HFL Herbst Frischelogistik GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Steffen Kaiser seit 13.2.2024 | Prokura |
Robert Brier seit 16.3.2022 | Geschäftsführer |
Wolfgang Eydt seit 12.1.2022 | Prokura |
Uwe Jäger seit 21.6.2018 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 12.50% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Grenzebach GmbH & Co. KGAsbach-BäumenheimKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2022GRENZEBACH GMBH & CO. KG, ASBACH-BÄUMENHEIMA. Grundlagen des Konzerns 1. Die Grenzebach-Gruppe Die Grenzebach-Gruppe ist ein Spezialist für die Automatisierung industrieller Prozesse. Die Unternehmensgruppe entwickelt für die globalen Märkte der Glas- und Baustoffindustrie sowie der Intralogistik Automatisierungslösungen von der Planung bis zur Fertigung und Inbetriebnahme. Im Geschäftsbereich Glas verfügt Grenzebach über mehr als 40 Jahre Erfahrung in der Automatisierung von Fertigungsprozessen zur Herstellung und Veredelung von Flachglas. Das Angebot deckt einen wesentlichen Teil der gesamten Wertschöpfungskette einer Flachglasanlage ab. Vom Zinnbad über den Kühlkanal bis zum Kalten Ende, von der Formgebung bis zum Transport des Endprodukts ins Lager. Für die Baustoffindustrie entwickelt Grenzebach ressourceneffiziente thermodynamische Produktionsverfahren und erweitert diese bis hin zu schlüsselfertigen Fabriken. Zur Verarbeitung von Gips, Holz und Dämmstoffen bietet Grenzebach Lösungen von der Konzeptplanung für den Markteintritt über Bauplanungen bis hin zur Inbetriebnahme und Überwachung der Produktionsanlagen an. Verfahrenstechnische Apparate und technisch anspruchsvolle Sonderlösungen für die Prozesstechnik ergänzen das Portfolio. Mit intelligenten Fahrerlosen Transportsystemen (FTS) schließt Grenzebach Automatisierungslücken in der Produktions- und Lagerlogistik. Das Unternehmen verbindet diese FTS mit klassischer Fördertechnik und moderner Robotik. Bei der Prozessentwicklung und der Industrialisierung des Rührreibschweißverfahrens (FSW), mit dessen Hilfe unterschiedliche Materialien ohne Schweißzusatz mediendicht verfugt werden können, bringt Grenzebach langjährige Erfahrung mit. Darüber hinaus verfügt Grenzebach über Kernkompetenzen bei der Veredelung von Gussteilen für High-Tech-Anwendungen sowie im Bereich der Automatisierung und Vernetzung von additiven Fertigungsverfahren. Unter der Marke ENVELON entwickelt, fertigt und vertreibt Grenzebach solar-aktive Gebäudefassaden und leistet damit einen wertvollen Beitrag zur klimafreundlichen und nachhaltigen Stromerzeugung. 2. Beteiligungen Während des Geschäftsjahres 2022 kam es u.a. zur Gründung der folgenden Gesellschaften:
Im gleichen Zeitraum wurden die Verschmelzungen der Grenzebach Digital GmbH (Asbach-Bäumenheim), der Grenzebach Automation GmbH (Asbach-Bäumenheim), der dr. schwab Inspection Technology GmbH (Asbach-Bäumenheim) sowie der GFT German Floatglass Technology GmbH (Gelsenkirchen) jeweils auf die Grenzebach Maschinenbau GmbH vollzogen. Mit Wirkung zum 1. August 2022 wurde die Umfirmierung der inos Hellas S.A. zur Grenzebach Hellas S.A., Athen, Griechenland, vorgenommen. Durch Kauf- und Übertragungsvertrag vom 18. Oktober 2022 erfolgte die Übertragung der Geschäftsanteile der Grenzebach Hellas S.A. von der inos Automationssoftware GmbH, Asbach-Bäumenheim, an die Grenzebach International GmbH, Asbach-Bäumenheim. Ab Januar 2022 firmierte die ehemalige CNUD EFCO Operations Srl. unter dem neuen Gesellschaftsnamen Grenzebach Romania S.R.L., lasi, Rumänien. 3. Forschung und Entwicklung Die Grenzebach-Gruppe hat im Berichtszeitraum 2022 zum weiteren Ausbau der Marktposition und zur Stärkung des technologischen Know-hows die Entwicklung neuer Produkte, Verfahren und Systeme in den Geschäfts- und Produktfeldern Glas, Baustoffe, Intralogistik und Special Technologies wesentlich vorangetrieben. Mit dem Fokus auf "Künstliche Intelligenz" und "Machine Learning" erfolgte darüber hinaus die Fortsetzung der Digitalisierungsoffensive. Viele der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bei Grenzebach zielen darauf ab, den Energieverbrauch und die CO 2 -Emissionen zu reduzieren. An der hauseigenen IIot-Plattform SERICY wurde in der Berichtsperiode kontinuierlich weiterentwickelt, ausgerichtet jedoch mit einem starken Fokus auf die Bedürfnisse der bestehenden Kerngeschäftsbereiche sowie deren Märkte. Große Fortschritte konnten darüber hinaus im Bereich der App-Entwicklungen für SERICY erzielt werden. Im Bereich der Flachglas-Anlagen konzentrierten sich die Entwicklungsaktivitäten auf das sogenannte "Hot-End". Im Mittelpunkt dabei stand die komplette Neukonzeption eines vollautomatisierten Kühlkanals. Als besonderes Feature ist hierbei ein digitaler Zwilling der physikalischen Kühlstrecke samt Automatisierung hervorzuheben, mit dessen Unterstützung diverse Glasrezepturen computergestützt getestet, erarbeitet und optimiert werden können. Bei den verfahrenstechnischen Anlagen stand das Thema "Recycling" im Zentrum der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten. In Kooperation mit verschiedenen wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen wurde an Konzepten und Technologien für die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm sowie für die Wiederaufbereitung von Asphalt gearbeitet. Mit der Entwicklung eines neuartigen Elektroschmelzofens für Mineralwolle, der mit "grünem" Strom betrieben werden kann, soll zukünftig eine CO 2 -neutrale Alternative zu herkömmlichen Schmelzöfen geschaffen werden. Der Abschluss dieses Entwicklungsvorhabens ist für 2023 geplant. In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundprojekt "POLYLINE" wurde die mit den Forschungspartnern gemeinsam entwickelte vollautomatische Produktionszelle fertiggestellt. Dieses Projekt liefert einen wichtigen Beitrag zur Realisierung eines automatisierten und effizienten Produktionsverfahrens für den Polymer-3D-Druck. Die nicht auftragsbezogenen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) betrugen im Geschäftsjahr 2022 in Summe 11,9 Mio. EUR (Vj. 13,3 Mio. EUR). Die Forschungs- und Entwicklungsquote, d.h. die F&E-Aufwendungen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, lag in der Gruppe bei 3,3 v.H. und damit unter dem Vorjahresniveau von 4,2 v.H. Darüber hinaus sind im Rahmen von Kundenaufträgen weitere Entwicklungsprojekte durchgeführt worden. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft wurde im Berichtszeitraum 2022 von diversen geopolitischen Krisen, geldpolitischen Maßnahmen sowie energiepolitischen Herausforderungen geprägt. Zudem waren die Folgen der Corona-Pandemie, wenngleich abgeschwächt, noch weiterhin spürbar. Die zu Jahresbeginn eingeleiteten Lockerungen der COVID-19-Restriktionen gaben Anlass zur Hoffnung, dass die globale Konjunktur trotz einiger Rezessionssorgen eine sanfte Landung hinlegen könnte. Dieser Optimismus wurde jedoch durch die russische Invasion in die Ukraine schnell wieder relativiert. Die sanktionsbedingten Engpässe bei der Energiebereitstellung sorgten für eine Inflation, wie sie seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr gesehen wurde (+8,8 v.H.). Die Zentralbanken sahen sich daraufhin veranlasst, die geldpolitischen Zügel enger zu ziehen und teilweise beträchtliche Zinserhöhungen vorzunehmen. Die globalen Preissteigerungen konnten in der zweiten Jahreshälfte dadurch zwar gebremst werden, zeitgleich hatte dies in vielen Regionen aber auch negative Auswirkungen auf das Finanzierungsumfeld. Engpässe auf den Arbeitsmärkten im Zusammenhang mit dem Verlust an Kaufkraft übte Druck auf die Lohn- und Gehaltsstrukturen aus. Hinzu kam die anhaltende Lieferkettenproblematik. Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds ist die globale Wirtschaftsleistung im Gesamtjahr 2022 preisbereinigt nur noch um 3,4 v.H. gewachsen. Die Vereinigten Staaten sahen sich in der ersten Hälfte des Jahres 2022 mit einem negativen Wirtschaftswachstum konfrontiert. Ursache dafür war eine rückläufige private Binnennachfrage sowie eine schrumpfende Bautätigkeit. Mitte des Jahres erreichte die Inflation in den USA den höchsten Wert seit vier Jahrzehnten. Die Federal Reserve reagierte mit kräftigen Zinsanhebungen. Die Preissteigerungen konnten abgeschwächt werden, blieben jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau. Auf Jahressicht lagen die Konsumentenpreise in den USA bei 8,1 v.H. Das BIP der USA verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Zuwachs von lediglich 2,0 v.H. Die Wachstumsdynamik der chinesischen Volkswirtschaft wurde durch die strikte Null-Covid-Politik sowie durch die massiven Probleme im Immobiliensektor begrenzt. Hinzu kam die Abkehr der chinesischen Führung von einer Politik hoher Wachstumsraten. Mit einem BIP-Zuwachs von 3,0 v.H. entwickelte sich die Konjunktur Chinas damit im Vergleich zum Wachstum aller Schwellenländer (+3,9 v.H.) unterdurchschnittlich. Die konjunkturelle Situation in Europa war eng mit den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs verflochten. Ökonomisch gesehen hatte der Überfall Russlands eine unsichere Versorgungslage im Hinblick auf Gas und enorme Preissteigerungen bei fossilen Brennstoffen im Euroraum zur Folge. Die Verbraucherpreise kletterten in ungeahnte Sphären (+8,3 v.H.), das Konsumentenvertrauen trübte sich entsprechend ein. Die anhaltende Lieferkettenproblematik verschärfte die Lage zusätzlich. Als Reaktion auf die hohe Inflation reagierte die Europäische Zentralbank ab Jahresmitte mit steigenden Leitzinsen. Das erschwerte Finanzierungsumfeld hinterließ Spuren in zinssensitiven Märkten, wie der Immobilienwirtschaft. Dass die Euro-Zone trotzdem einen höheren Zuwachs beim BIP (+3,5 v.H.) als die USA verzeichnen konnte, resultierte vor allem aus pandemiebedingten Basis- und Nachholeffekten, z.B. im Tourismus, sowie aus konjunkturstützenden Maßnahmen der EU und einzelner Mitgliedsstaaten. Auch die deutsche Volkswirtschaft konnte sich den zahlreichen Belastungsfaktoren nicht entziehen. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes verbuchte die deutsche Wirtschaft im Jahresverlauf ein preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt von 1,8 v.H. Die Produktion im deutschen Maschinen- und Anlagenbau lag im Jahr 2022 real betrachtet um 0,5 v.H. höher als im Vorjahreszeitraum. Das Produktionswachstum wäre deutlich höher ausgefallen, wenn nicht hartnäckig gestörte Lieferketten und Schwierigkeiten bei der Energieversorgung die Produktion so stark und nachhaltig unter Druck gesetzt hätten. Allerdings blieb der von nicht wenigen erwartete Einbruch der Maschinenproduktion aus. In Folge der deutlich anziehenden Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal 10,5 v.H. zu. Produktion und Umsatz erreichten zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 237 bzw. 244 Mrd. Euro. Der Auftragseingang startete mit deutlich zweistelligen realen Plusraten ins Jahr, verlor im Jahresverlauf aber zusehends an Dynamik. Starke Produktionsbehinderungen und die nur allmählich abflauende Nachfrage führten zu Rekordauftragsbeständen. Im Maschinenbaudurchschnitt lag die Auftragsreichweite zeitweise bei über einem Jahr. 2. Geschäftsverlauf der Grenzebach-Gruppe a) Umsatzentwicklung Die Grenzebach-Gruppe konnte 2022 einen konsolidierten Umsatz von insgesamt 361,9 Mio. EUR verbuchen. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem ein Umsatz von 313,3 Mio. EUR erwirtschaftet wurde, bedeutet dies einen Zuwachs von 15,5 v.H. Zu diesem Umsatzsprung haben im Wesentlichen die Business Units Glas und Special Technologies beigetragen. Die konsolidierte Betriebsleistung (Summe der ersten beiden Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung) lag bei 456,1 Mio. EUR (Vj. 309,1 Mio. EUR). Der Umsatz nach Geschäftsbereichen gliedert sich wie folgt auf:
In der Business Unit Special Technologies sind die Business Channels Gussfertigung, Rührreibschweißen (FSW) sowie Additive Fertigung enthalten. Umsatzerlöse aus den Geschäftsaktivitäten der Millennium Control Systems, der inos Automationssoftware GmbH sowie der Grenzebach Envelon GmbH finden sich unter "Sonstige" wieder. b) Auftragseingang Im abgelaufenen Berichtszeitraum erzielte die Grenzebach-Gruppe einen konsolidierten Auftragseingang über alle Geschäftsbereiche von 597,7 Mio. EUR (Vj. 437,3 Mio. EUR). Verglichen mit dem bereits sehr guten Vorjahr hat sich der Wert um 36,7 v.H. nochmal erhöht, was insbesondere auf eine unerwartet hohe Nachfrage zurückzuführen ist. Der Auftragseingang nach Geschäftsbereichen gliedert sich wie folgt auf:
c) Auftragsbestand Die Grenzebach-Gruppe weist zum 31. Dezember 2022 einen konsolidierten Auftragsbestand von 633,8 Mio. EUR (Vj. 430,0 Mio. EUR) aus. d) Beschaffung Die Materialaufwandsquote im Geschäftsjahr 2022, d.h. der Anteil des Materialaufwands für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Leistungen (281,3 Mio. EUR) an der Betriebsleistung (456,1 Mio. EUR), betrug 61,7 v.H. Diese Quote hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (54,1 v.H.) deutlich erhöht und ist eine Folge stark gestiegener Material- und Energiepreise. e) Investitionen Das Volumen der im Geschäftsjahr getätigten Investitionen in Sachanlagen und in immaterielle Vermögensgegenstände beträgt 17,1 Mio. EUR (Vj. 10,0 Mio. EUR). Zu den Investitionsschwerpunkten zählten im Wesentlichen die Digitalisierung inkl. Apps und Neuprodukte, die neue Fertigungslinie für PV-Module der ENVELON sowie Ersatzbeschaffungen an den diversen Fertigungsstandorten. f) Personal- und Sozialbereich Im Durchschnitt des Jahres 2022 waren in der Grenzebach-Gruppe 1.518 (Vj. 1.422) Mitarbeiter (ohne Auszubildende) beschäftigt. Davon entfielen auf die operativen Gesellschaften
3. Lage der Grenzebach-Gruppe a) Ertragslage Verbesserte Umsatzerlöse sowie eine deutliche Erhöhung der Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen haben im Geschäftsjahr 2022 die konsolidierte Gesamtleistung um 46,8 v.H. auf 487,8 Mio. EUR (Vj. 332,2 Mio. EUR) ansteigen lassen. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 9,4 Mio. EUR auf 28,3 Mio. EUR (Vj. 18,9 Mio. EUR). Diese beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Die Personalaufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 11,0 v.H. auf 114,5 Mio. EUR (2021: 103,2 Mio. EUR), was mit einer Zunahme der Mitarbeiterzahl korrespondiert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich mit 78,9 v.H. auf 62,6 Mio. EUR zur Vorperiode (2021: 35,0 Mio. EUR). Der Anstieg resultiert vor allem aus einer Verdoppelung der Versandaufwendungen, gestiegenen Reisekosten und Fremdwährungsaufwendungen. Das Ergebnis vor Zins und Steuern (EBIT) liegt mit 23,4 Mio. EUR um 2,2 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 21,2 Mio. EUR. Bei der Entwicklung des EBIT ist zu berücksichtigen, dass Bewertungsänderungen bei den fertigen Erzeugnissen und Rückstellungen zu einem positiven Ergebniseffekt von 15,5 Mio. EUR geführt haben. Das Finanzergebnis beträgt 1,1 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung der Ertragsteuern von -2,2 Mio. EUR (Vj. -9,0 Mio. EUR) ergibt sich für die Grenzebach-Gruppe ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 22,3 Mio. EUR gegenüber 12,6 Mio. EUR im Vorjahr. In dem Steueraufwand sind Erträge aus latenten Steuern in Höhe von 4,5 Mio. EUR (gegenüber einem Aufwand aus latenten Steuern in Höhe von 4,9 Mio. EUR im Vorjahr) enthalten. b) Vermögens- und Finanzlage Das gesamte Anlagevermögen der Grenzebach-Gruppe veränderte sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2022 um 22,1 Mio. EUR von 211,7 Mio. EUR auf 233,8 Mio. EUR. Das Finanzanlagevermögen stieg insgesamt deutlich um 21,0 Mio. EUR auf 180,6 Mio. EUR (Vj. 159,6 Mio. EUR), was insbesondere auf eine Erhöhung der Ausleihungen an verbundene Unternehmen zurückzuführen ist. Das Sachanlagevermögen weist nach Berücksichtigung der Abschreibungen einen Wert von 40,9 Mio. EUR aus (Vj. 35,6 Mio. EUR). Das immaterielle Anlagevermögen ist aufgrund des Abschlusses von Sale-and-Lease-back Verträgen gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Das Umlaufvermögen konnte einen Zuwachs von 30,6 Mio. EUR auf 213,6 Mio. EUR (Vj. 182,9 Mio. EUR) verzeichnen. Während sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände im Jahresvergleich um 52,5 Mio. EUR erhöhten, reduzierte sich das Guthaben bei Kreditinstituten um 15,3 Mio. EUR von 88,6 Mio. EUR auf 73,3 Mio. EUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen von 44,7 Mio. EUR auf 71,2 Mio. EUR (+59,4 v.H.), was auf eine sehr starke Umsatzlegung zum Jahresende 2022 zurückzuführen ist. Die Zunahme bei den sonstigen Vermögensgegenständen resultiert im Wesentlichen aus der Ausreichung eines Darlehens an fremde Dritte. Dem stehen Verbindlichkeiten von insgesamt 113,1 Mio. EUR gegenüber. Im Vergleich zum Vorjahr (74,5 Mio. EUR) entspricht dies einem Anstieg von 52,0 v.H. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Jahresverlauf von 10,2 Mio. EUR um 20,2 Mio. EUR auf 30,4 Mio. EUR ausgeweitet. Es handelt sich hierbei sowohl um Inanspruchnahmen aus Darlehen, die eine feste Zinsbindung haben, als auch um Inanspruchnahmen von Betriebsmittelkrediten. Insgesamt wurden der Grenzebach-Gruppe Kreditlinien in Höhe von 183,3 Mio. EUR eingeräumt, davon dienen 122,5 Mio. EUR als reine Avalfazilitäten. Zugenommen haben die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 32,4 Mio. EUR auf 40,9 Mio. EUR. Die Rückstellungen in Höhe von 68,3 Mio. EUR (Vj. 75,8 Mio. EUR) setzen sich vor allem aus kunden- und auftragsspezifischen Verpflichtungen (33,5 Mio. EUR; Vj. 42,4 Mio. EUR), Verpflichtungen im Personalbereich (13,2 Mio. EUR, Vj. 11,7 Mio. EUR) sowie sonstigen Risiken (18,3 Mio. EUR, Vj. 19,5 Mio. EUR) zusammen. Die gesamten Vorräte in Höhe von 265,3 Mio. EUR sind durch die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von 291,1 Mio. EUR um das 1,1-fache gedeckt. Der Deckungsgrad hat sich gegenüber dem Vorjahr (1,19-fache) damit leicht vermindert. Das Eigenkapital per 31. Dezember 2022 beträgt 276,5 Mio. EUR (Vj. 255,4 Mio. EUR). Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote in Höhe von 59,3 v.H. (Vj. 62,5 v.H.). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit fällt mit -15,1 Mio. EUR niedriger aus als im Vergleich zum Vorjahr (+17,9 Mio. EUR). Dies ist v.a. auf eine sehr starke Veränderung des Working Capitals zurückzuführen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt -12,9 Mio. EUR (Vorjahr -30,4 Mio. EUR). Wesentliche Auszahlungen erfolgten aufgrund von Investitionen in das Finanzanlagevermögen. Dem standen größere Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens sowie aus dem Verkauf von Wertpapieren gegenüber. Durch Gesellschafterentnahmen und durch die Inanspruchnahme von zusätzlichen Bankkrediten weist der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit einen Wert von 10,4 Mio. EUR aus. Der Finanzmittelfonds hat sich im Geschäftsjahr 2022 durch die genannten Sachverhalte insgesamt um -17,6 Mio. EUR auf 65,2 Mio. EUR vermindert. Der Gesamtwert aus Kassenbeständen, Guthaben bei Kreditinstituten und den Wertpapieren im Umlaufvermögen beträgt 73,3 Mio. EUR (Vj. 88,6 Mio. EUR). Die Fähigkeit, allen bestehenden Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, ist durch die Grenzebach-Gruppe weiterhin uneingeschränkt gewährleistet. 4. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Das Streben nach wirtschaftlichem Erfolg ist für Grenzebach auch mit dem Übernehmen unternehmerischer Verantwortung verbunden. Nachhaltigkeit heißt für Grenzebach, die Qualität der Produkte und Dienstleistungen laufend zu steigern, Umwelt- und Klimaschutz zu betreiben, Arbeits- und Gesundheitsschutz im Unternehmen zu verankern und sich mit sozialen Projekten aktiv in die Gesellschaft einzubringen. Um die Ziele in diesen Bereichen konsequent voranzutreiben, setzt Grenzebach auf ein integriertes Managementsystem. Als global agierender Konzern ist die Grenzebach-Gruppe auf qualifizierte, engagierte und leistungsfähige Mitarbeitende angewiesen. Um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden und um bestmögliche Leistung erbringen zu können, versucht Grenzebach seinen Mitarbeitenden ein dazu geeignetes Arbeitsumfeld zu offerieren, mit Möglichkeiten zur Gesundheitsförderung und mit flexiblen Arbeitszeitmodellen. Im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung, mit dem Programm "Gesundheit und Wohlbefinden", bietet Grenzebach seinen Mitarbeitenden jedes Jahr unterschiedliche Themenschwerpunkte an. Diese adressieren im Wesentlichen die Hauptursachen für diverse Zivilisationskrankheiten wie Bewegungsmangel, falsche Ernährung und Stress. Sportliche Aktivitäten stehen dabei ebenso auf dem Programm wie Leistungen zur Gesundheitsvorsorge. Im Berichtsjahr lag die unternehmensweite Krankenquote bei 4,1 v.H. (Vj. 3,6 v.H.). Bereits seit mehreren Jahren ermöglicht die Unternehmensgruppe seinen Mitarbeitenden die Nutzung von Mobile Working, um die Vereinbarkeit von Berufs-, Privat- und Familienleben weiter zu fördern. In besonders herausfordernden Zeiten wie der Corona-Pandemie hat sich dieses Arbeitskonzept als besonders nützlich erwiesen, da es auch das Infektionsrisiko für alle Mitarbeitende signifikant reduzierte. Grenzebach weiß um die Bedeutung von gut ausgebildeten Mitarbeitenden und bietet daher ein breites Angebot an Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen an. Im Berichtsjahr 2022 waren in der Grenzebach-Gruppe im Durchschnitt 69 Auszubildende (Vj. 75) beschäftigt, u.a. in den Ausbildungsberufen Industriemechaniker/-in, Elektroniker/-in, Industriekaufmann/-frau sowie Fachinformatiker/-in. In Kooperation mit der Hochschule Augsburg und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg offeriert Grenzebach interessierten Berufsanfängern/-innen mit Hochschulreife die Möglichkeit mehrerer dualer Studiengänge. Dadurch können schon frühzeitig hochqualifizierte Fachkräfte an das Unternehmen gebunden werden. Die fachliche und methodische Qualifizierung sowie die persönliche und berufliche Weiterentwicklung sind für die Grenzebach-Gruppe wesentliche Erfolgsfaktoren. Seminare von Mitarbeitenden für Mitarbeitende, externe Trainings, E-Learnings, Coachings, Führungskräfteentwicklungsprogramme, Inhouse Seminare oder auch weiterführende Bildungsmaßnahmen, wie beispielsweise Betriebs- und Fachwirte, Techniker oder berufsbegleitende Studiengänge werden dazu angeboten. Grenzebach stellt die Kundenzufriedenheit in den Fokus der täglichen Arbeit. An den Standorten in Deutschland, den USA und in China ist das integrierte Managementsystem von Grenzebach gemäß den gültigen ISO-Normen für Qualitätsmanagement sowie Arbeits- und Umweltschutz bereits vollständig etabliert und zertifiziert. Darüber hinaus ist an den Standorten in Hamlar und Bad Hersfeld ein Energiemanagementsystem, zertifiziert gemäß ISO-Norm 50001, implementiert. Mit dieser systematischen Vorgehensweise beschreitet Grenzebach nun kontinuierlich und verstärkt den Pfad der Nachhaltigkeit. Im Berichtszeitraum 2022 wurde das Grenzebach "Energy- and Environmental Program (GEEP)" eingeführt, worüber mit einer einheitlichen Methodik die Verbesserungspotentiale und Maßnahmen an den Standorten in USA, China, Rumänien und Deutschland zentral gesammelt, mit einem Grenzebach-Nachhaltigkeitsindex bewertet und zur Umsetzung gebracht werden. Des Weiteren erfolgte die Zertifizierung des rumänischen Standorts in Iasi nach der ISO-Norm 9001. 5. Gesamtaussage Die Grenzebach-Gruppe verzeichnete 2022 ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr. Die gebuchten Auftragseingänge von 597,7 Mio. EUR sind das Ergebnis einer sehr starken Nachfrage nach Glas-Produktionstechnologien und -lösungen für Photovoltaikanlagen in Asien und Nordamerika sowie nach Gipsanlagen in Europa und Nordamerika. Mit einem rechnerischen Auftragsbestand von 633,8 Mio. EUR zum Jahresende sollten die geplanten Umsatzerlöse für 2023 gesichert werden können. Durch Verzögerungen bei der Abnahme einzelner Großprojekte wurde das ambitionierte Umsatzziel für 2022 nicht erreicht. Da sich die Bestände entsprechend stark erhöht haben, wurde die Erwartung an die Gesamtleistung jedoch im Wesentlichen erzielt. Eine gute Margenqualität im Bereich des After Sales sowie Auflösungen von Risikovorkehrungen haben dazu beigetragen, dass das Geschäftsergebnis (EBIT) mit 23,4 Mio. EUR über dem anvisierten Plan liegt. C. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht 1. Risiko- und Chancenbericht a) Grundsätze Grenzebach ist eine global aufgestellte und international operierende Unternehmensgruppe. Jedes unternehmerische Handeln eröffnet neue geschäftliche Chancen, aber insbesondere in technologischer Hinsicht auch Risiken. Ziel der Geschäftsführung der Grenzebach-Gruppe ist es, diese Risiken zu minimieren und die potenziellen Chancen zu nutzen, um den langfristigen Fortbestand des Unternehmens zu gewährleisten sowie den Unternehmenswert zu steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Geschäftsführung ein umfassendes Risikomanagementsystem innerhalb des Konzerns installiert, mit dem externe und interne Risiken für alle Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften systematisch und kontinuierlich identifiziert, bewertet, gesteuert, kontrolliert und berichtet werden. b) Risikomanagement Das Treasury der Grenzebach-Gruppe stellt sicher, dass jederzeit ausreichend Liquidität für das operative Geschäft und für Investitionen zur Verfügung steht. Dazu wird im Bedarfsfall auf die von den Hausbanken gewährten Kreditlinien zurückgegriffen. Risiken aus Zins- und Währungskursänderungen werden bei Bedarf mittels entsprechender Sicherungsinstrumente (z.B. Devisentermingeschäfte) minimiert. Translationsrisiken - also Bewertungsrisiken für Bilanz- und GuV-Positionen in fremden Währungen - werden grundsätzlich nicht abgesichert, jedoch laufend beobachtet. Das aus der Volatilität der Leitwährungen resultierende ökonomische Wechselkursrisiko wird durch die Verteilung der Produktionsstandorte auf mehrere Regionen reduziert (Natural Hedging). Zur Hebung von Zusatzerträgen mit dem Ziel, das Finanzergebnis zu stärken, kommen Geld- und Kapitalmarktinstrumente in verschiedenen Währungen zum Einsatz. Im Bereich Controlling werden die finanzwirtschaftlichen und rechtlichen Risiken identifiziert, analysiert und bewertet, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Grenzebach