Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK)
Selbe AdresseKreditinstitute des Sparkassensektors
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Friederike Susanne, geb. Till Kalusche seit 25.1.2022 | Prokura |
Mario Rösner seit 12.3.2020 | Prokura |
Stefan Jürgen Storz seit 17.5.2018 | Geschäftsführer |
Christian Laubscher seit 18.1.2016 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Volkswohnung Service GmbHKarlsruheJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang Bilanz zum 31.12.2023AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
Anhang des Jahresabschlusses zum 31.12.2023A Allgemeine Angaben Die Volkswohnung Service GmbH mit Sitz in Karlsruhe ist beim Amtsgericht Mannheim unter der Nummer HRB 105385 eingetragen. Sie ist eine mittelgroße Gesellschaft im Sinne von § 267 HGB, ist jedoch nach § 14 Abs. 2 Gesellschaftsvertrag verpflichtet, den Jahresabschluss und den Lagebericht in entsprechender Anwendung des Handelsgesetzbuches wie eine große Kapitalgesellschaft aufzustellen. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach der vorgeschriebenen FormblattVO für Wohnungsunternehmen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Zusätzlich wurde die Zwischensumme "Rohergebnis" eingefügt. B Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert angewendet worden. Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden: Das gesamte Sachanlagevermögen ist zu fortgeschriebenen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet; die Herstellungskosten setzen sich zusammen aus Fremdkosten und aktivierungspflichtigen Eigenleistungen. Soweit abnutzbar, erfolgten die Abschreibungen bei den Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten mit Wohnbauten sowie den Geschäfts- und anderen Bauten und bei den technischen Anlagen planmäßig linear nach der Gesamtnutzungsdauer. Die Abschreibungen betragen 2 bis 20 % der Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Die Abschreibung bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgt linear über die erwartete betriebswirtschaftliche Nutzungsdauer, die zwischen fünf und 19 Jahren liegt. Für die Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von 250 € bis 1.000 € wurde ein Abschreibungspool gebildet, der über fünf Jahre abgeschrieben wird. Die sonstigen Ausleihungen betreffen Kaufpreisstundungen zuzüglich Zinsen. Sie sind zum Nominalwert bewertet. Das übrige Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Erforderlichenfalls wurden Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag vorgenommen. Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten, bei denen lediglich Kosten Dritter angesetzt wurden, bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten bewertet. Erkennbaren Risiken wird durch angemessene Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Flüssige Mittel sind zum Nominalwert bewertet. Die Bildung der Rückstellungen erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die erwarteten künftigen Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Bewertung berücksichtigt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit den von der Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätzen abgezinst. Die Berechnung der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen erfolgte auf Grundlage eines Bewertungsgutachtens nach den Vorgaben des IDW (IDW RS HFA 30) und den Regelungen des Handelsgesetzbuches. Zugrunde gelegt wurden Abzinsungssätze von 0,59 % (Dezember 2022) bzw. 1,07 % (Dezember 2023). Künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen sind mit 3,0 % berücksichtigt. Es werden die Verpflichtungen aus dem Erfüllungsrückstand sowie den Aufstockungsleistungen ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bewertet. Mit der Volkswohnung GmbH besteht eine gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft. Latente Steuern sind deshalb nicht zu bilden. C Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens kann nachfolgendem Anlagenspiegel entnommen werden. Anlagespiegel
