Autohaus Faust Coswig GmbHLiquidiert
01640 Coswig, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Frank Elitzsch seit 10.1.2024 | Geschäftsführer |
Uwe Werner Simmang seit 10.1.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Thomas Frank ElitzschAutohaus Elitzsch GmbH | 50.98% |
Uwe Werner SimmangAutohaus Elitzsch GmbH | 49.02% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Autohaus Faust Coswig GmbHCoswigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht zum Jahresabschluss 2022I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Autohaus Faust Coswig GmbH ist seit dem 1. Januar 1990 mit dem Handel mit Kraftfahrzeugen, Kraftfahrzeugzubehör und -ersatzteilen, einschließlich der Kraftfahrzeugreparatur tätig. 2. Rahmenverträge Es bestehen Händlerverträge der Marken Volkswagen-PKW und Volkswagen-Nutzfahrzeuge. Darüber hinaus bestehen Serviceverträge der Marke Volkswagen, AUDI, Volkswagen Nutzfahrzeuge. Das Unternehmen hat den Status Großkundenleistungszentrum Volkswagen PKW und Volkswagen Nutzfahrzeuge. Ein weiterer Vertrag für den Kundendienst an Volkswagen Hybridfahrzeugen, Volkswagen Elektrofahrzeugen und Volkswagen Fahrzeugen mit Plug-In-Hybrid-Technologie wurde hinsichtlich der aktuellen Entwicklung abgeschlossen. Das Unternehmen ist darüber hinaus Portfolio-Partner der Volkswagen Bank GmbH. Bereits seit dem 8. Dezember 2009 besteht diese Kooperationsvereinbarung. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Entwicklung Nach den Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 um 1,8 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die konjunkturelle Entwicklung war auch 2022 stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen. Trotz der Inflation den zunehmenden Liefer- und Materialengpässen konnte sich die Wirtschaft von dem Einbruch im Vorjahr leicht erholen. Die privaten Konsumausgaben erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 11%. Die Inflationsrate betrug 7,5 % und lag damit deutlich höher als im Vorjahr 2021 (3,1 %). Der Lieferschwierigkeiten von Ersatzteilen und die unkalkulierbaren Lieferfristen der Hersteller, bedingt durch den Halbleitermangel, waren die allgemeinen Schwierigkeiten der Branche im Jahr 2022. Insgesamt wurden im Jahr 2022 3,6 Mio. PKW neu zugelassen (Vorjahr 2,62 Mio). Das ist ein erheblicher Anstieg zum Vorjahr. In der Kompaktklasse wurde das Modell VW Golf von Volkswagen am häufigsten neu zugelassen. Mit insgesamt 84.000 Neuzulassungen ist der VW Golf der beliebteste PKW in Deutschland. Bei den SUVs konnte der VW T-Rock die meisten Neuzulassungen verbuchen. In den Vorjahren gingen die Zahlen zwar insgesamt zurück, SUVs blieben jedoch das beliebteste Segment. Im Jahr 2022 wurde bei den Neuzulassungen von Elektroautos wiederum ein Rekordwert erreicht. Im Verlauf des Jahres wurden 470.559 Elektrofahrzeuge (Vorjahr 356.000) zugelassen, mehr als jemals zuvor. Trotz der Kfz-Steuerreform im Jahr 2022, die den Ausstoß von CO-2 teurer macht, haben sich die Zulassungen von Benziner- und Dieselfahrzeugen im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Die Preise im Gebrauchtwagenmarkt im Jahr 2022 kletterten 2022 auf neue Spitzenwerte. Vor allem Mittelklasse-Modelle und ältere Fahrzeuge wurden im Vergleich zum Vorjahr überdurchschnittlich teurer. Zum Jahresende im November 2022 hat sich diese Entwicklung noch einmal beschleunigt. Die Preise stiegen hier um 18% im Vergleich zum Vorjahr. 2. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf im Berichtsjahr spiegelt im Wesentlichen die vorstehend beschriebene Entwicklung wider. Die Umsatzzahlen verringerten sich aufgrund der vorgenannten Entwicklung im Jahr 2022 erneut auf 27,9 Mio. EUR (Vorjahr: 34,5 Mio. EUR). Dieses Volumen setzt sich ausfolgenden Geschäftsfeldern zusammen:
Das Unternehmen hat sich verstärkt auf das regionale Geschäft konzentriert und den Fokus zunehmend auf die Betreuung regionaler Großkunden, sowie Professional Class Kunden gerichtet, die vor allem das Werkstattgeschäft stärken. Die Finanzdienstleistungsquote des Unternehmens bewegt sich bei 75 % und stellt damit einen nicht unerheblichen Ergebnisbeitrag im Vertrieb dar. Das Unternehmen ist Portfolio Partner der VW Bank GmbH: Der aktuelle Forderungsbestand beträgt 43,0 Mio. EUR Umsatzvolumen an Finanzierungs- und Leasinggeschäften. Die Quote der abgeschlossenen Wartungs- und Verschleißverträge bei gewerblichen Großkunden liegt bei 89,0 %. Dadurch ist die Werkstattauslastung abgesichert, da die Kunden damit eine sogenannte Flatrate für die anfallenden Reparaturen haben. Das Unternehmen gehört damit zu den Top Finanzdienstleitern in der Region Ost. Im Servicebereich konzentrierten sich die Maßnahmen auf die Erhöhung der Produktivität in Verbindung mit der Auslastung der vorhandenen Kapazitäten. Durch die Einführung von attraktiven Prämienmodellen für die Mitarbeiter war es möglich, die Produktivität im Service zu erhöhen. Die Erträge im Kundendienst konnten dadurch an den Standorten Coswig und Dresden signifikant gesteigert werden. Die Mitarbeiter wurden im Berichtsjahr digital intensiv geschult, um den Anforderungen der Technik gerecht zu werden. Das Unternehmen ist unverändert bestrebt, seinen Mitarbeiterstamm zu halten und beteiligt sich an der betrieblichen Altersvorsorge und zahlt Familien einen Zuschuss für den Kindergartenbeitrag. Als Großkundenleistungszentrum verfügt das Unternehmen über ausgeprägte Kompetenzen in der Fachberatung von Fuhrparkentscheidern, sowie über das Controlling und der Verwaltung von Fuhrparks und Fuhrparkmanagementssystemen. Dieses Leistungsspektrum ist nur mit absolut kompetenten Mitarbeitern darzustellen. Die Kundenzufriedenheit konnte so im Geschäftsjahr auf hohem Niveau gehalten werden. Sie lag bei 103 Punkten, der deutschlandweite Durchschnitt liegt bei 102 Punkten und somit Benchmark. Im Geschäftsjahr 2022 konnte ein Jahresüberschuss von 1.074,0 TEUR vor dem neutralen Aufwand erreicht werden. Die Umsatzrendite konnte auf 3,8 % gesteigert werden. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage I. Vermögenslage Insgesamt hat sich die Bilanzsumme erheblich verringert, bedingt durch den Abverkauf des Fahrzeugbestandes im Gebrauchtwagenbereich aufgrund der Lieferschwierigkeiten von Neuwagen. Im gleichen Maße verringerten sich die Verbindlichkeiten der Einkaufsfinanzierung. Die Bilanzsumme in Höhe von 12,7 Mio. EUR setzt sich zu 35 % aus Anlagevermögen und zu 65 % aus Umlaufvermögen zusammen. Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen wurden nach den gesetzlichen Möglichkeiten in Höhe von 18,3 TEUR gebildet. Die Eigenkapitalquote konnte auf 25 % erhöht werden. Das Eigenkapital beträgt 3,2 Mio. EUR (Vorjahr: 2,1 Mio EUR). Der Jahresüberschuss wurde vollständig thesauriert. Verschiedene Rückstellungen wurden im Rahmen der bilanziellen Möglichkeiten in Höhe von 153,7 TEUR in die Bilanz eingestellt. II. Finanzlage Die Gesellschaft verfügte im Jahr 2022 jederzeit über ausreichende Liquiditätsreserven. Finanzierungslinien für den Einkauf von Neu- und Gebrauchtwagen sind in ausreichendem Maße verfügbar. Geeignete Instrumente zur Liquiditätssteuerung und -optimierung sind vorhanden und auch wirksam. Kundenforderungen werden im Allgemeinen zeitnah beglichen, Forderungsausfälle sind nur in wenigen Fällen zu verzeichnen. Die Gesellschaft verfügt über ein funktionierendes Forderungsmanagement und Mahnwesen. Planmäßige Kredittilgungen wurden vorgenommen. Es kann von einer stabilen Liquiditätslage ausgegangen werden. Allen Zahlungsverpflichtungen konnte fristgerecht nachgekommen werden. Verbindlichkeiten zur Finanzierung des Fahrzeugbestandes bestanden zum Ende des Jahres gegenüber der Volkswagen Bank, der Santander Bank, der Bank 11 und der BDK Bank. Im Jahr 2022 wurden CI gerechte Investitionen zur Umsetzung des neuen Elektromobilitätskonzeptes sowie neuer Fahrassistenzarbeitsplätze (Fahrassistenz-Frontsysteme, Scheinwerfereinstellplatz und CAR -IT Systeme) getätigt. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte ein weiterer Schritt zur Modernisierung des IT Netzwerkes. Eine wesentliche Investition im EDV-Bereich war darüber hinaus die Anschaffung eines Archivierungssystems. Die Umsetzung des Workflows bis hin zur elektronischen Rechnungslegung und die Einführung eines neuen Dealer Management Systems VAUDIS X ist für das Jahr 2023 geplant. Damit werden die betrieblichen Organisationsabläufe erheblich optimiert und transparenter gemacht. III. Ertragslage Das Unternehmen konnte in diesem Jahr aufgrund der Lieferschwierigkeiten von Neuwagen keine Umsatzsteigerung erreichen und schloss das Geschäftsjahr 2022 mit einem Umsatz von 27,9 Mio. EUR ab. Das Rohergebnis stieg jedoch deutlich auf Grund des geringeren Materialeinsatzes auf 7,9 Mio. EUR. Die Personalkosten blieben im Gegensatz zum Vorjahr nahezu konstant bei 3,3 Mio EUR im Vergleich zum Vorjahr (3,0 Mio EUR). Die Abschreibungen auf Anlagevermögen beliefen sich auf 549,2 TEUR und stiegen damit gegenüber dem Vorjahr aufgrund der erhöhten Flotte an Euromobilfahrzeugen und Vorführwagen, die teilweise den Kunden aufgrund von Überbrückungsmobilität zur Verfügung gestellt wurden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich insbesondere inflationsbedingt auf insgesamt 2,2 Mio. EUR. Der Zinsaufwand stieg aufgrund der aktuellen Zinsentwicklung auf 308,3 TEUR (Vorjahr: 302,0 TEUR). Die Gesellschaft erzielte ein sehr zufriedenstellendes Jahresergebnis in Höhe von 1.074,0 TEUR (Vorjahr 599,0 TEUR). III. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung 1. Risikobericht Im Wesentlichen konzentriert sich unser Unternehmen auf den ausreichenden Zukauf von Waren und um die Wahrung ausreichender Liquidität. Derzeit bestehen seitens der Kundschaft große Unsicherheiten welche Antriebskonzepte sich zukünftig im Markt etablieren werden. Selbst wenn der derzeitige Verkauf von Fahrzeugen mit Elektro- bzw. Hybridantrieb gut funktioniert, stellt die Einstellung von stattlichen Fördermöglichkeiten die Weiterentwicklung der Elektromobilität bedingt durch die hohen Preise vor eine schwierige Aufgabe. Bereits in der Vergangenheit war es immer strategisches Unternehmensziel, Risiken zu minimieren. Bis zum Abschluss des Geschäftsjahres 2022 und bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses konnte das Unternehmen jedoch kein Absatzrisiko erkennen. Der Auftragseingang liegt derzeit bei 