Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 14869
Vorher
SuS Salimex Schafstall Lederberatungs- und Handelsgesellschaft mbH
Eingetragen
28.6.2004
Branche
Großhandel mit Häuten, Fellen und LederTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Schuhen, Lederwaren und ReisegepäckGroßhandel mit Lederwaren, Reisegepäck, Geschenk- und Werbeartikeln
Gegenstand
Die Beteiligung an Lederfabriken, der Import und Export sowie der Handel mit Waren aller Art auf dem Gebiet der Lederherstellung, insbesondere der Handel mit Häuten, Wetblue, Crust und Leder einschließlich der Übernahme von Vertretungen, die Lederberatung, die Erbringung von Know how und sonstigen Dienstleistungen, soweit gesetzlich zulässig.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Achim Lüke
seit 30.11.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Erbengemeinschaft Julia Stuckart, geb. Wohlfarth, geb. am 15.06.1981, und Jenny Maier-Wohlfarth, geb. Wohlfarth, geb. am 25.07.1982
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Schafstall Holding GmbH
Germany
2.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SCHAUCO Handelsgesellschaft mbH

Mülheim an der Ruhr

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1.) Grundlagen des Unternehmens

Die SCHAUCO Handelsgesellschaft mbH, mit Firmensitz in Mülheim an der Ruhr, befasst sich seit vielen Jahren mit dem nationalen und internationalen Handel von Häuten in den unterschiedlichsten Produktionsstufen, sowie der Vermarktung von Nebenprodukten aus der Lederherstellung.

Das Portfolio der Schauco Handelsgesellschaft mbH besteht im Detail aus drei Geschäftsfeldern.

a.) Die Produktion von Wetblue, Wetwhite, Wetgreen, Crust- und Fertigledern für die Möbel-, Automobil-, Schuh- und Flugzeugindustrie. Dabei werden die Leder den Kundenanforderungen entsprechend individuell sortiert und konfektioniert.

b.) Die Veredelung der während der Lederproduktion anfallenden Spalthäute. Die bei der Crouponage entstehenden Spaltcroupons finden insbesondere in der Lederwaren- und Schuhindustrie ihren Einsatz. Die entstandenen Hälse & Flanken werden als hochwertiger Rohstoff in der Gelatine- und Kollagendarmindustrie eingesetzt.

c.) Die Produktion von Känguruledern für den Sportschuhbereich.

Die hochwertigen Produkte werden in den zertifizierten Lohngerbbetrieben SlovTan Contract Tannery (Slowakei) und Südleder GmbH & Co. (Deutschland) mit dem Einsatz neuester Technologie und unter Berücksichtigung höchster ökologischer Gesichtspunkte hergestellt. Beide Produktionsbetriebe zeichnen sich außerdem für die Forschung & Entwicklung verantwortlich.

2.) Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Deutschland ist im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht: Im Jahr 2023 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regenerierung im Jahr 2022 jedoch geringer aus, 2023 kam es sogar zu einer Rezession. Bereinigt man die Wirtschaftsleistung auch noch um den Kalendereinfluss, ging das Bruttoinlandsprodukt um 0,1 Prozent zurück (preis- und kalenderbereinigt).

Im vierten Quartal 2023 belief sich das saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt auf ca. 1.053 Milliarden Euro. Preis-, saison- und kalenderbereinigt sank das BIP im vierten Quartal 2023 gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent, nachdem die Wirtschaftsleistung in den zwei Quartalen zuvor stagnierte. Laut Statistischem Bundesamt waren insbesondere die Investitionen in Bauten und Ausrüstungen niedriger als im Vorquartal. Im Vergleich mit dem gleichen Quartal des Vorjahres war das BIP preis- und kalenderbereinigt um 0,2 Prozent niedriger als in vierten Quartal 2022.

