EnBW Energy Solutions GmbHLiquidiert

Schelmenwasenstraße 15, 70567 Stuttgart, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 22368
Eingetragen
5.2.1992
Branche
BeteiligungsgesellschaftenWärme- und KältehandelManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: die Erbringung energienaher Dienstleistungen, einerseits im Sinne von Identifikation, Entwicklung, Planung, Realisierung, Betrieb und Finanzierung von Versorgungseinrichtungen bei Kunden aus den Segmenten Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistung, Kommunen und Wohnungswirtschaft und andererseits als Bündelung weiterer hierfür benötigter Einzeldienstleistungen, wie z. B. das Vertrags- und Risikomanagement und das Produktmanagement für derartige Projekte. Darüber hinaus vermarktet diese Gesellschaft konzernintern und extern Ingenieurdienstleistungen aller Art, insbesondere energietechnisches Knowhow. Der Unternehmensgegenstand umfasst keine nach dem Gesetz über das Kreditwesen genehmigungspflichtigen Tätigkeiten.

Historie

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Management

NameRolle
Daniel Peter Beutel
seit 2.10.2009
Geschäftsführer
Marcus Bort
seit 30.8.2005
Geschäftsführer

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

EnBW Energy Solutions GmbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011

A. Bilanz zum 31. Dezember 2011

der EnBW Energy Solutions GmbH, Stuttgart

AKTIVA

  Anhang 31.12.2011
31.12.2010
A. Anlagevermögen (1)    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände   835.870,00 596.919,18
II. Sachanlagen   45.485.311,55 41.341.002,86
III. Finanzanlagen   45.267.402,50 43.435.206,92
    91.588.584,05 85.373.128,96
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte (2) 2.726.954,09 400.751,80
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3) 31.269.811,18 19.170.931,62
    33.996.765,27 19.571.683,42
C. Rechnungsabgrenzungsposten   2.109.248,22 2.450.666,66
D. Aktiver Unterschiedsbetrag der Vermögensverrechnung (4) 10.000,15 10.374,72
    127.704.597,69 107.405.853,76

Passiva

     
A. Eigenkapital (5)    
I. Gezeichnetes Kapital   30.050.000,00 30.050.000,00
II. Kapitalrücklage   15.776.296,71 15.776.296,71
III. Gewinnvortrag   3.171.464,82 3.171.464,82
    48.997.761,53 48.997.761,53
B. Sonderposten (6) 295.522,00 303.085,00
C. Rückstellungen (7) 21.304.106,33 16.138.993,44
D. Verbindlichkeiten (8) 56.076.156,43 40.881.024,43
E. Rechnungsabgrenzungsposten   1.031.051,40 1.084.989,36
    127.704.597,69 107.405.853,76

B. Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011

der EnBW Energy Solutions GmbH, Stuttgart

  Anhang 2011
2010
1. Umsatzerlöse (9) 93.551.141,92 90.440.027,62
2. Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen   8.329,70 1.509,57
3. Andere aktivierte Eigenleistungen   851.737,50 416.073,00
4. Sonstige betriebliche Erträge (10) 4.168.839,33 7.153.505,45
5. Materialaufwand (11) -76.807.987,72 -69.758.595,54
6. Personalaufwand (12) -9.745.808,01 -9.432.974,48
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagenund Sachanlagen (13) -7.952.653,02 -7.225.817,89
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen (14) -8.314.327,68 -9.530.330,30
9. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit   -4.240.727,98 2.063.397,43
10. Finanzergebnis (15) 12.667.632,86 220.929,96
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   8.426.904,88 2.284.327,39
12. Außerordentlicher Aufwand   0,00 -983,00
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (16) 3.453,47 -139.747,55
14. Sonstige Steuern   20,74 -18.501,63
15. Ergebnis nach Steuern   8.430.379,09 2.125.095,21
16. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn   -8.430.379,09 -2.125.095,21
17. Jahresüberschuss   0,00 0,00

C. Anhang

C.I. Anlagespiegel

Entwicklung des Anlagevermögens 2011

EnBW Energy Solutions GmbH, Stuttgart

  Anschaffungskosten - Herstellungskosten
(Werte in Euro) 01.01.2011 Zugang Abgang Umbuchung 31.12.2011
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.074.655,99 254.229,97 0,00 377.450,17 2.706.336,13
2. Geleistete Anzahlungen 406.456,18 165.701,99 0,00 -377.450,17 194.708,00
  2.481.112,17 419.931,96 0,00 0,00 2.901.044,13
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.228.044,89 0,00 0,00 0,00 3.228.044,89
2. Technische Anlagen und Maschinen 98.939.583,74 3.053.461,07 -7.160.352,17 456.505,18 95.289.197,82
3. Verteilungsanlagen 3.560.884,14 96.328,38 0,00 39.770,00 3.696.982,52
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.096.148,67 40.522,58 -387.684,64 25.500,00 774.486,61
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.445.749,85 13.475.446,58 -2.800.000,00 -521.775,18 15.599.421,25
  112.270.411,29 16.665.758,61 -10.348.036,81 0,00 118.588.133,09
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.525.600,00 4.082.195,58 0,00 0,00 16.607.795,58
2. Sonstige Beteiligungen 25.409.606,92 0,00 0,00 0,00 25.409.606,92
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.500.000,00 0,00 -2.250.000,00 0,00 3.250.000,00
  43.435.206,92 4.082.195,58 -2.250.000,00 0,00 45.267.402,50
  158.186.730,38 21.167.886,15 -12.598.036,81 0,00 166.756.579,72
  Abschreibungen - Zuschreibungen
(Werte in Euro) 01.01.2011 Zugang Abgang 31.12.2011
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.884.192,99 180.981,14 0,00 2.065.174,13
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.884.192,99 180.981,14 0,00 2.065.174,13
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.866.401,89 144.256,71 0,00 2.010.658,60
2. Technische Anlagen und Maschinen 65.150.590,73 7.339.347,35 -5.307.291,44 67.182.646,64
3. Verteilungsanlagen 2.969.016,14 254.128,24 32.301,31 3.255.445,69
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 943.399,67 33.939,58 -323.268,64 654.070,61
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  70.929.408,43 7.771.671,88 -5.598.258,77 73.102.821,54
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00   0,00
  72.813.601,42 7.952.653,02 -5.598.258,77 75.167.995,67
  Buchwerte
(Werte in Euro) 31.12.2011 31.12.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 641.162,00 190.463,00
2. Geleistete Anzahlungen 194.708,00 406.456,18
  835.870,00 596.919,18
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.217.386,29 1.361.643,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 28.106.551,18 33.788.993,01
3. Verteilungsanlagen 441.536,83 591.868,00
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 120.416,00 152.749,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.599.421,25 5.445.749,85
  45.485.311,55 41.341.002,86
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 16.607.795,58 12.525.600,00
2. Sonstige Beteiligungen 25.409.606,92 25.409.606,92
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.250.000,00 5.500.000,00
  45.267.402,50 43.435.206,92
  91.588.584,05 85.373.128,96

C.II. Allgemeine Grundlagen

Der Jahresabschluss der EnBW Energy Solutions GmbH, Stuttgart (ESG), zum 31. Dezember 2011 ist entsprechend den Bestimmungen des HGB, des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags erstellt und in Euro ausgewiesen. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die zur übersichtlicheren Darstellung in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten sind im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Mit der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe (EnBW AG), ist ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Ein Organschaftsverhältnis besteht bezüglich Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie hinsichtlich der Umsatzsteuer.

