VSP 57 GmbH & Co. KG
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Schirmer seit 9.12.2025 | Prokura |
Christopher Lehne seit 2.6.2025 | Geschäftsführer |
Manuel Kroh seit 30.12.2024 | Prokura |
Amir Hossein Roughani seit 13.6.2013 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VISPIRON SYSTEMS GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023VISPIRON SYSTEMS GmbH, MünchenA. Grundlagen der Gesellschaft1. Geschäftsmodell Die VISPIRON SYSTEMS GmbH bietet Entwicklungs- und Beratungsdienstleistungen für Energie und Mobilität an. Die Firma hat ihren Hauptsitz in München. Die Dienstleistungen kommen in den F&E-Bereichen der Kunden zum Einsatz. Dadurch gibt es keinen direkten Zusammenhang zwischen den Umsatzerlösen des Unternehmens sowie dem Produktionsabsatz der Kunden. Allerdings sind die F&E-Budgets sowie die Preise für die angebotenen Dienstleistungen von dem wirtschaftlichen Erfolg der Kunden abhängig. Dementsprechend ist das Unternehmenswachstum der VISPIRON SYSTEMS GmbH auch mit einer positiven Entwicklung des Kunden- und Weltwirtschaftswachstums verbunden. 2. Forschung und EntwicklungDie VISPIRON SYSTEMS GmbH beschäftigt Techniker (m/w/d), Ingenieure (m/w/d), Softwareentwickler (m/w/d) und Projektmanager (m/w/d), die ihre Entwicklungs- und Beratungsleistungen im Kundenauftrag erbringen. Die Beauftragung erfolgt hauptsächlich im Rahmen von Werkverträgen. Aufgrund der veränderten Portfolioausrichtung konzentriert sich die VISPIRON SYSTEMS GmbH in Kundenprojekten auf Entwicklungs- und Beratungsdienstleistungen mit Forschungsanteilen, während klassische Forschung nicht mehr zu dem Tätigkeitsbereich zählt. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden, wie im Vorjahr, keine eigenen Entwicklungsleistungen aktiviert. Im Jahr 2023 lag der Fokus auf den Themen Produktentwicklung und Spezialisierung sowie auf der Durchführung und Aufrechterhaltung unserer Kundenprojekte. Dabei setzen wir verstärkt auf eigene Infrastruktur, um die Skalierbarkeit unserer Dienstleistungen zu gewährleisten. Daher wurde in 2023 beschlossen, in ein zweites Labor für Battery Testing zu investieren, was eine Kapazitätserhöhung um 500 % auf 500 Zellen ermöglicht und eine Investition von 4 Mio. EUR erfordert. Die Bestellungen sind in 2024 weitestgehend abgeschlossen und die Geräte befinden sich derzeit in Anlieferung. Zusätzlich soll das Hochvolt-Labor für das Testing von Wechselrichtern um einen Systemprüfstand erweitert werden, was eine Investition von ca. 850 TEUR fordert. Die Geräte für das Hochvolt-Labor sind bereits geliefert und die Endabnahme des Labors ist noch im zweiten Quartal des Jahres 2024 geplant. B. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 wurden insgesamt gut 524.200 Elektroautos in Deutschland neu zugelassen. Damit wurde, ein neuer Höchstwert erreicht. Im Dezember 2023 wurde das abrupte Ende der staatlichen Förderung für E-Autos (auch Umweltbonus genannt) bekannt gegeben. Diese war ursprünglich bis Ende 2024 geplant gewesen. Mehrere Hersteller kündigten daraufhin an, vorübergehend auch den staatlichen Anteil der Förderung zu übernehmen, um einen allzu starken Einbruch bei den Verkaufszahlen zu verhindern. (Quelle: Statista, Neuzulassungen von Elektroautos in Deutschland bis Februar 2024, März 2024). Im ersten Jahr nach der Energiekrise stabilisierte sich die deutsche Energiewirtschaft erfolgreich. Zusätzliche Gaslieferungen und zuverlässige LNG-Importe gewährleisteten die Versorgung. Energiepreise sanken seit 2023, bleiben aber über Vorkrisenniveau. Mehr als die Hälfte des Stroms stammt aus erneuerbaren Energien. Stromerzeugung und -verbrauch gingen zurück, mit einem Stromimportüberschuss. CO 2 -Emissionen der Energiewirtschaft sanken um 18 %. Im Jahr 2023 erlebte die Elektromobilität einen deutlichen Anstieg im Vergleich zu 2022. Der Bestand an Elektro-Pkw erhöhte sich innerhalb Deutschlands um 28,5 %, von 1.877.511 auf 2.412.085 Fahrzeuge. Dieser Anstieg wurde hauptsächlich von batterie-elektrischen Pkw getrieben, von denen es nun 1.450.081 gab, was einer Steigerung von 43,1 % entspricht. Plug- in-Hybrid-Pkw verzeichneten ebenfalls einen Anstieg, wenn auch weniger stark, mit einer Zunahme um 11,3 % auf insgesamt 962.004 Fahrzeuge. Die Infrastruktur für Elektrofahrzeuge wurde ebenfalls erheblich ausgebaut. Die Anzahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte stieg um 45,7 %. Darunter waren 100.314 Normal-Lader, was einem Anstieg von 43,5 % entspricht, sowie 24.139 Schnell-Lader, was eine Steigerung von 55,6 % darstellt. In Bezug auf die installierte Leistung stieg diese um 59,7 % von 3,7 GW im Jahr 2022 auf 5,9 GW im Jahr 2023. Dies deutet auf eine verstärkte Infrastruktur zur Unterstützung des wachsenden Bedarfs an Elektrofahrzeugen hin. (Quelle: Jahresbericht des BDEW, Dezember 2023). Im Jahr 2023 normalisierte sich die Lage am Arbeitsmarkt in Deutschland weiterhin, und die korrespondierenden Zahlen zeigten eine positive Entwicklung, laut Statistischem Bundesamt. Die Erwerbstätigkeit erreicht im Jahr 2023 sogar einen neuen Höchststand. Die Zahl der Erwerbstätigen (m/w/d) stiegt im Vergleich zum