NTN Wälzlager (Deutschland) GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und Antriebselementen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Makoto Kikukawa seit 5.10.2021 | Geschäftsführer |
Dominique Michel Lavilla seit 16.6.2021 | Geschäftsführer |
Henning Simon seit 31.5.2019 | Geschäftsführer |
Bernd Wehage seit 15.11.2018 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
NTN-SNR ROULEMENTS | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SNR WÄLZLAGER GMBHErkrathJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022(1) Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis 31. März 2022 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden die Angaben zu den Restlaufzeiten im Anhang gemacht. Die Gesellschaft ist unter der Firma SNR WÄLZLAGER GMBH mit Sitz in Erkrath im Handelsregister des Amtsgerichts Wuppertal unter der Nummer HRB 22826 eingetragen. (2) Gezeichnetes Kapital / Konzernverhältnisse Alleinige Gesellschafterin der SNR WÄLZLAGER GMBH ist die Firma NTN-SNR Roulements S.A., Annecy/Frankreich, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in Annecy/Frankreich erhältlich. Die NTN-SNR Roulements S.A. ist Teil des Konzernverbundes der NTN Corporation, Osaka/Japan, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in Osaka/Japan erhältlich. (3) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer berechnet. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 (bis zum 31. Dezember 2017 EUR 150,00) werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Für geringwertige Anlagegüter zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Diese Sammelposten, die insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind, werden pauschalierend jeweils mit 20 Prozent p. a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs.1 Satz 1 HGB) beachtet. BILANZERLÄUTERUNGEN (4) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. (5) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Liefer- und Leistungsaustausch (TEUR 2.559; im Vorjahr TEUR 2.341) sowie aus dem Cash-Pooling und der Finanzierungstätigkeit (TEUR 20.436; im Vorjahr TEUR 18.962). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. (6) Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen zum Stichtag TEUR 14 (im Vorjahr TEUR 17) und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. (7) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Gratifikationen und Boni (TEUR 681; im Vorjahr TEUR 591), für ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 458; im Vorjahr TEUR 412), für Resturlaubsansprüche (TEUR 254; im Vorjahr TEUR 268), für Jubiläumsansprüche (TEUR 419; im Vorjahr TEUR 446), für Gewährleistungsansprüche (TEUR 309; im Vorjahr TEUR 304) sowie für Preisnachlässe gegenüber Kunden/Boni (TEUR 236; im Vorjahr TEUR 104). (8) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind, abgesehen von den oben genannten Eigentumsvorbehalten, in voller Höhe unbesichert. (9) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in voller Höhe aus dem Liefer- und Leistungsaustausch und haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (10) Latente Steuern Die latenten Steuern zum 31. März 2022 beruhen auf der von den steuerlichen Wertansätzen abweichenden Bewertung der langfristigen Rückstellung für Jubiläumsansprüche sowie der Rückstellungen für Ansprüche aus Resturlaub und Überstunden. Die Bewertung erfolgte zum kombinierten Ertragsteuersatz der Gesellschaft in Höhe von 31,8% (im Vorjahr 31,8%). Der Ansatz des resultierenden Aktivüberhangs unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Bilanzierungswahlrechts. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (11) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse betreffen zu 78,2% (im Vorjahr 80,5%) das Inland und zu 21,8% (im Vorjahr 19,5%) das Ausland (davon EU 17,8% (im Vorjahr 16,3%) und 4,0% im übrigen Ausland (im Vorjahr 3,2%)).
