Comfit Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Heiko Hickstein seit 14.12.2022 | Geschäftsführer |
Katja Klötzer seit 17.7.2020 | Prokura |
Kai Tobien seit 5.3.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 44.09% | |
| 4.90% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Careforce GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022A. Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Köln und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln eingetragen unter der Nummer HRB 93080. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des vorliegenden Jahresabschlusses waren (im Wesentlichen) unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Der Jahresabschluss ist unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden über die erwartete Nutzungsdauer von zehn Jahren linear abgeschrieben. Basis hierfür sind die langfristigen Kundenbeziehungen sowie die Stabilität und die Entwicklungen in der Branche. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Dabei wurden die Abschreibungen linear pro rata temporis vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens, deren Wert im Einzelfall € 800,00 nicht übersteigt, wurden grundsätzlich im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand erfasst. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen zum Nennwert angesetzt; gegebenenfalls erfolgt der Ansatz zum niedrigeren beizulegenden Werten. Die geleisteten Anzahlungen wurden mit dem Nennwert bilanziert. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert bilanziert. Die Bewertung erfolgte unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken. Die flüssigen Mittel wurden in allen Fällen mit dem Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Der zum 31. Dezember 2022 verwendete Steuersatz beträgt 31%. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Ein Ansatz permanenter Differenzen unterbleibt. In Anwendung von § 274 HGB unterbleibt der Ansatz eines Aktivüberhangs latenter Steuern. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. C. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 1. Anlagevermögen Angaben zu Einzelposten des Anlagevermögens Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Geschäfts- oder Firmenwert Die Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren aus den Verschmelzungen der beiden Tochtergesellschaften careforce marketing & sales service GmbH, Köln, mit € 11.017.028,00 (Vorjahr € 13.377.820,00) und careforce human resource consulting GmbH, Köln, mit € 1.410.588,00 (Vorjahr € 1.712.858,00) auf die Gesellschaft. Sie beziehen sich im Wesentlichen auf die langfristigen Kundenbeziehungen sowie die Stabilität und die Entwicklungen in der Branche. 2. Umlaufvermögen In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren € 1.084.022,84 (Vorjahr € 934.510,50) aus Ausleihungen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr; die übrigen Forderungen resultieren wie im Vorjahr aus Liefer- und Leistungsbeziehungen. In dem Posten sonstige Vermögensgegenstände sind Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von € 41.348,61 (Vorjahr € 44.554,22) enthalten. 3. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
4. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach der Laufzeit wie folgt:
Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch üblichen Eigentumsvorbehalt von Lieferanten besichert. In dem Posten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist eine Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin von € 6.569.604,34 (Vorjahr € 9.198.809,52) enthalten. Daneben existieren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 1.666,00 (Vorjahr € 226.755,05). 5. Aufgliederung der Umsatzerlöse
Von den Umsätzen entfielen auf:
Die übrigen Umsätze entfielen auf das Inland. 6. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 1.190 (Vorjahr T€ 799), im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen, enthalten. Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen periodenfremden Aufwendungen betragen T€ 62 (Vorjahr T€ 10). Daneben haben sich aus nachträglichen Leistungsverrechnungen miteinander verrechnete periodenfremde Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen in gleicher Höhe ergeben. D. Sonstige Pflichtangaben 1. Haftungsverhältnisse Die Medperion GmbH (bis 12. Juli 2022: Careforce Sanvartis Holding GmbH), Köln, als Gesellschaft, Kreditnehmer und Garantiegeber, die Sanvartis Group GmbH, Duisburg, und die Careforce GmbH, Köln als Kreditnehmer und Garantiegeber, die Sanvartis GmbH als Garantiegeber und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG als Mandated Lead Arranger, Konsortialführer, Sicherheitentreuhänder und anfänglicher Kreditgeber haben am 17. Februar 2020 einen Konsortialkreditvertrag über die Gewährung von Kreditlinien in Höhe von insgesamt bis zu T€ 26.000 geschlossen. Mit Änderungsvertrag vom 29. September 2020 sind die Stadtsparkasse Düsseldorf als Kreditgeber, die Medperion Services GmbH (bis 28. Juli 2022: Vendus Sales and Communication Group GmbH), Düsseldorf, als Kreditnehmer und Garantiegeber sowie die MCG Medical Consulting Group GmbH, Düsseldorf, als Garantiegeber beigetreten und die Kreditlinien auf insgesamt T€ 33.000 erhöht worden. Angesichts der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaften bestehen derzeit keine Anhaltspunkte, die eine Inanspruchnahme wahrscheinlich machen. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen T€ 757 Sie resultieren aus Miet- und Leasingverträgen, deren Laufzeiten zwischen einem und 54 Monaten betragen. Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen entfallen T€ 720 auf Kfz-Leasingverträge und T€ 37 auf Mietverträge für Geschäftsräume und Bürogeräte. Miet- und Leasingverträge wurden aus wirtschaftlichen Gründen abgeschlossen. Risiken liegen in den tatsächlichen oder potenziellen Abflüssen liquider Mittel; Vorteile in der (Weiter-)Nutzung der Vertragsgegenstände. 3. Anteilsbesitz Die Gesellschaft ist an den folgenden Unternehmen beteiligt:
1 Jahresergebnis und Eigenkapital zum 31.
Dezember 2021
4. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen Nahestehende Unternehmen und Personen i.S.d. § 285 Nr. 21 HGB sind juristische oder natürliche Personen, die auf die Gesellschaft Einfluss nehmen können, oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss der Gesellschaft unterliegen. Dazu gehören die Tochtergesellschaften, die Mitglieder der Unternehmensorgane sowie der Gesellschafter. Geschäfte mit diesen wurden zu Bedingungen durchgeführt, wie sie zwischen fremden Dritten üblich sind. 5. Mutterunternehmen Die Medperion GmbH (bis 12. Juli 2022: Careforce Sanvartis Holding GmbH), Köln, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf, in den die Careforce GmbH einbezogen wird. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht und befreit somit die Careforce GmbH von der Pflicht, einen eigenen Konzernabschluss aufzustellen. 6. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das für die Abschlussprüfung des Geschäftsjahres anfallende Gesamthonorar beträgt T€ 33,5. Es teilt sich wie folgt auf:
7. Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 397 (Vorjahr 409) Arbeitnehmer beschäftigt. Im Monat Dezember 2022 waren insgesamt 424 (Vorjahr 383) Arbeitnehmer beschäftigt. Die im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer teilen sich wie folgt auf:
8. Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Die Angabe der Bezüge der Mitglieder der Geschäftsführung unterbleibt mit Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB. Die Geschäftsführer führen ihre Tätigkeit hauptberuflich aus. 8. Ergebnisverwendung Es wird der Gesellschafterversammlung von der Geschäftsführung vorgeschlagen werden, den Jahresüberschuss in Höhe von € 721.630,71 auf neue Rechnung vorzutragen. 9. Nachtragsbericht Es sind keine wesentlichen Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten.
Köln, den 27. Januar 2023 Heiko Hickstein Kai Tobien Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Grundlagen des Unternehmens Die Careforce GmbH, Köln, ist ein Personal- und Vertriebsdienstleistungsunternehmen für die pharmazeutische Industrie und andere Unternehmen im Healthcare Markt. Der Tätigkeitsbereich umfasst die Bereitstellung von Vertriebsmitarbeitern für die Bewerbung und Beratung pharmazeutischer und medizinischer Produkte. Dabei liegt der Schwerpunkt der Tätigkeit in der Rekrutierung qualifizierter Mitarbeiter sowie deren Bereitstellung im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung oder durch Dienstleistungsverträge. Der Service der Careforce GmbH reicht von der Bereitstellung einzelner Mitarbeiter für die Besetzung von vakanten Positionen ("Vakanzmanagement") bis zum Aufbau kompletter Außendienstteams von bis zu mehr als 100 Mitarbeitern und Führungskräften. Deutlich ausgebaut wurde das Arbeitnehmervermittlungsgeschäft, bei dem Arbeits- und Führungskräfte gegen Vertragsabschlussgebühren an unsere Healthcare-Kunden vermittelt werden. Im Geschäftsjahr 2022 lagen die Schwerpunkte zum einen im Management der Einflüsse aus der Covid-19 Pandemie, zum anderen in der Erweiterung des Kundenportfolios sowie in der Vertiefung der Zusammenarbeit mit bereits bestehenden Kunden. Die wechselseitige Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen zwischen der Careforce GmbH und den Schwestergesellschaften Sanvartis Group GmbH, Duisburg, und Medperion Services GmbH (bis 28. Juli 2022: Vendus Sales and Communication Group GmbH), Düsseldorf, nimmt mittlerweile eine Schlüsselrolle in der kommerziellen Ausrichtung der Careforce GmbH ein. Nach erfolgreichen Vertriebskampagnen im Vorjahr wurden im Jahresverlauf 2022 die übergreifende Vermarktung zwischen den Gesellschaften deutlich ausgebaut und dabei signifikante Vertriebserfolge erzielt. Im Rahmen der Strategieplanung 2022 wurden die einzelnen Portfolioelemente der Careforce GmbH überprüft und bestätigt. 2. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im ersten Halbjahr 2022 sei die deutsche Wirtschaft noch durch den Konsum von Dienstleistungen gestärkt worden, schrieben die Wirtschaftsweisen in ihrem am 9. November 2022 veröffentlichten Gutachten. Seit der Jahresmitte hätten aber die hohen Preise für Energie und Lebensmittel die Kaufkraft geschwächt und den privaten Konsum gedämpft. Zugleich lastet die Energiekrise schwer auf der Industrieproduktion und die globale Konjunkturabkühlung führt zu einer sinkenden Nachfrage nach deutschen Exporten. Auslöser für die angespannten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind die wachsende wirtschaftliche Unsicherheit durch den seit Ende Februar 2022 stattfindenden Krieg in der Ukraine und die hohe Inflationsrate (der Jahresdurchschnitt lag bei hohen 7,9 % und war damit auf dem höchsten Stand seit der Wiedervereinigung im Jahr 1989). Aufgrund dieses "massiv verschlechterten Ausblicks" senkte der Sachverständigenrat seine Prognose. Für das Jahr 2022 werde noch ein Wirtschaftswachstum von 1,7 % erzielt, im kommenden Jahr 2023 dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dann um 0,2 % sinken und die Inflation bei hohen 7,4 % liegen, hieß es. Die Corona-Pandemie hat keinen nachhaltigen Effekt auf den Arbeitsmarkt, weswegen die Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter weiterhin anspruchsvoll und der Rekrutierungsprozess als eine der Kernleistungen des Unternehmens damit auch zeitintensiv bleibt. Die branchenbezogenen Rahmenbedingungen sind durch das politische und gesetzgeberische Umfeld unserer Kunden beeinflusst. Aktuell sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen für unsere Kunden konstant. Das seit dem Jahr 2011 geltende AMNOG (Arzneimittelmarktneuordungsgesetz) und seine Umsetzung der Nutzenbewertung von neuen Arzneimitteln und anschließenden Preisverhandlungen mit dem Krankenkassenverband erschwert den Marktzugang für neue Arzneimittel. Die zum 1. April 2017 in Kraft getretene Neuregelung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) hat weiterhin Bestand. Diese Neuregelung regelt eine maximale Überlassungszeit von 18 Monaten eines individuellen Mitarbeiters an ein entleihendes Unternehmen. Eine neue Regelung des "Equal Pay" nach dem neunten Monat der Überlassungszeit sowie weitere, administrative Rahmenbedingungen sind ebenfalls Bestandteil des AÜG. Mittlerweile haben sich alle Kunden mit diesen Rahmenbedingungen zurechtgefunden und nutzen die Arbeitnehmerüberlassung weiterhin zur Flexibilisierung ihrer Außendienststrukturen. Somit funktioniert das Geschäftsmodell der Careforce GmbH reibungslos. b) Geschäftsverlauf Die für die Geschäftsentwicklung zugrunde liegenden KPIs sind Umsatz, EBITDA und Krankentage /-quote. Diese werden im Rahmen eines regelmäßigen Reportings analysiert und nachverfolgt. Im Geschäftszeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2022 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von T€ 47.463 nach T€ 46.858 im Vorjahr. Der Jahresüberschuss betrug T€ 722 nach einem Jahresüberschuss von T€ 925 im Vorjahr. Während sich die Umsätze im Kerngeschäft von den Arbeitnehmerüberlassungen hin zu dem langlaufenden Dienstleistungsgeschäft verschoben haben, ist der Umsatzanstieg im Wesentlichen auf den Ausbau des Arbeitnehmervermittlungsgeschäfts zurückzuführen. Das EBITDA lag im Berichtszeitraum mit T€ 5.562 leicht unter dem sehr guten Vorjahreswert von T€ 5.826. Signifikante, inflationsgetriebene Kostensteigerungen des Außendienstfuhrparks (T€ 772 Mehraufwendungen im Bereich der Fahrzeugkosten im Vorjahresvergleich) konnten nicht schnell genug an unsere Kunden weitergegeben werden. Die erhöhte pandemische Krankenquote schmälerte das Tagessatz-Fakturierungsvolumen und lag mit 5,0 % über dem Vorjahreswert (3,6 %) und damit auf dem Prognoseniveau. Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte von insgesamt T€ 25.743 wurden planmäßig weiter in Höhe von T€ 2.663 abgeschrieben und beeinflussen zusammen mit den Zinszahlungen das Ergebnis wesentlich. Zum 31. Dezember 2022 ist der Geschäfts- oder Firmenwert noch mit einem Restbuchwert von T€ 12.428 bilanziert. Die Zinsen resultieren aus einem Darlehen der Deutschen Ärzte- und Apothekerbank, Düsseldorf, womit der Kauf von Gesellschaftsanteilen finanziert wurde. Das Darlehen wird von der Muttergesellschaft Medperion GmbH (bis 12. Juli 2022: Careforce Sanvartis Holding GmbH) bedient und von dort an die Konzerngesellschaften weitergereicht. Das Geschäftsjahr 2022 war im ersten Halbjahr geprägt von den Auswirkungen der Corona-Pandemie. In dieser Zeit bauten unsere Kunden zuerst eigene Mitarbeiterkapazitäten auf und verzichteten teilweise auf Außendiensteinsätze. Ab dem zweiten Halbjahr gewannen die Arbeitnehmerüberlassungen wieder deutlich an Volumen und das langlaufende Dienstleistungsgeschäft wuchs signifikant an. Zahlreiche neue Projekte bei Bestands- und Neukunden konnten gewonnen werden und es wurden erste inflationsbedingte Preiserhöhungen bei unseren Kunden realisiert. Die Anzahl der zu besetzenden Vakanzen stieg ebenfalls deutlich an. Der Umsatz und das EBITDA lagen insgesamt leicht unter dem Budget 2022. Insgesamt bewertet die Geschäftsführung die Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2022 als zufriedenstellend. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage a) Vermögenslage Die Bilanz der Careforce GmbH weist ein Gesamtvermögen von T€ 26.819 aus im Vergleich zu T€ 28.829 im Vorjahr. Der Rückgang von T€ 2.010 resultiert im Wesentlichen aus einem Rückgang des Anlagevermögens um T€ 2.509 durch die jährliche Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes in Höhe von T€ 2.663. Das Umlaufvermögen lag mit T€ 517 insgesamt leicht über Vorjahr. Während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 3.497 über Vorjahr lagen, war bei den liquiden Mittel ein Rückgang um T€ 2.728 gegenüber Vorjahr zu verzeichnen. Leicht zugenommen haben die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um T€ 241 auf T€ 2.644. Wesentliche Posten des Vermögens sind die Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von T€ 12.428 (Vj: T€ 15.091), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 8.944 (Vj: T€ 5.447) und liquide Mittel in Höhe von T€ 1.151 (Vj: T€ 3.879). Das Gesamtkapital ist durch eine Verbindlichkeit gegenüber der Konzernmuttergesellschaft Medperion GmbH, Köln, in Höhe von T€ 6.570 (Vj: T€ 9.436) gekennzeichnet. Sie steht im Zusammenhang mit dem Darlehen der Muttergesellschaft aus der Finanzierung des Anteilserwerbs. Daneben bestehen im Wesentlichen noch Steuer- und sonstige Rückstellungen in Höhe von T€ 5.633 (Vj: T€ 6.213), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 226 (Vj: T€ 230) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.370 (Vj: T€ 2.275). Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag T€ 11.035 (Vj: T€ 10.035). Der Anstieg zum Vorjahr resultiert aus dem Jahresüberschuss für das laufende Jahr. Die Vermögenslage ist unter der Berücksichtigung des Geschäfts- oder Firmenwertes als gut anzusehen. b) Finanzlage Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber der Konzernmutter aus der Finanzierung des Anteilserwerbs. Alle anstehenden Tilgungen wurden planmäßig durchgeführt. Die Careforce GmbH war aufgrund ihres operativen Cash-Flows von T€ 116 (Vj: T€ 3.916) jederzeit in der Lage, das operative Geschäft, insbesondere die Darlehen sowie die weiteren bestehenden Verbindlichkeiten, zu bedienen. Dies verdeutlichen auch die am 31. Dezember 2022 vorhandenen liquiden Mittel in Höhe von T€ 1.151. Für den Bedarfsfall stehen im Konzern zur kurzfristigen Finanzierung Kreditlinien über insgesamt € 3,0 Mio. über die Konzernmutter zur Verfügung, von denen zum 31. Dezember 2022 rund € 2,8 Mio. in Anspruch genommen wurden. Die Unternehmensplanung zeigt für den Prognosezeitraum zudem, dass die Gesellschaft über eine nachhaltige und ausreichende operative Ertragskraft verfügt. Dementsprechend werden positive Liquiditätsströme erwirtschaftet, die es ihr ermöglichen, die operative Geschäftstätigkeit und eine weitere Wachstumsentwicklung im Prognosezeitraum zu finanzieren. Damit wird die Careforce GmbH im Jahr 2023 über ausreichende liquide Mittel und auskömmliche Finanzierungslinien verfügen. c) Ertragslage Die Umsatzerlöse belaufen sich auf T€ 47.463 (Vj: T€ 46.858). Der Personalaufwand beträgt T€ 33.863 nach T€ 35.124 im Vorjahr. Der Anteil der Personalkosten am Umsatz sank von 75 % auf 71 %. Die Ergebnisentwicklung der Schweizer Tochtergesellschaft liegt im Jahr 2022 aufgrund der Corona-Pandemie unter Plan und auf Vorjahresniveau. Grund sind fehlende Projektabschlüsse. Das in der Unternehmensplanung vorgesehene Ziel des Break-even der Gesellschaft im Jahr 2022 wurde corona-bedingt noch nicht erreicht. Der Jahresüberschuss der Careforce GmbH von T€ 722 (Vj: Jahresüberschuss T€ 925) enthält planmäßige Firmenwertabschreibungen von T€ 2.663 (Vj: T€ 2.663) und Zinszahlungen von T€ 299 (Vj: T€ 381). Die Firmenwerte werden aufgrund der langfristigen Kundenbeziehungen sowie der Stabilität und der Entwicklungen in der Branche über eine erwartete Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Es ergibt sich ein Ertragsteueraufwand - unter Berücksichtigung von steuerlich nicht oder nur teilweise wirksamen Effekten - in Höhe von T€ 1.417 (Vj: T€ 1.792). 4. Risikobericht Die nachfolgend beschriebenen Risiken sind gemäß ihrer Bedeutung für das Unternehmen in absteigender Reihenfolge gewichtet. a) Branchenspezifische Risiken Die Rahmenbedingungen für die pharmazeutische Industrie sind weiterhin geprägt von regulatorischen Vorgaben auf die Preisgestaltung sowie Erstattungsfähigkeit von Arzneimitteln. Die Vermarktungsfähigkeit und -möglichkeiten für Arzneimittel beeinflussen entsprechend das Geschäftspotential der Careforce GmbH. Das Ziel des Gesetzgebers ist es, in Anwendung des 2011 in Kraft getretenen Arzneimittelmarktneuordungsgesetzes (AMNOG) im Rahmen einer Kosten-Nutzenbewertung und anschließenden Preisverhandlungen zwischen den Pharmaunternehmen und den gesetzlichen Krankenkassen die Preise für neue Arzneimittel anhand ihrer Bewertung im Rahmen des o.a. Verfahrens festzulegen. Diese Sachlage führt dazu, dass Unternehmen vermehrt nach flexiblen Vertriebslösungen suchen, da sie durch die gesetzgeberische Lage gezwungen sind, die Markteinführung von Medikamenten mit hohem zeitlichen Druck erfolgen zu lassen. Hiervon profitiert die Careforce GmbH, die als eines der wenigen Unternehmen in Deutschland diese Flexibilität ermöglicht. Das Risiko für die Careforce GmbH besteht in der Möglichkeit, dass Projekte auch kurzfristig durch Kunden beendet werden können. Weitere Risiken für eine positive Fortentwicklung