Die ESG ist ein verbundenes Unternehmen der EnBW AG im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss der ESG wird in den Konzernabschluss der EnBW AG einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger offen gelegt wird.

Ein gesonderter Teilkonzernabschluss der ESG wird nicht erstellt, da die Einbeziehung in den Konzernabschluss der EnBW AG für die ESG gemäß § 291 HGB befreiende Wirkung hat.

Der Konzernabschluss der EnBW AG wird seit dem 31. Dezember 2003 entsprechend § 315a Abs. 1 HGB zu den am Bilanzstichtag verpflichtend in der Europäischen Union anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standard Board (IASB) aufgestellt.

C.III. Bilanzierung und Bewertung

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauern um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauern um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, planmäßig abgeschrieben. Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten alle aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Zinsen für Fremdkapital sind nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Sachanlagen werden nach der Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer unter Orientierung an den amtlichen AfA-Tabellen abgeschrieben. Bei Contracting-Anlagen wurden die Vertragslaufzeiten zugrunde gelegt. Für die bis zum Inkrafttreten des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes im Jahr 2010 zugegangenen Anlagegüter werden die im jeweiligen Zugangsjahr geltenden Vorschriften fortgeführt. Bis einschließlich 2009 wurde auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze abgeschrieben, seit dem Jahr 2010 wird ein linear verlaufender Werteverzehr zu Grunde gelegt. Bewegliche Vermögensgegenstände werden mit Ausnahme der Zugänge in den Jahren 2006, 2007 und 2009 nach der linearen Methode abgeschrieben. Soweit steuerlich zulässig, wurde in den Jahren 2006, 2007 sowie 2009 für bewegliche Vermögensgegenstände die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Im Zugangsjahr erfolgen die Abschreibungen zeitanteilig (pro rata temporis).

Für geringwertige Anlagegüter im Sinne von § 6 Abs. 2a EStG wird aufgrund der untergeordneten Bedeutung aus Vereinfachungsgründen ein Sammelposten gebildet. Der Sammelposten wird im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel ergebniswirksam aufgelöst.

Sowohl für immaterielle Vermögensgegenstände als auch für Sachanlagen werden außerplanmäßige Abschreibungen, soweit handelsrechtlich geboten, vorgenommen. Zuschreibungen erfolgen, sobald die Gründe für in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen entfallen sind.

Die Finanzanlagen sind zu den Anschaffungskosten oder gegebenenfalls zu den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.

Ausleihungen werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten oder niedrigeren Tagespreisen bewertet. Die Bewertung erfolgt unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Zinsen für Fremdkapital sind nicht in den Herstellungskosten einbezogen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Ausfallrisiken werden durch ausreichende Wertberichtigungen berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die noch nicht ertragswirksam gewordenen Baukostenzuschüsse (BKZ) wurden überwiegend von Kunden für Investitionen im Strom- und Gasbereich gezahlt. Die Auflösung der von Kunden vereinnahmten BKZ erfolgt linear und wird den sonstigen betrieblichen Erträgen zugerechnet. Der Auflösungszeitraum entspricht der Nutzungsdauer des bezuschussten Vermögensgegenstandes.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 5,12 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen einschließlich Karrieretrends wurden mit 0,5 % für 2012 und 3,0 % ab 2013 und erwartete Rentensteigerungen zwischen 1,0 % und 2,5 % je nach Zusage berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 2,0 % berücksichtigt.

Aufgrund der bestehenden Schuldbeitrittserklärungen der EnBW AG, wird die Erfüllung dieser Verpflichtungen (Angabe unter den Haftungsverhältnissen) von derselben übernommen und die Gesellschaft leistet einen Aufwandsersatz für die Anwartschaften.

Für Verpflichtungen aus Altersteilzeit sowie Langzeitarbeitskonten wurden die ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C.IV. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Gliederung des Anlagevermögens und seine Entwicklung gehen aus dem in Punkt C.I. dargestellten Anlagenspiegel hervor.

Die Aufstellung der Anteilsbesitzliste nach § 285 Nr. 11 HGB der ESG ist als Anlage A zum Anhang beigefügt.

(2) Vorräte

  31.12.2011
31.12.2010
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.717.114,82 399.242,23
2. Unfertige Leistungen 9.839,27 1.509,57
  2.726.954,09 400.751,80

Der Anstieg der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe resultiert aus dem erstmaligen Aufbau des Lagers bei der EnBW Propower GmbH, Eisenhüttenstadt.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

  31.12.2011
31.12.2010
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.524.536,51 13.991.693,88
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.613.016,24 266.172,17
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.187.024,09 453.085,70
4. Sonstige Vermögensgegenstände 5.945.234,34 4.459.979,87
  31.269.811,18 19.170.931,62

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 6.613 T€ (Vj. 266 T€). Sie betreffen im Wesentlichen Forderungen gegenüber der PPO in Höhe von 6.531 T€ (Vj. 0 T€) aus Betriebsführung.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen überwiegend Forderungen aus Gewinnansprüchen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Mineralöl- und Stromsteuererstattungsansprüche in Höhe von 5.818 T€ (Vj. 3.834 T€).

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(4) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Der aktivische Unterschiedsbetrag ergibt sich aus der Verrechnung der Vermögensgegenstände mit der Rückstellung für Langzeitarbeitskonten.

 
1. Erfüllungsbetrag der sonstigen Rückstellungen 66.131,00
2. Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 75.226,72
3. Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 76.131,15
4. Verrechnete Aufwendungen 3.339,00
5. Verrechnete Erträge 904,43

Die Anschaffungskosten sowie der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände betreffen eine Rückdeckungsversicherung.

(5) Eigenkapital

Das voll eingezahlte Stammkapital beträgt zum 31. Dezember 2011 30.050 T€.

(6) Sonderposten

Es handelt sich um Baukostenzuschüsse (BKZ) von Kunden für den Anschluss an die Stromversorgung.

