NFC Aschheim GmbHLiquidiert

80336 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 206965
Vorher
cavita fashion GmbH
Eingetragen
9.5.1995
Branche
Einzelhandel mit BekleidungEinzelhandel mit TextilienGroßhandel mit Textilien
Gegenstand
Vertrieb von Textilprodukten, insbesondere von Damenoberbekleidung unter der Marke "cavita" sowie von anderen Bekleidungsgegenständen und Accessoires aller Art und alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Historie

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Management

NameRolle
Ralf Peter Rucker
seit 15.11.2021
Liquidator

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
5.950.000 DM
100.00%

Beteiligungen

Konzern- und Jahresabschlüsse

cavita fashion GmbH

Münster

Jahresabschluss zum 31. Oktober 2009

Lagebericht

1. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN

1.1. Überblick über das Unternehmen

Die cavita fashion GmbH (cavita) mit Sitz in Münster, Westfalen ist eine 100% Tochter der PRIMERA GmbH & Co. KG (vormals Primera AG). Zwischen der PRIMERA GmbH & Co. KG und cavita besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

1.2 Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen

1.2.1 Tätigkeitsbereiche und die wesentlichen Absatzmärkte

Im Geschäftsjahr 2008/2009 bewegte sich cavita unverändert zu Vorjahren im Bereich "Modern classic" mit dem Fokus auf Anschlussgrößen wobei Fachhandel und Private Label Anbieter die beiden wesentlichen Tätigkeitsbereiche darstellten. Cavita bediente im abgelaufenen Geschäftsjahr neben Deutschland 41 Auslandsmärkte, hauptsächlich in Europa und den früheren GUS-Staaten.

Cavita wies im Geschäftsjahr 2008/2009 einen Exportquote von 68 % auf, wobei der russische Markt mit 21% der wichtigste Exportmarkt ist. Weitere wesentliche Exportumsätze waren in den Auslandsmärkten Niederlande, Spanien, Großbritannien und Österreich mit einem jeweiligen Anteil von ca. 5 % bis 7 % des Gesamtumsatzes 2008/2009 zu verzeichnen.

Im Bereich Fachhandel fokussierte sich cavita im Inland auf Multilabelflächenanbieter und Stammabteilungen, während im Ausland vor allem Filialisten und höherwertige Facheinzelhändler die wesentlichen Kundengruppen bildeten. Mit ca. 60.000 im Inland und ca. 270.000 im Ausland verkauften Teilen war der Bereich Fachhandel mit 7,8 Mio. € der wesentliche Umsatzträger im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009.

Der Bereich "Private Label" konnte im Geschäftsjahr 2008/2009 mit mehr als 135.000 verkauften Teilen ein Umsatz von rund 2,6 Mio. € oder ein Umsatzanteil von ca. 22 % des Gesamtumsatzes erzielen.

1.3. Geschäftsverlauf

1.3.1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft erlebte 2009 die schwerste Rezession seit vielen Jahrzehnten. Die tiefe Rezession wurde vor allem von einem besonders scharfen und abrupten Einbruch des Welthandels zu Beginn des Jahres 2009 ausgelöst, dem sich kaum ein Land entziehen konnte. So sank die weltweite Produktion im Jahr 2009 um 1,1 %. Die Stabilisierung der Weltkonjunktur zur Jahresmitte 2009 ist im Wesentlichen auf eine expansive Geldpolitik der Notenbanken, die starke Ausweitung der staatlichen Nachfrage im Rahmen von Konjunkturprogrammen, die relative Robustheit der Schwellenländer und den vergleichsweise niedrigen Ölpreis zurückzuführen.

Die weltweite Nachfrageschwäche führte in Deutschland zu Jahresbeginn 2009 zu einem historischen einmaligen Rückgang der Exporte und der Ausrüstungsinvestitionen. Trotz der leichten konjunkturellen Verbesserung in der zweiten Jahreshälfte brach die gesamtwirtschaftliche Produktion im Jahresdurchschnitt um 5 % ein. Die expansiven fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen im Zusammenspiel mit den, den Arbeitsmarkt stabilisierenden Elementen konnten jedoch einen noch tieferen Einbruch verhindern.

1.3.2. Entwicklung der Branche

Nach dem Einbruch sämtlicher gesamtwirtschaftlicher Konjunkturkennzahlen ab Anfang 2009 lagen auch die Branchenkennzahlen für die Bekleidungsindustrie 2009 signifikant unter Vorjahr. Der Branchenumsatz lag bei Bekleidung im Jahresverlauf per Dezember 2009, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, bei minus 10,5%. Die Auftragseingänge 2009 entwickelten sich mit minus 26,5% im Vergleich zum Vorjahr deutlich negativ und erholen sich aktuell nur langsam. Die Bekleidungsexporte waren im Jahresrückblick 2009 weiterhin rückläufig und sanken im Vergleich zum Vorjahr um 12,3 %.[1]

1.3.3. Sonstige bedeutsame Vorgänge im Geschäftsjahr

Im Geschäftsjahr 2008/2009 waren folgende bedeutsame Vorgänge zu verzeichnen:

- Entflechtung bzw. Trennung der Primera Gruppe von der ESCADA AG bzw. -gruppe

Vorbereitung der Trennung durch Beendigung des zwischen der Muttergesellschaft Primera GmbH & Co. KG und der ESCADA AG bestehenden Beherrschungs- sowie Ergebnisabführungsvertrages mit Wirkung zum 31. Oktober 2008

Formwechsel der Muttergesellschaft Primera AG in eine GmbH & Co. KG mit Wirkung zum 1. November 2008

Beendigung der Gruppenfinanzierung der Primera Gruppe seitens der ESCADA AG ab Februar 2009 und Entwicklung eines eigenen Finanzierungskonzeptes

Neustrukturierung der bisher von der ESCADA AG betreuten Vertriebskanäle, insbesondere in Spanien, Italien und Frankreich

- Verkauf der Primera - Gruppe durch die ESCADA AG an die ENDURANCE CAPITAL AG - GRUPPE

Die Geschäftsführung der cavita fashion GmbH entwickelte sich wie folgt:

Juni 2009: Herr Enrico Tomassini und Herr Michael Krauledat scheiden aus der Geschäftsführung aus

Juni 2009: Herr Dr. Thomas Kleinhenz wird zum Geschäftsführer bestellt

2. ERTRAGSLAGE

2.1 Entwicklung des Geschäftsergebnisses

2007/08
in T€
2008/09
in T€
Delta
in %
Umsatz 15.180,3 11.185,1 -26,3%
Wareneinsatz 9.764,9 7.930,8 -18,8%
Rohertrag 5.415,4 3.254,3 -39,9%
in % vom Umsatz 35,7% 29,1%
Personalkosten 2.223,0 1.657,1 -25,5%
Abschreibungen 23,9 13,6 -43,2%
Sonstige betrebliche Aufwendungen 4.794,2 3.845,3 -19,8%
Summe der betrieblichen Beträge 739,2 688,8 -6,8%
Betriebsergebnis (EBIT) -886,5 -1.572,9 -77,4%
in % vom Umsatz -5,8% -14,1%
Finanzergebnis 30,1 41,5 -37,8%
Ergebnis der gew. Geschäftst. -856,4 -1.531,3 -78,8%
in % vom Umsatz -5,6% -13,7%
A. O. Aufwendungen 0,0 129,5
Ergebnis vor Steuern -856,4 -1.660,9 -93,9%
in % vom Umsatz -5,6% -14,8%
Steuern 2,3 0,3 -87,3%
Jahresüberschuss/-fehlbetrag vor Ergebnisabführung -858,7 1.661,2 -93,8%
Gewinnabführung/Verlustübernahme 858,7 1.661,2

Das Geschäftsergebnis des Geschäftsjahres 2008/2009 war erheblich belastet durch die Weltwirtschaftskrise. Massive Umsatzeinbrüche, insbesondere auf dem russischen Markt sowie beim "Private-Label"-Geschäft, und eine im Vergleich zum Vorjahr verschlechterte Marge waren die Folge.

Trotz einer Reduzierung des Personalaufwands und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um insgesamt 22%, konnten die Rohertragsrückgänge nicht kompensiert werden.

2.2 Entwicklung des Umsatzes

Das schwierige Marktumfeld und die Weltwirtschaftskrise haben die cavita Fashion GmbH im Geschäftsjahr 2008/2009 erneut vor große Herausforderungen gestellt.

2007/08 2008/09 Delta
in Mio. € in Mio. € in %
Fachhandel 11,0 7,8 -29,6%
classic 1,7 0,0 -100,0%
Hauptkollektion 9,3 7,8 -16,5%
Key Account 3,8 2,6 -30,1%
Summe 14,8 1,4 --29,9%

Quelle: Vororder-Umsatz lt. Warenwirtschaftssystem (V910)

Im Rahmen der Neufokussierung bzw. -ausrichtung der Gesellschaft erfolgte im Rahmen der Frühjahr/Sommer-Kollektion 2008 zunächst eine starke Reduktion, in der Folgesaison die vollständige Aufgabe der Classic-Kollektion.

Darüber hinaus geriet die Umsatzentwicklung von cavita im Geschäftsjahr 2008/2009 durch die Weltwirtschaftskrise erheblich unter Druck. Durch die sich daraus ergebende Kaufzurückhaltung der Key-Account-Kunden, musste cavita im Bereich des Private Label Geschäftes einen Umsatzrückgang von über 30% verzeichnen.

Im Fachhandelsbereich stand vor allem Russland, als der wichtigste Exportmarkt mit Umsatzeinbußen von 32% im Focus. Durch den, durch die Wirtschaftskrise ausgelösten Verfall der russischen Währung, kam es unmittelbar zur Stornierung von Aufträgen; in der Folge waren starke Orderrückgänge zu verzeichnen.

2.3 Entwicklung der Auftragslage

Gegenüber dem Geschäftsjahr 2008/2009 wird im laufenden Geschäftsjahr 2009/2010 im Vororderbereich mit einem Anstieg der Rohertragsmarge bei nahezu gleichbleibendem Umsatz gerechnet. Dabei stand der Verkauf der Frühjahr/ Sommerkollektionen noch im Zeichen der Wirtschaftskrise, während zur Herbst-Winter Saison ein deutlicher Erholungseffekt zu verzeichnen war.

