Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 508039
Eingetragen
18.6.2012
Branche
Erbringung von landwirtschaftlichen Dienstleistungen für die TierhaltungErbringung von landwirtschaftlichen Dienstleistungen für den PflanzenbauErbringung von Dienstleistungen für Forstwirtschaft und Holzeinschlag
Gegenstand
ist die Erzeugung und der Handel mit landwirtschaftlichen Produkten und Fleischund Wurstwaren,die Erbringung von Dienstleistungen für landwirtschaftliche Unternehmen, der Bertrieb von Energieerzeugungsanlgen, die Vermietung und Verpachtung eigener Immobilien, die Waldbewirtschaftung, die Bauplanung und Baubetreuung für Dritte, ferner das Führen eines Schlachtbetriebes zur eigenen Urproduktion sowie zur Schlachtung für fremde Dritte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Simone Hartmann
seit 22.3.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

17 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 17 angezeigt

Reitenberg Landmilch GmbH
Germany
17.000 €
20.99%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TZG Ernstroda GmbH

Friedrichroda

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) betrug im Jahr 2023: 4.121,2 Mrd. € und war damit um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner betrug im Jahr 2023 ca. 46.264 €.

Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %). Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein.

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9 % gelegen.

Nach vorläufigen Berechnungen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) bleibt der Produktionswert der deutschen Landwirtschaft im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Die pflanzliche Produktion erreicht einen Wert von 37,3 Milliarden € (+1,4 Prozent), während die Tierproduktion auf 35,3 Milliarden € (-0,8 Prozent) geschätzt wird.

Die Wetterlage und die Vegetation landwirtschaftlicher Kulturen und das Grünland zeigte sich Anfang des Jahres positiv. Grund dafür waren ausreichende Niederschläge im Herbst 2022 und Frühjahr 2023. Mit den Niederschlägen verzögerten sich jedoch die Frühjahrsarbeiten auf den Feldern.

Auf 11,6 Millionen Hektar Ackerland wurden 2023 rund 6,1 Millionen Hektar Getreide angebaut, vor allem Weizen (2,9 Millionen Hektar). Ölpflanzen, hauptsächlich Winterraps, wuchsen auf 1,3 Millionen Hektar. Der Anbau von Silomais betrug 2023 knapp 2,0 Millionen Hektar. Der Anbau von Hülsenfrüchten lag bei 274.000 Hektar, die Flächenstilllegung umfasste 364.000 Hektar.

Geerntet wurden 2023 rund 38 Millionen Tonnen Getreide. Damit ist die Erntemenge etwa vier Prozent geringer als 2022 und rund zwei Prozent geringer als im Sechsjahresdurchschnitt (2017 bis 2022). Der durchschnittliche Ertrag 2023 liegt somit bei 67,9 Dezitonnen Getreide pro Hektar. Damit ist er zwar 3,3 Prozent geringer als im Vorjahr, liegt jedoch 0,3 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2022. Die Hektarerträge schwanken deutlich zwischen den Bundesländern: Sie reichen von 46,8 Dezitonnen pro Hektar in Brandenburg bis 78,3 Dezitonnen pro Hektar in Nordrhein-Westfalen.

2023 war im Mittel aller Thüringer Messnetzstandorte der TLLLR 1,6 °C wärmer als im vieljährigen Mittel (1991-2020) und 2,1 °C wärmer als im Vergleich zum vieljährigen Mittel 1981-2010. Mit diesen Resultaten wird der Höchstwert aus 2022 noch einmal leicht übertroffen. Zehn Monate des Jahres waren gemessen an den langjährigen Mittelwerten zu warm, einzig der Mai entsprach den Erwartungen, während es im April kühler war als im vieljährigen Mittel. Die milden Temperaturen und damit fehlende längere Fröste beeinflussten die Bodengare negativ und begünstigten Schädlinge.

Positiv war hingegen die Summe - nicht unbedingt die zeitliche Verteilung - der Niederschläge, welche die knappen Reserven im Grundwasser vielerorts nicht weiter schmälerten. An fast allen Standorten landete mehr Wasser im Regenmesser als im vieljährigen Vergleich. Thüringenweit waren es 15 % mehr als im Mittel der Jahre 1991-2020. Das deutliche Plus an Niederschlägen war nach dem trockenen Winter und einem eher normalen Frühjahr zunächst nicht zu erwarten, obwohl die in Thüringen häufige Frühjahrstrockenheit ausblieb. Im weiteren Verlauf brachten der Sommer ab und gerade im August und der Spätherbst dann ergiebigere Niederschläge, die zu dem insgesamt feuchten Gesamtjahr führten.

Bereits bei der Aussaat der Sommerkulturen im Frühjahr waren einige witterungsbedingte Herausforderungen zu meistern, im Juni allerdings konnte den Trocken- und Hitzestresserscheinungen, die das Resultat fehlender Niederschläge und einer sehr hohen Sonneneinstrahlung waren, nichts entgegensetzen. Der fast tägliche Regen kam dann erst Ende Juli und zwang die Mähdrescher oft, die Erntearbeiten ungewollt zu beenden. Auch im weiteren Jahresverlauf ab Oktober standen für die Winterkulturen witterungsbedingte Verzögerungen bei der Saatbettbereitung und der Aussaat vielerorts auf der Tagesordnung. Das Grünland profitierte allerdings von diesen Bedingungen.

