Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 6095 KI
Eingetragen
15.11.2004
Branche
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfEinzelhandel mit sonstigen medizinischen und orthopädischen ArtikelnHerstellung von orthopädischen Erzeugnissen
Gegenstand
Betreiben eines Sanitäts- und Orthopädiefachgeschäftes, Handel mit Medizin-, Orthopädieund Rehabilitationshilfsmitteln; Homecare; Service, Sonderanfertigungen und Beratung in den genannten Bereichen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Adrian Sauerwein
seit 5.3.2025
Geschäftsführer
Martin Avé
seit 5.3.2025
Geschäftsführer
Christina Thomsen
seit 15.11.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
70.00%
15.00%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Christina Thomsen
Kiel
35.000 €
70.00%
M***** A**
7.500 €
15.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Assmann GmbH

Kiel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Als abschließendes Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem Jahresabschluss folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Assmann GmbH, Kiel

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Assmann GmbH, Kiel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Assmann GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt, mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen, unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Das Vorhandensein der fertigen Erzeugnisse und Waren in Höhe von T€ 601 zum 31. Dezember 2021 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir die Inventur nicht beobachten und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über deren Bestand gewinnen konnten. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der fertigen Erzeugnisse und Waren, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 27. Februar 2024

HANSA PARTNER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Ulmer, Wirtschaftsprüferin

gez. Arp, Wirtschaftsprüfer

Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Firmenname laut Registergericht: Assmann GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Kiel
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Kiel
Register-Nr.: HRB 6095 KI

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Beteiligungen zu Anschaffungskosten

Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Forderungsausfallrisiken werden durch Pauschalwertberichtigungen und Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Betrages passiviert, der nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Vorauszahlungen von Fallpauschalen der Krankenkassen. Die Vorauszahlungen werden über drei Jahre mit einem Schlüssel degressiv als Umsatz erfasst. Der Schlüssel orientiert sich an Erfahrungswerten zur durchschnittlichen Nutzung der Hilfsmittel und stellt somit eine bestmögliche Schätzung dar.

Im Hinblick auf die Behandlung des Zuschusses zur Sozialversicherung im Rahmen der Gewährung von Kurzarbeitergeld wurde das Ausweiswahlrecht in der Gewinn- und Verlustrechnung dahingehend ausgeübt, dass der Zuschuss unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von € 3.346.523,39 sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Leasingverträge Kfz 478.269,80
Leasingverträge Inventar 55.967,34
Mietverträge 2.812.286,25
3.346.523,39

Haftungsverhältnisse

Es bestehen insgesamt betragsmäßige Bürgschaften zu Gunsten der WKS GmbH & Co. KG in Höhe von T€ 203 zur Absicherung von Verbindlichkeiten.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von T€ 76 (i.V.: T€ 103) enthalten, welche aus Erstattungen im Zusammenhang mit der Kurzarbeitergeldzugangsverordnung resultieren.

Sonstige Angaben

Belegschaft

Im Geschäftsjahr beschäftigte das Unternehmen durchschnittlich 128 Mitarbeiter (i.V.: 139).

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Geschäftsführer geführt:

 

Frau Christina Thomsen (Kauffrau), Kiel,

 

Herr Horst Sauerwein (Kaufmann), Kühren.

Geschäftsführerbezüge

Hinsichtlich der Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführer wird von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer/Gesellschafter

Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet:

Kreditentwicklung Betrag
Stand bisheriger Kredite 61.541,67
Rückzahlungen im Berichtsjahr 61.541,67
Neuvergaben im Berichtsjahr 0,00
= neuer Kreditbestand 0,00

Das Darlehen wurde mit 1 % verzinst.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname/Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis Eigenkapital
%
Assmann Immobilien GmbH 100,0 0,00 25.000,00
WKS GmbH & Co. KG 29,0 -183.267,60 198.483,58
WKS Verwaltungsgesellschaft mbH 25,0 2.047,72 14.808,68

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt € 41.535,20.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Betrag von € 1.405.167,54, der zu verwenden ist. Zur Ausschüttung ist ein Betrag von € 0,00 vorgesehen.

