Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 1387
Eingetragen
10.11.1906
Branche
Vermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungErbringung von LogistikdienstleistungenGüterbeförderung im Straßenverkehr
Gegenstand
Speditionsgeschäft im In- und Ausland-, Beförderung von Gütern aller Art im In- und Ausland, Lagergeschäft und Betreiben von Filialgeschäften der vorgenannten Art im Inund Ausland.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Bernd Eckert
seit 21.8.2018
Geschäftsführer
Gerald Karl Penner
seit 21.8.2018
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Streck Transport-gesellschaft m.b.H.
100.00%

Gesellschafter
Beta

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Barbara Boll
Lörrach, Chrischonastrasse 42
12.500 DM
25.00%
Johanna Boll
Binzen, Im Schlattgarten 28
12.500 DM
25.00%
Heiner Mathias Honold
Neu-Ulm/Reutti, Bergstr. 5
12.500 DM
25.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Streck Transportgesellschaft mit beschränkter Haftung

Lörrach

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

DER STRECK TRANSPORTGESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG, LÖRRACH

I. Grundlagen der Streck-Gruppe

1. Geschäftsmodell der Gruppe

Die im Familienbesitz befindliche Streck-Firmengruppe (kurz: Streck, Streck-Gruppe oder Streck-Konzern) ist im Speditions- und Logistikgeschäft im In- und Ausland an verschiedenen Standorten tätig. Sie bedient sich dabei eines Netzes von internationalen Partnerschaften sowohl im Bereich Luftfracht Übersee, mit den WCA- und der WIN-Kooperationspartnern, als auch in Deutschland und Europa mit den Netzwerken der System Alliance und der CargoLine-Gruppe.

2. Struktur der Gruppe

In den Konzernabschluss einbezogen ist die Streck Transportgesellschaft mit beschränkter Haftung, Lörrach, die als Muttergesellschaft das operative Speditionsgeschäft unterhält. Sie gewährleistet durch Personalunion auch die Leitungs- und Kontrollfunktion der nachfolgenden Tochtergesellschaften.

Die Streck Transsped GmbH, Freiburg, besitzt und verwaltet die Liegenschaften der Niederlassung Freiburg, die zum überwiegenden Teil von der Muttergesellschaft angemietet sind.

Die E.F.K. Gütertransport GmbH, Lörrach, führt Frachtführertätigkeiten ausschließlich für Gruppenunternehmen durch.

Die Streck-LS Aircargo GmbH, Bremen ist ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Firma LS-Cargo GmbH, Bremen. Der Konzernanteil am Stammkapital beträgt 51%. Geschäftsziel der Gesellschaft ist die Präsenz im Luftfrachtgeschäft in der Region Bremen.

Die CARGO HANDLING RAUNHEIM GMBH, Lörrach übernimmt das Luftfrachthandling am Flughafen Frankfurt.

Die Streck-Organisation besteht derzeit aus 15 aktiven rechtlich selbständigen Unternehmen in Deutschland und in der Schweiz, die entweder verbunden, alliiert oder verwandt sind. Von diesen 15 Unternehmen befinden sich 10 in mittelbarem oder unmittelbarem Familienbesitz. An fünf Unternehmen hält die Familie direkt oder indirekt 50 % der Anteile.

Die Streck Transportgesellschaft mit beschränkter Haftung erstellt einen Konzernabschluss nach den Vorschriften des HGB. In diesen Abschluss werden jedoch nur ein Teil der Unternehmen der Streck Gruppe einbezogen, weshalb eine Aussage über die gesamte Kapital- und Ertragsstärke der Firmengruppe nicht gegeben ist.

Die Hauptniederlassungen der Streck Transportgesellschaft mit beschränkter Haftung sind in Freiburg und Lörrach (Firmensitz). Daneben befinden sich in Deutschland an 7 Flughäfen Standorte für die Luft- und Seefracht: Hamburg (Norderstedt), Münster (Greven), Düsseldorf, Frankfurt a.M. (Raunheim), Nürnberg, Stuttgart (Filderstadt) und München. Ein weiterer Standort besteht am Flughafen Bremen durch eine vollkonsolidierte Tochtergesellschaft.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 1,9 % höher als im Vorjahr, nach einem Anstieg von 2,7 % im Vorjahr. Sorge bereitet jedoch die Entwicklung zum Jahresende: Im 4. Quartal 2022 ist das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent gesunken. Durch den Krieg in der Ukraine stiegen die Energiekosten in Deutschland massiv an und lösten eine Energiekrise aus. In nahezu allen Konsumbereichen kam es zu einem Preisanstieg, die Inflation kletterte in Rekordhöhe. All diese Faktoren wirken sich negativ auf die konjunkturelle Lage in Deutschland aus und bremsen das Wirtschaftswachstum.

Der IFO-Geschäftsklimaindex lag im Dezember 2022 bei 88,6 Punkten, nach 94,8 Punkten im Vorjahr. Der Tiefpunkt mit 84,3 Punkten war im September zu verzeichnen. Der Index stellt den Mittelwert zwischen der tatsächlichen Lage und der Erwartungshaltung der befragten Unternehmen dar. Im ganzen Jahr war die Lagebeurteilung besser als die Erwartungshaltung. Im Januar lagen beide Indizes noch nah beieinander und sind aber mit Beginn des Angriffskrieges extrem voneinander abgewichen.

Am stärksten leiden Handel und das Bauhauptgewerbe unter der aktuellen Situation.

Die Geschäftslage im Speditionswesen allgemein hatte als herausragende Komponente die hohen Frachtraten im Luft- und Seefrachtbereich. Diese haben sich zum Jahresende wieder an ein normales Niveau angenähert, auch weil Lockdowns kein Thema mehr sind und damit die Staus in der Lieferkette abgebaut haben.

Die Geschäftslage im deutschen Speditionswesen im dritten Corona-Jahr war dennoch zufriedenstellend. Das Transportwesen als Teil der kritischen Basisinfrastruktur war gefragt und konnte seinen Zweck erfüllen. Das gezeigte Wachstum ist preis- und nicht mengengetrieben. Im Jahresverlauf gab es viele wechselnde Ertrags- und Auslastungsszenarien in der Branche. Gesamthaft gab es im grenzüberschreitenden Transport die größten Herausforderungen.

Die Digitalisierung, die durch die Corona-Pandemie einen Schub bekommen hat, wird ausgebaut und harmonisiert. Dies auch zum Vorteil der Beschäftigten mit Einsatz von mobilen Arbeitsmodellen. Relativ neu am Markt sind sog. "Digitale Speditionen", die dem Gewerbe für das Buchen von Transporten zur Verfügung gestellt werden.

Die mittelständisch geprägten nationalen Stückgutkooperationen CargoLine und System Alliance begegnen der fortschreitenden Konzentration durch punktuelle Zusammenarbeit und Harmonisierung der Prozesse. Die Streck Transportges. mbH begrüßt diese Entwicklung. Probleme bei der generationenübergreifenden Unternehmensfortführung sowie verbreitete Ertragsschwäche sind wesentliche Treiber der Konzentration.