2. Geschäftsverlauf

2.1. Umsatzentwicklung

Die Aussaat für das Wintergetreide und Raps verlief wie geplant ohne witterungsabhängige Verzögerungen. Bei der Frühjahrsausaat 2023 lief es aufgrund der vielen Niederschläge im März und April nicht so flüssig. Dies betraf auch die Gülleausbringung die mit vielen Unterbrechungen und leider auch Strukturschäden an den Böden einherging. Die Ernteaussichten waren zu diesem Zeitpunkt optimistisch, da alle Bestände und das Grünland sich gut präsentierten. Die Niederschläge in der Kornfüllungsphase waren ausreichend. Die Grünlandbestände waren zum ersten Schnitt für die Silage und Heuproduktion in einem guten Zustand. Nach dem ersten Schnitt regnete es ausreichend, so dass genug Winterfutter eingebracht werden konnte. Die Situation in der Weidehaltung war anfangs etwas angespannt, da die Bestände aufgrund der ausbleibenden Niederschläge im Mai und Juni zögerlich im 2 Aufwuchs waren: Dies änderte sich mit den reichlichen Niederschlägen ab Ende Juli und August. Was fürs Grünland gut war, verzögerte die Ernte unserer Druschfrüchte um Wochen. Die Ernte der Wintergerste im Juli war noch kein Problem, aber danach wurde es ein Glücksspiel. Raps, Durum und Erbsen konnten in einer guten Qualität geerntet werden, beim Weizen wurde es leider nur noch B- und Futterweizen. Die Erträge in der Wintergerste sowie bei Raps, Weizen und Durum waren zufriedenstellend, die Erbsen konnten, durch das nasse Frühjahr leider nicht mithalten. Die Preise für die Erntegüter waren 2023 noch auf einem guten Niveau. Durch den Qualitätseinbruch konnte aber nicht das erlöst werden was geplant war. Zusätzlich musste Dienstleistung im Mähdrusch eingekauft werden um die Ernte abzuschließen und die Voraussetzung für die Aussaat 2024 zu gewährleisten. Der Silomaisanbau war 2023 auch nicht zufriedenstellend, er blieb unter dem betriebsüblichen Durchschnitt. Im Ackerbau lagen die Erträge über dem Ergebnis des letzten Jahres (Raps 33,2 dt/ha, Weizen 66,5 dt/ha einschließlich Durum und C-Weizen). Beim Weizen und Raps erreichten wir somit 10 dt/ha mehr als im Vorjahr.

Ohne Probleme konnte die Herbstaussaat von Raps, Gerste und Weizen durchgeführt werden, durch die regelmäßigen Niederschläge erfolgte ein rasches Auflaufen und Bestocken der Bestände. Der größte Teil der Ernte wurde wieder im Anbaujahr vermarktet, was sich auch als richtig erwiesen hat. Die Saatgutkosten waren zur Aussaat 2023 weiterhin auf dem hohen Niveau von 2022. Einkaufspreise für Düngemittel haben sich für das Erntejahr 2024 deutlich nach unten bewegt, sind aber noch lange nicht auf dem Niveau wie vor dem Ukraine-Krieg. Eine vorausschauende Planung des Einkaufs von Betriebsmitteln, sowie auch für den Abschluss von Kontrakten zum richtigen Zeitpunkt, wird somit immer wichtiger für das wirtschaftliche Ergebnis.

Am 15.6.2023 beschlossen die Gesellschafter der TZG Ernstroda GmbH den Betriebsteil Direktvermarktung nach 26 Jahren zu schließen. Die Gründe für diese Entscheidung waren vielfältig. Eine ökonomisch tragfähige Perspektive für die handarbeitsintensive Herstellung von Fleisch- und Wurstwaren war nicht mehr gegeben. Die verkauften Mengen an Fleisch und Wurst gingen in den letzten Jahren immer weiter zurück, eine Trendumkehr ist nicht absehbar. Zudem führte die anhaltende Inflation seit 2022 zu einer enormen Kaufzurückhaltung bei gleichzeitig weiter steigenden Kosten und Auflagen. Die Schließung der Direktvermarktung zeigt sich im Jahresabschluss 2023 in deutlich geringeren Umsätzen und einem entsprechend geringeren Material- und Personalaufwand. Das Geschäftsjahr ist zudem durch Schließungskosten belastet.

2.2. Beschaffung

Das bezogene Material und die bezogenen Leistungen unterlagen im Geschäftsjahr 2023 weiteren teils erheblichen turbulenten Preissteigerungen aufgrund der Inflation und des Krieges zwischen der Ukraine und Russland und den daraus resultierenden Marktverwerfungen. Im Geschäftsjahr 2023 waren insbesondere die Preise für Düngemittel und Saatgut betroffen.

Die positive Entwicklung beim Aufwand für die Unterhaltung und Instandhaltung setzte sich in 2023 bei den Reparaturen fort und es erfolgte eine Einsparung von ca. T€ 97.

Der Aufwand für Energie ist nur leicht gestiegen gegenüber dem Vorjahr. Dies ist insbesondere den Heizkosten geschuldet. Seit der Einstellung der Biogasanlage kann diese Abwärme nicht mehr zu Heizzwecken genutzt werden.

2.3. Investitionen

Im lfd. Geschäftsjahr 2023 wurden T€ 198 in Grundstücke und ca. T€ 22 in eine Scheune investiert. Im Bereich der technischen Anlagen/Maschinen erfolgten Investitionen in einer Gesamthöhe von T€ 444 in die Technik. Die Investitionen waren überwiegend Ersatzinvestitionen.

