Stammdaten

Register
Amtsgericht Deggendorf HRB 5095
Vorher
SCUR-Alpha 1130 GmbH
Eingetragen
17.10.2019
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von TurbinenIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Gegenstand
Planung, Herstellung, Vertrieb und Montage von lufttechnischen Anlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ralf Völlinger
seit 23.10.2024
Geschäftsführer
Irena Kristic
seit 16.2.2022
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
WE-kr d.o.o.
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
WE-kr d.o.o.
CRO
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Südluft Systemtechnik GmbH

Plattling

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

EUR EUR 31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.194,50 48
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.152.734,29 963
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 408.093,75 276
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 105.160,71 1.665.988,75 1.669.183,25 86
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.712.093,79 2.553
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 5.161.385,15 5.463
3. Geleistete Anzahlungen 528.975,00 11
4. Erhaltene Anzahlungen -6.028.554,35 1.373.899,59 -3.043
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.213.713,74 4.230
2. Sonstige Vermögensgegenstände 138.632,08 4.352.345,82 358
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.740.655,54 12.466.900,95 1.783
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 84.391,81 117
14.220.476,01 12.845

PASSIVA

EUR 31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Kapitalrücklage 900.000,00 900
III. Gewinnvortrag 1.993.692,01 844
IV. Jahresüberschuss 2.095.625,22 5.014.317,23 1.150
B. PASSIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS UNTERNEHMENSERWERB 1.001.295,52 1.092
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 961.990,00 311
2. Sonstige Rückstellungen 2.164.088,59 3.126.078,59 1.364
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.140.037,66 1.617
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.140.037,66 (Vorjahr: TEUR 1.617)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 3.357.380,51 4.126
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 749.658,34 (Vorjahr: TEUR 885)
davon mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre: EUR 1.248.286,84
(Vorjahr: TEUR 1.553)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 581.366,50 5.078.784,67 1.416
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 581.366,50 (Vorjahr: TEUR 1.416)
davon aus Steuern: EUR 145.952,82 (Vorjahr: TEUR 479)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR -7.333,29
(Vorjahr: TEUR 1)
14.220.476,01 12.845

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

EUR 2023
EUR
2022
TEUR
1. Umsatzerlöse 33.563.229,43 32.656
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -301.501,54 1.373
3. Sonstige betriebliche Erträge 200.906,17 577
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 9.794.734,53 12.657
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.873.138,75 16.667.873,28 7.808
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.703.793,80 6.751
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.395.507,51 9.099.301,31 1.352
davon für Altersversorgung: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 301.396,35 287
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.344.362,90 3.746
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 43.642,14 6
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 82.969,66 93
davon an verbundene Unternehmen: EUR 35.800,13 (Vorjahr: TEUR 43)
10. Aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrags
abgeführte Gewinne 0,00 303
11. Ergebnis vor Steuern 3.010.372,70 1.615
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 859.277,32 451
davon latente Steuern: EUR 0,00
(Vorjahr: TEUR 0)
13. Ergebnis nach Steuern 2.151.095,38 1.164
14. Sonstige Steuern 55.470,16 15
15. Jahresüberschuss 2.095.625,22 1.149

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

A. Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

I. Allgemeine Angaben

Sitz der Südluft Systemtechnik GmbH ist Plattling. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 5095 im Register des Amtsgerichts Deggendorf eingetragen.

Die Gesellschaft ist Rechtsnachfolgerin der Südluft Systemtechnik GmbH & Co. KG. Das Insolvenzverfahren der Südluft Systemtechnik GmbH & Co. KG wurde Ende Dezember 2019 mit der Annahme des Insolvenzplans und Eintritt der Rechtskraft abgeschlossen. Mit Zeitpunkt der Aufhebung des Verfahrens tritt die Südluft Systemtechnik GmbH als neuer Komplementär ein. Die Altgesellschafter sind ausgetreten. Folglich kommt es zu einer Anwachsung, d.h. das gesamte Vermögen, das operative Geschäft einschließlich aller Verträge wie auch alle Mitarbeiter der Südluft Systemtechnik GmbH & Co. KG gehen gemäß den Regelungen des Insolvenzplans auf die neue Gesellschaft über.

Die Gesellschaft ist nach § 264 Abs. 1 HGB i. V. m. den in § 267 HGB genannten Größenmerkmalen als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen.

Der Jahresabschluss ist nach den geltenden Vorschriften des HGB sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Die zur Erläuterung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind so weit wie möglich in den Anhang übernommen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten aktiviert und in 3 bis 8 Jahren linear abgeschrieben. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer über 3 bis 15 Jahre nach der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben. Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen werden berücksichtigt.

Anlagenzugänge werden im Jahr der Anschaffung oder Herstellung pro rata temporis abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu EUR 150,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 150,00 bis max. EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet. Dieser wird im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Jahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben.

2. Umlaufvermögen

a) Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten werden aus dem Durchschnitt der letzten Zugänge ermittelt. Ungängiges bzw. lange lagerndes Material wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Das Niederstwertprinzip wird beachtet.

Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen werden zu den angefallenen Herstellungskosten bewertet. Neben Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten und Sondereinzelkosten der Fertigung werden auch aktivierungspflichtige Teile der Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Sofern der vereinbarte Erlös die bereits angefallenen Herstellungskosten und die voraussichtlich noch anfallenden Kosten nicht deckt, werden die erforderlichen Abwertungen vorgenommen und gegebenenfalls Rückstellungen für Drohverluste gebildet.

b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bewertet. Alle erkennbaren Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen und eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt.

c) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die liquiden Mittel sind mit Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert nach § 253 Abs. 4 HGB angesetzt.

3. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Sie werden in Höhe des Betrages gebildet, der bei einer linearen Verteilung der Ausgaben auf die Zeit nach dem Bilanzstichtag entfällt.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Nominalwert des Stammkapitals und beträgt TEUR 25. Die Kapitalrücklage beläuft sich auf TEUR 900.

5. Passiver Unterschiedsbetrag aus Unternehmenserwerb

Mit Ausscheiden der Altgesellschafter aus der Südluft Systemtechnik GmbH & Co. KG und der daraufhin folgenden Anwachsung auf die Südluft Systemtechnik GmbH werden alle Vermögensgegenstände und Schulden zu Buchwerten übernommen. Dabei übersteigt das übernommene Reinvermögen den Kaufpreis um TEUR 1.365.

Dieser Unterschiedsbetrag wird als passiver Unterschiedsbetrag ausgewiesen und über eine Laufzeit von 15 Jahren aufgelöst.

6. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags auf Basis der Grundlage des § 253 Abs. 1 HGB ermittelt. Alle Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst. Künftige Kosten- und Preissteigerungen wurden bei der Ermittlung der Rückstellungen berücksichtigt.

Für anfallende Kosten für Garantie- und Gewährleistungen werden Rückstellungen gebildet. Diese beinhalten Rückstellungsbeträge für drohende Einzelsachverhalte und eine pauschalisierte Rückstellung auf Basis von Erfahrungswerten des garantiebehafteten Umsatzes.

7. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

8. Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Transaktion oder mit dem ungünstigeren Stichtagskurs bewertet, wenn ihre Restlaufzeit voraussichtlich länger als ein Jahr ist. Bei kürzeren Restlaufzeiten erfolgt die Bewertung am Bilanzstichtag mit dem entsprechenden Devisenkassamittelkurs.

B. Erläuterung des Jahresabschlusses

I. Bilanz zum 31. Dezember 2023

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind bis auf Sicherheitseinbehalte in Höhe von TEUR 186 innerhalb eines Jahres fällig.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuerrückforderungen aus Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 71 enthalten.

3. Eigenkapital

Das Jahresergebnis wird im Eigenkapital als Jahresüberschuss dargestellt.

4. Sonstige Rückstellungen

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Quotenzahlungen Insolvenzforderungen 462 498
Personalbereich 1.183 556
Gewährleistung 168 162
Nachlaufkosten 120 7
Ausstehende Rechnungen 150 52
Übrige 81 89
2.164 1.364

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen TEUR 3.357 (i. Vj. TEUR 4.126) und entfallen in Höhe von TEUR 3.240 auf Verbindlichkeiten aus Darlehen und in Höhe von TEUR 117 aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Zur Sicherung der Ansprüche des Darlehensgebers werden alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgetreten.

II. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

1. Allgemein

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt und gegliedert.

2. Umsatzerlöse

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Aufgliederung in Tätigkeitsbereiche
- Luftleitsysteme 17.166 18.724
- Küchenlüftungstechnik 11.492 9.245
- Sonderbau und Lüftungstürme 4.839 4.429
- Sonstige Umsätze 225 361
- Erlösschmälerungen -159 -103
33.563 32.656
31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Aufgliederung nach Absatzmärkten
- Inland 25.587 21.018
- Ausland 8.135 11.741
- Erlösschmälerungen -159 -103
33.563 32.656

3. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Auflösungen des passiven Unterschiedsbetrags aus Unternehmenserwerb von TEUR 91 und Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 30.

Die periodenfremden Erträge beinhalten TEUR 47 aus der Auflösung von Rückstellungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten TEUR 1.856 Vertriebsaufwendungen, TEUR 1.440 betriebliche Aufwendungen, TEUR 702 Verwaltungsaufwand und TEUR 365 übrige Aufwendungen.

C. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag hatte die Südluft Systemtechnik GmbH folgende finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie Bestellobligo:

31. Dezember 2023
TEUR
31. Dezember 2022
TEUR
Mieten für Gebäude 5.088 4.900
Leasing 306 165
Bestellobligo 250 201
5.644 5.266

2. Arbeitnehmerzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer (1) und Auszubildende (9)) betrug 143 (Vorjahr: 140).