mittel- und langfristig gefährden können. Eine Mittelfristplanung auf Basis der antizipierten Auftragseingänge und Umsätze sowie unter Berücksichtigung der strategischen Ausrichtung erfolgt einmal im Jahr. Daraus werden u.a. Planungen für die Entwicklung des Personalbestandes und für die zu tätigenden Investitionen abgeleitet. Um kurz- bzw. mittelfristige Kapazitätsengpässe in der Fertigung zu vermeiden, werden die von den Vertriebseinheiten unterbreiteten Angebote hinsichtlich ihrer Auftragswahrscheinlichkeit turnusgemäß analysiert. Das Projektmanagement überwacht alle in der Abwicklung befindlichen Projekte insbesondere auf Einhaltung der kalkulierten Budgets und der zu erfüllenden vertraglichen Leistungskriterien sowie auf Nichtüberschreitung der schriftlich vereinbarten Termine. Bei sich abzeichnenden Risiken wie z.B. Kostenüberschreitung, Verzug oder Nichterfüllung vertraglicher Zusagen werden Maßnahmen eingeleitet, um einen Risikoeintritt zu vermeiden oder die Auswirkungen des entsprechenden Risikos zu minimieren. Kundenverträge werden vor Unterzeichnung sorgfältig geprüft, um etwaige rechtliche, finanzielle, terminliche oder technische Risiken auszuschließen. Für Risiken, die das kalkulierte Auftragsergebnis voraussichtlich negativ beeinflussen, wird schon frühzeitig eine ausreichend bilanzielle Vorsorge getroffen. Daneben unterliegt der Versicherungsbestand im Bereich der Personen- und Sachversicherungen einer jährlichen Überprüfung, ob die vorhandenen Deckungen angesichts der getroffenen Risikoeinschätzungen ausreichend sind. Die Rechtsberatung sowie die Beratung im Bereich der gewerblichen Schutzrechte sind wichtige Instrumente, um potenzielle Risiken auf vertraglicher Ebene zu minimieren. Um Versorgungssicherheit zu gewährleisten und um auf Veränderungen flexibel reagieren zu können, beobachten operativer und strategischer Einkauf intensiv die Beschaffungsmärkte, ermitteln alternative Bezugsquellen und auditieren potenzielle und bestehende Zulieferer. Den Risiken, die sich aus Personalfluktuation und Nachwuchskräftemangel ergeben können, wirkt die Grenzebach-Gruppe mit Aus-, Fortbildungs- und Qualifizierungsangeboten, mit einer leistungsgerechten Vergütung sowie einer betrieblichen Altersversorgung und einem Maßnahmen-Katalog für das Recruiting an Schulen und Hochschulen entgegen. Die IT-gestützte gruppenweit vereinheitlichte Abwicklung der Geschäftsprozesse führt neben allen damit verbundenen Vorteilen, auf die ein modernes Unternehmen nicht mehr verzichten kann, natürlich auch zu Risiken hinsichtlich Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Systemintegrität. Hohe IT-Sicherheitsstandards und gruppenweit geltende IT-Sicherheitsrichtlinien begrenzen das Risiko von Systemausfällen, Datenverlusten sowie von unberechtigten Datenzugriffen. Wiederkehrende Überprüfungen und Anpassungen der eingesetzten Systeme sorgen dafür, dass die IT-Landschaft innerhalb des Unternehmens auf dem aktuellen Stand der Technik ist, so dass eine sichere Abwicklung der Geschäftsprozesse gewährleistet ist. Um sicherzustellen, dass die Erfassung und Bewertung von Einzelrisiken ab einer definierten Größenordnung, sowie der Umgang mit diesen Risiken, d.h. deren Kommunikation, Überwachung und Steuerung, gruppenweit einheitlich erfolgt, wurde eine Risikomanagement-Richtlinie erarbeitet und implementiert. Die Risikomanagement-Richtlinie legt u.a. fest, wie Risiken inventarisiert und im Hinblick auf die Wirksamkeit der eingeleiteten Maßnahmen permanent bewertet werden. Die in den Einzelgesellschaften erfassten Risiken werden auf Gruppenebene in einem Gruppeninventar zusammengefasst und quartalsmäßig den zuständigen Gremien berichtet. c) Strategische Risiken und Chancen Seit einiger Zeit zeichnen sich auf den Weltmärkten neue Bewegungen und Trends ab. Hervorzuheben sind hier ein wachsender Protektionismus, die Ausprägung einer vermehrten lokalisierten und lokal-orientierten Welt, die Entstehung neuer Strukturen und Netzwerke sowie ein Anstieg von Regularien und Handelsbeschränkungen. Um darauf entsprechend reagieren zu können, wurde die NEXT-Grenzebach-Strategie entwickelt. NEXT-Grenzebach bündelt die Strategien und Pläne der verschiedenen Standorte und Business-Units für die nächsten Jahre. NEXT-Grenzebach bildet das Dach über all diesen Strategien, um ein gemeinsames und koordiniertes Vorgehen zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang wurden die gruppenweiten Leitlinien (Guiding Principles), die die Verantwortlichkeiten, Gestaltungsspielräume und Grenzen innerhalb der Grenzebach-Organisation definieren, weiterentwickelt. Zu den wichtigsten Leitprinzipien gehören:
Eine große Herausforderung für alle Business Units stellen die gestiegenen Material- und Logistikkosten dar. Zwar haben sich diese mittlerweile auf einem hohen Niveau stabilisiert, mit einer Entspannung kann in den kommenden Monaten jedoch nicht gerechnet werden. Ähnliches gilt für die Einhaltung von Lieferterminen. Durch die Vollauslastung der weltweiten Kapazitäten im Seeverkehr sowie den pandemiebedingten Verzögerungen bei der Abfertigung in wichtigen chinesischen Häfen werden viele Waren, insbesondere Halberzeugnisse, Elektronikbauteile und Halbleiter, mit großem Zeitverzug geliefert. Dieser Zustand beeinträchtigt die Aufrechterhaltung eines kontinuierlichen Fertigungsprozesses. Zukünftige Planungen beinhalten daher die Erbringung einer größeren Wertschöpfungsleistung von kundennahen Fertigungsstandorten innerhalb der Grenzebach-Gruppe. Im Einklang mit der Nachhaltigkeitsagenda von Grenzebach können dadurch nicht nur die Transportzeiten verkürzt, sondern auch die Umweltbelastungen reduziert werden. Aufgrund der von der Deutschen Bundesregierung gegen Russland und Belarus verhängten Sanktionen hat die Grenzebach-Gruppe alle Interaktionen mit russischen und belarussischen Lieferanten, Kunden und externen Mitarbeitern ausgesetzt. Dies hat keine wesentlichen und nachhaltigen Implikationen auf das Geschäftsergebnis der Grenzebach-Gruppe. d) Risiken und Chancen der Geschäftsbereiche Business Unit Glas Der globale Trend, die Energieversorgung von fossilen Brennstoffen auf grüne Technologien umzustellen, hat sich durch die explodierenden Energiepreise im Zusammenhang mit den Sanktionsmaßnahmen gegen Russland nochmals verstärkt und zu einem Umdenken in der Glasindustrie geführt. Hinzu kommen Tendenzen zu einer stärkeren Regionalisierung der Märkte, was auf länderspezifische Initiativen, wie z.B. den Inflation Reduction Act in den Vereinigten Staaten, zurückzuführen ist. Die robuste Nachfrage nach PV-Glasanlagen, ist dafür bezeichnend. Im Geschäftsbereich Faserzement wurde mit einem Key-Account-Kunden ein internationales Harmonisierungsprogramm aufgesetzt, mit dem Ziel, in den USA, Europa und Australien neue Fertigungslinien sowohl in bestehenden Werken als auch in neuen Fabriken zu integrieren. Als zukünftiger Premiumlieferant sollte Grenzebach in diesem Segment damit weitere Marktanteile gewinnen können. Um die steigende Nachfrage nach Turnkey-Anlagen bedienen zu können, wurde im Jahre 2022 mit der Gründung der GS Engineering GmbH ein Joint Venture mit einem namhaften Marktbegleiter eingegangen. Zukünftig sollen damit Komplettlösungen für Flachglas- und Solarglaslinien aus einer Hand angeboten und realisiert werden. Die Corona-Krise sowie der Krieg in der Ukraine wirken als Katalysatoren für bereits bekannte Trends, wie anhaltendes Kostenbewusstsein, die Forderung nach Produktinnovationen und einer erhöhten Krisensicherheit durch Lokalisierung. Grenzebach begegnet diesen Anforderungen mit einer Stärkung der Standorte in China, Rumänien, Indien und den USA. Gleichzeitig werden die digitalen Fähigkeiten ausgebaut, um z.B. Installationen und Inbetriebnahmen möglichst über Remote-Funktionalitäten zu unterstützen. Begleitet werden diese Initiativen durch kontinuierliche Optimierungen in den Prozessen, Entwicklungen von neuen Designs und digitaler Produkte sowie durch eine Stärkung des Produktmanagements. In Zeiten verändernder Märkte wird damit die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit angestrebt. Business Unit Baustoffe Nachdem die Business Unit Baustoffe stark unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie gelitten hat, hellt sich die Geschäftslage mittlerweile wieder auf. Namhafte Schlüsselkunden waren und sind wieder bereit, Investitionen in große Gipsfaser- bzw. Gipskartonplattenanlagen zu tätigen. Im Zuge der strategischen Stärkung der Regionen wurde im vergangenen Jahr die Vertriebsorganisation in Nordamerika mit Spezialisten aus der Baustoffindustrie weiter ausgebaut. Das Ziel ist eine effizientere Marktdurchdringung und eine größere Kundennähe zur Hebung zusätzlicher Potentiale in den Geschäftsbereichen Gips und Holzfurniere. Einhergehend mit der globalen