Für die Herbst-Winter Kollektionen rechnen wir im Fachhandelsbereich mit einem Umsatzanstieg von knapp 20%, bei einer um 2%-Punkte verbesserten Marge. Durch das wieder gewachsene Vertrauen der Großkunden in ein verbessertes Wirtschaftsklima, sehen wir verlorene Umsatzanteile wieder aufgeholt, was zu Umsatzsteigerungen von über 40% im Private-Label Bereich führen wird.

2.4 Veränderungen in der Struktur der Aufwendungen und Erträge

Durch Restrukturierungsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2008/2009 konnten die Personalkosten um über 25% gesenkt werden. Darüber hinaus reduzierten sich die variablen Kosten, wie Provisionen und Frachten, aufgrund des geringeren Umsatzes um ca. 0,2 Mio. €. Die Kosten für zentrale Dienstleistungen der Primera GmbH & Co. KG konnten, durch verbesserte Konditionen und niedrigerer Dienstleistungsvolumina, um 0,6 Mio. € verringert werden.

Das EBIT der Gesellschaft sank, trotz dargestellter Kompensationseffekte, von - 0,9 Mio. € in 2007/2008 auf - 1,6 Mio. € im Geschäftsjahr 2008/2009.

Zusätzlich wurde das Geschäftsergebnis 2008/2009 durch außerordentliche Aufwendungen aus der Entflechtung bzw. Trennung der Primera-Gruppe von der ESCADA Gruppe, einem Forderungsverzicht im Rahmen des Verkaufes der Primera-Gruppe und Sozialplankosten im Rahmen der Restrukturierung der Gesellschaft in Höhe von 0,1 Mio. € belastet.

3. FINANZLAGE

3.1 Finanz- und Treasury-Management

Über das gesamte Geschäftsjahr 2008/2009 bestand, wie im Vorjahr, mit der Muttergesellschaft PRIMERA GmbH & Co. KG ein cash-pooling. Die cavita ist vollständig in das Finanz- und Liquiditätsmanagement der PRIMERA GmbH & Co. KG eingebunden und verfügte im Geschäftsjahr 2008/2009 über keinen eigenen Finanzierungsrahmen und war damit auf die Finanzierung durch die Muttergesellschaft Primera GmbH & Co. KG angewiesen.

3.2 Kapitalflussrechnung

Kapitalflussrechnung nach DRS 2

2007/2008
T€
2008/2009
T€
Jahresüberschuß/-fehlbetrag vor
Gewinnabführung / Verlustübernahme
und vor a.o. Posten
-859 -1.531
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 24 14
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -985 11
+/- Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -3 0
+/- Ein-/Auszahlungen aus ausserordentlichen Posten 0 -51
+/- Abnahme/Zunahme Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -273 1.611
+/- Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.317 -1.455
= cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -779 -1.302
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 3 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 0 0
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0 0
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen 0 0
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 7 0
+ Einzahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögens 0 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögens -3 7
= cashflow aus der Investitionstätigkeit 7 7
+ Verlustübernahme durch Gesellschafter 859 1.661
- Auszahlungen Gesellschafter
+/- Veränderungen der Verrechnungskonten gegenüber Verbundenen Unternehmen 0 0
= cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 859 1.661
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 87 366
+ Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 25 112
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 112 478

Der Finanzmittelfond hat sich im Vergleich zum 31. Oktober 2008 um 366 TEUR erhöht, und zeigt lediglich die Veränderung der Bankguthaben, die nicht in das cash-pooling der Primera- Gruppe eingebunden sind.

Das negative Geschäftsergebnis führte 2008/2009, wie im Vorjahr, zu einer Verschlechterung der Liquidität. Cavita tätigte keine Investitionen im Geschäftsjahr 2008/2009. Größere Investitionen werden aufgrund der Zentralisierung von Servicebereichen bei der PRIMERA GmbH & Co. KG getätigt.

Der Ausgleich des negativen Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit erfolgt aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages seitens mit Muttergesellschaft PRIMERA GmbH & Co. KG.

4. VERMÖGENSLAGE

Aktiva 2007/08 2008/09 Passiva 2007/08 2008/09
in T€ in T€ in T€ in T€
Anlagevermögen 86,5 66,3 Eigenkapital 6.047,2 6.047,2
Vorräte 1.473,6 849,5 Rückstellungen 364,1 511,6
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.349,9 6.333,6 Verbindlichkeiten 2.629,4 1.175,1
Liquide Mittel,
RAP
130,7 484,6
Bilanzsumme 9.040,7 7.733,9 Bilanzsumme 9.040,7 7.733,9

Die Minderung des Anlagevermögens um 20 TEUR im Geschäftsjahr 2008/2009 war, da keine wesentlichen Investitionen getätigt wurden, auf laufende Abschreibungen zurückzuführen.

Bedingt durch die niedrigere Vororder in der Frühjahr-Sommer Saison 2010 lagen die Vorräte, insbesondere im Bereich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der Unfertigen Erzeugnisse, deutlich unter dem Vorjahresniveau. Im Wesentlichen für den Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verantwortlich war die planmäßige Reduktion der Liefer- und Leistungs- sowie der Verbundforderungen um 0,8 Mio. €.

