Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 190378
Vorher
ZETA sechzigste VV GmbH
Eingetragen
5.11.2009
Branche
Großhandel mit PhotovoltaikmodulenHerstellung von Solarzellen und SolarmodulenHerstellung von Solarwärmekollektoren
Gegenstand
Betrieb eines Verkaufsbüros, insbesondere für Produkte auf dem Gebiet der Solartechnik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Chen Yung-Ching
seit 9.9.2025
Geschäftsführer
Fenghai Zhang
seit 23.5.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
JA SOLAR INVESTMENT (HONG KONG) LIMITEDHKG
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
JA SOLAR INVESTMENT (HONG KONG) LIMITED
HKG
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

JA Solar GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

BILANZ zum 31. Dezember 2020

JA Solar GmbH, München

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.909,00 11.420,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 40.100,00 0,00
57.009,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Fertige Erzeugnisse und Waren 72.747.777,48 49.473.388,33
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 53.117.492,94 26.043.877,38
2. Sonstige Vermögensgegenstände 9.139.058,16 212.696,27
62.256.551,10 26.256.573,65
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 12.930.606,25 8.791.071,36
C. Rechnungsabgrenzungsposten 192.872,23 18.712,02
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 1.219.699,94
148.184.816,06 85.770.865,30

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Verlustvortrag 5.803.022,40- 5.803.022,40-
III. Jahresüberschuss 5.562.985,58 5.034.579,68
IV. Vortrag auf neue Rechnung 4.558.322,46 476.257,22-
Nicht gedeckter Fehlbetrag 0,00 1.219.699,94
Buchmäßiges Eigenkapital 4.343.285,64 0,00
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 4.893.709,91 1.439.666,20
2. Sonstige Rückstellungen 2.863.825,06 1.830.312,98
7.757.534,97 3.269.979,18
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 23.473.945,27 7.329.348,17
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.176.483,37 2.575.576,42
3. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 1.855,57 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 102.422.282,64 72.595.961,53
5. Sonstige Verbindlichkeiten 9.428,60 0,00
136.083.995,45 82.500.886,12
148.184.816,06 85.770.865,30

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2020 bis 31.12.2020

JA Solar GmbH, München

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro Euro
1. Umsatzerlöse 468.166.043,95 256.064.236,59
2. Sonstige betriebliche Erträge 2.708.071,72 679.835,68
- Davon Erträge aus der Währungsumrechnung Euro 2.685.912,63 (Euro 312.437,45)
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 451.713.010,73 245.175.604,64
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.279.275,05 1.118.214,77
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 182.299,24 1.461.574,29 179.072,03 1.297.286,80
- Davon für Altersversorgung Euro -2.062,32 (Euro 127,38)
5. Abschreibungen
Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8.490,12 3.728,94
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.218.277,09 3.904.240,37
- Davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Euro 2.672.866,27 (Euro 187.611,71)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.198,08 104,07
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.910.565,94 1.328.735,91
9. Ergebnis nach Steuern 5.563.395,58 5.034.579,68
10. Sonstige Steuern 410,00 0,00
11. Jahresüberschuss 5.562.985,58 5.034.579,68

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2020

JA Solar GmbH, München

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2020 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2020
Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 142.254,24 13.979,12 0,00 156.233,36
2. Geleistete Anzahlungen und Anlage im Bau 0,00 40.100,00 0,00 40.100,00
142.254,24 54.079,12 0,00 196.333,36
142.254,24 54.079,12 0,00 196.333,36
Abschreibungen
Stand 01.01.2020 lfd. Jahr Abgänge Stand 31.12.2020
Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 130.834,24 8.490,12 0,00 139.324,36
2. Geleistete Anzahlungen und Anlage im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
130.834,24 8.490,12 0,00 139.324,36
130.834,24 8.490,12 0,00 139.324,36
Buchwerte
31.12.2020 31.12.2019
Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.909,00 11.420,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlage im Bau 40.100,00 0,00
57.009,00 11.420,00
57.009,00 11.420,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB) und des Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt worden.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamt kosten verfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Sitz der Gesellschaft ist München. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 190378 im Register des Amtsgerichts München eingetragen.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten inkl. Anschaffungsnebenkosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die planmäßige Abschreibung erfolgt grundsätzlich nach der linearen Methode. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu einem Wert von EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Risiken im Vorratsvermögen werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wird beachtet.

Bei Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens wurden entsprechend § 253 Abs. 4 HGB Abschreibungen vorgenommen, um diese mit einem niedrigeren Wert anzusetzen, der sich aus einem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis zum Abschlussstichtag ergibt.