Im Jahr 2023 lag die Inflationsrate bei einem Durchschnittswert von 5,9 Prozent. Nach dem Rekordjahr 2022 blieb die Inflation in Deutschland damit auf hohem Niveau. In den ersten Monaten des Jahres 2023 stiegen die Verbraucherpreise im Vorjahresvergleich weiter stark an, jedoch verlor die Entwicklung der Verbraucherpreise im Jahresverlauf an Dynamik. Die Gründe für die hohe Inflation der letzten zwei Jahre sind vielfältig. Zunächst sorgte die Coronakrise und ihre Folgen für einen Anstieg der Inflationsrate, unter anderem durch unterbrochene Lieferketten und Lieferengpässe oder auch den Wegfall der temporären Senkung der Mehrwertsteuersätze. Schon vor Beginn des Krieges in der Ukraine konnte ein Anstieg der Energiepreise beobachtet werden, durch den Krieg hat sich diese Entwicklung deutlich verstärkt, zudem kam es zu weiteren Lieferengpässen. Durch die hohen Preise für Energie haben sich in der Folge auch die Erzeugerpreise teilweise sehr stark erhöht, was wiederum zu einer Verteuerung von vielen Waren und Dienstleitungen, insbesondere von Nahrungsmitteln führte. Dabei werden erhöhte Erzeugerpreise oft nach und nach von Produzenten an Verbraucher weitergegeben und gelten somit als Indikator für zukünftige Entwicklungen der Inflationsrate. Nicht zuletzt nimmt auch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank Einfluss auf die Preisentwicklung.

Auch in Deutschland stiegen die Preise in den Bereichen Strom und Gas sowie Heizöl und Kraftstoffen mit einer Steigerungsrate von rund 14 Prozent im Jahr 2023 am stärksten, im Vorjahr lag die Preisentwicklung in diesem Segment bei über 30 Prozent. Doch auch die Preise für Lebensmitteln stiegen im Jahr 2023 weiter an - auch hier sind die Preissteigerungen in erster Linie auf gestiegene Produktions- und Transportkosten durch die gestiegenen Energiepreise zu erklären. Im Bereich der Lebensmittel stiegen die Preise für Gemüse um 13,3 Prozent, für Fleisch und Fleischwaren um rund 8,3 Prozent. Für das Jahr 2024 wird eine Entschleunigung der Preisentwicklung prognostiziert, mit einer möglichen Inflationsrate zwischen zwei bis drei Prozent. Zentrales Element der Inflationsentwicklung wird im Jahr 2024 die Frage nach bezahlbarer Energie und die allgemeine konjunkturelle Entwicklung sein. Die Europäische Zentralbank wird aller Voraussicht bei der Anhebung des Leitzinses auf weitere Maßnahmen verzichten, sodass eine konjunkturelle Erholung möglich scheint.

Situation in der Fleischproduktion

Der Rinderbestand in der deutschen Landwirtschaft sank in den vergangenen Jahren kontinuierlich ab. Im Jahr 2023 wurden auf den deutschen Höfen rund 10,94 Millionen Rinder erfasst. Neben der Fleischproduktion dient ein Großteil des Viehbestands der Milchwirtschaft. Etwa 3,78 Millionen Milchkühe werden in der deutschen Landwirtschaft gehalten. Bei einem tendenziellen Rückgang des allgemeinen Fleischkonsums ist der Pro-Kopf-Verbrauch an Rindfleisch hierzulande im Vergleich zum Jahr 2005 angestiegen. Auch in der Produktion von Rindfleisch ist Deutschland neben dem französischen Nachbarn der größte Erzeuger in Europa. Knapp drei Millionen Rinder werden in deutschen Schlachthöfen pro Jahr geschlachtet und verarbeitet.

