Stammdaten

Register
Amtsgericht Gütersloh HRB 4581
Eingetragen
18.2.1981
Branche
Herstellung von Süßwaren, ohne DauerbackwarenGroßhandel mit Zucker, Süßwaren und BackwarenHerstellung von Stärke und Stärkeerzeugnissen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Süßwaren, Schokoladen und verwandten Artikeln, insbesondere Erbringung von Dienstleistungen für Unternehmen der Storck-Gruppe und Verwaltung von und Beteiligung an Unternehmen der Süßwarenindustrie. Die Gesellschaft kann sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen beteiligen und deren Geschäfte führen. Die Gesellschaft kann ferner Beteiligungen an anderen Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmungen erwerben, deren Geschäfte führen und selbst zulässige und genehmigungsfreie Dienstleistungen aller Art erbringen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Axel Oberwelland
seit 4.2.2021
Geschäftsführer
Achim Westerhoff
seit 13.10.2011
Geschäftsführer
Sylke Fleischhut
seit 6.10.2010
Prokura
Michael Zink
seit 16.12.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
August Storck KG
Germany
7.160.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

STORCK SERVICE GMBH

Halle (Westf.)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.208,00 48.843,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 5,00 5,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19,00 26.232,00 20,00 48.868,00
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.762.812,28 1.762.812,28
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.672.669,08 8.672.669,08
3. Beteiligungen 464.481,87 464.481,87
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 7.371.586,29 18.271.549,52 871.586,29 11.771.549,52
18.297.781,52 11.820.417,52
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 0,00 18.670.845,44
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.020.467,98 1.055.160,70
--davon gegen Gesellschafter EUR 4.631.752,41 (i. Vj. EUR 701.992,70)--
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 415.728,67 473.481,75
3. Sonstige Vermögensgegenstände 32.436,51 6.468.633,16 133.588,71 1.662.231,16
III. Guthaben bei Kreditinstituten 121,39 503.985,43
6.468.754,55 20.837.062,03
24.766.536,07 32.657.479,55

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 7.160.000,00 7.160.000,00
II. Gewinnrücklage 227.382,14 227.382,14
III. Gewinnvortrag 13.061.764,76 11.533.214,63
IV. Jahresüberschuss 646.699,47 1.528.550,13
21.095.846,37 20.449.146,90
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.631.781,00 3.476.742,00
2. Sonstige Rückstellungen 22.500,00 6.000,00
3.654.281,00 3.482.742,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.092,52 1.104.301,59
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 7.617.627,52
--davon gegenüber Gesellschaftern EUR 0,00 (i. Vj. EUR 7.617.627,52)--
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.316,18 3.661,54
--davon aus Steuern EUR 1.316,18 (i. Vj. EUR 3.661,54)--
16.408,70 8.725.590,65
24.766.536,07 32.657.479,55

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 58.428.972,22 70.720.573,01
2. Sonstige betriebliche Erträge 240.092,75 1.106.156,63
3. Materialaufwand Aufwendungen für bezogene Waren 57.838.909,84 70.291.261,98
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.752,50 2.021,25
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 413.355,23 415.107,73 34.643,27 36.664,52
--davon für Altersversorgung EUR 413.355,23 (i. Vj. EUR 34.643,27)--
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 31.271,60 31.236,00
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 328.948,19 230.760,22
7. Erträge aus Beteiligungen 305.495,78 353.746,43
8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 616.285,74 0,00
--davon aus verbundenen Unternehmen EUR 564.177,43 (i. Vj. EUR 0,00)--
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 29.494,86 36.598,71
--davon aus verbundenen Unternehmen EUR 26.212,84 (i. Vj. EUR 12.058,83)--
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 86.562,00 190.022,00
--davon aus Aufzinsung EUR 86.562,00 (i. Vj. EUR 190.022,00)--
919.541,99 1.437.130,06
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 253.617,35 -110.645,24
12. Ergebnis nach Steuern 665.924,64 1.547.775,30
13. Sonstige Steuern 19.225,17 19.225,17
14. Jahresüberschuss 646.699,47 1.528.550,13

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der STORCK SERVICE GMBH (Amtsgericht Gütersloh, HRB 4581) wurde nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, ist beibehalten worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Die Gesellschaft ist im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Aktiva

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Waren wurden im Vorjahr mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie die übrigen Posten des Umlaufvermögens sind mit dem Nominalwert oder, soweit notwendig, mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

2. Passiva

Das Stammkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen für ehemalige Mitarbeiter beruhen auf versicherungsmathematischen Berechnungen unter Verwendung der Richttafeln 2018G der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln.