2. Geschäftsverlauf

i. Allgemeine Angaben

Der Umsatz stieg enorm um 20,8 % an bei einer um 5 % rückläufigen Sendungsanzahl. Die transportierte Tonnage war in Summe um 2 % leicht unter Vorjahresniveau. Alle Bereiche verzeichneten deutliche Umsatzzuwächse.

Bedingt durch die Corona-Pandemie kam es im Verlauf des Jahres durch kurzfristig angekündigte regionale Lockdowns, Flughafensperrungen, usw. zu unterschiedlichen Auslastungen einzelner Geschäftsbereiche und Handelshemmnissen aller Art. Es war eine große Herausforderung, die Lieferketten aufrecht zu erhalten, was der Gesellschaft dank guter und stabiler weltweiter Netzwerkpartner sehr gut gelang. Insgesamt war die Lage weniger dramatisch als im Vorjahr.

Der Transportaufwand stieg fast identisch mit 21,5 %. Damit konnte der Deckungsbeitrag um 19,2 % gesteigert werden.

Die größten Einsparungen konnten durch die Rückgabe von Mietflächen und durch den Wegfall der Negativzinsen erzielt werden. Ansonsten sind die Kosten auf breiter Front gestiegen, vor allem im Energiesektor, Fuhrpark und durch die Wiederaufnahme der Reisetätigkeit. Die IT-Kosten lagen unter dem Vorjahr, da der Aufwand der Erstausstattung für das mobile Arbeiten im Vorjahr verbucht wurde.

Das Betriebsergebnis von T€ 21.193 (Vorjahr: T€ 13.562) liegt somit rund 56,3 % über dem Vorjahr.

Die Sendungsentwicklung und die Tonnage lagen in einem Korridor von - 9 %/ -6 % zum Budget. Wesentlich war die Veränderung des Preis- und Kostenniveaus, vor allem in der Luft- und Seefracht. Die Erträge im Lager-/ Logistikbereich sind nach wie vor nicht zufriedenstellend. Ein verbessertes Controlling zur Ermittlung der Rendite pro Kunde erhöhte die Transparenz und sichert Preiszugeständnisse nach unten ab.

Die Streck Transportges. mbH als Gründungsmitglied beteiligt sich aktiv an der Neuaufstellung der System Alliance. Die Gründung im Jahr 2021 der System Alliance Netzwerk GmbH und der System Alliance Hub Betriebsgesellschaft GmbH erleichtern die Aufnahme neuer Gesellschafter. Zum Jahreswechsel löste die NG.network GmbH die System Alliance Netzwerk GmbH ab. Als Innovationsgemeinschaft des deutschen Stückgutmarkts setzt die Kooperation in der Logistik Standards im Hinblick auf die Kundenorientierung.

Kurz nach der Gründung 2021 hat sich Streck an der Cargo Digital World AG beteiligt. Ziel des Unternehmens ist es als sog. Digitalspedition technologiebasierte Logistiklösungen anzubieten, die neue Standards hinsichtlich Kundenzentrierung, Effizienz, Transparenz und Nachhaltigkeit setzen.

Das Ergebnis im Jahr 2022 übertrifft die Erwartung der Geschäftsführung deutlich. Der Hauptgrund liegt im hohen Ratenniveau in der Luft- und Seefracht.

ii. Absatzbereich

Die Streck-Gruppe ist in 3 wesentlichen Geschäftsbereichen tätig:

2022 Umsatz % 2021 Umsatz %
TEUR TEUR
Euronationale Spedition, Landverkehre 93.664 38 85.940 42
Luft- und Seefracht 131.684 54 101.211 50
Logistik 12.497 5 10.984 5
Sonstige 8.430 3 5.746 3
Gesamt: 246.275 100 203.881 100

Der Umsatz im Luft- und Seefrachtbereich ist gegenüber dem Vorjahr um 30,1 % gestiegen. Die Landverkehrsumsätze sind um 9,0 % gestiegen und die Logistikumsätze um 13,8 % ebenfalls.

iii. Einkauf von Speditionsdienstleistungen

Innerhalb der nationalen Netzwerke der System Alliance und CargoLine ist der Einkauf von Speditionsdienstleistungen weitgehend vereinheitlicht. Gemeinsame Arbeitskreise legen gegenseitige Verrechnungsstrukturen fest, innerhalb derer sich die Verrechnungspreise bewegen.

Zu lokalen, nationalen und internationalen Frachtführern bestehen in der Regel - schon aus Qualitätsgründen - langfristige Beziehungen. Daneben werden Frachtdienstleistungen zu Tagespreisen eingekauft.

Zu den regelmäßigen Herausforderungen gehört das Management von Kapazitäten und Mengen auch im Zusammenhang mit klimatischen Einflüssen. Ökologische Anforderungen üben kontinuierlich einen größeren Einfluss aus, z.B. der Verzicht auf Schweröl als Treibstoff in der Seefracht. Die Bereitschaft von Transportdienstleistern teure Kapazitäten vorzuhalten und aufzubauen ist gering. Der Mangel an Fachkräften, der auch in der Corona-Pandemie anhält, insbesondere von Fahrpersonal, trägt hierzu auch bei. Der Markt reagiert auf Nachfrageschwankungen volatil und schnell. Das letzte Jahr war geprägt vom Auslaufen der Corona-Pandemie mit einem Rückgang der übertriebenen Frachtraten im Überseebereich vor allem zum Jahresende hin. Das Raten-Niveau im Landverkehr hat sich an der allgemeinen Rekord-Inflation orientiert. Staus von nicht entladenen Schiffen vor Frachthäfen konnten im letzten Quartal weitestgehend abgebaut werden.

iv. Personal- und Sozialbereich

Im Jahr 2022 waren im Unternehmen durchschnittlich 634 (Vorjahr: 618) Mitarbeiter (ohne Auszubildende) auf Vollzeitbasis beschäftigt.

Die Streck Transportges. mbH bildete zum Stichtag insgesamt 50 männliche und weibliche Auszubildende in den Berufen Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung, Fachkraft für Lagerlogistik, Fachlageristen, Berufskraftfahrer und Fachinformatiker aus. Fünf Studenten absolvieren ihr Duales Bachelor-Studium in den Studienbereichen BWL-Spedition, Transport und Logistik sowie Wirtschaftsinformatik an der Dualen Hochschule Lörrach.

Im Jahr 2022 wurden 20 neue Ausbildungs- und Studienverträge geschlossen. 8 Auszubildende konnten nach bestandener Abschlussprüfung in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen werden.

