zugeordnet ist. Der erzielbare Betrag wird für den Vermögenswert oder die ZGE als der höhere Betrag (erzielbare Betrag) aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert bestimmt. Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn der Buchwert der ZGE eines Vermögenswerts den erzielbaren Betrag übersteigt. Der Wertminderungsaufwand ist folgendermaßen zu verteilen, um den Buchwert der Vermögenswerte der Einheit (Gruppe von Einheiten) in der folgenden Reihenfolge zu vermindern: (a) zuerst den Buchwert jeglichen Geschäfts- oder Firmenwerts, der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Gruppe von Einheiten) zugeordnet ist, und (b) dann anteilig die anderen Vermögenswerte der Einheit (Gruppe von Einheiten) auf Basis der Buchwerte jedes einzelnen Vermögenswerts der Einheit (Gruppe von Einheiten). Bei der Zuordnung eines Wertminderungsaufwands wird der Buchwert eines Vermögenswerts nicht unter den höheren der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und Nutzungswert vermindert. Wenn der Grund für einen zuvor erfassten Wertminderungsaufwand nicht mehr besteht, wird der Wertminderungsaufwand bis zur Höhe der jeweiligen fortgeführten Anschaffungskosten aufgeholt; davon ausgenommen ist der Geschäfts- oder Firmenwert. In den Geschäftsjahren 2018 und 2017 wurde für zahlungsmittelgenerierende Einheiten, denen Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, der Nutzungswert als der erzielbare Betrag festgelegt. Der Nutzungswert wurde anhand der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Für die Bestimmung des Nutzungswerts der jeweiligen ZGE trifft das Management unter anderem Annahmen zu den zukünftigen Cashflows sowie zu den risikobereinigten Kapitalkosten. Diese Annahmen basieren teilweise auf internen Annahmen, die sich auf Planungen des Managements stützten, und teilweise auf Marktdaten und externen Schätzungen. Die Annahmen unterliegen Änderungen und können sich somit auf die Nutzungswerte auswirken. Für jede der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde unter Zugrundelegung aktueller Marktdaten individuell ein angemessener Diskontierungssatz ermittelt. Finanzielle VermögenswerteErstmalige Erfassung und Bewertung Finanzielle Vermögenswerte werden als im Rahmen der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC), erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVTOCI) oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertet klassifiziert. (2017: FVTPL, LAR oder AFS). Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest. Im Rahmen der Anwendung von IFRS 9 hängt die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte bei der erstmaligen Erfassung von den Eigenschaften der vertraglichen Cashflows der finanziellen Vermögenswerte und vom Geschäftsmodell des Konzerns zur Steuerung seiner finanziellen Vermögenswerte ab. Mit Ausnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die keine signifikante Finanzierungskomponente enthalten oder für die der Konzern den praktischen Behelf angewandt hat, bewertet der Konzern einen finanziellen Vermögenswert zu seinem beizulegenden Zeitwert sowie im Falle eines finanziellen Vermögenswerts, der nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, zuzüglich der Transaktionskosten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die keine signifikante Finanzierungskomponente enthalten oder für die der Konzern den praktischen Behelf angewandt hat, werden mit dem gemäß IFRS 15 ermittelten Transaktionspreis bewertet. Damit ein finanzieller Vermögenswert als zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet klassifiziert und bewertet werden kann, dürfen die Cashflows ausschließlich aus Tilgungs- und Zinszahlungen (solely payments of principal and interest - SPPI) auf den ausstehenden Kapitalbetrag bestehen. Diese Beurteilung wird als SPPI-Test bezeichnet und auf der Ebene des einzelnen Finanzinstruments durchgeführt. Folgebewertung Finanzielle Vermögenswerte gelten als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (Schuldinstrumente), wenn (a) der finanzielle Vermögenswert im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten wird, dessen Ziel das Halten der finanziellen Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme ist, und (b) sich gemäß den vertraglichen Bedingungen des finanziellen Vermögenswerts zu bestimmten Zeitpunkten Zahlungsströme ergeben, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen aus dem ausstehenden Darlehensbetrag darstellen. Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte werden in Folgeperioden unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet und sind auf mögliche Wertminderungen zu überprüfen. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn der Vermögenswert ausgebucht, modifiziert oder wertgemindert wird oder es zu einer Änderung der Cashflow-Prognosen kommt. Die Gruppe der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte enthält die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte, finanzielle Vermögenswerte, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft werden, oder finanzielle Vermögenswerte, die zwingend zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung oder des Rückkaufs in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate, einschließlich getrennt erfasster eingebetteter Derivate, werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme von Derivaten, die als Sicherungsinstrumente designiert wurden und als solche effektiv sind. Finanzielle Vermögenswerte mit Cashflows, die nicht ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen darstellen, werden unabhängig vom Geschäftsmodell als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert und entsprechend bewertet. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte werden in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wobei die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts saldiert in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Nach IAS 39 bestand die Kategorie der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte im Jahr 2017 bei Springer Nature aus Derivaten, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert waren. Der Ausweis erfolgte in der Bilanz unter den sonstigen Vermögenswerten. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte wurden in der Bilanz mit ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wobei Änderungen des beizulegenden Zeitwerts in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen Finanzaufwendungen bzw. den sonstigen Finanzerträgen erfasst wurden. Kredite und Forderungen waren finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind und weder als zu Handelszwecken gehalten noch als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert waren. Die Kategorie enthielt die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Konzerns, an Mitarbeiter gewährte Kredite sowie langfristige Kredite und sonstige kurzfristige Vermögenswerte. Nach der erstmaligen Bewertung wurden die Kredite und Forderungen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls abzüglich Wertminderungsaufwendungen, bewertet. Ausbuchung Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:
Wertminderung finanzieller Vermögenswerte Der Konzern erfasst bei allen Schuldinstrumenten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, eine Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste. Erwartete Kreditverluste werden in zwei Schritten erfasst. Für Finanzinstrumente, deren Ausfallrisiko sich seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant erhöht hat, wird eine Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Kreditverluste erfasst, die auf einem Ausfallereignis innerhalb der nächsten zwölf Monate beruhen. Für Finanzinstrumente, deren Ausfallrisiko sich seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat, hat ein Unternehmen eine Risikovorsorge in Höhe der über die Restlaufzeit erwarteten Kreditverluste zu erfassen, unabhängig davon, wann das Ausfallereignis eintritt. Wenn ein Kunde zahlungsunfähig wurde oder andere Umstände auf einen Zahlungsausfall hindeuteten, wurden die entsprechenden Forderungen sofort in voller Höhe abgeschrieben. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wendet Springer Nature eine vereinfachte Methode zur Berechnung der erwarteten Kreditverluste an und erfasst zu jedem Abschlussstichtag eine Wertberichtigung auf Grundlage der über die Gesamtlaufzeit erwarteten Kreditausfälle. Der Konzern hat eine Wertberichtigungsmatrix erstellt, die auf seiner bisherigen Erfahrung mit Kreditverlusten basiert und um zukunftsbezogene Faktoren, die für die Kreditnehmer und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen spezifisch sind, angepasst wurde. Vor dem Jahr 2018 und vor der Implementierung von IFRS 9 ermittelte der Konzern an jedem Abschlussstichtag, ob objektive Hinweise bestanden, dass eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt. Ein finanzieller Vermögenswert oder eine Gruppe von finanziellen Vermögenswerten galt dann als wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die seit dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswerts eintraten (ein eingetretener "Schadensfall"), objektive Hinweise auf eine Wertminderung Vorlagen und dieser Schadensfall eine verlässlich schätzbare Auswirkung auf die erwarteten künftigen Cashflows des finanziellen Vermögenswerts oder der Gruppe der finanziellen Vermögenswerte hatte. Hinweise auf eine Wertminderung können dann gegeben sein, wenn Anzeichen dafür vorlagen, dass der Schuldner oder eine Gruppe von Schuldnern erhebliche finanzielle Schwierigkeiten hat, bei Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen, der Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz oder eines Sanierungsverfahrens und wenn beobachtbare Daten auf eine messbare Verringerung der erwarteten künftigen Cashflows hinwiesen, wie Änderungen der wirtschaftlichen Bedingungen, die mit Ausfällen korrelieren. In Bezug auf Kredite und Forderungen wurde zunächst festgestellt, ob bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich genommen bedeutsam sind, ein objektiver Hinweis auf individuelle Wertminderung und bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich genommen nicht bedeutsam sind, ein objektiver Hinweis auf kollektive Wertminderung vorlag. Stellte der Konzern fest, dass für einen einzeln untersuchten finanziellen Vermögenswert, sei er bedeutsam oder nicht, kein objektiver Hinweis auf Wertminderung bestand, nahm er den Vermögenswert in eine Gruppe finanzieller Vermögenswerte mit vergleichbaren Kreditrisikoprofilen auf und untersuchte sie gemeinsam auf eine mögliche Wertminderung. Vermögenswerte, die einzeln auf eine mögliche Wertminderung untersucht wurden und für die eine Wertberichtigung neu bzw. weiterhin erfasst wurde, wurden nicht in eine gemeinsame Wertminderungsbeurteilung einbezogen. Bestanden objektive Anhaltspunkte dafür, dass eine Wertminderung eingetreten war, so ergab sich die Höhe des Wertminderungsaufwands als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows (mit Ausnahme erwarteter, noch nicht eingetretener Kreditausfälle). Der Barwert der erwarteten künftigen Cashflows wurde mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts abgezinst. War ein Kredit mit einem variablen Zinssatz ausgestattet, dann entsprach der zur Bewertung eines Wertminderungsaufwands verwendete Diskontierungssatz dem aktuellen effektiven Zinssatz. Finanzielle VerbindlichkeitenErstmalige Erfassung und Bewertung Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung als finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen oder als Verbindlichkeiten klassifiziert. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Verbindlichkeiten mit dem erstmaligen Ansatz fest. Alle finanziellen Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet, im Fall von Darlehen und Verbindlichkeiten abzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten. Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten, Kontokorrentkredite, Darlehen und derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert sind. Folgebewertung Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten umfassen die finanziellen Verbindlichkeiten, die bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert werden. Sie umfassen derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert sind. Gewinne oder Verluste aus der Folgebewertung werden erfolgswirksam erfasst. Nach der erstmaligen Erfassung werden verzinsliche Darlehen im Rahmen der Folgebewertung unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Verbindlichkeiten ausgebucht werden sowie im Rahmen von Amortisationen mittels der Effektivzinsmethode. Ausbuchung Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist. Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell anderen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, so wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird erfolgswirksam erfasst. Saldierung von FinanzinstrumentenFinanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden saldiert und der Nettobetrag in der Bilanz ausgewiesen, wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Rechtsanspruch besteht, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen, und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung des betreffenden Vermögenswerts die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen. Derivative FinanzinstrumenteSämtliche derivativen Finanzinstrumente werden in der Bilanz mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst. Zum Zeitpunkt des Abschlusses des dem derivativen Finanzinstrument zugrunde liegenden Vertrags wird bestimmt, ob beabsichtigt ist, das derivative Finanzinstrument als Sicherungsgeschäft zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts oder zur Absicherung von Cashflows einzusetzen. Die derivativen Finanzinstrumente der Springer Nature erfüllten nicht die formalen Voraussetzungen für eine Bilanzierung als Sicherungsgeschäfte, obwohl dies ihr wirtschaftlicher Zweck ist. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden daher in der Gewinn- und Verlustrechnung und nicht im Eigenkapital erfasst. In Basisverträge eingebettete Derivate werden separat bilanziert und zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn ihre wirtschaftlichen Merkmale und Risiken nicht eng mit denen der Basisverträge verbunden sind und die Basisverträge nicht zu Handelszwecken gehalten oder nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designiert werden. Diese eingebetteten Derivate werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam erfasst werden. VorräteVorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellkosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Herstellkosten umfassen sowohl direkt als auch indirekt zurechenbare Kosten. Bei den indirekt zurechenbaren Kosten handelt es sich im Wesentlichen um Kosten für die Generierung und Aufbereitung der Inhalte (Pre-Publishing Kosten) sowie den Druck und die Bindung. Ähnliche Vorräte werden nach dem First-in-first-out-Verfahren (FIFO) bewertet. Vorräte von konzerninternen Zulieferern werden um konzerninterne Gewinne bereinigt und zu den Herstellkosten des Konzerns angesetzt. Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteZahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Bankguthaben mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten sowie den Kassenbestand. Beträge in Fremdwährung werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Laufende und latente SteuernDer Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, sofern sie sich nicht auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital oder sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesen Fällen werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder sonstigen Ergebnis erfasst. Der laufende Steueraufwand und -ertrag wird unter Anwendung der Steuervorschriften ermittelt, die in den Ländern am Bilanzstichtag gelten, in denen Springer Nature tätig ist und ein zu versteuerndes Einkommen erwirtschaftet. Das Management beurteilt regelmäßig einzelne Steuersachverhalte dahingehend, ob in Anbetracht geltender steuerlicher Vorschriften ein Interpretationsspielraum vorhanden ist. Bei Bedarf werden Steuerrückstellungen angesetzt. Nach IAS 12 werden latente Steuern zur Berücksichtigung zukünftiger steuerlicher Folgen von temporären Differenzen zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der IFRS-Bilanz und deren steuerlicher Wertansätze sowie auf Zins- und Verlustvorträge gebildet. Dies gilt nicht für latente Steueransprüche und -schulden, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit im Rahmen eines Geschäftsvorfalls stammen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das Jahresergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst. Latente Steueransprüche in Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen werden nicht angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren oder kein ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen verwendet werden können. Latente Steuerschulden, die aus der erstmaligen Erfassung eines Geschäfts- oder Firmenwerts resultieren, werden nur dann angesetzt, wenn die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts steuerlich geltend gemacht werden kann. Latente Steueransprüche auf temporäre Differenzen und nicht genutzte Verlustvorträge werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass künftig ausreichend zu versteuerndes Einkommen zur Nutzung dieser Ansprüche verfügbar sein wird. Latente Steuern werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode voraussichtlich Gültigkeit haben, in der eine Verbindlichkeit erfüllt oder ein Vermögenswert realisiert wird. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steueransprüche gegen die tatsächlichen Steuerschulden hat und diese latenten Steuern sich auf dasselbe Steuersubjekt beziehen und von derselben Steuerbehörde erhoben werden. RückstellungenMit Ausnahme der Rückstellungen für Pensionen und andere langfristig fällige Leistungen für Arbeitnehmer, die gemäß IAS 19 berechnet werden, werden die Rückstellungen gemäß IAS 37 erfasst. Eine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn der Konzern eine gegenwärtige Verpflichtung aufgrund eines Ereignisses in der Vergangenheit gegenüber Dritten hat, der Abfluss von Ressourcen wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Die Höhe der Rückstellung entspricht dem erwarteten Erfüllungsbetrag. Langfristige Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr werden unter Zugrundelegung des entsprechenden Marktzinssatzes auf den Barwert der erwarteten Ausgaben abgezinst, die zur Erfüllung der Verpflichtung zum Abschlussstichtag erforderlich sind. Rückstellungen für Pensionen und andere langfristig fällige Leistungen für ArbeitnehmerDie Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen sowie andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer werden in der Bilanz mit dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum Abschlussstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des zurechenbaren Planvermögens angesetzt. Die leistungsorientierte Verpflichtung wird von unabhängigen Versicherungsmathematikern unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit Method) berechnet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur Verpflichtungen aus bekannten unverfallbaren Leistungen zum Abschlussstichtag erfasst, sondern auch zukünftige Erhöhungen von Pensionen und Gehältern berücksichtigt. Dabei werden verschiedene Faktoren berücksichtigt. Diese Faktoren basieren auf Annahmen und Schätzungen in Bezug auf die künftige Gehaltsentwicklung, relevante biometrische Faktoren, Zinssätze und die allgemeine Sterblichkeit. Die Bestimmung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen erfolgt durch die Abzinsung der geschätzten künftigen Mittelabflüsse mittels der Renditen erstrangiger, festverzinslicher Unternehmensanleihen, die auf dieselbe Währung wie die Leistungsauszahlungen lauten und deren Laufzeit der Fälligkeit der entsprechenden Pensionsverpflichtungen nahekommt. Neubewertungen, einschließlich versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste, die Auswirkungen der Vermögenswertobergrenze (Asset Ceiling) (ohne Berücksichtigung von Beträgen, die in den Nettozinsen auf die Nettoschuld aus leistungsorientierten Pensionsplänen enthalten sind), und der Erträge aus Planvermögen (ohne Berücksichtigung von Beträgen, die in den Nettozinsen auf die Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen enthalten sind), werden sofort in der Bilanz erfasst und in der Periode, in der sie anfallen, über das sonstige Ergebnis in die Gewinnrücklagen (debitorisch oder kreditorisch) eingestellt. Neubewertungen werden in Folgeperioden nicht in die Gewinn- oder Verlustrechnung umgegliedert. Ermessensentscheidungen, Schätzungen und AnnahmenBei der Erstellung des Konzernabschlusses gemäß IFRS werden vom Management bestimmte Annahmen und Schätzungen getroffen, die sich auf die Höhe des Buchwerts der Vermögenswerte, Rückstellungen und Verbindlichkeiten sowie auf die erfassten Erträge und Aufwendungen auswirken. Die Schätzungen und die damit zusammenhängenden Annahmen beruhen auf Vergangenheitswerten und verschiedenen anderen Faktoren, die unter den jeweiligen Umständen als angemessen erachtet werden. Die so ermittelten Werte können von den tatsächlichen Beträgen abweichen. Alle Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden laufend überprüft. Anpassungen rechnungslegungsbezogener Schätzungen werden in der Periode berücksichtigt, in der die Änderung festgestellt wird, sofern die Änderung ausschließlich diese und spätere Perioden betrifft. Annahmen und Schätzungen, die vom Management in Anwendung der IFRS vorgenommen werden und wesentliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss haben, und Schätzungen, die das Risiko möglicher Anpassungen in den folgenden Jahren bergen, werden in den entsprechenden Anhangangaben erläutert. Die zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen beziehen sich auf den Ansatz und die Bewertung von Pensionen und anderen langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer, die Bewertung von selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten, die Ermittlung von Wertminderungsaufwendungen auf immaterielle Vermögenswerte einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwerts, Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Nutzbarkeit von steuerlichen Verlustvorträgen, die Bewertung von Finanzinstrumenten, die Bestimmung von Rückstellungen und die Klassifizierung von Leasingverhältnissen. Des Weiteren wurden bei der Kaufpreisverteilung Annahmen in Bezug auf die Bewertung von immateriellen Vermögenswerten getroffen. Informationen zu Buchwerten, die mithilfe von Schätzungen bestimmt werden, finden sich in den Erläuterungen zu den jeweiligen Einzelposten. Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen und sonstige Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten zum Abschlussstichtag, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass eine wesentliche Anpassung der Buchwerte der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns erforderlich sein wird, beziehen sich auf die leistungsorientierten Pensionspläne (Anhangangabe 23), die Wertminderung nicht-finanzieller Vermögenswerte (Anhangangabe 11) und die Bewertung finanzieller Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert (Anhangangabe 30). Eine Beschreibung der relevanten Input-Parameter, die Schätzungen/Annahmen beinhalten, wird zusammen mit den jeweiligen Sensitivitätsanalysen in den zugehörigen Anhangangaben zur Verfügung gestellt. 1. Umsatzerlöse
Die Position "Umsatzerlöse" umfasste Erlöse aus Beratungsleistungen, Kongressen/Seminaren, Autorenleistungen und Custom Publishing. Die Steigerung im Jahr 2018 ist auf den Erwerb der AJE zurückzuführen, da ihre Dienstleistungserlöse in der Position "Sonstige Umsatzerlöse" einfließen. 2. Sonstige betriebliche Erträge
Der Posten "Fremdwährungsgewinne" umfasste realisierte Fremdwährungsgewinne aus unterjährigen Transaktionen sowie Gewinne aus der zum Jahresende erfolgten Bewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von Tochterunternehmen, die auf eine andere Währung als die funktionale Währung lauten. Der Posten "Übrige betriebliche Erträge" enthielt im Wesentlichen Erträge aus abgeschriebenen Forderungen, Erträge aus Vermietung sowie Erträge aus erbrachten Dienstleistungen. 2017 enthielt die Position "Übrige betriebliche Erträge" einen Betrag in Höhe von EUR 11,2 Mio. im Zusammenhang mit einer Entschädigungsvereinbarung zwischen ehemaligen und aktuellen Gesellschaftern. 3. Aktivierte EigenleistungenDie Position "Aktivierte Eigenleistungen" umfasst die aktivierten Kosten für die Entwicklung von selbsterstellter Software sowie die internen Kosten für die Erstellung von Inhalten. 4. Materialaufwand
Der Posten "Bezogene Leistungen" enthielt im Wesentlichen Kosten für Druck und Bindung sowie Vorstufen- /Satzkosten (Pre-Publishing Kosten). 5. Honorar- und LizenzaufwandDer Honorar- und Lizenzaufwand setzte sich zusammen aus festen und umsatzabhängigen Honoraren für erworbene und lizenzierte Inhalte. Dieser umfasste Zahlungen an Autoren von Büchern und Zeitschriftenartikeln sowie Zahlungen für Zeitschriften wissenschaftlicher Gesellschaften. 6. Personalaufwand
2018 belief sich die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente - FTE) auf 12.663 (2017: 12.621) bei Berücksichtigung der Mitarbeiter der erworbenen Unternehmen ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt. Die absolute Zahl der Mitarbeiter (FTE) betrug zum Jahresende 2018 12.596 (2017: 12.626). Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter pro Segment des Konzerns. Auf die in Indien angesiedelte Einheit Publishing Services, die Teil des Segments Research ist, entfielen 2018 insgesamt 4.532 der Vollzeitäquivalente (2017: 4.723).
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Der Posten "Verwaltungskosten und Gebühren" umfasste im Wesentlichen Aufwendungen für Informationstechnologie, Reisekosten sowie Honorare für Beratung. Der Posten "Fremdwährungsverluste" umfasste realisierte Fremdwährungsverluste aus unterjährigen Transaktionen sowie Verluste aus der zum Jahresende erfolgten Bewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von Tochterunternehmen, die auf eine andere Währung als die funktionale Währung lauten. Der Posten "Übrige Aufwendungen" enthielt vor allem die Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Kosten für Zeitarbeitskräfte und bezogene Dienstleistungen sowie sonstige Steuern. Aufgrund der Anwendung von IFRS 16, wonach Leasingverhältnisse nun aktiviert werden, gingen "Aufwendungen für Miete und Gebäude" 2018 im Vergleich zum Vorjahr zurück. 2017 umfassten "Aufwendungen für Miete und Gebäude" als Aufwand erfasste Leasingzahlungen in Höhe von EUR 35,8 Mio. Für die Abschlussprüfung und sonstige Dienstleistungen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young GmbH wurden folgende Honorare erfasst:
Honorare für Abschlussprüfungsleistungen beinhalteten die Prüfung der Tochterunternehmen sowie die Prüfung des Konzernabschlusses. Steuerberatungshonorare umfassten die Unterstützung bei steuerlichen Einzelfragen. Sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen umfassten u. a. die Prüfung der Einhaltung bestimmter vertraglicher Vereinbarungen sowie im Jahr 2018 Kosten in Höhe von EUR 0,6 Mio. im Zusammenhang mit der Vorbereitung eines Börsengangs an der Frankfurter Wertpapierbörse. 8. Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Abschreibungen auf Sachanlagen und Nutzungsrechte an Leasinggegenständen
In der Berichtsperiode wurde in Verbindung mit Zeitwertanpassungen, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erfasst wurden, ein Abschreibungsaufwand für immaterielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 102,6 Mio. (2017: EUR 108,2 Mio.) sowie für Sachanlagen in Höhe von EUR 0,7 Mio. (2017: EUR 0,7 Mio.) ausgewiesen. Für eine detailliertere Erläuterung des Wertminderungsaufwands wird auf Anhangangabe 11 verwiesen. In erster Linie auf Vermögenswerte aus Co-Publishing-Verträgen (EUR 57,1 Mio., 2017: EUR 59,3 Mio.) sowie im Rahmen der Aktivierung von Pre-Publishing Kosten (EUR 71,0 Mio., 2017: EUR 78,5 Mio.) verbuchte die Gesellschaft 2018 Abschreibungen in Höhe von EUR 125,3 Mio. (2017: EUR 137,8 Mio.). Auf selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte wurden Abschreibungen in Höhe von EUR 85,8 Mio. (2017: EUR 87,5 Mio.) erfasst. 9. Finanzaufwendungen und -erträgeDer Posten "Finanzaufwendungen" stellt sich wie folgt dar:
Der Posten "Zinsaufwand" setzte sich im Wesentlichen zusammen aus Zinsaufwand aus finanziellen Verbindlichkeiten, dem Zinsaufwand aus Zinssicherungsgeschäften, Zinsaufwand aus der Anwendung der Effektivzinsmethode sowie dem Nettozinsaufwand aus Pensionsverpflichtungen. Der Posten "Sonstige Finanzaufwendungen" umfasste Verluste von EUR 74,4 Mio. (2017: EUR 82,8 Mio.) aus der Bewertung von zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumenten (siehe Anhangangabe 30), Verluste in Höhe von EUR 7,8 Mio. (2017: EUR 70,1 Mio.) aus der zum Jahresende erfolgten Bewertung der finanziellen Verbindlichkeiten von Tochterunternehmen, die auf eine andere Währung als die funktionale Währung lauten, realisierte Fremdwährungsverluste aus unterjährigen Finanzierungstransaktionen in Höhe von EUR 16,2 Mio. (2017: EUR 0,5 Mio.), Verluste aus der Marktbewertung der Finanzderivate des Konzerns in Höhe von EUR 23,2 Mio. (2017: EUR 2,2 Mio.), sonstige Finanzierungskosten in Höhe von EUR 4,3 Mio. (2017: EUR 9,5 Mio.). Der Posten "Finanzerträge" stellt sich wie folgt dar:
Der Posten "Zinserträge" umfasste hauptsächlich Zinserträge aus der Anlage liquider Mittel, Erträge aus Darlehensforderungen und sonstige Zinserträge. Der Posten "Sonstige Finanzerträge" beinhaltete Gewinne in Höhe von EUR 13,4 Mio. (2017: EUR 65,1 Mio.) aus der zum Jahresende erfolgten Bewertung der finanziellen Verbindlichkeiten von Tochterunternehmen, die auf eine andere Währung als die funktionale Währung des jeweiligen Tochterunternehmens lauten, Gewinne aus der Marktbewertung der Finanzderivate des Konzerns in Höhe von EUR 11,5 Mio. (2017: EUR 96,7 Mio.) sowie realisierte Fremdwährungsgewinne aus unterjährigen konzerninternen Finanzierungstransaktionen in Höhe von EUR 0,5 Mio. (2017: EUR 37,9 Mio.). Im Jahr 2018 enthielt der Posten "Sonstige Finanzerträge" Gewinne in Höhe von EUR 160,8 Mio. infolge der geänderten Annahme für das Rückzahlungsdatum der Senior-Darlehen sowie des GvH-Darlehens von, wie bisher angenommen, Mitte 2018 auf Mitte 2020. Eine Zusatzvereinbarung zum GvH-Darlehen in der unter bestimmten Voraussetzungen, bei einer vorzeitigen Tilgung, vertraglich festgelegte Rückzahlungsbeträge geregelt wurden, führte zu einem Ertrag von EUR 4,6 Mio. aus der daraus resultierenden Modifikation. 10. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, unterteilt in laufende und latente Steuern, setzten sich wie folgt zusammen:
Die latenten Steuern setzten sich wie folgt zusammen:
Zur Überleitung zwischen den erwarteten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und den tatsächlich erfassten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurde - wie im Vorjahr - der zusammengefasste deutsche Ertragsteuersatz in Höhe von 30,2% (bestehend aus 15,8% Körperschaftsteuer und 14,4% Gewerbesteuer) zugrunde gelegt. Die Überleitung ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
Im Jahr 2018 wurden latente Steuern in Höhe von EUR 24,4 Mio. (2017: EUR 26,2 Mio.) direkt im sonstigen Ergebnis/in der Gewinnrücklage erfasst. Der Betrag bezog sich auf Pensionsrückstellungen, Unternehmenserwerbe und Effekte aus der Umrechnung der Steuerpositionen von Tochterunternehmen mit einer anderen funktionalen Währung als EUR sowie die Auswirkungen der Anwendung von IFRS 9 und IFRS 16. Die Änderungen steuerlicher Verlustvorträge beinhalten EUR 23,4 Mio. (2017: EUR 31,8 Mio.) aus einem Anstieg der steuerlichen Zinsvorträge in Deutschland, für die in der laufenden Berichtsperiode keine latenten Steueransprüche erfasst wurden. Latente Steueransprüche für temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge wurden in der Höhe erfasst, in der latente Steuerschulden vorhanden sind, die sich auf dasselbe Steuersubjekt beziehen und von derselben Steuerbehörde erhoben werden. Der Betrag, um den die latenten Steueransprüche die latenten Steuerschulden überstiegen, wurde nur bilanziert, wenn er mit künftigen zu versteuernden Ergebnissen verrechenbar ist. Die Bewertung basierte auf einem mittelfristigen Plan, der für jedes Land separat erstellt wurde. Die latenten Steueransprüche und latenten Steuerschulden ergaben sich aus folgenden Positionen:
Ein Betrag in der Position "Verlustvorträge" in Höhe von EUR 92,6 Mio. (2017: EUR 69,2 Mio.) bezieht sich auf den steuerlichen Zinsvortrag in Deutschland, für den keine Ansprüche aus latenten Steuern erfasst wurden, da der Zinsvortrag unter der jetzigen Konzernfinanzierungsstruktur als nicht verwertbar gilt. 11. Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle VermögenswerteGeschäfts- oder Firmenwert
Der Geschäfts- oder Firmenwert resultierte in erster Linie aus dem Erwerb von Springer im Geschäftsjahr 2013. Aus dem Erwerb der MSE resultierte 2015 ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 60,5 Mio. Mehrere Unternehmenserwerbe trugen im Geschäftsjahr 2018 EUR 26,1 Mio. (2017: EUR 2,3 Mio.) zum Geschäfts- oder Firmenwert bei, darin eingeschlossen EUR 14,5 Mio. aus dem Erwerb von AJE und EUR 9,3 Mio. aus dem Erwerb von WISO. Sonstige immaterielle Vermögenswerte Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Position "Sonstige immaterielle Vermögenswerte":
Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte wurden in erster Linie in Verbindung mit der Kaufpreisverteilung nach dem Erwerb von Springer 2013 und dem Zusammenschluss von Springer Nature 2015 identifiziert, bewertet und erfasst. Die folgende Tabelle stellt die Brutto- und Buchwerte der sonstigen immateriellen Vermögenswerte dar:
Der Posten "Veröffentlichungsrechte" umfasste Rechte an wissenschaftlichen Zeitschriften und Fachzeitschriften. Der Posten "Kundenbeziehungen/Abonnements" enthielt gewachsene Kundenbeziehungen im Zeitschriften- und Buchgeschäft. Der Posten "Co-Publishing-Rechte" umfasste Veröffentlichungsrechte, die sich aus Exklusivverträgen mit wissenschaftlichen Gesellschaften über die Herausgabe und/oder den Vertrieb von wissenschaftlichen Zeitschriften weltweit, in einem bestimmten Land oder einer Region ergeben. Der Posten "Marken" umfasste u.a. den Buchwert der Marke "Springer" in Höhe von EUR 599,2 Mio. (2017: EUR 599,2 Mio.), der Marke "Nature" in Höhe von EUR 185,2 Mio. (2017: EUR 186,7 Mio.) und der Marke "Estrada" in Höhe von EUR 3,0 Mio. (2017: EUR 2,0 Mio.) sowie die exklusiven Nutzungsrechte an der Marke "Macmillan" in Höhe von EUR 65,3 Mio. (2017: EUR 65,9 Mio.), die alle eine unbestimmte Nutzungsdauer aufweisen. Der Posten "Veröffentlichungsrechte" enthielt insbesondere den Buchwert in Höhe von EUR 74,4 Mio. (2017: EUR 73,3 Mio.) für das Titelrecht an "Nature", das ebenfalls eine unbestimmte Nutzungsdauer aufweist. Werthaltigkeitstest des Geschäfts- oder Firmenwerts und der sonstigen immateriellen Vermögenswerte Infolge der Entscheidung, einige Geschäftsbereiche zu veräußern, wurden zum 31. Dezember 2018 zugehörige Vermögenswerte (einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 27,6 Mio.) und Schulden als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden und Veräußerungsgruppen klassifiziert; sie fallen daher in den Anwendungsbereich von IFRS 5 (siehe Anhangangabe 21). Im Geschäftsjahr 2018 belief sich die Zahl der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGEs) auf 8 (2017: 8). Die Verteilung des Buchwerts des Geschäfts- oder Firmenwerts und der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer auf die einzelnen ZGEs gestaltet sich wie in den folgenden Tabellen dargestellt.
