Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 711842
Eingetragen
21.8.2014
Branche
Herstellung von Körperpflegemitteln und DuftstoffenHerstellung von Seifen, Wasch-, Reinigungs- und PoliermittelnGroßhandel mit Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Menschen- und Umweltfördernden Mitteln für Waschen, Reinigen, Körperpflege und Kosmetik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Kerstin Schramm
seit 4.5.2022
Geschäftsführer
Oliver Gross
seit 11.1.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Freie Stiftung SONETT
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Freie Stiftung SONETT
Germany
85.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SONETT GmbH

Deggenhausertal

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum Jahresabschluss 2023

SONETT GmbH

A. Grundlagen des Unternehmens

Sonett ist Pionier auf dem Gebiet ökologischer Wasch- und Reinigungsmittel und beliefert v.a. den Naturkostfachhandel weltweit. Die Sonett Produkte wurden 2023 in 53 Ländern vertrieben.

In unserem Hauptmarkt, dem Naturkostfachhandel in Deutschland, ist Sonett nach dem Marktforschungspanel BioVista weiterhin auf Platz 1 mit einem Marktanteil von 38,3% in 2023 (zum Vergleich: 38,6% in 2022), gefolgt von Sodasan mit 23,8% und Almawin mit 9,5%.

B. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Umsatzentwicklung

Im Jahr 2023 hatte auch Sonett mit der allgemeinen Inflation und der damit einhergehenden Kaufzurückhaltung der Kund*innen im Biofachhandel zu kämpfen. Erst gegen Ende des Jahres war eine Entspannung des Kaufverhaltens erkennbar, was sich im steigenden Umsatz im 4. Quartal 2023 zeigte.

Der Jahresumsatz war dennoch leicht rückläufig und sank von 25,2 Mio. € in 2022 auf 24,9 Mio. € in 2023. Das ist eine Reduktion um 0,9 % und damit das dritte Geschäftsjahr nach Corona mit einem Umsatzrückgang. Im Vergleich zum Umsatz im Jahr 2019, vor der Corona-Pandemie lag der Umsatz im Jahr 2023 aber noch um 19,75% höher. Im Marktvergleich liegen wir unter dem Umsatzzuwachs im Naturkostmarkt von 0,2% im Jahr 2023. Unser Ziel ist es im Jahr 2024 den Umsatz des Branchendurchschnitts zu erreichen oder zu übertreffen.

Der Jahresumsatz verteilte sich zu 52,4 % auf Deutschland, zu 32,3 % auf die EU und zu 15,3 % auf das Nicht-EU Ausland.

Forschung und Entwicklung

Neben der ständigen Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Produkte und deren Herstellung entwickelten wir auch unser Recyclingprojekt zur Reduzierung und Vermeidung von Plastikmüll aus Verpackungen, welches wir zunächst mit den boomenden "Unverpackt - Läden" bereits in 2019 begonnen hatten, auch in 2023 dynamisch weiter. Nach der Rücknahme der leeren Kanister von den Unverpackt - Läden, schlossen sich auch unsere meisten deutschen, österreichischen und schweizerischen Großhändler an und retournieren in großem Umfang leere 5l, 10l und 20l Kanister. Zudem bieten wir inzwischen den Naturkostläden in Deutschland und Österreich Recyclingboxen an, in denen die Kund*innen ihre leeren Sonettflaschen zurückgeben können, die dann zu uns transportiert werden und aus denen neue Sonettflaschen hergestellt werden mit einem Recyclinganteil von bis zu 50%. Dieses Angebot kommt bei den Naturkostläden sehr gut an. Allerdings müssen dafür auch unsere Bio Großhändler gewonnen werden, die das Leergut für uns sammeln. Da sind wir dabei und gewinnen erfreulicherweise immer mehr Großhändler für dieses Projekt.

Für den weiteren Ausbau unseres Recyclingprojekts benötigen wir mehr Fläche. Dafür haben wir ein Grundstück auf der anderen Seite des Ziegeleiwegs in Aussicht, welches uns die Erzdiözese Freiburg bereit ist, in Erbpacht zu überlassen.

2023 haben wir unsere Kosmetikserie Mistelform Sensible Prozesse um zwei Neuprodukte erweitert: das Mistelform Sensible Prozesse Geschenkset. Die Geschenksets enthalten jeweils 50ml Körper- und Massageöl und 50ml Body Lotion in den Duftrichtungen Weihrauch Lavendel und Zitrone Zirbelkiefer.

