moebel.de Einrichten & Wohnen AGLiquidiert

20095 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 90208
Vorher
möbel.de Einrichten & Wohnen AGPortalis Deutschland AGmoebel.de Einrichten und Wohnen AG
Eingetragen
26.6.2000
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von MöbelnEinzelhandel mit WohnmöbelnGroßhandel mit Möbeln, Teppichen, Lampen und Leuchten
Gegenstand
insbesondere der Betrieb eines Branchenportals. Darunter fallen Serviceund Vermittlungsleistungen für Händler, Hersteller und Dienstleistungsunternehmen der Möbelbranche und journalistische sowie redaktionelle Arbeiten für den Informationsgehalt des Portals. Im Weiteren der Handel mit Möbeln über das Internet und den Versandhandel sowie der Einzelhandel. Ausgenommen sind erlaubnispflichtige Tätigkeiten jeder Art.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

moebel.de Einrichten & Wohnen AG

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Bilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

31.12.2018
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.271.090,58 2.079.787,58
2. gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 649.938,00 646.342,00
2.921.028,58 2.726.129,58
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 130.509,00 167.626,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 106.017,95 106.017,95
3.157.555,53 2.999.773,53
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Geleistete Anzahlungen 31.284,39 34.507,57
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 827.310,07 1.064.367,90
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.429,39 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 157.010,32 178.698,99
989.749,78 1.243.066,89
III. Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 586.756,60 2.244.096,89
1.607.790,77 3.521.671,35
C. Rechnungsabgrenzungsposten 77.061,41 56.425,18
D. Aktive latente Steuern 424.402,21 711.908,67
5.266.809,92 7.289.778,73

Passiva

31.12.2018
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 111.323,00 111.323,00
II. Kapitalrücklage 3.507.204,61 3.507.204,61
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 6.636,80 6.636,80
2. Andere Gewinnrücklagen 2.051.719,95 2.051.719,95
2.058.356,75 2.058.356,75
IV. Bilanzverlust
-2.041.325,00 -297.028,04
3.635.559,36 5.379.856,32
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 251.849,76 364.842,03
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 44.726,33 123,16
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 273.677,89 1.224.832,21
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 1.488,69
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.025.382,12 282.791,01
davon aus Steuern EUR 50.052,84 (Vj. TEUR 73.784,43)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 80.064,19 (Vj. TEUR 43.593,78)
1.343.786,34 1.509.235,07
D. Rechnungsabgrenzungsposten 35.614,46 35.845,31
5.266.809,92 7.289.778,73
2019 2018
1. Rohergebnis 14.185.985,22 19.247.318,22
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.718.008,91 3.765.562,53
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 644.631,89 651.982,86
davon für Altersversorgung EUR 8.632,26 (EUR 12.507,16)
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 709.021,22 314.376,62
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 5.589,26 54.742,16
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 10.565.524,44 14.000.283,77
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 7.446,32 (i. Vj. EUR 510,23)
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 18.493,56
6. Steuern vom Einkommen und Ertrag 287.506,46 775.891,88
davon Aufwand aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern EUR 827.481,88 (Vj. EUR 170.901,54)
7. Ergebnis nach Steuern -1.744.296,96 -297.028,04
8. sonstige Steuern 0,00 0,00
9. Jahresfehlbetrag (i. Vj. Jahresüberschuss) -1.744.296,96 -297.028,04
10. Verlustvortrag -297.028,04 0,00
11. Bilanzverlust -2.041.325,00 -297.028,04

(HRB 90208 des Amtsgerichtes Hamburg), Hamburg

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss der moebel.de Einrichten & Wohnen AG (HRB 90208 des Amtsgerichtes Hamburg) (im Folgenden auch moebel.de), Hamburg, ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB und hat von den Erleichterungen des § 288 HGB teilweise Gebrauch gemacht.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das bisher angewendete Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB beibehalten.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden gemäß dem Aktivierungswahlrecht nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB aktiviert und mit den auf die Entwicklungsphase entfallenden Herstellungskosten (§ 255 Abs. 2a Satz 1 HGB) angesetzt. Sie werden gemäß § 253 Abs. 3 HGB um planmäßige und, falls notwendig, außerplanmäßige Abschreibungen reduziert. Die Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB wird beachtet. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände haben eine Nutzungsdauer von 5 Jahren.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit mit einer voraussichtlich dauernden Wertminderung gerechnet wird.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, und wird, soweit abnutzbar, um lineare Abschreibungen vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit mit einer voraussichtlich dauernden Wertminderung gerechnet wird.