100% Zielerfüllung bei Großkunden und 85% bei Privatkunden. Allein die Auslieferungszeitpunkte sind ungewiss. Die Rabatte, halten sich derzeit bei der aktuellen Liefersituation in Grenzen, was sich natürlich positiv auf die Roherträge auswirkt. Prämienaktionen bei Neuwagen seitens des Herstellers sind derzeit nicht zu erwarten aufgrund der Lieferengpässe. Die sich weiter verringernde Wartungs- Reparatur- und Instandsetzungsintensität neuerer Fahrzeuge, sowie die Entwicklung der Abwanderung älterer Fahrzeuge in freie Werkstätten stehen jedoch auch Kompensationschancen gegenüber. Bedingt durch den Großkundenstatus und der Steigerung des Flottengeschäftes, insbesondere mit Wartungs- und Inspektionsverträgen und einer Wartungs- und Inspektionsversicherungsquote von 89 %, wird eine Werkstattbindung für unser Haus gesichert. Ferner werden durch die weiter steigende Komplexität der Fahrzeuge, durch die CAR-IT Systeme (wie Assistenzsysteme, Hard- und Softwareskills, sowie Vernetzungstechnologien) die Reparaturpotentiale weiter zu nehmen und freie Werkstätten an ihre Leistungsgrenzen bringen. Perspektivisch werden sich die Investitionen in qualifiziertes Fachpersonal und hoch moderne technische Ausstattung hier tragen. Der Schadenssteuerung von Versicherungsgesellschaften muss künftig sensibel entgegen- getreten werden. Mit einem professionellen Unfallschadensmanagement muss hier das Niveau gehalten und alle Chancen gewahrt werden, Potentiale auch zukünftig zu heben. Im Rahmen der allgemeinen Forderungsausfallrisiken sind im Geschäftsjahr entsprechende Wertberichtigungen auf Altforderungen vorgenommen worden, hinsichtlich des laufenden Geschäftes sind keinerlei größere uneinbringliche Forderungen entstanden. Die Kundenforderungen wurden mit der üblichen Wertberichtigung bewertet. Personalseitig sieht sich die Gesellschaft auf den demografischen Wandel und den damit verbundenen Rückgang an Fachkräften eingestellt. Die vorgesehenen Ausbildungsplätze im mechanischen und kaufmännischen Bereich konnten jeweils mit qualitativ guten Auszubildenden besetzt werden. 2. Chancenbericht Der eröffnete Veränderungsprozess bietet unserem Unternehmen auch weiterhin Chancen zur Kostenoptimierung und gleichzeitig, aber auch neue Ertragspotentiale. Parallel dazu sehen wir uns mit unserer regionalen Ausrichtung und dem breit aufgestellten Leistungsangebot auch weiterhin als wichtigen Vertriebspartner des Volkswagen-Konzerns im sächsischen Marktgebiet. Auch im Jahr 2023 werden wird das Unternehmen im Verkauf von Neuwagen weiter unter Druck stehen. Gerade der private Einzelkundenmarkt, bei der Volumenmarke Volkswagen PKW, erholt sich nach unserer Meinung nur sehr langsam von den Folgen der Verunsicherung durch Diesel-Gate und E-Mobilitätsentwicklung. Dennoch sehen wir der Geschäftsentwicklung insgesamt positiv entgegen. Im Bereich der regionalen Firmenkunden, bedingt durch den Status Großkundenleistungszentrum ergeben sich für das Unternehmen viele Vertriebschancen für die kommenden Jahre. Hier stehen besonders Firmenkunden der Region im Fokus, die bislang noch nicht aktiv im Außendienst betreut wurden. Der derzeitige Wirtschaftswachstumskurs in der Region lässt hier noch einige Potentiale erkennen. Durch die zahlreichen verkauften Fahrzeuge und die Marktposition, die sich das Unternehmen in den zurückliegenden Jahren erarbeitet hat, konnten kontinuierlich zufriedene Kunden gewonnen werden. Insofern blickt das Unternehmen mit positiven Erwartungen in die Zukunft. 