(12) Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge von TEUR 20 (im Vorjahr TEUR 25), davon TEUR 9 (im Vorjahr TEUR 20) aus Versicherungsentschädigungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen von TEUR 4 (im Vorjahr TEUR 1). (13) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten periodenfremde Aufwendungen aus Gewerbe- und Körperschaftsteuer von TEUR 1 (im Vorjahr TEUR 8 periodenfremde Erträge). SONSTIGE ANGABEN (14) Zusammensetzung der Organe Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen: Herr Henning Simon, Kaufmännischer Geschäftsführer, Düsseldorf, Herr Yasuhiro Kawabata, Kaufmännischer Geschäftsführer, Düsseldorf (bis zum 3. Juni 2021), Herr Dominique Lavilla, Kaufmännischer Geschäftsführer, Annecy/Frankreich (einzelvertretungsberechtigt), Herr Makoto Kikukawa, Kaufmännischer Geschäftsführer, Düsseldorf (seit dem 4. Juni 2021). Die Geschäftsführer haben keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten. (15) Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt ohne Auszubildende)
(16) Außerbilanzielle Geschäfte/Sonstige finanzielle Verpflichtungen/ Haftungsverhältnisse Zum Zweck der Liquiditätsschonung wurden Miet- und Leasingverträge abgeschlossen. Für diese Transaktionen besteht jeweils ein ausgewogenes, in der Ausgestaltung marktübliches Verhältnis von Chancen und Risiken. Bei den vorgenannten Transaktionen steht nicht die Finanzierung im Vordergrund, sondern die Inanspruchnahme von Dienstleistungen, wie z.B. das Fuhrparkmanagement im Bereich der Dienstwagen. Künftig ergeben sich folgende Zahlungsverpflichtungen:
Aus Versicherungsverträgen zu Gunsten der Mitarbeiter bestehen jährliche sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 124. Es bestehen keine Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB. (17) Geschäfte mit nahe stehenden Personen Es wurden im Geschäftsjahr keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. (18) Honorar für die Prüfung des Jahresabschlusses Das für das Geschäftsjahr 2021/2022 aufwandswirksam erfasste Abschlussprüferhonorar inkl. Auslagenersatz beträgt TEUR 95 und schlüsselt sich wie folgt auf:
Die Abschlussprüferleistungen umfassen insbesondere die Jahresabschlussprüfung zum 31. März 2022. Darüber hinaus wurden gemäß den Prüfungsanweisungen der Muttergesellschaft sog. "Reporting Packages" zu den Quartalen durchgesehen. (19) GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres auf neue Rechnung vorzutragen. (20) Nachtragsbericht Es haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten sind.
Erkrath, den 25. Mai 2022 SNR WÄLZLAGER GMBH Die Geschäftsführung Makoto Kikukawa Henning Simon Dominique Lavilla Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis 31. März 2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SNR WÄLZLAGER GMBH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SNR WÄLZLAGER GMBH, Erkrath - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SNR WÄLZLAGER GMBH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 15. Juni 2022 Ernst
& Young GmbH
Vlachos, Wirtschaftsprüfer Ulrich, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. März 2022Aktiva
Passiva
PROTOKOLLüber die am 06.09.2022 stattgefundene Gesellschafterversammlungder Firma SNR WÄLZLAGER GMBH, ErkrathUnter Verzicht auf Frist- und Formvorschriften beschließt die alleinige Gesellschafterin, die Firma NTN-SNR Roulements S.A., Annecy/Frankreich folgende Tagesordnung:
Zu 1: Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 01.04.2021 - 31.03.2022 wurde von den Geschäftsführern Herrn Dominique Lavilla, Herrn Henning Simon und Herrn Makoto Kikukawa vorgelegt und erläutert. Zu 2: Die Gesellschafterin genehmigte den von Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüften Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 01.04.2021 - 31.03.2022. Der Jahresabschluss zum 31.03.2022 weist einen Jahresüberschuss in Höhe von € 2.137.921,15 aus. Zu 3: Der vorgelegte Jahresabschluss wird hiermit festgestellt. Der Jahresüberschuss vom 01.04.2021 - 31.03.2022 in Höhe von € 2.137.921,15 wird wie folgt verwendet: € 1.924.129, -- wird als Dividende an die Gesellschafter ausgeschüttet. Die Zahlung erfolgt am 22. September 2022. € 213.792,15 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Zu 4: Den Geschäftsführern Herrn Dominique Lavilla, Herrn Henning Simon, Herrn Makoto Kikukawa und Yasuhiro Kawabata wird für das Geschäftsjahr 01.04.2021 - 31.03.2022 volle Entlastung erteilt. Zu 5: Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Ernst & Young GmbH, wird als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 01.04.2022 - 31.03.2023 gewählt.
