P. Rüdel GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
Managementdaten für GmbH & Co. KG sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Walter - CMP GmbH & Co. KGKielJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023Lageberichtder Walter-CMP GmbH & Co. KG, KielI. Grundlagen des Unternehmens Die Walter-CMP GmbH & Co. KG ist ein Versandhandel für Ärztebedarf und Laborchemikalien bzw. ein Pharmagroßhandel. Walter-CMP bietet seinen Kunden eine breite Versorgung mit Waren und Dienstleistungen. Zu den Abnehmern der Walter-CMP gehören insbesondere Arztpraxen, Apotheken und Labore sowie Unternehmen im Rahmen der arbeitsmedizinischen Versorgung. Zur Versorgung der Kunden beschäftigt Walter-CMP ein Team aus Pharmareferenten, Medizinprodukteberatern, Chemielaboranten und Kaufleuten spezialisiert auf alle Fragen zu den Themen Arztpraxis, Arbeitsmedizin und Labor. Von der Gesellschaft werden Büros in Hamburg, Kiel und Ratingen betrieben, welche als regionale Ansprechpartner für die Kunden dienen. Darüber hinaus betreibt die Gesellschaft Logistikcenter in Kiel und Bredenbek. Die Unternehmensleitlinien von Walter-CMP beinhalten auch die Wahrnehmung von Verantwortung gegenüber der Umwelt und nachfolgenden Generationen. Die Gesellschaft hat sich daher der Einführung und stetigen Entwicklung von Nachhaltigkeitszielen verpflichtet. Im Stromsektor konnte durch Aufbau eigener Photovoltaik-Erzeugung und Umstellung auf Öko-Stromtarife dies bereits weitgehend umgesetzt werden. II. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Nachdem die Corona-Pandemie im Wirtschaftsjahr 2020/2021 zu einem deutlichen Einbruch der deutschen Wirtschaftsleistung geführt hat, kam es ab 2021 zu einer ersten, deutlichen konjunkturellen Erholung. Die wirtschaftliche Entwicklung hat einen Bruch durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ab Februar 2022 erfahren. Im Jahr 2022 kam es insbesondere aufgrund gestörter Lieferketten zu einer durchschnittlichen Inflationsrate von 7,9 %. Insbesondere verteuerten sich dabei Energie- und Lebensmittelpreise, die Teuerung für Gesundheitsleistungen blieb hingegen mit 1,4 % deutlich hinter der Gesamtinflationsrate zurück. Hierbei sind die rückgängigen teuren Maßnahmen im Rahmen der Corona-Pandemie zu berücksichtigen. Auch in 2023 verbleibt die Inflationsrate auf hohem Niveau. In diesem Umfeld positioniert sich Walter-CMP als bundesweit tätiger Life-Science-Anbieter im Handel mit Medizinprodukten, Arzneimitteln und Chemikalien. In diesem Bereich konnte Walter-CMP sich als verlässlicher Partner zeigen und auf zum Teil außergewöhnlich kurzfristig veränderte Rahmenbedingungen stets zeitnah reagieren. So ist es gelungen, erheblichen Störungen im Handelsgeschäft durch dauerhafte Erbringung von Substituten stets innerhalb weniger Tage zu begegnen. In allen Geschäftsfeldern wird ein sukzessiver bundesweiter Ausbau der Kundenanzahl bzw. eine Ausweitung der Produkt- und Servicepalette angestrebt. Mittel- und langfristig wird in allen Geschäftsfeldern ein weiteres Umsatzwachstum anvisiert. Der Handel mit Medizinprodukten, Arzneimitteln und Chemikalien ist weitgehend durch Auflagen reguliert, stellvertretend seien hier das Arzneimittelgesetz sowie die darin verankerte Großhandelserlaubnis genannt. Die Sicherstellung der Auflagenerfüllung ist weiterhin für die gesamte Branche mit erhöhten Kosten und Investitionen verbunden. III. Geschäftsverlauf 1. Vermögenslage Die Investitionstätigkeit des Geschäftsjahres 2022 / 2023 umfasst im wesentlichen die jährlichen Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in den Fuhrpark sowie Lagertechnik. Aufgrund der kontinuierlichen Investitionstätigkeit ist das Anlagevermögen der Gesellschaft auf einem aktuellen Stand, sodass größere Investitionen nicht notwendig waren. Aufgrund der die Buchwertabgänge und planmäßigen Abschreibungen übersteigenden Neuinvestitionen erhöht sich der Wert des Anlagevermögens geringfügig um TEUR 56,0 auf TEUR 1.731,9. In Verbindung mit dem stabilen Eigenkapital erreicht die Gesellschaft somit eine Anlagendeckung I. Grades von beachtlichen 299,5 %. Der Anstieg der Bilanzsumme ist auf der Aktivseite neben dem geringfügigen Anstieg des Anlagevermögens auf gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche den Rückgang der Vorräte, der sonstigen Vermögensgegenstände sowie der liquiden Mittel überkompensieren, zurückzuführen. Die Finanzierung der gestiegenen Forderungen erfolgt weitgehend über geringfügig erhöhte kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute, während sich die langfristigen Verbindlichkeiten durch planmäßige Tilgung erneut verringert darstellen. Darüber hinaus ist ein Anstieg der Rückstellungen festzustellen. 