(7) Rückstellungen

  31.12.2011
31.12.2010
1. Steuerrückstellungen 1.631.198,52 1.771.160,35
2. Sonstige Rückstellungen 19.672.907,81 14.367.833,09
  21.304.106,33 16.138.993,44

In den sonstigen Rückstellungen sind neben ausstehenden Rechnungen 11.223 T€ (Vj. 6.227 T€) auch Personalverpflichtungen 1.919 T€ (Vj. 1.793 T€), Drohverlustrückstellungen 2.130 T€ (Vj. 2.166 T€) sowie noch nicht abgerechnete Strom- und Gasbezüge 4.370 T€ (Vj. 4.170 T€) enthalten.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 396 T€ wird gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den Vermögensgegenständen saldiert ausgewiesen und errechnet sich aus dem Erfüllungsbetrag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts.

Altersteilzeitverpflichtungen:

 
1. Erfüllungsbetrag der verrechneten sonstigen Rückstellungen 396.311,02
2. Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 81.419,43
3. Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 82.153,89
4. Verrechnete Aufwendungen 154.537,69
5. Verrechnete Erträge 734,46

Die Anschaffungskosten sowie der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände betreffen eine Rückdeckungsversicherung.

(8) Verbindlichkeiten

  31.12.2011
31.12.2010
  Restlaufzeit gesamt Restlaufzeit gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr über 5 Jahre   bis 1 Jahr über 5 Jahre  
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 57.297,66 0,00 57.297,66 794.966,66 0,00 794.966,66
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 43.330.415,92 5.805.000,00 55.851.415,92 25.296.157,72 6.910.000,00 39.918.157,72
3. Sonstige Verbindlichkeiten 167.442,85 0,00 167.442,85 160.287,66 0,00 167.900,05
(davon aus Steuern) (159.830,46) (0,00) (159.830,46) (0,00) (0,00) (0,00)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (7.612,39) (0,00) (7.612,39) (0,00) (0,00) (0,00)
  43.555.156,43 5.805.000,00 56.076.156,43 26.251.412,04 6.910.000,00 40.881.024,43

Durch den Cash-Pooling-Vertrag mit der EnBW AG werden die Bankguthaben der ESG bei der EnBW AG gebündelt. Diese werden ebenso wie Salden aus dem Forderungs- und Verbindlichkeitsclearing valutagerecht verzinst. Ein Forderungssaldo der Gesellschaft gegenüber der EnBW AG wird taggenau auf Basis EONIA minus 0,125 % p. a. verzinst, seit 01.07.2010 auf Basis EONIA minus 0,15 %. Ein negativer Saldo wird mit EONIA plus 0,5 % verzinst, seit 01.07.2010 mit EONIA plus 0,55 %. Die anfallenden Zinsen werden monatlich zum Ultimo kapitalisiert.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin EnBW AG, Karlsruhe, in Höhe von 54.494 T€ (Vj. 36.298 T€) im Rahmen des zentralen Finanz- und Liquiditätsmanagements.

C.V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(9) Umsatzerlöse

  2011
2010
1. Erlöse aus Nutzenergielieferungen 72.619.998,25 78.574.890,10
2. Stromerlöse 6.283.867,44 2.693.839,69
3. Netznutzungserlöse 3.126.526,24 3.674.451,08
4. Sonstige Umsatzerlöse 11.520.749,99 5.496.846,75
  93.551.141,92 90.440.027,62

In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Beträge in Höhe von 1.504 T€ (Vj. 958 T€) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen periodenfremde Erlöse aus Fernwärme.

(10) Sonstige betriebliche Erträge

  2011
2010
1. Zuschreibungen auf Industrieanlagen 0,00 88.128,94
2. Erträge aus der Auflösung von BKZ 19.541,00 1.637.689,00
3. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.831.966,22 1.723.112,20
4. Übrige Erträge 2.317.332,11 3.704.575,31
  4.168.839,33 7.153.505,45

Die übrigen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus konzerninternen Verrechnungen.

Es sind periodenfremde Beträge in Höhe von 1.953 T€ (Vj. 2.037 T€) enthalten. Diese beinhalten überwiegend Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

(11) Materialaufwand

  2011
2010
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 61.530.455,25 58.793.994,23
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 15.277.532,47 10.964.601,31
  76.807.987,72 69.758.595,54

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betreffen überwiegend den Bezug der Einsatzstoffe Gas 39.040 T€ (Vj. 36.465 T€), Wärme 6.506 T€ (Vj. 12.417 T€) und Strom 11.979 T€ (Vj. 5.839 T€) zur Erzeugung der Nutzenergien.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen hauptsächlich Leistungen in Verbindung mit von der Gesellschaft bearbeitenden Projekten.

In den Materialaufwendungen sind periodenfremde Beträge in Höhe von 2.994 T€ (Vj. 1.526 T€) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen periodenfremde Aufwendungen für Fremdleistungen, für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für Strom- und Gasbezug.

(12) Personalaufwand

  2011
2010
a) Löhne und Gehälter 7.732.953,21 7.492.459,26
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.012.854,80 1.940.515,22
(davon für Altersversorgung) (1.000.825,11) (990.891,90)
  9.745.808,01 9.432.974,48

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 90 Mitarbeiter (Vj. 87).

  2011 2010
Leitende Angestellte 6 6
Übrige Arbeitnehmer 84 81
  90 87

Bei den Aufwendungen für Altersversorgung handelt es sich im Wesentlichen um den in der Bilanzierung und Bewertung beschriebenen Aufwandsersatz für Anwartschaften bei der Altersversorgung gegenüber der EnBW AG, Karlsruhe.

(13) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

  2011
2010
1. planmäßige Abschreibungen 5.732.598,32 6.616.341,90
2. außerplanmäßige Abschreibungen 2.220.054,70 609.475,99
  7.952.653,02 7.225.817,89

Die außerplanmäßigen Abschreibungen betreffen im Wesentlichen die Projekte Wismar, Burladingen sowie Eisenhüttenstadt.

(14) Sonstige betriebliche Aufwendungen

  2011
2010
1. Fremdleistungen für Verwaltung 3.908.108,75 3.517.646,03
2. Miet- und Pachtaufwendungen 1.168.057,56 1.806.784,17
3. Übrige Aufwendungen 3.238.161,37 4.205.900,10
  8.314.327,68 9.530.330,30

Die Fremdleistungen für Verwaltung enthalten insbesondere Supportleistungen der EnBW Systeme Infrastruktur Support GmbH, Karlsruhe (SIS), in Höhe von 3.045 T€ (Vj. 2.686 T€).

Die übrigen Aufwendungen umfassen unter anderem weitere Personalkosten wie Reisekosten, Weiterbildung in Höhe von 395 T€ (Vj. 577 T€), Versicherungen 1.046 T€ (Vj. 632 T€) sowie Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 262 T€ (Vj. 244 T€).

Die periodenfremde Aufwendungen betragen im Berichtsjahr 117 T€ (Vj. 111 T€) zu verzeichnen; diese betreffen im Wesentlichen Rechts- und Beratungskosten sowie Reisekosten.

