Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 110809
Vorher
AURELIUS WK Two GmbH
Eingetragen
3.8.2016
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenSonstige Verwaltung und Führung von Unternehmen und Betrieben
Gegenstand
das Erwerben und Verwalten von Unternehmen, insbesondere der Airplane-Equipment & Services A.E.S. GmbH sowie Erbringung von Beratungs- und sonstigen Dienstleistungen für Tochtergesellschaften

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

5.91% identifiziert94.09% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
F**** A******** K*******Aerotec Europe Holding GmbH
5.50%
L** U********Aerotec Europe Holding GmbH
0.41%

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
Borromin Capital Fund IV SCS, SICAV-RAIFLUX
77.61%
Missouri Local Government Employees Retirement SystemUSA
13.73%
2.75%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Aerotec Europe GmbH (vormals: AURELIUS WK Two GmbH)

Köln (vormals: Grünwald)

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2021

AEROTEC EUROPE GMBH (VORMALS: AURELIUS WK TWO GMBH), GRÜNWALD

INHALTSVERZEICHNIS

Grundlagen des Konzerns

2. Wirtschaftsbericht

3. Lage des Konzerns einschließlich Vermögens,- Finanz und Ertragslage

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Grundlagen des Konzerns

Organisatorische und rechtliche Struktur

Der Konzern besteht aus dem Mutterunternehmen Aerotec Europe GmbH (vormals: AURELIUS WK Two GmbH) (kurz: Aerotec) mit Sitz in Grünwald, die als reine Verwaltungsholding dient, sowie der Airplane-Equipment & Services A.E.S. GmbH (kurz: AES) mit Hauptsitz in Köln und Außenstellen in Frankfurt, Leipzig und Weil am Rhein. Die AES wurde 1997 gegründet und ist in der Luftfahrt tätig. Die AES ist per Ende September 2016 Tochterunternehmen der Aerotec geworden.

Dienstleistungen und Absatzmärkte

Gegenstand der AES ist die Reparatur und Wartung von Flugzeugstruktur- und Kabinenteilen, sowie die Instandsetzung von Frachtcontainern. Die Produktionshallen sind jeweils 5-10 Minuten von den jeweiligen Flughäfen Köln, Frankfurt, Leipzig und Basel-Mühlhausen entfernt.

Die Produktpalette der AES definiert sich aus den vorhandenen Zulassungen FAR- und JAR Part 145 (Amerikanische und Europäische), die dazu gehörige Capability List definiert den Umfang der Instandhaltungsarbeiten vom sonstigem Luftfahrtgerät und deren Teile sowie Bauteile der Flugzeugkabinen, die an jeweiligen Stationen durchgeführt werden dürfen.

Überwiegend werden diese Dienstleistungen in den vorgenannten Stationen und Flughäfen erbracht. Es kommt aber auch zu gelegentlichen Einsätzen an anderen deutschen und ausländischen Flughäfen.

Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bei AES konzentrieren sich im Wesentlichen auf Prozessverbesserungen und sind auf die Bedürfnisse der Kunden fokussiert. Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand spielt insgesamt eine untergeordnete Rolle, Grundlagenforschung wird nicht betrieben.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Deutschlands Wirtschaft hat sich im Jahr 2021 von der starken Beeinträchtigung der weltweiten COVID-19 Pandemie etwas erholt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 % höher als im Vorjahr. Dabei war die Erholung uneinheitlich und weiterhin stark abhängig vom Corona-Geschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft somit nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2021 noch um 2,0 % niedriger.

Daten über Wertschöpfung und Außenhandel sind sekundäre Marktindikatoren für das Geschäft der AES. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung in Deutschland stieg laut Aussage des Statistischen Bundesamtes im verarbeitenden Gewerbe deutlich um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr. Der Außenhandel erholte sich 2021 von den starken Rückgängen im Vorjahr. Deutschland exportierte preisbereinigt 9,4 % mehr Waren und Dienstleistungen ins Ausland als 2020. Die Importe legten gleichzeitig um preisbereinigt 8,6 % zu. Damit lag der Außenhandel Deutschlands 2021 nur noch leicht unter dem Niveau des Jahres 2019.

(Quelle: Pressemitteilung Nr. 020 vom 14. Januar 2022 des Statistischen Bundesamtes)

Nach einem nie dagewesenen Einbruch der Flugbewegungen im Jahr 2020 (-54,9 % gem. den Aufzeichnungen des Flughafenverbands ADV) erholten sich die kommerziellen Flugbewegungen im Jahr 2021 zwar wieder um 10,8 % gegenüber dem Vorjahr, aber lagen noch immer um 52,1 % niedriger als im Referenzjahr 2019. Das Luftfrachtvolumen an allen ADV-Flughäfen stieg hingegen im Jahr 2021 um 17,4 % gegenüber dem Vorjahr und lag damit auch gegenüber dem Jahr 2019 um 12,5 % höher.

Auch das Passagieraufkommen im Jahr 2021 war an allen ADV- Flughäfen mit 23 % gegenüber dem Vorjahr deutlich stärker. Die Flughäfen mit ausgewiesenen Schwerpunkten im kommerziellen Luftfrachtgeschäft, Leipzig und Köln/Bonn, haben nach der deutlichen Steigerung um Vorjahr ihr Volumen nochmal steigern können. Frankfurt lag dabei mit 18,8 % über dem bundesweiten Durchschnitt, während Köln/Bonn mit 14,9 % und Leipzig/Halle mit 15,3 % leicht unterdurchschnittlich wuchsen. Alle weiteren ADV-Flughäfen zusammen genommen fertigten im Berichtsjahr lediglich 10,6 % des Frachtvolumens ab.

