Beteiligungsgesellschaften
Karl Kipping GmbH
Karl-Bröger-Straße 2, 36304 Alsfeld, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Maximilian Erich Guy Kipping seit 27.1.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 60.00% | |
| 40.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Karl Kipping GmbHAlsfeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023der Karl Kipping GmbH, AlsfeldI. Geschäftsverlauf und Lage Wir sind ein Fachgroßhandel für Bauhandwerks- und Industriebedarf und betreiben den Handel mit Bauelementen, Baubeschlägen, Befestigungstechnik, Elektrowerkzeuge, Farben, Holzwerkstoffen, sowie Schließ- und Sicherheitstechnik. Unsere Hauptabnehmer sind Verarbeiter aus dem Bauhandwerk, Fenster-, Innen- und Holzbau, Malerbetriebe, Industriekunden und öffentliche Einrichtungen. Die Entwicklung unseres Unternehmens ist abhängig von der Baukonjunktur im Ausbau- und Innenausbaugewerbe. II. Wirtschaftsbericht 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Im Jahr 2023 war die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland von erheblichen Herausforderungen geprägt. Die Bruttowertschöpfung verlief in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: So verzeichnete das Produzierende Gewerbe (ohne Baugewerbe) insgesamt einen preisbereinigten Rückgang von 2,0 %. Hauptursache war die deutlich niedrigere Energieproduktion. Auch das Verarbeitende Gewerbe, das einen Großteil dieses Bereichs ausmacht, war mit einem Minus von 0,4 % leicht rückläufig. Positive Impulse gingen dabei lediglich von der Automobilindustrie und dem Fahrzeugbau aus. Das Baugewerbe konnte sich dieser Entwicklung zumindest teilweise entziehen und erreichte preisbereinigt ein geringes Plus von 0,2 %, auch wenn insbesondere der Hochbau durch hohe Baukosten, Fachkräftemangel und ungünstige Finanzierungsbedingungen belastet war. (Quelle: Statistisches Bundesamt, 2024) Diese gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen wirkten sich deutlich auf den Bereich der Bauzulieferindustrie und den Produktionsverbindungshandel (PVH) aus. Der deutsche Fenstermarkt schrumpfte im Jahr 2023 laut Branchenanalysen um 7,8 %, wobei sowohl der Neubau- als auch der Sanierungsmarkt Rückgänge verzeichneten. Ursachen waren insbesondere das gestiegene Zinsniveau, hohe Baupreise sowie eine allgemeine Investitionszurückhaltung infolge politischer Unsicherheiten, beispielsweise im Zusammenhang mit der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes. Auch der Außentürenmarkt war von dieser Entwicklung betroffen und verzeichnete ein Minus von 6,2 %. (Quelle: window.de, 2024) Diese Rückgänge spiegeln sich auch in den Zahlen der E/D/E-Gruppe wider, die als bedeutender Akteur im Produktionsverbindungshandel tätig ist. Das Baugeschäft entwickelte sich rückläufig, das Stahlgeschäft litt unter teils massiven Preisrückgängen von bis zu 50 %. Das Industriegeschäft konnte sich hingegen auf stabilem Niveau behaupten. Insgesamt sank das Handelsvolumen der Gruppe im Jahr 2023 um 4,2 % auf 9,3 Milliarden Euro, lag damit jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau. Besonders betroffen war der E/D/E Geschäftsbereich II (u. a. Bauelemente, Befestigungstechnik, Bau- und Möbelbeschläge, Baugeräte und Sicherheitstechnik), dessen Handelsvolumen um 8,7 % auf 1,64 Milliarden Euro zurückging. (Quelle: E/D/E Geschäftsbericht 2023) 2. Umsatz- und Ertragsentwicklung Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die anhaltend hohe Inflation von 5,9 % (Quelle: Statistisches Bundesamt, 2024) führte nicht nur zu deutlich gestiegenen Beschaffungskosten, sondern wirkte sich auch auf das allgemeine Konsumverhalten aus. In der Folge blieb die Nachfrage in relevanten Marktsegmenten hinter