Auf neue Rechnung werden € 1.405.167,54 vorgetragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

 

Kiel, den 15. Dezember 2023

Assmann GmbH

Geschäftsführung

Christina Thomsen

Horst Sauerwein

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 132.686,00 9
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 24.929,00 30
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.862.140,00 1.887.069,00 1.660
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25
2. Beteiligungen 126.540,47 151.540,47 127
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Fertige Erzeugnisse und Waren 727.006,62 601
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.926.977,79 1.593
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 330.102,28 266
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 36
4. Forderungen gegen Gesellschafter 22.700,00 62
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0,00 (i.V.: T€ 33)
5. Sonstige Vermögensgegenstände 565.201,41 2.844.981,48 616
III. Guthaben bei Kreditinstituten 10.295,79 8
C. Rechnungsabgrenzungsposten 34.083,30 20
5.787.662,66 5.053

PASSIVA

Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50
II. Kapitalrücklage 30.000,00 30
III. Gewinnvortrag 1.363.632,34 1.535
IV. Jahresüberschuss/i.V.: Jahresfehlbetrag 41.535,20 1.485.167,54 ./. 171
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 196.900,00 108
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 888.489,60 716
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:
€ 888.489,60 (i.V.: T€ 716)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 679.195,91 402
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:
€ 679.195,91 (i.V.: T€ 402)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.125,00 3
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:
€ 3.125,00 (i.V.: T€ 3)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 124.316,27 0
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:
€ 7.157,62 (i.V.: T€ 0)
- davon mit einer Restlaufzeit von 1 Jahr bis 5 Jahre:
€ 40.407,32 (i.V.: T€ 0)
- davon mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre:
€ 76.751,33 (i.V.: T€ 0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 303.194,19 1.998.320,97 286
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr:
€ 303.194,19 (i.V.: T€ 286)
- davon aus Steuern: € 167.530,16 (i.V.: T€ 152)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit:
€ 8.807,01 (i.V.: T€ 20)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.107.274,15 2.094
5.787.662,66 5.053

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

(H = Haben)

Vorjahr
T€
Umsatzerlöse 14.784.432,12 13.518
Sonstige betriebliche Erträge 277.840,75 290
Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 5.821.040,31 5.413
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 191.321,52 6.012.361,83 199
Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.332.835,49 4.064
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 987.909,66 5.320.745,15 923
- davon für Altersversorgung: € 81.293,01 (i.V.: T€ 70)
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 692.569,15 564
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.963.497,83 2.826
Erträge aus Beteiligungen 0,00 3
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages erhaltene Gewinne 57.114,68 29
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.737,65 3
Aufwendungen aus der Verlustübernahme 36.049,11 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 27.700,39 15
Ergebnis vor Steuern 69.201,74 ./. 161
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 14.040,54 (H) 5
Ergebnis nach Steuern 55.161,20 156
Sonstige Steuern 13.626,00 15
Jahresüberschuss/i.V.: Jahresfehlbetrag 41.535,20 ./. 171

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Assmann GmbH mit ihrem Hauptsitz in Kiel-Wellsee ist ein mittelständisches Unternehmen der Gesundheitsbranche im Bereich der Hilfsmittelversorgung. Der Betrieb versteht sich als Vollsortimenter, der seine Leistungsempfänger in den Vordergrund stellt. Die Schwerpunkte des Geschäftes liegen hierbei auf dem Vertrieb sowie Handel von Hilfsmitteln und der Produktion von individuell gefertigten Produkten, speziell angepasst auf die Anforderung unserer Kunden. Die Assmann GmbH umfasst die Fachbereiche Rehabilitationstechnik, Sonderbau, Homecare, Medizintechnik, Orthopädietechnik, Sanitätshaus und versteht sich als kompetenter Ansprechpartner bei komplexen Krankheitsbildern wie Schlaganfall oder Adipositas.

Im Jahr 1868 gründete der Instrumentenmacher Johannes Assmann die gleichnamige Firma und siedelt sie in der Dänischen Straße in der Kieler Innenstadt an. Das Unternehmen wurde in den darauffolgenden Jahren stetig erweitert, ausgebaut und beschäftigt derzeit über 128 Mitarbeitende an sieben Standorten in Norddeutschland.

Neben dem Hauptsitz in Kiel-Wellsee besitzt die Assmann GmbH zwei weitere Standorte in Kiel, einen in der Ostseeklinik Holm, eine Niederlassung in Hamburg und zwei Filialen in Bremen. Der Gesundheitsdienstleister aus Norddeutschland ist weiterhin Hauptgesellschafter am Dienstleistungsunternehmen WKS GmbH & Co. KG aus Neumünster. Von den verschiedenen Standorten aus und mit Hilfe des Tochterunternehmens versorgt die Assmann GmbH Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und das nördliche Niedersachsen mit Hilfsmitteln.

