Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 93080
Vorher
T-AcquiCo 11 GmbH
Eingetragen
20.10.2017
Branche
Sonstige Überlassung von ArbeitskräftenErbringung von ergotherapeutischen DienstleistungenAmbulante Betreuungsdienste für Menschen mit Behinderung
Gegenstand
(i) die gewerbliche Überlassung und Vermittlung von Personal gemäß den hierfür geltenden gesetzlichen Bestimmungen, (ii) die Unternehmens-, Management- und Personalberatung, sowie (iii) die Entwicklung, Einführung, Vermarktung und Erbringung von Dienstleistungen und Produkten für Unternehmen und Institutionen im (a) pharmazeutischen und medizintechnischen Bereich sowie (b) allen anderen Bereichen des Gesundheitswesens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Heiko Hickstein
seit 14.12.2022
Geschäftsführer
Katja Klötzer
seit 17.7.2020
Prokura
Kai Tobien
seit 5.3.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

48.99% identifiziert49.69% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
44.09%
4.90%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Medperion GmbH
Germany
63.755 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Careforce GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 166.769,02 98.246,02
2. Geschäfts- oder Firmenwert 12.427.616,00 12.594.385,02 15.090.678,00 15.188.924,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.960,00 3.803,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 174.016,00 176.976,00 135.496,00 139.299,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 95.343,50 95.343,50
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 757.818,35 853.161,85 710.000,00 805.343,50
13.624.522,87 16.133.566,52
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Geleistete Anzahlungen 45.500,00 178.627,54
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.943.738,57 5.447.478,62
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.643.896,96 2.403.135,90
3. Sonstige Vermögensgegenstände 271.694,93 11.859.330,46 630.062,31 8.480.676,83
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.151.348,18 3.879.493,04
13.056.178,64 12.538.797,41
C. Rechnungsabgrenzungsposten 138.543,29 156.732,52
26.819.244,80 28.829.096,45

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 63.755,00 63.755,00
II. Kapitalrücklage 10.562.375,32 10.562.375,32
III. Verlustvortrag -591.441,94 -1.516.185,84
IV. Jahresüberschuss 721.630,71 924.743,90
10.756.319,09 10.034.688,38
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 2.903.118,88 2.545.713,62
2. Sonstige Rückstellungen 2.730.413,19 3.667.348,56
5.633.532,07 6.213.062,18
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.915.183,34 641.138,18
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 225.860,50 229.724,77
3. Verbindlichkeiten gegenbüber verbundenen Unternehmen 6.571.270,34 9.435.564,57
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.369.653,66 2.274.918,37
- davon aus Steuern EUR 1.082.579,52 (i. Vj. EUR 1.760.132,96) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 120.295,75 (i. Vj. EUR 108.918,19) -
10.081.967,84 12.581.345,89
D. Rechnungsabgrenzungsposten 347.425,80 0,00
26.819.244,80 28.829.096,45

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 47.463.340,17 46.857.954,78
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.347.931,25 2.870.192,64
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 28.591.174,94 29.578.648,15
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.271.799,06 33.862.974,00 5.545.164,44 35.123.812,59
- davon für Altersversorgung EUR 109.051,87 (i. Vj. EUR 117.174,57) -
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.808.945,90 2.712.652,48
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.386.074,53 8.778.277,87
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 32.672,67 32.523,68
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 32.672,67 (i. Vj. EUR 32.142,47) -
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 298.967,88 381.245,96
- davon an verbundene Unternehmen EUR 293.569,00 (i. Vj. EUR 369.212,11) -
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.695.271,07 1.791.918,30
9. Ergebnis nach Steuern 791.710,71 972.763,90
10. Sonstige Steuern 70.080,00 48.020,00
11. Jahresüberschuss 721.630,71 924.743,90

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022

A. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Köln und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln eingetragen unter der Nummer HRB 93080.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des vorliegenden Jahresabschlusses waren (im Wesentlichen) unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Der Jahresabschluss ist unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden über die erwartete Nutzungsdauer von zehn Jahren linear abgeschrieben. Basis hierfür sind die langfristigen Kundenbeziehungen sowie die Stabilität und die Entwicklungen in der Branche.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Immaterielle Vermögensgegenstände 1 bis 10 Jahre
Firmenwert 10 Jahre
Sachanlagen 1 bis 10 Jahre

Dabei wurden die Abschreibungen linear pro rata temporis vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens, deren Wert im Einzelfall € 800,00 nicht übersteigt, wurden grundsätzlich im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand erfasst. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen zum Nennwert angesetzt; gegebenenfalls erfolgt der Ansatz zum niedrigeren beizulegenden Werten.

Die geleisteten Anzahlungen wurden mit dem Nennwert bilanziert.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert bilanziert. Die Bewertung erfolgte unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken.