Die liquiden Mittel stellen Guthaben bei deutschen Kreditinstituten in Euro dar und sind zum Nennwert ausgewiesen.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie wurden insoweit gebildet, als sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind und mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2020 31.12.2019
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 53.117.492,94 26.046.540,63
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0,00
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 0,00
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 9.139.129,10 210.666,41
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0,00
davon aus Steuern 9.058.121,74 104.502,14
davon gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00
62.256.622,04 26.257.207,04

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die Position enthält für das kommende Geschäftsjahr vorausbezahlte Mitgliedsbeiträge, Leasingzahlungen und Versicherungen in Höhe von 192.872,23 EUR (i.Vj. 18.712,02 EUR).

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt zum Stichtag unverändert 25.000,00 EUR.

Sonstige Rückstellungen

Der Posten sonstige Rückstellungen betrifft vor allem Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 2.490.457,91 EUR (i. Vj. 1.706.910,00 EUR) und für Personalkosten von 37.200,00 EUR (i. Vj. 22.900,00 EUR).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeit der in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten ergibt sich wie folgt:

31.12.2020 31.12.2019
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 23.473.945,27 7.329.348,17
davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr 23.473.945,27 7.329.348,17
davon Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre 0,00 0,00
davon Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 0,00 0,00
davon besichert durch 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.438.882,32 772.072,83
davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.438.882,32 772.072,83
davon Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre 0,00 0,00
davon Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 0,00 0,00
davon besichert durch 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 111.159.954,63 74.401.255,93
davon Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre 0,00 0,00
davon Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 0,00 0,00
davon besichert durch 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 11.284,17 2.663,25
davon aus Steuern 0,00 0,00
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 0,00
davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr 11.284,17 2.663,25
davon Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre 0,00 0,00
davon Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 0,00 0,00
davon besichert durch 0,00 0,00
Gesamt 136.084.066,39 82.505.340,18

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden durch den Verkauf von Solarmodulen erwirtschaftet. Der geografisch bestimmte Markt ist Europa. Im Wesentlichen wurden die Module an Kunden in den Niederlanden (TEUR 79.359; i.Vj. TEUR 74.314), Großbritannien (TEUR 27.458; i.Vj. TEUR 26.502), Deutschland (TER 97.119; i.Vj. TEUR 55.030), Polen (TEUR 37.896; i.Vj. TEUR 15.539), Spanien (TEUR 137.883; i. Vj. 15.451 TEUR) und das sonstige europäische Ausland (TEUR 88.451; i.Vj. TEUR 68.707) veräußert.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträge wurden Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 2.685.912,63 EUR (i.Vj. 312.437,45 EUR) ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 2.672.866,27 EUR (i.Vj. 187.611,71 EUR), sowie Aufwendungen aufgrund der Einzelwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.186.855,96 EUR (i. Vj. 1.338.671,23 EUR) und Forderungsverluste in Höhe von 116.387,21 EUR (i. Vj. 432.191,05 EUR) ausgewiesen.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.198,08 EUR (i.Vj. 104,07 EUR) enthalten.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Verbindlichkeiten gem. § 251 HGB i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB - vermerkpflichtige Haftungsverhältnisse - und sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden zum 31.12.2020 nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag:

Art Fälligkeit im folgenden Geschäftsjahr in ein bis fünf Jahren nach fünf Jahren
aus Mietverpflichtungen 222.664,77 222.664,77 0,00

Angaben zu Mutterunternehmen

Die Gesellschaft ist ein direktes Tochterunternehmen der JA Solar Investment (Hong Kong) Ltd. mit Sitz in Hongkong. Des Weiteren wird die Gesellschaft in den Konzernabschluss der JA Solar Holdings Co. Ltd. mit Sitz auf den Cayman Islands einbezogen.

Nachtragsbericht

Es ergaben sich keine wesentlichen Ereignisse nach dem Stichtag über die zu berichten wäre. Im Aufstellungszeitraum konnte bisher keine wesentliche Auswirkung der COIVID-19 Pandemie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens festgestellt werden. Es liegen keine Besonderheiten zum Bilanzstichtag vor.

Vergütung der Organe

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Mitarbeiter

Im Jahr 2020 waren durchschnittlich 13 (i.Vj. 12) Arbeitnehmer beschäftigt. Dabei handelt es sich ausschließlich um Angestellte.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers wird im Konzernbericht wiedergegeben. Auf eine Angabe wird daher gem. § 285 Nr. 17 HGB verzichtet.