Die Kundschaft der Assmann GmbH reicht von den privaten sowie gesetzlichen Krankenkassenversicherungen, über die krankenversicherten Personen, bis hin zu den selbstzahlenden Kunden und Gesundheitseinrichtungen (u.a. Kliniken und Pflegeheime).

2. Forschung und Entwicklung

Die Assmann GmbH betreibt keine Grundlagenforschung. Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie wurde von Forschungen und Entwicklungen im eigenen Interesse abgesehen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Gesundheitsbranche ist von vielen Regularien geprägt und schränkt den Markt dadurch ein, um die Qualität im Gesundheitswesen zu sichern. Zugleich führen die sich immer wieder ändernden Gesetze und Vorschriften zu einer starken Dynamik im Bereich der Hilfsmittelversorgungen. Die Assmann GmbH musste sich zuletzt aufgrund gesetzlicher Neuauflagen und allgemeinen Verordnungen (u.a. TSVG, HHVG, DSGVO und MDR) umstrukturieren. Mit dem Ende der Hilfsmittel-Ausschreibungen am 30. November 2019 zur Sicherung der Qualität im Gesundheitswesen hat der Markt nochmals an Dynamik zugenommen. Bereits für den 1. Juli 2027 ist die Einführung der E-Verordnung für Hilfsmittel durch das Bundesministerium für Gesundheit festgesetzt worden.

Durch überregionale Leistungserbringer, dem Zusammenschluss von mehreren Sanitätshäusern zu einer gemeinsamen Gruppe (Konzernstrukturen) und durch von Investoren gesteuerte Unternehmen verspürt die Assmann GmbH, als mittelständisches Unternehmen, in den letzten Jahren vermehrt den Druck und Wandel auf dem Gesundheitsmarkt. Durch das zum Teil aggressive Verhalten der vorherbeschriebenen Wettbewerber konnte der Preisverfall mit Ende der Ausschreibungsverträge nicht auf ein gesundes Niveau angehoben werden. Auch der Kostendruck seitens der Kostenträger durch den demografischen Wandel in Deutschland wirkt sich auf die Branche aus und führt zu stagnierenden Vergütungen, trotz Inflation und diversen Kostensteigerungen (u.a. Energie, Mindestlohn, Beschaffung).

Die Marktsituation wurde auch 2022 stark durch diverse Krisen (Nachwirkungen Corona Pandemie, hohe Inflation, Ukraine-Krieg) beeinflusst, sodass Versorgungsengpässe sowie starke Kostensteigerungen entstanden sind. Die Beschaffungskosten von Produkten konnten nach den starken und häufigen Preiserhöhungen während der vergangenen Jahren auf einem konstanten Niveau gehalten werden, ohne dass jedoch die Preise gesenkt wurden. Mit verschiedenen Kostenträgern konnten Übergangsvereinbarung zu den bereits geltenden Verträgen geschlossen werden, die Zuschläge auf die Vertragspreise beinhalten und der Kostensituation entgegenwirken soll. Die Vereinbarungen wurden größtenteils vor dem Ukraine Krieg geschlossen, sodass die Auswirkungen des Krieges nur zum Teil kompensiert werden konnten.

In den vergangenen Geschäftsjahren haben vor allem die gestiegenen Beschaffungskosten und die ausbleibende Anpassung der Vergütungsstruktur der Kostenträger zu einem negativen Ergebnis geführt. Da sich sowohl die Beschaffungskosten in 2022 auf einem hohen Niveau stabilisiert haben und die Krankenkasse eine Preissteigerung bewilligt haben, konnte der Umsatz gesteigert und auch ein positives Betriebsergebnis erreicht werden. Leider bleibt die Geschäftslage der Assmann GmbH durch die beschriebenen Faktoren noch unter Vorkrisenniveau.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Durch die Verhandlungen unseres Verbandes, rehaVital Gesundheitsservice GmbH, sowie eigene Gespräche mit den Kostenträgern sind zu Beginn des Jahres viele Übergangsvereinbarungen mit verbesserten Konditionen in Kraft getreten. Der Umsatz konnte somit im ersten Quartal um ca. 5 % gesteigert werden, während der Aufwand leicht unter dem ersten Quartal im Vorjahr lag. Dadurch konnte der Rohertrag um ca. 8 % verbessert werden und somit die durch die Inflation gestiegenen Personalkosten kompensiert werden. Das Ergebnis im ersten Quartal war daher deutlich besser als im Vorjahr. Im Februar jedoch eskalierte der Ukraine-Konflikt und Russland hat der Ukraine den Krieg erklärt. Infolgedessen sind vor allem die Energiepreise (Gas, Strom, Treibstoff) und Lebenshaltungskosten der Mitarbeitenden massiv angestiegen.