3. Gesellschaftsorgane

Gesellschafter:

WE-KR d.o.o., Lepoglava / Kroatien

Geschäftsführer:

Rudolf Hofeneder, Plattling

Von der Befreiungsvorschrift zur Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht

4. Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der Südluft Systemtechnik GmbH, Plattling, wird in den Konzernabschluss der WE-KR d.o.o., Lepoglava (Kroatien), einbezogen, der bei der kroatischen Financial Agency (Fina) (www.fina.hr) verfügbar ist.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresüberschuss von EUR 2.095.625,22 zusammen mit dem Gewinnvortrag von EUR 1.993.692,01 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Plattling, den 22.05.2024

Rudolf Hofeneder, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Schutzrechte und Werte sowie Lizenzen und an solchen Rechten und Werten 1.490.207,34 3.382,50 0,00 0,00 1.493.589,84
2. Firmenwert 521.530,57 0,00 0,00 0,00 521.530,57
2.011.737,91 3.382,50 0,00 0,00 2.015.120,41
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.036.836,16 267.933,41 86.250,00 60.845,05 3.330.174,52
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.776.150,31 229.291,16 0,00 225.914,03 1.779.527,44
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 86.250,00 105.160,71 -86.250,00 0,00 105.160,71
4.899.236,47 602.385,28 0,00 286.759,08 5.214.862,67
6.910.974,38 605.767,78 0,00 286.759,08 7.229.983,08
Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Schutzrechte und Werte sowie Lizenzen und an solchen Rechten und Werten 1.442.556,47 47.838,87 0,00 1.490.395,34
2. Firmenwert 521.530,57 0,00 0,00 521.530,57
1.964.087,04 47.838,87 0,00 2.011.925,91
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.073.467,01 157.787,20 53.813,98 2.177.440,23
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.499.938,37 95.770,28 224.274,96 1.371.433,69
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.573.405,38 253.557,48 278.088,94 3.548.873,92
5.537.492,42 301.396,35 278.088,94 5.560.799,83
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Schutzrechte und Werte sowie Lizenzen und an solchen Rechten und Werten 3.194,50 47.650,87
2. Firmenwert 0,00 0,00
3.194,50 47.650,87
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.152.734,29 963.369,15
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 408.093,75 276.211,94
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 105.160,71 86.250,00
1.665.988,75 1.325.831,09
1.669.183,25 1.373.481,96

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Südluft Systemtechnik GmbH (nachfolgend Südluft Systemtechnik genannt) ist spezialisiert auf die Planung, den Vertrieb, die Herstellung und die Montage von lufttechnischen Komponenten und Systemen. Das Unternehmen gliedert sich in drei Produktbereiche:

Zu den Kernkompetenzen der Südluft Systemtechnik gehört die Planung, Projektierung und Abwicklung von industriellen Luftleitsystemen für namhafte Hersteller. Der Kundenkreis umfasst neben der Automobilindustrie, die Automobilzulieferer als auch Kunden der allgemeinen Industrie.

Im Produktbereich der Küchenlüftungstechnik plant, projektiert, baut und montiert das Unternehmen Küchenlüftungsdecken sowie Küchenlüftungshauben. Die hier erbrachten Leistungen umfassen Standard- als auch Sonderlösungen, Aluminium- und Edelstahlausführungen sowie innovative Produkte wie SL-Micromatic, Akustikdecken und energieeffiziente Wärmerückgewinnungssysteme.

Im dritten Bereich der Metallverarbeitung (Sonderbau) werden Fortluft- und Außenluftansaugtürme, Personenschleusen für Reinräume und allgemeine Blechbearbeitung zusammengefasst.

Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen tätigt in branchenüblichem Umfang Entwicklungen zur technischen Weiterentwicklung vorhandener Produkte und Systeme. Zudem wird die vorhandene Produktpalette laufend verbessert.

Grundlagen der Berichterstattung

Im Zuge des Insolvenzverfahrens der Eisenmann SE, Böblingen, wurde mit Beschluss des Amtsgerichtes Deggendorf vom 27. September 2019 mit Wirkung zum 1. Oktober das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Südluft Systemtechnik GmbH & Co. KG eröffnet und die Eigenverwaltung angeordnet. Im Zuge des Insolvenzplans erfolgte der Eintritt der Südluft Systemtechnik GmbH als neuer Komplementär mit anschließendem Austritt des bisherigen Kommanditisten. Damit erfolgte eine Anwachsung der Südluft Systemtechnik GmbH & Co. KG auf den neuen Komplementär gemäß § 738 BGB mit Wirkung zum 13. Januar 2020.

Wir nutzen verschiedene Kennzahlen zur Steuerung des Unternehmens. Diese umfassen ausschließlich finanzbezogene Steuerungsgrößen.

Als finanzbezogenen Leistungsindikator haben wir im Geschäftsjahr 2023 die Kennzahl EBT (Earnings Before Tax = Ergebnis vor Steuern) und den Umsatz verwendet. Anhand dieser Kennzahlen messen wir Effizienz unseres operativen Geschäfts und unsere Ertragskraft.

Die Einhaltung der Steuerungsgrößen wird durch regelmäßige Soll-Ist-Vergleiche überwacht. So wird sichergestellt, dass Entwicklungen frühzeitig erkannt und bei Abweichungen zu den definierten Zielgrößen entsprechende Maßnahmen ergriffen werden können.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2023 von den Folgen der globalen Krisen geprägt. Trotz der jüngsten Rückgänge blieben die Preise auf allen Wirtschaftssektoren weiterhin hoch und dämpften die Konjunktur. Zusätzlich verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen, und die Nachfrage sowohl im In- als auch im Ausland nahm ab. Somit konnte sich die deutsche Wirtschaft nicht weiter vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 erholen. Dem Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 Prozent.