Annecy, den 06.09.2022 Dominique Lavilla, Geschäftsführer Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis 31. März 2022
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 20221. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1.1 Allgemeine Informationen Die SNR WÄLZLAGER GMBH (im Folgenden SNR) mit Firmensitz in Erkrath gehört zu den Anbietern von Wälzlagern. Weitere Niederlassungen existieren in Bielefeld und Filderstadt. An allen Standorten sind regionale Verkaufsbüros sowie Vertriebsbereichsleitungen für die verschiedenen Geschäftsbereiche anzutreffen. Während in Bielefeld produziert wird, tritt die SNR in den Bereichen Vertrieb und Verwaltung an den Standorten Erkrath und Filderstadt in Erscheinung. Der Vertrieb erfolgt hauptsächlich für alle von der NTN-SNR Gruppe hergestellten Produkte. 1.2 Geschäftsverlauf Weltwirtschaftliches Umfeld Nach dem Einbruch der Weltwirtschaft im Jahr 2020 aufgrund der COVID-19-Pandemie setzte im ersten Halbjahr 2021 eine rasche Erholung ein. In der zweiten Jahreshälfte wurde das Wachstum jedoch stark gebremst durch erneute COVID-19-Fälle, gestörte Lieferketten und fehlendes Material wie zum Beispiel Halbleiter. Die Inflation nahm stark zu vor allem durch hohe Kosten für fossile Rohstoffe, Energie und Transport. Das setzte sich auch im ersten Quartal 2022 fort. Während die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie in Europa durch das Tolerieren höherer Grenzwerte nicht so gravierend waren, führte die Null-Toleranz-Politik in China zu erheblichen Einschränkungen im Welthandel. Hinzu kommt der Russland-Ukraine-Konflikt mit seinen unten weiter erläuterten Auswirkungen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt das globale Wirtschaftswachstum für das Gesamtjahr 2021 auf preisbereinigte 6,1% nach dem tiefen Einbruch um 3,1% im Jahr zuvor. In den USA machten sich zum Jahresende die nachlassenden fiskalpolitischen Impulse bemerkbar. Das Wirtschaftswachstum betrug dort 5,7%. Während in China trotz zahlreicher Lockdowns die Wirtschaft um 8,1% stieg, verzeichnete Japan lediglich einen Anstieg um 1,6%. 1 Wichtige Kundenmärkte Im Jahr 2021 erholten sich die europäischen Staaten wirtschaftlich von der COVID-19-Pandemie und erreichten nach Berechnungen des IWF ein Wirtschaftswachstum von 5,9%. 1 Für die EU-27-Staaten bilanzierte die EU-Kommission ein Wachstum von 5,3%. 2 Das industrielle Wachstum wurde jedoch auch im Jahr 2021 nachhaltig gestört durch Lieferengpässe, fehlende Transportkapazitäten und stark ansteigende Preise für Energie und Rohstoffe sowie durch anhaltende COVID-19-Fälle mit der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante im Rahmen einer vierten Corona-Welle sowie dem ab Mitte Februar aufkommenden Russland-Ukraine Konflikt. Die Automobilindustrie entwickelte sich anfangs gut und versuchte, die Ausfälle aus dem Vorjahr aufzufangen. Außerdem arbeiten alle namhaften Autohersteller intensiv an der Umstellung ihrer Fahrzeugmodelle auf umweltfreundliche Antriebe. Das erfordert umfangreiche Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in die Produktionsanlagen. In der zweiten Jahreshälfte machte sich allerdings der Mangel insbesondere bei Halbleitern stark bemerkbar. Das führte zu zeitweisen Betriebsschließungen und bremste den Aufschwung deutlich. Der Maschinen- und Anlagenbau verzeichnete eine gute Auftragslage. Die Investitionen in der Automobilbranche aber auch eigener Nachholbedarf führten zu einer hohen Nachfrage, die wiederum zu zahlreichen Engpässen und steigenden Preisen führte. Ein weiterer Preistreiber waren die stark gestiegenen Energiepreise mit Auswirkung auf alle Warenkategorien. Die Inflationsrate erreichte in der EU im vierten Quartal ein Rekordniveau von 4,6% im Euro-Währungsraum. 2
