Herstellung von Gipserzeugnissen für den Bau
Esterer WD GmbH
Estererstraße 12, 84503 Altötting, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Urs Ingo Affolter seit 21.7.2021 | Geschäftsführer |
Marc Abel seit 6.6.2021 | Prokura |
Siegfried Dr. Bauer seit 6.6.2021 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
"Gatterlinck" GmbH & Co. KG | 100.00% |
Gebr. Linck Maschinenfabrik | 0.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Esterer WD GmbHAltöttingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben Die Esterer WD GmbH (nachfolgend kurz "EWD") hat ihren Sitz in Altötting und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Traunstein (HR B 17261). Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die EWD ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. B. Bilanzierung und Bewertung Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen, unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren, ausgewiesen. Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 1 bis 18 Jahren nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 bis EUR 1.000 werden als Sammelposten "Geringwertige Wirtschaftsgüter" erfasst und entsprechend den gesetzlichen Vorschriften des § 6 Abs. 2a EStG über fünf Jahre linear abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Für Lager- und Verwertungsrisiken wurden Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen. Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile gemäß § 255 Abs. 2 HGB. Übersteigen die ermittelten Herstellungskosten den Verkaufserlös abzüglich noch zu erwartender Kosten, werden in Höhe des Differenzbetrages Wertberichtigungen bzw. Rückstellungen gebildet (verlustfreie Bewertung). Geleistete und erhaltene Anzahlungen sind mit dem Nennwert angesetzt und ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden durch direkt abgesetzte Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kredit- und Ausfallrisiko ist durch eine pauschale Wertberichtigung von 1 % berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bilanziert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Sämtliche Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich, der als Anlage angefügt ist. Forderungen/Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen Am 31. Dezember 2023 gab es Verbindlichkeiten gegen den Gesellschafter Linck KG in Höhe von EUR 42.065,31 (im Vj. EUR 0). Gegen die Linck HVT GmbH sind zum Bilanzstichtag Forderungen i. H. v. EUR 1.643.221,62 (im Vj. EUR 1.186.954,31) und Verbindlichkeiten i. H. v. EUR 951.457,67 (im Vj. EUR 2.435.441,16) bilanziert. Diese stellen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen dar. Sonstige Vermögensgegenstände Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 20 (im Vj. TEUR 20) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält u.a. eine Mietsondervorauszahlung, die über eine Vertragslaufzeit von 15 Jahren abgegrenzt wird. Latente Steuern Zum Bilanzstichtag ergibt sich unter Zugrundelegung des zu berücksichtigenden Steuersatzes für KSt, Solidaritätszuschlag und GewSt in Höhe von 28,88 % ein Aktivüberhang der latenten Steuern in Höhe von TEUR 108. Der Aktivüberhang stellt dem Grunde nach eine entsprechende Steuerforderung dar. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis von aktiven latenten Steuern in der Bilanz zum 31. Dezember 2023 ergibt. Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche zu aktiven latenten Steuern führen, resultieren im Wesentlichen aus höheren Wertansätzen in der Warenbewertung sowie aus niedrigeren Wertansätzen aus Ausgleichsansprüchen für Handelsvertreter und Gewährleistungsrückstellungen in der Steuerbilanz zum 31. Dezember 2023. II. Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsätze des Geschäftsjahres 2023 verteilen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:
Die Umsatzerlöse nach geographischen Märkten gliedern sich wie folgt:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten folgende periodenfremde Erträge:
Sonstige betriebliche Aufwendungen Die periodenfremden Aufwendungen betrugen TEUR 26 (im Vj. TEUR 32). Es ergaben sich Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 15 (im Vj. TEUR 72). Steuern vom Einkommen und Ertrag Aufgrund des Bilanzgewinns ergibt sich für dieses Geschäftsjahr eine ertragssteuerliche Belastung von insgesamt TEUR 1.038, je etwa hälftig durch Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus früheren Jahren i. H. v. EUR 16.324,37 (im Vj. EUR 2.371,60) enthalten. Erträge bzw. Aufwendungen aus latenten Steuern bestehen nicht. D. Sonstige Angaben Abschlussprüferhonorar Angaben zu den Abschlussprüferhonoraren nach § 285 Nr. 17 HGB erfolgen im Konzernanhang. Geschäftsführung Herr Dipl.-Ing. Urs Affolter, Geschäftsführer, Pullach im Isartal. Das Wahlrecht nach § 286 Abs. 4 HGB wird vollumfänglich in Anspruch genommen. Mitarbeiter
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat diverse Mietverträge für Büro-, Lager- und Produktionsflächen abgeschlossen. Daneben bestehen Miet- und Leasingverträge für mehrere Kfz, ab 2024 für vier (bislang zwei) große Fertigungsmaschinen sowie EDV- und Bürogeräte. Über die von EWD genutzten Grundstücke und Gebäude besteht mit der Linck KG ein unbefristeter Mietvertrag. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2009 ihr sämtliches geistiges Eigentum an die Linck KG verkauft und übertragen. Gleichzeitig hat sie einen Lizenzvertrag über geistiges Eigentum abgeschlossen. Die Verpflichtungen aus Lizenzen wurden berücksichtigt.
Zum Zwecke der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes werden Leasingverträge mit i.d.R. 3-6jährigen Laufzeiten eingegangen. Mögliche Risiken ergeben sich aus den Kündigungsrechten, da die Verträge für die Vertragslaufzeit abgeschlossen und nur aus wichtigem Grund gekündigt werden können. Vorteile ergeben sich aus der Einsparung von Verwaltungsaufgaben, verbesserter Liquidität sowie Entfall des Verwertungsrisikos. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag existierten keine berichtspflichtigen Haftungsverhältnisse. Beteiligungsverhältnisse Die Gebrüder LINCK Maschinenfabrik "GATTERLINCK" GmbH & Co. KG, Oberkirch, ist mit 100 % an der Esterer WD GmbH, Altötting, beteiligt. Name und Sitz des Mutterunternehmens, das den Konzernabschluss aufstellt Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Gebrüder LINCK Maschinenfabrik "GATTERLINCK" GmbH & Co. KG, Oberkirch, einbezogen. Dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.906.887,83 auf neue Rechnung vorzutragen. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) Es haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, über die an dieser Stelle zu berichten wäre. Zu weiteren Ausführungen verweisen wir auf den Lagebericht.
Altötting, den 7. März 2024 Esterer WD GmbH Urs Affolter, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens der Esterer WD GmbH, Altötting, im Geschäftsjahr 2023
Der Jahresabschluss der Esterer WD GmbH für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 wurde am 29. April 2024 festgestellt. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Überblick 2023
I. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens, Allgemeines Die Firma Esterer WD GmbH, Altötting ("EWD") beschäftigt sich mit der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von Maschinen und Anlagen für die Sägewerksbranche. Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Januar und endet am 31. Dezember des laufenden Jahres ("Berichtszeitraum"). Die Firma hat sich im Laufe der Zeit aufgrund der geänderten Marktbedingungen zum flexiblen Spezialisten für den Sägewerksmaschinen- und -anlagenbau mit umfassendem Verfahrens Know-How, insbesondere für mittelständische Sägewerkskunden, entwickelt. Über die von EWD genutzten Grundstücke und Gebäude besteht mit der Gebr. Linck Maschinenfabrik "Gatterlinck" GmbH & Co. KG, Oberkirch, ("Linck KG") ein unbefristeter Mietvertrag. EWD ist weltweit tätig, der Auslandsanteil in diesem Geschäftsjahr liegt bei rund 71 %. Mit nur wenigen Wettbewerbern befindet sich die Gesellschaft in einem hart umkämpften Markt, in dem sie sich allerdings gut positioniert hat. Ziele und Strategien des Unternehmens EWD ist Weltmarktführer für Besäumanlagen und europaweit Marktführer in der Bandsägetechnik. Ziel der EWD ist der weitere Ausbau dieser Marktposition. Steuerungssystem Das operative Geschäft der EWD wird insbesondere anhand der finanziellen Leistungsindikatoren Gesamtleistung und Ergebnis vor Steuern gesteuert. Daneben werden Rohmarge, Auftragseingang und Auftragsbestand zur Steuerung herangezogen. Um Ausfall- und Liquiditätsrisiken möglichst früh zu erkennen, erstellt die Gesellschaft monatlich eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung, bei der die aktuellen Ist-Zahlen mit den Plan- und Prognosezahlen verglichen werden. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft entwickelt und optimiert ihre Produkte, Prozesse, Produktionsverfahren und Qualitätsstandards kontinuierlich weiter. Die derzeitigen Entwicklungen betreffen weiterhin im Wesentlichen die Weiterentwicklung von Bandsägen- und Besäumanlagen, den weiteren Kompetenzaufbau für Fördertechnik, die Standardisierung von Kreissägen und die Digitalisierung in der Sägeindustrie. Im Geschäftsjahr 2023 sind Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 57 (im Vj. TEUR 372) angefallen. II. Wirtschaftsbericht Wirtschaftliches Umfeld Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 Prozent geringer. In den USA (+2,5 Prozent) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro- Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 Prozent das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 Prozent). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 Prozent. Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 Prozent. Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 Prozent. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,8 Prozent sehr schwach. In den entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,3 Prozent zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,7 Prozent, wobei China (+4,1 Prozent) und die osteuropäischen Länder einschließlich der GUS (+3,4 Prozent) überdurchschnittlich zulegten. (Quelle: VDMA) Globaler Maschinenbau Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und somit die Produktion und den Umsatz pufferten. In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenumsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA-Volkswirte im Jahr 2023 weltweit. Nur in wenigen Ländern verlief die Entwicklung besser. Mit Blick auf die TOP-10-Maschinenbaustandorte sind hier Indien (+10 Prozent), das Vereinigte Königreich (+5 Prozent) und China (+2 Prozent) zu nennen. Trotz Investitionsförderprogrammen war die Umsatzentwicklung in den USA und im Euro-Raum mit real -3 bzw. -1 Prozent rückläufig. Noch stärker ist der Umsatzrückgang in Süd-Korea (-5 Prozent) und Japan (-6 Prozent) ausgefallen. (Quelle: Nationale Statistikämter, VDMA) Deutsche Konjunktur Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zudem dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 Prozent zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 Prozent des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 Prozent). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders negativ auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten so die Wirtschaft im vergangenen Jahr. Der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 Prozent). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 Prozent). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 Prozent) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 Prozent). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht (+0,7 Prozent). Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. (Quelle: Statistisches Bundesamt) Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,7 Prozent gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minusraten und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12 Prozent. Die Auftragsreichweite lag im November mit 10,3 Monaten zwar immer noch ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt. Der Höchststand lag im Juli und August 2022 bei 12,2 Monaten. Zudem darf der immer noch ungewöhnlich hohe Durchschnittswert nicht über eine sehr unterschiedliche Verteilung innerhalb der Maschinenbaubranche hinwegtäuschen. Nach Ergebnissen der 20. VDMA-Blitzumfrage von Ende Oktober 2023 lag die Auftragsreichweite in 60 Prozent der Unternehmen bereits unter ihrem jeweiligen langjährigen Durchschnitt. Und 34 Prozent der Maschinenbauer berichteten laut ifo-Konjunkturtest im Oktober von Produktionsbehinderungen aufgrund von Auftragsmangel. Den ersten Produktionsstätten sind demnach die Puffer fürs Produzieren abhandengekommen. Mit der Folge, dass laut ifo die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau von Juli (88,8 Prozent) auf Oktober (85,9 Prozent) deutlich absank. Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert, und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeit waren im Oktober etwa 17.000 Beschäftigte im Maschinenbau in Kurzarbeit. Unter dem Strich konnte die Beschäftigtenzahl in den Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahresverlauf jedoch trotz der Engpässe am Arbeitsmarkt um etwa 1 Prozent zulegen. Der Arbeitskräftemangel bleibt aber nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung akut. In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +7 Prozent zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 254 Mrd. Euro, der Umsatz von 262 Mrd. Euro. (Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA) Geschäftsverlauf Die wirtschaftliche Entwicklung unseres Unternehmens ist nur bedingt abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Wir waren im Jahr 2023, wie die meisten deutschen Maschinenbauunternehmen, von anhaltend hohen Materialpreisen betroffen, wenngleich sich die Materialverfügbarkeit im Jahresverlauf verglichen mit dem Vorjahr wieder erheblich verbessert hat. Die Konjunktur in der Sägeindustrie verlief ab dem zweiten Quartal 2023 schwach. Dies war vor allem auf den Abschwung der Bauindustrie zurückzuführen, aber auch auf die gesamtwirtschaftlich geringe Dynamik, die beispielsweise zu rückläufiger Nachfrage nach Verpackungsholz geführt hat. Der Druck auf die Schnittholzpreise blieb demzufolge hoch, während die Rundholzpreise kaum nachgegeben haben. Daraus resultiert eine Belastung der Ergebnissituation unserer Kunden. Die Ansprüche der Sägeindustrie an die Steigerung der Holzausbeute, die Maschinenverfügbarkeit und die Verbesserung des Service prägen zunehmend die Ausführung der angebotenen und gelieferten Maschinen. EWD bietet alle Arten des Holzeinschnitts an, ist Technologieführer bei ausbeuteorientierter Bandsäge- und Besäumtechnik und bietet in den Bereichen Kreissäge- und Profiliertechnik sowie Mechanisierungen individuelle und wirtschaftlich exakt abgestimmte Lösungen an. Unser Lieferantenpool wird kontinuierlich erweitert, wobei auf die Aufrechterhaltung langfristiger Stammlieferanten besonders Wert gelegt wird. Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von einem verhaltenen Auftragseingang, einem hohen Auftragsbestand und einer sehr hohen Kapazitätsauslastung. Die Auslandsmärkte mit den höchsten Umsätzen lagen im Geschäftsjahr in Tschechien (16,0%), der Schweiz (13,5%) und Italien (12,6%). Bei einer rückläufigen Auslastung in der Sägeindustrie verringerte sich der Bedarf an Ersatzteilen gegenüber dem Rekordjahr 2022. Der Auftragsbestand im Projektgeschäft (ohne Unterlieferanten) beträgt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 EUR 35,3 Mio. (im Vj. EUR 60,3 Mio.). Insgesamt war das abgelaufene Geschäftsjahr erfolgreich. Die Gesamtleistung konnte auf TEUR 62.910 (im Vj. TEUR 60.687) gesteigert werden, der Jahresüberschuss ging jedoch durch die diversen Kostensteigerungen auf TEUR 2.907 (im Vj. TEUR 3.034) zurück, lag damit aber immer noch auf einem guten Niveau. III. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Nachhaltigkeit Ob im Umgang mit Ressourcen, im Verhältnis zu unseren Mitarbeitern oder bei der Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung: Nachhaltigkeit ist uns wichtig. Umwelt Unsere Technologie soll Kunden helfen, höchste Qualität möglichst effizient zu produzieren. Effizienz steigern bedeutet meist, den Ressourceneinsatz und damit auch Emissionen und Umwelteinflüsse zu minimieren. Daran richten wir unsere Produktentwicklung aus. Beispiele für nachhaltige Innovationen werden im Kapitel Forschung und Entwicklung erläutert. Wir bemühen uns um einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck unserer Fertigung und gehen Verbesserungen konsequent an. Energie, Material und Ressourcen sollen effizient genutzt werden. Bei Neu- und Umbauten setzen wir auf eine Verbesserung der Energieeffizienz für unsere Kunden. Mitarbeiter Der Personalbestand von 260 Beschäftigten inkl. Auszubildender hat sich im Durchschnitt gegenüber dem Vorjahr mit 238 Beschäftigten erhöht. Das angestiegene Geschäftsvolumen sowie ein in den nächsten Jahren in mehreren Arbeitsbereichen anstehender Generationswechsel erfordern die rechtzeitige Einstellung neuer Mitarbeiter. Die Fluktuationsrate ist wie bereits in der Vergangenheit traditionell gering. IV. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Ertragslage
Die Gesamtleistung ist im Geschäftsjahr um TEUR 2.223 auf TEUR 62.910 angestiegen. Der Anstieg resultiert aus dem Geschäft mit Maschinen und Anlagen, der Ersatzteilumsatz war rückläufig. Der Rückgang im Materialaufwand um TEUR 1.070 resultiert daraus, dass das Vorjahr durch die drastischen Preisanstiege und durch ungewöhnlich hohe Aufwendungen für bezogene Leistung belastet war. Im Projektgeschäft wurde das Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr trotz weiter verbesserter Auslastung durch ungeplant lange Einsatzdauern von Fremdpersonal in einigen Projekten belastet. Die übrigen Aufwendungen bewegen sich aufgrund der Messe LIGNA in 2023 und einer Wertberichtigung auf eine offene Schlusszahlung im Projektgeschäft über dem Vorjahresniveau. Insgesamt konnten wir einen Jahresüberschuss von TEUR 2.907 (im Vj. TEUR 3.034) erzielen. Das Ergebnis vor Ertragsteuern beträgt TEUR 3.945 (im Vj. TEUR 4.279). Vermögenslage
Die Bilanzsumme hat sich um TEUR 8.854 bzw. 19,5 % auf TEUR 36.519 verringert. Dies ist auf der Aktivseite vor allem auf den Rückgang der flüssigen Mittel zurückzuführen. Das Anlagevermögen beträgt zum Stichtag 7,2 % (im Vj. 5,1 %) der Bilanzsumme. Auf der Passivseite ist der Rückgang auf den Verbrauch von erhaltenen Anzahlungen und dem Rückgang übriger Passiva zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Geschäftsjahresende 24,4 % (im Vj. 22,0 %). Das Stammkapital und die Kapitalrücklage sind unverändert und betragen jeweils TEUR 3.000. Finanzlage
