KP Family International GmbH
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Maik Stockmann seit 13.3.2026 | Geschäftsführer |
Tobias Artur Schöllhammer seit 15.11.2023 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Hugo Bidco B.V. | 6.25% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KP Family International GmbHAschheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022A. Grundlagen des Unternehmens I. Geschäftsmodell Die KP Family International GmbH ist ein E-Commerce Handelsunternehmen mit Sitz in Aschheim. Ihr Sortiment deckt den kompletten Bedarf rund um Baby und Kind ab. Waren werden ausschließlich über das Internet vertrieben, wobei der Vertrieb neben der eigenen Plattform babyartikel.de auch über diverse andere Onlinekanäle oder Marktplätze erfolgt. Das Sortiment teilt sich in die Warengruppen "Unterwegs" (Kinderwagen & Zubehör, Kindersitze & Zubehör), "Füttern", "Pflegen", "Wohnen und Schlafen", "Kleidung", "Spielzeug" und Sonstiges auf. Die Gesellschaft ist in einem klar abgegrenzten Marktumfeld tätig. Die Zielgruppe sind Eltern und Großeltern jeglichen Alters, hauptsächlich jedoch Frauen zwischen 25 und 40. Als Online-Fachhändler ist es unser Ziel, unseren Kunden nicht nur ein großes Sortiment zu erschwinglichen Preisen anzubieten, sondern zudem durch Service- und Beratungsleistungen langfristige Kundenbindung zu erreichen. II. Rechtliche Unternehmensstruktur und Leitung Die Gesellschaft ist eine mittelbare 100 %-ige Beteiligung der der Hugo Holding B.V., Amsterdam (Niederlande). Die Geschäftsführung der KP Family International GmbH besteht seit 16. Februar 2024 aus Tobias Schöllhammer und Carsten Paris. Ausgeschiedene Geschäftsführer: Ruben Baumann (2022), Martin Treek und Christian Gleichmann (2023) und Ralph Goedecke (2024) III. Wesentliche Absatz- und Beschaffungsmärkte 1. Absatzmarkt Der Hauptabsatzmarkt der Gesellschaft ist Deutschland mit zunehmender Internationalisierung, hauptsächlich in Europa. 2. Beschaffungsmarkt Der Hauptbeschaffungsmarkt der Gesellschaft ist Deutschland. Einer der größten Lieferanten der Gesellschaft ist das verbundene Unternehmen Hauck GmbH & Co. KG mit Sitz in Sonnefeld. Die Lieferanten der Gesellschaft beschaffen die Produkte auf internationalen Märkten mit dem Hauptfokus in Asien. IV. Einflussfaktoren Der zentrale Einflussfaktor für das Geschäftsmodell der Gesellschaft sind die Geburtenraten in Deutschland, sowie in Europa. Für eine stabile Versorgung mit den zu vertreibenden Waren sind global funktionierende Lieferketten notwendig. Die Geschäftsentwicklung der Bereiche wird wesentlich beeinflusst durch die globale und branchenspezifische Wirtschaftsentwicklung. Externe Einflussfaktoren wie Inflation, Zinsentwicklung sowie politische Entwicklungen in den Zielmärkten haben ebenfalls einen Einfluss auf die zukünftige Geschäftstätigkeit. Deren finaler Einfluss kann jedoch weder im Zeitpunkt noch im Umfang seriös prognostiziert werden. B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Nachdem sich die globale Wirtschaftskraft im Jahr 2021 spürbar von den Folgen der Corona-Pandemie erholt hatte, stellte sich zu Jahresbeginn 2022 eine deutliche Verunsicherung infolge des Russland-Ukraine-Kriegs ein. Sprunghaft steigende Rohstoffpreise und eine weitgehende strategische Neuausrichtung insbesondere der europäischen Energieversorgung verschärften die bereits zuvor zu beobachtenden inflationären Tendenzen noch weiter. Zudem kam es infolge des Kriegs verstärkt zu einer geopolitischen Blockbildung und teils zu Verschärfungen früherer bilateraler Konflikte. Daneben sorgten wiederkehrende regionale Lockdowns im Zuge der chinesischen Null-COVID-Politik immer wieder für Unterbrechungen in den globalen Lieferketten. Die Restriktionen in China wurden im November und Dezember 2022 gelockert, wobei das Konsumverhalten und die allgemeine wirtschaftliche Stimmung auch zum Jahresende weiter verhalten blieben. Der Krieg in der Ukraine hält weiterhin an und dürfte sich auch im Jahr 2023 und Folgejahren auf die weltwirtschaftliche Entwicklung auswirken. Allerdings setzten im dritten Quartal 2022 einige aufhellende Tendenzen ein, darunter eine Entspannung auf den Energiemärkten, die zum Teil jedoch bereits im vierten Quartal 2022 wieder zum Erliegen kamen. Das gesamtwirtschaftliche Marktumfeld war auch im Jahr 2023 von großer Unsicherheit und Volatilität geprägt, was konkrete Aussagen zu den Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf unseres Unternehmens weiterhin erschwert. 