(Quelle: ADV Monatsstatistik 12/2021 unter www.adv.aero)

Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis des Konzerns

Für das Geschäftsjahr 2021 hat der Konzern einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.257 (Vorjahr: TEUR 585) erwirtschaftet.

Das gegenüber dem Vorjahr gesteigerte Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2021 war dabei insbesondere von deutlichen positiven Ergebnisbeiträgen der AES geprägt sowie - wie im Vorjahr - gegenläufig von nicht-zahlungswirksamen, planmäßigen Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR -2.021 sowie Steueraufwendungen von TEUR -1.473. Zu Einzelheiten wird auf Punkt III. dieses Konzernlageberichts verwiesen.

3. Lage des Konzerns einschließlich Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Zu den bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren im Aerotec Konzern zählen insbesondere das operative Ergebnis (EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern), liquide Mittel und der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sind unter anderem Umwelt-, Arbeitnehmer- und Kundenbelange. Der Konzern hat es sich dabei zur Aufgabe gemacht, Umweltbelastungen so gering wie möglich zu halten, indem interne Prozesse und der Verbrauch von Ressourcen ständig analysiert und kontinuierlich verbessert werden. Zufriedene Mitarbeiter durch eine angemessene Förderung und Motivation sowie zufriedene Kunden stellen den langfristigen Unternehmenserfolg sicher. Die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren spielen für die Unternehmenssteuerung nur eine untergeordnete Rolle.

Das EBIT 2021 befindet sich um TEUR 970 über dem Niveau 2020, da der um TEUR 923 gestiegene Materialaufwand sowie der um TEUR 651 gestiegene Personalaufwand durch die um TEUR 2.137 gestiegenen Umsatzerlöse kompensiert werden konnten. Die liquiden Mittel konnten aufgrund der operativen Gewinne wie bereits im Vorjahr gesteigert werden. Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hingegen verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 508 insbesondere aufgrund der erhöhten Ertragssteuerzahlungen im Vergleich zum Vorjahr.

Vermögenslage

In der folgenden Bilanzübersicht sind die Posten zum 31. Dezember 2021 nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten zusammengefasst:

31.12.2021 Vorjahr Veränderung
TEUR in % TEUR in % TEUR
Aktiva          
Anlagevermögen          
Immaterielle Vermögensgegenstände 9.613 43% 11.657 50% -2.044
Sachanlagen 4.098 18% 4.077 17% 21
  13.711 61% 15.734 67% -2.023
Umlaufvermögen          
Vorräte 1.753 8% 1.799 8% -46
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.586 11% 1.966 8% 620
Sonstige Vermögensgegenstände 252 1% 139 1% 113
Flüssige Mittel 4.277 19% 3.833 16% 444
  8.868 39% 7.737 33% 1.131
Rechnungsabgrenzungsposten 31 0% 17 0% 14
  22.610 100% 23.488 100% -878
Passiva          
Eigenkapital          
Gezeichnetes Kapital 31 0% 31 0% 0
Kapitalrücklage 10.283 45% 10.283 44% 0
Konzernbilanzgewinn 2.144 9% 887 4% 1.257
  12.458 55% 11.201 48% 1.257
Fremdkapital          
Rückstellungen 1.389 6% 1.838 8% -449
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.622 20% 6.612 28% -1.990
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.355 15% 3.326 14% 29
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 413 2% 447 2% -34
Sonstige Verbindlichkeiten 373 2% 64 0% 309
  10.152 45% 12.287 52% -2.135
  22.610 100% 23.488 100% -878

Die immateriellen Vermögensgegenstände bestehen mit TEUR 9.602 (Vorjahr: TEUR 11.623) im Wesentlichen aus dem Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb der AES.

Die Sachanlagen sind im Jahr 2021 von TEUR 4.077 auf TEUR 4.098 aufgrund kleinerer Investitionsprojekte in Gebäuden & Betriebsausstattungen gestiegen.

Das Vorratsvermögen verminderten sich stichtagsbedingt von TEUR 1.799 auf TEUR 1.753.

Die liquiden Mittel haben sich im Geschäftsjahr um TEUR 444 von TEUR 3.833 auf TEUR 4.277 erhöht, womit dem Konzern ausreichende finanzielle Ressourcen zur Verfügung stehen, um sämtlichen Verpflichtungen nachzukommen und den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten und zu erweitern. Der Anstieg der liquiden Mittel lässt sich insbesondere auf operative Gewinne zurückführen.

Die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von TEUR 10.283 setzt sich - unverändert zum Vorjahr - aus den baren und unbaren Zuzahlungen der Gesellschafter im Zusammenhang mit dem Erwerb der AES zusammen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von insgesamt TEUR 4.622 (Vorjahr: TEUR 6.612) setzen sich aus drei Tranchen eines Kredites der BHF-Bank zusammen. Die Tranchen A und B wurden im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 1.976 (Vorjahr: TEUR 1.689) zurückgeführt. Tranche A wurde hierbei vollständig getilgt. Tranche B mit einem Saldo zum 31. Dezember 2021 von TEUR 2.641 (Vorjahr: TEUR 3.773) hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2022. Tranche D mit einem Saldo von TEUR 1.981 (Vorjahr: TEUR 1.988) ist endfällig zum 30. September 2022. Die im Geschäftsjahr 2022 vorgesehenen Tilgungen kann das Unternehmen aus den eigenen liquiden Mitteln gewährleisten.

Im Vorjahr wurde zur Absicherung möglicher negativer Auswirkungen der Corona Pandemie ein "Universal Kredit" aus dem KFW Corona Soforthilfe Programm vereinbart. Im Geschäftsjahr 2021 wurden keine Mittel aus der abgeschlossenen Kreditlinie in Anspruch genommen und der Vertrag wurde wieder gekündigt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 3.355 (Vorjahr: TEUR 3.326) betreffen ein endfälliges Darlehen des Verkäufers der AES mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2022 sowie weitere Darlehen der Gesellschafter im Zusammenhang mit der geplanten weiteren Expansion des Geschäftsbetriebs nebst Verzinsung.