Beschaffungsbereich

Im Jahr 2023 hatten wir mit enorm gestiegenen Rohstoffpreise zu kämpfen. Glücklicherweise konnten wir aufgrund unserer langjährigen Lieferverträge und den guten Beziehungen zu unseren Lieferanten weiterhin alle Rohstoffe beziehen. Dies war allerdings nur zu massiv gestiegenen Preisen möglich. Trotz einer zweimaligen Preiserhöhung unserer Produkte im Jahr 2022, und einer weiteren moderaten Erhöhung einzelner Produkte im Jahr 2023 konnten die gestiegenen Rohstoffpreise nicht abgefangen werden. Dies lag daran, dass wir die gestiegenen Rohstoffpreise 2022 und 2023 aufgrund der hohen Preissensibilität am Markt nicht im vollen Umfang weitergeben konnten. Unser Ziel und unsere Hoffnung war den Wareneinsatz im Jahr 2023 möglichst konstant zu halten, nachdem dieser von 45,1% im Jahr 2021 auf 51,6% im Jahr 2022 gestiegen war. Die Preiserhöhungen haben Wirkung gezeigt, viele Rohstoffpreise sind gesunken, nur das Olivenöl war immer noch fast dreimal so teuer wie in 2021. Insgesamt ist jedoch der Wareneinsatz mit 51,7% im Jahr 2023, nach 51,6% in 2022 konstant geblieben. Im Jahr 2024 rechnen wir mit fallenden Rohstoffpreisen und dadurch mit einem wieder sinkenden Wareneinsatz.

Produktionsbereich

Im Geschäftsjahr wurden die Produktionsprozesse laufend verbessert und u.a. die EDV-Einbindung und EDV-Unterstützung weiter optimiert. Zur Bearbeitung des Auftragsvolumens wurden die Produktionskapazitäten zum großen Teil im Zweischichtbetrieb ausgelastet. Im Lager wurde z.B. zur schnelleren Kommissionierung eine App eingesetzt und die Strukturen generell angepasst.

Personalbereich

Die Entwicklung der Anzahl an Mitarbeitern ergab sich wie folgt (jeweils zum 31.12.):

2020 135
2021 130 -3,7% Umsatz - 15,6% Umsatz pro Mitarbeiter - 12,4%
2022 125 -3,8% Umsatz - 5,6% Umsatz pro Mitarbeiter - 1,9%
2023 123 -1,6% Umsatz - 0,9% Umsatz pro Mitarbeiter + 0,7%

Der Anteil der Personalkosten am Jahresumsatz 2023 (Personalquote) ist mit 21% gegenüber 2022 konstant geblieben.

Der Krankenstand fiel von 9,0% in 2022 auf 8,79% in 2023 und blieb damit weiterhin überdurchschnittlich hoch. Durch besondere Gesundheitsangebote versuchen wir dem hohen Krankenstand entgegenzuwirken. Gesamtgesellschaftlich lässt sich in Deutschland in 2023 ebenfalls eine deutliche Erhöhung der Krankheitszeiten feststellen.

In 2022 haben wir die Möglichkeit 3.000€ an die Mitarbeiter*innen als Konjunkturausgleich steuer- und sozialversicherungsfrei auszuzahlen, in der Form aufgegriffen, dass wir diese Auszahlung auf drei Jahre verteilen, also in 2022 erstmals 1.000€ ausgezahlt haben. In 2023 haben wir die zweiten 1.000,- € ausgezahlt und in 2024 werden die dritten 1.000,-€ folgen.

C. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Zur Beurteilung unserer Ertragslage ist es wichtig, dass Sonett sich nicht als profitgetriebenes Unternehmen versteht. Wir sind in der guten Tradition der Naturkostbewegung "Überzeugungstäter". Uns kommt es v.a. auf die ökologische, soziale und ethische Qualität unserer Produkte und das Vertrauen unserer Kunden an. Das bedeutet keineswegs, dass wir Gewinne geringachten, ganz im Gegenteil, nur betrachten wir diese als Folge und nicht als Ausgangsimpuls unserer Geschäftstätigkeit. Wir brauchen Gewinne für die Stabilität und Entwicklung des Unternehmens. Wir arbeiten aber nicht für die Gewinne. Dadurch dass wir keine Gewinne an Investoren oder Anteilseigner ausschütten müssen, bleiben alle anfallenden Gewinne im Betrieb, werden für Sonderzulagen für unsere Mitarbeiter verwendet bzw. als Zustiftungen an die Stiftung Sonett gegeben. Umsätze spiegeln für uns zum einen die Wertschätzung unserer Kunden, zum anderen bedeuten sie für uns die Verpflichtung, diese nicht nur im Betrieb, sondern auch gesamtgesellschaftlich fruchtbar werden zu lassen.

