Stammdaten

Register
Amtsgericht Montabaur HRB 27597
Vorher
AUCTUS 119. Beteiligungsgesellschaft mbH
Eingetragen
1.9.2020
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenGroßhandel mit Roh- und SchnittholzBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
der Erwerb, das Verwalten und die Veräußerung von Gesellschaften und Unternehmen im In- und Ausland, insbesondere von Unternehmen, die im Bereich Straßen- und Tiefbau sowie Baustoffhandel oder im Bereich Recycling von Bitumen und Bauschuttresten, der Holzbearbeitung mit Spezialmaschinen, der Produktion von Holzpellets, Anzündholz und Kaminholz sowie dem Handel mit Holzware tätig sind sowie die Erbringung von Managementleistungen an Beteiligungsunternehmen und aller sonstiger damit in Zusammenhang stehender Dienstleistungen (Führungs- und Funktionsholding).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Ströder
seit 25.2.2026
Prokura
Christian Letschert
seit 14.11.2024
Prokura
Dirk Dirk Sojka
seit 3.2.2021
Geschäftsführer
Ralf Sojka
seit 3.2.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
38.462 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Terras West GmbH (vormals: AUCTUS 119. Beteiligungsgesellschaft mbH)

Oberraden (vormals: München)

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 11.08.2020 bis zum 31.12.2020

KONZERNLAGEBERICHT ZUM 31. DEZEMBER 2020

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Terras Gruppe befindet sich derzeit im Aufbau einer überregionalen, mittelständischen Tiefbaugruppe, welche künftig starke, regionale Unternehmen (insb. Erd- und Ausschachtarbeiten, über Kanal-, Straßen- und Tiefbau- sowie Erschließungsarbeiten) unter einer Holding zusammenführt. Hierbei sehen wir insbesondere durch einen Austausch von Maschinen und Personal in regionalen Überschneidungspunkten, der Möglichkeit der gruppeninternen Auftragsverteilung sowie Synergiepotenziale im Kunden- und Personalmanagement Vorteile einer Zusammenarbeit. Alle Unternehmen der Gruppe sollen auch weiterhin von der bestehenden Geschäftsführung und unter dem bestehenden Markenauftritt weitgehend eigenständig geführt werden. Kernziel ist es, ein schlagkräftiges und flexibles Tiefbaunetzwerk über ganz Deutschland zu spannen, welches mit zentralen Mitarbeiterherausforderungen (Montage, Fachkräftemangel) umgeht, über einzigartige Ressourcen (Steinbrüche, Erddeponien, BIMSCHG-Genehmigungen) verfügt und somit den Großkonzernen "Paroli" bieten kann.

Buy-and-Build Konzept Tiefbau:

Das Buy-and-Build Konzept im Bereich Tiefbau (Abbruch/Rückbau, Erdbau, Straßenbau, Kanalbau, etc.) verfolgt eine Konsolidierung von mittelständischen Tiefbauunternehmen in wirtschaftsstarken Regionen in Deutschland. Das Zielbild zeigt regional verteilte Hubs ("Komplettanbieter"), welche sich über weitere regionale Zukäufe von Tiefbauunternehmen (Satelliten) sowie strategische Nischenanbieter (bspw. Spezialtiefbau) ergänzen.

Aufbau regionaler Hubs ("Komplettanbieter"):

Das Buy-and-Build Konzept sieht in der vorliegenden Holdingstruktur den Aufbau eines national tätigen Tiefbauunternehmens vor. Komplettanbieter mit ausreichender Größe (> € 2 Mio. EBIT) und starkem Management bilden in den vier Regionen Deutschlands (Nord, Ost, West, und Süd) die jeweilige Ankerunternehmung.

Zukauf von Satelliten und strategischen Nischenanbietern:

Die jeweiligen Ankerunternehmen fokussieren sich neben dem organischen Wachstum (Projekterweiterungen) auf Zukäufe von weiteren, regionalen Tiefbauunternehmen und Nischenanbietern, welche eine sehr gute Positionierung im Markt haben und/oder über einzigartige Ressourcen (Steinbrüche, Erddeponien, BIMSCHG-Genehmigungen) verfügen. Somit können komplexe Projekte dem Kunden ebenfalls aus einer Hand angeboten werden.

Synergiepotenziale:

Kunden: Größere Kunden (bspw. nationale Bauherren, Supermarktketten) können mit einem nationalen Ansatz (und starken regionalen Hubs) an den jeweiligen regionalen Niederlassungen betreut werden. Zusätzlich besteht Cross-Selling Potenzial.