Neben der Fleischproduktion ist die Milchwirtschaft ein wichtiger Bestandteil in der deutschen Landwirtschaft. Die nationale Milchproduktion stieg in den vergangenen Jahren kontinuierlich an, obwohl der Bestand an Milchkühen rückläufig ist. Die durchschnittliche Milchleistung konnte durch die Haltung leistungsstarker Rassen und einer optimierten Fütterung der Tiere gesteigert werden.

Die Zahl der im Jahr 2023 gewerblich geschlachteten Rinder sank gegenüber 2022 um 0,3 % auf 3,0 Millionen Tiere. Da die durchschnittlichen Schlachtgewichte in allen Rinderkategorien zunahmen, stieg die Schlachtmenge mit +0,6 % allerdings leicht auf 992 900 Tonnen Rindfleisch.

Allgemeine Situation in der deutschen Lederindustrie

Nach einer Umsatzsteigerung im Jahr 2022 um 69,5 Mio. EUR auf 372,6 Mio. EUR, was einem Plus von 22,4% entsprach, stagnierten die Umsätze im Jahr 2023 bei einem Gesamtumsatz von 371,0 Mio. EUR mehr oder weniger. Während im Vorjahr das Auslandsgeschäft ein deutliches Wachstum verzeichnete (+59,2 Mio. EUR / +32,2%), betrifft die Stagnation im Jahre 2023 das Auslands- und Inlandsgeschäft nahezu gleichermaßen.

Die Zahl der in der deutschen Lederindustrie tätigen Betriebe blieb unverändert bei 10. Die Zahl der in der Branche beschäftigten Arbeitnehmer stieg moderat um 17 Arbeitnehmer auf 1.911 (+0,9%). Es kann jedoch erwartet werden, dass bedingt durch die pessimistischen Aussichten in der Automobilindustrie, die deutsche Lederindustrie vor einem schwierigen Jahr stehen wird.

Preisentwicklung von Rohhäuten

Der Preisdruck bei den Verkaufspreisen im Lederbereich wird aufgrund der belastenden Kostensituation immer höher. Kompensation dafür lässt sich im Grunde genommen nur in der Rohwarenbeschaffung finden. Da die Schlachtraten jedoch stagnieren und somit kein höheres Angebot vorhanden ist, ist es in den letzten Monaten fast unmöglich gewesen spürbare Preisabschläge bei den Einkaufspreisen für schwere süddeutsche Rohware zu realisieren, die vorwiegend im Automobilbereich eingesetzt wird. Zudem hat sich die Tieraufzucht in Europa extrem verteuert, so dass sich die Erlöse der Rohhaut für die Landwirte und Schlachtbetriebe zu einem wichtigen Bestandteil der Gesamtkalkulation entwickelt haben.

2.2 Ertragslage des Unternehmens

2022 2023
a.) Gesamtkapitalrendite EBT x 100 Gesamtkapital 18,7 % 20,0 %
b.) Eigenkapitalrendite EBT x 100 Eigenkapital 23,3 % 26,0 %
c.) EBITDA 2,6 Mio. 2,2 Mio.
d.) Jahresüberschuss 1,7 Mio. 1,4 Mio.

Die Ertragslage in 2023 ist - trotz eines insgesamt schwieriger gewordenen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes - durch die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine, dem Nahost-Konflikt und hoher Inflation als zufriedenstellend zu bewerten.

2.3 Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens

Die Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die Bilanzstruktur ist solide. Die Bilanzsumme verminderte sich zum Bilanzstichtag auf 11,1 Mio. EUR gegenüber 13,9 Mio. im Vorjahr. Das Eigenkapital verminderte sich ausschüttungsbedingt gegenüber dem Vorjahr um -2,6 Mio. EUR. Die Fremdkapitalquote beträgt 23,1 %.