Springer Nature hat im Rahmen der Überprüfungen auf Werthaltigkeit der beiden größten ZGEs die folgenden wesentlichen Annahmen zugrunde gelegt:
Die Prüfung der Werthaltigkeit ist sensitiv in Bezug auf Änderungen der zugrunde liegenden Annahmen, insbesondere der jährlichen Wachstumsraten des freien Cashflow und der Diskontierungssätze. Die Cashflow-Planung für alle ZGEs wurde aus dem aktuellen Budget des Konzerns und der strategischen Mittelfristplanung abgeleitet und deckt einen Zeitraum von fünf Jahren ab. ZGE Research Publishing Der auf dem Nutzungswert basierende erzielbare Betrag der ZGE belief sich zum 31. Dezember 2018 auf EUR 5.382,1 Mio. (2017: EUR 4.441,4 Mio.). Der erzielbare Betrag überstieg den Buchwert der ZGE um EUR 1.534,4 Mio. (2017: EUR 776,8 Mio.). Der Unterschiedsbetrag erhöhte sich aufgrund eines Rückgangs der WAAC und einer Erhöhung des prognostizierten freien Cashflows. Die Berechnung des Nutzungswerts erfolgte auf Grundlage der aktuellen Mittelfristplanung des Konzerns. Für die ZGE Research Publishing beruht diese auf Annahmen in Übereinstimmung mit allgemeinen Erwartungen an den Markt/die Branche und berücksichtigt die individuelle Position von Springer Nature in den einschlägigen Segmenten des Markts für STM und akademische Verlagsaktivitäten. Angesichts der starken Position in den Bereichen hochwertige/einflussreiche Zeitschriften, Open Access und des wachsenden Segments der Dienstleistungen für Forscher werden die Verlagstätigkeiten von Springer Nature im Bereich Research voraussichtlich auch weiterhin schneller wachsen als der Markt. Das Wachstum wird sich in erster Linie aus der weiteren Steigerung des Artikel-Outputs, dem steigenden Anteil hochwertiger/stark genutzter Buchveröffentlichungen, der Markteinführung neuer Zeitschriften, moderaten Preiserhöhungen, der Aufrechterhaltung des Marktanteils am wachsenden Open Access-Markt sowie dem zusätzlichen Angebot an Dienstleistungen für Autoren und Forscher ergeben. In Kombination mit einer schrittweisen Verbesserung der Profitabilität, hauptsächlich aufgrund von Kosten- und Effizienzmaßnahmen, sowie stabilen Investitionsausgaben (CapEx) und Investitionen in Inhalte führt dies in den Jahren 2019 bis 2023 zu einem Wachstum des freien Cashflows im mittleren einstelligen Bereich. Der Überschuss zwischen erzielbarem Betrag und Buchwert der ZGE hätte sich bei einer Erhöhung des Diskontierungssatzes um 214 Basispunkte auf null reduziert (2017: 122 Basispunkte). Eine Verringerung der jährlichen mittelfristigen Wachstumsrate um 539 Basispunkte hätte den Überschuss ebenfalls auf null reduziert (2017: 307 Basispunkte). Im Falle einer kombinierten Variation der Bewertungsannahmen hätte sich der Überschuss bei einer Erhöhung des Diskontierungssatzes um 50 Basispunkte und einer gleichzeitigen Reduzierung der jährlichen mittelfristigen Wachstumsrate des Free Cashflow um 194 Basispunkte auf null reduziert (2017: Erhöhung des Diskontierungssatzes um 50 Basispunkte und Reduzierung der jährlichen mittelfristigen Wachstumsrate um 178 Basispunkte). ZGE Language Learning & Schools Die ZGE Language Learning & Schools gehört zum Segment Education. Der auf dem Nutzungswert basierende erzielbare Betrag dieser ZGE belief sich auf EUR 191,6 Mio. zum 31. Dezember 2018. Der erzielbare Betrag überstieg den Buchwert der ZGE um EUR 1,1 Mio. Die Berechnung des Nutzungswerts erfolgte auf Grundlage der aktuellen Mittelfristplanung des Konzerns. Diese geht für die Jahre 2019 bis 2023 für die ZGE Language Learning & Schools von einem Wachstum der freien Cashflows im einstelligen Bereich aus. Diese Entwicklung wird von einem moderaten Umsatzwachstum getrieben und führt zu einer Verbesserung der Profitabilität und stabilen Investitionen. Die Prüfung der Wertminderung ist sensitiv in Bezug auf Änderungen der grundlegenden Annahmen, insbesondere der jährlichen Wachstumsraten des Free Cashflows un der Diskontierungssätze. Der Überschuss zwischen erzielbarem Betrag und Buchwert der ZGE hätte sich bei einer Erhöhung des Diskontierungssatzes um 6 Basispunkte auf Null reduziert. Eine Verringerung der jährlichen mittelfristigen Wachstumsrate des Free Cashflows um 4 Basispunkte hätte den Überschuss ebenfalls auf Null reduziert. In 2017 ergab sich einen Wertminderungsbedarf, woraufhin ein entsprechender Wertminderungsaufwand erfasst wurde. Der Buchwert in Höhe von EUR 239,5 Mio. überstieg den erzielbaren Betrag (EUR 140,4 Mio.) der ZGE um EUR 99,1 Mio. Der Wertminderungsaufwand wurde in Höhe von EUR 15,2 Mio. dem Geschäfts- oder Firmenwert sowie in Höhe von EUR 78,7 Mio. dem exklusiven Nutzungsrecht der Marke "Macmillan" zugeordnet. Ein Betrag in Höhe von EUR 5,2 Mio. wurde den sonstigen immateriellen Vermögenswerten innerhalb der ZGE zugeordnet. 12. SachanlagenDie folgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Sachanlagevermögens in der Berichtsperiode sowie im Vorjahr:
13. Nutzungsrechte an Leasinggegenständen und LeasingverbindlichkeitenDie folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Nutzungsrechte an Leasinggegenständen in der Berichtsperiode:
Die langfristigen und kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten gliedern sich in folgende verschiedene Leasingkategorien:
Die Finanzaufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung beinhalten Zinsen in Höhe von EUR 8,6 Mio. im Zusammenhang mit Leasingverbindlichkeiten. Die Gewinn- und Verlustrechnung 2018 umfasste Leasingaufwendungen in Höhe von EUR 1,3 Mio. für kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse. 14. Anteile an assoziierten UnternehmenDer Konzern hält Beteiligungen an mehreren assoziierten Unternehmen. Diese Beteiligungen sind für sich genommen jeweils nicht wesentlich und in Anhangangabe 36 aufgeführt. Die zusammenfassenden Finanzinformationen sind in der nachstehenden Tabelle dargestellt und wurden nicht entsprechend der Beteiligungsquote von Springer Nature angepasst.
Der Posten "Anteile an assoziierten Unternehmen" stellte sich wie folgt dar:
Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden für den entsprechenden Zwölfmonatszeitraum nach der Equity-Methode ausgewiesen. Bei einem Erwerb von Anteilen an assoziierten Unternehmen im Geschäftsjahresverlauf würden die entsprechenden Erträge und Aufwendungen nur für den Zeitraum zwischen Erwerbszeitpunkt und Jahresende im Abschluss berücksichtigt.
Der Posten "Erträge aus assoziierten Unternehmen" stellte sich wie folgt dar:
15. Finanzielle Vermögenswerte
Die Position "Finanzielle Vermögenswerte" entwickelte sich wie folgt:
16. Sonstige langfristige Vermögenswerte
Der Posten "Pensionsvermögen" enthält das Nettopensionsvermögen sowie das Pensionsvermögen, das die Voraussetzungen für Planvermögen nach IAS 19 nicht erfüllt. 17. VorräteDer Gesamtbuchwert der Vorräte stellt sich wie folgt dar:
18. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie folgende Tabelle vermittelt einen Überblick über die erwarteten Kreditverluste, die sich im Zuge der Anwendung von IFRS 9 aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergibt:
Wenn ein Kunde zahlungsunfähig wurde oder andere Umstände auf einen Zahlungsausfall hindeuteten, wurden die entsprechenden Forderungen sofort in voller Höhe abgeschrieben. Die folgende Tabelle zeigt die Veränderung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
Die Anpassung in Höhe von EUR 17,1 Mio. bezieht sich auf alte Forderungen, für die in der Vergangenheit Wertberichtigungen in voller Höhe gebildet wurden, die aber nicht abgeschrieben wurden und die in den Vorjahren auf Nettobasis ausgewiesen wurden. Dies wurde im Rahmen der Datensichtung bei der Anwendung von IFRS 9 festgestellt. Daher wurde die Darstellung so angepasst, dass sie auf Bruttobasis ausgewiesen werden. 19. Sonstige kurzfristige VermögenswerteDer Posten "Sonstige kurzfristige Vermögenswerte" setzte sich wie folgt zusammen:
Mit Ausnahme der Rechnungsabgrenzungsposten, den Anzahlungen für Honorare und Lizenzen, den Umsatzsteuerforderungen und einem Teil der sonstigen Forderungen handelt es sich bei den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten um finanzielle Vermögenswerte. 20. Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzten sich zusammen aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten. 21. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte sowie Vermögenswerte aus VeräußerungsgruppenAm 20. Dezember 2018 kündigte der Konzern an, sein in Deutschland ansässiges Tochterunternehmen InfoChem GmbH zu verkaufen. Daher wurden die zugehörigen Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss 2018 als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen. Das Tochterunternehmen wurde zu Beginn des Jahres 2019 verkauft. Es wird erwartet, dass der Verkauf zum Ende des ersten Quartals 2019 abgeschlossen ist. Außerdem beschloss das Management gegen Ende 2018, das in Indien ansässige Geschäft für Vorstufenleistungen (Pre-Publishing) des Konzerns zu veräußern und leitete die aktive Suche nach einem Käufer ein. Zugehörige Vermögenswerte, einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert, und Schulden wurden im Jahresabschluss als zur Veräußerung gehalten klassifiziert. Das Management geht davon aus, dass dieser Verkauf im Laufe des Jahres 2019 stattfinden wird. Beide Geschäftsbereiche gehören zum Segment Research. Ferner beschloss das Management im Geschäftsjahr 2018, einige Verlagsaktivitäten im Education-Bereich in Australien zu verkaufen. Zugehörige Vermögenswerte und Schulden wurden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert. Erste Verhandlungen mit möglichen Käufern fanden Anfang des Jahres 2019 statt, und das Management geht davon aus, dass diese Transaktion bis zum Ende des zweiten Quartals 2019 abgeschlossen sein wird. 22. EigenkapitalGezeichnetes Kapital Zum 31. Dezember 2018 belief sich das gezeichnete Kapital auf EUR 190,0 Mio. (31.12.2017: EUR 0,1 Mio.). Die Erhöhung im Jahr 2018 resultierte aus einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln in Höhe von EUR 189,9 Mio. Die Mittel wurden aus der Kapitalrücklage in das gezeichnete Kapital umgegliedert. Kapitalrücklage Zum 31. Dezember 2018 beinhaltete die Kapitalrücklage hauptsächlich Einlagen der Gesellschafter in Höhe von EUR 578,7 Mio. (31.12.2017: EUR 748,7 Mio.). Ein Betrag in Höhe von EUR 20,0 Mio. wurde der Kapitalrücklage zugeführt, da die Gesellschafter ihre Ansprüche aus der beschlossenen Gewinnausschüttung für das Geschäftsjahr 2017 in die Kapitalrücklage eingelegt haben. Gewinnrücklagen/kumuliertes übriges Eigenkapital Das kumulierte übrige Eigenkapital enthält versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsverpflichtungen abzüglich der darauf entfallenden latenten Steuereffekte sowie Währungsumrechnungsergebnisse. 23. Rückstellungen für Pensionen und andere langfristig fällige Leistungen für ArbeitnehmerDer Posten "Rückstellungen für Pensionen und andere langfristig fällige Leistungen für Arbeitnehmer" setzte sich wie folgt zusammen:
Pensionen Springer Nature hat verschiedene Arten von Pensionsplänen für derzeitige und ehemalige Mitarbeiter sowie, sofern zutreffend, deren Hinterbliebene aufgelegt. Die Leistungen der Pläne sind von der rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Situation des jeweiligen Landes abhängig. Zu den Pensionsplänen gehören sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pläne. Die leistungsorientierten Pläne werden entweder über externe Fonds oder eine Rückdeckungsversicherung finanziert (beides Planvermögen) oder sind nicht fondsbasiert. Für die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden Rückstellungen gebildet, die im Posten "Rückstellung für Pensionsverpflichtungen" ausgewiesen sind. Die größten leistungsorientierten Pensionspläne von Springer Nature bestehen in Großbritannien, Deutschland und in den USA. Die Zahl der Planteilnehmer entwickelte sich wie folgt:
In Großbritannien bieten verschiedene leistungsorientierte Pensionspläne den Planteilnehmern unterschiedliche Leistungen. Diese für Neueintritte geschlossenen Pensionspläne werden über Planvermögen finanziert. Der Pensionsplan mit den höchsten Verpflichtungen ist ein fondsbasierter Hybridplan, der eine Endgehaltskomponente und eine Durchschnittsgehaltskomponente enthält. Im Rahmen der Endgehaltskomponente werden keine weiteren Ansprüche mehr erworben, mit Ausnahme einer geringen Anzahl von Planteilnehmern, die die Verknüpfung mit ihrem Endgehalt beibehalten. Die Durchschnittsgehaltskomponente wurde 2010 in den Plan aufgenommen, und es gibt eine geringe Anzahl aktiver Planteilnehmer, die noch Ansprüche erwerben. Im Geschäftsjahresverlauf 2013 wurde für den größten Pensionsplan in Großbritannien eine Finanzierungsstruktur vereinbart, die durch eine Immobilie und ein Darlehen gesichert ist. Verschiedene leistungsorientierte Pensionspläne in Deutschland sind ebenfalls für Neueintritte geschlossen. Die Endgehaltspläne, bei denen die Leistungen auf dem pensionsfähigen Gehalt und der Anzahl der Dienstjahre basieren, und ein beitragsorientierter Plan, bei dem jährliche Beitragszahlungen mithilfe versicherungsmathematischer Faktoren in Leistungen umgewandelt werden, stellen die größten Pläne in Deutschland dar. Die Pensionspläne sind nicht über Planvermögen finanziert und sehen Rentenzahlungen bei Erreichen des Rentenalters, bei Erwerbsunfähigkeit oder im Todesfall vor. Die beiden leistungsorientierten Pläne in den USA sind für Neueintritte geschlossen. Seit 2010 sind beide Pensionspläne eingefroren, und es werden keine Ansprüche mehr erdient. Die Pensionsleistungen werden auf Basis der Dienstjahre und der durchschnittlichen Jahresvergütung berechnet. Bei Plänen, die über Planvermögen finanziert werden, stellt der Konzern sicher, dass die Anlagen so gesteuert werden, dass die langfristigen Kapitalanlagen an den Verpflichtungen aus den Pensionsplänen ausgerichtet sind (Asset-Liability-Matching-Strategie). Ziel ist es, Planvermögen und Leistungsauszahlungen im Hinblick auf Rendite, Fälligkeit und Währung aufeinander abzustimmen. Die Kapitalanlagen werden breit gestreut, damit der Verlust einer Kapitalanlage keine wesentliche Auswirkung auf das Gesamtvermögen hat. Zum 31. Dezember 2018 und 2017 stellten sich die leistungsorientierten Verpflichtungen, der beizulegende Zeitwert des Planvermögens und die Nettopensionsverpflichtungen nach Ländern wie folgt dar:
Die Nettopensionsverpflichtungen für Großbritannien gingen von EUR 85,1 Mio. auf EUR 45,6 Mio. zurück. Dieser Rückgang war begründet durch einen Anstieg des Planvermögens, einen durch höhere Diskontierungssätze ausgelösten Rückgang der leistungsorientierten Verpflichtungen sowie eine Wechselkursänderung zum Jahresende. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der leistungsorientierten Verpflichtung für 2018 und 2017:
Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Planvermögens für 2018 und 2017:
Die Portfoliostruktur des Planvermögens stellte sich zum 31. Dezember 2018 und 2017 wie folgt dar:
Die geschätzten Zahlungen für 2019 und die Zahlungen für 2018 stellen sich wie folgt dar:
Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung von Springer Nature betrug zum Abschlussstichtag 17 Jahre (2017: 17 Jahre). Rückstellungen für andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer Neben Pensionsleistungen bietet Springer Nature auf freiwilliger Basis oder aufgrund von gesetzlichen bzw. vertraglichen Regelungen auch noch bestimmte andere Leistungen für seine Arbeitnehmer in verschiedenen Ländern an. Diese Leistungen an Arbeitnehmer werden unter dem Posten "Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer" zusammengefasst. Abfindungszahlungen werden geleistet, wenn Mitarbeiter aus der Gesellschaft ausscheiden, und basieren auf gesetzlichen Verpflichtungen. Die Verpflichtungen für Abfindungszahlungen der Springer Nature beziehen sich insbesondere auf Österreich, Frankreich, Italien, Indien und Mexiko. Springer Nature zahlt seinen Mitarbeitern Boni für Dienstjubiläen. Diese Verpflichtungen werden als Jubiläumszahlungen ausgewiesen. Mitarbeiter in Deutschland, die ein Alter von mindestens 55 Jahren erreicht haben und über einen unbefristeten Arbeitsvertrag bei der Gesellschaft verfügen, erfüllen die Voraussetzungen für Altersteilzeit. Die Altersteilzeitphase dauert zwei bis fünf Jahre. Rückstellungen für andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer werden genauso erfasst wie leistungsorientierte Pläne, jedoch werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste nicht erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis sondern erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst. Zum 31. Dezember 2018 und 2017 stellten sich die leistungsorientierten Verpflichtungen, der beizulegende Zeitwert des Planvermögens und die Nettoverpflichtungen für die anderen langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer wie folgt dar:
Versicherungsmathematische Annahmen Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen erfolgte gemäß IAS 19 anhand versicherungsmathematischer Modelle und dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Die Höhe der Rückstellungen ist von der Dienstzeit der Mitarbeiter sowie deren pensionsfähigem Gehalt abhängig, während die Modelle künftige Lohn- und Gehalts- sowie Rentensteigerungen, biometrische Parameter und geltende langfristige Kapitalmarktzinssätze berücksichtigen. Der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Zinsaufwand wurde durch Anwendung des gleichen langfristigen Kapitalmarktzinssatzes auf die Nettoverbindlichkeit ermittelt. Die folgenden Tabellen fassen die versicherungsmathematischen Annahmen zusammen, die zur Ermittlung der wesentlichen leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen herangezogen wurden:
Springer Nature hat seinen Berechnungen die folgenden Richttafeln zugrunde gelegt: Bei der Bewertung 31.12.2018 verwendete Richttafeln
Bei der Bewertung 31.12.2017 verwendete Richttafeln
Sensitivitätsanalyse für Pensionsleistungen Ein Anstieg oder Rückgang einer der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen hätte den Barwert der Pensionsverpflichtung zum 31. Dezember 2018 und 2017 wie folgt geändert:
Bei der Durchführung der oben dargestellten Sensitivitätsanalysen wurde jeweils ein Parameter geändert, während alle anderen Parameter konstant blieben. In der Praxis ist ein solcher Fall unwahrscheinlich, da auch Abhängigkeiten zwischen den Annahmen bestehen können. Bei der Berechnung der Abhängigkeit (Sensitivität) leistungsorientierter Verpflichtungen von wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen wurde dieselbe Methode angewandt wie bei der Berechnung der in der Bilanz erfassten Pensionsverpflichtungen. Beitragsorientierte Pläne und staatliche Pläne Bei den beitragsorientierten Pensionsplänen leistet der Konzern auf gesetzlicher, vertraglicher oder freiwilliger Basis Zahlungen in eine externe Anlage oder eine sonstige Unterstützungskasse. Hat der Konzern die fälligen Beiträge eingezahlt, besteht keine Verpflichtung zu darüber hinausgehenden Leistungen. Aus diesem Grund wurde keine Rückstellung in der Konzernbilanz gebildet. Für beitragsorientierte Pläne ist in der Berichtsperiode ein Aufwand in Höhe von EUR 15,6 Mio. (2017: EUR 14,9 Mio.) angefallen. 24. Verzinsliche DarlehenDie Finanzierung des Konzerns besteht unter anderem aus erstrangig besicherten Darlehen (im Folgenden auch "Senior-Darlehen"), einer Working Capital-Fazilität (im Folgenden auch "revolvierende Kreditlinie" oder "RCF") sowie sonstigen Quellen. Darlehensgeber sind zum größten Teil institutionelle Investoren. Bei den Senior-Darlehen und der revolvierenden Kreditlinie handelt es sich um Konsortialkredite, wobei die Kreditgeber und Springer Nature durch entsprechend ausgestaltete Kredit- und Gläubigervereinbarungen vertraglich gebunden sind. Der Konzern hat 2018 eine Umfinanzierung zur Verbesserung der Kapitalstruktur vorgenommen. Im Rahmen der im November stattfindenden Transaktion wurden USD 309,4 Mio. der Darlehen von der USD- auf die EUR-Tranche übertragen und die Tranche B12 durch die Tranche B14 ersetzt. Die Zins-Floors (EUR-Darlehen 0,5%, USD-Darlehen 1,0%), die Margen (EUR-Darlehen 3,25%, USD-Darlehen 3,50%) sowie die Fälligkeiten (August 2022) dieser Darlehenstranchen blieben unverändert. Infolge der Verschiebung des Rückzahlungsdatums der Senior-Darlehen von, wie bisher angenommen, Mitte 2018 auf Mitte 2020 ergab sich infolge der Schätzungsänderung eine Neuberechnung der Buchwerte der finanziellen Verbindlichkeit. Dies führte zu einem Rückgang der Buchwerte der Schulden und einem Gewinn in Höhe von EUR 150,7 Mio., der in das Finanzergebnis des Konzerns einbezogen wurde. Die Veränderungen der Kreditlinien können wie folgt zusammengefasst werden (siehe Tabelle).
