Holtzberg Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Deseyve seit 18.9.2023 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BREE Collection GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020LageberichtA. Grundlagen unseres Unternehmens Die BREE Collection GmbH ist ein Premium-Hersteller von innovativ vielseitigen, qualitativ hochwertigen und langlebigen Taschen & Accessoires mit den Kernmärkten D-A-CH. Darüber hinaus werden unsere Produkte im gesamten europäischen Raum sowie in einigen asiatischen Ländern sehr geschätzt. Neben dem klassischen Wholesalegeschäft betreiben wir eine eigene Online-Plattform und diverse Stores in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In der Schweiz unterhalten wir eine eigenständige Vertriebsgesellschaft. B. Wirtschaftsbericht 1. Umfeld und Branchenentwicklung Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2020 gekennzeichnet durch einen Einbruch der Wirtschaft und insbesondere des Handels, bedingt durch die Corona-Pandemie. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im Jahr 2020 um 4,8 % gegenüber dem Vorjahr. Die Wirtschaft in der Eurozone als Ganzes schrumpfte mit 6,6 % noch etwas stärker als in Deutschland. Durch die Pandemie ist der Konsum in 2020 mit einem Minus von 6,1 % so stark eingebrochen wie noch nie in den vergangenen 70 Jahren. Der stationäre Modehandel wurde durch die pandemiebedingten Geschäftsschließungen in großem Maße negativ beeinflusst. Im Schnitt sanken die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 30 % (2019: minus 1 %). Der Onlinehandel mit Bekleidung und Taschen wuchs um 14,6 % weiter zweistellig und erreichte einen geschätzten Anteil von 27 %. Der Umsatz mit Lederwaren in Deutschland erlebte im Krisenjahr 2020 einen dramatischen Einbruch von 22 % zum Vorjahr. 2. Geschäftsverlauf unseres Unternehmens Der Neustart nach der Insolvenz hätte schlechter kaum sein können. Ungelöste Probleme in der Beschaffung und im Vertrieb und kurz danach der Ausbruch des Corona-Virus machten den Aufbruch zur Herkulesaufgabe. In 2020 führten die Schließungen des Einzelhandels, Kontaktverbote und ein noch ungenügender E-Commerce dazu, dass der Start ergebnis- und liquiditätsseitig sehr negativ ausfiel und zur großen Herausforderung wurde. Die Personalfluktuation hielt weiterhin an mit einem spürbaren Verlust an Know-how und Prozesssicherheit. Die notwendigen Strukturanpassungen waren noch nicht gänzlich vollzogen. Auch wurden die notwendigen Schnittstellen zwischen dem kurz vor der Insolvenz eingeführten neuen Kassenwesen mit der bestehenden ERP-Softwarelandschaft noch nicht implementiert. Dies führte dazu, dass vor Eintritt der Pandemie noch keine wesentliche Veränderung hinsichtlich eines operativen Turnarounds eingeleitet werden konnte. Insgesamt betrug das strukturelle jährlich zu erwartende Defizit nach wie vor ca. EUR 2-3 Mio. bei einer Umsatzlage wie in den Jahren 2018 und 2019. Im zweiten Quartal 2020 geriet die operative Situation durch die Pandemie in zusätzliche Schwierigkeiten durch die verordneten Store-Schließungen in der gesamten DACH Region. Die zu hohe Abhängigkeit von diesem Vertriebskanal und die jahrelange Vernachlässigung des Wholesales verstärkten den katastrophalen Pandemie-Effekt noch über die im Wettbewerb übliche Situation hinaus. Einerseits fielen die Umsätze von Ende März an nahezu dauerhaft in den Stores weg. Andererseits blieb die Belastung durch die einhergehenden hohen Fixkosten für Mieten und Personal anhaltend hoch. Einzig die Produktseite mit einer Überarbeitung und Straffung des Design-Konzeptes entwickelte sich positiv und stellt die Basis für eine mittelfristige Erholung über die nächsten Kollektionen hinweg dar. Für 2020 waren diese Ansätze allerdings noch unwirksam aufgrund der geschilderten Schließung der Stores und der unverändert fehlenden Aufstellung im Wholesale-Vertrieb. Im November beschloss der Alleingesellschafter, die Coindu SA, schrittweise die wichtigen Management-Funktionen näher anzubinden und ein umfassendes Restrukturierungskonzept für eine dauerhafte Sanierung der BREE einzuleiten. Im Berichtszeitraum betraf dies bereits die Bereiche Logistik und Sourcing, für die ein Insourcing Programm für 2021 definiert wurde. 