Ertragslage

Zur Beurteilung der Ertragslage des Konzerns wurde aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung eine Darstellung der Erfolgsrechnung des Konzerns zum 31. Dezember 2021 abgeleitet und den entsprechenden Vorjahresangaben gegenüberstellt, um eine zukunftsgerichtete Beurteilung der finanziellen Lage des Konzerns zu ermöglichen.

Konzern 2021 Konzern 2020
TEUR in % TEUR in %
Umsatzerlöse 17.583 97,1% 15.446 97,7%
Sonstige betriebliche Erträge 528 2,9% 371 2,3%
Betriebsleistung 18.111 100,0% 15.817 100,0%
Materialaufwand -2.905 -16,0% -1.982 -12,5%
Personalaufwand -6.204 -34,3% -5.553 -35,1%
Abschreibungen -2.298 -12,7% -2.286 -14,5%
Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.571 -19,7% -3.837 -24,3%
Betriebliche Steuern (ohne Ertragsteuern) -5 0,0% -2 0,0%
Aufwendungen für die Betriebsleistung -14.983 -82,7% -13.660 -86,4%
EBIT 3.128   2.158  
Zinsertrag 0   0  
Zinsaufwand -398   -419  
Zinsergebnis -398   -419  
EBT 2.730   1.739  
Ertragsteuern -1.473   -1.154  
Jahresergebnis 1.257   585  

Der Konzernjahresüberschuss des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von TEUR 1.257 (Vorjahr: TEUR 585) setzt sich im Wesentlichen aus dem positiven Ergebnisbeitrag der AES für das Geschäftsjahr 2021 sowie gegenläufigen Effekten aus dem Kapitaldienst für die Akquisitionsfinanzierung, planmäßiger Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert sowie gegenüber dem Vorjahr erhöhten Steueraufwendungen zusammen.

Das operative Ergebnis EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern) von TEUR 3.128 (Vorjahr: TEUR 2.158) stellt sich auch im Geschäftsjahr 2021 positiv dar und zeigt die nachhaltige operative Ertragskraft des Konzerns.

Finanzlage

Zur Beurteilung der Finanzlage des Konzerns wurde die nachstehende Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021 erstellt und den entsprechenden Vorjahresangaben gegenüberstellt, um eine zukunftsgerichtete Beurteilung der finanziellen Lage des Konzerns zu ermöglichen.

2021
TEUR
2020
TEUR
Konzernjahresüberschuss 1.257 585
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens (+) 2.298 2286
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen 49 67
Gewinn (-)/Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -1 6
Zunahme (-)/Abnahme(+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -700 -561
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 278 -42
Ertragssteueraufwand (+) 1.473 1.154
Ertragssteuerzahlungen (-) -1.972 -326
Zinsaufwendungen (+)/-erträge (-) 398 419
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 3.080 3.588
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 5 5
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -277 -272
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -2 -95
Cashflow aus Investitionstätigkeit -274 -362
Auszahlungen (-) für die Tilgung von (Finanz-)Krediten -1.976 -690
Gezahlte Zinsen -378 -227
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -2.354 -1.916
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 452 1.310
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 3.825 2.515
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.277 3.825
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds    
Liquide Mittel 4.277 3.833
./. jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 -8
  4.277 3.825

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR 3.080 (Vorjahr: TEUR 3.588) stellt sich positiv dar und unterlegt die Fähigkeit des Konzerns, auch künftig Erhaltungs- und Erweiterungsinvestitionen zu tätigen und den Verpflichtungen gegenüber Kapitalgebern nachzukommen. Im Geschäftsjahr 2021 waren hier insbesondere Mittelbindungen im Bereich des Working Capital zu beobachten.

Des Weiteren wurde das Darlehen zur Finanzierung der Akquisition der AES planmäßig um TEUR 1.976 (Vorjahr: TEUR 1.689) zurückgeführt. Es erfolgten keine Sondertilgungen im Berichtjahr (Vorjahr: TEUR 252).

Einschätzung der Geschäftsführung zum Geschäftsverlauf

Die AES hat von den geschilderten branchenbezogenen Rahmenbedingungen & Auswirkungen der COVID-19 Pandemie im größeren Geschäftsbereich des Unternehmens, dem ULD Handling Business an den Standorten Leipzig & Köln auch im Berichtsjahr 2021 stark profitieren können, was den spürbaren Einbruch des Maintenance, Repair & Overhaul (MRO) Business ggü. dem Jahr 2019 (Pre-Covid) vollständig kompensieren konnte. Die Geschäftsführung ist daher mit der skizzierten Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Anbetracht der enormen Verwerfung der Luftfahrtindustrie im Zuge der Pandemie sehr zufrieden und sieht den Konzern gut gerüstet, die Herausforderungen in der Zukunft zu bestehen.

Die Vermögenslage ist stabil bei einer Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2021 von rd. 55 % (Vorjahr: 48 %).

Die Ertragslage lässt aufgrund der vollständig kompensierten Auswirkungen der COVID-19 Krise auf die Geschäftsentwicklung der AES im Jahr 2021 eine positive zukünftige Entwicklung der Ergebnisse erwarten, um den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten und weiter zu expandieren.