2.4. Personal- und Sozialentwicklung

Die Personalkosten verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 261 aufgrund verringerter Beschäftigtenzahlen. Die stark gesunkenen Beschäftigtenzahlen resultieren aus der Schließung des Betriebszweiges Direktvermarktung.

Trotzdem sind die Personalkosten je Mitarbeiter leicht gestiegen, was auf entsprechende Lohnanpassungen aufgrund der Erhöhung des Mindestlohnes zurückzuführen ist. Mit Erhöhung des Mindestlohnes erhöhten sich auch die Facharbeiterlöhne um das Lohngefüge zu erhalten.

Das Geschäftsjahr ist auch mit einmaligen Personalkosten aufgrund der Einstellung der Direktvermarktung verbunden.

2.5. Beurteilung der Entwicklung des Beteiligungsunternehmens

In der Reitenberg Landmilch GmbH konnte ein leicht negatives Ergebnis für das Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftet werden. Die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Konzeptes ist jedoch gegeben, so dass für 2024 wieder mit einer positiven Ertragslage zu rechnen ist.

Das neu gegründete verbundene Unternehmen Solarpark im Vitzerod GmbH hat mit der Planung einer Photovoltaikanlage begonnen. Während der Planungs- und Bauphase sind dementsprechend keine positiven Erträge in dieser Gesellschaft zu erwarten.

3. Lage der Gesellschaft

3.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse des Unternehmens sind im Geschäftsjahr 2023 um T€ 637 gesunken, was auf die Einstellung der Direktvermarktung zurückzuführen ist.

Die Erzeugung von regenerativen Strom aus Photovoltaik konnte im Jahr 2023 nicht die Werte aus dem Jahr 2022 erreichen. Das Jahr 2022 war aufgrund des Ukrainekrieges durch sehr hohe Strompreise geprägt. In 2023 normalisierte sich der Strommarkt entsprechend. Die Stromerlöse blieben um ca. T€ 88 hinter denen aus dem Jahr 2022 zurück.

In der Pflanzenproduktion konnte eine Umsatzsteigerung um T€ 138 gegenüber dem Vorjahr erzielt werden. Ausschlagegebend dafür war die gute Ernte im Geschäftsjahr 2023. Diese konnten aber nicht die deutlich höheren Kostensteigerungen beim Dünger, Saatgut, Pflanzenschutz und den Löhnen kompensieren. Insoweit sank die Marge in diesem Geschäftsbereich.

Der Bereich Direktvermarktung wurde im Geschäftsjahr 2023 vollständig eingestellt. Daher sind die Umsatzerlöse in diesem Bereich deutlich um ca. T€ 756 gesunken.

In der Tierproduktion konnte der Umsatz in Jahr 2023 gegenüber dem Jahr 2022 um T€ 142 leicht gesteigert werden. Diese Umsatzsteigerung beruht auf dem steigenden Absatz an Mastrindern. Der Tierbestand blieb im Geschäftsjahr relativ konstant

In 2023 begann die neue EU-Förderperiode, extensiv wirtschaftende Betriebe bekommen nun ihre gesellschaftlichen Leistungen für Klima und Natur wesentlich stärker als bisher vergütet. Im Laufe des Jahres stellte sich heraus, dass die neuen Ökoregelungen wesentlich weniger nachgefragt wurden als vom Bund geplant, so dass bei den Ökoregelungen 130% der geplanten Beträge und bei den anderen Prämien 110% ausgezahlt wurden.

Die Fördermittel stellen insgesamt eine wesentliche Säule des Geschäftsmodells dar und betragen für das Geschäftsjahr 2023 T€ 1.756.

3.2. Finanzlage

Die TZG Ernstroda ist durch eine hohe Eigenkapitalquote von 73 % geprägt. Die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten sind um T€ 78 gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen und betragen zum Bilanzstichtag T€ 1.850.

Die fristenkongruente Finanzierung des Anlagervermögens wurde beibehalten und das Anlagevermögen ist durch Eigenkapital, Sonderposten für Investitionszuschüsse und langfristige Kredite finanziert.

Investitionen erfolgten überwiegend kreditfinanziert. Die Kreditaufnahme zur Finanzierung von Investitionen in das Sachanlagevermögen im Geschäftsjahr betrug T€ 573. Diese Kreditaufnahmen erfolgten vorwiegend zur Landfinanzierung und Maschinenfinanzierung.

Die kurzfristigen liquiden Mittel zur Durchfinanzierung der Saisonschwankungen wurden durch Kontokorrentkredite abgesichert. Diese Kontokorrentkredite wurden im Jahr 2023 nur teilweise beansprucht.

Der Zahlungsmittelbestand ist zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr um T€ 277 erhöht und betrug per 31.12.2023 T€ 1.316.

Während des gesamten Geschäftsjahres bestand ausreichend Liquidität um immer fristgerecht allen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Skontonutzung wurde beibehalten. Durch den saisonabhängigen Geschäftsbetrieb besteht in den Sommermonaten ein hoher Liquiditätsbedarf, der durch kurzfristige Kredite und Lieferantenvereinbarungen abgesichert wurde.

3.3. Vermögenslage

Das Anlagevermögen ohne Tiere hat sich im Geschäftsjahr 2023 um T€ 93 erhöht und beträgt per 31.12.2023 T€ 7.316.