In der Position "Unfertige Leistungen" sind 401 T€ (Vorjahr: 414 T€) noch nicht abgerechnete Betriebskosten enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 11 T€ (Vorjahr 15 T€). Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.791 T€ (Vorjahr 1.980 T€). Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr ausnahmslos eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den "Sonstigen Rückstellungen" sind folgende Rückstellungen mit einem nicht unerheblichen Umfang enthalten:
Die Rückstellung für Altersteilzeit betrifft diesbezügliche Verpflichtungen der Volkswohnung Service GmbH aufgrund geschlossener Altersteilzeitvereinbarungen mit Arbeitnehmern. Die Rückstellungen für Instandhaltung betreffen Aufwendungen, die in den ersten drei Monaten des neuen Geschäftsjahres erbracht wurden. Die Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten betrifft mögliche Risiken aus der Wohnungseigentumsverwaltung. Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten sowie die zur Sicherheit gewährten Pfandrechte ergeben sich aus nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel: Verbindlichkeitenspiegel
() = Vorjahr Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von 14.191 T€ (Vorjahr 13.649 T€) enthalten Verbindlichkeiten aus von der Volkswohnung GmbH gewährten Darlehen in Höhe von 11.617 T€ und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 2.574 T€. II. Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erzielt. Die Umsatzerlöse gliedern sich in die Bereiche Hausbewirtschaftung (3.205 T€), Betreuungstätigkeit (341 T€) und in andere Lieferungen und Leistungen (10.185 T€) auf. Für den Abschlussprüfer wurden im Geschäftsjahr 2023 folgende Honorare als Aufwand erfasst:
In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende wesentliche periodenfremde Erträge bzw. Erträge mit einem nicht unerheblichen Umfang enthalten: Sonstige betriebliche Erträge:
D Sonstige Angaben Mit Wirkung vom 01.01.1990 wurde zwischen der Volkswohnung GmbH und der Volkswohnung Service GmbH ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag (Organschaftsvertrag) geschlossen. Die Volkswohnung GmbH ist alleinige Gesellschafterin. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus dem treuhänderischen Vermögen in Höhe von 49 T€. Die Zahl der im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Am 31.12.2023 waren keine Auszubildenden beschäftigt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung erhalten keine Bezüge. E Sonstige Pflichtangaben gemäß § 285 HGB Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Volkswohnung GmbH, Karlsruhe, einbezogen, dieser stellt gleichzeitig den größten als auch kleinsten Kreis an Unternehmen dar. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister bekanntgegeben. Mitglieder der Geschäftsführung
Mitglieder des Aufsichtsrates
ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 von 2.170.368,35 € ist an die beherrschende Gesellschaft, die Volkswohnung GmbH, Karlsruhe, abzuführen.
Karlsruhe, den 31.03.2024 Die Geschäftsführung Stefan Storz Lagebericht 2023Inhaltsverzeichnis 1. Grundlagen der Volkswohnung Service GmbH 2. Wirtschaftliches Umfeld 2.1. Gesamtwirtschaftliche Lage und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1. Deutschland 2.1.2. Baden-Württemberg 2.1.3. Karlsruhe 2.1.4. Multimedia 2.1.5. Telemetrie 2.1.6. Wohnumfeldservice 2.1.7. Hausservice 2.1.8. Technisches Gebäudemanagement 2.1.9. Wohnungseigentumsverwaltung 3. Finanzinstrumente 4. Lage der Gesellschaft 4.1. Ertragslage 4.2. Leistungsindikatoren 4.3. Finanzlage 4.4. Vermögenslage 5. Risikobericht 5.1. Chancen und Risiken 5.2. Risikomanagement 6. Prognosebericht 1. Grundlagen der Volkswohnung Service GmbH Haupttätigkeitsbereiche der Volkswohnung Service GmbH, Karlsruhe, sind die Versorgung der Kunden mit Breitbandkommunikationstechnik, der Gartenbau, die Bauunterhaltung, die Vermietung besonderer Infrastruktureinrichtungen sowie die Wohnungseigentumsverwaltung. Die Gesellschaft hat die Erlaubnis, Gewerbe nach § 34c der Gewerbeordnung auszuüben. Mit Wirkung vom 01.01.1990 wurde zwischen der Volkswohnung GmbH, Karlsruhe, und der Volkswohnung Service GmbH ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag (Organschaftsvertrag) geschlossen. Die Volkswohnung GmbH erledigt alle bei der Gesellschaft anfallenden Aufgaben auf Grundlage eines entgeltlichen Geschäftsbesorgungsvertrages. 