Betriebs- und Geschäftsausstattung wird abhängig vom Vermögensgegenstand über 1 bis maximal 7 Jahre abgeschrieben.

Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu einem Netto-Einzelwert von 150 Euro werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe als Aufwand berücksichtigt. Für Vermögensgegenstände, die einen Netto-Einzelwert zwischen 150 Euro und 1.000 Euro haben, wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird linear über fünf Jahre abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt. Bei der Bewertung der Forderungen ist den erkennbaren Risiken durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen worden.

Flüssige Mittel

Die Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände werden zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie werden in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen voraussichtlichen Erfüllungsbetrages gebildet.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Aktive Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände vorgenommen (Vorjahr: 32,6 Tsd. Euro). Auf Sachanlagen wurden, wie im Vorjahr, im abgelaufenen Geschäftsjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis 1 Jahr. Forderungen gegen Gesellschafter bestehen - wie im Vorjahr - nicht.

Zum Bilanzstichtag bestehen Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (ggfs. auf sonstige Vermögensgegenstände) in Höhe von 92,1 Tsd. Euro (Vorjahr 7,7 Tsd. Euro).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren sämtlich aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen im Wesentlichen Rückforderungen zu Umsatzsteuer und Körperschaftssteuer.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen im Wesentlichen Kosten für Messekosten, Versicherungen, Softwarekosten, Gebühren/Beiträge und Dienstleistungen für Customer Relationship Management.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft besteht wie auch im Vorjahr aus 111.323 Stück Stammaktien zum Nennwert von jeweils 1,00 Euro. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert 3.507 Tsd. Euro.

Der Gesamtbetrag der nach § 268 Abs. 8 HGB nicht ausschüttbaren Gewinne beträgt 2.695 Tsd. Euro und wurde wie folgt ermittelt:

Ermittlung des Gesamtbetrags der ausschüttungsgesperrten Beträge in Euro

Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 71.090,58
Abzüglich hierauf entfallender passiver latenter Steuern 720.943,14
Aktivierung aktiver latenter Steuern (vor Saldierung mit passiven latenten Steuern oben) 1.145.345,35
Ausschüttungsgesperrter Betrag 2.695.492,79
31.12.2019 31.12.2018
Tsd. Euro Tsd. Euro
Personalrückstellungen 220 300
Steuerrückstellungen 0 0
Übrige sonstige Rückstellungen 32 65
Summe 252 365

Die übrigen sonstigen Rückstellungen umfassen Rückstellungen für Jahresabschluss- und Prüfungskosten sowie für gesetzliche Abgaben.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen, wie im Vorjahr, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und bestehen sämtlich gegenüber Gesellschaftern.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse umfassen im Wesentlichen Partnerumsätze in Höhe von 13.380,4 Tsd. Euro (Vorjahr: 18.287,7 Tsd. Euro) sowie Mieterlöse in Höhe von 122,4 Tsd. Euro (Vorjahr: 122,4 Tsd. Euro).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Werbekosten in Höhe von 8.815,6 Tsd. Euro (Vorjahr: 12.178,3 Tsd. Euro), Kosten aus IT-Dienstleistungen und Serverkosten in Höhe von 775,0 Tsd. Euro (Vorjahr: 884,5 Tsd. Euro) sowie Raumkosten in Höhe von 378,8 Tsd. Euro (Vorjahr: 391,5 Tsd. Euro).

Sonstige Angaben

fällig im Folgejahr fällig im 2. bis 5. Jahr Summe 31.12.2019
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
Mietverpflichtungen 282 141 423
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) 0 0 0
Übrige Verpflichtungen 371 99 470
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) 0 0 0
Summe 653 240 893

Die Mietverpflichtungen umfassen im Wesentlichen die Anmietung von Geschäftsräumen. Übrige Verpflichtungen resultieren aus verschiedenen Dienstleistungs- und Softwareverträgen.