Dies beruht vor allen aus Investitionen in Grundstücke sowie in Technik. Dem gegenüber stehen Verkäufe von Anlagevermögen aus dem Geschäftsbereich Direktvermarktung.

Das Vorratsvermögen innerhalb des Umlaufvermögens hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 76 nur leicht verringert.

4. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Wahrnehmung des Risikomanagements erfolgt durch die Geschäftsleitung. In guter Verbindung und Zusammenarbeit der Geschäftsleitung mit dem Aufsichtsrat besteht ein Risikofrüherkennungssystem, das Chancen und Risiken erfasst und bewertet.

Das Risikomanagement-System beinhaltet die Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Überwachung der Risiken. Dabei erfolgt eine Bewertung der wesentlichen Risiken nach ihrer Schadenshöhe und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit. Ziel ist es dabei, die im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit entstehenden potentiellen Risiken frühzeitig zu erkennen, zu überwachen und durch geeignete Steuerungsmaßnahmen zu begrenzen. Gleichzeitig werden die sich bietenden Geschäftschancen konsequent genutzt. Die Auswertungsergebnisse finden Einfluss in die laufenden Geschäftsprozesse. Insbesondere werden folgende Risiken durch das Risikomanagementsystem erfasst:

Operationelles Risiko: In Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit werden externe und interne Einflussfaktoren, die sich unmittelbar auf operative betriebliche Prozesse auswirken, beobachtet und ausgewertet. Durch organisatorische Abläufe im Unternehmen ist sichergestellt, die Risiken durch den operativen Geschäftsbetrieb möglichst früh erkannt werden, um Gegensteuerungsmaßnahmen einleiten zu können. Insbesondere nehmen die potentiellen Umweltrisiken aus dem Betrieb der Biogasanlage einen besonderen Stellenwert ein. Eine Umwelthaftpflichtversicherung ist abgeschlossen. Elementarrisiken wie Feuer-, Haftungs- und Schadensrisiken sind ausreichend versichert.

Vertragliche Bindungen zu Liefer- und Abnahmeverträgen werden mit der nötigen Vorsicht abgeschlossen, d. h. die Laufzeiten sind nicht länger als eine Produktionsperiode. Die Mengen liegen generell unterhalb der nach mehrjährigem Durchschnitt zu erwartenden Erträgen.

Marktpreisrisiken: Die Agrarerzeugerpreise unterliegen auf dem Weltmarkt erheblichen Schwankungen. Die Preisschwankungen wirken sich damit auch direkt auf die Verkaufserlöse der Früchte aus. Um den Preisschwankungen an den Erzeugermärkten etwas entgegenzuwirken, setzt die Gesellschaft einerseits auf Diversifikation durch Anbau verschiedener Feldfrüchte und andererseits auch auf die Direktvermarktung der Produkte, da die Endverbraucherpreise in der Regel geringeren Schwankungen unterliegen, als die Erzeugnisse der landwirtschaftlichen Urproduktion. Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Zuverlässigkeit und durch Qualität begegnen.

Personal: Weiterhin kommt es im Unternehmen durch das altersbedingte Ausscheiden von Mitarbeitern zu Umstrukturierungen und Rationalisierungen. In allen Bereichen können die Positionen mit Fachkräften besetzt werden. Die Lehrlingsausbildung kann sichergestellt werden.

Seuchen und Tierkrankheiten: Seuchen und Tierkrankheiten wird durch besondere Hygienemaßnahmen vorgebeugt. Derartige Risiken sind auch durch die Tierseuchenkasse zumindest teilweise abgedeckt. Weiterhin ist der Tierbestand bei Auftreten von anzeigepflichtigen Tierseuchen und anderen Tierkrankheiten sowie Unfall und Diebstahl durch eine Ertragsschadensversicherung für die gesamte Rinderproduktion abgesichert. Für 2022 wurde eine Ernteausfallversicherung bei einem möglichen ASP-Seuchenfall abgeschlossen.

Witterung: Die Ernteerträge sind wesentlich von der Witterung abhängig. Risikobegrenzung bezüglich der Witterung erfolgt durch Abschluss entsprechender Versicherungen.

Flächenverluste: Wesentliche Geschäftsgrundlage der Gesellschaft sind die eigenen und gepachteten landwirtschaftlichen Nutzflächen. Zur Risikobegrenzung erfolgt, soweit möglich, der Ankauf der angebotenen Flächen. Für Pachtflächen ist die Gesellschaft bestrebt langfristige Pachtverträge mit den Eigentümern abzuschließen. Im Rahmen der verstärkten Landschaftspflege werden schrittweise Flächen, die durch Bewuchs eingeschränkt waren, zurückgewonnen.

Liquiditätsrisiken: Der operative Geschäftsbetrieb ist durch saisonale Schwankungen geprägt. Ziel des Finanz- und Liquiditätsmanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Kontokorrent Vereinbarungen stehen als Überbrückung zur Verfügung.

Politische Risiken: Der landwirtschaftliche Sektor ist stark durch die Fördermittelpolitik der Europäischen Union geprägt. Die Vergabe von Fördermitteln ist von politischen Entscheidungen abhängig. Fördermittel sind ein wesentlicher Bestandteil des Geschäftsmodels, so dass sich Änderungen in der Förderpolitik direkt auf die Ertragslage der Gesellschaft auswirken. Das in 2023 neu eingeführte Fördermittelsystem belohnt extensiv wirtschaftende Betriebe wesentlich stärker als bisher für ihre gesellschaftlichen Leistungen für Klima und Natur, so dass auch wir davon profitieren.

5. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen

Die TZG Ernstroda GmbH wird sich in Zukunft auf ihre Kernkompetenz Pflanzenbau und Tierhaltung konzentrieren. Der Betriebszweig Erneuerbare Energien soll mit einer Freiflächen-Solaranlage mit 2,5 MW am Standort "Hinterm Riedzaun" weiter ausgebaut werden. Zur weiteren Diversifizierung ist geplant eine kleine Dauerkulturfläche zur Trüffelzucht zu etablieren.

Die Abteilung Pflanzenbau hat durch den Einsatz der modernen Miettechnik, aber auch den Kauf von neuen Maschinen, die anfallenden Arbeiten in den Zeiträumen erledigen können. Aber auch hier spielt das Personal eine immer größere Rolle. Dienstleistungen bei der Gülle- und Dungausbringung sind Standard geworden. Zudem wird bei Bedarf auch reine Arbeitsleistung eingekauft. Dies geschieht aber nur dann, wenn Arbeitsspitzen entstehen. Die Ausfallzeiten der Maschinen waren gering, aber die Stundensätze der Werkstätten sind ebenfalls ein Kostenfaktor der nicht zu unterschätzen ist.

Die Aussaat von Weizen, Gerste und Raps im Herbst 2023 konnte aufgrund guter Bedingungen im optimalen Zeitraum durchgeführt werden. Das neue Jahr brachte ab März wieder reichlich Niederschläge, die Arbeiten im Ackerbau konnten aber trotzdem zügig erledig werden. Anfang April gab es Kahlfröste, die Winterhafer, Weizen und Wintererbsen stark schädigten. Es ist mit Ertragsbeinbußen zu rechnen. Die Produktion/Bereitstellung von Silage sollte auch in diesem Jahr aufgrund der Niederschläge keine Schwierigkeiten bereiten. Die Weizen- und Rapspreise steigen seit dem Jahreswechsel, sind aber im Vergleich zu den Betriebskosten immer noch zu gering. Um das Risiko zu splitten, wurden bereits einige Kontrakte für die neue Ernte abgeschlossen.

Die operative Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 wird nach aktueller Planung das Niveau des Jahres 2023 übersteigen. Wir rechnen mit einem positiven Jahresergebnis deutlich über dem des Geschäftsjahres 2023.

 

Ernstroda, den 31. Mai 2024

Geschäftsführung

Simone Hartmann

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 7.485.044,76 7.371.179,25
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.281,00 5.189,50
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 3.281,00 5.189,50
II. Sachanlagen 7.313.396,61 7.218.739,98
1. Grundstücke und Bauten 5.228.722,24 5.141.077,61
2. technische Anlagen und Maschinen 1.949.567,34 1.884.992,84
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 135.107,03 192.669,53
III. Finanzanlagen 168.367,15 147.249,77
1. Beteiligungen 153.197,15 132.079,77
2. sonstige Finanzanlagen 15.170,00 15.170,00
B. Tiervermögen 983.465,70 1.130.009,56
C. Umlaufvermögen 2.617.424,80 2.543.846,14
I. Vorräte 729.169,29 804.975,83
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 571.302,86 699.460,23
1. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 119.759,69 19.274,67
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 451.543,17 680.185,56
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0,00
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.316.952,65 1.039.410,08
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.289,53 1.264,95
Bilanzsumme, Summe Aktiva 11.088.224,79 11.046.299,90

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.103.425,99 7.949.442,90
I. gezeichnetes Kapital 162.000,00 162.000,00
II. Kapitalrücklage 6.887.617,30 6.887.617,30
III. Gewinnvortrag 891.725,60 766.699,97
IV. Jahresüberschuss 162.083,09 133.125,63
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 186.371,20 222.561,44
C. Rückstellungen 136.785,40 95.111,32
D. Verbindlichkeiten 2.661.236,06 2.778.285,66
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.850.345,01 1.772.440,21
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 577,90 25.523,32
3. sonstige Verbindlichkeiten 810.313,15 980.322,13
E. Rechnungsabgrenzungsposten 406,14 898,58
Bilanzsumme, Summe Passiva 11.088.224,79 11.046.299,90

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 3.303.843,58 3.748.497,92
2. Personalaufwand 1.690.333,72 1.951.362,11
a) Löhne und Gehälter 1.307.546,73 1.522.208,99
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 382.786,99 429.153,12
davon für Altersversorgung 34.423,91 39.023,97
3. Abschreibungen 458.264,70 511.226,26
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 458.264,70 511.226,26
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 906.578,93 1.079.741,17
5. Erträge aus Beteiligungen 4.547,83 2.432,47
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.771,57 569,78
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 64.608,68 47.030,44
8. Ergebnis nach Steuern 190.376,95 162.140,19
9. sonstige Steuern 28.293,86 29.014,56
Jahresüberschuss 162.083,09 133.125,63

Anhang

A. Allgemeine Angaben und Angabe der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Friedrichroda und ist beim Amtsgericht Jena im Handelsregister unter HRB 508039 eingetragen. Gegenstand der Gesellschaft ist die Erzeugung und der Handel mit landwirtschaftlichen Produkten und Fleisch- und Wurstwaren, die Erbringung von Dienstleistungen für landwirtschaftliche Unternehmen, der Betrieb von Energieerzeugungsanlagen, die Vermietung und Verpachtung eigener Immobilien, die Waldbewirtschaftung, die Bauplanung und Betreuung für Dritte, ferner das Führen eines Schlachtbetriebes zur eigenen Urproduktion sowie zur Schlachtung für fremde Dritte.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 Handelsgesetzbuch (HGB).