2. Wirtschaftliches Umfeld 2.1. Gesamtwirtschaftliche Lage und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1. Deutschland Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war nach dem Bericht "Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland 2023/2024" des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V. (GdW, 01/2024) im Jahr 2023 nach wie vor beeinflusst von einem krisengeprägten Umfeld. Der seit Februar 2022 andauernde russische Angriffskrieg in der Ukraine verursachte bereits Anfang 2023 eine leichte Rezession der deutschen Wirtschaft ("Wohnungswirtschaftliche Daten und Trends 2023/2024", 11/2023). Eine sich nur langsam stabilisierende Inflation und die dadurch verursachten Preissteigerungen für Konsumgüter und Baustoffe sowie die Zinsanhebungen der EZB und die dadurch erschwerten Finanzierungsbedingungen bremsten die deutsche Konjunkturentwicklung ("Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland 2023/2024", 01/2024). Der Krieg zwischen Israel und Hamas und dessen mögliche Ausweitung in der Region, die noch andauernde Trennung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der EU und der Russischen Föderation sowie der seit 2009 kontinuierlich steigende Fachkräftemangel trübten die deutsche Wirtschaft zusätzlich und führten zu einer Senkung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts mit -0,3 %. Aufgrund der schwierigen Bedingungen schrumpfte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023, allerdings war die Abwärtsbewegung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts mit -0,3 % insgesamt niedriger als erwartet (-0,5 %) ("Kieler Konjunkturbericht 2023", 12/2023). Die Wertschöpfung im Baugewerbe erreichte preisbereinigt im Vergleich zum Vorjahr ein kleines Plus von 0,2 %, was trotz des weiterhin herrschenden Fachkräftemangels, der hohen Baukosten und der zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen durch Produktionssteigerung im Tiefbau und im Ausbaugewerbe möglich wurde. Die Wertschöpfung der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft, die im Jahr 2023 rund 10,0 % der gesamten Bruttowertschöpfung leistete, stieg ähnlich wie im Vorjahr um 1,0 % ("Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland 2023/2024", 01/2024). Die Bauinvestitionen gingen um 2,1 % zurück. Grund dafür waren insbesondere die hohen Baukosten und die gestiegenen Bauzinsen, die 2023 zur Senkung der Auftragseingänge im Wohnungsbau und der Zahl der zum Bau genehmigten Wohnungen führten. Die darin enthaltenen Wohnungsbauinvestitionen 2023 nahmen mit 2,8 % stärker ab als die Bauinvestitionen insgesamt. In Neubau und Modernisierung der Wohnungsbestände flossen 2023 rund 300 Mrd. EUR, was 61,0 % der Bauinvestitionen entspricht. Insgesamt umfassen die Bauinvestitionen über alle Immobiliensegmente 2023 einen Anteil von 13,0 % des Bruttoinlandsproduktes ("Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland 2023/2024", 01/2024). Die Preise für den Neubau von Wohngebäuden in Deutschland sind laut Angaben des GdW im Jahresmittel um 8,5% im Vergleich zu 16,4 % im Vorjahr angestiegen. Der seit mehr als drei Jahren andauernde Preisauftrieb bei den Baupreisen näherte sich 2023 wieder der allgemeinen Inflation an. Die Inflationsrate gemessen am Gesamtindex der Verbraucherpreise erhöhte sich laut dem Statistischen Bundesamt 2023 im Vergleich zum