Stammdaten

Register
Amtsgericht Ansbach HRB 7804
Eingetragen
3.11.2005
Branche
Großhandel mit landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenVermietung von landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten
Gegenstand
Vertrieb und Handel sowie Import und Export von Traktoren, landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten aller Art sowie Zubehörteile und Ersatzteile, Öle und Schmierstoffe sowie Reparaturen, Serviceleistungen und Vermietung von Landmaschinen und Kommunaltechnik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Hannes Döring
seit 21.2.2025
Prokura
Simeone Morra
seit 21.2.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ARGO TRACTORS S.P.A.ITA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ARGO TRACTORS S.P.A.
Italy
300.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Argo GmbH

Burgoberbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

Argo GmbH

Burgoberbach

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.414,00 7,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
3.087.162,70 3.134.550,46
2. technische Anlagen und Maschinen 39.676,00 41.774,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
460.319,00 460.247,00
3.587.157,70 3.636.571,46
Summe Anlagevermögen 3.604.571,70 3.636.578,46
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. fertige Erzeugnisse und Waren 11.429.222,69 5.409.831,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.763.721,05 3.440.321,80
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.993.085,52 1.052.176,45
3. Forderungen gegen Gesellschafter 851.500,00 0,00
4. sonstige Vermögensgegenstände 75.608,27 9.738,98
8.683.914,84 4.502.237,23
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.543.180,09 3.558.568,64
Summe Umlaufvermögen 22.656.317,62 13.470.636,87
C. Rechnungsabgrenzungsposten 34.296,00 25.309,00
26.295.185,32 17.132.524,33

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Kapitalrücklage 2.000.000,00 2.000.000,00
III. Verlustvortrag 1.701.951,17 1.832.940,60
IV. Jahresüberschuss 9.260,31 130.989,43
Summe Eigenkapital 607.309,14 598.048,83
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 811.500,00 0,00
2. sonstige Rückstellungen 395.900,00 271.000,00
1.207.400,00 271.000,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.397.143,99 1.912.653,13
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 110.000,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17.970.954,13 11.561.846,31
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.944.533,55 1.905.993,78
5. sonstige Verbindlichkeiten 1.167.844,51 772.982,28
24.480.476,18 16.263.475,50
26.295.185,32 17.132.524,33

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Argo GmbH

Burgoberbach

01.01.2023- 31.12.2023 01.01.2022- 31.12.2022
1. Rohergebnis 4.281.048,12 3.356.128,73
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.214.143,06 1.190.801,22
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 260.535,38 239.220,00
1.474.678,44 1.430.021,22
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 175.121,03 156.354,70
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.214.004,39 1.615.527,74
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 63.071,33 19.059,92
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 341.000,00 0,00
7. Ergebnis nach Steuern 13.172,93 134.665,15
8. sonstige Steuern 3.912,62 3.675,72
9. Jahresüberschuss 9.260,31 130.989,43

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeines

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft:

• Firma: Argo GmbH
• Sitz: 91595 Burgoberbach
● Registergericht: Ansbach
• Handelsregisternummer: HRB 7804

Der Jahresabschluss für 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB (insbesondere der §§ 264 ff. HGB) aufgestellt. Nach den am Abschlussstichtag gegebenen Größenordnungen gelten für die Gesellschaft die Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Ergänzende Bestimmungen des GmbH-Gesetzes wurden beachtet.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind an den handelsrechtlichen unter Berücksichtigung ertragsteuerlicher Vorschriften ausgerichtet worden.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nach Maßgabe der jeweils steuerlich höchstzulässigen Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen auf die immateriellen Vermögensgegenstände erfolgten nach der linearen Methode unter Ansatz einer Nutzungsdauer von 4-8 Jahren. Die Abschreibungen auf bewegliche abnutzbare Sachanlagen erfolgten linear.