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der Primera GmbH & Co. KG weist cavita zum 31. Oktober 2009 ein unverändertes Eigenkapital in Höhe von 6.047 TEUR aus.

Die Rückstellungen stiegen im Wesentlichen bedingt durch zum Geschäftsjahresende erfolgte Restrukturierungsmaßnahmen im Bereich Personal und Vertrieb, um rund 150 TEUR im Vergleich zum Vorjahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich aufgrund gesunkener Auftragsvolumina der Frühjahr-/Sommer Kollektion um 1,4 Mio. €.

5. NACHTRAGSBERICHT

Wesentlich, in den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres 2009/10, war für die cavita fashion GmbH, ihre Muttergesellschaft PRIMERA GmbH & Co. KG und ihre Schwestergesellschaften, der Vollzug der Haftungsfreistellung als Garantiegeber für Darlehen und Anleihe der ESCADA AG. Die dazu notwendigen Release Letter, Statements und Legal Opinion sind inzwischen unterzeichnet und liegen der Gesellschaft vor. Lediglich bezüglich der Enthaftung aus dem Konsortialkreditvertrag aus 2008 bedarf es noch einiger Formalien, die in den kommenden Wochen erledigt sein werden. Damit werden aus der ehemaligen Zugehörigkeit zur ESCADA Gruppe keine Haftungsrisiken mehr auf der Primera GmbH & Co. KG und ihren Tochtergesellschaften lasten. Es bestehen weder vor der Enthaftung noch bis zum heutigen Zeitpunkt Klagen oder Einsprüche gegen Gesellschaften der Primera als früheren Garantiegeber.

6. RISIKOBERICHT

Die Risikostrategie der cavita Fashion GmbH ist im Geschäftsjahr 2008/2009 unverändert fortgeführt worden. Wesentlicher Grundsatz ist es, vorhandene Chancen zu nutzen und die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken nur dann einzugehen, wenn ein angemessener Beitrag zur Steigerung der Wertschöpfung zu erwarten ist.

Risikomanagement versteht cavita als regelmäßige Auseinandersetzung mit potenziellen Risiken in allen Unternehmensbereichen. Die Unternehmensleitung hat im Rahmen des - gruppenweiten - Risikomanagements ein System installiert, das frühzeitig potenzielle Chancen und Risiken erkennt, erfasst und kommuniziert, um insbesondere Maßnahmen zur Vermeidung oder Minimierung der Risiken rechtzeitig ergreifen zu können.

Ein wesentliches Instrument des Risikomanagementsystems bildet das gruppenweite Unternehmensplanung- und Controllingsystem der PRIMERA GmbH & Co. KG mit monatlicher Analyse der Plan- und Istwerte, in dem die wesentlichen Risikofelder einbezogen werden.

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN / MARKTRISIKEN

Das größte Risiko ergibt sich aus der konjunkturellen Entwicklung der unterschiedlichen Märkte. Vor allem die Finanzmarktkrise und deren Folgen haben nach wie vor einen erheblichen Einfluss auf die Konjunktur der Konsumgüter- und Bekleidungsbranche und dadurch auf die Nachfrage im Facheinzel- und Großhandel.

Dem Risiko einer weiterhin stagnierenden, gegebenenfalls sich verschlechternden Nachfragesituation begegnet cavita durch eine stetige Weiterentwicklung der Kollektionen. Die im abgelaufenen Geschäftsjahr durch Strick- und Outdoor Elemente komplettierten und modernisierten Kollektionen sollen beitragen, auch in einem unsicheren Umfeld die Marktposition zu sichern und mittelfristig auszubauen.

QUALITÄTSRISIKEN

Aufgrund der Qualitätsanforderungen an die Produkte der Gesellschaft bestehen Risiken aus Qualitätsschwächen oder -mängeln, mit der Folge möglicher Umsatz-, Margen- oder Kundenverluste.

Zur Sicherung einer, den Anforderungen entsprechenden Qualität fokussiert sich cavita, zusammen mit anderen Gruppengesellschaften, auf die entsprechenden Beschaffungsmärkte und -partner, und schaltet, zur Qualitätssicherung der Produktionsstoffe, externe Prüfinstitute ein.

PREISÄNDERUNGS- UND AUSFALLRISIKEN

Die Produkte der Gesellschaft sind, trotz der Positionierung im Bereich "Modern Classic", einem steten Trend- und Geschmackswechsel ausgesetzt. Sollte es, als Folge der Finanzmarkt- und allgemeinen Wirtschaftskrise auf Kundenseite zu Stornierungen, Ausfällen oder Nachfragerückgängen kommen, liegen darin entsprechende Risiken für die Ertrags-, Vermögens- und Liquiditätsentwicklung des Unternehmens, insbesondere auch aus Ausfällen von Liefer- und Leistungsforderungen oder der Verwertung von Bestandsüberhängen.

Ausfallrisiken wird durch Kreditlimitvergabe und laufender Überprüfung, insbesondere bei Neukunden, laufende Überwachung von Zahlungsverhalten und Alterstruktur der Forderungen, sowie eine seit dem Geschäftsjahr 2008/2009 bestehende Warenkreditversicherung, begegnet.