Seit dem Geschäftsjahr 2010 wird die projizierte Einmalbetragsmethode (PUC-Methode) als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren angewendet. Die Berechnung erfolgt unter Berücksichtigung eines Rententrends von 2,25 % (i. Vj. 1,75 %) sowie des von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gegebenen Diskontierungssatzes (10-Jahresdurchschnitt) von 1,78 % (i. Vj. 1,87 %). Die Aufwendungen aus der Aufzinsung und Zinsänderung werden in Höhe von TEUR 87 (i. Vj. TEUR 190) in der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB (7- zu 10-Jahresdurchschnitt) der Verpflichtungswerte zum Stichtag beträgt TEUR 96. Die Anwendung des 10-Jahresdurchschnittszinssatzes für die Diskontierung ist seit dem Geschäftsjahr 2016 gesetzlich vorgegeben, bei unveränderter Anwendung des 7-Jahresdurchschnittszinssatzes wäre die Rückstellung um TEUR 96 (i. Vj. TEUR 144) höher bewertet worden.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen; ihre Bemessung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden gemäß § 256a HGB zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Eine von den gesamten Anschaffungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang beigefügt.

Die Sachanlagen betreffen insbesondere ein Gebäude, darin enthaltene technische Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Das Gebäude befindet sich auf einem Erbbaugrundstück (Laufzeit des Erbbaurechts bis 2044).

Unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen werden die Anteile an der Storck Dominicana, SRL, Dominikanische Republik, und an der CAFIN Dominicanos, S.A.S., Dominikanische Republik, ausgewiesen, die in den Konzernabschluss der Gesellschaft einbezogen werden. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen ein Darlehen an die CAFIN Dominicanos, S.A.S. in Höhe von TUSD 9.823 (TEUR 8.673).

Unter den Beteiligungen wird neben der Ristokcacao Cia. Ltda., Ecuador, eine inländische stille Beteiligung, die zu Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 65 angesetzt wird, ausgewiesen.

Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestehen zum einen gegenüber der Ristokcacao Cia. Ltda., Ecuador und betreffen ein Darlehen in Höhe von TUSD 1.200, das zu Anschaffungskosten bewertet wird (TEUR 871). Zusätzlich wurde einer inländischen stillen Beteiligung im Geschäftsjahr ein Darlehen in Höhe von TEUR 6.500 gewährt.

Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB:

Anteil am Kapital
%
Eigenkapital 31.12.2022
TEUR
Ergebnis 2022
TEUR
Storck Dominicana, SRL, Dominikanische Republik 99,99 890 -145
CAFIN Dominicanos, S.A.S., Dominikanische Republik 55,00 -3.525 -1.957
Ristokcacao Cia. Ltda., Ecuador 50,00 2.319 265

Die Werte ergeben sich aus den lokalen Jahresabschlüssen in Fremdwährung, umgerechnet in Euro zum Stichtagskurs 31. Dezember. Lediglich die CAFIN Dominicanos, S.A.S. bilanziert abweichend auf den Stichtag 30. September.

Umlaufvermögen

Es bestehen zum Bilanzstichtag Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 6.020 (i. Vj. TEUR 1.055). Dabei handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Darlehensforderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 281 bzw. TEUR 4.351 und einem weiteren verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.388.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen im Wesentlichen Ergebnisanteile aus einer stillen Beteiligung.