2022 2023
a.) Eigenkapitalquote Eigenkapital x 100 Gesamtkapital 80,2 % 76,9 %
b.) Anlagenintensität Anlagevermögen x 100 Gesamtvermögen 0,6 % 0,4 %
c.) Umschlaghäufigkeit der Vorräte Vorräteeinsatz Lagerbestand 4,6 4,0

2.4 Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens

Das abgelaufene Geschäftsjahr war erneut von den Folgen des Ukrainekonflikts geprägt. Auch wenn sich die Lage bezüglich der Energiekosten im privaten Sektor, zumindest gegen Ende des Jahres hin, wieder etwas entspannt hat, befinden sich die Produktionskosten in Mitteleuropa weiterhin auf sehr hohem Niveau. Tarifliche Lohnerhöhungen und weiterhin hohe Kosten für den Chemikalieneinsatz, kompensieren die Entlastungen bei den Energiekosten und erlauben damit keine nennenswerten Abschläge bei den Lohnarbeitspreisen der Gerbereien. Im Vergleich zum europäischen, vor allem aber zum asiatischen Ausland, ist es daher aktuell sehr schwierig zu wettbewerbsfähigen Preisen zu produzieren.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sank der Unternehmensumsatz um rund 3,7%. Dafür war in erster Linie das schwache 4. Quartal verantwortlich, in dem sich die negative Entwicklung für das neue Jahr bereits ankündigte. Aufgrund des reduzierten Rohwarenangebotes im Beschaffungsmarkt sind Preisnachlässe kaum zu realisieren und die hohen Produktionskosten belasten die Margen. Nichtsdestotrotz ist das abgelaufene Geschäftsjahr als zufriedenstellend zu bewerten.

Die hohe Inflation stellt den gesamten Konsumgüterbereich momentan vor große Probleme. Die Kaufzurückhaltung der Verbraucherinnen und Verbraucher trifft insbesondere die Möbelhersteller sehr hart, so dass der Umsatz der Schauco Handelsgesellschaft mbH mit Produzenten für Möbelleder sich schon seit einigen Jahren auf niedrigem Niveau befindet. Das Geschäft mit Halbfertig- und Fertigprodukten auf Sortimentsbasis bleibt schwierig.

Das Geschäft mit Autoledern verlief bisher verhältnismäßig gut, aber auch hier zeigen die Inflation und die abschwächende Konjunktur ihre Wirkung. Der Vormarsch der Elektromobilität scheint durch den Wegfall von Subventionen erst einmal gestoppt. Des Weiteren schreckt die Verbraucher auch das politische hin und her ab. Die Verunsicherung, sich momentan ein E-Auto zu kaufen, ist groß. Abgesehen davon scheint es aktuell Strategie der europäischen Autohersteller zu sein auf Naturprodukte in den Fahrzeugen zu verzichten, auch wenn Leder weiterhin einer der nachhaltigsten Produkte am Markt ist. Leder scheint jedoch für das aktuelle Design im Augenblick nicht interessant genug zu sein.

Genauso schnell wie der Spaltbereich im Jahr 2022 durch die Kollagenindustrie nach oben getrieben wurde, brach der Markt im 2. Halbjahr 2023 wieder ein, so dass sich das Preisniveau gegen Ende des Jahres wieder auf dem Vor-Coronaniveau befindet. Der Hydrolysat-Hype, hat bei vielen Kollagenherstellern zu einer Aufstockung der Produktionskapazitäten geführt, die sich nun zu Überkapazitäten entwickelt haben. Nach Jahren des Wachstums ist nun erstmalig wieder ein Rückgang des Bedarfes zu spüren, was große Auswirkungen auf den Spaltmarkt hat. Das Croupongeschäft lief bis Jahresende ziemlich stabil, wobei auch hier langsam die Kaufzurückhaltung zu spüren ist, da Spaltleder traditionell im Schuh- und im Lederwarenbereich zum Einsatz kommen.