den Erwartungen zurück, was sich negativ auf die Umsatzentwicklung des Unternehmens ausgewirkt hat. Ursprünglich war für das Jahr 2023 ein stabiles Umsatzniveau bei gleichzeitig verbesserter Kostenstruktur prognostiziert worden, mit dem Ziel, ein weiterhin leicht negatives, aber verbessertes Ergebnis zu erzielen. Die tatsächliche Entwicklung blieb jedoch insbesondere aufgrund konjunktureller Einflüsse sowie interner Transformationsmaßnahmen hinter diesen Erwartungen zurück. Ein wesentlicher Einflussfaktor auf den Geschäftsverlauf war die konsequente Umsetzung der Unternehmensstrategie "KIPPING 2025". In diesem Zusammenhang wurde mit der Einführung eines neuen ERP-Systems ein bedeutender Meilenstein erreicht, der jedoch erwartungsgemäß zu temporären Effizienzverlusten in den operativen Abläufen führte. Die begleitenden organisatorischen Veränderungen sowie der notwendige Wissenstransfer innerhalb der Belegschaft waren mit erhöhtem Aufwand verbunden und wirkten sich zusätzlich dämpfend auf die Umsatzentwicklung aus. Trotz der rückläufigen Umsätze hat das Unternehmen planmäßig an der strategischen Neuausrichtung gearbeitet, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Die Unternehmensleitung bewertet das Jahr 2023 daher insgesamt als zufriedenstellend, wobei das erzielte Ergebnis im Rahmen der Erwartungen liegt und unter Berücksichtigung der genannten Einflussfaktoren als nachvollziehbar eingeordnet werden kann. Die konsequente Fokussierung auf das Sortiment "Handwerks- und Industriebedarf für die Bauhandwerke", insbesondere in den Bereichen Innenausbau, Fensterbau, Gebäudetechnik, Bautenschutz und Wärmedämmverbundsysteme, wurde im Berichtsjahr weiterverfolgt. Zudem wurde der Bereich Sicherheitstechnik gezielt ausgebaut. Durch die enge Zusammenarbeit mit strategischen Partnern wie E/D/E, EBH AG, Hagebau und VFG konnten langfristige Lieferverträge abgeschlossen werden. Über das Logistikcenter von E/D/E (ELC) wurde ein 24-Stunden-Service eingeführt, der eine schnellere Belieferung bei gleichzeitiger Reduzierung der Lagerbestände ermöglicht. 3. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Die Gesellschaft finanziert sich langfristig und kurzfristig durch eigene Mittel und Darlehen des Besitzunternehmens. Die Liquidität unseres Unternehmens war zu jeder Zeit gewährleistet. 4. Personal Im Jahr 2023 waren im Durchschnitt 62 Mitarbeiter und 12 Auszubildende in unserem Unternehmen beschäftigt. Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung wurde die Organisationsstruktur überarbeitet und an die zukünftigen Anforderungen angepasst. Dies führte in Teilen zu einem veränderten Anforderungsprofil an Mitarbeitende sowie zu internen Umstrukturierungen. In der Folge kam es sowohl zu freiwilligen als auch zu betrieblich bedingten Austritten. Die durch diese Maßnahmen entstandene Fluktuation stellt einen temporären Effekt dar, der bewusst im Rahmen des Transformationsprozesses in Kauf genommen wurde. Ziel war es, die Organisation effizienter, digitaler und zukunftsfähiger aufzustellen. Die daraus resultierenden Veränderungen wurden durch gezielte Kommunikations- und Change-Management-Maßnahmen begleitet. Für 2024 und 2025 erwarten wir eine deutlich stabilere Personalsituation mit dem Fokus auf gezielte Personalentwicklung und langfristige Bindung von Schlüsselkräften. Schulungsmaßnahmen und deren Durchführung werden im Rahmen den DIN EN ISO 9001:2015 dokumentiert und ausgewertet. 