Raiffeisenbank Rastede eG
RastedeStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jan-Philipp Indorf seit 19.5.2023 | Prokura |
Ingo Pesch seit 24.5.2022 | Prokura |
Christian von Deetzen seit 15.1.2019 | Vorstandsmitglied |
Christian Luks seit 15.1.2019 | Vorstandsmitglied |
Anke Harms seit 19.4.2017 | Prokura |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Raiffeisenbank Rastede eGRastedeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Gliederung des Lageberichts A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht) 1. Rahmenbedingungen 2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs 4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage C. Risiko- und Chancenbericht D. Prognosebericht A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit Die Grundlagen unserer Geschäftstätigkeit ergeben sich zunächst aus den gesetzlichen und aufsichtlichen Normen für Finanzinstitute, wobei das Genossenschaftsgesetz und der darin formulierte Förderauftrag gewissermaßen den genetischen Code der Raiffeisenbank Rastede eG darstellt. Unter Beachtung dieses Förderauftrages haben wir im Laufe mehrerer Jahrzehnte eine Geschäfts- und Risikostrategie entwickelt, die sowohl für geschäftspolitische Entscheidungen als auch für unseren täglichen Geschäftsalltag jederzeit als eine deutlich sichtbare Leitplanke dient. Wir verstehen uns als regional verankertes Mittelstandsunternehmen, das anderen Mittelständlern und privaten Haushalten in seinem Geschäftsgebiet mit Finanzdienstleistungen aller Art zur Seite steht. Dabei streben wir stets ein partnerschaftliches Kunde-Bank-Verhältnis an. Als Ergänzung zum Kundengeschäft und zur Liquiditäts-, Ertrags- und Risikosteuerung dienen das Eigengeschäft sowie Beteiligungen und Investitionen in Immobilien. Darüber hinaus nutzen wir das Leistungsangebot innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe. Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i. V. m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG gehören wir der BVR Institutssicherung (BVR-ISG Sicherungssystem) an. Das BVR-ISG Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR-ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt. Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR-SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Die BVR-SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR-ISG Sicherungssystem tätig. Unsere Kernstrategie ist darauf fokussiert, das Fortbestehen unserer Bank als fest integrierten Bestandteil des regionalen Wirtschaftslebens zu sichern. Hierzu gehört ein angemessenes Streben nach wirtschaftlichem Erfolg und Größenwachstum, nicht jedoch deren Maximierung. Ergänzend haben wir im Geschäftsjahr 2022 eine Nachhaltigkeitsstrategie verfasst, mit der wir unsere Verantwortung gegenüber den heutigen und zukünftigen Generationen ausdrücken und in der wir unsere Maßnahmen beschreiben, die Bank nachhaltig auszurichten. Wir sind Mitglied des Prüfungsverbands Genossenschaftsverband Weser-Ems e.V., Oldenburg. B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht) 1. Rahmenbedingungen Inzwischen beherrschen eine Reihe von externen Faktoren das wirtschaftliche Geschehen und die Stimmung in der Gesellschaft. Weiterhin führt Russland einen Krieg gegen die Ukraine und wir hoffen unverändert auf ein baldiges Ende, wobei die Zeichen derzeit nicht auf eine Beruhigung der Situation hindeuten. Nachdem im Jahr 2022 die höchste Inflationsrate seit fast 50 Jahren festzustellen war, verminderten sich zwar nach und nach die Raten wieder, jedoch lag die Durchschnittsrate 2023 weiterhin bei hohen 5,9 % nach 6,9 % im Vorjahr. Der Preisauftrieb blieb damit ausgesprochen hoch. Nach einem weiteren Rückgang bis zum Jahresende 2023 stagnieren derzeit die Werte, wobei hohe Lohnabschlüsse und weiterhin hohe Lohnforderungen keine nachhaltige Beruhigung der Situation erwarten lassen. Bedingt durch den Krieg und die Inflationsentwicklung aber auch aufgrund hoher politischer Unsicherheiten wurde zudem die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands 2023 spürbar gebremst. Das Bruttoinlandsprodukt des Berichtsjahres sank nach einer Berechnung des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % und fällt damit deutlich schwächer aus als 2022 (+1,8 %). Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Zwar stieg die Arbeitslosenzahl in der Statistik, auch wegen der verstärkten Erfassung Geflüchteter, von 2,4 Millionen Menschen im Vorjahr auf 2,6 Millionen Menschen. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 % aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (5,3 %). Zudem hielt der Beschäftigungsaufbau an. Die Erwerbstätigenzahl kletterte im Vorjahresvergleich um gut 300.000 auf einen neuen Rekordwert von rund 45,9 Millionen Menschen. Das langsame, noch andauernde Abklingen des Inflationsschocks des Jahres 2022 dominierte das vergangene Jahr 2023 an den Finanzmärkten. Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Die größten westlichen Notenbanken, die Europäische Zentralbank (EZB) und die Federal Reserve der USA (Fed), erreichten damit 2023 die höchsten Leitzinsniveaus seit der globalen Finanzkrise von 2008; im Falle der EZB die höchsten seit Einführung des Euro. Nachdem die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen 2022 um 250 Basispunkte erhöht hatte, vollzog sie 2023 sechs weitere Zinserhöhungen um insgesamt 200 Basispunkte. Am 20. September 2023 erreichten die Leitzinsen ihren vorläufigen Höhepunkt mit 4 % für die Einlagefazilität und 4,5 % für die Hauptrefinanzierungsfazilität sowie 4,75 % für die Spitzenrefinanzierungsfazilität. Damit überschritt die EZB erstmals ihr vor der Finanzkrise erreichtes Leitzinsniveau, als die Einlagefazilität im Maximum bei 3,25 % gelegen hatte. Auf den nachfolgenden Sitzungen bis zum Jahresende bestätigte die EZB dieses Zinsniveau und kündigte ähnlich der Fed an, es so lange aufrecht halten zu wollen, bis die Inflation das mittelfristige EZB-Ziel von 2,0 % wieder erreiche. Die Finanzmärkte entwickelten sich trotz dieser Belastungen positiv und bewerteten die rückläufigen Inflationsraten des Jahres 2023 als Zeichen für schneller als zu Jahresbeginn erwartet folgende Zinssenkungen im Jahr 2024, wodurch Aktien- und Anleihekurse vor allem zum Jahresende deutlich zulegten. Damit stiegen auch die Kurse der bankeigenen Wertpapiere wieder, was einen Zuschreibungsbedarf auslöste, nach dem hohem Abschreibungsbedarf 2022. Bereits seit Längerem weisen wir darauf hin, dass die gesamtwirtschaftlichen Konjunkturbewegungen in unserer Region regelmäßig verzögert und in einer flacheren Amplitude feststellbar sind. Wir führen dies auf die unterdurchschnittliche Präsenz multinationaler Großunternehmen in unserem Geschäftsgebiet zurück. Hierzulande sind es auch weiterhin mittelständische, oftmals handwerklich geprägte Betriebe, die das Wirtschaftsgeschehen dominieren. Ihre geringere internationale Verflechtung führt zu einer gebremsten Partizipation an gesamtwirtschaftlichen Trends. Innerhalb der Regionalwirtschaft spielt die Bauwirtschaft eine tragende Rolle. Bereits im Jahr 2022 führten stockende Lieferketten, hohe Energiepreise und die allgemein hohen Inflationsraten zu Preissteigerungen und bei gleichzeitig deutlich gestiegenen Zinsen zu einem Nachfrageeinbruch. Insbesondere Neubauvorhaben waren stark rückläufig. Dieser Trend setzte sich auch im Jahr 2023 fort. Diese Entwicklungen belasteten insbesondere Bauträgerunternehmen, deutschlandweit aber auch in unserer Region. Gleichwohl berichten einzelne Teilbranchen, wie die Elektroinstallateure und Heizungsbauer, von einer guten Auftragslage aufgrund der energiepreisbedingten Nachfrage nach Photovoltaikanlagen und neuen Heizungsanlagen. Die Landwirtschaft als ein weiterer prägender Wirtschaftszweig unserer Region hat sich im Berichtsjahr insgesamt stabil entwickelt. Allerdings steigen auch für die Landwirtschaft die Herausforderungen. In dem für uns wesentlichen Branchenteil