NEUKAUF Verbrauchermarkt GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gerald Toni Kunze seit 27.1.2026 | Geschäftsführer |
Christian Remy seit 11.10.2022 | Geschäftsführer |
Gert Lehmann seit 24.2.2022 | Geschäftsführer |
Sebastian Kohrmann seit 4.1.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
EDEKA Zentralhandelsgesellschaft mbH | 50.00% |
| 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen GmbHRottendorfKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LAGEBERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS 2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022GRUNDLAGEN DES KONZERNSIn diesem Konzern hält die EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen GmbH 100% der Kommanditanteile an der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen Stiftung & Co. KG. Persönlich haftende Gesellschafterin ist die EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen Stiftung. Das operative Geschäft des Konzerns ist in vier Geschäftsbereiche mit diversen Tochtergesellschaften aufgeteilt. Die Geschäftsbereiche Großhandel und Foodservice (Fachgroßhandel) versorgen Mitglieder und Kunden mit Lebensmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs. Die Geschäftsbereiche Einzelhandel und Produktion von Fleisch-/Wurstwaren sind jeweils mit eigenen Vertriebskonzepten und zahlreichen Marken in ihrem Segment selbstständig am Markt tätig. Gemeinsam mit einer Schwestergenossenschaft besitzt und betreibt die Genossenschaft in der EDEKA Rechenzentrum Süd Betriebs GmbH zwei IT-Rechenzentren. Gesellschafter der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen GmbH sind die EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen eG und die EDEKA Zentralhandelsgesellschaft mbH, welche mit jeweils 50 % an der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen GmbH beteiligt sind. WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN UND GESCHÄFTSVERLAUFDer anhaltende Ukraine Krieg sowie die erneute rasante Verbreitung des Coronavirus in China führten zu einer Belastung der globalen Lieferketten sowie zu einem merklichen Anstieg der Energie- und Lebensmittelpreise im Kalenderjahr 2022. Die genannten Belastungsfaktoren erwiesen sich dabei in den entwickelten Volkswirtschaften und damit auch in Deutschland in 2022 als wesentliche Inflationstreiber. Für Deutschland lag die Inflationsrate laut dem Statistischen Bundesamt im Berichtsjahr bei 7,9 Prozent und damit erheblich über den Werten der letzten Jahrzehnte. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 gut behaupten. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach Berechnungen des statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2022 um 1,9% höher als im Vorjahr. Im Vergleich zum Kalenderjahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP um 0,7 % höher. Somit wurde die Wirtschaftsleistung des Vorkrisenniveaus in 2022 wieder erreicht. In seiner aktuellen Prognose vom 15. März 2023 geht das ifo Institut für die deutsche Wirtschaft von einem Wirtschaftswachstum in 2023 von -0,1 Prozent bei einer Inflationsrate von 6,2 Prozent aus. Im Vergleich zum Vorjahr, welches maßgeblich von Aufholeffekten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie geprägt war, hat sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2022 weiter erhöht. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich. Für das Jahr 2022 berechnete der Handelsverband Deutschland einen Einzelhandelsumsatz von 631,9 Milliarden Euro nach 589,5 Milliarden Euro im Vorjahr. Dies führt nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes zu einem nominalen Anstieg des Einzelhandelsumsatzes von 7,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Preisbereinigt entspricht dies einem Rückgang von 0,6 %. Der Jahresumsatz im deutschen Lebensmittelhandel summierte sich dabei auf 183,6 Milliarden Euro (Vorjahr: 149,0 Milliarden Euro). Supermärkte und Discounterzählen damit zu den wichtigsten Vertriebslinien des stationären Handels. Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Gesamtjahr 2022 nominal 5,6 % mehr und real -4,6 % weniger um als im Jahr 2021; der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten entwickelte sich geringfügig schlechter. In den Jahren 2020 und 2021 profitierte die EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen als Vollsortimenter im Lebensmitteleinzelhandel in besonderem Maße von der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Genussorientierung der Konsumenten. Das Kaufverhalten deutscher Kunden hat sich im Berichtsjahr durch die massive Teuerung vieler Produkte innerhalb kurzer Zeit deutlich verändert. Neben den Kriterien "Frische'', und "Nähe" spielt das Kriterium der "Preissensitivität" für viele Kunden im Berichtsjahr wieder eine entscheidende Rolle bei der Wahl ihrer Einkaufsstätte. Diese Entwicklung macht sich zum einen in einem Umstieg von teureren Markenartikeln auf die Eigenmarken der Handelsketten und einem deutlich höheren Anteil an Aktionskäufen sowie zum anderen in einer Abwanderungsbewegung von Vollsortimentsmärkten hin zu Discountern bemerkbar. Ungeachtet der nachteiligen Rahmenbedingungen konnte die EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen im Geschäftsjahr 2022 ihren Marktanteil im Vertriebsgebiet mit 20,0 % nahezu verteidigen. Mit weiterhin 4,2 %-Punkten Vorsprung vor dem Zweitplatzierten (Kaufland) ist EDEKA im LEH-Markt des Absatzgebietes weiterhin klarer Marktführer. Der Umsatz aller belieferten Einzelhandelsmärkte und sonstiger Verkaufsstellen stieg um 2,5 % gegenüber dem bereits sehr starken Vorjahr. Besonders erfreulich entwickelten sich die Umsätze der belieferten selbstständigen Einzelhändler, welche auf vergleichbarer Verkaufsfläche die Umsätze um 1,4 % gegenüber dem Vorjahr steigern konnten. KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis dieses Konzernabschlusses der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen GmbH umfasst Tochtergesellschaften verschiedener Unternehmensbereiche. Im Wesentlichen zu nennen sind: das Großhandelsgeschäft, die Produktion, das Foodservice-Geschäft, die Gesellschaften des Regie-Einzelhandels sowie die Service- und Holdinggesellschaften. Explizit nicht im Konsolidierungskreis enthalten sind die EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen eG sowie deren unmittelbare Tochtergesellschaften, die Immobiliengesellschaften EDEKA Nordbayern Bau- und Objektgesellschaft mit beschränkter Haftung, die Konsum Vermögensverwaltungs GmbH sowie die EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen Dienstleistungsgesellschaft mbH. VerkaufsflächeDie Gesamtverkaufsfläche der von der EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen belieferten Einzelhandelsmärkte lag mit ca. 971.885 m 2 deutlich über dem Niveau des Vorjahres (+2,9 % als Saldo zwischen Bruttozuwachs und Abschmelzung). Der Anstieg der Verkaufsfläche ist dabei auf die Schaffung neuer Einzelhandelsstandorte und die Erweiterung bestehender Standorte im Rahmen einer offensiven Expansionsstrategie zurückzuführen. Die von selbstständigen Kaufleuten bewirtschaftete Verkaufsfläche vergrößerte sich um ca. 55.355 m 2 (+7,2 %). Die durchschnittliche Verkaufsfläche je Markt stieg weiter auf jetzt 1.124 m 2 und lag damit 8,3 % über dem Vorjahresniveau. Zusätzlich zu den rund 44.500 m 2 neuer Verkaufsfläche (Bruttozuwachs durch Neueröffnungen, Übernahmen und Verlagerungen), wurden auch mehr als 73.500 m 2 Bestandsverkaufsfläche durch einen Marktrelaunch komplett neu aufgestellt. Damit wurden insgesamt rund 118.000 m 2 Verkaufsfläche neuwertig und damit besonders wettbewerbsfähig aufgestellt. Dieser Wert entspricht mehr als 12 % des Gesamtflächenbestandes. ObjektvermietungAls Vermieter der Märkte an den selbstständigen und regiebetriebenen Einzelhandel treten die EDEKA Grundstücksgesellschaft Nordbayern-Sachsen-Thüringen mbH sowie die beiden nicht im Konsolidierungskreis befindlichen Immobiliengesellschaften, EDEKA Nordbayern Bau- und Objektgesellschaft mit beschränkter Haftung (inkl. deren Tochtergesellschaften) und Konsum Vermögensverwaltungs GmbH, auf. Die Mieterlöse (inkl. Nebenkosten) der EDEKA Grundstücksgesellschaft Nordbayern-Sachsen-Thüringen mbH betrugen im abgelaufenen Berichtsjahr 151.903 TEUR (Vorjahr: 154.869 TEUR). EDEKA Großhandel und ProduktionDie EDEKA Handelsgesellschaft Nordbayern-Sachsen-Thüringen mbH beliefert hauptsächlich die EDEKA-Kaufleute und die zum Verbund gehörenden Einzelhandels-Regiebetriebe. Der Großhandelsumsatz aus dem Warengeschäft erhöhte sich gegenüber dem bereits starken Vorjahr um 1,0% bzw. 31.294 TEUR auf 3.320.684 TEUR. Rund 82 % dieses Volumens wurde an 858 (exkl. EDEKA Foodservice) Märkte über die insgesamt fünf Lagerstandorte ausgeliefert, der verbleibende Teil erfolgte als Streckenverrechnung. Der Großhandelsumsatz aus dem Lagergeschäft entwickelte sich mit 6,0 % positiv zum Vorjahr. Gegenläufig reduzierte sich der mengenmäßige Absatz im Lagergeschäft im Vorjahresvergleich um 0,7 %. Bei den eigenen Produktionsbetrieben der Franken-Gut Fleischwaren GmbH war eine Steigerung der Umsatzerlöse aus der Produktionstätigkeit um 22.348 TEUR auf 285.627 TEUR (+8,5 %) zu verzeichnen. Diese war in den vergleichsweise hohen Fleischnotierungen begründet, die jedoch nicht vollständig an die Kunden weitergegeben wurden. Die Eigenproduktion für den Bedienbereich, gemäß den unterschiedlichen regionalen Anforderungen, hat weiterhin hohen strategischen Stellenwert für die Positionierung der Märkte im Vertriebsgebiet. EDEKA FoodserviceMit der Gründung der EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG (im Folgenden "EDEKA Foodservice" genannt) hat sich die EDEKA Unternehmensgruppe im Geschäftsfeld "Großhandelsgeschäft für die Belieferung von Großverbrauchern" neu aufgestellt. Dafür wurde das nationale Zustellgeschäft in der deutschlandweit agierenden Gesellschaft EDEKA Foodservice gebündelt. Zielsetzung ist es, eine effiziente Versorgung aller überregionalen und nationalen Kunden im Großverbraucher- und Gastro-Zustellgeschäft aus einer Hand zu gewährleisten. Darüber