Krise hat sich auch bei den Kunden der Baustoffindustrie das ausgeprägte Kostenbewusstsein weiter verfestigt. Umso wichtiger ist es daher für Grenzebach, günstige Wertschöpfungsalternativen zu etablieren. Business Unit Intralogistik Die in den letzten Jahren von der Business Unit Intralogistik unternommenen Anstrengungen, den AGV-Markt intensiv zu bearbeiten sowie enge und partnerschaftliche Kundenbeziehungen aufzubauen, hat sich bewährt. Mit einem Bestellvolumen von über 23 Mio. EUR wird Grenzebach als wichtiger Marktteilnehmer von AGV-Lösungen wahrgenommen. Um die Positionierung und Wettbewerbsfähigkeit in den beiden wichtigen Segmenten automatischer Teiletransport (Automated Goods Transport - AGT) und Ware zur Person (Goods To Person - GTP) weiter zu steigern, sind zahlreiche Initiativen aus der Produkt-Roadmap gestartet worden. Obwohl der wichtige AGT-Markt im Wesentlichen von Kunden aus dem automobilen Umfeld geprägt wird, ist es Grenzebach gelungen, seine Kundenbasis mit Unternehmen aus dem Maschinenbau und dem produzierenden Gewerbe zu erweitern. Für diese Kunden, bietet der von Grenzebach praktizierte ganzheitliche Beratungsansatz für automatisierte Logistikkonzepte gute Chancen für eine langfristige und nachhaltige Zusammenarbeit. Business Unit Special Technologies Zur Nutzung von Synergien sowie zur Bündelung des Knowhows und der Kapazitäten hat sich Grenzebach dazu entschlossen, die Bereiche Additive Fertigung (Additive Manufacturing - AM), Casting (Gussfertigung) und Rührreibschweißen (Friction Stir Welding - FSW) in der Business Unit "Special Technologies" zusammenzuschließen. Die additive Fertigung, weitgehend auch als 3D-Druck bezeichnet, ist ein aufstrebendes und innovatives Fertigungsverfahren, das bei der Herstellung von Prototypen aber auch zunehmend in der Serienfertigung zum Einsatz kommt und große Wachstumspotentiale aufweist. In enger Zusammenarbeit mit führenden Herstellern von industriellen 3D-Druckern entwickelt und vertreibt Grenzebach Peripherie-Equipment und Automatisierungslösungen für die Fertigungsindustrie Die ausgewiesene Expertise im Bereich des Rührreibschweißens beschert Grenzebach eine Vorreiterrolle im FSW-Markt. Die hohen Kundenanforderungen an Termin- und Liefertreue setzen aber ausreichende Fertigungs- und Personalkapazitäten voraus. Die Etablierung von Grenzebach als Zulieferer von Gussteilen auf den stark wachsenden Markt für Robotik und Automatisierung in China wird weitere Wachstumschancen beim Casting eröffnen. Hingegen erschweren die stark gestiegenen Frachtkosten für Überseetransporte eine bessere Positionierung im Europäischen Markt. Envelon Ein neues Wachstumsfeld für Grenzebach stellt das Thema "Gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV)" dar. Grenzebach hat dazu im Spätherbst 2022 eine hochautomatisierte und digitalisierte Fertigungslinie am Standort in Hamlar in Betrieb genommen. Unter dem Namen ENVELON werden rahmenlose BIPV-Module mit vielfältiger Farbgebung in Serie produziert und einem breiten Kundenspektrum angeboten. e) Zusammenfassende Bewertung In der Gesamtbetrachtung der Risiken ist die Grenzebach-Gruppe überwiegend (leistungs-)wirtschaftlichen Risiken aus den Geschäftsbereichen sowie finanzwirtschaftlichen Risiken durch Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Die Geschäftsführung der Grenzebach-Gruppe sieht gegenwärtig keine einzelnen oder aggregierten Risiken, die den Bestand der Gruppe unmittelbar gefährden könnten. Strategisch und auch finanziell ist Grenzebach so aufgestellt, dass die sich bietenden Geschäftschancen genutzt werden können. 2. Prognosebericht a) Ausblick Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2023 ist mit großen Unsicherheiten verbunden. Die komplexen Folgen des Ukraine-Kriegs sind aktuell noch nicht absehbar und werden die Weltwirtschaft weiterhin stark beeinflussen. Auch die möglichen Auswirkungen hoher Inflationsraten sowie eine restriktivere Geldpolitik der Notenbanken lassen sich nur schwer abschätzen. In Europa spielt zudem noch das Problem stark gestiegener Energiepreise und deren künftige Dynamik eine zentrale Rolle für den Konjunkturverlauf. Für das Gesamtjahr 2023 prognostiziert der IWF ein globales Wachstum von 2,9 v.H. In den USA dürfte die Federal Reserve ihre Zinspolitik bis zum Frühjahr 2023 weiter fortsetzen und den Leitzins bis auf 5,0 v.H. anheben. Der Druck auf Bauwirtschaft und privaten Konsum sollte weiterhin anhalten, da angesichts der nur langsam sinkenden Inflationsraten die Kaufkraftverluste das Verbrauchervertrauen belasten werden. Prognosen für die US-amerikanische Volkswirtschaft gehen von einem Zuwachs beim BIP von 1,4 v.H. aus. Unter den bedeutendsten Wirtschaftsregionen weist einzig China gute Voraussetzungen für eine Konjunkturerholung in 2023 auf. Nachdem die Wirtschaft in Fernost im vergangenen Jahr noch stark unter Corona-Einschränkungen zu leiden hatte, sollte die nun erfolgte Abkehr von der Null-Covid-Politik mit Nachholeffekten einhergehenden. Im Ergebnis dürften von den genannten Faktoren positive Impulse für die chinesische Konjunktur ausgehen und das BIP um 5,2 v.H. wachsen. Der Euroraum wird von den Verwerfungen der globalen Energiemärkte weiterhin stärker betroffen sein als jede andere Region der Welt. Massive Kaufkraftverluste aufgrund der hohen Inflation und enorme Kosten- und Ertragsbelastungen vieler Unternehmen sowie der partielle Verlust an Wettbewerbsfähigkeit dürften zu einer milden Rezession führen. Die EZB wird deshalb auch im Jahr 2023 an weiteren Leitzinserhöhungen festhalten. Insgesamt bleibt der Ausblick für die Eurozone angesichts der volatilen Preisentwicklungen und einer auch für den folgenden Winter (23/24) nicht gesicherten Energieversorgung verhalten positiv. Der IWF prognostiziert eine Wachstumsrate für Europa von 0,7 v.H. Nur geringes Wirtschaftswachstum sieht die Bundesregierung in den nächsten Monaten für Deutschland. Ihre Prognosen gehen von einem Anstieg beim BIP in Höhe von lediglich 0,5 v.H. aus. Die Inflationsrate sollte sich wieder im einstelligen Bereich einpendeln, jedoch auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau. Die Energiepreise dürften wieder sinken und von den Lebensmittelpreisen als Inflationstreiber abgelöst werden. Denkbar ist ein milder Rezessionsverlauf für die deutsche Wirtschaft, sofern eine ausreichende Energieversorgung weiterhin sichergestellt wird. Die VDMA-Volkswirte schätzen die Aussichten für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau sehr verhalten ein. Auch Sie verweisen dabei auf die bestehenden Unsicherheiten. Ihren Prognosen nach ist ein Rückgang in der realen Produktion von -2,0 v.H. denkbar. Die Geschäftsaktivitäten der Grenzebach-Gruppe werden in den kommenden Monaten maßgeblich von den hohen Material- und Energiepreisen, den nach wie vor angespannten Lieferketten, der Investitionsbereitschaft der Kunden sowie den Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Konflikt beeinflusst. Business Unit Glas Der Start in das Geschäftsjahr 2023 gestaltet sich für die Business Unit Glas vielversprechend. Die Projektpipeline ist gut gefüllt und sollte für eine Auslastung der Kapazitäten bis weit in das Jahr sorgen. Es ist davon auszugehen, dass mit dem im August 2022 unterzeichneten US Inflation Reduction Act (IRA) die Investitionsbereitschaft von US-amerikanischen Firmen in umweltfreundliche Technologiegüter weiter steigen wird. Davon sollte auch der globale Dünnschicht-PV-Sektor im Allgemeinen und Grenzebach als Anbieter von Produktionslagen im Speziellen profitieren. Business Unit Baustoffe Die Nachfragesituation für Baustoffapparate und -anlagen ist weiterhin gut. Auch wenn einzelne Key-Account-Kunden nach den großen Projektvergaben im Jahre 2022 bereits angekündigt haben, zurückhaltender bei ihren Investitionen zu agieren, deutet vieles darauf hin, dass die ambitionierten Auftragseingangsziele 2023 erreicht werden. Business Unit Intralogistik Im Fokus der BU Intralogistik steht weiterhin die Befähigung, komplette Systemlösungen anzubieten, ohne dabei die Anforderungen des Marktes aus den Augen zu verlieren. Im Rahmen der Intralogistik-Aktivitäten wird auch im Geschäftsjahr 2023 auf die weitere Digitalisierung ein besonderer Fokus gelegt. Nachdem kundenseitig eine größere Bandbreite an Fahrzeugen von Grenzebach gefordert wird, ist eine Erweiterung der bestehenden Produktpalette das Ziel. Business Unit Special Technologies Durch die weiter zunehmende Industrialisierung der additiven Fertigung rücken Effizienz, Prozesssicherheit sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Serienfertigung weiter in den Fokus. Dadurch entsteht eine gesteigerte Nachfrage nach Automatisierungslösungen im Bereich des 3D-Drucks, die zu einem weiteren Wachstum des Geschäftsbereichs im Jahr 2023 führen sollte. Grenzebach