Die EWD finanziert sich aus Eigenmitteln. Im Vergleich zum Vorjahr war das Volumen der erhaltenen Anzahlungen rückläufig, wodurch der operative Cashflow negativ wurde. Der Finanzmittelfond beträgt zum Ende der Periode TEUR 12.791. Trotz des Rückgangs verfügt die EWD nach wie vor über eine gute Finanzlage. Gesamtaussage und Zielerreichung Der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 war aus Sicht der Geschäftsführung unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen erfolgreich. Die Leistung konnte gegenüber dem Vorjahr um EUR 2,2 Mio. gesteigert werden, das Ergebnis vor Ertragsteuern ging jedoch um rund EUR 0,3 Mio. zurück. Im Prognosebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem leichten Rückgang bei Gesamtleistung und Ergebnis gerechnet. Auch beim Auftragseingang wurde eine moderate Abschwächung erwartet. Diese Prognose bei der Gesamtleistung vor allem durch ein besseres Ersatzteilgeschäft übertroffen werden. Der Material- und Personalaufwand waren jedoch höher als von uns geplant, so dass das prognostizierte Ergebnis nach Steuern in Höhe von EUR 2,9 Mio. erreicht, aber nicht übertroffen werden konnte. Der Auftragseingang entwickelte sich aufgrund der zunehmenden Investitionszurückhaltung in der Sägeindustrie verhaltener als erwartet. V. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken Risikobericht Um Risiken möglichst früh zu erfassen, erstellt die Gesellschaft monatliche Bilanzen sowie Gewinn- und Verlustrechnungen, bei denen die aktuellen Ist-Zahlen mit den Plan- und Prognosezahlen verglichen werden. Dies zielt darauf ab, Abweichungen frühzeitig zu erkennen und Gegensteuerungsmaßnahmen einleiten zu können. Das Marktumfeld für Sägewerkstechnik im mitteleuropäischen Raum hat sich aufgrund rückläufiger Schnittholzpreise bei stabilen Rundholzpreisen, anziehenden Zinsen und hohen Materialpreisen im Vergleich zu Vorjahren weniger günstig entwickelt. Wir gehen deshalb davon aus, dass die Anfragetätigkeit seitens unserer Kunden, die sich im Lauf des Jahrs 2023 normalisiert hat, auch in den nächsten Monaten eher verhalten bleiben wird. Dazu kommt auf absehbare Zeit der Wegfall der Märkte in Russland, Ukraine und Belarus. Ein wesentliches Risiko für die Zukunft liegt daher auch weiterhin in der Auftragseingangsentwicklung. Durch die Covid19-Pandemie erwarten wir keine wesentliche Belastung des Geschäfts mehr. Risiken bestehen dagegen weiterhin hinsichtlich Energie- und Materialpreiserhöhungen sowie durch eine zu geringe Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal. Mit kontinuierlicher Weiterentwicklung unserer Produkte, konsequenter Verbesserung unserer Abwicklungsprozesse, verstärkten Vertriebsanstrengungen, der Verbreiterung unserer Lieferantenbasis und der eigenen Aus- und Weiterbildung von Fachkräften wirken wir den oben genannten Negativtrends entgegen. Aufgrund der absehbaren Auftragseingänge und des hohen Auftragsbestands sind Liquiditätsrisiken kurzfristig nicht wesentlich. Wegen der kundenindividuellen Ausgestaltung unserer Anlagen bestehen grundsätzlich technische und finanzielle Risiken bei der Abwicklung der Aufträge. Diese Projektrisiken werden durch Projektmanager überwacht und gesteuert. Vor Abschluss eines Auftrags werden die vertraglichen Bedingungen kaufmännisch und juristisch überprüft und risikoreduzierend gestaltet. Technische Risiken werden von fachlichen Experten analysiert, bewertet und geeignete Maßnahmen zur Risikobewältigung eingeleitet. Die zunehmende Digitalisierung der Geschäftsabwicklung erhöht die Auswirkungen möglicher Störungen der eingesetzten IT-Systeme. Aus diesem Grund werden die Systeme regelmäßig intern und durch Externe auf mögliche Schwachstellen überprüft und industrietypische Standards zur Gewährleistung eines unterbrechungsfreien Betriebs eingehalten. Risiken der IT-Sicherheit begegnen wir durch den Einsatz aktueller technischer Lösungen, eindeutige Vorgaben und Schulungen. Chancenbericht Die momentan in Verhandlung befindlichen Projekte und der gute Auftragsbestand bieten im Jahr 2024 die Chance, die finanzielle Situation des Unternehmens auf dem guten Niveau des Vorjahrs zu halten. Die nachhaltige Optimierung der Abwicklungs- und Logistikprozesse sowie der IT-Systeme sind ebenso weiterzuführen wie die Neuentwicklungen bei den Produkten. Das ermöglicht es uns, unsere Wettbewerbsfähigkeit und unsere Marktführerschaft in vielen Bereichen weiter zu stärken sowie das Produktportfolio