Geschäftsbauten werden mit 3 % p.a. abgeschrieben, die Nutzungsdauer der Außenanlagen beträgt 10-15 Jahre. Betriebsvorrichtungen werden auf 21 Jahre verteilt abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung und bei anderen Anlagen 3 bis 13 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden entsprechend den ertragsteuerlichen Regelungen in einem Sammelposten erfasst und über 5 Jahre verteilt abgeschrieben.

Bei den Vorräten wurden die Waren mit den Anschaffungskosten zzgl. Fracht angesetzt. In einzelnen Fällen wurden angemessene Bewertungsabschläge vorgenommen.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde dem allgemeinen Kredit- und Ausfallrisiko durch angemessene Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Zweifelhafte Forderungen waren nach Einschätzung der Geschäftsführung nicht erforderlich und wurden daher nicht angesetzt.

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen wurden zu Nennwerten bilanziert, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit ihren Erfüllungsbeträgen.

Sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit ihren Nennbeträgen ausgewiesen.

Bei Bankguthaben sind Zinsen und Bankspesen in alter Rechnung gebucht.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Der Ansatz erfolgte zu Erfüllungsbeträgen. Rückstellungen unter einer Restlaufzeit von mehr als 12 Monaten wurden mit ihrem Barwert angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

3. Bilanzerläuterungen

Der Anlagenspiegel gem. § 284 Abs. 3 HGB des Geschäftsjahres 2023 ist auf der nachfolgenden Seite dargestellt.

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Argo GmbH

Burgoberbach

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs- Herstellungskosten 31.12.2023
€ €
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 52.250,22 19.210,30 15.000,00 56.460,52
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 52.250,22 19.210,30 15.000,00 56.460,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.233.488,79 44.022,24 3.277.511,03
2. technische Anlagen und Maschinen 44.047,77 44.047,77
3 andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 560.691,76 79.969,73 11.330,13 629.331,36
Summe Sachanlagen 3.838.228,32 123.991,97 11.330,13 3.950.890,16
Summe Anlagevermögen 3.890.478,54 143.202,27 26.330,13 4.007.350,68
kumulierte Abschreibung 01.01.2023 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibung 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 52.243,22 1.801,30 14.998,00 39.046,52
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 52.243,22 1.801,30 14.998,00 39.046,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 98.938,33 91.410,00 190.348,33
2. technische Anlagen und Maschinen 2.273,77 2.098,00 4.371,77
3 andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 100.444,76 79.811,73 11.244,13 169.012,36
Summe Sachanlagen 201.656,86 173.319,73 11.244,13 363.732,46
Summe Anlagevermögen 253.900,08 175.121,03 26.242,13 402.778,98
Zuschreibung Geschäftsjahr Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023 Buchwert Vorjahr 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.414,00 7,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 17.414,00 7,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.087.162,70 3.134.550,46
2. technische Anlagen und Maschinen 39.676,00 41.774,00
3 andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 460.319,00 460.247,00
Summe Sachanlagen 3.587.157,70 3.636.571,46
Summe Anlagevermögen 3.604.571,70 3.636.578,46

Sonstige Rückstellungen

31.12.2023 31.12.2022
Verpflichtungen im Personalbereich 12.200 38.000
Sonstige Verpflichtungen und Risiken 383.700 233.000
395.900 271.000

Eventualverbindlichkeiten

Zum 31.12.2023 liegen keine Eventualverbindlichkeiten vor.