Operative Maßnahmen: Vereinheitlichung bzw. Zentralisierung der Kalkulationsabteilung, Austausch von Maschinenpark und Mitarbeitern an regionalen Schnittpunkten, effiziente "Routengestaltung" / Auftragsabwicklung.

Ressourcen Oligopol: Strategische Ressourcen (Steinbrüche, Erddeponien, BIMSCHG-Genehmigungen u. a. für Bauschuttrecycling) reduzieren Kosten der Gruppe und sind ein USP im Markt.

Exemplarischer Gruppenaufbau

Die Terras West GmbH hält zum 31. Dezember 2020 folgende wesentliche Beteiligungen (jeweils 100%):

WWB Tiefbaugesellschaft mbH, Krunkel

Energie- und Brennstoffpark Krunkel GmbH, Krunkel

2. Forschung und Entwicklung

Die Terras Gruppe beschäftigt derzeit keine Mitarbeiter, die dediziert an F&E-Aufgaben arbeiten. Allerdings werden häufig kleinere Projektteams gebildet, die kleinere Innovationen (Programmierung individuelles DMS, Entwicklung halb-automatisches Controlling-Dashboard) und Optimierungen (3D-Vermessung, 3D-Steuerung) testen und implementieren.

II. Wirtschaftsbericht

1.Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Überblick Markt, Branche, Konjunktur

Die Bauindustrie hat 2020 die Herausforderungen durch die Corona-Krise gut gemeistert. Während die gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung (ohne Bau) 2020 preisbereinigt um 5,5 % zurückging, legte sie im Baugewerbe real um 2,8 % zu. Die Gesamtzahl der Erwerbstätigen sank im Vorjahr um 1,1 %, im Baugewerbe war dagegen eine Zunahme von 0,7 % zu verzeichnen. Die Bauwirtschaft hat 2020 einmal mehr die Gesamtkonjunktur gestützt.

Aber natürlich ist nicht alles Gold, was glänzt. In Zeiten von Corona ist der Wettbewerb auch am Bau wieder härter geworden. So hat sich die Zahl der Bewerber bei Bauprojekten deutlich erhöht. Dadurch sind die am Markt erzielbaren Preise unter Druck geraten, der Preisanstieg ist im Jahresverlauf 2020 (auch ohne die Auswirkungen der Senkung des Mehrwertsteuerregelsatzes) deutlich zurückgegangen. Vor dem Hintergrund der gestiegenen Kosten durch die Corona-bedingten Hygienemaßnahmen auf den Baustellen drückt dies natürlich die Gewinnmargen der Baufirmen.

Der baugewerbliche Umsatz im Bauhauptgewerbe stieg 2020 nominal um 5,9 %, real um 4,5 %. Dies ist auch einem starken Dezember mit einem Umsatzplus von 20 % zu verdanken. Die Rückkehr zum Mehrwertsteuerregelsatz von 19 % zum 1. Januar 2021 hat für erhebliche Vorzieheffekte gesorgt. Der Gegeneffekt zeigte sich im ersten Quartal 2021 mit einem Umsatzrückgang von 9,4 %. Dieser hohe Rückgang ist auch auf die schlechten Witterungsbedingungen zurückzuführen. Von Januar bis März meldete durchschnittlich jede zweite Firma eine Behinderung ihrer Bautätigkeit durch die Witterung.

Der Auftragseingang legte 2020 nominal um 0,4 % zu, real waren es - 2,1 %. Von Januar bis März 2021 war ein Wachstum der Ordertätigkeit um 3,2 % zu verzeichnen. Der Auftragsbestand lag Ende März bei 62,1 Mrd. Euro (+ 8,2 % gegenüber dem Vorjahr).

Wenn auch der Blick zurück noch positiv ausfällt, das Baujahr 2021 wird nicht so erfolgreich laufen. Dies spiegelt sich auch in der Stimmungslage der Baufirmen wider. Deren Geschäftserwartungen für 2021 liegen derzeit im negativen Bereich, die Firmen stellen sich auf ein härteres Baujahr ein.

Aktuell kommt als Problem der starke Anstieg vieler Baumaterialpreise hinzu. Produkte aus Holz, Metall, Kunststoff oder auf Erdölbasis haben sich seit Jahresbeginn deutlich verteuert, teilweise steht nicht genügend Baumaterial zur Verfügung. So berichteten im Rahmen des ifo Konjunkturtests im Mai 40 % der befragten Baufirmen über eine Behinderung der Produktion durch Materialknappheit, nachdem es im März nur 4,4 % waren. Es dürfte auch problematisch sein, bei Bestandsverträgen die Preissteigerungen beim Baumaterial komplett an die Kunden weiterzureichen.