Die Gewinnung von Auszubildenden gestaltet sich jährlich aufwändiger. Um dem entgegenzuwirken, wurden altbewährte Maßnahmen, wie zum Beispiel den Einsatz unserer Ausbildungsbotschafter in den Schulen und Teilnahme an Messen beibehalten und wenn möglich ausgeweitet. Da die Ausbildungsplatzsuche junger Menschen tendenziell immer mehr in Richtung digitale Medien ausgerichtet ist, wurden die Werbeaktionen in diesem Bereich erweitert. So wurden zwei weitere Online Portale mit unseren Stellenausschreibungen beauftragt.

Die Aktion "Mitarbeiter werben Mitarbeiter" wird von unseren Auszubildenden sehr gut angenommen, sodass wir hier weiter auf die "Mund-zu-Mund-Werbung" setzen und dafür Sorge tragen, dass sich unsere Azubis im Unternehmen wohl fühlen und sehr gut betreut sind.

Für das Jahr 2023 planen wir einen neuen Messeauftritt, sodass wir uns als ein moderner Arbeitgeber repräsentieren können. Alle aus der Vergangenheit bewährten Maßnahmen werden nachhaltig weiterverfolgt. Um die Nachhaltigkeit sicherzustellen sowie neue Ideen auszuarbeiten, wurde ein Arbeitskreis mit dem Marketing-Team gebildet.

3. Lage

i. Ertragslage

Die Umsatzerlöse stiegen um 20,8 % auf Mio. € 246,3 (Vorjahr: Mio. € 203,9). Für die Erbringung der Transportleistungen setzt die Gesellschaft vielfach unabhängige Transportunternehmer ein. Der entsprechende Speditionsaufwand hierfür stieg von Mio. € 142,3 auf Mio. € 172,8 um 21,5 % an, u.a. durch stark gestiegene Luftfrachtraten und Treibstoffkosten, die an die Kunden weitergegeben wurden. Der Bruttospeditionsertrag konnte um 11,8 Mio. € gesteigert werden. Der größte Zuwachs in den Gemeinkosten war in den Personalkosten zu verzeichnen bedingt durch die tarifliche Erhöhung und freiwilligen übertariflichen Leistungen der Gesellschaft. Die Gewinn- und Verlustrechnung schließt mit einem Konzernjahresüberschuss von T€ 15.198.

Die nachfolgenden Kennziffern belegen diese Entwicklung:

2022 2021
EBIT-Marge % 8,9 7,0
Personalaufwandsquote % 15,8 17,5
Jahresergebnis vor Ertragssteuern TEUR 21.859 13.925

ii. Finanzlage

a. Kapitalstruktur

Die Finanzierung der deutschen Gruppe erfolgt im Wesentlichen durch Darlehen aus der eigenen Firmengruppe.

2022 2021
Eigenkapitalquote % 68,1 69,5
Anlagendeckungsgrad 1 % 160,1 146,9
Liquidität 1. Grades % 151,4 100,4

Streck hat im Geschäftsjahr 2022 keine kurzfristigen Bankkredite in Anspruch genommen.

b. Investitionen

Die Zugänge zum Sachanlagevermögen und bei immateriellen Wirtschaftsgütern betrugen im Geschäftsjahr 2022 Mio. € 5,9. Die wesentlichen Anschaffungen betreffen Investitionen in die Softwarelösung CargoSuite , in das mobile Arbeiten sowie Lagerausstattung.

Die Investitionen der Streck Transportges. mbH wurden ausschließlich aus eigenen Mitteln aus dem Cashflow finanziert.

c. Liquidität

Zu den im Unternehmen bestehenden Instrumenten zur Liquiditätssteuerung zählen das Management der Forderungen, der Verbindlichkeiten und die Steuerung der Guthaben bei Kreditinstituten. Finanzielle Risiken bestehen hauptsächlich im Forderungsbestand bei Luftfrachtpartnern im asiatischen und südamerikanischen Raum, wo oft längerfristige Zahlungsziele üblich sind. Konsequentes und kontinuierliches Debitorenmanagement erkennt die Einzelrisiken und steuert die Maßnahmen zur Risikominimierung. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Eigenmittel und Lieferantenkrediten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Absicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Unter diesen Bedingungen erzielte die Gesellschaft im Geschäftsjahr einen operativen Cashflow in Höhe von T€ 23.954. Vor dem Hintergrund des Cashflows aus der Investitionstätigkeit von T€ -5.816 sowie desjenigen aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von T€ -5.957, erhöhte sich der Liquiditätsbestand zum Stichtag auf T€ 31.565 (Vorjahr: T€ 19.384).

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2022 jederzeit in der Lage sämtlichen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

iii. Vermögenslage

Aufgrund der getätigten Investitionen v.a. in das neue ERP-System Cargo-Suite und Lagerausstattung sowie aufgrund der planmäßigen Abschreibungen erhöhte sich das Anlagevermögen insgesamt um T€ 2.125.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen trotz der Umsatzausweitung leicht unter dem Vorjahr. Gleichzeitig lagen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nur um T€ 360 über Vorjahresniveau.

Die Bilanzsumme erhöhte sich um 16,3 % von Mio. € 97,1 auf Mio. € 113,0 Mio. Dieses hat 2 wesentliche Ursachen:

Anstieg des Eigenkapitals um Mio. € 9,4 aufgrund des Konzernjahresüberschusses und Ausschüttungen an die Gesellschafter der Muttergesellschaft i.H.v. T€ 5.800 für 2020 und 2021 im Geschäftsjahr 2022.

Höhere Steuerrückstellungen.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Streck nutzt nichtfinanzielle Leistungsindikatoren vor allem im Bereich der Qualität. Das Risikomanagement mit dem internen Kontrollsystem ist eng mit dem Qualitätsmanagementsystem verbunden. Im Geschäftsjahr 2022 wurden folgende Audits und Zertifizierungen erfolgreich abgeschlossen:

Überwachungsaudit ISO 9001:2015

Überwachungsaudit ISO 14001:2015

IFS Logistics Version 2.3, Juni 2021

HACCP Konzept entsprechend Codex Alimentarius

Zur Steigerung des operativen Geschäftes verfügt die Streck Transportges. mbH über ein umfangreiches Kennzahlensystem hinsichtlich Erlös, Kosten und Leistung, abgestimmt auf die jeweiligen Geschäftsbereiche.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Es gibt bezüglich der BIP Prognose für das Jahr 2023 in Deutschland eine Bandbreite der einschlägigen Institute von -0,5 % (Bundesbank), - 0,3 % (IMK) bis zu einem leichten Wachstum von 0,2 % (EU). In der EU erwartet die EU-Kommission ein Wachstum von 0,9 %, der IWF prognostiziert ein weltweites Wachstum von 2,9 %. Das ist unter dem Durchschnitt der Jahre 2000 - 2019 von 3,8 %.

Die Bundestagswahl Ende September 2021 brachte Deutschland eine Ampelkoalition. Zu erwarten ist eine ökologischere Ausrichtung der Politik. Deren konsequente Umsetzung fällt nicht immer leicht. Hohe Förderquoten z.B. für wasserstoffbetriebene LKWs treffen auf ein dünnes Netz von geeigneten Tankstellen und zu lange Lieferzeiten und verhindern einen raschen Umstieg. Vergleichbare Aussagen gelten für E-LKWs in Verbindung mit leistungsfähigen Ladestationen. Die Erbringung nachhaltiger Dienstleistungen (Green Logistics) wird in Zukunft immer notwendiger, um im Markt bestehen zu können.