3. Gesamtaussage Wichtiges Instrument zur Steuerung von Risiken ist ein regelmäßiges strukturiertes Berichtswesen. Im Unternehmen finden wöchentliche Reportings der Abteilungsleiter statt, bei denen die aktuelle Geschäftsentwicklung erörtert wird, sodass eine zeitnahe Reaktion erfolgen kann. Das Unternehmen ist somit jederzeit nach den Standards der VW AG prüfbereit. IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement, welches ergänzend konsequent durch eine Anwaltskanzlei betreut wird. V. Ausblicke auf das Geschäftsjahr 2023 Durch die anhaltend hohe Nachfrage im Gebrauchtwagenbereich, sowie das derzeit hohe Preisniveau ergibt sich eine spürbare Verringerung des Verlustrisikos. Um unsere Unternehmensziele zu erreichen, werden wir weiterhin mit hohem Engagement und allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln in sämtlichen Geschäftsfeldern versuchen, die Situation weiterhin positiv zu gestalten. Die künftige Entwicklung kann weiterhin von Vertriebsstrukturveränderungen der Hersteller oder Veränderungen der wirtschaftlichen Lage des Gesamtmarktes beeinflusst werden. Natürlich werden auch wir uns dieser Situation stellen. Das Management wird auch künftig in der Lage sein, sich auf neue äußere und innere Bedingungen einzustellen und kurzfristig auf neue Herausforderungen zu reagieren. Die Kostenkontrolle und Kosteneinsparung wird auch im neuem Geschäftsjahr absolute Priorität haben. Mit neuen Geschäftsfeldern wie die Mehrmarkenoffensive beschreitet das Unternehmen neue Wege um für die Kunden interessant zu bleiben. Wir sehen uns nach wie vor gut gerüstet, um die anstehenden Aufgaben in einem herausfordernden Markt- und Branchenumfeld zu meistern. Gleichzeitig gehen wir davon aus, dass wir mit unserer begonnenen Optimierungsstrategie den richtigen Weg eingeschlagen haben. Ferner hat die Entwicklung der Elektrofahrzeuge volle Fahrt aufgenommen und der Hersteller wird mit Modellen wie dem neuen I.D BUZZ und dem Caddy TGI bezahlbare Elektrofahrzeuge bis zu 35 TEUR mit Reichweiten von 600-700 km auf den Markt bringen. Auch der Bestseller VW Touareg, der Amarok und der Passat erhalten im Jahr 2023 ein turnusmäßiges Facelift. Bedingt durch die Lieferschwierigkeiten bleibt abzuwarten, wie sich das Jahr 2023 entwickeln wird. Bislang konnten die Umsätze konstant und das Betriebsergebnis im positiven Bereich gehalten werden. Insofern wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage weiterhin als stabil betrachtet. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Das Unternehmen unterhält eine Zweigniederlassung in Dresden, Am Riegelplatz 1 b, direkt an der Autobahnauffahrt Dresden Neustadt. Es besteht dort ein Volkswagen- und AUDI- Servicevertrag sowie eine Volkswagenverkaufsstelle. Vorwiegend werden dort Dresdner Kunden im After Sale Geschäft betreut. Der Zuwachs der Zweigniederlassung konnte seit der Eröffnung beständig gesteigert werden aufgrund der hervorragenden Standortbedingungen. In einer Untersuchungsstudie der 30 größten Städte Deutschlands belegt Dresden Platz 10 und liegt damit vor vielen namenhaften Städten. Damit bleibt die Landeshauptstadt Dresden in Kontinuität eine prosperierende Stadt mit anhaltendem Wachstum und hervorragenden Zukunftsperspektiven. (Quelle: HWWI/Beerenberg Städteranking 2023) Als Synergien kann hier der gemeinsame Fahrzeugpool effektiv genutzt werden, sowie die Auslastung der eigenen Lackieranlage erhöht werden.