Vorjahr um 333.000 Personen an. Daraus ergibt sich ein Plus in Höhe von 0,7 %. Die Arbeitslosenquote im Jahr 2022 lag im Jahresdurchschnitt bei 5,3 % (Quelle: Statista, Arbeitslosenquote in Deutschland im Jahresdurchschnitt von 2005 bis 2023, März 2024) und im Jahr 2023 bei 5,7 % (Quelle: Statista, Arbeitslosenquote in Deutschland im Jahresdurchschnitt von 2005 bis 2024, März 2024). Die Weltwirtschaft stabilisiert sich laut Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Jahre 2023 auf niedrigem Niveau und die Inflation sinkt nur sehr langsam von sehr hohem Niveau. "Der IWF erwartet, dass das Wachstum des Welthandels von 5,1 % im Jahr 2022 auf 0,9 % im Jahr 2023 zurückgeht, bevor es 2024 auf 3,5 % ansteigt.", so die aktuelle Prognose des IWF im Monatsbericht 12/2023 des Bundeministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland betrug 4,12 Billionen EUR im Jahr 2023, was jedoch durch die Inflation zu erklären ist. Preisbereinigt muss gesagt werden, dass die Bundesrepublik Deutschland in eine Rezession abgerutscht ist und das reale BIP um 0,3 Prozent zum Vorjahr gesunken ist (Quelle: Statista, Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland von 1970 bis 2023, März 2023). Im Jahr 2023 stand die deutsche Außenwirtschaft vor großen Herausforderungen. Die Weltkonjunktur stagnierte, Inflationsraten stiegen, und geopolitische Risiken erschwerten den internationalen Handel. Dies führte zu einer Belastung der exportierenden Betriebe durch hohe Bürokratie- und Kostenlasten, was die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Produkte beeinträchtigte. Laut dem Statistischen Bundesamt beliefen sich die Exporte auf 1.562,4 Milliarden Euro und die Importe auf 1.352,8 Milliarden Euro. Deutschland erzielte einen Handelsbilanzüberschuss von 209,6 Milliarden Euro bei einem Gesamthandelsvolumen von 2.915,2 Milliarden Euro, was bedeutet, dass mehr Waren exportiert als importiert wurden. (Quelle: DIHK, Pressemitteilung "Deutscher Außenhandel 2023: Mehr Schatten als Licht" vom 20. Februar 2024). Für das Geschäftsjahr 2024 ist zu erwarten, dass sich eine Stagnation in der Wachstumsentwicklung einstellt. Eine Zunahme des BIP in Höhe von 0,2 % wird laut IFO Institut erwartet. Die Auftragslage wird sich verschlechtern, von der Gesamtinflation wird erwartet, dass sie im Allgemeinen langsam, aber deutlich sinkt. 2. Branchenbezogene RahmenbedingungenIm Kontext der Energiewende sind u.a. laut dem BMBF Batterietechnologie, -forschung und Batterietechnik die Schlüsselbausteine. (Quelle: BMBF, Artikel "Batterieforschung in Deutschland: wettbewerbsfähig und nachhaltig" aus dem April 2024) Batteriezell- und Speichertechnologie gewinnt immer mehr an Stellenwert, nicht zuletzt wegen der Abkehr von Verbrennungsmotoren in der Automobilbranche, aber auch aufgrund der Befähigung von Privathaushalten und Unternehmen zur Speicherung und Nutzung von Energie, die über Photovoltaik beispielsweise auch selbst erzeugt wird. Schwankungen in der Produktion von Strom können über Speicher ausgeglichen werden. Weiter gibt es zur Nutzung von Speichern und Batterien zur Stabilisierung des Stromnetzes (z.B. bidirektionales Laden von elektrisch betriebenen Fahrzeugen) bereits erste Projekte. Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit, sowie eine kostengünstige Produktion sind die wichtigsten Kriterien in der Entwicklung und Herstellung von Speichern und Batterien. Das BMWK spricht davon bis zum Jahr 2030 30% der weltweiten Nachfrage nach Batteriezellen aus der Produktion innerhalb der EU und Deutschlands bedienen zu können. (Quelle: BMWK, Artikel "Batteriezellforschung: Was steckt dahinter?" vom 12. März 2019) Die strategische Ausrichtung von VISPIRON SYSTEMS orientiert sich diesen Entwicklungen weiter folgend in Richtung Batteriezelltesting, was die Erweiterung der Infrastruktur und Investitionen bedeutet. Schnelle Entwicklungsphasen werden bei Kunden als Erfolgsgarant gesehen. Analysen und Optimierungen von Batteriezellen, Batteriezelltestverfahren und zyklische und kalendarische Lebensdauerprüfungen treffen hier auf die Bedürfnisse der Branche. Entwicklungsdienstleister müssen Marktveränderung erkennen und ihre Kompetenztiefe erhöhen, um den spezifischen Anforderungen gerecht zu werden. Aktuell besteht die Notwendigkeit, dass sich kleinere Unternehmen mehr und mehr spezialisieren müssen, um im Marktumfeld bestehen zu können. Die Fördermittel für Elektromobilität wurden seitens der Bundesregierung sukzessive zurückgefahren, was den Absatz der Elektrofahrzeuge unserer Kunden signifikant und gegensätzlich zum technologischen/ökologischen Trend negativ beeinflusst. Diese Entwicklung wird tendenziell im Jahr 2024 zu einer erstmaligen Negativ-Trendwende im Absatz und Verkauf von Elektroautos führen. Trotz der Verlangsamung dieser Entwicklungen durch äußere Rahmenbedingungen wird der Technologiewandel von fossilen Brennstoffen hin zur Elektromobilität durch unsere Kunden kontinuierlich weiterverfolgt. Im Umfeld einer wachsenden Konkurrenz und der Herausforderungen durch neue spezialisierte Anbieter ist es möglich, dass Dienstleister ihre Ertragskraft