2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Die Einzelhandelsumsätze starteten im Januar 2022 sehr vielversprechend. Leider hielt dieser Trend nur bis Ende Februar an. Seit dem Ausbruch des Ukraine Krieges ist eine deutlich spürbare Kaufzurückhaltung bei den Verbrauchern festzustellen. Der Einzelhandelsumsatz 2022 sank gemäß dem statistischen Bundesamt (destatis.de) um 0,6 % (real) gegenüber dem Jahr 2021. Im Bereich der Babyausstattung beobachten wir eine starke Verschiebung der Nachfrage zu preisgünstigen Sortimenten. Gleichzeitig boomt der Gebrauchtmarkt - gerade bei den größeren Investitionsgütern wie Kinderwagen, Möbel und Ähnlichem. Nach Berichten des Marktforschungsinstitutes GFK sind die Umsätze bei Kinderwagen im Jahr 2022 um -20,8 % und bei Autositzen um -21,1 % gegenüber dem Vorjahr eingebrochen. Die Gründe für die Zurückhaltung der Verbraucher sind kaum kalkulierbare Energiekosten und generell steigende Preise in allen Lebensbereichen. Hinzu kommt, dass die Geburtenraten, nach einem sehr starken Jahr 2021, im Jahr 2022 um ca. 7,1 % eingebrochen sind. Damit befinden wir uns auf dem niedrigsten Stand seit 7 Jahren. Im Jahr 2022 wurden in Deutschland rund 739.000 Kinder geboren. Davon waren 343.000 Kinder Erstgeburten der Mutter (46 %), 257.000 die zweiten Kinder (35 %) und ca. 138.000 die dritten oder weitere Kinder (19 %). Die für unseren Sektor relevante Geburtenrate ist laut statistischem Bundesamt (destatis) zum Durchschnitt der vergangenen Jahre 2019 bis 2021 um 5,5 % zurückgegangen. Der Geburtenrückgang für Erstgeburten betrug 5,2 %, bei den der Zweiten Kinder 7,5 %, sowie bei denen der dritten und weiteren Kinder 2,8 %. In Westdeutschland brachten die Frauen 2022 ca. 4,5 % weniger Kinder zur Welt als im Durschnitt 2019 bis 2021. In Ostdeutschland war der Rückgang mit -10,4 % deutlich stärker ausgeprägt. Zusätzlich zum zurückhaltenden Geburtenverhalten, kamen die altersstrukturellen Veränderungen zum Tragen. Durch die schwachen Geburtenjahrgänge der 1990er Jahre, die nun in die wichtige fertile Phase eintreten, nimmt gerade die Zahl der potentiellen Mütter im Alter von Mitte 20 bis Anfang 30 jedes Jahr ab. Wie im Weiteren aufgezeigt, konnten wir uns gegen den allgemeinen negativen Markttrend auch im Jahre 2022 gut behaupten. II. Geschäftsverlauf 1. Geschäftsverlauf im Überblick Die Gesamtwirtschaftliche Entwicklung, die durch den Ukraine Krieg ausgelöst wurde, hat den Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2022 wesentlich beeinflusst. Unsicherheit sowohl bei unseren Kunden, wie auch auf den Märkten führte zu stagnierenden Umsätzen und steigenden Kosten. Wir standen vor der großen Herausforderung, die nach dem Ende der Pandemie nun wieder stabilisierten Beschaffung von Produkten zu bremsen, da wir und auch unsere Lieferanten mit einer stark sinkenden Nachfrage konfrontiert wurden. Der Hauptfokus lag im Geschäftsjahr 2022 somit auf dem notwendigen Abbau der Überbestände. Dieser führte durch den Preisdruck des Wettbewerbs zu Margenverlusten, da die Preissteigerungen der Industrie nicht vollständig weitergegeben werden konnten. Durch den Zusammenschluss mit den Unternehmen in der neuen Konzernstruktur konnten wir unser Eigenmarken-Sortiment vergrößern. Der Fokus auf den Vertrieb dieser Sortimente half uns den oben beschriebenen Preis- und Margendruck größtenteils auszugleichen. Der Wert der Warenbestände konnte von einem zwischenzeitlichen Jahreshoch von 12,4 Mio. EUR auf 10,9 Mio. EUR zum Jahresende reduziert werden. Der Nettoumsatz erreichte 2022 über 42,9 Mio. EUR, was einer Steigerung von rd. 3 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Sommer 2022 haben wir unser neues Shopsystem mit Spryker fertiggestellt. Der Vorteil ist eine einfachere Weiterentwicklung des Onlineshops und somit eine schnellere Anpassung an das Marktumfeld und die Wettbewerber. Im November 2022 verlegten wir den Hauptfirmensitz in den Einsteinring 1-7 nach Aschheim. Hier stehen uns nun ausreichende Bürokapazitäten zur Verfügung. 2. Steuerungssystem a) Finanzielle Leistungsindikatoren i) Allgemein Die Steuerung des Unternehmens erfolgt nach den Leistungsindikatoren ,Umsatzerlöse', ,Gross Profit 2' und ,EBITDA'. Der Hauptfokus in der Steuerung des Unternehmens lag hierbei auf den Umsatzerlösen, um Überbestände abzubauen und den Cashflow stabil zu erhalten. Der dadurch gesunkene Gross Profit 2 und die steigenden Kosten führten zu einem niedrigeren EBITDA im Vergleich zum Vorjahr. ii) Umsatzerlöse Der Marktanteil der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr gering angestiegen. Der Umsatz konnte durch gezielte Abverkaufsmaßnahmen und Optimierung der Markplatzaktivitäten um insgesamt 3 % von 41.610 TEUR auf 42.980 TEUR gesteigert werden. Somit wurde das Unternehmensziel einer zum Vorjahr leichten Umsatzsteigerung erreicht. iii) Gross Profit 2 Der Gross Profit 2 des Unternehmens ermittelt sich wie folgt:
Die Prognose für 2022 war auf Grund der gestiegenen Material- und Vertriebskosten und dem Nachfragerückgang am Markt mit 16,10 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 deutlich geringer. Die tatsächliche Entwicklung des Gross Profit 2 im Geschäftsjahr 2022 ist mit 16,8 % etwas positiver ausgefallen als prognostiziert, jedoch im Vorjahresvergleich um ca. 2,5 Prozentpunkte deutlich geringer. iv) EBITDA Das EBITDA (Betriebsergebnis ohne Abschreibungen) der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr verringert. Dies liegt vor allem an den gestiegenen Kosten und geringeren Roherträgen. EBITDA Das EBITDA ermittelt sich wie folgt (in TEUR):
Die Gesellschaft konnte einen Mehrumsatz in Höhe von rd. 1,4 Mio. EUR zum Vorjahr erwirtschaften und liegt damit ca. 200 TEUR über der Prognose. In 2022 wurden wichtige strategische Führungspositionen und Abteilungen ausgebaut. Dies führte zu einem Personalkostenanstieg zum Vorjahr von rd. 723 TEUR. Der Anstieg wurde bereits in der Planung berücksichtigt. Durch das wirtschaftliche Umfeld bedingt, sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen zum Vorjahr um rd. 512 TEUR angestiegen. Dies liegt vor allem in den steigenden Werbekosten und Standortkosten und in der Energieversorgung begründet. Auch dies wurde bereits in der Prognose für 2022 berücksichtigt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Weiterbelastungen von Personalkosten an verbundenen Unternehmen (200 TEUR) sowie ein einmaliger Umzugskostenzuschuss des Vermieters (200 TEUR) enthalten. Die vorgenannten Sachverhalte haben dazu geführt, dass das EBITDA mit 764 TEUR unter dem Vorjahresniveau von 1.539 TEUR liegt. Die Prognose lag für das EBITDA bei knapp über Null. Durch die bessere Entwicklung des Gross Profit 2 im Vergleich zur Prognose erzielte die Gesellschaft mit 764 TEUR ein wesentlich höheres EBITDA als geplant. Die Finanzierungskosten der Gesellschaft sind wie prognostiziert eingetroffen. Somit konnte das Jahresergebnis von dem prognostizierten negativen 6-stelligen Betrag im mittleren Bereich auf einen negativen 5-stelligen Betrag reduziert werden. b) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Wir verwenden nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, um unsere Leistungen in Bezug auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte zu bewerten und somit auch nicht-monetäre Einflüsse, die das langfristige Wohl des Unternehmens und unserer Stakeholder beeinflussen können, zu berücksichtigen. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren befinden sich noch im Aufbau, sodass im Vorjahr noch keine Prognosen hierzu gemacht wurden und die Erfahrungswerte erst mit dem Geschäftsjahr 2023 erstmalig messbar sind. i) Energieverbrauch Erfassung des Energieverbrauchs und der Bemühungen zur Energieeffizienz. Hieraus resultiert die Planung des Baus einer Photovoltaikanlage auf dem Logistikzentrum in Reichertshofen im Laufe des Jahres 2024. Sobald die Anlage in Betrieb genommen wurde, ist das Ziel der Gesellschaft einen hohen Anteil des Energieverbrauchs (mind. 70 %) durch erneuerbare Energie abzudecken. ii) Abfallmanagement Bewertung der Abfallproduktion und der Maßnahmen zur Abfallreduzierung und -recycling. Die Gesellschaft ist stetig dabei die Verpackungsgrößen zu optimieren um den bestmöglichen Volumennutzen der Umverpackung zu erzielen und möglichst wenig Verpackung und Füllmaterial einzusetzen. Es wird vollständig auf jede Art von Plastik-Füllmaterial beim Versand unserer Pakete an den Endkunden verzichtet. Dies soll auch im nächsten Geschäftsjahr weiterhin so bleiben. iii) Soziale Indikatoren Mitarbeiterzufriedenheit: Zum Ende des Geschäftsjahres 2022 beschäftigte die KP Family International GmbH 116 Mitarbeiter. Das Fundament für die