Der Umsatzrückgang und der starke Anstieg der Rohstoffpreise markierten den Beginn von 2023. So war es notwendig in anderen Bereichen Kosten zu reduzieren. Es wurden folgende Sparmaßnahmen durchgeführt:

• Die Mieten an die Sonett Vermögensverwaltung wurden um 230.000 Euro reduziert (weil Anlagen abgeschrieben waren)

• Schaffung interner Lagerkapazitäten und damit der Schließung unserer Außenläger, d.h. Einsparungen in Höhe von 60.000 Euro

• Der Außendienst wurde vorübergehend eingestellt

• Im Bereich Personalwesen wurden freiwerdende Stellen nicht neu besetzt (Mitarbeiter*innenzahl sank im Jahresdurchschnitt von 126 in 2022 auf 123 in 2023)

Am Ende ergab sich ein Gewinn von 899.000 Euro in 2023 gegenüber 640.000 Euro in 2022. Dadurch konnten wir trotz der weiterhin schwierigen Lage auch in 2023 wie im Vorjahr 200.000€ an die Stiftung Sonett überweisen und so unsere gemeinnützige Wirksamkeit weiter aufrechterhalten.

Mit diesem Geld baut die Stiftung Sonett ihr Stiftungsvermögen auf, dessen Ertrag, also die Verzinsung, für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung steht. Die Stiftung Sonett fördert Wasserforschungen am Strömungsinstitut in Herrischried, die Akademie des deutschen Tierschutzbundes zur Entwicklung alternativer Testmethoden zu Tierversuchen, den Bodenfruchtbarkeitsfond sowie die biologische Saatgutforschung. Ein besonderer Förderschwerpunkt der Stiftung Sonett ist der Georgenhof Bambergen, eine Schule mit Heim für erziehungsschwierige Kinder auf der Grundlage der anthroposophischen Pädagogik und Heilpädagogik. In dieser Einrichtung sind Beate Oberdorfer und Gerhard Heid im Vorstand tätig und so an der Entwicklung und dem Unterstützungsbedarf dieser Einrichtung eng beteiligt.

In Bezug auf die Finanzlage, halten wir stets eine hohe Liquidität, so dass wir alle Skonti mitnehmen können und nicht auf Kontokorrentdarlehen angewiesen sind. Der Bankbestand zum 31.12.2022 von 3,5 Mio. € hat sich in 2023 auf 5 Mio. € erhöht, sodass der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit +1,5 Mio. €, gegenüber -1,3 Mio. € im Vorjahr beträgt. Der Cash-Flow im engeren Sinn - bestehend aus Jahresergebnis, Abschreibung und Veränderung von sonstigen Rückstellungen, ist mit +1,5 Mio. € positiv und zeigt die Innenfinanzierungsfähigkeit unserer Gesellschaft. Die Eigenkapitalquote beträgt 2023 solide 84,7% gegenüber 84,3% in 2022.

Darlehensverbindlichkeiten der SONETT GmbH sind mit konstant 1,9 Mio. € relativ niedrig, da die meisten Investitionen in das Anlagevermögen bei der nahestehenden SONETT Vermögensverwaltung GmbH entstehen, die alle Neubauten, Grundstücke und Anlagen finanziert und der SONETT GmbH marktgerecht vermietet. Eigene Investitionen im Anlagevermögen mit 69 T€ betreffen im Wesentlichen nur Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Finanzanlagen belaufen sich auf 9 Mio. €, die langfristig in der Sonett Vermögensverwaltung GmbH und der Stiftung Sonett angelegt sind. Darüber hinaus besteht ein weiters kurzfristiges Darlehen an die Sonett Vermögensverwaltung GmbH in Höhe von 1,6 Mio. €.

Diese Summen werden in den nächsten zwei Jahren in voller Höhe gebraucht werden, da wir einen großen Produktions- und Lager- Neubau planen.

D. Zukünftige Entwicklung, Chancen und Risiken

Wir erwarten in 2024, nachdem Ende 2023 die Umsätze wieder etwas gestiegen sind, wieder einen Umsatzzuwachs. Hoffnungsvoll stimmen uns die sinkenden Rohstoffpreise, wobei dies für einen unserer zentralen Rohstoffe, das Olivenöl, nur sehr eingeschränkt gilt. Für 2024 sind keine weiteren Preiserhöhungen der Produkte geplant. Unsere Einschätzung, die Preise trotz hoher Inflation und steigender Rohstoffpreise für unsere Produkte im Segment der Wasch-, Putz-, Reinigungsmittel auf niedrigem Niveau zu halten, scheint sich bewährt zu haben. Eine zu erwartende Abwanderung von Kunden zu günstigeren Produkten scheint nicht stattgefunden zu haben.

Neben den üblichen operativen, externen oder finanzwirtschaftlichen Unternehmensrisiken und Unternehmenschancen sehen wir darüber hinaus keine weitere besonders berichtenswerte Tatbestände. Gegen mögliche Schadensfälle ist das Unternehmen in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang versichert, die Planung und das Controlling-Instrumentarium halten wir für ausreichend, um rechtzeitig auf Veränderungen reagieren zu können.

Uns geht es wie dem gesamten Marktumfeld. Voraussagen können kaum getroffen werden. Wir rechnen mit einem Anstieg unseres Umsatzes von 25 Mio.€ in 2023 auf 27 Mio.€ in 2024. Zudem gehen wir von einer leicht steigenden Anzahl von Mitarbeiter*innen aus. Wir sind optimistisch und rechnen damit, dass am Rohstoffmarkt wieder mehr Stabilität einkehrt und die Rohstoffpreise konstant bleiben, bzw. das Olivenöl deutlich sinkt.

 

Deggenhausertal, 15.11.2024

Oliver Groß, CEO

Rebecca Kramer, CEO

Kerstin Schramm, CEO

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 9.306.838,00 9.407.154,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 17.307,00 12.507,00
II. Sachanlagen 287.531,00 392.647,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6,00 6,00
2. technische Anlagen und Maschinen 36.955,00 40.248,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 250.570,00 352.393,00
III. Finanzanlagen 9.002.000,00 9.002.000,00
B. Umlaufvermögen 12.167.200,19 11.116.473,16
I. Vorräte 3.666.340,00 4.166.466,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.483.788,84 3.480.535,87
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.569.654,00 1.549.710,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.017.071,35 3.469.471,29
C. Rechnungsabgrenzungsposten 60.158,60 34.365,59
Summe Aktiva 21.534.196,79 20.557.992,75

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 18.232.324,79 17.333.349,90
I. Gezeichnetes Kapital 85.000,00 85.000,00
II. Gewinnvortrag 17.248.349,90 16.608.087,42
III. Jahresüberschuss 898.974,89 640.262,48
B. Rückstellungen 468.467,94 528.409,60
C. Verbindlichkeiten 2.830.232,06 2.689.545,25
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.794.770,06 2.655.771,86
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 35.462,00 33.773,39
D. Passive latente Steuern 3.172,00 6.688,00
Summe Passiva 21.534.196,79 20.557.992,75

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 12.191.872,18 12.438.468,19
2. Personalaufwand 5.221.502,68 5.247.215,09
a) Löhne und Gehälter 4.225.701,47 4.246.631,92
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 995.801,21 1.000.583,17
davon für Altersversorgung 37.201,68 35.560,84
3. Abschreibungen 169.418,77 167.221,92
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 169.418,77 167.221,92
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.693.725,42 6.269.052,11
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 210.000,00 210.000,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 50.327,30 48.553,00
davon Erträge aus Abzinsung 132,29 53,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 93.278,93 93.638,06
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 373.594,79 276.916,17
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 3.516,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 6.688,00
9. Ergebnis nach Steuern 900.678,89 642.977,84
10. sonstige Steuern 1.704,00 2.715,36
11. Jahresüberschuss 898.974,89 640.262,48

Anhang

ALLGEMEINE ANGABEN

Die SONETT GmbH hat ihren Sitz in Deggenhausertal. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter HRB 711842 eingetragen.

ALLGEMEINE ANGABEN ZU INHALT UND GLIEDERUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

Der Jahresabschluss der SONETT GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden, soweit als möglich, an den ertragsteuerlichen Vorschriften ausgerichtet.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen.

ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzungsunterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten werden neben den unmittelbar zuzurechnenden Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände degressiv oder linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten berücksichtigen angemessene Gemeinkosten. Eine verlustfreie Bewertung wurde sichergestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen ermittelt. Latente Steuern aufgrund von Bewertungsunterschieden sind zu berücksichtigen.

Die Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Der Übergang an aktiven latenten Steuern wird in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Vorjahr betreffenden noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet.

Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem jeweiligen Tageskurs in € umgerechnet.

Kursverluste, die bis zum Bilanzstichtag durch Bewertung mit dem Stichtagskurs entstehen, werden ergebniswirksam berücksichtigt. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit kleiner oder gleich einem Jahr werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ergaben sich grundsätzlich nicht.