1 IWF World Economic Outlook April 2022, Chapter
1 S. 7.
Deutsche Konjunktur Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2021 um 2,9% gegenüber dem Vorjahr. Die Lieferengpässe und die Verschlechterung der Corona-Situation haben das Wachstum zum Jahresende gebremst. Das Vorkrisenniveau konnte noch nicht erreicht werden, nachdem das BIP im Jahr 2020 um 4,6% zurückgegangen war. Die Haupttreiber des Wachstums waren um 3,4% erhöhte Ausrüstungsinvestitionen (Maschinen, Geräte sowie Fahrzeuge) sowie höhere Konsumausgaben des Staates mit +3,1%. Der private Konsum stieg lediglich um 0,1%. Das Baugewerbe legte nur um 0,7% zu. Engpässe bei Arbeitskräften und Material sind als Ursache zu nennen. 3 Die Exporte stiegen im Jahr 2021 um 15,7% gegenüber dem Vorjahr und die Importe um 18,0% (nicht preisbereinigt). 3
3 BMWK - Ausgewählte Daten zur
wirtschaftlichen Lage Mai 2022, letzter Abruf vom
23.05.2022.
Die Lage auf dem Arbeitsmarkt blieb relativ stabil. Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte 44,9 Millionen (Vorjahr 44,8 Millionen). Die Arbeitslosenquote lag bei 5,7%. Allerdings macht sich das Fehlen von qualifizierten Fachkräften bemerkbar. 4
4 Wirtschaftsweisen - Prognose zum Arbeitsmarkt
in Deutschland 2022, letzter Abruf vom 23.05.2022.
Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau profitierte von einer sehr guten Auftragslage nach einem schwachen Vorjahr. Die preisbereinigte Produktion im Maschinenbau in Deutschland hat ihr Vorjahresniveau im Jahr 2021 um 6,4% übertroffen. 5 Das Produktionswachstum hätte deutlich größer ausfallen können, wenn Engpässe den Maschinen- und Anlagenbau nicht so stark ausgebremst hätten. Die rasant anziehende Nachfrage stieß recht schnell auf hartnäckige Engpässe bei Vorprodukten und Rohstoffen. Besonders ausgeprägt zeigten sich diese bei Elektronikkomponenten und Metallerzeugnissen. Hinzu kamen Probleme bei der Logistik wie zum Beispiel fehlende Schiffskapazitäten, LKW-Fahrer, Container und Europaletten. Darüber hinaus kam es zu vorübergehenden Schließungen von Häfen wie etwa in China. Die Covid-19-Omikron-Variante verursachte auch mancherorts Arbeitskräftemangel.
5 VDMA, Deutschland, Konjunkturbulletin Mai
2022, letzter Abruf vom 23.05.2022.