im Vergleich zu den Vorjahren verbessern können, insbesondere durch die Spezialisierung auf infrastrukturintensive Entwicklungs-Projekte und Testdienstleistungen von Komponenten der Elektromobilität. Auch weitergehende Spezialisierung in Beratungsdienstleitungen als Antwort auf verkürzte Entwicklungszeiten beim Kunden bietet entsprechendes Potenzial, beispielsweise für Softwarequalität und agile Lösungen im Projektmanagement. Nach Einschätzung der Geschäftsführung besteht für das Geschäftsjahr 2024 für die Branche der Automobilhersteller und deren Dienstleistungsunternehmen mit Fokus E-Mobilität weiterhin die Notwendigkeit, Investitionen zu tätigen, auch wenn generell das Investitionsverhalten vorsichtig zurückhaltend sein wird. Der Verkehrssektor hat nach wie vor das größte Potenzial im Hinblick auf die Einsparung von CO 2. Als Schlüsseltechnologie sieht die Geschäftsführung, genauso wie das BMWK und das BMBF, Laden und Speichern als Beitrag zur Energiewende und zur Sektorenkopplung Energie und Mobilität an. 3. GeschäftsverlaufDie VISPIRON SYSTEMS GmbH hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem Umsatz von 21 Mio. EUR (Vj. 21,9 Mio. EUR) abgeschlossen. Damit verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang von ca. 4,3 % im Vergleich zum Vorjahr und verfehlt damit knapp die Erwartungen aus dem Businessplan für das Geschäftsjahr 2023, was vor allem auf den verfehlten Plan in Bezug auf die produktiven FTE aufgrund der angespannten Situation am Arbeitsmarkt zurückzuführen ist. Bei einer Gesamtleistung von 21,0 Mio. EUR (Vj. 22,0 Mio. EUR) lag das EBIT bei einem Wert von 2,1 Mio. EUR (Vj. 2,3 Mio. EUR). Die EBIT-Marge i.H.v. 9,9 % (Vj. 10,5 %) unterschreitet damit das Vorjahresniveau. Die VISPIRON SYSTEMS GmbH erlebte ein ansonsten erfolgreiches Geschäftsjahr 2023. Der Fokus lag unter anderem auf der Stärkung des Bereichs People & Culture, um eine starke Arbeitgebermarke zu etablieren, qualifizierte Mitarbeiter für das Unternehmen zu gewinnen und Bestandsmitarbeiter zu binden. Im Marketing wurde weiterhin die Schärfung des Produktportfolios verfolgt. Ziel ist es, sich im Markt in technologischen Nischen zu platzieren und dabei von einem Personaldienstleister zu einem Entwicklungs- und Beratungsdienstleister mit speziellem Know-how zu entwickeln. Die interne Struktur bestand im Jahr 2023 aus drei Business Units (BUs): Die BU ENGINEE-RING mit Schwerpunkt Test & Absicherung sowie Funktionsentwicklung von Elektrik- & Elektronikkomponenten, die BU PROJECT SOLUTIONS mit ihren Kernkompetenzen Projektmanagement, -steuerung und -koordination sowie Prozessdigitalisierung und Qualitätsmanagement, die BU MOBILITY & ENERGY mit Fokus auf nachhaltige Mobilitäts- und Ladekonzepte sowie Beratung zu Nachhaltigkeit in Unternehmen. Die Integration der BU Digital Solutions und deren Kerngeschäftsfelder in die Bestands BUs im Rahmen einer Organisationsanpassung zum 01.10.2022 trug im Jahr 2023 positiv zur organisatorischen Effizienz bei. Die BU PROJECT SOLUTIONS verzeichnete im Jahr 2023 eine stabile Auftragslage mit einer durchgehend hohen Auslastung. Jedoch machte die enge Personalsituation es schwierig, alle Beauftragungen vollständig zu bedienen, weshalb die Personalgewinnung ein wichtiges Fokusthema blieb. Trotz dieser Herausforderungen gelang es, Projekte mit strategischer Ausrichtung zu gewinnen, darunter anspruchsvolle Consultingprojekte im Bereich der Prozessberatung und agilen Unternehmensentwicklung. Produktseitig legte die Business Unit über die fokussierte Dienstleistung "Prozess-Beratung im Bereich der Softwareentwicklung Automotive" den Grundstein für den Einstieg in höherwertige Beratungsprojekte in diesem Bereich und strebt eine Positionierung im höheren Preissegment an. Zusätzlich trug das Outsourcing von Aufgaben in Best-Cost-Countries zur Kostenreduzierung bei und wurde als fester Bestandteil der kommenden Strategie zur Wettbewerbsfähigkeit angesehen. Um die Fachkompetenzen in der Business Unit weiter zu steigern, haben sich zum Jahresende mehrere Bestandsmitarbeiter zum "Automotive SPICE Provisional Assessor" zertifizieren lassen, was einen erheblichen Mehrwert für die strategische Ausrichtung des Fachbereichs bedeutet. In der BU MOBILITY & ENERGY lag der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 deutlich unter dem Planwert. Die Etablierung des neuen Produkts www.EINFACHKLIMANEUTRAL.de im Markt wurde unter Berücksichtigung der bestehenden Vertriebsstrukturen als nicht zielführend bewertet und führte zur Einstellung der Aktivitäten in diesem Bereich. Dennoch ist positiv anzumerken, dass die erzielten Umsätze des Teams die Entwicklungskosten decken konnten. Ab 2024 wird der Fokus deshalb ausschließlich auf das zweite strategische Themenfeld "Smart Charging und vernetzte Energiesysteme" gerichtet. Hier konnte 2023 an den Erfolg des Vorjahres angeknüpft werden. Trotz der Insolvenz eines Kunden im Jahr 2023 gelang es, einen deutlich über den Erwartungen liegenden Umsatz in diesem Bereich zu generieren. Im Jahr 2023 verzeichnete die BU ENGINEERING eine kontinuierlich hohe Auslastung, was zu einem erfreulichen