Kompass GmbH
Selbe AdresseHerstellung von elektrischen Mess-, Kontroll-, Navigations- u. ä. Instrumenten und Vorrichtungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Henrike Eckhardt seit 30.5.2023 | Prokura |
Jörg Buschbell seit 30.5.2023 | Geschäftsführer |
Gregory Joseph Roche seit 14.3.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
avateramedical Mechatronics GmbHIlmenauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020I. Grundlagen des Unternehmens Die avateramedical Mechatronics GmbH wurde 1991 als TETRA Gesellschaft für Sensorik, Robotik und Automation mbH gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Produktion, die Applikation und der Vertrieb von Produkten und Leistungen der Meß-, Steuerungs- und Automatisierungs- und Medizintechnik. Zum 30. September 2015 übernahm die avateramedical GmbH mit Sitz in Jena 100 % der Gesellschafteranteile der avateramedical Mechatronics GmbH. Seit dem Geschäftsjahr 2018 entwickelt und produziert die avateramedical Mechatronics GmbH ausschließlich im Auftrag der und für die Muttergesellschaft. Gegenstand der Entwicklungstätigkeit ist die innovative Entwicklung eines Telemanipulators für die Medizintechnik, insbesondere für den Einsatz in der minimalinvasiven Chirurgie. Im Mai 2020 hat die avateramedical GmbH CE-Konformität für die Operationseinheit des roboter-assistierten Assistenzsystems, welches derzeit durch die avateramedical Mechatronics GmbH entwickelt wird und zukünftig produziert werden soll, erklärt. II. Wirtschaftsbericht 1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft Die Weltkonjunktur erlebte durch die globale Ausbreitung des Corona-Virus einen historisch beispiellosen Einbruch, der zu einer tiefen Rezession der Weltwirtschaft führte. Das globale Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2020 um 3,3 % gesunken. In den kommenden Jahren, 2021 und 2022, wird es voraussichtlich um 6,1 % bzw. 4,5 % zulegen. Die Inflationsrate in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften dürfte in Relation zu den Vorjahren in diesem Jahr mit 0,8 % überaus schwach ausgefallen sein. Das Produktionspotenzial wird vornehmlich in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften infolge der Corona-Pandemie größtenteils deutlich niedriger geschätzt als noch vor Ausbruch der Krise. Trotz vielerorts unterstützender staatlicher Maßnahmen im Unternehmenssektor, liegt ein ersichtlicher Anstieg der Insolvenzen weltweit vor. Insgesamt ergibt sich in Deutschland für das Jahr 2020 ein Einbruch der Wirtschaftsleistung um 5,0 %. Die Corona-Pandemie hinterließ im Jahr 2020 deutliche Spuren in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Insbesondere zeigte sich der konjunkturelle Einbruch im Gastgewerbe und bei den sonstigen Dienstleistungen. Die Pandemie hat auch dem stetigen Aufschwung am Arbeitsmarkt der letzten Jahre ein Ende bereitet und bleibt, trotz des erheblichen Einsatzes von Kurzarbeit, nicht unbemerkt. Die Zahl der Arbeitslosen ist zum Ende des Jahres 2020 auf 2,7 Millionen angestiegen. Aufgrund der hohen Arbeitslosenzahlen zum Jahresende, dürfte die durchschnittliche Arbeitslosigkeit des Jahres 2021, trotz des prognostizierten starken Rückgangs der Arbeitslosigkeit, ab dem zweiten Quartal in etwa dem Niveau von 2020 entsprechen. Im Jahr 2022 werden voraussichtlich im Schnitt noch 2,5 Millionen Personen arbeitslos gemeldet sein. Die Arbeitslosenquote stieg vom Jahr 2019 auf 2020, von 5,0 % auf wohl 5,9 %. Im folgenden Jahr wird weiterhin mit einer Arbeitslosenquote von gleichbleibenden 5,9 % gerechnet, bevor sie im Jahr 2022 erwartungsgemäß wieder auf 5,5 % sinken wird. Für das Jahr 2020 kann in Ostdeutschland von einem Wirtschaftseinbruch um minus 4,4 % ausgegangen werden. Im ersten Halbjahr waren sowohl konsumnahe Dienstleistungen als auch die Industrie coronabedingt stark betroffen. Das änderte sich jedoch im zweiten Halbjahr, sodass sich die Industrie nun wieder robuster entwickelte. Die internationalen Lieferketten blieben im zweiten Halbjahr weitgehend intakt. Außerdem konnten die pandemiebedingten Produktionsausfälle zum Teil wieder aufgeholt werden. Bezüglich der Zahl der Erwerbstätigen kann in diesem Jahr in Ostdeutschland mit einer Abnahme von minus 0,8 % bzw. minus 1,0 % ausgegangen werden. Durch die intensive Nutzung von Kurzarbeit konnte der Rückgang der Erwerbstätigkeit jedoch etwas abgefedert werden. Zudem wird aufgrund der steigenden Zahl an Unternehmensinsolvenzen ein relativ schwacher Anstieg der Erwerbstätigkeit im nächsten Jahr erwartet. 