5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage a. Ertragslage: Unsere wesentlichen Ertragsquellen sind Verkäufe an das Bauhandwerk. Durch den Rückgang der Umsatzerlöse hat sich auch der Wareneinsatz reduziert. Das Rohergebnis reduzierte sich von TEUR 4.641 im Vorjahr auf TEUR 4.159 im Berichtsjahr. Durch eine Corona-Sonderzahlung an die Mitarbeiter sowie weiterer Gehaltsanpassungen hat sich der Personalaufwand erhöht. Der Jahresfehlbetrag beträgt TEUR 242 (Vj.: Jahresüberschuss TEUR 135). Die Ertragslage hat sich entsprechend den Erwartungen negativ durch Ausbau der Marketing-, Vertriebs- und Digitalisierungsmaßnahmen entwickelt. b. Vermögenslage: Unsere Finanzlage ist stabil. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen. Sie betragen in etwa 13 % der Bilanzsumme und sind daher auf einem stabilen Niveau. Unser Forderungsmanagement achtet darauf, dass Außenstände innerhalb der Zahlungsfristen eingehen. Die Eigenkapitalquote liegt bei 75,8 % (Vj.: 74,4 %). Das langfristig gebundene Vermögen hat sich um Berichtsjahr auf einen Anteil von 8,6 % an der Bilanzsumme erhöht. c. Liquiditätslage: Der Cashflow auslaufender Geschäftstätigkeit beträgt TEUR -33 und hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund des Abbaus der Forderungen verbessert. Durch die zudem getätigten Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen und dem daraus resultierenden Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit i. H. v. TEUR 189 reduzierte sich der Finanzmittelfonds um TEUR 230 auf TEUR 1.220 zum Abschlussstichtag. III. Chancen- und Risikobericht 1. Risiken der künftigen Entwicklung - Auswirkungen für die Zukunft Die Karl Kipping GmbH ist einer Vielzahl externer und interner Risiken ausgesetzt, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können. Die wichtigsten Risikofelder werden regelmäßig im Rahmen eines unternehmensweiten Risikomanagementsystems identifiziert, bewertet und mit geeigneten Maßnahmen überwacht. Marktrisiken: Das Unternehmen agiert in einem von Konjunkturzyklen stark abhängigen Marktumfeld. Die rückläufige Entwicklung im Bauhauptgewerbe sowie Unsicherheiten im privaten und gewerblichen Wohnungsbau stellen ein wesentliches Risiko für die Nachfrage nach den angebotenen Produkten dar. Vor allem steigende Baukosten, ungünstige Kreditkonditionen und regulatorische Unsicherheiten (z. B. im Zusammenhang mit dem Gebäudeenergiegesetz) belasten Investitionsentscheidungen. Liquiditäts- und Ertragsrisiken: Die rückläufige Umsatzentwicklung erhöht das Risiko einer Verschlechterung der Liquiditätslage und erschwert die kurzfristige Deckung fixer Kosten. Durch aktives Bestandsmanagement, strikte Kostenkontrolle sowie den Ausbau von Rahmenverträgen mit Lieferanten und Verbundgruppen wird diesem Risiko entgegengewirkt. IT- und Systemrisiken: Die Einführung des neuen ERP-Systems stellt ein bedeutendes Transformationsprojekt dar. Technische oder prozessuale Schwierigkeiten in der Übergangsphase - etwa bei der Datenmigration, Systemverfügbarkeit oder Nutzerakzeptanz - könnten temporär die Geschäftstätigkeit beeinträchtigen. Zur Risikominimierung wurden umfassende Testläufe, Schulungsmaßnahmen und ein mehrstufiges Supportkonzept implementiert. Personalrisiken: Organisatorische Veränderungen und steigende Anforderungen an digitale Kompetenzen können zu Unsicherheiten oder Know-how-Verlust führen. Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken mit gezielter Personalentwicklung, interner Kommunikation und der sukzessiven Etablierung neuer Rollenprofile. 