Die flüssigen Mittel wurden in allen Fällen mit dem Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Der zum 31. Dezember 2022 verwendete Steuersatz beträgt 31%. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Ein Ansatz permanenter Differenzen unterbleibt. In Anwendung von § 274 HGB unterbleibt der Ansatz eines Aktivüberhangs latenter Steuern.

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

C. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Angaben zu Einzelposten des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Geschäfts- oder Firmenwert

Die Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren aus den Verschmelzungen der beiden Tochtergesellschaften careforce marketing & sales service GmbH, Köln, mit € 11.017.028,00 (Vorjahr € 13.377.820,00) und careforce human resource consulting GmbH, Köln, mit € 1.410.588,00 (Vorjahr € 1.712.858,00) auf die Gesellschaft. Sie beziehen sich im Wesentlichen auf die langfristigen Kundenbeziehungen sowie die Stabilität und die Entwicklungen in der Branche.

2. Umlaufvermögen

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren € 1.084.022,84 (Vorjahr € 934.510,50) aus Ausleihungen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr; die übrigen Forderungen resultieren wie im Vorjahr aus Liefer- und Leistungsbeziehungen.

In dem Posten sonstige Vermögensgegenstände sind Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von € 41.348,61 (Vorjahr € 44.554,22) enthalten.

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Stand 01.01.2022 Verbrauch Auflösung Zuführung Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
Kfz-Kosten 1.717.131,14 758.169,69 659.323,37 1.046.500,71 1.346.138,79
(Vj.) (706.651,23) (177.175,83) (68.656,59) (1.256.312,33) (1.717.131,14)
Erfolgsabhängige Personalkosten 749.610,80 632.348,40 98.272,40 417.828,26 436.818,26
(Vj.) (593.788,61) (438.781,32) (155.007,29) (749.610,80) (749.610,80)
Urlaub 264.837,15 264.837,15 0,00 263.885,76 263.885,76
(Vj.) (265.642,77) (265.642,77) (0,00) (264.837,15) (264.837,15)
Sonstige Personalkosten 320.800,00 218.131,68 12.664,16 123.819,50 213.823,66
(Vj.) (217.537,87) (143.057,95) (74.479,92) (320.800,00) (320.800,00)
Jahresabschluss-/ Beratungskosten 102.780,50 83.126,10 873,00 68.500,00 87.281,40
(Vj.) (50.450,00) (7.669,50) (0,00) (60.000,00) (102.780,50)
Berufsgenossenschaft 146.000,00 0,00 146.000,00 6.241,34 6.241,34
(Vj.) (110.000,00) (109.410,96) (589,04) (146.000,00) (146.000,00)
Übrige 366.188,97 161.286,60 14.000,95 185.322,56 376.223,98
(Vj.) (505.469,14) (112.868,63) (223.219,31) (196.807,77) (366.188,97)
Summen 3.667.348,56 2.117.899,62 931.133,88 2.112.098,13 2.730.413,19
(Vj.) (2.449.539,62) (1.254.606,96) (521.952,15) (2.994.368,05) (3.667.348,56)

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach der Laufzeit wie folgt:

Vorjahr Gesamtbetrag
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 641.138,18 1.951.183,34
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 229.724,77 225.860,50
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.435.564,57 6.571.270,34
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.274.918,37 1.369.653,66
Summen 12.581.345,89 10.117.967,84
Davon mit einer Restlaufzeit
Bis zu 1 Jahr Zwischen 1 und 5 Jahren Über 5 Jahre davon gesichert
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.951.183,34 0,00 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 225.860,50 0,00 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.460,82 6.548.809,52 0,00 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.369.653,66 0,00 0,00 0,00
Summen 3.569.158,32 6.548.809,52 0,00 0,00

Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch üblichen Eigentumsvorbehalt von Lieferanten besichert.

In dem Posten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist eine Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin von € 6.569.604,34 (Vorjahr € 9.198.809,52) enthalten. Daneben existieren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 1.666,00 (Vorjahr € 226.755,05).

5. Aufgliederung der Umsatzerlöse

2022 in T€ 2021 in T€
Umsätze aus Arbeitnehmerüberlassung 36.646 40.341
Vermittlungen 4.050 1.930
Sonstige 6.767 4.587
Summe 47.463 46.858

Von den Umsätzen entfielen auf:

2022 in T€ 2021 in T€
Schweden 204,0 0,0
Irland 54,0 0,0
Niederlande 46,2 0,0
Österreich 4,5 12,0

Die übrigen Umsätze entfielen auf das Inland.

6. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 1.190 (Vorjahr T€ 799), im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen, enthalten.

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen periodenfremden Aufwendungen betragen T€ 62 (Vorjahr T€ 10).

Daneben haben sich aus nachträglichen Leistungsverrechnungen miteinander verrechnete periodenfremde Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen in gleicher Höhe ergeben.