FINANZRISIKEN / LIQUIDITÄTSRISIKEN

Die Gesellschaft unterliegt folgenden finanziellen Risiken bzw. Liquiditätsrisiken, die einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Liquiditätsentwicklung haben können:

- Grundsätzlich steht der cavita neben den bestehenden finanziellen Mitteln, den eigenen operativen cash-flows und dem seit Januar 2010 laufenden Factoring von Liefer- und Leistungsforderungen nur die Finanzierung durch die Muttergesellschaft Primera GmbH & Co. KG zur Verfügung. Damit bestehen für die Gesellschaft finanzielle bzw. Liquiditätsrisiken, falls geplante Liquiditätszuflüsse verzögert, oder nicht entsprechend der Planungen der erfolgen und entsprechende Kompensationsmöglichkeiten, auch seitens der Muttergesellschaft, nicht oder nicht in ausreichendem Maße bestehen.

- Die Gesellschaft und die gesamte Primera - Gruppe unterliegt - aufgrund der Saisonvorfinanzierung - jährlich zwei Liquiditätsbelastungsspitzen. Mit dem im Geschäftsjahr 2009/2010 begonnenen Factoring wurden und werden die saisonalen Liquiditätsbelastungsspitzen aus der Saisonvorfinanzierung signifikant abgemildert. Darüber hinaus noch bestehenden, saisonalen Liquiditätsschwankungen wird, aufgrund derzeit nicht bestehender Kreditlinien bzw. -rahmen, mit entsprechenden - im Rahmen der Finanz- und Liquiditätsplanung getroffenen - Maßnahmen begegnet.

- Aufgrund der internationalen Beschaffung sieht sich die cavita Preisänderungs- und Zahlungsstromschwankungsrisiken, insbesondere im Bereich der Devisenkurse ausgesetzt, die ohne Fremdfinanzierungslinien nicht abgesichert werden können. Möglichen Risiken hieraus wurde im Rahmen der Kalkulation durch leicht erhöhte Kalkulationskurse partiell begegnet sowie durch im laufenden Geschäftsjahr erfolgte US-Dollarkäufe in Höhe von ca. 50 % des benötigten Volumens deutlich reduziert.

- Darüber hinausgehende Liquiditätsrisiken, insbesondere aus der Insolvenz der ehemaligen Konzernmuttergesellschaft Escada AG waren im Geschäftsjahr 2008/2009 nicht zu verzeichnen und werden für die zukünftige Entwicklung auch nicht gesehen.

- Neben den Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung sieht sich cavita bzw. die Primera-Gruppe als Folge der Finanzmarktkrise einer deutlich restriktiveren Kreditvergabe seitens Geschäftsbanken gegenüber.

Die Gesellschafterin der Muttergesellschaft Primera GmbH & Co. KG, die Endurance Gruppe, hat sich bei Kauf der Primera Gruppe verpflichtet und ist seit Januar 2010 intensiv engagiert, ein Gesamtfinanzierungskonzept für die Gruppe und für alle Einzelgesellschaften aufzustellen, dass mind. 3 - 5 Mio. € Liquidität zuführen wird. Mit Umsetzung dieses Gesamtfinanzierungskonzeptes, besteht eine weitergehende Absicherung vor externen Risiken über das von der Geschäftsführung bereits berücksichtigte Maß hinaus.

MARKENRISIKEN

Die Gesellschaft ist, aufgrund ihrer internationalen Tätigkeit, rechtlichen Risiken aus der Verletzung fremder Marken- und sonstiger Rechte ausgesetzt. Durch vorbeugende Maßnahmen und die rechtliche Absicherung eigner Markenrechte wird möglichen Risiken hieraus wirksam begegnet.

RECHTLICHE RISIKEN

cavita ist in keine Rechtsstreitigkeiten verwickelt bzw. sieht keine Rechtsstreitigkeiten, die das Ergebnis in Zukunft signifikant beeinflussen könnten.

Vorgenannte Risiken stellen, nach derzeitiger Einschätzung keine bestandsgefährdenden Risiken dar.

8. PROGNOSEBERICHT

8.1 Gesamtwirtschaftliche Aussichten 2010

Obwohl die "akute Phase" der Krise vorüber ist, wird nach Einschätzung der Weltbank die globale Wirtschaft noch über Jahre unter den Folgen der Finanzmarktkrise leiden. Für das laufende Jahr prognostiziert die Weltbank ein globales Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent und für 2011 von 3,2 Prozent. [2]

Für Deutschland hingegen wird für das Jahr 2010, mit einem prognostizierten Wirtschaftswachstum von 1,2 %, kein signifikanter Aufschwung erwartet. Neben dem noch immer angeschlagenen Exportgeschäft, das sich auch 2010 nicht signifikant erholen wird, ist auch das Auslaufen der Mittel im Rahmen der Konjunkturpakete, wovon Arbeitsmarkt und Gewerbebau besonders betroffen sind, dafür verantwortlich. [3]

8.2 Entwicklung Einzelhandel

Für den Einzelhandel in Deutschland wird 2010 kein weiterer Rückschlag erwartet, so dass der Vorjahresumsatz voraussichtlich erreicht wird. Damit ist zwar die Talfahrt gestoppt, allerdings ist das Ergebnis auf dem schwachen Vorjahresniveau kein Grund zum Jubeln, so dass die Lage weiterhin angespannt bleibt. [4]