hohe und profitable Wertschöpfung basiert auf einer hohen Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiter. Durch ständige Evaluierung der Mitarbeiterbedürfnisse (Umfragen, etc.) wird versucht die Mitarbeiterzufriedenheit hochzuhalten und die Fluktuation im Personalbereich auf ein Minimum von 5 % zu reduzieren. Interne und externe Fortbildungsmaßnahmen werden angeboten, um das Know-How der Mitarbeiter zu fördern. Darüber hinaus informieren wir unsere Mitarbeiter in regelmäßigen Informationsveranstaltungen über die Entwicklung der Gesellschaft sowie der Unternehmensgruppe. Arbeitssicherheit: Messung von Unfallraten und Sicherheitsinitiativen am Arbeitsplatz. Zielquote von unter 0 % Unfallrate weiterhin einhalten. iv) Kundenindikatoren Für den Erfolg der Unternehmung ist das Verständnis des Kaufverhaltens und letztendlich der Kaufentscheidung unserer Kunden essentiell. Hierbei nutzen wir Indikatoren zur Messung der Kaufentscheidung. Zur Messung der Kundenzufriedenheit setzen wir Indikatoren zur Bewertung der Produktqualität, der Liefergeschwindigkeit als auch des Kundenservices ein. Net-Promoter-Score (NPS) Im Geschäftsjahr 2022 hat die Gesellschaft durch eine komplette Überarbeitung und Neu-Strukturierung der Prozesse im Customer-Care-Bereich vorgenommen. Dadurch hat sich die Bearbeitungsdauer bei Bestellanfragen und Reklamationen verringert und führt zu einer Erhöhung der Kundenzufriedenheit. Seit 2023 wird die Kundenzufriedenheit durch den Net Promoter Score gemessen und bewertet. Unser Ziel für 2024 ist ein NPS von durchschnittlich 60. III. Lage 1. Ertragslage Insgesamt schloss das Geschäftsjahr mit einem Jahresergebnis vor Verwendung von -83 TEUR. Bei den Umsatzerlösen war im Vorjahresvergleich ein Anstieg um 1.370 TEUR auf 42.980 TEUR zu verzeichnen. Der Anstieg ist insbesondere durch die Optimierung des Produktangebots über den Vertriebskanal Amazon für das EU Ausland begründet.
Der Anstieg im Segment "Kinderwagen und Zubehör" sowie "Wohnen und Schlafen" resultiert im Wesentlichen aus der Re-Fokussierung auf das Kerngeschäft - den Bereich Kinderwagen und Hochstühle - während es keine materiellen Weiterentwicklungen im Bereich "Spielzeug" gibt. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge von 149 TEUR auf 599 TEUR resultiert im Wesentlichen aus einem einmaligen Umzugskostenzuschuss des Vermieters des neuen Bürostandorts in Aschheim von 211 TEUR und der Weiterbelastung Firmen-Gruppen betreffender Kosten in Höhe von 199 TEUR an verbundene Unternehmen. Gemeinsam mit dem verbesserten Umsatz führte dies zu einer Erhöhung des Rohergebnisses (inkl. sonstige betriebliche Erträge) im Vergleich zum Vorjahr um rd. 2,6 % auf 18.362 TEUR (Vorjahr: 17.901 TEUR). Die Personalaufwendungen erhöhten sich um 724 TEUR auf 4.329 TEUR (Vorjahr: 3.605 TEUR) und liegen damit deutlich über Vorjahresniveau. Diese Entwicklung ist auf erhöhte Aufwendungen durch Neueinstellungen im Rahmen der Neubesetzung von Führungspositionen zurückzuführen. Der Personalbestand stieg um 16 Angestellte auf 116 Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr (100 Mitarbeiter) an. Die Abschreibungen liegen mit 51 TEUR geringfügig über dem Niveau des Vorjahres (44 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 13.280 TEUR (Vorjahr: 12.757 TEUR) und liegen damit um 523 TEUR über dem Vorjahreswert. Dies resultiert vor allem aus der Erhöhung der Mietkosten für das Zentrallager (Umzug im November 2021) und einer Erhöhung der Werbekosten zur Förderung der Umsatzerlöse. Im Gegensatz dazu konnten nach dem erfolgten Umzug des Zentrallagers in 2021 und den damit verbundenen hohen Personalleasing-Kosten, diese auf ein Minimum reduziert werden. Die in 2021 entstandenen externen Beratungsleistungen im Rahmen des Verkaufs der Gesellschaft konnten ebenfalls wieder auf ein Minimum reduziert werden. Durch die oben dargestellten Entwicklungen verringerte sich das Betriebsergebnis um 792 TEUR auf 703 TEUR. Das Finanzergebnis beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr -786 TEUR (Vorjahr: -944 TEUR). Die Verbesserung resultiert aus dem geänderten Zinssatz für das Gesellschafterdarlehen. Insgesamt verbleibt ein Jahresergebnis vor Verwendung in Höhe von -83 TEUR (Vorjahr: 551 TEUR). 