2. Finanzlage Der Stand der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag hat sich auf TEUR 266,1 reduziert. Bereits unter Einbeziehung der kurzfristigen Forderungen erzielt die Gesellschaft eine Liquidität 2. Grades von 238,2 %. Durch kurzfristige Kreditlinien ist die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft jederzeit gegeben. 3. Ertragslage Mit einem Jahresüberschuss von TEUR 2.013,6 konnte die Gesellschaft das sehr gute Vorjahresergebnis erneut erheblich steigern. Im Berichtsjahr konnten die Umsatzerlöse insbesondere preisbedingt erhöht werden. Aufgrund der sich normalisierenden Einkaufspreise in Teilen der Life-Science-Branche sank gleichzeitig der Materialaufwand, sodass der Rohgewinn deutlich gestiegen ist. Die hinter dem Anstieg des Rohergebnisses zurückgebliebene Erhöhung der betrieblichen Aufwendungen führte insgesamt zu einem verbesserten Ergebnis. Die Gesellschaft konnte sich trotz der sich weiterhin kurzfristig ändernden Schwierigkeiten auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten unter großen Anstrengungen durchgehend als verlässlicher Partner ihrer Kunden zeigen und so die bestehenden Geschäftsbeziehungen vertiefen. Erfreulich ist die erneute Vertiefung der Kundenbeziehungen im Bereich des chemischen Vertriebs. Die Gesellschaft weist weiterhin eine sehr gute Rentabilität auf. IV. Chancen und Risiken In der Folge der Corona-Pandemie hat Walter-CMP sich nachhaltig so aufgestellt, dass die Arbeitsfähigkeit durch interne Maßnahmen, Schaffung von Homeoffice-Arbeitsplätzen, aber auch durch eine Erweiterung des Angebots im online-Shop, jederzeit sichergestellt ist. Der gesamtwirtschaftlich erkennbare Mangel an qualifizierten Arbeitnehmern belastet dessen ungeachtet zunehmend auch die Life-Science-Branche. Neben erheblichen Kostenrisiken aus steigenden Personalaufwendungen stellt die Arbeitnehmergewinnung einen Schwerpunkt der unternehmerischen Tätigkeit dar. Weiterhin herausfordernd sind die auch die Life-Science-Branche treffenden Lieferschwierigkeiten einzelner Produkte. Die Gesellschaft reagiert durch kurzfristige Anpassungen von Lieferbeziehungen, um Ihren Kunden weiter die vollständige Produktpalette im Life-Science-Bereich anbieten zu können. Hierzu werden stetig neue Lieferwege, auch im internationalen Raum, erschlossen. Aufgrund der Marktstellung als Partner von Arztpraxen, Apotheken, Unternehmen und Laboren sieht die Gesellschaft sich darüber hinaus weiterhin gut aufgestellt, in jeder gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ein langfristiges organisches Wachstum zu generieren. Die zunehmende Beachtung des Gesundheitssektors als wesentlichen Vertriebssektor sieht die Gesellschaft hierbei positiv. Insbesondere konnte Walter-CMP im vergangenen Geschäftsjahr in neue Vertriebsgebiete, aber auch in die Tiefe expandieren. Darüber hinaus hat der Bereich Arbeitsmedizin an Bedeutung gewonnen. Die Gesellschaft geht von einer anhaltend positiven Entwicklung aus und erwartet weiteres Wachstum. Im Absatz von Life-Science-Erzeugnissen sind langfristige Chancen zum einen durch eine zunehmende Alterung der Bevölkerung und damit einhergehender verstärkter Nachfrage nach ärztlichen Leistungen, zum anderen durch eine dynamische Entwicklung medizinischer Innovationen zu sehen. Auch sind Patienten und Unternehmen zunehmend bereit in die eigene Gesundheit bzw. in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu investieren. Risiken bestehen darüber hinaus in der weiteren Bürokratisierung des Gesundheitssektors mit den einhergehenden administrativen Aufwendungen. Die Gesellschaft sieht sich jedoch gut gerüstet, weiterhin alle denkbaren Anforderungen zu erfüllen. Die kontinuierliche Nachhaltigkeitsentwicklung mit dem Ziel der Klimaneutralität sieht die Gesellschaft nicht nur als Verpflichtung, sondern auch als Chance, Abhängigkeiten zu reduzieren. Im Mobilitätssektor wurden daher begleitend zur Errichtung mehrerer E-Ladesäulen erste Fahrzeug-Anschaffungen getätigt, um den Einsatz fossiler Brennstoffe zu verringern, weitere Anschaffungen auch für den Lieferverkehr im Nahbereich sind in Planung. Im Bereich des chemischen Vertriebes konnte die Gesellschaft in den letzten Jahren kontinuierlich wachsen und eine verbesserte Rentabilität aufweisen. Die Gesellschaft sieht in diesem Bereich nach wie vor die Möglichkeit, die Geschäftstätigkeit auszuweiten und somit ein nachhaltiges Wachstum zu erzielen. V. Prognosebericht Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ist als sehr gut zu bezeichnen. Es ist im Bereich der angebotenen Leistungen und Produkte weiterhin von einem stabilen Geschäftsverlauf auszugehen. Beim Handel mit medizinischen Produkten ist konjunkturbereinigt grundsätzlich nicht mit größeren Schwankungen zu rechnen. Aufgrund der zu erwartenden Kostensteigerungen ist davon auszugehen, dass die Gesellschaft in den Folgejahren ein Ergebnis geringfügig unter dem des Berichtsjahres erzielt.