Das Känguruledergeschäft entwickelte sich 2023 zufriedenstellend. Allerdings ist hier eine stabile und kontinuierliche Versorgung mit Rohware aus Australien die unbekannte Größe. Auch wenn der australische Staat, zur Regulierung der Kängurupopulation, eine Abschussquote festgelegt hat, werden die Tiere in erster Linie für den Fleischbedarf verwertet. Diese Nachfrage ist aktuell aber kaum vorhanden, so dass das Einsammeln von Kängurukadavern für die Jäger nicht rentabel ist. Aus diesem Grund ist das Angebot an gepickelten Fellen nicht sehr hoch.

3.) Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Nach den Aussagen der Frühjahrsprognose des ifo - Instituts verhält sich die deutsche Wirtschaft wie gelähmt: Im Vergleich zu anderen großen europäischen Ländern fällt Deutschland demnach spürbar ab: Nicht nur ist dort die Stimmung besser und die Unsicherheit niedriger; auch deuten die entsprechenden Indikatoren bereits seit Herbst 2023 auf eine allmähliche Erholung hin.

Die aktuell vorliegenden Frühindikatoren deuten für den Jahresbeginn 2024 auf keine konjunkturelle Trendwende hin: Verschlechterung der Auftragslage in allen Wirtschaftsbereichen, geringer Auftragsbestand, hoher Krankenstand, andauernde Streiks.

Alles in allem dürfte die Wirtschaftsleistung im laufenden Quartal ihren Rückgang zunächst fortsetzen und um 0,1% im Vergleich zum Vorquartal sinken. Zu einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Erholung dürfte es erst in der zweiten Jahreshälfte kommen. Insgesamt wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr nur um 0,2% im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Im kommenden Jahr wird die Wirtschaftsleistung dann um 1,5% zulegen.

Die Inflationsrate wird weiter zurückgehen von durchschnittlich 5,9% im vergangenen Jahr auf 2,3% in diesem und 1,6% im kommenden Jahr. Insbesondere die Gas- und Strompreise werden für die Verbraucher günstiger werden. Die Kerninflationsrate (also der Anstieg der Verbraucherpreise ohne Energie) wird sich langsamer zurückbilden und in diesem und im kommenden Jahr mit 2,8% und 2,2% über der Gesamtinflationsrate liegen. Insbesondere die Teuerung bei den arbeitsintensiven Dienstleistern wird nur langsam zurückgehen, weil steigende Lohnkosten den Preisdruck hochhalten.

Die Risiken für die vorliegende Prognose sind mannigfaltig. Vor allem von der weiteren Entwicklung der Energiepreise geht hohe Unsicherheit aus. Bislang wird davon ausgegangen, dass sich die Preise für Rohöl, Strom und Erdgas im Prognosezeitraum gemäß den Kursen an den Terminmärkten entwickeln werden. Jedoch hängt der weitere Verlauf entscheidend von den geopolitischen Umständen ab, die sich jederzeit ändern können und damit erheblichen Einfluss auf die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Wirtschaft haben.

Ein weiteres erhebliches Risiko geht von der derzeitigen Wirtschafts- und Finanzpolitik aus. Zwar konnte eine Einigung für den Haushalt des laufenden Jahres erzielt werden und die Einhaltung der Schuldenbremse dürfte gewährleistet sein. Allerdings ist es vor dem Hintergrund der derzeitigen Haushaltssituation sowie vor allem im Hinblick auf die voraussichtlich abermals schwierigen Verhandlungen zum Bundeshaushalt 2025 nicht unwahrscheinlich, dass dringend nötige Reformen auf die lange Bank geschoben oder nur zögerlich in Angriff genommen. Dieser Stillstand und die Unsicherheit über wichtige wirtschaftspolitische Weichenstellungen lähmen die Konjunktur und hemmen das langfristige Wachstum, da Ausgaben für Investitionen und Konsum zurückgehalten werden. Sollte sich die Unsicherheit, anders als in der vorliegenden Prognose unterstellt, nicht auflösen, dürfte die erwartete Erholung weiter in die Ferne rücken.