* Tranchen der Senior-Darlehen
Die Margen auf die Tranchen der Senior-Darlehen reduzieren sich graduell weiter, wenn der Verschuldungsgrad sinkt. 2018 blieben die Margen der befristeten EUR- und USD-Tranchen unverändert auf dem niedrigstmöglichen Stand von 3,25% bzw. 3,50%. Die Marge der revolvierenden Kreditlinie blieb ebenfalls unverändert bei 3,25% und wird sich weiter auf 3,00% verringern, falls der Verschuldungsgrad unter 4,5 fällt. Sämtlichen Senior-Darlehen, mit Ausnahme der revolvierenden Kreditlinie, liegt als Basiszins das Maximum aus EURIBOR und 0,50% (Floor) bzw. LIBOR und 1,00% (Floor) zugrunde. Springer Nature hat ein Wahlrecht bezüglich der Zinsperioden. Diese können ein, drei, sechs oder bei Zustimmung durch die kreditgebenden Institute auch zwölf Monate betragen. Zinszahlungen finden regelmäßig am Ende der Zinsperiode statt, mindestens jedoch alle drei Monate und zu jedem Tilgungszeitpunkt im Falle der Senior-Darlehen. Zum Ende eines Kalenderquartals sind bei den Tranchen B14 und B13 Tilgungen von jeweils EUR 5,5 Mio. und USD 3,7 Mio. fällig. Abhängig von der Cashflow-Entwicklung des Unternehmens im vorangegangenen Jahr besteht für einen bestimmten Anteil des überschüssigen Cashflows eine obligatorische Rückzahlungsverpflichtung, die an den Verschuldungsgrad zum Jahresende geknüpft ist. Neben den Senior-Darlehen finanziert sich der Konzern unter anderem durch ein Gesellschafterdarlehen der Springer Science+Business Media GP Acquisition S.C.A. (BCP-Gesellschafterdarlehen). Das BCP-Gesellschafterdarlehen ist nominal mit 10,23% verzinst. Zum 31. Dezember 2018 bestand das Darlehen aus zwei Tranchen in Höhe von EUR 312,7 Mio. (31.12.2017: EUR 312,7 Mio.) und EUR 33,4 Mio. (31.12.2017: EUR 33,4 Mio.), mit einer Laufzeit bis August 2022. Der beizulegende Zeitwert des BCP-Gesellschafterdarlehens wurde unter Anwendung der Discounted Cashflow-Methode ermittelt. Die Bewertung erfordert bestimmte Annahmen des Managements bezüglich der Inputfaktoren des Modells, insbesondere dem anzuwendenden Diskontierungssatz (31.12.2018: 7,7%, 31.12.2017: 9,4%). Die Cashflows leiten sich aus den vertraglichen Ansprüchen und der Annahme einer voraussichtlichen Laufzeit der Darlehen von ursprünglich fünf Jahren ab. Zum 31. Dezember 2018 belief sich der beizulegende Zeitwert auf EUR 474,7 Mio. (31.12.2017: EUR 440,5 Mio.). Sofern das Recht zum Umtausch des BCP-Gesellschafterdarlehens gegen Eigenkapitalinstrumente der Gesellschaft ausgeübt wird, ergeben sich für Springer Nature keine Zahlungsverpflichtungen aus dem Gesellschafterdarlehen. Darüber hinaus wurden am 5. Mai 2015 im Zuge des Unternehmenszusammenschlusses von ehemals Springer/MSE Vorzugsanteile (im Folgenden: Shareholder Loan Instruments) an der Springer SBM One GmbH an die GvH Vermögensverwaltungsgesellschaft XXXIII mbH, ein Tochterunternehmen der Holtzbrinck Publishing Group, in Höhe von EUR 407,2 Mio. ausgegeben (Buchwert zum Jahresende 2018: EUR 402,9 Mio.). Die Verwendung der Shareholder Loan Instruments wurde durch vertragliche Verpflichtungen eingeschränkt, um sie wirtschaftlich äquivalent zum BCP-Gesellschafterdarlehen auszugestalten. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die GvH Vermögensverwaltungsgesellschaft XXXIII mbH die Shareholder Loan Instruments der Gesellschaft zum Umtausch gegen eigene Eigenkapitalinstrumente der Gesellschaft andienen. Diese mit diesem Andienungsrecht auf Ebene der Springer Nature AG & Co. KGaA verbundene Verpflichtung ist im Konzernabschluss des Unternehmens als Fremdkapital erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Der beizulegende Zeitwert der Shareholder Loan Instruments wurde unter Anwendung der Discounted Cashflow-Methode ermittelt. Die Bewertung erfordert bestimmte Annahmen des Managements bezüglich der Inputfaktoren des Modells, insbesondere der Auslegung von vertraglichen Vereinbarungen sowie dem anzuwendenden Diskontierungssatz. Die Cashflows leiten sich aus den vertraglichen Rechten der Shareholder Loan Instruments ab, welche mit dem jeweiligen Marktzins für dieses Instrument diskontiert werden. Der verwendete Diskontierungszinssatz beträgt 7,7% (31.12.2017: 9,4%). Zum 31. Dezember 2018 belief sich der beizulegende Zeitwert auf EUR 551,8 Mio. (31.12.2017: EUR 511,6 Mio.). Für die Shareholder Loan Instruments besteht keine vertragliche Verpflichtung zur Rückzahlung der Instrumente. Ein Anstieg des Diskontierungszinssatzes für Shareholder Loan Instruments und BCP-Gesellschafterdarlehen um zwanzig Basispunkte hätte zum 31. Dezember 2018 zu einem kumulierten Rückgang der Finanzverbindlichkeiten von weniger als EUR 3,0 Mio. (31.12.2017: EUR 1,0 Mio.) geführt. Ein Rückgang des Diskontierungszinssatzes um zwanzig Basispunkte hätte zu einer kumulierten Erhöhung der Finanzverbindlichkeiten von weniger als EUR 3,0 Mio. (31.12.2017: EUR 1,0 Mio.) geführt. Bei der Durchführung der dargestellten Sensitivitätsanalysen wurde jeweils ein Parameter geändert, während alle anderen Parameter konstant blieben. Ein weiteres Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 80,0 Mio. wurde am 5. Mai 2015 von der GvH Vermögensverwaltungsgesellschaft XXXIII mbH (GvH-Gesellschafterdarlehen) gegeben. Dieses Gesellschafterdarlehen wird mit 2,0% p. a. verzinst. Die auflaufenden Zinsen werden abgegrenzt und nicht erneut verzinst. Das Darlehen sowie die aufgelaufenen Zinsen werden im Mai 2030 fällig. Zum Abschlussstichtag waren Zinsen von EUR 5,9 Mio. (31.12.2017: EUR 4,3 Mio.) auf dieses Gesellschafterdarlehen abgegrenzt, die den Nominalbetrag nicht erhöhen. Infolge der Verschiebung des Tilgungsdatums des GvH-Darlehens von, wie bisher angenommen, Mitte 2018 auf Mitte 2020 ergab sich eine Anpassung der Buchwerte der finanziellen Verbindlichkeit. Die Schätzungsänderung führte zu einem Rückgang des Buchwerts der Schulden und einem Gewinn in Höhe von EUR 11,0 Mio., der in das Finanzergebnis des Konzerns einbezogen wurde. Ein zusätzlicher Rückgang des Buchwerts der Schulden aus dem GvH Darlehen resultierte aus einer Änderungsvereinbarung, die vertraglich festgelegte Rückzahlungsbeträge im Fall einer vorzeitigen Rückzahlung des Darlehens vorsieht. Dies führte zu einer Modifikation der bisherigen Finanzierung. Der Buchwert reduzierte sich dadurch um EUR 4,6m zugunsten eines im Finanzergebnis erfassten Gewinns. Sämtliche Gesellschafterdarlehen sind gegenüber den Senior-Darlehen nachrangig. Die folgenden Tabellen zeigen die Buchwerte der finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns sowie deren jeweilige Fälligkeiten:
Der Buchwert der Senior-Darlehen wurde abzüglich Disagien, Vermittlungsgebühr und finanzierungsbezogener Kosten sowie abzüglich des beizulegenden Zeitwertes des eingebetteten Derivats, d. h. der Floor-Komponente, unter Anwendung der Effektivzinsmethode dargestellt. Bei der Berechnung des Effektivzinses wurde eine erwartete Laufzeit der Darlehen zugrunde gelegt, die in 2018 um zwei Jahre von ursprünglich fünf auf sieben Jahre angepasst wurde. Der Posten "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" enthielt aufgelaufene Zinsen und Bankgebühren. Die Buchwerte der auf Euro und US-Dollar lautenden Senior-Darlehen stellten sich zum 31. Dezember 2018 und 2017 wie folgt dar:
Die wichtigsten Finanzkennzahlen (Covenants), für die eine Überwachung und Berichterstattung erforderlich ist, sind der Verschuldungsgrad (Verhältnis der Nettoverschuldung zum EBITDA) sowie der Zinsdeckungsgrad (Verhältnis des EBITDA zum Zinsaufwand). Die fortlaufende Einhaltung der jeweiligen für diese Kennzahlen festgelegten Limits ist ein wichtiges Element des Kapitalmanagements von Springer Nature, da ein Verstoß gegen die Kredit-Covenants zu einer ungeplanten Tilgungsverpflichtung führen kann. Die fortlaufende Überwachung, Durchführung von Stresstests und Simulation verschiedener Szenarien dienen Springer Nature im Rahmen des Finanzrisikomanagements zur Sicherstellung der künftigen Einhaltung von Kredit-Covenants. Die Einhaltung des Verschuldungsgrades muss jedoch nur sichergestellt werden, wenn zum Ende eines Kalenderquartals mehr als 30,0% des gesamten Volumens der revolvierenden Kreditlinie abgerufen wurden. Der Zinsdeckungsgrad stellt hingegen einen sogenannten Incurrence Covenant dar, das heißt, diese Kennzahl muss nur bei bestimmten Ereignissen, wie z. B. einer weiteren Fremdkapitalaufnahme, eingehalten werden. Weder im Berichtszeitraum noch im Vorjahr ist ein solches Ereignis eingetreten. Zum Abschlussstichtag wurde die revolvierende Kreditlinie nicht in Anspruch genommen (31.12.2017: EUR 34,0 Mio.). Der Konzern befand sich damit in Übereinstimmung mit den Vorgaben des Kreditvertrages und geht davon aus, auch in kommenden Perioden ausreichend Spielraum bei den in den Finanzierungsvereinbarungen festgelegten Limits zu haben. Da die Darlehen im Jahr 2022 fällig sind, sieht Springer Nature keine unmittelbare Notwendigkeit, die ausstehenden Kreditlinien kurz- bis mittelfristig grundlegend zu refinanzieren. Im Jahr 2019 fällige festgelegte Amortisierungszahlungen wurden als kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten in der Konzernbilanz dargestellt. 25. Sonstige langfristige Rückstellungen, langfristige Verbindlichkeiten und kurzfristige RückstellungenDer Posten "Sonstige langfristige Rückstellungen und langfristige Verbindlichkeiten" beinhaltet langfristige Kaufpreisverbindlichkeiten, sonstige langfristige Verbindlichkeiten sowie sonstige langfristige Rückstellungen und setzte sich wie folgt zusammen:
Die Posten "Sonstige langfristige Verbindlichkeiten" und "Kaufpreisverbindlichkeiten" wurden als finanzielle Verbindlichkeiten klassifiziert. Die Zusammensetzung und Entwicklung der kurzfristigen Rückstellungen wird in den nachfolgenden Tabellen dargestellt:
Die Rückstellungen für Remittenden wurden für im Vorjahr und in der laufenden Periode erfolgte Lieferungen gebildet. Bei der Bemessung der Rückstellungshöhe wurden Erfahrungswerte, ein gewöhnlicher Geschäftsverlauf und Annahmen zur künftigen Entwicklung im Buchmarkt zugrunde gelegt. 26. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
Der Posten "Übrige Verbindlichkeiten" enthält Verbindlichkeiten gegenüber dem Springer Hilfsfonds in Verbindung mit einem Darlehen in Höhe von EUR 3,2 Mio. (2017: EUR 3,2 Mio.). Mit Ausnahme der Rechnungsabgrenzungsposten und der Umsatzsteuerverbindlichkeiten handelt es sich bei den "Sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten" um finanzielle Verbindlichkeiten. 27. VertragsverbindlichkeitenEine Vertragsverbindlichkeit ist die Verpflichtung des Konzerns, Güter oder Dienstleistungen auf einen Kunden zu übertragen, für die er von diesem vor der Übertragung der Güter oder Dienstleistungen eine Gegenleistung erhalten (bzw. noch zu erhalten) hat. Vertragsverbindlichkeiten werden als Erlöse erfasst, sobald der Konzern seine vertraglichen Verpflichtungen erfüllt. Da die Vertragsverbindlichkeiten bei Springer Nature als kurzfristig gelten, wurde der Gesamtwert vom 1. Januar 2018 in Höhe von EUR 271,3 Mio. realisiert und in die Umsatzerlöse 2018 einbezogen. Den verbleibenden Leistungsverpflichtungen, die voraussichtlich alle innerhalb eines Jahres erfüllt werden, wurde zum 31. Dezember ein Transaktionspreis in Höhe von EUR 377,1 Mio. zugeordnet. 28. Passiver RechnungsabgrenzungspostenDer passive Rechnungsabgrenzungsposten umfasste fakturierte Umsätze und im Voraus erhaltene Abonnementzahlungen, solange noch keine Produkte geliefert oder Leistungen erbracht wurden. Fakturierte weiterberechnete Verpackungs- und Transportkosten waren ebenfalls in diesem Posten enthalten. In den Folgeperioden - üblicherweise innerhalb der nächsten zwölf Monate - wird der passive Rechnungsabgrenzungsposten erfolgswirksam aufgelöst. Infolge der Anwendung von IFRS 15 wurde ein erheblicher Teil des passiven Rechnungsabgrenzungsposten aus an Kunden verkauften Abonnements für das nächste Kalenderjahr als Vertragsverbindlichkeiten erfasst anstatt als passiver Rechnungsabgrenzungsposten nach IAS 18. 29. Außerbilanzielle Verpflichtungen/EventualverbindlichkeitenZum 31. Dezember 2018 waren Garantien und Sicherheiten in Höhe von EUR 27,6 Mio. (2017: EUR 24,5 Mio.) begeben. Davon entfielen EUR 18,1 Mio. (2017: EUR 17,9 Mio.) auf Garantien zur Absicherung der täglichen Bankgeschäfte (Cashpool-Aktivitäten, Kontokorrentkredite etc.), EUR 3,9 Mio. (2017: EUR 3,2 Mio.) auf Sicherheiten zu Gunsten von Tochterunternehmen für bestehende Mietverträge und EUR 4,7 Mio. (2017: EUR 2,2 Mio.) auf Sicherheiten in Verbindung mit dem Kauf von Softwarelizenzen. Darüber hinaus bestanden noch weitere unwesentliche Garantien zur Absicherung von Unternehmenskreditkarten, Geschäftsverträgen und Garantien für Ertragsteuerzahlungen in mehreren Ländern. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Garantien zu zukünftigen Mittelabflüssen führen werden, wird als sehr gering eingeschätzt. Die Gruppe hat Vereinbarungen über den Vertrieb von Zeitschrifteninhalten abgeschlossen, die Springer Nature das Recht einräumen, die Inhalte in bestimmten Regionen zu vertreiben und zu verkaufen. Gemäß dieser Co-Publishing-Verträge muss Springer Nature vertraglich vereinbarte Mindesthonorare entrichten. Die Vertragsrestlaufzeiten liegen zwischen zwei und fünf Jahren, und Springer Nature rechnet mit Zahlungsverpflichtungen von EUR 52,5 Mio. im Jahr 2019, mit leicht steigenden Verpflichtungen in den Jahren 2020 und 2021 und einem deutlichen Rückgang danach. Es bestanden keine anderen Eventualverbindlichkeiten. 30. Finanzinstrumente und RisikomanagementSpringer Nature ist aufgrund seiner internationalen Geschäftsaktivitäten verschiedenen Arten von Finanzrisiken ausgesetzt. Hierzu zählen u. a. Risiken aus Finanzinstrumenten sowie insbesondere aus Wechselkurs- und Zinssatzschwankungen. In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte und fortgeführten Anschaffungskosten oder beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente des Konzerns zum 31. Dezember 2017 und 2018 unter Anwendung der IAS 39-Kategorien bzw. IFRS 9 dargestellt.
Bei Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurden, entspricht der beizulegende Zeitwert den fortgeführten Anschaffungskosten. Die ausgewiesenen beizulegenden Zeitwerte können lediglich als Anhaltspunkte für die Preise betrachtet werden, die bei einem Verkauf dieser Finanzinstrumente am Markt erzielt werden könnten. Es gab keine Umgliederungen zwischen den Bewertungskategorien nach dem 1. Januar 2018. Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Überleitung zwischen den Finanzinstrumenten und der Konzernbilanz:
* Posten "Sonstige Vermögenswerte"
Die folgenden Tabellen zeigen die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente nach Bewertungsstufen kategorisiert:
Die erfolgswirksam im Finanzergebnis erfassten Gewinne und Verluste (ohne Zinsen und Währungseffekte) stellten sich für 2018 und 2017 wie folgt dar:
Die folgende Tabelle zeigt die 2018 und 2017 in Verbindung mit Finanzierungsinstrumenten erfassten Zinserträge und -aufwand:
Finanzrisikomanagement Springer Nature hat, als Bestandteil seiner Konzernrichtlinien, einen Risikomanagementprozess etabliert, der darauf ausgerichtet ist, die Risiken, denen Springer Nature als Konzern ausgesetzt ist, zu identifizieren, zu quantifizieren sowie effizient zu reduzieren, einschließlich der Eintrittswahrscheinlichkeit, der potenziellen finanziellen Auswirkungen sowie Maßnahmen zur Risikominderung. Unsere Risikomanagementprozesse basieren auf dem "Internal Control-Integrated Framework of the Committee of Sponsoring Organisations of the Treadway Commission" (COSO). Dieser Prozess wird von der Internen Revision von Springer Nature koordiniert und regelmäßig auf Übereinstimmung mit den Richtlinien zum Risikomanagementprozess geprüft. Die Ergebnisse werden anschließend in einem Risikomanagementbericht zusammengefasst, der regelmäßig der Geschäftsführung und dem Aufsichtsrat von Springer Nature vorgelegt wird. Springer Nature hat mögliche Risiken folgendermaßen untergliedert:
Springer Nature ist verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt, insbesondere Marktrisiken aufgrund von Wechselkurs- und Zinsschwankungen. Wechselkursrisiko Der Konzern ist Risiken in verschiedenen Währungen ausgesetzt. Das Wechselkursrisiko wird teilweise dadurch gesteuert, dass in den Ländern, in die Springer Nature seine Produkte und Leistungen verkauft, betriebliche Kosten anfallen. Eine weitere zentrale Maßnahme zur Minderung von Wechselkursrisiken besteht darin, dass Springer Nature Darlehenstranchen in auf Euro und US-Dollar lautende Untertranchen aufgeteilt hat. Springer Nature hat auf US-Dollar lautende Darlehen aufgenommen, die zu Zinszahlungen und laufenden Rückzahlungen in US-Dollar führen. Der Nennwert der Darlehen gewährleistet regelmäßige Zins- und Rückzahlungen, die dem Betrag der operativen Mittelzuflüsse in US-Dollar gegenüberstehen. Dadurch verringert sich das strukturelle Währungsrisiko, das sich aus den Währungsschwankungen der Cashflows ergibt, signifikant. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Nominalbeträge und die beizulegenden Zeitwerte zum 31. Dezember 2018 und 2017 sowie über die Gewinne und Verluste, die in der jeweiligen Periode für Devisentermingeschäfte erfasst wurden. Die Nominalbeträge werden aus der Summe der zugrunde liegenden Verkaufsbeträge ermittelt.
Ein weiteres Risiko ergibt sich bei Konzerngesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist. Die Erträge und Aufwendungen der Konzerngesellschaften werden mit dem jährlichen Durchschnittskurs, das Vermögen und die Verbindlichkeiten mit dem Stichtagskurs in Euro umgerechnet, um in den Konzernabschluss aufgenommen zu werden. Änderungen der Wechselkurse können sich so zum Beispiel auf die Höhe des Umsatzes und des Jahresergebnisses sowie das Eigenkapital von Springer Nature auswirken. Das Risiko des Konzerns aus Änderungen von beizulegenden Zeitwerten der monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten resultiert hauptsächlich aus Wechselkursschwankungen des US-Dollar gegenüber dem Euro. Bei einer Abwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro um 5,0% unter der Annahme, dass alle anderen Variablen konstant blieben, würde der positive Wechselkurseffekt aus auf US-Dollar lautenden finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten der Tochterunternehmen von Springer Nature auf das Periodenergebnis vor Steuern EUR 33,2 Mio. (2017: EUR 33,3 Mio.) betragen. Aufgrund der natürlichen Sicherungsbeziehung durch die US-Dollar-Finanzierung fällt der Effekt im Cashflow wesentlich geringer aus. Zinsänderungsrisiko Der Konzern ist Zinsrisiken ausgesetzt, da die finanziellen Verbindlichkeiten von Springer Nature variabel verzinslich sind. Da Springer Nature mit seinen Darlehensgebern eine Zinsuntergrenze von 0,5%/1,0% vereinbart hat, wirken sich Schwankungen der Basiszinssätze in den US-Dollar- und Euro-Märkten oberhalb von 1,0% bzw. 0,5% auf den Zinsaufwand von Springer Nature aus. Aufgrund der Tatsache, dass die Zinsswaps keinen Floor haben, wirken sich auch Zinssätze unter 0,0% negativ auf das Ergebnis des Konzerns aus. Zur Minderung des Risikos aus Zinsschwankungen setzt der Konzern Payer-Swaps (d. h. Springer Nature zahlt einen festen Zinssatz und erhält dafür einen variablen Zinssatz) ein. Zum 31. Dezember 2018 waren 52,0% der ausstehenden Nominalwerte der Senior-Darlehen (EUR 1.583,9 Mio.; 2017: EUR 1.252,0 Mio.) mit einem durchschnittlichen festen Zinssatz von 1,30% (2017: 1,96%) abgesichert. Die Sicherungsgeschäfte haben eine Laufzeit bis Juni 2023. Zusätzlich zu den bereits ausstehenden Payer-Swaps wurden 2018 sechs neue Swaps mit einem Nominalwert in Höhe von EUR 853,4 Mio. und ein Zinsbegrenzungsgeschäft mit einem Nominalwert in Höhe von EUR 315,0 Mio. abgeschlossen. Sämtliche Sicherungsgeschäfte werden Ende Dezember 2018 wirksam und haben eine Laufzeit bis Juni 2023. Der Konzern hat keine Finanzinstrumente als Sicherungsinstrumente i.S.v. IFRS 9 designiert. Die vom Konzern eingesetzten Derivate werden nicht an einer Börse gehandelt (OTC-Derivate) und wurden ausschließlich mit Banken abgeschlossen, die eine einwandfreie Bonität aufweisen und vom Management genehmigt wurden. Alle derivativen Finanzinstrumente wurden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Finanzderivate werden nicht zu spekulativen Zwecken eingesetzt. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Nominalbeträge und beizulegenden Zeitwerte zum Jahresende (zum Stichtagskurs umgerechnet) sowie über die in dem jeweiligen Geschäftsjahr erfassten Gewinne und Verluste (zum Durchschnittskurs umgerechnet):
Bei Zinsswaps werden die Nominalbeträge zur Berechnung der festen und variablen Zinszahlungen verwendet. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der unterschiedlichen Zinsswaps erfolgte mittels einer Discounted-Cashflow-Berechnung auf der Basis zum Abschlussstichtag verfügbarer Marktdaten, die von der jeweiligen Bank, mit der die Verträge geschlossen wurden, zur Verfügung gestellt werden. Der beizulegende Zeitwert der in den Senior-Darlehen eingebetteten 0,5%/1,0% Floor-Komponente wurde mithilfe des Black-76-Modells berechnet und stellte sich wie folgt dar:
Die Verluste aus der Bewertung der Finanzinstrumente mit Floor enthalten einen einmaligen Effekt in Höhe von EUR 25,0 Mio. aus der Änderung einer Schätzung in Hinblick auf die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments mit Floor. Springer Nature überwacht das Zinsrisiko fortlaufend. Zur Einschätzung der Auswirkungen von Zinsschwankungen auf den Zinsaufwand des Konzerns in künftigen Berichtsperioden sowie auf die künftigen beizulegenden Zeitwerte seiner Zinsderivate führt Springer Nature sowohl für Euro- als auch für US-Dollar-Zinsen Szenarioanalysen durch. Zur Prognose künftiger Zinszahlungen und der beizulegenden Zeitwerte werden aktuelle Zinsstrukturkurven bzw. implizite Terminzinssätze verwendet. Für die Szenarioanalysen werden die Terminzinssätze entsprechend dem zu analysierenden Szenario verschoben oder angepasst. Die folgenden Tabellen zeigen Szenarioanalysen von Zinsaufwendungen, die auf parallelen Verschiebungen der Marktzinssätze beruhen. Der zusätzliche Zinsaufwand stellt den Nettoeffekt dar, das heißt, er berücksichtigt die gegenläufigen Effekte der Zinsderivate.
Die nachfolgende Tabelle fasst Änderungen der Marktwerte der Swaps und deren Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung bei einer Parallelverschiebung der Zinskurve zum 31. Dezember zusammen. Die Zinsreduktion von beispielsweise 50 Basispunkten (BP) zum 31. Dezember 2018 hätte zu einem zusätzlichen Aufwand von EUR 32,5 Mio. (2017: EUR 12,9 Mio.) geführt.