Die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Latente Steuern

Es bestehen temporäre Unterschiedsbeträge zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen. Diese betreffen im Wesentlichen Pensionsrückstellungen. Auf den Ansatz der aktiven latenten Steuern wurde gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Von den erzielten Umsatzerlösen betreffen TEUR 58.042 (i. Vj. TEUR 70.337) Erlöse aus dem Handelsgeschäft mit verbundenen Unternehmen sowie Mieterträge, die in Höhe von TEUR 387 (i. Vj. TEUR 384) aus Miet- und Pachtverhältnissen resultieren, davon TEUR 297 (i. Vj. TEUR 297) mit verbundenen Unternehmen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 100 (i. Vj. TEUR 967).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Erbbauzinsaufwendungen in Höhe von TEUR 110 (i Vj. TEUR 107) sowie Verluste aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 59 (i. Vj. TEUR 23).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Steuererstattungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 33 (i. Vj. TEUR 214). Die auf diese Steuererstattungen angefallenen Zinserträge in Höhe von TEUR 3 (i. Vj. TEUR 24) werden unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen ausgewiesen.

E. Sonstige Angaben

Anzahl der Mitarbeiter

Die STORCK SERVICE GMBH beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Erbbauverpflichtungen (TEUR 119 p. a.) bis 31. Dezember 2044.

Geschäftsführer

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Axel Oberwelland, Berlin, Vorsitzender der Geschäftsführung

Achim Westerhoff, Halle (Westf.), Geschäftsführer Produktion und Technik

Michael Zink, Gütersloh, Geschäftsführer Finanzen und Verwaltung

Angaben gemäß § 285 Nr. 14/14a, 17 und 33 HGB

Mutterunternehmen ist die August Storck KG, Berlin, in deren Konzernabschluss die Gesellschaft einbezogen ist.

Das Abschlussprüferhonorar beträgt EUR 37.500,00 (davon EUR 15.000,00 für Vorjahre) und betrifft Abschlussprüferleistungen.

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn von EUR 13.708.464,23 bestehend aus dem Gewinnvortrag von EUR 13.061.764,76 und dem Jahresgewinn von EUR 646.699,47 auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet.

 

Halle (Westf.), den 24. April 2023

STORCK SERVICE GMBH

Oberwelland, Geschäftsführer

Zink, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
(in EURO)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2022
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksähnliche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.726.336,42 8.636,60 0,00 2.734.973,02
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.651.037,89 0,00 0,00 1.651.037,89
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 509.016,90 0,00 32.484,91 476.531,99
4.886.391,21 8.636,60 32.484,91 4.862.542,90
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.762.812,28 0,00 0,00 1.762.812,28
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.672.669,08 0,00 0,00 8.672.669,08
3. Beteiligungen 464.481,87 0,00 0,00 464.481,87
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 871.586,29 6.500.000,00 0,00 7.371.586,29
11.771.549,52 6.500.000,00 0,00 18.271.549,52
Anlagevermögen gesamt 16.657.940,73 6.508.636,60 32.484,91 23.134.092,42
Abschreibungen Buchwerte
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2022 31.12.2022 31.12.2021
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksähnliche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.677.493,42 31.271,60 0,00 2.708.765,02 26.208,00 48.843,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.651.032,89 0,00 0,00 1.651.032,89 5,00 5,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 508.996,90 0,00 32.483,91 476.512,99 19,00 20,00
4.837.523,21 31.271,60 32.483,91 4.836.310,90 26.232,00 48.868,00
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 1.762.812,28 1.762.812,28
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 8.672.669,08 8.672.669,08
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 464.481,87 464.481,87
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 7.371.586,29 871.586,29
0,00 0,00 0,00 0,00 18.271.549,52 11.771.549,52
Anlagevermögen gesamt 4.837.523,21 31.271,60 32.483,91 4.836.310,90 18.297.781,52 11.820.417,52

LAGEBERICHT

GESCHÄFTSMODELL

Die Geschäftstätigkeit der STORCK SERVICE GMBH, Halle (Westf.) erstreckt sich auf folgende Tätigkeiten:

Vermietung und Verpachtung eines Grundstücks und Gebäudes an verbundene Unternehmen und Dritte, das Gebäude ist auf einem Erbbaugrundstück errichtet

Halten von in- und ausländischen Beteiligungen sowie Finanzierungen

An- und Verkauf von Waren für die Lebensmittelindustrie

Verwaltung von Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitarbeitern.