Politische Rahmenbedingungen

Die Entwicklung im Öffentlichen Bau hängt stark von den Kommunen ab, auf die 2020 mehr als 60 % der öffentlichen Bauausgaben entfielen. Durch die Corona-Krise sind zwar 2020 die für die Kommunen besonders wichtigen Gewerbesteuereinnahmen eingebrochen. Allerdings haben Bund und Länder im Rahmen des Konjunkturprogramms diese wegbrechenden Steuereinnahmen komplett ersetzt. Zudem übernimmt der Bund dauerhaft einen weiteren Anteil an den Kosten der Unterbringung für berechtigte Haushalte. Damit konnten die kommunalen Haushalte stabilisiert werden, im Durchschnitt aller Gemeinden wurde noch ein Haushaltsüberschuss von 2 Mrd. Euro erwirtschaftet.

Eine solche Regelung ist für 2021 nicht vorgesehen. Nach der jüngsten Steuerschätzung vom Mai 2021 sollen zwar die Steuereinnahmen der Gemeinden im neuen Jahr wieder deutlich zulegen, das Niveau von 2019 aber noch um 2,3 Mrd. Euro unterschreiten. Zudem rechnen die kommunalen Spitzenverbände mit einem weiteren deutlichen Anstieg bei den Sozialausgaben. Es stellt sich auch die Frage, ob die Investitionszuweisungen von Bund und Ländern im bisherigen Umfang weiter gewährt werden. Wir müssen daher davon ausgehen, dass 2021 ein heftiger Wettbewerb um kommunale Bauaufträge entbrennen wird.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die Messung der Zielerreichung der Terras Gruppe sowie der Einzelgesellschaften erfolgt über finanzielle Leistungsindikatoren. Diese Kennziffern sind der Geschäftsführung sowie der erweiterten Führungsebene bekannt und werden mindestens monatlich reflektiert, bewertet und ggf. mit Maßnahmen unterlegt. Wesentliche Kennzahlen in der Erfolgsanalyse sind die Umsatzerlöse und die Gesamtleistung (Umsatzerlöse + Bestandsveränderungen + sonstige betriebliche Erträge) sowie das EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern).

Die Terras Gruppe erstellt erstmals einen Konzernabschluss, weshalb Vergleiche zu früheren Perioden aus Konzernsicht nicht möglich sind, für Vergleichszwecke wurde daher die Budgetplanung bzw. Pro-forma Informationen sowie die Bilanzwerte zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung (1. Dezember 2020) herangezogen.

a) Ertragslage

Insgesamt wurden in Rumpfgeschäftsjahr 2020 ca. € 4 Mio. Umsatz erzielt. Die Gesamtleistung betrug ca. € 2 Mio. Wir konnten im Rumpfgeschäftsjahr unter Berücksichtigung von Einmalaufwendungen ein EBIT von T€ 24 erzielen.

Der Konzernjahresfehlbetrag resultiert im Wesentlichen aus Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit einmaligen transaktionsbezogenen sowie der nicht liquiditätswirksamen Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes für den Monat Dezember.

Unter Berücksichtigung einer Pro-forma Darstellung für das gesamte Geschäftsjahr 2020 hätte die Terras Gruppe eine Gesamtleistung von insgesamt ca. € 14. Mio. und ein EBIT von über € 1 Mio. erzielt. Die Ertragslage stellt sich demnach entsprechend der Budgetplanung dar.

b) Finanzlage

Zum Bilanzstichtag weist der Konzern ein positives Eigenkapital aus. Die Eigenkapitalquote beträgt 15,7% und soll in den nächsten Jahren weiter steigen. Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage entspricht der bei der Terras West GmbH ausgewiesenen Bilanzposition.

Die Rückstellungen betreffen insbesondere Steuerrückstellungen von T€ 186 Tsd. Euro und Sonstigen Rückstellungen von T€ 337. Die Steuerrückstellungen entfallen im Wesentlichen auf die WWB Tiefbaugesellschaft mbH. Die sonstigen Rückstellungen betreffen überwiegend Personalrückstellungen und Rückstelllungen für Abschluss- und Prüfungskosten.

Das langfristige Fremdkapital besteht in Höhe von € 8,7 Mio. und macht ca. 56% der Bilanzsumme aus. Davon entfallen € 5,8 Mio. auf Darlehen bei Kreditinstituten und € 2,9 Mio. auf sonstige Verbindlichkeiten.