3. Lage am Bilanzstichtag 3.1 Vermögenslage Der Wertansatz der Vorräte zum Bilanzstichtag ist ggü. dem Vorjahr um nahezu EUR 1 Mio. gesunken. Dies spiegelt den konsequenten Abbau des Lageraltbestandes wider. Die Forderungen an Lieferungen und Leistungen sind um rd. EUR 0,3 Mio. zum Vorjahr abgebaut werden. Es existieren für unsere Stores Mietavale bei der Deutschen Bank bzw. Barkautionen i.H.v. TEUR 708. Die Bankguthaben und Kassenbestände sind zum Vorjahr um rd. EUR 0,3 Mio. gesunken. Erstmalig wurden aktive latente Steuern i.H.v. TEUR 748 auf den in den kommenden fünf Jahren nach unseren Planungen verwertbaren Verlustvortrag gebildet. Die Rückstellungen enthalten im wesentlichen Anteil Rückbauverpflichtungen, Personalrückstellungen, Rückstellungen für Kundenboni und Jahresabschlusskosten. Das Eigenkapital nahm auf rd. EUR 0,9 Mio. bzw. rd. 11 % der Bilanzsumme ab. 3.2 Finanzlage Das eingezahlte Stammkapital beträgt TEUR 250. Ergänzend hat die Gesellschafterin COINDU S.A. Kredite i.H.v. rd. EUR 5,4 Mio. zur Verfügung gestellt. Hierdurch wurde der operative Verlust des Geschäftsjahres vollständig aufgefangen. 3.3 Ertragslage Die Ertragslage zeigt ein Rohergebnis von rd. EUR 4,2 Mio. Dieses Rohergebnis kehrt sich allein schon durch die Mietaufwendungen von rd. EUR 2 Mio. sowie die Lohn- und Gehaltskosten von rd. EUR 4,4 Mio. in einen Verlust um. Das Geschäftsjahr endet mit einem Verlust von rd. EUR 5,8 Mio. vor der Aktivierung latenter Steuern. Der hohe Verlust ist dabei neben den o.g. strategischen Fehlern (zu wenig Blick auf Wholesale und Online-Handel) geprägt durch den hohen Umsatzausfall infolge der Schließungen bei laufenden Fixkosten. 4. Bestehende Zweigniederlassungen Es besteht eine Zweigniederlassung in Wien (Österreich). C. Prognosebericht Die ursprüngliche Erwartung einer "Eingrenzung" der Pandemie auf 2020 mit einem relativ unbelasteten frühen Neustart des Einzelhandels in 2021 hat sich nicht erfüllt und erschwert die Prognose für das Gesamtjahr. Tatsächlich erfolgte die nahezu vollständige Neueröffnung der Stores erst im Juli 2021, so dass für das zweite Halbjahr mit einem relativ normalen Geschäftsverlauf in den Stores gerechnet werden kann. In 2021 wird, nachdem Coindu auch die integrierte Leitung im Vertrieb übernommen hat, die Aufstellung der Stores mit dem Ziel überarbeitet, Stores ohne strukturelle Aussicht auf Profitabilität, zu schließen. Wir erwarten eine finale Struktur mit ca. 15-20 Stores in Deutschland und Österreich, die diese Erwartung erfüllen können, in der Schweiz bleiben wir mit 4 Stores präsent. Im Wholesale wurde im zweiten Quartal die Vertriebsstruktur angepasst und erstmalig seit 2014 mit einer branchenüblichen Vertriebsarbeit begonnen. Wir erwarten ab der ersten präsentierten Kollektion (Sommer 2022) im Sommer 2021 steigende Vorordermengen. Wir erwarten auch Erfolge (zunächst mengenmäßig bescheiden) im Wiedereinstieg bei den in der Vergangenheit verlorenen renommierten Kunden im Premium-Segment. Wir werden auch noch in 2021 von einem Jahresverlauf mit 2 Kollektionen auf 4 Kollektionen umstellen, wie bei den Branchenführern üblich. Gestützt wird dies auf die künftige Produktion bei Coindu in Portugal mit drastischer Verkürzung der Kette Design-Produktion-Lieferung. Zusammenfassend rechnen wir mit einem Aufschließen der verbleibenden Stores mit der Umsatz-Performance aus 2018-2019 für den Zeitraum September-Dezember und mit einem wachsenden Auftragsbestand