Auf der Grundlage eines Erbbaurechtvertrages, der eine Laufzeit bis 2044 aufweist, hat die STORCK SERVICE GMBH in der Flohrstraße, Berlin, ein Produktions- und Verwaltungsgebäude errichtet. Das Gebäude wird zur Nutzung durch ein verbundenes Unternehmen verpachtet. Ein Teil des Grundstücks wird an Dritte verpachtet.

Neben drei Beteiligungen an Unternehmen der Storck Gruppe in Ecuador und der Dominikanischen Republik, die im Geschäft mit Rohkakao tätig sind, hält die Gesellschaft eine stille Beteiligung an einem inländischen Unternehmen und bezog im Geschäftsjahr hieraus Erträge aus Beteiligungen.

Die Gesellschaft hat bis Ende 2022 für ein verbundenes Unternehmen den Einkauf und die Zwischenlagerung von Haselnusskernen übernommen und diese zu Einkaufskosten entsprechend den Bedarfen an das verbundene Unternehmen weiterveräußert. Die Gesellschaft erhielt für diese Dienstleistung eine fixe Provision. Die Geschäftsleitung hat Mitte 2022 beschlossen, keine neuen Kontrakte für die Ernte im Herbst 2022 mehr abzuschließen und damit diese Tätigkeit nach der Restabwicklung bestehender Kontrakte einzustellen.

In der Vergangenheit hatte die Gesellschaft eigene Beschäftigte. Aus diesen Beschäftigungsverhältnissen resultieren Pensionsverpflichtungen, die bilanziert und entsprechend den Zusagen erfüllt werden.

GESAMTAUSSAGE

Der Umsatz der STORCK SERVICE GMBH ist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 auf 58,4 Mio. EUR (i. Vj. 70,7 Mio. EUR) gesunken. Der Rückgang resultiert aus der Entscheidung der Geschäftsleitung, die Tätigkeiten im Zusammenhang mit dem Einkauf und der Zwischenlagerung von Haselnüssen einzustellen. Der Rückgang des Jahresüberschusses von TEUR 1.529 im Vorjahr auf TEUR 647 resultiert im Wesentlichen aus deutlich geringeren Erträgen aus der Fremdwährungsbewertung von Fremdwährungsforderungen. Die Bilanzsumme sank von 32,7 Mio. EUR auf 24,8 Mio. EUR. Der Rückgang der Bilanzsumme ergab sich vor allem aus dem Rückgang der Vorräte, denen eine Verringerung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gegenübersteht.

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE LAGE

Die Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen war im Jahr 2022 stark durch die direkten und indirekten Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges geprägt. Die schon im Vorfeld durch Lockdowns im Zuge der Corona-Pandemie angespannte Situation bei internationalen Lieferketten verschärfte sich deutlich. Hinzu kam ein Energiepreisschock sowie deutliche Preissteigerungen bei Rohstoffen und in Folge dieser ein deutlicher Anstieg zunächst der Inflation und dann der Zinsen in den meisten Volkswirtschaften der Welt. All dies ließ die bisherigen geopolitischen Konflikte und Handelskonflikte, wie der verschärfte Handelskonflikt zwischen China und den USA und die latente Bedrohung des freien Welthandels durch potentielle Handelsbeschränkungen und Zölle in den Hintergrund treten. Durch die Zinswende der westlichen Notenbanken rücken nun auch wieder fast vergessene Themen der Finanz- und Eurokrise, nämlich die übermäßige Verschuldung von Staaten und Banken in den Blick.

In den für unsere Hauptabnehmerin wichtigen Märkten, unserem Heimatmarkt Deutschland, in Europa und den USA ist die Entwicklung der Wirtschaftsleistung stark von den gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten und in diesem Zuge der steigenden Inflation und dem damit einhergehenden Kaufkraftverlust der Haushalte geprägt gewesen. In Deutschland und weiteren Ländern Europas kam noch die Verunsicherung durch den Krieg sowie die drohende Gasmangellage hinzu.

Unter den beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich die von der deutschen Süßwarenindustrie, der unsere Hauptabnehmerin zuzuordnen ist, produzierte Menge in 2022 leicht erhöht (Quelle: BDSI, Produktion von Süßwaren gesamt 2022 - Schätzung), die Ausfuhr von Süßwaren entwickelte sich mengen- und wertmäßig (+4,0% bzw. +11,5%) positiv (Quelle: BDSI, Ausfuhr von Süßwaren gesamt 2022). Mit einem Exportanteil in der Menge von über 50% geht mehr als jede zweite Tonne der in Deutschland hergestellten Süßwaren in den Export (Quelle: BDSI, www.bdsi.de).