Die Entwicklung setzt sich im zweiten, dritten und vierten Quartal fort, wodurch der Umsatz weiter gesteigert werden konnte. Insgesamt hat sich der Rohertrag um ca. 11 % verbessert, hierbei konnten die Umsatzerlöse um 9 % gesteigert werden, während der Wareneinsatz nur um 7 % stieg.

Zu der Verbesserung haben vor allem die Niederlassung in Bremen und der Geschäftsbereich Homecare beigetragen. Im vergangenen Geschäftsjahr hat die Assmann GmbH in einen neuen Standort und neues Personal für das Versorgungsgebiet Bremen und Umgebung investiert. Durch die Investitionen konnte der Umsatz für diesen Standort um 24 % gesteigert werden und das Ergebnis von defizitär in profitabel verändert werden. Für den Geschäftsbereich Homecare wurde für das Geschäftsjahr ein Abrechnungs- und Personaldienstleister beauftragt. Durch diese Maßnahme konnte der Umsatz für diesen Geschäftsbereich um 17 % gesteigert werden und hat somit maßgeblich zur Gesamtsituation beigetragen.

Die Krise hat sich besonders auf die Personalkosten und auch KFZ-Kosten ausgewirkt. Hier hat die Assmann GmbH eine Steigerung um ca. 7 % verzeichnet, die unter anderem durch den Ukraine Krieg und die erhöhten Energie- und Lebensmittelpreise entstanden sind. Auch die Fluktuation sowie der hohe Krankenstand hatten einen erheblichen Einfluss auf die Personalkostensteigerung. Die übrigen Kosten sind trotz Umsatzsteigerung weitestgehend stabil geblieben.

Im Geschäftsverlauf konnte die Assmann GmbH ein positives Ergebnis erzielen und die Probleme aus dem Vorjahr bewältigen. Durch die Übergangsvereinbarung mit den Kostenträgern konnten endlich die gestiegenen Beschaffungskosten kompensiert werden und die Unternehmung wieder wirtschaftlich agieren.

In der Beschaffung konnte aufgrund der guten Position der Assmann GmbH gegenüber Partnern, Lieferanten und Herstellern und der Mitgliedschaft zur Verbundgruppe rehaVital weitere Kostensteigerungen in der Beschaffung vermieden werden. Durch die Konzentration auf ausgewählte Lieferanten und Produkte wurden positive Effekte erzielt und die Rohertragsquote zum Vorjahr verbessert.

Zusammenfassend konnte die Assmann GmbH das Geschäftsjahr 2022 den Umsatz deutlichen um 9 % und das Rohergebnis um 10 % steigern. Insgesamt konnte ein Jahresüberschuss erwirtschaftet werden, der jedoch durch Kostensteigerungen im Personalbereich und den Abschreibungen beeinflusst ist, sodass sich eine Umsatzrendite von 0,3 % ergab.

a) Vermögenslage

Bilanz zum 31.12.2022 Bilanz zum 31.12.2021 Änderung
T€ % T€ % T€
AKTIVA
Immaterielle Vermögensgegenstände
und Sachanlagen 2.020 34,9 1.699 33,6 321
Finanzanlagen 152 2,6 152 3,0 0
Vorräte 727 12,6 601 11,9 126
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen 1.927 33,3 1.593 31,5 334
Forderungen im Verbundbereich 353 6,1 364 7,2 -11
Übrige Aktiva 599 10,3 636 12,6 -37
Flüssige Mittel 10 0,2 8 0,2 2
Summe Aktiva 5.788 100,0 5.053 100,0 735
PASSIVA
Eigenkapital 1.486 25,7 1.444 28,6 42
Rückstellungen 197 3,4 108 2,0 89
Kreditverbindlichkeiten 888 15,4 716 14,2 172
Lieferverbindlichkeiten 679 11,7 402 8,0 277
Verbindlichkeiten im Verbundbereich 124 2,1 3 0,1 121
Übrige Verbindlichkeiten 307 5,3 286 5,7 21
Rechnungsabgrenzungsposten 2.107 36,4 2.094 41,4 13
Summe Passiva 5.788 100,0 5.053 100,0 735

Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich durch Investitionen in neue Softwarelösungen erhöht. Das kurzfristige Vermögen hat sich insbesondere durch den Anstieg des Forderungsbestandes erhöht. Gleiches gilt auf der Passivseite für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie einem gestiegenen Finanzierungsbedarf. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der höheren Bilanzsumme, auf 25,7 % reduziert. Insgesamt ergaben sich in der Vermögenslage keine wesentlichen Veränderungen.

b) Finanzlage

Die Finanzlage ist nachfolgender Kapitalflussrechnung zu entnehmen:

2022 2021
T€ T€
Jahresergebnis (+) 42 (-) 171
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens (+) 693 (+) 564
Abnahme der Rückstellungen (+) 89 (-) 4
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (+) 10 (-) 2
Abnahme/Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva (-) 465 (+) 236
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva (+) 307 (-) 38
Finanzergebnis (-) 32 (-) 21
Ertragsteueraufwand/-ertrag (+) 14 (-) 6
Ertragsteuerzahlungen (+) 33 (-) 1
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit (+) 691 (+) 557
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens (+) 20 (+) 10
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände (-) 135 0
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen (-) 909 (-) 953
Rückzahlung ausgereichte Darlehen (+) 62 (+) 29
Erhaltene Zinsen (+) 3 (+) 3
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit (-) 959 (-) 911
Aufnahme von Krediten (+) 0 (+) 460
Einzahlungen aus der Aufnahme von Gesellschafterdarlehen (+) 150 0
Auszahlungen für Tilgungen von Anleihen und Krediten (-) 10 (-) 4
Auszahlungen für Tilgungen von Gesellschafterdarlehen (-) 25 0
Gezahlte Zinsen (-) 28 (-) 15
Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit (+) 87 (+) 441
Finanzmittelbestand am 1. Januar (-) 225 (-) 312
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes (-) 181 (+) 87
Finanzmittelbestand am 31. Dezember (-) 406 (-) 225

Der Finanzmittelfonds umfasst die liquiden Mittel sowie Kontokorrente. Die finanziellen und liquiden Verhältnisse der Gesellschaft sind stabil. Der verfügbare Kreditrahmen der begleitenden Banken war für den Geschäftsumfang des Geschäftsjahres ausreichend. Der gegenüber dem Vorjahr verbesserte Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus dem verbesserten Jahresergebnis.

Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit hat sich im Wesentlichen durch die höheren Investitionen in das Anlagevermögen weiter reduziert. Der verminderte Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus dem Wegfall der Aufnahme von Bankkrediten.

Die nicht genutzte Kreditlinie beläuft sich zum Stichtag auf T€ 437. Insgesamt ergibt sich zum Stichtag eine freie Liquidität von T€ 447.

c) Ertragslage

Die Ertragslage ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

1.1. bis 31.12.2022 1.1. bis 31.12.2021 Ergbnisänderung
T€ % T€ % T€
Rohergebnis 8.772 100,0 7.906 100,0 866
sonstige betriebliche Erträge 278 3,7 290 3,7 -12
Personalaufwand 5.321 60,7 4.987 63,1 -334
Abschreibungen 693 7,9 564 7,1 -129
sonstiger betrieblicher Aufwand 2.963 33,8 2.826 35,7 -137
Finanzerträge 60 0,7 35 0,4 25
Finanzaufwand 64 0,7 15 0,2 -49
Ertragssteuern 14 0,2 5 (H) 0,1 -19
Ergebnis nach Steuern 55 0,6 -156 -2,0 211
sonstige Steuern 13 0,1 15 0,2 2
Jahresergebnis 42 0,5 -171 -2,2 213