Die Finanzlage wird als gut eingeschätzt. Die kurzfristig realisierbaren Forderungen und Vermögensgegenstände liegen über den kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten. Die erforderliche Liquidität war während des Geschäftsjahres 2020 jederzeit gewährleistet. Aus der weiteren Geschäftsentwicklung sind aktuell keine Liquiditätsengpässe absehbar bzw. zu erwarten.

c) Vermögenslage

Im Anlagevermögen sind Immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von € 6,8 Mio. ausgewiesen. Dieser Posten ist das Ergebnis der gemäß § 301 HGB nach der Neubewertungsmethode zum Erstkonsolidierungszeitpunkt durchgeführten Analyse sämtlicher Vermögenswerte und umfasst im Wesentlichen die Geschäfts- oder Firmenwerte, aus der vorgenommenen Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen.

Insgesamt ist die Vermögenslage als zufriedenstellend zu bezeichnen. Das Sachanlagevermögen ist durch die langfristigen Verbindlichkeiten abgedeckt.

Im Umlaufvermögen konnten die Vorräte um € 1,1 Mio. auf € 1,2 Mio. reduziert werden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um € 0,3 Mio. auf € 0,8 Mio., insbesondere aufgrund der Finalisierung von Aufträgen im Dezember 2020.

Die liquiden Mittel stellen die Kontokorrentsalden auf Bankkonten mit den positiven Guthaben und Kassenbeständen dar.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Umsatzerlöse und Gesamtleistung,

Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT),

Nettoverschuldung und Schuldendienst-Deckung.

Wir ziehen für unsere monatliche interne Unternehmenssteuerung ein Dash-board heran, welches alle laufenden Baustellen als Profit-Center (Gewinn oder Verlust auf Vollkostenbasis) sowie den noch abzuarbeitenden Auftragsbestand darstellt (bestehende sowie zukünftige Baustellen).

4. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Unsere Leistungsfähigkeit zeigt sich nicht nur in wirtschaftlichen Kennziffern, sondern auch in der Nachhaltigkeit unseres Handelns, dem sorgsamen Umgang mit Kapital und Werten sowie der Verantwortung für Mensch und Gesellschaft.

Wir verwenden bevorzugt schadstoffarme und wiederaufbereitete Baustoffe, verzichten möglichst auf den Einsatz von Chemikalien und achten darauf, sparsame Maschinen und Fahrzeuge einzusetzen. Die Einhaltung aller umweltrechtlichen Vorschriften ist für uns selbstverständlich.

Mit dem uns zur Verfügung stehenden Kapital gehen wir verantwortungsvoll um. Ziel ist die Erhaltung von Kapital und Werten. Nachhaltigkeit ist uns auch im Interesse unserer Gesellschafter wichtiger als kurzfristige Erfolge. Daher arbeiten wir stets daran, die Wirtschaftlichkeit unserer Arbeit dauerhaft zu verbessern und unvermeidbare Risiken zu erkennen und zu beherrschen.

Arbeits- und Gesundheitsschutz steht bei uns an erster Stelle. Wir investieren in die fachliche und persönliche Weiterbildung unserer Mitarbeiter und fördern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Als eines der größten Unternehmen der regionalen Baubranche leisten wir unseren Beitrag zur Ausbildung junger Menschen. Wir unterstützen regelmäßig gemeinnützige Vereine und Organisationen in unserer Region mit Sach- oder Geldspenden.

5.Gesamtaussage

Unsere allgemeine Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir insgesamt als gut ein.

Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist konstant. Das negative Konzernergebnis im Jahr 2020 resultiert im Wesentlichen aus Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit gesellschaftsrechtlichen Änderungen sowie der nicht liquiditätswirksamen Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

III. Zweigniederlassungsbericht

Die Terras Gruppe verfügt aktuell über keine Zweigniederlassungen.

IV. Prognosebericht

Die Tiefbau-Branche steht aus unserer Sicht vor dem größten Umbruch ihrer Geschichte (Nachfolgedruck, Mangel an modernen Managementmethoden, Aufholbedarf bei Digitalisierung) und somit am Anfang einer Konsolidierungswelle, die wir mit unserem Buy-and-Build Konzept aktiv mitgestalten wollen.

Dabei gehen wir - basierend auf unserer guten Auftragslage - von einer Gesamtleistung von ca. € 14. Mio. leicht unter dem Niveau des (Pro-forma) Vorjahres aus. In Verbindung mit leicht sinkenden Personalkosten, dem Wegfall von Einmalaufwendungen aus gesellschaftsrechtlichen Veränderungen sowie erstmalig vollständigen Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert für einen 12-Monatszeitraum sehen wir in dem kommenden Jahr ein Ergebnis (EBIT) mit über € 1 Mio. ebenfalls leicht unter dem (Proforma) Berichtsjahr. Insgesamt erwarten wir eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

V. Chancen- und Risikobericht

Risiken aus operativer Tätigkeit

Ein wesentliches Risiko ist die Witterung, die uns insbesondere in den Monaten Dezember bis März Umsatz- und Leistungseinbußen einbringen kann. Für diese Monate versuchen wir, uns Aufträge in wetterstabileren Lagen (z. B. tiefer gelegene Rheinschiene) zu akquirieren, was in der Vergangenheit gut gelungen ist.