Mitglieder der Geschäftsführung

 

Ximming Huang, Shanghai/China

 

Ran Tao, Shanghai/China

 

München, den 10.06.2021

JA Solar GmbH

Huang Xinming, Geschäftsführer

Tao Ran, Geschäftsführer

Lagebericht zum 31.12.2020

der JA Solar GmbH

Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell der Gesellschaft

Deutschland verfügt aufgrund seiner geographischen Lage nicht gerade über eine Sonneneinstrahlung, die man als überdurchschnittlich bezeichnen könnte. Während hierzulande die Strahlungsenergie im Schnitt bei 1.000 kWh je Quadratmeter liegt, strahlt sie in anderen Regionen der Erde mit mehr als der doppelten Intensität. Etwa in der Sahara, bei der es die Sonne auf eine Intensität von rund 2.350 kWh pro Quadratmeter bringt.

Vielleicht erklärt gerade diese Tatsache der geringen Sonneneinstrahlung, warum der Standort Deutschland in der Solarbranche so stark vertreten ist. Immerhin müssen sich deutsche Ingenieure, Techniker und Forscher somit in besonderem Maße anstrengen, effiziente Solartechniken zu entwickeln, die dem "Sonnenstandort" Deutschland gerecht werden.

JA Solar GmbH hat ihren Hauptsitz in München und ist eine Tochtergesellschaft der JA Solar Hongkong Invest ltd., die wiederum eine Tochtergesellschaft der JA Solar Holdings Co. Ltd. ist. Sie verkauft und vertreibt vor allem in Europa JA Solar Zellen und Module. Einen Großteil des Umsatzes erzielt die JA Solar GmbH durch den direkten Vertrieb an Großkunden.

Ziele und Strategien

Die JA Solar Gruppe möchte im Bereich der Photovoltaik effiziente und leistungsstarke Module entwickeln, produzieren und vermarkten. Dabei soll eine hohe Kundenzufriedenheit und eine geringe Reklamationsrate erzielt werden. Als Tochterunternehmen der JA Solar Group ist die JA Solar GmbH für den Vertrieb von Solarmodulen und die professionelle Betreuung der Kunden in ganz Europa verantwortlich.

Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung wird zum größten Teil durch die Gesellschaften des Konzerns in China abgedeckt.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das globale Wirtschaftswachstum ging 2020 nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) aufgrund der Corona-Pandemie stark zurück auf -3,5 Prozent (2019: +2,9 Prozent). Dies stellte die schlimmste Rezession seit der Weltwirtschaftskrise dar. Neben sozialen Unruhen gehörten auch Wetteranomalitäten im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu den Herausforderungen, mit denen einige Länder zu kämpfen hatten, von Hurrikans in der Karibik über Überschwemmungen im östlichen und Dürre im südlichen Afrika bis zu den heftigen Buschfeuern in Australien.

In den Industriestaaten sank die Wirtschaftsleistung 2020 nach Angaben des IWF um 4,9 Prozent, nach einem Anstieg von 1,7 Prozent im Vorjahr.

Während die USA mit einem Minus von 3,4 Prozent einen vergleichsweise geringen Rückgang der Wirtschaftsaktivitäten verzeichneten, liegen die Zahlen für den Euro-Raum (-7,2 Prozent) und Großbritannien (-10,0 Prozent) deutlich unter dem weltweiten Durchschnitt. China ist die einzige große Volkswirtschaft, für welche die IWF-Ökonomen im vergangenen Jahr ein Wirtschaftswachstum ausweisen, das mit 2,3 Prozent allerdings viel niedriger ausgefallen ist als in den vorhergehenden Jahren.

Die Photovoltaik hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend als wettbewerbsfähig erwiesen. In immer mehr Weltregionen ist Solarstrom inzwischen kostengünstiger als konventionell erzeugter Strom. Beispielhaft sind hier solare Großprojekte im Mittleren Osten zu nennen, in denen Solarstrom bereits zu Kosten von weniger als 2 USD-Cent pro kWh erzeugt wird. Dies zeigt den Weg zu einem Umfeld, in dem die Branche mittel- bis langfristig auch ohne Förderung wachsen wird. Im Zuge des Wandels der globalen Energieversorgungsstrukturen geht es aktuell und in Zukunft darum, ganzheitliche Lösungen anzubieten, die verschiedene Technologien intelligent miteinander verknüpfen.

Die weltweite Renaissance der Photovoltaik hat Europa ein Rekordzubaujahr beschert. Auf dem Gebiet der EU-Staaten wurden bis Jahresende Solaranlagen mit 18,2 GW in Betrieb genommen. Gemessen am Zubau des Vojahres bedeutet dies ein Wachstum an Neuinstallationen um 11 Prozent.