Die ersten Wochen des Jahres 2024 haben gezeigt, dass sich die Lederbranche in einer strukturellen Krise befindet. Die enge Bindung zur Automobilindustrie und deren schwache Nachfrage hat dazu geführt, dass auch die über Jahre hinweg gut ausgelasteten Gerbereien die vorhandenen Kapazitäten nicht mehr füllen können. Die Auftragsbestände in der Branche entwickeln sich schwach, die Bestände an halbfertigen und fertigen Produkten sind hoch. Es ist zu erwarten, dass die OEM's versuchen werden in den kommenden Wochen rückläufige Ergebnisse über zunehmenden Preisdruck in der Einkaufspolitik zu kompensieren, was die angespannte Lage in der Zulieferindustrie weiter verschärfen wird. Ein großer Automobilzulieferer hat bereits Insolvenz anmelden müssen, es ist zu erwarten, dass weitere Betriebe folgen werden.

Rohhautlieferanten verschiffen aktuell verstärkt einen Teil der anfallenden Rohhäute als Salzware nach Asien, da sich dort der Bedarf auf unverändertem Niveau befindet. Asiatische Gerbereien produzieren in der Regel zu deutlich niedrigeren Kosten als Gerbereien in Europa, insofern ist mittelfristig nicht damit zu rechnen, dass sich die Produktionskapazitäten in Europa wieder füllen.

Dies hat direkten Einfluss auf den Spaltmarkt, da die vorhandenen Mengen an Spaltmaterial aufgrund der stark reduzierten Einarbeitung von Rohhäuten in den Gerbereien sehr limitiert sind. Weil der Bedarf der Kollagen- und Gelatineindustrie auf der anderen Seite unverändert niedrig ist, wird sich dies aller Voraussicht nach preislich nicht auf den Markt auswirken.

Eine Prognose über den Verlauf des Geschäftsjahres 2024 abzugeben, ist unter dem gegebenen gesamtwirtschaftlichen Umfeld sehr schwierig. Selbst die Prognosen der großen Wirtschaftsinstitute, der Bundesregierung und der EU - Kommission wurden in den wenigen Wochen seit dem Jahresende mehrfach korrigiert, weichen z.T. deutlich voneinander ab und verweisen auf die vielfältigen Risiken, mit denen die Prognosen gegenwärtig behaftet sind. So bestimmen Agieren und Reagieren sowie eine ständige Beobachtung der Marktsituation aktuell unser Geschäft. Trotz der gegenwärtigen Situation in der Lederbranche und dem gesamtwirtschaftlichen Umfeld erwarten wir auch im laufenden Geschäftsjahr ein positives Geschäftsergebnis. Umsatz und Ergebnis werden jedoch deutlich unter dem des Vorjahres liegen.

Forderungsrisiken werden durch ein ständiges Debitorenmanagement in enger Abstimmung zwischen der Debitorenbereich und dem Verkaufsbereich minimiert. Zusätzliche Risiken im Exportgeschäft mit Neukunden werden durch Vorkasse vermieden. Geschäfte mit asiatischen Kunden werden mit Dokumentenakkreditiven und Dokumenteninkassos abgesichert.

Das Risiko von Kursschwankungen wird durch Kurssicherungen minimiert. USD-Forderungen werden mit Laufzeittermingeschäften abgesichert.

Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung, die bestandsgefährdenden oder wesentlichen Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz-, oder Ertragslage haben können, hinzuweisen.

Uns bekannte Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand bilanziell durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Risiken, die das Unternehmen insgesamt gefährden könnten, sind nicht erkennbar. Planungsrisiken lassen sich nicht gänzlich ausschließen. Die Ungewissheit in den verschiedenen Beschaffungs- und Absatzmärkten muss kurz- und mittelfristig beobachtet werden, damit unmittelbar auf Veränderungen reagiert werden kann.