Der Verbindlichkeitenspiegel stellt sich dar wie folgt:

Verbindlichkeitsspiegel

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von
bis zu 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre gesicherte Beträge Art der Sicherheit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.397.144 743.389 653.755 0
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 0 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17.970.954 17.970.954 0 0
4. Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen 3.944.534 3.944.534 0 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.167.845 1.167.845 0 0
- aus Steuern (609.247) (609.247) (0) (0)
- im Rahmen der sozialen Sicherheit (1.884) (1.884) (0) (0)
24.480.476 23.826.721 653.755 0
Gesamtbetrag
Gesamtbetrag Vorjahr Vorjahr mit Restlaufzeit bis 1 Jahr
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.912.653 629.395
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 110.000 110.000
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.561.847 11.561.847
4. Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen 1.905.994 1.905.994
5. Sonstige Verbindlichkeiten 772.982 772.982
- aus Steuern (529.978) (529.978)
- im Rahmen der sozialen Sicherheit (1.706) (1.706)
16.263.476 14.980.218

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen für die zugrunde liegenden Vorgänge die handelsüblichen Eigentumsvorbehalte.

Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind:

T€
fällig 2024 118
fällig 2025 50
fällig 2026 60
fällig 2027 0
228

Beschäftigte

Im Jahresdurchschnitt wurden gemäß § 267 Abs. 5 HGB beschäftigt:

2023 Anzahl
Angestellte 18
18

In den Bilanzposten "Forderungen/Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" sind nachstehende Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten:

2023
T€
Forderungen 2.993
Verbindlichkeiten 3.951

4. Sonstige Angaben

Konzernangaben

Name und Sitz des Mutterunternehmens, das den Konzernabschluss für den größten Kreis aufstellt:

Argo Tractors S.P.A., Fabbrico, Italien

Ort der Offenlegung: Reggio Emilia

Geschäftsführer der Gesellschaft im Berichtsjahr 2023 war:

Günter Ordnung, Kaufmann, Münchberg

Gesellschafterin am Bilanzstichtag ist die ARGO Tractors S.p.A. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt € 300.000,--.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ereignet.

Gewinnverwendungsvorschlag: der Jahresüberschuss soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Die Angaben nach § 285 Nr. 9a und b HGB unterbleiben unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB.

 

Burgoberbach, den 2. Mai 2024

Geschäftsführung Argo GmbH

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Darstellung Geschäftsverlauf

Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Im deutschen Traktorenmarkt wurden im Jahr 2023 insgesamt 30.336 Einheiten neu zugelassen (Vorjahr 30.360). Das entspricht einem Marktrückgang von -0,1%,

Die für die Industrie im Jahr 2022 durch den russischen Angriffskrieg entstanden Liefer- und Versorgungsengpässe konnten im Jahr 2023 ausgeräumt werden. Die Investitionsbereitschaft der Landwirtschaft nahm nach anfänglichem Aufschwung im ersten Halbjahr 2023 durch die stark gestiegenen Zinskosten im zweiten Jahresabschnitt erneut ab. Im Jahr 2023 fand erstmals nach der Corona-Pandemie die Agritechnica im vollen Umfang wieder statt. Erfahrungsgemäß flacht der Markt in Agritechnica-Jahren vor der Messe ab. Landmaschinenhändler und Endkunden erwarten zur Agritechnica Sonderangebote und finanzielle Vorteile. Der Aufschwung und die gestiegene Investitionsbereitschaft nach der Ausstellung in Hannover konnte durch die von der deutschen Politik anberaumten Streichungen von Steuervergünstigungen für Landwirte zum Jahresende nicht gehalten werden. Die einzelnen Leistungssegmente haben sich in 2023 unterschiedlich entwickelt. Durch geringere Käufe von Nichtlandwirten, Grundstücksbesitzern und Nebenerwerbslandwirten hatte der Markt unter 100 PS, indem Argo mit seinen beiden Marken McCormick und Landini mit das größte Produktangebot aufweist, die höchsten Verlustraten.

Die Zuwachsraten einzelnen Landtechnikhändler sind im Jahr 2023 sehr unterschiedlich ausgefallen. Speziell Landtechnikhändler, die im Markt ab 180 PS tätig sind, konnten deutliche Zuwächse verzeichnen. Im Vergleich zu den beiden Vorjahren hat sich die Verfügbarkeit von Traktoren und die Liefersituation deutlich verbessert.