Auf der Rohstoffseite war die Entwicklung des Rohölpreises 2022 - wie schon oft - starken Schwankungen unterworfen und lag z.T. auf doppeltem Vorjahresniveau. In Supermarktregalen sichtbare Versorgungsengpässe, staatlich verordnetes Energiesparen mit Absenkung der Raumtemperatur prägten die öffentliche Diskussion im vergangenen Jahr und sorgen für eine gewisse Zurückhaltung im privaten Konsum. Erste staatliche Maßnahmen zur Abmilderung der negativen Effekte greifen z.T. ab 2023 (Energiepreisbremsen) oder ab Ende 2022 (steuerfreie Inflationsprämie).

Die Abkehr von der bisher sehr investitionsfördernden Zinspolitik wurde notwendig um die Geldwertstabilität wieder herzustellen. Diese verteuert aber Finanzierungen. Verbunden mit der hohen Inflation stellt sich ein enormer Kaufkraftverlust ein. Das belastet die privaten Haushalte und erhöht den Druck auf die Lohn- und Gehaltsverhandlungen 2023.

Immer mehr Menschen leben in Großstädten. Diese Entwicklung hat auch Auswirkungen auf die Transport- und Logistikbranche, da die Belieferung von ländlichen Regionen mit einer geringeren Bevölkerungsdichte zunehmend unattraktiver und gleichzeitig eine effiziente Belieferung der Großstädte schwieriger wird.

Die weitere Verschiebung des privaten Konsums in Richtung E-Commerce, auch für nichtpaketfähige Ware, wird die Speditionsbranche auch in den kommenden Jahren beschäftigen. Die Corona-Pandemie leistete hier der Entwicklung Vorschub in Bezug auf Digitalisierung der Haushalte und möglichst kontaktloser Abwicklung aller Vorgänge. Streck ist über eine Beteiligung an der Weiterentwicklung der Digitalspedition beteiligt.

Die Streck-Gruppe hat zum Jahreswechsel die Umstellung auf ein zukunftsweisendes, mit Finanzbuchhaltung und Controlling, voll integriertes Transportmanagementsystem im Landverkehr auf Basis von Microsoft Dynamics vollzogen. Finanzbuchhaltung und Controlling wurden bereits 2019 erfolgreich umgestellt. Erfreulich ist hier die Beobachtung, dass gemeinsame Synergien geschaffen werden, die durch die Zusammenarbeit mittelständischer Logistiker über Kooperationsgrenzen hinweg entstehen.

Mittelständische Logistiker sind gezwungen sich enger und rationeller zu verbinden, um dem Kunden ein komplettes weltweites Produktportfolio anbieten zu können. Sie nutzen dazu einheitliche IT-Plattformen zum Datenaustausch und bieten harmonisierte Produkte an.

Gesamthaft erwarten wir ein Jahr 2023 auf hohem Ertragsniveau aber unter dem Vorjahr.

Aufgrund der genannten Entwicklungen sowie Prozessoptimierungen plante die Streck Transportges. mbH für das Jahr 2022 ein Betriebsergebnis in Höhe von T€ 16.850 sowie einen Gesamtumsatz von T€ 227.100.

2. Risikobericht

i. Risikomanagement

Das Risikomanagement mit konkreten personellen Verantwortlichkeiten ist als grundlegendes Element der Geschäftspraxis im Unternehmen eingerichtet. Die Aufgaben bestehen in der Erkennung und in der Vermeidung von Ereignissen, die den Geschäftsverlauf negativ beeinflussen. Damit einher geht eine Verbesserung der internen Transparenz risikobehafteter Prozesse sowie der Schärfung des Risikobewusstseins bei allen Mitarbeitern.

Zu den Risiken gehören:

finanzielle Risiken wie Forderungsrisiken, Währungsrisiken und Zinsrisiken

Risiken der IT-Netzverfügbarkeit und Cyberrisiken

Investitionsrisiken

Risiken der Luftfrachtsicherheit

Konjunkturrisiken

Kalkulationsrisiken

Umweltrisiken

Personalrisiken

Die Maßnahmen zur Reduzierung und Absicherung von Risiken aus dem operativen Geschäft sowie von finanziellen und rechtlichen Risiken werden durch eine offene und schnelle Kommunikation mit den verantwortlich handelnden Mitarbeitern im Unternehmen unterstützt.

ii. Risiken

Währungs- und Zinsrisiken sind von untergeordneter Bedeutung.

Die IT-Netzwerksicherheit wird durch Ausfallpläne des Rechenzentrums gewährleistet. Gleichzeitig sorgen Berechtigungs- und Sicherheitssysteme für die Abwehr von unberechtigten Zugriffen auf die IT- und Kommunikationssysteme. Die Investitionen in Cybersicherheit werden innerhalb der Firmengruppe im Jahr 2023 wesentlich erhöht.

Die Erträge aus Investitionen werden - soweit möglich - im Rahmen sorgfältiger Investitionsrechnungen geplant. Die Risiken aus den getätigten Investitionen sind überschaubar.

Umweltrisiken im Bereich des Fuhrparks und der Logistik oder speziell im Bereich "Gefahrgut" begegnet das Unternehmen mit laufender Überprüfung und Verbesserung umweltrelevanter Prozesse und Auditierungen der entsprechenden Umweltzertifikate.

Wie bereits im Rahmen der Feststellungen zum Verlauf des Geschäftsjahres ausgeführt, stellt die Gewinnung von geeignetem und qualifiziertem Personal nach wie vor eine Herausforderung und ein zu beachtendes Risiko dar. Unlängst begegnet die Gesellschaft, wie alle Unternehmen der Region, einer angespannten Marktsituation bei der Personalbeschaffung, da die Nachfrage das Angebot nunmehr nachhaltig übersteigt. Mit unseren Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität sowie weiteren Aktionen im Personalwesen begegnen wir dieser Situation frühzeitig, um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten. Wir gehen davon aus, dass diese Schritte geeignet und wirkungsvoll sind, um die Risiken aus dem derzeitigen Marktumfeld im Bereich Personal zu minimieren.

Die im Jahresverlauf ansteigende Inflation mit einem Jahresmittel von 7,9 % wurde vor allem von einer extremen Verteuerung von Energieprodukten und Nahrungsmitteln getrieben. Das geht spürbar zu Lasten des privaten Konsums und erhöht den Druck auf kommende Lohn- und Gehaltsrunden.