In der Entwicklung der einzelnen Wirtschaftsbereiche gab es erhebliche Unterschiede: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) verzeichnete insgesamt einen deutlichen Rückgang von 2,0 Prozent. Dies war hauptsächlich auf eine erheblich geringere Produktion im Bereich der Energieversorgung zurückzuführen. Auch das Verarbeitende Gewerbe wies im Jahr 2023 einen negativen Trend auf. Positive Impulse kamen vor allem aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Hingegen verzeichneten die energieintensiven Industriezweige wie die Chemie- und Metallindustrie erneut einen weiteren Rückgang in Produktion und Wertschöpfung.

Im Baugewerbe machten sich neben den fortwährend hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die sich verschlechternden Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Dies betraf vor allem den Hochbau. Im Gegensatz dazu konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt verzeichnete das Baugewerbe im Jahr 2023 preisbereinigt einen geringfügigen Anstieg von 0,2 Prozent.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren.

Im Jahr 2023 verzeichnete der private Konsum einen preisbereinigten Rückgang um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wodurch er sich wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 Prozent) entfernte. Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Besonders betroffen von Rückgängen waren Bereiche, in denen die Preise entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar weiter stiegen. Die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte sanken besonders stark (-6,2 Prozent). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (1,7 Prozent). Dies war hauptsächlich auf den Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern zurückzuführen.

Die Bauinvestitionen verzeichneten 2023 einen preisbereinigten Rückgang um 2,1 Prozent. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Hingegen wurde in Ausrüstungen - hauptsächlich Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 Prozent). Dies war vor allem auf den Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen zurückzuführen, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde.

Die verhaltene Dynamik der Weltwirtschaft und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 hinterließen auch im Außenhandel ihre Spuren, obwohl die Preise fielen. Die Importe sanken dabei stärker (preisbereinigt -3,0 Prozent) als die Exporte (preisbereinigt -1,8 Prozent). Dies führte im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das Bruttoinlandsprodukt stützte.

Laut der Prognose der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr um lediglich um 0,3 Prozent wachsen. Damit befindet sich Deutschland am Rande einer Stagnation.

Global betrachtet dagegen erwies sich die Erholung der Weltwirtschaft trotz zahlreicher Krisen als überraschend widerstandsfähig. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) entsprach der Anstieg des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2023 mit 3,1 Prozent der Prognose (2022: 3,5 Prozent). Insgesamt bleibt die Wirtschaftsaktivität weiter hinter dem Niveau vor der Covid-19-Pandemie zurück. Wesentliche Hindernisse für eine Konjunkturerholung sind die langfristigen Folgen der Pandemie, geopolitische Spannungen sowie zyklische Faktoren wie Inflation und eine straffere Geldpolitik. Der anhaltende Krieg in der Ukraine und der erneut aufgeflammte Konflikt im Nahen Osten belasten die wirtschaftliche Entwicklung, da sie die geoökonomische Zersplitterung beschleunigen und Warenströme behindern, was zu Preisspitzen bei Lebensmitteln und Energie führen könnte.

Insgesamt geht der IWF davon aus, dass die weltweite Inflation im Jahr 2023 stärker als erwartet zurückging, aber weiter über dem Zielniveau lag. Die anhaltend hohen Inflationsraten veranlassten die Zentralbanken, die Leitzinsen zu erhöhen, und hohe Schulden führten in einigen Ländern zu einer strafferen Fiskalpolitik. Die Krise im chinesischen Immobiliensektor stellt weiterhin ein Risiko dar, da sie sich vertiefen und globale Auswirkungen entfalten könnte.

Der IWF prognostiziert für das Jahr 2024 ein globales Wirtschaftswachstum von rund 3,2 Prozent. Die höchsten Wachstumsraten erzielen laut den IWF-Prognosen Indien und China. Als einziges Land der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer hinkt Deutschland der globalen Entwicklung hinterher.

Die für den Produktbereich Luftleitsysteme wichtige Automobilindustrie hat sich global betrachtet im Jahr 2023 gut erholt. Alle drei großen Automobilmärkte haben sich im Jahr 2023 erholt. Während China ein Allzeithoch bei den Neuzulassungen verbuchte, lief die Erholung in den USA und in Europa schleppender. In Europa rollten laut Verband der Automobilindustrie (VDA) im vergangenen Jahr gut 12,8 Millionen PKW und damit 14 Prozent mehr als im Vorjahr neu auf die Straße. Vom Vor-Krisen-Niveau trennen EU, EFTA und Vereinigtes Königreich aber weiterhin rund 19 Prozent. Zudem gab es im Dezember bereits wieder einen Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat, der vor allem auf die gesunkene Nachfrage in Deutschland zurückgeht.

Im Produktbereich der Küchenlüftungstechnik haben sich im Jahr 2023 die Umstände auf Grund der globalen Krisen verbessert. Die Verfügbarkeit von beispielsweise Elektrokomponenten war fast wieder uneingeschränkt gegeben, so dass sich auch die Durchführung der Projekte wieder normalisierte.