Coswig, 6. November 2023 gez. Jörg Faust, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2022Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Autohaus Faust Coswig GmbH wurde zum 31. Dezember 2022 nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Nach den in § 267 HGB umschriebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden gleichfalls mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Beteiligung betrifft die Anteile an der Auto Business Group GmbH. Es wurde die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 3 HGB angewendet, da die Gesellschaft für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen wurden mit ihrem Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Vorjahr und Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen. Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB) Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:
Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen (Euro 66.500,00) umfassen die Kosten für die Erstellung des Jahresabschlusses sowie der Steuererklärungen für das Abschlussjahr, die Kosten für die Abschlussprüfung sowie Kosten für Rechtsberatung. Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEuro 7.032. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind abgesichert durch Eintragung von Grundschulden auf Grundstücke, selbstschuldnerische Bürgschaften, Sicherungsübereignungen sowie Pfandrechte. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert. Weitere Sicherheiten auf die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen nicht. Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer 5 Jahre bestehen nicht. Angabe zu Restlaufzeitvermerken Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr bestehen nicht. Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt Euro 7.669.204,21 (Vorjahr: Euro 9.919.209,22) - davon gegenüber Kreditinstituten Euro 6.563.656,69 (Vorjahr: Euro 7.848.504,37), aus erhaltenen Anzahlungen Euro 3.065,82 (Vorjahr: Euro 10.009,25), aus Lieferungen und Leistungen Euro 212.818,03 (Vorjahr: Euro 152.623,02), gegenüber Gesellschaftern Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 25.000,00), aus Steuern Euro 627.388,24 (Vorjahr: Euro 1.446.704,47), aus Leasingrückläufern Euro 75.781,73 (Vorjahr: Euro 134.606,89), sonstige Verbindlichkeiten Euro 186.493,70 (Vorjahr: Euro 301.761,22). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 1.356.927,81 (Vorjahr: Euro 1.541.560,61) - davon gegenüber Kreditinstituten Euro 1.134.126,09 (Vorjahr: Euro 1.291.893,76) sowie sonstige Verbindlichkeiten Euro 222.801,72 (Vorjahr: Euro 249.666,85). Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterung der periodenfremden Erträge In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von Euro 114.590,19 enthalten. Die Erträge wurden im Posten "Übrige sonstige betriebliche Erträge" erfasst. Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von Euro 289.366,79 enthalten. Die Aufwendungen wurden im Posten "Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Vergütungen der Geschäftsführung Die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird angewendet. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt Euro 1.074.021,51. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages ergibt sich ein Bilanzgewinn von Euro 2.703.869,43, der zu verwenden ist. Der Bilanzgewinn von Euro 2.703.869,43 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Coswig, 6. November 2023 gez. Jörg Faust, Geschäftsführer Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 29.11.2023 festgestellt. BestätigungsvermerkDer Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 und nicht auf den, unter Inanspruchnahme von Erleichterungsvorschriften, hier offengelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Autohaus Faust Coswig GmbH, Coswig Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Faust Coswig GmbH, Coswig - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Faust Coswig GmbH, Coswig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dresden, 6. November 2023 Dr.
Heide & Noack PartGmbB
gez. Dr. Winfried Heide, Wirtschaftsprüfer gez. Heike Noack, Wirtschaftsprüferin |
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