2. Branchensituation Bis vor einigen Jahren hat das US-amerikanische Unternehmen Intuitive Surgical, mit Hauptsitz in Sunnyvale, CA, den Markt für roboter-assistierte Systeme für den Einsatz in der minimalinvasiven Chirurgie dominiert. In den letzten Jahren haben einige Wettbewerber versucht, in den Markt einzudringen. Aufgrund der hohen technischen und regulatorischen Anforderungen hat es bisher kein Wettbewerber geschafft, sich erfolgreich am Markt zu etablieren. Wir begegnen dieser Marktsituation mit einem hohen Maß an Qualität und Verlässlichkeit des Produktes sowie fortwährender Weiterentwicklung, so dass die hohen technischen und regulatorischen Anforderungen mit Markteintritt eingehalten werden. III. Geschäftsverlauf Aufgrund von gestiegenen Entwicklungsleistungen konnte ein Anstieg der Umsatzerlöse von 21,9 % erzielt werden. Einhergehend mit den gestiegenen Entwicklungsleistungen, wurden im Berichtsjahr 57 Mitarbeiter eingestellt, was zu einem Anstieg des Personalaufwandes von 48,4 % führte. IV. Lage der Gesellschaft Neben den Anmerkungen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage wird auf die Darstellung im Jahresabschluss verwiesen. 1. Ertragslage Die Ertragslage hat sich gegenüber dem Vorjahr rückläufig entwickelt. Die im Berichtsjahr gestiegenen Umsatzerlöse konnten den Anstieg der Material- und Personalaufwendungen sowie der sonstigen betrieblichen Aufwendungen nicht kompensieren. Dem Anstieg der Umsatzerlöse um 21,9 % steht ein Anstieg des Materialaufwandes von 73,8 % gegenüber. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse liegt ein Anstieg des Rohergebnisses von TEUR 5.944 um TEUR 1.271 bzw. 21,4 % auf TEUR 7.215 vor. Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 48,4 % - bedingt durch die erhöhte Mitarbeiterzahl - gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEUR 819 im Vorjahr auf TEUR 1.286 im Berichtsjahr gestiegen, dies begründet sich im Wesentlichen durch die gestiegenen Aufwendungen für Mieten (2020: TEUR 203; 2019: TEUR 94) aufgrund neu angemieteter Flächen zur Ausweitung der Entwicklungs- und Produktionstätigkeit sowie den gestiegenen Kosten für die Personalgewinnung (2020: TEUR 87; 2019: TEUR 0). Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags hat die avateramedical GmbH den sich vor Ergebnisabführung ergebenden Jahresfehlbetrag i. H. v. TEUR 110 übernommen (im Vorjahr abgeführter Jahresüberschuss: TEUR 1.119) 2. Finanzlage Die Gesellschaft verfügte zum 31.Dezember 2020 über Guthaben bei Kreditinstituten i. H. v. TEUR 428 (Vorjahr: TEUR 76). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf TEUR 131 (Vorjahr: TEUR 183). Der darüber hinausgehende Liquiditätsbedarf zur Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes wird über ein Gesellschafterdarlehen abgedeckt. Zum 31.12.2020 belief sich der Nominalbetrag des Gesellschafterdarlehens auf TEUR 7.850. Das Darlehen ist bis zum 31.12.2022 zur Rückzahlung fällig und wird mit 2 % p. a. verzinst. Im Geschäftsjahr war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Liquiditätsengpässe sind nicht eingetreten und derzeit nicht absehbar. 3. Vermögenslage Im Vergleich zum Vorjahresabschluss ist die Bilanzsumme um TEUR 5.519 bzw. 74,6 % gestiegen. Der Anstieg beruht auf der Aktivseite im Wesentlichen auf einem Anstieg der Vorräte von TEUR 5.400 um TEUR 4.594 bzw. 85,1 % auf TEUR 9.994 und auf der Passivseite auf einem Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 2.776 um TEUR 5.355 bzw. 192,9 % auf TEUR 8.131. Bei einem Eigenkapital von TEUR 2.715 beträgt die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag 21,0 % (Vorjahr: 36,7 %). 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Unternehmenssteuerung zieht die Gesellschaft als finanzielle Leistungsindikatoren die Personalaufwandsquote als Verhältnis zwischen Personalaufwand und Umsatzerlösen sowie den Rohertrag heran. V. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken: Risiken für den Erfolg der Gesellschaft liegen vor allem in der rechtzeitigen Beschaffung von Rohstoffen, insbesondere von Metallen und elektronischen und mechanischen Baugruppen. Um dem Risiko entgegenzuwirken, werden langfristige Lieferverträge angestrebt. Ein weiteres Risiko ist die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte, die für die Weiterentwicklung des Produktes, die Erfüllung der regulatorischen Anforderungen an einen Medizinprodukteinverkehrbringer und die durch Feinmechanik dominierte Fertigung benötigt werden. Die avateramedical Mechatronics GmbH versucht, durch einen modernes und angenehmes Arbeitsumfeld, eine spannende Aufgabe und am Markt orientierte Entlohnung, die Mitarbeiter langfristig zu binden. Ertragsorientierte Risiken: Die Wettbewerbsrisiken im Bereich der roboter-assistierten Assistenzsysteme haben zugenommen, da immer mehr Wettbewerber versuchen in den Markt einzudringen. In 2019 hat CMR Surgical Ltd., Impington UK, erfolgreich CE-Konformität erklärt und ist seitdem im Markt vertreten. In 2021 hat Medtronic Ltd. Watford UK ebenfalls CE-Konformität erklärt. Beide Unternehmen sind zwar derzeit nur in geringem Umfang am Markt vertreten, aber es ist zu erwarten, dass sie ihren Markanteil weiter ausbauen. Finanzwirtschaftliche Risiken: Die Gesellschaft ist von der Finanzierung durch ihrer Muttergesellschaft abhängig. Ein Liquiditätsrisiko ist derzeit nicht erkennbar. Pandemiebedingte Risiken: Im März 2020 hat die Weltgesundheitsorganisation den Ausbruch von Covid-19 als Pandemie erklärt. Auf den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft hat Covid-19 dahingehend negative Auswirkungen, dass vor allem die zeitliche Planung eine Herausforderung ist, da aufgrund (temporärer) Lockdowns, Reisebeschränkungen und Quarantäneanordnungen für Mitarbeiter Projektschritte nur mit zeitlich großer Verzögerung abgeschlossen werden können. 2. Chancenbericht Auf der Beschaffungsseite sehen wir Chancen, durch die anlaufende Serienproduktion und das damit zunehmende Nachfragevolumen, Konditionen zu unserem Vorteil nachzuverhandeln und damit bessere und stabilere Lieferantenketten aufzubauen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen sowohl direkt bei unseren Lieferanten als auch in unserer eigenen Wareneingangskontrolle durch. Der deutlich überwiegende Teil der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wird von Lieferanten aus Deutschland oder dem europäischen Ausland bezogen. Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch zunehmende Konkurrenz der Anbieter am Markt, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen und einem hohen Maß an Qualität begegnen. 3. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir insbesondere im Falle des erfolgreichen Markteintritts anderer Wettbewerber und in der Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte. Vor dem Hintergrund des interessanten Geschäftsfeldes gehen wir davon aus, nach erfolgreichem Markteintritt als Arbeitgeber an Interesse zu gewinnen und so unseren Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern decken zu können. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, sind derzeit nicht erkennbar. VI. Prognosebericht Die positive Entwicklung unseres Unternehmens ist vom erfolgreichen Markteintritt unserer Muttergesellschaft, der avateramedical GmbH, abhängig. Der Markteintritt für das roboter-assistierte Assistenzsystem für den Einsatz in der minimal-invasiven Chirurgie ist für das 3. Quartal 2022 geplant. Für die Operationseinheit ist im Mai 2021 CE-Konformität durch die avateramedical GmbH erklärt worden. Es wird erwartet, dass die Aufwendungen pro Mitarbeiter durch die weiterhin notwendigen Investitionen in die Infrastruktur des Unternehmens, den Ausbau der Verkaufs- und Marketingaktivitäten sowie der Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter weiter ansteigen werden. Es wird erwartet, dass der Rohertrag aufgrund steigender Materialpreise leicht sinkt. In der Geschäftspolitik sind keine wesentlichen Änderungen geplant. Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv. Die Medizintechnikbranche bietet ein großes Wachstumspotential, die Marktkapitalisierung des größten Anbieters für roboter-assistierte Assistenzsysteme, Intuitive Surgical, beläuft sich auf USD 121,41 Mrd. Der Umsatz von Intuitive Surgical beläuft sich zum Abschluss des 3. Quartals 2021 auf USD 1,40 Mrd. und ist damit um 30,21 % gegenüber dem Vergleichszeitraum gestiegen.