Angaben zu Geschäftsverlauf, Ertragslage, Vermögens- und Finanzlage, Investitionen und Mitarbeiter

Geschäftsverlauf

Das Unternehmen konnte im Jahr 2020 nach der äußerst schwierigen und prekären Phase der Eigenverwaltung stabilisiert werden. Für das Jahr 2021 war das Ziel, die Leistung und damit auch die Erträge, weiter zu steigern. Für das Jahr 2022 war das Ziel das Unternehmen wieder in Umsatz- und Ertragsbereiche wie vor der Zeit der Eigenverwaltung zu führen. Im Jahr 2023 konnte das erreichte Umsatzniveau weiter stabilisiert und die Rentabilität im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verbessert werden.

Ertragslage

Nach dem starken Umsatzwachstum der Südluft Systemtechnik im Jahr 2022, konnte der Umsatz im Jahr 2023 nochmals leicht gesteigert werden. Im Jahr 2023 betrug der Umsatz 33.563 TEUR und damit um 907 TEUR mehr als im Jahr 2022. Der Planwert für das Jahr 2023 (32.800 TEUR) wurde leicht übertroffen.

Während die Umsatzerlöse vor Erlösschmälerungen im Inland um 4.569 TEUR auf 25.587 TEUR gesteigert werden konnten, gingen die Umsatzerlöse im Ausland um 3.605 TEUR auf 8.135 TEUR zurück.

Im Produktbereich der Küchenlüftungstechnik konnte der Umsatz recht deutlich um ca. 24 Prozent auf 11.491 TEUR gesteigert werden (im Vorjahr 9.245 TEUR). Im Produktbereich der Luftleitsysteme reduzierten sich die Umsätze dagegen um 1.558 TEUR auf 17.166 TEUR (im Vorjahr 18.724 TEUR).

Im Produktbereich der Metallverarbeitung kam man auf Umsatz in Höhe von 4.839 TEUR und lag damit um 410 TEUR höher als im Jahr 2022 (4.429 TEUR).

Die sonstigen Umsätze lagen bei 225 TEUR (Vorjahr 361 TEUR). Die Erlösschmälerungen waren 159 TEUR (Vorjahr 103 TEUR).

Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung beträgt im Geschäftsjahr 2023 50,1 Prozent (Vorjahr 60,1 Prozent), die Personalaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung beträgt 27,4 Prozent (Vorjahr 23,8 Prozent).

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen im Jahr 2023 201 TEUR (Vorjahr 577 TEUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 4.344 TEUR (Vorjahr 3.746 TEUR). Hierin beinhaltet sind vor allem 1.856 TEUR für Vertriebsaufwendungen (Vorjahr 1.621 TEUR), 1.440 TEUR für betriebliche Aufwendungen (Vorjahr 1.210 TEUR) und 702 TEUR für Verwaltungsaufwendungen (Vorjahr 742 TEUR).

Das EBT weist für das Geschäftsjahr 2023 einen Gewinn in Höhe von 3.010 TEUR (Vorjahr 1.615 TEUR) auf.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 beträgt 14.221 TEUR (Vorjahr 12.845 TEUR).

Der Buchwert des Anlagevermögens beträgt 1.669 TEUR (Vorjahr 1.373 TEUR) und ist im Wesentlichen durch Zugänge im Bereich der IT-Infrastruktur sowie durch die laufenden Abschreibungen verändert. Das Umlaufvermögen weist einen Stand von 12.467 TEUR (Vorjahr 11.355 TEUR) auf. Dabei betragen die Vorräte 1.374 TEUR (Vorjahr 4.984 TEUR), die Forderungen 4.214 TEUR (Vorjahr 4.230 TEUR), die Sonstigen Vermögensgegenstände 139 TEUR (Vorjahr 357 TEUR) und die Guthaben bei Kreditinstituten 6.741 TEUR (Vorjahr 1.784 TEUR). Im Guthaben sind Gelder für den Treuhänder in Höhe von 466 TEUR enthalten.

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 5.014 TEUR und beinhaltet das Stammkapital (25 TEUR), Kapitalrücklage (900 TEUR), Gewinnvortrag (1.994 TEUR) und den Jahresüberschuss aus 2023 in Höhe von 2.096 TEUR.

Infolge der Übernahme des Geschäftsbetriebs unter Buchwerten ist ein passiver Unterschiedsbetrag aus Unternehmenserwerb von 1.001 TEUR auszuweisen.

Die Rückstellungen belaufen sich auf 3.126 TEUR (Vorjahr 1.675 TEUR). Hierin enthalten sind unter anderem Rückstellungen für noch ausstehende Quotenzahlungen in Höhe von 462 TEUR und Steuerrückstellungen in Höhe von 962 TEUR.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum 31. Dezember 2023 1.140 TEUR (Vorjahr 1.617 TEUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern belaufen sich auf 3.357 TEUR (Vorjahr 4.126 TEUR) und beinhalten vor allem Darlehen zur Sicherung der laufenden Liquidität.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen 581 TEUR (Vorjahr 1.416 TEUR) und beinhalten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 146 TEUR.

Investitionen

Das Anlagevermögen wird zum 31. Dezember 2023 zu einem Buchwert von 1.669 TEUR bilanziert. Hierbei belaufen sich die Buchwerte der immateriellen Vermögensgegenstände auf 3 TEUR, die Sachanlagen auf 1.561 TEUR und geleistete Anzahlungen für IT-Infrastruktur auf 105 TEUR.