Personalwachstum führte. Auch der Umsatz konnte im Vergleich zum Plan im mittleren einstelligen Prozentbereich gesteigert werden. Im ersten Quartal 2023 wurde die neue Infrastruktur "Munich Battery Lab" zum Testen von Batteriezellen zusammen mit dem Partnerunternehmen TWAICE offiziell eröffnet. Das Testing lief erwartungsgemäß zu unserer Zufriedenheit und brachte eine volle Auslastung im Geschäftsjahr 2023 mit sich. Eine bedeutende Erweiterung der Kapazitäten in diesem Bereich befindet sich derzeit in konkreter Planung. Die Business Unit Engineering hatte im Sommer 2023 ebenso einen Auftrag für den Betrieb und die Instandhaltung eines Batterie-Zell-Labors für einen bedeutenden Bestandskunden erhalten. Das Projektvolumen beträgt ca. 6 Mio. EUR in 5 Jahren und hat im Januar 2024 mit dem Aufbau der Liegenschaft gestartet. Der Projekt-Kickoff ist bereits im Oktober erfolgt. Aktuell laufen gemeinsam mit dem Kunden die projektvorbereitenden Planungen, um einen bestmöglichen Projektstart zu ermöglichen. Im Bereich Test und Absicherung von Ladern, Wandlern und Speicherelektronik ist weiterhin von einem großen Wachstum auszugehen. Infolgedessen plante die Business Unit Engineering das Geschäftsfeld "Testing von Hochvolt-Komponenten" weiter auszubauen und investiert dafür ca. 800 TEUR in die Erweiterung der Testinfrastruktur. Bis zum Abschluss der Erstellung des Lageberichtes sind die bestellten Geräte geliefert und werden voraussichtlich noch in Q2 2024 voll in Betrieb genommen. Die geplante strategische Entwicklung von einem Personaldienstleister zu einem Entwicklungs- und Beratungsdienstleister mit speziellem Know-how wird durch diese Entwicklungen aktiv vorangetrieben. Die Kunden der VISPIRON SYSTEMS GmbH sind durch gesetzliche Vorgaben (z.B. Nachhaltigkeit in der Lieferkette), den technologischen Innovationsdruck im Markt und das veränderte Konsumentenverhalten einem höheren Druck ausgesetzt, Veränderungen in den Bereichen Nachhaltigkeit, grüne Elektromobilität, Digitalisierung und Technologieentwicklung anzustoßen. Der preisliche Wettkampf der Marktteilnehmer ist aber weiterhin sehr hoch. Ungeachtet weiterer Übernahmen der führenden Engineering Dienstleister untereinander, zeigt sich die Orientierung der VISPIRON SYSTEMS GmbH hin zu technologischen Nischen und einem etablierten Entwicklungs- und Beratungsdienstleister als erfolgsversprechend. Angesichts der anspruchsvollen Arbeitsmarktsituation haben wir zudem interne Strukturen im Bereich HR neu ausgerichtet. Dank erfolgreicher Recruiting-Initiativen konnten wir im Geschäftsjahr 2023 69 qualifizierte Teammitglieder (m/w/d) gewinnen, um das für unser Kerngeschäft dringend benötigte Personal zu sichern. Trotz der Spezialisierung unseres Portfolios stehen wir weiterhin vor erheblichen Herausforderungen in der Mitarbeitergewinnung, bedingt durch das sich zunehmend verschärfende Arbeitsmarktumfeld. 4. Mitarbeitende (m/w/d)In der Gesellschaft waren zum 31.12.2023 insgesamt 208 Mitarbeitende (m/w/d) (Vj. 216 Mitarbeitende (m/w/d)) beschäftigt. Davon waren 29 Mitarbeitende (m/w/d) in der Verwaltung und im Vertrieb tätig. 179 Mitarbeitende (m/w/d) arbeiteten in Kundenprojekten. 5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslagea) Vermögenslage Die Bilanzsumme liegt zum Ende des Berichtszeitraums bei 8,2 Mio. EUR (Vj. 8,2 Mio. EUR). Das Anlagevermögen verringert sich gegenüber dem Vorjahr um 63 TEUR auf 2,8 Mio. EUR (Vj. 2,8 Mio. EUR), da die Abschreibungen i.H.v. 670 TEUR (Vj. 598 TEUR) die Investitionen in das Anlagevermögen leicht übersteigen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich stichtagsbezogen auf 3,6 Mio. EUR (Vj. 3,5 Mio. EUR). Das Eigenkapital bleibt mit 2,1 Mio. EUR aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags auf dem gleichen Stand wie im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote verringert sich basierend auf der gestiegenen Bilanzsumme marginal auf 25,6 % (Vj. 25,7 %). Die Rückstellungen liegen mit 612 TEUR deutlich unter dem Vorjahresniveau (Vj. 914 TEUR), wobei sämtliche Rückstellungen sonstige Rückstellungen betreffen. Die größten Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr ergeben sich v.a. bei den Rückstellungen für Mitarbeiterprämien (387 TEUR; Vj. 440 TEUR) und Rückstellungen für Gewinnbeteiligungen (0 EUR; Vj. 236 TEUR). Aufgrund des Gewinnabführungsvertrags mit der VISPIRON TECHNOLOGY GmbH gab es keine Steuerrückstellungen. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden zum 31.12.2023 analog zum Vorjahr nicht. In den Verbindlichkeiten werden wie im Vorjahr Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen i.H.v. 42 TEUR (Vj. 315 TEUR) bilanziert. Diese resultieren aus Leistungen, welche im abgeschlossenen Geschäftsjahr abgerechnet wurden, jedoch erst im Folgejahr erbracht werden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringern sich auf 394 TEUR (Vj. 630 TEUR), wovon 276 TEUR der Verbindlichkeiten ein Zahlungsziel erst in 2024 haben. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft VISPIRON TECHNOLOGY GmbH erhöhen sich vor allem aufgrund der Zinsverrechnung sowie des Cashpools auf 2,5 Mio. EUR (Vj. 1,6 Mio. EUR). Die sonstigen Verbindlichkeiten verringern sich gegenüber dem Vorjahr um 80 TEUR auf 2,4 Mio. EUR (Vj. 2,4 Mio. EUR). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr begründet sich in geringeren Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt für Umsatzsteuer und Lohnsteuer. b) FinanzlageIm Geschäftsjahr 2023 kann die Finanzlage der VISPIRON SYSTEMS GmbH als positiv bewertet werden. Die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes der Gesellschaft erfolgt überwiegend durch Eigenkapital sowie durch bestehende Kontokorrentlinien bei drei Banken im gemeinsamen Bankenkreis der VISPIRON TECHNOLOGY-Gruppe. Die vorhandene Liquidität aus dem operativen Cashflow wurde verwendet, um die in Anspruch genommenen Betriebsmittelkredite bei der Muttergesellschaft zurückzuführen. Im Jahre 2023 wurden im Wesentlichen Investitionen in das Sachanlagevermögen i.H.v. 532 TEUR getätigt, die über den operativen Cashflow bzw. die Kontokorrentlinien im gemeinsamen Bankenkreis der VISPIRON TECHNOLOGY-Gruppe finanziert wurden. Der stichtagsbezogen niedrige Finanzmittelfonds ist auf das Cash-Pooling mit der VISPIRON TECHNOLOGY GmbH und der VISPIRON ROTEC GmbH zurückzuführen. Zahlungsverpflichtungen der VISPIRON SYSTEMS GmbH können durch die Einzahlungsüberschüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit und bei Bedarf der Mittelbereitstellung im Rahmen des Cash-Poolings erfüllt werden. Die Finanzmittel und Ressourcen werden kontinuierlich überwacht und im Einklang mit den Unternehmenszielen und -bedürfnissen verwaltet, um sicherzustellen, dass alle Zahlungsverpflichtungen, fristgerecht erfüllt werden können. Die finanzielle Solidität des Unternehmens wird weiterhin sorgfältig gewahrt, um langfristige Stabilität und Liquidität sicherzustellen. c) ErtragslageDer Umsatz sinkt im Jahr 2023 auf 21,0 Mio. EUR (Vj. 21,9 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhen sich um 6,9% auf 425 TEUR (Vj. 398 TEUR). Im Vergleich zum Vorjahr erhöhen sich v.a. die Intercompany sonstigen betrieblichen Erträge auf 182 TEUR (Vj. 131 TEUR), wesentliche Ursache ist dabei die Weiterberechnung von Kosten an die Muttergesellschaft. Im Materialaufwand vermindern sich die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren auf -2 TEUR (Vj. 13 TEUR). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sinken ebenfalls um 9% auf 1,9 Mio. EUR (Vj. 2,1 Mio. EUR). Der Personalaufwand verringert sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,5% auf 12,9 Mio. EUR (Vj. 13,6 Mio. EUR). Diese Kostensenkung ist zum einen durch den Rückgang in den FTE und zum anderen durch die ausbleibende Gewinnbeteiligung für Mitarbeiter und Zuwendung an die Unterstützungskasse zu erklären. Die Abschreibungen erhöhen sich in Summe auf 670 TEUR (Vj. 598 TEUR). Die Erhöhung von 12% resultiert im Wesentlichen aus den in Ende 2022 getätigten Investitionen in das "Munich Battery Lab". Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 3,8% und belaufen sich auf 3,9 Mio. EUR (Vj. 3,8 Mio. EUR). Die größten Kostensteigerungen betrafen aufgrund der Erweiterung des Fuhrparks die Fahrzeugkosten (+27% von 142 TEUR im Vorjahr auf 180 TEUR), aufgrund des "Munich Battery Labs" die Kosten für Reparaturen und Instandhaltung (+172% von 19 TEUR im Vorjahr auf 52 TEUR) und aufgrund des verstärkten Auftritts in beruflichen Netzwerken die Werbe- und Reisekosten (+89% von 65 TEUR im Vorjahr auf 123 TEUR). Das Geschäftsjahr 2023 konnte mit einem erfolgreichen Ergebnis i.H.v. 2,0 Mio. EUR abgeschlossen werden (Vj. 2,2 Mio. EUR). Das EBIT liegt bei 2,1 Mio. EUR (Vj. 2,3 Mio. EUR). 6. Steuerungssystem und SteuerungsgrößenZu den bedeutendsten Steuerungskennzahlen der VISPIRON SYSTEMS GmbH zählen die wertorientierten Kennzahlen Umsatzauslastung (Umsatz ohne weiterberechnete Kosten / produktive FTE), Umsatz und EBIT, welche unmittelbaren Einfluss auf die Wertschöpfung haben:
Die finanziellen Steuerungsgrößen werden in der Gesellschaft geplant und fortlaufend überwacht. Abweichungen zwischen geplanten und tatsächlich erreichten Zielen werden monatlich verfolgt. Die detaillierte Geschäftsplanung wird regelmäßig auf Basis der vorliegenden Monatsergebnisse und unter Annahme verschiedener Szenarien prognostiziert. 7. GesamtaussageFür das Jahr 2023 wurde für die VISPIRON SYSTEMS GmbH mit einem sinkenden Umsatz im unteren einstelligen Prozentbereich gerechnet. Aufgrund dessen wurde auch bei der Umsatzauslastung mit einem leichten Rückgang von ca. 0,25% gerechnet. Das EBIT wurde aufgrund von geplanten Kosteneinsparungen mit einem Anstieg von ca. 11% geplant. Der geplante Umsatz konnte nicht realisiert werden und lag um ca. 3% hinter den Erwartungen, was vor allem durch den Rückgang in den produktiven FTE von ca. 9% im Vergleich zum Plan begründet ist. Die geplante Umsatzauslastung konnte dadurch folgerichtig um knapp 6% übertroffen werden. Die Kosten stiegen um ca. 1% im Vergleich zum Plan. Dementsprechend konnte das EBIT den Erwartungen nicht gerecht werden und verzeichnet einen Rückgang von ca. 19% im Vergleich zum Planwert. C. PrognoseberichtMit der aktuellen