der Milchwirtschaft lag der Milchpreis im Jahr 2023 deutlich unter den vergleichsweise hohen Vorjahreswerten. Zudem belasten weitere Faktoren, wie die geplante Kürzung der Agrardieselerstattungen, die Landwirte. Trotz der hohen Herausforderungen vollzog sich die Entwicklung der Genossenschaftsbanken in der Region Weser-Ems im Jahr 2023 erfolgreich. Insbesondere das deutlich gestiegene Zinsniveau stärkte das Zinsergebnis der Banken. Auch wenn der Provisionsüberschuss leicht rückläufig war und der Verwaltungsaufwand anstieg, konnte das Betriebsergebnis gesteigert werden. Dieses konnte mit einem Durchschnittswert von 1,20 % nach 0,92 % der durchschnittlichen Bilanzsumme (dBS) vor Bewertung gesteigert werden. Das Betriebsergebnis nach Bewertung der Genossenschaftsbanken in Weser-Ems wird nach jetzigem Stand im Vergleich zum Vorjahr deutlich positiver ausfallen. Hier wirkt sich vor allem die Zinsentwicklung und das damit verbundene positive Bewertungsergebnis aus dem Wertpapiergeschäft aus. 2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die eingangs dargestellte Leitplanken-Funktion unserer Geschäfts- und Risikostrategie mündet in einer dezidierten Benennung von Zielmarken, die unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen, regulatorischen und sonstigen Rahmenbedingungen regelmäßig überprüft, angepasst und notwendigenfalls erweitert werden. Der bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank ist hierbei das Betriebsergebnis vor Bewertung, dargestellt im Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme (dBS). Als strategische Zielgröße haben wir in der Geschäfts- und Risikostrategie einen Mindestwert von 1,0 % der dBS festgelegt. Diese Kennzahl bildet die Ertragskraft unserer Genossenschaft ab, die wiederum maßgeblich von der Entwicklung der für uns wichtigsten Bilanzpositionen ist, also der Einlagen und Kredite. Wir streben ein strategisches Wachstum zwischen 2,0 % und 3,0 % an. Die Erfüllung unseres kernstrategischen Ziels, den Fortbestand unserer Bank als fest integrierten Bestandteil des regionalen Wirtschaftslebens zu sichern, dient in besonderem Maße der Erhalt einer angemessenen Eigenmittelausstattung. Daher haben wir als bedeutsamsten Leistungsindikator für die Kapitalausstattung die aufsichtsrechtlich festgelegte Gesamtkapitalquote, die sich als Quotient aus Eigenmitteln zum Gesamtrisikobetrag ermittelt, festgelegt. Als strategische Zielgröße haben wir 13,5 % festgelegt. Daneben haben wir in unserem Strategiepapier eine Mehrzahl von Zielwerten und Limiten niedergelegt, um
Diese weiteren Zielwerte und Limite haben wir nicht als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren definiert, sondern sie dienen als Basis für unser Risikomanagement. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wurden nicht definiert. 3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs Im Geschäftsjahr 2022 beeinflussten Sondereffekte das Betriebsergebnis vor Bewertung (Auflösung von Drohverlustrückstellungen für langlaufende Zinssicherungsgeschäfte) sowie das Betriebsergebnis nach Bewertung (Abschreibung Wertpapiere). Die Entwicklung der bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar: Für das Geschäftsjahr 2023 sind keine wesentlichen Sonderfaktoren für das Betriebsergebnis vor Bewertung zu berücksichtigen. Im Betriebsergebnis nach Bewertung führten Zuschreibungen auf Wertpapiere zu einem positiven Effekt. In Summe verringerte sich unser Betriebsergebnis vor Bewertung von TEUR 5.949 auf TEUR 5.134. Die Verhältniszahl verringerte sich danach von 1,66 % auf 1,35 % der dBS. Ohne die Berücksichtigung der genannten Sonderfaktoren des Jahres 2022 verbesserte sich der Wert von 0,97 % auf 1,35 %. Das Betriebsergebnis vor Bewertung übertraf sowohl unsere strategische Zielmarke als auch den erwarteten Wert in Höhe von 0,92 % der dBS. Sehr positiv verliefen im vergangenen Geschäftsjahr unsere Zuwächse im Bereich der Kundenkredite und einlagen. Nachdem wir zu Jahresbeginn aufgrund der externen Rahmenbedingungen eine sehr zurückhaltende Erwartung für die Entwicklung der beiden Bilanzpositionen hatten und von einer Stagnation ausgegangen waren, weisen die beiden Positionen deutliche Wachstumszahlen auf. Tatsächlich wuchsen unsere Kundeneinlagen um 4,1 % und unsere Kundenkredite um 6,0 %. Die Wachstumsraten übertreffen die Entwicklungen der Genossenschaftsbanken in Weser-Ems (Kundeneinlagen +0,4 %; Kundenkredite +4,8 %). Die Erfüllung unseres kernstrategischen Ziels, den Fortbestand unserer Bank als fest integrierten Bestandteil des regionalen Wirtschaftslebens zu erhalten, dient in besonderem Maße der Erhalt einer angemessenen, den regulatorischen Anforderungen entsprechende Eigenkapitalquote. Unsere Gesamtkapitalquote verringerte sich im Berichtsjahr von 15,0 % auf 14,5 % und liegt damit unterhalb des erwarteten Werts von 15,0 %, aber gleichwohl oberhalb des strategischen Zielwerts von 13,5 %.
*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte. Der Zuwachs der Bilanzsumme liegt unter der Zuwachsrate unseres Kundenkreditgeschäftes. Die geringere Zuwachsrate ergibt sich aus dem Rückgang der Wertpapieranlagen sowie der Schuldtitel öffentlicher Stellen, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind. Auf der Passivseite trug insbesondere die Erhöhung der anderen Einlagen hierzu bei. Insgesamt gesehen kann die Entwicklung des Bilanzvolumens als organisch bezeichnet werden. Die außerbilanziellen Geschäfte liegen unter dem Vorjahresniveau, ursächlich hierfür ist ein Rückgang der unwiderruflichen Kreditzusagen.
Wie bereits dargestellt, wuchsen unsere Ausleihungen mit einer Rate von 6,0 %. Nachdem in den Vorjahren insbesondere das Kreditvolumen der gewerblichen Kreditnehmer anstieg, nahmen im Berichtsjahr die Kredite an private Kunden etwas stärker zu als die Kredite an gewerbliche Adressen. Der private Anteil an unserem Darlehensportfolio erhöhte sich im abgelaufenen Jahr von 40,8 % auf 41,4 %. Entsprechend sank der Anteil der gewerblichen Darlehensnehmer von 59,2 % auf 58,6 %. Bei den privaten Kunden fokussierte sich die Nachfrage auf die Finanzierung von wohnwirtschaftlich genutzten Immobilien. Erfreulich ist, dass ein Zuwachs von 12,3 Mio. EUR bzw. 10,8 % auf diesen Bereich entfiel, da diese langfristig die Bilanz der Bank stärken. Darüber hinaus entfiel ein Teilbetrag von 3,0 Mio. Euro auf Programmkredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau, der N-Bank und der Landwirtschaftlichen Rentenbank. Rückläufig entwickelten sich die Finanzierungen für größere Bauprojektfinanzierungen. Insgesamt kann damit aber der Zielwert als gut erfüllt beurteilt werden. Bei den gewerblichen Kunden stieg die Nachfrage nach Betriebsmittelfinanzierungen überproportional an. Im gewerblichen Kreditgeschäft weist die Branche "Grundstücks- und Wohnungswesen" mit einem Anteil von 18,3 % den höchsten Anteil auf. 66,4 % der von uns ausgereichten Kredite bewegen sich in den Größenklassen bis 1,5 Mio. EUR. Die 20 höchsten Kundenkredite vereinigen bezogen auf das Risikovolumen 27,2 % des gesamten Kundenkreditvolumens. Die Forderungen an Kunden haben wir zum Jahresende 2023 nach den handelsrechtlichen Grundsätzen bewertet. Für erkennbare akute und latente Risiken wurden Einzelwertberichtigungen sowie Pauschalwertberichtigungen gebildet. Zur Absicherung weiterer Risiken im Kreditgeschäft bestehen versteuerte Vorsorgereserven und ein Fonds für allgemeine Bankrisiken.
Nachdem wir in den Vorjahren aufgrund des Niedrigzinsniveaus bewusst einzelne Sparprodukte, insbesondere das Wachstumssparen, nicht mehr angeboten hatten, führte dies zu einem stetigen Rückgang dieser Einlageform. Im vergangenen Geschäftsjahr 2023 haben wir wieder Wachstumssparprodukte angeboten, jedoch fragten unsere Kunden alternative Produkte, wie die Kündigungsgelder und Festgelder, verstärkt nach. Daher reduzierte sich das Volumen in den Spareinlagen deutlich, während die anderen Einlagen deutliche Volumenzuwächse verzeichneten.