Das Rohergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 866 erhöht. Ursächlich ist hierfür eine Umsatzsteigerung um T€ 1.266 auf T€ 14.784. Dieser positive Effekt im Rohergebnis wurde durch Aufwandssteigerung im Bereich der Personalaufwendungen und Abschreibungen zum Teil kompensiert. Insgesamt konnte das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr jedoch deutlich verbessert werden. Das Finanzergebnis hat sich durch höhere laufende Zinsen auf Grund höherer Inanspruchnahme von Krediten und einer Verlustübernahme um T€ 24 reduziert.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Der wichtigste finanzielle Leistungsindikator der Assmann GmbH ist die Rohertragsquote. Um diesen Indikator zu optimieren, liegt ein ganz besonderer Fokus auf der Entwicklung von Umsatz und Beschaffung auf Kostenstellen-Ebene sowie im Gesamtunternehmen. Weitere wichtige finanzielle Leistungsindikatoren der Assmann GmbH sind das Betriebsergebnis, die Personalkostenquote und die Gesamtaufwendungen.

4. Gesamtaussage

Das Geschäftsjahr 2022 war durch die Übergangsvereinbarungen und den Ukraine Krieg geprägt. Die gestiegenen Beschaffungskosten konnten durch die Übergangsvereinbarungen an die Kostenträger bzw. Leistungsempfänger weitergegeben werden. Die Vereinbarungen wurden jedoch zum Teil vor dem Ukraine Krieg geschlossen, sodass diese Kostensteigerungen nicht berücksichtigt wurden. Die Assmann GmbH hat an das positive letzte Quartal aus 2021 angeknüpft und eine deutliche Verbesserung zum Vorjahr erzielt sowie ein positives Ergebnis erreicht.

III. Prognosebericht

Die Krisen, wie die Corona-Pandemie und der Ukraine Krieg, werden die Marktsituation nachhaltig prägen. Das kommende Geschäftsjahr ist weiterhin von hohen Kosten und Inflation betroffen. Der Druck durch überregionale Hilfsmittelversorger und Leistungserbringer in Konzernstrukturen wird weiter zunehmen und den Wettbewerb formen. Durch Kapitalgeber besitzen diese Leistungserbringer während der Krisen andere finanzielle Möglichkeiten, als der inhabergeführte Mittelstand.

Mittelfristig erwartet die Assmann GmbH stagnierende Zahlen, bis die Investitionen in die Zukunft ihre Wirkung entfalten. Die Corona-Pandemie sowie der Ukraine Konflikt und deren direkte und indirekte Auswirkungen werden umsatzseitig negativen Einfluss haben, die Kosten erhöhen und somit voraussichtlich auch den Ertrag schmälern. Durch die Übergangsvereinbarungen, durch die die gestiegenen Kosten an die Krankenkasse weitergegeben werden können, wird der Effekt im kommenden Jahr jedoch geringer ausfallen und eine leichte Besserung bringen.

Die Assmann GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2022 für ein neues ERP-System entschieden, welches bereits in 2023 eingeführt werden soll. Durch die Umstellung auf ein neues System wird die Effizienz der Mitarbeitenden kurzfristig abfallen und es ist auch von einigen Störungen im Ablauf sowie im ERP-System auszugehen. Die Umstellung wird das Geschäftsjahr stark belasten und zu einem negativen Ergebnis führen, ist jedoch zwingend erforderlich, um langfristig den Erfolg der Unternehmung zu sichern.

Die Personalsituation wird zukünftig schwierig bleiben und die Assmann GmbH wird doppelte Gehälter zahlen müssen, um Krankenstand und Fluktuation auszugleichen. Die Lebenshaltungskosten der Angestellten werden weiterhin steigen, jedoch lässt die wirtschaftliche Situation keine Erhöhung der Gehälter zu. Dadurch wird die Fluktuation voraussichtlich anhalten. Die Assmann GmbH beschäftigt sich darüber hinaus intensiv mit der Nachfolgeregelung, um für die Zukunft sicher aufgestellt zu sein. Durch die angestrebte Nachfolge werden die Personalkosten noch zusätzlich belastet.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Chancenbericht

Kosten-Nutzen- oder Chancen-Risiken-Analyse sind ein unabdingbarer Teil der operativen und strategischen Geschäftstätigkeit. Auf Grundlage dieser Analyse werden Entscheidungen abgewogen, getroffen und die ökonomischen Aktivitäten gesteuert.