Mitarbeiter

Die Südluft Systemtechnik beschäftigte zum 31. Dezember 2023 143 Mitarbeiter. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres waren es 138 Mitarbeiter.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens

Das Insolvenzverfahren der Südluft Systemtechnik GmbH & Co. KG wurde Ende Dezember 2019 mit der Annahme des Insolvenzplans und Eintritt der Rechtskraft im Januar 2020 abgeschlossen. Mit Zeitpunkt der Aufhebung des Verfahrens tritt die neue Südluft Systemtechnik GmbH als neuer Komplementär ein. Die Altgesellschafter sind ausgetreten. Folglich kommt es zu einer Anwachsung. D.h. das gesamte Vermögen, das operative Geschäft einschließlich aller Verträge wie auch alle Mitarbeiter der Südluft Systemtechnik GmbH & Co. KG gehen gemäß den Regelungen des Insolvenzplans auf die neue Gesellschaft über. Die Befriedigung der Gläubiger erfolgt, wie im Insolvenzplan vorgesehen, über einen externen Treuhänder.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Südluft Systemtechnik GmbH war im Geschäftsjahr 2023 - trotz der widrigen konjunkturellen Umstände vor allem im Inland - geprägt von stabilen Umsätzen und einem sehr starken Ertragswachstum.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementziele und -methoden

Wie auch für andere Unternehmen der Branche ergeben sich für die Südluft Systemtechnik aus der unternehmerischen Tätigkeit eine Vielzahl von Chancen, deren Wahrnehmung untrennbar auch mit Risiken verbunden ist. Als Risiko definieren wir jedes Ereignis, das die Erreichung von operativen und strategischen Zielen negativ beeinflussen kann. Von Fall zu Fall wird entschieden, ob das Risiko überwälzt wird (z.B. Versicherung), das Risiko über bilanzielle Maßnahmen erfasst wird (z.B. Abwertungen, Rückstellungen) oder bewusst getragen wird.

Um Risiken beherrschen zu können, werden festgelegte Zielgrößen in einem engen Turnus fortlaufend überprüft, um möglichst rasch und gezielt auf negative Abweichungen reagieren zu können. Das Risikomanagement ist eine zentrale Aufgabe der Geschäftsführung. Südluft Systemtechnik plant im jeweils laufenden Geschäftsjahr das darauffolgende Geschäftsjahr. Basierend auf einer differenzierten Umsatzplanung erfolgt eine entsprechende Planung der Gewinn- und Verlustrechnung.

Im Rahmen der monatlichen internen Berichterstattung an die Geschäftsführung werden durch die Finanzbuchhaltung Ergebnis- und Liquiditätskennzahlen berichtet und in einer Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Die Ist-Werte werden den Planwerten gegenübergestellt und können somit fortlaufend analysiert werden. Die Überwachung der Liquidität erfolgt in einem festgelegten engen Turnus.

Im Rahmen des Controllings werden auftragsbezogene Auswertungen gemacht, um eine Risikoeinschätzung vornehmen zu können. Vertrieblich werden sowohl Auftragseingangsentwicklung als auch Auf- oder Abbau der Angebotspipeline kontinuierlich analysiert.

Durch Analyse der Plan- und Ist-Zahlen werden entsprechende Maßnahmen zur Steuerung erarbeitet und umgesetzt.

Unterstützung hierbei bietet der Einsatz eines vollintegrierten ERP-Systems.

Chancen- und Risikobericht

Chancenbericht

Die dauerhafte Innovations- und Technologiestärke sowie die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen bieten hohe Chancen, unsere Position im Markt gezielt zu stärken. Durch die sukzessive Besetzung strategischer Wachstumsfelder entstehen zusätzliche Marktchancen, die wir konsequent nutzen.

Durch die Übernahme der Südluft Systemtechnik durch die kroatische WE-KR d.o.o. besteht zukünftig die Möglichkeit das Produktportfolio bei Blechsystemen weiter auszubauen. WE-KR d.o.o. stärkt die Kernbereiche der bisherigen Tätigkeit der Südluft Systemtechnik und eröffnet zudem Zugangsmöglichkeiten zu neuen Kundengruppen und auch zu neuen Märkten (beispielsweise Umwelttechnik).

Die vertrieblichen Aktivitäten sollen weiter forciert und optimiert werden. Im Markt befindliche Projekte werden durch den Vertriebsinnendienst sowie speziell im Produktbereich Küchenlüftungstechnik durch den Vertriebsaußendienst entschlossen verfolgt. Ziel ist die Maximierung profitablen Auftragseingangs. Eine höhere Transparenz und eine Verbesserung der Trefferquote bei reduzierten Vertriebskosten versprechen wir uns unter anderem durch den Einsatz einer systemgestützten Angebotsverfolgung.

Risikobericht

Beschaffungsrisiko

Bedingt durch das Produktportfolio der Südluft Systemtechnik besteht beim Bezug von Rohstoffen in einem hohen Maße Abhängigkeit zur Entwicklung des Preisniveaus auf dem Stahlsektor. Durch die Etablierung von Standardlieferanten sowie permanenter Erschließung von alternativen Lieferanten versuchen wir das Beschaffungsrisiko sowohl preislich als auch hinsichtlich Qualität und quantitativer Verfügbarkeit zu minimieren.