Insgesamt entwickelten sich unsere Erträge aus dem Dienstleistungsgeschäft im abgelaufenen Jahr auf einem fast konstanten Niveau. Auch wenn per Saldo die Vermittlungserträge konstant blieben, so waren die Kreditvermittlungen an unsere Verbundpartner rückläufig. Nachdem wir in den Vorjahren insbesondere private Baufinanzierungen mit langen, zum Teil 30-jährigen Zinsbindungsfristen an unsere Verbundpartner vermittelt hatten, werden nun, aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus, eher bankeigene Darlehen mit 10-jähriger Zinsbindungsfrist von unseren Kunden gewählt. Dagegen konnten die Provisionen für die Immobilienvermittlung erneut erhöht werden. 4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage a) Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:
1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3 2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6 3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12 4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16 Das Betriebsergebnis vor Bewertung des Vorjahrs wurde insbesondere durch die teilweise Auflösung der Drohverlustrückstellungen für langlaufende Zinssicherungsgeschäfte in Höhe von 2.440 TEUR beeinflusst. Aufgrund des Kredit- und Einlagenwachstums und insbesondere aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus konnte der Zinsüberschuss nominell deutlich gesteigert werden. Auch die Gesamtzinsspanne konnte wieder gesteigert werden. Das Provisionsergebnis ging leicht zurück, da insbesondere die Erträge aus dem Wertpapiergeschäft und Erträge aus Kreditvermittlungen rückläufig waren. Unsere Verwaltungsaufwendungen stiegen im abgelaufenen Jahr insgesamt um 13,4 % auf 4.948 TEUR. Die Steigerung der Personalaufwendungen um 9,9 % auf 3.125 TEUR ist auf die Erhöhung von Gehältern unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückzuführen. Zudem wirkte sich die Zahlung der Inflationsausgleichsprämie auf die Verwaltungsaufwendungen aus. Bemerkenswert ist die Veränderung im Bewertungsergebnis. Nachdem dieser Wert im Vorjahr auf einen hohen Abschreibungsbedarf bei den bankeigenen Wertpapieren zurückzuführen war, kam es im abgelaufenen Jahr 2023 zu einem Zuschreibungsbedarf. b) Finanzlage Kapitalstruktur Unsere Kapitalstruktur ist geprägt von den Kundeneinlagen in Höhe von 267,9 Mio. EUR bzw. 70,5 % der Bilanzsumme und den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 69,1 Mio. EUR bzw. 18,2 % der Bilanzsumme. Die Struktur der Kundeneinlagen ist durch einen hohen Anteil kurzfristiger Einlagen gekennzeichnet. Die täglich fälligen Einlagen haben zum Bilanzstichtag 2023 einen Anteil von 55,4 % an den Kundeneinlagen. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfallen 64,1 Mio. EUR auf an unsere Kunden weitergebene Programmkredite. Investitionen Neben kleineren Ersatzinvestitionen haben wir im Jahr 2023 mehrere Investitionen in unser Bankgebäude und die Betriebsausstattung getätigt, um diese auf einem aktuellen Stand zu halten. Liquidität Unsere Liquiditätslage beurteilen wir insbesondere nach der Liquidity Coverage Ratio (LCR), die als aufsichtliche Mindestgröße stets einen Wert von 100 % aufweisen muss. Tatsächlich lag unsere LCR im Berichtszeitraum stets deutlich oberhalb des Mindestwertes. Der niedrigste der monatlich an die Deutsche Bundesbank zu meldenden Werte lag im abgelaufenen Jahr bei 144,9 %. Damit war die Zahlungsfähigkeit unseres Instituts auch im vergangenen Jahr jederzeit gegeben. Liquiditätsbelastungen aus außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich nicht ergeben. Basis unserer Liquiditätsausstattung sind die Einlagen unserer Kunden. Bereits im vergangenen Jahr wurde ein hoher Bestand an Einlagen umgebucht in höher als täglich fällige Einlagen verzinste Anlageformen. Dies wird auch in den kommenden Monaten weiter erwartet. Aufgrund der unveränderten Präferenz für kurze Anlagezeiträume unterliegen diese Einlagen in hohem Maße den Einflüssen bei Veränderungen der Geld- und Kapitalmärkte. Zudem besteht eine erhöhte Gefahr der Abflüsse von Einlagen an andere Kreditinstitute. Durch den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund und durch hochliquide eigene Wertpapiere bestanden zum Jahresschluss allerdings weitere, unausgeschöpfte Refinanzierungsmöglichkeiten, auf die in einem solchen Fall zurückgegriffen werden könnte. Wir werden diese Refinanzierungsreserven auch in der Zukunft in angemessenem Umfang aufrechterhalten. c) Vermögenslage Im Berichtsjahr konnten wir unser Eigenkapital durch Zuführung zu den Rücklagen und zum Fonds für allgemeine Bankrisiken weiter stärken. Dies zeigen die Angaben in der nachstehenden Tabelle. Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG beläuft sich auf 0,22 %. Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:
1) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital). Die in der Capital Requirement Regulation (CRR) gestellten Anforderungen an die Eigenmittelausstattung wurden im Geschäftsjahr 2023 stets eingehalten. Die Gesamtkapitalquote nach Art. 92 Abs. 2 CRR beträgt 14,5 % und liegt damit unterhalb des Ambitionsniveaus von 15,0 %. Die Eigenmittel gemäß CRR werden nach Feststellung des Jahresabschlusses und vorbehaltlich der Zustimmung der Generalversammlung in Höhe der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken, durch die Zuführungen in die gesetzlichen Rücklagen und durch die weiteren Rücklagendotierungen steigen. Die in unserem Institut getroffenen Vorkehrungen zur ordnungsgemäßen Ermittlung des Kernkapitals und des Ergänzungskapitals im Rahmen der bankaufsichtlichen Meldungen sind angemessen. Nach den satzungsmäßigen Regelungen erfüllen die angesetzten Kapitalinstrumente die Anforderungen der CRR zur Anrechnung als aufsichtsrechtlich anerkanntes Kern- und Ergänzungskapital. Unsere Wertpapieranlagen setzen sich wie folgt zusammen:
Auch weiterhin bestehen die Wertpapieranlagen vollständig aus Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 5). Wie aus der vorstehenden Tabelle erkennbar, sind sie überwiegend der Liquiditätsreserve zugeordnet und vollständig nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Im Wertpapierbestand sind zu 85,7 % festverzinsliche und zu 14,3 % variabel verzinsliche Wertpapiere (jeweils ohne Berücksichtigung der Zinsabgrenzung) von Emittenten guter Bonität enthalten. Davon entfallen 2,0 Mio. EUR auf öffentliche Emittenten, 30,6 Mio. EUR auf Kreditinstitute, 4,1 Mio. EUR auf Nichtbanken. Es werden grundsätzlich nur Papiere erworben, die ein Rating im Investmentgrade Bereich aufweisen. 5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage In einem durch besondere Herausforderungen geprägten Umfeld hat sich die wirtschaftliche Lage unseres Instituts stabil gezeigt. Das inzwischen deutlich gestiegene Zinsniveau und die Möglichkeit freie Liquidität wieder verzinslich anzulegen, verbesserten das Zinsergebnis. Das weiterhin gute Kreditgeschäft mit einer Wachstumsrate von 6,0 % und erfreulich gewachsene Kundeneinlagen von 4,1 % ermöglichten es, unsere zu Jahresbeginn aufgestellten Ertragsziele zu erreichen. Wir bewerten das erreichte Betriebsergebnis mit 5.134 TEUR oder 1,35 % der dBS als auskömmlich. Die Vermögenslage der Bank ist geordnet. Die Gesamtkapitalquote liegt über den aufsichtlichen Mindestanforderungen. Für erkennbare und latente Risiken in den Kundenforderungen sind Wertberichtigungen, Pauschalwertberichtigungen und Vorsorgereserven gebildet. Der Wertpapierbestand ist unverändert nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Eine Drohverlustrückstellung nach IDW RS BFA 3 n.F. (verlustfreie Bewertung des Zinsbuchs) war nicht erforderlich. Finanzlage und Liquiditätsausstattung entsprechen den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen. Mit 75,6 % der Bilanzsumme stellen die Kundenforderungen den bedeutendsten Vermögenswert der Bank dar. Besondere strukturelle Risiken bestehen im Kundenkreditgeschäft nicht. Die durch die Generalversammlung festgesetzten Kredithöchstgrenzen für einzelne Kreditnehmer sowie die aufsichtlichen Kreditgrenzen wurden während des gesamten Jahres 2023 eingehalten. Die Forderungen an unsere Kunden wurden zum Jahresende 2023 nach handelsrechtlichen Grundsätzen bewertet. Die für die erkennbaren bzw. latenten Risiken gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden von den entsprechenden Bilanzposten abgesetzt. Darüber hinaus besteht eine Vorsorgereserve nach § 340f HBG. C. Risiko- und Chancenbericht Risikomanagementsystem und -prozess In unserer Geschäfts- und Risikostrategie haben wir die Risikokultur unseres Hauses in folgendem Grundsatz zusammengefasst: "Das Risiko folgt dem Geschäft, nicht das Geschäft dem Risiko!". Das bedeutet, wir sind bereit, diejenigen Risiken einzugehen, die den von uns betriebenen Bankgeschäften im Rahmen einer umsichtigen Geschäftsführung immanent sind. Wir wollen jedoch keine Geschäfte eingehen, die ausgehend von unserer Risikotragfähigkeit mit einem Herantasten an deren Grenzen verbunden sind. Dies vorausgeschickt gilt weiter, dass zwischen unserer Geschäfts- und Risikostrategie und der Risikotragfähigkeit der Bank jederzeit und in allen Teilbereichen eine vollständige Konsistenz herrschen muss. Dieser Grundsatz gilt auch bei Einbeziehung vorhandener Teilstrategien, bei der Geschäftsplanung im Allgemeinen und der Vertriebsplanung im Besonderen. Dabei müssen Wachstumsziele und eine (realistische) Ertrags- und Kapitalplanung stets zueinander im Einklang stehen. Die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Nachhaltigkeitsstrategie werden im Rahmen des von uns festgelegten Strategieprozesses regelmäßig und ggf. anlassbezogen überprüft. Um diese Erfordernisse zu erfüllen, haben wir ein Risikomanagementsystem entwickelt, dass uns einen permanenten, zeitnahen und umfassenden Überblick über die Entwicklungen in allen Risikofeldern gewährt und sich jederzeit auf die Entwicklung der Risikotragfähigkeit abspiegeln lässt. Das Risikomanagementsystem ist in einem Risikohandbuch niedergelegt, das neben den Instrumenten zur Risikomessung auch die Prozesse einer wiederkehrenden Risikoinventur beschreibt. Zu den Instrumenten des Risikomanagements gehört im Übrigen auch das System zur Risikofrüherkennung, das wir implementiert haben. Mit Hilfe einer strategischen Eckwert- und Kapitalplanung für einen Zeitraum von fünf Jahren, steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Die Annahmen für die Markt- und Volumenentwicklungen erfolgen hierbei durch Experten auf Basis von Marktprognosen. Die abgeleiteten Ertrags- und Vermögenswirkungen werden anhand von Simulationsrechnungen mit Unterstützung der Steuerungssoftware VR-Control ermittelt. In unserem Risikotragfähigkeitskonzept erfolgt die Risikoquantifizierung als auch die Ermittlung des Risikodeckungspotenzials auf einer barwertnahen und ökonomischen Basis. Dies dient dem Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten. Ergänzend werden in der normativen Perspektive die regulatorischen und aufsichtlichen Anforderungen sowie die darauf basierenden bankinternen Anforderungen berücksichtigt zur Sicherstellung der Fortführung unseres Instituts. Ausgangspunkt bei der barwertnahen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist eine indirekte Berechnung, die auf Bilanzgrößen bzw. aufsichtlichen Kapitalgrößen aufsetzt und diese Werte um stille Lasten und Reserven aus ökonomischer Sicht korrigiert. Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen. Des Weiteren stellen wir in der ökonomischen Perspektive im Rahmen des ILAAP szenariobasierte Liquiditätsablaufbilanzen, die die potenziell kumulierten Liquiditätslücken abbilden, dem jeweils zu berücksichtigenden Liquiditätsdeckungspotenzial gegenüber. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die Kapitalanforderungen, die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die normative Perspektive bilden wir für ein Planszenario und zumindest ein adverses Szenario über einen Zeithorizont von fünf Jahren ab. Die Risikomessung für die in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigten Risikoklassen erfolgt mithilfe geeigneter Value-at-Risk (VaR)-Modelle mit einem Konfidenzniveau von 99,9 %. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9 %-Quantil entspricht. Die Risikomanagementziele und -strategien werden dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben und mit diesem erörtert. Über die jeweilige Entwicklung der Risiken wird quartalsweise ein ausführlicher Risikobericht abgefasst, der auch und insbesondere unserem Aufsichtsrat dazu dient, die (Risiko-)Lage der Bank regelmäßig zu beurteilen. Risiken Für unsere Risikobeurteilung zum Abschlussstichtag legen wir konsistent zum Prognosezeitraum einen Zeitraum von einem Jahr zu Grunde, in dem auch das Vorliegen von bestandsgefährdenden Risiken beurteilt wird. Bestandsgefährdende Risiken (wesentliche Risiken mit hohen Auswirkungen) liegen für den hier zugrunde gelegten Beurteilungszeitraum nicht vor. In der ökonomischen Perspektive ermitteln wir die Risiken rollierend über einen einheitlich langen künftigen Zeitraum von einem Jahr bei einem Konfidenzniveau von 99,9 %. Das Risiko wird grundsätzlich als Abweichung vom Erwartungswert berechnet, die erwarteten Wertänderungen bilden wir im Risikodeckungspotenzial bezogen auf das Bestandsgeschäft entsprechend ab. Dabei wird stets auf Konsistenz zwischen Risikomessung und Ermittlung des Risikodeckungspotenzials geachtet. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit von möglichen Risiken verschafft sich unsere Geschäftsleitung, einmal im Jahr im Rahmen der Risikoinventur sowie anlassbezogen, einen Überblick über die Risiken unserer Bank auf Gesamtinstitutsebene. Dabei werden auch übergreifende Risiken wie das Modell-, Reputationsund Nachhaltigkeitsrisiko sowie Risikokonzentrationen in der Wesentlichkeitsbewertung der einzelnen Risikoklassen berücksichtigt. Zum Abschlussstichtag werden das Kreditrisiko, das Marktrisiko, das operationelle Risiko sowie das Liquiditätsrisiko als wesentliche Risiken bewertet. Adressenausfallrisiko Bereits die Bezeichnung dieser Risikoart impliziert, dass es sich hierbei um das Risiko des teilweisen oder vollständigen Ausfalls einer Adresse, also eines Kreditnehmers oder eines Wertpapierschuldners handelt. Dieses führt, ggf. akzeleriert um ein spezifisches Länderrisiko, zur Notwendigkeit der Wertberichtigung oder Abschreibung der betroffenen Position. Aufsichtsrechtlich ist das Adressenausfallrisiko stets als wesentlich einzustufen. Betriebswirtschaftlich sowie in Bezug auf unser Risikomanagement betrachten wir es als beherrschbar. Die betriebswirtschaftliche Berücksichtigung von Adressenausfallrisiken stellt grundsätzlich auf tatsächliche Wertberichtigungsbedarfe der vergangenen 10 Jahre, skaliert auf das aktuelle Risikovolumen, ab. Allerdings haben wir diese Werte aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zuletzt auf Basis einer Expertenschätzung deutlich erhöht. Zur Steuerung des Kreditrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein (im Wesentlichen das VR-Rating). Zur Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeiten verwendet die Bank vorrangig die Verfahren der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Um die Spezifika der einzelnen Kundensegmente abbilden zu können, sind für unterschiedliche Kundensegmente separate Ratingverfahren im Einsatz. Bei den Eigenanlagen nutzen wir für Wertpapiere die Ratinginformationen der DZ BANK AG auf Basis externer Ratingagenturen. Auch hier werden die Risikoentwicklungen im Rahmen von VR-Control über ein Portfoliomodell überwacht. Turbulenzen an den Finanzmärkten begegnen wir durch eine breite Streuung der Eigenanlagen, Diversifikation in viele Anlageklassen und Beschränkung auf gute Bonitäten. Gemäß unseren Grundsätzen zur Risikosteuerung nehmen wir zur Absicherung von Kreditrisiken werthaltige Sicherheiten herein. Ratingnoten und Sicherheiten fließen in alle relevanten Kreditprozesse ein von der Kreditvergabe bis zur Kreditüberwachung. Neben der Steuerung von Kreditrisiken auf Kundenebene, nehmen wir die Steuerung auch auf Portfolioebene vor. Im Rahmen der Kreditrisikosteuerung wird das Portfolio sowohl nach Bonitätsklassen, Größenklassen und weiteren Risikotreibern sowie deren Entwicklung analysiert und die Einhaltung des Limitsystems überwacht. Vorstand und Aufsichtsrat werden quartalsweise über die Entwicklung des Portfolios sowie über die Auslastung der Strukturlimite informiert. Daneben stellen die Mindestanforderungen an die Kreditvergabe risikobegrenzende Maßnahmen beim Einzelgeschäft dar. Kreditentscheidungen werden in Abhängigkeit vom Risikogehalt über unterschiedliche Kompetenzstufen getroffen. Die Bewertung der Kreditengagements und gegebenenfalls die Bildung einer Risikovorsorge erfolgen in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften. Als zentrales Kriterium für die Prüfung der akuten Ausfallrisiken wird die Nachhaltigkeit der Kapitaldienstfähigkeit herangezogen. Die Bank prüft die Bildung von Risikovorsorge bei Vorliegen von Frühwarnsignalen und Ausfallkriterien. Wir ermitteln vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Kundengeschäfte (KPM-KG) barwertig unter VR-Control einen unerwarteten Verlust (Credit-Value-at-Risk) aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Kreditrisikoprämien in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die modellierten Verluste auf Basis des LGD-Modells als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Sektorparameter zugrunde liegen. Auf dieser Basis ergibt sich zum 31. Dezember 2023 ein Credit-Value-at-Risk (CVaR) für die nächsten 12 Monate in Höhe von 2,6 Mio. Euro. Das entspricht einer Limitauslastung von 52,8 %. Das Kreditrisiko bei Eigenanlagen wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption der Bank vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Eigengeschäfte (KPM-EG) ermittelt. Grundlage der Berechnungen sind verschiedene Marktpartnersegmente, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen, Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen. Die Ermittlung des in der Risikomessung angesetzten unerwarteten Verlustes (Risikoszenario) basiert auf einer Haltedauer von 250 Tagen. Für das Eigengeschäft ergibt sich auf dieser Basis zum 31. Dezember 2023 ein CVaR für die nächsten 12 Monate in Höhe von 2,3 Mio. Euro. Dies entspricht einer Limitauslastung von 46,4 %. Marktpreisrisiken bzw. Marktrisiken Das Marktpreisrisiko umfasst das Risiko aus nachteiligen Veränderungen von Marktpreisen oder Marktparametern, in deren Folge sich Abweichungen vom geplanten Ergebnis ergeben. Im Rahmen des Risikomanagements wird das Marktpreisrisiko unterschieden in das Zinsänderungsrisiko und das Kurswertänderungsrisiko für unsere Eigenanlagen. Darüber hinaus zählt auch das Währungsrisiko prinzipiell zu den Marktpreisrisiken. Wir unterhalten allerdings abgesehen von geringfügigen Sortenbeständen keine Positionen in Fremdwährung. Zudem bestehen keine Fondsbestände, so dass hieraus keine Marktpreisrisiken erwachsen. Das Marktpreisrisiko stuft die Bank anhand der Risikoinventur als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein, mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit und einem hohen potenziellen Schaden, der sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken kann. Die Steuerung des Marktpreisrisikos erfolgt barwertig. Im Rahmen der ökonomischen Risikomessung des Zinsrisikos berechnen wir vierteljährlich einen Value at Risk, der auf einem historischen Zeitraum basiert. Als Szenariotechnik verwenden wir eine Skalierung über eintägige Verbarwertungen mittels Resampling. Die Ermittlung erfolgt mit Hilfe des Moduls ZINSMANAGEMENT unter VR-Control. Ergänzend zur vermögensorientierten Steuerung berücksichtigen wir die Auswirkungen der periodischen Steuerungsperspektive durch die normative Perspektive. Der damit zum 31. Dezember 2023 ermittelte Value-at-Risk beläuft sich auf 5,6 Mio. Euro mit einer Limitauslastung von 74,8 %. Liquiditätsrisiko Liquiditätsrisiken können grundsätzlich in der Form des Zahlungsunfähigkeitsrisikos, des Refinanzierungsrisikos und des Marktliquiditätsrisikos auftreten. Zahlungsunfähigkeitsrisiken treten ein, wenn Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht in ausreichender Höhe erfüllt werden können. Refinanzierungsrisiken entstehen, wenn die Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann oder die Refinanzierungsmittel nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen. Marktliquiditätsrisiken treten ein, wenn Anlagen nicht zum gewünschten Zeitpunkt oder in der geplanten Höhe liquidiert werden können. Liquiditätsablaufbilanzen dienen als Frühwarnindikator für eine mögliche Zahlungsunfähigkeit und stellen dabei insbesondere den Überlebenshorizont dar. Stresstests führen wir anhand institutseigener, marktweiter sowie kombinierter Szenarien für Liquiditätsrisiken durch. Durch die Anrechnung auf die Liquiditätspuffer wird auf dieser Grundlage der Überlebenshorizont ermittelt. Dabei werden auch adverse Entwicklungen außerhalb unseres Erwartungshorizontes reflektiert. Dieser Überlebenshorizont, also der Zeitraum, für den unsere Liquiditätspuffer den errechneten Liquiditätsbedarf abdecken, liegt gegenwärtig weit jenseits des Mindesthorizonts von 12 Monaten. Darüber hinaus wird das Liquiditätsrisiko anhand der aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen Liquidity Coverage Ratio (kurz: LCR) und der Net Stable Funding Ratio (kurz: NSFR) überwacht. Unsere Risikotoleranz haben wir über die Festlegung einer Mindest-LCR-Quote von 130,0 % (Warngrenze) definiert. Für die NSFR haben wir darüber hinaus einen Warnwert von 110,0 % festgelegt. Die LCR betrug zum Berichtsstichtag 216,4 % und die NSFR betrug zum Berichtsstichtag 120,4 %. Die Anrechnung der Liquiditätsrisiken erfolgt im Rahmen der vermögensorientierten Risikotragfähigkeitskonzeption mittels Barwertschwankung, die sich auf Basis einer abgeleiteten Liquiditätsspreadausweitung ergibt. Die Bank erachtet das Liquiditätsrisiko insgesamt als wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechts und als betriebswirtschaftlich moderates Risiko. Das zum 31. Dezember 2023 ermittelte gesamte Liquiditätsrisiko beläuft sich auf 0,3 Mio. Euro (Limitauslastung 25,3 %). Operationelles Risiko Unter dem Begriff Operationelle Risiken subsummieren wir diejenigen Geschäftsrisiken, die nicht als Adress-, Marktpreis- oder Liquiditätsrisiken zu erfassen sind. Es handelt sich hierbei insbesondere um Risiken die infolge des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder (IT-)Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Die Abgrenzung umfasst auch den Umgang mit nicht eindeutig zuordenbaren Schadensfällen, Beinaheverlusten und damit zusammenhängenden Ereignissen. Innerhalb der operationellen Risiken nehmen Auslagerungsrisiken im Allgemeinen und IT-Risiken im Besonderen eine herausgehobene Stellung ein. Dieser werden wir gerecht, indem wir für beide Bereiche eigene Managementsysteme geschaffen haben, die unter Führung jeweils eines Auslagerungs- bzw. Informationssicherheitsbeauftragten die Risikoüberwachung und -steuerung sicherstellen. Alle operationellen Risiken werden in einer Schadensdatenbank erfasst, die als Grundlage für die Risikoquantifizierung und zur Bemessung eines eigenen Risikobudgets dient. Unser Management operationeller Risiken umfasst dezidierte Notfallplanungen ebenso wie eine enge Verknüpfung mit dem Reklamationswesen der Bank. Rechtlichen Risiken begegnen wir u.a. durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare. Aufsichtlich sind operationelle Risiken stets als wesentliche Risiken zu behandeln. Dem werden wir durch die bestehenden Managementsysteme gerecht. Aus pekuniärer Sicht hatten operationelle Risiken im Berichtsjahr allerdings nur geringe Bedeutung. Das zum 31. Dezember 2023 ermittelte gesamte operationelle Risiko beläuft sich auf 0,9 Mio. Euro (Limitauslastung 57,5 %). Weitere Risiken Unter den sonstigen Risiken sind unsere Beteiligungsrisiken und unser Immobilienrisiko hervorzuheben. Beiden Risikofeldern widmen wir im Rahmen unserer jährlichen Risikoinventuren regelmäßig eigene Untersuchungen und Beurteilungen. Diese ergaben auch im Berichtsjahr für beide Risikoarten eine entspannte Risikolage; sie stellen demnach kein wesentliches Risiko dar. Ergänzend haben wir im Rahmen der Risikoinventur das Nachhaltigkeitsrisiko untersucht. Das Nachhaltigkeitsrisiko kann als Faktor in den bereits bestehenden Risikoarten zunehmend Wirkung entfalten, wobei Nachhaltigkeit im Sinne von ESG (Environmental, Social and Governance - Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) zu verstehen ist. Dem Nachhaltigkeitsrisiko ordnen wir eine hohe Bedeutung zu und befassen uns mit den möglichen Risiken hieraus. Aktuell stufen wir das Nachhaltigkeitsrisiko als unwesentliches Risiko ein. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Zum Management des Marktpreisrisikos haben wir in früheren Jahren Festzinszahler-Swaps mit der DZ Bank abgeschlossen, die zum 31.12.2023 ein Gesamtvolumen von 28 Mio. EUR hatten. Im vergangenen Jahr 2023 haben wir keine neuen Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Sicherungswirkung unserer Kontrakte hat sich bereits entfaltet, da das Zinsniveau inzwischen über dem jeweiligen Stand bei Vertragsabschluss liegt. Nur noch bei drei Swap-Kontrakten ist dies unverändert nicht der Fall; sie wirken ergebnisbelastend. Teilweise verfügen die alten Kontrakte über Laufzeiten, die deutlich über die aktivisch eingegangenen Zinsbindungsfristen hinausgehen. Daher sind sie marktnah zu bewerten. Nachdem es das gestiegene Zinsniveau im letzten Jahr ermöglichte, die gebildeten Drohverlustrückstellungen in erheblichem Umfang aufzulösen, sank das Zinsniveau im Jahr 2023 im Jahresvergleich leicht, so dass in diesem Jahr eine Zuführung der Drohverlustrückstellungen erforderlich war. Die Rückstellung wurde um 191 TEUR auf nun 466 TEUR erhöht. Gesamtbild der Risikolage Unsere Verfahren zur Risikomessung wurden auch im Berichtsjahr umfänglich plausibilisiert und aktualisiert. Auf Grundlage unserer Verfahren des Risikomanagements zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials ist die Risikotragfähigkeit in beiden Perspektiven (ökonomisch und normativ) unter den von uns definierten Risikoszenarien und Stressszenarien gegeben. Die internen Simulationen kommen darüber hinaus zum Ergebnis, dass die Liquidität sichergestellt und die Eigenmittelanforderungen erfüllt werden. Bestandsgefährdende Risiken sind auch aufgrund der Zugehörigkeit zur kreditgenossenschaftlichen Sicherungseinrichtung nicht erkennbar. Nach dem derzeitigen Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit angesichts der gegenwärtigen Ertragskraft und der Vermögenssituation unserer Bank auch im Berichtszeitraum 2024 gegeben. Die dargestellten Risiken werden die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen. Zum 31. Dezember 2023 ist das Gesamtrisikolimit der Bank zu 58,4 % ausgelastet, der Anteil des Gesamtrisikos am gesamten Risikodeckungspotenzial beträgt 23,3 %. Den dargestellten Risiken stehen bei dem derzeitigen Zinsniveau Chancen aus dem Kundenkreditgeschäft sowie der Digitalisierung gegenüber. Chancen, welche die Entwicklung begünstigen könnten, bestehen in einem besseren Konjunkturverlauf als prognostiziert. Des Weiteren sehen wir in dem Regionalitätsprinzip eine Chance, da wir unser Geschäftsgebiet als prosperierende und wirtschaftlich stabile Region einschätzen, deren Marktchancen wir durch eine intensive Kundenbetreuung und der Einbindung in einen leistungsfähigen Finanzverbund wahrnehmen können. Im Hinblick auf unsere Vermögenslage und die damit einhergehende Risikotragfähigkeit sowie aufgrund der regional ausgeprägten Kundenbindung gehen wir davon aus, auch zukünftige Ertragschancen nutzen zu können. D. Prognosebericht Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden auch im Jahr 2024 herausfordernd sein. In dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sind Lösungen nicht in Sicht. Zudem belastet der Konflikt zwischen Israel und der Hamas die Lage in Nahost. Es ist zu befürchten, dass es zu weiteren Eskalationen kommen wird. Nachdem die hohen Inflationsraten in den vergangenen Monaten abgenommen haben, werden sie sich perspektivisch in den kommenden Monaten nicht deutlich verringern. Die Zweitrundeneffekte und Lohnsteigerungen werden die Inflationsraten auf einem mittleren Niveau halten. Wir erwarten Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank frühestens zur Jahresmitte 2024. Nachdem bereits im vergangenen Jahr viele Kunden ihre unverzinslichen bzw. niedrigverzinslichen Einlagen umgeschichtet haben, erwarten wir diese Entwicklung auch für 2024. Die Kunden vergleichen inzwischen wieder die Konditionen der verschiedenen Banken. Es ist davon auszugehen, dass durch die höhere Konkurrenzsituation Einlagen abfließen. Wir haben es im vergangenen Jahr bereits gut geschafft, trotz dieser Situation Einlagen hinzuzugewinnen. In unserer Planung haben wir die Wachstumsannahme für die Kundeneinlagen etwas erhöht und planen mit einem leichten Wachstum von 2,0 %. Hierbei sind aber Umschichtungen geplant von unverzinslichen Anlageformen in verzinsliche Produkte. Auch wenn unverändert die Preise für Wohnimmobilien und Neubauten hoch sind bei gleichzeitig hohen Darlehenszinsen, erwarten wir eine Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen. Wir erwarten eine konstante Wachstumsrate von 3,0 % im Kreditgeschäft. Das konstante Zinsniveau bei den getroffenen Wachstumsannahmen für die Kredite lässt den Zinsertrag steigen. Da aber die Zinsaufwendungen aufgrund der Umschichtungen deutlicher ansteigen werden, erwarten wir einen insgesamt leicht fallenden Zinsüberschuss. Insgesamt ist es aber nicht seriös möglich, die belastenden externen Einflussfaktoren genau zu quantifizieren. Aus den Augen zu verlieren ist ebenfalls nicht die Gefahr von Kreditausfällen aufgrund z.B. einer eingebrochenen Nachfrage nach Immobilien oder eines geänderten Konsumverhaltens für einzelne Branchen. Vorsorglich gehen wir daher davon aus, in den Jahren 2024 höhere Kreditausfälle hinnehmen zu müssen. Daher berücksichtigt unsere Eckwertplanung für diesen Zeitraum eine deutliche Erhöhung des Wertberichtigungsbedarfs. Beim Personalaufwand ist mit einem moderat steigenden Aufwand zu rechnen, da wir einen weiteren Aufbau des Personalbestandes planen. Die Sachaufwendungen bleiben konstant hoch, da weitere Modernisierungen erforderlich sind. Zusammenfassend planen wir aufgrund des leicht fallenden Zinsüberschusses in dem kommenden Jahr mit einem zufriedenstellenden Gesamtergebnis. Unseren Planrechnungen zufolge erwarten wir ein Betriebsergebnis vor Bewertung von 1,12 % der dBS im Jahr 2024. Zwar belastet der höhere Wertberichtigungsbedarf für Kundenforderungen das Vorsteuerergebnis, allerdings wird in der kommenden Periode ein positives Ergebnis im Bewertungsergebnis für die bankeigenen Wertpapiere erwartet. Die hohen Abschreibungen aus dem Geschäftsjahr 2022 fließen durch Fälligkeiten sowie Laufzeitverkürzungseffekte zum Teil wieder zurück. Daher erwarten wir ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 1,27 % der dBS. Bei Eintritt unserer Planungen werden wir unseren Zielwert für das Betriebsergebnis vor Bewertung von 1,0 % der dBS wieder erreichen bzw. übertreffen, so dass uns diese Prognose zuversichtlich stimmt. Basierend auf unseren Planungsannahmen haben wir eine Kapitalplanung erstellt. Wir werden aus dem prognostizierten Ergebnis das Eigenkapital ausreichend stärken können und damit unsere Gesamtkapitalquote oberhalb eines Wertes von 15,0 % der Risikoaktiva steigern. Die aufsichtliche Mindestquote von aktuell 12,27 % werden wir auch weiterhin gut erfüllen. Die Kapitalausstattung ist angemessen. Insgesamt sehen wir uns für das vor uns liegende Jahr gut gerüstet und blicken zuversichtlich in die Zukunft. Unser am Anfang dieses Lageberichtes zitiertes Kernziel, das Fortbestehen unserer Bank als fest integrierten Bestandteil des regionalen Wirtschaftslebens zu erhalten, werden wir auch weiterhin vollständig erfüllen.