im Wholesale ab Sommer auf einen Jahresendstand über den jeweiligen Werten aus den letzten 5 Jahren. Zur Verbesserung der IT-Landschaft wurde im Jahr 2020 ein Projekt zur Integration in das SAP-System der COINDU S.A. ausgerollt. Die Umstellung wird zusammen mit der Verlagerung der Vorräte voraussichtlich im Herbst 2021 erfolgen. Durch diese Maßnahmen wird die Integration in den Konzern voranschreiten und erhebliche Kostenreduzierungen in den Bereichen "Ware", "Logistik" und "IT Kosten" erreicht. Die im Verlauf 2021 umgesetzten Maßnahmen (Insourcing Produktion und Logistik, Anpassung Management-Struktur, Anpassung Store-Landschaft) überschreiten die erwähnte strukturelle Ergebnislücke aus der Situation vor der Pandemie, werden aber erst nach und nach zeitverzögert wirksam mit Schwerpunkt ab 2022. Für 2021 reichen die positiven Aspekte noch nicht aus, zudem leidet das Unternehmen bis inklusive Juni unter der unveränderten Covid-19 Situation, wie sie den Einzelhandel in 2020 bereits geprägt hat. Es wird daher für 2021 immer noch mit einem Jahresfehlbetrag - jedoch geringer als 2020 - gerechnet, bevor 2022 ein Ergebniswechsel eintreten sollte. D. Chancen- und Risikobericht Wesentliche Chancen sehen wir national wie international in der konsequenten Entwicklung von Produkten und deren Funktionen für eine entsprechend unserer Markenwerte klar definierte Zielgruppe, sowie einer Umsetzung dieser Produkte zu marktfähigen Preisen in marktgerechten Stückzahlen und zu auskömmlichen Margen. Weiter sehen wir eine Chance in der Vertikalisierung und der damit verbundenen homogenen und eigenständigen Präsentation unseres Sortiments für unsere immer noch sehr attraktive und positiv besetzte Marke. Die Nutzung der Produktionsinfrastruktur von Coindu in Portugal und die Nutzung der leistungsfähigen Coindu Logistik aus dem Automobilgeschäft mit Sitzbezügen ermöglicht uns künftig einen einmaligen Wettbewerbsvorteil in einer Branche mit schwer beherrschbaren Lieferantenbeziehungen in Fernost. Wir sehen große Chancen in der Beschleunigung des oben genannten Zyklus durch dynamischere Design-Tätigkeit, mögliche Reaktionen in kürzeren Fristen als von Kollektion zu Kollektion sowie kurzfristige Flexibilität bei Mengen (2 Wochen versus 9 Monate). Wir werden dementsprechend auf Basis eines grundsätzlich guten und anerkannten Designs höhere Umsätze bei höheren Margen (deutlich weniger Ladenhüter) realisieren. Wir werden ferner als einziger Anbieter im Premium-Segment in der Lage sein, intrinsisch Europäische Produkte (Designed in Hamburg, Handcrafted in Portugal) zu bewerben, und dieses positiv besetzte Feld besetzen. Risiken sehen wir in der notwendigen Gewinnung neuer qualifizierter Mitarbeiter. Dem Risiko von Abwanderungen wollen wir durch Weiterbildungen und Schulungen sowie durch Investitionen in die IT entgegenwirken. Finanzrisiken ergeben sich aus unserer Abhängigkeit vom Mutterunternehmen, bis zum Erreichen eines neutralen Cash-Flows. Daher bleibt die Umsetzung aller Maßnahmen, die zu diesem Zustand führen sollen, oberste Priorität. Ertrags- und Finanzrisiken ergeben sich aus dem Anteil der saisonalen Produkte am Sortiment. Mit der Coindu-Integration nimmt allerdings das Abverkaufsrisiko ab. Ferner wird Coindu die Fertigwaren bis zur physischen Auslieferung an BREE in der eigenen Bilanz führen und dementsprechend sowohl den Finanzierungsbedarf als auch den größten Teil des Risikos für BREE eliminieren. Die integrierte Anbindung an die Logistik bis hin in die Stores über ein einheitliches SAP Coindu-BREE wird auch die Risiken aus Überbeständen in den Stores nahezu beenden. Das Devisenkursrisiko aus den bisherigen Lieferantenbeziehungen mit Drittländern entfällt ebenfalls durch die Lieferbündelung über Coindu in Portugal. Dem Risiko von Forderungsausfällen wird durch unser Debitorenmanagement entgegengewirkt. Das aktuell größte und ggf. sogar bestandsgefährdende Risiko bleibt aber das Corona-Virus. Erst wenn absehbar sein wird, dass Einzelhandelsflächen wieder Kunden nachhaltig mit Kauferlebnissen ansprechen und kein dauerhafter Umschwung in den Online-Handel unterschwellig erfolgt ist, sehen wir klare Perspektiven.