Ausfallrisiko Das maximale Kreditrisiko entspricht der Summe der Buchwerte jeder Klasse von finanziellen Vermögenswerten zum Abschlussstichtag. Für Springer Nature umfasst das Kreditrisiko hauptsächlich das Ausfallrisiko von Kunden, gegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen. Der Konzern steuert seine Kreditrisiken in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen anhand interner Richtlinien. Beispielsweise existieren für jeden Kunden interne Limits, und Kunden mit hohen ausstehenden oder überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden regelmäßig überwacht. Ein Betrag in Höhe von EUR 403,1 Mio. (2017: EUR 371,0 Mio.) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Konzerns entfiel vor allem auf die Segmente Research und Education, mit einem Kundenstamm, der größtenteils aus öffentlichen Verwaltungen, Universitäten, Unternehmen, Großhändlern und Agenturen mit guter Bonität besteht. Ein weiterer Bestandteil des Kreditrisikomanagements ist die fortlaufende Überwachung von Ländern (und dort ansässigen Kunden), in denen politische Instabilität und/oder finanzielle Notlagen herrschen. Dem Management lagen keine Anhaltspunkte für Wertminderungen anderer gewährter Darlehen vor. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko für Springer Nature ist das Risiko, finanzielle Verpflichtungen bei Fälligkeit nicht oder nicht vollständig erfüllen zu können. Die wichtigsten Quellen für Finanzmittel sind das operative Geschäft, Darlehen von Dritten und von nahestehenden Unternehmen und Personen. Springer Nature steuert seine Liquidität durch die Zusammenführung der Mittel aus Konzerngesellschaften. Kurzfristiger Liquiditätsbedarf wird durch bestehende Zahlungsmittel oder die Inanspruchnahme der revolvierenden Kreditlinie finanziert. Zum 31. Dezember 2018 war ein Betrag in Höhe von EUR 13,0 Mio. (2017: EUR 13,0 Mio.) aus der revolvierenden Kreditlinie für Akkreditive und andere Zwecke im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit reserviert und nicht zur Deckung des Liquiditätsbedarfs verfügbar. Dieses Akkreditiv wird Anfang Februar 2019 auf EUR 10,0 Mio. verringert. Ferner wurden zwei zusätzliche Kreditlinien in Höhe von EUR 16,0 Mio. (2017: EUR 16,0 Mio.) abgeschlossen, um eine effiziente Zahlungsmitteldisposition zu unterstützen. Diese Kreditlinien können als Kontokorrentkredite aber auch für andere operative Zwecke wie Garantien eingesetzt werden. Der Konzern setzt Devisenswaps ein, um Liquiditätslücken in einzelnen Währungen, unter Einsatz der verfügbaren liquiden Mittel, effizient zu schließen. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Nominalbeträge und beizulegenden Zeitwerte der ausstehenden Devisenswaps zum 31. Dezember 2018 und 2017 sowie über die in der jeweiligen Periode erfassten Gewinne und Verluste (zum Durchschnittskurs umgerechnet):
Im Folgenden sind die Buchwerte, die vertraglichen Cashflows 2 der finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente einschließlich erwarteter und implizierter Zinszahlungen dargestellt:
31. Konzern-KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung von Springer Nature wurde gemäß IAS 7 erstellt und soll die Adressaten des Konzernabschlusses in die Lage versetzen, die Fähigkeit des Konzerns zur Erwirtschaftung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten beurteilen zu können. Die Cashflows sind untergliedert in den Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit, den Cashflow aus der Investitions- und den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit. Die Kapitalflussrechnung berücksichtigt Effekte aus Änderungen der Wechselkurse sowie des Konsolidierungskreises. Die Darstellung des Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Bei dieser Methode wird das Periodenergebnis um nicht zahlungswirksame Vorgänge bereinigt. Die Investitionstätigkeit umfasste den Erwerb langfristiger Vermögenswerte, Zahlungsausgänge und Zahlungseingänge für den Kauf und die Veräußerung von Geschäften (große Akquisitionen sind im Abschnitt "Konsolidierungskreis" beschrieben) und Einzahlungen aus der Veräußerung von langfristigen Vermögenswerten. Die Finanzierungstätigkeit umfasste zahlungswirksame Veränderungen des Eigenkapitals, Veränderungen der finanziellen Verbindlichkeiten und Gesellschafterdarlehen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthalten die liquiden Mittel. Die Überleitung der Schulden aus der Finanzierungstätigkeit gestaltet sich wie folgt:
Die Auswirkungen in der Position Leasingverbindlichkeiten resultieren aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16, da der Wert zum 31. Dezember 2017 nur die früheren Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen enthielt. 32. Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen sowie ManagementvergütungSpringer Nature AG & Co. KGaA, Berlin, ist das Mutterunternehmen des Konzerns, an der die GvH Vermögensverwaltungsgesellschaft XXXIII mbH, Stuttgart, einen Anteil von 53,0% und Springer Science+Business Media GP Acquisition S.C.A., Luxemburg, einen Anteil von 47,0% der Kommanditaktien hält. Die Springer Nature Management AG ist die Komplementärin. Die GvH Vermögensverwaltungsgesellschaft XXXIII mbH ist eine 100,0%ige Tochtergesellschaft der Holtzbrinck Publishing Group. Die Springer Science+Business Media GP Acquisition S.C.A. ist eine Kommanditgesellschaft auf Aktien, deren geschäftsführender Komplementär die Springer Science+Business Media GP S.à.r.l., Luxemburg, ist. Die Anteile der Springer Science+Business Media GP Acquisition S.C.A. werden von Fonds gehalten, die von BC Partners Limited, EQT Partners AB und GIC (Staatsfonds der Regierung Singapurs) beraten werden, sowie von Beteiligungsgesellschaften, an denen das Management die Anteile hält. Am 13. April 2018 wurde die Springer Nature GmbH in die Springer Nature AG & Co. KGaA umgewandelt. Infolge dieser Rechtsformänderung ergaben sich auch Änderungen innerhalb des Aufsichtsrats der Springer Nature AG & Co. KGaA. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in folgender Tabelle zusammengefasst:
Die folgende Tabelle zeigt die Mitglieder des Vorstands der Springer Nature Management AG (ehemals Bundeshöhenzug 107. V V AG), der Komplementärin der Springer Nature AG & Co. KGaA:
Als nahestehende Unternehmen und Personen gelten Unternehmen und Personen, die den Konzern beherrschen, von ihm beherrscht werden oder auf die der Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausübt. Als sonstige nahestehende Unternehmen wurden die Unternehmen identifiziert, die Springer Nature beherrscht, jedoch nicht konsolidiert, da keine wesentlichen Geschäftsbeziehungen zu diesen unterhalten werden und diese für den Konzern in Summe nicht wesentlich sind. Die folgenden Tabellen zeigen die Transaktionen zwischen dem Konzern und Unternehmen, die einen maßgeblichen Einfluss auf den Konzern ausüben:
Für Details zu Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern verweisen wir auf Anhangangabe 24. Für die Nutzung des Markennamens "Macmillan" wurde eine zeitlich unbefristete Lizenzvereinbarung mit der Holtzbrinck Publishing Group geschlossen. Managementbeteiligung Geschäftsführer von Springer Nature als auch bestimmte Führungskräfte des Konzerns (das Management) erwarben über Beteiligungsgesellschaften, das heißt, deutsche Kommanditgesellschaften und niederländische Stiftungen, Anteile an der Springer Science+Business Media GP Acquisition S.C.A. Der Erwerb erfolgte zum beizulegenden Zeitwert, und dem Management wurden beim Erwerb keine Vorteile eingeräumt. Daher war auch für diese Transaktion kein Vergütungsaufwand zu erfassen. Vergütung der Geschäftsführung von Springer Nature Die 2018 an die Geschäftsführung von Springer Nature geleisteten Zahlungen für kurzfristige Leistungen beliefen sich auf EUR 4,2 Mio. (2017: EUR 4,9 Mio.). Die Zahlungen für langfristige Leistungen beliefen sich 2018 auf EUR 0,1 Mio. (2017: EUR 0,1 Mio.). Die entsprechenden Zahlungen wurden von verschiedenen Tochterunternehmen von Springer Nature geleistet. 33. SegmentberichterstattungZum Zweck der Unternehmenssteuerung ist Springer Nature nach Produkten, Dienstleistungen und Kunden in Geschäftsbereichen organisiert und verfügt über die drei berichtspflichtigen Geschäftssegmente Research, Education und Professional. Im Research-Bereich konzentriert sich Springer Nature auf die weltweite Veröffentlichung von vorwiegend englischsprachigen Science, Technical and Medical (STM) Inhalten, insbesondere wissenschaftliche Zeitschriften, Datenbanken und Bücher. Die Inhalte werden weltweit an Forschungsbibliotheken und Bibliotheken von staatlichen und privaten Forschungseinrichtungen sowie an Firmenkunden und in geringerem Umfang an Einzelkunden verkauft. Zu den bekanntesten Marken von Springer Nature im Bereich Research zählen die Dachmarken Springer und Nature Research, globale Marken wie BMC, Adis und Palgrave sowie zahlreiche weitere etablierte Imprints und Marken verschiedener Fachrichtungen und lokaler Märkte, in denen der Research-Bereich von Springer Nature aktiv ist. Der Research-Bereich umfasst außerdem den Geschäftszweig Healthcare, dessen Fokus auf klinischen Publikationen und wissenschaftlicher Kommunikation liegt. Der Geschäftsbereich Publishing Service bietet Vorstufenleistungen (Pre-Publishing) und damit verbundene Dienstleistungen für interne und externe Kunden. Der Healthcare-Geschäftszweig war ein eigenständiges Geschäftssegment, das mit dem STM-Geschäftsbereich zu einem berichtspflichtigen Segment zusammengefasst wurde. Nach der Einschätzung des Managements weisen beide Geschäfte, basierend auf einer Beurteilung der Produktarten und der Produktions- und Vertriebsprozesse an Endkunden, ähnliche wirtschaftliche Merkmale auf. Der Education-Bereich von Springer Nature konzentriert sich auf die Erstellung qualitativ hochwertiger Schul- und Lernmaterialien für internationale Märkte, die unter der renommierten Marke Macmillan Education sowie unter lokalen Marken und Imprints erscheinen. Die wichtigsten Kunden sind öffentliche und private Schulsysteme, einzelne Schulen in den lokalen Märkten, in denen der Education-Bereich aktiv ist, sowie einzelne Lehrer, Studenten und Schüler. Der Education-Bereich umfasst drei Sparten. Im Mittelpunkt des Bereichs Language Learning stehen Inhalte für den englischen Sprachunterricht, daneben werden aber auch Materialien für den spanischen und chinesischen Sprachunterricht für bestimmte Regionen sowie Curriculum-Materialien in spanischer Sprache entwickelt. Der Bereich Schools Curriculum produziert Lernmaterialien, die auf die Lehrpläne im primären und sekundären Bildungsbereich ("K12") von Ländern in der ganzen Welt zugeschnitten sind, wohingegen der Bereich Higher Education Bücher/Bildungsmaterialien auf Universitäts- /postgradualem Niveau, die eine breite Spanne von Themen abdecken, publiziert. Das Segment Professional bietet qualitativ hochwertige Fachinformationen und entsprechende Dienstleistungen für verschiedene europäische Fach- und B2B-Märkte. Der Bereich Professional Road Safety Education veröffentlicht integrierte Verwaltungs-, Lehr- und Lernsoftware, Schulzubehör und Materialien für die Verkehrserziehung für Fahrschulen und Ausbildungseinrichtungen für Berufsfahrer und ihre Schüler. Die Geschäftseinheit ist in Deutschland, Frankreich, Spanien, Österreich und der Schweiz tätig. Im Bereich Professional Medicine werden Bildungsmaterialien erstellt, insbesondere an medizinische Fachkräfte in Deutschland, Österreich und den Niederlanden adressierte forschungs- und branchenbezogene Neuveröffentlichungen. Darüber hinaus bietet der Bereich Marketing- und Publishing-Dienstleistungen für Medizin- und Pharmaunternehmen. Die B2B Publishing-Aktivitäten in Deutschland und den Niederlanden umfassen in erster Linie Veröffentlichungen in den Bereichen Business, Maschinenbau, Transport und Logistik. Eine Aufschlüsselung der Vermögenswerte und Schulden nach Geschäftssegment erfolgt nicht, da diese Kennzahlen nicht zur Entscheidungsfindung auf Segmentebene herangezogen werden. Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftssegmenten basieren auf marktüblichen Konditionen.
3 Anpassungen (außerordentliche Posten) die
sich auf Effekte außerhalb des normalen
Geschäftsverlaufs beziehen oder Einmaleffekte, wie
Integration und Restrukturierung von Unternehmen oder
Unternehmensteilen sowie andere außergewöhnliche
oder nicht wiederkehrende Geschäftsvorfälle oder
Ereignisse.
Konzernfunktion/Sonstige enthält die Effekte aus der Eliminierung konzerninterner Transaktionen sowie Gewinne oder Verluste aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen.
6 Akquisitionsbezogene Vermögenswerte
beziehen sich auf Zeitwertanpassungen im Rahmen von
Unternehmenszusammenschlüssen.
34. NachtragsberichtNach dem Bilanzstichtag waren keine Ereignisse zu verzeichnen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben könnten.
Berlin, 26. März 2019 gez. Steven Inchcoombe gez. Rachel Jacobs gez. Martin Mos gez. Franciscus Vrancken Peeters gez. Daniel Ropers gez. Ulrich Vest 35. Wesentliche Tochterunternehmen und Beteiligungen zum 31. Dezember 2018/2017
* Der Konzern hat von den Befreiungsvorschriften
des § 264 Abs. 3 HGB zur Aufstellung von
Einzelabschlüssen der verschiedenen deutschen
Gesellschaften Gebrauch gemacht.
36. Assoziierte Unternehmen zum 31. Dezember 2018/2017
* 49,00% der Stimmrechte
37. Sonstige Beteiligungen/Anteile zum 31. Dezember 2018/2017
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018VorbemerkungDer vorliegende Lagebericht bezieht sich auf die Springer Nature AG & Co. KGaA (vormals: Springer Nature GmbH), die nachfolgend als "Gesellschaft" bezeichnet wird, wenn auf die rechtliche Einheit Bezug genommen wird, und als "Konzern" oder "Springer Nature", wenn auf die Gruppe aller Unternehmen und Tochterunternehmen Bezug genommen wird, die direkt oder indirekt von der Gesellschaft gehalten werden. Der vorliegende Lagebericht enthält Aussagen über die wirtschaftliche Lage und die Geschäftsentwicklung des Konzerns. 1 Grundlagen des KonzernsKonzernstruktur und Standorte des Konzerns Springer Nature ist ein global tätiger Verlag für Forschungs-, Fach- und Schulliteratur und vereint eine Reihe anerkannter und bekannter Marken, die für Qualitätsinhalte in einem breiten Spektrum innovativer Produkte und Dienstleistungen stehen. Springer Nature ist der weltweit größte akademische Buchverlag, publiziert die einflussreichsten Zeitschriften und ist ein Pionier im Bereich der offenen Forschung (Open Research). Der Konzern hat annähernd 13.000 Mitarbeiter in nahezu 50 Ländern. Springer Nature ging 2015 aus dem Zusammenschluss wesentlicher Teile der Macmillan Wissenschafts- und Bildungssparte ("MSE") der Holtzbrinck Publishing Group und der Springer Science+Business Media Gruppe ("Springer") hervor. Der Springer Nature Konzern wird durch sein Mutterunternehmen, die Springer Nature AG & Co. KGaA mit Sitz in Berlin, beherrscht. Die Geschäftsführung der Gesellschaft obliegt der Springer Nature Management Aktiengesellschaft als Komplementärin. Gesellschafter sowohl der Gesellschaft als auch der Komplementärin sind die Springer Science+Business Media GP Acquisition S.C.A., Luxemburg ("Springer Acquisition"), und die GvH Vermögensverwaltungsgesellschaft XXXIII mbH, Stuttgart ("GvH"). Aufgrund vertraglicher Vereinbarungen üben die Anteilseigner gemeinsame Beherrschung über die Gruppe aus. Die Anteile an Springer Science+Business Media GP Acquisition S.C.A. werden von Fonds gehalten, die durch BC Partners Limited, EQT Partners AB und GIC (Staatsfonds der Regierung Singapurs) beraten werden, sowie von Gesellschaften, deren Anteile von der Geschäftsführung von Springer Nature und weiteren Führungskräften des Konzerns gehalten werden. Die Geschäfte der Springer Acquisition werden durch die Springer Science+Business Media GP S.à.r.l., Luxemburg ("Springer GP"), geführt, deren Anteile wiederum von Fonds gehalten werden, die durch BC Partners Limited, EQT Partners AB und GIC beraten werden. Die GvH Vermögensverwaltungsgesellschaft XXXIII mbH ist eine 100,0%ige Tochtergesellschaft der Holtzbrinck Publishing Group. Zum 31. Dezember 2018 umfasste der Konzern 129 vollkonsolidierte Gesellschaften, davon 102 Gesellschaften außerhalb Deutschlands. Die konsolidierten Tochterunternehmen des Konzerns sind in Anhangangabe 35 des Konzernanhangs aufgeführt. Geschäftstätigkeit und Organisationsstruktur des Konzerns Die operative Geschäftstätigkeit von Springer Nature wird in drei Segmente unterteilt: "Research", "Education" und "Professional". Das Segment Research ist in die drei Geschäftseinheiten Research Publishing, Healthcare und Publishing Services gegliedert. Im Research Publishing-Bereich konzentriert sich Springer Nature auf die weltweite Veröffentlichung von vorwiegend englischsprachigen Inhalten aus den Bereichen Wissenschaft, Technik und Medizin (STM), insbesondere wissenschaftliche Zeitschriften, Datenbanken und Bücher. Die Inhalte werden weltweit an wissenschaftliche Bibliotheken und Bibliotheken von staatlichen und privaten Forschungseinrichtungen sowie an Firmenkunden und in geringerem Umfang an Einzelkunden verkauft. Zu den bekanntesten Marken von Springer Nature im Segment Research zählen die Dachmarken Springer und Nature Research, globale Marken wie BMC, Adis und Palgrave Macmillan sowie zahlreiche weitere etablierte Imprints und Marken verschiedener Fachrichtungen und lokaler Märkte, in denen das Research-Segment von Springer Nature aktiv ist. Der Schwerpunkt der Geschäftseinheit Healthcare liegt auf klinischen Publikationen und wissenschaftlicher Kommunikation. In der Geschäftseinheit Publishing Services werden sowohl internen als auch externen Kunden Vorstufenleistungen (Pre-Publishing) und damit verbundene Dienstleistungen angeboten. Das Segment Education konzentriert sich auf die Erstellung qualitativ hochwertiger Schul- und Lernmaterialien für internationale Märkte, die unter der renommierten Education-Marke Macmillan sowie unter lokalen Marken und Imprints erscheinen. Die wichtigsten Kunden sind öffentliche und private Schulsysteme, einzelne Schulen in den lokalen Märkten sowie einzelne Lehrer, Studenten und Schüler. Der Education-Bereich umfasst drei Sparten. Im Mittelpunkt des Bereichs Language Learning stehen Inhalte für den englischen Sprachunterricht, daneben werden aber auch Materialien für den spanischen und chinesischen Sprachunterricht für bestimmte Regionen sowie Curriculum-Materialien in spanischer Sprache entwickelt. Der Bereich Schools Curriculum produziert Lernmaterialien, die auf die Lehrpläne im primären und sekundären Bildungsbereich ("K12") von Ländern in der ganzen Welt zugeschnitten sind, wohingegen der Bereich Higher Education Bücher/Bildungsmaterialien auf Universitäts-/postgradualem Niveau, die eine breite Spanne von Themen abdecken, publiziert. Das Segment Professional bietet qualitativ hochwertige Fachinformationen und entsprechende Dienstleistungen für verschiedene europäische Fach- und B2B-Märkte. Der Bereich Professional Road Safety Education veröffentlicht integrierte Verwaltungs-, Lehr- und Lernsoftware, Schulzubehör und Materialien für die Verkehrserziehung für Fahrschulen und Ausbildungseinrichtungen für Berufsfahrer und ihre Schüler. Die Geschäftseinheit ist in Deutschland, Frankreich, Spanien, Österreich und der Schweiz tätig. Der Bereich Professional Medicine gibt Bildungsmaterialien und wissenschaftliche Forschungsergebnisse heraus sowie Neuigkeiten aus der Branche, die sich insbesondere an medizinische Fachkräfte in Deutschland, Österreich und den Niederlanden richten. Darüber hinaus bietet der Bereich Marketing- und Publishing-Dienstleistungen für Medizin- und Pharmaunternehmen. Die B2B Publishing-Aktivitäten in Deutschland und den Niederlanden umfassen in erster Linie Veröffentlichungen in den Bereichen Business, Maschinenbau, Transport und Logistik. 2 WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Entwicklung des Konzerns hängt größtenteils von der Wirtschafts- und Finanzkraft seiner Kunden ab. Das Research-Geschäft von Springer Nature ist, aufgrund des globalen Charakters der Beschaffung und des Vertriebs wissenschaftlicher Inhalte und verbundener Dienstleistungen, mit den makroökonomischen Trends in seinen wichtigsten Märkten verbunden und wird unmittelbar von diesen beeinflusst. Entwickelte Volkswirtschaften und Regionen wie Europa, Nordamerika und Japan machen nach wie vor den Großteil des Research-Geschäfts von Springer Nature aus, doch auch China, Indien und die Pazifik-Region sind mittlerweile wichtige Regionen für den Konzern. Lateinamerika, Osteuropa und der Nahe und Mittlere Osten haben für Springer Nature in den letzten Jahren ebenfalls an Bedeutung hinzugewonnen. Die wesentlichen Kundengruppen im Research-Bereich von Springer Nature sind wissenschaftliche Bibliotheken, Bibliotheken von privaten oder halbstaatlichen Forschungseinrichtungen und, zu einem geringeren Anteil, Körperschaften und Unternehmen, die naturwissenschaftliche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten betreiben. Auf einzelne Kunden entfällt lediglich ein kleiner Anteil des Research-Geschäfts von Springer Nature. Die Ausgaben für akademische Forschung hängen in erster Linie von der Bereitstellung staatlicher Mittel ab und stehen daher in engem Zusammenhang mit der mittelfristigen Entwicklung öffentlicher Haushalte, wohingegen Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen von privaten Unternehmen direkter von gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen bzw. segment- und branchenspezifischen Trends abhängig sind. Die wirtschaftliche Entwicklung und der Ausblick, denen sich die globalen Märkte von Springer Nature gegenübersehen, weichen zum Teil stark voneinander ab. Laut Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) beläuft sich das weltweite Wirtschaftswachstum für 2018 auf 3,7% und liegt damit 0,2% unter der Prognose von Anfang 2018. Trotz der schwächeren Wirtschaftsleistung einiger Länder in der zweiten Jahreshälfte 2018, insbesondere in Europa und Asien, hatte das globale Wachstum erneut eine breite Basis. Für die entwickelten Volkswirtschaften rechnet der IWF für 2018 mit einem Wachstum von 2,3%, ein Rückgang um 0,1% gegenüber 2017. In den Vereinigten Staaten hat das Wachstum 2018 aufgrund starker Aktivitäten des Privatsektors infolge beachtlicher finanzpolitischer Anreize seinen Höhepunkt erreicht und beläuft sich auf schätzungsweise 2,9%. Im Euroraum hat sich das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte 2018 aufgrund geringer privater Nachfrage und abgeschwächter Exporte in einigen bedeutenden Volkswirtschaften deutlich verlangsamt. Für 2018 prognostiziert der IWF ein Wirtschaftswachstum von 1,8%. Für Großbritannien rechnet der IWF verbunden mit der anhaltenden Unsicherheit in Hinblick auf eine Einigung über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) für 2018 mit einem Wirtschaftswachstum von 1,4%. Das Wachstum der japanischen Wirtschaft verlangsamte sich, da anhaltende finanzpolitische Anreize die negativen Auswirkungen von Naturkatastrophen nicht kompensieren konnten; laut IWF liegt das Wachstum 2018 voraussichtlich bei 0,9%. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer prognostiziert der IWF für 2018 ein Wachstum von 4,6%. Das Wachstum in China wird 2018, angetrieben von einem robusten Konsum und anhaltender finanzpolitischer Unterstützung, voraussichtlich bei 6,6% liegen. Für die indische Wirtschaft wird ein Wachstum von 7,3% prognostiziert, was auf einen Konsumaufschwung und einen Investitionsanstieg bei nachlassenden negativen Auswirkungen temporärer Effekte zurückzuführen ist. Einige andere große Schwellenländer wie Brasilien und Russland verzeichneten weiteres Wachstum, das jedoch aufgrund der zunehmenden politischen Unsicherheiten, des Rückgangs des Ölpreises gegen Ende des Jahres sowie der Währungsabwertungen verhalten war. Das moderate Wachstum der mexikanischen Wirtschaft war weiterhin von der Unsicherheit hinsichtlich der US-Handelspolitik, der ungewissen Zukunft von Handelsabkommen zu Jahresbeginn sowie der unklaren inländischen Politikrichtung geprägt. In Argentinien führten die Währungskrise und damit verbundene äußerst restriktive Geld- und Steuerpolitik sowie die Auswirkungen einer schweren Dürre auf die Landwirtschaft zu einem Konjunkturrückgang. In Venezuela setzte sich die Verschlechterung der allgemeinen Rahmenbedingungen mit negativen Auswirkungen auf weitere lateinamerikanische Länder weiter fort. Das Wachstum im Nahen und Mittleren Osten liegt laut IWF für 2018 bei schätzungsweise 2,4% und für die afrikanischen Länder südlich der Sahara bei voraussichtlich 2,9%. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Die wesentlichen langfristigen Wachstumsfaktoren im Research-Markt sind: (i) Anstieg der öffentlichen Ausgaben für Primärforschung sowie für postsekundäre und postgraduale Bildung, (ii) steigende Anzahl von Forschungseinrichtungen und dort beschäftigten Wissenschaftlern und (iii) steigende Anzahl von Veröffentlichungen wissenschaftlicher Forschungsergebnisse sowie der von diesen Forschungsergebnissen abgeleiteten Inhalte und Informationen. Alle diese Faktoren verzeichnen seit Jahrzehnten ein stetiges Wachstum. Das US-amerikanische Industrial Research Institute (IRI) rechnet für das Jahr 2019 mit einem Wachstum der globalen F&E-Ausgaben von 3,6% (2019 Global R&D Funding Forecast, Winter 2019), womit diese angesichts der erwarteten Abschwächung der Weltwirtschaft unter den für 2018 geschätzten 4,1% liegen. Dieses Wachstum wird durch die gestiegenen Ausgaben in China und anderen asiatischen Ländern getragen, die ihren Anteil an den gesamten weltweiten Forschungs- und Entwicklungsausgaben weiter steigern werden und bereits für mehr als 40,0% der Gesamtausgaben verantwortlich sind. Die Budgets der Hochschulen und wissenschaftlichen Bibliotheken hängen in hohem Maße von den öffentlichen Investitionen in Forschung und Lehre ab und daher vom Wohlstandsniveau und Wachstum im jeweiligen Land sowie vom politischen Willen und den Regularien, von denen diese Investitionen forciert und gesteuert werden. In einigen Regionen und Volkswirtschaften spielen auch private Gelder, wie z. B. Studiengebühren, Stiftungen und Spenden, eine wichtige Rolle. Für die Budgets der Bibliotheken wurde für 2018 und danach eine weiterhin verhaltene Erhöhung prognostiziert, jedoch mit deutlichen Unterschieden zwischen den Regionen. Die Budgets der Universitätsbibliotheken in den meisten entwickelten Volkswirtschaften verzeichneten nur eine moderate Erhöhung, welche die Inflation in den vergangenen Jahren kaum ausgleichen konnte. Daher war auch der Spielraum der Ausgaben für den Erwerb von Inhalten und Informationen begrenzt. Forschungsbibliotheken sind mit der Notwendigkeit konfrontiert, ihre Beschaffungsausgaben sowie ihr Leistungsniveau gegenüber ihren Institutionen ständig im Gleichgewicht zu halten, da das Volumen relevanter Inhalte in den meisten entwickelten Volkswirtschaften stärker wächst als die verfügbaren finanziellen Mittel. Diese anhaltende Entwicklung führte zudem dazu, dass im Verlauf des Jahres 2018, insbesondere in Europa, zahlreiche Forschungsförderer ihre Förderung von Open-Access-Publishing verstärkt haben. Im Gegensatz dazu führten die in der jüngsten Vergangenheit steigenden Investitionen in Bildung und Forschung in den Schwellenländern dort auch direkt zu mehr verfügbaren Mitteln für den Erwerb von Inhalten durch bestehende Bibliotheken und zur Finanzierung neuer Forschungs- und Bildungseinrichtungen. Die steigende Nachfrage nach Inhalten in diesen Ländern wird durch eine wachsende Anzahl an akademischen Einrichtungen und Akademikern sowie durch höhere Immatrikulationszahlen an Hochschulen vorangetrieben. Der Bereich Healthcare wies weltweit ein stabiles Wachstum auf, das von einem kontinuierlichen Wachstum weltweiter pharmazeutischer Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten und der sich daraus ergebenden steigenden Anzahl an weltweiten Markteinführungen von verschreibungspflichtigen Medikamenten und Generika getragen wurde. Der Geschäftsbereich Publishing Services von Springer Nature hat sich als qualitätsführender Dienstleister für die STM-Publishing-Branche etabliert, sowohl als interner Anbieter als auch für andere Hauptakteure des globalen akademischen Verlagssektors. Der weltweite Education-Markt ist diversifiziert und durch lokal abweichende demografische Faktoren, unterschiedlich aufgebaute und finanzierte Schulsysteme sowie Lehrpläne mit einer Reihe unterschiedlicher Lehr-, Unterrichts- und Pädagogikansätze in öffentlichen und privaten Bildungssystemen geprägt. Die immer weiter fortschreitende Globalisierung bringt eine größere Mobilität und größere Anforderungen an sprachlicher Vielfalt mit sich und sorgt damit auch für eine anhaltende Nachfrage nach entsprechenden Angeboten im Bildungsbereich. Zu den Kunden im Education-Bereich zählen Regierungen, staatlich und privat geförderte Bildungseinrichtungen, Privathaushalte sowie Unternehmen. Die Entwicklung des Education-Geschäfts ist sowohl von staatlichen als auch privaten Bildungsausgaben abhängig. Aus diesem Grund ist dieser Bereich an makroökonomische Trends gekoppelt, insbesondere in den Hauptmärkten Lateinamerika, Europa, Indien und südliches Afrika, sowie daran, wie sich die Wirtschaft und individuellen Branchen in diesen Regionen entwickeln. Die Professional/B2B Publishing-Aktivitäten sind stark abhängig von dem Geschäftsumfeld in den Branchen und Marktsegmenten, auf die sie konzentriert sind. Wichtige Branchen des Professional-Bereichs sind die Automobil-/Transportbranche, der Medizin- und allgemeine Gesundheitssektor sowie die Finanzdienstleistungs-, Maschinenbau- und Technologiebranche. In den meisten mitteleuropäischen Ländern sind diese Bereiche relativ gesättigt und weisen lediglich ein moderates Wachstum auf. Viele dieser Länder unterliegen jedoch auch regulatorischen Maßnahmen, die häufig für Bedarf an Informationen, Training und Qualifikationen sowie entsprechende Nachfrage sorgen und somit Geschäftschancen für Springer Nature darstellen. Traditionelle Einnahmequellen wie etwa Abonnements, Direktverkäufe von Informationsmedien sowie Werbeeinnahmen stehen segmentübergreifend unter Druck durch günstigere oder kostenfreie webbasierte Informationsangebote und dem allgemeinen Rückgang im wahrgenommenen Wert für bezahlte Informationen. Wesentliche Ereignisse In Vorbereitung auf einen Börsengang im Jahr 2018 an der Frankfurter Wertpapierbörse wurde die Rechtsform der Gesellschaft in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) mit der Springer Nature Management Aktiengesellschaft als Komplementärin geändert. Infolge der Rechtsformänderung musste auch die Leitung der Springer Nature AG & Co. KGaA geändert werden, d. h. der ehemalige Vorstand der Springer Nature GmbH ist jetzt der Vorstand der Komplementärin. Darüber hinaus hat sich die Zusammensetzung des Aufsichtsrats geändert: Vier Mitglieder, zwei von jedem Gesellschafter, schieden aus, stattdessen wurden vier unabhängige Mitglieder ernannt. Die Springer Nature Management Aktiengesellschaft leitet die Gesellschaft, hält jedoch keine Beteiligung an ihr. Im Mai beschlossen die Gesellschafter, den Börsengang aufgrund schlechterer Marktbedingungen zu verschieben. Ertragslage Springer Nature konzentriert sich vorrangig auf organisches Wachstum, um die Profitabilität und den langfristigen Wert des Konzerns nachhaltig zu steigern. Die wichtigsten Ziel- und Steuerungsgrößen für die Ertragslage des Konzerns sind die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis sowie deren Entwicklung im Zeitverlauf. Springer Nature misst das operative Ergebnis mittels bereinigtem EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen), das für die relevanten Geschäftseinheiten berechnet wird und im internen Planungs- und Kontrollsystem von Springer Nature verankert ist. Das Management ist der Ansicht, dass das bereinigte EBITDA eine geeignete Größe darstellt, um die Entwicklung der Ertragslage des Konzerns zu analysieren. Das bereinigte EBITDA und die bereinigte EBITDA-Marge enthalten weder Effekte, die sich außerhalb der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ergeben, noch einmalige Effekte. Solche Effekte können sich aus Gewinnen und Verlusten aus dem Kauf oder Verkauf von Vermögenswerten oder Geschäftsbereichen, aus der Integration von Vermögenswerten oder Geschäftsbereichen, aus der Restrukturierung von Unternehmen oder Geschäftsbereichen sowie aus anderen außerordentlichen oder einmaligen Geschäftsvorfällen oder Ereignissen ergeben (Anpassungen/außerordentliche Posten). Springer Nature macht zudem sowohl für die Umsatzerlöse als auch das bereinigte EBITDA Angaben zum jeweiligen organischen Wachstum (underlying growth). Dieses wird definiert als das Wachstum im Jahresvergleich, ohne Berücksichtigung von Wechselkursänderungen zwischen dem laufenden und dem Vorjahr sowie ohne Änderungen des zugrunde liegenden Vermögensportfolios. Die bereinigte EBITDA-Marge ist definiert als das Verhältnis zwischen bereinigtem EBITDA und Umsatzerlösen. Folgende einmalige und außerordentliche Aufwendungen und Erträge in Höhe von EUR 49,8 Mio. bleiben im bereinigten EBITDA von Springer Nature in Höhe von EUR 601,2 Mio. unberücksichtigt:
Den in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Finanzzahlen liegt der in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellte Konzernabschluss von Springer Nature für das Geschäftsjahr 2018 zugrunde.