Werksschließungen in der Automobilbranche aufgrund fehlender Komponenten wirkten sich ebenfalls negativ aus. Unternehmensentwicklung Das Geschäftsjahr 2021/22 war geprägt von einer steten Zunahme der Auftragsbestände bei gleichzeitig noch anhaltenden Problemen mit Lieferketten, Versorgungsengpässen und anhaltenden Einschränkungen durch die COVID-19-Pandemie. Die Materialbeschaffung wurde zunehmend schwieriger. Die Produktionskapazitäten kamen schnell an ihre Grenzen. Gleichzeitig stiegen die Kosten nicht nur für das Material durch die starke Nachfrage und zunehmende Verknappung, sondern auch für die Logistik durch fehlende Kapazitäten bei rasant gestiegenem Volumen. Darüber hinaus setzte zum Ende des Jahres eine Teuerungswelle für Energie und Rohstoffe, auch als Folge des Russland-Ukraine-Konflikts, ein. Der letztgenannte Konflikt hatte für unsere Gesellschaft im Übrigen keine bedeutsamen Auswirkungen, da wir wenig Kunden- und Lieferantenbeziehungen zu den unmittelbar betroffenen Ländern haben. Die SNR Wälzlager konnte trotz der schwierigen Lage ihren Umsatz steigern auch dank einer guten Auftragslage im Bereich der Lineartechnik, die von einer starken Nachfrage im Bereich Robotik und Automation profitierte. Wir konnten einen Jahresüberschuss von EUR 2,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,4 Mio.) erwirtschaften. 2. Unternehmenssituation 2.1 Ertragslage Im abgelaufenen Geschäftsjahr lagen unsere Umsatzerlöse um 7,3% über den geplanten Zielen. Die Umsatzerlöse stiegen auf EUR 56 Mio. Damit lagen wir über dem Vorkrisenniveau im Geschäftsjahr 2019/20 von EUR 55 Mio. bei leicht gestiegenem Materialaufwand. Im Bereich Industrie OEM stieg der Produktumsatz um 22,5% gegenüber Vorjahr und damit wieder fast auf Vorkrisenniveau. Ursache waren der Produktionsanstieg im Industrie- und Anlagenbau nach einem schwachen Pandemie-bedingten Vorjahr und ein Anstieg des Projektgeschäfts im Bereich der Lineartechnik. Die Produktmarge stieg moderat um 1,8%. Im Industrie-Aftermarket stieg der Produktumsatz um 26,6% gegenüber Vorjahr. Ursache war auch diesem Fall das schwache Vorjahr. Die Produktmarge verbesserte sich im gleichen Zeitraum leicht um 0,5 Prozentpunkte. Die Versorgungslage war im gesamten Jahr schwierig aufgrund der zahlreichen Probleme mit COVID-19, den Lieferketten aber auch mit beschränkten Produktionskapazitäten. Die Umsätze mit der NTN-SNR Gruppe stiegen um 17,8% und damit fast wieder auf Vorkrisenniveau. Der Personalaufwand erhöhte sich im Geschäftsjahr 2021/22 auf EUR 10,8 Mio. Damit lag er um EUR 0,7 Mio. über dem Vorkrisenniveau von 2019/20. Hauptgründe sind die jährlichen Gehaltserhöhungen sowie ein leichter Anstieg der Personalstärke. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,5 Mio. Ursache war insbesondere eine verstärkte Reisetätigkeit, anteilig zum Umsatz gestiegene Transportkosten und erhöhte Ausgaben für Instandsetzung. Es fielen weiterhin Ausgaben zur Umsetzung von COVID-19-Schutzmaßnahmen an, aber nicht mehr im gleichen Umfang wie im Vorjahr. 2.2 Vermögens- und Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft ist im Wesentlichen durch die gute Eigenkapitalquote in Höhe von 67,5% (im Vorjahr 67,9%) geprägt. Für das Geschäftsjahr 2020/21 wurde laut Gesellschafterversammlung eine Ausschüttung in Höhe von EUR 427.581,12 beschlossen. Die Gesellschaft weist zum 31. März 2022 eine Bilanzsumme in Höhe von EUR 35,1 Mio. (im Vorjahr EUR 32,4 Mio.) aus. Im Berichtszeitraum betrug der Vorratsbestand EUR 6,3 Mio. und war damit EUR 0,4 Mio. über Vorjahresniveau. Die Planungs- und Bestandspolitik erforderte zu Beginn des Jahres eine schnelle Sicherung der benötigten Materialien, so dass der Bestand zeitweise hochgefahren wurde. Zum Ende des Geschäftsjahres wurden die Bestände wieder auf Normalniveau gebracht. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Forderungen gegenüber den Kunden um 14,3% gestiegen, während sich die Umsatzerlöse um 23,5% erhöht haben. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zum Jahresende auf EUR 2,0 Mio. gestiegen. Das entspricht einem Anstieg von 61,0% gegenüber Vorjahr und reflektiert vor allem den Anstieg des Vorratsvermögens. 2.3 Personal- und Sozialbereich SNR zählte zum 31. März 2022 einschließlich Geschäftsführung und Auszubildende 133 Mitarbeiter (Vorjahr: 129). Davon waren 20 Mitarbeiter gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr 22). Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde eine durchschnittliche Gehaltserhöhung von 3,83% durchgeführt. Die Fluktuation bei SNR blieb in 2021 auf einem Niveau von 9,86% (Vorjahr 5,9%). Der Krankenstand betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 3,3%, was gegenüber dem Bundesdurchschnitt von 4,7% einen vergleichsweise geringen Wert darstellt. 6 Am Programm zur Weiterbildung haben im abgelaufenen Geschäftsjahr alle Mitarbeiter über interne bzw. externen Schulungen teilgenommen, wobei in Summe ca. 291 Tage investiert wurden (im Vorjahr 118). Präsenzschulungen waren auch im abgelaufenen Jahr noch sehr eingeschränkt. Schulungen konnten aber oft online angeboten werden. 2.4 Umweltschutz Im Berichtszeitraum sind keine umweltschutzrelevanten Ereignisse aufgetreten. 3. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft entwickelt in Bielefeld Produkte in den Bereichen Lineartechnik, Gehäuselage, Lagergehäuse und Sonderprodukte. 4. Investitionen Im Berichtszeitraum wurden Investitionen in Sachanlagen in Höhe von TEUR 22 getätigt. 5. Qualitätssicherung Unsere Zertifizierung nach ISO 9001:2015 vom Oktober 2020 hat eine Gültigkeit bis November 2023. 6. Chancen- und Risikobericht Weltwirtschaft Das Jahr 2022 steht im Zeichen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine. Dieser führte zu einer humanitären Krise in Osteuropa und zu Embargomaßnahmen der Europäischen Union, der USA und anderer Staaten gegenüber Russland. Der Wegfall von Produktionsstätten und Absatzmärkten hat unmittelbare negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und insbesondere auf die Wirtschaft in Europa. Der Internationale Währungsfonds (IWF) senkte daher seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft auf 3,6% für die Jahre 2022 und 2023 (0,8% bzw. 0,2% weniger als noch in seiner Januar-Projektion). 7
7 IWF World Economic Outlook April 2022, S.
XIII.
Die wirtschaftliche Lage ist derzeit zusätzlich geprägt von großen Engpässen auf den Rohstoffmärkten und damit verbundenen enormen Preissteigerungen und einer hohen Inflationsrate, großen Problemen bei der Lebensmittelversorgung der Weltbevölkerung zum Beispiel bei Weizen und Mais, von nach wie vor stark gestörten Lieferketten sowie großen finanziellen Kraftanstrengungen seitens den USA und der EU-Staaten zur Unterstützung der Ukraine und zur eigenen militärischen Aufrüstung. Für Europa liegt die Prognose des IWF lediglich bei 1,1% im Jahr 2022 und 1,9% für 2023. Die oben beschriebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen führen zu einem starken Rückgang in führenden EU-Staaten aber natürlich zu einem extremen Abfall in Russland und der Ukraine. Für Deutschland geht der IWF von einem Wachstum von 2,1% im Jahr 2022 und 2,7% für 2023 aus. 8