Nach wie vor sind die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte sehr volatil. Die größte Herausforderung der Landwirte besteht in der politischen Unsicherheit. Durch realitätsferne Entscheidungen seitens der Innenpolitik fehlt vielen Landwirten die Planungssicherheit und die Wettbewerbsstellung deutscher und österreichischer Landwirte wird gegenüber dem Weltmarkt stark verzerrt.

Im kleinen Leistungssegment bis 50 PS war in 2023 ein Marktrückgang von 4,0% zu verzeichnen. Das auch in 2023 vorherrschende Überangebot an asiatische Traktoren im Markt ist noch immer aktuell. Aufgrund der politischen Entwicklungen und den Einflüssen auf den Finanzmärkten war die Zielgruppe dieser PS-Klasse, die Neben- und Kleinsterwerbslandwirte, nicht bereit, Investitionen zu tätigen.

Im Segment 51 PS bis 150 PS, in dem Argo mit seinen Traktoren am besten aufgestellt ist, waren die Zulassungszahlen ebenfalls deutlich rückläufig (2023: 11.309- 2022: 11.976). Der Fokus liegt auch weiter in diesem Segment, da sich die großen Hersteller mehr auf die großen Einheiten konzentrieren und Argo hier eine große Produktpalette anbietet.

Die Entwicklung in der PS-Klasse zwischen 150 PS bis über 300 PS verzeichnete das stärkste Wachstum (2023: 12.702- 2022: 11.795). Dieses Segment wird in den kommenden Jahren bei Argo forciert. Durch neue Produkte und viele Aktionen werden größere Argo Traktoren im Markt immer beliebter, weshalb Argo Tractors diesen Bereich in Zukunft als wichtigen Standbein in der Wertschöpfung versteht.

Die Argo GmbH erreichte in Deutschland mit 206 (VJ 251) zugelassenen McCormick und Landini Traktoren 0,7% (VJ 0,8%) Marktanteil.

In dem für Argo relevanten österreichischen Traktorenmarkt wurden im Jahr 2023 insgesamt 4.513 (VJ 4.913) Einheiten neu zugelassen. Dies entspricht einem Marktrückgang von etwa 8,1%. Der Markt stagniert durch das in 2021 von der österreichischen Regierung installierte Förderprogramm für StageV-Traktoren, bei dem Landwirte einen Investitionszuschuss von 7% bei Kauf eines Traktors mit neuster Abgasnorm erhalten haben; hierdurch war der Markt im Jahr 2022 & 2023 gesättigt. Zudem tragen weitere Faktoren, wie die unsichere geopolitisch Lage oder die wirtschaftlichen Herausforderungen, zu einer geringeren Investitionsbereitschaft bei.

Die Argo GmbH erreichte mit 28 (VJ 16) zugelassenen Landini Traktoren, mit 20 (VJ 8) zugelassenen McCormick Traktoren einen Marktanteil von 1,0% (VJ 0,5%).

Der Fokus von Argo liegt dabei insbesondere mit der Marke Landini im Segment der Obst- und Weinbautraktoren.

Das Geschäft der Standarttraktoren soll 2024 mit vielen Aktivitäten und Aktionen weiter ausgebaut werden. Der Fokus liegt hier als erstes auf der Gewinnung neuer, leistungsfähiger Händler.

Das Jahr 2023 hat vielversprechend begonnen. Wichtige Lieferketten konnten stabilisiert werden und die Industrie und im speziellen Argo Tractors konnte wieder auf Vorkrisenniveau produzieren. Die Stimmung in der Landwirtschaft war vorsichtig optimistisch. Im Laufe des Jahres entwickelte sich aufgrund besserer Verfügbarkeiten von einzelnen Komponenten ein Überangebot an landwirtschaftlichen Maschinen auf den Höfen aller Landmaschinenhändler. Die hohe Zinslast der zu finanzierende Lagerbestände führten zu einem großen Preiswettbewerb. Aufgrund entstandener Liquiditätsprobleme vieler Landmaschinenhändlern wurde die Preispolitik angepasst und viele landwirtschaftliche Maschinen unter dem üblichen Marktpreis verkauft.