Operatives Ergebnis: Umsatzerlöse, betriebliche Aufwendungen und EBITDA
Umsatzerlöse und EBITDA Springer Nature verzeichnete 2018 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 1.658,4 Mio. (2017: EUR 1.637,2 Mio.) und ein organisches Umsatzwachstum von ca. 3%, welches damit etwas unter den Erwartungen (2017: ca. 3%) lag. Dies ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass die äußerst starke Entwicklung der APC-Umsätze im Research-Bereich durch Bearbeitungsprobleme, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2018, gedämpft wurde sowie darauf, dass in einigen lateinamerikanischen Märkten bestimmte landesweite Kaufprogramme im Education-Bereich infolge von Regierungswechseln und Lehrplanänderungen beendet wurden. Das bereinigte EBITDA des Konzerns belief sich 2018 auf EUR 601,2 Mio., das organische Wachstum des bereinigten EBITDA auf ca. 4% (2017: ca. 2%). Die bereinigte EBITDA-Marge konnte im Vergleich zum Vorjahr durch direkte Kosteneinsparungen, das allgemeine Kostenmanagement sowie Effizienzmaßnahmen zur Steigerung des operativen Leverage leicht verbessert werden. Das 2018 ausgewiesene EBITDA erhöhte sich zudem infolge der Anwendung von IFRS 16, gemäß dem Leasingvereinbarungen in der Bilanz dargestellt und Kosten daher nicht mehr im EBITDA sondern als Abschreibungen bzw. Zinsaufwand verbucht werden. 2017 waren im EBITDA Aufwendungen aus Leasingvereinbarungen in Höhe von EUR 35,8 Mio. enthalten. Das organische Umsatzwachstum des Segments Research lag 2018 bei ca. 3% (2017: über 3%) und damit erneut über dem derzeitigen Marktwachstum von ca. 2%. Das dargestellte Umsatzwachstum wurde von der Akquisition von AJE (siehe Abschnitt "Zugänge 2018" im Anhang) positiv beeinflusst, welche die Wechselkurseffekte, insbesondere aufgrund eines Rückgangs des EUR/USD-Kurses im Laufe des Jahres 2018, kompensierte. Die nachfolgende Tabelle enthält eine Aufgliederung der Umsatzerlöse des Segments Research:
Die Umsätze mit institutionellen Kunden beinhalteten 2018 einen starken Anstieg der Umsätze mit elektronischen Zeitschriften (elektronische/Konsortienabonnements), einschließlich institutioneller Vereinbarungen, in denen Lizenz- und Veröffentlichungsgebühren für Open-Access-Artikel zusammengefasst wurden. Die Verlängerungsquote bei Zeitschriftenlizenzvereinbarungen blieb auf einem historischen Höchststand, und der Lizenzwert erhöhte sich bei den meisten verlängerten Vereinbarungen. Ein erweiterter Erwerbsumfang bei Bestandskunden sowie Umsätze mit Neukunden hatten einen mäßigen Anteil am Wachstum. Zudem trugen Umsätze mit neuen Produkten, insbesondere 2018 neu eingeführte Nature-Zeitschriften sowie in Vorjahren eingeführte Zeitschriften, die sich weiterentwickelten und ihren Abonnentenstamm erweiterten, zu dieser allgemein positiven Entwicklung der Zeitschriftenumsätze bei. Datenbankprodukte unterstützen das Umsatzwachstum 2018 durch Produktverbesserungen sowie einen zielgerichteteren Verkaufsansatz. Die institutionellen Print-Abonnements gingen auch 2018 aus strukturellen Gründen weiter zurück. Die Zeitschriften-/Bucharchivumsätze mit Institutionen gingen 2018 insgesamt leicht zurück, wobei ein geringer Umfang wesentlicher Bucharchivumsätze einen starken Rückgang der Zeitschriftenarchivumsätze aufgrund auslaufender Zeitschriften kompensieren konnte. Die institutionellen eBook-Umsätze verzeichneten ein mäßiges organisches Wachstum, was auf stabile, hohe Verlängerungsquoten, starke Lizenzwertsteigerungen und moderates Neugeschäft zurückzuführen ist. Der Anteil elektronischer Produktverkäufe an den Umsätzen mit Bücherinhalten erhöhte sich 2018 auf ca. 55%. Die Handels-/eCommerce-Umsätze, d. h. die Verkäufe einzelner Print- und elektronischer Bücher, entwickelten sich 2018 insgesamt weitgehend stabil im Vergleich zu dem strukturellen Rückgang im Bereich Printbücher im Jahr 2017, der sich auch 2018 fortsetzte, allerdings in einem etwas geringeren Umfang als in Vorjahren. Gestützt wurde dies durch Neuerscheinungstitel, die in Hinblick auf Volumen, Titelqualität und Verkaufspotenzial mit 2017 durchaus vergleichbar sind. Das solide Wachstum der eRetail- und eigenen eCommerce-Umsätze setzte sich fort. Die Umsatzerlöse aus Gebühren für die Veröffentlichung von Open-Access-Artikeln (APC - Article Processing Charge), die aus vom Autor/Geldgeber direkt bezahlten Open-Access-Veröffentlichungen generiert wurden, nahmen 2018 insgesamt weiterhin kräftig zu. Dem äußerst starken Wachstum sämtlicher wesentlicher Teile des Open-Access-Zeitschriftenportfolios von Springer Nature stand das Auslaufen der bisher erfolgreichsten und umfangreichsten Open-Access-Zeitschrift (Scientific Reports) gegenüber. Insgesamt resultierte die Zunahme der APCs erneut aus einem gestiegenen Volumen an eingereichten und veröffentlichten Artikeln. Auf die APC-Erlöse entfielen im Jahr 2018 ca. 11% der gesamten Umsatzerlöse des Research-Segments. Das Umsatzwachstum im Healthcare-Bereich war 2018 stabil und wurde erneut von den In-Science- und globalen Medical Communications-Tätigkeiten angetrieben. Sonstige Umsatzerlöse des Research-Segments beinhalten Umsätze mit Einzelabonnements/Inhalten, institutionelle Dienstleistungen sowie Dienstleistungen für Verlage und Autoren, sonstige Produkterweiterungen der Marke Nature sowie Umsatzerlöse aus Werbung und Publishing-Partnerschaften. Der mit diesen Tätigkeiten realisierte Gesamtumsatz erhöhte sich 2018 hauptsächlich infolge der Konsolidierung der Dienstleistungen für Autoren (AJE), da sich die Beteiligung von Springer Nature Anfang 2018 auf einen beherrschenden Anteil erhöht hat. Die Umsätze aus Einzelabonnements/Einzelverkäufen sowie die Werbeumsätze waren 2018 erneut leicht rückläufig. Die sonstigen Umsatzerlöse umfassten auch Konsolidierungseffekte für 2018 und 2017 in Höhe von EUR 1,9 Mio. bzw. EUR 1,6 Mio. in Verbindung mit Vertriebsaktivitäten mit anderen Segmenten des Konzerns. Im Segment Research wurde ein organisches Wachstum des bereinigten EBITDA von ca. 4% erzielt, was die Verbesserung der organischen bereinigten EBITDA-Marge gegenüber 2017 widerspiegelt. Hauptgrund hierfür war eine Verbesserung der Bruttomarge aufgrund eines verbesserten Materialaufwands sowie allgemeiner Prozessverbesserungen und Effizienzmaßnahmen, insbesondere in Hinblick auf indirekte Kosten. Im Segment Education werden die Umsatzerlöse in erster Linie mit Schulbüchern für den Bereich Curriculum und den englischen Sprachunterricht ("ELT") sowie mit Lehrmaterialien für den primären und sekundären Bildungsbereich ("K12") in verschiedenen internationalen Märkten erzielt. Das Segment ist in Lateinamerika, EMEA, APAC und im südlichen Afrika tätig. Wie im Vorjahr stellt Lateinamerika 2018 umsatzmäßig die größte Region dar. Zudem verzeichnete die Region 2018 das stärkste Wachstum. Die zweitbedeutendsten Regionen in diesem Segment sind EMEA und APAC, deren Umsatzerlöse sich 2018 äußerst unterschiedlich entwickelten. Der Großteil der verbleibenden Umsatzerlöse im Bereich Education entfällt auf die Region südliches Afrika, die 2018 zudem erheblich zum organischen Wachstum beitrug. Der Bereich Higher Education, der hauptsächlich in Europa und Großbritannien Umsatzerlöse generiert, trug 2018 ca. 8% zu den Segmenterlösen bei, was gegenüber 2017 einem Rückgang entspricht. Die 2018 ausgewiesenen Umsatzerlöse verringerten sich aufgrund von Währungsabwertungen gegenüber dem Euro in sämtlichen bedeutenden Volkswirtschaften, in denen der Bereich Education geschäftstätig ist. Da der argentinische Peso als Hyperinflationswährung identifiziert wurde, wurde IAS 29 angewandt, was gegenüber der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen der argentinischen Einheiten gemäß IAS 21 zu einem Anstieg der Umsatzerlöse, des EBITDA und des Periodenergebnisses um EUR 2,9 Mio., EUR 0,8 Mio. bzw. EUR 0,8 Mio. führte. Dennoch verzeichnete der Bereich Education 2018 ein organisches Umsatzwachstum von über 4%. Die Abwertung eines Großteils der für den Education-Bereich relevanten Währungen gegenüber dem Euro resultierte 2018 im Vergleich zum Vorjahr in einem Rückgang der ausgewiesenen Umsatzerlöse. Der Bereich Language Learning verzeichnete 2018 ein starkes Wachstum in allen wichtigen lateinamerikanischen Märkten, wo sowohl die staatlichen Umsätze als auch die Umsatzerlöse auf dem freien Markt über den Erwartungen lagen. In Europa fiel das Ergebnis mit einer soliden Entwicklung in den europäischen Kernmärkten Spanien und Polen und weniger günstigen Ergebnissen in kleineren Märkten in West- und Osteuropa unterschiedlich aus. In einigen Märkten lagen die Umsätze aufgrund von Druck der Regierungen, lokal erstellte Produkte zu priorisieren, unter dem Vorjahresniveau. Im Bereich Schools war 2018 weiterhin zu beobachten, dass die öffentliche Hand Einfluss auf die Erstellung und Bereitstellung von Bildungsressourcen nimmt, insbesondere in Indien, wo sich das Wachstum gegenüber dem Vorjahr verlangsamte. Das südliche Afrika erholte sich von dem Abschwung im Jahr 2017 und verzeichnete ein starkes Wachstum. Im Bereich Higher Education wurde das Macmillan-Lernprogramm geändert, um die Vertriebskanäle strenger kontrollieren zu können, was vorübergehend zu niedrigeren Umsätzen führte, die durch stärkere Umsätze in Australien und Neuseeland nur teilweise kompensiert werden konnten. Das organische bereinigte EBITDA des Segments Education nahm 2018 um ca. 7% zu, was aus direkten Kosteneinsparungen durch eine Umstrukturierung der Lieferkette, Produktstandardisierung sowie fortlaufenden Umstrukturierungs- und Kostenmanagementmaßnahmen resultierte. Im Professional-Bereich blieben die organischen Umsatzerlöse insgesamt 2018 stabil. Der Anstieg der ausgewiesenen Umsatzerlöse wurde durch die Akquisition von WISO (siehe Abschnitt "Zugänge 2018" im Anhang) sowie einige kleinere Verlagsaktivitäten in den Niederlanden vorangetrieben. Der Bereich medizinischer Publikationen in Deutschland und den Niederlanden konnte 2018 zulegen und seine jeweilige Markführungsposition ausweiten. Auf diesen Bereich entfällt derzeit etwas weniger als die Hälfte der Segmentumsatzerlöse. Im Bereich Road Safety/Education ("RSE") war die segmentbezogene Umsatzentwicklung 2018 positiv. Der Konzern hat eine starke Marktführungsposition in wichtigen europäischen Märkten in diesem Bereich und generiert ca. 26% der Umsatzerlöse des Segments. Auf den Bereich Business/Maschinenbau und Transportmedien entfällt 2018 insgesamt ca. ein Fünftel der Segmentumsatzerlöse, wobei sich die verschiedenen Sektoren und Branchen sehr unterschiedlich entwickelten. Der Anteil der digitalen Umsatzerlöse an den Gesamtumsätzen des Segments erhöhte sich 2018 leicht auf ca. 29%, der Anteil der Umsatzerlöse mit reiner Display-Werbung ging 2018 weiterhin schrittweise auf etwa 24% zurück. Das Segment Professional verbuchte 2018 einen leichten Rückgang des organischen bereinigten EBITDA um ca. 2%. Dies ist auf eine Verbesserung der allgemeinen Zusammensetzung der Umsatzerlöse (höherer Anteil digitaler Umsatzerlöse), eine äußerst positive Entwicklung der Werbeumsätze im Medizin-Bereich sowie ein weiterhin strenges Kostenmanagement zurückzuführen. Diese Entwicklungen und Maßnahmen konnten die fortlaufenden umfassenden Investitionen in die Erweiterung der digitalen/Workflow-Produkte und Angebote in den Bereichen Education, Training und Qualifikation sowie in das Veranstaltungs-/Seminargeschäft weitgehend kompensieren. Betriebliche Aufwendungen Der Gesamtaufwand von Springer Nature betrug EUR 1.226,6 Mio. (2017: EUR 1.233,7 Mio.) und beinhaltete Materialaufwand (EUR 179,9 Mio.; 2017: EUR 179,6 Mio.), Aufwand für Honorare und Lizenzen (EUR 126,9 Mio.; 2017: EUR 125,7 Mio.), Personalaufwand (EUR 567,2 Mio.; 2017: EUR 541,6 Mio.) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen (EUR 352,6 Mio.; 2017: EUR 386,8 Mio.). Der Materialaufwand umfasste hauptsächlich bezogene Leistungen, wie z. B. Vorstufen-/Satzkosten (Pre-Publishing) sowie Kosten für Druck und Bindung von physischen Produkten, für den Einkauf von Handelsware und durch externe Redaktionsbüros erbrachte Leistungen. In der Berichtsperiode belief sich die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) auf 12.663 (2017: 12.621), während die absolute Zahl der Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) zum Jahresende 12.596 (2017: 12.626) betrug. Die Mehrzahl der Mitarbeiter war in dem in Indien ansässigen Bereich Publishing Services von Springer Nature beschäftigt, der Teil des Research-Segments ist. Haupttreiber der Erhöhung der Mitarbeiterzahl im Bereich Research Publishing war die Akquisition von AJE, die den Rückgang aufgrund von Umstrukturierungen und Effizienzmaßnahmen, hauptsächlich in den Back-Office-Funktionen, teilweise kompensierte. In den Segmenten Education und Professional ging die Mitarbeiterzahl infolge von Restrukturierungs-/Integrations- und Effizienzmaßnahmen leicht zurück. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzten sich vor allem aus Verwaltungskosten sowie Aufwendungen für Marketing und Vertrieb zusammen. Die Verwaltungskosten umfassten im Wesentlichen Reisekosten und IT-Kosten sowie Beratungskosten. Periodenergebnis: nach Abschreibungen/Wertminderungen, Finanzergebnis und Steuern
Im Jahr 2018 erzielte Springer Nature ein negatives Finanzergebnis in Höhe von EUR 167,0 Mio. (2017: EUR 196,7 Mio.). Die Zinserträge betrugen EUR 6,4 Mio. (2017: EUR 4,4 Mio.), während sich die Zinsaufwendungen auf EUR 238,3 Mio. (2017: EUR 235,8 Mio.) beliefen. Die Zinsaufwendungen entfielen vor allem auf die von Springer Nature aufgenommenen Darlehen. Die sonstigen Finanzaufwendungen in Höhe von EUR 125,9 Mio. (2017: EUR 165,1 Mio.) umfassten im Wesentlichen Verluste aus der zum Jahresende erfolgten Bewertung der Finanzderivate des Konzerns sowie Verluste aus der zum Jahresende erfolgten Bewertung der finanziellen Verbindlichkeiten von Tochterunternehmen, die auf eine andere Währung als die funktionale Währung lauten. Die sonstigen Finanzerträge in Höhe von EUR 190,8 Mio. (2017: EUR 199,8 Mio.) resultieren im Wesentlichen aus einem Gewinn, der sich im Rahmen der Modifikation der Konzernfinanzierung infolge der Änderung der Annahme für das Tilgungsdatum von, wie bisher angenommen, Mitte 2018 auf Mitte 2020, ergeben hat. Darüber hinaus enthalten die sonstigen Finanzerträge Gewinne aus der zum Jahresende erfolgten Bewertung der finanziellen Verbindlichkeiten von Tochterunternehmen, die auf eine andere Währung als die funktionale Währung lauten. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und auf Sachanlagen enthielten einen Abschreibungsaufwand von EUR 102,4 Mio. (2017: EUR 108,2 Mio.) bzw. EUR 0,7 Mio. (2017: EUR 0,7 Mio.), der in Verbindung mit Anpassungen der beizulegenden Zeitwerte der sonstigen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen stand, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen bilanziert wurden. Darüber hinaus wurden 2018 Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 6,3 Mio. (2017: EUR 85,5 Mio.) erfasst (siehe Anhangangabe 11 des Konzernanhangs). Die Erhöhung der Abschreibungen auf Sachanlagen und Nutzungsrechten an Leasinggegenständen betrifft in erster Linie den Abschreibungsaufwand nach IFRS 16. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme von Springer Nature setzte sich im Wesentlichen aus dem Geschäfts- oder Firmenwert und sonstigen immateriellen Vermögenswerten zusammen, die zum großen Teil durch verzinsliche Darlehen von Banken, institutionellen Investoren und nahestehenden Unternehmen und Personen, Eigenkapital sowie Nettoumlaufvermögen finanziert wurden. Die folgende Tabelle zeigt die verkürzte Bilanz des Konzerns zum 31. Dezember 2018 und 2017:
Die langfristigen Vermögenswerte in Höhe von EUR 5.111,1 Mio. (2017: EUR 5.023,4 Mio.) beinhalteten vor allem die Geschäfts- oder Firmenwerte sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 1.268,7 Mio. (2017: EUR 1.253,2 Mio.) resultierte fast ausschließlich aus dem Erwerb der Springer-Gruppe 2013 und reflektiert den Wert für erwartete Umsätze aus dem Neukundengeschäft, steigende Umsätze aus bestehenden Geschäftsbeziehungen durch zusätzlich verkaufte Dienstleistungen und Produkte, neue Erlösquellen durch die Entwicklung neuer Produkte basierend auf den bestehenden Inhalte-Datenbanken sowie nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie die Mitarbeiter und deren Fachwissen. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb des MSE-Geschäfts (EUR 60,5 Mio.) beinhaltete erwartete Synergieeffekte aus dem Unternehmenszusammenschluss. Die größtenteils im Rahmen des Erwerbs von Springer sowie im Zuge des Erwerbs von MSE erworbenen immateriellen Vermögenswerte entfielen in erster Linie auf Marken, redaktionelle Inhalte und Veröffentlichungsrechte, Vermögenswerte aus Verträgen und Kundenbeziehungen. Die immateriellen Vermögenswerte umfassten unter anderem den Buchwert der erworbenen Marken (2018: EUR 991,5 Mio.; 2017: EUR 984,8 Mio.), der zum größten Teil auf die Dachmarken "Nature" und "Springer" entfällt. Des Weiteren waren Veröffentlichungsrechte, die erworbene Titelrechte an wissenschaftlichen Zeitschriften und Fachzeitschriften repräsentieren, in Höhe von EUR 1.163,3 Mio. (2017: EUR 1.178,3 Mio.), Kundenbeziehungen in Höhe von EUR 1.069,4 Mio. (2017: EUR 1.102,4 Mio.), Co-Publishing-Rechte aus Exklusivverträgen mit wissenschaftlichen Gesellschaften über die Herausgabe oder den Vertrieb von wissenschaftlichen Zeitschriften weltweit oder in bestimmten Ländern oder Regionen in Höhe von EUR 72,6 Mio. (2017: EUR 84,2 Mio.) sowie das exklusive weltweite Nutzungsrecht der Marke "Macmillan" in Höhe von EUR 65,3 Mio. (2017: EUR 65,9 Mio.) enthalten. Die kurzfristigen Vermögenswerte umfassten zum 31. Dezember 2018 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR 439,4 Mio.; 2017: EUR 416,9 Mio.) sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (EUR 119,7 Mio.; 2017: EUR 122,8 Mio.). Das negative Konzerneigenkapital verbesserte sich aufgrund positiver Effekte aus der Anwendung von IFRS 9 (EUR 8,5 Mio.), Fremdwährungsgewinne sowie Einlagen der Gesellschafter (EUR 20,0 Mio.), teilweise kompensiert durch das negative Periodenergebnis 2018. Zum Abschlussstichtag erhöhte sich das auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss entfallende Eigenkapital auf EUR 3,6 Mio. (2017: EUR 2,3 Mio.), was in erster Linie aus der Konsolidierung von AJE resultierte, deren Minderheitsgesellschafter noch mit 40% an der Gesellschaft beteiligt sind, sowie aus dem auf die Minderheitsgesellschafter entfallenden Ergebnis. Die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten (EUR 5.122,1 Mio.; 2017: EUR 5.020,7 Mio.) beinhalteten vor allem verzinsliche Darlehen von Banken, institutionellen Investoren und nahestehenden Unternehmen und Personen (EUR 3.962,8 Mio.; 2017: EUR 4.008,9 Mio.), Rückstellungen für Pensionen und andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer (EUR 220,5 Mio.; 2017: EUR 261,9 Mio.) sowie latente Steuerschulden (EUR 782,5 Mio.; 2017: EUR 732,2 Mio.). Nähere Informationen zu den Darlehen sind im Abschnitt "Finanzierung und Finanzmanagement" enthalten. Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 804,0 Mio. (2017: EUR 772,6 Mio.) umfassten in erster Linie den kurzfristigen Anteil der verzinslichen Darlehen (EUR 38,1 Mio.; 2017: EUR 71,8 Mio.), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (EUR 120,8 Mio.; 2017: EUR 130,3 Mio.), die sonstigen Verbindlichkeiten (EUR 238,7 Mio.; 2017: EUR 202,9 Mio.), Vertragsverbindlichkeiten (EUR 326,5 Mio.) sowie im Jahr 2017 passive Rechnungsabgrenzungsposten (EUR 291,3 Mio.). Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassten im Wesentlichen den Marktwert der Finanzderivate des Konzerns (EUR 49,5 Mio.; 2017: EUR 25,9 Mio.), abgegrenzte Honorarverbindlichkeiten (EUR 68,1 Mio.; 2017: EUR 66,2 Mio.) und personalbezogene Verbindlichkeiten (EUR 66,4 Mio.; 2017: EUR 56,1 Mio.). Investitionen Forschung und Entwicklung Die Hauptertragsquellen von Springer Nature stehen in Zusammenhang mit und werden geschaffen durch die Identifizierung, Akquisition, Produktion, Herausgabe und Verbreitung von geistigem Eigentum und Inhalten. Im Research-Bereich von Springer Nature, der für den Großteil der Umsatzerlöse und des Betriebsergebnisses von Springer Nature steht, bestehen dieses geistige Eigentum und diese Inhalte aus primären Forschungsergebnissen, akademischen Büchern und Datenbanken sowie damit zusammenhängenden Informationsprodukten. Entscheidend für die Wertwahrnehmung durch die Kunden von Springer Nature sind der Einfluss der Veröffentlichungen von Springer Nature in ihrem jeweiligen Fachgebiet/Bereich sowie die globale Verbreitung und Nutzung der veröffentlichten Inhalte. Die Forschung, die Springer Nature selbst betreibt, richtet sich deshalb in erster Linie auf Innovationen und Effizienzsteigerungen im gesamten Prozess rund um die Erstellung und die Verbreitung akademischer und forschungsbezogener Informationen mit dem Ziel, die Qualität und Verfügbarkeit dieser Inhalte zu verbessern und deren Nutzung, Einfluss und Anerkennung zu steigern. Bei allen Geschäftsaktivitäten von Springer Nature gewinnen auch Technologien im Zusammenhang mit elektronischen und digitalen Lern- und Bildungsangeboten an Bedeutung. Daher beobachtet und betreibt Springer Nature auch Forschungs- und Entwicklungsprojekte in diesem Segment. Als Reaktion auf den starken Anstieg der Online-Nutzung und der Nachfrage nach elektronischen Verlagsprodukten und Dienstleistungen baut Springer Nature das Angebot in diesem Bereich kontinuierlich aus. Dafür wird in die Entwicklung von digitalen Archivierungs-, Content-Hosting- und Vertriebsplattformen, in Suchalgorithmen, eigene Softwarelösungen für den Produktions- und Vertriebsbereich sowie in digitale Verlagsprodukte investiert. Ein wichtiges Element dieser auf Nutzer/Autoren ausgerichteten Lösungen ist die Benutzerfreundlichkeit. In diesem Kontext untersucht Springer Nature auch, wie sich die Nutzung der Medien verändert und berücksichtigt dies bei der Weiterentwicklung seiner Produkte und Plattformen. Diese werden ständig, entsprechend der sich ändernden Anforderungen des Marktes und der rasant zunehmenden technischen Möglichkeiten, weiter entwickelt. Hierbei stehen sowohl der Nutzer der veröffentlichten Inhalte als auch die Autoren und Forscher als Ersteller wissenschaftlicher Inhalte sowie deren Institutionen und Fördermittelgeber im Vordergrund. Der Konzern ist bestrebt, ein erstklassiges Nutzererlebnis für alle Nutzer und Ersteller, d. h. Autoren, Herausgeber und Peer-Reviewer, zu schaffen. Deshalb entwickelt Springer Nature auch neue und innovative Tools und Systeme für den Workflow von der Einreichung bis zur Veröffentlichung, um z. B. den Einreichungsprozess zu vereinfachen und zu beschleunigen, das Peer-Review-Verfahren besser zu unterstützen und den Prozess von der Einreichung bis zur Veröffentlichung zu beschleunigen. Der Konzern treibt ferner die Entwicklung und Implementierung neuer oder besserer Autorendienstleistungen im Rahmen des Veröffentlichungsworkflow voran und tätigt wesentliche Investitionen in Autoren-/Nutzerschnittstellen und automatisierte Peer-Reviews, die laufende Updates des Autors über den Status der Veröffentlichung ermöglichen. Investitionen im Geschäftsjahr 2018 Ein großer Teil der Investitionen in immaterielle Vermögenswerte in der Berichtsperiode entfiel auf den endgültigen Abschluss von Systemintegrationsprojekten und die Einführung dieser Lösungen im gesamten zusammengeschlossenen Springer Nature-Unternehmen, insbesondere in den Bereichen Zeitschriften- und Bücherproduktionsablauf, Online-Content-Hosting/Angebotsplattformen sowie Logistik- /Kundendienstleistungen. Darüber hinaus wurden laufende Projekte zur Verbesserung der Effizienz und Transparenz der Workflow-Systeme für Autoren, zum Peer Review und zur Manuskriptbearbeitung im Laufe des Jahres 2018 ausgeweitet, wodurch sich das Investitionsniveau in diesen Bereichen erhöhte. Insbesondere wurden 2018 wesentliche Investitionen in die Vereinfachung und Beschleunigung von Manuskriptübertragungen getätigt. 