8 WF World Economic Outlook April 2022, Chapter
1 S. 7.
Die EU-Kommission geht von einem realen Wachstum des BIP in der EU von 2,7% im Jahr 2022 und 2,3% für 2023 aus. Damit senkte auch sie ihre letzte Prognose im Winter aufgrund Russlands Invasion in der Ukraine. Die Inflation stieg im ersten Quartal 2022 auf 6,1% gegenüber 4,6% im letzten Quartal 2021. Es gibt hohe Risiken bei der Konjunktur- und Inflationsprognose, die stark vom Kriegsverlauf und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Energiemärkte abhängt. Abzuwarten bleibt auch die Pandemieentwicklung im Verlaufe des Jahres. Deshalb sind Wachstumsprognosen zurzeit nur schwer zu erstellen. 9 Deutsche Konjunktur Unter Hinweis auf die Belastung der Weltwirtschaft und die hohe politische Unsicherheit durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine hat der Sachverständigenrat eine aktualisierte Konjunkturprognose für Deutschland erstellt. Er geht nur noch von einem Wachstum des BIP von 1,8% im Jahr 2022 und 3,6% im Jahr 2023 aus. Die weltweite Konjunktur war bis zu Beginn des Krieges relativ robust. Die ökonomischen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie fallen in vielen Staaten geringer aus als in den letzten beiden Jahren trotz steigender Neuinfektionen. Dagegen verschärfen der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die im Gegenzug ergriffenen Sanktionen die Störungen weltweiter Wertschöpfungsketten und erhöhen den inflationären Druck. Vor allem die hohe Abhängigkeit von russischen Energieimporten stellt ein beträchtliches Risiko dar. Nicht zuletzt können ein Lieferstopp oder ein Importembargo für russische Energieträger nicht ausgeschlossen werden. Der Sachverständigenrat erwartet eine Inflationsrate für Deutschland von 6,1%. 10
10 Sachverständigenrat: Geänderte
Konjunkturprognose 2022 und 2023 vom 30.03.2022 S. 1
Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Aufgrund des Krieges in Ukraine senkt der VDMA seine Produktionsprognose für den Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland auf real 4% für 2022. Zu den Risiken wie Inflation, neuen Pandemiewellen, Auseinandersetzung zwischen China und den USA und Lieferkettenproblemen kommen nicht abschätzbare Gefahren für die weitere wirtschaftliche Entwicklung hinzu wie Handelsunterbrechungen, Verknappung von Rohstoffen insbesondere von fossilen Brennstoffen und Metallen sowie die stark gestiegenen Energiepreise. Das Exportvolumen von rund 7,0 Milliarden EUR (2021) nach Russland, Belarus und in die Ukraine wird in nächster Zeit fehlen. 11
11 VDMA, Ukraine-Krieg schlägt auf
Produktion im Maschinenbau durch, letzter Abruf vom
23.05.2022.
Im März lag der Auftragseingang erstmals seit Januar 2021 unter seinem Vorjahresmonat. Aufträge aus dem Inland gingen um 3% und aus dem Ausland um 5% zurück. Die Auslastung der Maschinenkapazität ist zum April hin auf 87,3% gesunken. Trotz noch hoher Auftragsbestände kann die Auslastung nicht erhöht werden, weil Materialengpässe und Engpässe bei den Beschäftigten sowie weiterhin Lieferkettenprobleme bestehen. 12
12 VDMA, Deutschland, Konjunkturbulletin Mai
2022, letzter Abruf vom 23.05.2022.
Unternehmen Für das neue Geschäftsjahr planen wir einen moderaten Umsatzanstieg. Wir gehen jedoch davon aus, dass das Ergebnis unter dem des Geschäftsjahres 2020/21 liegen wird. Steigende Kosten in allen Bereichen werden zu schlechteren Margen und erhöhten Personalkosten sowie sonstigen betrieblichen Aufwendungen führen. Um einen Teil der Materialkostenerhöhungen aufzufangen, planen wir Preiserhöhungen sowohl für den Handelsbereich als auch das OEM-Geschäft. Die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen sind natürlich auch für uns schwierig und schwer vorauszusagen. Sich ständig erhöhende Materialkosten mit unverbindlichen Lieferzusagen bereiten schon jetzt große Probleme. Dazu kommen verlängerte Transportzeiten durch geschlossene oder überlastete Häfen. Der Logistikbranche fehlen Fahrer, Container und Paletten. Hinzu kommen die stetig steigenden Kraftstoffpreise. Eine Intensivierung und Verlängerung der Russland-Ukraine-Krise und