Raiffeisenbank Rastede eG Der Vorstand Luks von Deetzen 1.
Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023
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| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Barreserve | |||||
| a) Kassenbestand | 3.184.218,44 | 3.596 | |||
| b) Guthaben bei Zentralnotenbanken | 2.427.653,54 | 2.370 | |||
| darunter: bei der Deutschen Bundesbank | 2.427.653,54 | (2.370) | |||
| c) Guthaben bei Postgiroämtern | 0,00 | 5.611.871,98 | 0 | ||
| 2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind | |||||
| a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen | 0,00 | 1.993 | |||
| darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar | 0,00 | (1.993) | |||
| b) Wechsel | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| 3. Forderungen an Kreditinstitute | |||||
| a) täglich fällig | 20.898.169,75 | 13.526 | |||
| b) andere Forderungen | 17.236.660,10 | 38.134.829,85 | 20.083 | ||
| 4. Forderungen an Kunden | 287.262.087,68 | 271.123 | |||
| darunter: | |||||
| durch Grundpfandrechte gesichert | 12.485.562,53 | (13.594) | |||
| Kommunalkredite | 4.050.917,40 | (5.118) | |||
| 5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | |||||
| a) Geldmarktpapiere | |||||
| aa) von öffentlichen Emittenten | 0,00 | 0 | |||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 0,00 | (0) | |||
| ab) von anderen Emittenten | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 0,00 | (0) | |||
| b) Anleihen und Schuldverschreibungen | |||||
| ba) von öffentlichen Emittenten | 2.013.522,31 | 3.023 | |||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 2.013.522,31 | (3.023) | |||
| bb) von anderen Emittenten | 34.836.911,82 | 36.850.434,13 | 34.728 | ||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 18.307.997,83 | (18.221) | |||
| c) eigene Schuldverschreibungen | 0,00 | 36.850.434,13 | 0 | ||
| Nennbetrag | 0,00 | (0) | |||
| 6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 0,00 | 0 | |||
| 6a. Handelsbestand | 0,00 | 0 | |||
| 7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften | |||||
| a) Beteiligungen | 3.214.877,62 | 3.215 | |||
| darunter: | |||||
| an Kreditinstituten | 0,00 | (0) | |||
| an Finanzdienstleistungsinstituten | 0,00 | (0) | |||
| an Wertpapierinstituten | 0,00 | (0) | |||
| b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften | 1.036.070,00 | 4.250.947,62 | 1.036 | ||
| darunter: | |||||
| bei Kreditgenossenschaften | 1.000.020,00 | (1.000) | |||
| bei Finanzdienstleistungsinstituten | 0,00 | (0) | |||
| bei Wertpapierinstituten | 0,00 | (0) | |||
| 8. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0 | |||
| darunter: | |||||
| an Kreditinstituten | 0,00 | (0) | |||
| an Finanzdienstleistungsinstituten | 0,00 | (0) | |||
| an Wertpapierinstituten | 0,00 | (0) | |||
| 9. Treuhandvermögen | 926.821,86 | 993 | |||
| darunter: Treuhandkredite | 926.821,86 | (993) | |||
| 10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch | 0,00 | 0 | |||
| 11. Immaterielle Anlagewerte | |||||
| a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0,00 | 0 | |||
| b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 13,00 | 0 | |||
| c) Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | 0 | |||
| d) geleistete Anzahlungen | 0,00 | 13,00 | 0 | ||
| 12. Sachanlagen | 5.638.217,00 | 5.785 | |||
| 13. Sonstige Vermögensgegenstände | 1.272.920,26 | 1.406 | |||
| 14. Rechnungsabgrenzungsposten | 0,00 | 0 | |||
| Summe der Aktiva | 379.948.143,38 | 362.876 | |||
Passivseite
| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | |||||
| a) täglich fällig | 15.417,43 | 3 | |||
| b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 69.102.417,59 | 69.117.835,02 | 68.085 | ||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | |||||
| a) Spareinlagen | |||||
| aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten | 55.363.983,50 | 83.675 | |||
| ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten | 19.959.887,35 | 75.323.870,85 | 4.434 | ||
| b) andere Verbindlichkeiten | |||||
| ba) täglich fällig | 148.311.869,36 | 164.579 | |||
| bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 44.266.087,86 | 192.577.957,22 | 267.901.828,07 | 4.552 | |
| 3. Verbriefte Verbindlichkeiten | |||||
| a) begebene Schuldverschreibungen | 0,00 | 0 | |||
| b) andere verbriefte Verbindlichkeiten | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| darunter: | |||||
| Geldmarktpapiere | 0,00 | (0) | |||
| eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf | 0,00 | (0) | |||
| 3a. Handelsbestand | 0,00 | 0 | |||
| 4. Treuhandverbindlichkeiten | 926.821,86 | 993 | |||
| darunter: Treuhandkredite | 926.821,86 | (993) | |||
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 208.829,66 | 230 | |||
| 6. Rechnungsabgrenzungsposten | 290.439,26 | 265 | |||
| 6a. Passive latente Steuern | 0,00 | 0 | |||
| 7. Rückstellungen | |||||
| a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen | 199.946,00 | 246 | |||
| b) Steuerrückstellungen | 498.144,11 | 0 | |||
| c) andere Rückstellungen | 1.269.289,47 | 1.967.379,58 | 811 | ||
| 8. [gestrichen] | 0,00 | 0 | |||
| 9. Nachrangige Verbindlichkeiten | 0,00 | 0 | |||
| 10. Genussrechtskapital | 0,00 | 0 | |||
| darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig | 0,00 | (0) | |||
| 11. Fonds für allgemeine Bankrisiken | 17.480.000,00 | 13.730 | |||
| darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB | 0,00 | (0) | |||
| 12. Eigenkapital | |||||
| a) Gezeichnetes Kapital | 1.019.909,40 | 1.022 | |||
| b) Kapitalrücklage | 0,00 | 0 | |||
| c) Ergebnisrücklagen | |||||
| ca) gesetzliche Rücklage | 10.100.000,00 | 9.730 | |||
| cb) andere Ergebnisrücklagen | 10.091.544,10 | 20.191.544,10 | 9.731 | ||
| d) Bilanzgewinn | 843.556,43 | 22.055.009,93 | 791 | ||
| Summe der Passiva | 379.948.143,38 | 362.876 | |||
| Geschäftsjahr | Vorjahr
|
||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Eventualverbindlichkeiten | |||||
| a)
Eventualverbindlichkeiten aus weiter-
gegebenen abgerechneten Wechseln |
0,00 | 0 | |||
| b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen | 1.961.839,30 | 2.112 | |||
| c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten | 0,00 | 1.961.839,30 | 0 | ||
| 2. Andere Verpflichtungen | |||||
| a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften | 0,00 | 0 | |||
| b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen | 0,00 | 0 | |||
| c) Unwiderrufliche Kreditzusagen | 18.000.949,28 | 18.000.949,28 | 26.356 | ||
| darunter: Lieferverpflichtungen | |||||
| aus zinsbezogenen Termingeschäften | 0,00 | (0) | |||
2.
Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember
2023
| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Zinserträge aus | |||||
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 9.117.575,14 | 6.110 | |||
| b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen | 519.487,36 | 9.637.062,50 | 360 | ||
| darunter: in a) und b)
angefallene negative Zinsen |
0,00 | (8) | |||
| 2. Zinsaufwendungen | 1.661.534,34 | 7.975.528,16 | 944 | ||
| darunter: erhaltene
negative Zinsen |
2.668,81 | (58) | |||
| 3. Laufende Erträge aus | |||||
| a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren | 0,00 | 0 | |||
| b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften | 101.945,95 | 119 | |||
| c) Anteilen an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 101.945,95 | 0 | ||
|
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften,
Gewinnabführungs-
oder Teilgewinnabführungsverträgen |
0,00 | 0 | |||
| 5. Provisionserträge | 2.200.359,10 | 2.220 | |||
| 6. Provisionsaufwendungen | 184.738,34 | 2.015.620,76 | 156 | ||
| 7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands | 0,00 | 0 | |||
| 8. Sonstige betriebliche Erträge | 471.754,96 | 2.868 | |||
| 9. [gestrichen] | 0,00 | 0 | |||
| 10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | |||||
| a) Personalaufwand | |||||
| aa) Löhne und Gehälter | 2.665.609,01 | 2.355 | |||
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 459.737,45 | 3.125.346,46 | 490 | ||
| darunter: für Altersversorgung | 8.995,28 | (65) | |||
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 1.822.378,88 | 4.947.725,34 | 1.517 | ||
|
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen |
263.316,55 | 199 | |||
| 12. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 219.871,70 | 67 | |||
|
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie
Zuführungen
zu Rückstellungen im Kreditgeschäft |
0,00 | 3.443 | |||
|
14. Erträge aus Zuschreibungen zu
Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus
der Auflösung
von Rückstellungen im Kreditgeschäft |
742.921,44 | 742.921,44 | 0 | ||
|
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Beteiligungen,
Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere |
0,00 | 350 | |||
|
16. Erträge aus Zuschreibungen zu
Beteiligungen, Anteilen an
verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren |
79.675,00 | 79.675,00 | 0 | ||
| 17. Aufwendungen aus Verlustübernahme | 0,00 | 0 | |||
| 18. [gestrichen] | 0,00 | 0 | |||
| 19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 5.956.532,68 | 2.156 | |||
| 20. Außerordentliche Erträge | 0,00 | 0 | |||
| 21. Außerordentliche Aufwendungen | 0,00 | 0 | |||
| 22. Außerordentliches Ergebnis | 0,00 | (0) | |||
| 23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 1.352.940,38 | 815 | |||
| darunter: latente Steuern | 0,00 | (0) | |||
| 24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen | 10.035,87 | 1.362.976,25 | 10 | ||
| 24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken | 3.750.000,00 | 540 | |||
| 25. Jahresüberschuss | 843.556,43 | 791 | |||
| 26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 0,00 | 0 | |||
| 843.556,43 | 791 | ||||
| 27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen | |||||
| a) aus der gesetzlichen Rücklage | 0,00 | 0 | |||
| b) aus anderen Ergebnisrücklagen | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| 843.556,43 | 791 | ||||
| 28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen | |||||
| a) in die gesetzliche Rücklage | 0,00 | 0 | |||
| b) in andere Ergebnisrücklagen | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| 29. Bilanzgewinn | 843.556,43 | 791 | |||
3. Anhang
für das Geschäftsjahr 2023
A. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der Raiffeisenbank Rastede eG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.
B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden
Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).
Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.
Barreserve
Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Sorten wurden zu den von der Zentralbank mitgeteilten Sortenkursen bewertet.
Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden
Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig, aufgelöst.
Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen abgedeckt.
Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung erfolgte über ein Expected-Credit-Loss-Modell, bei dem ein erwarteter Verlust über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien ermittelt wird. Die Berechnung des erwarteten Verlusts erfolgte unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt für alle unter der Bilanzposition Forderungen an Kunden ausgewiesenen Geschäften sowie für unter der Bilanz auszuweisende Eventualverpflichtungen und anderen Verpflichtungen (einschließlich unwiderruflicher Kreditzusagen). Nicht beanspruchte Kreditzusagen (Kreditlinien) werden berücksichtigt soweit, ungeachtet vertraglicher Kündigungsrechte, mit einer Inanspruchnahme ernsthaft zu rechnen ist. Im Hinblick auf widerrufliche und unwiderrufliche Kreditzusagen und Eventualverpflichtungen erfolgte die bilanzielle Erfassung in Form einer Rückstellung.
Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.
Wertpapiere
Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens wurde das gezahlte Agio im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Weiterhin wurden die Wertpapiere des Anlagevermögens nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.
Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen. Dabei handelt es sich einerseits um Börsenoder Marktpreise und andererseits um indikative Kurse.
Strukturierte Finanzinstrumente, die keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, werden als einheitlicher Vermögensgegenstand bzw. einheitliche Verbindlichkeit nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet.
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Treuhandvermögen
Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zum Nennwert.
Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Dabei wurden grundsätzlich die steuerlich zulässigen Abschreibungssätze zugrunde gelegt.
Die angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 250 wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über EUR 250, aber nicht über EUR 800 lagen.
Sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.
Verbindlichkeiten
Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.
Treuhandverbindlichkeiten
Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.
Rückstellungen
Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.
Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Laufende Rentenverpflichtungen wurden mit dem Barwert bilanziert. Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 1,83 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV). Es wurde eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % zugrunde gelegt.
Den Rückstellungen für Altersteilzeit liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Der bei der Abzinsung der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen angewendete Zinssatz von 1,76 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV). Es wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in
Höhe von 2,45 % zugrunde gelegt.
Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen
Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinsaufwendungen in Abzug gebracht. Im Falle von Zinsswaps werden die Zahlungsströme je Swapvertrag verrechnet und der verbleibende Saldo vorzeichengerecht als Zinsertrag bzw. -aufwand ausgewiesen.
Der Umfang negativer Zinsen bei den Zinsaufwendungen wird in Form von Darunter-Vermerken in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben.
Eventualverbindlichkeiten
Eventualverbindlichkeiten wurden mit dem Nennwert bzw. in Höhe der zugrunde liegenden Verbindlichkeiten unter Abzug von Pauschalrückstellungen angesetzt.
Andere Verpflichtungen / Unwiderrufliche Kreditzusagen
Die unwiderruflichen Kreditzusagen wurden in Höhe der noch nicht in Anspruch genommenen Beträge unter Abzug von Pauschalrückstellungen angesetzt.
Derivative Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps) werden zur Absicherung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos aller zinstragenden Positionen des Bankbuchs eingesetzt. Die Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgt im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden Positionen des Bankbuchs nach dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung.
Es werden die Regelungen für langlaufende Derivate bei der Bewertung des Zinsbuchs nach IDW RS BFA 3 n. F. angewendet. Bei der Bewertung der langlaufenden Zinsswaps erfolgt eine wirtschaftliche Aufteilung in einen laufzeitkongruenten Teil, der in die verlustfreie Bewertung des gesamten Zinsbuchs einbezogen wird, und einen laufzeitinkongruenten Teil, der einzeln imparitätisch bewertet wird.
Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs
Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs einschließlich der zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird.
Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.
C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023
| Anschaffungs- / | Zugänge (a) | Umbuchungen (a) | Anschaffungs- / | |
| Herstellungskosten zu | Zuschreibungen (b) | Abgänge (b) | Herstellungskosten | |
| Beginn des | am Ende des | |||
| Geschäftsjahres | im Geschäftsjahr | Geschäftsjahres | ||
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| Immaterielle Anlagewerte | ||||
| b) entgeltlich erwor- | 69.460 | 0 (a) | 0 (a) | 67.676 |
| bene Konzessio- | 0 (b) | 1.784 (b) | ||
| nen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | ||||
| Sachanlagen | ||||
| a) Grundstücke und | 9.987.412 | 0 (a) | 0 (a) | 9.987.412 |
| Gebäude | 0 (b) | 0 (b) | ||
| b) Betriebs- und | 1.154.930 | 117.235 (a) | 0 (a) | 1.163.320 |
| Geschäftsausstattung | 0 (b) | 108.845 (b) | ||
| Summe a | 11.211.802 | 117.235 (a) | 0 (a) | 11.218.408 |
| 0 (b) | 110.629 (b) | |||
| Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit | ||||||
| Abschreibungen zu | Abschreibungen | Zugängen (a) | Umbuchungen (a) | Abschreibungen am | Buchwerte | |
| Beginn des | Geschäftsjahr (a) | Zuschreibungen (b) | Abgängen (b)
|
Ende des | Bilanzstichtag | |
| Geschäftsjahres (gesamt) | Zuschreibungen
Geschäftsjahr (b)
|
Geschäftsjahres (gesamt) | (Vorjahr) | |||
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| Immaterielle Anlagewerte | ||||||
| b) entgeltlich erwor- | 69.446 | 0 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 67.663 | 13 |
| bene Konzessio- | 0 (b) | 0 (b) | 1.783 (b) | (14) | ||
| nen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | ||||||
| Sachanlagen | ||||||
| a) Grundstücke und | 4.360.193 | 160.441 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 4.520.634 | 5.466.778 |
| Gebäude | 0 (b) | 0 (b) | 0 (b) | (5.627.219) | ||
| b) Betriebs- und | 997.403 | 102.876 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 991.881 | 171.439 |
| Geschäftsausstattung | 0 (b) | 0 (b) | 108.398 (b) | (157.527) | ||
| Summe a | 5.427.042 | 263.317 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 5.580.178 | 5.638.230 |
| 0 (b) | 0 (b) | 110.181 (b) | (5.784.760) | |||
|
Anschaffungskosten zu Beginn
des Geschäftsjahres
|
Veränderungen
(saldiert)
|
Buchwerte
am Bilanzstichtag
|
|||
| EUR | EUR | EUR | |||
| Wertpapiere des | 4.585.185 | -1.867.411 | 2.717.774 | ||
| Anlagevermögens | |||||
| Beteiligungen und | 4.250.948 | 0 | 4.250.948 | ||
| Geschäftsguthaben | |||||
| bei Genossenschaften | |||||
| Summe b | 8.836.133 | -1.867.411 | 6.968.722 | ||
| Summe a und b | 20.047.935 | 12.606.952 |
D. Erläuterungen zur Bilanz
Forderungen an Kreditinstitute
In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 38.134.830 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.
Forderungen an Kunden
In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 4.878.031 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 8.573.021 fällig (ohne Zinsabgrenzung).
Aufgliederung der in den Bilanzposten A 5 und A 7 enthaltenen Wertpapiere
In folgenden Posten sind enthalten:
| börsenfähig
|
davon: | |||
| börsennotiert
|
nicht börsennotiert
|
|||
| EUR | EUR | EUR | ||
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) | 36.850.434 | 34.175.804 | 2.674.630 | |
| Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften (A 7) | 59 | 0 | 59 | |
Beteiligungen
Wir halten an folgendem Unternehmen eine nennenswerte Beteiligung im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB:
|
|
Anteil am Gesellschafts- | Eigenkapital der Gesellschaft | Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses | ||
| Name und Sitz | kapital % | Jahr | TEUR | Jahr | TEUR |
| NGB AG & Co. KG, Hannover | 0,18 | 30.11.2023 | 1.750.733 | 2022/2023 | 37.901 |
Treuhandvermögen
Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden.
Sachanlagen
Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 249.126 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 171.439 enthalten.
Aktive latente Steuern
Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Den nicht nennenswerten passiven Steuerlatenzen stehen höhere aktive Steuerlatenzen aus Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen, insbesondere bei den Kundenforderungen und Wertpapieren, gegenüber.