Hamburg, 20.09.2021 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben Der vorliegende Abschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. Ergänzend wurden die Vorschiften des GmbH-Gesetzes beachtet. Die Bilanz wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften des § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Sitz der Gesellschaft ist Hamburg (eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg, HRB 161058). Die Vorjahresspalte der Gewinn- und Verlustrechnung ist mit dem Geschäftsjahr nicht vergleichbar, da es sich um ein Rumpfgeschäftsjahr vom 01.12. bis 31.12.2019 handelte. Ergänzende Angaben, die eine Vergleichbarkeit möglich machen, ergeben sich nicht. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden sofort abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert dauerhaft über dem Wert liegt, der den Vermögensgegenständen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Falls der so ermittelte Wert oberhalb der Einkaufspreise zum Bilanzstichtag liegt oder über dem zu erwartenden Verkaufserlös abzüglich der noch zu erwartenden Erlösschmälerungen und Kosten, werden Abwertungen auf den Niederstwert vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Für erkennbare Einzelrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet, das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend berücksichtigt. Aktive latente Steuern wurden in Höhe des erwarteten Verbrauchs des steuerlichen Verlustvortrags in den kommenden fünf Geschäftsjahren gebildet. Dabei wurde für Körperschaftsteuer (zzgl. SolZ) und Gewerbesteuer ein unternehmensindividueller Steuersatz von insgesamt 32,3 % zugrunde gelegt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten und etwaige drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags, wobei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Laufzeit entsprechend abgezinst wurden. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Posten, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden im Zugangszeitpunkt mit dem Devisenkassakurs umgerechnet. Zum Stichtag erfolgte eine Bewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag, bei Posten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr unter Beachtung des Anschaffungskosten- bzw. Realisationsprinzips. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen mit einem Buchwert von rd. TEUR 270 sind zum Bilanzstichtag aufgrund einer bilanziellen Überschuldung wertgemindert (aktueller beizulegender Wert demnach TEUR 0; vgl. Anteilsbesitz weiter unten). Aufgrund eines mittelfristig positiven Ergebnisausblicks sowie einer Zusage der Gesellschafterin zum Kauf der Anteile zum Nennwert in 2021 wurden außerplanmäßige Abschreibungen nicht vorgenommen. Vom Eigenkapital ist ein Teilbetrag von TEUR 748 infolge der Aktivierung latenter Steuern für Ausschüttungen gesperrt. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückbauverpflichtungen i.H.v. TEUR 281, Kundenboni i.H.v. TEUR 100 sowie ausstehende Rechnungen i.H.v. TEUR 63. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen allein die Gesellschafterin COINDU S.A. in Portugal. Die Verbindlichkeiten sind mit Ausnahme branchenüblicher Sicherungsgeschäfte unbesichert. Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Es bestehen keine Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen i.S.d. § 285 Nr. 3a HGB ergeben sich insbesondere aus Mietverpflichtungen und sonstigen Leasingverträgen und betragen insgesamt rd. EUR 8,9 Mio. (davon rd. EUR 1,8 Mio. binnen eines Jahres). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind rd. TEUR 222 periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie der Ausbuchung von Verbindlichkeiten und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen rd. TEUR 360 insbesondere aus der Zuführung von Wertberichtigungen und Forderungsverlusten enthalten. Wesentliche Währungsgewinne oder -verluste lagen nicht vor. Sonstige Angaben Mitarbeiterzahl Im Geschäftsjahr beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich ca. 132 Mitarbeiter im Sinne des § 267 Abs. 5 HGB. Eine Unterteilung in Gruppen ist nicht sinnvoll. Organe und Aufwendungen an Organmitglieder Die Geschäftsführung der Gesellschaft im Geschäftsjahr oblag
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird verzichtet. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der COINDU S.A., Joane/Portugal, einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim Handelsregister in Vila Nova de Famalicão unter 2079 offengelegt. Anteilsbesitz von mindestens 20 %
Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres Es wurde beschlossen, in 2021 die Lagerhaltung und damit den Lagerbestand an die Gesellschafterin COINDU S.A. zu übertragen. Durch den Übergang wird eine nachhaltige Verbesserung der Kapitalausstattung der BRRE Collection GmbH bewirkt. Ebenfalls trägt die Maßnahme zur nachhaltigen Verbesserung des bilanziellen Eigenkapital bei. Auch wurde beschlossen, im Jahr 2021 die Beteiligung an der BREE Schweiz GmbH an die COINDU S.A. zum Nennwert zu übertragen. Die Corona-Pandemie führte in 2021 noch zu erheblichen Auswirkungen auf unser Geschäft, da der stationäre Einzelhandel inklusive unserer Stores für die Kunden im 1. Halbjahr fast nicht erreichbar war. Der Umsatz und das Ergebnis lagen weiter deutlich unter Plan. Der Online-Shop konnte den fehlenden Umsatz nicht kompensieren und mit einer Aufholung des verlorenen Umsatzes kann nicht gerechnet werden. Durch Anmeldung von Kurzarbeit, Anträge auf Stundungen von Steuerzahlungen, Überbrückungskredite und Finanzierungszusagen des Gesellschafters konnte die Liquidität gesichert werden. Naturgemäß besteht aber aktuell keine Gewissheit dafür, dass diese Maßnahmen je nach Dauer und Schwere der Corona-Auswirkungen ausreichend sein werden, eine Fortführung der Unternehmenstätigkeit sicher zu stellen. Die Geschäftsführung wird auch in Zukunft alle Anstrengungen unternehmen, die Zahlungsfähigkeit sowie den Fortbestand der BREE Collection GmbH zu gewährleisten. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresfehlbetrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Hamburg, den 20.09.2021 gez. Marcus Bernhard Teschner, Geschäftsführer Anlagespiegel
Außerplanmäßige Abschreibungen beim Anlagevermögen und beim Umlaufvermögen zur Vorwegnahme künftiger Wertschwankungen1.1.2020 - 31.12.2020Die außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen betragen 55.815,40 EUR. 1.12.2019 - 31.12.2019Die außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen betragen 0,00 EUR. sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 13.12.2021 festgestellt. BestätigungsvermerkZu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht zum 31.12.2020 der BREE Collection GmbH, Hamburg, endend mit einer Bilanzsumme von € 7.990.059,90 und einem Jahresfehlbetrag von € 5.037.236,90, der nach § 327 HGB verkürzt wiedergegeben wurde, haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die BREE Collection GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BREE Collection GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BREE Collection GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bochum, 20.09.2021 zeptrum
Dr. Adamsen PartG mbB
gez. Dipl.-Kfm. U. Heinze-Werlitz, Wirtschaftsprüfer gez. Dipl.-Ök. W.-B. Schmuch, Wirtschaftsprüfer |
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