Der Fachkräftemangel ist auch im Tiefbaubereich ein omnipresentes Thema - diesem begegnen wir bis dato erfolgreich auf mehreren Ebenen: attraktive Lohnnebenleistungen, moderner Maschinenpark, regelmäßige Firmenveranstaltungen (zumindest vor der Pandemie), aktive Social-Media-Präsenz.

Auch wenn uns die Corona-Pandemie bisher nahezu verschont hat (keine Auftragsstorierungen, keine großflächigen Mitarbeiterausfälle), birgt diese über die sogenannten "Zweitrundeneffekte" ggf. Risiken für unsere Auslastung in den kommenden Jahren (Rückgang der Bautätigkeit, weiter anhaltende Engpässe und/oder Preissteigerungen bei Rohstoffen/ Baumaterialien) - diese erachten wir aktuell aber als nicht nachhaltig wahrscheinlich.

Chancen

Es besteht großer Bedarf in Sachen Ausbau/Sanierung der öffentlichen Infrastruktur - allein bis 2030 plant die Bundesregierung in Zusammen-arbeit mit den Ländern über den Straßenverkehrswegeplan Investitionen in Höhe von über 133 Mrd. Euro.

Als tiefbautechnischer Komplettanbieter sind wir auch in der Lage, eigene Projektierungen durchzuführen. Hierbei erwerben wir große Grundstücksflächen, entwickeln diese in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden zu Bauland ("Neubaugebiet"), erschließen die Gesamtfläche (Kanäle, Straßen, Leitungen, etc.), parzellieren einzelne Grundstücke heraus und verkaufen diese wiederum an Bauherren. Nach ersten sehr guten Erfahrungen in den Jahren 2019/2020 sind wir aktuell in konkreten kommunalen Verhandlungen, um zwei Baugebiete in den Jahren 2022 und 2023 in Hessen zu projektieren.

Nach der Kommunikation unseres Buy-and-Build Konzepts im ersten Quartal 2021 konnten wir in einige vielversprechende Zukaufsverhandlungen einsteigen - hier hoffen wir, in 2021/2022 erste Erfolge vermelden zu können, so dass sich unsere Tiefbau Gruppe bis 2022 nahezu verdreifacht haben sollte.

Abschließende Einschätzung

Somit ist nach Einschätzung der Geschäftsführung auch in den kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht ersichtlich.

 

Krunkel, den 25. Juni 2021

Ralf Sojka, Geschäftsführer

Dr. Dirk Sojka, Geschäftsführer

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020

AKTIVA

31.12.2020
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.797.731,00
1. Entgeltlich erworbene Software 6.956,00
2. Firmenwerte 6.790.775,00
II. Sachanlagen 3.847.513,94
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.310.638,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.665.913,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 870.962,00
III. Finanzanlagen 260,00
-. Sonstige Ausleihungen 260,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 1.157.502,84
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 265.281,00
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 8.638.833,00
3. Geleistete Anzahlungen -7.746.611,16
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 974.281,88
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 757.932,49
2. Forderungen gegen Gesellschafter 17414,68
3. Sonstige Vermögensgegenstände 198.934,71
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.728.632,91
C. Rechnungsabgrenzungsposten 12.702,26
15.518.624,83

PASSIVA

31.12.2020
A. Eigenkapital 2.440.494,77
I. Gezeichnetes Kapital 38.462,00
II. Kapitalrücklage 2.874.109,27
III. Konzernbilanzverlust -472.076,50
B. Rückstellungen 522.937,31
1. Steuerrückstellungen 185.527,23
2. Sonstige Rückstellungen 337.410,08
C. Verbindlichkeiten 12.555.192,75
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.551.937,99
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.536.070,20
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.371.605,71
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.095.578,85
15.518.624,83

Konzerngewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr 2020

2020
1. Umsatzerlöse 4.086.759,59
2. Veränderung des Bestandes
an fertigen und unfertigen Erzeugnissen ./. 2.039.684,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 9.721,12
4. Materialaufwand 416.366,54
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 292.931,45
b) Aufwand für bezogene Leistungen 123.435,09
5. Personalaufwand 335.308,52
a) Löhne und Gehälter 240.957,15
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 94.351,37
davon für Altersversorgung: € 938,68
6. Abschreibungen 130.683,15
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 73.617,59
b) auf die Firmenwerte 57.065,56
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.150.092,21
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15,70
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 311.015,14
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 185.527,23
11. Ergebnis nach Steuern ./. 472.180,38
12. Sonstige Steuern 103,88
13. Konzernjahresfehlbetrag/-bilanzverlust ./. 472.076,50

Konzernkapitalflussrechnung 2020

2020
T€
Konzernjahresfelhbetrag ./. 472
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens + 131
./. Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen ./. 141
+ Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind + 539
+ Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind + 11
+ Zinsergebnis + 311
+ Ertragsteueraufwand + 186
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit + 564
./. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen ./. 142
./. Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis ./. 7.331
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit ./. 7.473
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens + 25
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern + 2.874
+ Einzahlungen der Aufnahme von (Finanz-) Krediten + 8.250
./. Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten ./. 2.579
./. Veränderung der Forderungen gegenüber Gesellschaftern ./. 17
+ Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern + 1.372
./. Gezahlte Zinsen ./. 311
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit + 9.613
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds + 2.704
+ Finanzmittelfonds am Jahresanfang + 25
= Finanzmittelfonds am Jahresende 2.729
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds [T€] 31.12.2020
Liquide Mittel 2.729
Finanzmittelfonds am Jahresende 2.729

Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2020

Terras West GmbH
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Jahresergebnis des Mutterunterunternehmens Differenzbetrag für das gegenüber dem MU niedrigere Konzernergebnis Konzerneigenkapital
Stand am 11.08.2020 25.000,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00
Kapitalerhöhung 13.462,00 0,00 0,00 0,00 13.462,00
Zuführung Kapitalrücklage 0,00 2.874.109,27 0,00 0,00 2.874.109,27
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 ./. 913.413,32 441.336,82 ./. 472.076,50
Stand am 31.12.2020 38.462,00 2.874.109,27 ./. 913.413,32 441.336,82 2.440.492,77

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

Allgemeine Angaben

Die Terras West GmbH hat ihren Sitz in Krunkel. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Montabaur unter HR B 27597 eingetragen.

Die Terras West GmbH, Krunkel, ist Mutterunternehmen eines Konzerns i. S. v. § 290 HGB. Der vorliegende Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB i. V. m. den §§ 244 ff. und §§ 265 ff. HGB aufgestellt. Der Konzern wird erstmalig aufgestellt, eine Aufstellungspflicht bestand zum gemäß § 293 Abs. 1 HGB nicht. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 1. Dezember 2020.

Nach § 297 Abs. 1 HGB bildet der Konzernanhang zusammen mit der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel den Konzernabschluss.

Der Konzernanhang hat die Aufgabe, die durch die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vermittelten Informationen näher zu erläutern, zu ergänzen und zu korrigieren sowie die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung von bestimmten Angaben zu entlasten.

Bei der Gliederung des Konzernanhangs wurde der Grundsatz der Klarheit und Übersichtlichkeit berücksichtigt.

Der Konzernanhang unterliegt als Bestandteil des Konzernabschlusses der Prüfungs- und Offenlegungspflicht.

Die WWB Tiefbaugesellschaft mbH hat die Befreiung des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen.

Der Konzern hat die Erleichterungen des § 286 Abs. 4 HGB genutzt.

Angaben zum Konsolidierungskreis und zu den Konsolidierungsmethoden

In den Konzernabschluss werden neben der Terras West GmbH (als Mutterunternehmen) grundsätzlich alle Tochterunternehmen einbezogen. Weitere Beteiligungen hält die Terras West GmbH nicht.

Einbezogene Unternehmen

Anteil in %
WWB Tiefbaugesellschaft mbH, Krunkel 100,0
Energie- und Brennstoffpark Krunkel GmbH, Krunkel 100,0

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach der Maßgeblichkeit des Bilanzierungs- und Bewertungsrahmens des Mutterunternehmens. Ansätze und Werte in den Einzelabschlüssen, die nicht den einheitlichen zugrunde gelegten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Konzernabschlusses entsprechen, sind vor der Konsolidierung angepasst bzw. neu bewertet worden, sofern die Auswirkungen von wesentlicher Bedeutung waren.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach dem Stichtag des Jahresabschlusses der Terras West GmbH, demnach zum 31. Dezember. Abweichende Bilanzstichtage bei den Tochtergesellschaften liegen nicht vor.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 S. 2 HGB). Die Anschaffungskosten für die Anteile an dem Tochterunternehmen werden mit dem entsprechenden anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung verrechnet.

Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Es liegen keine wesentlichen eliminierungspflichtigen Zwischengewinne vor.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Währungsumrechnung

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) über die Gliederung und den Ausweis der Posten der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und des Konzernanhangs beachtet worden.

Die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den gesetzlichen Schemata gemäß §§ 266, 275 i.V.m. § 298 HGB gegliedert, wobei für die Ergebnisrechnung das Gesamtkostenverfahren gewählt wurde.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind den Tochterunternehmen von dem Mutterunternehmen in Form von Konzern-Bilanzierungsrichtlinien vorgegeben. Danach waren die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen für Zwecke des Konzernabschlusses unter Beachtung des Grundsatzes der Wesentlichkeit an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden anzupassen ("Handelsbilanz II").

Soweit Ermessensentscheidungen in Bezug auf den Grund, den Umfang und den Zeitpunkt des Ansatzes von Vermögensgegenständen und Schulden zu treffen waren, wurde eine zum Vorjahr vergleichbare Ermessensentscheidung angestrebt.

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Es wird gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen (going-concern-Prinzip). Im Einzelnen gilt Folgendes:

AKTIVA

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Die Abgänge werden zu historischen Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen ausgebucht.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten unter Abzug von nachträglichen Anschaffungskostenminderungen, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Außerplanmäßige Abschreibungen gem. § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen, falls Vermögensgegenstände des Anlagenvermögens zum Bilanzstichtag mit einem niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen sind. Die Abschreibungen werden sowohl nach der linearen als auch nach der degressiven Abschreibungsmethode vorgenommen. Die Anschaffungskosten werden über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 werden aus Vereinfachungsgründen im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. bei dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt, abzüglich Wertberichtigung für individuell ermittelte Einzelrisiken sowie einer Pauschalwertberichtigung wegen des allgemeinen Kreditrisikos.

Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bewertet.

Der Ansatz der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten folgt den Vorschriften des § 250 Abs. 1 und 3 HGB.

PASSIVA

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren und dem Grunde nach vorhandenen Risiken und Verpflichtungen. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeit- punkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden gegebenenfalls verrechnet. Ein latenter Steueranspruch könnte sich aufgrund bestehender Verlustvorträge ergeben. Die Aktivierung latenter Steuer unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie der kumulierten Abschreibungen wird nachfolgend in einem Konzern-Anlagenspiegel dargestellt. Als Anschaffungs- und Herstellungskosten sind historische Werte angesetzt worden.

ANLAGESPIEGEL ZUM 31. DEZEMBER 2020

Anschaffungskosten
11.08.2020 Zugänge durch Konsolidierung Zugänge Umbuchungen 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software -,-- 36.940,88 -,-- -,-- 36.940,88
2. Geschäfts- oder Firmenwerte -,-- 6.847.840,56 -,-- -,-- 6.847.840,56
II. Sachanlagen -,-- 6.884.781,44 -,-- -,-- 6.884.781,44
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -,-- 1.705.652,53 -,-- 36.604,09 1.742.256,62
2. Technische Anlagen und Maschinen -,-- 4.088.703,20 73.800,00 -,-- 4.162.503,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und -,-- 1.903.567,15 49.988,50 -,-- 1.953.555,65
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -,-- 18.067,09 18.537,00 -36.604,09 -,--
-,-- 7.715.989,97 142.325,50 -,-- 7.858.315,47
III. Finanzanlagen
Beteiligungen -,-- 260,00 -,-- -,-- 260,00
-,-- 260,00 -,-- -,-- 260,00
TOTAL -,-- 14.601.031,41 142.325,50 -,-- 14.743.356,91
Abschreibungen
11.08.2020 Zugänge durch Konsolidierung Zugänge 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software -,-- 29.780,88 204,00 29.984,88
2. Geschäfts- oder Firmenwerte -,-- -,-- 57.065,56 57.065,56
II. Sachanlagen -,-- 29.780,88 57.269,56 87.050,44
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -,-- 427.794,17 3.823,51 431.617,68
2. Technische Anlagen und Maschinen -,-- 2.451.599,12 44.991,08 2.496.590,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und -,-- 1.059.686,98 24.599,00 1.082.593,65
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -,-- -,-- -,-- -,--
-,-- 3.939.080,27 73.413,59 4.010.801,53
III. Finanzanlagen
Beteiligungen -,-- -,-- -,-- -,--
-,-- -,-- -,-- -,--
TOTAL -,-- 3.968.861,15 130.683,15 4.097.851,97
Buchwert
31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 6.956,00
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 6.790.775,00
II. Sachanlagen 6.797.731,00
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.310.638,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.665.913,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und 870.962,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -,--
3.847.513,94
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 260,00
260,00
TOTAL 10.645.504,94

Die aktiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und planmäßig über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Der durch die Kapitalkonsolidierung entstandene Geschäfts- oder Firmenwert (M€ 6,8) wird planmäßig über die Dauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die erwartete Nutzungsdauer überschreitet 5 Jahre, weil davon ausgegangen wird, dass mindestens über diesen Zeitraum von diesen Werten profitiert wird.