2. Vermögenslage a) Vermögen Das Anlagevermögen hat sich von 291 TEUR in 2021 um ca. 13 % auf 254 TEUR verringert. Die Verringerung beruht auf den planmäßigen Abschreibungen und zusätzlichen Abgängen in Höhe von 21 TEUR auf Grund der Standortwechsel Reichertshofen und Aschheim. Der Vorratsbestand hat sich von 9.133 TEUR in 2021 um ca. 20 % auf 10.931 TEUR in 2022 erhöht. Die Erhöhung resultiert aus der verringerten Nachfrage bedingt durch die Unsicherheiten der gesamtwirtschaftlichen Lage und der nicht stornierbaren Lieferungen platzierter Beschaffungsaufträge aus 2021. Das übrige Umlaufvermögen hat sich von 3.664 TEUR in 2021 auf 4.007 TEUR in 2021 erhöht. Dies liegt hauptsächlich an der Erhöhung der Forderung gegenüber verbundenen Unternehmen 1.821 TEUR (Vorjahr: 1.211 TEUR) und der Verringerung der sonstigen Vermögensgegenstände 997 TEUR (Vorjahr: 1.370) b) Kapital Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag bilanziell überschuldet. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2022 17.135 TEUR und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund des Jahresergebnisses um -83 TEUR. Wir betrachten das Gesellschafterdarlehen in Höhe von 21,7 Mio. EUR jedoch aufgrund des Rangrücktrittes als eigenkapitalähnliches Finanzierungsinstrument und rechnen dieses inhaltlich dem Eigenkapital zu, so dass sich unter Berücksichtigung dieses Darlehens keine Überschuldungssituation im insolvenzrechtlichen Sinne ergibt. Die Verbindlichkeiten sind insgesamt um 2.340 TEUR bzw. 8 % von 29.762 TEUR auf 32.103 TEUR gestiegen. Dies resultiert insbesondere durch um 1.994 TEUR gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die vor allem aus nicht mehr stornierbaren Bestellungen bei verbundenen Unternehmen begründet sind. Diese wurden im Laufe des Jahres 2023 in ein kurzfristiges Darlehen umgewandelt. 3. Finanzlage a) Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelbestand hat sich im Geschäftsjahr um 142 TEUR auf 1.133 TEUR zum Bilanzstichtag verbessert.
Die Kapitalflussrechnung zeigt einen Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 1.395 TEUR. Hauptgrund hierfür ist der fremdkapitalfinanzierte Aufbau des Warenbestandes im Geschäftsjahr. Aus der Investitionstätigkeit resultiert ein Mittelabfluss von 13 TEUR, der vor allem aus Zugängen im Sachanlagevermögen resultiert. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit betrug 1.240 TEUR, welcher aus Zins- und Tilgungszahlungen des bestehenden Darlehens an die Gesellschafterin bestand. Unter Berücksichtigung der liquiden Mittel zu Beginn des Berichtszeitraumes (992 TEUR), konnten der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit durch den positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit vollständig kompensiert werden, wodurch sich die liquiden Mittel auf 1.133 TEUR erhöht haben. b) Sonstige Angaben Die KP Family International GmbH wird über die Unternehmensgruppe intern finanziert und ist im Geschäftsjahr sämtlichen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachgekommen. Darüber hinaus hat die Gesellschaft 1,17 Mio. EUR Gesellschafterdarlehen und 800 TEUR Darlehens-Zinsen zurückgeführt. Die Finanzlage war zu keiner Zeit gefährdet. Die Gesellschaft ist formell bilanziell überschuldet. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt überwiegend durch ein Darlehen der Mutter, welches zum Bilanzstichtag 21,7 Mio. EUR beträgt und mit einem Rangrücktritt versehen ist. Die Liquidität der Gesellschaft war und ist durch die Gesellschafterfinanzierung sichergestellt. Im Geschäftsjahr erhielt die Gesellschaft dieses auf unbestimmte Zeit abgeschlossene Darlehen von der Muttergesellschaft KP BidCo GmbH, Düsseldorf zu einem Zinssatz von 3,25 % p.a. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden zum 1. März 2023 in Höhe von 6,9 Mio. EUR in ein Darlehen überführt, welches mit einem Zinssatz von 4 % p.a. verzinst. Die Rückzahlung wurde zum 31.12.2024 vereinbart. Das operative Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen skontiert zu begleichen und Forderungen gemäß den vereinbarten Zahlungskonditionen zu vereinnahmen. Die Verbindlichkeiten und Forderungen valutieren in Euro. Die Gesellschaft geht aufgrund der positiven Fortführungsprognose von der Fortführung der Gesellschaft aus. Der Finanzierungsbedarf der Gesellschaft ist durch das bestehende und mit qualifiziertem Rangrücktritt versehene Gesellschafterdarlehen, in der Höhe von 21,7 Mio. EUR gesichert. IV. Gesamtaussage und Fazit zu Geschäftsverlauf und Lage Das GJ 2022 war ein erfolgreiches Jahr für das