hinaus wurde das regionale Zustell- und Abholgeschäft der EDEKA-Regionen Minden-Hannover, Südwest und Nordbayern-Sachsen-Thüringen zum 01. Januar 2018 in das Unternehmen integriert. Im Zuge dessen wurde die EDEKA C+C Großhandel GmbH, an der die EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen bis zum 31. Dezember 2017 als alleinige Gesellschafterin beteiligt war, gegen Gewährung von 20 % der Anteile an der EDEKA Foodservice auf diese verschmolzen. Im Geschäftsjahr 2022 erwirtschaftete die EDEKA Foodservice Umsatzerlöse der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 2.447.740 TEUR (Vorjahr: 2.092.105 TEUR). Seit dem Frühjahr 2022 hat sich das Ende der Corona-Einschränkungen positiv auf das Geschäft mit den Hauptkundengruppen ausgewirkt. Mit der Aufhebung der Beschränkungen haben viele Verbraucher den aufgeschobenen Konsum aus den Vorjahren nachgeholt. Aufgrund der anteilsmäßigen Einbeziehung des Teilkonzerns der EDEKA Foodservice in den Konzernabschluss der EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen werden 20 % des Gesamtumsatzes der EDEKA Foodservice (entspricht: 489.548 TEUR) im Konzernabschluss der EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen ausgewiesen. Insgesamt bediente die EDEKA Foodservice die vielfältigen Kundenanforderungen aus einem Netzwerk von 5 Zustelllagerstandorten, über 18 Umschlagspunkten und 64 Cash & Carry-Betrieben. Die von der EDEKA Foodservice mit schuldrechtlicher Wirkung zum 1. Januar 2019 akquirierte Handelshof-Gruppe erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2022 einen Jahresumsatz vor Erlösschmälerungen in Höhe von 745,4 Mio. Euro (Vorjahr: 620,6 Mio. Euro). Die Handelshof-Gruppe betreibt 18 Cash & Carry-Märkte in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und im Großraum Hamburg. Daneben positioniert sich die EDEKA Foodservice über ihre Tochtergesellschaft Medsorg am Markt als Komplettanbieter für Produkte im medizinischen Bereich mit dem Schwerpunkt Alten- und Pflegeheime. Mit einem breit gefächerten Sortiment versorgt die Gesellschaft Krankenhäuser, Arztpraxen, Apotheken sowie mobile und ambulante Pflegedienste. Regie-EinzelhandelZum Bilanzstichtag wurden 15 EDEKA-Märkte, 7 Marktkauf SB-Warenhäuser und 105 diska-Märkte in Eigenregie betrieben. Die Geschäftsentwicklung der Regie-Einzelhandelsmärkte des Unternehmensverbundes war im Geschäftsjahr 2022 geprägt von sieben Neueröffnungen (ca. 8.900 m 2 Verkaufsflächenzuwachs). Daneben wurden im Berichtsjahr 2022 zwei Filialen aus wirtschaftlichen Gründen (ca. 3.800 m 2 Verkaufsfläche) geschlossen. Der Umsatz aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit aller in Eigenregie betriebenen Märkte lag mit 668.730 TEUR um 24.807 TEUR (-3,6 %) unter dem Niveau des Vorjahres. Bestimmend dafür war die Privatisierung von 8 Regie-Einzelhandelsmärkten (33.000 m 2 Verkaufsfläche), wesentlich bedingt durch die strategisch angelegte Übergabe von sechs großflächigen Marktkauf-Häusern an selbstständige Einzelhändler. Eine positive Umsatzentwicklung auf vergleichbarer Fläche in Höhe von +4,4% gegenüber dem Vorjahr verzeichneten die diska-Märkte (Umsatzvolumen: 283.613 TEUR). Für die EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen sichern diese kleinflächigen Nahversorger Marktanteile an Standorten, in denen kein EDEKA-Supermarkt in selbstständiger Hand etabliert werden kann. Die Marktkauf SB-Warenhäuser (Umsatzvolumen: 263.737 TEUR) konnten die Vorjahresumsätze auf vergleichbarer Verkaufsfläche nicht bestätigen (-4,0 % zum Vorjahr). Analog des Gesamtmarktes verloren die SB-Warenhäuser aufgrund der höheren Preissensibilität der Konsumenten Umsätze an die Supermärkte und insbesondere an die Discounter. ArbeitnehmerDie Gruppe beschäftigte zum Jahresende rund 8.100 Arbeitnehmer (Vorjahr: rund 8.600 Arbeitnehmer) über alle Unternehmensbereiche. Umfangreiche Bildungs- und Förderprogramme des EDEKA-Bildungswesens sichern die Grundlagen einer erfolgreichen Entwicklung der Arbeitnehmer. Die Unternehmensgruppe hat auch im Geschäftsjahr 2022 mit zahlreichen Maßnahmen der Kommunikation und mit attraktiven Angeboten die Zielsetzung verfolgt, die Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden. Die hohe Qualität der Ausbildung belegen auch die Auszeichnungen, welche die Region und Gruppe erhalten. Gemeinsam mit dem angeschlossenen selbstständigen Einzelhandel beschäftigt die Unternehmensgruppe rund 48.800 Arbeitnehmer. Insgesamt befinden sich mehr als 1.320 junge Menschen in einem Ausbildungsverhältnis. Die EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen ist somit einer der größten Ausbilder in der Region. WIRTSCHAFTSBERICHTUMSATZENTWICKLUNG UND ERTRAGSLAGEEntwicklung der Umsatzanteile nach Geschäftsfeldern
Der Außenumsatz des Konzerns erhöhte sich im Vorjahresvergleich erneut um 3,7 % und lag damit im Rahmen der im Vorjahr von der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2022 prognostizierten Erwartungen. Das Umsatzwachstum wurde hauptsächlich getragen durch die positive Umsatzentwicklung in den Segmenten Großhandel (+1,0%), Produktion (+8,5%) und Foodservice (+17,0 %). Gegenläufig reduzierten sich die Umsatzerlöse im Regie-Einzelhandel um 3,6 %. Wie in den Vorjahren entwickelte sich der Umsatz im Geschäftsbereich Großhandel auch im Geschäftsjahr 2022 positiv. Der Umsatz des Großhandels erhöhte sich im Berichtsjahr um 1,0 %; dabei konnte der Lagerumsatz um 6,0 % gesteigert werden. Gegenläufig reduzierten sich die Umsatzerlöse aus der Streckenbelieferung um 16,0 % im Wesentlichen aufgrund der Umstellung der Streckenbelieferung der EDEKA Foodservice Märkte von der Belieferung durch den EDEKA Großhandel hin zu einer direkten Belieferung der Märkte durch die Vorlieferanten. Der Anstieg der Umsatzerlöse im Segment Produktion um 22.348 TEUR auf 285.627 TEUR ist im Wesentlichen auf einen in der Fleisch-Notierung bedingten Anstieg der Umsatzerlöse im Bereich Fleisch- und Wurstwaren zurückzuführen. Der mengenmäßige Absatz reduzierte sich gegenläufig um ca. 5 %. Die Umsatzerlöse des EDEKA Foodservice Teilkonzerns, die entsprechend der anteilsmäßigen Beteiligung am Eigenkapital des Teilkonzerns quotal zu 20 % einbezogen werden, lagen mit 489.548 TEUR deutlich über dem Niveau des Vorjahres (+71.127 TEUR; +17,0%). Der Umsatzanstieg der EDEKA Foodservice ist im Wesentlichen bedingt durch die Beendigung aller Maßnahmen im Zusammenhang mit der Eindämmung der Corona-Pandemie und des damit verbundenen Anstieges des Außer-Haus-Konsums. Die Umsatzerlöse des Geschäftsfeldes Regie-Einzelhandel reduzierten sich um 24.807 TEUR bzw. 3,6 % auf 668.730 TEUR. Der Rückgang der Umsatzerlöse im Regie-Einzelhandel war im Wesentlichen auf die Verringerung der Verkaufsfläche um ca. 27.900 m 2 auf 150.500 m 2 (-15,6 %) bedingt durch die im Geschäftsjahr 2022 erfolgte Privatisierung von sechs Marktkauf-Häusern zurückzuführen. Die zu konsolidierenden Innenumsätze reduzierten sich im Vorjahresvergleich um 6,5 %. Die Umsatzerlöse aus der Belieferung der EDEKA Foodservice durch den Großhandel werden seit dem Geschäftsjahr 2018 entsprechend der Beteiligungsquote der EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen an der EDEKA Foodservice mit 20 % eliminiert. Entwicklung des Konzernergebnisses
Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein EBITDA in Höhe von 60.468 TEUR (Vorjahr: 99.508 TEUR) erwirtschaftet. Ursächlich für den Rückgang waren im Wesentlichen die erschwerten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die inflationsbedingt gestiegenen Einkaufspreise konnten aufgrund des wettbewerbsintensiven Umfeldes sowie aufgrund einer festzustellenden Änderung des Einkaufsverhaltens der Kunden - weg von margenstarken Markenartikeln hin zum Kauf von niedrig margigen Eigenmarken und Aktionsartikeln - nur in eingeschränktem Umfang in Form von höheren Ladenverkaufspreisen an die Kunden weitergegeben werden. Die Weitergabepreise der EDEKA Handelsgesellschaft und der Franken-Gut an den Einzelhandel wurden zudem nur unterproportional erhöht, um auch in Krisenzeiten dem Förderauftrag gegenüber dem selbstständigen Einzelhandel gerecht zu werden. Aufgrund der eingeleiteten Kosteneinsparmaßnahmen verblieben die Sachaufwendungen in Relation zu den Umsatzerlösen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, trotz des auch hier zu verzeichnenden Inflationsdrucks, unter dem Niveau des Vorjahres. Die Umsatzrendite bezogen auf das EBITDA reduzierte sich ebenfalls um 1,1 Prozentpunkte auf 1,4 %. Die im Geschäftsjahr 2022 festzustellende Ergebnisentwicklung ist maßgeblich durch einen Rückgang des Gesamtertrages aus dem Warengeschäft um 18.350 TEUR auf 605.866 TEUR bei einem gleichzeitigen absoluten Anstieg der Personalaufwendungen um 12.788 TEUR sowie der Sachaufwendungen um 8.637 TEUR geprägt. In Relation zu den Umsatzerlösen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entwickelten sich jedoch sowohl die Personal-, als auch die Sachkosten im Vorjahresvergleich aufgrund der eingeleiteten Kosteneinsparungsmaßnahmen unterproportional. Insgesamt lagen die Umsatzerlöse aus dem Warengeschäft im Rahmen der im Vorjahr prognostizierten Erwartungen der Geschäftsführung. Das Ergebnis aus dem Warengeschäft und damit in der Folge das EBIT lag dagegen unter dem Prognosewert für das Geschäftsjahr 2022. Das neutrale Ergebnis als Saidogröße aus neutralen Aufwendungen und Erträgen entwickelte sich mit -344 TEUR im Geschäftsjahr 2022 nahezu ausgeglichen (Vorjahr: -17.102 TEUR). Das neutrale Ergebnis des Vorjahres war im Wesentlichen durch die Bildung einer Rückstellung für die Bezuschussung von Investitionen selbstständiger Kaufleute in zukunftsweisende Marktinfrastrukturtechnologien (15.253 TEUR) geprägt. Die Steueraufwendungen beinhalten laufende Steueraufwendungen für das Geschäftsjahr 2022 sowie für Vorjahre in Höhe von zusammen 3.519 TEUR sowie latente Steueraufwendungen in Höhe von 1.231 TEUR. Der Konzernjahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres erreichte 28.200 TEUR. VERMÖGENS- UND FINANZLAGEAktiva