2018 wurden zudem weitere Anstrengungen in den Bereichen Integration, Instandhaltung und Ausbau der IT-Infrastruktur (Hardware) von Springer Nature, insbesondere im Research-Segment, unternommen, die einen wesentlichen Teil der Investitionen in Sachanlagen ausmachten. Diese Kategorie enthält darüber hinaus Investitionen in neue Standorte zur Zusammenlegung von Teams der ehemaligen Springer und MSE, die auch 2018 weiter anfielen, jedoch in geringerem Umfang als in Vorjahren. 2018 erhielt der Konzern im Rahmen einer Vergleichsvereinbarung über die vorzeitige Kündigung eines Büromietvertrags EUR 8,9 Mio. Weitere Zahlungen in Höhe von EUR 3,0 Mio. erfolgen im Laufe von 2019 entsprechend der Räumung der einzeln angemieteten Stockwerke. Der Konzern erwarb ein Grundstück und darauf errichtetes Bürogebäude in Heidelberg für EUR 6,2 Mio.; der Mietvertrag lief 2018 aus. Im Zusammenhang mit Verträgen über den Vertrieb von Zeitschrifteninhalten, die Springer Nature das Recht einräumen, die Inhalte in vertraglich vereinbarten Regionen zu vertreiben und zu verkaufen, ist Springer Nature verpflichtet, vereinbarte feste Mindesthonorare zu entrichten. 2018 wurden für diese Rechte Zahlungen in Höhe von EUR 55,4 Mio. entrichtet. Springer Nature investierte EUR 73,2 Mio. in die Erweiterung seiner eBook-Datenbank, wovon etwa zwei Drittel auf die Erstellung von Inhalten im Segment Research entfallen. Für den Erwerb und die Erstellung neuer Inhalte für sonstige Datenbankprodukte wurden 2018 EUR 5,0 Mio. ausgegeben. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, ohne die zuvor genannten Einmaleffekte aus der Vergleichsvereinbarung, lagen aufgrund von geringerer Kostenkapitalisierung und Ausgabeneffizienz insgesamt unter dem Niveau von 2017. Die Investitionen in Inhalte blieben stabil. Liquidität Finanzierung und Finanzmanagement Der Konzern hat die Steuerung seiner Finanzrisiken in einer zentralen Treasury-Abteilung organisiert. Die Konzern-Treasury-Abteilung hat unter anderem die Aufgabe, die Finanzrisiken aus Wechselkurs- und Zinsschwankungen, denen der Konzern ausgesetzt ist, zu identifizieren und diese sowie den Liquiditätsbedarf des Konzerns zu steuern. Die wichtigsten Quellen für Finanzmittel sind das operative Geschäft sowie Darlehen von Banken, institutionellen Investoren und von nahestehenden Unternehmen und Personen. Kurzfristiger Liquiditätsbedarf wird durch bestehende Zahlungsmittel oder die Inanspruchnahme der revolvierenden Kreditlinie (RCF) finanziert. Zum 31. Dezember 2018 war ein Betrag in Höhe von EUR 13,0 Mio. (2017: EUR 13,0 Mio.) aus der RCF (EUR 250,0 Mio.) für Akkreditive und andere Zwecke im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit reserviert und nicht zur Deckung des Liquiditätsbedarfs verfügbar. Um Liquiditätslücken in einzelnen Währungen, unter Einsatz der verfügbaren liquiden Mittel, effizient zu schließen, werden fallweise Devisenswaps eingesetzt. Allgemein steuert Springer Nature seine Liquidität durch die Zusammenführung der liquiden Mittel in einem zentralen Cash Pool, durch den sichergestellt wird, dass alle verfügbaren liquiden Mittel des Konzerns genutzt werden können, um die Konzerngesellschaften von Springer Nature zu jeder Zeit ausreichend mit Liquidität zu versorgen. Ende 2018 wurden USD 309,4 Mio. der Darlehen von der USD- auf die EUR-Tranche übertragen und die Tranche B12 durch die Tranche B14 ersetzt. Die Zins-Floors (EUR-Darlehen 0,5%, USD-Darlehen 1,0%), die Margen (EUR-Darlehen 3,25%, USD-Darlehen 3,50%) sowie die Fälligkeiten (August 2022) dieser Darlehenstranchen blieben unverändert. Die mit dieser Refinanzierung verbundenen Kosten beliefen sich auf EUR 0,9 Mio. und die auf Jahresbasis umgerechneten Einsparungen beim zahlungswirksamen Zinsaufwand auf ca. EUR 7,0 Mio. Darlehensgeber von Springer Nature sind zum größten Teil institutionelle Investoren. Bei den Senior-Darlehen und der revolvierenden Kreditlinie handelt es sich um Konsortialkredite, in deren Rahmen die Kreditgeber und Springer Nature durch entsprechend ausgestaltete Kredit- und Gläubigervereinbarungen gebunden sind. Zum 31. Dezember 2018 betrug der Buchwert der Senior-Darlehen EUR 2.899,8 Mio. (2017: EUR 3.008,3 Mio.). Im Rahmen der revolvierenden Kreditlinie von Springer Nature waren zum 31. Dezember 2017 EUR 34,0 Mio. in Anspruch genommen. Dieser Betrag war zum 31. Dezember 2018 vollständig zurückgezahlt. Da die Darlehen erst 2022 fällig sind, sieht Springer Nature keine unmittelbare Notwendigkeit, die ausstehenden Kreditlinien kurz- bis mittelfristig zu refinanzieren. Weitere Darlehensgeber waren die Gesellschafter von Springer Nature. Springer Acquisition reichte ein im August 2022 fälliges Gesellschafterdarlehen aus (BCP Gesellschafterdarlehen), das aus zwei Tranchen besteht und dessen Nominalbetrag sich zum 31. Dezember 2018 auf EUR 346,1 Mio. (2017: EUR 346,1 Mio.) belief. Der beizulegende Zeitwert des BCP Gesellschafterdarlehens wurde anhand der Discounted Cashflow-Methode mit EUR 474,7 Mio. (2017: EUR 440,5 Mio.) bewertet (siehe Anhangangabe 24). Im Zuge des Unternehmenszusammenschlusses im Jahr 2015 wurden Vorzugsanteile (im Folgenden: Shareholder Loan Instruments) an der Springer SBM One GmbH an die GvH Vermögensverwaltungsgesellschaft XXXIII mbH, ein Tochterunternehmen der Holtzbrinck Publishing Group, in Höhe von EUR 407,2 Mio. ausgegeben. Die Verwendung der Shareholder Loan Instruments ist durch vertragliche Verpflichtungen eingeschränkt, um sie wirtschaftlich äquivalent zum BCP-Gesellschafterdarlehen auszugestalten. Der beizulegende Zeitwert dieses Instruments betrug zum 31. Dezember 2018 EUR 551,8 Mio. (2017: EUR 511,6 Mio.). Des Weiteren wurde von der GvH Vermögensverwaltungsgesellschaft XXXIII mbH ein im Mai 2030 fälliges Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 80,0 Mio. zur Verfügung gestellt. Die auflaufenden Zinsen werden abgegrenzt und daher nicht erneut verzinst. Sämtliche Gesellschafterdarlehen sind gegenüber den Senior-Darlehen nachrangig. Nähere Informationen zu den Darlehen, wie den Fälligkeiten, laufenden Zinskosten, Zinszahlungen sowie der Absicherung der variabel verzinslichen Darlehen und der Ausgestaltung und Einhaltung von Kreditverpflichtungen (Covenants) sind in den Anhangangaben 24 sowie 30 des Konzernanhangs enthalten. Konzern-Kapitalflussrechnung
Die Netto-Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit erhöhten sich infolge der Anwendung von IFRS 16, gemäß dem Zahlungsmittelabflüsse aus Leasingvereinbarungen stattdessen in den Netto-Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit erfasst werden. Die Investitionstätigkeit umfasste den Erwerb langfristiger Vermögenswerte, Zahlungen und Erlöse für den Kauf bzw. die Veräußerung von Geschäftsbereichen sowie Erlöse aus der Veräußerung von langfristigen Vermögenswerten. Die Finanzierungstätigkeit umfasste im Wesentlichen Veränderungen der finanziellen Verbindlichkeiten und der darauf anfallenden Zinszahlungen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthalten die gesamten liquiden Mittel. Die Netto-Cashflows aus der Investitionstätigkeit in Höhe von EUR 184,8 Mio. resultieren in erster Linie aus Investitionen in Inhalte (EUR 134,1 Mio.), immaterielle Vermögenswerte (EUR 28,9 Mio.) und Sachanlagen (EUR 8,8 Mio.) sowie aus Kaufpreiszahlungen für erworbene Unternehmen (EUR 22,6 Mio.). Diesen standen insbesondere Mittelzuflüsse aus dem Verkauf von Geschäften und langfristigen Vermögenswerten (EUR 9,6 Mio.) gegenüber. Die Investitionen werden im Abschnitt "Investitionen im Geschäftsjahr 2018" näher erläutert. Die Netto-Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit (EUR 272,9 Mio.) setzten sich im Wesentlichen aus Nettozahlungen für Zinsen und finanzierungsbezogenen Kosten (EUR 142,4 Mio.), Zahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten (EUR 32,8 Mio., 2017: EUR 1,4 Mio.), den unterjährigen Inanspruchnahmen und Rückzahlungen der revolvierenden Kreditlinie sowie planmäßigen Rückzahlungen auf die Senior-Darlehen zusammen. Zur Finanzierung wird auf Anhangangabe 24 des Konzernanhangs verwiesen. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Neben den finanziellen Steuerungsgrößen sind die nachfolgenden, nicht-finanziellen Leistungsindikatoren relevant für den Konzern, auch wenn er nicht danach gesteuert wird. Mitarbeiter Zum Jahresende 2018 betrug die Zahl der Mitarbeiter von Springer Nature 12.596 (Vollzeitäquivalente; 2017: 12.626). Die Mitarbeiter von Springer Nature sind ein wichtiger Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns. Daher sind Fortbildung und Entwicklung von Führungskräften und Mitarbeitern wichtige Bestandteile der Unternehmenspolitik von Springer Nature, durch die gewährleistet wird, dass sich die Gesellschaft im gegenwärtigen und künftigen wirtschaftlichen Umfeld mit Erfolg behaupten kann. Springer Nature hat verschiedene Arten von Pensionsplänen für derzeitige und ehemalige Mitarbeiter sowie deren Hinterbliebene aufgelegt. Die Konditionen der Pläne sind von der rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Situation des jeweiligen Landes abhängig. Zu den Pensionsplänen gehören sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pläne. An den leistungsorientierten Pensionsplänen nehmen zum 31. Dezember 2018 insgesamt 3.481 Planbegünstigte teil. Die größten leistungsorientierten Pensionspläne von Springer Nature wurden in Großbritannien, Deutschland und den USA aufgelegt und bieten ein übliches Spektrum an Leistungen. Die Nettoverpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen beliefen sich zum 31. Dezember 2018 auf EUR 206,2 Mio. (2017: EUR 246,0 Mio.). Bei den beitragsorientierten Pensionsplänen leistet der Konzern auf gesetzlicher, vertraglicher oder freiwilliger Basis Zahlungen in eine externe Anlage oder eine sonstige Unterstützungskasse. Hat der Konzern die fälligen Beiträge eingezahlt, besteht keine Verpflichtung zu darüber hinausgehenden Leistungen. Aus diesem Grund wurde keine Rückstellung in der Konzernbilanz gebildet. Für beitragsorientierte Pläne wurde im Berichtsjahr ein Aufwand in Höhe von EUR 15,6 Mio. (2017: EUR 14,9 Mio.) ausgewiesen. Neben Pensionsleistungen bietet Springer Nature seinen Arbeitnehmern, entweder auf freiwilliger Basis oder aufgrund gesetzlicher bzw. vertraglicher Bestimmungen, noch bestimmte andere Leistungen in einigen Ländern. Dazu gehören z. B. Jubiläumszahlungen sowie Altersteilzeitprogramme. Die Nettoverpflichtungen aus diesen und anderen langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer beliefen sich zum 31. Dezember 2018 auf EUR 14,2 Mio. (2017: EUR 14,5 Mio.). Sonstige Leistungskennzahlen Sonstige wichtige von Springer Nature verwendete Leistungskennzahlen betreffen die Darstellung von Qualität, Effizienz, Produktivität, Reichweite und Kundenzufriedenheit entlang der Kauf-, Produktions- und Veröffentlichungsprozesse. Die Qualität von Zeitschriftinhalten wird anhand der Anzahl an Zeitschriften mit Einflussfaktor und der Entwicklung des Einflussfaktors je Zeitschrift innerhalb des Portfolios gemessen. Die Produktivität wird anhand der jährlich veröffentlichten Bücher und im Zeitschriftengeschäft anhand der Anzahl der eingereichten und veröffentlichten Artikel dargestellt. Die Effektivität wird in der durchschnittlichen Durchlaufzeit für angenommene Manuskripte angegeben. Die Reichweite und Verbreitung von Inhalten wird in Nutzung und Zitaten dargestellt. Die Kundenzufriedenheit wird regelmäßig im Rahmen von Kundenumfragen ermittelt. Gesellschaftliche Verantwortung Springer Nature ist der weltweit größte akademische Buchverlag, publiziert die weltweit einflussreichsten Zeitschriften und ist führend im Bereich der frei zugänglichen Forschung (Open Research). Die Bereiche Education und Professional Publishing sind in ihren jeweiligen Märkten führend und bieten qualitativ hochwertige Inhalte durch eine Reihe innovativer Plattformen, Produkte und Dienstleistungen an. Wir sind daher der Auffassung, dass Springer Nature einen wichtigen Beitrag zu den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen leisten kann, die - um erreicht werden zu können - die Zusammenarbeit zwischen der akademischen Welt, der Industrie und politischen Entscheidungsträgern erfordern, um die drängendsten globalen Probleme zu bekämpfen. Das Springer Nature Grand Challenges Portal berichtet über neuste Forschungsergebnisse aus zahlreichen Wissenschafts-, Maschinenbau-, Sozialwissenschafts- und Geisteswissenschaftsdisziplinen. Diese werden ausgewählt, um Fachleute bei der Entwicklung innovativer und wirksamer Konzepte, Programme und Technologien zur Bekämpfung globaler Probleme zu unterstützen. 2018 haben wir unser Grand Challenges Programm weiterentwickelt und Veranstaltungen in Washington DC und Singapur durchgeführt, bei denen Forscher, politische und unternehmerische Entscheidungsträger zusammenkamen. Die ca. 13.000 Mitarbeiter von Springer Nature sind in rund 50 Ländern verteilt. Wir unterstützen Führungskräfte weltweit dabei, in virtuellen Teams effizient zusammenzuarbeiten, über geografische Regionen und Kulturen hinaus zu kommunizieren sowie vielfältige Führungsgruppen zu bilden, die die weiter gefasste Belegschaft widerspiegeln. Unser Verhaltenskodex und unsere Führungsprinzipien legen unsere Erwartungen an jeden, der für uns arbeitet, fest: dass alle unsere Mitarbeiter von ihren Vorgesetzten und Kollegen fair und respektvoll behandelt werden. Jeder bei Springer Nature trägt eine Verantwortung, zu einem sicheren und respektvollen Arbeitsumfeld beizutragen, das frei ist von Diskriminierung, Belästigung, ungewolltem körperlichem Kontakt, Einschüchterung oder Vorurteilen. Dies wird unterstützt durch Schulungsmodule über Werte und Verhalten, darunter auch Schulungen gegen Belästigung und unbewusste Vorurteile. Im Jahr 2018 hat Springer Nature die erste ,Pulse'-Mitarbeiterumfrage durchgeführt. Diese kurzen, zielgerichteten Mitarbeiter-,Gesundheitschecks' geben uns Hinweise auf das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter. Durch die regelmäßige Durchführung dieser Umfrage sind wir in der Lage, unsere Fortschritte festzuhalten und uns zu verbessern. Unser ökologischer Fußabdruck zeigt, dass die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit zwar nicht unerheblich, für ein Unternehmen unserer Größe jedoch moderat sind. Unser Betrieb erfolgt in Büros und wir haben keine Fertigungsstandorte. Doch da die von uns bedienten Märkte weit verstreut sind, reisen viele unserer Mitarbeiter regelmäßig, häufig per Flugzeug. In Hinblick auf unsere wesentlichen Auswirkungen auf die Umwelt suchen wir nach Möglichkeiten zur Verbesserung des internationalen Zugangs zu fundierter und politikrelevanter Wissenschaft, bemühen wir uns deutlich um die Reduzierung unseres CO 2-Abdrucks und arbeiten wir mit unserer Lieferkette an der Verringerung der potenziellen negativen Auswirkungen der Papierproduktion. Wir befolgen den UN Global Compact, die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen sowie die von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) veröffentlichen Standards und erwarten dies auch von unseren Geschäftspartnern. In unserer jährlich aktualisierten Erklärung zu moderner Sklaverei wird umfassend dargelegt, wie wir diese Bereiche in unserer Lieferkette überwachen und adressieren. Die Verantwortung, welche Springer Nature gegenüber der wissenschaftlichen Gemeinschaft trägt, geht über unsere eigenen Aktivitäten als Verlag hinaus. Unser Rahmenwerk als Beitrag an die wissenschaftliche Gemeinschaft konzentriert sich auf die Unterstützung von Programmen, die Entdeckungen durch Zugriff auf angemessene und hochwertige Bildung und Wissenschaft fördern. Springer Nature unterstützt globale und lokale Maßnahmen und Initiativen, die den Zugang zu wissenschaftlichen Informationen erleichtern oder durch die solche Informationen weiterverbreitet werden. Springer und Nature sind beides Gründungsmitglieder von "Research4Life", einem Programm, welches den ärmsten Ländern Zugang zu wichtigen wissenschaftlichen Forschungsergebnissen gewährt, und heute offeriert Springer Nature kostenlosen oder kostengünstigen Zugang zu relevanten Zeitschriften für Forscher, welche für Institutionen in den qualifizierten Ländern tätig sind. Der Julius Springer Hilfsfonds gewährt seit 2004 hilfsbedürftigen Menschen aktive finanzielle Unterstützung. Hilfsbedürftige Menschen können sowohl Mitarbeiter des Konzerns und deren Angehörige als auch Dritte sein, die Unterstützung einer wohltätigen Einrichtung benötigen. Ziel des Fonds ist, Menschen, die unverschuldet oder aus besonderen Gründen in Not geraten sind, mittels finanzieller Zuwendungen zu unterstützen. Eine Übersicht über die 2018 getätigten Spenden und durchgeführten Fallstudien findet sich in unserem Jahresbericht zur unternehmerischen gesellschaftlichen Verantwortung ("Corporate Social Responsibility"). Springer Natures nächster Jahresbericht zur unternehmerischen gesellschaftlichen Verantwortung, welcher die Aktivitäten in 2018 abdeckt, wird im März 2019 veröffentlicht. Dieser Bericht erläutert die Ziele von Springer Nature als verantwortungsbewusstem Unternehmen und beschreibt Status und Ziele in Bereichen wie Vielfalt- und Inklusionsstrategie, Umweltbelange und Nachhaltigkeit, gesellschaftlichem Engagement und wohltätigen Aktivitäten und weitere Aspekte von Springer Nature als verantwortlicher und fortschrittlicher Verlag. Der Bericht steht unter der Adresse www.springernature.com/responsiblebusiness als Download zur Verfügung. Allgemeine Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch das Management von Springer Nature Das Geschäftsjahr 2018 verlief erfolgreich für Springer Nature. Die Hauptziele des Zusammenschlusses der wissenschaftlichen Verlagsaktivitäten der vormaligen Springer-Gruppe und des vormaligen MSE-Geschäfts, aus denen der Geschäftsbereich Research von Springer Nature hervorging, wurden erreicht. Dies führte 2018 erneut zu einem deutlich über dem Marktwachstum liegenden Umsatzwachstum in diesem Geschäftsbereich. Die organische bereinigte EBITDA-Marge erhöhte sich 2018, da Investitionen in neue Produkte sowie in Systemintegrationen und -verbesserungen auf historisch hohem Niveau blieben. Auch das Segment Education konnte seine organische bereinigte EBITDA-Marge 2018 verbessern, während das Segment Professional das branchenweit führende Niveau seiner Betriebsgewinnmargen 2018 halten konnte. Angetrieben durch diese Margen- und Working Capital-Verbesserungen verbesserten sich 2018 insgesamt auch die Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit. Darüber hinaus war Springer Nature 2018 in der Lage, die Fremdkapitalkosten weiter zu verringern und positive Marktfenster zu nutzen, um in Hinblick auf die Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken wichtige Finanzrisikomanagementmaßnahmen auszuweiten. Springer Nature ist gut aufgestellt, um in Zukunft sowohl organisch als auch durch Akquisitionen zu wachsen. Springer Nature ist der Ansicht, dass die Sicherung und Erweiterung der Marktposition in Hinblick auf bestehende Produkte und neue Geschäftsfelder sowie die Weiterentwicklung in Richtung offene und flexiblere Geschäftsmodelle, insbesondere bei akademischen Verlagsaktivitäten, die richtige Strategie ist, um die Umsatzbasis und Profitabilität des Konzerns zu wahren und auszubauen. Springer Nature konzentriert sich deshalb auf das Wachsturm des Inhaltsbestands durch die Erhöhung der Nutzung und Qualität der veröffentlichten Inhalte, die weitere Internationalisierung und Digitalisierung sowie die Erweiterung der Wertschöpfungskette im Hinblick auf die Prozesse zur Verbreitung und Nutzung von wissenschaftlichen Inhalten. Dies umfasst auch unseren weiteren starken Einsatz für die Förderung der Umstellung auf frei zugängliche Forschungsinformationen. Wir werden weitere Investitionen in einen maßvollen und ausgewogenen Ansatz für diese Umstellung auf offene Wissenschaft tätigen. Wir sind weiterhin bestrebt, diese Umstellung sowohl konzeptionell als auch operativ zu Gunsten aller Stakeholder in der Forschungs- und breiteren akademischen Gemeinschaft zu leiten. Springer Nature bleibt eindeutig verpflichtet, offene Wissenschaft und die bestmögliche Verbreitung von Forschungsergebnissen zu ermöglichen und zu fördern. Der Konzern wird weiter in Open-Access-Publishing in allen Formaten investieren, ist offen für Kunden/Institute, die Ausgaben für Zugriff auf Inhalte mit Ausgaben für Veröffentlichungsgebühren zusammenzufassen wollen, das Teilen von Inhalten gemäß bestehender rechtlicher Rahmenbedingungen weiter unterstützen und weiterhin einen kooperativen Ansatz in Hinblick auf rechtmäßige Netzwerke zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit sowie ähnliche Gemeinschaften und Netzwerke verfolgen. Ermöglicht und unterstützt wird dieses Ziel durch den anhaltenden Anstieg der weltweiten Forschungs- und Bildungsaktivitäten und die Rolle und Positionierung von Springer Nature in diesen Prozessen, durch die einzigartigen von Springer Nature aufgebauten Marken und durch die strategischen und operativen Vorteile aus dem Zusammenschluss von Springer und MSE. Neben dieser starken Position und Fähigkeit zur Förderung der organischen Veränderungen und Umstellung in unserer Branche verfügt Springer Nature über die nötige Flexibilität, um externe Wachstums- und Entwicklungschancen ergreifen zu können, die sich aus veränderten Marktbedingungen ergeben könnten. 3 Chancen- und RisikoberichtRisikobericht Risikomanagementsystem Springer Nature verfügt über ein Risikomanagementsystem, das auf dem vom Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission ("COSO") veröffentlichten Internal Control-Integrated Framework basiert. Es ist darauf ausgerichtet, potenzielle Ereignisse und Entwicklungen zu identifizieren, die möglicherweise zu einer Abweichung von der erwarteten Geschäftsentwicklung führen, und diese zu steuern, indem:
Diese Prozesse werden von der Abteilung Governance, Risk und Compliance von Springer Nature koordiniert. Der Vorstand ist gemeinsam für die Festlegung der Risikobereitschaft von Springer Nature verantwortlich, und der Aufsichtsrat überwacht (durch den Prüfungsausschuss) die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems. Die Risikosteuerung erfolgt bei Springer Nature über das "Three Lines of Defence Model" (Modell der drei Verteidigungslinien).
Springer Nature definiert Risiken als unsichere Entwicklungen, Ereignisse oder Gefahren, die sich negativ auf das Bestehen, die Entwicklung und die finanzielle Leistungsfähigkeit der zum Konzern gehörenden Unternehmen auswirken können. Risiken werden gesammelt und in Risikobereichen zusammengefasst. Die Klassifizierung erfolgt anschließend in Absprache mit den betreffenden Abteilungen anhand einer Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen Auswirkungen. Bei der Analyse der Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen werden nicht nur Abweichungen von den geplanten Erträgen oder erhöhte Plankosten berücksichtigt, sondern auch nicht-monetäre Faktoren wie Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit, den Ruf oder die Strategie sowie Wechselwirkungen zwischen Risikobereichen. Bei der Risikoquantifizierung wird die Auswirkung des realistischen ungünstigsten Falls geschätzt, nicht des möglichen ungünstigsten Falls (der höchst unwahrscheinlich ist). Die im Rahmen dieses Prozesses identifizierten Risiken werden den Verantwortlichen der einzelnen Geschäftsbereiche zugeordnet und von den Risikoverantwortlichen überwacht und minimiert. Weitere Risiken, die derzeit nicht bekannt sind oder als unwesentlich eingestuft werden und deshalb nicht beim Risikomanagement berücksichtigt werden, könnten auftreten und die Unternehmensentwicklung von Springer Nature beeinträchtigen. Zudem können die Maßnahmen, die zur Minderung der identifizierten Risiken ergriffen werden, keine absolute Sicherheit bieten, dass ein Risiko nicht eintreten wird und/oder unsere Geschäftstätigkeit oder Ertragslage nicht nachteilig beeinflussen wird. Die Schwellenwerte für den Einbezug in die Berichterstattung an den Vorstand sind unten blau dargestellt. Die Risikokategorie "Hoch" betrifft derzeit Risiken mit potenziellen finanziellen Auswirkungen zwischen EUR 1,0 Mio. und EUR 5,0 Mio. (oder gleichwertige nicht-finanzielle oder Reputationsrisiken). Die Risikokategorie "Erheblich" betrifft Risiken mit potenziellen finanziellen Auswirkungen von > EUR 5,0 Mio. (oder gleichwertige nicht-finanzielle oder Reputationsrisiken).