Deutschland bleibt Spitzenreiter im Ranking der fünf größten Solarmärkte der EU. Hier beziffern die Studienmacher den Zubau für das Gesamtjahr 2020 auf 4,8 GW, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 23 Prozent beziehungsweise 0,9 GW entspricht. Somit erlebte Deutschland 2020 den im EU-Vergleich zweitgrößten Zubauschub. Den dritten Rang in Sachen Ausbaudynamik belegen die Niederlande, deren PV-Neuinstallationen 18 Prozent über dem Vorjahresniveau lagen und 2,8 GW erreichten. Den mit Abstand größten Wachstumssprung verzeichnet die Studie allerdings für Polen. In dem bislang stark von fossilen Energien geprägten Land ging mit 2,2 GW mehr als doppelt so viel neue Photovoltaik-Kapazität neu ans Netz als noch im Vorjahr.

Geschäftsverlauf

JA Solar konnte im Geschäftsjahr 2020 seine PV-Modullieferungen um 58% gegenüber 2019 auf 15.88GW steigern. Der Anteil des Europageschäftes belief sich auf 2,22 GW. Dies entspricht einem Wachstum von 120% gegenüber dem Vorjahr. Viele Länder in Europa forcieren den Zubau an Erneuerbaren Energien. JA konnte aufgrund seiner exzellenten Modulqualität hier maßgeblich am Wachstum in Europa, trotz Schwierigkeiten, teilhaben.

Diese waren in 2020 die Covid-19 Pandemie und der entsprechende Zusammenbruch vieler Lieferketten, als auch der totale Produktionsstillstand. Zudem beeinträchtigte Faktoren wie der deutliche Anstieg der Einkaufskosten von Polysilizium, PV-Folien und Solarglas die Kostenstrukturen. Die Ungewissheit in welchen Märkten sich trotz der vorherrschenden Pandemie, PV Module problemlos installieren ließen, war ein weiterer Risikofaktor der genau analysiert werden musste und die Produktion und Verladung nach Europa genau ab gewägt werden musste.

Trotz den oben genannten Schwierigkeiten gelang es JA Solar seinen Marktanteil in Europa zu steigern. Dies gelang wiederum mit der neu eingeführten Deep Blue Serie, die basierend auf größeren Wafern, erheblich zur Senkung der Stromgestehungskosten für unsere Kunden beitragen konnte. Um für die Zukunft im hartumkämpften PV Markt gewappnet zu sein, investierte JA Solar auch 2020 in zusätzliche Produktionskapazitäten von 5GW an Zellen und 10GW an Modulen.

Aufgrund der angepassten Mindestimportpreise auf ein wettbewerbsfähiges Niveau im Geschäftsjahr 2017 und der Aufhebung der Mindestimportpreise konnten seitdem die Umsatzerlöse signifikant erhöht werden. Dies konnte erreicht werden, in dem die JA Solar GmbH auch in den schwierigen Vorjahren das Personal beschäftigte und Kundenkontakte pflegte. Aufgrund der angespannten Marktlage in den Vorjahren mussten im Geschäftsjahr die Forderungen aus Warenlieferungen bereinigt werden. Trotz dieser außerordentlichen Effekte konnte ein Jahresüberschuss generiert werden.

Lage (Ertragslage, Finanzlage, Vermögenslage)

Vermögenslage

Die Vermögenslage der JA Solar GmbH ist auf der Aktivseite im Wesentlichen durch das Vorratsvermögen, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Guthaben bei Kreditinstituten geprägt.

Die Passivseite bestimmt sich insbesondere durch die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Aktiva:

Das Vorratsvermögen beinhaltet Waren die von verbundenen Unternehmen erworben wurden und die in den Warenlagern der Gesellschaft liegen um die Nachfrage nach den Photovoltaikmodulen zeitnah nachkommen zu können. Der Bestand an Waren hat sich von 2019 auf 2020 um TEUR 23.274 erhöht. Dies resultiert im Wesentlichen aus der deutlich angestiegenen Nachfrage in 2020. Um der erhöhten Nachfrage gerecht zu werden, musste der Warenbestand erweitert werden.

Die Forderungen aus den Warenlieferung betrugen zum Stichtag TEUR 53.117 und sind stichtagsbedingt um TEUR 27.070 gestiegen.

Der Kassenbestand ist in den letzten Jahren stabil und beträgt zum Stichtag TEUR 12.930.