D. Sonstige Pflichtangaben

1. Haftungsverhältnisse

Die Medperion GmbH (bis 12. Juli 2022: Careforce Sanvartis Holding GmbH), Köln, als Gesellschaft, Kreditnehmer und Garantiegeber, die Sanvartis Group GmbH, Duisburg, und die Careforce GmbH, Köln als Kreditnehmer und Garantiegeber, die Sanvartis GmbH als Garantiegeber und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG als Mandated Lead Arranger, Konsortialführer, Sicherheitentreuhänder und anfänglicher Kreditgeber haben am 17. Februar 2020 einen Konsortialkreditvertrag über die Gewährung von Kreditlinien in Höhe von insgesamt bis zu T€ 26.000 geschlossen. Mit Änderungsvertrag vom 29. September 2020 sind die Stadtsparkasse Düsseldorf als Kreditgeber, die Medperion Services GmbH (bis 28. Juli 2022: Vendus Sales and Communication Group GmbH), Düsseldorf, als Kreditnehmer und Garantiegeber sowie die MCG Medical Consulting Group GmbH, Düsseldorf, als Garantiegeber beigetreten und die Kreditlinien auf insgesamt T€ 33.000 erhöht worden. Angesichts der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaften bestehen derzeit keine Anhaltspunkte, die eine Inanspruchnahme wahrscheinlich machen.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen T€ 757 Sie resultieren aus Miet- und Leasingverträgen, deren Laufzeiten zwischen einem und 54 Monaten betragen. Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen entfallen T€ 720 auf Kfz-Leasingverträge und T€ 37 auf Mietverträge für Geschäftsräume und Bürogeräte. Miet- und Leasingverträge wurden aus wirtschaftlichen Gründen abgeschlossen. Risiken liegen in den tatsächlichen oder potenziellen Abflüssen liquider Mittel; Vorteile in der (Weiter-)Nutzung der Vertragsgegenstände.

3. Anteilsbesitz

Die Gesellschaft ist an den folgenden Unternehmen beteiligt:

Firma Sitz Anteil am Kapital Jahresergebnis (31.12.2022) EigenKapital (31.12.2022)
Careforce Belgium BVBA 1 Diepenbeek/ Belgien 100,0 % T€ -3 T€ -95
careforce switzerland AG Cham/Schweiz 100,0 % TCHF -110 TCHF -1.007

1 Jahresergebnis und Eigenkapital zum 31. Dezember 2021

4. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen

Nahestehende Unternehmen und Personen i.S.d. § 285 Nr. 21 HGB sind juristische oder natürliche Personen, die auf die Gesellschaft Einfluss nehmen können, oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss der Gesellschaft unterliegen. Dazu gehören die Tochtergesellschaften, die Mitglieder der Unternehmensorgane sowie der Gesellschafter. Geschäfte mit diesen wurden zu Bedingungen durchgeführt, wie sie zwischen fremden Dritten üblich sind.

5. Mutterunternehmen

Die Medperion GmbH (bis 12. Juli 2022: Careforce Sanvartis Holding GmbH), Köln, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf, in den die Careforce GmbH einbezogen wird. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht und befreit somit die Careforce GmbH von der Pflicht, einen eigenen Konzernabschluss aufzustellen.

6. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das für die Abschlussprüfung des Geschäftsjahres anfallende Gesamthonorar beträgt T€ 33,5. Es teilt sich wie folgt auf:

T€
Abschlussprüfungsleistungen 33,5
33,5

7. Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer

Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 397 (Vorjahr 409) Arbeitnehmer beschäftigt. Im Monat Dezember 2022 waren insgesamt 424 (Vorjahr 383) Arbeitnehmer beschäftigt. Die im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer teilen sich wie folgt auf:

Außendienstmitarbeiter 343
Verwaltung 54
397

8. Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

 

Kai Tobien, Köln, Geschäftsführer Sales/Marketing

 

Robin Schaede, Köln, Geschäftsführer Finanzen (bis 21. Oktober 2022)

 

Heiko Hickstein, Hamburg, Geschäftsführer Finanzen (seit 21. Oktober 2022)

Die Angabe der Bezüge der Mitglieder der Geschäftsführung unterbleibt mit Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB. Die Geschäftsführer führen ihre Tätigkeit hauptberuflich aus.

8. Ergebnisverwendung

Es wird der Gesellschafterversammlung von der Geschäftsführung vorgeschlagen werden, den Jahresüberschuss in Höhe von € 721.630,71 auf neue Rechnung vorzutragen.

9. Nachtragsbericht

Es sind keine wesentlichen Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten.