2023 war für uns ein weiteres Jahr der Sichtbarkeit. Wir waren auf diversen Messen und Hausaustellungen vertreten. Ziel dieser Veranstaltungen war es, den Bekanntheitsgrad unserer Marken McCormick und Landini zu steigern und Interessentinnen und Interessenten aus der Landtechnikbranche unsere Produkte näherzubringen. Als ein besonderes Highlight stellte sich die Agritechnica in Hannover, die weltweite größte Messe für die Landtechnik, heraus. Auf unserem 900 m 2 -großen Stand konnten wir unsere breite Produktpalette einem breiten Publikum vorstellen, wofür wir sehr viel positives Feedback erhalten haben.

Um die Ziele der Argo GmbH 2024 erreichen zu können, wird an der Händlerneugewinnung und an der Händlerentwicklung weitergearbeitet.

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Umsatzerlöse aus 90 (VJ 81) verkauften Landini-Traktoren betragen in 2023 T€ 4.757 (Vorjahr T€ 3.386). Mit McCormick wurde mit 253 (VJ 210) verkauften Traktoren ein Umsatz von T€ 16.375 (Vorjahr T€ 10.475) erreicht. Der Auftragsbestand für das Geschäftsjahr 2024 beträgt 58 Traktoren. Mit dem Ersatzteilumsatz 2023 in Höhe von T€ 6.426 (Vorjahr T€ 6.659) und übrigen Erlösen ergibt sich ein Gesamtumsatz von T€ 28.011. Die Liefereffizienz für die deutschen und österreichischen Vertriebspartner blieb nichts zuletzt aufgrund der sich entspannenden Lage hinsichtlich der Lieferketten und der Rohstoffverfügbarkeiten konstant. Insgesamt entwickelte sich der Umsatz im Ersatzteilwesen in 2023 um T€ -233 € (-3,5%) leicht rückläufig.

Die Argo-Gruppe zählt zu den bedeutenden Traktorenherstellern Europas. Als Traktorenspezialist und der damit verbundenen Konzentration auf das Kerngeschäft konnte Argo in den vergangenen Jahren die Produktionseffizienz und die damit verbundene Wirtschaftlichkeit stetig steigern. Die erwirtschafteten Ressourcen wurden zu einem großen Teil in die Modernisierung der Produktionsanlagen, die Vertriebsstrukturen und - Werkzeuge sowie die konsequente Weiterentwicklung des Traktorenprogramms reinvestiert

Beschaffung

Zur Sicherung der Lieferfähigkeit sowie für Ausstellungs- und Vorführzwecke ist ein gut sortierter Traktorenbestand notwendig. Der Wert des Traktorenbestandes liegt zum Jahresende 2023 bei T€ 3.164 Landini sowie T€ 7.372 McCormick.

Finanzierung

Durch das bestehende Factoring-Rahmenabkommen mit der Partnerbank der ARGO GmbH konnten auch im Jahr 2022 die Zahlungsfristen sowohl für endverkaufte Traktoren als auch für Händlerlagertraktoren optimiert werden. Das Ausfallrisiko der Forderungen wurde damit minimiert.

In 2021 wurde ein Darlehen bei Intesa Sanpaolo S.p.A., Turin, in Höhe von T€ 2.500 zur Finanzierung der neuen Niederlassung in Burgoberbach aufgenommen. Das Darlehen wird ab 2022 mit T€ 625 p. a. zurückgeführt; der Zinssatz beträgt 1,25 % p.a. über dem jeweiligen 6-Monats-Euribor. Die Laufzeit des Darlehens beträgt vier Jahre ab Auszahlung.