Als weltweit operierendes Unternehmen sind wir auf funktionierende Infrastrukturen rund um den Globus angewiesen. Durch die Verringerung der Produktion oder Ausfälle aufgrund von nicht mehr funktionierenden Lieferketten bei unseren Kunden kann sich die Sendungsanzahl vermindern. Der Angriffskrieg von Russland gegen die Ukraine spaltet die Welt. Wir beobachten speziell die Spannungen zwischen China und USA, welche große Märkte für unsere Kunden darstellen.

Die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie haben zu Beginn des Wirtschaftsjahres eine große Rolle gespielt. Nachdem nun auch China von der Null-Covid Politik abgekehrt ist, sehen wir eine geringere Gefahr von Lockdowns.

Als Ergebnis der Risikobetrachtung kann festgehalten werden, dass aktuell keine Risiken erkennbar sind, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten.

3. Chancenbericht

Die Streck Transportges. mbH sieht sich als regionaler Marktführer im Dreiländereck Deutschland, Schweiz und Frankreich.

Das Unternehmen deckt alle speditionellen Leistungen sowohl in den Landverkehren, der Luft- und Seefracht als auch der Logistik ab. Die Chancen liegen darin, das Produktangebot an die spezifischen Wünsche der Kunden anzupassen und die entsprechenden Kapazitäten anzubieten. Das Unternehmen hat hier in den vergangenen Jahren gezielt investiert.

Dazu gehört der Ausbau der Logistikanlagen, ein spezialisiertes Dienstleistungsangebot im Bereich der Luftfrachtsicherheit, mit den dazugehörigen Anlagen. Besonderes Augenmerk legen wir auch auf die weitere Entwicklung einer hohen IT- und Projektmanagementkompetenz.

Die Einbindung in die nationalen und internationalen Netzwerke der System Alliance, deren Gründungsgesellschafter wir sind und ebenso als Partner der CargoLine, garantiert eine hohe, gleichbleibende Qualität unserer Dienstleistungen. Durch die Zusammenarbeit innerhalb der Netzwerke profitieren die Streck Transportges. mbH sowie alle Partner zudem vom gegenseitigen Wissensaustausch. Der Netzwerkstandort Freiburg ist regelmäßig einer der Qualitätsführer innerhalb der Kooperationen.

Ein Wettbewerbsvorteil kann eine hohe Qualität der Arbeit im Bereich der Luft- und Seefrachtabfertigung darstellen. Diese Qualität wird auch extern bestätigt, so erreichte die Streck Transportges. mbH innerhalb des globalen Luftfracht-Netzwerkes WIN 2021 den ersten Platz im Qualitätsranking. Die Chancen in diesen Bereichen liegen in den internationalen Agentenbeziehungen einerseits, andererseits in der intensiven Betreuung und Beratung der zugelassenen bekannten Versender in Baden-Württemberg und bundesweit.

Durch gezielte Marketingstrategien präsentiert sich das Unternehmen seinen Kunden und erhöht seinen Bekanntheitsgrad regional und überregional.

IV. Erklärung zur Unternehmensführung des Mutterunternehmens

(§ 315d i.V.m. § 289 Buchst, f HGB)

Die Muttergesellschaft hat bisher keine Festlegung eines Verhältnisses von Männern und Frauen in der Besetzung von Beirat, Geschäftsführung und Führungsebene unterhalb der Geschäftsleitung vorgenommen. Daher wurden bisher auch keine Fristen zur Umsetzung solcher Richtwerte festgelegt.

Wir danken den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Gesellschaftern für ihren Einsatz.

 

Lörrach, den 31. März 2023

Streck Transportgesellschaft mit beschränkter Haftung

gez. Bernd Schäfer, Vorsitzender der Geschäftsführung

gez. Gerald Penner

gez. Ralph Diringer

KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

DER STRECK TRANSPORTGESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG, LÖRRACH

AKTIVA

Vorjahr
EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.921.526 4.513
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.542.963 33.339
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.732.587 5.330
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.861.519 1.133
41.137.069 39.802
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.690.689 929
2. Sonstige Beteiligungen 219.953 568
3. Sonstige Ausleihungen 81.920 114
1.992.562 1.611
48.051.157 45.926
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 483.300 458
2. Unfertige Leistungen 725.236 822
1.208.536 1.280
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 28.358.400 28.890
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 976.531 504
3. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 744.864 451
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.784.053 412
31.863.848 30.257
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 31.565.022 19.384
64.637.406 50.921
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 310.924 274
112.999.487 97.121

PASSIVA

Vorjahr
EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 613.550 614
II. Gewinnrücklage
Andere Gewinnrücklagen 53.811.533 43.699
III. Bilanzgewinn 22.146.142 22.908
IV. Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile 344.936 262
76.916.161 67.483
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.894.769 2.863
2. Steuerrückstellungen 5.338.645 1.517
3. Sonstige Rückstellungen 5.384.904 4.321
13.618.318 8.701
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.195.690 10.836
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit 3. denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 54.012 371
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 452.353 386
4. Sonstige Verbindlichkeiten 9.147.201 7.719
davon aus Steuern: EUR 8.560.768 Vorjahr: TEUR 7.149
20.849.256 19.312
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 1.615.752 1.625
112.999.487 97.121

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR 2022 BIS 31. DEZEMBER 2022

DER STRECK TRANSPORTGESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG, LÖRRACH

Vorjahr
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 246.275.122 203.881
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen -96.432 222
3. Andere aktivierte Eigenleistung 728.478 623
4. Sonstige betriebliche Erträge 2.569.746 2.324
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 594.446 Vorjahr: TEUR 182
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 5.823.715 3.949
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 166.976.606 138.304
76.676.593 64.797
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 32.697.602 29.875
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 6.267.273 5.802
- davon für Altersversorgung: EUR 99.189 Vorjahr: TEUR 94
7. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.168.626 3.869
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.593.971 10.910
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 421.223 Vorjahr: TEUR 194
54.727.472 50.456
9. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 214.217 91
10. Erträge aus sonstigen Beteiligungen 12.782 12
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 58.498 0
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 172.190 332
113.307 -229
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
- davon Steuerertrag (Vorjahr: Steueraufwand) aufgrund Veränderungen latenter Steuern: EUR 9.523 Vorjahr: TEUR 38 6.660.795 4.253
14. Ergebnis nach Steuern 15.401.633 9.859
15. Sonstige Steuern 203.505 188
16. Jahresüberschuss 15.198.128 9.671
17. Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Jahresüberschuss (-) / Jahresfehlbetrag (+) -155.830 -64
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 22.908.142 13.446
19. Gewinnausschüttung -5.800.000 0
20. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen -10.004.298 -145
6.948.014 13.237
21. Bilanzgewinn 22.146.142 22.908

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

DER STRECK TRANSPORTGESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG, LÖRRACH