Kiel, 27. September 2023 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang
I. Allgemeine Angaben Die Walter-CMP GmbH & Co. KG ist eine mittelgroße Personengesellschaft gemäß § 264a in Verbindung mit § 267 Abs. 2 HGB. Der vorliegende Abschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird im Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen 1. Das Anlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter, die selbstständig nutzbar sind, werden bis zu einem Wert von EUR 800,00 im Jahr der Anschaffung gem. § 6 Abs. 2 EStG vollständig abgeschrieben. 2. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bewertet, Abwertungserfordernissen wurde durch Wertberichtigung auf den niedrigeren beizulegenden Wert nachgekommen. 3. Forderungen werden zum Nominalwert bilanziert, erkennbare Einzelrisiken werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Abwertungsrisiko wird durch die Bildung einer angemessenen Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. 4. Der Ansatz der liquiden Mittel erfolgt zum Nennwert. 5. Rückstellungen sind in der Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, angesetzt. 6. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz Aktivseite 1. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. 2. Alle ausgewiesenen Forderungen haben eine Laufzeit von nicht mehr als einem Jahr. Passivseite 1. Von den Verbindlichkeiten bestehen solche gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 3.822.197,96 (Vorjahr: EUR 3.333.605,07). Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben EUR 1.867.445,89 (Vorjahr: EUR 2.188.737,90) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, davon EUR 701.475,82 (Vorjahr: EUR 981.180,33) eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. 2. Die übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. 3. Über die üblichen Eigentumsvorbehalte bei Verbindlichkeiten aus Kaufverträgen und der Besicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch Grundpfandrechte hinaus bestehen keine Sicherungsrechte, über die gemäß § 285 Nr. 1b HGB zu berichten ist. Der Gesamtumfang der durch Grundpfandrechte besicherten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beträgt TEUR 613,6. 4. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen solche für Personalrückstellungen, ausstehende Rechnungen sowie Abschluss- und Prüfungskosten.
IV. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten im Wesentlichen Dauerschuldverhältnisse aus Miet- und Pachtverträgen in Höhe von voraussichtlich TEUR 309,4 jährlich. V. Sonstige Angaben Organe der Gesellschaft Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Dr. Rüdel GmbH, Kiel, mit einem gezeichneten Kapital von EUR 26.000,00. Die Komplementärin führt die Geschäfte der Gesellschaft allein und wird ihrerseits vertreten durch Herrn Peer Rüdel. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Verweis auf die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Anzahl der Mitarbeiter Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 75 (Vorjahr: 77) Arbeitnehmer beschäftigt. Die Arbeitnehmer gliedern sich nach Gruppen wie folgt:
Kiel, den 27. September 2023 Peer Rüdel, Geschäftsführer Dr. Rüdel GmbH Komplementärin
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 27.09.2023 festgestellt. BestätigungsvermerkBescheinigung zu Offenlegungszwecken: In dem nachstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss habe ich folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Walter-CMP GmbH & Co. KG Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Walter-CMP GmbH & Co. KG - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Walter-CMP GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Rendsburg, 27. September 2023 Michael Rossdam, Wirtschaftsprüfer |
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