Die Gliederung der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände ergibt sich aus der Konzernbilanz. Sie haben sämtlich eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden keine Einzelwertberichtigungen abgesetzt. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Ausfallrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung von T€ 68 (Vj.: T€ 49) gebildet.

Die Forderungen gegen Gesellschafter enthalten wie im Vorjahr in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Bei den in der Konzernbilanz ausgewiesenen Kapitalanteilen handelt es sich um das Stammkapital der Muttergesellschaft. Es beträgt T€ 38.462 und ist voll eingezahlt.

In den sonstigen Rückstellungen sind als wesentliche Posten enthalten:

2020
T€
Mitarbeiterboni 86
Urlaubsrückstellungen 76
Jahresabschlusskosten 64
Garantieverpflichtungen 56
Aufbewahrungspflichten 19
Sonstiges 36
337

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern von T€ 117 und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von T€ 15.

Sie werden im nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt. Diesem sind auch die Restlaufzeiten der einzelnen Verbindlichkeiten zu entnehmen.

Verbindlichkeitenspiegel

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
von bis zu einem Jahr von einem bis fünf Jahren von mehr als fünf Jahren
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.552 339 462 5.750
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.536 1.536 0 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.372 930 0 442
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.096 337 259 2.500
davon aus Steuern 117 117 0 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 15 15 0 0
Gesamt 12.555 3.142 721 8.692

Für die oben dargestellten Verbindlichkeiten sind folgende Sicherheiten bestellt:

Sicherungsübereignung der Geschäftsanteile an Tochtergesellschaften,

Branchenübliche Eigentumsvorbehalte an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen,

Abtretung der gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,

Sicherheitsübereignung des (bestehenden und künftigen) Warenlagers und des Anlagevermögens (mit Ausnahme des beweglichen Anlagevermögens),

Verpfändung der gegenwärtigen und zukünftigen Kontoguthaben der in Deutschland geführten Bankkonten.

Erläuterungen zur Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse entfallen in vollem Umfang auf Deutschland. Im Ausland sind keine Umsatzerlöse angefallen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für technische Anlagen, Geschäftsräume und Fahrzeuge in Höhe von T€ 1.170 für das Geschäftsjahr 2021.

Das Bestellobligo liegt im betriebsüblichen Rahmen.

Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung und zum Konzern-Eigenkapitalspiegel

Der Finanzmittelfonds setzt sich unverändert zum Vorjahr ausschließlich aus den flüssigen Mitteln zusammen.

Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital steht zum Stichtag vollständig zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung.

Nahestehende Unternehmen und Personen

Zu den nahestehenden Personen zählen natürliche Personen sowie juristische Personen und Unternehmen, die das berichtende Unternehmen oder eines seiner Tochtergesellschaften beherrschen können oder die auf das berichtende Unternehmen oder auf seine Tochterunternehmen unmittelbar oder mittelbar wesentlich einwirken können sowie diejenigen natürlichen oder juristischen Personen und Unternehmen, die das berichtende Unternehmen beherrschen kann oder auf die es wesentlich einwirken kann. Es wurden keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahen stehenden Unternehmen und Personen durchgeführt.

Nachtragsbericht

Die Auswirkungen der C0VID-19-Pandemie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind bisher begrenzt. Es sind nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingegangen, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Sonstige Angaben

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2020 Honorare an die Abschlussprüfer von T€ 26 erfasst.

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres betrug 72.

 

Krunkel, den 25. Juni 2021

Ralf Sojka, Geschäftsführer

Dr. Dirk Sojka, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Terras West GmbH, Krunkel

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Terras West GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 11. August bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden-geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 11. August 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie seiner Ertragslage vom 11. August 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebricht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes geführt hat.

Grundlage für das Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Über-einstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebricht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlage-berichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungs-nachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dar-gestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 29. Juni 2021

AC CHRISTES & PARTNER GmbH
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Steuerberatungsgesellschaft

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Hauschildt, Wirtschaftsprüfer

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