Nachtragsbericht

Zwischen dem Ende des Geschäftsjahres 2019 und dem 27. Mai 2020 sind keine wesentlichen Ergebnisse eingetreten, die eine wesentliche Auswirkung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben. Die COVID-19 Pandemie hat zwar innerhalb der laufenden Wochen- und Monatsbetrachtung im Q1 und im Q2 starke Schwankungen gezeigt, aber in Summe betrachtet bis zum Zeitpunkt dieses Berichtes keine negativen Folgen aufgezeigt und keinen Anlass gegeben, für den Rest des Jahres mit in Summe negativen Einflüssen zu rechnen. Vorsichtiges Handeln in Bezug auf Kosten & Investitionen ist dennoch angeordnet, da die nicht abschätzbaren eventuellen Einflüsse der Rezession auf Rücklagen in Bezug auf die Unternehmensliquidität treffen sollen.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Auf die Angabe der Honorare des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da diese im Anhang des Konzernabschlusses der ProSiebenSat.1 Media SE zum 31. Dezember 2019 enthalten sind.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der moebel.de Einrichten & Wohnen AG wird in den Konzernabschluss der ProSiebenSat.1 Media SE (HRB 219439 des Amtsgerichtes München), Unterföhring, einbezogen.

Die ProSiebenSat.1 Media SE, Unterföhring, stellt den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis der Unternehmen auf.

Der Konzernabschluss der ProSiebenSat.1 Media SE wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Bilanzverlust soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Durchschnittliche Mitarbeiterzahl

2019 2018
Festangestellte 60 65
Vorstände 2 2
Gesamt 62 67

Organe

Vorstand

Herr Robert André Kabs (Vorsitzender), Vorstandsvorsitzender, Hamburg

Herr Arne Stock, Vorstand für das operative Geschäft, Hamburg

Aufsichtsrat

Daniel Puschmann (Vorsitzender)

Herr Christian Wulf Geschäftsführer Kabs Service & Logistik GmbH, Lübeck, war AR-Mitglied und stellvertretender Vorsitzender des AR bis zum Ablauf der Hauptversammlung am 11.04.2019

Herr Sebastian Zint, Syndikus-Steuerberater, Prokurist NCG Commerce GmbH, Unterföhring hat sein Amt am 23.10.2019 niederlegt

Herr Thomas Meyer wurde am 23.10.2019 als neues AR Mitglied gewählt.

Herr Fabian Gewald (stellvertretender Vorsitzender), Steuerberater, Geschäftsführer Gewald Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, wurde mit Wirkung zum Ablauf der Hauptversammlung am 11.04.2019 als neues AR Mitglied gewählt und nach der HV in der konstituierenden AR Sitzung zu dessen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Mitglieder des Vorstands erhielten im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von 351 Tsd. Euro.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats beträgt für das Geschäftsjahr 2019 0 Tsd. Euro.

 