des Geschäftsverlaufes können ggf. durch Veränderungen der wirtschaftlichen Lage unserer Kunden entstehen. Diese können z.B. negativ beeinflusst werden durch eintretende Nebenwirkungen bei wichtigen umsatzrelevanten Arzneimitteln. Die Folge wäre eine Verringerung des Einsatzes dieser Arzneimittel oder sogar der vollständige Verzicht auf eine Vermarktung der betroffenen Produkte. Neben den genannten Risiken ist bei der Produktentwicklung der Kunden zu beobachten, dass ein Fokus auf spezialisierte Arzneimittel gelegt wird, die bei Facharztgruppen beworben werden. Dies kann Auswirkungen auf das Geschäft der Careforce GmbH haben, da möglicherweise mehr Projekte mit einer geringeren Anzahl an Mitarbeitern besetzt werden als Großprojekte mit bis zu 100 Mitarbeitern. Dies führt aber auf der anderen Seite zu einer Verringerung des Klumpenrisikos einzelner Großprojekte. Die Careforce GmbH stellt sich auf diesen Trend durch kontinuierliche Anpassungen ihres Dienstleistungsangebots ein. Daneben sind weiterhin mögliche Auswirkungen der Corona-Pandemie und die damit einhergehende Unsicherheit über die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland als Risiko für das Geschäft der Gesellschaft zu nennen. Die hierdurch entstehenden Auswirkungen auf die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen durch unsere Kunden sind aktuell schwer vorherzusagen. b) Ertragsorientierte Risiken Temporäre Projektlaufzeiten, welche dem Geschäftsmodell der Careforce GmbH zu Grunde liegen, bedingen eine gewisse Unsicherheit für die Prognose der mittel- bis langfristigen Geschäftsentwicklung. Die 2017 erfolgte Novellierung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) regelt wesentliche Aspekte, welche das Geschäft unseres Unternehmens betrifft. Hierzu gehören die Themen "Equal Pay" sowie die Höchstüberlassungsdauer von Arbeitnehmern von 18 Monaten. Das Thema "Equal Pay" wurde bereits durch sogenannte Branchenzuschlagstarife alternativ durch die Tarifparteien geregelt. Die Höchstüberlassungsdauer betrifft nur einen Teil der im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung entliehenen Arbeitnehmer. Mittlerweile haben sich unsere Kunden an diese Neuregelung gewöhnt, sodass sich die Auswirkungen auf unser Geschäft in Grenzen halten. Aufgrund der Diskussionen mit Kunden und Gesprächen der Geschäftsführung mit politischen Vertretern sowie Vertretern der Tarifparteien (Arbeitgeberverband Chemie sowie IG BCE) geht die Geschäftsführung weiterhin davon aus, dass es zu keiner Öffnungsklausel auf Tarifebene kommen wird. Ungeachtet dessen sind solche Öffnungsklauseln auf Unternehmensebene, vorausgesetzt das Unternehmen ist im Arbeitgeberverband organisiert, möglich. Die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen für die Kunden sind derzeit stabil. Bei den wirtschaftlichen Einflussfaktoren dominiert die Unsicherheit aus den Auswirkungen der Corona-Pandemie und die damit einhergehende allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Daneben sorgen die weiter hohen Energiepreise, höhere Dieselkosten sowie die durch fehlende Halbleiter entstandenen Lieferschwierigkeiten der PKW-Hersteller zu erhöhten Miet- oder Leasingkosten für unsere Fahrzeugflotte, wobei sich diese Situation wieder mehr und mehr entspannt. Aus Sicht der Geschäftsleitung sind die zurzeit bekannten ertragsorientierten Risiken erkannt und im Rahmen der eingeschlagenen Unternehmenspolitik berücksichtigt. c) Finanzwirtschaftliche Risiken Bilanziell trägt die im Jahr 2018 erfolgte Stärkung des Eigenkapitals zu einer Minimierung etwaiger finanzwirtschaftlicher Risiken bei. Alle finanziellen Verpflichtungen können voraussichtlich entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen derzeit und auch im Prognosezeitraum bedient werden. 