Ilmenau, den 16. Dezember 2021 avateramedical Mechatronics GmbH gez. Andreas Wegner-Berndt BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2020AVATERAMEDICAL MECHATRONICS GMBH, ILMENAUAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der avateramedical Mechatronics GmbH, Ilmenau, wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) in Euro aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes (GmbHG) zu beachten. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Absatz 2 HGB. Die Gesellschaft macht von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB für den Anhang Gebrauch. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Firmenname laut Registergericht: avateramedical Mechatronics GmbH Firmensitz laut Registergericht: Ilmenau Registereintrag: Handelsregister Registergericht: Jena Register-Nr.: HRB 301594 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:
Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Stichtagswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten bewertet. Die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse berücksichtigen Herstellungseinzelkosten unter Berücksichtigung angemessener Abschläge für Verwertbarkeit, lange Lagerzeiten und notwendige Anpassungsarbeiten. Geleistete Anzahlungen wurden mit den Nominalbeträgen ausgewiesen. Eine Einbeziehung von Fremdkapitalzinsen in die Herstellungskosten ist nicht erfolgt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Guthaben bei Kreditinstituten und die Kassenbestände sind mit ihren Nominalbeträgen ausgewiesen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit diese Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Sonderposten umfasst gewährte Investitionszuschüsse, die analog der Abschreibungen erfolgswirksam aufgelöst werden. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben zur Bilanz Angaben zum Anlagevermögen (§ 284 Abs. 3 S. 1 HGB) Bezüglich der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf die Anlage zum Anhang (Anlagenspiegel). Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG) Die Position Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände enthält mit EUR 110.863,93 Forderungen gegenüber Gesellschaftern (Vorjahr: EUR 0,00). Die übrigen Verbindlichkeiten enthalten mit EUR 8.585.324,86 (Vorjahr: EUR 2.720.882,16) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Sie haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr von EUR 581.135,96 (Vorjahr: EUR 291.526,60) und eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von EUR 8.004.188,90 (Vorjahr: EUR 2.429.355,56). Angaben zu Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre (§ 285 Nr. 1 a) und 2 HGB) Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht (Vorjahr ebenfalls nicht). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt EUR 130.711,36 (Vorjahr: EUR 183.365,54). Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:
Sonstige Angaben Angaben zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3 HGB) Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erscheinen und auch nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, betreffen Miet- und Leasingverträge und betragen insgesamt TEUR 2.250. Angaben zur durchschnittlichen Mitarbeiterzahl (§ 285 Nr. 7 HGB) Die durchschnittliche Zahl, inklusive Aushilfen und Teilzeitkräften, der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer betrug 105,25 (Vorjahr: 80,25). Hierbei handelt es sich ausschließlich um nicht-leitende Angestellte. Eine Darstellung getrennt nach Arbeitnehmergruppen entfällt somit. Angaben zum Geschäftsführer (§ 285 Nr. 10 HGB)
Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer (§ 285 Nr. 9 c) HGB) Der Geschäftsführer der Gesellschaft hat für Reisekosten einen unverzinslichen Dauervorschuss in Höhe von EUR 500,00 erhalten. Angabe zur Konzernzugehörigkeit (§ 285 Nr. 14 HGB) Die avateramedical Mechatronics GmbH, Ilmenau, wird in den Konzernabschluss der avateramedical N.V., Amsterdam, Niederlande, einbezogen. Die avateramedical N.V., Amsterdam, Niederlande, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konzernkreis auf. Der offengelegte Konzernabschluss ist bei der KVK - Kamer van Koophandel erhältlich. Nachtragsbericht (§ 285 Nr. 33 HGB) Nach dem Ende des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben.
Ilmenau, den 16. Dezember 2021 avateramedical Mechatronics GmbH gez. Andreas Wegner-Berndt Hinweis: Der Jahresabschluss der avateramedical Mechatronics GmbH, Ilmenau, wurde in der Gesellschafterversammlung vom 21. Dezember 2021 festgestellt. Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2020
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die avateramedical Mechatronics GmbH, Ilmenau Eingeschränkte Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der avateramedical Mechatronics GmbH, Ilmenau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der avateramedical Mechatronics GmbH, Ilmenau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile Das Vorhandensein der unfertigen Erzeugnisse, unfertigen Leistungen sowie der fertigen Erzeugnisse und Waren in Höhe von TEUR 4.598 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir die Inventur nicht beobachten und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über den Bestand gewinnen konnten. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der unfertigen Erzeugnisse, unfertigen Leistungen sowie der fertigen Erzeugnisse und Waren, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, den 17. Dezember 2021 Dr.
Stückmann und Partner mbB
gez. Wrede, Wirtschaftsprüfer gez. Sander, Wirtschaftsprüferin" |
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