Vorjahr im Jahresdurchschnitt deutlich um 5,9 % und lag damit unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes verteuerten sich die Nahrungsmittel im Jahresdurchschnitt deutlich, die Energiepreise stiegen jedoch nur um 5,3 % gegenüber dem Vorjahr nach einer Preissteigerung um 29,7% im Jahr 2022. Maßnahmen der Bundesregierung im Jahr 2022, wie Gas- und Strompreisbremsen zur Eindämmung der Inflation, wirkten sich im laufenden Jahr noch positiv aus. Bei den Nettokaltmieten stieg der Verbraucherpreisindex im Jahresdurchschnitt 2023 um 2,0 % gegenüber dem Vorjahr (1,8 % 2022) (Pressemitteilung 020 Statistisches Bundesamt, 01/2024). Nach insgesamt zehn Zinsschritten beträgt seit September 2023 der Zinsaufwand der Banken für die Geldbeschaffung 4,5 % und der Zinsertrag für ihre Anlagen 4%. Der Zinssatz für zehnjährige Baufinanzierungen vervierfachte sich im Jahr 2022 und erreichte 4%. Dieser blieb auch im Jahr 2023 auf ähnlichem Niveau, was zu einer Halbierung der Kreditnachfrage führte. Der Kieler Konjunkturbericht spricht von der Erreichung des Zinsgipfels und vermutet bevorstehende Zinssenkungen. Die Förderbedingungen im Wohnungsbau haben sich nach mehreren abrupten Förderstopps im Laufe der letzten Jahre erheblich verschlechtert ("Wohnungswirtschaftliche Daten und Trends 2023/2024", 11/2023). 2.1.2. Baden-Württemberg Nach dem "Wohnungsbau-Report für Baden-Württemberg" der L-Bank (01/2024) hat sich die trübe Konjunkturstimmung trotz eines kurzzeitigen Aufschwungs im ersten Halbjahr im Laufe des Jahres 2023 fortgesetzt. Die Kapazitätsauslastung im Bauhauptgewerbe fiel unter die 70 Prozent-Marke. Die Bautätigkeit nahm ab, die Reichweite der Auftragsbestände ging auf 3,5 Monate (5,2 Monate im Dezember 2022) zurück. Die Baubranche erwartet insgesamt ein schwieriges Jahr 2024. Die Rücknahme der Baufreigaben für Neubauwohnungen um 28 % im Vergleich zu den Vergleichsmonaten des Vorjahres bestimmten den Alltag. Die Baupreise für neu aufgenommene Aufträge sinken seit Mitte 2022 kontinuierlich. Die Wohnungsbranche rechnet mit weiter fallenden Preisen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit stieg die Arbeitslosenquote im Vorjahresvergleich um 10,5 Prozentpunkte auf 4 % und lag damit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt (Monatsbericht zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt der Bundesagentur für Arbeit, 01/2024). Bei den Verbraucherpreisen zeigte sich im Jahresdurchschnitt eine deutliche Steigerung um 6,9 %. Damit lag das Bundesland Baden-Württemberg über dem Wert der gesamten Bundesrepublik (+5,9 %). Hierfür war hauptsächlich der Preisanstieg in der ersten Jahreshälfte verantwortlich. Hinsichtlich der Kosten für Wohnung, Wasser, Strom, Gas und sonstigen Brennstoffen stieg der Index ebenfalls um 4,9 % (Verbraucherpreisindex, Abruf 02/2024), während die Nettokaltmiete um 3,3 % (Mietpreisindex Baden-Württemberg, Abruf 02/2024) im Vergleich zum Vorjahr anstieg. Laut den Angaben der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder beträgt die Bevölkerungszahl ca. 11,28 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner (Baden-Württemberg in Zahlen, Stand: 12/2022). 2.1.3. Karlsruhe Nach Angaben der Stadt Karlsruhe erhöhte sich der Bevölkerungsstand in Karlsruhe zum Jahresende 2023 leicht auf 304.937 Personen. Davon hatten 300.988 Personen ihren Hauptwohnsitz in Karlsruhe, was einem Anteil von knapp 98,7 % entspricht. Von den in Summe ca. 173.500 Haushalten lebten mehr als die Hälfte als Einpersonenhaushalt, etwa vierundzwanzig Prozent als (Ehe-)Paar ohne Kinder und gut zwölf Prozent als (Ehe- )Paar mit Kindern (Statistik aktuell Stadt Karlsruhe Bevölkerung im IV. Quartal 2023). Im Jahr 2022 wurden 720 Wohnungen bezugsfertig, was einen leichten Rückgang zu 2021 aufweist. 