Wir analysieren zudem die wesentlichen Treiber der einzelnen Risikobereiche und ordnen sie den folgenden Kategorien zu: Externe Risiken Externe Risiken beziehen sich zwar nicht direkt auf die Geschäftstätigkeit von Springer Nature, stellen jedoch Risiken dar, die sich im Zusammenhang mit den Standorten, rechtlichen Rahmenbedingungen oder Ländern ergeben, in denen Springer Nature aktiv oder in sonstiger Form involviert ist. Springer Nature, und insbesondere der Research- und der Education-Bereich, ist global organisiert und weltweit über Tochterunternehmen, lokale Büros und Vertretungen tätig. Dadurch ergeben sich Risiken, die nicht im Einflussbereich von Springer Nature liegen, sondern von den örtlichen Verwaltungen und Behörden, den rechtlichen Rahmenbedingungen, der lokalen Steuergesetzgebung oder der Wirtschaftslage in diesen Regionen abhängig sind. Die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen hängt unter anderem vom politischen Umfeld ab, einschließlich des Finanzierungsumfangs von Hochschul- und Forschungseinrichtungen. Mit der Präsenz von Springer Nature in den Märkten in Asien (einschließlich Indien), dem Nahen und Mittleren Osten, Lateinamerika und dem südlichen Afrika können sich die externen Risiken erhöhen, insbesondere durch makroökonomische Veränderungen, Gesetzesänderungen, neue logistische Herausforderungen, noch wenig etablierte Institutionen/Verfahren und politische Restriktionen. Für Springer Nature sind derzeit jedoch keine externen Risiken erkennbar, die eine wesentliche Gefahr für den Fortbestand des Konzerns darstellen. Schwankungen und Änderungen der EUR/GBP- und EUR/USD-Wechselkurse infolge der politischen Entwicklungen in Großbritannien (Brexit) und den USA hatten aufgrund der Umsatz-, Kosten- und Finanzierungsstruktur des Konzerns bis dato noch keine wesentlichen negativen Auswirkungen. Diese Entwicklungen könnten mittel- bis langfristig jedoch die Kaufkraft institutioneller Kunden beeinflussen. Diese und weitere Effekte können derzeit nicht angemessen beurteilt oder quantifiziert werden. Die politische Lage in der EU ist zunehmend von Unsicherheit geprägt. Die langwierigen Brexit-Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU sowie die jüngsten Wahlen in einigen bedeutenden Volkswirtschaften könnten die Wachstumsdynamik, die in den meisten europäischen Ländern und der EU im Allgemeinen zu beobachten war, negativ beeinflussen. Die Regierungspolitik sowie jüngste Entwicklungen in der politischen Agenda von an der Regierung in europäischen Ländern beteiligten Gruppen deuten auf Risiken aus steigenden öffentlichen Ausgaben und einer höheren Verschuldung hin, während die Notwendigkeit von Sparmaßnahmen und ausgeglichenen Haushalten neu beurteilt wird. Dies stellt ein Risiko für die finanzielle Stabilität in Europa (Italien, Griechenland, Frankreich) und darüber hinaus dar. Die politische Unsicherheit in Großbritannien aufgrund des Brexit-Verfahrens hält neuerdings Investitionen zurück und schwächt die britische Wirtschaft. Die akkommodierenden Maßnahmen der Bank of England werden den Effekt wahrscheinlich abschwächen, trotzdem wird von einer Verlangsamung des Wachstums ausgegangen. Das größte Risiko für den globalen Ausblick resultiert nach aktueller Einschätzung aus einem weiteren Anstieg des globalen Protektionismus. Entsprechende politische Entwicklungen und erste regulatorische Bemühungen in dieser Richtung können bereits in verschiedenen Ländern beobachtet werden. Springer Nature ist der Ansicht, dass die Einhaltung lokaler Vorschriften für die Verbreitung von Inhalten prinzipiell der richtige Ansatz ist, um den Interessen aller Autoren, Institutionen und sonstiger Interessenvertreter in diesem Zusammenhang Rechnung zu tragen und gleichzeitig unserer Pflicht gegenüber der akademischen Gemeinschaft nachzukommen. Obwohl innerhalb der Forschungsgemeinschaft eine gewisse Kritik gegenüber unserem Ansatz in Hinblick auf die regulatorischen Maßnahmen in China 2017 aufkam, hatte dies keine nachhaltig negativen Auswirkungen auf den Ruf oder die wirtschaftlichen Interessen von Springer Nature. Im Jahr 2018 wurden neue politisch motovierte Handelssanktionen und Embargos verhängt, die Risiken und Einschränkungen für die globalen forschungsbezogenen Informationsaktivitäten von Springer Nature darstellen. Springer Nature unterliegt auch externen Unternehmenskontinuitätsrisiken wie etwa Naturkatastrophen oder Terrorismus, die sich entweder auf Springer Nature oder wichtige Lieferanten auswirken können. Springer Nature und seine Tochterunternehmen sind in zahlreichen Ländern tätig, in denen zum Teil restriktive Vorschriften hinsichtlich der Kapitalrückführung gelten und finanzielle Mittel kurzfristig nicht verfügbar sein können. Marktbezogene Risiken Marktrisiken entstehen für Research, das größte Segment von Springer Nature, aus der Finanzlage und Kaufkraft seiner wichtigsten Kunden in den jeweiligen Märkten und Ländern. Zu unseren Kunden zählen Universitäts- und Forschungsbibliotheken, Forschungsinstitute sowie Unternehmen in den klassischen Industrienationen und zunehmend auch in den Schwellenländern im Asien-Pazifik-Raum, im Nahen und Mittleren Osten und in Lateinamerika. Unsere Marke und unser Ruf sind wichtige Vermögenswerte, die zur Unterstützung unserer Marktposition erhalten werden müssen. Unser Ruf beruht auf der hohen Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen sowie unserer Position als Bewahrer wissenschaftlicher Inhalte. Sind wir außerstande, die Stärke unserer Marken aufrechtzuerhalten, könnte sich dies wesentlich nachteilig auf unsere Umsatzerlöse und künftige Geschäftsentwicklung auswirken. Springer Nature publiziert und verkauft, wie die meisten seiner Wettbewerber, einen Großteil seiner wissenschaftlichen Inhalte auf der Basis von bezahlten Abonnements und Lizenz-Verträgen. Unter Geldgebern und Regulatoren und innerhalb der akademischen Gemeinschaft wird seit einigen Jahren eine Diskussion geführt, ob die Ergebnisse aus durch öffentliche Gelder finanzierter Forschung unentgeltlich zugänglich gemacht werden sollten. Springer Nature verfolgt diese Diskussionen über die Einführung von Open-Access-Modellen aufmerksam. Springer Nature ist gegenwärtig einer der größten und wirtschaftlich erfolgreichsten Open-Access-Publisher und konnte bislang keine negativen Auswirkungen auf das klassische Geschäftsmodell mit lizenzierten/abonnierten Inhalten feststellen. Eine vollständige Umstellung auf ein solches Publikationsmodell mit freiem Zugang ist zwar sehr unwahrscheinlich, doch könnten sich dadurch wesentliche Auswirkungen auf die Höhe der Umsatzerlöse aus dem Abonnementgeschäft und somit auch auf den Gesamtumsatz von Springer Nature ergeben. Aus dieser Diskussion heraus entstand 2015 ein neues Geschäftsmodell, das Abonnement-/Lizenzmodelle mit einem Kontingent zur Publikation von Artikeln in Open-Access-Zeitschriften verknüpft. Der Konzern hat in einigen europäischen Märkten bereits solche Verträge abgeschlossen, und die Erfahrung über die Laufzeit dieser Verträge zeigt, dass sie sich auf die Fähigkeit von Springer Nature, Umsatzerlöse in diesen Ländern zu erzielen, positiv auswirken können. Im Laufe von 2018 hat sich dieser Trend fortgesetzt. So haben wichtige Länder/Kunden ihr Interesse bekundet, Abonnement- und Veröffentlichungsausgaben in einer Vereinbarung zusammenzufassen mit der Absicht, Inhalte im Rahmen solcher Vereinbarungen zu veröffentlichen und global offen zugänglich zu machen. Die Tendenz im deutschen Universitätssystem geht stark in Richtung einer solchen Lösung, und Springer Nature sieht sich als gut positioniert und weit fortgeschritten, im Laufe von 2019 mit dem deutschen DEAL-Konsortium eine Vereinbarung zu schließen. Springer Nature geht zwar nicht davon aus, dass diese Entwicklung sich grundlegend auf seine Fähigkeit, in diesem Geschäftssegment künftig Umsatzerlöse zu erzielen und diese zu steigern, auswirken wird, dennoch ist ersichtlich, dass eine globale Umstellung auf solche "Publish and Read"-Vereinbarungen Ausgabenungleichheiten zwischen Ländern, Konsortien und einzelnen Kunden mit sich bringt, die schwer zu überwinden sind und während des Umstellungszeitraums möglicherweise zu einer nichtlinearen und weniger vorhersehbaren Umsatzentwicklung führen. Darüber hinaus kam in Bezug auf Open-Access-Publishing 2018 eine kleine Anzahl staatlicher finanzierter europäischer Forschungsinstitutionen zusammen, um allgemein anerkannte Richtlinien für Open-Access-Publishing zu definieren und eine Strategie für die Einführung von Open Access als verpflichtendes Veröffentlichungsmodell festzulegen, mit dem Ergebnisse aus EU-finanzierter Forschung veröffentlich werden sollen ("Plan S", "cOAlition S"). Über diese Empfehlungen wird derzeit innerhalb der Forschungsgemeinschaft beraten. Sie stehen in Teilen in Widerspruch zu dem, was europäische Länder im Rahmen der Verhandlungen über zusammengefasste Abonnement- /Veröffentlichungsverträge zu erreichen versuchen. Zudem wird die Auffassung vertreten, dass sie die Entscheidungsfreiheit des Forschers/Autoren in Bezug auf die Veröffentlichung der Forschungsergebnisse übermäßig einschränken. Bisher haben diese Empfehlungen keine generelle oder breite Zustimmung gefunden. Springer Nature ist an diesen Debatten beteiligt und unterstützt weiterhin die Umstellung auf Open-Access-Publishing, das effizient und wirtschaftlich ist und in Hinblick auf Veröffentlichungsqualität, Effizienz, globale Verbreitung und Entscheidungen des Autoren/Forschers zu keinen Nachteilen führt. In einigen Fällen werden die Geschäftsbeziehungen von Springer Nature mit Konsortien, Bibliotheken und sonstigen Kunden über Vertriebsagenturen sowie den Wholesale/Vertrieb geführt. Das Geschäftsvolumen dieser Zwischenhändler hat sich aufgrund der Digitalisierung von Inhalten und der gesunkenen Nachfrage nach physischen Produkten verringert. Da diese Parteien/Agenturen üblicherweise auch die Kundengelder vereinnahmen, kann deren Insolvenz dazu führen, dass die Springer Nature zustehenden Gelder nicht mehr abgeführt werden und diese folglich Springer Nature gar nicht mehr oder nur teilweise durch die Verwertung der Insolvenzmasse zufließen. Vor diesem Hintergrund entsteht im Zusammenhang mit dem Anfang 2019 beim größten deutschen Buchgroßhändler eingeleiteten Gläubigerschutz ein bestimmtes Risiko uneinbringlicher Forderungen und im Entferntesten auch einer Geschäftsunterbrechung. Springer Nature bewertet die wahrscheinlichen Auswirkungen dieser Risiken in Hinblick auf seine Unternehmensfortführung als nicht wesentlich. In einigen Märkten des Research-Bereichs ist eine zunehmende Konzentration sowohl im stationären Buchhandel als auch im Online-Handel zu beobachten. Insbesondere im Online-Handel halten einige wenige Marktteilnehmer wie Amazon oder Apple einen wesentlichen Marktanteil, was sich negativ auf die Profitabilität und die Ergebnisse von Springer Nature auswirken kann, sollte diese Marktmacht missbraucht werden. Zudem wird der Handel mit gebrauchten Büchern und die Einführung von Ausleihmodellen für Bücher durch Online-Plattformen stark gefördert, was sich ebenfalls negativ auf die Umsatzerlöse von Springer Nature auswirken kann. Die Ertragskraft von Springer Nature basiert auch darauf, dass mit Dritten weiterhin zu angemessenen wirtschaftlichen Bedingungen Lizenz- und Co-Publishing-Verträge über die Bereitstellung von Inhalten abgeschlossen werden können. Beschließen diese Parteien, ihre Inhalte nicht mehr zur Verfügung zu stellen, oder werden Verträge nicht zu wirtschaftlich rentablen Bedingungen verlängert, könnte dies die Entwicklung der Umsatzerlöse und des Ergebnisses von Springer Nature kurzfristig negativ beeinflussen. In bestimmten Bereichen und Regionen des Education-Geschäfts nimmt die öffentliche Hand immer mehr Einfluss auf die Erstellung und Bereitstellung von Bildungsressourcen. Dies stellt in einigen Märkten ein Risiko dar, insbesondere in Lateinamerika, im Nahen und Mittleren Osten sowie in Indien, wo einige Regierungen die Beschaffungsprozesse für Schulbücher und sonstige Bildungsmaterialien bereits stark zentralisiert haben oder sogar dazu übergangen sind, ihre eigenen Bildungsmaterialien zu erstellen. Dies führt zu einem mit einer schwankenden Umsatzentwicklung und Umsatzeinbußen verbundenen Risiko. Springer Nature ist dem grundlegenden Risiko ausgesetzt, dass die Geschäftsmodelle, Produkte und Dienstleistungen nicht vollständig durch Urheber- und andere Schutzrechte geschützt sind, dass die Urheberrechte von Springer Nature von Dritten verletzt oder angefochten werden und dass Springer Nature selbst unbeabsichtigt Urheberrechte von Dritten verletzt, woraus Vertragsverletzungsverfahren, Nachverhandlungen von Verträgen und/oder zusätzliche Zahlungen resultieren können. Insbesondere die systematische Verletzung der Urheberrechte von Springer Nature könnte sich negativ auf die Nachfrage nach seinen Produkten und in der Folge auf die Umsatzerlöse auswirken. Obwohl der Konzern regelmäßig seine Autoren- und Herausgeberverträge aktualisiert, können insbesondere aus den eingeführten Geschäftsmodellen für die elektronische Nutzung steigende Risiken resultieren, die zu solchen Ansprüchen führen können. Da der Konzern Inhalte über zahlreiche globale Tochterunternehmen erwirbt, ist Springer Nature dem Risiko von Änderungen von Urheberrechtsgesetzen in anderen Ländern ausgesetzt. In einigen Ländern, in denen wir tätig sind, könnten Urheberrechtsgesetze nicht ausreichend robust sein oder die rechtliche Position von Urheberrechtserstellern und -eigentümern weiter abschwächen, was unsere Fähigkeit, unsere geschaffenen oder erworbenen Rechte am geistigen Eigentum unserer Produkte zu begründen und zu schützen, einschränken könnte. Diese Änderungen können auch zu veränderten Vergütungsanforderungen für Autoren und/oder Änderungen der Systeme zur Verwertung von Urheberrechten führen, die für Springer Nature von Nachteil sein können. Die hieraus resultierenden finanziellen Auswirkungen zeigen sich bereits in der Finanzlage des Konzerns. Obwohl Änderungen in anderen Ländern die Finanzlage von Springer Nature nachteilig beeinflussen können, schätzen wir dies für den Konzern als Ganzes lediglich als ein moderates Risiko ein. Netzwerke zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit (Scientific Collaboration Networks - SCNs) verzeichneten in den letzten Jahren eine starke Zunahme der Mitglieder. Springer Nature arbeitet mit sämtlichen SCNs zusammen, die sich an bestehende rechtliche Rahmenbedingungen halten, und ist der Auffassung, dass die Möglichkeit, Inhalte weiter zu verbreiten und den Anteil der Nutzer dieser SCNs an der Forschungsgemeinschaft zu vergrößern, sowohl für Autoren als auch für Nutzer und Verlage von Vorteil ist. Der Konzern wägt derzeit alle Optionen in Bezug auf die unrechtmäßige Nutzung seiner Inhalte auf den SCNs oder vergleichbaren Seiten ab. Springer Nature ist sich zwar der illegalen Nutzung seiner Inhalte auf einigen dieser Seiten bewusst, konnte jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf seine Fähigkeit, mit seinen Inhalten/Rechten Umsatzerlöse zu generieren, feststellen. Entsprechend unserer allgemeinen Strategie setzen wir unsere Zusammenarbeit mit diesen Parteien fort, um die rechtmäßige Reichweite und Verbreitung unserer Inhalte auch über diese Gemeinschaften und Seiten zu stärken. Der Impact Factor (IF, misst die relative Häufigkeit von Zitierungen) einer Zeitschrift ist relevant für die Entscheidung von Autoren, in welcher Zeitschrift sie veröffentlichen, für die Entscheidung von Forschern, welchen Artikel sie lesen, sowie für Fördereinrichtungen und politische Entscheidungsträger eine wichtige Kennzahl für Zwecke der Forschungsevaluierung. Ein Rückgang des Impact Factors unserer Zeitschriften könnte sich negativ auf deren Fähigkeit auswirken, starke Abonnementraten zu erzielen, was wiederum zu einem Umsatzrückgang führen könnte. Des Weiteren gibt es keine Sicherheit dafür, dass der Impact Faktor nicht durch andere Parameter, wie etwa jene zur Darstellung von Aufrufen oder Erwähnungen in sozialen Medien, als wichtigste Messgröße für wissenschaftliche Publikationen ersetzt wird. Ein solcher Bedeutungsverlust des Impact Factor könnte sich ebenfalls negativ auf unsere Finanzlage auswirken. Springer Nature ist in wettbewerbsintensiven Märkten und Geschäftsfeldern tätig, die in den letzten Jahren wesentlich von der Migration zu elektronischen Produkten und Leistungen, technologischen Innovationen, Gesetzesänderungen und neuen Marktteilnehmern beeinflusst wurden. Werden diese Trends und/oder das geänderte Nachfrageverhalten der Kunden nicht frühzeitig erkannt und aufgegriffen, kann sich dies nachteilig auf die Geschäftsentwicklung von Springer Nature auswirken. Prozessbezogene Risiken Prozessrisiken beziehen sich auf Risiken, die aus den Stufen der Verlags-Wertschöpfungskette resultieren können, an denen Springer Nature beteiligt ist, sowie aus den damit verbundenen Workflows, Prozessen, unterstützenden Systemen und Technologien. Wichtige Prozesse für den Research-Bereich beziehen sich auf den Erwerb von Inhalten, die Organisation der internen Inhaltsauswahl sowie der externen Peer-Review-Prozesse, die Qualitätssicherung, die Erstellung digitaler Inhalte, die Speicherung, die Indexierung, den Vertrieb und die Lizenzierungsprozesse sowie die Organisation des Zugangs und die Steuerung von Zugangsrechten. Unterbrechungen oder Störungen in diesen Prozessen können unter anderem zu Verzögerungen in der Publikation von Inhalten, Korrekturen und Kommunikationsaufwand und somit zu verzögerten oder geringeren Umsatzerlösen, zusätzlichen Kosten sowie Rufschädigung führen. Springer Nature ist in hohem Maße auf seine elektronischen Datenbanken, seine Content-Hosting- und Vertriebsplattformen, seine eigenen oder externen Infrastrukturen zur Datenverarbeitung sowie das Internet angewiesen. Ausfälle oder Störungen können zu Verzögerungen bei internen Prozessen bis hin zu einem Ausfall der Leistungen für Kunden führen. Eine wesentliche Voraussetzung für die Erzielung von Umsatzerlösen und Gewinnen sind die Qualität und Verfügbarkeit der angebotenen Inhalte. Da das Inhalte-Angebot von Springer Nature sehr diversifiziert, aber auch fragmentiert ist und der Beitrag von einzelnen Elementen am Inhalt (Zeitschriften, Buchtitel, Buchreihen) zum Gesamtergebnis von Springer Nature klein ist, stellt die mangelnde Verfügbarkeit einzelner Produkte, z. B. aufgrund von Mängeln, Plagiatsvorwürfen oder technisch bedingten Verzögerungen, kein wesentliches Risiko auf Konzernebene dar. Im Falle, dass Teile von Geschäftsprozessen (z. B. Druck und Vertrieb von physischen Produkten, Wartung von IT-Systemen) ausgelagert wurden, ist Springer Nature von Dritten abhängig. Weitere Risiken bestehen darin, dass Springer Nature keinen oder nur bedingten Einfluss auf die Qualität der von den Lieferanten bereitgestellten Produkte/Dienstleistungen hat oder dass die Lieferanten in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten und Springer Nature nicht weiter beliefern können. Um diesen Risiken vorzubeugen, arbeitet Springer Nature hauptsächlich mit bekannten und erfahrenen Dienstleistern zusammen, hat mit diesen marktübliche Verträge abgeschlossen und überprüft regelmäßig die Qualität der Prozesse sowie die organisatorische und wirtschaftliche Stabilität der wichtigsten Lieferanten. Des Weiteren versucht Springer Nature, in allen Bereichen der Beschaffung von besonderen Produktkomponenten und Dienstleistungen eine Konzentration auf eine kleine Anzahl von Lieferanten zu vermeiden. Springer Nature nutzt laufend Akquisitionen zur Ergänzung seines Portfolios. Trotz der Durchführung detaillierter Analysen im Vorfeld der Akquisitionen, Standard-Due-Diligence-Verfahren durch interne und externe Ressourcen und vordefinierter post-merger Integrationsprozesse, besteht das Risiko, dass die Akquisitionen nicht erfolgreich sind. Dies könnte sich nachteilig auf das künftige Finanzergebnis von Springer Nature auswirken. Die erfolgreiche Entwicklung und Umsetzung von Strategien, Geschäftsplänen und Projekten ist, neben anderen Faktoren, auch von der Fähigkeit des Konzerns zur Gewinnung, Förderung und Bindung angemessen qualifizierter Mitarbeiter abhängig. Springer Nature steht branchenweit mit Forschungsinstitutionen und zunehmend auch mit IT-/Technologieunternehmen im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter. Ist Springer Nature in diesem zunehmenden Wettbewerb um knappe Personalressourcen nicht erfolgreich, könnte dies die Geschäftsentwicklung nachteilig beeinflussen. Die im Mai 2018 in Kraft getretene EU-Datenschutz-Grundverordnung ("DSGVO") umfasst eine Erhöhung der strafrechtlichen Sanktionen und eine Erweiterung der zivilrechtlichen Haftung mit umgekehrter Beweislast für die Einhaltung der Vorschriften durch den Datenverantwortlichen. Zudem sind umfangreiche Dokumentationsverpflichtungen und deutlich höhere Transparenzvorschriften für die anfängliche Datenerfassung, Überwachungen und Überprüfungen vorgesehen. Springer Nature hatte bereits Anfang 2017 eine Arbeitsgruppe mit der Analyse und Beurteilung der Auswirkungen dieser Grundverordnung beauftragt. Das entsprechende Projekt zur Einhaltung der DSGV wurde im Laufe von 2018 bereits weitgehend abgeschlossen, der Abschluss einiger Teilprojekte ist für Anfang 2019 geplant. Angesichts der mangelnden Erfahrung bei der Einführung dieser neuen Verordnung bestehen in diesem Bereich weiterhin bestimmte Risiken. Projektbezogene Risiken Projektrisiken entstehen aufgrund von Managemententscheidungen, die erhebliche Änderungen in der Organisation, den IT-Systemen, den Geschäftsmodellen und/oder dem Produktangebot von Springer Nature bewirken und durch temporäre Maßnahmen (Projekte) umgesetzt werden sollen. Um die mit diesen Projekten verbundenen Risiken zu mindern, richtet Springer Nature eine Projektorganisation ein, um diese zu steuern. Diese Projektorganisation beinhaltet neben dem Kernprojektteam und den verantwortlichen Projektmanagern auch Eskalations- und Lenkungsausschüsse. Der Konzern führt eine Reihe von post-merger Integrationsprojekten durch und wird künftig weitere wichtige Systeme innerhalb des Konzerns vereinheitlichen. Springer Nature schätzt gegenwärtig kein Projekt als relevantes Risiko auf Konzernebene ein. Risiken aus der Finanzierung/Finanzinstrumenten und Steuerrisiken Finanzielle Risiken beziehen sich auf die Situation in den globalen Finanzmärkten, die das geplante künftige Ergebnis von Springer Nature gefährden könnten. Aufgrund seiner weltweiten Aktivitäten unterliegt Springer Nature einer Reihe von finanziellen Risiken, insbesondere Marktrisiken, die sich aus Schwankungen der Wechselkurse zwischen für Springer Nature wichtigen Währungen und dem Euro sowie aus Zinsschwankungen ergeben. Der Konzern ist Risiken in verschiedenen Währungen ausgesetzt, die aus Abweichungen der jährlichen durchschnittlichen Wechselkurse gegenüber dem Euro von den in der jährlichen Budgetplanung des Konzerns angenommenen Wechselkursen resultieren, wobei dem US-Dollar-Wechselkurs die größte Bedeutung zukommt. Um diese Risiken zu identifizieren, werden konzernweite Währungsanalysen durchgeführt und die wichtigsten Positionen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Konzern-Kapitalflussrechnung in ihre Währungskomponenten aufgeteilt. Darauf aufbauend werden Simulationen und Analysen von verschiedenen währungsbezogenen Szenarien durchgeführt, um die daraus resultierenden Risiken zu quantifizieren und darauf basierend über Maßnahmen zur Minderung der Risiken zu entscheiden. Eine zentrale Maßnahme zur Minderung von Wechselkursrisiken besteht darin, dass Springer Nature Darlehen in auf Euro und US-Dollar lautende Tranchen aufgeteilt hat. Der Nennwert der auf US-Dollar lautenden Darlehen ist so gewählt, dass die entsprechenden Zins- und Rückzahlungen weitgehend dem Betrag der operativen Mittelzuflüsse in US-Dollar entsprechen. Dadurch verringert sich das strukturelle Währungsrisiko, das sich aus den Währungsschwankungen der Cashflows ergibt, signifikant. Weitere bedingte strukturelle Währungsschwankungen gegenüber dem Euro werden einzeln unter Berücksichtigung der mittelfristigen Erwartungen für die betreffenden Devisenströme und -positionen adressiert. Wesentliche Währungspositionen, die Wechselkursrisiken unterliegen und nicht durch eine natürliche Absicherung abgedeckt sind, werden separat und individuell abgesichert. In diesen Fällen werden Sicherungsgeschäfte abgeschlossen, die die Risiken aus Wechselkursschwankungen zwischen dem Tag des Abschlusses und dem erwarteten Tag des Mittelzuflusses im Zusammenhang mit der zugrunde liegenden Transaktion minimieren sollen. Das Kontrahentenrisiko dieser Transaktionen wird genau beobachtet, und Verträge werden nur mit Kreditinstituten abgeschlossen, die bestimmte Rating-Kriterien erfüllen. Der Konzern ist Zinsrisiken ausgesetzt, da die finanziellen Verbindlichkeiten von Springer Nature variabel verzinslich sind. Da Springer Nature mit seinen Darlehensgebern eine Zinsuntergrenze von 0,5%/1,0% vereinbart hat, wirken sich Schwankungen der Basiszinssätze in den US-Dollar- und Euro-Märkten oberhalb von 1,0% bzw. 0,5% auf den Zinsaufwand von Springer Nature aus. Aufgrund der Tatsache, dass die Zinsswaps keinen Floor haben, wirken sich auch Zinssätze unter 0,0% negativ auf das Ergebnis des Konzerns aus. Zur Minderung des Risikos aus Zinsschwankungen setzt der Konzern Payer-Swaps (d. h. Springer Nature zahlt einen festen Zinssatz und erhält dafür einen variablen Zinssatz) ein. Springer Nature hat den Absicherungsfaktor für variable Zinsen Ende 2018 von ca. 42% der Ende 2017 ausstehenden Nominalwerte der Senior-Darlehen auf ca. 52% erhöht (2018: EUR 1.583,8 Mio.; 2017: EUR 1.252,0 Mio.). Das Kredit- und Liquiditätsrisiko von Springer Nature werden in Anhangangabe 30 des Konzernanhangs näher erläutert. Springer Nature ist weltweit tätig und die Ergebnisse der Tochterunternehmen unterliegen nach Art und Höhe unterschiedlichen Steuern in Abhängigkeit des Landes, in dem das jeweilige Tochterunternehmen seinen Sitz hat. Zur Organisation der globalen Beschaffung und des Vertriebs unserer Inhalte sowie der Dienstleistungen und Funktionen, die für die Errichtung und Durchführung der globalen Prozesse entlang unserer Wertschöpfungskette notwendig sind, ist ein erhebliches konzerninternes Handelsvolumen an Gütern und Dienstleistungen erforderlich. Dieser Austausch wird angemessen dokumentiert, und bei der Bestimmung des internen Transfers werden global eingeführte und anerkannte Grundsätze (hauptsächlich OECD-Regeln) befolgt. Dennoch besteht ein allgemeines Risiko, dass bestimmte Schritte aufgrund der Komplexität unserer Prozesse nicht vollständig durch unsere