Passiva:

Aufgrund der von der JA Solar Schwestergesellschaften erhaltenen Solarmodule bestehen gegen diese Verbindlichkeiten über TEUR 111.159 (i.Vj. TEUR 74.401). Diese haben sich erhöht, da aufgrund des steigenden Warenbestands auch die Zahlungsverpflichtungen gestiegen sind.

Finanzlage

Zum Stichtag hatte die JA Solar GmbH liquide Zahlungsmittel von TEUR 12.930 (i.Vj. TEUR 8.791). Dies entspricht einem Liquiditätsgrad von 9,50% (i.Vj. 10,25%).

Ertragslage

Die JA Solar GmbH hat einen Umsatz von EUR 468 Millionen im Geschäftsjahr (i.Vj. EUR 256 Millionen) erzielt. Dies entspricht einer Steigerung von 82,81%, die aus der gestiegenen Nachfrage resultieren. In Summe hat die Gesellschaft 120% mehr Megawatt-Leistung verkauft als im Vorjahr.

Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen in den Niederlanden, UK, Spanien und Deutschland bzw. im sonstigen europäischen Ausland erwirtschaftet.

Der Personalaufwand hat sich in Summe von TEUR 1.461 auf TEUR 1.297 erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen aufgrund von höheren Wechselkurseffekten von TEUR 2.672 (i.Vj. TEUR 1.339) und höheren "after sales" Kosten TEUR 3.449 (i.VJ. TEUR 1.322) von TEUR 3.904 auf TEUR 8.218 gestiegen. Auch im Geschäftsjahr 2020 mussten Forderungen aus den Vorjahren wertberichtigt werden, die Wertberichtigung betrug TEUR 1.303 (i. Vj. TEUR 1.771).

Im Geschäftsjahr konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 5.563 (i.Vj. TEUR 5.035) erzielt werden.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der JA Solar GmbH

Die anhaltende Nachfrage an Photovoltaikmodulen spiegelt sich in den Umsatzerlösen und dem Jahresüberschuss wieder. Die Gesellschaft war durchgehend in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Bis zum Ende 2020 hatte JA Solar GmbH vierzehn Mitarbeiter in Vollzeit, wobei acht im Vertrieb, zwei im Produktmanagement, vier in der Administration tätig waren. Im Vergleich zum letzten Jahr hat sich die Anzahl der Mitarbeiter um zwei Angestellte erhöht. JA Solar GmbH hat eine robuste Personalpolitik im Vergleich zu anderen Solarunternehmen in Deutschland.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die solide Nachfrage in 2021 und der Focus der Modulhersteller auf die Rentabilität werden die Preise 2021 hochhalten. Die gestiegenen Modulkosten als auch die Transportkosten tragen hierzu sicherlich auch bei. Die Preise für Polysilizium hat sich in den ersten fünf Monaten bereits verdoppelt und Containerpreise bereits verdreifacht. Die Frachtkosten beinträchtigen nicht nur die Solarbranche, sondern stellen den gesamten internationalen Handel vor große Herausforderungen und gefährden Lieferfristen.

Märkten in denen Aufdachanlagen, sowie Anlagen auf Industriedächern dominant sind, werden die höheren Modulkosten, sowie die gestiegenen Lieferkosten abfangen können. Märke hingegen, wo Stromabnahmevertäge sogenannte PPA's den Großteil der Installationen ausmachen, ist mit Verschiebungen zu rechnen, bis sich die Kosten wieder auf einem niedrigen Niveau einpendeln und die Anlagen wieder wirtschaftlich rentabel sind.

JA Solar ist trotz der angesprochenen Widrigkeiten zuversichtlich, seinen weltweiten Marktanteil kontinuierlich weiter auszubauen. Dies gelingt durch qualitativ hochwertige Produkte, einem exzellenten Service dem Kunden gegenüber als auch dem kontinuierlichen Ausbau der eigenen Kapazitäten um die Position von JA Solar auf dem Weltmarkt zu erhöhen.

Ausblick

Nach der aktuellen Geschäftslage des europäischen Marktes liegt das Ziel der JA Solar GmbH daran, ihre Marktanteile am europäischen Markt zu behaupten und auszubauen. Die verkauften Module sollen sich auf ungefähr 2,4 Gigawatt in 2021 belaufen.

 

München, den 10.06.2021

JA Solar GmbH

Huang Xinming, Geschäftsführer

Tao Ran, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die JA Solar GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss die JA Solar GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht die JA Solar GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Schongau, 10.06.2021

STG Werttreuhand GmbH
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