Im Geschäftsjahr 2022 war ein weiterer Anstieg der langfristig gebunden Vermögenswerte um 33.906 TEUR auf 240.787 TEUR zu verzeichnen. In Relation zur Bilanzsumme belief sich der Anteil der langfristig gebunden Vermögenswerte auf 26,2 %. Die immateriellen Vermögensgegenstände erhöhten sich im Wesentlichen bedingt durch den Erwerb von Belieferungsrechten an Märkten eines Wettbewerbers um 13.898 TEUR auf 36.490 TEUR. Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände beinhalten die Abschreibung des im Geschäftsjahr 2019 im Zuge des Erwerbs der Anteile an den Handelshof Märkten aktivierten Geschäfts- oder Firmenwertes (915 TEUR) sowie die Abschreibung auf Softwarelizenzen, Belieferungsrechte und sonstige Nutzungsrechte (2.031 TEUR). Die Investitionen in das Sachanlagevermögen des Konzerns entfielen auf die Bereiche Betriebs- und Geschäftsausstattung (22.358 TEUR), geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (12.861 TEUR), Technische Anlagen und Maschinen (1.987 TEUR) sowie auf Grundstücke und Bauten (646 TEUR). Investitionsschwerpunkte im Bereich Betriebs- und Geschäftsausstattung waren, wie im Vorjahr, Investitionen in den Fuhrpark, in Laden- und Kühleinrichtungen sowie in IT-Hardware. Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens enthalten im Wesentlichen Ausleihungen an die EDEKA Foodservice, an die EDEKA Rechenzentrum Süd Betriebs GmbH sowie an zwei Vermieter von Einzelhandelsstandorten begebene Mieterdarlehen. Das am Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2022 kurzfristig gebundene Vermögen lag mit 679.797 TEUR um 21.462 TEUR (+3,3 %) über dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Anstieg resultiert aus der Zunahme der sonstigen Vermögensgegenstände (+39.945 TEUR), der Vorräte (+23.379 TEUR), der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+19.565 TEUR), der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (+18.950 TEUR) sowie der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (+14.421 TEUR). Gegenläufig reduzierten sich die liquiden Mittel um 93.567 TEUR auf 48.562 TEUR. Im Vergleich zur Bilanzsumme verringerte sich der Anteil der kurzfristig gebundenen Vermögenswerte im Vorjahresvergleich um 2,3 Prozentpunkte auf 73,8 % (Vorjahr: 76,1 %). Die nachfolgende Übersicht zeigt die Entwicklung des Vorratsbestandes in den Geschäftsjahren 2020 bis 2022:
Der allgemein zu verzeichnende Anstieg der Vorratsbestände in den Segmenten Großhandel, Produktion und Foodservice steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit den inflationsbedingt gestiegenen Einkaufspreisen. Der Rückgang der Vorratsbestände in Regie-Einzelhandel steht maßgeblich im Zusammenhang mit der im Berichtsjahr abgeschlossenen Privatisierung von sechs Marktkauf-Häusern. Die kurzfristigen Forderungen, Rechnungsabgrenzungsposten und aktiven latenten Steuern setzen sich an den Bilanzstichtagen der Geschäftsjahre 2020 bis 2022 wie folgt zusammen:
Die kurzfristigen Forderungen, Rechnungsabgrenzungsposten und aktive latente Steuern erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 91.650 TEUR auf 435.225 TEUR. Die Zunahme der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 19.565 TEUR auf 133.020 TEUR resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen aus noch nicht final abgerechneten Marktrelaunchen, aus der Gewährung von weiteren Lieferantenkrediten im Zusammenhang mit Marktumbauten sowie aus der Privatisierung von sechs Marktkauf-Häusern. Die bisher im Rahmen der Schuldenkonsolidierung eliminierten Forderungen gegen die Marktkauf-Häuser werden nach der Privatisierung innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr zwei weitere Märkte eines ehemaligen Wettbewerbers unter der Vertriebsschiene E-center neu eröffnet. Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist im Wesentlichen auf die Finanzierungsbeziehungen der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen Stiftung & Co. KG mit der außerhalb des Konsolidierungskreises befindlichen EDEKA Nordbayern Bau- und Objektgesellschaft mit beschränkter Haftung zurückzuführen. Im Rahmen der Liquiditätssteuerung des Gesamtkonzerns stellt die EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen Stiftung & Co. KG der EDEKA Nordbayern Bau- und Objektgesellschaft mit beschränkter Haftung liquide Mittel zu deren Wachstumsfinanzierung zur Verfügung. Im Vorjahr wurde eine Aufrechnungsvereinbarung mit außerhalb des Konsolidierungskreises der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen GmbH befindlichen verbundenen Unternehmen abgeschlossen. Die Aufrechnungsvereinbarung sieht die gegenseitige Aufrechnung von Forderungen der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen Stiftung & Co. KG gegen die EDEKA Nordbayern Bau- und Objektgesellschaft mit beschränkter Haftung mit Verbindlichkeiten der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen Stiftung & Co. KG gegenüber der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen eG vor. Die am Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2022 ausgewiesenen kurzfristigen sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 67.075 TEUR (Vorjahr: 27.130 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Steuerforderungen in Höhe von 30.755 TEUR (Vorjahr: 3.498 TEUR), debitorische Kreditoren in Höhe von 17.112 TEUR (Vorjahr: 13.647 TEUR), noch nicht abgerechnete Forderungen aus der Privatisierung von Marktkauf-Häusern in Höhe von 3.537 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) sowie zur Veräußerung vorgesehene IT Bestände in Höhe von 2.645 TEUR (Vorjahr: 1.671 TEUR). Der Bestand an liquiden Mitteln verringerte sich von 142.129 TEUR im Vorjahr auf 48.562 TEUR am Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2022. Bezüglich weiterer Informationen zur Entwicklung der Liquidität verweisen wir auf die Ausführungen unter der Rubrik "Cashflow". Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 75.952 TEUR beinhalten im Wesentlichen an selbstständige Einzelhandelskaufleute gewährte Expansionszuschüsse (27.987 TEUR), die zunächst aktivisch abgegrenzt und anschließend über einen Zeitraum von sieben Jahren ratierlich aufgelöst werden, sowie Baukostenzuschüsse an externe Vermieter (46.155 TEUR). Der Gesamtbetrag der langfristig zur Verfügung stehenden Finanzierungsmittel am Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2022 stieg um 27.283 TEUR auf 546.769 TEUR. Der relative Anteil der langfristig zur Verfügung stehenden Finanzierungsmittel zur Bilanzsumme belief sich auf 59,3 % (Vorjahr: 60,0 %). Wie im Vorjahr ist das langfristig gebundene Vermögen vollumfänglich durch langfristig zur Verfügung stehende Mittel finanziert. Das Eigenkapital stieg um 25.799 TEUR auf 428.512 TEUR mit einer Eigenkapitalquote von 46,5% (Vorjahr: 46,5 %). Die langfristigen Rückstellungen lagen mit 63.734 TEUR um 3.831 TEUR unter dem Niveau des vorangegangenen Bilanzstichtages. Sie beinhalten im Wesentlichen langfristige Personalrückstellungen in Höhe von 31.832 TEUR (Vorjahr: 31.668 TEUR), Pensionsrückstellungen in Höhe von 18.595 TEUR (Vorjahr: 18.718 TEUR), den langfristigen Anteil der im Vorjahr zurückgestellten Beträge für die Förderung von Investitionen in zukunftsweisende Marktinfrastrukturtechnologien in Höhe von 9.137 TEUR (Vorjahr: 11.440 TEUR) sowie Drohverlustrückstellungen in Höhe von 4.170 TEUR (Vorjahr: 5.739 TEUR). Die übrigen langfristigen Fremdmittel des Geschäftsjahres 2022 beinhalten im Wesentlichen Finanzierungsverbindlichkeiten der EDEKA Foodservice gegenüber den übrigen nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften in Höhe von 54.283 TEUR (Vorjahr: 48.881 TEUR). Der Anteil des kurzfristig fälligen Fremdkapitals erhöhte sich um 28.085 TEUR auf 373.815 TEUR Dies entspricht 40,7 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 40,0 %). Die kurzfristigen Rückstellungen setzten sich an den Bilanzstichtagen der Geschäftsjahre 2020 bis 2022 wie folgt zusammen:
Von dem Gesamtbetrag der kurzfristigen Rückstellungen (48.743 TEUR) entfielen 13.679 TEUR auf den Personalbereich. In den kurzfristigen Rückstellungen sind weiterhin Rückstellungen für offene Aufträge in Höhe von 8.855 TEUR, für Mieten, Betriebs- und Schließungskosten in Höhe von 8.126 TEUR sowie Rückstellungen für Rücknahmeverpflichtungen von Transporthilfsmitteln in Höhe von 4.396 TEUR enthalten. Die ebenfalls in den kurzfristigen Rückstellungen ausgewiesenen Steuerrückstellungen beliefen sich am Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2022 auf 637 TEUR (Vorjahr: 971 TEUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stellen, wie im Vorjahr, mit 31,9 % der Bilanzsumme die größte Einzelposition innerhalb des kurzfristigen Fremdkapitals dar; der Bilanzansatz erhöhte sich um 26.218 TEUR auf 293.819 TEUR. Vom Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entfallen rund 66,5 % (195.249 TEUR; Vorjahr: 194.102 TEUR) auf Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen durch die EDEKA Zentralhandelsgesellschaft mbH, Hamburg. Die übrigen kurzfristigen Fremdmittel setzen sich an den Bilanzstichtagen der Geschäftsjahre 2020 bis 2022 wie folgt zusammen:
Die Fälligkeitsstruktur der Konzernverbindlichkeiten stellt sich am Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2022 wie folgt dar:
Aus nicht im Rahmen der quotalen Schuldenkonsolidierung eliminierten Finanzierungsbeziehungen der EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen mit der EDEKA Foodservice ergeben sich Forderungen der EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen gegen die EDEKA Foodservice in Höhe von 53.680 TEUR (Vorjahr: 48.400 TEUR). Der auf die EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen entfallende Anteil der Finanzierungsverbindlichkeiten der EDEKA Foodservice gegenüber den übrigen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaftern beläuft sich auf 54.283 TEUR; diese haben eine Restlaufzeit von mehr als einem, aber weniger als fünf Jahren. Am Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2022 bestehen zugesagte, aber noch nicht beanspruchte Kreditlinien in einem Volumen von 183 Mio. Euro. Die Ausstattung des Konzerns mit ausreichender Liquidität ist damit sichergestellt. Zusammenfassend verblieb der operative Geschäftsverlauf aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen und der in Krisenzeiten notwendigen Unterstützung des selbstständigen Einzelhandels hinter den im Vorjahr von Seiten der Geschäftsführung geäußerten Erwartungen zurück. Die Vermögens-, Finanz und Ertragslage des Konzerns ist geordnet. CASHFLOWDer operative Cashflow nach DVFA/SG erreichte im Berichtsjahr ein Niveau von 62.995 TEUR (Vorjahr: 72.469 TEUR). Der erwirtschaftete Konzernjahresüberschuss lag mit 28.200 TEUR aufgrund der wirtschaftlichen Herausforderungen, die das Geschäftsjahr 2022 mit sich brachte, um 6.850 TEUR unter dem Niveau des Vorjahres (35.050 TEUR). Die nicht zahlungswirksamen Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens verblieben mit 28.104 TEUR nahezu konstant (Vorjahr: 28.167 TEUR). Daneben wurde der operative Cashflow nach DVFA/SG durch die sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge in Höhe von 9.375 TEUR (Vorjahr: 8.815 TEUR) ebenfalls positiv beeinflusst. Der operative Cashflow des Geschäftsjahres 2022 wurde außerordentlich durch die negative zahlungswirksame Entwicklung des Vorratsbestandes (-23.379 TEUR), der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-22.541 TEUR) sowie der sonstigen Vermögensgegenstände (-39.882 TEUR) beeinflusst. Im Ergebnis wurde im Geschäftsjahr 2022 ein Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 45.168 TEUR (Vorjahr Mittelzufluss: 57.626 TEUR) erwirtschaftet. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr insgesamt 60.348 TEUR (Vorjahr: 36.923 TEUR). Die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich auf 54.667 TEUR. Die Investitionen wurden überwiegend in Belieferungsrechte sowie in andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung getätigt. Die Auszahlungen für Finanzanlagen in Höhe von 14.030 TEUR entfallen auf die Ausreichung von Ausleihungen an die EDEKA Foodservice sowie an die EDEKA Rechenzentrum Süd Betriebs GmbH. Die Einzahlungen aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens in Höhe von 6.726 TEUR betreffen im Wesentlichen die Veräußerung von Einrichtungsgegenständen im Zuge der Privatisierung von Regiemärkten an selbstständige Einzelhändler. Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr insgesamt 12.158 TEUR (im Vorjahr Mittelabfluss: 39.901 TEUR). Die Finanzierungsbeziehungen bestehen zwischen dem Konzern der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen GmbH und der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen eG sowie deren 100%igen Tochtergesellschaften. Saldiert betrachtet sind im Geschäftsjahr 2022 liquide Mittel in Höhe von 8.098 TEUR von Unternehmen des Konzernkreises der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen eG an Unternehmen des Konzernkreises der der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen GmbH zurück geflossen. Im Geschäftsjahr 2022 wurden, wie in Vorjahren, jeweils 1.200 TEUR an die beiden Gesellschafter der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen GmbH ausgeschüttet. Wesentliche Mittelzuflüsse resultieren außerdem aus der Gesellschafterfinanzierung der EDEKA Foodservice (7.105 TEUR). Neben der Möglichkeit der Inanspruchnahme der Finanzierung durch den Konzernkreis der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen eG und deren Tochtergesellschaften, über die im Wesentlichen auch die Außenfinanzierung erfolgt, bestehen im Konzernkreis freie Kreditlinien in ausreichendem Umfang. Am Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2022 belief sich der Finanzmittelbestand des Konzerns auf 48.562 TEUR (Vorjahr: 142.129 TEUR). RISIKOBERICHTDas Jahr 2022 war für den deutschen Lebensmittel-Einzelhandel geprägt vom russischen Angriffskrieg in der Ukraine und seinen wirtschaftlichen Folgen, insbesondere einer erheblich beschleunigten Inflation und der negativen Auswirkungen auf die Energieversorgung und -preise. Auch die Störungen in den weltweiten Lieferketten belasten den Lebensmittel-Einzelhandel, wenngleich in den letzten Monaten eine leichte schrittweise Entspannung in einigen Produktkategorien zu beobachten war. Der mittelständische Lebensmittel-Einzelhandel hat sich trotz dieser Lage als krisensicher erwiesen. Die selbstständigen Kaufleute sind weiterhin die treibende Kraft der Geschäftsentwicklung des Unternehmensverbunds EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen. Der Erhalt und Ausbau der Tragfähigkeit dieses Geschäftsmodels sowie die langfristige Sicherstellung der Leistungs- und Handlungsfähigkeit der vorgelagerten Stufen im Großhandel, Produktion und Immobilienmanagement sind die wesentlichen Ziele des Unternehmensverbunds. Sie bilden damit den Rahmen, an denen sich die Chancen- und Risikostrategie der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen ausrichtet. Das Risikomanagementsystem der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen basiert auf den anerkannten Standards und zielt darauf ab, Risiken zu identifizieren, zu bewerten, geeignete Sicherungsmaßnahmen zu ergreifen sowie Risiken zu überwachen und zu steuern. Um zu vermeiden, dass relevante Chancen und Risiken unbeachtet bleiben, steht die Geschäftsleitung in regelmäßigem Austausch mit der risikoverantwortlichen Geschäftsbereichsleitung und dem zentralen Risikomanagement. Die Abläufe und Vorgehensweisen des Risikomanagements sind in einer Risikomanagementrichtlinie hinterlegt. Die etablierten Controlling-Prozesse und das interne Berichtswesen haben in diesem Kontext eine besondere Bedeutung. Die täglichen, wöchentlichen und monatlichen Berichterstattungen und Auswertungen zeigen Abweichungen zur Unternehmensplanung auf. Der Geschäftsleitung werden die relevanten Kennzahlen in einem Management-Informations-System laufend zur Verfügung gestellt. Notwendige Steuerungsmaßnahmen werden mit der Geschäftsbereichsleitung in regelmäßig stattfindenden Managementrunden abgestimmt. Auf Basis eines mehrjährigen risikoorientierten Prüfungsplans der Revision und unter Einhaltung der Standards des Institute of Internal Auditors und den nationalen Revisionsstandards, werden die wesentlichen Geschäftsprozesse des Unternehmensverbunds in Bezug auf Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit, Zweckmäßigkeit sowie die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems geprüft. Die Hebung erkannter Potenziale wird anhand eines Follow-up-Prozesses sichergestellt. Die Geschäftsleitung und die Geschäftsbereichsleitungen werden durch die etablierten Prozesse und Systeme in die Lage versetzt flexibel und vorausschauend eventuelle Risiken bewusst einzugehen sowie ungünstige Entwicklungen und deren potentielle Auswirkungen frühzeitig zu erkennen und gegensteuernde Maßnahmen zu ergreifen. Daraus resultierende wesentliche Entscheidungen werden in monatlichen Sitzungen der Geschäfts-und Geschäftsbereichsleitungen aufgearbeitet und koordiniert. Das Risikomanagementsystem zeigt derzeit keine aktuellen oder zukünftigen bestandsgefährdenden Risiken für die EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen an. Gesamtwirtschaftliche LageDie makroökonomischen und geopolitischen Rahmenbedingungen bleiben weiterhin von außergewöhnlicher Unsicherheit geprägt. Dazu trägt vor allem der Krieg in der Ukraine mit seinen Auswirkungen auf die Lieferketten sowie auf die Verfügbarkeit und Preisentwicklung von Energie und anderen Rohstoffen bei. Weitere Auswirkungen durch die sich schnell verändernde Situation in der Ukraine sind derzeit nicht bewertbar, könnten jedoch für die Unternehmensgruppe weiterhin negative Folgen haben, insofern sich die Lage über das aktuell erwartete Maß hinaus verschärft. Externe RisikenDie Entwicklung des Lebensmittel-Einzelhandels war zu Jahresbeginn durch die Engpässe der Verfügbarkeit von Lebensmitteln und Nonfood-Produkten internationaler Hersteller gekennzeichnet. Diese außergewöhnlichen Unsicherheiten sowohl für die Weltwirtschaft als auch die Geschäftsentwicklung der EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen bestehen weiterhin und sind vor allem durch die unterschiedlichen Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges geprägt. Infolge der höheren Unsicherheiten für die Weltwirtschaft und die Geschäftsentwicklung der Unternehmensgruppe sind die potentiellen Auswirkungen allgemeiner Marktrisiken im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die drohende Rezession und die steigende Inflationsrate wirken sich negativ auf die Konsumbereitschaft und damit das Umsatz- bzw. Ertragspotenzial im Absatzgebiet der EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen aus, das sich über das nördliche Bayern, Sachsen und Thüringen erstreckt Die Unternehmensplanung geht kurzfristig im Jahr 2023 von einem inflationsbereinigt stagnierenden Lebensmittel-Einzelhandelsmarkt aus. Mittelfristig wird wieder ein leicht wachsender Markt erwartet. Ein temporärer krisenbedingter Rückgang des Konsums und steigende Beschaffungskosten können eine relevante Belastung der finanziellen Reserven der Unternehmensgruppe darstellen. Die Bereitstellung ausreichender finanzieller Mittel zur Überbrückung dieses potentiellen Risikos und Kostensteuerungsmaßnahmen sind bewertet und eingeleitet. Die derzeitigen erkennbaren Auswirkungen solcher Risiken auf den Fortbestand der Unternehmung werden in Summe als gering bewertet auch wenn diese Prognose mit den genannten wesentlichen Unsicherheiten einhergeht. Strategische RisikenUmfangreiche Maßnahmen zur Erneuerung der Logistik- und Eigenproduktionskapazitäten wurden begonnen. Durch Investitionen in die Logistik- und Produktionsstandorte können die bereits bestehenden Strukturen optimaler genutzt werden, um die zukünftige Versorgung der EDEKA-Märkte im Absatzgebiet zu sichern. Interne und externe Experten erarbeiteten die logistischen Konzepte und begleiten die Umsetzung durch alle Phasen. Aufgrund der andauernden geopolitisch angespannten Lage sind an einigen Rohstoffmärkten weiterhin erhebliche Schwankungen zu erwarten und wirken sich