wird gemeinsam mit seinen Partnerunternehmen entsprechende Projekte mit bestehenden als auch neuen Produkten in den verschiedenen Wachstumsmärkten anbieten. Für den Bereich FSW hat sich Grenzebach vorgenommen, die Performance und Effizienz ganzheitlich zu steigern. Im Bereich der Gussfertigung wird durch die Entscheidung eines bedeutenden Key-Accounts, seine Endmontage innerhalb von China zu verlagern und weiter auszubauen, die Etablierung einer weiteren Betriebsstätte in unmittelbarer räumlicher Nähe zum Kunden erforderlich. Mit dieser Investition wird neben einer stärkeren Kundenbindung auch die Sicherung von weiterem Umsatzvolumen angestrebt. b) Gesamtaussage Angesichts der anhaltenden geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten stehen der Grenzebach-Gruppe auch für das Geschäftsjahr 2023 große Herausforderungen bevor. Grenzebach wird daher alles daransetzen, die eingeleiteten NEXT-Grenzebach-Strategien konsequent fortzuführen. Unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Konjunkturprognosen und Rahmenbedingungen sowie unter Abwägung der aktuellen Risiko- und Chancenpotentiale geht das Management der Grenzebach-Gruppe davon aus, dass die Umsatzerlöse im Jahre 2023 aufgrund eines sehr hohen Auftragsbestandes im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich anwachsen werden und sich die Auftragseingangssituation auf einem guten Niveau stabilisieren wird. Die aktuelle Prognose in einem sehr anspruchsvollen Umfeld sieht für das Geschäftsjahr 2023 eine leichte Steigerung bei der Betriebsleistung mit einem deutlich über dem Vorjahr liegenden EBIT vor.
Asbach-Bäumenheim, den 9. Mai 2023 Grenzebach
GmbH & Co. KG
Sonja Grenzebach-Proeller, Geschäftsführerin Prof. Dr. Olav Noack, Geschäftsführer KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022AKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2022
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2022GRENZEBACH GMBH & CO. KG, ASBACH-BÄUMENHEIMI. Allgemeines Die Grenzebach GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Asbach-Bäumenheim und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Augsburg (HRA 13100). Die Gesellschaft ist als kleine Personenhandelsgesellschaft im Sinne des § 264a i. V. m. § 267 Abs. 1 des Handelsgesetzbuches (HGB) einzustufen. Für den Konzernabschluss finden gem. § 298 Abs. 1 HGB die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften Anwendung. II. Konsolidierungskreis und Stichtag Im Verhältnis zu den nachfolgend in der Anteilsbesitzliste aufgeführten Gesellschaften ("K" und "nK") ist die Grenzebach GmbH & Co. KG Mutterunternehmen im Sinne des § 290 HGB. Weiter beinhaltet die Aufstellung die Angaben nach § 313 Abs. 2 Nr. 2 HGB.
K: vollkonsolidiertes Tochterunternehmen nK: keine Vollkonsolidierung; § 296 HGB B: Bilanzierung als Beteiligung, § 311 Abs. 2 HGB Im Konzernabschluss sind neben der Muttergesellschaft alle direkt und indirekt gehaltenen Tochterunternehmen, außer die in der obigen Tabelle mit "nK" gekennzeichneten Gesellschaften einbezogen. Die nicht konsolidierten Unternehmen sind für die Beurteilung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Im Geschäftsjahr 2022 wurden, die Anteile der Grenzebach Automation GmbH mit Sitz in Asbach-Bäumenheim, der dr. schwab Inspection Technology GmbH mit Sitz in Asbach-Bäumenheim, der GFT German Floatglass Technology GmbH mit Sitz in Gelsenkirchen sowie der Grenzebach Digital GmbH mit Sitz in Asbach-Bäumenheim, zum 01.01.2022 auf die Grenzebach Maschinenbau GmbH mit Sitz in Asbach-Bäumenheim verschmolzen. In 2022 wurden die Grenzebach Machinery (Guangdong) mit Sitz in Guangdong, die Grenzebach FT GmbH mit Sitz in Augsburg sowie die Envelon Coporation mit Sitz in Newnan gegründet. Diese werden gemäß § 296 Abs. 2 HGB wegen der untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die Beteiligungen an der in 2022 gegründeten GS Engineering GmbH mit Sitz in Lohr am Main (50% der Anteile) wird gem. § 311 Abs. 2 HGB mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Die Grenzebach Machinery Shanghai Ltd. wurde im Geschäftsjahr 2022 endkonsolidiert, daraus resultierten keinerlei Veränderungen in der Bilanz. Bilanzstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist, mit einer Ausnahme, der 31. Dezember 2022. III. Grundsätze der Konsolidierung Allgemeines Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt, sodass die Generalklausel, ein möglichst zutreffendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, erfüllt wurde. Die Grundsätze der Vollständigkeit und der Willkürfreiheit wurden beachtet. Die Bewertung der in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen erfolgte einheitlich nach den auf den Jahresabschluss des Mutterunternehmens angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Abweichungen von den in den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ausgeübten Bewertungswahlrechten liegen nicht vor. Die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wurden erstmalig zum 1. Januar 2010 angewendet. Änderungen in den Konsolidierungsmethoden wurden grundsätzlich nicht auf Erwerbsvorgänge angewendet, die in Geschäftsjahren getätigt wurden, die vor dem 1. Januar 2010 begonnen haben (Art. 66 Abs. 3 EGHGB). Auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen wurde gem. Art 67 Abs. 8 S. 2 EGHGB grundsätzlich verzichtet. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Unternehmenserwerbe bis zum 31. Dezember 2009 nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB in der Fassung vor dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz) durch Verrechnung der Buchwerte der Anteile mit dem auf den Konzern entfallenden Eigenkapital der einbezogenen Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Übersteigt der Buchwert das anteilige Eigenkapital, wurden die Unterschiedsbeträge mangels stiller Reserven als Firmenwert klassifiziert und gemäß § 309 Abs. 1 Satz 3 HGB a. F. mit den Rücklagen verrechnet. Liegt das anteilige Eigenkapital über dem Beteiligungsbuchwert, wird der passive Unterschiedsbetrag, der dem Eigenkapital zuzurechnen ist, gemäß § 301 Abs. 3 Satz 3 HGB (a. F.) mit den positiven Unterschiedsbeträgen verrechnet. Passivische Unterschiedsbeträge bestanden in Höhe von TEUR 7.579. Aktivische Unterschiedsbeträge bestanden in Höhe von TEUR 44.212. Per Saldo ergibt sich damit eine Verrechnung mit übrigen Rücklagen in Höhe von TEUR 36.633. Für Unternehmenserwerbe ab dem 1. Januar 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode. Die stillen Reserven und Lasten werden als Differenz zwischen den Zeit- und Buchwerten zuerst aufgedeckt. Die Beteiligung des Mutterunternehmens wird anschließend mit dem anteiligen neubewertetem Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Ein dabei eventuell resultierender Unterschiedsbetrag wird je nach Art (aktivisch oder passivisch) als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert oder als Unterschiedsbetrag auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen. Rein technisch entstehende Unterschiedsbeträge z.B. aus Anschaffungsnebenkosten oder Ergebnisvorträgen während der Konzernzugehörigkeit, werden sofort mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Schuldenkonsolidierung Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet. Soweit Aufrechnungsdifferenzen auf Währungsumrechnungen gemäß § 308a HGB beruhen, werden diese erfolgswirksam aufgelöst. Haftungsverhältnisse sind im erforderlichen Umfang konsolidiert worden. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Konzerninterne Umsatzerlöse und andere konzerninterne Erträge wurden mit den ihnen entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Soweit Aufrechnungsdifferenzen auf Währungsumrechnungen gemäß § 308a HGB beruhen, werden diese erfolgswirksam aufgelöst. Behandlung von Zwischenergebnissen Eine Zwischenergebniseliminierung bei in den Konzernabschluss zu übernehmenden Vermögensgegenständen, die auf Lieferungen und Leistungen zwischen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, wurde entsprechend § 304 HGB durchgeführt. Die betroffenen Vermögensgegenstände wurden in der Konzernbilanz mit Konzernherstellungskosten bewertet. Soweit Aufrechnungsdifferenzen auf Währungsumrechnungen gemäß § 308a HGB beruhen, werden diese erfolgswirksam aufgelöst. Steuerabgrenzungen Soweit das im Konzernabschluss ausgewiesene Jahresergebnis aufgrund der durchgeführten Konsolidierungsmaßnahmen von der Summe der Einzelergebnisse der einbezogenen Unternehmen abweicht, wurde der sich im Konzern ergebende Steueraufwand gemäß § 306 HGB abgegrenzt, soweit sich der zu hohe oder zu niedrige Steueraufwand in den Folgejahren voraussichtlich ausgleicht. Nicht beherrschende Anteile Auf konzernfremde Gesellschafter entfallende Anteile am Eigenkapital und am Ergebnis der Tochterunternehmen werden unter dem Posten "Nicht beherrschende Anteile" gemäß § 307 HGB als separater Posten im Eigenkapital ausgewiesen. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Erstellung der Jahresabschlüsse erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG). Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze wurden gegenüber dem Vorjahr bis auf folgendes unverändert beibehalten. Statt den geschätzten Gesamtherstellungskosten, wurden die noch anfallenden Herstellungskosten als Basis für die Berechnung von Restgemeinkosten für die verlustfreie Bewertung des Vorratsvermögens verwendet. Diese Änderung führte zu einer positiven Ergebnisauswirkung in Höhe von EUR 10,2 Mio. Die pauschale Garantierückstellung wurde im Berichtsjahr mit 0,5 - 1,25% statt 2% der Umsatzerlöse angesetzt, was den Materialaufwand in Höhe von EUR 5,3 Mio. positiv beeinflusst hat. Dem Grundsatz der Vorsicht wurde dadurch entsprochen, dass nur die am Abschlussstichtag realisierten Gewinne ausgewiesen wurden und alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste, die im Geschäftsjahr oder einem früheren Geschäftsjahr entstanden sind, berücksichtigt wurden. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Bei selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen wird das Wahlrecht zur Aktivierung gemäß § 248 Abs. 2 S. 1 HGB in Anspruch genommen. Bei immateriellen Vermögensgegenständen werden die Abschreibungen linear und zeitanteilig ermittelt. Die Nutzungsdauer bei den immateriellen Vermögensgegenständen beträgt zwischen 3 und 7 Jahren. Geschäfts- oder Firmenwerte werden längstens über 10 Jahre abgeschrieben. Sachanlagevermögen Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Bei den Sachanlagen erfolgen die Abschreibungen zeitanteilig nach der linearen und degressiven Methode. Bei Anwendung der degressiven Abschreibungsmethode wird planmäßig auf die lineare Methode übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden jeweils im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Die Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens betragen:
Finanzanlagen Bei den Finanzanlagen werden Beteiligungen, Wertpapiere des Anlagevermögens sowie Ausleihungen zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei Vorliegen von voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Rückdeckungsversicherungsansprüche, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, sind mit dem versicherungsmathematischen Aktivwert, der sich aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsvertrages zuzüglich der unwiderruflich zugeteilten Überschussbeteiligungen zusammensetzt, bewertet und mit den korrespondierenden Altersversorgungsverpflichtungen saldiert worden. Ein sich ergebender Verpflichtungsüberhang wird unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung". Nicht verpfändete Rückdeckungsversicherungsansprüche werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Vorräte Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Bei den unfertigen Erzeugnissen erfolgt die Bewertung zu den Herstellungskosten, die angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen enthalten. Die je Auftrag angefallenen Fremdkapitalzinsen werden aktiviert. Risiken, die sich aus der Lagerdauer oder der geminderten Verwertbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt. Zur verlustfreien Bewertung des Vorratsvermögens werden die Auftragserlöse den prognostizierten Selbstkosten der Kundenaufträge gegenübergestellt. Diese enthalten neben den geschätzten Herstellungskosten nach Sondereinzelkosten des Vertriebs einen Zuschlag auf die ermittelten noch anzufallenden Herstellungskosten für noch anfallende Verwaltungs- und Vertriebskosten. Soweit die erwarteten Verluste projektbezogen die aktivierten unfertigen Leistungen übersteigen, werden in Höhe der übersteigenden Beträge Rückstellungen für drohende Verluste passiviert. Erhaltene Anzahlungen Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Der übersteigende Betrag wird passivisch ausgewiesen. Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen erkennbaren Risiken wird durch Bildung angemessener individueller, zum Teil pauschal ermittelter Wertberichtigungen Rechnung getragen. Sonstige Wertpapiere des Umlaufvermögens Der Ansatz der sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Soweit Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung existieren, werden diese, soweit die Voraussetzungen erfüllt sind, in die Bewertungseinheiten einbezogen. Eigenkapital Bei der Erstkonsolidierung (vor dem 01.01.2010) wurden entstehende Firmenwerte ebenso wie passive Unterschiedsbeträge mit den Rücklagen verrechnet. Für die Differenzen aus der Währungsumrechnung der Jahresabschlüsse von ausländischen Tochterunternehmen und für die Anteile am Kapital sowie Jahresergebnissen anderer Gesellschafter werden gesonderte Posten ausgewiesen. Pensionsrückstellungen Rückstellungen für Pensionen werden im Inland unter Verwendung der aktualisierten Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Als Zinssatz, wurde der von der Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechend der Rückstellungsabzinsungsverordnung mit 1,78 % angesetzt. Folgende weitere Parameter wurden bei der Bewertung der Pensionsrückstellung berücksichtigt:
Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages aufgrund des steuerlichen Gewinns dotiert. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst. Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde ausschließlich für das Blockmodell gebildet. Der nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Rückstellung liegt die aktualisierte Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde. Als Zinssatz wurde der von der Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechend der Rückstellungsabzinsungsverordnung mit 1,44 % angesetzt. Als weiterer Parameter wurde ein Gehaltstrend von 2,0 % berücksichtigt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von Tochterunternehmen werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. V. Grundlagen für die Währungsumrechnung Einzelposten in Inlandsabschlüssen In Fremdwährung angekaufte Anlagengegenstände und Rohstoffe sind bei Kreditkäufen mit dem Mittelkurs am Tag des Entstehens der Verbindlichkeit, Valutaforderungen mit dem Mittelkurs im Zeitpunkt der Erstverbuchung und Valutaverbindlichkeiten mit dem Mittelkurs am Tag des Entstehens der Verbindlichkeit gebucht. Die Bewertung zum Bilanzstichtag erfolgte grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs. Die Vorschriften der §§ 253 Abs. 1 Satz 1 und 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB finden auf Vermögensgegenstände und Schulden, die auf fremde Währung lauten, nur bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Anwendung. Finanzforderungen und Finanzverbindlichkeiten in Fremdwährung werden nach Bedarf abgesichert. Jahresabschlüsse einbezogener ausländischer Tochtergesellschaften Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogener ausländischer Tochtergesellschaften wurden nach § 308a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs und der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung, die zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet wurden. Eine sich ergebende Umrechnungsdifferenz wurde erfolgsneutral im Eigenkapital unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" erfasst. VI. Latente Steuern Latente Steuern in Einzelabschlüssen Latente Steuern werden für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Steuerliche Verlustvorträge, die innerhalb der nächsten fünf Jahre zu einer Verlustverrechnung führen, wurden bei der Berechnung aktiver latenter Steuern berücksichtigt. Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf Basis der unternehmensindividuellen Steuersätze, die sich wie folgt zusammensetzen:
Im Geschäftsjahr 2022 ergibt sich saldiert ein Überhang von aktiven latenten Steuern. Dies begründet sich im Wesentlichen auf temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von sonstigen Rückstellungen und Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (vor Verrechnung mit den Deckungsvermögen) sowie steuerlichen Verlustvorträgen. Das Wahlrecht zum Ansatz des Überhangs aktiver latenter Steuern wurde ausgeübt. VIII. Angaben zur Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 1. Zusammensetzung des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 268 Abs. 2 HGB ist ausgehend von den historischen Anschaffungskosten in der Anlage zum Konzernanhang dargestellt. Die nicht auftragsbezogenen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) betrugen im Geschäftsjahr 2022 11,9 Mio. EUR. Davon wurden 3,5 Mio. EUR in den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens gem. § 248 Abs. 2 HGB aktiviert. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, sofern nachstehend nichts anderes angegeben ist, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 0) sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 12.113 (Vorjahr: TEUR 0) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Ein Tochterunternehmen hat gegenüber Gesellschaftern des Mutterunternehmens Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 22.230 (Vorjahr: TEUR 18.658). Eines der Darlehen ist durch eine Abtretung künftiger Mieterträge abgesichert und wird mit 1,0 % p. a. verzinst. 3. Latente Steuern Veränderung latente Steuern