(15) Finanzergebnis

  2011
2010
1. Erträge aus Beteiligungen 3.728.521,22 4.206.423,19
2. Erträge aus Ergebnisabführung 10.544.637,19 0,00
3. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 226.576,36 479.760,55
(davon aus verbundenen Unternehmen) (226.576,36) (479.760,55)
4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.418,57 0,00
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.835.520,48 -2.015.992,20
(davon aus Aufzinsung) (-256.086,11) (-359.033,00)
(davon an verbundene Unternehmen) (1.277.523,71) (-1.365.183,38)
6. Aufwendungen aus Ergebnisübernahme 0 -2449261,58
  12.667.632,86 220.929,96

Im Finanzergebnis sind periodenfremde Zinsaufwendungen in Höhe von 328 T€ (Vj. 292 T€) enthalten.

Der Anstieg des Finanzergebnisses resultiert im Wesentlichen aus der Ergebnisabführung der EnBW Propower GmbH, Eisenhüttenstadt, in Höhe von 10.545 T€ (Vj. - 2.449 T€).

(16) Steuern

  2011
2010
1. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.453,47 139.747,55
2. Sonstige Steuern -20,74 18.501,63
  -3.474,21 158.249,18

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind in Höhe von 3 T€ (Vj. 115 T€) periodenfremd.

C.VI. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie für Verpflichtungen aus sonstigen Betriebsvereinbarungen in Höhe von 7.979 T€ (Vj. 6.922 T€) deren Erfüllung die EnBW AG, Karlsruhe, übernommen hat. Aufgrund der geringen Eintrittswahrscheinlichkeit, dass die EnBW AG, Karlsruhe, ihren Verpflichtungen nicht nachkommen kann, schätzt die Gesellschaft das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 16.515 T€ (Vj. 20.363 T€), davon gegenüber verbundenen Unternehmen 12.941 T€ (Vj. 14.109 T€), die sich wie folgt zusammensetzen:

Das Bestellobligo beträgt insgesamt 3.574 T€ (Vj. 6.254 T€), davon für Investitionen in Sachanlagen 1.734 T€ (Vj. 6.091 T€).

Es bestehen Verpflichtungen aus Pachtverträgen mit verschiedenen Grundstücksgesellschaften des EnBW-Konzerns in Höhe von 5.625 T€ (Vj. 6.200 T€).

Darüber hinaus besteht eine finanzielle Verpflichtung in Form eines Dienstleistungsvertrages gegenüber EnBW Systeme Infrastruktur Support GmbH (SIS) in Höhe von 3.371 T€ (Vj. 3.065 T€).

Aus Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der EnBW AG, Karlsruhe, bestehen Zinsverpflichtungen in Höhe von 3.945 T€ (Vj. 4.844 T€).

Angaben zu den Organen

Geschäftsführung

Herr Marcus Bort, Dipl. Ing. (FH), Filderstadt (Sprecher der Geschäftsführung)

Herr Daniel Beutel, Dipl. Kaufmann, Schorndorf (Geschäftsführer Finanzen, Personal, Beteiligungen)

Auf die Angabe nach § 285 Nr. 9 Buchstabe a HGB wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Im Geschäftsjahr 2011 wurden keine Vorschüsse und Kredite an die Organmitglieder gewährt. Es wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Organmitgliedern eingegangen.

Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsleitung werden bei der EnBW AG, Karlsruhe, passiviert.

Honorare des Abschlussprüfers

Auf eine Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da die Angaben im Konzernabschluss der EnBW AG, in den der Jahresabschluss der EKH mit einbezogen wird, enthalten sind.

C.VII. Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (EnWG)

Gemäß § 6b Abs. 2 EnWG sind Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen sowie assoziierten Unternehmen, wenn sie aus dem Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit herausfallen und für die Beurteilung der Vermögens- und Ertragslage von wesentlicher Bedeutung sind, gesondert auszuweisen. Im Geschäftsjahr 2011 waren dies:

· Vertrag mit der EnBW Systeme Infrastruktur Support GmbH über bezogene Supportleistungen,

· Vereinbarung mit der EnBW AG über die Erbringung von konzerninternen Leistungen,

· Vereinbarung mit der EnBW AG über die Verwaltung der Liquidität.

Die Geschäfte erfolgen zu marktüblichen Konditionen.

Von der EnBW Operations GmbH (ehemals EnBW Vertriebs- und Service GmbH) werden Abrechnungsdienstleistungen für die ESG auf der Grundlage vertraglicher Vereinbarungen durchgeführt. Die SIS übernimmt für die ESG die Funktionen Rechnungswesen und Steuern, Einkauf und Logistik, Informationsverarbeitung, Personalwesen, Recht und Versicherungen und Gebäudemanagement. Die Leistungen werden anhand eines detaillierten Leistungsverzeichnisses mittels konzerneinheitlicher Verrechnungspreise abgerechnet. Darüber hinaus besteht zwischen der ESG und der PPO ein Betriebsführungsvertrag.

Die ESG hat ihre Betriebs- und Verwaltungsgebäude zu marktüblichen Konditionen von den Immobiliengesellschaften des EnBW-Konzerns gemietet.

 

Stuttgart, 23. Januar 2012

Marcus Bort

Daniel Beutel

Anteilsbesitz der EnBW Energy Solutions GmbH, Stuttgart

An nachstehenden Unternehmen besitzt die Gesellschaft unmittelbar mindestens den fünften Teil der Anteile:

Firma, Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital
Ergebnis
EnBW Klenk Holzenergie GmbH, Oberrot 50,00 % 28.111.129,23 1.882.284,06
Energiedienstleistungen Rhein-Neckar GmbH, Ludwigshafen 50,00 % 924.472,99 441.805,36
Energie- und Medienversorgung Sandhofer Straße Verwaltungs GmbH, Mannheim 50,00 % 40.352,88 3.842,47
Energie- und Medienversorgung Sandhofer Straße GmbH & Co. KG, Mannheim 49,91 % 3.500.000,00 2.083.555,28
ESG Operations GmbH, Wismar 100,00 % 121.438,89 7.823,35
Industriekraftwerke Oberschwaben beschränkt haftende OHG, Baienfurt 50,00 % 9.307.139,87 1) 5.654.546,44 1)
HWM Holzwärme Müllheim GmbH, Müllheim 33,33 % 298.969,64 -130.241,94
EnBW Propower GmbH, Eisenhüttenstadt 100,00 % 25.000,00 0,00 2)
EnBW Mainfrankenpark GmbH, Dettelbach 100,00 % 2.827.160,34 -86.866,82

1) Eigenkapital und Bilanzgewinn per 31. Dezember 2009

2) Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011

der EnBW Energy Solutions GmbH

Überblick Geschäftsentwicklung

Das Jahr 2011 verlief für die EnBW Energy Solutions GmbH (ESG) insgesamt zufriedenstellend. Die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise waren im vergangenen Jahr nur noch vereinzelt spürbar. Die Mehrzahl der Kunden konnte im abgelaufenen Jahr eine positive Geschäftsentwicklung verzeichnen. Der ESG gelang es auch im Jahr 2011 die Geschäftstätigkeit weiter zu entwickeln. Es wurden sowohl Verträge mit wichtigen Bestandskunden verlängert als auch Neugeschäft generiert. Die im Bau befindlichen Anlagen konnten im zurückliegenden Jahr planmäßig entwickelt, termingerecht und erfolgreich in Betrieb genommen werden.