bereits belastend auf die Investitionssummen aus. Rohstoff- und Baupreiserhöhungen wurden in relevanten Umfang in der Unternehmensplanung berücksichtigt, darüberhinausgehende Kostensteigerungen sind jedoch nicht auszuschließen. Investitionen in neue Verkaufsflächen sowie die langfristige Anmietung von Einzelhandelsflächen, sind ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie. Entscheidungen über neue Standorte im Vertriebsgebiet werden anhand von internen und externen Einschätzungen zum Umsatzpotenzial getroffen. Die Prozesse zur Ausschreibung und Vergaben sowie die eingesetzten Bauleistungsverzeichnisse minimieren Risiken aus übersteigenden Investitionskosten. Das Risiko, das sich aus einer möglichen Flächenstagnation ergibt, wird in der Summe als gering eingeschätzt. Marktbeobachtungen und Analysen des Nachfrageverhaltens der Konsumenten werden stetig erfasst und weiter entwickelt. Hierdurch lassen sich Veränderungen im Käuferverhalten feststellen und Trends frühzeitig erkennen. Derzeit erkennbar sind drei wesentliche Entwicklungen: Die verstärkte Nachfrage nach Produkten, die sich an bestimmte Lebensstilen orientieren, eine deutlich höhere Preissensitivität der Konsumenten und darüber hinaus der Anspruch an den Lebensmittel-Einzelhandel über mehrere Vertriebskanäle erreichbar zu sein. Auf diese Änderungen wird durch eine angepasste Radiowerbung, die Gestaltung der Handzettel, auf social-media-Kanälen, im Rahmen der EDEKA-App sowie auch direkt in den Märkten mit Preisaktivitäten eingegangen. Deswegen wird das weitergehende Risiko gering eingeschätzt. Die EDEKA-Einzelhandelskonzepte überzeugen durch ein breites und tiefes Angebot insbesondere auch in der Frische. Auch die Bedientheken stellen einen wesentlichen Mehrwert für die Konsumenten dar. Dennoch verbleibt das Risiko, dass insbesondere dann wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von wesentlichen Unsicherheiten geprägt sind, diese Mehrwerte für die Konsumenten an Relevanz verlieren und die Bedeutung des Verkaufspreises und der weiteren monetären Anreize, wie beispielsweise Rabatt- und Prämiensysteme, die Kaufentscheidungen verstärkt beeinflussen. Dies kann die weitere Unternehmensentwicklung negativ beeinflussen. Belastende konjunkturelle Einflüsse haben die Nachfrage hin zu einem stärkeren Konsum von Preiseinstiegssortimenten bereits verändert. Es wird weiterhin von einer unverändert hohen Preissensibilität der Verbraucher ausgegangen. Mit dem weiteren Ausbau der Preiseinstiegsmarken wird das Risiko einer wesentlich verzögerten Anpassung der Angebotskonzepte gering eingeschätzt. Ein Risiko eines Ertragsrückgangs aufgrund von Preisanpassungen an Mitbewerber aus dem Discount-Bereich und andere relevante Mitbewerber besteht unter anderem im Frischfleischsortiment, im Obst- und Gemüsebereich und bei discount-relevanten Markenartikeln sowie bei Preiseinstiegs-Eigenmarken. Die Auswirkung wird insgesamt für dieses Risiko als hoch bewertet. Mit einer permanenten Weiterentwicklung der Angebotskonzepte, z.B. durch eine große Sortimentsvielfalt und einem hohen Anteil an regionalen und biologischen Produkten wird auf die Entwicklung hin zu einer nachhaltigeren Ernährung eingegangen. Durch wettbewerbsorientierte Werbestrategien, neue Frischekonzepte, fortlaufende Sortimentsanpassungen und die regionale Nähe und Erreichbarkeit der Märkte konnte das One-Stop-Shopping-Angebotan die Einzelhandelskunden weiter verbessert werden. Die EDEKA-Einzelhandelsmärkte profitieren von einer Kundenwanderung vom Fachhandel (z.B. Bio-Fachhandel) hin zu EDEKA. Der Handel mit Lebensmitteln im Internet hat deutlich zugenommen, ist jedoch weiterhin unter dem Anteil anderer Branchen. Der stationäre Lebensmitteleinzelhandel ist weiterhin von entscheidender Bedeutung. Mögliche Wanderungen vom stationären Lebensmitteleinzelhandel zum Onlinehandel werden intensiv beobachtet. Verschiedene online und kombinierte stationäre Handelskonzepte, wie Lieferdienste oder click-and-collect werden in der Region getestet und fortlaufend optimiert. Das Risiko einer Abwanderung der Konsumenten in den reinen Online-Lebensmitteleinzelhandel wird in seinem Gesamteffekt auf die EDEKA-Einzelhandelsmärkte mittelfristig gering eingestuft. Die Unternehmensgruppe wird darüber hinaus von der weiteren Entwicklung des online-pure-players PICNIC (einer Beteiligung des EDEKA-Verbundes) profitieren. Ländliche und suburbane Strukturen, mit Ausnahmen der Ballungsräume Nürnberg, Dresden und Leipzig, prägen das Absatzgebiet. Das Risiko einer stagnierenden Umsatzentwicklung in allen ländlichen Marktclustern wird als eher unwahrscheinlich angesehen. Potentielle neue Einzelhandelsflächen im Absatzgebiet der EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen werden laufend beobachtet und analysiert. Flächenwachstumspotenziale werden frühzeitig erkannt und erlauben einen gezielten Einsatz von Investitionsmittel in neue Einzelhandelsflächen. Das Risiko einer Verkaufsflächenstagnation wird in der Summe als gering eingeschätzt da die Unternehmensgruppe adäquate Vertriebskonzepte für alle Anforderungen sowohl des urbanen als auch des ländlichen Raums vorhält. Die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges und die damit ausgelöste Energiepreiskrise treffen auch Bäckereien und Metzgereien stark. Während die Kosten für Rohstoffe und Energie steigen, sinkt die verfügbare Kaufkraft der Kunden. Steigende Produktionskosten und Energiepreissprünge sowie Kaufkraftverluste bei den Konzessionären im Vorkassenbereich erhöhen das Risiko von Mietertragsrückgängen aus Untervermietung in den Immobiliengesellschaften der EDEKA Unternehmensgruppe. Die EDEKA Unternehmensgruppe wirkt hier mit einem sog. "Partnerbäcker-Programm" entgegen, welches ab dem Jahr 2023 schrittweise startet. Die Dachmarke "EDEKA - Wir lieben Lebensmittel" ist wesentlich für den Erfolg und die zukünftigen Wachstumsziele der Unternehmensgruppe. Diese Marke ist durch umfangreiche Regelungen zur Nutzung und entsprechende Sanktionen bei Verstößen geschützt. Dennoch besteht ein sehr geringes Risiko dass die Dachmarke durch eine suboptimale Angebotspolitik oder imageschädigendes Verhalten eine geringere Wirkung als bisher entfaltet. Finanzielle RisikenDie EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen wird seitens der kapitalgebenden Banken als Schuldner mittlerer Güte angesehen. Weder seitens der Unternehmensplanung noch seitens der operativen Unternehmenskennzahlen wird ein Risiko für eine mögliche Verschlechterung der Liquiditätslage gesehen. Erhebliche Investitionen in die Logistik können unter Einhaltung der angestrebten Bilanzkennzahlen finanziert werden. Mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit werden die Risiken aus dem Liquiditätsmanagement bewertet. Explizit zu nennen sind hier geringe Risiken aus der Zahlungsabwicklung und dem Bargeldtransport sowie sehr geringe Risiken bedingt durch einen eventuellen Ausfall der refinanzierenden Hausbanken. Ein erhöhtes Risiko besteht in der Fremdfinanzierung von Immobilien aufgrund potenzieller Zinsänderungsrisiken. Die EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen hält eine Beteiligung an der EDEKA Foodservice GmbH & Co. KG mit Sitz in Offenburg. Die EDEKA Foodservice ist Großhändler für Kunden aus den Bereichen Gastronomie, Hotellerie, der Gemeinschaftsverpflegung und dem spezialisiertem Handel. Der Entfall weiter Teile der Schutzbestimmungen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie führt zu einer deutlichen wirtschaftlichen Erholung dieses Geschäftsfeldes. Das Risiko einer Bestandsgefährdung aus dieser Beteiligung für die EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen wird als unwahrscheinlich eingestuft. Operative RisikenRisiken im Beschaffungsmanagement wurden identifiziert und bewertet. Diese betreffen insbesondere aktuelle Engpässe bei der Verfügbarkeit von Lebensmitteln und Rohstoffen, die stark mit den Schwankungen der Beschaffungsmärkte verbunden sind. Eine kurzfristig anpassungsfähige Sortimentsgestaltung wirkt derartigen Risiken der Warenverfügbarkeit entgegen. Das Risiko vorübergehender Engpässe, die nicht temporär kompensiert werden können, wird dennoch als temporär relevant eingeschätzt. Qualitätssicherungs- und Präventionsmaßnahmen in der EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen sichern fehlerfreie, hochwertige Warenlieferungen der Produzenten. Zentrale Qualitätsstandards und ein umfangreiches Lieferantenmanagement sichern hochwertige Waren und den Schutz der Verbraucher. Aufgrund der aufgestellten Prozesse, von Warenrückrufen bis hin zum Krisenmanagement, wird das Risiko eines erheblichen Qualitätsmangels als sehr unwahrscheinlich eingestuft. Die ununterbrochene Leistungsfähigkeit der Logistikbetriebe zur Warenversorgung der angeschlossenen Märkte hat innerhalb der Unternehmensgruppe höchste Priorität. Risiken, welche die Abläufe in den Betriebsteilen unterbrechen können, bestehen im Ausfall der Lagerverwaltungssysteme, Strom- und Kälteanlagenausfällen sowie Bränden in einzelnen Betriebsteilen. Insgesamt werden die Auswirkungen von möglichen teilweisen Unterbrechung der Logistikabläufe auf die Unternehmensgruppe als gering eingestuft. Eine zu geringe Personalverfügbarkeit der eigenen Mitarbeitenden, beispielweise aufgrund eines Arbeitskampfes, oder auch bei den eingesetzten Personaldienstleistern stellt ein relevantes Risiko dar. Um dem satzungsgemäßen Unternehmensziel der wirtschaftlichen Förderung und Betreuung der Mitglieder Sorge zu tragen, kann es notwendig sein Betriebe einzelner selbstständiger Kaufleute oder auch einzelne in Eigenregie betriebene Märkte temporär zu unterstützen bis diese die notwendige wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wieder erreicht haben. Durch eine permanente Beobachtung der wesentlichen wirtschaftlichen Kennzahlen der Märkte werden Fehlentwicklungen frühzeitig erkannt und Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet. Deswegen wird das Risiko einer vorübergehenden Ergebnisbelastung aus einzelnen Märkten in Summe als gering