4. Pensionsrückstellung Die Pensionsrückstellung stellt sich wie folgt dar:
Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren und dem durchschnittlichen Marktzinssatz nach den vergangenen sieben Jahren beträgt TEUR 52. 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
In den sonstigen Rückstellungen ist eine Aufwandsrückstellung für die Sanierung von Dachflächen in Höhe von 577 TEUR enthalten, die Rückstellung wird nach Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB beibehalten. Die Rückstellung für Altersteilzeit, die entsprechend § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit dem Deckungsvermögen verrechnet wurde, setzt sich wie folgt zusammen:
In Ermangelung eines aktiven Marktes und anerkannter Bewertungsmodelle für verpfändete Rückdeckungsversicherungsansprüche erfolgt die Bewertung der saldierten Rückdeckungsversicherungen zu den fortgeführten Anschaffungskosten nach § 255 Abs. 4 S. 4 HGB. Damit entsprechen sich Zeitwert und fortgeführte Anschaffungskosten. 6. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten sowie die Kreditsicherheiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der folgenden Aufstellung:
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 6.444 durch Grundpfandrechte besichert. Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. VIII. Erläuterungen zur Konzern Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 1. Aufteilung der Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen sind folgende Fremdwährungsergebnisse enthalten:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 15.592 (Vorjahr: TEUR 10.342), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 192 (Vorjahr: TEUR 668), Gewinne aus der Veräußerung von Gegenständen des Anlagevermögens von TEUR 1.295 (Vorjahr: TEUR 103). In den Abschreibungen auf Anlagevermögen sind planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 5.975 (Vorjahr: TEUR 5.748) enthalten. 3. Finanzergebnis Im Finanzergebnis sind die saldierten Beträge aus den Finanzaufwendungen der Pensions- und Personalrückstellungen mit den entsprechenden Erträgen und Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen verrechnet:
Der Zinsaufwand umfasst daneben die Aufwendungen aus der Aufzinsung von anderen Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 79). 4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und betreffen in Höhe von TEUR -5 Vorjahre (Vorjahr: TEUR 149). IX. Sonstige Angaben 1. Derivative Finanzinstrumente/Bewertungseinheiten Zur Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken werden derivative Finanzinstrumente mit Laufzeiten bis Ende Februar 2025 eingesetzt. Aufgrund bestehender USD-Guthaben bei Kreditinstituten und geplanter eingehender USD-Zahlungen in Höhe von insgesamt TUSD 157.427 hat das Unternehmen Risiken aus der Änderung von Wechselkursen. Diese Risiken werden zum Teil durch derivative Finanzgeschäfte (Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte) abgesichert und zu Makro-Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die Marktbewertung sämtlicher derivativer Finanzinstrumente beläuft sich auf TEUR -185. Die Sicherungsbeziehung zwischen Grundgeschäft und Derivat besteht bis zum Fälligkeitstag der geplanten Transaktion. Durch die Übereinstimmung der wesentlichen Ausgestaltungsmerkmale der Transaktionen einer Bewertungseinheit gleichen sich die Zahlungsströme aus. Die Effektivität wird durch einen Critical Term Match sichergestellt. Die Regelungen zur Bildung von Bewertungseinheiten zur kompensatorischen Bewertung (Einfrierungsmethode) der Sicherungsbeziehung werden angewandt. 2. Haftungsverhältnisse Zum 31. Dezember 2022 bestehen Haftungsverhältnisse gegenüber nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen oder anderen Personen aus Bürgschaften in Höhe von insgesamt 14,8 Mio. EUR. Das Risiko der Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen wird zum Stichtag seitens der gesetzlichen Vertreter als nicht wahrscheinlich eingeschätzt. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen:
4. Angaben zu Geschäftsführungsorganen Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens Grenzebach GmbH & Co. KG, Asbach-Bäumenheim, wird durch die Grenzebach Verwaltungs-GmbH, Asbach-Bäumenheim, ausgeführt. Die Geschäftsführer dieser Gesellschaft sind: - Herr Dr. Michael Proeller (bis 16.02.2023), Geschäftsführer, Augsburg - Herr Prof. Dr. Olav Noack (ab 16.02.2023), Geschäftsführer, Basel (Schweiz) - Frau Sonja Grenzebach-Proeller, Geschäftsführerin, Augsburg Bezüglich der Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB wird von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in analoger Anwendung Gebrauch gemacht. 5. Angaben zum Beirat Der Beirat setzt sich wie folgt zusammen:
Beiratsvergütungen wurden im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 103 (Vorjahr: TEUR 103) bezahlt. 6. Angaben zu persönlich haftenden Gesellschaftern
7. Anzahl der Arbeitnehmer Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 2022 beschäftigt (ohne Auszubildende):
8. Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschriften Das Mutterunternehmen beabsichtigt hinsichtlich der Aufstellung des Anhangs und der Offenlegung seines Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 von der Erleichterungsvorschrift des § 264b HGB Gebrauch zu machen. 9. Honorar Abschlussprüfer Das Honorar des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2022 beläuft sich auf insgesamt TEUR 173. Davon entfallen auf:
10. Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr des Mutterunternehmens schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.314 ab. Der Gewinn wurde auf den variablen Kapitalkonten der Gesellschafter erfasst. 11. Investmentvermögen gem. § 314 Abs. 1 Nr. 18 HGB Das Mutterunternehmen ist mittelbar an einem Mischfonds beteiligt. Das Anlageziel des Mischfonds liegt in der Erwirtschaftung einer angemessenen Rendite des angelegten Kapitals nach Inflation, Kosten und Steuern. Der Buchwert der Anteile beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf 60,4 Mio. EUR, der Marktwert zum 31. Dezember 2022 liegt bei 82,0 Mio. EUR. Die Anteile können mit einer Vorankündigungsfrist von 70 Kalendertagen zurückgegeben werden. X. Konzerneigenkapitalspiegel Der Konzerneigenkapitalspiegel wurde unter Anwendung des DRS 22 aufgestellt. Die Gliederung erfolgte analog dem "Schema des Konzerneigenkapitalspiegels für Mutterunternehmen in der Rechtsform einer Personenhandelsgesellschaft" (Anlage 2). Die gesellschafterbezogenen variablen Kapitalkonten des Mutterunternehmens belaufen sich am Bilanzstichtag auf insgesamt TEUR 22.999. Entsprechend dem Gesellschaftsvertrag der Grenzebach GmbH & Co. KG stehen diese den Gesellschaftern für Entnahmen zur Verfügung. Die dem Mutterunternehmen zuzurechnenden Posten des Eigenkapitals unterliegen keinen Ausschüttungs- oder Abführungssperren. XI. Kapitalflussrechnung In den Finanzmittelfonds werden Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit einer Restlaufzeit von maximal 3 Monaten einbezogen. Jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören, werden, soweit vorhanden, ebenfalls in den Finanzmittelfonds einbezogen und offen abgesetzt. Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den folgenden Bestandteilen zusammen:
Asbach-Bäumenheim, den 6. Juni 2023 Grenzebach
GmbH & Co. KG
Sonja Grenzebach-Proeller, Geschäftsführerin Prof. Dr. Olav Noack, Geschäftsführer ENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMÖGENS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2022
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2022
EIGENKAPITALSPIEGEL ZUM 31. DEZEMBER 2022
"Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Grenzebach GmbH & Co. KG, Asbach-Bäumenheim: Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Grenzebach GmbH & Co. KG, Asbach-Bäumenheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Grenzebach GmbH & Co. KG, Asbach-Bäumenheim, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse:
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 6. Juni 2023 Rödl
& Partner GmbH
gez. Prof. Dr. Keller, Wirtschaftsprüfer gez. Appel, Wirtschaftsprüfer (An dieser Stelle endet die Wiedergabe des Bestätigungsvermerks.)" |
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