2022 2021
EUR EUR
1. Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteil nicht beherrschende Anteile) 15.198.128 9.671.686
2. Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 4.168.626 3.869.256
3. Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 1.007.279 1.423.804
4. Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.572.892 -7.437.395
5. Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.537.307 6.463.956
6. Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -83.790 43.800
7. Zinsaufwendungen/Zinserträge 113.692 331.926
8. Sonstige Beteiligungserträge -226.999 -102.835
9. Ertragsteueraufwand/-ertrag 6.660.795 4.252.593
10. Ertragsteuerzahlungen -2.848.500 -4.056.309
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (1) 23.953.646 14.460.482
11. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.886.437 -1.451.528
12. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 105.203 257.771
13. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -4.047.188 -2.250.478
14. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 198.850 133.600
15. Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -257.910 -220.183
16. Erhaltene Zinsen 58.498 99
17. Erhaltene Dividenden und Erträge aus Beteiligungen 12.783 102.835
Cashflow aus der Investitionstätigkeit (2) -5.816.201 -3.427.884
18. Auszahlungen aus der Tilgung von und (Finanz-)Krediten 0 -416.663
19. Gezahlte Zinsen -83.413 -118.542
20. Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -5.800.000 0
21. Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -73.500 0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (3) -5.956.913 -535.205
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds Finanzmittelfonds (1) + (2) + (3) 12.180.532 10.497.393
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 19.384.490 8.887.097
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 31.565.022 19.384.490
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 31.565.022 19.384.490
Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten 0 0
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 31.565.022 19.384.490

KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

DER STRECK TRANSPORTGESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG, LÖRRACH

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Stammkapital Gewinnrücklagen Andere Gewinnrücklagen Gewinn-/ Verlustvortrag Konzern-Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
EUR EUR EUR EUR EUR
Stand am 31. Dezember 2020 613.550 43.553.426 6.647.388 6.798.369 57.612.733
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0 145.273 6.653.096 -6.798.369 0
Ausschüttung 0 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 9.607.658 9.607.658
Stand am 31. Dezember 2021 613.550 43.698.699 13.300.484 9.607,658 67.220.391
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0 10.004.298 -3.896.640 -6.107.658 0
Ausschüttung 0 0 -2.300.000 -3.500.000 -5.800.000
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 108.536 0 0 108.536
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 15.042.298 15.042.298
Stand am 31. Dezember 2022 613.550 53.811.533 7.103.844 15.042.298 76.571.225
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/Verluste Summe Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand am 31. Dezember 2020 179.061 19.517 198.578 57.811.311
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 19.517 -19.517 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 64.028 64.028 9.671.686
Stand am 31. Dezember 2021 198.578 64.028 262.606 67.482.997
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen 0 0 0 0
Ausschüttung -73.500 0 -73.500 -5.873.500
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 108.536
Sonstige Veränderungen 64.028 -64.028 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 155.830 155.830 15.198.128
Stand am 31. Dezember 2022 189.106 155.830 344.936 76.916.161

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

DER STRECK TRANSPORTGESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG, LÖRRACH

I. Allgemeine Angaben

Die Streck Transportgesellschaft mit beschränkter Haftung hat ihren Sitz in Lörrach und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Freiburg i. Br. unter der Nummer HRB 410317 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften sowie den Regelungen des GmbH-Gesetzes erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Streck Transportgesellschaft mit beschränkter Haftung, Lörrach, hat die Regelungen der §§ 290 ff. HGB zu beachten. Danach ist die Gesellschaft verpflichtet einen Konzernabschluss zu erstellen und prüfen zu lassen.

Um im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage darstellen zu können, wurde zum 31. Dezember 2022 eine Kapitalkonsolidierung, eine Schuldenkonsolidierung und eine Aufwands- und Ertragskonsolidierung durchgeführt. Auf eine Zwischenerfolgseliminierung wurde nach § 304 Abs. 2 HGB verzichtet, da diese nur einen unwesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns hätte.

II. Darstellung der Konzernverhältnisse

1. Allgemeine Angaben zum Konsolidierungskreis

Die Abgrenzung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen der §§ 294 - 296 HGB.

2. Anteilsliste

In den Konzernabschluss wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB neben der Streck Transportgesellschaft mit beschränkter Haftung, Lörrach, als Mutterunternehmen folgende inländische Tochterunternehmen nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung (§§ 300 - 309 HGB) einbezogen:

Name Sitz Beteiligungsquote (%)
Streck Transsped GmbH Freiburg/D 100,0
E.F.K. Gütertransport GmbH Lörrach/D 100,0
CARGO HANDLING RAUNHEIM GMBH Lörrach/D 100,0
Streck-LS Aircargo GmbH Bremen/D 51,0

Die nachfolgenden Beteiligungen wurden als assoziierte Unternehmen nach den Vorschriften zur Equity-Bilanzierung (§§ 311, 312 HGB) in den Konzernabschluss einbezogen:

Name Sitz Beteiligungsquote (%)
HS-Grundbesitz GmbH & Co. KG 1 Neu-Ulm/D 50,0
HS-Grundbesitz Verwaltungs GmbH Neu-Ulm/D 50,0
NG.network GmbH (vormals: System Alliance Netzwerk GmbH) Niederaula/D 25,0
System Alliance Hub Betriebsgesellschaft mbH Niederaula/D 25,0
System Alliance Immobilien GmbH Niederaula/D 20,0

1 Die Komplementärin der HS-Grundbesitz GmbH & Co. KG ist die HS-Grundbesitz Verwaltungs GmbH.

Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben einen Jahresabschluss auf den Bilanzstichtag des Mutterunternehmens zum 31. Dezember 2022 aufgestellt.

3. Befreiende Wirkung nach § 264 Abs. 3 HGB

Der Konzernabschluss entfaltet befreiende Wirkung nach § 264 Abs. 3 HGB für folgende Gesellschaften:

 

Streck Transsped GmbH, Freiburg

 

CARGO HANDLING RAUNHEIM GMBH, Lörrach

III. Angaben zu Bilanzierung und Bewertung

1. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Bilanzierung der in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden sind die im Jahresabschluss des Mutterunternehmens angewandten Bewertungsmethoden maßgeblich.

Sofern Bilanzansätze im Konzernabschluss abweichend zu den Einzelabschlüssen bzw. von in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wesentlich von den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen des Mutterunternehmens abweichen, führt das Mutterunternehmen grundsätzlich eine Bilanzierungs- und Bewertungskorrektur mit Hilfe einer Überleitung auf eine Handelsbilanz II durch.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei den Forderungen und Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer bewertet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Für die Ermittlung der Abschreibungen wurden regelmäßig betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern angesetzt. Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 800 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Der Abgang dieser Vermögensgegenstände wird im Jahr des Zugangs unterstellt.

Die Bewertung der Anteile an assoziierten Unternehmen erfolgt nach der Buchwertmethode gemäß § 312 HGB. Das übrige Finanzanlagevermögen wurde zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die Ausleihungen werden zu Nominalwerten, abzüglich planmäßiger Tilgungen bewertet. Falls der beizulegende Wert der Forderung unter dem Nennwert lag, wurde ersterer angesetzt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die unfertigen Leistungen werden in Höhe der verauslagten Kosten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen Rechnungen getragen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert.