Die Finanzlage lässt aufgrund der operativen Entwicklung der AES im Jahr 2021 und deren erwarteter zukünftiger Entwicklung positive Zahlungszuflüsse erwarten, damit der Konzern seinen finanziellen Verpflichtungen zu jeder Zeit nachkommen kann.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

Risikomanagementsystem

Ziel des Risikomanagements ist die optimale Risikobewältigung durch das Verständnis der Zusammenhänge von Risikopotentialen, insbesondere die Absicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Im Aerotec Konzern sorgen kurze Informationswege und flache Hierarchien für eine effektive Kommunikation von Chancen und Risiken.

Für das Risikomanagement ist die Geschäftsführung im Rahmen der unternehmerischen Verantwortung zuständig und verantwortlich. Die vorhandenen Managementsysteme, Strukturen und Prozesse stellen das erforderliche Risikomanagement sicher, d.h. Risiken, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken und gegebenenfalls den Fortbestand des Konzerns gefährden, werden frühzeitig identifiziert.

Zu den Steuerungssystemen des Managements gehören insbesondere das Quartals-Reporting, diverse Kennzahlen, ein Liquiditäts-Forecast sowie eine regelmäßige Berichterstattung zu Auftragseingang und Auftragsbestand.

Operative Chancen und Risiken

Die aktuell anhaltende Corona-Pandemie stellt weiterhin zwar ein gesamtwirtschaftliches Risiko dar, welches die operativen Geschäftsprozesse im Konzern weiterhin beeinflussen wird. Es hat sich durch die Entwicklungen im Berichtsjahr jedoch herausgestellt, dass dies hauptsächlich für den Bereich MRO (Instandsetzung von Luftfahrtkomponenten) galt, der einen weiteren Umsatzrückgang erfuhr. Besser als erwartet konnte die Ertragslage der AES im Jahr 2021 durch das Wachstum des Geschäftsbereiches ULD (Reparatur von Luftfrachtcontainern) nicht nur stabilisiert, sondern weiter ausgebaut werden, so dass von einer nunmehr reduzierten Gefahrenlage durch die Corona-Pandemie auf das Geschäft der AES ausgegangen wird.

Die Geschäftsführung hat mit Ausbruch der Pandemie sichergestellt, dass die Sicherheit der Arbeitnehmer durch weitreichende Hygiene-Maßnahmen und Wahrung des Sicherheitsabstandes zwischen Kolleginnen und Kollegen gewährleistet ist. Homeoffice wurde für Mitarbeiter der Verwaltung umgesetzt und der Betrieb konnte aufrechterhalten bleiben. Diese Maßnahmen haben wesentlich dazu beigetragen, dass es im Verlauf des Jahres 2021 zu keinen nennenswerten Betriebsunterbrechungen aufgrund von flächendeckenden Infektionen von Mitarbeitern oder entsprechenden Quarantäneauflagen gekommen ist.

Sowohl das Umsatzwachstum als auch die Ertragslage aus dem Berichtsjahr setzte sich im Jahr 2022 weiterhin fort. Der kumulierte Umsatz der ersten beiden Monate des Jahres 2022 lag 26 % über dem des Vorjahreszeitraums. Erhöhte Rohstoffpreise (besonders bei Aluminiumvorerzeugnissen sowie bei Benzin und Gas), verlängerte Lieferzeiten von Ersatzteilen, sowie die hohe allgemeine Inflation im März 2022 von 7,3 %, u.a. durch den Krieg in der Ukraine bedingt (Quelle: Stat. Bundesamt), sind zum Zeitpunkt der Berichtserstellung bereits Fakt. Die sich daraus abzeichnenden Risiken begegnet die Gesellschaft mit frühzeitigen, kleinteiligeren Bestellungen bei Lieferanten sowie einer allgemeinen Aufstockung der Ersatzteilläger. Jedoch sind auch bereits ausgelöste Bestellungen aus dem zweiten Halbjahr 2021 mit deutlich längeren Lieferzeiten versehen, so dass von einer weiteren erheblichen Störung der Lieferketten im Jahr 2022 ausgegangen werden muss. Die Auswirkungen durch eine reduzierte Gasversorgung auf den Geschäftsbetrieb werden während der Sommermonate als gering eingeschätzt. Jedoch werden die Stationen Köln, Leipzig und Basel mit Gas beheizt, so dass hier ein Versorgungsrisiko mit dem Einsetzen der kälteren Jahreszeit besteht. Anhaltend hohe Ölpreise wirken sich zudem negativ auf das Geschäft der AES aus, da der Transport von ULD's von und zu den Reparaturstandorten über Speditionen erfolgt, die unmittelbar von höheren Kraftstoffpreisen betroffen sind. Bei neuen Entwicklungen der dynamischen Lage berät sich und reagiert das Führungsteam der AES tages- und wochenaktuell. Für das Wartungs- und Reparaturgeschäft wird mit zunehmenden Passagieraufkommen ab dem 2. Halbjahr gerechnet, wobei das Vor-Corona Niveau an Passieraufkommen auf absehbare Zeit nicht wieder erreicht werden wird und somit auch die Umsätze des Wartungs- und Reparaturgeschäftes sich entsprechend entwickeln werden. Den Risiken einer abschwächenden Nachfrage nach Wartungen und Reparaturleistungen steht eine zunehmende Nachfrage infolge von Betriebsschließungen kleinerer regionaler Dienstleister gegenüber, die zu einer Konsolidierung des Marktes führen kann.

Für die Mitarbeiter der Service-Werkstätten in den Standorten wurde analog der Entwicklung der Umsatzerlöse punktuell Kurzarbeit umgesetzt. Das Forderungsmanagement wurde optimiert, Investitionen reduziert, operative Kosten reduziert und die Liquidität der Gesellschaft erhöht. Diese Maßnahmen werden auch im 1. Halbjahr 2022 fortgesetzt.

Zu weiteren Ausführungen wird auf den Prognosebericht verwiesen.