527 dieser Wohnungen entstanden durch Wohnungsneubau (73,2 %). Etwa 21,1 % der neu errichteten Wohnungen entfielen 2022 auf Ein- und Zweifamilienhäuser. Auch der Bauüberhang wuchs weiter und verzeichnete zum Jahresende 2022 2.355 Wohnungen. Damit sind bereits mehr Gebäude genehmigt, aber noch nicht fertiggestellt, als 2021 (Statistik Aktuell Stadt Karlsruhe Bautätigkeit, Stand 12/2023 für das Jahr 2022 - Werte für das Jahr 2023 liegen aktuell noch nicht vor). 2.1.4. Multimedia Im Geschäftsjahr 2023 sank die Anzahl der Breitbandkabel-Anschlüsse um 33 Anschlüsse auf 15.489 Anschlüsse. Derzeit wird mit einem neuen Kabelsignalversorger verhandelt, um der Mieterschaft auch nach der Neuerung im Telekommunikationsgesetz ab 1.7.2024 eine kostengünstige TV-Versorgung zu ermöglichen. Durch Neubauaktivitäten wird sich die Anzahl der Anschlüsse 2024 erhöhen und zu Umsatzsteigerungen in diesem Bereich führen. 2.1.5. Telemetrie Die Erfassung der Verbrauchsdaten von Energie und Wasser per Funk und deren Abrechnung ist flächendeckend in 11.906 Wohneinheiten eingeführt. Im Jahr 2023 wurden in zwei Wirtschaftseinheiten insgesamt 121 Wohnungen mit telemetrischen Anlagen neu ausgestattet. 2.1.6. Wohnumfeldservice Die Volkswohnung Service GmbH übernimmt die jährlich anfallenden Pflegearbeiten für die bestehenden Außenanlagen im Portfolio der Volkswohnung GmbH. Alle Arbeiten, die über die Kapazität des Bereichs hinausgehen, werden ausgeschrieben und fremdvergeben. Hier liegt nach Einschätzung des Bereichs kein Engpass vor. 2.1.7. Hausservice Neben den standardmäßig anfallenden Hausmeisterleistungen wird in einzelnen Verwaltungseinheiten der Volkswohnung GmbH auch die Prüfung von Rauchwarnmeldern durchgeführt. Zudem kontrolliert das Team Hausservice das Abfallmanagement. 2.1.8. Technisches Gebäudemanagement Neben dem Facility-Management für die Messe Karlsruhe, betreut das technische Gebäudemanagement auch das Geschäftsgebäude Ettlinger-Tor-Platz 2. 2.1.9. Wohnungseigentumsverwaltung Im Jahr 2023 verwaltete die Volkswohnung Service GmbH 42 Eigentümergemeinschaften in Karlsruhe mit insgesamt 1.214 Wohnungen, 33 Gewerbeeinheiten und 934 Stellplätzen sowie Grundstücksanteilen nach dem Wohnungseigentumsgesetz. 3. Finanzinstrumente Zu den zum Bilanzstichtag bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und anderen Kreditgebern. Die Bankverbindlichkeiten und die Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern betreffen nahezu ausschließlich langfristige Objektfinanzierungen. 4. Lage der Gesellschaft 4.1. Ertragslage
Die Umsatzerlöse sind insgesamt im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Die Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung stiegen um 161 T€ hauptsächlich aufgrund der Abrechnung von Betriebs- und Heizkosten wegen zeitlicher Verschiebungen aus der Vorperiode. Die Umsatzerlöse aus anderen Lieferungen und Leistungen stiegen um 898 T€. Das liegt im Wesentlichen an höheren Betriebs- und Instandhaltungskosten im Bereich der Wohnumfeldpflege, gestiegenen Telemetriekostenabrechnungen sowie im technischen Gebäudemanagement. Die Bestandsveränderung betrifft Betriebs- und Heizkosten. Die aktivierten Eigenleistungen in Höhe von 44 T€ betreffen, wie im Vorjahr, den Einbau von Telemetriegeräten und -zählern durch eigene Mitarbeiter der Gesellschaft. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 122 T€ ergeben sich hauptsächlich aus der Auflösung der Einzelwertberichtigung Miete. Die Aufwendungen für Hausbewirtschaftung sind um 341 T€ gestiegen. Das liegt im Wesentlichen an den gestiegenen Betriebs- und Instandhaltungskosten. Aufgrund höherer Instandhaltungsmaßnahmen im Bereich Messeservice sind die Aufwendungen für andere Lieferungen und Leistungen um 378 T€ gestiegen. Die Personalaufwendungen stiegen geringfügig um 62 T€ im Wesentlichen wegen der tarifmäßigen Gehaltserhöhung. Demgegenüber steht die Auflösung von Altersteilzeit Rückstellungen. Die planmäßigen Abschreibungen sanken um 6 T€ wegen Beendigung der Nutzungsdauer. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken im Wesentlichen aufgrund geringerer Einzelwertberichtigungen Miete um 16 T€. Das Finanzergebnis sank um 294 T€. Der Rückgang beruht sowohl auf einer erhöhten Inanspruchnahme von Ausleihungen gegenüber der Volkswohnung als auch auf einem höheren Zinssatz. Die Ertragslage ist gut. 4.2. Leistungsindikatoren Zur Steuerung des Unternehmens werden folgende finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen:
Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Umsatzerlöse setzen sich im Wesentlichen aus den Umsatzerlösen aus der Hausbewirtschaftung, Betreuungstätigkeit und aus anderen Lieferungen und Leistungen zusammen. Die gestiegenen Umsatzerlöse sind auf die höheren Umsatzerlöse aus Verwaltung Facility-Management, Telemetrie, Wohnumfeldservice und Betriebskostenabrechnungen zurückzuführen. Der Jahresüberschuss (vor Gewinnabführung) sank im Vergleich zum Vorjahr leicht. Dies ist vor allem auf die höheren Personalaufwendungen und gestiegenen Zinsen für Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter zurückzuführen, was in Folge zu einem Jahresüberschuss (vor Gewinnabführung) von 2.170 T€ führte. 4.3. Finanzlage
Die Liquiditätslage ist gut, es sind keine Engpässe zu erwarten. Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gegeben. Folgende Investitionen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr getätigt:
Gegenüber der Gesellschafterin besteht aus einem Kreditvertrag eine nicht ausgenutzte Kreditlinie in Höhe von 4.103 T€. 4.4. Vermögenslage
Die Veränderung im Sachanlagevermögen resultiert im Wesentlichen neben den planmäßigen Abschreibungen der Wohn- und Geschäftsgebäude in Höhe von 587 T€ und der technischen Anlagen in Höhe von 584 T€ aus Zugängen aufgrund des Eichfristtauschs bei den technischen Anlagen. Zusammen mit dem Zugang von Baukosten in Höhe von 308 T€ führte es damit zu einer Veränderung der Sachanlagen um insgesamt -235 T€. Die planmäßige Tilgung von 92 T€ der gewährten Kaufpreisstundung führte zu einer Reduzierung der Finanzanlagen um 92 T€. Ursächlich für die Erhöhung des Umlaufvermögens um 361 T€ sind der Rückgang der Forderungen aus Vermietung um 130 T€, der Forderung gegenüber der Gesellschafterin um 239 T€. Dem gegenüber stehen die Erhöhung der Forderung aus Lieferung und Leistung um 121 T€ und die Erhöhung des Guthabens bei Kreditinstituten um 516 T€ in den flüssigen Mitteln. Die langfristigen Rückstellungen betreffen die Altersteilzeit und Gewährleistungen. Die Erhöhung der kurzfristigen Rückstellungen um 210 T€ wurde vor allem durch höhere Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungen und für Betriebskosten verursacht. Bei den langfristigen Verbindlichkeiten kam es vor allem durch die Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 406 T€ sowie durch die Tilgung von Darlehen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 372 T€ zu einer Reduzierung um insgesamt 792 T€ auf 11.088 T€. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 531 T€ gegenüber dem Vorjahr. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten vor allem Vorauszahlungen von Auftraggebern, Mietern und Kabelkunden und erhöhten sich um 167 T€ auf 304 T€. Die Vermögenslage ist geordnet. Wirtschaftliche und finanzielle Risiken, die die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage nach-haltig beeinträchtigen könnten, sind nicht erkennbar. 