eingeschätzt. Einzelne Märkte unterliegen dem Risiko einer dauerhaft unter den Erwartungen liegenden Nachfrage. Diese Entwicklung kann Wettbewerbs- oder umsatzpotenzialbedingt eintreten. Fehlende Nachfolgeregelungen und die Bereitschaft der Übernahme von SEH-Märkten in wirtschaftlichen Krisenzeiten sinkt, so dass mit einem erhöhten Ergebnisrisiko im Geschäftsfeld Regie-Einzelhandel aus dem eigenen Betrieb wirtschaftlich schwacher Einzelhandelsmärkte zu rechnen ist. In Summe über alle Märkte wird dieses Risiko als relevant eingeschätzt. Organisatorische RisikenDie bestehende IT-Infrastruktur der EDEKA Unternehmensgruppe' Nordbayern-Sachsen-Thüringen gewährleistet eine Systemverfügbarkeit auf hohem Niveau. Deren Absicherung wird organisatorisch und systemseitig permanent verbessert. Dabei garantiert die eingesetzte IT-Infrastruktur sowie die dazugehörigen Sicherungsverfahren eine sehr gute Verfügbarkeit der Systeme. Zugangskontrollen und Berechtigungskonzepte, Virenschutzprogramme und Firewalls sowie Datensicherungssysteme schützen die eingesetzte Software. Regelmäßige Datensicherungen und Datenträgerspiegelungen schützen vor Systemunterbrechungen. Besonders geschützt werden personenbezogene und personenbeziehbare Daten. Regelmäßige Sensibilisierungsmaßnahmen der Mitarbeitenden der Unternehmensgruppe erhöhen das Bewusstsein gegenüber Cyber-Angriffen, die zu Ausfällen und Okkupationen der EDV-Systeme führen können. Aufgrund dessen werden diese Risiken, wenn auch zunehmend relevanter, gering eingeschätzt, die wirtschaftlichen Auswirkungen können jedoch im Schadensfall erheblich sein. Die kontinuierlich steigenden Anforderungen der nationalen und europäischen Gesetzgebung an die Rechnungslegung der Unternehmensgruppe stellen eine zunehmende Herausforderung dar. Mit der Implementierung eines umfassenden Compliance-Management-Systems wird die Einhaltung aller Anforderungen unterstützt und gefördert. Dennoch verbleibt das Risiko, dass nicht zu jedem Zeitpunkt alle regulatorischen Anforderungen vollumfänglich erfüllt werden und durchaus relevante Strafzahlungen gefordert werden könnten. Aufgrund der etablierten Prozesse wird die Wahrscheinlichkeit einer wesentlichen Sanktion gegen die Unternehmensgruppe jedoch als sehr gering eingeschätzt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen sind wesentlich für die Erreichung der wirtschaftlichen Ziele. Die Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Unternehmenskultur und die implementierten Führungsgrundsätze dienen der Wahrung und Weiterentwicklung der Fähigkeiten und der Leistungsbereitschaft der Mitarbeitenden. Fach- und Führungstrainings sowie Nachfolgeregelungen verbessern die Mitarbeiterbindung insbesondere bei Leistungs- und Potentialträgern. Deren Bindung an das Unternehmen ist vor dem Hintergrund des sich beschleunigenden Fachkräftemangels ein wesentliches Unternehmensziel. Die Risiken im Personalbereich werden insbesondere auch in einer erhöhten Fluktuation, Streikaktivitäten sowie in der Besetzung von Schlüsselpositionen gesehen. Beispielsweise durch den verstärkten Einsatz des mobilen Arbeitens wird diesen Risiken entgegengewirkt. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden zudem eine leichtere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten angeboten. Erhöhte Personalmarketingmaßnahmen und neue Instrumente zur Personalgewinnung, Schulungen der Leistungs- und Potentialträgern sowie die tägliche Führungsarbeit durch die Fachvorgesetzten wirken diesen Risiken ebenso entgegen. Der hartumkämpfte Arbeitsmarkt um Fach- und Führungskräfte sowie die Fluktuation lassen Stellen vorübergehend unbesetzt. Kurz- bis mittelfristig ergeben sich große Herausforderungen in der qualifizierten Besetzung aller Stellen, weshalb das Risiko als erhöht bewertet wird. CHANCENBERICHTDie Position der EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen als führender Lebensmitteleinzelhändler in der Region konnte im vergangenen Jahr behauptet und soll auch zukünftig weiter ausgebaut werden. Wie schon in den Vorjahren wird für das Jahr 2023 eine weitere Verschärfung des Wettbewerbs erwartet, insbesondere im Hinblick auf die Listung von Markenartikeln mit entsprechenden Angebotsaktionen sowie auch im Hinblick auf die Listung von Bioanbauverbandsartikeln durch Discounter. Hierbei gilt es, die Balance zwischen Umsatz und Ertrag stabil zu halten. Erkennbare Chancen im Umfeld der EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen sind Bestandteil der Planung. Um die Grundlagen für weitere Umsatz- und Ertragssteigerungen in der Zukunft zu schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit aufrecht zu erhalten, wird das Sortiment kontinuierlich weiterentwickelt. Durch die eigenen Produktionsbetriebe sollen über die Wertschöpfungskette hinweg eine Steigerung der Effizienz und Innovationsrate sowie ein Zugewinn an Unabhängigkeit erfolgen. Der mittelständische Einzelhandel hat sich in den vergangenen Jahren als krisensicher und äußerst wettbewerbsfähig erwiesen. Ungeachtet der internationalen Krisen hat dieser sein Umsatzwachstum fortgesetzt und zählt damit zu den Stabilitätsfaktoren der deutschen Wirtschaft. ZusammenfassungInsgesamt hat die Überprüfung der gegenwärtigen Risikosituation der EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen ergeben, dass keine den Fortbestand der Unternehmensgruppe gefährdenden Risiken konkret absehbar sind, auch wenn die Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren konjunkturellen Entwicklung wesentlich sind. Die Unternehmensgruppe verfügt über ausreichende finanzielle Reserven um Wachstumschancen aus Neubau und Erweiterung der Logistik- und Produktionsstandorten und weitere Investitionen in strategische Einzelhandelsflächen zu realisieren. PROGNOSEBERICHTDie Unternehmensleitung wird die Wachstums- und Investitionsstrategie im Geschäftsjahr 2023 konsequent weiterverfolgen und dementsprechend die Expansion sowie die Marktdurchdringung mit EDEKA-Supermärkten und E-centern sowie den weiteren Einzelhandelsformaten weiter vorantreiben. Die Unternehmensleitung geht auch für das Jahr 2023 von einer deutlich positiven Umsatzentwicklung aus - sowohl absolut als auch auf vergleichbarer Fläche. Weiterhin geht sie von einem erneut starken Zuwachs in der Verkaufsfläche durch offensive Expansionsmaßnahmen aus. Das Niveau der Finanzergebnisse, von Eigenkapitalquote und Schuldentilgungsdauer dokumentieren die finanzielle Solidität der Unternehmensgruppe. Aufgrund der sich mit dem Ausbruch der Ukraine-Krieges verschärfenden globalen Unsicherheiten und der damit einhergehenden Herausforderungen auf den Beschaffungsmärkten sowie der eingetretenen Verunsicherung auf Seiten der Verbraucher sind die Aussichten für das Geschäftsjahr 2023 getrübt. Vor allem im Bereich der Einstandspreise und Kostenpositionen werden Belastungen erwartet. Zudem erwartet die Unternehmensleitung eine Veränderung des Einkaufsverhaltens durch die stark steigende Inflation. Die Geschäftsführung tritt den Herausforderungen des Marktes durch gezielte Maßnahmen zur Erhaltung der Umsatz- und Ertragskraft entgegen. Trotz dieser Hintergründe prognostiziert die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 eine deutlich über dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres 2022 liegende Entwicklung der Umsatzerlöse, bei einem deutlich über dem Geschäftsjahr 2022 liegenden operativen Ergebnis (EBIT). Die auf mehrere Jahre angelegte Wachstumsstrategie verbunden mit hohen Investitionen in Logistikstrukturen des Großhandels und der Produktion sowie Einzelhandelsflächen wird die Ertragskraft der Unternehmensgruppe in der Zukunft weiter absichern.
Rottendorf, den 29. März 2023 Die Geschäftsführung KONZERNAbSCHLUSS 2022AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember
Kapitalflussrechnung
* Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte eine
zahlungsunwirksame Umwandlung von sonstigen Ausleihungen an
dieEDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG zugunsten einer
Erhöhung des Beteiligungsbuchwerts an der Gesellschaft
in Höhe von 10.000 TEUR.
EIGENKAPITALSPIEGEL GEM. DRS 22
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022EDEKA NORDBAYERN-SACHSEN-THÜRINGEN GMBHAnwendung gesetzlicher VorschriftenDie EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen GmbH hat ihren Sitz in Rottendorf. Die Gesellschaft ist unter HRB 890 im Handelsregister des Amtsgerichts Würzburg eingetragen. Die EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen GmbH ist verpflichtet, als Mutterunternehmen gemäß §§ 290 ff. HGB einen Konzernabschluss aufzustellen. Der Konzernabschluss wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz wurde entsprechend § 298 Abs. 1 i.V.m. § 266 Abs. 2 und 3 HGB, die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren entsprechend § 298 Abs. 1 i.V.m. § 275 Abs. 2 HGB vorgenommen. Die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, werden im Anhang gemacht. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - planmäßig linear über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis 19 Jahren abgeschrieben. Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Jahresabschlüssen werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben. Belieferungsrechte werden entsprechend der Restlaufzeit der Mietverträge der Einzelhandelsobjekte abgeschrieben. Immaterielle Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu 800,00 EUR werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang gezeigt. Ist am Bilanzstichtag den immateriellen Vermögensgegenständen ein voraussichtlich dauerhaft niedrigerer Wert beizulegen, werden in Höhe der Wertminderungen außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen auf den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Berechnung der Abschreibungen erfolgt grundsätzlich nach der linearen Methode. Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu 800,00 EUR werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang gezeigt. Die planmäßigen Abschreibungen werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen.