Hamburg, 11. Juni 2020

Robert André Kabs

Arne Stock

Brutto Anlagenspiegel zum 31.12.2019

moebel.de Einrichten & Wohnen AG

Hamburg

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2019 Zugänge Abgänge Anschaffungs-Herstellungskosten 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR
I. Immatertielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.261.392,25 816.956,78 0,00 3.078.349,03
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Wertren 3.303.020,49 14.549,54 0,00 3.317.570,03
Immatrielle Vermögensgegenstände 5.564.412,74 831.506,32 0,00 6.395.919,06
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 536.953,73 35.296,90 0,00 572.250,63
Sachanlagen 536.953,73 35.296,90 0,00 572.250,63
III. Finanzanlagen
Sonstige Geschäftsanteile 106.017,95 0,00 0,00 106.017,95
Finanzanlagen 106.017,95 0,00 0,00 106.017,95
6.207.384,42 866.803,22 0,00 7.074.187,64
Kumulierte Abschreibungen
31.12.2018 Zugänge Abgänge Kumulierte Abschreibungen 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR
I. Immatertielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 181.604,67 625.653,78 0,00 807.258,45
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Wertren 2.656.678,49 10.953,54 0,00 2.667.632,03
Immatrielle Vermögensgegenstände 2.838.283,16 636.607,32 0,00 3.474.890,48
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 369.327,73 72.413,90 0,00 441.741,63
Sachanlagen 369.327,73 72.413,90 0,00 441.741,63
III. Finanzanlagen
Sonstige Geschäftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
3.207.610,89 709.021,22 0,00 3.916.632,11
Buchwert 31.12.2019 Buchwert 31.12.2018
EUR EUR
I. Immatertielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.271.090,58 2.079.787,58
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Wertren 649.938,00 646.342,00
Immatrielle Vermögensgegenstände 2.921.028,58 2.726.129,58
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 130.509,00 167.626,00
Sachanlagen 130.509,00 167.626,00
III. Finanzanlagen
Sonstige Geschäftsanteile 106.017,95 106.017,95
Finanzanlagen 106.017,95 106.017,95
3.157.555,53 2.999.773,53

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Kurzporträt der moebel.de Einrichten & Wohnen AG

Die moebel.de Einrichten & Wohnen AG (moebel.de) mit Sitz in Hamburg wurde im Jahr 2000 gegründet. Als Kerngeschäft betreibt moebel.de ein Branchenportal. Darunter fallen Service- und Vermittlungsleistungen für Händler, Hersteller und Dienstleistungsunternehmen der Möbelbranche. Redaktionelle Inhalte auf der Website runden den Informationsgehalt des Portals, beispielsweise zu aktuellen Möbeltrends, ab.

Im Jahr 2013 beteiligte sich die ProSiebenSat.1 Gruppe an dem Möbelportal. Seit 2014 hält diese die Mehrheit an der moebel.de. 50,1 Prozent werden durch die ProSieben-Sat.1 Commerce GmbH gehalten.

Das Kern-Geschäftsmodel von moebel.de basiert auf einem Click-out-Modell. Partnershops bezahlen pro weitergeleitetem Besuch einen Cost-per-Click (CPC). Im Dezember 2017 wurde ein neues Bietverfahren eingeführt, welches den Partnern freies Bieten und somit aktiven Einfluss auf deren CPCs ermöglicht. Zuvor richteten sich die CPCs nach Preislisten. Dieses Bietverfahren wurde 2018 und 2019 weiterentwickelt, so dass Partner entsprechend Ihrer Ziele den Preis je SKU steuern können.

Zudem werden für Hersteller, Multi-Channel-Anbieter sowie stationäre Händler verschiedene Werbemöglichkeiten zur Reichweitensteigerung & Kundengewinnung auf dem Portal angeboten. Die Kampagnen kann der Werbetreibende mit Regio-Targeting und Warengruppen-Targeting weiter eingrenzen, um Streuverluste zu vermeiden. Die Abrechnung erfolgt auf Basis der Häufigkeit der Werbemittel-Ausstrahlung aus Tausender-Kontaktpreis.

Im Rahmen seiner Internationalisierungsstrategie ist moebel.de seit September 2017 auch in Frankreich mit der Domain "meubles.fr" vertreten. Das Frankreichgeschäft wird vom Firmensitz in Hamburg betreut. Auf dem französischen Markt tätige Onlineshops für Möbel und Einrichtungsgegenstände können hier ihre Produkte präsentieren.

Die wesentlichen Traffic-Quellen von moebel.de sind neben dem organischen Traffic (Loyal & TV-Werbung) Search Engine Advertising (SEA), Search Engine Optimization (SEO), Display, Affiliate, Newsletter und Social. Die moebel.de App, der Frankreich-Auftritt und Partnerschaften mit anderen Portalen sind weitere Trafficquellen von moebel.de.

1.2 Wesentliche organisatorische Veränderungen in 2019

In 2019 ergab sich keine wesentliche Veränderung in den organisatorischen Rahmenbedingungen. Herr Robert Kabs und Herr Arne Stock sind unverändert als Vorstandsmitglieder einzelvertretungsberechtigt.