dem Kundenbedarf entsprechend auszubauen. Die Gesellschaft verfügt über eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden, wodurch sich Potenziale für Geschäft mit Dienstleistungen und Ersatzteilen sowie für Um- und Ausbau bestehender EWD-Anlagen ergeben. Wir sehen Chancen, unser Geschäft mit dem Ende der Covid19-Pandemie insbesondere in Südamerika, wo einige große Sägewerke mit EWD-Technik in Betrieb sind, wieder erheblich auszubauen. Dies kann eine positive Auswirkung auf unsere Steuerungskennzahl Ergebnis vor Steuern haben. Wir intensivieren die Zusammenarbeit mit der Schwestergesellschaft Linck Holzverarbeitungstechnik GmbH, um Synergien im Konzern zu nutzen. Beurteilung des Gesamtrisikos Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in einem Anhalten des aktuell verschlechterten Wettbewerbsumfeld in der Sägewerksindustrie, steigenden Material- und Personalkosten und einem gegebenenfalls stagnierenden Preisniveau. Der Fachkräftemangel ist für uns spürbar. Wir nutzen deshalb verschiedene Kanäle zur Mitarbeitergewinnung und arbeiten aktiv an der Positionierung der EWD als attraktivem Arbeitgeber in der Region. Den weitgehenden Wegfall der in früheren Jahren wichtigen GUS-Märkte konnten wir bislang durch zusätzliche Aufträge aus Westeuropa kompensieren. Bestandsgefährdende Risiken wurden nicht identifiziert. Wir beurteilen unsere Gesamtrisikosituation daher als gut beherrschbar. Prognosebericht Die derzeit gedämpfte konjunkturelle Entwicklung in Westeuropa sowie die vergleichsweise immer noch hohen Zinsen können zu einer anhaltenden Investitionszurückhaltung in der Sägeindustrie führen. Auf der anderen Seite haben die im Vorjahr belastend wirkenden Störungen der internationalen Lieferketten und daraus folgende Materialpreissteigerungen nachgelassen. Diese Einflussfaktoren werden in der Prognose für das Jahr 2024 berücksichtigt, soweit sie für unser Unternehmen relevant und für uns vorhersehbar sind. Der darüber hinaus gehende Ausblick unterliegt einer Vielzahl von gesamtwirtschaftlichen und operativen Risiken. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hängt maßgeblich von der zukünftigen Zinsentwicklung ab und ist daher weiterhin von Unsicherheit und Volatilität geprägt. Unter diesen wirtschaftlichen und politischen Bedingungen wird insgesamt für das Geschäftsjahr 2024 von einem Auftragseingang in ähnlicher Höhe wie im Vorjahr sowie einem leichten Rückgang bei der Gesamtleistung und einem moderat verbesserten Ergebnis ausgegangen. Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, werden wir weiterhin insbesondere die Neukundenakquise forcieren, die Vertriebsorganisation optimieren sowie die Standardisierung unserer Produkte weiter vorantreiben. Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. Die tatsächliche Entwicklung kann darüber hinaus ebenso von den im Risikobericht dargestellten Risiken beeinflusst werden. Das Unternehmen wird die Einführung und Etablierung der neu entwickelten Produkte am Markt weiter vorantreiben und die Abwicklungsprozesse mit dem Ziel wesentlicher Kosteneinsparungen weiter optimieren. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhält eine Niederlassung in Reutlingen, Deutschland, in der im Jahr 2023 im Durchschnitt 21 Mitarbeiter in den Bereichen Vertrieb, Konstruktion und Inbetriebnahme beschäftigt wurden.
Altötting, den 7. März 2024 Esterer WD GmbH Urs Affolter, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Esterer WD GmbH, Altötting Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Esterer WD GmbH, Altötting - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Esterer WD GmbH, Altötting, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Karlsruhe, 19. März 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Oliver Striebel, Wirtschaftsprüfer Carmen Witte, Wirtschaftsprüferin |
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