 

Köln, den 27. Januar 2023

Heiko Hickstein

Kai Tobien

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 129.869,92 96.814,61 0,00 226.684,53
2. Geschäfts- oder Firmenwert 25.742.926,00 0,00 0,00 25.742.926,00
25.872.795,92 96.814,61 0,00 25.969.610,53
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.496,00 0,00 0,00 9.496,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 385.455,86 155.269,29 400,50 540.324,65
394.951,86 155.269,29 400,50 549.820,65
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 143.934,98 0,00 0,00 143.934,98
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.025.000,00 47.818,35 0,00 1.072.818,35
1.168.934,98 47.818,35 0,00 1.216.753,33
27.436.682,76 299.902,25 400,50 27.736.184,51
Abschreibungen
1.1.2022 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 31.623,90 28.291,61 0,00 59.915,51
2. Geschäfts- oder Firmenwert 10.652.248,00 2.663.062,00 0,00 13.315.310,00
10.683.871,90 2.691.353,61 0,00 13.375.225,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.693,00 843,00 0,00 6.536,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 249.959,86 116.749,29 400,50 366.308,65
255.652,86 117.592,29 400,50 372.844,65
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 48.591,48 0,00 0,00 48.591,48
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 315.000,00 0,00 0,00 315.000,00
363.591,48 0,00 0,00 363.591,48
11.303.116,24 2.808.945,90 400,50 14.111.661,64
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 166.769,02 98.246,02
2. Geschäfts- oder Firmenwert 12.427.616,00 15.090.678,00
12.594.385,02 15.188.924,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.960,00 3.803,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 174.016,00 135.496,00
176.976,00 139.299,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 95.343,50 95.343,50
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 757.818,35 710.000,00
853.161,85 805.343,50
13.624.522,87 16.133.566,52

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Careforce GmbH, Köln, ist ein Personal- und Vertriebsdienstleistungsunternehmen für die pharmazeutische Industrie und andere Unternehmen im Healthcare Markt. Der Tätigkeitsbereich umfasst die Bereitstellung von Vertriebsmitarbeitern für die Bewerbung und Beratung pharmazeutischer und medizinischer Produkte.

Dabei liegt der Schwerpunkt der Tätigkeit in der Rekrutierung qualifizierter Mitarbeiter sowie deren Bereitstellung im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung oder durch Dienstleistungsverträge. Der Service der Careforce GmbH reicht von der Bereitstellung einzelner Mitarbeiter für die Besetzung von vakanten Positionen ("Vakanzmanagement") bis zum Aufbau kompletter Außendienstteams von bis zu mehr als 100 Mitarbeitern und Führungskräften. Deutlich ausgebaut wurde das Arbeitnehmervermittlungsgeschäft, bei dem Arbeits- und Führungskräfte gegen Vertragsabschlussgebühren an unsere Healthcare-Kunden vermittelt werden.

Im Geschäftsjahr 2022 lagen die Schwerpunkte zum einen im Management der Einflüsse aus der Covid-19 Pandemie, zum anderen in der Erweiterung des Kundenportfolios sowie in der Vertiefung der Zusammenarbeit mit bereits bestehenden Kunden.

Die wechselseitige Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen zwischen der Careforce GmbH und den Schwestergesellschaften Sanvartis Group GmbH, Duisburg, und Medperion Services GmbH (bis 28. Juli 2022: Vendus Sales and Communication Group GmbH), Düsseldorf, nimmt mittlerweile eine Schlüsselrolle in der kommerziellen Ausrichtung der Careforce GmbH ein. Nach erfolgreichen Vertriebskampagnen im Vorjahr wurden im Jahresverlauf 2022 die übergreifende Vermarktung zwischen den Gesellschaften deutlich ausgebaut und dabei signifikante Vertriebserfolge erzielt.

Im Rahmen der Strategieplanung 2022 wurden die einzelnen Portfolioelemente der Careforce GmbH überprüft und bestätigt.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im ersten Halbjahr 2022 sei die deutsche Wirtschaft noch durch den Konsum von Dienstleistungen gestärkt worden, schrieben die Wirtschaftsweisen in ihrem am 9. November 2022 veröffentlichten Gutachten. Seit der Jahresmitte hätten aber die hohen Preise für Energie und Lebensmittel die Kaufkraft geschwächt und den privaten Konsum gedämpft. Zugleich lastet die Energiekrise schwer auf der Industrieproduktion und die globale Konjunkturabkühlung führt zu einer sinkenden Nachfrage nach deutschen Exporten. Auslöser für die angespannten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind die wachsende wirtschaftliche Unsicherheit durch den seit Ende Februar 2022 stattfindenden Krieg in der Ukraine und die hohe Inflationsrate (der Jahresdurchschnitt lag bei hohen 7,9 % und war damit auf dem höchsten Stand seit der Wiedervereinigung im Jahr 1989).