1.3 Unternehmensinternes Führungs- und Steuerungssystem

moebel.de wird anhand einer Reihe von Kenngrößen gesteuert. Das Steuerungssystem umfasst sowohl finanzielle als auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren. Neben unternehmensinternen Kennzahlen werden regelmäßig externe Indikatoren, wie beispielsweise aktuelle Konjunkturdaten, zur Steuerung und Planung herangezogen.

Zentrale finanzielle Steuerungsgrößen sind der Umsatz sowie das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Darüber hinaus sind folgende nicht-finanzielle Performance-Kennzahlen von Bedeutung für moebel.de:

Absprungrate: Die Absprungrate steht für den prozentualen Anteil von Besuchern, die die Website ohne Klick bzw. Interaktion verlassen.

Umsatz pro Besucher: Der Umsatz pro Besucher gibt das Verhältnis zwischen Umsatz und Anzahl der Besucher an.

Wiederkehrrate: Die Wiederkehrrate steht für den Anteil der Besucher, der bereits im Vorfeld Besucher der Website war.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gemäß Prognosen des DIW wuchs die deutsche Wirtschaft 2019 um ca. 0,6%. (Vorjahr: 1,5%). Für das Jahr 2020 rechnet man mit einer Entwicklung in Höhe von ca. -0,1 %. 1

moebel.de profitiert von der positiven Entwicklung des E-Commerce-Umsatzes in Deutschland. Der E-Commerce-Markt in Deutschland ist in den letzten Jahren um durchschnittlich ca. 10% pro Jahr gewachsen. Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) prognostiziert auch für 2020 ein Wachstum des E-Commerce-Marktes Deutschlands in zweistelliger Höhe auf ca. 80 Mrd. EUR. 2

Der Möbelmarkt (privater Verbrauch) in Deutschland stagniert seit einigen Jahren bei rund 30 Mrd. EUR Gesamtumsatz. Ca. 7% bzw. 2 Mrd. EUR des Umsatzes aus dem Möbelgeschäft kommen aktuell online zustande. Experten gehen bis 2020 von einer zweistelligen Wachstumsrate pro Jahr im Online-Möbelmarkt Deutschland aus. 3

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Ertragslage

moebel.de hat in 2019 einen deutlich geringeren Umsatz als im Vorjahr und wie für das Geschäftsjahr geplant erzielt (13,5 Mio. EUR gegenüber 18,5 Mio. EUR in 2018), dies entspricht einem Umsatzrückgang um 27 %. Das Unternehmen beschäftigte zum Stichtag 60 festangestellte Mitarbeiter (Vorjahr: 65) in den Bereichen IT, Produktentwicklung, Marketing, Finanzen und Internationalisierung.

Das Ergebnis nach Steuern ist im Vergleich zum Vorjahr von -0,3 Mio. EUR auf -1,7 Mio. EUR und das EBITDA von 0,8 Mio. EUR auf -0,7 Mio. EUR gesunken. Während die Personalkosten in 2019 gegenüber dem Vorjahr unverändert blieben (wie im Vorjahr 4,4 Mio. EUR), gingen die sonstigen betriebliche Aufwendungen korrespondierend deutlich zurück (10,6 Mio. EUR, - 25% im Vergleich zum Vorjahr). Wesentlicher Treiber der Rückgänge der Umsätze & Werbeaufwendungen und der damit einhergehenden Planverfehlungen sind verzögerte IT-Systemumstellungen.

1 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/74644/umfrage/prognose-zur-entwicklung-des-bip-in-deutschland/
2 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/202905/umfrage/prognostiziertes-marktvolumen-des-deutschen-versandhandels/
3 https://www.handelsdaten.de/branchen/moebelhandel_und_https://www.ifhkoeln.de/blog/ details/moebelmarkt-starkes-wachstum-zukuenftig-aber-nur-noch-online/

2.2.2 Vermögens- und Finanzlage

Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele eingeholt.

Die Finanzmittel auf dem Bankkonto sind jederzeit verfügbar und betrugen zum Stichtag 0,6 Mio. EUR. Damit ergibt sich ein Liquiditätsgrad 1. Grades von 44 % (im Vorjahr: 148%). 4

Die Bilanzsumme 2019 beträgt bedingt durch den veränderten Liquiditätsgrad 5,3 Mio. EUR und liegt damit deutlich unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 7,3 Mio. EUR).