Der Jahresabschluss wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (in der Fassung des BilRUG) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die Gliederungsschemata wurden gemäß § 265 Abs. 5 und 6 HGB aufgrund der landwirtschaftlichen Tätigkeit angepasst.

Die Gesellschaft ist im landwirtschaftlichen Sektor tätig. Die Ertragslage wird nicht unwesentlich durch landwirtschaftliche Fördermittel und Ausgleichszahlungen (sonstige betriebliche Erträge) beeinflusst. Dies ist bei der Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu berücksichtigen.

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt.

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten - vermindert um Abschreibungen - angesetzt. Die Abschreibungen auf die Vermögensgegenstände werden auf die betriebliche Restnutzungsdauer vorgenommen. Die Absetzungen für Abnutzung wurden grundsätzlich linear vorgenommen. Zuschüsse werden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten nicht abgesetzt. Diese werden passiviert und über die Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände planmäßig aufgelöst.

Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 800 wurden analog § 6 Abs. 2 EStG als "geringwertige Wirtschaftsgüter" (GWG) sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Das Tiervermögen wird mit Ausnahme besonders wertvoller Tiere (Einzelbewertung) mit steuerlichen Richtwerten gemäß der Anlage zum Schreiben des Bundesministers der Finanzen vom 14.11.2001 bewertet. Erkennbare Bestandsrisiken werden angemessen berücksichtigt.

Innerhalb der Vorräte sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit ihren Anschaffungswerten angesetzt. Für minder- bzw. nicht mehr brauchbare Bestände wurden entsprechende Bewertungsabschläge vorgenommen. Für einige Vorräte wurden Festwerte gebildet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Standardherstellungskosten bzw. Herstellkosten bewertet. Lag der Börsen- oder Marktwert niedriger, so wird der sich daraus ergebende Wert bei den fertigen Erzeugnissen zugrunde gelegt. Erkennbare Bestandsrisiken werden angemessen berücksichtigt. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde beachtet.

Die Waren werden mit den Anschaffungskosten nach dem FIFO-Verfahren oder mit den niedrigeren Verkaufspreisen bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken und allgemeine Kreditrisiken werden mit entsprechenden Wertkorrekturen berücksichtigt.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalwert eingestellt.

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wurde für erhaltene Investitionszuschüsse gebildet und entsprechend der Empfehlung des Instituts der Wirtschaftsprüfer, Stellungnahme HFA 1/1984, über die Laufzeit der bezuschussten Vermögensgegenstände ratierlich aufgelöst und vereinnahmt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

B. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

Der Anlagespiegel ist dargestellt.

Die Gesellschaft ist in Höhe von 22,18 % am Kapital der Reitenberg Landmilch GmbH (Sitz in Friedrichroda) beteiligt. Diese Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag von 16 TEUR erwirtschaftet. Das Eigenkapital beträgt zum Stichtag 31.12.2023 TEUR 1.345.

Die Gesellschaft ist in Höhe von 70,0 % am Kapital der Solarpark im Vitzerod GmbH beteiligt. Diese Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2023 neu gegründet. Ein Jahresabschluss für 2023 liegt noch nicht vor.

Das Tiervermögen in Höhe von 983 TEUR (i. V. 1.130 TEUR) hat ähnlich langfristigen Charakter wie das Anlagevermögen und wird in einem gesonderten Posten zwischen Anlage- und Umlaufvermögen ausgewiesen.

Die Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht beinhalten solche Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, die bestimmt sind, dem eigenen Geschäftsbetrieb durch Herstellung einer dauernden Verbindung zu jenen Unternehmen zu dienen.

Die Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht betreffen mit TEUR 120 (i. V. TEUR 19) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht mit TEUR 1 (i. V. TEUR 25) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten u. a. Forderungen aus Fördermitteln in Höhe von TEUR 290. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von TEUR 17 (i. V. TEUR 17) enthalten.

Die Kapitalrücklage enthält in Höhe von EUR 1.728 (i. V. EUR 1.728) einen Betrag aus der Sonderrücklage gemäß § 27 Abs. 2 Satz 3 DMBilG und darf in dieser Höhe nur zum Ausgleich von Verlusten verwendet werden.

ingesamt
TEUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit größer 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit über 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.850 639 1.212 605
Vorjahr 1.772 663 1.109 522
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1 1 0 0
Vorjahr 26 26 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 810 507 304 7
Vorjahr 980 705 275 0
davon aus Steuern 41 41 0 0
Vorjahr 14 14 0 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 14 14 0 0
Vorjahr 14 14 0 0
Summe 2.661 1.146 1.515 612
Vorjahr 2.778 1.394 1.384 522

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 1.850 durch Grundschulden, Raumsicherungsübereignung des Tierbestandes, Sicherungsübereignungen der finanzierten Maschinen und Geräte sowie Abtretung der Fördermittelansprüche gesichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 513 durch Sicherungsübereignungen der finanzierten Maschinen und Geräte gesichert.