Auch auf dem wichtigsten Exportmarkt der cavita fashion GmbH scheint die Talsohle durchschritten. Nach Prognosen der russischen Regierung, wird das Bruttoinlandsprodukt in Russland im Jahr 2010 mit +1,6% und im darauffolgenden Jahr um 3% wieder steigen. [5]

8.3 Aussichten der cavita Fashion GmbH auf 2010

Die Stärke der Kollektion - eine modische Aussage und optimale Passform, gepaart mit der hohen Kompetenz im Bereich der Anschlussgrößen - wird ein wichtiges Kriterium sein, um auch in dem schwierigen Marktumfeld weiterhin bestehen zu können.

Aufgrund der Kostensenkungsmaßnahmen, die in den letzten Jahren eingeleitet wurden, verfügt die cavita fashion GmbH über eine schlanke Kostenstruktur und wird sich auch in einem schwierigen Marktumfeld behaupten können.

Für das Geschäftsjahr 2009/2010 rechnet die Gesellschaft damit, dass der konjunkturelle Tiefpunkt überschritten sein wird und auf dieser Basis, mit einer Verbesserung der Geschäftsentwicklung, insbesondere im Geschäftsergebnis vor Ergebnisabführung. Für das darauf folgende Geschäftsjahr 2010/2011 rechnet cavita mit einer positiven Entwicklung von Umsatz und Geschäftsergebnis.

Münster, im April 2010

[1] Quelle: http://www.textil-mode.de/Themen/Wirtschaft-/-konjunktur/Konjunktur/E2848.htm

[2] Quelle: http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5152139,00.html

[3] Quelle:http://www.textilwirtschaft.de/news/schlagzeilen/pages/Ifo-Institut-Deutsche-Wirtschaft-2010-ohne-Dynamik_60837.html?a=1

[4] Quelle: http://www.einzelhandel.de/pb/site/hde/node/499469/Lde/index.html?QUERYSTRING=Entwicklung+Einzelhandel

[5] Quelle: http://translate.google.de/translate?hl=de&sl=en&tl=de&u=http%3A%2F%2Fenglish.pravda.ru%2Fbusiness%2Ffinance%2F01-10-2009%2F109617-imf_russian_economy-0&anno=2

Bilanz

AKTIVA

  31.10.2009
31.10.2008
A. ANLAGEVERMÖGEN    
I. Sachanlagen    
1. technische Anlagen und Maschinen 14.285,00 22.499,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.258,34 18.640,18
  27.543,34 41.139,18
II. Finanzanlagen    
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 38.561,63 45.159,85
2. sonstige Ausleihungen 150,00 150,00
  38.711,63 45.309,85
  66.254,97 86.449,03
B. UMLAUFVERMÖGEN    
I. Vorräte 849.500,00 1.473.600,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.333.627,21 7.349.904,53
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen € 4.957.601,02 (Vj. € 5.294.483,67)    
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 477.578,75 111.972,94
  7.660.699,96 8.935.477,47
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 6.976,85 18.772,52
  7.733.931,78 9.040.699,02

PASSIVA

   
  31.10.2009
31.10.2008
A. EIGENKAPITAL    
I. Gezeichnetes Kapital 3.042.186,69 3.042.186,69
II. Kapitalrücklage 2.991.057,50 2.991.057,50
III. Bilanzgewinn 13.960,57 13.960,57
  6.047.204,76 6.047.204,76
B. RÜCKSTELLUNGEN 511.646,46 364.077,15
C. VERBINDLICHKEITEN 1.175.080,56 2.629.417,11
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten € 325,00 (Vj. € 0,00)    
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen € 237.976,63 (Vj. € 303.680,15)  
  7.733.931,78 9.040.699,02

Gewinn- und Verlustrechnung

  01.11.2008 - 31.10.2009 01.11.2007 - 31.10.2008
 
1. Rohergebnis   3.943.153,36   6.154.640,35
2. Personalaufwand:        
a) Löhne und Gehälter 1.399.502,30   1.868.505,77  
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 257.632,41   354.510,52  
davon für Altersversorgung: € 15.968,58 (Vj. € 16.772,88)        
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 13.595,84   23.940,12  
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.845.276,75 5.516.007,30 4.794.224,73 7.041.181,14
    -1.572.853,94   -886.540,79
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 320,21   360,42  
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 45.156,61   33.737,44  
davon aus verbundenen Unternehmen: € 30.642,05 (Vj. € 18.392,92)        
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.947,02   3.970,60  
Finanzergebnis   41.529,80   30.127,26
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -1.531.324,14   -856.413,53
9. außerordentliche Aufwendungen 129.537,25   0,00  
10. außerordentliches Ergebnis   -129.537,25   0,00
    -1.660.861,39   -856.413,53
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 115,23   136,39  
12. sonstige Steuern 177,87 293,10 2.187,48 2.323,87
    -1.661.154,49   -858.737,40
13. Ertrag aus Verlustübernahme   1.661.154,49   858.737,40
14. Jahresüberschuss   0,00   0,00

Anhang

A. ALLGEMEINE ANGABEN

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung ("going-concern").