Aufgrund dieses "massiv verschlechterten Ausblicks" senkte der Sachverständigenrat seine Prognose. Für das Jahr 2022 werde noch ein Wirtschaftswachstum von 1,7 % erzielt, im kommenden Jahr 2023 dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dann um 0,2 % sinken und die Inflation bei hohen 7,4 % liegen, hieß es.

Die Corona-Pandemie hat keinen nachhaltigen Effekt auf den Arbeitsmarkt, weswegen die Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter weiterhin anspruchsvoll und der Rekrutierungsprozess als eine der Kernleistungen des Unternehmens damit auch zeitintensiv bleibt.

Die branchenbezogenen Rahmenbedingungen sind durch das politische und gesetzgeberische Umfeld unserer Kunden beeinflusst. Aktuell sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen für unsere Kunden konstant. Das seit dem Jahr 2011 geltende AMNOG (Arzneimittelmarktneuordungsgesetz) und seine Umsetzung der Nutzenbewertung von neuen Arzneimitteln und anschließenden Preisverhandlungen mit dem Krankenkassenverband erschwert den Marktzugang für neue Arzneimittel.

Die zum 1. April 2017 in Kraft getretene Neuregelung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) hat weiterhin Bestand. Diese Neuregelung regelt eine maximale Überlassungszeit von 18 Monaten eines individuellen Mitarbeiters an ein entleihendes Unternehmen. Eine neue Regelung des "Equal Pay" nach dem neunten Monat der Überlassungszeit sowie weitere, administrative Rahmenbedingungen sind ebenfalls Bestandteil des AÜG. Mittlerweile haben sich alle Kunden mit diesen Rahmenbedingungen zurechtgefunden und nutzen die Arbeitnehmerüberlassung weiterhin zur Flexibilisierung ihrer Außendienststrukturen. Somit funktioniert das Geschäftsmodell der Careforce GmbH reibungslos.

b) Geschäftsverlauf

Die für die Geschäftsentwicklung zugrunde liegenden KPIs sind Umsatz, EBITDA und Krankentage /-quote. Diese werden im Rahmen eines regelmäßigen Reportings analysiert und nachverfolgt.

Im Geschäftszeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2022 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von T€ 47.463 nach T€ 46.858 im Vorjahr. Der Jahresüberschuss betrug T€ 722 nach einem Jahresüberschuss von T€ 925 im Vorjahr. Während sich die Umsätze im Kerngeschäft von den Arbeitnehmerüberlassungen hin zu dem langlaufenden Dienstleistungsgeschäft verschoben haben, ist der Umsatzanstieg im Wesentlichen auf den Ausbau des Arbeitnehmervermittlungsgeschäfts zurückzuführen. Das EBITDA lag im Berichtszeitraum mit T€ 5.562 leicht unter dem sehr guten Vorjahreswert von T€ 5.826. Signifikante, inflationsgetriebene Kostensteigerungen des Außendienstfuhrparks (T€ 772 Mehraufwendungen im Bereich der Fahrzeugkosten im Vorjahresvergleich) konnten nicht schnell genug an unsere Kunden weitergegeben werden. Die erhöhte pandemische Krankenquote schmälerte das Tagessatz-Fakturierungsvolumen und lag mit 5,0 % über dem Vorjahreswert (3,6 %) und damit auf dem Prognoseniveau.

Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte von insgesamt T€ 25.743 wurden planmäßig weiter in Höhe von T€ 2.663 abgeschrieben und beeinflussen zusammen mit den Zinszahlungen das Ergebnis wesentlich. Zum 31. Dezember 2022 ist der Geschäfts- oder Firmenwert noch mit einem Restbuchwert von T€ 12.428 bilanziert. Die Zinsen resultieren aus einem Darlehen der Deutschen Ärzte- und Apothekerbank, Düsseldorf, womit der Kauf von Gesellschaftsanteilen finanziert wurde. Das Darlehen wird von der Muttergesellschaft Medperion GmbH (bis 12. Juli 2022: Careforce Sanvartis Holding GmbH) bedient und von dort an die Konzerngesellschaften weitergereicht.

Das Geschäftsjahr 2022 war im ersten Halbjahr geprägt von den Auswirkungen der Corona-Pandemie. In dieser Zeit bauten unsere Kunden zuerst eigene Mitarbeiterkapazitäten auf und verzichteten teilweise auf Außendiensteinsätze. Ab dem zweiten Halbjahr gewannen die Arbeitnehmerüberlassungen wieder deutlich an Volumen und das langlaufende Dienstleistungsgeschäft wuchs signifikant an. Zahlreiche neue Projekte bei Bestands- und Neukunden konnten gewonnen werden und es wurden erste inflationsbedingte Preiserhöhungen bei unseren Kunden realisiert. Die Anzahl der zu besetzenden Vakanzen stieg ebenfalls deutlich an. Der Umsatz und das EBITDA lagen insgesamt leicht unter dem Budget 2022.

