neeeed GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten von Werbeagenturen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Bourmer seit 11.3.2024 | Geschäftsführer |
Just Willem Beyer seit 29.12.2023 | Geschäftsführer |
Matthias Gossenz seit 14.2.2023 | Geschäftsführer |
Markus Martin Hubertus Winter seit 17.1.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Speedcar Beteiligungs GmbHBerlinKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht zum 31.12.2021Inhalt Lagebericht A. Grundlagen und Geschäftsmodell des Konzerns I. Geschäftsmodell II. Absatzmärkte und Wettbewerbssituation III. Kunden IV. Strategie B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen II. Geschäftsverlauf III. Lage 1. Ertragslage 2. Finanzlage 3. Vermögenslage 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 5. Gesamtaussage IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht 2. Risikobericht 3. Chancenbericht A. Grundlagen und Geschäftsmodell des Konzerns I. Geschäftsmodell Die SCB-Gruppe mit der Speedcar Beteiligungs GmbH als Konzernmutter ist ein auf B2B- und B2C - eCommerce fokussiertes Unternehmen, welches unter seiner Hauptmarke "kfzteile24" ein breites Sortiment an Kfz-Ersatzteilen, -Verbrauchsmaterialien und -Zubehör anbietet. Die Bestellungen der Autoersatzteile werden primär über das Onlineportal kfzteile24.de ausgelöst und durch den Konzern innerhalb kürzester Zeit von den brandenburgischen Logistikstandorten Neuseddin und Ludwigsfelde an die Geschäfts- und Privatkunden versandt (teils mehrmals täglich). Durch einen umfassenden Experten-Telefonsupport in mehreren Sprachen können einerseits Fragen zu den Produkten umgehend geklärt werden und andererseits Direktbestellungen vorgenommen werden. Detaillierte Produktbeschreibungen sowie professionelle Bilder, Produktfilme und Einbauanleitungen runden das Online-Angebot ab. Um privaten sowie gewerblichen Kunden einen "Rundum-Service" bieten zu können, werden in Berlin drei Filialen betrieben, die jeweils aus einem größeren Lager, attraktivem Ausstellungs- und Verkaufsraum sowie einer großen Werkstatt bestehen. II. Absatzmärkte und Wettbewerbssituation Der Konzern betreibt mit kfzteile24.de und dem gleichnamigen B2B-Portal sowie der zugehörigen App einen der größten Online-Shops im Bereich Automotive Aftermarket in Europa. Weiterhin werden die kleineren Online-Shops "autoteile24.de" sowie "kfzteile.com" in Deutschland betrieben. Außerhalb Deutschlands ist der Konzern maßgeblich in den Märkten Österreich, Frankreich, Niederlande und Dänemark mit eigenen Online-Shops vertreten. Außerhalb der deutschsprachigen Länder tritt der Konzern unter dem Markennamen "carpardoo" auf. Mit den drei Filialen in Weißensee, Mahlsdorf und Spandau wird den Kunden im Großraum Berlin ein breites Omnichannel-Angebot unterbreitet, was ein Alleinstellungsmerkmal des Konzerns gegenüber dem Wettbewerb darstellt. Die Kunden können dort entweder direkt vor Ort kaufen oder bestellen, alternativ aber auch telefonisch oder über den Online-Shop sogenanntes "Click & Collect" vornehmen. Unternehmenskunden (B2B) wie unabhängige Werkstätten aus Berlin und Brandenburg werden seit Mitte des Geschäftsjahres vom Logistikstandort Neuseddin bedient und profitieren von einer schnellen Direktbelieferung, die mehrmals täglich erfolgen kann. Außerdem werden Produkte über die Marktplätze Amazon, eBay, Daparto und Kaufland vertrieben. Wesentliche Wettbewerber sind markenunabhängige Online-Shops sowie überwiegend stationäre Großhändler in Deutschland und den europäischen Ländern. Den markengebundenen Aftermarket bestimmen die Automobilhersteller bzw. die Originalteilehersteller (OEMs). III. Kunden Die Umsatzerlöse resultieren etwa hälftig aus Geschäften mit Privatpersonen und hälftig aus Geschäften mit Geschäftskunden (u. a. kleinere, freie Werkstätten). IV. Strategie Unter dem seit Ende des Jahres 2019 aktiven Management wurde die Strategie des "profitablen Wachstums" etabliert, welche auch 2022 weiterhin verfolgt wird. Somit soll das Unternehmen für die nationale und internationale Wachstumsstrategie bestens aufgestellt und im Hinblick auf die Erfüllung wachsender Kundenanforderungen sowohl von Gewerbe- als auch Privatkunden gestärkt werden. Um das Wachstum des Marktes über alle Kanäle bestmöglich zu nutzen, wird der Konzern mit der Hauptmarke "kfzteile24" seine hohe Markenbekanntheit weiter optimieren sowie das Produkt- und Serviceangebot an die Kundenbedürfnisse anpassen. Um etwa dem steigenden Anteil an mobilen Zugriffen auf die Online-Shops Rechnung zu tragen, wurde im Juli 2020 eine mobile Applikation ("App") für Google/Android- und Apple/iOS-Nutzer eingeführt und 2021 erheblich weiterentwickelt. Ausschlaggebend für den Kunden sind neben dem Preis auch die einfache Handhabung bei der Bestellung sowie die hohe Verfügbarkeit und die kurzen Lieferzeiten der Ersatzteile. Begleitet wurde diese Strategie durch eine erhebliche Sortimentsausweitung sowie die weitere Optimierung der sog. AB/CD-Logik, wonach nur noch stark nachgefragte Artikel neu auf Lager gelegt werden. Das Lieferantenmanagement wurde deshalb inzwischen organisatorisch von der täglichen Disposition der Ware getrennt, welche jetzt im Supply Chain-Team erfolgt. Die Sortimentsausweitung hat dabei auch bereits das Thema eMobility umfassend abgedeckt. Zudem wurde die Themen "Branding" und auch Eigenmarke inhaltlich sowie personell komplett neu aufgestellt. Ein erfahrenes Team mit umfangreicher eCommerce-Expertise kümmert sich um eine überarbeitete Markenpositionierung, außerdem gibt es klare Verantwortlichkeiten für den Bezug und die Etablierung von Partnern für ein breites und hochwertiges Eigenmarkensortiment. Konsequenterweise wurde das Bestandsmanagement von zuvor Reichweite als Steuerungskriterium nun auf Nutzbarkeit und Alter der Produkte umgestellt, so wurden etwaige Bestandsrisiken reduziert, davon zeugt auch die höhere Lagerumschlagshäufigkeit von ca. 12,0 (Vorjahr 11,5). Im Zuge der Corona-Pandemie konnte durch den Omnichannel-Ansatz des Konzerns das Angebot von "Click & Collect"-Bestellungen ausgebaut und etabliert werden. Mit der Weiterentwicklung der Online-Plattform sowie durch die ergänzende Nutzung von Marktplätzen und ein erweitertes B2B-Angebot in Kombination mit einem gezielten Marketingeinsatz soll die profitable Wachstumsstrategie weitergeführt werden. Daneben wurde bereits mit der Vorbereitung für weitere internationale Online-Shops begonnen. V. Nachhaltige und soziale Unternehmensführung Der Konzern strebt eine stets umweltbewusste und soziale Unternehmensführung an. Die Mitarbeiter haben gemeinsam einen Verhaltenskodex entwickelt, der Werte für die Zusammenarbeit und den Umgang miteinander definiert. Das soziale Engagement der Mitarbeiter drückt sich in regelmäßigen Spendenaktionen aus. Über die Aktion "Runde ab" können Mitarbeiter außerdem freiwillig die Cent-Beträge ihres Gehaltes an wohltätige Einrichtungen spenden. Um eine nachhaltige und soziale Unternehmensführung noch stärker in die Steuerung des Konzerns und in die Kommunikation mit allen Stakeholdern einzubinden, wurde 2021 eine ganzheitliche Environmental-Social-Governance-Strategie ("ESG-Strategie") erarbeitet und mit konkreten Zielen verabschiedet. Die zunächst angestrebten Ziele umfassen unter anderem Maßnahmen zur Energieeffizienz, Elektrifizierung der eigenen Fahrzeugflotte sowie die deutliche Verbesserung des CO 2 -Abdrucks. B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der europäische Automotive Aftermarket verzeichnete im Jahr 2021 laut Untersuchungen von McKinsey einen Umsatzanstieg von 14 % gegenüber dem Vorjahr. Der Online-Handel insgesamt hat im Jahr 2021 von der COVID-19-Pandemie profitiert. Gleichzeitig konnte der stationäre Handel trotz zwischenzeitlicher Lockerungen kaum profitieren und wuchs nur gering gegenüber dem Vorjahr. Die Anzahl der in Deutschland zugelassenen Pkws per Ende des Jahres 2021 erreichte nach Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes ein weiteres Allzeithoch in Höhe von 48,5 Mio. Fahrzeugen (+0,6 % im Vergleich zum Vorjahr). Des Weiteren nahm das durchschnittliche Fahrzeugalter im Jahr 2021 weiter zu und beträgt nunmehr 10,1 Jahre (Vorjahr: 9,8). Laut Branchenverband ACEA ging die Nachfrage 2021 nach Neuwagen in der Europäischen Union um 2,4 % im Vergleich zu 2020 erneut zurück (Deutschland -10,1%). Neben der COVID-19-Pandemie war dieser Rückgang auf die Halbleiterknappheit zurückzuführen. Weiterhin war eine im Vergleich zu 2019 anhaltend geringere Pkw-Nutzung zu beobachten, die sich in niedrigen Unfallzahlen zeigte (+3 % nach -16 % Rückgang im Vorjahr laut vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts). II. Geschäftsverlauf Die Umsatzerlöse konnten trotz COVID-19 und Herausforderungen in den globalen Lieferketten um insgesamt 7% im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 185.311 gesteigert werden. Wesentliche Maßnahmen im Jahr 2021 waren die erhebliche Ausweitung des Sortiments und die Steigerung der Liefergeschwindigkeit, die Verbesserung der mobilen App, der Ausbau der Direktbelieferung für Unternehmenskunden sowie die gestiegene Erreichbarkeit und Antwortgeschwindigkeit per Telefon und E-Mail. Dies führte zu einer höheren Zufriedenheit der Kunden. Der Fokus des Marketings lag in einem ausgewogenen Mix aus Offline- und Online-Maßnahmen. Neben der umfangreichen Teilnahme an den eCommerce-Events "Black Friday" und "Cyber Week" wurden erstmalig die "Orange Dealz Days" durchgeführt. Zudem wurde fokussiert auf Bestandskunden gesetzt, die mit kfzteile24 eine lange Historie verbindet. Der Ansatz ist und war es hierbei, die Kundenbeziehung noch weiter auszubauen und zu stärken. Das Filialgeschäft ist COVID-19-bedingt um 6 % gegenüber dem Vorjahr gesunken, während sich das Werkstattgeschäft erholte und 11 % wuchs. Das Management ist überzeugt davon, dass die Entwicklung des Filialgeschäfts nur vorübergehend ist und sich nach Beendigung der COVID-19-Pandemie weiteres Wachstum ergeben wird. III. Lage 1. Ertragslage Die Umsatzerlöse haben sich von TEUR 173.153 im Vorjahr auf TEUR 185.311 erhöht. Die Erhöhung um rund 7 % ist auf die positive Entwicklung des Online-Geschäfts zurückzuführen. Dieses profitierte vom Ausrollen sowohl der iOS- als auch der Android-App sowie neuen Services für sogenannte "Prime B2B-Kunden" und von einer erheblichen Sortimentsausweitung. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.651 auf TEUR 4.485 vermindert und enthalten überwiegend den realisierten Buchgewinn aus der Veräußerung eines bebauten Grundstücks im Wege einer Sale-and-Lease-back-Transaktion, nachdem im Vorjahr bereits der Verkauf des früheren Verwaltungssitzes enthalten war. Die Sale-and-Lease-back-Transaktion erfolgte vordem Hintergrund der attraktiven Kaufpreisentwicklung, die Nutzung der Immobilie wurde über einen marktüblichen, langfristigen Mietvertrag gesichert. Der Materialaufwand hat sich um TEUR 6.946 auf TEUR 113.799 erhöht, was auf die Umsatzerlössteigerung zurückzuführen ist. Obwohl im abgelaufenen Geschäftsjahr der Fokus weiterhin auf einer hohen, jederzeitigen Lieferbereitschaft gelegen hat, konnte die Materialeinsatzquote trotz Belastungen aus COVID-19 und der sogenannten "Supply-Chain-Krise" leicht verbessert werden. Effekte ergaben sich aus dem COVID-19-bedingt niedrigerem Anteil an hochmargigen Umsatzerlösen im Filial/Werkstattgeschäft sowie aus vorübergehenden, gezielten Preiskampagnen im Rahmen des Aufbaus der App und des "Prime B2B"-Geschäftes sowie der Bestandsoptimierung. Gegenläufig hat sich ein höherer Anteil von margenstarken Eigenmarken-Umsatzerlösen ausgewirkt. Der Personalaufwand hat sich aufgrund einer Erhöhung der während des Geschäftsjahres durchschnittlich beschäftigen Mitarbeiter um TEUR 4.764 auf TEUR 26.241 erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich trotz leicht gestiegener Vertriebskosten nur geringfügig um TEUR 350 auf TEUR 38.538 erhöht. Insgesamt hat sich das Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis und Abschreibung (EBITDA) im Vergleich zum Vorjahr geringfügig um TEUR 34 auf TEUR 14.580 erhöht. Die Abschreibungen haben sich insbesondere aufgrund gestiegener Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände aufgrund der Unterstützung der Wachstumsstrategie von TEUR 8.614 auf TEUR 9.956 erhöht. Das negative Finanzergebnis in Höhe von TEUR -4.233 (Vorjahr: TEUR -4.225) enthält nahezu ausschließlich Zinsaufwendungen, wovon TEUR 1.248 nicht zahlungswirksam waren. Die Zinsaufwendungen resultieren insbesondere aus der Finanzierung des Erwerbs der kfzteile24-Gruppe im Jahr 2015. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) hat sich aufgrund der höheren planmäßigen Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.317 auf TEUR 390 verringert. Das Konzernergebnis beträgt TEUR 47 und hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.064 verringert. 2. Finanzlage Der Konzern finanziert sich im Wesentlichen über Bankdarlehen und Darlehen von Gesellschaftern einer übergeordneten Gesellschaft. Die Finanzverbindlichkeiten haben sich insgesamt um TEUR 5.000 auf TEUR 81.341 verringert. Die Verringerung ist auf Tilgungen von Bankverbindlichkeiten zurückzuführen, während sich die endfälligen Darlehen von Gesellschaftern einer übergeordneten Gesellschaft aufgrund nicht zahlungswirksamer Zinsen erhöht haben. Im Geschäftsjahr 2021 wurden TEUR 9.383 in immaterielle Vermögenswerte und TEUR 970 in Sachanlagen investiert. Die Zugänge der immateriellen Vermögenswerte entfallen überwiegend auf entgeltlich erworbene Software (TEUR 8.477), während die Zugänge der Sachanlagen überwiegend auf andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 535) entfallen. Aus der eigenen Softwareentwicklung ergaben sich Zugänge zu den selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 906. Zukünftige Investitionen sollen aus dem laufenden Cashflow finanziert werden. Aus der betrieblichen Tätigkeit hat der Konzern einen Einzahlungsüberschuss von TEUR 16.532 erzielt. Dem Netto-Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit steht der Abfluss von Mitteln aus der Investitionstätigkeit von TEUR 1.323 sowie aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR 11.247 gegenüber. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit setzt sich im Wesentlichen aus Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte (TEUR 9.383), wovon der überwiegende Teil auf Software entfällt, und Einzahlungen aus der Veräußerung eines bebauten Grundstücks im Wege einer Sale-and-Lease-back-Transaktion (TEUR 9.000) zusammen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich aus Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten (TEUR 2.025), Tilgungsleistungen (TEUR -10.282) sowie gezahlten Zinsen (TEUR -2.990). Die Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten resultieren in Höhe von TEUR 2.000 aus der Inanspruchnahme der Kreditlinie. Die Tilgungsleistungen entfallen in Höhe von TEUR -1.814 auf Leasingverbindlichkeiten. Es ergibt sich eine zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 3.962. Die fälligen Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfristen bezahlt. Der Konzern zahlt regelmäßig innerhalb der Skontofrist und hat mit diversen Lieferanten Bonusvereinbarungen, von denen der Konzern aufgrund des Einkaufs von großen Mengen jährlich Bonusgutschriften erhält. 3. Vermögenslage Das Gesamtvermögen des Konzerns zum 31. Dezember 2021 beträgt TEUR 223.053 (Vorjahr: TEUR 216.295) und ist mit TEUR 183.026 (Vorjahr: TEUR 184.205) dem langfristig gebundenen Vermögen sowie mit TEUR 40.028 (Vorjahr: TEUR 32.090) dem kurzfristig gebundenen Vermögen zuzuordnen. Das langfristig gebundene Vermögen besteht überwiegend aus immateriellen Vermögenswerten (TEUR 159.453; Vorjahr: TEUR 156.432) und enthält im Wesentlichen den Geschäfts- oder Firmenwert (TEUR 139.933; Vorjahr: TEUR 139.933). Die Erhöhung ist auf die Zugänge von entgeltlich erworbener Software zurückzuführen. Das Sachanlagevermögen hat sich im Wesentlichen aufgrund der Veräußerung eines bebauten Grundstücks im Wege einer Sale-and-Lease- back-Transaktion sowie planmäßiger Abschreibungen um TEUR 4.067 vermindert. Die Erhöhung des kurzfristig gebundenen Vermögens um TEUR 7.938 ist sowohl auf die Barmittel und Bankguthaben als auch auf die Vorräte zurückzuführen. Die Barmittel und Bankguthaben sind aufgrund des liquiden Überschusses aus der betrieblichen Tätigkeit gestiegen. Der Anstieg des Warenbestandes beruht auf einer Sortimentsausweitung sowie einer vorsichtshalber aufgrund von "Supply-Chain-Risiken" vorübergehend erhöhten Bevorratung. Die Schulden betragen TEUR 113.242 (Vorjahr: TEUR 106.531) und setzen sich aus langfristigen Schulden (TEUR 65.887; Vorjahr: TEUR 71.191) und kurzfristigen Schulden (TEUR 47.356; Vorjahr: TEUR 35.340) zusammen. Das kurzfristig gebundene Vermögen deckt das kurzfristige Fremdkapital zu 84,5 % (Vorjahr: 90,8 %). Das kurzfristige Fremdkapital enthält auch TEUR 11.500 aus einer Betriebsmittellinie, die dem Konzern vollständig bis zur Endfälligkeit der Konsortialfinanzierung zur Verfügung steht. Generell soll der zukünftige Kapitalbedarf durch laufende Cashflows sowie die Verlängerung von Finanzierungen gedeckt werden. Der Anteil der langfristigen Schulden beträgt 29,5 % (Vorjahr: 32,9 %) der Bilanzsumme und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr leicht verringert. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote (bilanzielles Eigenkapital erhöht um ohne Zins- und Tilgungszahlungen ausgestattete Darlehen von Gesellschaftern einer übergeordneten Gesellschaft in Höhe von TEUR 26.914) beträgt 61,3 %. Die langfristigen Schulden bestehen aus Bankdarlehen sowie Darlehen von Gesellschaftern einer übergeordneten Gesellschaft (TEUR 59.376; Vorjahr: TEUR 66.533). Die Verminderung ist überwiegend auf die im Vorjahr noch als langfristige Bankverbindlichkeiten auszuweisende KfW-Unternehmerkredite (TEUR 10.000) zurückzuführen. Die Erhöhung der kurzfristigen Schulden resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (um TEUR 9.192) sowie aus um TEUR 2.157 gestiegenen Bankverbindlichkeiten. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist neben dem Wachstum und der Bestandserhöhung auf verbesserte Zahlungsziele bei vielen Lieferanten zurückzuführen. Der kurzfristige Anteil der Bankverbindlichkeiten hat sich im Vergleich zum Vorjahr planmäßig auf der Grundlage der bestehenden Tilgungspläne erhöht. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die wichtigsten Leistungsindikatoren für die Steuerung des Geschäfts sind die Umsatzerlöse, das Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit (EBITDA als Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung) sowie die Kundenzufriedenheit. Die im Vorjahr prognostizierte Umsatzsteigerung um etwa 10 % ist trotz der durch COVID-19 verursachten Umsatzrückgänge im Offline- und Werkstattgeschäft durch ein starkes Wachstum im Online-Geschäft nahezu erreicht worden. Das Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit liegt leicht über dem Vorjahresergebnis. Allerdings wurde die Prognose, welche von einem deutlichen Wachstum ausging, aufgrund erheblicher einmaliger Aufwendungen unter anderem im Zusammenhang mit COVID-19 nicht ganz erreicht. Die Kundenzufriedenheit gemessen anhand des Net Promoter Scores nach Lieferung ("NPS after delivery") erreichte 2021 mit im Durchschnitt 75 (Vorjahr 73) einen konstant hohen Wert. Die niedrige Retourenquote von 6,5 % im Jahresdurchschnitt unterstreicht eine hohe Zufriedenheit der Kunden mit den Produkten und Dienstleistungen des Unternehmens. 5. Gesamtaussage Der Geschäftsverlauf 2021 sowie die Vermögens-, Finanz und Ertragslage des Konzerns waren trotz COVID-19-Pandemie und Lieferkettenschwierigkeiten gut. Das Geschäftsjahr 2021 wurde erneut mit einem deutlichen positiven operativen Ergebnis (EBITDA) erfolgreich abgeschlossen. IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Für 2022 plant das Management mit einem Anstieg der Umsatzerlöse im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Es wird ebenfalls von einem deutlichen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBITDA) im niedrigen zweistelligen Prozentbereich ausgegangen. Diese Planung berücksichtigt auch die zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts bekannten Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und der Lieferkettenherausforderungen. So wurde auch für das laufende Geschäftsjahr bis einschließlich März eine signifikante Belastung der Filialumsätze eingeplant. Das Management erwartet 2022 keine Einschränkungen des Filialgeschäfts über den aktuellen Status hinaus. "Click & Collect" wurde von den Kunden im Rahmen des ganzheitlichen Omnichannelansatzes sehr gut angenommen und wird auch über COVID-19 hinaus ein wichtiger Bestandteil der kundenfokussierten Strategie sein. Durch die COVID-19-Pandemie sind zwei wesentliche, umsatzstützende Effekte zu nennen. Zum einen ist damit zu rechnen, dass der Anteil der Online-Käufe am gesamten Automotive Aftermarket weiter zulegen wird. Zum anderen führt die Knappheit nach Halbleitern und einhergehende Lieferkettenschwierigkeiten zu langen Wartezeiten und zu einer verhaltenen Nachfrage nach Neuwagen und somit zu einem starken Interesse an der Instandhaltung von Gebrauchtwagen. So ist 2021 das Durchschnittsalter der Pkws in Deutschland von 9,8 auf 10,1 Jahren angestiegen. Das Management geht von einem weiteren Anstieg aus. Die Bundesregierung erwartet gemäß ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2022 eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 3,6 % im Jahr 2022. Diese nachfragestützenden Effekte sollen durch operative Verbesserungen und Erweiterung der Geschäftstätigkeit unterstützt werden. So werden die fortwährende Erweiterung des Sortiments, der Ausbau in der Belieferung der Geschäftskunden (B2B) sowie neue Features der Onlineplattform und der mobilen App einen großen Beitrag zur Umsatzsteigerung leisten. Das Management plant zudem eine konstant hohe Kundenzufriedenheit auf dem Niveau der Jahre 2020 und 2021. 2. Risikobericht Risiken aus der COVID-19-Pandemie: Allgemein: Zur ganzheitlichen Steuerung der Risiken aus der COVID-19-Pandemie für Mitarbeiter, Kunden und alle weiteren Stakeholder hat das Management eine Projektgruppe ("Corona-Taskforce") eingerichtet, um ein schnelles Handeln und Informieren zu gewährleisten. Außerdem stehen die Führungskräfte in regelmäßigem Austausch zu aktuellen Entwicklungen. Gesundheitsrisiko von Mitarbeitern: Mitarbeiter könnten sich mit COVID-19 infizieren und selbst längere Zeit krankheitsbedingt ausfallen oder andere Mitarbeiter infizieren, die ihrerseits ausfallen würden. Schwere Krankheitsverläufe könnten zu Todesfällen führen. Die Umsatzerlöse und Kosten könnten dadurch erheblich beeinträchtigt werden. Das Management ist diesem Risiko frühzeitig durch eine Reihe von Maßnahmen begegnet. Dazu gehören unter anderem Hygienevorschriften, die sich am jeweiligen Stand der Wissenschaft orientieren, Masken, Abstandsregeln, Schichtentrennung sowie -wo möglich - die Anordnung von Homeoffice. Dazu wurde frühzeitig für mobile Arbeitsplätze in allen relevanten Bereichen gesorgt und die Technik entsprechend aufgerüstet. Zudem werden den Mitarbeitern kostenlose Laientests im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen und zur freiwilligen Nutzung angeboten. Dennoch kann ein Infektionsrisiko nicht vollständig ausgeschlossen werden. Warenbezugsrisiko/unterbrochene Lieferketten: Der Bezug von Handelsware könnte durch COVID-19 und etwaige Gegenmaßnahmen der Regierungen beeinträchtigt sein. Dies könnte zu steigenden Preisen oder niedrigerer Verfügbarkeit von Ware führen und somit die erzielbaren Umsatzerlöse beeinträchtigen. Das Management hat auf das Risiko eingeschränkter Verfügbarkeit frühzeitig reagiert und den Bestand um solche Waren vorsorglich erheblich aufgebaut, die sich schnell abverkaufen und von Beeinträchtigungen der Lieferkette am wahrscheinlichsten betroffen sein könnten (z.B. bei Bezug außerhalb der EU). Preiserhöhungen durch Lieferanten werden im erforderlichen Maße an Kunden weitergegeben. Daneben hat das Management schon in Vorjahren dafür gesorgt, dass es keine Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten und Produzenten gibt und Produkte regelmäßig von mehr als einem Lieferanten bezogen werden können. Hierzu erfolgte im Jahr 2021 der Beitritt zu einer internationalen Einkaufsgemeinschaft. Auch wurden die Preise in der Regel bereits für das Gesamtjahr 2022 fest vereinbart. Dennoch können Risiken aus den Lieferketten nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Schließung oder Teilschließung von Filialen: COVID-19 kann dazu führen, dass die drei von dem Unternehmen betriebenen Filialen ganz oder teilweise für Publikumsverkehr geschlossen werden und dadurch erhebliche Umsatzausfälle entstehen, die nicht ohne Weiteres auf der Kostenseite aufgefangen werden können. Das Management hat frühzeitig auf diese Risiken reagiert und neue Hygienestandards und Schutzmaßnahmen (siehe oben) in den Filialen umgesetzt. Die Mitarbeiter wurden befähigt, auch in anderen Unternehmensbereichen auszuhelfen (Logistik/Kundenservice). Die Kunden wurden umfassend informiert bzw. es