 

28.03.2024, Mülheim a. d. Ruhr

Achim Lüke, Geschäftsführer

Peter Szameitat, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 43.960,00 82.332,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 43,00 549,00
II. Sachanlagen 43.917,00 81.783,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 43.917,00 81.783,00
B. Umlaufvermögen 11.067.731,11 13.797.295,13
I. Vorräte 5.778.653,86 5.396.656,63
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.828.482,32 3.424.353,43
III. Wertpapiere 1.047.336,56 1.047.336,56
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.413.258,37 3.928.948,51
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.494,00 7.656,11
Aktiva 11.120.185,11 13.887.283,24

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.557.477,27 11.139.749,06
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Kapitalrücklage 12.122,27 12.122,27
III. Gewinnvortrag 5.127.626,79 7.472.572,66
IV. Jahresüberschuss 1.417.728,21 1.655.054,13
B. Rückstellungen 279.087,16 513.918,65
C. Verbindlichkeiten 2.283.620,68 2.233.615,53
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 627.834,52 526.066,20
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 627.834,52 526.066,20
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.655.786,16 1.707.549,33
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.655.786,16 1.707.549,33
Passiva 11.120.185,11 13.887.283,24

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 4.277.309,99 4.946.849,83
2. Personalaufwand 1.146.762,83 1.326.318,33
a) Löhne und Gehälter 1.015.638,11 1.161.162,67
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 131.124,72 165.155,66
davon für Altersversorgung 3.801,50 3.164,65
3. Abschreibungen 32.501,02 50.652,66
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 32.501,02 47.652,66
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 3.000,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 948.273,43 1.005.106,20
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 956,33 1.616,85
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 71.161,66 27.660,23
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 803.206,16 937.378,74
7. Ergebnis nach Steuern 1.417.728,21 1.655.054,13
8. Jahresüberschuss 1.417.728,21 1.655.054,13

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die SCHAUCO Handelsgesellschaft mbH hat ihren Sitz in Mülheim an der Ruhr. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Duisburg unter HR B 14869 eingetragen

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. BILRUG wurde angewandt, Veränderungen im Ausweis haben sich nicht ergeben.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung ist unter Berücksichtigung der Fortführung des Unternehmens durchgeführt worden (going-concern-Prinzip). Änderungen der Bewertungsmethoden wurden nicht durchgeführt.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ergibt sich aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel.

Die planmäßige Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgte nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode. Bei Anschaffungen im laufenden Geschäftsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis € 800,00 werden im Jahr des Zugangs in vollem Umfang abgeschrieben.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zu Einstandspreisen. Die halbfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet. Das Niederstwertprinzip (verlustfreie Bewertung) wurde beachtet. Die Bewertung der Vorräte entspricht den handelsrechtlichen Vorschriften.

Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und liquiden Mittel sind mit dem Nominalwert aktiviert unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen bei den Lieferungsforderungen.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sämtlichen erkennbaren Risiken wurde Rechnung getragen.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Laufzeit unter einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Sicherung von Währungspositionen eingesetzt, um durch Wechselkursschwankungen bedingte Währungsrisiken zu minimieren. Als Instrument werden hierzu marktgängige Devisentermingeschäfte mit der Hausbank eingesetzt. Alle Sicherungsgeschäfte haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr.

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzpositionen:

Devisentermingeschäfte

Nominalvolumen € 490.971,21
Marktwert € + 9.279,46

Sind die Voraussetzungen zur Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt, werden die Sicherungs- und Grundgeschäfte zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Im Fall gebildeter Bewertungseinheiten werden bei Kursänderungen betreffende Vermögensgegenstände nicht abgewertet sowie für negative Marktwerte von Devisentermingeschäften keine Drohverlustrückstellung gebildet.

- Beträge/Arten der Risiken

Fremdwährungsrisiken wurden durch Devisenterminverkäufe zum erwarteten Fälligkeitstermin abgesichert. Für vorgegebene Warenverkäufe werden einzelne gegenläufige Devisentermingeschäfte in gleicher Höhe zum erwarteten Fälligkeitstermin zum Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses getätigt.