Die Ertragslage der ESG ist aufgrund der Beteiligungserträge im Finanzergebnis wesentlich beeinflusst und weist eine steigende Tendenz auf. Je nach Branche gilt es hier den in 2010 eingeschlagenen und im abgelaufenen Jahr bestätigten Kurs weiter zu modifizieren, die begonnenen Maßnahmen konsequent nachzuhalten und die Marktposition weiter zu verbessern.

Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit

Struktur

Die Geschäftsführung verfolgt bei ihrer Arbeit das Ziel eines kontinuierlichen Wachstums und einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts. Der bisherige Industrieansatz wird weiter verfolgt. Flankierend wird durch die Erschließung neuer Marktsegmente die Geschäftstätigkeit im mittleren Segment - also Contractinglösungen für kleine und mittlere Unternehmen, für Gewerbeimmobilien sowie für Kommunen und die Wohnungswirtschaft - aktiv entwickelt. Das Projekt zum Aufbau des mittleren Segments ist mit der erfolgreichen Integration der Bereiche Nahwärme und kommunales Contracting in die ESG abgeschlossen. In diesem Segment konnten in 2011 verschiedene Auftragseingänge realisiert werden.

Zwischen der ESG und der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW AG) besteht seit 2010 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (BGAV).

Mit Beschluss der Gesellschaftersammlung vom 22. Juni 2011 wurde der Gesellschafts-vertrag neu gefasst und die Geschäftsordnung der Geschäftsführung erlassen.

Leitung

Die Geschäftsführung der ESG besteht aus zwei Mitgliedern, denen die gemeinsame Leitung des Unternehmens obliegt.

Produkte, Markt und Wettbewerb

Die ESG betätigt sich weiterhin im Marktsegment industrielles Energieliefercontracting mit dem Schwerpunkt auf größeren Dampf- und Kraft-Wärme-Kopplungs-Projekten (KWK). Die Contracting-Konzepte der ESG berücksichtigen hierbei unterschiedliche Brennstoffkonzepte wie beispielsweise Erdgas, Ersatzbrennstoffe oder Biomasse. Ebenso realisiert die ESG umfassende Konzepte zur gesamthaften Energieversorgung der Kundenstandorte unter Berücksichtigung aller Medien im Rahmen individueller Standortbetreibermodelle.

Neben dem industriellen Energieliefercontracting erweiterte die ESG die Marktbearbeitung im mittleren Segment auf kleinere und mittlere Industriekunden sowie die Segmente Gewerbe-immobilien, Kommunen und Wohnungswirtschaft.

Die Marktbearbeitung erfolgt einerseits durch die Gesellschaft selbst. Andererseits wird die ESG durch die Vertriebsgesellschaften des EnBW-Konzerns unterstützt. Diese Unterstützung konzentriert sich im Wesentlichen auf die Bearbeitung des mittleren Segments. Aufbauend auf den vorhandenen Strukturen und Kontakten der Schwestergesellschaften werden systematisch für die ESG relevante Kundenpotentiale erschlossen. Die weitere Bearbeitung der Kontakte erfolgt durch die ESG.

Strategie

Das Geschäftsmodell der ESG basiert auf einer engagierten Wachstumsstrategie. Dies beinhaltet neben einem organischen Wachstum der ESG und ihrer bestehenden Beteiligungen über das Plattform-Konzept auch anorganisches Wachstum durch die Gründung von Joint Ventures und die Akquisition von Unternehmen bzw. Geschäftseinheiten. Um die langfristigen, anorganischen Wachstumsziele sicherzustellen, wurde in 2011 für die Business Development-Aktivitäten der ESG eine eigene Projektstruktur eingeführt.

Neben dem Schwerpunkt industrielles Energieliefercontracting auf Basis größerer Kraft-Wärme-Kopplungs-Projekte legt die ESG einen Fokus auf das mittlere Segment, das auf dem Fundament des erfolgreich abgeschlossenen Projekts strategisch weiterentwickelt werden soll.

Die Gesellschaft hat ihre Beschaffungsstrategie erweitert, indem sie bestrebt ist, die Wertschöpfungstiefe über den reinen Endbezug von Brennstoffen hinaus zu erhöhen. Ein Beispiel hierfür ist die langfristige Sicherung von Brennstoffbezugsquellen. Des Weiteren wurden Technologiepartnerschaften eingegangen, mit dem Ziel die Projektentwicklung flexibler zu gestalten.

Wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Wirtschaft hat im Berichtsjahr 2011 in wichtigen Bereichen wieder das hohe Vorkrisenniveau erreicht und viele Unternehmen reagieren auf die steigenden Absatz- und Umsatzzahlen mit zunehmender Investitionstätigkeit. Die vorhandenen Managementkapazitäten und das verfügbare Kapital werden in dieser Phase zunächst auf das Kerngeschäft konzentriert. Gerade in dieser Situation kann ein optimiertes Konzept zur Energieversorgung ein entscheidender Wettbewerbsfaktor sein. Contractingmodelle ermöglichen den Unternehmen ihre Energie- und Medienversorgung an einen zuverlässigen Partner auszulagern und so technisch und wirtschaftlich optimale Lösungen einschließlich optimierter Brennstoff-Konzepte zu erhalten. Dies schafft Bilanzierungsspielräume und öffnet die Möglichkeit, nachhaltige ökologische Vorteile zu erzielen.

Ein wichtiger Bestandteil für das langfristig tragfähige Wachstum ist die Bewertung der Kundenbonität und die detaillierte Einschätzung der Absatzmärkte der Kunden.

Politische Rahmenbedingungen

Das Geschäftsmodell Contracting wird auch von der Politik als ein Instrument erkannt, mit dem das Energiekonzept der Bundesregierung und die darin enthaltenen ambitionierten Klimaschutzziele durch die Implementierung effizienter Technologien umgesetzt werden können.

Die Themen Energieeffizienzsteigerung und Brennstoffausnutzung über effiziente KWK-Prozesse werden von der Regierung weiter verfolgt. Beide Themen werden durch das Contracting-Portfolio der ESG abgedeckt. Die verabschiedeten Gesetze (EEG und KWK-Gesetz) geben hier die nötige Rechtssicherheit und bieten bei entsprechender Umsetzung Potential für weitere Entwicklungen. Die EEG-Umlage auf KWK-Strom stellt jedoch ein Hemmnis für die weitere Entwicklung von Contractingmodellen dar.