internen Transferpreisrichtlinien abgedeckt werden, dass Steuerbehörden abweichende Standpunkte und Interpretationen zu den anerkannten Grundsätzen vertreten oder ihre Ansichten zur Auslegung von Einzelfällen oder der Rechtsprechung ändern. Resultiert dies in einer anderen Veranlagung durch die Steuerbehörden, könnte sich dies nachteilig auf das Ergebnis von Springer Nature auswirken. Im Oktober 2015 implementierte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ("OECD") einen Maßnahmenkatalog, der größtenteils von den teilnehmenden Ländern in nationales Recht umgesetzt wird, um den schädlichen Steuerwettbewerb einzelner Länder sowie die Gewinnverlagerung und -verkürzung in einzelnen Ländern durch internationale Gesellschaften zu verhindern. In einigen Ländern, in denen Springer Nature tätig ist, hat dies bereits zu Änderungen in der nationalen Steuergesetzgebung geführt und weitere Länder werden nachziehen. Springer Nature hat im Laufe von 2018 seine Organisation und internen Handelsvereinbarungen bewertet und einen Prozess zur Einführung von Änderungen eingeleitet, um bestimmten Risiken entgegenzuwirken, die aus den BEPS-Regelungen und deren Einführung in Ländern, in denen Springer Nature tätig ist, resultieren. Diese Änderungen in der Gesetzgebung aufgrund der BEPS-Maßnahmen, unterschiedliche Auslegungen geltender Gesetze und Vorschriften sowie sonstige rechtliche Entwicklungen (einschließlich z. B. der Initiativen der EU-Kommission zur Besteuerung der digitalen Wirtschaft) könnten sich jedoch weiterhin negativ auf das künftige Ergebnis von Springer Nature auswirken, da bestimmte nationale Einführungen zu erhöhten Steuerrisiken, stärkeren Anstrengungen zur Einhaltung der Steuervorschriften sowie einem höheren Verwaltungsaufwand führen. Rechtsstreitigkeiten Zum Ende der Berichtsperiode war Springer Nature an keinen wesentlichen Rechtsstreitigkeiten oder Gerichtsverfahren beteiligt und sah sich keinem Sachverhalt mit dem Potenzial gegenüber, die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns wesentlich negativ zu beeinflussen. Es ist jedoch möglich, dass der Konzern künftig an Rechtsstreitigkeiten beteiligt sein wird, die sich negativ auf das Ergebnis von Springer Nature auswirken können. Zusammenfassende Darstellung der Risikolage In den vorangegangenen Abschnitten wurde über wesentliche Einzelrisiken berichtet. Die Gesamtrisikosituation von Springer Nature setzt sich aus der Gesamtheit der Einzelrisiken aller Risikokategorien zusammen. Auch unter Berücksichtigung der möglichen Zusammenhänge und Wechselwirkungen von Einzelrisiken sind derzeit für Springer Nature keine Risiken erkennbar, die eine wesentliche Gefahr für den Fortbestand von Springer Nature darstellen oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich negativ beeinflussen könnten. Springer Nature ist überzeugt, dass durch die fortschreitende Diversifizierung, Internationalisierung und Digitalisierung seines Geschäfts bestimmte dem akademischen Verlagssektor innewohnende Risiken reduziert werden. Zudem erfordern potentielle externe und marktbezogene Risiken sowie Risiken, die sich auf die Finanzierung und Finanzinstrumente beziehen, die Ergreifung von Maßnahmen zur Risikominderung, um die Nachhaltigkeit und Stabilität der Geschäftsmodelle von Springer Nature langfristig zu gewährleisten. Springer Nature ist der Überzeugung, angemessene Maßnahmen zur Minderung dieser Risiken umgesetzt zu haben. Chancenbericht Nach der Entstehung von Springer Nature im Jahr 2015 wurden im Laufe der Jahre 2016 und 2017 wichtige Meilensteine in Verbindung mit dem Integrations- und Zusammenschlussprozess erreicht. Bis Ende 2018 wurden nahezu alle zusammenschluss- und integrationsbezogenen Projekte abgeschlossen. Der deutlich fortgeschrittene Status der post-merger Integration, der Wechsel des CEO sowie die Erweiterung des Vorstands um eine Funktion für wirtschaftliche Verantwortung mündeten in einem neuen Strategieplanungszyklus, der sich 2019 bis zur Festlegung eines mittelfristigen Plans fortsetzen wird. Als Fortsetzung dessen, was seit 2015 umgesetzt wurde, haben das Management und die Gesellschafter von Springer Nature die Strategien spezifiziert, die es dem Konzern ermöglichen, Wachstumschancen im zusammengeschlossenen Unternehmen zu schaffen und zu nutzen. Das Leitprinzip und die Mission für Springer Nature bestehen darin, Produkte und Dienstleistungen anzubieten, die Forscher, Lehrende, Schüler und Experten und ihre Institutionen darin unterstützen und befähigen zu forschen, zu lernen und sich in ihren jeweiligen Fächern und Disziplinen weiterzuentwickeln. Springer Nature beabsichtigt, die Erstellung, Verbreitung und Nutzung von Wissen in den Segmenten, in denen wir tätig sind, zu beschleunigen, über ein beispielloses Verständnis der sich wandelnden Bedürfnisse unserer Gemeinschaften zu verfügen und Produkte, Prozesse und Geschäftsmodelle zu entwickeln, die diesen sich wandelnden Bedürfnissen besser gerecht werden als jener der anderen Verlage. Springer Nature ist davon überzeugt, dass dies erreicht wird durch:
Durch unsere Tätigkeiten im Research Segment sind wir tief in den Kreislauf der Forschung und der Generierung von Wissen involviert und haben eine kritische Rolle inne:
Wir sind überzeugt, durch unsere Position in diesem Forschungszyklus unsere Tätigkeiten ausweiten und allen Kundenkreisen der Forschungsgemeinschaft verbesserte Dienstleistungen, Anerkennung und Leistungsversprechen bieten zu können, indem wir:
Im Research-Segment haben wir die folgenden zentralen strategischen Bereiche, Initiativen und Maßnahmen identifiziert: Der Fokus bei Forschungszeitschriften liegt auf:
Akademische, durch Peer Review überprüfte Zeitschriften tragen wesentlich zu den Umsatzerlösen und Gewinnen von Springer Nature im Research-Segment bei, und so gilt Springer Nature seit jeher als konstruktiver und verlässlicher Partner der weltweiten akademischen Gemeinschaft. Als solcher hat Springer Nature die Bedeutung von Open-Access-Publikationen sehr früh erkannt und war der erste kommerzielle akademische Verlag, der ein ganzheitliches Angebot an Open-Access-Publishing-Modellen für die akademische Gemeinschaft eingeführt hat. Aufgrund dessen ist Springer Nature heute Marktführer im Bereich der kommerziellen Open-Access-Publikationen. Da Springer Nature auch als Meinungsführer anerkannt ist, wird der Verlag die Diskussionen über die Erweiterung und Nutzung von Open-Access-Modellen und diesbezügliche regulatorische Bemühungen zum Erreichen dieses Ziels auch in Zukunft prägen. Dies umfasst einen offenen und transparenten Ansatz gegenüber Institutionen und Konsortien, die ihre Ausgaben für Inhalte/Zugänge mit den Ausgaben für Open-Access-Veröffentlichungen zusammenfassen und auf ein "Read and Publish"-Modell umstellen möchten, das in einigen europäischen Ländern bereits eingeführt wurde und das Interesse einer steigenden Anzahl an Kunden/Ländern weckt. Diese Umstellung bringt zwar umstellungsbedingt sowohl strategische als auch operative Herausforderungen mit sich, doch Springer Nature geht davon aus, dass die absehbare Ausweitung des Open-Access-Modells die Marktposition verbessern und langfristige positive Auswirkungen auf das Geschäft haben wird. Der Fokus bei Forschungsbüchern liegt auf:
Unsere Tätigkeiten im Bereich Research-Dienstleistungen bieten gute Wachstumschancen. Wir sind überzeugt, dass ein nachhaltiges, über dem Marktdurchschnitt liegendes Wachstum erreicht werden kann, indem wir:
In unserem kleineren aber schnell wachsenden Produktbereich der Forschungsdatenbanken besteht unser Ziel darin, starkes Wachstum zu fördern, indem wir unseren Nutzern führende Datenbank- /intelligente Produkte und Lösungen dort bieten, wo sie gebraucht werden, um ihre spezifischen und kritischen Forschungs- und Analysebedürfnisse zu erfüllen. Insbesondere beabsichtigen wir, die Breite und Tiefe unserer Datenbankprodukte zu erweitern, um datenbankspezifische Prozesse der Inhaltserstellung zu entwickeln, unsere spezifischen Vertriebs-/Kundenbetreuungsressourcen auszubauen sowie allgemeine Effizienzverbesserungen zu erreichen, indem wir die Verantwortlichkeiten für diese spezifischen Prozesse des Datenbank-Segments zentralisieren. Die Investitionen in diesen Research-Geschäftsbereichen konzentrieren sich auf die folgenden Kernbereiche:
Neben fortlaufenden Investitionen in bestehende Aktivitäten wird Springer Nature auch künftig in die Expansion in Schwellenländern investieren, die ein hohes Wachstumspotenzial für die Beschaffung und den Verkauf von wissenschaftlichen Inhalten aufweisen. Viele dieser Märkte (insbesondere Asien/China) weisen bei der Erstellung von Inhalten Wachstumsraten auf, die weit über dem weltweiten Durchschnitt liegen. Dadurch ergibt sich für Springer Nature aufgrund seiner traditionell starken Marktposition und dem guten Ruf seiner Marken in diesen Märkten ein zusätzliches Wachstumspotenzial. Im Segment Education wird sich Springer Nature zur Wachstumsbeschleunigung auf die Entwicklung eines nachhaltigen Kerngeschäfts im Bereich Curriculum und Englischsprachunterricht konzentrieren. Der redaktionelle Bereich wird sich von der lokalen zur globalen Erstellung von Inhalten mit regionalen Vorgaben und Anpassungen weiterentwickeln. Das Teilen lokaler Lerninhalte wird sowohl für den englischen als auch den spanischen Markt verbessert werden. Künftige Produktentwicklungen werden sich auf größere, relevante Märkte mit sichtbarem nachhaltigem und langfristigem Umsatzwachstum sowie Marktanteilsgewinne konzentrieren. Dies wird die Erweiterung von Wachstumsfeldern im Bereich Higher Education und englischsprachiges Medium Teaching umfassen. Im Segment Education wird zudem die Effizienz durch fortlaufende Umstrukturierungen wichtiger Unternehmensprozesse weiter gesteigert. Im Professional-Bereich von Springer Nature soll Wachstum organisch und mit kleineren arrondierenden Akquisitionen erzielt werden, um die Umsatzbasis zu diversifizieren bzw. zu gering genutzte Inhalte und Technologien innerhalb des Konzerns zu fördern. Produkte aller Teilbereiche werden sich von reinen berufsbezogenen Informationsquellen in Anwendungen entwickeln, die Experten bei ihren Aufgaben und Workflows unterstützen. Die Geschäftsbereiche werden im Hinblick auf die Verknüpfung von Informationen und Technologie weiter innovativ vorangehen, um neue Produkte zur Erweiterung der Wertschöpfungskette unserer Kunden zu entwickeln. Darüber hinaus verfolgen unsere Teilbereiche das Ziel, ein hohes Niveau an Effizienz und Profitabilität zu halten, indem sie bei der Produktentwicklung nah am Kunden bleiben und kontinuierlich an Produktivitäts- und Effizienzverbesserungen in unseren gesättigten Märkten arbeiten. Springer Nature prüft regelmäßig Möglichkeiten für Akquisitionen sowie die Veräußerung von einzelnen Geschäften oder Bereichen, unter Berücksichtigung der strategischen Gesamtausrichtung des Konzerns und den Strategien in seinen Geschäftsbereichen. 4 PrognoseberichtPlanungsannahmen Springer Nature plant die künftige Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auf Basis von vergangenen und gegenwärtig beobachtbaren Trends sowie Extrapolationen, Prognosen, qualitativen und quantitativen Annahmen und Szenarien, die Springer Nature aus heutiger Sicht als angemessen und hinreichend wahrscheinlich erachtet. Generell sind alle Planungen und zugrunde liegenden Annahmen jedoch mit Unsicherheiten behaftet und berücksichtigen möglicherweise nicht alle Aspekte, die sich auf die zukünftige Geschäftsentwicklung auswirken können. Die tatsächliche Entwicklung von Springer Nature kann daher deutlich von den getroffenen Annahmen und den daraus resultierenden Planungen und Trendaussagen abweichen. Faktoren, die zu abweichenden zukünftigen Entwicklungen im Vergleich zu den derzeitigen Prognosen führen, können z. B. sein: allgemeine wirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen, Änderungen im weltweiten Finanzierungsumfeld oder Änderungen im rechtlichen und regulatorischen Umfeld, aber auch geopolitische Umwälzungen in Märkten, die für Springer Nature von Bedeutung sind. Künftige Entwicklung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für 2019 ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,5%. Für die entwickelten Volkswirtschaften rechnet der IWF für 2019 mit einem Wachstum von 2,0%. Das Wirtschaftswachstum der USA wird sich 2019 aufgrund der nicht fortgesetzten finanzpolitischen Anreize voraussichtlich um 2,5% verringern. Höhere Handelszölle werden das Wachstum voraussichtlich ebenfalls beeinträchtigen. Der IWF hat seine Prognose für den Euroraum nach unten korrigiert und prognostiziert für 2019 ein Wachstum von 1,6%. Dies ist auf niedrigere Erwartungen für einige wichtige Volkswirtschaften in Europa aufgrund einer schwächeren privaten Nachfrage sowie einer geringeren industriellen Produktion infolge eines abgeschwächten Wachstums des Welthandels zurückzuführen. Die Unsicherheit in Verbindung mit dem Brexit hat sich sogar erhöht, was sich in einer für 2019 verhaltenen Wachstumsprognose für Großbritannien von 1,5% zeigt, unter der Annahme, dass mit der EU eine Einigung über den Austritt erreicht wird. Die Wachstumsprognose für die Wirtschaft in Japan wurde aufgrund verstärkter finanzpolitischer Anreize zum Ausgleich der Erhöhung der Verbrauchsteuer im Oktober 2019 nach oben korrigiert und liegt laut IWF für 2019 bei 1,1%. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer wird für 2019 ein Wachstum von 4,5% prognostiziert. In China verlangsamt sich das Wachstum trotz finanzpolitischer Anreize zum Ausgleich der handelspolitischen Spannungen mit den USA und wird für 2019 auf 6,2% geschätzt. In Indien wird das Wirtschaftswachstum anziehen und 2019 angesichts einer gestärkten Binnennachfrage voraussichtlich bei 7,5% liegen. Für Lateinamerika und die Karibik erwartet der IWF für 2019 ein Wachstum von 2,0%, das durch die anziehende Dynamik in Brasilien und Kolumbien sowie die allmählichen Verbesserungen in Argentinien angetrieben wird. Dem gegenüber stehen die niedrigeren Wachstumserwartungen für Mexiko aufgrund der geringeren privaten Investitionen sowie ein noch stärkerer Konjunkturrückgang in Venezuela, auch bedingt durch die zunehmende politische Instabilität. Die Wachstumsprognose für den Nahen und Mittleren Osten liegt bei 2,4%, ein moderater Ausblick für 2019, der auf der Annahme basiert, dass geopolitische Konflikte und innere Unruhen nicht weiter eskalieren und auch Finanzreformen ihre Wirkung zeigen. Für die afrikanischen Länder südlich der Sahara wurde die Wachstumsprognose für 2019 vom IWF auf 3,5% nach unten revidiert, was in der Abwärtskorrektur für die Volkswirtschaften einiger großer erdölexportierenden Länder begründet liegt. Dennoch wird für einige Volkswirtschaften in dieser Region ein Wachstum von über 5% erwartet. Für diesen Ausblick besteht jedoch insbesondere aufgrund der ungelösten handelspolitischen Spannungen zwischen den USA und China, den beiden weltweit größten Volkswirtschaften, der erhöhten Eintrittswahrscheinlichkeit eines ungeordneten Brexit (No-Deal Brexit), der Zunahme von nationalem Protektionismus, zunehmender Instabilität in einigen Regionen sowie der Bedenken bezüglich der Steuerpolitik in einigen Ländern ein Abwärtsrisiko. Die Realisierung dieser Risiken oder deren weitere Belastung für die Volkswirtschaften könnten das Finanzergebnis von Springer Nature negativ beeinflussen. Springer Nature bedient mit seinen Produkten und Dienstleistungen in den Bereichen STM und Education globale Märkte. Im Professional Bereich ist der Konzern in regionalen Märkten, vorrangig in Deutschland und den Niederlanden, aktiv. Das Research-Geschäft von Springer Nature umfasst im Wesentlichen wissenschaftliche Inhalte in englischer Sprache, die weltweit generiert und vertrieben werden. Die Umsatzerlöse aus Gebühren für die Veröffentlichung von Artikeln (APC - Article Processing Charge) sowie aus dem Dienstleistungsangebot für Autoren und Institutionen haben in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen, und so wird mittelfristig mit einem nachhaltigen Anstieg der weltweiten Nachfrage in diesem Bereich gerechnet. Die wichtigsten Einflussfaktoren des STM-Bereichs, wie beispielsweise die weltweiten Forschungsausgaben, die Zahl der Beschäftigten und Studenten im Forschungsbereich, die Anzahl von Forschungs- und Ausbildungsinstitutionen, die Anzahl der in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlichten Artikel sowie die Häufigkeit und Intensität der Nutzung von wissenschaftlichen Inhalten/Forschungsergebnissen, konnten in der Vergangenheit ein stabiles Wachstum vorweisen. Springer Nature geht davon aus, dass diese Entwicklung auch in Zukunft anhalten wird. Basierend auf dem breiten Produktportfolio von Springer Nature, der Einzigartigkeit der Marke Nature sowie der führenden Position in den schnellwachsenden Bereichen des STM-Markts geht Springer Nature davon aus, im Kernbereich Research Publishing ein über dem Marktdurchschnitt liegendes Umsatzwachstum zu erreichen. Aufgrund von Makrotrends an den globalen pharmazeutischen Märkten und der ausgezeichneten Marktposition von Springer Nature erwartet Springer Nature mittelfristig ein solides Wachstum im Bereich Healthcare. Im Bereich Publishing Services entwickelt Springer Nature weiterhin technologiebasierte Automatisierungstools, mit denen Springer Nature die Produktivität verbessern und eine wettbewerbsfähige Kostenbasis für diesen Geschäftsbereich aufrechterhalten dürfte. Da jedoch der Preisdruck aufgrund von marktbezogenen Überkapazitäten in dieser Branche vermutlich anhalten wird, geht Springer Nature davon aus, dass der Anteil dieser Aktivitäten an den Umsatzerlösen und Konzerngewinnen mittelfristig nach und nach zurückgehen wird. Angesichts des unwesentlichen Volumens dieser Aktivitäten werden sich daraus voraussichtlich keine Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns ergeben. Für das Segment Education erwartet Springer Nature, dass sich die zugrunde liegende positive demografische Entwicklung und kontinuierliche schrittweise Zunahme der Ausgaben/Investitionen in die Bildungssysteme der wichtigsten Märkte, in denen Springer Nature tätig ist, weiter fortsetzen werden. Springer Nature geht davon aus, dass sich die Umsatzerlöse, die im Rahmen staatlich geförderter Kaufprogramme generiert werden, schrittweise verringern werden. Springer Nature wird das Produktportfolio und die regionalen Aktivitäten im Education-Segment analysieren, mit dem Ziel, die Produktentwicklung sowie die Vertriebs- und Marketingstrategien von Springer Nature darauf zu konzentrieren, Schulen, Lehrer und Schüler in größeren offenen Märkten anzusprechen, die sich demografisch positiv entwickeln und einen Anstieg der Bildungsausgaben aufweisen. Damit dürften die Schwankungen der allgemeinen Umsatzentwicklung verringert und die Grundlage für ein solides mittelfristiges Wachstum geschaffen werden. Im Zusammenhang mit einer zentralisierteren Erstellung von Inhalten und einer eher individualisierbaren, kundenorientierten Strategie für die Entwicklung und Einführung digitaler/elektronischer Lernfunktionen erwartet Springer Nature, auch in diesem Segment die Profitabilität mittelfristig zu erhöhen. Springer Nature besitzt im Segment Professional in den meisten Märkten erstklassige und einzigartige Inhalte und Marken. Viele dieser Märkte befinden sich im Umstellungsprozess von traditionellen B2B-Content-Publishing- und Werbemodellen auf digitale Geschäftsmodelle. Angesichts der vielfältigen zugrunde liegenden Branchentrends und der insgesamt allmählich steigenden Akzeptanz bezahlter Inhalte im Professional-/B2B-Informationssegment erwartet Springer Nature mittelfristig eine stabile organische Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Professional Publishing-Bereich. Springer Nature geht davon aus, von branchenspezifischen Konsolidierungschancen in diesem Segment profitieren zu können. Gesamtaussage Ausgehend von den aktuellen Marktbedingungen der Geschäftssegmente von Springer Nature und dem verhalten positiven Ausblick für die Weltwirtschaft im Jahr 2019 erwartet Springer Nature für das Geschäftsjahr 2019 ein organisches Umsatzwachstum von ca. 3%. Die organische bereinigte EBITDA-Marge wird sich leicht erhöhen, was auf die weiter veränderte Struktur der Umsatzerlöse, deren Anteil digitaler Umsatzerlöse weiter schrittweise zunimmt, sowie den aus den wesentlichen Geschäftsmodellen im Research-Bereich resultierenden operativen Leverage zurückzuführen ist. Ohne Berücksichtigung einmaliger Erträge aus dem Jahr 2018 wird sich die Investitionstätigkeit 2019 auf einem vergleichbaren Niveau befinden. Insgesamt befindet sich Springer Nature in einer sehr guten Ausgangsposition für organisches Wachstum und verfügt gleichzeitig über Prozesse und eine Infrastruktur, die Wachstum durch gezielte Akquisitionen in allen Segmenten von Springer Nature ermöglichen. Springer Nature ist der Ansicht, dass die Strategie der Sicherung und Erweiterung seiner Marktposition im Bereich der Publikation von wissenschaftlichen Inhalten und der Erweiterung der Wertschöpfungskette, zusammen mit der Internationalisierung und den Chancen aus der fortschreitenden Digitalisierung seiner Geschäftstätigkeit, den Konzern in die Lage versetzen werden, seine Profitabilität zu wahren und nach Möglichkeit zu erhöhen. Springer Natures Finanzprofil und Zugang zu Kapital würden es auch erlauben, externe Wachstumschancen, die sich in den Segmenten und Branchen, in denen wir tätig sind, ergeben, zu nutzen. Schlusserklärung des Vorstands im Abhängigkeitsbericht Gemäß § 312 AktG hat der Vorstand den Abhängigkeitsbericht zu den Beziehungen zwischen Springer Nature AG & Co. KGaA und der GvH Vermögensverwaltungsgellschaft XXXIII mbH, Stuttgart, sowie der Springer Science + Business Media GP Acquisition S.C.A., Luxemburg, und deren verbundene Unternehmen vorgelegt. Der Bericht schließt mit folgender Erklärung des Vorstands: "Im Geschäftsjahr 2018 führte die Springer Nature AG & Co. KGaA keine Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des beherrschenden Unternehmens oder eines mit diesem verbundenen Unternehmen durch. Es wurden keine Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse dieser Unternehmen unterlassen. Unser Unternehmen erhielt für jedes in diesem Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführte Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung. Diese Beurteilung basiert auf den Umständen, wie sie uns zum Zeitpunkt der berichtspflichtigen Transaktionen bekannt waren."
Berlin, 26. März 2019 gez. Steven Inchcoombe gez. Rachel Jacobs gez. Martin Mos gez. Franciscus Vrancken Peeters gez. Daniel Ropers gez. Ulrich Vest Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Springer Nature AG & Co. KGaA PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Springer Nature AG & Co. KGaA, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Springer Nature AG & Co. KGaA für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die uns voraussichtlich nach diesem Datum zur Verfügung gestellten übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 27. März 2019 Ernst
& Young GmbH
gez. Kausch-Blecken von Schmeling, Wirtschaftsprüfer gez. Weiß, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsratsder Springer Nature AG & Co. KGaADer Aufsichtsrat ist im Jahr 2018 seinen in der Satzung geregelten Aufgaben pflichtgemäß nachgekommen und hat sich eingehend mit der Lage und der Entwicklung der Springer Nature AG & Co. KGaA befasst. Er beriet und überwachte die persönlich haftende Gesellschafterin Springer Nature Management AG bei der Leitung des Unternehmens. Die persönlich haftende Gesellschafterin, vertreten durch seinen Vorstand, unterrichtete den Aufsichtsrat in den Sitzungen und durch regelmäßige schriftliche Berichte zeitnah und umfassend über alle wichtigen Geschäftsvorfälle. Der Aufsichtsrat war in alle grundlegenden Entscheidungen eingebunden. Zusätzlich stand der Aufsichtsratsvorsitzende über die Sitzungen hinaus in einem engen Kontakt mit dem Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin und ließ sich über aktuelle Entwicklungen der Gesellschaft informieren. Im Geschäftsjahr 2018 fanden sieben (7) Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Themenschwerpunkte dieser Sitzungen waren neben den aktuellen Geschäftsentwicklungen insbesondere Fragen zur strategischen Ausrichtung der Springer Nature Gruppe. Dem Aufsichtsrat wurden alle zustimmungsbedürftigen Sachverhalte vorgelegt. Erforderliche Zustimmungen hat der Aufsichtsrat nach eingehender Prüfung erteilt. Der Abschlussprüfer Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, hat den Jahresabschluss der Springer Nature AG & Co. KGaA zum 31. Dezember 2018, der einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 16.001.127,13 ausweist, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Nach dem Ergebnis dieser Prüfung vermittelt der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Abschlussprüfer stand dem Prüfungsausschuss für etwaige Fragen zur Verfügung. Der Abschlussprüfer Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, hat den Konzernabschluss der Springer Nature Gruppe zum 31. Dezember 2018 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Nach dem Ergebnis dieser Prüfung vermittelt der Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Abschlussprüfer stand dem Prüfungsausschuss für etwaige Fragen zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss, sowie den Abhängigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2018 ebenfalls pflichtgemäß geprüft. Er erhebt nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung keine Einwendungen und schließt sich dem Ergebnis des Abschlussprüfers an. Im Hinblick auf die erschöpfenden Einzelangaben im Jahresabschluss, im Konzernabschluss und in den Prüfungsberichten erscheint dem Aufsichtsrat eine weitergehende schriftliche Stellungnahme entbehrlich. Der Aufsichtsrat schlägt der Hauptversammlung vor, den Jahresabschluss der Springer Nature AG & Co. KGaA zum 31. Dezember 2018 in der von der Gesellschaft vorgelegten Fassung festzustellen und den Konzernabschluss der Springer Nature Gruppe zum 31. Dezember 2018 in der von der Gesellschaft vorgelegten Fassung zu billigen. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand der persönlich haftenden Gesellschafterin und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Dank und Anerkennung für die erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2018 aus.
28. März 2019 Für den Aufsichtsrat gez. Dr. Stefan von Holtzbrinck, Vorsitzender des Aufsichtsrats Billigung des KonzernabschlussesDer Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 wurde am 28. März 2019 gebilligt. |
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