Auf der Aktivseite ist das Anlagevermögen um 5 % gegenüber dem Vorjahr auf 3,2 Mio. EUR gestiegen. Dies resultiert in erster Linie aus der Aktivierung der Herstellungskosten hinsichtlich der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände.

Das Umlaufvermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um 54,4% auf 1,6 Mio. EUR gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der flüssigen Mittel.

Das Eigenkapital der Gesellschaft ist gegenüber dem Vorjahr um 32,4% auf 3,6 Mio. EUR zurückgegangen.

Die Verbindlichkeiten sind um 11,0% auf 1,3 Mio. EUR gesunken, was vorrangig auf die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen ist.

Die Kapitalstruktur von moebel.de ist ausgewogen. Die Eigenkapitalquote liegt am Jahresende 2019 bei 69,0% gegenüber einem Vorjahreswert in Höhe von 73,8%.

2.2.3 Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Insgesamt kann die Vermögens-, Finanz und Ertragslage im Geschäftsjahr 2020 als moderat eingestuft werden.

4 Liquiditätsgrad 1 definiert als (flüssige Mittel/kurzfristige Verbindlichkeiten)*100.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Für 2020 sind Investitionen in die Personalisierung sowie die weitere Internationalisierung geplant. Der Umsatz für 2020 wird über dem Niveau von 2019 erwartet. Das E-BITDA wird aufgrund des geplanten moderaten Wachstums über dem Niveau von 2019 erwartet. Insgesamt ist von einer leicht wachsenden Geschäftsentwicklung auszugehen.

3.2 Chancenbericht

Chancen für moebel.de ergeben sich vor allem aus einem stärkeren Wachstum des Möbelmarktes Online (insbesondere durch die Corona-Krise befördert) sowie einer höheren Kunden-Wiederkehr als prognostiziert.

Zudem ergeben sich Chancen für die Gesellschaft aus geplanten IT-Projekten, die eine höhere positive Wirkung auf die Wandlungsraten der Plattform haben als angenommen.

3.3 Risikobericht

Die Gesamtrisikosituation von moebel.de kann in Einzelrisiken aufgeteilt werden. Der Vorstand von moebel.de schätzt weder die Einzelrisiken noch deren Summe als bestandsgefährdend ein. Allerdings ist das Risiko durch die drohende Rezession als Folge der Corona-Krise aktuell schwer einzuschätzen und wird Einfluss auch auf die Geschäftsentwicklung von moebel.de haben. Angelehnt an die Erfahrungen aus China profitieren Online-Services & eCommerce Dienste aber und daher ist diese Wahrscheinlichkeit für die moebel.de AG höher.

Folgende betriebsrelevante Einzelrisiken konnten identifiziert und bewertet werden:

- IT-Risiken:

Angriffe auf die IT-Systeme von moebel.de und die Einschränkung der Performance der IT-Systeme sind generelle Risiken für moebel.de. Aufgrund der regelmäßig stattfindenden IT-Audits in Kooperation mit der ProSiebenSat. 1 Gruppe sowie der automatisierten Frühwarnsysteme wird diese Risikokategorie als gering eingestuft.

- Markt- und Wettbewerbsrisiken:

Stark ansteigende Marktpreise im Trafficeinkauf, neue Marktteilnehmer sowie ein Nachfragerückgang oder Rezession sind wesentliche identifizierte Markt- und Wettbewerbsrisiken. Regelmäßige Markt- und Wettbewerbsanalysen sowie die stetige Weiterentwicklung der Produkte sind Maßnahmen, den Markt- und Wettbewerbsanforderungen Stand zu halten. Die Markt- und Wettbewerbsrisiken werden von moebel.de als hoch eingeschätzt.