Unternehmensstrategie "Wachstum für eine lebenswerte Zukunft 2022-2024" plant die GF den eingeschlagenen Kurs fortzusetzen und das Unternehmen u.a. in E-Mobilitäts-Projekten mit Testing-Infrastruktur zu positionieren. Anhand des geschärften Produktport- folios, das marktorientierte Entwicklungs- und Beratungsdienstleistungen in den Sektoren Energie und Mobilität beinhaltet, strebt das Unternehmen den Ausbau von Wettbewerbsvor- teilen an. Die Geschäftsführung und das Leadership Team sind davon überzeugt, dass spezialisierte Lösungen und Technologien, sowie am Markt orientierte Vertriebs- und Marketingstrategien und ein starker Fokus auf Kundenbedürfnisse VISPIRON SYSTEMS zu einem erfolgreichen Unternehmen machen. Die Auswirkungen der Inflation der letzten beiden Jahre haben Einfluss auf die Gehaltsstrukturen. Die Strategie wirkt dem entgegen, indem das Portfolio auf- gewertet wird und höhere Umsätze erwirtschaftet werden. Auch durch Erhöhung des Digitalisierungsgrades und damit der Effizienz in unseren internen Abläufen und der Automatisierung in unseren Laboren sollen laufende Kosten reduziert werden. Trotz unseres wirtschaftlichen Erfolges stehen wir vor der Herausforderung kreative Lösungen für Investitionen finden zu müssen für Produktentwicklung, Marketing, Infrastruktur und Mitarbeitergewinnung. Dies dient der Sicherstellung unserer langfristigen Wettbewerbsfähigkeit und der Hebung unseres Wachstumspotenzials. Wir bei VISPIRON SYSTEMS rechnen für das Jahr 2024 mit einem Umsatzwachstum von etwa 6,4 %. Wir planen, in 2024 um ca. 4 produktive FTE zu wachsen. Folgerichtig soll die Umsatzauslastung um ca. 7% im Vergleich zum Vorjahr steigen. Es sind strategische Investitionen in die Digitalisierung und die Eröffnung einer neuen Liegenschaft am Standort Unterschleißheim geplant. Diese Investitionen sind langfristig angelegt und positionieren uns zukunftsorientiert für weiteres Wachstum. Trotz dieser Investitionen erwarten wir für 2024 ein positives Ergebnis von ca. 1,8 Mio. EUR. D. Chancen- und Risikobericht1. Angaben zu einzelnen Risiken und Chancen Risiken im Kontext Digitalisierung Risiken und Herausforderungen der Digitalisierung für mitteständische Unternehmen: Die Digitalisierung erfordert Investitionen in Technologien und die Anpassung von Geschäftsprozessen. Auch die Beschäftigung mit ggf. mangelhafter Datenqualität im eigenen Unternehmen gewinnt an Bedeutung. Viele Mittelständler müssen sich den Herausforderungen stellen, ihre Geschäftsmodelle an die sich schnell verändernde Technologielandschaft anzupassen. Auswirkungen hat dieses Risiko auf Qualität und Geschwindigkeit in internen Prozessen und Abläufen. Chancen im Kontext DigitalisierungWir sehen dieses Risiko auch als Chance und haben bei VISPIRON SYSTEMS im Jahr 2023 die Grundpfeiler für die Implementierung einer Digital- und KI-Strategie gelegt. Die Datenqualität wird erhöht, um bedarfsgerechte Digitalisierungs- und KI-Lösungen herbeizuführen. In diesem Kontext setzen wir auf Förderprogramme des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz sowie die proaktive Einbindung des "Mittelstand Digital", sowie den Aufbau hauseigener Kompetenzen (Data Analytics Team / Softwareentwicklungs- und Automatisierungsteam) Maßnahmenkatalog: 1. Einführung und Besetzung der Rolle "Manager Business Analytics and Controlling" 2. Aufsetzen interner Projekte mit AP1 Datenqualität schaffen: Identifizieren von Schwachstellen in den bestehenden Daten und Maßnahmendefinition zur Verbesserung der Datenqualität. AP2 Systematische Bewertung von: Automatisierungen, Datenverantwortung, Schulung und Bewusstseinsbildung, Aufbau einer KI-freundlichen Infrastruktur unter Einbindung von allen relevanten Stakeholdern und Beratung durch Experten 3. Durchführung KI-Tage zur internen Schulung der VISPIRON SYSTEMS Belegschaft Risiken im Kontext Fachkräftemangel und MitarbeiterbindungDa die Anzahl an Stellengeboten in unserer Branche bereits weit über der Anzahl passender Kandidaten (m/w/d) auf dem Arbeitsmarkt liegt, müssen wir uns als Unternehmen stärker um qualifizierte Bewerber (m/w/d) bemühen als noch vor wenigen Jahren. Unsere Transformation vom Personaldienstleister hin zu einem Entwicklungs- und Beratungsdienstleister mit spezifischem Know-how bedingt zwingend eine langfristige Mitarbeiterbindung, um damit das notwendige Know-how für unser Kerngeschäft sicherzustellen. Nur mit alleiniger Fokussierung auf das Recruiting von Absolventen ohne langfristige Mitarbeiterbindung und die damit verbundene Sicherstellung des notwendigen Know-hows für unser Kerngeschäft, können Bestandsprojekte nicht abgewickelt und strategische Produkte nicht weiterentwickelt werden. Es drohen Mitarbeiterabgänge und dadurch Umsatzreduzierung, Qualitätsdefizite und Reputationsverluste Chancen im Kontext Fachkräftemangel und MitarbeiterbindungMit einer höheren Spezialisierung geht auch der Bedarf nach, in hochtechnologischen Nischen, geschultem Personal einher. Die Gestaltung dieser Stellen muss attraktiv und durch die Themen und Innovationen, sowie die dahinterstehende Technik und Kompetenz getrieben sein, was eine Chance