wurden weitere Informationen vorbereitet, sodass ein Umlenken der Nachfrage auf den Online-Shop oder der Warenbezug durch "Click & Collect" gewährleistet ist. Enge Zusammenarbeit mit den Ordnungsbehörden stellt sicher, dass die jeweiligen Maßnahmen von diesen auch als ausreichend angesehen werden. Anhaltende und vollständige Filialschließungen wie zu Beginn der Pandemie sind zwar nicht zu erwarten, aber nicht vollends auszuschließen. Beeinträchtigung der Logistik durch COVID-19: COVID-19 kann dazu führen, dass die logistische Abwicklung in gewohntem Umfang nicht mehr gewährleistet ist. Neben der Gefahr von Krankheit in der Belegschaft sowie direkten Einzelanordnungen der Behörden sind auch Beeinträchtigungen durch Grenzschließungen für den Pendelverkehr wie in der Vergangenheit weiterhin denkbar. Die in Brandenburg ansässige Logistik des Konzerns beschäftigt zu einem großen Teil Mitarbeiter, die in Polen wohnen. Trotz der Einführung von Hygienestandards kam es bereits zu umfassenden Beeinträchtigungen im Pendler-Grenzverkehr. Weitere Beeinträchtigungen und damit erhebliche zusätzliche Kosten sowie Auswirkungen auf die Versandkapazität und damit die Umsatzerlöse sind nicht gänzlich auszuschließen. Im Rahmen der Umsetzung der gesetzlichen Testpflicht wurde auf dem Gelände auch ein Testzelt für Besucher und Mitarbeiter eingerichtet. Personal aus anderen Bereichen kann in der Logistik schnell und zielgerichtet eingesetzt werden, auch über diverse Partnerunternehmen kann Personal rekrutiert werden. Weitere Beeinträchtigungen sind aber dennoch nicht auszuschließen. Nachfragerisiken: COVID-19 kann zu einem Nachfragerückgang führen. Die Nachfrage nach Ersatz- und Verschleißteilen hängt in starkem Maße von der Nutzung der Pkws ab. COVID-19-bedingte Einschränkungen im Reise- oder Berufsverkehr der jeweils zuständigen Behörden und Regierungen verursachen in der Regel eine geringere Nutzung der Fahrzeuge durch die Allgemeinheit - während die gleichen Maßnahmen jedoch regelmäßig auch das Angebot beeinträchtigen und verknappen - Letzteres vor allem für alle Handelsbereiche, die nicht online abgewickelt werden. Die starke Online-Aktivität des Unternehmens stellt hier insofern einen gewissen Schutz dar. Dennoch kann ein niedrigerer Umsatz aus einem entsprechenden Nachfrageeinbruch nicht ausgeschlossen werden. Finanzielles Risiko: Alle zuvor genannten Risiken im Rahmen der COVID-19-Pandemie können sich negativ auf die Ertrags- und Liquiditätslage des Konzerns auswirken. Im Jahr 2021 hat das Unternehmen eine Refinanzierung mit seinen langjährigen Hausbanken abgeschlossen, mit der die zuvor bestehenden Finanzierungen erweitert wurden. Die neue Vereinbarung sieht Laufzeiten bis in das Jahr 2023 vor. Branchenspezifische Risiken Als branchenspezifisches Risiko ist das Auftreten neuer Anbieter mit konkurrenzfähigen Preisen und Services im Autoteilesegment vorhanden. Dem tritt der Konzern mit einem großen Sortiment sowie mit attraktiven Preisen entgegen. Dies wird ergänzt um einen umfassenden Service in den Bereichen Logistik, Lieferartauswahl, unterschiedlichste Bezahlmethoden sowie ausführliche Produktbeschreibungen und mehrsprachigen Kundenservice. Die ständige Verfügbarkeit von einem breiten Sortiment an Kfz-Ersatzteilen verursacht Lagerkosten. Außerdem müssen Teile gelagert werden, die nicht sofort veräußert werden können. Hinzu kommt, dass einige Teile in größerer Zahl abgenommen werden müssen, als zunächst benötigt (Mindestbestellmengen). Dem wirkt der Konzern mit einem Dispositionsmechanismus entgegen, welcher eine hohe Umschlagshäufigkeit gewährleistet und damit die Risiken erheblich mitigiert. Das verfügbare Sortiment soll ferner durch sogenanntes Cross-Dock-Geschäft, also das Angebot von Waren, die erst bei Bestellung durch den Kunden bezogen werden, erheblich ausgebaut werden. Dies ist ohne einhergehendes Lagerrisiko möglich. Der Konzern ist mit einem kontinuierlichen und für den Großteil der Käufe sofortigen Liquiditätszufluss ausgestattet, da im Online-Geschäft vor allem auf Vorauszahlungen geliefert und im Filial- und Werkstattgeschäft sofort bezahlt wird. Für die Zahlungsart Kauf auf Rechnung besitzt die Gesellschaft einen Factoring-Vertrag, sodass das Risiko aus offenen Forderungen unwesentlich ist. Durch ständige Marktbeobachtungen, attraktive Preisgestaltung und Verkaufsaktionen gelingt es dem Konzern, konkurrenzfähig zu sein und kundenorientierte Sortimente und Dienstleistungen anzubieten, um das Angebot abzurunden. Die ständige Weiter- und Neuentwicklung der Verkaufsplattformen mit der Ergänzung um anwenderfreundliche Tools und Services, z.B. der kundenorientierten mobilen App, stärkt die Marktposition des Konzerns. Personalrisiken Der Konzern ist eine nachhaltig wachsende Unternehmensgruppe, sodass ein hoher und stetiger Bedarf an qualifiziertem Personal besteht. Daraus ergibt sich das Risiko, Fachkräfte nicht in ausreichendem Maße gewinnen zu können oder Schlüsselpersonal ungeplant zu verlieren. Um dem Personalrisiko entgegenzuwirken, hat die Geschäftsführung die zweite Management-Ebene der "Vice Presidents" eingeführt. Der für "HR, Legal und Business Administration" zuständige Vice President hat mit seinem Team bereits zahlreiche Maßnahmen implementiert, die das Unternehmen noch attraktiver auf dem Arbeitsmarkt positionieren und Mitarbeiter langfristig binden sollen. Neben der gezielten Aus- und Weiterbildung von Personal sind zusätzlich zahlreiche Maßnahmen geplant, um nachhaltig attraktive Beschäftigungsbedingungen zu bieten (z.B. Dienstfahrrad, Online-Sport, Weiterbildungsplattform). Ferner wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr die Corporate-Webseite sowie die Recruitingseiten umfassend im Rahmen der Employer-Branding-Strategie erneuert und auch erstmals an einer wertorientierten ESG("Environmental-Social-Governance")-Agenda mit konkreten Zielen zu Nachhaltigkeit, Diversität, Inklusion und Unternehmenskultur unter aktiver Einbindung vieler Mitarbeiter gearbeitet. Ertragsorientierte Risiken Ertragsorientierte Risiken können sich im Wesentlichen aus den Bereichen Nachfrage, Verkaufspreise und den Preisen für bezogene Waren und Dienstleistungen ergeben. Die Nachfrage nach Kfz-Ersatzteilen hat sich in den letzten Jahren - auch während der COVID-19-Pandemie - als außerordentlich robust erwiesen. Die Anzahl der zugelassenen Pkw und deren Alter im Kernmarkt Deutschland hat stetig zugenommen. Neue Technologien wie eMobility spielen eine zunehmende Rolle. Deshalb ist für 2022 vorgesehen, das eMobility-Sortiment weiter auszubauen. Der Konzern ist bundesweit und über Deutschland hinaus für eine Vielzahl an Kunden tätig und hat keine Klumpenrisiken aus dem Kundenbereich. Deshalb kann das Nachfragerisiko als gering angesehen werden. Auch die Verkaufspreise haben sich als robust erwiesen. Allerdings gibt es hier Einflüsse aus dem Wettbewerb. Diesem begegnet der Konzern mit dem gezielten Einsatz von sog. Pricingtools und -logiken, welche für die Erreichung der angestrebten Deckungsbeiträge sorgen sollen. Den Warenbezugsrisiken bezüglich der Preise wird durch eine umfangreiche Marktbetreuung, professionellen Einkauf, die Vermeidung von Klumpenrisiken und laufende Preisvergleiche entgegengewirkt. Es wird angestrebt, im Rahmen des Warenbezuges nennenswerte Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten weiter zu verringern. Vor dem Hintergrund ist der Konzern im Jahr 2021 zusätzlich einer Einkaufsgemeinschaft beigetreten. Die Vermeidung von Klumpenrisiken gilt folglich für Handelsware, aber auch für Marketingkosten sowie für andere bezogene Waren und Dienstleistungen. Dennoch kann für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden, dass sich aus dem Vorgenannten Risiken für die Ertragsseite des Konzerns ergeben. Auch der aktuelle Konflikt zwischen Russland und der Ukraine kann sich auf die Ertragslage des Unternehmens auswirken. Das Unternehmen unterhält keine Lieferanten- oder Kundenbeziehungen in die betroffenen Regionen, eine direkte Auswirkung auf die Verfügbarkeit von Waren oder die Absatzzahlen ist daher derzeit nicht zu erwarten. Eine Folge des Konfliktes könnten steigende Rohstoff- sowie vor allem Energiepreise sein. Steigende Rohstoffpreise könnten sich in der Verteuerung von Produkten niederschlagen, die von Produzenten und Großhändlern an das Unternehmen weitergegeben werden. Das Unternehmen kann steigende Preise in gewissem Umfang an seine Kunden weitergeben. Anhaltend hohe Energiepreise könnten zu einem Rückgang der Mobilität im Individualverkehr und zu einem Ausweichen auf energieschonende Verkehrsträger führen. Ein Rückgang der Nachfrage nach Kfz-Ersatzteilen ist folglich aufgrund des geringeren Verschleißes sowie aufgrund vorübergehend höherer Kaufzurückhaltung nicht auszuschließen. Finanzwirtschaftliche Risiken und Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, sicherzustellen, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können, und zeitgleich die Erträge der Unternehmensbeteiligungen zu maximieren. Zu den im Konzern bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Barmittel und Bankguthaben, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten sowie kurz und langfristige Finanz- und Leasingverbindlichkeiten. Grundsätzlich verfügt der Konzern über eine gute Liquidität, da im Online-Geschäft vor allem auf Vorauszahlung an Kunden geliefert wird und im Filial- und Werkstattgeschäft sofort bezahlt wird. Der Konzern verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind selten. Dies ist auf sichere Zahlarten zurückzuführen. Forderungsausfälle sind zusätzlich über ein Factoringgeschäft abgesichert. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt der Konzern über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Durch den Einkauf von Waren in China sind Währungsrisiken durch Wechselkursschwankungen von EURO zu US-Dollar für den Konzern unvermeidlich, diese bleiben aber aufgrund des verhältnismäßig sehr geringen Einkaufsvolumens in US-Dollar überschaubar. Die Geldentwertung hat keine erkennbaren direkten Auswirkungen auf die Risiken des Konzerns, da Vorräte im Allgemeinen nur sehr kurzfristig im Lager verbleiben und Preissteigerungen der Lieferanten im Allgemeinen zügig an die Kunden weitergegeben werden können. Es bestehen keine langfristigen Festpreisvereinbarungen mit den Kunden. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich der Konzern überwiegend aus selbst erwirtschafteten Mitteln, aus Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken. Ziel des Finanz- und Risikomanagements des Konzerns ist die Absicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt der Konzern eine konservative Risikopolitik. IT-Risiken Als Betreiber zahlreicher Online-Shops hängt die Geschäftstätigkeit maßgeblich von der Funktionsfähigkeit und Stabilität der vorhandenen IT-Infrastruktur ab. Eine eigene, leistungsstarke IT-Abteilung sichert und überwacht die Systeme rund um die Uhr. Durch das stetige Wachstum des Konzerns ist ein ständiger Ausbau der Infrastruktur notwendig. Aufgrund des verstärkten Aufkommens dezentralen Arbeitens insbesondere im Zuge der COVID-19-Pandemie wird auch auf einen angemessenen Schutz der Endgeräte geachtet. Zur Absicherung von Risiken eines Cyberangriffs hat der Konzern eine Versicherung abgeschlossen. Umweltrisiken Umwelteinwirkungen können Gebäude und Inventar beschädigen und den Wert darin befindlicher Waren reduzieren. Daher sind relevante Gebäude und deren Inventar bzw. Waren gegen Umweltschäden versichert. 3. Chancenbericht Potenziale ergeben sich aus der Erhöhung der Bestellhäufigkeit und der Markentreue der Bestandskunden durch Implementierung von Loyalitätsprogrammen, dem weiteren Ausbau des Sortiments sowie schneller Lieferung. Des Weiteren sieht das Management Potenziale im Ausbau der B2B-Belieferung, der potenziellen Erweiterung des Filialnetzes, einer profitablen Internationalisierung durch den Go-Live in neuen Ländern und der Belebung des Marktwachstums nicht zuletzt durch die Zunahme des Durchschnittsalters der im Markt befindlichen Fahrzeuge sowie deren Nutzung insbesondere nach Ende der COVID-19-Pandemie. Das Unternehmen rechnet im Zuge der COVID-19-Pandemie mit einer verstärkten Konsolidierung des Automotive Aftermarktes, wobei aufgrund der starken Positionierung im Online- und Offlinebereich sowie der soliden finanzielle Lage weiter Marktanteile gewonnen werden könnten. Die starke Marke unterstützt dabei nicht nur bei der Gewinnung neuer Kunden, sondern auch bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter, um die Strategie des profitablen Wachstums nachhaltig umzusetzen.