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über eine Laufzeit von 3 Jahren linear pro rata temporis abgeschrieben.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Das Sachanlagevermögen wird linear pro rata temporis abgeschrieben.

Zugänge geringwertiger Anlagegüter ab dem 01.01.2008 werden entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben, wenn der Wert des einzelnen Wirtschaftsgutes € 150,00 nicht übersteigt. Für die Anlagegüter, die einen Wert von € 150,00 im Einzelnen übersteigen, aber nicht € 1.000,00, wird entsprechend § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten gebildet. Der Sammelposten wird im Sachanlagevermögen ausgewiesen und im Wirtschaftsjahr der Bildung und in den vier folgenden Wirtschaftsjahren jeweils zu einem Fünftel abgeschrieben. Scheidet ein Wirtschaftsgut im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Kurswert angesetzt. Für das unter der Position Wertpapiere des Anlagevermögens ausgewiesene zu sichernde Wertguthaben Altersteilzeit wurde ein Depotkonto bei der Commerzbank AG Münster und der Allianz Lebensversicherungs-AG eingerichtet. Die Wertpapiere sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Kurswert bewertet. Die Commerzbank AG und die Allianz Lebensversicherungs-AG sind gem. Verpfändungsvereinbarung als Treuhänder für dieses Konto eingetragen.

Die Genossenschaftsanteile wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, wobei angemessene Teile von fertigungsbedingten Gemeinkosten berücksichtigt werden. Altbestände und Materialien mit geringer Verwertbarkeit wurden mit den voraussichtlichen Verkaufserlösen abzüglich noch anfallender Kosten angesetzt. Die Rohstoffe bei den Zwischenmeistern werden, wie im Vorjahr, als unfertige Erzeugnisse ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Für erwartete Inanspruchnahme von Kundenskonti wurde ein entsprechender Abschlag auf den Forderungsbestand vorgenommen. Dem allgemeinen Zins- und Kreditrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2009/2010.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Die Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

2. Grundlagen der Währungsumrechnung

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei den Forderungen mit dem Briefkurs am Entstehungstag bzw. mit dem niedrigeren Kurs am Abschlussstichtag sowie bei den Verbindlichkeiten mit dem Geldkurs am Entstehungstag bzw. dem höheren Kurs am Abschlussstichtag.

Bei den Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung erfolgt die Umrechnung zum Briefkurs des Stichtages.

B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist auf der folgenden Seite dargestellt. Ab dem 01.01.2008 werden Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen € 150,00 und € 1.000,00, für die entsprechend § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten gebildet wurde, im Wirtschaftsjahr der Bildung und in den folgenden vier Wirtschaftsjahren jeweils zu einem Fünftel abgeschrieben. Scheidet ein Wirtschaftsgut des Sammelpostens aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.

  Anschaffungs-/Herstellungskosten
  Stand
01.11.2008
Zugang
Abgang
Stand
31.10.2009
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 123.661,23 0,00 0,00 123.661,23
II. Sachanlagen        
1. technische Anlagen und Maschinen 365.147,56 0,00 0,00 365.147,56
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.196.826,37 0,00 0,00 1.196.826,37
  1.561.973,93 0,00 0,00 1.561.973,93
III. Finanzanlagen        
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 45.505,08 0,00 6.598,22 38.906,86
2. sonstige Ausleihungen 150,00 0,00 0,00 150,00
  45.655,08 0,00 6.598,22 39.056,86
  1.731.290,24 0,00 6.598,22 1.724.692,02
  kumulierte Abschreibungen
  Stand
01.11.2008
Zugang
Abgang
Stand
31.10.2009
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 123.661,23 0,00 0,00 123.661,23
II. Sachanlagen        
1. technische Anlagen und Maschinen 342.648,56 8.214,00 0,00 350.862,56
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.178.186,19 5.381,84 0,00 1.183.568,03
  1.520.834,75 13.595,84 0,00 1.534.430,59
III. Finanzanlagen        
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 345,23 0,00 0,00 345,23
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  345,23 0,00 0,00 345,23
  1.644.841,21 13.595,84 0,00 1.658.437,05
  Buchwert  
  31.10.2008
31.10.2009
Abschreibung des
Geschäftsjahres
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen      
1. technische Anlagen und Maschinen 22.499,00 14.285,00 8.214,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.640,18 13.258,34 5.381,84
  41.139,18 27.543,34 13.595,84
III. Finanzanlagen      
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 45.159,85 38.561,63 0,00
2. sonstige Ausleihungen 150,00 150,00 0,00
  45.309,85 38.711,63 0,00
  86.449,03 66.254,97 13.595,84

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen debitorische Kreditoren.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (T€ 4.958) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. T€ 304 enthalten.

Forderungen gegen Gesellschafter bestanden zum Abschlussstichtag in Höhe von € 4.491.022,79 (Vj. € 5.054.718,37). Der Ausweis dieser Forderung erfolgt unter der Position Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

3. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen die Abgrenzung von Gebührenpauschalen der Dresdner Bank AG und Beiträgen der Berufsgenossenschaft.