Unternehmen, in einem schwierigen Marktumfeld konnte der Umsatz gegenüber Vorjahr verbessert werden und das EBITDA im Vergleich zur Planung deutlich gesteigert werden. Durch die Investitionen in Prozesse und Infrastruktur ist KP Family für die nächsten Jahre sehr stabil aufgestellt. C. Risiken- und Chancenbericht sowie Prognose I. Risikobericht Die nachfolgend aufgeführten Risiken sind hinsichtlich Ihrer Risikobewertung für die Gesellschaft absteigend priorisiert aufgeführt. i) Beschaffungsmarktrisiken Beschaffungsrisiken können sich durch Preissteigerungen bei Rohstoffen, Energie und Logistikkosten ergeben. Diese haben sich im Zuge der Corona-Pandemie erhöht. Hierbei sind insbesondere die Störungen der internationalen Lieferketten zu nennen. Dem Risiko, von Lieferrückständen bei einzelnen Handelswaren getroffen zu werden, begegnete der Gesellschaft mit der Intensivierung der bestehenden Kontakte mit wichtigen Logistikunternehmen sowie dem Abschluss langfristiger Verträge. Weiterhin wurden mit den Lieferanten langfristige Lieferverträge abgeschlossen. Das Unternehmen schätzt daher dieses Risiko als mittel ein. ii) Finanzierungsrisiken Die Gesellschaft wird in die Gruppenfinanzierung der Muttergesellschaft Hugo BidCo B.V., Amsterdam (Niederlande), einbezogen und haftet gemeinsam mit allen Konzerngesellschaften gegenüber jeder finanzierenden Partei des Kreditvertrages. Daher klassifiziert die Gesellschaft, als auch die gesamte Gruppe, das Finanzierungsrisiko einschließlich des Liquiditätsrisikos als Risiko eigener Art und steuert dieses insbesondere durch eine detaillierte Liquiditätsplanung auf Gesellschaft- und Gruppenebene. Auf Grund der weitestgehend als Festzinsvereinbarungen abgeschlossenen Finanzierungsinstrumente stellen Kapitalmarktzinsänderungen kaum ein Risiko dar. Der Gruppenfinanzierungsdarlehensvertrag vom 11. Oktober 2021 wurde am 30. Januar 2024 angepasst. Durch die Integration in die Gruppenfinanzierung betrachten wir daher das Risiko insgesamt als gering, welches aber auch abhängig vom künftigen Erfolg der gesamten Gruppe ist. iii) IT-Risiken Ein langfristiger Ausfall von IT-Systemen oder ein erheblicher Datenverlust könnte den Betrieb der KP Family International GmbH erheblich beeinflussen. Sollte es infolge eines solchen Ereignisses zu Ausfallzeiten in unserem IT-Bereich kommen, wären die Auswirkungen auf das Ergebnis groß. Aufgrund dessen wird ständig in den Schutz der IT-Systeme und Anwendungen investiert, um die Funktionsfähigkeit und Stabilität der computergestützten Geschäftsprozesse zu gewährleisten. Dieses Risiko erachten wir als hoch, da vor allem Cyber-Angriffe in den letzten Jahren vehement zugenommen haben. iv) Risiken aus der Inflation Aufgrund der hohen Inflation und der vorherrschenden Energiekriese ist es nicht ausgeschlossen, dass ungeplante Zusatzkosten auf das Unternehmen zukommen. Für das Zentrallager Reichertshofen wird voraussichtlich im Q2/2023 von unserem Vermieter eine Photovoltaik-Anlage installiert, welche eine relativ autarke Versorgung bei Tageslicht gewährleistet - wir erhalten hier das Vorkaufsrecht auf diese günstige Energie erst danach wird der Rest in das allgemeine Netz eingespeist. v) Marktrisiken Aufgrund des fortgesetzten Preiskampfes macht sich ein erhöhter Margendruck bemerkbar, welcher die Gewinnerwartungen für 2023 beeinträchtigen kann. Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich auch in den kommenden Jahren verstetigen. Aufgrund der guten Finanzlage sind wir jedoch nicht gezwungen, den Preiskampf in letzter Konsequenz mitzugehen. Im Zuge der gestiegenen Inflation sind für die Zukunft erhöhte Personalkosten zu erwarten. Diese Risiken bewerten wir als gering und versuchen die gestiegenen Kosten auf unsere Produkte umzulegen. vi) Gesamtrisikoposition Die Gesellschaft hat die oben genannten Risiken erkannt und tritt ihnen mit entsprechenden unternehmerischen Entscheidungen entgegen. Weitere Einzelrisiken, die nicht im Jahresabschluss berücksichtigt sind, und insbesondere bestandsgefährdende Einzelrisiken wurden nicht identifiziert. Die Gesellschaft versucht, durch eine intensive Marktbeobachtung und verschiedenste Maßnahmen dieser Entwicklung Rechnung zu tragen. Der Fortbestand der Gesellschaft war unter Substanz- und Liquiditätsgesichtspunkten zu keiner Zeit gefährdet. Die Gesamtrisikoposition wird somit als beherrschbar angesehen. Sowohl das Shop-System als