Berlin, 28. April 2022 Geschäftsführung Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Geschäftsjahre 2021 und 2020
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021 und 31. Dezember 2020AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Kapitalflussrechnung der Speedcar Beteiligungs GmbH für die Geschäftsjahre 2021 und 2020
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung der Speedcar Beteiligungs GmbH für die Geschäftsjahre 2021 und 2020
Konzernanhangder Speedcar Beteiligungs GmbH1. Angaben zum Unternehmen 2. Grundlagen der Aufstellung des Abschlusses 3. Grundlagen der Rechnungslegung 4. Konsolidierung 5. Verwendung von Ermessensentscheidungen und Schätzungen 6. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen 7. Angaben zur Konzern Gewinn- und Verlustrechnung 8. Angaben zur Konzernbilanz 9. Sonstige Angaben 10. Konzernunternehmen 11. Ereignisse nach der Berichtsperiode 1. Angaben zum Unternehmen Die Speedcar Beteiligungs GmbH (SCB) (das "Unternehmen" oder die "Gesellschaft") vertreibt mit ihren Tochtergesellschaften KFZ-Ersatzteile und Automobilzubehör über Online- und Offline-Vertriebskanäle. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Deutschland. Die Adresse des eingetragenen Sitzes des Unternehmens lautet: Am Treptower Park 28 - 30, 12435 Berlin. Das Unternehmen ist beim Amtsgericht Charlottenburg im Handelsregister unter Nr. HRB 174377 B eingetragen. Die Gesellschaft ist die Holding-Gesellschaft der SCB-Gruppe und ist zu 100 Prozent an der kfzteile24 GmbH beteiligt. Die SCB-Gruppe ist zum 01.12.2015 durch die Übernahme der kfzteile24 GmbH entstanden. Der Konzernabschluss des Unternehmens umfasst das Unternehmen und seine Tochterunternehmen (zusammen als die "SCB-Gruppe" bezeichnet). Die SCB-Gruppe mit der Speedcar Beteiligungs GmbH als Konzernmutter ist ein eCommerce-Unternehmen, welches ein breites Sortiment an Kfz-Ersatzteilen, -Verbrauchsmaterialien und -Zubehör anbietet. 2. Grundlagen der Aufstellung des Abschlusses Ergänzend zu den Vorschriften nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, wurde der Konzernabschluss auch nach den gemäß § 315e Abs. 3 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Alle in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards und Auslegungen (IFRSs, IASs, IFRICs, SICs) wurden berücksichtigt. Noch nicht verpflichtend in Kraft getretene bzw. von der EU übernommene IFRS werden nicht angewendet. Die Anforderungen der in der EU verpflichtend anzuwendenden IFRS wurden vollständig erfüllt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SCB-Gruppe. Ergänzende Informationen werden im Anhang zum Konzernabschluss gesondert angegeben und erläutert. Die Geschäftsführung hat den Konzernabschluss unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Dieser Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der Speedcar Beteiligungs GmbH, dargestellt. Alle enthaltenen Finanzinformationen wurden, soweit nicht anders angegeben, auf den nächsten Tausender gerundet. Aus diesem Grund kann es bei ausgewiesenen Prozentangaben sowie bei der Addition der gerundeten Werte zu unbedeutenden Rundungsdifferenzen kommen. Der Konzernabschluss wurde mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert angesetzt wurden, auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Ein sonstiges Ergebnis liegt nicht vor, so dass die Gewinn- und Verlustrechnung gleichzeitig die Gesamtergebnisrechnung darstellt. Grundsätzlich stuft die SCB-Gruppe Vermögenswerte mit Ausnahme von Vorräten als kurzfristig ein, wenn sie voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten ab dem Berichtsstichtag realisiert werden. Schulden werden als langfristig eingestuft, wenn die Gesellschaft erwartet, die Schuld nach mehr als einem Jahr zu begleichen. Latente Steueransprüche und -schulden werden stets als langfristige Vermögenswerte oder Schulden eingestuft. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Einzelabschlüsse der Unternehmen, die im Konsolidierungskreis enthalten sind, haben denselben Abschlussstichtag wie der Konzernabschluss. Der Konzernabschluss wird in deutscher Sprache aufgestellt. 3. Grundlagen der Rechnungslegung Der Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Er wurde von der Geschäftsführung mit Datum der Unterschrift zur Veröffentlichung genehmigt. Einzelheiten zu den Rechnungslegungsmethoden finden sich in Anhangangabe 6. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen. Folgende Änderungen von Standards wurden im Geschäftsjahr erstmalig angewendet. Sie hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage:
Das IASB hat nachfolgende Änderungen von Standards herausgegeben, deren Anwendung für das Geschäftsjahr 2021 jedoch nicht verpflichtend bzw. deren IFRS-Übernahme durch die EU teilweise noch nicht abgeschlossen ist. Insofern wurden die folgenden Rechnungslegungsvorschriften bei der Erstellung des Konzernabschlusses nicht berücksichtigt:
Durch die Anwendung der neuen Standards erwartet die SCB-Gruppe keine wesentlichen Auswirkungen auf den IFRS-Konzernabschluss. 4. Konsolidierung 4.1. Konsolidierungsgrundsätze In den Konzernabschluss sind neben dem Mutterunternehmen alle Tochterunternehmen einbezogen, über welche die Speedcar Beteiligungs GmbH eine Beherrschung im Sinne des IFRS 10 ausübt. Eine Beherrschung liegt demnach vor, wenn der Speedcar Beteiligungs GmbH oder ihren Tochterunternehmen aus ihrem Engagement bei dem betreffenden Unternehmen Anrechte auf schwankende Renditen entstehen und sie die Fähigkeit haben, diese Renditen mittels ihrer Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Bei den Tochterunternehmen handelt es sich ausschließlich um 100%ige Beteiligungen, wodurch das Beherrschungskriterium nach IFRS 10 erfüllt ist. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten werden gegeneinander aufgerechnet. Falls Aufrechnungsdifferenzen entstehen, werden diese grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Im Zuge der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden die Innenumsätze und die konzerninternen Erträge mit den jeweiligen Aufwendungen verrechnet. Noch nicht realisierte konzerninterne Zwischengewinne werden ebenso erfolgswirksam eliminiert wie konzerninterne Beteiligungserträge. Die ergebniswirksamen Effekte, die sich aus der Konsolidierung auf Ertragsteuern ergeben, werden gemäß IAS 12 durch die Erfassung latenter Steuern berücksichtigt. Ein Tochterunternehmen wird ab dem Zeitpunkt, zu dem die Gesellschaft die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung durch die Gesellschaft endet, in den Konzernabschluss einbezogen. Dabei werden die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen entsprechend dem tatsächlichen Erwerbszeitpunkt bzw. bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und dem sonstigen Konzern-Ergebnis erfasst. Wenn die Gesellschaft die Beherrschung über ein Tochterunternehmen verliert, wird der Entkonsolidierungsgewinn oder -verlust erfolgswirksam erfasst. Dieser wird ermittelt aus der Differenz zwischen
Der Erwerb von Geschäftsbetrieben wird nach der Erwerbsmethode bilanziert. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss übertragene Gegenleistung wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser bestimmt sich aus der Summe der zum Erwerbszeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte der übertragenen Vermögenswerte, der von den früheren Eigentümern des erworbenen Unternehmens übernommenen Schulden und der von der SCB-Gruppe emittierten Eigenkapitalinstrumente im Austausch gegen die Beherrschung des erworbenen Unternehmens. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Transaktionskosten werden bei Anfall erfolgswirksam erfasst. Die erworbenen identifizierten Vermögenswerte und übernommenen Schulden werden mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich als Überschuss der Summe aus der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag, der auf die nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen entfällt, und dem beizulegenden Zeitwert des zuvor vom Erwerber gehaltenen Eigenkapitalanteils an dem erworbenen Unternehmen (sofern gegeben) über den Saldo der zum Erwerbszeitpunkt ermittelten beizulegenden Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und der übernommenen Schulden. Für den Fall, dass sich - auch nach nochmaliger Beurteilung - ein negativer Unterschiedsbetrag ergibt, wird dieser unmittelbar als Ertrag erfolgswirksam erfasst. Änderungen des Konzernanteils an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Transaktion innerhalb des Eigenkapitals abgebildet. 4.2. Konsolidierungskreis In den für das Geschäftsjahr 2021 aufgestellten Konzernabschluss wurden neben der Speedcar Beteiligungs GmbH insgesamt vier Tochtergesellschaften (alle inländisch) einbezogen, bei denen die Gesellschaft mittelbar sowie unmittelbar einen beherrschenden Einfluss ausübt. Innerhalb des gesamten Betrachtungszeitraums vom 1.1.2020 bis zum 31.12.2021 hat sich der Konsolidierungskreis nicht verändert und schließt die folgenden Gesellschaften ein: Speedcar Beteiligungs GmbH, kfzteile24 GmbH, kfzteile24 Personalmanagement GmbH, kfzteile24 Logistik GmbH sowie Mediaplan Berlin GmbH (Sitz jeweils Berlin). Die Gesellschaften werden vollkonsolidiert. Eine Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen befindet sich auch in 10. Konzernunternehmen. 5. Verwendung von Ermessensentscheidungen und Schätzungen Die Erstellung des Konzernabschlusses verlangt von der Geschäftsführung Ermessensentscheidungen und Schätzungen, die die Anwendung von Rechnungslegungsmethoden und die ausgewiesenen Beträge der Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen betreffen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Schätzungen und zugrundeliegende Annahmen werden laufend überprüft. Schätzungsänderungen werden, sofern die Änderungen nur eine Periode betreffen, nur in dieser berücksichtigt. Falls die Änderungen die aktuelle sowie die folgenden Berichtperioden betreffen, werden diese entsprechend in dieser und den folgenden Perioden berücksichtigt. 5.1. Ermessensentscheidungen Informationen über Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Rechnungslegungsmethoden, die die im Abschluss erfassten Beträge bedeutend beeinflussen, sind in den nachstehenden Anhangangaben enthalten:
5.2. Annahmen und Schätzunsicherheiten Im Folgenden werden die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie die sonstigen wesentlichen Quellen von Schätzunsicherheiten zum Ende der Berichtsperiode angegeben, durch die ein beträchtliches Risiko entstehen kann, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden erforderlich wird:
6. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen Nachfolgend sind die für die SCB-Gruppe relevanten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie deren Auslegung aufgezeigt. 6.1. Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Vom International Accounting Standards Board (IASB) wurden verschiedene Änderungen an bestehenden IFRS vorgenommen sowie neue IFRS und Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC) veröffentlicht. Für weitere Angaben zu den seit dem 1. Januar 2021 erstmals angewendeten Standards vgl. Anhangangabe 3. Grundlagen der Rechnungslegung. 6.2. Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert Vermögenswerte, Eigenkapital- und Schuldinstrumente, wie beispielwiese Aktien oder Vermögenswerte bei Fair Value Wahlrechtausübung, die nach IFRS 9 zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden einheitlich nach den Regelungen des IFRS 13 bewertet. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt wurde. Die SCB-Gruppe wendet Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichenden Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen. Dabei ist die Verwendung maßgeblicher beobachtbarer Inputfaktoren möglichst hoch und jene nicht beobachtbareren Inputfaktoren möglichst gering zu halten. Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder angegeben wird, werden in die nachfolgend beschriebene Hierarchie gemäß IFRS 13 eingeordnet, basierend auf dem Inputfaktor der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist:
6.3. Umsatzerlöse Umsatzerlöse - Kategorien von Umsatzerlösen Die Umsatzerlöse der SCB-Gruppe setzen sich im Wesentlichen aus dem Vertrieb von KFZ-Ersatzteilen über die Online-Kanäle und Filialbetriebe sowie aus der Erbringung von Werkstatt-Dienstleistungen zusammen. Die Umsatzerlöse werden in Höhe der Gegenleistung bemessen, die die SCB-Gruppe aus einem Vertrag mit einem Kunden voraussichtlich erhalten wird. Die SCB-Gruppe erfasst Umsatzerlöse, wenn sie die Verfügungsmacht über ein Produkt überträgt oder eine Dienstleistung an einen Kunden erbringt. Die SCB-Gruppe vertreibt ihre Produkte über ihre Online- und Offline-Kanäle sowohl an andere gewerbliche Händler als auch direkt an die Endkunden. Die umsatzbezogenen Gewährleistungen können nicht separat erworben werden und stellen eine Zusicherung dar, dass die verkauften Produkte den jeweils vereinbarten Spezifikationen entsprechen. Dementsprechend werden die Garantieleistungen in Übereinstimmung mit IAS 37 Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen erfasst. Die SCB-Gruppe bietet weiterhin neben dem Handel von Ersatzteilen auch Werkstattleistungen an. Die typenunabhängigen Werkstattbetriebe befinden sich in Berlin und bieten alle üblichen Dienstleistungen im KFZ-Bereich an. Somit besteht die Möglichkeit für den Kunden, ein erworbenes Ersatzteil in der KFZ-Werkstatt gleichzeitig auch verbauen zu lassen. Bei Verkäufen über den Online-Kanal an B2B-Kunden werden die Umsätze erfasst, wenn die Verfügungsmacht über die Waren übergegangen ist, d.h. wenn die Waren an den Versanddienstleister übergeben wurden. Eine Forderung gegen B2B-Kunden wird von der SCB-Gruppe bei Versand der Waren erfasst, da sie den Zeitpunkt darstellt, zu dem der Anspruch auf Gegenleistung unbedingt wird. Bei Verkäufen über den Online-Kanal an Privatkunden werden die Umsätze bei Zugang beim Kunden erfasst. Eine Forderung gegen Privatkunden wird von der SCB-Gruppe bei Zugang der Waren beim Kunden erfasst, da sie den Zeitpunkt darstellt, zu dem der Anspruch auf Gegenleistung unbedingt wird. Bei Warenverkäufen vor Ort in den Filialbetrieben werden die Umsatzerlöse erfasst, wenn die Verfügungsmacht über die Waren übergegangen ist, d.h. zum Zeitpunkt, an dem der Kunde die Waren in der Filiale erwirbt. Der Transaktionspreis ist sofort bei Erhalt der Ware durch den Kunden zur Zahlung fällig. Gemäß den allgemeinen Vertragsbedingungen der SCB-Gruppe haben Kunden innerhalb von 100 Tagen bzw. (seit 15.11.2021) 365 Tagen nach Erwerb der Waren ein Rückgaberecht. Die SCB-Gruppe bildet die erwartete Rücksendung von Waren in der Gewinn- und Verlustrechnung brutto ab und schmälert die Erlöse um den geschätzten retournierten Umsatz in voller Höhe. Der beim Versand aufwandswirksam erfasste Warenabgang wird in Höhe der geschätzten Retouren ebenfalls korrigiert. Die SCB-Gruppe bildet die erwartete Rücksendung von Waren auch in der Bilanz brutto ab. Für bereits bezahlte Waren, die voraussichtlich in der Zukunft noch retourniert werden, passiviert die SCB-Gruppe eine Rückerstattungsverpflichtung gegenüber dem Kunden. Gleichzeitig wird ein Herausgabeanspruch auf Waren aus erwarteten Retouren aktiviert. Die Höhe des Vermögenswerts entspricht den Anschaffungskosten der gelieferten Waren, für die eine Rücklieferung erwartet wird, unter Berücksichtigung der für die Retourenabwicklung anfallenden Kosten. Die SCB-Gruppe ermittelt die Anzahl der Rückgaben unter Verwendung der Erwartungsmethode. Es wird als sehr wahrscheinlich angesehen, dass eine signifikante Stornierung bereits erfasster kumulierter Umsatzerlöse auf Grund des konstant niedrigen Rückgabeniveaus der letzten Jahre nicht eintreten wird. Die SCB-Gruppe vertreibt pfandpflichtige Artikel mit einem gesondert ausgewiesenen Pfandpreis, welcher durch Rückgabe der Waren, oder eines vergleichbaren Artikels, zurückerstattet wird. Da der Erwerber keine bestimmte Zeit für die Rückgabe der Pfandgegenstände hat, diese jedoch nicht verpflichtend zurückgegeben werden müssen, gilt die Pfandrückgabe als variable Gegenleistung nach IFRS. Die variable Gegenleistung bestimmt sich aus den jährlich ermittelten Pfandquoten. In Höhe der erwarteten Pfandrückläufe passiviert die SCB-Gruppe eine Erstattungsverbindlichkeit sowie für die erwartete Rücksendung einen sonstigen Vermögenswert. Werkstattleistungen werden in den an die Filialbetriebe angeschlossenen Werkstätten erbracht. Auf Grund des geringen Zeitraums der Leistungserstellung werden die Dienstleistungen analog einer zeitpunktbezogenen Leistung bewertet und die Umsatzerlöse zum Zeitpunkt der Abholung des Fahrzeugs nach Erbringung der Leistung erfasst. Umsatzerlöse - Vertragssalden Ein Vertragsvermögenswert ist der Anspruch auf Erhalt einer Gegenleistung im Austausch für bereits erfüllte Leistungsverpflichtungen. Erbringt die SCB-Gruppe ihre vertraglichen Leistungsverpflichtungen gegenüber dem Kunden, bevor der Kunde die Gegenleistung entrichtet oder bevor die Zahlung fällig wird, wird ein Vertragsvermögenswert für den bedingten Anspruch auf Gegenleistung erfasst. Eine Forderung aus Lieferung und Leistung ist der unbedingte Anspruch auf Gegenleistung (d.h. die Fälligkeit tritt automatisch durch Zeitablauf ein). Die Rechnungslegungsmethoden für finanzielle Vermögenswerte werden in den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen erläutert. Die Zahlungsbedingungen sehen in der Regel eine Rechnungsstellung mit Erbringung der Leistung vor. Rabatte werden direkt in Abzug gebracht. Eine Vertragsverbindlichkeit ist die Verpflichtung des Unternehmens, Leistungsverpflichtungen zu erbringen, für die die SCB-Gruppe bereits eine Gegenleistung erhalten hat. Bezahlt ein Kunde eine Gegenleistung, bevor die SCB-Gruppe die Leistungsverpflichtung gegenüber dem Kunden erfüllt, wird eine Vertragsverbindlichkeit erfasst, wenn die Zahlung geleistet wird. Vertragsverbindlichkeiten werden umsatzwirksam erfasst, sobald die SCB-Gruppe die vertraglichen Pflichten erfüllt hat. 6.4. Sonstige betriebliche Erträge / Aufwendungen Sonstige betriebliche Aufwendungen werden zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem die Dienstleistung erbracht wurde, oder die Lieferung eingegangen ist, oder an dem Tag, an dem Aufwendungen angefallen sind. Sonstige betriebliche Erträge werden erfasst, wenn der wirtschaftliche Nutzen dem Unternehmen zufließt. 6.5. Leasing Leasingverhältnisse der SCB-Gruppe lassen sich in folgende Kategorien unterteilen:
Bei Abschluss eines Vertrags stellt die SCB-Gruppe fest, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis ist oder enthält. Ein Vertrag ist oder enthält ein Leasingverhältnis, wenn der Vertrag ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts (oder der Vermögenswerte) im Austausch für eine Gegenleistung überträgt. Um zu beurteilen, ob ein Vertrag das Recht der Kontrolle der Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts überträgt, prüft die SCB-Gruppe, ob:
Bei Abschluss oder Neubeurteilung eines Vertrags, der eine Leasingkomponente enthält, ordnet die SCB-Gruppe die im Vertrag enthaltene Gegenleistung jeder Leasingkomponente auf der Grundlage ihrer relativen Einzelpreise zu. Bei Leasingverhältnissen für Server, bei denen die SCB-Gruppe Leasingnehmer ist, hat die SCB-Gruppe entschieden, von der Trennung von Nichtleasing- und Leasingkomponenten abzusehen und stattdessen jede Leasingkomponente und alle damit verbundenen Nichtleasingkomponenten als eine einzige Leasingkomponente zu bilanzieren. Die SCB-Gruppe erfasst am Bereitstellungsdatum des Leasingverhältnisses ein Nutzungsrecht und eine Leasingverbindlichkeit. Das Nutzungsrecht wird anfänglich zu Anschaffungskosten bewertet. Diese ergeben sich aus dem Betrag der Leasingverbindlichkeit, bereinigt um etwaige Leasingzahlungen vor oder zum Bereitstellungsdatum des Leasingverhältnisses, zuzüglich etwaiger anfänglich anfallender direkter Kosten und einer Schätzung der Kosten für Abbau, Beseitigung, oder Wiederherstellung des zugrundeliegenden Vermögenswerts oder des Standorts, an dem er sich befindet und abzüglich etwaiger erhaltener Leasinganreize. Nutzungsrechte werden über den kürzeren Zeitraum aus Laufzeit des Leasingverhältnisses und der Nutzungsdauer des zugrundeliegenden Vermögenswertes abgeschrieben. Wenn ein Leasingverhältnis das Eigentum am Leasingobjekt überträgt oder die Kosten des Nutzungsrechts die von der SCB-Gruppe erwartete Ausübung einer Kaufoption durch die SCB-Gruppe widerspiegeln, wird das zugehörige Nutzungsrecht über die Nutzungsdauer des Leasingobjekts abgeschrieben. Die angewendeten Abschreibungsdauern sind aus der folgenden Tabelle ersichtlich:
Darüber hinaus wird das Nutzungsrecht regelmäßig um etwaige Wertminderungen gemindert und bei Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit entsprechend angepasst. Am Bereitstellungsdatum wird die Leasingverbindlichkeit mit dem Barwert der zu diesem Zeitpunkt noch nicht geleisteten Leasingzahlungen bewertet, abgezinst mit dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden Zinssatz oder, falls dieser Satz nicht ohne Weiteres bestimmt werden kann, mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz der SCB-Gruppe. Im Allgemeinen verwendet die SCB-Gruppe ihren Grenzfremdkapitalzinssatz als Abzinsungssatz. Die bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeit zu berücksichtigenden Leasingzahlungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Leasingverbindlichkeit wird zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode bewertet. Eine Neubewertung erfolgt, wenn sich die künftigen Leasingzahlungen auf Grund einer Änderung des Index oder des Zinssatzes ändern, oder wenn sich die Schätzung der SCB-Gruppe hinsichtlich des Betrags ändert, der voraussichtlich im Rahmen einer Restwertgarantie zu zahlen ist, oder wenn die SCB-Gruppe seine Einschätzung ändert, ob eine Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoption ausgeübt wird. Wenn eine Neubewertung der Leasingverbindlichkeit erfolgt, wird eine entsprechende Anpassung des Buchwerts des Nutzungswerts vorgenommen oder wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn der Buchwert des Nutzungsrechts auf null reduziert wurde. Die SCB-Gruppe weist in der Bilanz Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten separat aus. Die jeweiligen Abschreibungsdauern werden oben dargestellt. Die SCB-Gruppe wendet die Wahlrechte des IFRS 16.5 an, gemäß denen kurzfristige Leasingverträge (mit einer Laufzeit von weniger als 12 Monaten) und Leasingverträge mit einem zugrundliegenden Vermögenswert von geringem Wert (weniger als 5.000 EUR) nicht nach den Regelungen des IFRS 16 zu bilanzieren sind. Werden Leasingverhältnisse als "low value asset" klassifiziert oder beträgt die Leasingdauer weniger als 12 Monate, werden diese direkt im Aufwand erfasst. 6.6. Immaterielle Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte aus Unternehmenszusammenschlüssen Immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert erfasst und im Erwerbszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet (Anschaffungskosten). In den Folgeperioden werden diese genauso wie einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen bewertet. Hier handelt es sich u.a. um EDV-Software und sonstige Schutzrechte. Immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden i.d.R. über den gleichen Zeitraum wie separat erworbene immaterielle Vermögenswerte abgeschrieben. Separat erworbene immaterielle Vermögenswerte Die erworbenen immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen erworbene Softwarelizenzen sowie den Webshop. Diese werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert. In den Folgeperioden werden die so bilanzierten Vermögenswerte über ihre planmäßige Nutzungsdauer linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Darüber hinaus werden mögliche Wertminderungen berücksichtigt. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden über einen Zeitraum von drei bis fünfzehn Jahren abgeschrieben. Alle separat erworbenen immateriellen Vermögenswerte der SCB-Gruppe haben eine bestimmbare Nutzungsdauer und werden planmäßig über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei Bedarf prospektiv angepasst. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte Die selbsterstellen immateriellen Vermögenswerte der SCB-Gruppe beinhalten aktivierte Entwicklungsaufwendungen für die Entwicklung einer Mobile App und die Entwicklung eines neuen Product Data Hubs. Für die Bestimmung der Höhe und des Zeitpunkts der Aktivierung von Entwicklungskosten ist IAS 38 maßgebend. Entwicklungskosten eines einzelnen Projekts werden nur dann als immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn SCB Folgendes nachweisen kann:
Ein immaterieller Vermögenswert entsteht von dem Tag an, an dem die Bedingungen erstmals kumulativ erfüllt sind. Davor anfallende Aufwendungen werden erfolgswirksam erfasst. Wenn ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert nicht aktiviert werden kann bzw. noch kein immaterieller Vermögenswert vorliegt, werden die Entwicklungskosten erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie entstehen. Aufwendungen für Forschungstätigkeiten werden ebenfalls in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. In den Folgeperioden erfolgt die Bewertung zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen. Die immateriellen Vermögenswerte werden über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei Bedarf prospektiv angepasst. Ein immaterieller Vermögenswert ist bei Abgang oder, wenn kein weiterer wirtschaftlicher Nutzen von seiner Nutzung oder seinem Abgang erwartet wird, auszubuchen. Der Gewinn oder Verlust aus der Ausbuchung eines immateriellen Vermögenswertes, bewertet mit der Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswertes, wird im Zeitpunkt der Ausbuchung des Vermögenswertes in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Ausweis erfolgt in den sonstigen Erträgen bzw. den sonstigen Aufwendungen. 6.7. Geschäfts- oder Firmenwert Ein im Rahmen eines Unternehmenserwerbs entstehender Geschäfts- oder Firmenwert wird zu Anschaffungskosten abzüglich ggf. erforderlicher Wertminderungen bilanziert und ist gesondert in der Konzernbilanz ausgewiesen. Die SCB-Gruppe ist ein Ein-Segment-Konzern und allokiert demnach den Geschäfts- oder Firmenwert nur auf eine zahlungsmittelgenerierende Einheit. Diese zahlungsmittelgenerierende Einheit wird jährlich auf Wertminderung geprüft. Ein Wertminderungstest wird auch dann durchgeführt, wenn Ereignisse oder Umstände darauf hindeuten, dass eine Wertminderung vorliegt. Sofern der erzielbare Betrag auf Grundlage des Nutzungswertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Detaillierte Angaben finden sich in 8.1. Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte. 6.8. Sachanlagen Alle Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass der mit dieser Sachanlage verbundene künftige wirtschaftliche Nutzen der SCB-Gruppe zufließen wird und die Kosten verlässlich bewertet werden können.
Sachanlagen ohne wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SCB-Gruppe (bis 800 EUR) werden im Jahr der Anschaffung auf null abgeschrieben. Die Buchwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei Bedarf prospektiv angepasst. Eine Sachanlage wird beim Abgang oder dann, wenn kein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen aus der fortgesetzten Nutzung des Vermögenswerts erwartet wird, ausgebucht. Der sich aus dem Verkauf oder der Stilllegung einer Sachanlage ergebende Gewinn oder Verlust bestimmt sich als Differenz zwischen dem Veräußerungserlös abzüglich Veräußerungskosten und dem Buchwert des Vermögenswertes und wird erfolgswirksam erfasst. Der Ausweis erfolgt in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. 6.9. Vorräte Die Vorräte bestehen aus Waren und werden mit den Anschaffungskosten bzw. zum Abschlussstichtag mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt und bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Als Verbrauchsfolgeverfahren wird die gleitende Durchschnittsmethode anhand der tatsächlich angefallenen Anschaffungskosten für die Vorräte angewendet. In Abhängigkeit von der Lagerdauer (Vorjahr: Lagerreichweite) wurden Abschläge vorgenommen. 6.10. Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwertes Zu jedem Abschlussstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte, um festzustellen, ob es Anhaltspunkte für eine eingetretene Wertminderung dieser Vermögenswerte gibt. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt, um den Umfang eines eventuellen Wertminderungsaufwands festzustellen. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu welcher der Vermögenswert gehört. Wenn eine angemessene und stetige Grundlage zur Verteilung ermittelt werden kann, werden die gemeinschaftlichen Vermögenswerte auf die einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verteilt. Andernfalls erfolgt eine Verteilung auf die kleinste Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, für die eine angemessene und stetige Grundlage der Verteilung ermittelt werden kann. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer bzw. bei solchen, die noch nicht für eine Nutzung zur Verfügung stehen, wird mindestens jährlich und immer dann, wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, ein Wertminderungstest durchgeführt. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten künftigen Zahlungsströme mit einem Vorsteuerzinssatz abgezinst. Dieser Vorsteuerzinssatz berücksichtigt zum einen die momentane Markteinschätzung über den Zeitwert des Geldes, zum anderen die dem Vermögenswert inhärenten Risiken, insoweit diese nicht bereits Eingang in die Schätzung der Zahlungsströme gefunden haben. Wenn der geschätzte erzielbare Betrag eines Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert unterschreitet, wird der Buchwert des Vermögenswertes oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf den erzielbaren Betrag vermindert. Der Wertminderungsaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst. Sollte sich der Wertminderungsaufwand in der Folge umkehren, wird der Buchwert des Vermögenswertes oder der zahlungsgenerierenden Einheit auf die jüngste Schätzung des erzielbaren Betrags erhöht. Die Erhöhung des Buchwerts ist dabei auf den Wert beschränkt, der sich ergeben hätte, wenn für den Vermögenswert oder die zahlungsmittelgenerierende Einheit in den Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird unmittelbar erfolgswirksam erfasst, soweit sie den in Vorjahren für den Vermögenswert erfassten Wertminderungsaufwand eliminiert. 6.11. Finanzielle Vermögenswerte Ansatz und Bewertung Sämtliche finanzielle Vermögenswerte - bis auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (zum Transaktionspreis) - werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Dabei sind bei den finanziellen Vermögenswerten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen. Marktübliche Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Erfüllungstag bilanziert. Die finanziellen Vermögenswerte bestehen in der SCB-Gruppe insbesondere aus Forderungen sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Eine detaillierte Aufstellung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten findet sich in Kapitel 8.17. Finanzrisikomanagement und Finanzinstrumente. Für die Folgebewertung werden die finanziellen Vermögenswerte folgenden Bewertungskategorien zugeordnet: Die Kategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC)" beinhaltet die finanziellen Vermögenswerte, deren Zahlungen aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen und deren zugrunde gelegtes Geschäftsmodell vorsieht, dass der Vermögenswert gehalten wird, um die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen. Nach der erstmaligen Erfassung werden diese finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderungen bewertet. Die Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL)" enthält die finanziellen Vermögenswerte, die in keine der anderen Kategorien fallen. Sie werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Daraus resultierende Wertänderungen werden erfolgswirksam erfasst. Die vertraglichen Vereinbarungen des Konsortialkredits beinhalten ein eingebettetes Derivat. Ein eingebettetes Derivat ist eine Komponente eines hybriden Vertrages, der auch einen nicht derivativen Basisvertrag enthält - mit dem Ergebnis, dass einige der Zahlungsströme des zusammengesetzten Finanzinstruments denen eines eigenständigen Derivats ähneln. Eingebettete Derivate, deren Basisvertrag ein finanzieller Vermögenswert im Anwendungsbereich des IFRS 9 ist, werden nicht separiert. Der hybride Vertrag wird ganzheitlich klassifiziert und daher je nach Klassifizierung entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bewertet. In nicht-finanziellen Basisverträgen oder Basisverträgen in Form einer finanziellen Verbindlichkeit eingebettete Derivate werden als freistehende Derivate behandelt, sofern sie die Voraussetzungen eines Derivats erfüllen, ihre wirtschaftliche Merkmale und Risiken nicht eng mit dem Basisvertrag verbunden sind, und der gesamte Vertrag nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Wenn der hybride Vertrag eine notierte finanzielle Verbindlichkeit darstellt, designiert der Konzern, den gesamten Vertrag als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten anstelle eine Separierung des eingebetteten Derivats vorzunehmen. Ein eingebettetes Derivat wird als langfristiger Vermögenswert oder langfristige Verbindlichkeit ausgewiesen, wenn die Restlaufzeit des entsprechenden Basisvertrags mehr als 12 Monate beträgt und nicht erwartet wird, dass er innerhalb von 12 Monaten realisiert oder glattgestellt wird. Ausbuchung Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn nach angemessener Einschätzung keine Realisierbarkeit mehr gegeben ist. Zu den Indikatoren, wonach nach angemessener Einschätzung keine Realisierbarkeit mehr gegeben ist, zählen unter anderem das Versäumnis eines Schuldners, sich zu einem Rückzahlungsplan gegenüber der SCB-Gruppe zu verpflichten, und das Versäumnis, für eine Periode von mehr als 120 Tagen Zahlungsverzug vertragliche Zahlungen zu leisten. Wertminderungsaufwendungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden im Betriebsergebnis als Wertminderungsaufwendungen dargestellt. Übertragene Forderungen Es bestehen Forderungen, die einer Factoring-Vereinbarung unterliegen. Im Rahmen dieser Vereinbarung hat die SCB-Gruppe die entsprechenden Forderungen gegen Barzahlung auf den Factor übertragen und kann die Forderungen nicht mehr verkaufen oder verpfänden. Durch die Factoring-Vereinbarung geht das gesamte Dekredere- (Kreditausfall) und Spätzahlungsrisiko im Zusammenhang mit der Forderung auf den Factor über. Im Falle eines Ausfalles sind keine Zahlungen der SCB-Gruppe zu leisten. Daher werden diese Forderungen nicht mehr in der Bilanz der SCB-Gruppe ausgewiesen. Wertminderung finanzieller Vermögenswerte Gemäß IFRS 9 werden Wertminderungen für finanzielle Vermögenswerte mittels des Modells der erwarteten Kreditverluste (Expected Credit Loss, ECL) ermittelt. Grundsätzlich erfolgt gemäß IFRS 9 eine Untergliederung in drei verschiedene Stufen, welche sich im Hinblick auf den Betrachtungszeitraum, die Risikovorsorge und die Zinserfassung unterscheiden. Grundsätzlich werden Finanzinstrumente in die erste Stufe eingeordnet, es sei denn es handelt sich um zum Zugangszeitpunkt bereits wertgeminderte Vermögenswerte.