Die Neuregelung der Energie- und Stromsteuergesetze im Rahmen des Haushaltsbegleit-gesetzes 2011 wird ab dem kommenden Jahr die Entwicklung der Contractingwirtschaft beeinflussen. Eine wesentliche Änderung betrifft das nicht industrielle Segment. Eine Steuerrückerstattung für Energielieferungen an das nicht produzierende Gewerbe wird ab 2011 nicht mehr gewährt werden. Weitere Auswirkungen sind ab 2013 durch das Auslaufen der beihilfsrechtlichen Genehmigung durch die EU zum 31. Dezember 2012 zu erwarten. Ein erster Regierungsentwurf hierzu liegt bereits vor.

Unternehmenssituation der ESG

Vermögenslage

Kennzahlen zur Vermögensstrukturanalyse

Die Bilanzsumme der ESG betrug zum 31. Dezember 2011 127,7 Mio. € (Vorjahr: 107,4 Mio. €) und erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2010 um 20,3 Mio. €. Wesentliche Gründe sind die Zunahme des Anlagevermögens aufgrund von Neuprojekten mit insgesamt 6,2 Mio. € auf 91,6 Mio. €, die Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit 6,3 Mio. € auf 6,6 Mio. € resultierend im Wesentlichen aus dem Betriebsführungsvertrag mit der PPO, der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,5 Mio. € und der Steuererstattungsansprüche, aus der Energie- und Stromsteuer sowie der Umsatzsteuer. Die Sachanlagenvermögensquote beträgt 35,6 % (Vorjahr: 38,5 %).

Das als Finanzanlagen gehaltene Vermögen setzt sich aus Anteilen an verbundenen Unternehmen (16,6 Mio. €), aus sonstigen Beteiligungen (25,4 Mio. €) und aus Ausleihungen (3,3 Mio. €) zusammen. Die sonstigen Beteiligungen sind gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben, während die Ausleihungen um rund 2,3 Mio. € zurückgingen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 4,1 Mio. € erhöht.

Die bilanzielle Eigenkapitalquote ist im Berichtsjahr mit 38,4 % um 7,2 %-Punkte geringer als im Vorjahr. Das wirtschaftliche Eigenkapital (einschließlich Sonderposten) bleibt mit 49,3 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres und entspricht damit 164,0 % des Gezeichneten Kapitals; Die Entwicklung des Eigenkapitals bzw. der bilanziellen Eigenkapitalquote ist, aufgrund der Gewinnabführung im Rahmen des BGAV, lediglich durch die Zunahme der Bilanzsumme beeinflusst.

Nettoschulden

Die Nettoschulden - Rückstellungen und Verbindlichkeiten - in Höhe von 77,4 Mio. € (Vorjahr: 57,0 Mio. €) sind im Vergleich zum Vorjahr um 20,4 Mio. €bzw. 35,8 % angestiegen. Grund hierfür sind höhere Verbindlichkeiten gegenüber der EnBW AG aufgrund der getätigten Investitionen. Die Nettoschulden betragen 60,6 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 53,1 %).

Die Rückstellungen in Höhe von 21,3 Mio. € (Vorjahr: 16,1 Mio. €) sind gegenüber dem Vorjahr um 5,2 Mio. € gestiegen. Dies lässt sich fast ausschließlich auf die Zunahme der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen zurückführen.

Die Verbindlichkeiten in Höhe von 56,1 Mio. € (Vorjahr: 40,9 Mio. €) betreffen mit 99,6 % (Vorjahr: 97,6 %) Verbindlichkeiten gegenüber verbundener Unternehmen. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Verbindlichkeiten gegenüber der EnBW AG in Höhe von 54,5 Mio. € (Vorjahr: 36.3 Mio. €) im Rahmen des zentralen Finanz- und Liquiditätsmanagements.

Bei dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Vorauszahlungen auf Projekte, die aus der Übernahme des Bereiches kommunales Contracting auf die ESG resultieren.

Finanzlage

Investitionsanalyse

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und in Sachanlagen haben sich im Vergleich zu 2010 erhöht und beliefen sich auf rund 17,1 Mio. € im Geschäftsjahr (Vorjahr: 9,8 Mio. €). Die Investitionen umfassten im Wesentlichen im Bau befindliche Anlagen.

Die Zunahme bei den Finanzanlagen resultiert aus dem Kauf einer Beteiligung im Rahmen der Business Development-Aktivitäten.

Die ESG nimmt am Cash-Pooling der EnBW AG teil. Den bestehenden Zahlungs-verpflichtungen kann insofern jederzeit nachgekommen werden. Ausleihungen an Beteiligungen werden in der Regel durch Darlehen seitens der EnBW AG finanziert.

Ertragslage

Umsatz

Die Geschäftstätigkeit der ESG konzentrierte sich in 2011 neben der Weiterentwicklung des mittleren Segments und des externen Wachstums weiterhin auf die Sicherung des Bestandskundengeschäfts. Die im Jahr 2011 erzielten Erlöse resultieren insbesondere aus dem Verkauf von Nutzenergien.

Die ESG erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 93,6 Mio. €, das sind 3,1 Mio. € mehr als im Vorjahr. Die Erlöse aus dem Verkauf von Nutzenergien lagen bei Verschiebungen innerhalb der Produktgruppen mit 82,0 Mio. € um 3,0 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres. Der Rückgang der Umsatzerlöse aus Nutzenergien basiert im Wesentlichen auf Preis- und Mengeneffekten. Der Anstieg der sonstigen Umsatzerlöse resultiert aus zusätzlichen Betriebsführungsaktivitäten.

Gesamtergebnis

Das EBT der ESG beläuft sich im Berichtsjahr auf 8,4 Mio. € und liegt damit deutlich über den dem Vorjahreswert. Dieses Ergebnis ist wesentlich durch den zwischen der ESG und der PPO bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag beeinflusst. Dieser Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag erbringt der ESG in 2011 ein Beteiligungsergebnis von 10,5 Mio. € (Vj. ./. 2,4 Mio. €).

Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von rund 8,4 Mio. € wurde an die EnBW AG abgeführt.

Adjusted Ergebnis

Das adjusted Ergebnis betrifft das um neutrale Ergebniseffekte bereinigtes Ergebnis.

Die ESG konnte in den Ergebnispositionen adjusted EBITDA und EBIT das Niveau des Vorjahres nicht erreichen. Wesentliche Gründe hierfür ist der organisatorische und strukturelle Aufbau der ESG für das künftige Wachstum und die Zusammenfassung verschiedener zentraler Funktionen bei der ESG für die Beteiligungen.

Das Adjusted EBITDA - das Ergebnis vor Ertragsteuern, Finanzergebnis und Abschreibungen - verringerte sich um 5,5 Mio. € auf 3,7 Mio. €. Wichtige Gründe hierfür sind Preis- und Mengeneffekte im Bestandsgeschäft sowie die Übernahme der Betriebsführung PPO die zu einer Erhöhung der Materialkosten in Höhe von 7,0 Mio. € geführt haben. Im Wesentlichen aufgrund des Verkaufs von CO2-Zertifikaten (1,1 Mio. €) und der Auflösung von Baukostenzuschüssen (1,6 Mio. €) im Jahr 2010 verbuchen wir bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in 2011 einen Rückgang in Höhe von 3,0 Mio. €. Die Umsetzung der Wachstumsstrategie führte durch Personalaufbau zur Zunahme von Verwaltungs- und Personalkosten.