5. Risikobericht 5.1. Chancen und Risiken Aus dem Ukraine-Krieg und den gestiegenen Finanzierungs- und Baukosten ist mit Risiken für die Geschäftsentwicklung und den zukünftigen Geschäftsverlauf des Unternehmens zu rechnen. Für die Volkswohnung Service GmbH bestehen Risiken aus der Verzögerung bei der Durchführung von Instandhaltungs-, Modernisierungs- und Baumaßnahmen, verbunden mit dem Risiko von Kostensteigerungen und der Verzögerung geplanter Einnahmen. Darüber hinaus ist mit einem Anstieg der Mietausfälle, mit krisenbedingten Einschränkungen der eigenen operativen Prozesse sowie gegebenenfalls mit verschlechterten Finanzierungsbedingungen zu rechnen. Die Geschäftsführung beobachtet laufend die weitere Entwicklung zur Identifikation der damit verbundenen Risiken und reagiert bedarfsweise unter Zugrundelegung des Risikomanagementsystems des Unternehmens mit angemessenen Maßnahmen zum Umgang mit den identifizierten Risiken. Davon umfasst sind auch Maßnahmen zur Anpassung von operativen Geschäftsprozessen unter Nutzung neuer technologischer Möglichkeiten. Diese Risiken werden derzeit als gering eingeschätzt. Bei den Mietverhältnissen, die außerhalb des Konzerns existieren, besteht ein Mietausfallrisiko, da steigende Nebenkosten aufgrund der wachsenden Energiepreise die Mieter belasten können. Aufgrund der Stabilisierung der Energiepreise wird das Risiko als gering eingestuft. Finanzierungsrisiken werden durch langfristig abgeschlossene Darlehensverträge, frühzeitige Prolongationen beziehungsweise Refinanzierungen sowie eine langfristige Zinssicherung bei auslaufenden Darlehen minimiert. Die aktive Steuerung des Kreditportfolios trägt insbesondere bezogen auf das Darlehensvolumen und dessen Prolongationsausläufe zur Risikominimierung bei. Das Risiko wird als gering eingestuft. Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen über Darlehen der Muttergesellschaft. Wesentliche Zinsänderungsrisiken oder Zahlungsschwankungen aus langfristigen Verbindlichkeiten sind derzeit nicht erkennbar. Das Risiko wird jedoch aufgrund der aktuellen Lage und möglichen Zinsschwankungen erkannt und beobachtet. Nach den vorangegangenen Zinserhöhungen der EZB sind keine Leitzinserhöhungen mehr erfolgt. Aufgrund der Stabilisierung der Zinspolitik wird das Zinsänderungsrisiko als gering eingestuft. Das Risiko der Cyberkriminalität nimmt durch das Thema Digitalisierung und die Verwendung von Informations- und Kommunikationstechnik immer stärker zu; das Risikomanagement stuft das Risiko als gering ein. Zukünftige wirtschafts- und steuerpolitische Entwicklungen sowie gesetzliche Rahmenbedingungen werden einen starken Einfluss auf das Nachfrage- und Käuferverhalten haben. Das Wettbewerbsrisiko wird als gering eingestuft. Die Erträge aus der Hausbewirtschaftung sowie aus dem Breitbandkabel- und Telemetriegeschäft basieren auf langfristigen Verträgen und sind nachhaltige Einnahmen. Ein Großteil der Verträge wurde mit der Muttergesellschaft abgeschlossen; das Risiko von sonstigen Mietausfällen wird daher als sehr gering eingestuft. Den entstehenden Risiken der Vermarktung, stehen die Chancen gegenüber, auf die neuen Situationen mit bewährten und neu entwickelten Vertriebsinstrumenten zu reagieren. Daher wird das Wettbewerbsrisiko zu anderen Anbietern auf dem Markt als Chance verstanden, das Angebot noch näher an den Kundinnen und Kunden auszurichten. Trotz angespannter politischer und wirtschaftlicher Lage erkennt die Geschäftsführung Chancen für die Entwicklung des Unternehmens. Das umfassende Bauprogramm der Muttergesellschaft Volkswohnung GmbH, das die Krisenfaktoren bereits berücksichtigt, sieht die Schaffung von neuem Wohnraum vor. In den kommenden zwei Jahren wird eine umfassende Bestandserweiterung durch die Fertigstellung neuer Wohneinheiten erwartet. Daraus resultierend ist für die Volkswohnung Service GmbH mit Umsatzsteigerungen in den Bereichen Telemetrie, Wohnumfeldservice und Hausservice zu rechnen. Darüber hinaus wird der Bereich Wohnungseigentumsverwaltung weiter ausgebaut. Im Rahmen der neu geplanten Klimastrategie werden umfassende Maßnahmen zur Erreichung der Klimaneutralität und zur Erfüllung der Nachhaltigkeitsberichterstattung konzernintern geplant, die zur qualitativen Verbesserung des Bestands führen. Nach Einschätzung der Geschäftsführung existieren keine bestandsgefährdenden Risiken. Aufgrund der vorhandenen Potenziale im Konzern Volkswohnung werden die Chancen höher bewertet als die aufgeführten Risiken. Weitere wirtschaftliche und finanzielle Risiken, die die künftige Entwicklung des Unternehmens bzw. die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage nachhaltig beeinträchtigen oder gefährden könnten, sind nicht erkennbar. 