darstellt. HR-Marketing, welches im Schulterschluss mit dem Produktmarketing in eine Employer Branding Strategie mündet, basierend auf dem spezialisierten Produktportfolio, wurde etabliert und wird in 2024 weiter ausgebaut werden. Maßnahmenkatalog : 1. Langfristige Maßnahmen: Anpassungen unserer HR-Strategie, durch Einbindung einer Employer-Branding-Strategie, als einen festen Bestandteil, mit dem Fokus der kontinuierlichen Sicherstellung einer langfristigen Mitarbeiterbindung. Besetzung der zentralen Funktion Head of People & Culture 2. Kurzfristige Maßnahme: Training on the job wird durch unser Traineeprogramm abgebildet, um Experten innerhalb der Gesellschaft auszubilden Risiken im Kontext NachhaltigkeitDurch die Corporate Sustainability Reporting Directive - kurz CSRD - werden die Anforderungen an die Berichterstattung zu nachhaltigkeitsbezogenen Aspekten für unser Unternehmen drastisch verschärft. Bei Nichterfüllung der Anforderungen RICHTLINIE (EU) 2022/2464 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES drohen rechtl. Konsequenzen, Umsatzverluste durch unzureichende Erfüllung von Lieferantenkriterien bei Kunden, sowie Reputationsverlust. Das Risiko wird intern als hoch eingestuft. Chancen im Kontext NachhaltigkeitVISPIRON SYSTEMS bündelt sein eigenes Wissen aus der Nachhaltigkeitsberatung und stärkt intern die eigenen Kompetenzen. Die Leistung zur Erfüllung der Corporate Sustainability Reporting Directive kann auf die gesamte VISPIRON GROUP angewendet werden. Da die interne Expertise hier sehr weitreichend ist, sieht das Leadership Team die Chance den Anforderungen aus rechtlicher Sicht als auch aus Kundensicht sogar einen Schritt voraus zu sein. Maßnahmenkatalog: 1. Externe Kommunikation zur Nachhaltigkeit bei der VISPIRON SYSTEMS (Nachhaltigkeitsbericht umgesetzt) 2. interne Ausbildung SCR-Manger (m/w/d) (Mitarbeiter (m/w/d) ist qualifiziert) 3. juristische Bewertung bzgl. Relevanz und Auswirkung auf die VISPIRON Gruppe 4. Aufsetzen eines ESG-Managementsystems im Jahr 2024. Hierfür bedarf es zunächst einer ESG-Strategie. Für diese gilt folgender Grundsatz: Die Nachhaltigkeitsziele und die Nachhaltigkeitsstrategie werden klar definiert und stehen im Einklang mit der gesamten Unternehmensstrategie. Ausfall- und Liquiditätsrisiken, Risiken aus ZahlungsstromschwankungenUm Ausfallrisiken bei Kundenforderungen vorzubeugen, werden Geschäfte nur mit Kunden mit guter Bonität bzw. unter Einhaltung von vorgegebenen Risikolimits eingegangen. Geschäfte im Ausland werden über Vorauskasse oder ggfs. Zahlungssicherungsmittel abgesichert. Wir beobachten und analysieren Forderungen und Verbindlichkeiten und halten sie nach. Das Risiko wird daher als gering angesehen. Für das Jahr 2023 sind die Liquiditätsrisiken überschaubar und als gering zu bewerten. Der benötigte Kapitalbedarf wird neben dem eigenen operativen Cashflow aus den bestehenden Kreditlinien der VISPIRON TECHNOLOGY-Gruppe abgedeckt. Bei auftretenden Engpässen kann eine mögliche Deckungslücke durch die Aufnahme von weiterem Kapital (Fremd- oder Eigenkapital), durch eine Veränderung der Rückzahlungsmodalitäten von Konzerndarlehen, durch eine zeitliche Verschiebung der geplanten Investitionen oder durch eine Mischung der drei vorgenannten Maßnahmen geschlossen werden. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen sind derzeit nicht ersichtlich. Abschlussstatement zu Risiken und ChancenDie Geschäftsführung treibt die marktorientierte Produktentwicklung im Bereich unserer Beratungs- und Entwicklungsdienstleistungen strategisch nach vorne. In diesem Kontext wurde die Vertriebsstrategie überarbeitet, sodass eine produktspezifische Marktanalyse durch die jeweiligen Vertriebsverantwortliche systematisch verankert ist, um sofort entsprechende Maßnahmen auf Basis der Analyseergebnisse zu evaluieren und umzusetzen. Rund 76% des Umsatzes der VISPIRON SYSTEMS GmbH im Jahr 2023 stammen aus Projekten bei den größten deutschen OEMs. Die Wahrscheinlichkeit eines kurzfristigen Zahlungsausfalls oder einer Insolvenz dieser Kunden wird als sehr gering eingeschätzt. Die Liquiditätsrisiken sind überschaubar und bei möglichen Engpässen bestehen flexible Strategien zur Kapitalbeschaffung. 2. Risikoberichterstattung über die Verwendung von FinanzinstrumentenDie VISPIRON SYSTEMS GmbH tätigt ihre operativen Geschäfte vorwiegend in Deutschland. Im Folgenden werden Preisänderungsrisiken, die Währungsrisiken, Zinsrisiken sowie Marktrisiken umfassend näher beschrieben. Währungsrisiken bestehen nicht, da die VISPIRON SYSTEMS GmbH ihre Finanztransaktionen ausschließlich in der EUR-Währung abwickelt. Marktrisiken, d. h. Wertveränderungen der Finanzinstrumente (Fair Value Risiko) liegen nicht vor, da keine derivativen Finanzinstrumente gehalten werden. Zinsrisiken bestehen im Rahmen der Inanspruchnahme von Darlehen sowie bestehender Kontokorrentlinien. Das Preisänderungsrisiko der VISPIRON SYSTEMS GmbH wird gesamthaft als gering eingeschätzt, da keine Währungs- oder Marktrisiken bestehen und die Zinsrisiken im Rahmen der Inanspruchnahme von Darlehen sowie bestehender Kontokorrentlinien überschaubar sind.