ANGABEN ZUR BILANZ

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist dem separat beilegenden Anlagespiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und im Folgejahr als Abgang ausgewiesen.

Angaben zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Von den sonstigen Vermögensgegenständen hat ein Betrag in Höhe von T€ 1.600 (Vorjahr T€ 1.600) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden Rückstellungsarten enthalten:

- Betriebsprüfungsrisiko

- Ausstehende Eingangsrechnungen

- Personalkosten (Überstunden)

- Urlaubsrückstellung

- Abraum- und Abfallbeseitigung

- Gutschriften

- Rechts- und Prozesskosten

- Jahresabschluss, Prüfung, Offenlegung

- Aufbewahrungsfrist

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis maximal 1 Jahr. Die Verbindlichkeiten sind nicht durch eigene Sicherheiten besichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 123 (Vorjahr T€ 49) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von T€ 7 (Vorjahr T€ 5).

ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Personalaufwendungen für soziale Abgaben enthalten Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung in Höhe von T€ 37 (Vorjahr: T€ 36).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Spenden in Höhe von T€ 212 (Vorjahr: T€ 100).

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von € 0 (Vorjahr € 0) enthalten.

SONSTIGE ANGABEN

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Abschlussstichtag bestanden Bürgschaften für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 908.

Darüber hinaus bestanden keine wesentlichen Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betrugen:

< 1 Jahr 1.565 T€
2 bis 5 Jahre 5.177 T€
> 5 Jahre 14.904 T€

Sie bestehen im Wesentlichen aus Mietverpflichtungen und zu einem geringen Anteil aus Leasingverpflichtungen.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Geschäftsführer 3
Arbeitnehmer 103
davon Teilzeit 7
Aushilfen 16
Auszubildende 4
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer ohne Geschäftsführer und Auszubildende 123

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Frau Rebecca Judith Kramer, Bermatingen, Geschäftsführerin

Frau Kerstin Schramm, Deggenhausertal, Geschäftsführerin

Herr Dipl.-Sportwissenschaftler Oliver Groß, Geschäftsführer

Herr Ind.-Fw. Andreas Roth, Geschäftsführer (bis 31. Januar 2023).

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer beliefen sich auf T€ 315. Kredite oder Vorschüsse wurden den Geschäftsführern nicht gewährt.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis

Jahresüberschuss 898.974,89 €
+ Gewinnvortrag 17.248.349,90 €
= Bilanzgewinn 18.147.324,79 €
wie folgt zu verwenden
Ausschüttung an die Gesellschafterin 0,00 €
Einstellung in Gewinnrücklagen 0,00 €
Vortrag auf neue Rechnung 18.147.324,79 €

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Es gab keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Deggenhausertal, den 15.11.2024

Gez. Rebecca Judith Kramer

Gez. Kerstin Schramm

Gez. Oliver Groß

Anschaffungskosten
01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge Umbuchungen
Euro
31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 139.079,00 13.450,00 12.500,00 165.029,00
2. geleistete Anzahlungen 12.500,00 0,00 -12.500,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 151.579,00 13.450,00 0,00 165.029,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 337.799,86 0,00 0,00 337.799,86
2. technische Anlagen und Maschinen 136.066,46 6.633,61 3.988,08 138.711,99
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.258.341,33 49.067,16 59.113,06 1.248.295,43
1.732.207,65 55.700,77 63.101,14 1.724.807,28
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 9.000.000,00 0,00 0,00 9.000.000,00
2. Genossenschaftsanteile 2.000,00 0,00 0,00 2.000,00
9.002.000,00 0,00 0,00 9.002.000,00
10.885.786,65 69.150,77 63.101,14 10.891.836,28
Abschreibungen Buchwerte
kumulierte Abschreibungen
Euro
2023
Euro
31.12.2023
Euro
Vorjahr
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 147.722,00 8.650,00 17.307,00 7,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 12.500,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 147.722,00 8.650,00 17.307,00 12.507,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 337.793,86 0,00 6,00 6,00
2. technische Anlagen und Maschinen 101.756,99 9.925,61 36.955,00 40.248,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 997.725,43 150.843,16 250.570,00 352.393,00
1.437.276,28 160.768,77 287.531,00 392.647,00
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 9.000.000,00 9.000.000,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 2.000,00 2.000,00
0,00 0,00 9.002.000,00 9.002.000,00
1.584.998,28 169.418,77 9.306.838,00 9.407.154,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 26.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die Firma SONETT GmbH, mit dem Sitz in Deggenhausertal

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SONETT GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SONETT GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Tübingen, den 15. November 2024

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