Luftfahrttechnische Zulassungen

Der Konzern besitzt sämtliche vom Luftfahrt-Bundesamt und weiteren Behörden ausgegebene Zulassungen, um die Entwicklung, Reparatur, Wartungen und Reinigungen von Flugzeugeinrichtungen durchführen zu dürfen. Die Zulassungen werden in der Regel für eine unbegrenzte Dauer erteilt, unterliegen jedoch regelmäßigen Audits durch die zuständigen Behörden. Falls die Voraussetzungen künftig nicht mehr eingehalten werden können, würden sich deutliche negative Folgen für den Geschäftsbetrieb des Konzerns ergeben, da die Erbringung der Leistungen an die Kunden nur bei Vorliegen der entsprechenden Zulassungen erfolgen darf. Das Management widmet diesem Thema hohe Aufmerksamkeit und stellt über eine entsprechende frühzeitige Vorbereitung auf diese Audits sowie hohe Qualitätsstandards in den betrieblichen Abläufen sicher, dass auch in Zukunft sämtliche luftfahrttechnischen Zulassungen vorliegen.

Finanzierungsrisiken

Im Rahmen des Erwerbs der AES im Jahr 2016 wurde eine Akquisitionsfinanzierung in Höhe von TEUR 12.000 aufgenommen, für die ein regelmäßiger Kapitaldienst geleistet werden muss (Stand 31.12.2021: TEUR 2.641). Nach Einschätzung des Managements ist der Konzern in der Lage, auch zukünftig ausreichende liquide Mittel aus dem operativen Geschäft zu erwirtschaften, um den Verpflichtungen vollumfänglich nachkommen zu können.

Daneben bestehen übliche Preisänderungs- und Ausfallrisiken bei Forderungen, denen das Management durch ein entsprechendes Einkaufs- und Debitorenmanagement entgegentritt.

Sonstige Risiken

Eine der größten Herausforderungen bleibt der Personalbedarf; seit geraumer Zeit ist der Markt für verfügbares Personal wie leergefegt. Obwohl der Konzern das neu eingestellte Personal selbst ausbildet und qualifiziert, wird es zunehmend schwieriger, Mitarbeiter mit der erforderlichen Ausbildung und Bereitschaft, sich einem stark serviceorientierten Beruf einzubringen, zu finden.

Die Geschäfts- und Produktionsprozesse und die interne und externe Kommunikation des Konzerns basieren in hohem Maße auf Informationstechnologien. Eine wesentliche Störung oder ein Ausfall der verwendeten Systeme kann zu einer Beeinträchtigung der Geschäftssysteme bis hin zum vollständigen Datenverlust führen. Daher ist die Erstellung und Überwachung der IT-Dokumentation zu der eingesetzten Hardware, zu Softwarelizenzen, dem Netzwerk und den Sicherheitsrichtlinien einschließlich der Zugriffs- und Datensicherungskonzepte fester Bestandteil der Risikovorsorge im Aerotec Konzern.

Steuerliche Risiken werden permanent überwacht und aufgrund ihrer Komplexität zumeist unter Rückgriff auf die Expertise externer Steuerberater aufgearbeitet. Aufgrund von Betriebsprüfungen sowie der sich laufend ändernden Steuergesetzgebung ist es nicht ausgeschlossen, dass daraus negative Folgen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entstehen können.

Prognosebericht

Der Ausbruch des Coronavirus und die dadurch ausgelöste globale Pandemie hat seit dem Jahr 2020 weltweit erhebliche Auswirkungen gezeigt. Die weltweiten Bemühungen staatlicher Akteure einen Großteil der Bevölkerung gegen COVID-19 im Laufe des Jahres 2021 haben zu einer spürbaren Erholung der gesamtwirtschaftlichen Lage in 2021 beigetragen.

Der darüber hinaus gehende Ausblick unterliegt unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen in der Ukraine sowie der noch andauernden Corona-Krise allerdings weiterhin einer Vielzahl von gesamtwirtschaftlichen und operativen Risiken.

Die Bundesregierung rechnet in der vorgelegten Frühjahrsprojektion für das Jahr 2022 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um nur noch 1,8 %. Sogar eine Stagnation in Verbindung mit einer hohen Inflationsrate scheint möglich. Die weitere Entwicklung des Kriegs in der Ukraine und die weltwirtschaftlichen Auswirkungen sind noch weitestgehend ungewiss.

Vor dem Hintergrund der vorbeschriebenen Szenarien geht der Konzern davon aus, dass sich die Umsatzerlo¨se des Kalenderjahres 2022 im Gesamtjahr über dem Niveau des Kalenderjahres 2021 bewegen werden. Für die Monate Juli bis Dezember 2022 kann sich die Passagierluftfahrt zunehmend erholen, wenn es gelingt, die Inflation im Rahmen zu halten, ohne allerdings das Vorkrisenniveau wieder zu erreichen.

Unter diesen wirtschaftlichen und politischen Bedingungen wird insgesamt für das Geschäftsjahr 2022 von einem weiterhin verbesserten Geschäftsverlauf ausgegangen. Der Konzern sieht sich gut gerüstet, die Herausforderungen der Krisen zu bewältigen und den Pfad profitablen Wachstums weiter fortzuführen. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass das EBIT des Konzerns für das Geschäftsjahr 2022 auf einem leicht höheren Niveau wie das EBIT des Jahres 2021 liegen wird und im Jahr 2023 weiter steigen wird. Entsprechendes wird für die Kennzahlen operativer Cashflow und liquide Mittel erwartet.

Die tatsächliche Entwicklung kann darüber hinaus ebenso von den im Risikobericht dargestellten Risiken beeinflusst werden.