Der Personalaufwand ist im Berichtsjahr um 0,3 Mio. € bzw. 3,3 % auf 9,7 Mio. € gestiegen. Ausschlaggebend hierfür sind die tarifliche Erhöhung der Löhne und Gehälter sowie der Personalaufbau.

Das Adjusted EBIT - das Ergebnis vor Ertragsteuern und Finanzergebnis - verringerte sich um 4,6 Mio. € auf ./.2,0 Mio. €. Neben den, bei der Veränderung des EBITDA genannten Gründen, ist die Entwicklung durch die Abschreibungen beeinflusst.

Das Adjusted EBT - das Ergebnis vor Ertragsteuern - liegt um 7,8 Mio. € über dem Vorjahreswert. Der wesentliche Grund hierfür ist das Beteiligungsergebnis der PPO.

Neutrales Ergebnis

Das neutrale Ergebnis der ESG mit ./.2,2 Mio. € (Vorjahr: ./.0,5 Mio. €) umfasst ausschließlich außerordentliche Sachverhalte. Das sind außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von 2,2 Mio. €.

Gesamtbeurteilung des Geschäftsverlaufs

Auch in 2011 konnten wesentliche Auftragseingänge realisiert werden. Bei einem bedeutenden Bestandskunden konnte der bestehende Vertrag modifiziert und verlängert werden. Neue Verträge wurden insbesondere im Bereich des mittleren Segments abgeschlossen.

Die Propower GmbH (PPO), eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der ESG, hat im Berichtsjahr ein mit Ersatzbrennstoffen gefeuertes Industrieheizkraftwerk, das die Papiermaschine eines führenden Wellpappenunternehmens versorgt, fertiggestellt. Das Investitionsvolumen betrug rund 225 Mio. €. Das Kraftwerk verfügt über eine Feuerungswärmeleistung von 150 MW und liefert ca. 1 Mio. Tonnen Dampf pro Jahr an die Papiermaschine. Die Leistung der Dampfturbine beträgt rund 30 MW elektrisch. Der kommerzielle Betrieb wurde Mitte April 2011 erfolgreich aufgenommen.

Zur externen Stromversorgung der Papierfabrik betreibt die ESG außerdem den Netzanschluss an das Umspannwerk des vorgelagerten Netzbetreibers über zwei 110 kV-Kabelsysteme. Über diesen Netzanschluss hat die ESG im Berichtsjahr die Vollversorgung der Papiermaschinen mit Strom gewährleistet.

Entflechtung gem. § 6b EnWG

Die Gesellschaft ist als verbundenes Unternehmen der EnBW AG Tochtergesellschaft eines vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmens i.S.d. § 3 Nr. 38 EnWG. Sie führt nach § 6b Abs. 3 EnWG andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors als auch sonstige Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitätssektors aus.

Die "anderen Tätigkeiten im Elektrizitätssektor" umfassen die Erzeugung von Elektrizität sowie deren Weiterveräußerung. Die Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitätssektors umfassen die Erzeugung und den Vertrieb von Dampf, Kälte und Druckluft.

Für diese Tätigkeiten werden im Rechnungswesen getrennte Konten geführt. Die Erstellung von Tätigkeitsabschlüssen ist nicht erforderlich.

Mitarbeiter

Entwicklung der Mitarbeiterzahlen

Im Jahr 2011 beschäftigte die ESG (ohne Beteiligungen) im Durchschnitt 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 87). Das sind 3,4 % mehr als im Vorjahr.

Forschung und Entwicklung

Die ESG verfügt über keine eigene Forschung und Entwicklung und hatte in 2011 nur geringfügige Aufwendungen für Forschung und Entwicklung.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nichteingetreten.

Risiko- und Chancenbericht

Risikocontrolling

Die ESG hat den in 2010 etablierten Bereich Risikocontrolling in 2011 gefestigt. In diesem Bereich werden unter anderem die Themen Risikomanagement, Internes Kontrollsystem (IKS) und Corporate Compliance zusammengefasst.

Die Bedeutung des Risikocontrollings ist auch vor dem Hintergrund des geplanten Wachstumskurses und der Diversifizierung der ESG zu sehen. In diesem Zusammenhang werden Risiken - sowie Chancen - identifiziert, bewertet und entsprechende Maßnahmen abgeleitet.

Risikomanagement

Die ESG, einschließlich der wesentlichen Beteiligungen, ist in das konzernweite Risiko-managementsystem der EnBW AG einbezogen und berichtet monatlich die Risiken.

Im Berichtsjahr wurde die Richtlinie der ESG zum Risikomanagement in Kraft gesetzt. Zielsetzung dieser Richtlinie ist die Darstellung von Abweichungen bzw. Ergänzungen zur Konzernrichtlinie zum Risikomanagement, die die formelle und inhaltliche Basis für Gesellschaftsrichtlinien zum Risikomanagement darstellt. Der Fokus des Risiko-managements der ESG zielt auf die kontinuierliche Erkennung, Messung, Bewertung sowie Steuerung von Unternehmensrisiken und -chancen ab.

In der ESG sind Risiken und Chancen auf Grundlage konzerneinheitlicher Vorgaben definiert. Die bedeutendsten Risiken und Chancen der ESG sind:

a) Operative Risiken:

Im Erzeugungsbereich werden technologisch komplexe Produktionsanlagen betrieben. Technische Defekte können zu ungeplanten Nichtverfügbarkeiten von Anlagen führen und damit die Ertragslage der ESG negativ beeinträchtigen. Gezielte Maßnahmen, beispielsweise ein hohes Sicherheitsniveau, die risikoorientierte Instandhaltung der Anlagen sowie die systematische Schulung und Qualifikation von Mitarbeitern, werden ergriffen, um diesen Risiken gegenzusteuern. Wo möglich und wirtschaftlich sinnvoll werden verbleibende Risiken durch Abschluss entsprechender Versicherungen reduziert. Weiterhin werden Maßnahmen zur Modernisierung bestehender Anlagen im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungs-prozesses ergriffen.

Im Neu- bzw. Ausbau von Erzeugungsanlagen bestehen wesentliche Risiken in der Einhaltung der Termin- und Kostenpläne. Diesen Risiken wird insbesondere durch ein straffes Budget- und Termincontrolling begegnet.

Dem zunehmenden Wettbewerb, sowohl mit den potentiellen Kunden selbst (Eigenlösung) als auch mit anderen Contractoren stellt sich die ESG durch die intensive Bearbeitung von Branchen und Kunden sowie der Erhöhung der Wertschöpfungstiefe.