die Sanktionen vor allem der westlichen Länder kann diese Risiken weiter verschärfen. Im neuen Geschäftsjahr rechnen wir mit einem guten Geschäft im Bereich Industrie OEM. Neben dem traditionellen Wälzlagergeschäft sehen wir weiterhin viel Potential im Bereich Linear Motion. Wir konnten in den letzten Monaten stetige Auftragseingänge verzeichnen und können so von einem guten Projektgeschäft ausgehen. Voraussetzung dabei ist allerdings eine gute Investitionstätigkeit der Unternehmen. Wie im letzten Jahr können wir von Investitionen im Automobilbau für den Strukturwandel im Fahrzeugbau profitieren. Im Bereich der kundenspezifischen Lagereinheiten versuchen wir weiter, Neukunden zu gewinnen und das Geschäft profitabler zu machen. Im Bereich Industrie-Aftermarket wollen wir kräftig wachsen. Wir werden die Zusammenarbeit mit unseren Händlern und den großen Handelsgruppen weiter intensivieren. Dazu haben wir im Rahmen unseres NTN Partnership Programm erste Verträge geschlossen. Kürzere Lieferzeiten und bessere Verlässlichkeit sind zurzeit schwer zu erreichen. Wir erwarten aber eine Beruhigung im zweiten Halbjahr. Guter Service und Online-Schulungen wurden im abgelaufenen Jahr ausgebaut und sind weiterhin ein wichtiges Element in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Unser Risikomanagementsystem für Finanzinstrumente umfasst im Wesentlichen das Debitorenmanagement. Wir verfolgen hier das Ziel, die entstandenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu überwachen und einen fristgerechten Zahlungseingang sicherzustellen. Ein konsequentes Mahnwesen mit allen rechtlichen Optionen sowie die Androhung und Umsetzung der Liefersperre gehören ebenso dazu wie die Nutzung externer Servicedienstleister für das Forderungsmanagement. Zusätzlich werden mögliche Ausfälle bei Forderungen über eine Kreditversicherung abgesichert. Die Effizienz dieser Maßnahmen zeigte sich in einem äußerst geringen Forderungsausfall. Unser Compliance-Managementsystem, das die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien im Unternehmen sichern soll, wird weiter ausgebaut. 7. Prognosebericht Für das neue Geschäftsjahr planen wir beim Umsatz einen leichten Zuwachs um EUR 1 Mio. über dem Vorjahr 2020/21. Das erste Halbjahr wird niedriger ausfallen als das zweite, da wir von einer wirtschaftlichen Erholung in der zweiten Jahreshälfte ausgehen. Aufgrund steigender Kosten für Produktion und Transport sowie für allgemeine betriebliche Ausgaben und Personalkosten wird das Ergebnis um 46% niedriger ausfallen als im abgelaufenen Geschäftsjahr, jedoch positiv bleiben. Eine Stärkung des Handelsgeschäftes sowie Preiserhöhungen sollen uns helfen, weiterhin profitabel zu sein. Eine nachhaltige Kostenkontrolle und geeignete Maßnahmen zur Kostensenkung sind ebenfalls unabdingbar. Trotz weitgehend normalisierter Geschäftstätigkeit planen wir weiterhin mit Einsparungen zum Beispiel bei Reisekosten gegenüber dem Vorkrisenniveau. Die Prognose ist mit Unwägbarkeiten behaftet. Die vollen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind bislang nicht abschätzbar. Es sind sowohl unsere Kunden als auch unsere Zulieferer und Werke von den Ereignissen betroffen. Hinzu können neue Probleme aufgrund der COVID-19-Epidemie kommen. Eine neue Welle wird für den Herbst erwartet. Diese Faktoren können die oben angeführten wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für unser Unternehmen sehr negativ beeinflussen. Um die Gesundheit unserer Mitarbeiter gegen COVID-19 zu schützen und den Betrieb aufrecht zu erhalten, werden wir auch weiterhin alle Schutzmaßnahmen ergreifen, die der jeweiligen Situation angepasst sind. Besonderes Augenmerk richten wir außerdem auf das Cash-Management. Bislang konnten wir einen normalen Cashflow vorweisen. Wichtig ist eine optimale Bestandsplanung und ein gutes Risikomanagement im Debitorenbereich. Größere Ausfälle sind durch eine Kreditversicherung abgedeckt.
Erkrath, den 25. Mai 2022 SNR Wälzlager GmbH Die Geschäftsführung Makoto Kikukawa Henning Simon Dominique Lavilla |
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