 

Grünwald, den 29. April 2022

Eric Blumenthal

KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021

DER AEROTEC EUROPE GMBH (VORMALS: AURELIUS WK TWO GMBH), GRÜNWALD

AKTIVA

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen und Lizenzen 10.967,00 33.797,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 9.601.807,78 11.623.240,99
  9.612.774,78 11.657.037,99
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 3.573.987,35 3.539.381,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 68.019,00 35.020,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 456.180,67 503.029,67
  4.098.187,02 4.077.431,02
  13.710.961,80 15.734.469,01
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.749.891,84 1.788.692,29
2. Geleistete Anzahlungen 3.000,00 10.467,00
  1.752.891,84 1.799.159,29
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.585.738,39 1.966.482,60
2. Sonstige Vermögensgegenstände 252.344,58 138.720,90
  2.838.082,97 2.105.203,50
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.277.075,67 3.832.738,66
  8.868.050,48 7.737.101,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten 30.596,95 16.851,67
  22.609.609,23 23.488.422,13

PASSIVA

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 31.250,00 31.250,00
II. Kapitalrücklage 10.282.888,06 10.282.888,06
III. Konzernbilanzgewinn 2.143.472,08 886.702,05
  12.457.610,14 11.200.840,11
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 837.007,00 1.335.646,00
2. Sonstige Rückstellungen 551.620,00 502.904,50
  1.388.627,00 1.838.550,50
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.621.770,56 6.611.620,65
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 413.504,50 446.948,88
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.354.733,79 3.326.045,91
4. Sonstige Verbindlichkeiten 373.363,24 64.416,08
davon aus Steuern: EUR 372.340,67 (Vorjahr: EUR 57.756,17)    
  8.763.372,09 10.449.031,52
  22.609.609,23 23.488.422,13

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2021

DER AEROTEC EUROPE GMBH (VORMALS: AURELIUS WK TWO GMBH), GRÜNWALD

2021
EUR
2020
EUR
1. Umsatzerlöse 17.582.708,22 15.446.131,87
2. Sonstige betriebliche Erträge 527.801,62 371.189,03
davon aus Währungsumrechnung: EUR 390.029,91 (Vorjahr: EUR 99.235,90)    
3. Gesamtleistung 18.110.509,84 15.817.320,90
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.178.334,31 1.895.555,93
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 727.014,53 86.343,74
  2.905.348,84 1.981.899,67
5. Rohergebnis 15.205.161,00 13.835.421,23
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 5.184.013,80 4.658.905,08
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.019.851,84 893.755,87
davon für Altersversorgung: EUR 16.785,49 (Vorjahr: EUR 16.637,41)    
  6.203.865,64 5.552.660,95
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.297.718,93 2.285.752,07
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.570.994,33 3.836.767,07
davon aus Währungsumrechnung: EUR 85.233,64 (Vorjahr: EUR 380.700,92)    
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,59 0,39
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 398.203,22 418.885,50
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.472.856,61 1.153.805,50
12. Ergebnis nach Steuern 1.261.522,86 587.550,53
13. Sonstige Steuern 4.752,83 2.461,19
14. Konzernjahresüberschuss 1.256.770,03 585.089,34
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 886.702,05 301.612,71
16. Konzernbilanzgewinn 2.143.472,08 886.702,05

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2021

AEROTEC EUROPE GMBH (VORMALS: AURELIUS WK TWO GMBH), GRÜNWALD

INHALTSVERZEICHNIS

I. Allgemeine Erläuterungen zur Rechnungslegung

II. Konsolidierung

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

IV. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

V. Sonstige Angaben

VI. Ergebnisverwendungsvorschlag

VII. Konzernabschluss

VIII. Nachtragsbericht

1. Allgemeine Erläuterungen zur Rechnungslegung

Die Aerotec Europe GmbH (vormals: AURELIUS WK Two GmbH) hat ihren Sitz in Grünwald, Landkreis München, und wird beim Amtsgericht München unter der Registernummer HRB 227365 geführt. Mit Gesellschafterbeschluss vom 28. April 2022 wurde der Sitz der Gesellschaft von Grünwald nach Köln verlegt.

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches nach den Vorschriften der §§ 290ff. HGB und auf Basis der ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Die Gliederung der Konzernbilanz erfolgte in Anwendung der Vorschriften des § 266 HGB. Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte in Anwendung des § 275 Abs. 2 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren.

Soweit nicht anders vermerkt, erfolgen sämtliche Angaben in Tausend Euro (kurz: TEUR).

Angaben die Wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind grundsätzlich in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung aufgeführt.

2. Konsolidierung

1. Konsolidierungskreis

Die Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021 erfolgte freiwillig entsprechend der §§ 290, 293 HGB.

Das Geschäftsjahr sowie die Vergleichsperiode des Konzerns umfassen den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember.

Die Aerotec Europe GmbH ist Muttergesellschaft für die Gesellschaft Airplane-Equipment & Services A.E.S. GmbH, die im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen worden ist.

An der Tochtergesellschaft AES mit Sitz in Köln wird ein unmittelbarer Kapitalanteil von 100,00% gehalten.

Die AES hat als Tochterunternehmen der Aerotec Europe GmbH durch die Einbeziehung in den Konzernabschluss die Bedingungen des §264 Abs. 3 HGB erfüllt und nimmt die Erleichterungen im Hinblick auf Aufstellung, Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses in Anspruch.