Nachrangige Vermögensgegenstände
In dem folgenden Posten sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:
| Geschäftsjahr | Vorjahr | |
| EUR | EUR | |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) | 811.274 | 781.899 |
Fremdwährungsposten
In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 11.052 enthalten.
Restlaufzeitenspiegel für Forderungen
Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:
|
|
bis 3 Monate
EUR |
mehr als 3 Monate bis
ein Jahr
EUR |
mehr als ein Jahr bis 5
Jahre
EUR |
mehr als 5 Jahre
EUR |
| Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) | 3.000.000 | 1.000.000 | 13.000.000 | 0 |
| Forderungen an Kunden (A 4) | 12.140.497 | 31.596.701 | 77.805.731 | 160.809.474 |
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.
Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten
Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
|
|
bis 3 Monate
EUR |
mehr als 3 Monate bis
ein Jahr
EUR |
mehr als ein Jahr bis 5
Jahre
EUR |
mehr als 5 Jahre
EUR |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) | 1.521.079 | 3.813.987 | 23.150.142 | 40.588.662 |
| Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2a ab) | 20.793 | 4.703.679 | 15.235.415 | 0 |
| Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) | 12.054.048 | 23.760.217 | 8.412.923 | 0 |
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 69.102.418 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.
Treuhandverbindlichkeiten
Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Refinanzierungsmittel für Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden.
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten
Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 290.439 (Vorjahr EUR 264.534) enthalten.
Eigenkapital
Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:
| EUR | |||
| Geschäftsguthaben | |||
| a) der verbleibenden Mitglieder | 1.001.686 | ||
| b) der ausscheidenden Mitglieder | 18.223 |
Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
| Gesetzliche Rücklage | andere Ergebnisrücklagen | |
| EUR | EUR | |
| Stand 01.01.2023 | 9.730.000 | 9.730.789 |
| Einstellungen | ||
| - aus Bilanzgewinn des Vorjahres | 370.000 | 360.755 |
| Stand 31.12.2023 | 10.100.000 | 10.091.544 |
Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen
Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.
Akute und latente Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Rückstellungen gedeckt. Die akuten Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die in den Posten 1b) und 2c) der unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen ausschließlich Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für Kunden bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden.
Die unter Posten 1b) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Beträge zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Even-tualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird.
Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten
Von den Verbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:
| Gesamtbetrag der als
Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR |
|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) | 64.074.576 |
Derivative Finanzinstrumente
In der nachfolgenden Tabelle sind die am Bilanzstichtag zur Deckung von Zinsschwankungen und die als strategische Sicherungsinstrumente noch nicht abgewickelten Derivatgeschäfte zusammengefasst. Die Fälligkeit ist auf Basis der Nominalbeträge angegeben.
Volumen im Derivatgeschäft (Nichthandelsbestand)
(Angaben in TEUR):
|
Nominalbetrag Restlaufzeit
|
beizulegender Zeitwert
|
|||||
| <= 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | Summe | negativ | positiv | |
| Zinsbezogene Geschäfte | ||||||
| OTC-Produkte | ||||||
| - Zins-Swap (gleiche Währung) | 3.000 | 4.000 | 21.000 | 28.000 | 616 | 1.752 |
Für einzeln zu bewertende Swapgeschäfte des Nichthandelsbestands besteht eine Drohverlustrückstellung von EUR 466.450 (Passivposten 7c).
Die Marktwerte der Zinsswaps werden anhand der aktuellen Zinsstrukturkurve am Bilanzstichtag nach der Barwertmethode berechnet. Hierbei werden die Zahlungsströme (Cashflows) mit dem risiko- und laufzeitadäquaten Marktzins diskontiert.
E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Zinserträge und Zinsaufwendungen
Die für das Geschäftsjahr ermittelten Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinserträgen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per Saldo um EUR 89 erhöht (im Vorjahr um EUR 137 vermindert).
Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen (GuV-Posten 8) ist folgender nicht unwesentlicher Einzelbetrag enthalten:
| Art | EUR |
| Miet- und Pachterträge | 385.950 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit EUR 2.575 (Vorjahr EUR 1.415) Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 5.373 (Vorjahr EUR 5.339) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.
F. Sonstige Angaben
Vorstand und Aufsichtsrat
Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 24.752.
Die früheren Mitglieder des Vorstands erhielten EUR 16.416.
Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31. Dezember 2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 199.946.
Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 9.266 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 3.973.974.
Ausschüttungsgesperrte Beträge
Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 546.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Höhe von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 938.608.
Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRRKreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.
Personalstatistik
Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
| Vollzeitbeschäftigte | Teilzeitbeschäftigte | |
| Prokuristen | 3 | 1 |
| Sonstige kaufmännische Mitarbeiter | 23 | 13 |
| Gewerbliche Mitarbeiter | 0 | 6 |
| 26 | 20 |
Außerdem wurden durchschnittlich 4 Auszubildende beschäftigt.
Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr
| Anzahl der
Mitglieder |
Anzahl der
Geschäftsanteile |
Haftsummen
EUR |
||
| Anfang | 2023 | 3.715 | 4.943 | 1.482.900 |
| Zugang | 2023 | 196 | 235 | 70.500 |
| Abgang | 2023 | 72 | 82 | 24.600 |
| Ende | 2023 | 3.839 | 5.096 | 1.528.800 |
| Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um | EUR | 16.857 |
| Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um | EUR | 45.900 |
| Höhe des Geschäftsanteils | EUR | 300 |
| Höhe der Haftsumme je Anteil | EUR | 300 |
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes
Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:
Genossenschaftsverband Weser-Ems e.V.
Raiffeisenstraße 26 26122 Oldenburg
Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats
Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf
| Luks, Christian, Geschäftsleiter, Bereich Marktfolge |
| von Deetzen, Christian, Geschäftsleiter, Bereich Markt |
Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf
| Kobbe, Ralf, - Vorsitzender - , Presse- und Öffentlichkeitsreferent, Gemeinde Rastede |
| Duddeck, Lutz, - stellvertretender Vorsitzender - , selbstständiger Steuerberater |
| Kirchhoff, Timo, Geschäftsführer, TK Raum- und Lagersysteme GmbH |
| Menke, Heiko, Rentner |
| Quathamer, Kerstin, Dipl.-Betriebswirtin, Finanzbuchhalterin, BROConsult GmbH |
| Siemen, Heiko, selbstständiger Landwirt |
| Sundermann, Fritz, Rentner |
Vorschlag für die Ergebnisverwendung
Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 843.556,43 wie folgt zu verwenden:
| EUR | |
| Ausschüttung einer Dividende von 6,00 % | 59.755,67 |
| Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen | |
| a) Gesetzliche Rücklage | 400.000,00 |
| b) Andere Ergebnisrücklagen | 383.800,76 |
| 843.556,43 |
| Rastede, 25. März 2024 |
Raiffeisenbank Rastede eG
Der Vorstand
Luks von Deetzen
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Raiffeisenbank Rastede eG, Rastede
Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Raiffeisenbank Rastede eG, Rastede (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und
- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537 / 2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
Bewertung der Forderungen an Kunden
a) Sachverhalt und Problemstellung
Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 287,3 Mio. EUR. Dies entspricht 75,6 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen jeweils unter Abzug von Risikovorsorgen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 2,0 Mio. EUR und unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 18,0 Mio. EUR.
Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.
b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
Wir haben zunächst beurteilt, ob die Systeme bzw. Prozesse der Bank derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird. Unsere Prüfungshandlungen umfassten alle für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Bereiche.
In der Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse durch Prüfung in Stichproben überzeugt. Hierbei haben wir insbesondere auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Bank abgestellt.
Auf Basis der Erkenntnisse der Aufbau-, Prozess- und Funktionsprüfungen haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt, um Kreditengagements zu identifizieren, bei denen es Anhaltspunkte für ein akutes Ausfallrisiko gibt. Dabei wurde der Datenbestand der Bank in Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden neben den Ratingeinstufungen insbesondere die Höhe der ungesicherten Kreditteile sowie die Gesamtzusage berücksichtigt.
Hierauf aufbauend haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen.
c) Verweis auf weitergehende Informationen
Weitere Angaben der Bank zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden enthalten.
Im Lagebericht sind Ausführungen zu den Kreditstrukturen sowie den Verfahren der Risikoerkennung enthalten.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.
- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.
- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistung, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurde, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft erbracht:
- Prüfung des Depot- und Wertpapierdienstleistungsgeschäfts
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Lünnemann.
Oldenburg, 5. Juli 2024
Genossenschaftsverband Weser-Ems e.V.
Stärk, Wirtschaftsprüfer Lünnemann, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.
Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in insgesamt neun stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse.
Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte freiwillig einen Kredit- und Prüfungsausschuss eingerichtet.
Der Kredit- und Prüfungsausschuss trat im Jahr 2023 zu insgesamt vier Sitzungen zusammen. Aus den Sitzungen der Ausschüsse ist dem Gesamtaufsichtsrat berichtet worden.
Der vorliegende Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht wurde vom Genossenschaftsverband Weser-Ems e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Generalversammlung berichtet.
Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses entspricht den Vorschriften der Satzung.
Der Aufsichtsrat empfiehlt der Generalversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.
Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr Herr Heiko Menke und Herr Heiko Siemen aus dem Aufsichtsrat aus. Herr Heiko Menke ist wegen Erreichens der Altersgrenze nicht wieder wählbar. Die Wiederwahl von Herrn Heiko Siemen ist zulässig.
Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.
Rastede, 15. August 2024
Der Aufsichtsrat
Ralf Kobbe, Vorsitzender
Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023 ("Länderspezifische Berichterstattung")
Die Raiffeisenbank Rastede eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Raiffeisenbank Rastede eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.
Die Raiffeisenbank Rastede eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 10.565.
Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 35,8.
Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 5.957.
Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 1.353 und betreffen laufende Steuern.
Die Raiffeisenbank Rastede eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.
Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung
Die Generalversammlung vom 22.08.2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 843.556,43 wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.
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