Zur Bestimmung des erwarteten Verlustes von Zahlungsmitteln bei Finanzinstituten werden diese anhand von Bonitätsstufen eingeteilt, die durch Beobachtung von veröffentlichten externen Kreditratings bestimmt werden. Da die Finanzinstitute der SCB-Gruppe eine sehr gute Bonitätsstufe aufweisen und die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente auf Grund dessen mit geringem Ausfallrisiko behaftet sind, werden für diese keine Wertberichtigungen erfasst. Für die finanziellen Vermögenswerte insbesondere Lieferantenforderungen werden finanzielle Risiken durch externe Kreditratings bewertet und hinsichtlich möglicher Ausfallrisiken bewertet. Da die Lieferanten der SCB-Gruppe eine sehr gute Bonitätsstufe aufweisen und die finanziellen Vermögenswerte insbesondere Lieferantenforderungen auf Grund dessen mit geringem Ausfallrisiko behaftet sind, werden für diese keine Wertberichtigungen erfasst. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden grundsätzlich basierend auf dem Lifetime Expected Credit Loss (sog. "vereinfachtes Modell") ermittelt. In Übereinstimmung mit IFRS 9 erfolgt die Berücksichtigung von Wertminderungen basierend auf erwarteten Verlusten. Der Standard sieht grundsätzlich vor, die über die gesamte Restlaufzeit erwarteten Verluste ab dem Zeitpunkt der Erfassung der Forderungen zu berücksichtigen. Über die Laufzeit erwartete Kreditverluste sind erwartete Kreditverluste, die aus allen möglichen Ausfallereignissen während der erwarteten Laufzeit des Finanzinstruments resultieren. IFRS 9 ermöglicht die Anwendung eines vereinfachten Wertminderungsmodells, welches für alle finanziellen Vermögenswerte eine Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Verluste über die Restlaufzeit vorsieht. Für kurzfristige Forderungen entspricht der erwartete Verlust der nächsten 12 Monate ohnehin dem erwarteten Verlust der Restlaufzeit. Die SCB-Gruppe hat das vereinfachte Wertminderungsmodell für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen angewendet. Auf Basis historischer Forderungsausfälle werden für verschiedene Laufzeitbänder Ausfallraten ermittelt und anschließend auf den jeweiligen offenen Forderungsbestand der Laufzeitbänder angewendet. Ein finanzieller Vermögenswert ist wertgemindert und eine entsprechende Wertminderung ist zu erfassen, wenn es objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung als Ergebnis eines oder mehrerer Ereignisse nach dem erstmaligen Erfassungszeitpunkt des finanziellen Vermögenswertes gibt. Diese Einschätzung wird weiterhin zu jedem Bilanzstichtag vorgenommen. Die SCB-Gruppe betrachtet die folgenden Umstände als Ausfallereignisse im Sinne des internen Kreditrisikomanagements, da die historische Erfahrung zeigt, dass finanzielle Vermögenswerte, die das folgende Kriterium erfüllen, im Allgemeinen nicht einbringlich sind:
Ein objektiver Hinweis auf Wertminderung liegt vor, wenn ein oder mehrere Ereignisse eingetreten ist, die einen negativen Einfluss auf die geschätzten zukünftigen Cashflows des entsprechenden finanziellen Vermögenswerts haben. Der Nachweis, dass ein objektiver Hinweis auf Wertminderung vorliegt, beinhaltet die folgenden Ereignisse:
6.12. Barmittel und Bankguthaben Barmittel und Bankguthaben beinhalten Guthaben bei Kreditinstituten und dienen dazu, kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Die Barmittel und Bankguthaben umfassen Barbestände, PayPal-Guthaben und auf Abruf zur Verfügung stehende Bankguthaben, die im Zeitpunkt der Anschaffung eine Laufzeit von maximal drei Monaten aufweisen. Hierbei handelt es sich um Finanzinstrumente i.S.d. IFRS 9, welche gemäß ihrer Definition als finanzielle Mittel nach IAS 7 ausgewiesen werden. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten. 6.13. Finanzielle Verbindlichkeiten Ansatz und Bewertung Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Sie werden erfasst, wenn ein Konzernunternehmen Vertragspartei des die finanzielle Verbindlichkeit begründenden Finanzinstruments wird. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, Bestandteil des Buchwerts. Finanzielle Verbindlichkeiten führen zu einer vertraglichen Verpflichtung, Zahlungsmittel oder einen anderen finanziellen Vermögenswert zu liefern. Die finanziellen Verbindlichkeiten der SCB-Gruppe bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Finanzverbindlichkeiten und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Folgebewertung Gemäß IFRS 9 werden finanzielle Verbindlichkeiten in der Folgebewertung grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die fortgeführten Anschaffungskosten werden unter Berücksichtigung von Ab- oder Aufzinsungsbeträgen aus dem Erwerb sowie Gebühren oder Kosten, die wesentlicher Bestandteil des Effektivzinssatzes sind, berechnet. Die Amortisation des Effektivzinssatzes fließt in die Finanzaufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung ein. Eine erfolgswirksame Bewertung der finanziellen Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert erfolgt gemäß IFRS 9, wenn es sich um zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten handelt. Gewinne und Verluste aus dieser Kategorie von finanziellen Verbindlichkeiten werden erfolgswirksam erfasst. Ausbuchung Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die entsprechende Verpflichtung erfüllt ist, aufgehoben wird oder ausläuft Der Unterschied zwischen dem Buchwert der ausgebuchten finanziellen Verpflichtung und der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung wird erfolgswirksam erfasst. Saldierung von Finanzinstrumenten Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden saldiert und der Nettobetrag in der Konzernbilanz angesetzt, wenn ein zurzeit durchsetzbarer Rechtsanspruch auf Saldierung der angesetzten Beträge sowie die Absicht besteht, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung der Vermögenswerte die zugehörigen Verbindlichkeiten abzulösen. Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung Bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten, die auf eine Fremdwährung lauten, werden Umrechnungsdifferenzen auf Basis der fortgeführten Anschaffungskosten in der Fremdwährung bestimmt. Diese Umrechnungsdifferenzen werden für finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht Teil einer designierten Sicherungsbeziehung sind, in der Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst. Der beizulegende Zeitwert von auf Fremdwährung lautenden finanziellen Verbindlichkeiten wird in der Fremdwährung ermittelt und anschließend mit dem Kassakurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht Teil einer designierten Sicherungsbeziehung sind, ist die Fremdwährungskomponente Teil des in der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Nettogewinns oder -verlusts. 6.14. Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuwendungen der öffentlichen Hand werden so lange nicht erfasst, bis eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass der Konzern die dazugehörigen Bedingungen, die mit den Zuwendungen in Verbindung stehen, erfüllt und die Zuwendungen auch gewährt werden. Für die Einrichtung einer Betriebsstätte zur Erbringung von logistischen Dienstleistungen im Autoersatzteil- und Zubehörhandel hat die Gesellschaft Zuwendungen der öffentlichen Hand in Form von sachkapitalbezogenen Zuschüssen aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "LRW" erhalten. Bei den an die SCB-Gruppe gewährten Zuschüssen handelt es sich um Zuwendungen für Vermögenswerte. Die Zuwendungen mindern gemäß IAS 20.12 die Anschaffungs- und Herstellkosten mit der Folge niedrigerer Abschreibungsverrechnungen, sofern sicher ist, dass die SCB-Gruppe die zugrundeliegenden Voraussetzungen erfüllen wird. Der Vorteil eines öffentlichen Darlehens zu einem unter dem Marktrisiko liegenden Zinssatz wird wie eine Zuwendung der öffentlichen Hand behandelt und mit der Differenz zwischen erhaltenen Zahlungen und dem beizulegenden Zeitwert eines Darlehens zum Marktzins bewertet. Die im Geschäftsjahr 2020 aufgenommenen KfW-Kredite werden nicht nach IAS 20 bilanziert, da die Zinssätze nur unerheblich unter dem marktüblichen Zinssatz der SCB-Gruppe liegen und somit keinen wesentlichen Vorteil für die SCB-Gruppe darstellen. Folglich wurde keine Verringerung der Finanzverbindlichkeit und passive Abgrenzung mit entsprechender verteilter Vereinnahmung des Zinsvorteils vorgenommen. 6.15. Rückstellungen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, wenn eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung aus einem Ereignis der Vergangenheit gegenüber Dritten besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe der Verpflichtung zuverlässig schätzbar ist. Wird eine Rückstellung auf Basis der für die Erfüllung der Verpflichtung geschätzten Zahlungsströme bewertet, werden die Zahlungsströme abgezinst, sofern der Zinseffekt wesentlich ist. Für die Ermittlung des Barwerts wird ein sachverhaltsspezifischer Zinssatz oder - falls nicht vorhanden - ein marktüblicher Zinssatz für die SCB-Gruppe herangezogen. Der als Rückstellung angesetzte Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der Ausgabe dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Abschlussstichtag erforderlich ist. 6.16. Ertragsteuern Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten latenten Steuern dar. Laufende oder latente Steuern werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, dass sie im Zusammenhang mit Posten stehen, die entweder im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst werden. In diesem Fall wird die laufende und latente Steuer ebenfalls im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst. Wenn laufende oder latente Steuern aus der erstmaligen Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses resultieren, werden die Steuereffekte bei der Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses einbezogen. Laufende Steuern Der laufende Steueraufwand für die laufende Periode wird mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Abschlussstichtag in den Ländern gelten, in denen die SCB-Gruppe tätig ist und zu versteuerndes Einkommen erzielt. Latente Steuern Latente Steuern werden im Hinblick auf temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden für Konzernrechnungslegungszwecke und den verwendeten Beträgen für steuerliche Zwecke erfasst. Aktive latente Steuern für noch nicht genutzte steuerliche Verluste, noch nicht genutzte Steuergutschriften und abzugsfähige temporäre Differenzen werden in dem Umfang erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass künftige zu versteuernde Einkommen zur Verfügung stehen werden, für die sie genutzt werden können. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum Realisationszeitpunkt zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage in den einzelnen Ländern gelten oder erwartet werden. Latente Steuern, die sich direkt auf im Eigenkapital erfasste Posten beziehen, werden im Eigenkapital ausgewiesen. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Abschlussstichtag geprüft und im Wert gemindert, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, um den Anspruch vollständig oder teilweise zu realisieren. Latente Steuerschulden und Steueransprüche werden auf Basis der erwarteten Steuersätze und der Steuergesetze ermittelt, die im Zeitpunkt der Erfüllung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswertes voraussichtlich Geltung haben werden. Die Bewertung von latenten Steueransprüchen und Steuerschulden spiegelt die steuerlichen Konsequenzen wider, die sich aus der Art und Weise ergeben, wie der Konzern zum Abschlussstichtag erwartet, die Schuld zu erfüllen bzw. den Vermögenswert zu realisieren. Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung laufender Steuererstattungsansprüche gegen laufende Steuerschulden besteht, wenn sich diese auf Ertragsteuern beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden, und der Konzern beabsichtigt, seine laufenden Steueransprüche und -schulden netto zu begleichen. 7. Angaben zur Konzern Gewinn- und Verlustrechnung 7.1. Umsatzerlöse In der folgenden Tabelle werden die Erlöse aus Verträgen mit Kunden nach geografischen Hauptmärkten sowie Vertriebskanälen aufgeschlüsselt:
7.2. Sonstige betriebliche Erträge
Von dem Gewinn aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen entfallen 3.079 TEUR (Vorjahr: 5.244 TEUR) auf Gewinne aus der Veräußerung eines bebauten Grundstücks. Der Verkauf im Geschäftsjahr 2021 erfolgte im Wege einer Sale-and-Leaseback-Transaktion vor dem Hintergrund der attraktiven Kaufpreisentwicklung. Die Nutzung der Immobilie wurde über einen marktüblichen, langfristigen Mietvertrag gesichert. Die Sale-and-Leaseback-Transaktion hat im Geschäftsjahr zu Einzahlungen in Höhe von 9.000 TEUR und Auszahlungen in Höhe von 482 TEUR geführt. 7.3. Materialaufwand Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
7.4. Personalaufwendungen und Anzahl der Mitarbeiter Die Personalaufwendungen lassen sich wie folgt untergliedern:
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter ist der folgenden Aufstellung zu entnehmen:
Die SCB-Gruppe unterhält beitragsorientierte Altersversorgungspläne für alle anspruchsberechtigten Arbeitnehmer. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen aus Direktversicherungen von 75 TEUR (Vorjahr: 72 TEUR) und Aufwendungen an staatliche Rentenversicherungsträger von 1.907 TEUR (Vorjahr: 1.509 TEUR) stellen fällige Beträge der SCB-Gruppe zu diesen Versorgungsplänen gemäß den dort geregelten Beitragssätzen dar. 7.5. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