Die Rohstoffpreise sind im für uns wichtigen Stahlsektor im Laufe des Jahres 2022 stark angestiegen, um dann im Jahr 2023 recht deutlich wieder zurückzukommen. Die Verfügbarkeit der benötigten Materialien war im Laufe des Jahres 2023 trotz der globalen Krisenherde keine große Schwierigkeit. Durch den Krieg in der Ukraine und der Eskalation im Nahost-Konflikt bleibt die Lage am Beschaffungsmarkt vor allem hinsichtlich der weiteren Preisentwicklung und der Verfügbarkeit dennoch risikobehaftet.

Es besteht das Risiko, dass wieder steigende Beschaffungskosten nicht immer auf Kundenprojekte umgelegt werden können (wie im Jahr 2022 gesehen). Zudem besteht das Risiko, dass auf Grund ausbleibender Wareneingänge Projekte nicht fristgerecht und vollständig abgewickelt werden können. Durch ausreichende Bevorratung von Schlüsselmaterialien versuchen wir das Beschaffungsrisiko zu reduzieren.

Wir bewerten dieses Risiko insgesamt dennoch weiterhin als hoch.

COVID-19

Neben kalkulierbaren Risiken existieren Einflüsse, die nicht vorhersehbar und deren Folgen nur schwer kontrollierbar sind. Sie könnten im Fall eines Eintritts das Unternehmen beeinträchtigen. Diese Risiken umfassen insbesondere Naturkatastrophen, Terroranschläge und Epidemien.

Seit Januar 2020 breitete sich das Corona-Virus weltweit aus. Die Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und die Wirtschaft weltweit waren in Abhängigkeit der Intensität und Dauer der Pandemie gravierend. Im Laufe des Jahres 2022 konnten die erforderlichen Corona-Schutzmaßnahmen nach und nach aufgehoben werden.

Für das Geschäftsjahr 2023 hatte die Pandemie keine negativen Auswirkungen mehr.

Wir bewerten dieses Risiko daher als gering.

Risiken in der Automobilbranche und deren Zulieferer

Im umsatzstarken Produktbereich Luftleitsysteme besteht eine hohe Abhängigkeit zur Automobil- und deren Zulieferindustrie. Die Automobilbranche steht weiterhin inmitten einer Vielzahl von Herausforderungen, die zu erheblichen Anpassungen und Restrukturierungen mit entsprechenden Investitionserfordernissen führen. Die zunehmende Elektrifizierung der Fahrzeugantriebe ist wichtig, um die CO 2 -Emissionen zu reduzieren. Das Fahrzeug selbst wie auch die Märkte und die Prozesse befinden sich in einem grundlegenden Wandel.

Bedingt durch die globalen Krisen und der daraus resultierenden konjunkturellen Eintrübungen steht auch die Automobilindustrie vor großen Herausforderungen. Vor allem durch das ausbleibende Anspringen der Konjunktur und des Konsums in Deutschland wird die heimische Automobilbranche belastet.

Unser Auftragsbestand ist aktuell hoch, dennoch sehen wir hier mittlere Risiken.

Währungsrisiko

Das Unternehmen ist überwiegend im Euro-Raum tätig. Der Exportanteil ist folglich nur im geringen Maße mit Währungsrisiken behaftet.

Personalrisiken

Konjunkturelle Risiken sowie Veränderungen der Markt- und Wettbewerbslage begegnen wir mit Instrumenten, die dem Unternehmen helfen, bei schwankender Auftragslage flexibel zu reagieren. Hierzu zählen Gleitzeit und flexibles Arbeiten. Mittels Zeitkonten, die durch Mehrarbeit befüllt und durch Freizeitausgleiche vermindert werden, können wir auf Auslastungsschwankungen gut reagieren. Auch der Einsatz von Fremdarbeitskräften ist ein Flexibilisierungsinstrument.

Die Fachkompetenz und die individuelle Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter sind wichtige Voraussetzungen für den Erfolg des Unternehmens. Fluktuation und Erfahrungsverlust aufgrund altersbedingter Abgänge begegnen wir mit Engagement in der Akquise junger Nachwuchskräfte. Die Thematik Mitarbeitergewinnung und -bindung gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung.

Wir betrachten das Risiko als mittel.

IT-Risiken

Informations- und Kommunikationssysteme bilden die Grundlage zahlreicher Geschäftsprozesse der Südluft Systemtechnik. Durch die mit zunehmender Geschwindigkeit und Komplexität voranschreitende Digitalisierung wächst auch die Abhängigkeit von IT-Systemen. Die daraus resultierenden Risiken, wie die Nichtverfügbarkeit der Systeme oder der Daten, sowie unbefugter Zugriff, können nie vollständig eliminiert werden und haben bei Eintreten enorme Auswirkungen auf den operativen Geschäftsbetrieb. Durch vielfältige Sicherungseinrichtungen wie Firewalls und Virenscanner wird die Eintrittswahrscheinlichkeit minimiert. Das Unternehmen wird weiter in die Sicherheit der IT-Systeme investieren, um bestmöglich gegen Cyberattacken geschützt zu sein. Im Laufe des Jahres 2023 wurden umfangreichere Modernisierungen in die IT-Infrastruktur begonnen und umgesetzt. Zudem werden wir sukzessive unsere Prozesse digitaler gestalten.