Es handelt sich um folgende Grundgeschäfte:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TUSD 255
Verkaufskontrakte rd. TUSD 274

Hiergegen gibt es folgende Sicherungsgeschäfte:

Devisenterminverkäufe in USD TUSD 534

- Laufzeit und Wert der Sicherungsgeschäfte entsprechen der geplanten Verkaufshöhe (Laufzeit- und Volumenkongruenz). Die Beurteilung erfolgte für die Währungssicherungen mittels der Critical-Term-Match-Methode. Hiermit wurde eine vollständige Wirksamkeit festgestellt. Unsicherheiten in den Zahlungsströmen bestehen aufgrund der fixen Devisenterminkurse nicht.

Rückstellungen

Die Rückstellungen gliedern sich wie folgt auf:

Kosten Archivierung TEUR 31,5
Gewährleistung TEUR 51,8
Personalkosten TEUR 167,2
übrige TEUR 28,6
gesamt TEUR 279,1

Verbindlichkeiten

Die nachfolgende Darstellung zeigt die Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten:

Posten Bilanzwert
TEUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit 1-5 Jahre
TEUR
Restlaufzeit größer 5 Jahre
TEUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.484 1.484 0 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 628 628 0 0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 172 172 0 0
2.284 2.284 0 0

Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Sicherheiten in Form üblicher Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 13.882,66 (Vorjahr € 13.387,50) enthalten.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.

VI. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkung auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 haben.

VII. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 8 Angestellte beschäftigt, ermittelt nach § 267 Abs.5 HGB.

Geschäftsführer sind: Herr Achim Lüke, Vertrieb und Einkauf, Mülheim an der Ruhr und Frau Birgit Spiegelhoff, Finanzen, Mülheim an der Ruhr (bis 31.01.2023), Herr Peter Szameitat, Finanzen, Duisburg, (ab 01.02.2023) .

Für die Höhe der Bezüge wird die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Alleinige Gesellschafterin der Schauco Handelsgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr, ist die Schafstall Holding GmbH, Mülheim an der Ruhr.

VIII. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 1.417.728,21 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Mülheim, den 28.03.2024

gez. Achim Lüke, Geschäftsführer

gez. Peter Szameitat, Geschäftsführer

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.669,24 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 7.669,24 0,00 0,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 371.609,57 4.580,19 51.092,76
Summe Sachanlagen 371.609,57 4.580,19 51.092,76
Summe Anlagevermögen 379.278,81 4.580,19 51.092,76
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 7.669,24
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 7.669,24
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 325.097,00
Summe Sachanlagen 0,00 325.097,00
Summe Anlagevermögen 0,00 332.766,24
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.120,24 506,00 0,00 0,00 7.626,24
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 7.120,24 506,00 0,00 0,00 7.626,24
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 289.826,57 31.873,19 40.519,76 0,00 281.180,00
Summe Sachanlagen 289.826,57 31.873,19 40.519,76 0,00 281.180,00
Summe Anlagevermögen 296.946,81 32.379,19 40.519,76 0,00 288.806,24
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 43,00 549,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 43,00 549,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 43.917,00 81.783,00
Summe Sachanlagen 0,00 43.917,00 81.783,00
Summe Anlagevermögen 0,00 43.960,00 82.332,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 02.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk [1]

An die SCHAUCO Handelsgesellschaft mbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der SCHAUCO Handelsgesellschaft mbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der SCHAUCO Handelsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Mülheim, den 29. April 2024

Johannknecht, vereidigte Buchprüferin

[1] Es wird darauf hingewiesen, dass sich der Bestätigungsvermerk auf den vollständigen Jahresabschluss ohne die Inanspruchnahme der Erleichterungen gemäß § 327 HGB bezieht.

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