2. Chancen Trotz der gegenwärtigen Herausforderungen sieht die Geschäftsführung für die kommenden Jahre eine Reihe von Entwicklungschancen, die die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft nachhaltig stärken können. Digitalisierung und ERP-Einführung: Die vollständige Einführung des ERP-Systems bietet mittelfristig Potenziale zur Effizienzsteigerung, Prozessautomatisierung und besseren Auswertung betriebswirtschaftlicher Kennzahlen. Dies bildet die Basis für eine verbesserte Steuerung und schnellere Reaktionsfähigkeit auf Marktveränderungen. Strategische Neuausrichtung (KIPPING 2025): Die konsequente Fokussierung auf Fachsortimente für die Bauhandwerke sowie der Ausbau strategischer Partnerschaften (u. a. E/D/E, Hagebau, EBH AG, VFG) ermöglichen eine gezielte Marktbearbeitung und eine stärkere Kundenbindung. Die daraus resultierende Sortimentskompetenz und Logistikoptimierung (z. B. 24-Stunden-Service) erhöhen die Kundenzufriedenheit und Differenzierung im Wettbewerb. Marktveränderungen im Bereich energetische Sanierung: Langfristig bieten gesetzliche Entwicklungen wie das Gebäudeenergiegesetz (GEG) sowie EU-Vorgaben zur CO2-Reduktion Chancen im Bereich der energetischen Gebäudesanierung. Dies könnte mittelfristig zu einer verstärkten Nachfrage nach Produkten zur Wärmedämmung, Fenster- und Türensystemen sowie moderner Sicherheitstechnik führen. Kooperationen und Einkaufsverbände: Durch die enge Zusammenarbeit mit zentralen Einkaufs- und Logistikverbünden können Vorteile in Beschaffung, Lagerhaltung und Belieferung realisiert werden. Dies stärkt die Position der Gesellschaft im Markt und erhöht die Skaleneffekte im Einkauf. IV. Prognosebericht Abschätzung für die Zukunft 2024/2025 Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Geschäftsführung mit einer weiteren Verschlechterung der Umsatzsituation im Vergleich zu 2023. Hintergrund sind die weiterhin belastenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen: Die Baukonjunktur bleibt schwach, insbesondere der Neubaubereich ist durch hohe Baukosten, steigende Finanzierungskosten und anhaltende regulatorische Unsicherheiten erheblich beeinträchtigt. Auch im Sanierungsbereich zeigt sich bislang keine ausreichende Belebung, um die Rückgänge im Neubausegment zu kompensieren. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass sich die Umsatzentwicklung im Jahr 2024 weiterhin rückläufig gestaltet. Gleichwohl geht die Geschäftsführung von einer relativen Stabilisierung der Kostenstruktur aus, da erste Effizienzgewinne aus der im Jahr 2023 eingeführten ERP-Systemlandschaft und den laufenden organisatorischen Anpassungen erwartet werden. Die Umsetzung der Strategie "KIPPING 2025" wird auch im Jahr 2024 konsequent fortgesetzt. Ziel ist es, die internen Strukturen weiter zu optimieren, Prozesse zu standardisieren und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu stärken. Die durch das ERP-System ermöglichten Automatisierungen und Datenanalysen sollen zu einer besseren Steuerung des Geschäfts beitragen - auch wenn diese Effekte im Jahr 2024 nur teilweise wirksam werden. Trotz des zu erwartenden Umsatzrückgangs wird an der gezielten Marktausrichtung festgehalten. Der Fokus liegt weiterhin auf dem Ausbau der Fachsortimente für die Bauhandwerke - insbesondere in den Bereichen Innenausbau, Fensterbau, Gebäudetechnik, Sicherheitstechnik und Wärmedämmverbundsysteme. Die Zusammenarbeit mit strategischen Partnern wie E/D/E, EBH AG, Hagebau und VFG wird intensiviert, um die Belieferungsqualität zu sichern und Lagerbestände effizient zu steuern. Die Geschäftsführung bewertet das Jahr 2024 als Übergangsjahr, in dem die Auswirkungen der internen Transformationsprozesse und der Marktsituation noch deutlich spürbar sein werden. Ein nachhaltiger Turnaround wird ab dem Geschäftsjahr 2025 erwartet, sofern sich das Marktumfeld stabilisiert und die strategischen Maßnahmen wie geplant greifen. In diesem Fall strebt die Geschäftsleitung für 2025 ein Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich an. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse der zukunftsbezogenen Aussagen wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.