4. Eigenkapital

a) Gezeichnetes Kapital € 3.042.186,69

Gezeichnetes Kapital DM 5.950.000,00

b) Kapitalrücklagen € 2.991.057,50
c) Gewinnvortrag € 13.960,57
d) Jahresüberschuss € 0,00

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von € 1.661.154,49 wurde aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages von der Primera GmbH & Co. KG ausgeglichen.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen den Personalkostenbereich, Gewährleistungen sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen.

6. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.10.2009

  Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
Restlaufzeit
zwischen einem und fünf Jahren
Restlaufzeit
von mehr als fünf Jahren
Gesamtbetrag
davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert
Art und Form der Sicherheit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 325,00 0,00 0,00 325,00 - -
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 659.395,28 0,00 0,00 659.395,28 - -
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 237.976,63 0,00 0,00 237.976,63 - -
4. sonstige Verbindlichkeiten 277.383,65 0,00 0,00 277.383,65 - -
Gesamtsumme 1.175.080,56 0,00 0,00 1.175.080,56 - -

Alle in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Abgesehen von branchenüblichen Eigentumsvorbehalten sind die ausgewiesenen Verbindlichkeiten nicht weiter besichert.

C. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die im Geschäftsjahr 2008/2009 ausgewiesenen außerordentlichen Aufwendungen beinhalten in Höhe von T€ 102 Aufwendungen aus der Trennung bzw. Entflechtung der PRIMERA Gruppe von ESCADA Gruppe sowie weitere, in diesem Zusammenhang entstandene Restrukturierungs- und Neuorganisationsaufwendungen in Höhe von T€ 28.

D. SONSTIGE ANGABEN

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nach § 251 und § 268 Abs. 7 HGB waren folgende Haftungen zu vermerken:

Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln T€ 0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: T€ 0  
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften T€ 315.542*)
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: T€ 0  
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen T€ 8
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: T€ 0  
Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten T€ 0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: T€ 0  

*) Der Betrag in Höhe von T€ 315.542 beinhaltet Verbindlichkeiten aus Bürgschaften für die seitens der ehemaligen Konzernmuttergesellschaft ESCADA AG begebene Anleihe in Höhe von T€ 200.006 sowie einen Konsortialkreditvertrag aus dem Jahr 2005 in Höhe von T€ 50.000 für die im neuen Geschäftsjahr 2009/2010 die Haftungsfreistellung erfolgt ist. Hinsichtlich der maximalen Haftung aus einer Senior Credit Facility der ESCADA AG in Höhe von T€ 60.000 ist die Haftungsfreistellung unter aufschiebender Bedingung seitens der Konsortialbank erfolgt.

An sonstigen finanziellen Verpflichtungen von Bedeutung werden genannt:

Verpflichtungen aus Leasingverträgen, Gesamtbetrag T€ 26
davon werden 2009/2010 fällig: T€ 17  
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: T€ 0  
Mietverträge, Gesamtbetrag (ohne Nebenkosten) T€ 336
davon werden 2009/2010 fällig: T€ 86  
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: T€ 0  
Wartungs- und Dienstleistungsverträge, Gesamtbetrag T€ 72
davon werden 2009/2010 fällig: T€ 72  
davon gegenüber verbundenen Unternehmen: T€ 0  

Weitere vermerkpflichtige Haftungsverhältnisse oder sonstige finanzielle Verpflichtungen von Bedeutung bestanden zum 31. Oktober 2009 nicht.

2. Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung sind:

Herr Dr. Thomas Kleinhenz (ab 10.07.09) Geschäftsführer
Herr Michael Krauledat (bis 29.07.09) kaufmännischer Geschäftsführer
Herr Enrico Tomassini (bis 29.07.09) Vertriebsgeschäftsführer

Der Geschäftführung wurden im Geschäftsjahr 2008/2009 keine nach § 285 Nr. 9a HGB angabepflichtigen Bezüge gewährt.

3. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 36 Arbeitnehmer - ohne Geschäftsführer - beschäftigt. Davon entfallen auf:

Angestellte 37
gewerbliche Arbeitnehmer 2
Auszubildende 0
  39

4. Name und Sitz des Mutterunternehmens

Die Primera GmbH & Co. KG (vormals: Primera AG), Münster, ist Mutterunternehmen der Gesellschaft und unterhält 100 % der Anteile.

Die Primera GmbH & Co. KG ist seit dem 31. Oktober 2009 eine 100%-ige Tochtergesellschaft der ENDURANCE Textil GmbH, München. Oberstes Mutterunternehmen der ENDURANCE Textil GmbH ist die ENDURANCE CAPITAL AG.

E. VORSCHLAG ZUR VERWENDUNG DES ERGEBNISSES

Das Jahresergebnis in Höhe von € - 1.661.154,49 des Geschäftsjahres 2008/2009 wurde aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages durch die Muttergesellschaft Primera GmbH & Co KG ausgeglichen.

 

Münster, den 30. April 2010

Die Geschäftsleitung

Bestätigungsvermerk

Bei der vorstehenden Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden Offenlegungserleichterungen in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der cavita fashion GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. November 2008 bis 31. Oktober 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der cavita fashion GmbH den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 3. Mai 2010

AWT Horwath GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

G. Wörl, Wirtschaftsprüfer

ppa. E. Jarraß, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

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