7.6. Abschreibungen Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betragen 8.178 TEUR (Vorjahr: 6.972 TEUR). Die Abschreibung auf Nutzungsrechte beträgt 1.778 TEUR (Vorjahr: 1.642 TEUR). 7.7. Finanzergebnis Die (Netto-) Finanzerträge sowie die (Netto-)Finanzaufwendungen der SCB-Gruppe setzen sich wie folgt zusammen: Finanzerträge
Finanzaufwendungen
Im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2020 lief der Vertrag zur Absicherung von Zinsrisiken (Zinsswap) aus. 8. Angaben zur Konzernbilanz 8.1. Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte Die immateriellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
Aktivierte Entwicklungskosten Im Geschäftsjahr 2021 wurden Entwicklungskosten i.H.v. 906 TEUR (Vorjahr: 944 TEUR) als selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2021 3.361 TEUR (Vorjahr: 1.775 TEUR) als aktivierte Eigenleistungen bei den immateriellen Vermögenswerten aktiviert und im Posten andere aktivierte Eigenleistungen in der Gewinn- und Verlustrechnung der SCB-Gruppe ausgewiesen. Entwicklung zu Anschaffungskosten und kumulierten Abschreibungen/Wertminderungen Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021:
Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020:
Wertminderungstest Geschäfts- oder Firmenwert Der zum 31. Dezember 2021 bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus dem initialen Erwerb der kfzteile24 GmbH und dem Erwerb der Auspuff.com GmbH (verschmolzen auf kfzteile24 GmbH zum 1.1.2018). Da es sich bei dem Unternehmen um ein Ein-Segment-Unternehmen i.S.d. IFRS 8 i.V.m. IAS 36 handelt und sich die kleinste CGU auf die kfzteile24 GmbH und ihre Tochterunternehmen bezieht, erfolgt die Durchführung des Wertminderungstests (Impairment Test) auf Ebene der kfzteile24 GmbH und Tochterunternehmen. In das Modell zur Ermittlung einer möglichen Wertminderung fließen die operativen Zahlungsströme aus der von der Geschäftsführung aufgestellten Planung der kfzteile24 GmbH und Tochterunternehmen ein. Die Annahmen ergeben sich aus dem durch die Geschäftsführung erstellten Budget, welches eine Projektion der Umsatzerlöse, der operativen Kosten sowie der Investitionen und Abschreibungen enthält. Die bewertungsrelevanten Cashflows resultieren aus der Umsatz- und Ergebnisplanung sowie ergänzenden Annahmen zum Working Capital. Die Wachstumsannahmen des Umsatzes basieren auf dem segmentspezifischen Marktumfeld sowie auf aktuell beobachteten Wachstumsraten des Unternehmens. Auf Grund zunehmender erwarteter E-Commerce-Markt-Penetration ist von einem hohen Wachstum des Online-Umsatzes in den Folgejahren auszugehen. Die Planung umfasst einen Zeitraum von insgesamt fünf Jahren. Über diesen Zeitraum hinausgehende Zahlungsströme (Terminal Value) werden mit einer Wachstumsrate von 1,0% extrapoliert. Die Zahlungsströme wurden mit einem Weighted Average Cost of Capital (WACC) von 7,0% (Vorjahr: 6,6%) abgezinst. Der WACC (vor Steuern) beträgt für den Wertminderungstest zum 31.12.2021 9,5% (Vorjahr: 8,5%). Gemäß den Ergebnissen des Wertminderungstests kommt es nicht zu einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts der SCB-Gruppe. 8.2. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen setzt sich wie folgend zusammen: Sachanlagen
Entwicklung des Sachanlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021:
Entwicklung des Sachanlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020:
Zum Abschlussstichtag 31.12.2021 liegen keine Anhaltspunkte vor, welche die Durchführung eines Wertminderungstests erfordern würden. Wertminderungen wurden demnach im Geschäftsjahr 2021 nicht vorgenommen. 8.3. Nutzungsrechte Die Entwicklung der Nutzungsrechte aus Leasingverträgen ist in der folgenden Übersicht dargestellt. Für detaillierte Informationen zu den Leasingverhältnissen der SCB-Gruppe wird auf Anhangangabe 8.14 Leasingverbindlichkeiten verwiesen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen getrennt nach Vermögenswertklassen:
Die SCB-Gruppe mietet verschiedene Büro- und Lagergebäude sowie Filial- und Werkstattflächen, IT-Equipment und Fahrzeuge an. Mietverträge werden in der Regel für einen festen Zeitraum von 6 Monaten bis 10 Jahren abgeschlossen, können jedoch Verlängerungsoptionen aufweisen. Verlängerungsoptionen werden individuell je nach Ausübungswahrscheinlichkeit berücksichtigt. 8.4. Vorräte Das bilanzierte Vorratsvermögen entfällt ausschließlich auf Waren. Die nachfolgenden Beträge wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:
Auf Vorräte erfasste Wertberichtigungen betragen zum Stichtag 31.12.2021 2.026 TEUR (Vorjahr: 4.212 TEUR). Die Veränderung zum Vorjahr wurde erfolgswirksam erfasst. 8.5. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren aus Verträgen mit Kunden, sind innerhalb eines Jahres fällig und unverzinslich. Der Kunde kann zwischen folgenden Zahlarten wählen: Rechnung, Lastschrift, per Vorkasse, Sofort Überweisung, Nachnahme, PayPal oder Kreditkarte. Der Nettobestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
Die SCB-Gruppe hat Forderungen aus den Zahlarten Rechnung und Lastschrift an einen Factor übertragen und weist diese zum Stichtag sehr geringfügigen Forderungen unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten aus. Die Forderungen gegen den Kunden wurden als Abgang erfasst, da auf Grund der ab dem Stichtag 31.12.2019 geltenden Vereinbarung mit dem Factor das gesamte Delkredere-Risiko übertragen wurde. Es besteht daher kein anhaltendes Engagement an den ausgebuchten finanziellen Vermögenswerten. Die Wertminderungen, die in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, basieren auf verschiedenen Tatsachen wie Zahlungsverzug, drohende Zahlungsunfähigkeit, Überschuldung oder der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens und den damit einhergehenden erwarteten Ausfallrisiken. Die SCB-Gruppe wendet den vereinfachten Ansatz nach IFRS 9 an, um die erwarteten Kreditverluste zu bemessen; demzufolge werden für alle finanziellen Vermögenswerte die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste herangezogen. Die erwarteten Verlustquoten beruhen auf den Zahlungsprofilen der Debitoren über eine Periode von 36 Monaten vor dem 31. Dezember 2021 bzw. dem 31. Dezember 2020 und den entsprechenden historischen Ausfällen in dieser Periode. Die historischen Verlustquoten werden angepasst, um aktuelle und zukunftsorientierte Informationen zu makroökonomischen Faktoren abzubilden, die sich auf die Fähigkeit der Kunden, die Forderungen zu begleichen, auswirken. Die Fälligkeitsstruktur der bilanzierten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
Die Entwicklung der Wertberichtigungen stellt sich wie folgt dar:
Bei den Wertberichtigungen handelt es sich um Wertberichtigungen der Stufe 2. 8.6. Sonstige finanzielle Vermögenswerte, Vermögenswerte aus Rückgabeansprüchen und sonstige Vermögenswerte Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Für die finanziellen Vermögenswerte, insbesondere Lieferantenforderungen, werden finanzielle Risiken durch externe Kreditratings bewertet und hinsichtlich möglicher Ausfallrisiken bewertet. Auf Grund der Kreditratings und Bonitäten der Lieferanten, deren gewährte Boni den Großteil der bestehenden sonstigen finanziellen Vermögenswerte ausmachen, sind die finanziellen Vermögenswerte mit einem geringen Ausfallrisiko behaftet und es werden für diese keine Wertberichtigungen erfasst. Vermögenswerte aus Rückgabeansprüchen Die SCB-Gruppe bezieht Artikel mit Pfand und belastet diese Artikel mit einem Pfand an den Kunden weiter. Für die Höhe der zu erwarteten Pfandrückläufe und -rückgaben bilanziert die SCB-Gruppe eine Rückerstattungsverbindlichkeit sowie einen aus dem Rückgaberecht entstehenden Vermögenswert, der zum Bilanzstichtag 812 TEUR (Vorjahr: 813 TEUR) beträgt. Sonstige Vermögenswerte
8.7. Barmittel und Bankguthaben
8.8. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage Das Stammkapital beträgt zum 31.12.2021 37 TEUR (Vorjahr: 37 TEUR). Die Kapitalrücklage beträgt unverändert 168.639 TEUR (Vorjahr: 168.639 TEUR). Ergebnisvortrag Der Ergebnisvortrag enthält das Vorjahresergebnis, das auf neue Rechnung vorgetragen wurde. Entwicklung Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. 8.9. Finanzverbindlichkeiten Die Finanzverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Die Bankverbindlichkeiten setzen sich zum Bilanzstichtag insbesondere aus einer endfälligen Tranche und der revolvierenden Kreditlinie des Konsortialkredits sowie aus den beiden KfW-Krediten zusammen. Der Konsortialkredit wurde ursprünglich am 1.12.2015 aufgenommen. Mit Änderungsvertrag vom 29.6.2021 hat die SCB mit den Kreditgebern des Konsortialkredits eine Anpassung des Darlehensvertrags vereinbart. Der Konsortialkredit ist mit Ablauf der endfälligen Tranche B am 31.5.2023 fällig. Die Effektivverzinsung variiert nach der Modifikation der Kreditbedingungen zwischen 4,8% und 5,5%. Die im Geschäftsjahr 2020 aufgenommenen KfW-Kredite mit einer Höhe von insgesamt 10.000 TEUR werden mit 2,12% bzw. 2,00% verzinst und sind zum 30.6.2022 endfällig. 8.10. Rückstellungen Kurzfristige und langfristige Rückstellungen bestehen zum 31.12.2021 i.H.v. 259 TEUR (Vorjahr: 719 TEUR) und setzen sich wie folgt zusammen:
Die Rückstellung für Gewährleistungen bezieht sich hauptsächlich auf mögliche Garantieleistungen für verkaufte Waren und geleistete Services. Die Rückstellung basiert auf Schätzungen auf Grund historischer Gewährleistungsdaten ähnlicher Produkte und Dienstleistungen. Die SCB-Gruppe erwartet für die Gewährleistungsrückstellungen eine Inanspruchnahme im kommenden Jahr, d.h. es wird mit einem Zahlungsmittelabfluss innerhalb eines Jahres gerechnet. 8.11. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum 31.12.2021 17.154 TEUR (Vorjahr: 7.962 TEUR), haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht verzinslich. Der Posten beinhaltet auch alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die zum Bilanzstichtag noch nicht in Rechnung gestellt sind. Sie werden im Allgemeinen innerhalb von null bis 60 Tagen zur Zahlung fällig. 8.12. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten lassen sich wie folgt unterteilen:
8.13. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten und Rückerstattungsverbindlichkeiten Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Bei den Vorauszahlungen von Kunden handelt es sich um Vorauszahlungen aus Onlinebestellungen durch die Zahlungsform Vorkasse, Sofort-Überweisung und PayPal. Der Posten ist dabei vollständig als kurzfristig klassifiziert und wird in der Folgeperiode vollständig als Umsatzerlöse gezeigt.
Rückerstattungsverbindlichkeiten
Die Rückerstattungsverpflichtungen der SCB-Gruppe gegenüber Kundinnen und Kunden aus Retouren und Pfandartikeln erhöhten sich im Berichtsjahr 2021 um 222 TEUR (Vorjahr: um 361 TEUR) auf Grund einer leicht gestiegenen Retourenquote, des verlängerten Rückgaberechts auf 365 Tage sowie des leicht gestiegenen relevanten Umsatzes. 8.14. Leasingverbindlichkeiten Die SCB-Gruppe mietet Bürogebäude, Filialflächen, Lagerkapazitäten, Fahrzeuge, Serverkapazitäten und Büro- und Geschäftsausstattung an. Die Laufzeit die Verträge variiert zwischen einem und zehn Jahren. Des Weiteren bestehen im Speziellen bei den Gebäudemietverträgen Verlängerungsoptionen zwischen einem und fünf Jahren, deren Ausübung anhand der Wahrscheinlichkeit des Eintretens bewertet und entsprechend bei der Berechnung berücksichtigt wurde. Zudem bestehen Mietverhältnisse, welche gemäß IFRS 16 als geringwertige Vermögensgegenstände klassifiziert wurden. Zum Abschlussstichtag ergeben sich dadurch die nachfolgenden Leasingverbindlichkeiten:
Die Angaben im Zusammenhang mit Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen sind in Abschnitt 8.3 aufgeführt. Die folgenden Beträge wurden im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen in der Gewinn- und Verlustrechnung der SCB-Gruppe erfasst:
Zum 31.12.2021 bestehen keine Zahlungsverpflichtungen aus kurzfristigen, nicht bilanzierten Leasingverträgen.
8.15. Ertragsteuern Der erfasste Steueraufwand/-ertrag setzt sich wie folgt zusammen:
Die Entwicklung der latenten Steuern untergliedert nach temporären Unterschieden in den einzelnen Bilanzpositionen und Verlustvorträgen sind der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen:
Zum 31.12.2021 bestehen steuerliche Verlustvorträge i.H.v. 2.352 TEUR (Vorjahr: 2.588 TEUR) sowie Zinsvorträge i.H.v. 3.869 TEUR (Vorjahr: 2.961 TEUR), für die aktive latente Steuern insoweit gebildet wurden, als ihre Realisierbarkeit mit hinreichender Wahrscheinlichkeit bewertet wird. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Ergebnisses des Geschäftsjahres ermittelt. Für das Geschäftsjahr 2021 beträgt der zusammengefasste Steuersatz aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag 15,83% (Vorjahr: 15,83%). Einschließlich der Gewerbesteuer von annähernd 13,82% (Vorjahr: 13,82%) ergibt sich für 2020 ein Gesamtsteuersatz von 29,65% (Vorjahr: 29,65%). Sämtliche Veränderungen der latenten Steuern wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom im Geschäftsjahr erwarteten Steueraufwand zum jeweils ausgewiesenen Steueraufwand. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird der im Geschäftsjahr jeweils gültige inländische Gesamtsteuersatz von unverändert 29,65% mit dem Ergebnis vor Steuern multipliziert.