ERTRAGSLAGE

Im Wesentlichen bedingt durch gesunkene Mengen bei stabilen Beschaffungspreisen haben sich sowohl der Umsatz um 18 % als auch korrespondierend der Materialaufwand um 18 % verringert.

Die Gesellschaft beschäftigt keine aktiv tätigen Beschäftigten und weist daher einen niedrigen Personalaufwand aus. Die Versorgungszahlungen an Rentner sind zum größten Teil durch Pensionsrückstellungen gedeckt, wobei die aktuellen Inflationsentwicklungen und die daraus resultierende Erhöhung des Rententrends zu einem deutlichen Anstieg der Aufwendungen für Altersversorgung geführt hat.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten neben den Erträgen aus Stichtagsbewertungen von Forderungen in US-Dollar in Höhe von TEUR 100 (i. Vj. TEUR 967) auch Erträge aus Reklamationen und Schadenserstattungen.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen betreffen vor allem Gebäude und liegen auf dem Vorjahresniveau.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen auf TEUR 329 (i. Vj. TEUR 231) und enthalten Erbbauzinsaufwendungen in Höhe von TEUR 110 (i. Vj. TEUR 107).

Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 305 (i. Vj. TEUR 354) betreffen wie im Vorjahr eine inländische Beteiligung.

Das Finanzergebnis verbesserte sich deutlich aufgrund eines im Vergleich zum Vorjahr deutlich höheren Zinsniveaus und niedrigeren Zinsaufwandes, der sich wie im Vorjahr vor allem aus der Bewertung bzw. Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen ergab. Besonders positiv wirkt sich eine Ausleihung an ein verbundenes Unternehmen aus, die erst im Dezember 2021 gewährt wurde und sich damit erstmalig im Geschäftsjahr 2022 auswirkt.

Die Ertragsteuern betrafen die Körperschafts- und Gewerbesteuer für das laufende Geschäftsjahr sowie für Vorjahre.

Das Jahresergebnis sank gegenüber dem Vorjahr um TEUR 882, so dass sich ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 647 ergab. Die negative Veränderung des Jahresergebnisses resultiert insbesondere aus der stichtagsbezogenen Fremdwährungsbewertung von Fremdwährungsforderungen, die im Vorjahr besonders positiv war.

Aufgrund der Tatsache, dass die Materialaufwendungen für die Waren über die Verkaufspreise vollständig weiterberechnet werden, ergab sich aus steigenden Materialaufwendungen im Geschäftsjahr keine Ergebnisbelastung für die Gesellschaft.

Insgesamt bewerten wir die Geschäftsentwicklung positiv. Die Umsatzentwicklung, die Höhe der Beteiligungserträge sowie das operative Ergebnis ohne Bewertungseffekte bzw. Kurserträge und Kursverluste entsprach den Erwartungen. Die drei genannten Größen betrachteten wir bisher als die für die Beurteilung der Geschäftsentwicklung relevanten Leistungsindikatoren. Die Umsatzentwicklung und das operative Ergebnis werden jedoch in absehbarer Zukunft von untergeordneter Bedeutung sein, dafür wird das Finanzergebnis an Bedeutung gewinnen.

VERMÖGENSLAGE

Das Sachanlagevermögen zu Buchwerten betrifft insbesondere das im Eigentum der Gesellschaft stehende Gebäude und hat sich durch die planmäßigen Abschreibungen verringert.

Das Finanzanlagevermögen ist durch eine neue Ausleihung an eine inländische stille Beteiligung in Höhe von TEUR 6.500 gestiegen. Wir verweisen hierzu auf die Angaben im Anhang.

Das Umlaufvermögen ist um 14,3 Mio. EUR auf 6,5 Mio. EUR aufgrund der Reduzierung der Vorräte gesunken.