Bereits vor Jahren hat die Assmann GmbH ein Qualitätsmanagementsystem entsprechend der Norm DIN EN ISO 13485 eingeführt und lässt dieses regelmäßig prüfen und zertifizieren. Voraussetzung für die Zertifizierung ist die systematische Identifikation von Chancen und Risiken sowie den Fokus auf Risikomanagement-Aktivitäten während der Produktentwicklung zu legen.

Ein weiterer Teil der ISO-Zertifizierung ist die Überwachung der Durchführung von Prozessen sowie die Bewertung des Erfolges. Hierfür werden u.a. die wöchentlichen Umsätze und die monatliche betriebswirtschaftliche Auswertung auf Kostenstellen-Ebene und für das Gesamtunternehmen sowie die Einzelumsätze des Vertriebes bewertet. Bei Abweichung kann somit kurzfristig reagiert werden.

Die Krisen haben bereits dazu beigetragen, dass die Kostenträger Übergangsvereinbarungen zur Entlastung der Leistungserbringer zugestimmt haben. Im kommenden Jahr werden auf Grundlage dieser Vereinbarungen neue Vertragsverhandlungen geführt. Das Bewusstsein der Kostenträger für die Beschaffungs- und Kostensituation wird zu verbesserten Konditionen führen, welche die Branche dringend benötigt um wirtschaftlich zu agieren.

Im nächsten Jahr wird die Assmann GmbH gemeinsam mit einem befreundeten Sanitätshaus aus Schleswig-Holstein ein weiterer Standort am UKSH-Kiel aufbauen. Dieser Standort bringt die Chance mit sich, dass neben der Laufkundschaft auch vermehrt Versorgungen von Versicherten aus dem Klinikum an die Assmann GmbH übergeben werden und somit der Umsatz gesteigert werden kann.

Außerdem wird im zweiten Quartal 2023 das neue ERP-System eingeführt werden. Auch wenn hier zu Beginn mit Schwierigkeiten zu rechnen ist, wird das neue System Prozesse verbessern, standardisieren sowie automatisieren und somit dem Kostendruck auf lange Sicht entgegenwirken. Die Assmann GmbH erhofft sich durch die Einführung später einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen sowie Rationalisierung und grundsätzliche Verbesserung der Organisation.

2. Risikobericht

Die Übergangsvereinbarungen sind zeitlich befristet. Diese zeitliche Befristung birgt das Risiko, dass die Vereinbarung ausläuft, obwohl sich die Kostensituation nicht verändert hat. Daher müssen dringend langfristige sowie wirtschaftliche Verträge mit den Kostenträgern geschlossen werden.

Weiterhin haben sich die Lebenshaltungskosten weiter erhöht, wodurch auch die Gehaltsforderungen der Mitarbeitenden und auch die Kosten für Dienstleistungsunternehmen steigen werden. Einher mit erhöhten Lebenshaltungskosten geht auch das Risiko der erhöhten Fluktuation.

Der geplante Standort im UKSH benötigt ausreichend Kundschaft, damit der Shop selbstständig wirtschaftlich ist. Auf dem Gelände des UKSH ist nicht mit der klassischen Laufkundschaft zu rechnen. Die Auftragslage hängt vielmehr von der Zusammenarbeit mit den Stationen zusammen. Das Gelände ist sehr weitläufig und eine Versorgung aus dem Standort heraus sehr zeitaufwendig. Die Eröffnung des Geschäftes bringt ein wirtschaftliches Risiko mit sich.

Das größte Risiko für das kommende Geschäftsjahr beinhaltet die ERP-Umstellung. Die Umstellung bringt einen Kulturwandel mit sich und bedeutet für viele Mitarbeitende eine grundlegende Veränderung ihrer Arbeitsprozesse. Das Risiko der Unzufriedenheit und der Fluktuation ist in jedem Fall gegeben. Auch durch Fehler bei der Implementierung kann das operative Geschäft über einen langen Zeitraum gestört werden oder komplett zum Erliegen kommen.

Währungsrisiken bestehen für die Assmann GmbH nur marginal. Auch das Ausfallrisiko der Forderungen ist sehr gering, da diese überwiegend gegenüber den gesetzlichen Krankenkassen bestehen.

Gesamtaussage

Risiken hinsichtlich der Entwicklung aus Gesetzesänderungen ergeben sich für die Gesellschaft derzeit nicht.

Etwaige Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

 

Kiel, den 15. Dezember 2023

Christina Thomsen, Geschäftsführerin

Horst Sauerwein, Geschäftsführer

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