Preisrisiken werden durch die Indexierung - Kopplung an die Preisentwicklung - in definiertem Umfang an die Kunden weitergegeben.

Dem Kundenkreditrisiko wird, auch im Rahmen des Risikomanagements, eine große Bedeutung beigemessen, denn neben einer Vielzahl von kleineren und mittleren Kunden hat die ESG eine relativ geringe Anzahl von großen, bedeutenden Kunden bzw. Beteiligungen.

Diesem Risiko, das sich neben dem Forderungsausfall auch auf die Werthaltigkeit der Contracting- bzw. Finanzanlagen bezieht, begegnet die ESG durch die Integration in das Forderungsmanagement der EnBW AG und durch die laufende Überwachung der Bonität der Kunden.

b) Politische und regulatorische Risiken:

Die Neuregelung der Energie- und Stromsteuer- sowie der Energiewirtschaftsgesetze wird die Contractingwirtschaft auch im kommenden Jahr hinsichtlich Produktentwicklung vor neue Herausforderungen stellen.

c) Chancen:

Es bestehen grundsätzlich Chancen aus einer kontinuierlichen Verbesserung der laufenden Prozesse im Betrieb der Kraftwerke.

Auslagerung der Energie- und Medienerzeugung von Industriekunden aufgrund aktueller wirtschaftlicher Lage. Diese Entwicklung kann durch eine konsequente Energie- und Umweltpolitik verstärkt werden. Aufgrund der voraussichtlichen positiven konjunkturellen Entwicklung im aktuellen Jahr wird mit gesamtwirtschaftlich stabilen Investitionen gerechnet, die diesen Trend unterstützen. In dieser Folge wird auch der Wettbewerb zunehmen, sowohl mit den potentiellen Kunden selbst (Eigenlösung) als auch mit anderen Contractoren.

Bestandsgefährdende Risiken oder Risiken mit wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage bestehen derzeit nicht.

Internes Kontrollsystem

Im Hinblick auf die geänderten Überwachungspflichten der Aufsichtsgremien in Folge des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz wurde im Konzern ein Internes Kontrollsystem implementiert. Bei der ESG wurde das interne Kontrollsystem entsprechend der Konzernvorgaben planmäßig umgesetzt. Seit 2010 befindet sich das Interne Kontrollsystem im Regelbetrieb.

Corporate Compliance

Aufgrund komplexer gesetzlicher und regulatorischer Rahmenbedingungen und der zunehmenden Bedeutung der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und unternehmensinterner Richtlinien (Compliance) hat der Konzern seine Compliance-Aktivitäten neu ausgerichtet. Bereits 2009 wurde ein konzernweites Compliance-Management-System aufgebaut. Ein zentral eingerichteter Corporate Compliance-Bereich bündelt bestehende Maßnahmen, beispielsweise zur Vermeidung von Korruption, Kartellrechtsverstößen und Vertraulichkeitsverletzungen.

In den Tochtergesellschaften verantworten dezentrale Compliance-Spezialisten die Umsetzung der Maßnahmen. Im Jahr 2011 wurden die Mitarbeiter insbesondere durch

E-Learning-Programme für das Thema Compliance weiter sensibilisiert.

Im Rahmen eines Fraud Risk Assessments erfolgte in Zusammenarbeit mit dem zentralen Corporate Compliance-Bereich eine strukturierte Erfassung und Bewertung von Fraud- und Compliance-Risiken. Aus den gewonnenen Erkenntnissen wurden Maßnahmen zur Prävention abgeleitet.

Prognosebericht

Künftige gesamtwirtschaftliche Situation

Dem Contractingmarkt in Deutschland wird eine vergleichsweise geringe Markterschließung und für die kommenden Jahre ein entsprechendes Wachstumspotenzial bescheinigt. Die ESG wird im Segment Industrie in den kommenden Jahren ihre Marktposition weiter ausbauen. Wachstumsfelder sind neben Lösungen im Bereich der dezentralen Erzeugung bei größeren, individuellen Industrieprojekten auch das mittlere Segment.

Die aktuelle wirtschaftliche Situation in der Industrie wird die Überlegungen der Kunden zur Auslagerung, z. B. der Energieerzeugung, eher unterstützen. Es ist jedoch nach wie vor eine umfangreiche Bewertung der Kundenbonität und der Absatzmärkte erforderlich.

Erwartete Ergebnisentwicklung

Die sich aktuell im Bau und in Endverhandlungen befindenden Projekte werden in 2012 und in 2013 umsatz- und ertragswirksam und lassen eine positive Ergebnisentwicklung erwarten.

Im kommenden Geschäftsjahr rechnen wir mit Umsatzerlösen in Höhe von 98 Mio. €, dies entspricht einer Steigung von ca. 5 %, für 2013 werden Umsatzerlöse in Höhe von 117 Mio. € erwartet.

Für das Geschäftsjahr 2012 wird mit einem Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von

rund 10 Mio. € gerechnet; für das Folgejahr werden rund 9 Mio. € erwartet.Investitionsvorhaben sind in 2012 und in 2013 mit ca. 25 Mio. € angesetzt.

Zur Unterstützung dieser Ergebnisentwicklung hat die Gesellschaft ein Effizienzprogramm ins Leben gerufen. In diesem Zusammenhang sind Maßnahmen definiert, die im Rahmen des Konzerneffizienzprogramms Fokus umgesetzt werden.

Künftige Unternehmensentwicklung

Das Wachstum der Gesellschaft wird auch weiterhin durch Investitionen in Sach- und Finanzanlagen geprägt sein. Bestimmend ist im kommenden Jahr das erste volle Betriebsjahr des Industrieheizkraftwerks durch die 100 %-Beteiligung PPO. Dieses Wachstum wird durch die strategische Erschließung des mittleren Segments, durch die Beschaffungsstrategie zur Erhöhung der Wertschöpfungstiefe und die Weiterentwicklung von Technologiepartner-schaften flankiert werden.

Die aktuelle wirtschaftliche Situation birgt Chancen derart, dass sich die Industriekunden auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und die Energie- und Medienerzeugung auslagern. Diese Entwicklung kann durch eine konsequente Energie- und Umweltpolitik verstärkt werden. Aufgrund der voraussichtlichen positiven konjunkturellen Entwicklung im aktuellen Jahr wird mit gesamtwirtschaftlich stabilen Investitionen gerechnet, die diesen Trend unterstützen. In dieser Folge wird auch der Wettbewerb zunehmen, sowohl mit den potentiellen Kunden selbst (Eigenlösung) als auch mit anderen Contractoren.

 

Stuttgart, 23. Januar 2012

Geschäftsführung

Marcus Bort

Daniel Beutel

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 08.05.2012

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der EnBW Energy Solutions GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der EnBW Energy Solutions GmbH. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt.

 

Stuttgart, den 23. Januar 2012

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Pfaff, Wirtschaftsprüfer

Kolban, Wirtschaftsprüfer

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