Insgesamt bewertet die Geschäftsführung die Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2022 als zufriedenstellend.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a) Vermögenslage

Die Bilanz der Careforce GmbH weist ein Gesamtvermögen von T€ 26.819 aus im Vergleich zu T€ 28.829 im Vorjahr. Der Rückgang von T€ 2.010 resultiert im Wesentlichen aus einem Rückgang des Anlagevermögens um T€ 2.509 durch die jährliche Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes in Höhe von T€ 2.663. Das Umlaufvermögen lag mit T€ 517 insgesamt leicht über Vorjahr. Während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 3.497 über Vorjahr lagen, war bei den liquiden Mittel ein Rückgang um T€ 2.728 gegenüber Vorjahr zu verzeichnen. Leicht zugenommen haben die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um T€ 241 auf T€ 2.644. Wesentliche Posten des Vermögens sind die Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von T€ 12.428 (Vj: T€ 15.091), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 8.944 (Vj: T€ 5.447) und liquide Mittel in Höhe von T€ 1.151 (Vj: T€ 3.879).

Das Gesamtkapital ist durch eine Verbindlichkeit gegenüber der Konzernmuttergesellschaft Medperion GmbH, Köln, in Höhe von T€ 6.570 (Vj: T€ 9.436) gekennzeichnet. Sie steht im Zusammenhang mit dem Darlehen der Muttergesellschaft aus der Finanzierung des Anteilserwerbs. Daneben bestehen im Wesentlichen noch Steuer- und sonstige Rückstellungen in Höhe von T€ 5.633 (Vj: T€ 6.213), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 226 (Vj: T€ 230) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.370 (Vj: T€ 2.275).

Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag T€ 11.035 (Vj: T€ 10.035). Der Anstieg zum Vorjahr resultiert aus dem Jahresüberschuss für das laufende Jahr.

Die Vermögenslage ist unter der Berücksichtigung des Geschäfts- oder Firmenwertes als gut anzusehen.

b) Finanzlage

Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber der Konzernmutter aus der Finanzierung des Anteilserwerbs. Alle anstehenden Tilgungen wurden planmäßig durchgeführt.

Die Careforce GmbH war aufgrund ihres operativen Cash-Flows von T€ 116 (Vj: T€ 3.916) jederzeit in der Lage, das operative Geschäft, insbesondere die Darlehen sowie die weiteren bestehenden Verbindlichkeiten, zu bedienen.

Dies verdeutlichen auch die am 31. Dezember 2022 vorhandenen liquiden Mittel in Höhe von T€ 1.151.

Für den Bedarfsfall stehen im Konzern zur kurzfristigen Finanzierung Kreditlinien über insgesamt € 3,0 Mio. über die Konzernmutter zur Verfügung, von denen zum 31. Dezember 2022 rund € 2,8 Mio. in Anspruch genommen wurden.

Die Unternehmensplanung zeigt für den Prognosezeitraum zudem, dass die Gesellschaft über eine nachhaltige und ausreichende operative Ertragskraft verfügt. Dementsprechend werden positive Liquiditätsströme erwirtschaftet, die es ihr ermöglichen, die operative Geschäftstätigkeit und eine weitere Wachstumsentwicklung im Prognosezeitraum zu finanzieren. Damit wird die Careforce GmbH im Jahr 2023 über ausreichende liquide Mittel und auskömmliche Finanzierungslinien verfügen.

c) Ertragslage

Die Umsatzerlöse belaufen sich auf T€ 47.463 (Vj: T€ 46.858). Der Personalaufwand beträgt T€ 33.863 nach T€ 35.124 im Vorjahr. Der Anteil der Personalkosten am Umsatz sank von 75 % auf 71 %.

Die Ergebnisentwicklung der Schweizer Tochtergesellschaft liegt im Jahr 2022 aufgrund der Corona-Pandemie unter Plan und auf Vorjahresniveau. Grund sind fehlende Projektabschlüsse. Das in der Unternehmensplanung vorgesehene Ziel des Break-even der Gesellschaft im Jahr 2022 wurde corona-bedingt noch nicht erreicht.

Der Jahresüberschuss der Careforce GmbH von T€ 722 (Vj: Jahresüberschuss T€ 925) enthält planmäßige Firmenwertabschreibungen von T€ 2.663 (Vj: T€ 2.663) und Zinszahlungen von T€ 299 (Vj: T€ 381). Die Firmenwerte werden aufgrund der langfristigen Kundenbeziehungen sowie der Stabilität und der Entwicklungen in der Branche über eine erwartete Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Es ergibt sich ein Ertragsteueraufwand - unter Berücksichtigung von steuerlich nicht oder nur teilweise wirksamen Effekten - in Höhe von T€ 1.417 (Vj: T€ 1.792).