Auf Grund zunehmender krimineller Energie im Bereich Cyber schätzen wir das Risiko als hoch ein.

Insolvenzrisiko

Die Bilanz zum 31.12.2023 weist Eigenkapital in Höhe 5.014 TEUR aus. Zur Sicherung der Liquidität hat der neue Gesellschafter im Laufe 2020 in Summe 2.000 TEUR in Form von Darlehen zur Verfügung gestellt, um die Zahlungsfähigkeit unserer Gesellschaft nachhaltig zu sichern.

Trotz der vor allem in Deutschland schwächelnden Konjunktur konnte im Geschäftsjahr 2023 der Jahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden.

Das Insolvenzrisiko wird daher im Moment als gering angesehen. Wir verweisen auf unsere folgenden Ausführungen unter "Ausblick auf die kommenden Geschäftsjahre".

Prognosebericht

Der Prognosebericht beschreibt die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens in den kommenden Geschäftsjahren. Er enthält Aussagen und Informationen über Vorgänge, die in der Zukunft liegen. Diese vorausschauenden Aussagen und Informationen beruhen auf Erwartungen und Annahmen des Unternehmens zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Prognoseberichts.

Diese wiederum unterliegen bekannten und unbekannten Chancen, Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst den Erfolg, die Geschäftsstrategie sowie die finanziellen und nicht finanziellen Steuerungsgrößen. Es existieren Faktoren, wie nachfolgend beschrieben, deren Entwicklung maßgeblich außerhalb des Unternehmensbereichs beeinflusst wird. Sollten Chancen oder Risiken eintreten oder eine der Ungewissheiten Realität werden und sollte sich erweisen, dass eine der zugrundeliegenden Annahmen nicht korrekt war, kann die tatsächliche Entwicklung des Unternehmens sowohl positiv als auch negativ von den derzeitigen Erwartungen und Annahmen in den Prognosen und Informationen des Berichts abweichen.

Künftige gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Industriestaatenorganisation OECD rechnet für das Jahr 2024 mit einem globalen BIP-Wachstum von 2,9 Prozent und für das Jahr 2025 mit einer leichten Verbesserung auf 3,0 Prozent. Wie bereits im Jahr 2023 dürfte Asien auch für den Zeitraum 2024 und 2025 maßgeblich zum Wachstum beitragen.

Angesichts des nachlassenden Kostendrucks dürfte sich der allmähliche Rückgang der Inflation fortsetzen. Die Gesamtinflation wird in den G20-Staaten voraussichtlich von 6,6 Prozent im Jahr 2024 auf 3,8 Prozent im Jahr 2025 sinken. Die Kerninflation dürfte sich in den fortgeschrittenen G20-Volkswirtschaften 2024 auf 2,5 Prozent und 2025 auf 2,1 Prozent verringern.

Deutschland bleibt dabei Konjunktur-Schlusslicht. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die Zukunft der deutschen Wirtschaft für das Jahr 2024 in seinem aktuellen Word Economic Outlook (WEO) vom April 2024 negativer als noch im letzten Gutachten aus dem Januar 2024. Demnach könnte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) lediglich um 0,2 Prozent wachsen. Im Januar hatte der IWF für 2024 ein Wachsen der Wirtschaftsleistung um 0,5 Prozent vorausgesagt und die aktuelle Prognose damit um 0,3 Prozentpunkte nach unten revidiert. Deutschland bleibt auch mit dieser neuen Prognose weiterhin das Schlusslicht in der Reihe der stärksten Volkswirtschaften der Welt. Deutschland leide als Exportnation laut IWF stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder. Zudem habe die Industrie mit den hohen Energiepreisen zu kämpfen. Beide Faktoren sorgen dem IWF zufolge für ein schwaches Wachstum der Wirtschaftsleistung gegenüber dem vorangegangenen Jahr.

Ausblick auf die kommenden Geschäftsjahre

Trotz der beschriebenen Risiken erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 eine weitere positive Entwicklung in allen Produktbereichen.

Der Auftragsbestand ist zu Beginn des Jahres 2024 hoch und hat sich bis zum Ende des ersten Quartals auf Grund sehr hoher Auftragseingänge nochmals deutlich erhöht.

Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir mit Umsatzerlösen in Höhe von 34.200 TEUR und einem EBT von 2.252 TEUR.

Letztendlich ist die zukünftige Entwicklung allerdings sehr stark vom weiteren Verlauf der globalen Ereignisse abhängig.

 

Plattling, den 22.05.2024

Rudolf Hofeneder, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers

An die Südluft Systemtechnik GmbH, Plattling

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Südluft Systemtechnik GmbH, Plattling, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Südluft Systemtechnik GmbH, Plattling, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 23. Mai 2024

audecon GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

ppa. Thomas Geilenkirchen, Wirtschaftsprüfer

ppa. Sandra Butzke, Wirtschaftsprüferin

Die Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb des Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird hingewiesen.

Ergebnisverwendungsbeschluss

Gemäß dem Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 4. Juli 2024 wird der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.095.625,22 auf neue Rechnung vorgetragen.

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