2. Grundlagen des Konzernabschlusses und Konsolidierungsmethoden

Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bilanzieren zum Stichtag 31. Dezember. Die Bewertung im Konzern erfolgte nach einheitlichen Grundsätzen.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB). Danach werden die konsolidierungspflichtigen Anteile mit dem auf sie entfallenden Eigenkapital der Tochterunternehmen verrechnet, das dem beizulegenden Wert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten im Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile oder zum späteren Zeitpunkt der Erstkonsolidierung entspricht. Übersteigt der Beteiligungsansatz das entsprechende anteilige Eigenkapital der Tochterunternehmen, so werden sich ergebende aktivische Unterschiedsbeträge als Geschäfts- oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen und über die Nutzungsdauer abgeschrieben.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden Ausleihungen, Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen gemäß § 303 HGB zwischen einbezogenen Unternehmen eliminiert.

3. Deutsche Rechnungslegungsstandards (DRS)

Soweit die DRS über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehende zusätzliche Angaben fordern, wurden diese grundsätzlich nicht beachtet.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung im Konzern erfolgte nach einheitlichen Grundsätzen auf Basis der für das Mutterunternehmen geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages. Darüber hinaus wurden die für das Mutterunternehmen geltenden ergänzenden Vorschriften zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Kapitalgesellschaften beachtet.

Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden:

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Für selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Einzelanschaffungspreis von EUR 151,00 bis zu EUR 1.000,00 wurde im Berichtsjahr ein Sammelposten gebildet. Dieser Sammelposten wird über fünf Jahre gleichmäßig mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung von 1 % gebildet.

Zahlungsmittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite der Bilanz für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag gebildet, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Steuerrückstellungen wurden für die noch nicht veranlagten Steuern des Berichtsjahres gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet worden.

4. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

In den immateriellen Vermögensgegenständen ist mit TEUR 9.602 (Vorjahr: TEUR 11.623) ein Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung enthalten. Dieser wird gemäß § 309 Abs. 1 HGB i.V.m. § 253 Abs. 3 S. 3, 4 HGB über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 2.021 (Vorjahr: TEUR 2.021) planmäßig abgeschrieben.

Der sich im Rahmen der Kapitalkonsolidierung ergebende aktivische Unterschiedsbetrag entfiel in voller Höhe auf einen Geschäfts- oder Firmenwert, mithin konnten im Rahmen der durchgeführten Purchase Price Allocation (PPA) keine von den Buchwerten abweichenden beizulegenden Werte von Vermögensgegenständen, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten identifiziert werden.

Dies gilt insbesondere für die sog. "luftfahrttechnischen Zulassungen" der AES, die für deren Geschäftsbetrieb unerlässlich sind, da - trotz unstreitigem Bestand und Werteigenschaft - eine Schätzung der Nutzungsdauer nicht verlässlich vorgenommen werden kann; dies begründet sich darin, dass diese Zulassungen grundsätzlich ohne zeitliche Beschränkung vergeben werden und regelmäßig im Rahmen von Audits durch das Luftfahrt-Bundesamt bestätigt werden müssen.

Das gezeichnete Kapital von TEUR 31 und die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB von TEUR 10.283 entsprechen - wie im Vorjahr - den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten.

Die sonstigen Rückstellungen von TEUR 552 (Vorjahr: TEUR 503) setzen sich im Wesentlichen mit TEUR 226 (Vorjahr: TEUR 192) aus Rückstellungen für Urlaubs- und Überstundenansprüchen der Mitarbeiter, mit TEUR 158 (Vorjahr: TEUR 128) aus Rückstellungen für Tantiemen und mit TEUR 73 (Vorjahr: TEUR 88) aus Rückstellungen für Prozessrisiken zusammen.

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2021 in Höhe von TEUR 8.763 (Vorjahr: TEUR 10.449) gliedern sich wie folgt:

Restlaufzeiten
< 1 Jahr > 1 Jahr Summe davon > 5 Jahre
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 4.622 0 4.622 0
(Vorjahr) (1.881) (4.731) (6.612) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 413 0 413 0
(Vorjahr) (447) (0) (447) (0)
Verbindlichkeiten ggü. Gesellschafter 3.355 0 3.355 0
(Vorjahr) (0) (3.326) (3.326) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 373 0 373 0
(Vorjahr) (64) (0) (64) (0)
Summe 8.763 0 8.763 0
(Vorjahr) (2.392) (8.057) (10.449) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert:

Erstrangige notarielle Verpfändung aller Geschäftsanteile an der Aerotec und der AES

Erstrangige Verpfändung aller Konten der Aerotec und der AES

Sicherungsabtretung sämtlicher Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Intercompany-Darlehen innerhalb der Gruppe

Sicherungsabtretung sämtlicher Forderungen aus dem Kaufvertrag und den Berichten durch die Aerotec

Darlehensbelassungs- und Rangrücktrittserklärung der Aerotec

Sicherungsübereignung sämtlicher beweglichen Vermögensgegenstände des Anlage- und Umlaufvermögens der AES.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen aus Darlehensverpflichtungen und deren Verzinsung in Höhe von TEUR 3.349 (Vorjahr: TEUR 3.324) sowie aus Verbindlichkeiten im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 2).

Umsatzerlöse werden nahezu vollständig im Inland generiert.

5. Sonstige Angaben

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB betrug im Geschäftsjahr 2021 113 (davon 12 Angestellte und 101 gewerbliche Arbeitnehmer).

Die nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte und sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB entfallen auf Miet- und Leasingverträge mit Restlaufzeiten bis zu 67 Monaten und betreffen im Wesentlichen Mietverträge für Bürogebäude und Werkhallen sowie Leasingverträge für PKW. Diese tragen zur Verringerung der Kapitalbindung bei. Die Mietverpflichtungen betragen TEUR 3.656 (Vorjahr: TEUR 3.907) und die Leasingverpflichtungen belaufen sich auf TEUR 123 (Vorjahr: TEUR 165).