C. Angaben zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge werden Auflösungsbeträge des Sonderpostens für Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 36 (i. V. TEUR 39) ausgewiesen. Weiterhin beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge landwirtschaftliche Fördermittel und Zuschüsse von TEUR 1.756 (i. V. TEUR 1.316).

D. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

E. Ergänzende Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Landpachtverträgen in Höhe von ca. TEUR 176 p. a.; die Landpachtverträge haben eine durchschnittliche Restlaufzeit von 8 - 12 Jahren. Weiterhin bestehen Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen in Höhe von ca. TEUR 36 p. a.; die Leasing- und Mietverträge haben eine durchschnittliche Restlaufzeit von 3 - 5 Jahren.

Geschäftsführerin der Gesellschaft war im Geschäftsjahr:

Frau Simone Hartmann, Dipl.-Ing. Agr.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates waren im Geschäftsjahr:

Herr Dirk Grigutsch, Leiter Pflanzenproduktion (Vorsitzender)

Herr Ronny Stein, Gesellschafter (Stellvertreter)

Herr Jürgen Rohmann, Rentner (Beisitzer)

Der Aufsichtsrat erhält für seine Tätigkeit keine Vergütung. Von der Schutzklausel des § 286 HGB in Bezug auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird Gebrauch gemacht.

Im Durchschnitt wurden im Geschäftsjahr 01.01. bis 31.12.2023 42 Arbeitnehmer beschäftigt; davon sind 7 kaufmännische und 35 gewerbliche Mitarbeiter. Ferner werden 4 Auszubildende beschäftigt.

F. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Gesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von EUR 162.083,09 aus. Von der Geschäftsführung wird vorgeschlagen den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Ernstroda, den 31. Mai 2024

gez. Simone Hartmann

Anlagespiegel

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugang (U) Umbuchung
EUR
Abgang (U) Umbuchung
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1 Lizenzen (Software), gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 137.328,85 0,00 18.754,20 118.574,65
II. Sachanlagen
1 Grundstücke und Bauten 11.966.407,78 220.591,38 56.922,94 12.130.076,22
2 technische Anlagen und Maschinen 5.850.170,35 444.320,49 1.163.421,20 5.131.069,64
3 andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.263.504,72 0,00 236.540,67 1.026.964,05
4 geringwertige Anlagegüter 25.161,59 3.522,96 266,00 28.418,55
Summe Sachanlagen 19.105.244,44 668.434,83 1.457.150,81 18.316.528,46
III. Finanzanlagen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 132.079,77 21.117,38 0,00 153.197,15
2 Genossenschaftsanteile 15.170,00 0,00 0,00 15.170,00
Summe Finanzanlagen 147.249,77 21.117,38 0,00 168.367,15
Summe I., II. und III. 19.389.823,06 689.552,21 1.475.905,01 18.603.470,26
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugang (U) Umbuchung
EUR
Abgang (U) Umbuchung
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1 Lizenzen (Software), gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 132.139,35 1.907,50 18.753,20 115.293,65
II. Sachanlagen
1 Grundstücke und Bauten 6.825.330,17 102.143,75 26.119,94 6.901.353,98
2 technische Anlagen und Maschinen 3.965.177,51 303.169,99 1.086.845,20 3.181.502,30
3 andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.072.733,19 46.320,50 226.498,67 892.555,02
4 geringwertige Anlagegüter 23.263,59 4.722,96 266,00 27.720,55
Summe Sachanlagen 11.886.504,46 456.357,20 1.339.729,81 11.003.131,85
III. Finanzanlagen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2 Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe I., II. und III. 12.018.643,81 458.264,70 1.358.483,01 11.118.425,50
Restbuchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1 Lizenzen (Software), gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.281,00 5.189,50
II. Sachanlagen
1 Grundstücke und Bauten 5.228.722,24 5.141.077,61
2 technische Anlagen und Maschinen 1.949.567,34 1.884.992,84
3 andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 134.409,03 190.771,53
4 geringwertige Anlagegüter 698,00 1.898,00
Summe Sachanlagen 7.313.396,61 7.218.739,98
III. Finanzanlagen
1 Anteile an verbundenen Unternehmen 153.197,15 132.079,77
2 Genossenschaftsanteile 15.170,00 15.170,00
Summe Finanzanlagen 168.367,15 147.249,77
Summe I., II. und III. 7.485.044,76 7.371.179,25

Bericht des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2023 nahm der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung der obliegenden Aufgaben umfassend wahr. Er überwachte die Geschäftsführung der Gesellschaft, befasste sich gemeinsam mit der Geschäftsführung um die Geschäftsentwicklung im Unternehmen. Nach der Übergabe der Geschäftsleitung an Frau Hartmann im Jahr 2022 wurde das Unternehmen wieder vor eine schwere Entscheidung gestellt. Der betriebsteil Direktvermarktung hatte sich zum größten Kostenfaktor des Unternehmens entwickelt. Es wurde über Jahre versucht, mit neuen Ideen den Geschäftsbereich nach vorne zu bringen, aber leider ohne Erfolg. Aus diesem Grund wurde im Vorfeld im Aufsichtsrat mit der Geschäftsleitung aber insbesondere mit Herrn Pliess gesprochen und diskutiert. Das Ergebnis war der Beschlussvorschlag der in die Gesellschafterversammlung gebracht wurde. Mit dem Ergebnis der Einstellung der Direktvermarktung.