Alsfeld, den 12. Juni 2025 gez. Dr. Karl Kipping, Geschäftsführer gez. Maximilian Erich Guy Kipping, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang zum 31. Dezember 2023der Karl Kipping GmbH, AlsfeldI. Erläuterungen zum Jahresabschluss 1. Allgemeine Erläuterungen Die Gesellschaft firmiert unter Karl Kipping GmbH mit Sitz in Alsfeld. Sie wird beim Amtsgericht Gießen unter HRB 5127 im Handelsregister geführt. Der Jahresabschluss der Karl Kipping GmbH wird nach den geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes erstellt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft nimmt für die Aufstellung des Anhangs die größenabhängige Erleichterung nach § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB in Anspruch. 2. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Von bestehenden Ansatzwahlrechten wird nur Gebrauch gemacht, soweit aufgrund steuerrechtlicher Vorschriften eine Aktivierungs- bzw. Passivierungspflicht besteht. Die Bewertung erfolgt entsprechend den Bestimmungen der §§ 252 ff. HGB. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten gem. § 255 Abs. 1 HGB, vermindert um die planmäßige Abschreibung, bewertet. Die Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten gem.§ 255 Abs. 1 HGB, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis Euro 800,00 werden in Übereinstimmung mit der steuerlichen Vorschrift gem. § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe sofort abgeschrieben; ihr Abgang wird im Jahr der Anschaffung unterstellt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Vorräte sind zu stichtagsnahen Einstandspreisen bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwendbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Bewertung der Forderungen erfolgt zum Nominalwert. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 3% Rechnung getragen. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten oder Nominalbeträgen unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken angesetzt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennbeträgen bilanziert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag. Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert bilanziert. Die Berechnung der Pensionsrückstellung erfolgt nach dem Barwertverfahren ohne Fluktuation unter Anwendung der Richttafeln 2018G von Klaus Heubeck, ohne Berücksichtigung eines Rententrends und mit einem Rechnungszins von 1,82 %. Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 %) ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR 5.836. Der Rechnungszins für die Rückstellungen der Pensionsrückstellungen wurden durch Fortschreibung des von der Deutschen Bundesbank nach Maßgaben der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichten Zehn-Jahres-Durchschnittszins bzw. Sieben-Jahres-Durchschnittszins jeweils zum 31. Oktober 2023 ermittelt. In Höhe dieses Unterschiedsbetrags sind die passivierte Pensionsrückstellung und der Zinsaufwand im Vergleich zur bisherigen Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz von sieben Jahren niedriger angesetzt. Dieser abzinsungsbedingte Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt (§ 253 Abs. 6 S. 2 HGB n.F.). Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. 3. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in einem Anlagenspiegel dem Anhang am Ende beigefügt. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich aus Rückstellungen für Personal (TEUR 105), Archivierung (TEUR 19), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 30) sowie Gewährleistungen (TEUR 43) zusammen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. II. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Steueraufwand Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen mit TEUR -83 auf Vorjahre und damit nicht auf das laufende Ergebnis 2023. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen Erträge aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigung (TEUR 175), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 42) sowie verrechnete sonstige Sachbezüge aus der Kfz-Gestellung (TEUR 31). Sonstiger betrieblicher Aufwand Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Raumkosten (TEUR 281), Fahrzeugkosten (TEUR 313), Versicherungen, Beiträge und Abgaben (TEUR 151) sowie Reparaturen und Instandhaltungen (TEUR 108). III. Ergänzende Angaben Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen Aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen entstehen jährliche finanzielle Verpflichtungen in Höhe von rund TEUR 243. IV. Angaben zu den Unternehmensorganen Geschäftsführer im Jahr 2023 waren: Dr. Karl Kipping, Alsfeld und Maximilian Erich Guy Kipping, Alsfeld Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angaben nach § 285 Nr. 9a und 9b HGB unterbleiben gem. § 286 Abs. 4 HGB. V. Sonstige Angaben Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen 62 Arbeitnehmer, davon 53 Vollzeitbeschäftigte und 9 Teilzeitbeschäftigte beschäftigt. Außerdem wurden im Jahresdurchschnitt 12 Auszubildende beschäftigt. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt hinsichtlich der Ergebnisverwendung den Vortrag des Ergebnisses auf neue Rechnung vor.
Alsfeld, den 12. Juni 2025 gez. Dr. Karl Kipping, Geschäftsführer gez. Maximilian Erich Guy Kipping, Geschäftsführer Bruttoanlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
Angaben zur Feststellung Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 17. Juni 2025 festgestellt. BestätigungsvermerkWeiterhin weisen wir gemäß § 328 Abs. 1a S. 2 HGB darauf hin, dass der nachfolgend wiedergegebene Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers sich auf den vollständigen Jahresabschluss und nicht auf den, wegen der Inanspruchnahme von Offenlegungserleichterungen nach § 327 HGB, nur teilweise offen gelegten Jahresabschluss bezieht. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Karl Kipping GmbH, Alsfeld Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Karl Kipping GmbH, Alsfeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Karl Kipping GmbH, Alsfeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerkes weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Fulda, 13. Juni 2025 PRC
Treuhand & Revision GmbH
gez. Kirschbaum, Wirtschaftsprüfer |
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