Mitglied des Geschäftsführungsorgans des Mutterunternehmens ist Herr Eric Blumenthal, Köln, Managing Partner.

Die Geschäftsführung ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Angabe der Bezüge des Geschäftsführers gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB ist gemäß § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 HGB unterblieben.

Das für das Geschäftsjahr 2021 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB beträgt TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 12) und betrifft Abschluss- und sonstige Prüfungsleistungen.

6. Ergebnisverwendungsbeschluss

Mit Gesellschafterbeschluss vom 26. April 2022 wurde der Bilanzgewinn des Mutterunternehmens von EUR 12.706.537,28 auf neue Rechnung vorgetragen.

7. Konzernabschluss

Der Konzernabschluss umfasst die Aerotec Europe GmbH und deren Tochtergesellschaft (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Der freiwillige Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt.

8. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung im Sinne von § 314 Abs. 1 Nr. 25 HGB haben sich nach dem Bilanzstichtag in Bezug auf den Ukraine Krieg ereignet. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass der Krieg schwerwiegende wirtschaftliche Auswirkungen hat, die sich weiter verschärfen werden, je länger der Konflikt andauert. Diese Auswirkungen stellen laut IWF erhebliche wirtschaftliche Risiken für die Region und die ganze Welt dar und drohten gerade jetzt, wo sich die Weltwirtschaft von den Verwerfungen durch die Coronapandemie erholt, einige der Fortschritte wieder zunichtezumachen. Wir verweisen hierzu auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt "IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht". Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.

 

Grünwald, den 29. April 2022

Eric Blumenthal

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr 2021

der Aerotec Europe GmbH (vormals: AURELIUS WK Two GmbH), Grünwald

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 136.374,00 1.681,00 0,00 138.055,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 20.165.452,70 0,00 0,00 20.165.452,70
  20.301.826,70 1.681,00 0,00 20.303.507,70
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.748.098,96 141.033,79 0,00 3.889.132,75
2. Technische Anlagen und Maschinen 37.915,86 45.919,57 0,00 83.835,43
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 685.126,81 90.459,35 48.990,00 726.596,16
  4.471.141,63 277.412,71 48.990,00 4.699.564,34
  24.772.968,33 279.093,71 48.990,00 25.003.072,04
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 102.577,00 24.511,00 0,00 127.088,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.542.211,71 2.021.433,21 0,00 10.563.644,92
  8.644.788,71 2.045.944,21 0,00 10.690.732,92
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 208.717,61 106.427,79 0,00 315.145,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.895,86 12.920,57 0,00 15.816,43
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 182.097,14 132.426,36 44.108,01 270.415,49
  393.710,61 251.774,72 44.108,01 601.377,32
  9.038.499,32 2.297.718,93 44.108,01 11.292.110,24
Buchwerte
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.967,00 33.797,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 9.601.807,78 11.623.240,99
  9.612.774,78 11.657.037,99
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.573.987,35 3.539.381,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 68.019,00 35.020,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 456.180,67 503.029,67
  4.098.187,02 4.077.431,02
  13.710.961,80 15.734.469,01

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021

der Aerotec Europe GmbH (vormals: AURELIUS WK Two GmbH), Grünwald

2021
TEUR
2020
TEUR
Konzernjahresüberschuss 1.257 585
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens (+) 2.298 2.286
Zunahme (+)/Abnahme (-) der sonstigen Rückstellungen 49 67
Gewinn (-)/Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -1 6
Zunahme (-)/Abnahme(+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -700 -561
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 278 -42
Ertragsteueraufwand (+) 1.473 1.154
Ertragsteuerzahlungen (-) -1.972 -326
Zinsaufwendungen (+)/-erträge (-) 398 419
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 3.080 3.588
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 5 5
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -277 -272
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -2 -95
Cashflow aus Investitionstätigkeit -274 -362
Auszahlungen (-) für die Tilgung von (Finanz-)Krediten -1.976 -1.689
Gezahlte Zinsen -378 -227
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -2.354 -1.916
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 452 1.310
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 3.825 2.515
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.277 3.825
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds    
Liquide Mittel 4.277 3.833
abzüglich jederzeit fällige Vblk ggü Kreditinstituten 0 -8,00
  4.277 3.825

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021

der Aerotec Europe GmbH (vormals: AURELIUS WK Two GmbH), Grünwald

Eigenkapital des Mutterunternehmens Konzerneigenkapital
Kapitalanteile Gezeichnetes Kapital
EUR
Rücklagen Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB
EUR
Gewinnvortrag/ Verlustvortrag
EUR
Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
EUR
EUR
Stand am 31.12.2019 31.250,00 10.282.888,06 -152.118,89 453.731,60 10.615.750,77
Umgliederung in Gewinnvortrag 0,00 0,00 453.731,60 -453.731,60 0,00
Konzernjahresergebnis 0,00 0,00 0,00 585.089,34 585.089,34
Stand am 31.12.2020 31.250,00 10.282.888,06 301.612,71 585.089,34 11.200.840,11
Umgliederung in Gewinnvortrag 0,00 0,00 585.089,34 -585.089,34 0,00
Konzernjahresergebnis 0,00 0,00 0,00 1.256.770,03 1.256.770,03
Stand am 31.12.2021 31.250,00 10.282.888,06 886.702,05 1.256.770,03 12.457.610,14

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Aerotec Europe GmbH (vormals: AURELIUS WK Two GmbH), Grünwald

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Aerotec Europe GmbH (vormals: AURELIUS WK Two GmbH), Grünwald, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Aerotec Europe GmbH (vormals: AURELIUS WK Two GmbH), Grünwald, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 29. April 2022

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Joerg Schoberth, Wirtschaftsprüfer

Daniel Feiter, Wirtschaftsprüfer

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