Das Vorratsvermögen, welches den Bestand an Haselnusskernen betraf, ist auf Grund der Einstellung des Haselnussgeschäftes vollständig abgebaut worden. Korrespondierend sind auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen deutlich gesunken.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die sich aus Lieferungen und Leistungen von Waren sowie kurzfristigen Darlehen ergeben, sind um 4,9 Mio. EUR auf 6,0 Mio. EUR gestiegen. Die freien Mittel aus dem Abbau des Vorratsbestands haben sich positiv auf das Verrechnungskonto mit der Gesellschafterin ausgewirkt, auf dem zum Bilanzstichtag eine Darlehensforderung ausgewiesen wird (i. Vj. Darlehensverbindlichkeit).

Das Eigenkapital stieg um 0,7 Mio. EUR auf 21,1 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote beträgt bei einer sinkenden Bilanzsumme 85,1% (i. Vj. 62,6%).

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen betrugen 3,6 Mio. EUR. Die Verpflichtungen betreffen ausschließlich Rentner sowie aus der Gesellschaft ausgeschiedene Arbeitnehmer.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sanken um 7,6 Mio. EUR auf 0,0 Mio. EUR, da das Verrechnungskonto mit der Gesellschafterin zum Bilanzstichtag einen Forderungssaldo ausweist (siehe auch Erläuterungen zu den Forderungen gegen verbundene Unternehmen).

FINANZLAGE

Aufgrund des positiven Jahresergebnisses und der Verminderung der im Umlaufvermögen gebundenen Mittel wurde ein positiver operativer Cashflow erwirtschaftet.

Die Investitionen in das Finanzanlagevermögen betrugen 6,5 Mio. EUR.

Neben den Bankguthaben in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 504) besteht ein Verrechnungskonto mit der Muttergesellschaft zur konzerninternen Finanzierung in Höhe von 4,4 Mio. EUR (i. Vj. Verbindlichkeit 7,6 Mio. EUR), sodass sich insgesamt ein Finanzmittelfonds in Höhe von 4,4 Mio. EUR (i. Vj. negativer Finanzmittelfonds 7,1 Mio. EUR) ergibt. Aufgrund des positiven operativen Cashflows hat sich der Finanzmittelfonds erhöht.

Die Zahlungsfähigkeit war und ist jederzeit durch die Einbindung in die zentrale Liquiditätssteuerung der Muttergesellschaft sichergestellt.

RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Aus der Erbbauverpflichtung bestehen jährliche Pachtzahlungen von derzeit TEUR 110, denen jedoch Miet- und Pachterlöse gegenüberstehen, die diese vollkommen decken.

Die Finanzanlagen sowie die Forderungen valutieren zum Teil in Fremdwährung, hieraus können sich in Euro sowohl positive als auch negative Veränderungen ergeben.

Aus der Bewertung, insbesondere der Veränderung des handelsrechtlichen Abzinsungssatzes der Pensionsrückstellungen können sich Bewertungsrisiken ergeben. Darüber hinaus bestehen Chancen und Risiken aus den versicherungsmathematischen Bewertungsannahmen im Vergleich zur tatsächlichen Entwicklung der Verpflichtungen.

Aus heutiger Sicht sind jedoch keine Risiken zu erkennen, die zu einer existentiellen Beeinträchtigung führen könnten.

PROGNOSEBERICHT

Der Start in das Jahr 2023 verlief positiv. Für das Gesamtjahr 2023 sind wir im Hinblick auf die Ertrags- und Finanzlage vorsichtig optimistisch und erwarten bei steigendem Finanzergebnis sowie stabilen Beteiligungserträgen ein positives Jahresergebnis, leicht über Vorjahresniveau.

Aus heutiger Sicht sind auch für das kommende Jahr keine Einflüsse erkennbar, die so gravierend wären, dass sie die weitere Entwicklung oder gar den Bestand der Gesellschaft gefährden würden. Da zukünftige Entwicklungen naturgemäß nicht mit Sicherheit prognostiziert werden können, sind Abweichungen von den von uns erwarteten Entwicklungen allerdings nicht völlig auszuschließen.

 

Halle (Westf.), den 24. April 2023

Die Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die STORCK SERVICE GMBH, Halle (Westf.):

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der STORCK SERVICE GMBH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der STORCK SERVICE GMBH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 24. April 2023

Rödl & Partner GmbH
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