4. Risikobericht

Die nachfolgend beschriebenen Risiken sind gemäß ihrer Bedeutung für das Unternehmen in absteigender Reihenfolge gewichtet.

a) Branchenspezifische Risiken

Die Rahmenbedingungen für die pharmazeutische Industrie sind weiterhin geprägt von regulatorischen Vorgaben auf die Preisgestaltung sowie Erstattungsfähigkeit von Arzneimitteln. Die Vermarktungsfähigkeit und -möglichkeiten für Arzneimittel beeinflussen entsprechend das Geschäftspotential der Careforce GmbH.

Das Ziel des Gesetzgebers ist es, in Anwendung des 2011 in Kraft getretenen Arzneimittelmarktneuordungsgesetzes (AMNOG) im Rahmen einer Kosten-Nutzenbewertung und anschließenden Preisverhandlungen zwischen den Pharmaunternehmen und den gesetzlichen Krankenkassen die Preise für neue Arzneimittel anhand ihrer Bewertung im Rahmen des o.a. Verfahrens festzulegen.

Diese Sachlage führt dazu, dass Unternehmen vermehrt nach flexiblen Vertriebslösungen suchen, da sie durch die gesetzgeberische Lage gezwungen sind, die Markteinführung von Medikamenten mit hohem zeitlichen Druck erfolgen zu lassen. Hiervon profitiert die Careforce GmbH, die als eines der wenigen Unternehmen in Deutschland diese Flexibilität ermöglicht. Das Risiko für die Careforce GmbH besteht in der Möglichkeit, dass Projekte auch kurzfristig durch Kunden beendet werden können.

Weitere Risiken für eine positive Fortentwicklung des Geschäftsverlaufes können ggf. durch Veränderungen der wirtschaftlichen Lage unserer Kunden entstehen. Diese können z.B. negativ beeinflusst werden durch eintretende Nebenwirkungen bei wichtigen umsatzrelevanten Arzneimitteln. Die Folge wäre eine Verringerung des Einsatzes dieser Arzneimittel oder sogar der vollständige Verzicht auf eine Vermarktung der betroffenen Produkte.

Neben den genannten Risiken ist bei der Produktentwicklung der Kunden zu beobachten, dass ein Fokus auf spezialisierte Arzneimittel gelegt wird, die bei Facharztgruppen beworben werden. Dies kann Auswirkungen auf das Geschäft der Careforce GmbH haben, da möglicherweise mehr Projekte mit einer geringeren Anzahl an Mitarbeitern besetzt werden als Großprojekte mit bis zu 100 Mitarbeitern. Dies führt aber auf der anderen Seite zu einer Verringerung des Klumpenrisikos einzelner Großprojekte. Die Careforce GmbH stellt sich auf diesen Trend durch kontinuierliche Anpassungen ihres Dienstleistungsangebots ein.

Daneben sind weiterhin mögliche Auswirkungen der Corona-Pandemie und die damit einhergehende Unsicherheit über die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland als Risiko für das Geschäft der Gesellschaft zu nennen. Die hierdurch entstehenden Auswirkungen auf die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen durch unsere Kunden sind aktuell schwer vorherzusagen.

b) Ertragsorientierte Risiken

Temporäre Projektlaufzeiten, welche dem Geschäftsmodell der Careforce GmbH zu Grunde liegen, bedingen eine gewisse Unsicherheit für die Prognose der mittel- bis langfristigen Geschäftsentwicklung.

Die 2017 erfolgte Novellierung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) regelt wesentliche Aspekte, welche das Geschäft unseres Unternehmens betrifft. Hierzu gehören die Themen "Equal Pay" sowie die Höchstüberlassungsdauer von Arbeitnehmern von 18 Monaten. Das Thema "Equal Pay" wurde bereits durch sogenannte Branchenzuschlagstarife alternativ durch die Tarifparteien geregelt. Die Höchstüberlassungsdauer betrifft nur einen Teil der im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung entliehenen Arbeitnehmer. Mittlerweile haben sich unsere Kunden an diese Neuregelung gewöhnt, sodass sich die Auswirkungen auf unser Geschäft in Grenzen halten.

Aufgrund der Diskussionen mit Kunden und Gesprächen der Geschäftsführung mit politischen Vertretern sowie Vertretern der Tarifparteien (Arbeitgeberverband Chemie sowie IG BCE) geht die Geschäftsführung weiterhin davon aus, dass es zu keiner Öffnungsklausel auf Tarifebene kommen wird. Ungeachtet dessen sind solche Öffnungsklauseln auf Unternehmensebene, vorausgesetzt das Unternehmen ist im Arbeitgeberverband organisiert, möglich.