- Personalrisiken:

moebel.de ist für die Realisierung der Ziele auf qualitative Fachkräfte, insbesondere der IT, angewiesen. Die Bekanntheit von moebel.de und der ProSieben-Sat.1 Gruppe wirken sich positiv auf die Bewerberzahlen aus und unterstützt somit die Personalakquise. Interne Mitarbeiterbindungsmaßnahmen unterstützen die Mitarbeiterzufriedenheit und beugen dem Abfluss von Knowhow vor. Das Risiko aus dem Mangel an qualifizierten IT-Fachkräften und die daraus resultierenden unerwartet hohen Kosten im Zusammenhang mit dem Recruitment werden als hoch eingestuft.

- Marktakzeptanz neuer Geschäftsmodelle:

Der zukünftige Erfolg von moebel.de ist unter anderem von der Marktakzeptanz neuer Geschäftsmodelle abhängig. Unerwartet hohe Kosten bei der Vermarktung neuer Geschäftsmodelle stellen ein Risiko für moebel.de dar. Aufgrund von standardisierten Tests bei Produktneuheiten, ausgeprägter Branchenexpertise und kontinuierlicher Marktanalysen wird das Risiko der Marktakzeptanz als moderat eingestuft.

Schlusserklärung des Vorstands aus dem Abhängigkeitsbericht gem. § 312 AktG

Die moebel.de AG hat nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung im Sinne des §312 AktG vereinbart und - soweit dies im Berichtsjahr zu erfüllen war - eine entsprechende Leistung erhalten.

 

Hamburg, 11. Juni 2020

Robert André Kabs

Arne Stock

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die moebel.de Einrichten & Wohnen AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der moebel.de Einrichten & Wohnen AG, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der moebel.de Einrichten & Wohnen AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 15. Juni 2020

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Barnstedt, Wirtschaftsprüfer

Hauschildt, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrates

der moebel.de Einrichten & Wohnen AG, mit Sitz in Hamburg

Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand über die Lage der Gesellschaft, über die allgemeine Marktlage sowie über die wesentlichen Ereignisse und Vorhaben unterrichten lassen.

In zwei Sitzungen, am 03.07.2019 sowie 08.08.2019 hat der Aufsichtsrat die sich hieraus ergebenen Fragen intensiv mit dem Vorstand erörtert. Der Aufsichtsrat hat sich über alle wichtigen Entscheidungen des Vorstandes sowie über die Geschäftslage und -entwicklung, die aktuelle Ertragssituation, die Risikolage und das Risikomanagement, die kurz und langfristige Planung sowie Investitionen und organisatorische Maßnahmen und über besondere Geschäftsvorfälle laufend informieren lassen und - soweit erforderlich - seine Zustimmung zu diesen Geschäften erteilt. In den Aufsichtsratssitzungen hat der Vorstand ausführlich über den Geschäftsverlauf berichtet und die Jahresplanung, insbesondere die Ergebnis-, die Investitions- und die Finanzierungsplanung dem Aufsichtsrat, vorgelegt. Der Aufsichtsrat war in alle wichtigen Entscheidungen eingebunden und fasste die nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung erforderlichen Beschlüsse. Die Entscheidungen des Aufsichtsrats basierten auf den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands, die der Aufsichtsrat eingehend geprüft hat. Darüber hinaus ist die Gesellschaft Teil des Konzernreportings und des regelmäßigen Update Prozesses der Mehrheitsbeteiligungen.

Der Jahresabschluss der moebel.de Einrichten & Wohnen AG zum 31.12.2019 und der Lagebericht sowie der Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2019 wurden unter Einbeziehung der Buchführung von der durch Hauptversammlungsbeschluss zum Abschlussprüfer bestellten Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Hamburg, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die genannten Abschlussunterlagen wurden dem Aufsichtsrat zusammen mit den Prüfungsberichten zugeleitet. Nach seinen eigenen Feststellungen hat sich der Aufsichtsrat den Prüfungsergebnissen des Abschlussprüfers angeschlossen und als Ergebnis seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen festgestellt, dass Einwendungen weder gegen den Jahresabschluss noch gegen den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen noch gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erheben sind. In seiner heutigen Sitzung hat der Aufsichtsrat daher den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist.

Der Dank des Aufsichtsrates gilt dem Vorstand und allen Mitarbeitern.

 

Hamburg, den 27. August 2020

Der Aufsichtsrat

Daniel Puschmann, Vorsitzender

Nachrichten & Medien

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