Die Gesellschaft verfügt am 31.12.2023 über keine weiteren Kreditlinien.

Personalbereich

Entwicklung 2020 - 2024 (geplant)

Vollzeit Teilzeit
2020 12 3
2021 14 4
2022 17 3
2023 19 6
2024 16 5

Geschäftsergebnis

In 2023 wurde ein Jahresüberschuss von T€ 9 erzielt.

B. Lage der Gesellschaft

2023 2022 2021 2020
T€ T€ T€ T€
Anlagevermögen 3.605 3.637 3.454 792
Umlaufvermögen (einschließlich RAP) 22.690 13.496 6.688 5.328
Eigenkapital 607 598 467 371
Fremdkapital (einschließlich verbundener Untern.) 25.688 16.535 9.675 5.749

Finanzlage

2023 2022 2021 2020
T€ T€ T€ T€
Forderungen aus LuL, sonst. Vermögensgegenstände RAP (ohne verbundene Unternehmen) 4.874 3.475 4.100 2.612
Flüssige Mittel 2.543 3.559 1.187 759
Saldo Forderungen/Verbindlichkeiten verbundene -101 -854 -91 -342
Unternehmen
./. kurzfristige Verbindlichkeiten (ohne verbundene Unternehmen) -21.089 -13.345 -7.331 -5.062
Vorräte 11.429 5.410 1.023 1.612
-2.344 -1.755 -1.112 -421

Ertragslage

2023 2022 2021 2020
T€ T€ T€ T€
Rohergebnis 4.281 3.356 2.610 2.111
Jahresergebnis 9 131 96 81
Cash-Flow (Gewinn + Abschreibung) 184 288 118 93

Für 2024 wird - trotz der anhaltenden hohen Bestände im Markt, der deutlich gestiegenen Zinskosten, der wachsenden Unzufriedenheit der Landwirte und der angespannten Preispolitik im Markt - aufgrund eingeleiteter Verkaufsförderungsmaßnahmen mit Unterstützung des italienischen Mutterkonzerns mit einem positiven Ergebnis gerechnet.

C. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Italienische Muttergesellschaft unterstützte auch im Jahr 2023 die deutsche Argo GmbH, um die Präsenz im deutschen und österreichischen Markt zu erhöhen, die Wirtschaftlichkeit zu verbessern und die Marktpräsenz zu steigern. Durch die zum Ende des Jahres 2021 errichtete und im März 2022 eröffnete Niederlassung am Standort in Burgoberbach können unsere Vertriebspartner fortan deutlich besser unterstützt werden. Neben Schulungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten für unser bestehendes Händlernetz können potentiellen Neuhändlern oder Endkunden die gesamte angebotene Produktpalette gezeigt werden. In Regionen in Deutschland und Österreich, in denen derzeit kein Händler ansässig ist, besteht zukünftig die Möglichkeit, Endkunden direkt zu beliefern. Dadurch steigt die Chance, unsere Produkte auf dem Markt zu etablieren und Kundenvertrauen aufzubauen und zu entwickeln. So können wir unserem Selbstverständnis eines nahbaren Herstellers sehr gut nachkommen. Der Ansatz des Direktvertriebs im Hausgebiet der Niederlassung wurde zum Halbjahr ausgesetzt, um den vollen Fokus der Mitarbeiter und der Geschäftsleitung auf das bestehende Händlergeschäft zu lenken und dessen Entwicklung zu priorisieren.

Die im Rahmen einer Digitalisierungskampagne noch geschaffene Händlerstruktur im ersten Quartal 2022, in der regionale Kompetenzcenter, vergleichbar mit A+-Händlern, in jedem Bundesland installiert werden sollten, konnte nicht wie gewünscht eingeführt werden. Die äußeren politischen Umstände und die schwierige Marktsituation aufgrund extrem gestiegener Zinskosten und dem Überangebot am Traktorenmarkt bremsten diese Entwicklung ein. So konnten wenig Händler von weiterem Wachstum überzeugt werden.

Aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen konnten wir kaum neue, größere Händler gewinnen. Die Neugewinnung großer professioneller Händler, bestehender professioneller Händler und die Überzeugung zum Markenwechsel ist ein langwieriger und zeitintensiver Prozess.

Wir sind stetig auf der Suche nach neuen und starken Händlern in Deutschland und Österreich. Gemeinsam mit unseren Gebietsverkaufsleitern versucht die Geschäftsführung durch neue Ideen und Marketingaktionen größere Händler von einer Zusammenarbeit zu überzeugen. Zu Beginn des Jahres 2023 konnte ein zentraler Logistikstützpunkt in Österreich installiert werden, der die Sichtbarkeit für die Kunden und die Verfügbarkeit von Traktoren in Österreich erhöht hat. Die Anzahl der Vertriebspartner, die unsere Produkte verkaufen können, stieg gegenüber dem Vorjahr um fünf, was sich an dem verbesserten Marktanteil widerspiegelt. Im Rahmen der Agritechnica wurden unsere Traktoren X5.120 P3- Drive in der Kategorie "Best Utility" und Rex 4-120 GT RoboShift Dynamic in der Kategorie "Best of Specialized" zum "Tractor of the Year" gekürt. Diese Auszeichnungen helfen uns, die Bekanntheit und das Vertrauen in unsere Marken weiterzuentwickeln und größere Händler auf uns aufmerksam zu machen.

Die Argo GmbH arbeitet eng mit der Entwicklungsabteilung und dem Engineering von ArgoTractrors zusammen, um den hohen Ansprüchen deutscher Landwirte gerecht werden zu können.

Wir gehen davon aus, dass die landwirtschaftliche Branche als Hauptkundengruppe der Argo GmbH gestärkt aus der politisch unsicheren und von Krisen gebeutelten Lage hervorgehen wird und die regionale Landwirtschaft wieder einen größeren Stellenwert in der Bevölkerung einnehmen wird, nicht zuletzt durch die breite Unterstützung der zum Jahresbeginn 2024 durchgeführten Warnstreiks zahlreicher Landwirte in Deutschland, Österreich und Gesamteuropa. Jedoch ist die weitere wirtschaftliche Entwicklung durch die Folgen der strafferen Geldpolitik und der internationalen Krisen nicht absehbar.

Der Neustart der Argo GmbH ist derzeit noch im vollen Gange. Unter den weiterhin erschwerten Bedingungen ist die aktuelle Geschäftsentwicklung hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Der Aufwärtstrend der letzten Jahre wurde in seiner Entwicklung durch die äußeren Einflüsse gebremst. Die anhaltend schwierige Liefersituation zum Beginn des Jahres, die erhöhten Zinsbelastungen für Finanzierungen und die aktuelle Marktsituation führt zu steigender Unzufriedenheit im Händlernetz, was sich in der Ertragsentwicklung des Jahres 2023 widerspiegelt.

Für das Jahr 2024 sind wir optimistisch, hoffen auf eine Entspannung der wirtschaftlichen und geopolitischen Lage und planen, die hohen Lagerbestände unserer Händler und die der Argo GmbH drastisch zu reduzieren und 315 Traktoren in Deutschland und Österreich zu verkaufen.

 

Burgoberbach, den 2. Mai 2024

Argo GmbH

Günter Ordnung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Argo GmbH, Burgoberbach

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Argo GmbH, Burgoberbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Argo GmbH, Burgoberbach, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Rüsselsheim am Main, 2. Mai 2024

M. Schwebel, Wirtschaftsprüfer

Datum Feststellung Jahresabschluss 2023: 15.10.2024

Gewinnverwendung:

[X] Vortrag auf neue Rechnung

[] Einstellung € in Gewinnrücklage

[] Gewinnausschüttung €

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