auch das Warenwirtschaftssystem führen zu einer hohen Abhängigkeit der Gesellschaft von IT-Systemen. Diese Systeme sind gegen Ausfälle und Datenmissbrauch zu schützen. Hierzu haben wir alle erforderlichen Maßnahmen getroffen. Lieferketten-Probleme: Einem Beschaffungs- und Lieferantenausfallrisiko durch die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten wird mit einem breit aufgestellten Markenportfolio entgegengetreten. Um die Lieferfähigkeit zu gewährleisten, wurden die Vorräte im Vergleich zu den Vorjahren erhöht. Preisänderungsrisiken werden durch Reporting Standards der Abteilungen schnell und effizient erkannt und mit notwendigen Maßnahmen umgehend reagiert. Bezüglich eines Nachfragerückgangs durch die Verbraucher sehen wir aufgrund des Grundbedarfs bei einer Geburt relativ wenig Risiko. Wir bewegen uns mit den Sortimenten auch eher im mittleren Preissegment und erwarten eher eine Verschiebung von den höheren Preisklassen in dieses Segment. Die Gesellschaft verwendet als Finanzinstrumente im kurzfristigen Bereich vorwiegend Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Finanzierung über Gesellschafter Darlehen. Im langfristigen Bereich werden für die Finanzierung Gesellschafterdarlehen in Anspruch genommen. Aufgrund der guten Chancen für die Gesellschaft und der beherrschbaren Risiken sieht die Gesellschaft positiv in die Zukunft. II. Chancenbericht Aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung steigt der e-Commerce-Anteil am Handel stetig an. Da für Kinder immer mehr Geld ausgegeben wird und insbesondere die Zielgruppe junger Eltern verstärkt das Internet für Einkäufe nutzt, sehen wir hier Wachstumspotential, insbesondere unter Berücksichtigung des gesamteuropäischen Marktes. Neben dem preisumkämpften Markt musste die Gesellschaft weitere Faktoren in diesem Jahr berücksichtigen, die durch die weltweite Pandemie aufgetreten sind. Auf Grund der starken Präsenz der Marke im Onlinegeschäft und den langjährigen Beziehungen mit den Herstellern der Produkte sieht sich die Gesellschaft weiterhin gut vorbereitet allen Vertriebsformen im Markt gerecht zu werden. Darüber hinaus wurden wichtige Führungspositionen der KP Family International GmbH mit Fachpersonal mit großen Branchenkenntnissen und spezifischer Expertise zukunftsträchtig besetzt. Neben den Chancen, die der Ausbau des Onlinegeschäftes bietet, bestehen auch die vielfältigen Möglichkeiten, die sich aus der Erweiterung des Produktportfolios ergeben, welche sehr positiv eingeschätzt werden und mit dazu beitragen sollen, die Ertragskraft der Gesellschaft zu steigern. III. Prognosebericht Nach der Übernahme der Gesellschaft durch die Hugo Holding B.V. im November 2021 stand das Jahr 2022 unter dem Fokus der operativen Integration der KP Family GmbH mit den übrigen Gruppengesellschaften und der Erzielung von Synergieeffekten. Dies dauerte auch in 2023 noch an. Hierzu gehören u.a. die gemeinsame Nutzung von Logistik- und Büroflächen, Bündelung der und Einfluss auf die Einkaufsaktivitäten, After-Sales Service, Produktentwicklung und Erweiterung der Absatzkanäle. Die enge Zusammenarbeit mit Gruppengesellschaften zeigen hier erste positive Resultate. Wir können hierdurch den allgemeinen Umsatzrückgang im Wettbewerbsumfeld mehr als ausgleichen. Auch im Jahr 2024 werden wir den Anteil des Standardsortimentes zugunsten der Eigenmarken und Exklusivartikel weiter reduzieren. Da wir hier in den letzten Jahren sehr erfolgreich agieren konnten, sehen wir darin weiterhin einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Der neue Onlineshop (Spryker) konnte im Juli 2022 erfolgreich Live gehen. Wir werden nun weiter die Produktpräsentation verbessern und so das Einkaufserlebnis optimieren. Den Content Bereich (Magazin) werden wir gezielt weiter ausbauen. Durch all diese Maßnahmen erwarten wir in 2023 und 2024 eine weitere leichte Steigerung der Umsatzerlöse. Aufgrund des geplanten Wachstums im Absatz auf Marktplätzen und den damit verbundenen höheren direkten Vertriebskosten im Vergleich zum eigenen Onlineshop wird sich der Gross Profit 2 in 2023 und 2024 gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 leicht rückläufig entwickeln. Vor dem Hintergrund von durch die Inflation getriebenen Betriebskosten als auch gestiegene Konzernumlagen rechnen wir mit einem negativen EBITDA. Darüber hinausgehen wir von einer stabilen Liquiditätssituation aus.