5. Chancenbericht Der Trend des Outsourcings von Vertriebsdienstleistungen in der Gesundheitsindustrie hält unverändert an. Durch die Einführung neuer Produkte und den Bedarf nach einer Flexibilität der Vertriebsressourcen besteht grundsätzlich weiter eine hohe Nachfrage nach den Dienstleistungen unseres Unternehmens, wie die gute Geschäftsentwicklung im Jahr 2022 zeigt. Careforce GmbH hat im Jahresverlauf erfolgreich Projekte und Rahmenverträge mit Neu- und Bestandskunden abgeschlossen und ist mittlerweile bei einem Großteil der Top 20 "Big Pharma" Unternehmen als Dienstleister gelistet. Die gemeinsame Vermarktung des Produktportfolios von Careforce GmbH und der Schwestergesellschaften Sanvartis GmbH, Duisburg, und Medperion Services GmbH, Düsseldorf, kann kontinuierlich ausgeweitet werden. Die Resonanz der Kunden auf den Zusammenschluss mit der Sanvartis Gruppe und der Medperion Services ist weiterhin sehr positiv und erschließt insbesondere bei den Industriekunden weiteres Absatzpotenzial. Hieraus ergeben sich Chancen für die Careforce GmbH, da bei Kunden neben den originären Dienstleistungen der Careforce GmbH auch weitere Services aus dem Portfolio der Schwestergesellschaften angeboten werden können und sich somit eine Differenzierung vom Wettbewerb ergibt. Wie geplant wurde im Juni 2022 - zur Stärkung des Marktauftritts Medperion als neue Dachmarke - die Umfirmierung der Muttergesellschaft auf Medperion GmbH (bis 12. Juli 2022: Careforce Sanvartis Holding GmbH) auf den Weg gebracht, unter der auch teilweise die Einzelgesellschaften der Gruppe firmieren. Somit rechnen wir im kommenden Jahr mit einer weiterhin guten Entwicklung der Gesellschaft und der Gewinnung von Neugeschäft. 6. Prognosebericht Für das Jahr 2022 werde noch ein Wirtschaftswachstum von 1,7 % erzielt, im kommenden Jahr 2023 dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dann um 0,2 % sinken, schrieben die Wirtschaftsweisen in ihrem am 9. November 2022 veröffentlichten Gutachten. Die Auftragslage ist für das Geschäftsjahr 2023 mit gut zu bezeichnen. Allerdings ist es - wie jedes Jahr - erforderlich, die auslaufenden Projekte zu verlängern oder deren Wegfall durch die Akquisition neuer Projekte zu kompensieren. Durch ein höheres Auftragsvolumen und weitere inflationsbedingte Preissteigerungen erwarten wir beim Umsatz einen Anstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Die mit dem steigenden Umsatzvolumen einhergehenden höheren Personalkosten, weitere inflationsbedingte und volumenabhängige KFZ- und Reisekostensteigerungen und - anders als im Vorjahr - ausbleibende sonstige betriebliche Erträge führen zu einem geplanten EBITDA, welches im niedrigen zweistelligen Prozentbereich unter dem sehr guten Vorjahreswert liegen wird. Bei der Krankenquote erwarten wir in 2023 einen Wert von rund 5 %. Außerhalb der genannten Rahmenbedingungen sehen wir aktuell keine weiteren, außerordentlichen Risiken für die erwartete Geschäftsentwicklung. Die Geschäftsführung erwartet auf Basis der gewählten Geschäftspolitik eine weiterhin stabile Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.
Köln, den 27. Januar 2023 Heiko Hickstein Kai Tobien Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Careforce GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Careforce GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Careforce GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 27. Januar 2023 KPMG
AG
Obergarz, Wirtschaftsprüfer Offermann, Wirtschaftsprüferin |
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