5.2. Risikomanagement Die Volkswohnung Service GmbH Karlsruhe ist in das Risikomanagement des Konzerns Volkswohnung GmbH eingegliedert. Der Konzern prüft kontinuierlich und systematisch im Rahmen eines definierten Risikomanagementprozesses die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken. Alle wesentlichen Aspekte zu kennen, abzuschätzen und zu kontrollieren steht im Fokus der Risikoanalyse. Vor diesem Hintergrund wurde ein der Unternehmensgröße angepasstes Risikomanagementsystem implementiert. Zentrale Bestandteile des Risikomanagements sind die jährliche und rollierende Unternehmensplanung, das umfassende Quartalsreporting sowie das jährlich fortgeschriebene Risikoinventar. Über regelmäßig stattfindende Abstimmungen auf Geschäftsführungs- und Bereichsleiterebene haben alle Entscheidungsträger jederzeit über alle relevanten Entwicklungen im Unternehmen Kenntnis. Abweichende Entwicklungen oder neue Risiken werden somit frühzeitig transparent. Dies ist die Grundlage für die mögliche Einleitung von Handlungsoptionen zur Risikoabwendung. Der Aufsichtsrat wird durch die Geschäftsführung in den Gremiensitzungen umfänglich über die aktuelle wirtschaftliche Situation informiert. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem stellt sicher, dass die Rechnungslegung einheitlich erfolgt und im Einklang mit rechtlichen und gesetzlichen Anforderungen steht. Ausfallrisiken bei finanziellen Vermögenswerten werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Das Liquiditäts- und Zinsänderungsrisiko wird laufend überwacht. Die Gesellschaft richtet ihr Finanzierungsmanagement überwiegend unter der Zielsetzung langfristiger Zinsfestschreibung aus. Die Zinsbindung der Bankverbindlichkeiten liegt zwischen einem und sieben Jahren. Die Entwicklung der Zinsen wird laufend überwacht. Rechtzeitig vor Ablauf der Zinsbindung wird eine Verlängerung beziehungsweise ein Neuabschluss angestrebt. Bei einer absehbaren Erhöhung der Zinssätze ist eine langfristige Absicherung vorgesehen. Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt. 6. Prognosebericht Da die Volkswohnung Service GmbH einen Großteil ihres Immobilienportfolios an die Gesellschafterin generalvermietet hat und den überwiegenden Teil ihrer Tätigkeiten ebenfalls für die Volkswohnung GmbH erbringt, waren die Auswirkungen durch den Ukraine-Krieg im Jahr 2023 auf die Geschäftstätigkeit nur leicht spürbar. Bei Fortbestehen der Beeinträchtigungen kann es gegebenenfalls zu Abweichungen bei einzelnen Kennzahlen kommen. In dem im Oktober 2023 verabschiedeten Wirtschaftsplan wurden die finanziellen Leistungsindikatoren für das Jahr 2024 mit folgenden Werten prognostiziert:
Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 sinkt der geplante Jahresüberschuss vor Gewinnabführung für das Geschäftsjahr 2024 bei sinkenden Umsatzerlösen aufgrund der Neuerung im Telekommunikationsgesetz. Korrespondierend dazu wird von sinkenden Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen ausgegangen, sodass für 2024 insgesamt ein Jahresüberschuss von 1.140 T€ prognostiziert wird. Die Entwicklung des Unternehmens wird für das Jahr 2024 insgesamt positiv gesehen.
Karlsruhe, den 31. März.2024 Die Geschäftsführung Stefan Storz Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Volkswohnung Service GmbH, Karlsruhe Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Volkswohnung Service GmbH, Karlsruhe, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Volkswohnung Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Karlsruhe, den 17. Mai 2024 KPMG
AG
Hanns-Jörg Schwebler, Wirtschaftsprüfer Nina Stefanie Nagel, Wirtschaftsprüferin |
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