München, 28. Juni 2024 VISPIRON SYSTEMS GmbH, München Amir Roughani, Geschäftsführer, CEO Matthias Röhl, Geschäftsführer, COO/CTO BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023VISPIRON SYSTEMS GmbH, MünchenA. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer Jahresabschluss der VISPIRON SYSTEMS GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz gemacht werden können, sind teilweise im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. B. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
C. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Vom Wahlrecht zur Aktivierung von selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen wurde Gebrauch gemacht. Ab dem Geschäftsjahr 2023 wird von dem eingehend genannten Wahlrecht nicht mehr Gebrauch gemacht, somit wurden keine neuen selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände aktiviert. Der Grundsatz der Bewertungsstetigkeit in Bezug auf die Aktivierung der selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurde nach § 252 Abs. 2 HGB durchbrochen, um einen klareren und übersichtlicheren Jahresabschluss zu erhalten. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wird dadurch übersichtlicher und klarer. Die Gesellschaft hat in 2021 letztmalig selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten der selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände sind um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Ein entgeltlich erworbener Geschäfts- und Firmenwert wurde im Jahr 2017 aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurden 10 Jahre festgelegt, da die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden konnte (§ 253 Abs. 3 S. 4 HGB). Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern betragen:
Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 netto wurden im Jahr des Zugangs abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine angemessene Pauschalwertberichtigung auf den Netto-Forderungsbestand gebildet. Rückstellungen und Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. 2. Angaben zur BilanzAnlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Angaben gemäß § 284 Abs. 3 HGB zum Anlagevermögen sind dem anhängenden Anlagespiegel (Anlage 4) zu entnehmen. Angaben zu den ForderungenEine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 1.733,95 (Vorjahr: EUR 2.610,16). Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen zu EUR 155.047,54 (Vorjahr: EUR 245.646,32) Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Abgrenzungsposten in Höhe von EUR 22.182,07 (Vorjahr: EUR 27.759,18) enthalten. Diese betreffen im Folgejahr abziehbare Vorsteuerbeträge. AusschüttungssperreZum 31.12.2023 unterliegt der Buchwert der aktivierten selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 13.386,63 grundsätzlich der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB. Die Ausschüttungssperre nach § 286 Abs. 8 HGB greift nicht, da auseichend frei verfügbare Rücklagen (Kapitalrücklagen) vorhanden sind. Angaben zu den RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen im Geschäftsjahr 2023 setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeitenspiegel
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von EUR 2.539.956,10 (Vorjahr: EUR 0,00) aus Lieferungen und Leistungen. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 2.525.720,21 (Vorjahr: EUR 1.567.530,44). Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für Darlehen der Gesellschafterin/des verbundenen Unternehmens VISPIRON TECHNOLOGY GmbH gegenüber den Kreditgebern (Commerzbank AG, Donner & Reuschel AG und DZ Bank AG) in Höhe von 9.000 TEUR. Das Risiko der Inanspruchnahme schätzen wir aufgrund der wirtschaftlichen Situation der VISPIRON TECHNOLOGY GmbH als gering ein. Zum 31.12.2023 besteht eine Inanspruchnahme der Kreditlinien auf Ebene der VISPIRON TECHNOLOGY GmbH in Höhe von 4.446 TEUR. Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Versicherungs-, Miet-, Pacht- und Leasingverträgen bestehen für das Jahr 2024 in Höhe von 1.105 TEUR und für die Folgejahre in Höhe von 9,9 Mio. EUR. D. Sonstige Angaben1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden in der VISPIRON SYSTEMS GmbH insgesamt 202 Mitarbeiter beschäftigt. Davon 180 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und 22 Sonstige wie Auszubildende, Praktikanten, Werkstudenten sowie geringfügig oder kurzfristig Beschäftigte. Die Gesellschaft ist nicht von den Mindeststeuerregelungen betroffen, da der Außenumsatz des VISPIRON Konzerns weniger als EUR 750 Mio. beträgt 2. Namen der GeschäftsführerWährend des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Geschäftsführer: Amir Roughani, Dipl. Wirtschaftsingenieur Matthias Röhl, Dipl. Ingenieur Elektrotechnik (Bestellung zum 01.10.2022, HR-Eintrag 25.11.2022) Die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen.3. KonzernzugehörigkeitDie Konzern-Muttergesellschaft VISPIRON GmbH (HRB 176891) mit dem Sitz in München erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen (www.unternehemnsregister.de).
München, 28. Juni 2024 VISPIRON SYSTEMS GmbH, München Geschäftsführer Amir Roughani Matthias Röhl sonstige BerichtsbestandteileAnlagenspiegel zum 31.12.2023VISPIRON SYSTEMS GmbH, München
München, den 30.03.2025 Amir Roughani, Geschäftsführer Matthias Röhl, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 30.06.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkWir haben dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der VISPIRON SYSTEMS GmbH in der Fassung der Anlagen 1 bis 5 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die VISPIRON SYSTEMS GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der VISPIRON SYSTEMS GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VISPIRON SYSTEMS GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen." Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.
München, den 28. Juni 2024 RISE PARTNERS Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Berizzi, Wirtschaftsprüfer Friedl, Wirtschaftsprüfer |
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