Die Finanzanlagen und darin enthaltene Ausleihungen werden mit ihren Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu den Anschaffungskosten gemäß dem gleitenden Durchschnittspreis bzw. zu den Herstellungskosten oder mit den niedrigeren Tagespreisen abzüglich angemessener Abschläge für verdeckte Mängel und Ungängigkeit. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Von Konzerngesellschaften gelieferte Waren werden mit den Konzernanschaffungskosten ausgewiesen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden teilweise mit Festwerten nach § 240 Abs. 3 HGB angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich angemessener Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen bilanziert. Die Pauschalwertberichtigungen werden in Höhe von 1,0 % beziehungsweise 1,5 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen ohne Streckenabgrenzung vorgenommen. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert (zu Anschaffungskosten) angesetzt. Anteilige Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die latenten Steuern beinhalten auch die Steuerabgrenzungen der steuerrechtlichen Organgesellschaften nach § 274 HGB, die mit den latenten Steuern nach § 306 HGB zusammengefasst wurden. Für die Bewertung der latenten Steuern wird eine zukünftige durchschnittliche Ertragsteuerbelastung von 29,23 % (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer) bzw. 15,825 % (Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag) zugrunde gelegt. Aktive und passive latente Steuern wurden verrechnet und der aktive Überhang wird gemäß Wahlrecht der Aktivierung in der Konzernbilanz ausgewiesen. Eine Abzinsung dieser Beträge erfolgt nicht. Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen werden erfasst, wenn ein entsprechender Zuwendungsbescheid vorliegt. Sie werden unter dem Posten Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen ausgewiesen und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des betreffenden Vermögensgegenstands ertragswirksam vereinnahmt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde der von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsverordnung vom 19. November 2009 ermittelte und bekannt gegebene durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren verwendet. Es wurde unterstellt, dass die Änderung des Abzinsungssatzes zum Ende des jeweiligen Geschäftsjahres eintritt. Die Erfolgswirkungen aus der Zinssatzänderung werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,0 % berücksichtigt. Mittelbare Pensionsverpflichtungen werden entsprechend des Wahlrechts nach Art. 28 Abs. 1 EGHGB nicht angesetzt. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Es wird unterstellt, dass die Änderung des Abzinsungssatzes zum Ende des jeweiligen Geschäftsjahres eintritt. Bei der Ermittlung der Kostensteigerungen wurden unternehmensspezifische Daten zugrunde gelegt. Die Erfolgswirkungen aus der Zinssatzänderung werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Jubiläumsrückstellungen werden unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" berechnet. Für die Abzinsung wurde pauschal der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und bekannt gegebene durchschnittliche Marktzinssatz für eine Laufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Die Möglichkeit der Fluktuation wird unter Anwendung der Standardfluktuation gemäß der "Richttafeln 2018 G" berücksichtigt. Die Erfolgsauswirkungen aus der Zinssatzänderung werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Bewertung der Altersteilzeitrückstellung zum 31. Dezember 2022 erfolgt gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB. Gehaltssteigerungen werden bei der Ermittlung des notwendigen Erfüllungsbetrages mitarbeiterspezifisch nach Gültigkeit der zugrunde liegenden Vereinbarungen berücksichtigt. Die Abzinsung erfolgt mit dem laufzeitadäquaten, von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre. Die Erfolgsauswirkungen aus der Zinssatzänderung werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Anteilige Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen, sind als passiver Rechnungsabgrenzungsposten bilanziert. Die im Konzernabschluss enthaltenen Posten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Abweichende Bilanzierungs- und BewertungsmethodenIm Berichtsjahr ergaben sich keine Änderungen im Vergleich zu den im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung erfolgte für nach dem 31. Dezember 2009 erworbene Unternehmen nach der Neubewertungsmethode gern. § 301 Abs. 1 HGB. Dies betraf in vorliegendem Konzernabschluss die EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG. Nach der Neubewertungsmethode werden die Wertansätze der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wurde, wenn er auf der Aktivseite entstand, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entstand, als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Die Erstkonsolidierung erfolgt jeweils zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist bzw. zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung eines Tochterunternehmens in den Konzernabschluss, soweit auf dessen Einbeziehung bislang nach § 296 HGB verzichtet wurde. Vom Einbeziehungswahlrecht als assoziiertes Unternehmen wurde kein Gebrauch gemacht. Für Tochterunternehmen, die vor dem 31. Dezember 2009 erworben wurden, erfolgte die Kapitalkonsolidierung gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a. F. nach der Buchwertmethode auf den Zeitpunkt des Anteilerwerbs. Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden grundsätzlich gemäß § 309 Abs. 1 HGB i.V.m. § 253 Abs. 3 HGB entsprechend der restlichen Mietvertragsdauern der erworbenen Großhandelsobjekte über fünfzehn Jahre linear abgeschrieben. Sämtliche Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Unterschiedsbeträge aus der Schuldenkonsolidierung haben sich nicht ergeben. Zwischengewinne bei den Vorräten werden im Rahmen der Zwischenergebniseliminierung ergebniswirksam konsolidiert. Im Konzernabschluss werden gemäß § 306 HGB auf durch ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen entstehende Unterschiedsbeträge, welche nicht als permanent eingestuft wurden, latente Steuern in Höhe von 29,23 % (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer) bzw. 15,825 % (Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag) bilanziert. Die Bilanzierung der Anteile an assoziierten Unternehmen erfolgte gemäß §312 Abs. 1 HGB mit den ursprünglichen Anschaffungskosten der Anteile. Dabei entsprachen die Anschaffungskosten dem Buchwert der Anteile. Nach der Erstbewertung erfolgte die Fortschreibung der Anteile am assoziierten Unternehmen entsprechend der anteiligen Eigenkapitalveränderung des assoziierten Unternehmens. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird das auf das assoziierte Unternehmen entfallende Ergebnis unter einem gesonderten Posten ausgewiesen. Der Jahresabschluss des assoziierten Unternehmens wird nach den aktuellen deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsgrundsätzen erstellt. Die Bilanzierungs- und Buchungsmethoden entsprechen grundsätzlich denen des Konzernabschlusses. Bei dem assoziierten Unternehmen handelt es sich um die zusammen mit der EDEKA Handelsgesellschaft Südwest mbH im Geschäftsjahr 2021 gegründete EDEKA Rechenzentrum Süd Betriebs GmbH mit Sitz in Offenburg. An dieser hält die EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen GmbH über die Beteiligung an der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen Stiftung & Co. KG mittelbar 50% der Anteile und damit mittelbar 50% der Stimmrechte. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung (25 TEUR) und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens (47 TEUR) beträgt 22 TEUR. Der Teilkonzern der EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG wird in Einklang mit §310 HGB mit dem anteilsmäßig auf das Mutterunternehmen entfallenden Kapital in den Konzernabschluss der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen GmbH einbezogen. Die EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen GmbH hält über deren Beteiligung an der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen Stiftung & Co. KG mittelbar 20 % der Anteile an der EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG. Die EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen Stiftung & Co. KG wiederum übt die Leitung der EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG gemeinsam mit der Neukauf Markt GmbH (Offenburg) und der EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG (Minden) aus. Die Neukauf Markt GmbH und die EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG halten jeweils 40 % der Anteile an der EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG. Die wesentlichen Entscheidungen sind jedoch, trotz der disquotalen Verteilung der Anteile, gemäß den Regelungen des Gesellschaftsvertrages, einstimmig durch die drei Gesellschafter der EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG zu treffen. Die Vermögens- und Schuldposten, sowie die Aufwendungen und Erträge werden entsprechend der Beteiligungsquote von 20 % konsolidiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen verbundenen Unternehmen und der EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG werden entsprechend der Beteiligungsquote anteilig eliminiert. Gleiches gilt für Aufwendungen und Erträge sowie für etwaige Zwischenergebnisse aus Transaktionen mit verbundenen Unternehmen. Der Jahresabschluss der EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG wird nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsgrundsätzen erstellt. Die Bilanzierungs- und Buchungsmethoden entsprechen grundsätzlich denen des Konzernabschlusses. Die in den einbezogenen Jahresabschlüssen ausgewiesenen Gewinn- und Verlustvorträge wurden unmittelbar in die Gewinnrücklage des Konzerns übernommen. Die Kapitalanteile außenstehender Gesellschafter wurden in Übereinstimmung mit § 307 Abs. 1 HGB als "Nicht beherrschende Anteile" innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. KonsolidierungskreisIm Geschäftsjahr 2022 wurden die nachfolgend genannten, bisher verbundenen Unternehmen mit der jeweils genannten wirtschaftlichen Wirkung durch vollständigen Verkauf der Anteile durch die EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen Stiftung & Co. KG veräußert.
Bis zu der Veräußerung der Anteile wurden die Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Im Geschäftsjahr wurde die Franz Willick Kaffeegroßrösterei GmbH, Köln mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01. Januar 2022 von der Handelshof Köln Stiftung & Co. KG übernommen und seitdem in den Teilkonzern der EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG einbezogen, wodurch sich der Konsolidierungskreis des Konzerns entsprechend verändert hat. Im Geschäftsjahr wurde zudem mit wirtschaftlicher Wirkung zum 06.04.2022 die 5. Verbrauchermarkt Betreibergesellschaft mbH mit Sitz in Rottendorf gegründet. Die Anteile werden ausschließlich von der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen Stiftung & Co. KG gehalten. Die Gesellschaft dient zur zukünftigen Übernahme eines Einzelhandelsstandortes von einer konzernfremden Firma. Die Gesellschaft wird aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen der Vermögen-, Finanz- und Ertragslage entsprechenden Bildes des Konzernabschlusses der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen eG in Übereinstimmung mit § 296 Abs. 2 Satz 1 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, weil sie keine operative Tätigkeit ausübt und damit kein Jahresergebnis und keine Umsatzerlöse realisiert hat. Die im Geschäftsjahr 2021 gegründete und im Vorjahr in Übereinstimmung mit § 296 Abs. 2 Satz 1 HGB i.V.m. § 296 Abs. 2 Satz 2 HBG nicht in den Konzernabschluss einbezogene Fischer KG (vormals 4. Verbrauchermarkt Betreibergesellschaft Stiftung & Co. KG) wurde aufgrund der im Geschäftsjahr erstmalig ausgeübten operativen Tätigkeit und dem damit verbundenen realisierten Jahresergebnisses erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen. In den Konzernabschluss sind neben der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen GmbH sämtliche verbundene Unternehmen -mit Ausnahme der 5. Verbrauchermarkt Betreibergesellschaft mbH - einbezogen worden. Die Einbeziehung der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen Stiftung & Co. KG in den Konzernabschluss erfolgt, weil die Gesellschaft bei wirtschaftlicher Betrachtung die Mehrheit der Risiken und Chancen trägt. Die Komplementärin erhält lediglich eine feste Vergütung pro Geschäftsjahr. Die Änderungen im Konsolidierungskreis haben keinen Einfluss auf die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahresabschluss (§ 294 Abs. 2 HGB). Der Konsolidierungskreis umfasst zum 31. Dezember 2022 neben dem Mutterunternehmen die in Anlage 1 Seite 1 und Seite 2 aufgeführten Gesellschaften. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung(1) AnlagevermögenDie Entwicklung der in der Bilanz ausgewiesenen Anlageposten im Jahre 2022 ist im Anlagespiegel (in der Anlage 2) dargestellt. Im Geschäftsjahr waren wie im Vorjahr keine außerplanmäßige Abschreibungen im Sinne des § 298 Abs. 1 i.V.m. § 277 Abs. 3 S. 1 HGB aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung vorzunehmen. Der Geschäfts- oder Firmenwert stammt mit 84 TEUR (Vorjahr: 109 TEUR) aus den einbezogenen Einzelabschlüssen und resultiert aus im Rahmen der Übernahme von Einzelhandelsstandorten gezahlten Aufgeldern. Zudem wird aus dem Erwerb der Handelshof-Gruppe, Köln, ein Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von 10.269 TEUR (Vorjahr: 11.130 TEUR) ausgewiesen. Die sonstigen Ausleihungen (61.869 TEUR) betreffen mit 53.680 TEUR ein Darlehen an ein den C+C- Großhandel betreibendes Gemeinschaftsunternehmen (EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG), bei dem geplante Anlaufverluste sowie die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu einer vorübergehenden Verlustsituation geführt haben. Das Darlehen wird langfristig gewährt und wird mit dem 3-Monats-EURIBOR zzgl. 100 Basispunkten p.a. marktüblich verzinst. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen, das nach der Equity-Methode bewertete assoziierte Unternehmen und sonstige Beteiligungen sind in der Beteiligungsliste (Anlage 1) aufgeführt. (2) Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von 14.158 TEUR (Vorjahr: 11.182 TEUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen in Höhe von 515 TEUR (Vorjahr: 578 TEUR) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Vorsteuerforderungen in Höhe von 237 TEUR (Vorjahr: 1.371 TEUR) enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstanden sind. (3) Latente SteuernIm Konzern ergeben sich latente Steuern, die aus den temporären und quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und den betreffenden steuerlichen Wertansätzen von Vermögens- und Schuldposten resultieren (§ 274 HGB). Darüber hinaus wurden latente Steuern auf temporäre Unterschiedsbeträge aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen (§ 306 HGB) gebildet. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 29,23 % (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer) bzw. 15,825 % (Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag). Verrechnet ergibt sich eine aktive latente Steuer in Höhe von 9.919 TEUR (Vorjahr: 11.150 TEUR), die sich nach Bilanzposten geordnet, wie folgt zusammensetzt:
(4) RücklagenAus dem Konzernjahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 wurden 8.394 TEUR in die satzungsmäßige Rücklage eingestellt. Ferner wurden aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres 29.743 TEUR in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Des Weiteren wurden aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres Dividenden in Höhe von 2.401 TEUR an die Gesellschafter ausgeschüttet. (5) RückstellungenDer Bewertung der Pensionsverpflichtung liegt ein Zinssatz von 1,79 % p.a. (Vorjahr: 1,87 %) zugrunde. Der überwiegende Teil der Anspruchsberechtigten sind Rentner. Bei den Pensionsrückstellungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichem Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 743 TEUR. Die sonstigen Rückstellungen entfallen auf:
Der Bewertung der Jubiläumsrückstellung liegt ein Zinssatz von 1,45 % (Vorjahr: 1,34 %) zugrunde. (6) Verbindlichkeiten
Für die Warenverbindlichkeiten bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte. (7) Umsatzerlöse
Die sonstigen Umsatzerlöse enthalten mit 121.869 TEUR (Vorjahr: 115.086 TEUR) hauptsächlich Umsatzerlöse aus Vermietung und Verpachtung. (8) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für UnterstützungIn den sozialen Abgaben sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 1.073 TEUR (Vorjahr: 874 TEUR) enthalten. (9) Sonstige Zinsen und ähnliche ErträgeIn den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen des Geschäftsjahres 2022 sind periodenfremde Zinserträge in Höhe von 525 TEUR (Vorjahr: 68 TEUR) enthalten. Diese stehen hauptsächlich im Zusammenhang mit der Betriebsprüfung für die Jahre 2015 bis 2018 und sich daraus ergebenden Folgeeffekten. Die Zinserträge stammen i.H.v. 171 TEUR (Vorjahr: 346 TEUR) aus verbundenen Unternehmen. (10) Zinsen und ähnliche AufwendungenIn den Zinsaufwendungen sind periodenfremde Zinsaufwendungen in Höhe von 44 TEUR (Vorjahr: 501 TEUR) enthalten. Die periodenfremden Zinsaufwendungen resultieren aus der Betriebsprüfung für die Jahre 2015 bis 2018 und sich daraus ergebenden Folgeeffekten. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen belaufen sich auf 883 TEUR (Vorjahr: 1.709 TEUR). In den Zinsaufwendungen sind Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen i.H.v. 34 TEUR (Vorjahr: 240 TEUR) enthalten. (11) Steuern vom Einkommen und vom ErtragIn den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Steuererträge in Höhe von 1.229 TEUR (Vorjahr periodenfremde Steueraufwendungen: 1.514 TEUR) enthalten. Die periodenfremden Steuererträge resultieren aus dem Abschluss der Betriebsprüfung für die Jahre 2015 bis 2018 sowie aus der Abrechnung von Ertragsteuern der Vorjahre. (12) Sonstige SteuernIn den sonstigen Steuern des Geschäftsjahr 2022 sind periodenfremde Erträge in Höhe von 28 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) enthalten. Diese entfallen hauptsächlich auf periodenfremde Umsatzsteuererträge für die Geschäftsjahre 2015 bis 2020. Periodenfremde Aufwendungen kommen mit 3 TEUR (Vorjahr: 13 TEUR) zum Ausweis. Sonstige AngabenPeriodenfremde/neutrale AufwendungenDie nachfolgende Übersicht enthält die periodenfremden/neutralen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2022. Die aufgeführten Positionen sind in den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten.
Periodenfremde ErträgeDie nachfolgende Übersicht enthält die periodenfremden Erträge des Geschäftsjahres 2022. Die aufgeführten Positionen sind in den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten.
Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer
HaftungsverhältnisseVerbindlichkeiten aus Bürgschaften
Aufgrund der Auswertung der vorliegenden Finanzzahlen der betreffenden selbstständigen Einzelhandelsunternehmen wird das Risiko einer Inanspruchnahme als Bürge als gering angesehen. Für hinreichend wahrscheinliche Haftungsfälle sowie für Pauschalrisiken wurde eine Rückstellung in Höhe von 647 TEUR (Vorjahr: 441 TEUR) gebildet. Einzelrisiken waren zum Stichtag keine bekannt weshalb keine Rückstellung gebildet wurde (Vorjahr: 30 TEUR). Bei den zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen Bürgschaften handelt es sich um selbstschuldnerische Bürgschaften zu Gunsten der EDEKABANK Aktiengesellschaft in Höhe von 64.055 TEUR (Vorjahr: 43.663 TEUR). Das Risiko einer Inanspruchnahme der Gesellschaft hieraus wird aufgrund der Geordnetheit der wirtschaftlichen Verhältnisse der betreffenden Einzelhandelskunden als gering eingestuft. Des Weiteren bestehen Garantien, die im Rahmen von zwei gruppenweit abgeschlossenen Kreditverträgen vereinbart wurden, in Höhe von 22.780 TEUR (Vorjahr: 38.045 TEUR) zu Gunsten von verbundenen Unternehmen außerhalb des Konsolidierungskreises. Aufgrund des geordneten Zustands der wirtschaftlichen Verhältnisse im Verbund wird das Risiko einer Inanspruchnahme als gering eingestuft. In dem Gesamtbetrag der am Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2022 bestehenden Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften sind Bürgschaften in Höhe von 3.730 TEUR (Vorjahr: 3.887 TEUR) enthalten, die zugunsten von Mitgliedern des Aufsichtsrates gewährt wurden. GewährleistungsverträgeZum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2022 besteht eine gesamtschuldnerische Haftung im Rahmen eines Kreditvertrags zu Gunsten von verbundenen Unternehmen außerhalb des Konsolidierungskreises in Höhe von 100.000 TEUR. Zum Bilanzstichtag war die Kreditlinie nicht beansprucht. Neben den bilanzierten Pensionsrückstellungen bestehen am Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2022 mittelbare - gemäß Art. 28 Abs. 1 EGHGB - nicht bilanzierte Pensionsverpflichtungen in Höhe von 4.192 TEUR. Unter Berücksichtigung des Kassenvermögens in Höhe von 2.316 TEUR ergibt sich eine Unterdeckung aus den mittelbaren Pensionsverpflichtungen in Höhe von 1.876 TEUR. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird in Höhe der Unterdeckung als hoch eingestuft. Die Bewertung der mittelbaren Pensionsverpflichtungen erfolgte entsprechend der Bewertung der unmittelbaren Pensionsverpflichtungen. Inanspruchnahme von Erleichterungsvorschriften für TochtergesellschaftenFolgende Tochtergesellschaften haben infolge der Einbeziehung in diesen Konzernabschluss von den Erleichterungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264 b HGB hinsichtlich der Aufstellung von Anhang und Lagebericht sowie der Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses Gebrauch gemacht: EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen Stiftung & Co. KG, EDEKA Handelsgesellschaft Nordbayern-Sachsen-Thüringen mbH, EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen Verwaltungsgesellschaft mbH, EDEKA Vertriebsgesellschaft Nordbayern-Sachsen-Thüringen mbH, Franken-Gut Fleischwaren GmbH, EDEKA Grundstücksgesellschaft Nordbayern-Sachsen-Thüringen mbH, Sachsen-Gut Fleischwaren GmbH, NEUKAUF Verbrauchermarkt GmbH, BVA-Bayerische Warenhandelsgesellschaft der Verbraucher mbH, Backdie Handelsgesellschaft mbH, SB Handelsgesellschaft Nordbayern-Sachsen-Thüringen mbH, MK Bautzen GmbH, MK Fürth GmbH, MK Görlitz GmbH, MK Hof GmbH, MK Markkleeberg GmbH, MK Nürnberg Plärrer GmbH, MK Nürnberg Mögeldorf GmbH, MK Nürnberg Thon GmbH und MK Röhrsdorf GmbH. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen langfristige Verpflichtungen aus Leasing-, Miet- und Erbbaurechtsverträgen. Das Obligo hieraus beträgt 1.501 Mio. Euro (Vorjahr: 1.364 Mio. Euro). Das darin enthaltene Obligo gegenüber verbundenen Unternehmen beläuft sich auf 162 Mio, Euro (Vorjahr: 160 Mio. Euro). Angaben zu Geschäften mit nahestehenden PersonenDie nachfolgende Übersicht dokumentiert Art und Umfang der Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen im Geschäftsjahr 2022.
Gesamtbezüge der tätigen OrganmitgliederDie den Mitgliedern des Aufsichtsrats für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge betragen 14 TEUR (Vorjahr:84 TEUR). Gesamtbezüge der früheren OrganmitgliederFrühere Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen erhielten Zahlungen in Höhe von 238 TEUR (Vorjahr: 232 TEUR). Für frühere und tätige Mitglieder der Geschäftsführung sind am Bilanzstichtag Pensionsrückstellungen in Höhe von 3.561 TEUR (Vorjahr: 3.359 TEUR) gebildet. Fehlbeträge bestehen nicht. Honorar des AbschlussprüfersDas für das Geschäftsjahr 2022 aufwandswirksam erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt 162 TEUR (Vorjahr: 218 TEUR) und entfällt, mit Ausnahme von 6 TEUR (Vorjahr: 6 TEUR) für sonstige Leistungen und 0 TEUR (Vorjahr 17 TEUR) für Vorjahre, ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Mutterunternehmen für den größten / kleinsten Kreis von UnternehmenDas Unternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich auch kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt ist die EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen eG, Rottendorf. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offen gelegt. Ergebnisverwendungsvorschlag des MutterunternehmensVom Bilanzgewinn des Mutterunternehmens (20.816 TEUR) sollen 18.294 TEUR den anderen Gewinnrücklagen zugeführt werden. An die Gesellschafter sollen 2.400 TEUR ausgeschüttet werden. Der übrige Betrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. OrganeGeschäftsführerKohrmann, Sebastian Kämpgen, Rainer (bis 30.09.2022) Lehmann, Gert Remy, Christian (ab 01.10.2022) AufsichtsratVorsitzenderLegat, Stefan Stellvertretender VorsitzenderDidis, Christos Weitere MitgliederBurkl, Tobias Föhn, Thomas Kadelke, Ronny Scharrer, Stefan Ziegler, Frank Zschabran, Christina Rottendorf 29. März 2023 Die Geschäftsführung
1) Beteiligung der EDEKA
Nordbayern-Sachsen-Thüringen Stiftung & Co. KG
Anlagenspiegel
1 davon Firmenwert aus der Konsolidierung 11.341
TEUR
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen GmbH, Rottendorf PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen GmbH, Rottendorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen GmbH, Rottendorf, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wirsind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 25. April 2023 UNIVERSA Prüfungs- und Treuhandgesellschaft mbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Hübotter, Wirtschaftsprüfer fppa. Lipka, Wirtschaftsprüfer |
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