Aschheim, den 30.04.2024 Carsten Paris Tobias Schöllhammer Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben 1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
2. Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Bilanzgliederung entspricht § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Aufstellung erfolgt unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Allgemeine Angaben Im Berichtsjahr wurden keine Abweichungen von in Vorperioden angewandten Darstellungs-, Bilanzierungs- und/oder Bewertungsmethoden vorgenommen. 2. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten a) Immaterielle Vermögensgegenstände, Sach- und Finanzanlagen Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder Herstellungskosten bewertet. Soweit deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen linear unter Zugrundelegung der voraussichtlichen Nutzungsdauer, die sich - soweit angemessen - nach den amtlichen AfA-Tabellen richtet, wie folgt:
Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als 410 EUR und bis zu 1.000 EUR betragen, wird ein jährlicher Sammelposten gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag vorgenommen. b) Vorräte Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Für die Ermittlung der Anschaffungskosten der Waren wird nach § 256 HGB das Verbrauchsfolgeverfahren nach der FiFo-Methode angewendet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. c) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. d) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. e) Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag bilanziert, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 3. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten a) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. b) Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. c) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 4. Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz sowie steuerliche Verlustvorträge angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen und mit dem im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen voraussichtlich anzuwendenden Steuersatzes bewertet. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. III. Erläuterungen zu Bilanzposten 1. Erläuterungen zu Bilanzposten - Aktiva a) Allgemeine Angaben zum Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im (Brutto-) Anlagenspiegel (Bestandteil des Anhangs) dargestellt. b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 1.200 TEUR (Vorjahr: 1.200 TEUR). Folgende Posten haben mit den jeweils angegeben Beträgen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr:
2. Erläuterungen zu Bilanzposten - Passiva a) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
b) Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 21.741 TEUR. Diese umfassen ein gewährtes Darlehen einschließlich Zinsen. Das Darlehen ist mit einem qualifizierten Rangrücktritt im Sinne von § 39 Abs. 1 Nr. 1-5 InsO ausgestattet. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:
V. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:
2. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer
3. Geschäftsführung Geschäftsführer sind/waren:
Es wurde von der Schutzklausel des § 286 Abs.4 HGB Gebrauch gemacht und die Angabe zu den Geschäftsführerbezügen unterlassen. 4. Außerbilanzielle Geschäfte Sale-and-Lease-back Im Geschäftsjahr 2021 wurde das Hochregallager in Reichertshofen an die Leasinggesellschaft Commerz Real Mobilienleasing GmbH, Düsseldorf, verkauft und zur weiteren Nutzung wieder zurück geleast. Es handelt sich dabei um ein Sale-and-Lease-back Geschäft, welches der Verbesserung der Bilanz- und Finanzierungsstruktur dient. Die monatlichen Leasingraten belaufen sich auf 3,5 TEUR für die kommenden 4 Jahre und 9 Monate. Es sind keine wesentlichen Risiken aus diesem Vertragsverhältnis erkennbar. 5. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr teilt sich wie folgt auf:
6. Konzernabschluss Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Hugo Holding B.V., Amsterdam (Niederlande), die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss nach IFRS wird im niederländischen Handelsregister Kamer van Koophandel (KvK-nummer 75447096) offengelegt. 7. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. 8. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet im Rahmen eines selbstständigen Zahlungsversprechens gemeinsam mit allen Konzerngesellschaften der HUGO BidCo B.V., Amsterdam (Niederlande) gegenüber jeder finanzierenden Partei des Kreditvertrages vom 17. Oktober 2019, erweitert am 10.12.2019 ("First Amendment and restatement agreement"), erweitert am 11. Oktober 2021 ("Second Amendment and restatement agreement"), erweitert am 3. Januar 2023 ("Third Amendment and restatement agreement") und erweitert am 30.1.2024 ("Fourth Amendment and restatement agreement"), für die konzernweit eingegangenen Bankkreditverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 89,5 Mio. EUR (per 31.12.2023) zzgl. Zinsen (per 31.12.2023 612 TEUR). Wir schätzen die Wahrscheinlichkeit, aus dem oben genannten Haftungsverhältnis in Anspruch genommen zu werden, als gering ein, da die HUGO BidCo B.V., Amsterdam (Niederlande) über ihre Beteiligungsunternehmen auf ausreichend Liquidität zurückgreifen kann. 9. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden zum 01.03.2023 in Höhe von 6,9 Mio. EUR in ein Darlehen überführt, welches mit einem Zinssatz von 4 % p.a. verzinst wird und eine Laufzeit bis zum 31.12.2024 hat.
Aschheim, den 30.04.2024 Carsten Paris Tobias Schöllhammer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die KP Family International GmbH, Aschheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der KP Family International GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KP Family International GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 30. April 2024 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Thomas Gloth, Wirtschaftsprüfer Jonas Hagen, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss der KP Family International GmbH wurde in der Gesellschafterversammlung vom 30. April 2024 festgestellt. |
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