Die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen für die Kunden sind derzeit stabil. Bei den wirtschaftlichen Einflussfaktoren dominiert die Unsicherheit aus den Auswirkungen der Corona-Pandemie und die damit einhergehende allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Daneben sorgen die weiter hohen Energiepreise, höhere Dieselkosten sowie die durch fehlende Halbleiter entstandenen Lieferschwierigkeiten der PKW-Hersteller zu erhöhten Miet- oder Leasingkosten für unsere Fahrzeugflotte, wobei sich diese Situation wieder mehr und mehr entspannt.

Aus Sicht der Geschäftsleitung sind die zurzeit bekannten ertragsorientierten Risiken erkannt und im Rahmen der eingeschlagenen Unternehmenspolitik berücksichtigt.

c) Finanzwirtschaftliche Risiken

Bilanziell trägt die im Jahr 2018 erfolgte Stärkung des Eigenkapitals zu einer Minimierung etwaiger finanzwirtschaftlicher Risiken bei. Alle finanziellen Verpflichtungen können voraussichtlich entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen derzeit und auch im Prognosezeitraum bedient werden.

5. Chancenbericht

Der Trend des Outsourcings von Vertriebsdienstleistungen in der Gesundheitsindustrie hält unverändert an. Durch die Einführung neuer Produkte und den Bedarf nach einer Flexibilität der Vertriebsressourcen besteht grundsätzlich weiter eine hohe Nachfrage nach den Dienstleistungen unseres Unternehmens, wie die gute Geschäftsentwicklung im Jahr 2022 zeigt. Careforce GmbH hat im Jahresverlauf erfolgreich Projekte und Rahmenverträge mit Neu- und Bestandskunden abgeschlossen und ist mittlerweile bei einem Großteil der Top 20 "Big Pharma" Unternehmen als Dienstleister gelistet.

Die gemeinsame Vermarktung des Produktportfolios von Careforce GmbH und der Schwestergesellschaften Sanvartis GmbH, Duisburg, und Medperion Services GmbH, Düsseldorf, kann kontinuierlich ausgeweitet werden. Die Resonanz der Kunden auf den Zusammenschluss mit der Sanvartis Gruppe und der Medperion Services ist weiterhin sehr positiv und erschließt insbesondere bei den Industriekunden weiteres Absatzpotenzial. Hieraus ergeben sich Chancen für die Careforce GmbH, da bei Kunden neben den originären Dienstleistungen der Careforce GmbH auch weitere Services aus dem Portfolio der Schwestergesellschaften angeboten werden können und sich somit eine Differenzierung vom Wettbewerb ergibt.

Wie geplant wurde im Juni 2022 - zur Stärkung des Marktauftritts Medperion als neue Dachmarke - die Umfirmierung der Muttergesellschaft auf Medperion GmbH (bis 12. Juli 2022: Careforce Sanvartis Holding GmbH) auf den Weg gebracht, unter der auch teilweise die Einzelgesellschaften der Gruppe firmieren.

Somit rechnen wir im kommenden Jahr mit einer weiterhin guten Entwicklung der Gesellschaft und der Gewinnung von Neugeschäft.

6. Prognosebericht

Für das Jahr 2022 werde noch ein Wirtschaftswachstum von 1,7 % erzielt, im kommenden Jahr 2023 dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dann um 0,2 % sinken, schrieben die Wirtschaftsweisen in ihrem am 9. November 2022 veröffentlichten Gutachten.

Die Auftragslage ist für das Geschäftsjahr 2023 mit gut zu bezeichnen. Allerdings ist es - wie jedes Jahr - erforderlich, die auslaufenden Projekte zu verlängern oder deren Wegfall durch die Akquisition neuer Projekte zu kompensieren. Durch ein höheres Auftragsvolumen und weitere inflationsbedingte Preissteigerungen erwarten wir beim Umsatz einen Anstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Die mit dem steigenden Umsatzvolumen einhergehenden höheren Personalkosten, weitere inflationsbedingte und volumenabhängige KFZ- und Reisekostensteigerungen und - anders als im Vorjahr - ausbleibende sonstige betriebliche Erträge führen zu einem geplanten EBITDA, welches im niedrigen zweistelligen Prozentbereich unter dem sehr guten Vorjahreswert liegen wird. Bei der Krankenquote erwarten wir in 2023 einen Wert von rund 5 %.

Außerhalb der genannten Rahmenbedingungen sehen wir aktuell keine weiteren, außerordentlichen Risiken für die erwartete Geschäftsentwicklung. Die Geschäftsführung erwartet auf Basis der gewählten Geschäftspolitik eine weiterhin stabile Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

 

Köln, den 27. Januar 2023

Heiko Hickstein

Kai Tobien

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Careforce GmbH, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Careforce GmbH, Köln‌, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Careforce GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022‌ geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB‌‌ erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌‌‌ durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter‌‌ für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 27. Januar 2023

KPMG AG
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