In der Pflanzenproduktion waren die hohen Betriebsmittelpreise das entscheidende Thema in 2023. Das Wetter nass, trocken und in der Ernte wieder nass. Dies hatte zur Folge wieder auf Dienstleister zurückgreifen zu müssen, was aber im Feldbau relativ einfach möglich ist. Aber auch dies kostet wieder Geld und verringert das Betriebsergebnis. In den Vorkontrakten für unsere Marktfrüchte konnten noch hohe Preise erzielt werden, das war auch gut und nötig, da Dünger und Saatgut teuer eingekauft werden mussten. Der Markt ist unberechenbar geworden. Ernteausfälle und Naturkatastrophen haben kaum noch Einfluss auf den Preis, vielmehr bestimmen Spekulation und Panikmache den Markt. Die Entscheidung zu treffen wieviel und wann ge- oder verkauft wird, wird immer schwieriger. Die Aussaat für die Ernte 2024 verlief ohne Probleme. Die Betriebsmittelpreise waren deutlich niedriger als noch zur Aussaat 2022, aber auch hier gab es von Händler zu Händler deutliche Unterschiede.

In der Tierhaltung konnte der Weidebetrieb und die Sicherstellung des Winterfutters gewährleistet werden. Aber auch da müssen wir noch lernen. Die Mutterkuhhaltung muss effizienter werden, der kurze Personalwechsel bei der Leitung der Tierhaltung ist nicht optimal. In der FGT hatten wir 2023 im Rentenbankverfahren Losglück und konnten so einen neuen Striegel mit 40% Förderung erwerben. Mit der "Solarpark im Vitzerod GmbH" wollten wir größer in den Bereich Erneuerbare Energien einsteigen. Die Planung des Solarparkes in der Gemarkung Georgenthal wurde Ende Mai 2023 mit der Einreichung des Vorhabenbezogenen Bebauungsplanes im Landratsamt Gotha fortgesetzt. Mehr dazu trägt Frau Hartmann vor.

Im Geschäftsjahr 2023 war der Aufsichtsrat in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Auf der Grundlage der Berichterstattung der Geschäftsführung haben wir die Geschäftsentwicklung sowie für das Unternehmen wichtige Entscheidungen und Vorgänge erörtert. Die Aufsichtsratsmitglieder standen darüber hinaus mit der Geschäftsführung in regelmäßigem Kontakt und informierten sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle. Der Aufsichtsrat fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse. Die Mitglieder des Aufsichtsrates trafen sich im Berichtszeitraum in gemeinsamen Sitzungen mit der Geschäftsführung. In den Sitzungen wurde über die wirtschaftliche Geschäftstätigkeit der Gesellschaft beraten. Beschlüsse wurden in getrennte Abstimmung beschlossen. Die Berichterstattung der Geschäftsführung hielt der Aufsichtsrat für angemessen und zweckmäßig.

Nach § 8 Abs. 2 des Gesellschaftervertrages scheidet jährlich ein Drittel der Aufsichtsratsmitglieder aus. In diesem Jahr ist das Herr Grigutsch, dessen Wahlperiode zurzeit am längsten andauert. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Grigutsch für seine bisherige Tätigkeit. Herr Rohmann steht für eine Wiederwahl zur Verfügung.

Der durch die Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss zum 31.12.2023 und der Lagebericht 2023 sind durch die HTW Wirtschaftsprüfung GmbH - Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und am 12.05.2023 mit einem Bestätigungsvermerk versehen worden. Das Jahresergebnis der TZG Ernstroda GmbH ist in diesem Jahr positiv und beträgt 162.083,09 Euro

Der Aufsichtsrat hat den Jahresüberschluss und den Lagebericht sowie den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - in Höhe von Euro 162.083 und 9 Cent zugestimmt. Die Geschäftsführung schlägt vor, einen Teilbetrag in Höhe von EUR 8.100 (5 % vom Stammkapital) zum 04.11.2024 auszuschütten und den verbleibenden Betrag von Euro 153.983.09 auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers in der Bilanzsitzung am 04.06.2024 unter Anwesenheit des Abschlussprüfers erörtert und zustimmend zur Kenntnis genommen. Er billigt den Jahresabschluss 2023 und schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresabschluss 2023 zum 31.12.2023 festzustellen und dem Vorschlag zur Verwendung des Jahresüberschusses zuzustimmen und der Geschäftsführung und dem Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung zu erteilen. Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung und allen Gesellschaftern und Mitarbeitern der TZG Ernstroda GmbH für die geleistete Arbeit. Wir wünschen uns alle Gesundheit und Erfolg für die vor uns liegenden Aufgaben.

 

Ernstroda, den 01.07.2024

gez. Grigutsch, Aufsichtsratsvorsitzender

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 01.07.2024 festgestellt.

Gewinnverwendungsbeschluss vom 01.07.2024

Der Jahresüberschuss 2023 wird in Höhe von 8.100 EUR ausgeschüttet; und der verbleibende Betrag von 153.983,09 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die TZG Ernstroda GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TZG Ernstroda GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TZG Ernstroda GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Erfurt, den 3. Juni 2024

HTW Wirtschaftsprüfung GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dipl.-Kfm. Joachim Schoenfeldt, Wirtschaftsprüfer

gez. Dipl.-Kfm. Norbert Pließ, Wirtschaftsprüfer

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