Soweit die Ergebnisentwicklung einzelner in den Konzernabschluss einbezogener Unternehmen erwarten lässt, dass zeitliche Unterschiedsbeträge zwischen Buchwerten in der Bilanz und den steuerlichen Bilanzwerten zukünftig zu steuerlichen Belastungen führen, wurden latente Steuern abgegrenzt. Hierbei wurden latente Steuern auf Abweichungen zwischen Steuerbilanz und Handelsbilanz - im Wesentlichen aus dem Bereich der Gebäude und Außenanlagen sowie der Rückstellungen - berücksichtigt. Das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. § 308 Abs. 1 Satz 2 HGB aus Aktivüberhängen wurde dahingehend ausgeübt, dass diese angesetzt und mit den passiven latenten Steuern saldiert ausgewiesen werden.

Bei den latenten Steuern aus den Einzelabschlüssen wurde jeweils der unternehmensindividuelle Steuersatz mit 15,83% bei Personengesellschaften sowie zwischen 28,43% und 30,43% bei Kapitalgesellschaften angesetzt.

Die ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der Projected unit-credit-method (PUC-Methode). Als biometrische Grundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der Rückstellungsbetrag wurde unter Berücksichtigung folgender Parameter ermittelt:

Rechnungszinssatz: 1,78% (Vorjahr: 1,87%)
Rententrend: 2,1% bzw. 3,00% (Vorjahr: 3,00%)

Der für Zwecke der Ermittlung des Unterschiedsbetrags nach § 253 Abs. 6 HGB verwendete durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt 1,44% (Vorjahr: 1,35%).

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 159 (Vorjahr: TEUR 249).

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden mit den vorsichtig geschätzten Erfüllungsbeträgen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

2. Angabe bei Abweichung von einheitlicher Bewertung

Abweichend von den vom Mutterunternehmen angewandten Bewertungsmethoden wurde bei der Bewertung der Gebäude und Außenanlagen im Konzernabschluss eine Nutzungsdauer von 50 Jahren zugrunde gelegt.

IV. Angaben und Erläuterungen zu den Konsolidierungsmethoden

1. Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt vor Inkrafttreten des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F. durch Verrechnung des Buchwerts der Anteile mit dem Eigenkapital im Zeitpunkt des erstmaligen Einbezugs in den Konzernabschluss, der Gründung oder des Erwerbs der Tochterunternehmen. Nach Inkrafttreten des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes erfolgt die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 2 HGB durch Verrechnung des Buchwerts der Anteile mit dem beizulegenden Wert des Eigenkapitals im Zeitpunkt der Gründung der Tochterunternehmen.

2. Assoziierte Unternehmen

Der Wertansatz der in den Konzernabschluss einbezogenen assoziierten Unternehmen erfolgte gemäß § 312 Abs. 1 HGB unter Anwendung der Buchwertmethode im Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss.

Die oben genannten Beteiligungsquoten entsprechen dem Anteil an den Stimmrechten.

Die Höhe der Anschaffungskosten der HS-Grundbesitz GmbH & Co. KG, Neu-Ulm, betrugen TEUR 51, das anteilige Eigenkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 152.

Die Höhe der Anschaffungskosten der HS-Grundbesitz Verwaltungs GmbH, Neu-Ulm, betrugen TEUR 13, das anteilige Eigenkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 53.

Die Höhe der Anschaffungskosten der NG.network GmbH (vormals: System Alliance Netzwerk GmbH), Niederaula betrugen TEUR 156, das anteilige Eigenkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 319.

Die Höhe der Anschaffungskosten der System Alliance Hub Betriebsgesellschaft mbH, Niederaula betrugen TEUR 106, das anteilige Eigenkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 135.

Die Höhe der Anschaffungskosten der System Alliance Immobilien GmbH, Niederaula betrugen TEUR 348, das anteilige Eigenkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 776.

Der Wertansatz der in den Konzernabschluss einbezogenen assoziierten Unternehmen System Alliance Immobilien GmbH er folgte gemäß unter Anwendung der Buchwertmethode zum 31.12.2022, dem Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des assoziierten Unternehmens in den Konzernabschluss.

Das assoziierte Unternehmen HS-Grundbesitz GmbH & Co. KG wendet in seinem Jahresabschluss in Einzelfällen (Nutzungsdauer von Gebäuden und Außenanlagen) vom Konzernabschluss abweichende Bewertungsmethoden an. Eine Anpassung an die konzerneinheitlichen Bewertungsmethoden wurde vorgenommen.

Das assoziierte Unternehmen System Alliance Immobilien GmbH wendet in ihrem Jahresabschluss vom Konzernabschluss abweichende Bewertungsmethoden an. Eine Anpassung an die konzerneinheitlichen Bewertungsmethoden wurde nicht vorgenommen.

Der aus der erstmaligen Anwendung der Buchwertmethode resultierende technische Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung (System Alliance Immobilien GmbH) und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens beträgt TEUR. 109. Bei dem Unterschiedsbetrag handelt es sich um die Gewinn die seit der Eigentümerstellung thesauriert wurden. Der Unterschiedsbetrag wurde erfolgsneutral in die Konzerngewinnrücklage eingestellt.

V. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf der nachfolgenden Seite dargestellt:

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.360.540 1.886.437 0 0 9.246.977
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 57.085.759 158.095 0 0 57.243.854
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.646.508 3.160.284 405.454 0 17.401.338
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.132.710 728.809 0 0 1.861.519
72.864.977 4.047.188 405.454 0 76.506.711
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 929.567 572.753 160.000 348.369 1.690.689
2. Sonstige Beteiligungen 567.633 689 0 -348.369 219.953
3. Sonstige Ausleihungen 113.550 7.220 38.850 0 81.920
1.610.750 580.662 198.850 0 1.992.562
81.836.267 6.514.287 604.304 0 87.746.250
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.847.481 1.477.970 0 0 4.325.451
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.746.822 954.069 0 0 24.700.891
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.316.205 1.736.587 384.041 0 10.668.751
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
33.063.027 2.690.656 384.041 0 35.369.642
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0 0
2. Sonstige Beteiligungen 0 0 0 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0
35.910.508 4.168.626 384.041 0 39.695.093
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.921.526 4.513.059
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.542.963 33.338.937
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.732.587 5.330.303
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.861.519 1.132.710
41.137.069 39.801.950
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.690.689 929.567
2. Sonstige Beteiligungen 219.953 567.633
3. Sonstige Ausleihungen 81.920 113.550
1.992.562 1.610.750
48.051.157 45.925.759

2. Forderungen

Forderungsspiegel zum 31. Dezember 2022:

davon Restlaufzeiten
Gesamt bis 1 Jahr über 1 Jahr
TEUR TEUR TEUR
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 28.358 28.358 0
Vorjahr 28.890 28.890 0
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 977 977 0
Vorjahr 504 504 0
3. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 745 745 0
Vorjahr 451 451 0
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.784 1.597 187
Vorjahr 412 229 183
31.864 31.677 187
Vorjahr 30.257 30.074 183

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 937 (Vorjahr: TEUR 488). Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 595 (Vorjahr: TEUR 451).

3. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital lautet unverändert auf DM 1.200.000,00 (umgerechnet EUR 613.550,26).

4. Pensionsrückstellungen

Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Rückdeckungsversicherungen gesichert. Die Rückdeckungsversicherungen dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Der Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen entspricht dem versicherungsmathematisch ermittelten Aktivwert sowie den Anschaffungskosten und beträgt EUR 187.263. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung beläuft sich auf EUR 642.390. Eine Verrechnung des Erfüllungsbetrages mit dem Aktivwert wurde nicht vorgenommen.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 159 (Vorjahr: TEUR 249). Der Unterschiedsbetrag ist nach § 253 Abs. 6 S. 2 HGB ausschüttungsgesperrt.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Tantiemen, ausstehende Rechnungen und sonstige Rückstellungen aus dem Personalbereich. Daneben kommen die üblichen Verbindlichkeitenrückstellungen zum Ausweis.

6. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2022:

davon Restlaufzeiten
Gesamt unter 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahre davon gesichert
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.196 11.196 0 0 0
Vorjahr 10.837 10.837 0 0 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 54 54 0 0 0
Vorjahr 371 371 0 0 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 452 452 0 0 0
Vorjahr 386 386 0 0 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 9.147 9.147 0 0 0
Vorjahr 7.719 7.719 0 0 0
20.849 20.849 0 0 0
Vorjahr 19.313 19.313 0 0 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 54 (Vorjahr: TEUR 371). Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 212 (Vorjahr: TEUR 146). Des Weiteren enthalten die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen, sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 240 (Vorjahr TEUR 240).

7. Latente Steuern

Die folgende Tabelle zeigt die latenten Steueransprüche und -schulden vor Saldierung für einzelne Bilanzpositionen:

Stand Beginn Geschäftsjahr Veränderung Stand Ende Geschäftsjahr
TEUR TEUR TEUR
Aktive latente Steuern 907 48 955
Passive latente Steuern 2.532 39 2.571

8. Umsatzerlöse

2022 2021
TEUR TEUR
Euronationale Spedition, Landverkehre 93.664 85.940
Luft- und Seefracht 131.684 101.211
Logistik 12.947 10.984
Sonstige 8.430 5.746
246.275 203.881

Die Umsatzerlöse werden sowohl mit inländischen Auftraggebern (65,4 %) als auch mit Auftraggebern aus dem EU-Ausland (5,3 %) und dem Drittland (29,3 %) erzielt.

9. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

In der Position "Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen" sind positive und negative Ergebnisanteile verschiedener assoziierter Unternehmen saldiert ausgewiesen.

TEUR
Positive Ergebnisanteile 262
Negative Ergebnisanteile -48
Summe 214

10. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen

In der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 89 (Vorjahr: TEUR 213) enthalten.

11. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2022 des Mutterunternehmens gemäß den Vorgaben des Gesellschaftsvertrages zu 35% an die Gesellschafter auszuschütten und den verbleibenden Betrag in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.

VI. Angaben und Erläuterungen zum Konzerneigenkapitalspiegel

Zum Bilanzstichtag stehen TEUR 67.762 zur Ausschüttung bei der Muttergesellschaft an die Gesellschafter zur Verfügung.

Zum 31. Dezember 2022 unterliegt ein Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 159 (Vorjahr: TEUR 249) der Ausschüttungs- bzw. Abführungssperre. Der Betrag betrifft in Höhe von TEUR. 159 den Unterschiedsbetrag aus dem Vergleich des unter V.4. erläuterten Bilanzansatzes der Pensionsrückstellungen, der mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Jahren ermittelt wurde, mit dem Wert, der sich bei Ermittlung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren ergibt.

VII. Sonstige Pflichtangaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in Mietverträgen für Grundstücke sowie in Leasingverträgen für Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Aus diesen ergibt sich eine Verpflichtung in Höhe von TEUR 5.081 (Vorjahr: TEUR 5.972) bis zur frühestmöglichen Kündigung.

2. Organe der Gesellschaft

Im Geschäftsjahr wurde die Geschäftsführung der Muttergesellschaft durch

Herr Bernd Schäfer (Vorsitzender), Betriebswirt

Herr Gerald Penner, Diplom-Kaufmann

Herr Ralph Diringer, Groß- und Außenhandelskaufmann

wahrgenommen.

Der Beruf der Geschäftsführer entspricht ihrer Organstellung.

Der Beirat der Muttergesellschaft setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

Herr Dr. Klaus Endress, President Supervisory Board Endress+Hauser Management AG

Herr Dr. Günter Boll, Rechtsanwalt bei Dr. Boll & Kollegen

Herr Herbert Boll, Diplom-Physiker, Geschäftsführer Karl Streck Verwaltungs GmbH

Herr Eric Malitzke, Geschäftsführer DPD Deutschland GmbH

Herr Jürgen Wolpert, Geschäftsführer Friedrich Zufall GmbH & Co. KG

Die Gesamtbezüge des Beirats betrugen im Geschäftsjahr 2022 TEUR 100 (Vorjahr TEUR 0)

3. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten

Die durchschnittliche Zahl von Beschäftigten setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

2022 Personen 2021 Personen
Kaufmännische Verwaltung und Disposition 375 386
Mitarbeiter in der Spedition und Logistik 259 232
Auszubildende 50 57
684 675

4. Abschlussprüferhonorar

Das im Geschäftsjahr erfasste Honorar für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses setzt sich wie folgt zusammen:

TEUR
Abschlussprüfung 79
Steuerberatungsleistungen 19
Sonstige Leistungen 144
244

 

Lörrach, den 31. März 2023

Streck Transportgesellschaft mit beschränkter Haftung

gez. Bernd Schäfer, Vorsitzender der Geschäftsführung

gez. Gerald Penner

gez. Ralph Diringer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Streck Transportgesellschaft mit beschränkter Haftung, Lörrach

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Streck Transportgesellschaft mit beschränkter Haftung, Lörrach, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Streck Transportgesellschaft mit beschränkter Haftung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 i.V.m. § 315d HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 i.V.m. 315d HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, den inhaltlich geprüften Bestandteilen des Konzernlageberichts oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Freiburg, den 31. März 2023

BANSBACH GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Schell, Wirtschaftsprüfer

gez. Schmitt, Wirtschaftsprüfer

Gewinnverwendung des Mutterunternehmens

Die Hauptversammlung vom Mutterunternehmen hat am 25. April 2023 beschlossen, aus dem Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2022 in Höhe von 14.695.372,84 € ein Betrag von 5.200.000,00 € an die Gesellschafter auszuschütten. Der übrige Gewinn wird in die Gewinnrücklage eingestellt.

Angaben zur Feststellung

Der Konzernabschluss wurde am 25.04.2023 gebilligt.

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