8.16. Anteilsbasierte Vergütungsvereinbarungen In den Vorjahren haben die Gesellschafter der Konzernmuttergesellschaft Speedcar Verwaltungs GmbH bestimmten Mitgliedern des Managements die Teilnahme an einem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm angeboten. Das Programm sah eine mittelbare Beteiligung an der SCB-Gruppe vor, dessen Wert sich an der zukünftigen Ertragskraft der SCB-Gruppe orientierte. Der von den Teilnehmern entrichtete Ausgabepreis entsprach dem beizulegenden Zeitwert der erworbenen Anteile zum Zeitpunkt der Ausgabe. Durch die Ausgabe zum beizulegenden Zeitwert bestand kein zu bilanzierender Unterschiedsbetrag und demnach ergaben sich auch keine Auswirkungen auf die Bilanz oder die Gewinn- und Verlustrechnung der SCB-Gruppe. In den Geschäftsjahren 2019 und 2020 wurden die bestehenden Exit- und Veräußerungsbonusprogramme der bis zum 31.12.2020 ausgeschiedenen Geschäftsführer erfüllt bzw. sind gegen eine Einmalzahlung aufgehoben worden. Die daraus resultierenden Zahlungen waren als unwesentlich einzustufen. Die Bonusprogramme für die neuen Geschäftsführer sind unverändert im Vergleich zum Vorjahr und fallen nach wie vor nicht unter den Anwendungsbereich des IFRS 2. Die Verträge sind allesamt mit den Gesellschaftern der Konzernmuttergesellschaft Speedcar Verwaltungs GmbH geschlossen worden; es erfolgten keine Weiterbelastungen an die SCB-Gruppe. Auf Ebene der SCB-Gruppe sind sowohl in Zusammenhang mit dem Beteiligungsprogramm als auch mit den übrigen Bonusprogrammen keine Zahlungen geleistet worden. 8.17. Finanzrisikomanagement und Finanzinstrumente Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, sicherzustellen, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können, und zeitgleich die Erträge der Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Der Nettoverschuldungsgrad ist in der nachfolgenden Tabelle angegeben:
Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken der SCB-Gruppe umfassen zinsbedingte Cashflow- sowie Liquiditäts- und Ausfallrisiken. Da die SCB-Gruppe Transaktionen in verschiedenen unterschiedlichen Währungen tätigt, unterliegt die SCB-Gruppe grundsätzlich einem Währungsrisiko. Die SCB-Gruppe tätigt Transaktionen in USD. Das daraus resultierende Risiko aus Wechselkursschwankungen zwischen EUR und USD ist auf Grund des geringen Einkaufsvolumens als gering einzustufen. Die sich für die SCB-Gruppe im Rahmen der operativen Tätigkeit ergebenden Kreditrisiken sowie Risiken im Rahmen der Finanzierungstätigkeit werden vom Management laufend überwacht und aktiv gesteuert. Das Management identifiziert, bewertet und sichert finanzielle Risiken ab. Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung der SCB-Gruppe ist es sicherzustellen, dass deren Schuldentilgungsfähigkeit und finanzielle Substanz auch in Zukunft erhalten bleiben. Zudem ist das Einhalten der Covenants des Konsortialkredits, welche sich an dem Verhältnis der Nettoverschuldung zum EBITDA bemisst, im Fokus des Kapitalmanagements. Die SCB-Gruppe strebt eine dem Geschäftsrisiko angemessene Kapitalstruktur an. Ausfallrisiko Das Ausfallrisiko der SCB-Gruppe resultiert in erster Linie aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Für die sonstigen finanziellen Vermögenswerte, insbesondere Lieferantenforderungen, werden finanzielle Risiken anhand externer Kreditratings hinsichtlich möglicher Ausfallrisiken bewertet. Auf Grund der Kreditratings und Bonitäten der Lieferanten, deren gewährte Boni den Großteil der bestehenden sonstigen finanziellen Vermögenswerte ausmachen sowie der Möglichkeit der Aufrechnung mit bestehenden Verbindlichkeiten, sind die finanziellen Vermögenswerte mit einem geringen Ausfallrisiko behaftet. Das Ausfallrisiko für die Bankguthaben wird ebenfalls als gering eingeschätzt. Bei den Kreditinstituten handelt es sich um national bzw. international etablierte Geschäftsbanken, die in den jeweiligen nationalen und europäischen Aufsichts- und Sicherungsmechanismen eingebunden sind. Das Ausfallrisiko für die PayPal-Guthaben wird als gering eingeschätzt. PayPal ist ein börsennotierter, global tätiger und etablierter Finanzdienstleister, besitzt in Europa eine Banklizenz und ist in die entsprechenden Aufsichtsmechanismen eingebunden. Die ausgewiesenen Finanzinstrumente stellen gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar. Im Rahmen des konzerneinheitlichen Risikomanagements wird das Kontrahentenrisiko einheitlich bewertet und überwacht. Ziel ist es, das Ausfallsrisiko zu minimieren. Bei der SCB-Gruppe besteht keine nennenswerte Konzentration des Ausfallrisikos, da der Kundenbestand breit ist und keine Korrelationen bestehen. Der Konzern betrachtet im Sinne des internen Kreditrisikomanagements finanzielle Vermögenswerte im Allgemeinen als nicht einbringlich, wenn die aus internen und externen Quellen gewonnenen Informationen darauf hinweisen, dass eine Bezahlung als hinreichend unwahrscheinlich zu sehen ist. Durch das Bestehen von Factoring-Vereinbarungen kann das Ausfallsrisiko von Forderungen deutlich minimiert werden. Weitere Informationen zur Entwicklung der Wertberichtigungen sowie zur Fälligkeitsstruktur und zu den Ausfallquoten von Forderungen sind in Anhangangabe 8.5 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgeführt. Zinsrisiko Zur Finanzierung setzt die SCB-Gruppe in branchenüblichem Umfang Fremdkapital ein. Hierbei handelt es sich sowohl um Darlehen mit fester Verzinsung als auch Darlehen mit variabler Verzinsung. Zinsänderungsrisiken bezüglich Cashflows bestehen im Wesentlichen bezüglich der variablen Fremdkapitalzinsen. Die nachfolgende Tabelle unterstellt eine Veränderung des Zinsniveaus von + 100 Basispunkten bzw. - 30 Basispunkten. Unter Beibehaltung aller übrigen Parameter würde eine Erhöhung bzw. Verringerung der Zinssätze der Gesellschaft zu folgenden Zinsaufwendungen führen: Veränderung des Zinsaufwands aufgrund der Veränderung des EURIBOR
Liquiditätsrisiko Liquiditätsrisiken ergeben sich, wenn laufende Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllt werden können. Die SCB-Gruppe steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Zahlungsströme und der Abstimmung der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Die aus den finanziellen Verbindlichkeiten der SCB-Gruppe resultierenden Zahlungsfälligkeiten werden in der nachfolgenden Liquiditätsrisiko-Tabelle mit den Bruttowerten ausgewiesen:
Die zugesagten freien Kreditlinien aus den Kredittranchen und Betriebsmitteln betragen für die Stichtage:
Eine wichtige Steuerungsgröße des Kapitalmanagements ist die Eigenkapitalquote. Sie liegt zum 31.12.2021 bei 49% (31.12.2020: 51%).
Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten Finanzielle Vermögenswerte und Finanzschulden werden zum Zugangszeitpunkt entsprechend der Kategorien des IFRS 9 klassifiziert und bilanziert. Der erstmalige Ansatz eines Finanzinstruments erfolgt zum beizulegenden Zeitwert unter Einbeziehung etwaiger Transaktionskosten. Unterschiede hinsichtlich der Wertansätze zwischen Buchwert und beizulegendem Zeitwert ergeben sich aus der Anwendung der Effektivzinsmethode für den Buchwert und den verwendeten Forwards auf die Zinsindizes für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts. Gemäß IFRS 13 sind die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten den drei Levels der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen. Dabei werden die einzelnen Levels der Fair-Value-Hierarchie wie folgt definiert:
Auf Grund der kurzen Laufzeit der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wird angenommen, dass der jeweilige beizulegende Zeitwert dem Buchwert entspricht. Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten und der Kategorien gemäß IFRS 9 zum 31. Dezember 2021 aufgegliedert nach Kategorien und hinsichtlich des beizulegenden Zeitwerts nach Klassen: Wertansatz nach IFRS 9
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten haben im Wesentlichen eine kurze Restlaufzeit. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Der Buchwert der kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten stellt eine Näherung des beizulegenden Zeitwerts zum Abschlussstichtag dar. Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten und der Kategorien gemäß IFRS 9 zum 31. Dezember 2020 aufgegliedert nach Kategorien und hinsichtlich des beizulegenden Zeitwerts nach Klassen: Wertansatz nach IFRS 9
Die Nettogewinne /-verluste aus Finanzinstrumenten nach Kategorien sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
Der nach der Effektivzinsmethode berechnete Gesamtzinsaufwand für finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt im Geschäftsjahr 2.423 TEUR (Vorjahr: 2.604 TEUR). 9. Sonstige Angaben 9.1. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde gemäß IAS 7 Kapitalflussrechnung aufgestellt und beinhaltet die Entwicklung der Barmittel und Bankguthaben der SCB-Gruppe im Verlauf der Berichtsperiode auf Grund von Mittelzuflüssen und -abflüssen. In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme in die Bereiche Netto-Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit, Cashflow aus Investitionstätigkeit und Cashflow aus Finanzierungstätigkeit aufgeteilt. Die Ermittlung des Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthält die zahlungswirksamen Investitionen und Veräußerungen, insbesondere von Sachanlagen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet u.a. Ein- bzw. Auszahlungen zur Finanzierung des kurzfristigen und langfristigen Vermögens. Die SCB-Gruppe unterliegt keinen Sicherheitsleistungen oder anderen Restriktionen, für die Barmittel oder Zahlungsmitteläquivalente vorgehalten werden müssen. Die finanziellen Verbindlichkeiten haben sich wie folgt entwickelt:
Der Finanzierungs-Cashflow beinhaltet neben den in der Tabelle als zahlungswirksam ausgewiesenen Beträgen auch gezahlte Zinsen i.H.v. 2.990 TEUR (Vorjahr: 2.456 TEUR). 9.2. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Nahestehende Unternehmen und Personen Als nahestehende Unternehmen und Personen werden einerseits Unternehmen und Personen betrachtet, die über die Möglichkeit verfügen die SCB-Gruppe zu beherrschen und einen maßgeblichen Einfluss auf deren Finanz- und Geschäftspolitik auszuüben. Andererseits gelten Unternehmen und Personen, auf welche die SCB-Gruppe einen maßgeblichen Einfluss ausübt, ebenfalls als nahestehende Unternehmen und Personen. Bei der Bestimmung des maßgeblichen Einflusses, welchen nahestehende Unternehmen und Personen auf die Finanz- und Geschäftspolitik haben, wurden die bestehenden Beherrschungsverhältnisse berücksichtigt. Rechtsgeschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Die im Berichtsjahr durchgeführten Rechtsgeschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden ausschließlich zu marktüblichen Konditionen getätigt. Nahestehende Personen Als nahestehende Personen zählen die gesamte Geschäftsführung, die Mitglieder des Beirats der Speedcar Verwaltungs GmbH und die beiden Gründer und Gesellschafter der kfzteile24-Gruppe. Alle Mitglieder der Geschäftsführung sind bei der Speedcar Verwaltungs GmbH angestellt und erhalten von der SCB-Gruppe keine Vergütung. Neben dem Management Beteiligungsprogramm, siehe hierzu Anhangangabe 8.16 Anteilsbasierte Vergütungsvereinbarungen, sind Teile des Managements auch Begünstigte in weiteren Bonusprogrammen. Diese Bonusprogramme fallen grundsätzlich unter den Anwendungsbereich von IAS 19 und haben keine bilanzielle Auswirkung auf die SCB-Gruppe. Nahestehende Unternehmen Als nahestehende Unternehmen sind das direkte Mutterunternehmen Speedcar Verwaltungs GmbH, Speed Management Beteiligungs GmbH & Co. KG als Gesellschafter (in Verbindung mit dem Managementbeteiligungsprogramm) und die Speedcar Luxemburg II S.A. als übergeordnetes Mutterunternehmen zu nennen. Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen beinhalten Escrow-Darlehen zur Finanzierung des Kaufpreises i.H.v. von 26.914 TEUR (Vorjahr: 25.632 TEUR). Die Escrow-Darlehen werden mit 5,0% p.a. verzinst. Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen i.H.v. 1.348 TEUR (Vorjahr: 325 TEUR) betreffen Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter. Die Aufwendungen an nahestehende Personen beinhalten im Geschäftsjahr 2021 Zinsaufwendungen aus den Vendor Loans gegenüber den beiden Gründern der kfzteile24-Gruppe in Höhe von 1.282 TEUR (Vorjahr: 1.221 TEUR). Die Aufwendungen an nahestehende Unternehmen bestehen i.H.v. 786 TEUR (Vorjahr: 839 TEUR) aus der Weiterbelastung der laufenden Gehälter der Geschäftsführer durch die Speedcar Verwaltungs GmbH sowie in Höhe von 3 TEUR (Vorjahr: 60 TEUR) aus sonstigen Verwaltungsaufwendungen. Im Vorjahr wurden auch Leistungen aus Anlass der Beendigung der Arbeitsverhältnisse ehemaliger Geschäftsführer (Vorjahr: 686 TEUR) belastet. Im Vorjahr bestand eine Kooperation mit einem Recruitingdienstleistungsunternehmen. Es handelte sich dabei um das Unternehmen der Ehepartnerin eines Geschäftsführers, welche nach IAS 24 als nahestehende Person einzustufen ist. Im Geschäftsjahr 2020 hat die SCB-Gruppe Recruiting-Leistungen von einem nahestehenden Unternehmen i.H.v. 65 TEUR empfangen. Diese Leistungen wurden zu Marktkonditionen erbracht und stellten keinen Nachteil für die SCB-Gruppe dar. In Bezug auf die Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden weder Garantien gegeben noch wurden solche erhalten. Es wurden keine Wertminderungen für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen im aktuellen und vorherigen Geschäftsjahr vorgenommen. Forderungen und Verbindlichkeiten
Aufwendungen und Erträge
Die im Vorjahr ausgeschiedenen Geschäftsführer erhielten Erfüllungs- oder Ablösezahlungen aus bestehenden Bonusprogrammen, die durch die Speedcar Luxemburg II S.A. geleistet wurden. Die ausgezahlten Beträge aus den Bonusprogrammen beliefen sich im Geschäftsjahr 2020 auf 815 TEUR. Die SCB-Gruppe wurde durch die Auszahlungen aus den Bonusprogrammen nicht belastet. Weitere Informationen zu den Bonusprogrammen sind in Kapitel 8.16 Anteilsbasierte Vergütungen zu finden. 9.3. Honorare und Leistungen des Abschlussprüfers Im Geschäftsjahr 2021 sind folgende Honorare für Leistungen des Abschlussprüfers angefallen:
9.4. Geschäftsführung Mitglieder der Geschäftsführung des Mutterunternehmens Die Geschäftsführung der Speedcar Beteiligungs GmbH besteht aus den folgenden Mitgliedern:
10. Konzernunternehmen Das oberste Mutterunternehmen der Unternehmensgruppe ist die Speedcar Luxemburg II S.A. Folgende Unternehmen wurden in den Konzernabschluss der Speedcar Beteiligungs GmbH zum 31. Dezember 2021 unverändert zum Vorjahr einbezogen:
Die kfzteile24 Personalmanagement GmbH sowie die kfzteile24 Logistik GmbH haben für das Geschäftsjahr 2021 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Im Konzernabschluss werden die Speedcar Beteiligungs GmbH sowie die im folgenden aufgeführten Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen, wobei die jeweiligen Kapitalanteile den Stimmrechtsanteilen entsprechen:
11. Ereignisse nach der Berichtsperiode Der aktuelle Krieg zwischen Russland und der Ukraine kann sich auf die Ertragslage der SCB-Gruppe auswirken. Die SCB-Gruppe unterhält keine Lieferanten- oder Kundenbeziehungen in die betroffenen Regionen, eine direkte Auswirkung auf die Verfügbarkeit von Waren oder die Absatzzahlen ist daher derzeit nicht zu erwarten. Eine Folge des Krieges könnten steigende Rohstoff- sowie vor allem Energiepreise sein. Steigende Rohstoffpreise könnten sich wiederum in der Verteuerung von Produkten niederschlagen, die von Produzenten und Großhändlern an die SCB-Gruppe weitergegeben werden. Die SCB-Gruppe kann steigende Preise in gewissem Umfang an ihre Kunden weitergeben. Anhaltend hohe Energiepreise könnten zu einem Rückgang der Mobilität im Individualverkehr und zu einem Ausweichen auf energieschonende Verkehrsträger führen. Dies hätte einen geringeren Verschleiß von Pkw-Teilen zur Folge, ein Rückgang in der Nachfrage nach Ersatzteilen ist folglich nicht auszuschließen. Es sind keine weiteren konzernspezifischen Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Bilanzstichtag bekannt, die zu einer wesentlichen Änderung des Ausweises oder Wertansatzes der einzelnen Vermögenswerte oder Schuldposten zum 31.12.2021 geführt hätten.
Berlin, den 28.4.2022 Markus Winter Bernd Humke BESTÄTIGUNGVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Speedcar Beteiligungs GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Speedcar Beteiligungs GmbH, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Speedcar Beteiligungs GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren, oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs, oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 13. Mai 2022 Deloitte
GmbH
Steffen Branz, Wirtschaftsprüfer Paul Wegener, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31.12.2021 wurde am 9.6.2022 gebilligt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
23 nahegelegene Organisationen
Tätigkeiten von Werbeagenturen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Tätigkeiten von Werbeagenturen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Verlegen von Zeitschriften
Ambulante Betreuungsdienste für Menschen mit Behinderung
Architekturbüros für Garten- und Landschaftsgestaltung
Garten- und Landschaftsbau
Sonstige Überlassung von Arbeitskräften
Großhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör
Großhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Graugießereien
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Vermittlung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Konzertveranstalter
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen