Stammdaten

Register
Amtsgericht Aschaffenburg HRB 5890
Vorher
BMZ Batterien-Montage- Zentrum GmbH
Eingetragen
19.4.1995
Branche
Herstellung von Batterien und AkkumulatorenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von WerkzeugenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
die Einfuhr und die Ausfuhr, der Handel, die fabrikmäßige Serienfertigung von Elektroerzeugnissen, insbesondere von Batterien sowie von allen hieraus abgeleiteten Anwendungen und ganz allgemein von mechanischen oder elektrischen Apparaten und Geräten, die zu ihrer Anwendung dienen.Die Gesellschaft kann auch Handelsvertretungen bezüglich der in Abs. 1 bezeichneten Gegenstände und Kommissionsgeschäfte mit ihnen übernehmen.Die Gesellschaft ist auch berechtigt, alle industriellen, technischen und kommerziellen Geschäfte durchzuführen, die mit dem in Abs. 1 und 2 bezeichneten Gesellschaftszweck zusammenhängen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Sven Jürgen Bauer
seit 24.6.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (5)

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
BMZ Holding GmbHEigenbeteiligung
9.40%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
BMZ Holding GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BMZ Germany GmbH

Karlstein am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Als Systemanbieter und Spezialist für intelligente Speicherlösungen hat sich die BMZ-Gruppe, zu der die BMZ Germany GmbH ("BMZ") gehört, seit dem Jahr 1994 zu einem führenden globalen Batterie-Experten in Design und Konstruktion von Batteriesystemen entwickelt.

BMZ entwickelt und produziert High-Tech-Batteriesysteme für E-Mobility, Drive Systems, Storage, Medical- und Industrial-Anwendungen sowie Power- und Garden-Tools, die vor allem in Europa in den unterschiedlichsten Produkten bekannter Marken verbaut werden. Die Anwendungen reichen dabei von Elektro-Fahrzeugen, Gabelstaplern, e-Bikes, Energy Storage Systemen, portablen medizinischen Geräten bis zu elektrischen Gartenscheren, Bohrmaschinen und Akkuschraubern. Des Weiteren bietet die BMZ-Gruppe entsprechende Services in Form von Labor- und Zertifizierungsdienstleistungen an.

Innerhalb der BMZ-Gruppe verfügen neben der BMZ Germany GmbH die BMZ Poland Sp. z. o o. in Gliwice/Polen, die BMZ Company Ltd. in Shenzhen/China und die BMZ Inc. mit Standort Virginia Beach/USA über Produktionskapazitäten. Mit der Übernahme der APA GmbH in 2021 und der Schütz Kunststofftechnik GmbH zum 1.12.2022 verfügt die BMZ auch über eine Produktionsgesellschaft für Spritzguss mit angeschlossenem Werkzeugbau. In 2023 kamen neben Visatronic GmbH noch die Unternehmen der SoCo Ltd., Malta hinzu. An allen diesen Produktionsstandorten wurde auch während des Geschäftsjahres in den Ausbau der Produktionskapazitäten investiert, um das weitere Unternehmenswachstum zu sichern. Die Idee dahinter ist, den international aufgestellten Kunden Produkte in deren lokalen Märkten (Europa, Asien, Nord-Amerika) durch eine Vor-Ort-Produktion anbieten zu können, um flexibel auf Nachfrageschwankungen reagieren und Supply-Chain-Kosten minimieren zu können. Parallel sollen die ausländischen Schwestergesellschaften eigene Entwicklungsabteilungen und Sales-Teams weiter verstärken, um in den lokalen Märkten eigene Kunden mit ihren spezifischen Produktanforderungen akquirieren zu können.

Die Konstruktion, Produktion und Vermarktung universeller und kundenspezifischer Batterielösungen wird ergänzt durch Dienstleistungen, Entsorgung und die Entwicklung von Zukunftstechnologien und innovativen Produkten.

Die von BMZ benötigten Vorprodukte sind insbesondere Batteriezellen und Elektronikkomponenten (Batteriemanagementsysteme in Form von bestückten Leiterplatten), aber auch konfektionierte Kabelsätze, Kunststoffgehäuse und in zunehmendem Maße Metallbauteile. Zellen werden überwiegend in China, geringere Mengen auch aus Japan und Südkorea, beschafft. Die übrigen Komponenten kommen teilweise aus China, teilweise aus Europa.

Bei den Kunden von BMZ handelt es sich hauptsächlich um Business to Business-Kunden, teilweise um Global Player, teilweise - im Bereich der Fahrradhändler - um regionale Kunden. Die auf die speziellen Kundenwünsche angepassten Batteriepacks von der BMZ werden bei den Kunden in deren eigene Applikationen oder Endgeräte eingebaut, so dass die Marke BMZ bei Endkunden kaum präsent ist. Im Marktsegment der e-Bikes sind die elektronischen Komponenten der BMZ (Batteriepack, Motor und Ladegerät) zumeist die teuerste Komponente im Endprodukt. Regional sind die Kunden hauptsächlich in Deutschland oder dem Rest von Europa ansässig, wobei einige Global-Player-Kunden auch Tochtergesellschaften in Asien oder Nordamerika unterhalten.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche, Branchen- und Marktentwicklung

Im Gesamtjahr 2023 sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gemäß dem Statistischen Bundesamt in Deutschland um 0,3 %. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie weiteren Energiepreiserhöhungen. Die Inflationsrate im Jahr 2023 hat sich im Jahresdurchschnitt auf 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Es wird erwartet, dass die weltweite Inflation im Jahr 2024 zurückgeht, aber in der EU und im Euroraum hoch bleibt. Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten auch die Wirtschaftsleistung im verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm (+0,2%).

Die Weltwirtschaft war auch im Jahr 2023 durch eine Vielzahl von Unsicherheiten geprägt. Der seit 2022 anhaltende russische Angriffskrieg in der Ukraine, die hartnäckige Inflation sowie die anhaltend restriktive Geldpolitik der Zentralbanken wirkten sich belastend auf das globale Wachstum aus. Die Erholung der globalen Konjunktur von der COVID-19-Pandemie blieb langsam und ungleichmäßig. Die Wirtschaftsaktivität lag besonders in Schwellen- und Entwicklungsländern noch unter dem Niveau vor der Pandemie, und regionale Unterschiede vergrößerten sich. Die zunehmende Fragmentierung der Weltwirtschaft sowie extreme Wetterereignisse bremsten die Erholung zusätzlich. Insgesamt hat sich 2023 das globale Wachstum nochmal weiter abgekühlt, so dass der Internationale Währungsfonds (IWF) für 2023 mit einem realen Wachstum von 3,2 % (2022: 3,5 %) rechnete.

Gleichzeitig belastete ein nur langsam nachlassender Inflationsdruck die Weltwirtschaft. Die von den großen Notenbanken bereits 2022 eingeleiteten geldpolitischen Maßnahmen zeigten jedoch Wirkung. Die globale Inflation sank laut IWF von 8,7 % im Jahr 2022 auf 6,9 % im Jahr 2023. Gleichzeitig haben die starken Zinserhöhungen zu einer Verschärfung der Finanzierungskonditionen geführt und die Wechselkursrelationen der großen Währungen verändert. Vor allem die Leitzinserhöhungen der US-Notenbank wirkten sich negativ auf die Finanzierungslage der Entwicklungs- und Schwellenländer aus. Risikoreichere Investitionen und Anlagen gerieten unter Druck.

Die angespannte wirtschaftliche Lage der großen Wirtschaftsräume, allen voran USA, EU und China, strahlte auf die wirtschaftliche Aktivität in den Entwicklungs- und Schwellenländern aus. Das Wachstum der US-Wirtschaft hatte sich bereits 2022 deutlich abgekühlt und verharrte auf niedrigem Niveau. Laut IWF verzeichnete die USA ein leicht höheres Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,5 % (2022: 1,9 %). In der Eurozone lag das Wachstum für 2023 im Vergleich zum Vorjahr auf einem deutlich niedrigeren Niveau von 0,7 % (2022: 3,3 %).

Für das Jahr 2023 hatte der IWF für die Entwicklungs- und Schwellenländer ein leichtes Wachstum von 4,2 % (2022: 4,1 %) errechnet. Bei einer Betrachtung der Top-Länder zeigen sich allerdings sehr große regionale und sektorale Unterschiede: Die BIP-Wachstumsrate in den Schwellen- und Entwicklungsländern Asiens stieg deutlich. Lag das Wachstum im Jahr 2022 noch bei 4,5 %, erhöhte es sich laut IWF 2023 auf 5,2 %. Zwar drückten in China die Verschuldungskrise am Immobilienmarkt und der weiterhin schwache Binnenkonsum auf die Konjunktur, doch ein reales Wachstum von 5,0 % (2022: 3,0 %) trug aufgrund des hohen Basiswerts einen entscheidenden Teil zum Gesamtwachstum in Asien bei. Indien belastete zwar die nachlassende Nachfrage von Handelspartnern, doch wirkte sich die gestiegene private Binnennachfrage positiv aus.

Der IWF rechnete hier mit einem Wachstum von 6,3 % (2022: 7,2 %). Die ASEAN 5-Staaten (Indonesien, Malaysia, Philippinen, Singapur, und Thailand) ließen etwas nach und wuchsen um 4,2 % (2022: 5,5 %). Der russische Angriffskrieg in der Ukraine belastete weiterhin die Wirtschaft in den Schwellen- und Entwicklungsländern Europas. Die Region legte dabei insgesamt im Vergleich zum Vorjahr mit 2,4 % wieder deutlich zu (2022: 0,8 %). Die ukrainische Wirtschaft legte im Jahr 2023 um 2,0 % zu, nachdem die Konjunktur 2022 mit -29,1 % stark eingebrochen war. Für die Türkei stellte der IWF mit 4,0 % im Jahr 2023 (2022: 5,5 %) einen leichten Rückgang des Wachstums fest.

Ungeachtet der aktuell schwachen Konjunkturdaten befindet sich der Markt der Batteriesysteme auf Lithium-Ionen-Basis auf einem mittel- bis langfristigen Wachstumstrend, blickt man auf die ansteigende Nachfrage nach mit Batterien ausgestatteten Maschinen, Werkzeugen, medizintechnischen Geräten, Last- und Personenfahrzeugen und Haushaltsgeräten. In der vergangenen Dekade führte die kabellose Elektrifizierung von Haushalts-, Handwerks-, Logistik- und Medizintechnik bereits zu stark wachsender Nachfrage nach sicheren und leistungsstarken Akkus. Die Nachfrage wächst weiterhin, durch die Weiterentwicklung bewährter sowie die Entwicklung neuer Anwendungen.

Wir sehen zunehmend Anwendungen im industriellen Bereich (Baustellenfahrzeuge, Traktoren, Kehrfahrzeuge, Hub Kräne). Die hohen Emissionsreduzierungsziele der EU sorgen dafür, dass die Energie- und Verkehrswende massiv vorangetrieben werden.

Im Bereich der Heimspeicher zeigt sich im Rückblick auf das Jahr 2023 ein grundsätzlich positiver Trend jedoch mit zunehmendem Preisdruck und Überkapazitäten der Hersteller. Über alle Branchen und Segmente ist der Energiespeichermarkt gewachsen. Wachstumstreiber sind Trends wie Systemintegration, flexible Sektor-Kopplung und Elektromobilität, insbesondere in den Bereichen Haushalt und Gewerbe. Heimspeicher etablieren sich mittlerweile in privaten Haushalten und sorgen für eine sichere Eigenversorgung mit grüner Energie in den Sektoren Strom, Wärme und Mobilität.

Die generelle Verfügbarkeit von Lithium-Ionen-Zellen ist nach massiven Kapazitätserweiterungen namhafter Hersteller in Asien bis auf spezielle Batteriezelltypen grundsätzlich nicht mehr das bestimmende Thema, lediglich hinsichtlich der Beschaffungslogistik ergeben sich im aktuellen Umfeld erhöhte Schwierigkeiten. Hohe Zellen-Kapazitäten werden wie in der Vergangenheit ausschließlich von wenigen japanischen, koreanischen und zunehmend chinesischen Konzernen bereitgestellt. Zur Erhöhung der Versorgungssicherheit und Verminderung der Abhängigkeit von asiatischen Zelllieferanten begrüßen wir die Produktion von Batteriezellen auch in Europa bzw. Deutschland. Hierbei etabliert sich Deutschland zunehmend als Standort für zukünftige Giga-Factorys in Bezug auf die Batteriezellfertigung in großem Maßstab. Die geplanten Projekte von CATL in Thüringen, FARASIS in Sachsen-Anhalt, S-VOLT im Saarland, NORTHVOLT 2 in Salzgitter oder PSA in Rheinland-Pfalz zeigen, dass Deutschland ganz offensichtlich ein attraktives Umfeld für innovative Unternehmen in diesem Bereich bietet. Realistischerweise müssen wir aber davon ausgehen, dass noch einige Jahre vergehen werden, bis die aufgezeigten Projekte so weit umgesetzt sind, dass die BMZ bedeutsame Mengen von Batteriezellen aus Europa sourcen kann.

2.2 Geschäftsverlauf 2023

Im Jahr 2023 konnte die BMZ Germany GmbH trotz des Verlustes eines Großkunden, der bereits ab Juli seine Aufträge reduziert und im vierten Quartal komplett eingestellt hat, einen steigenden Umsatz von EUR 301,6 Mio. im Vorjahr auf EUR 331,4 Mio. zum Geschäftsjahresende erreichen. Die EBIT-Marge sinkt auf 2,6% im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von 5,2%. Damit wurde weder die Prognose eines Umsatz-Wachstums von über 70% noch die der leicht steigenden EBIT-Quote erreicht.

2.3 Lage des Unternehmens

2.3.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich von EUR 327,3 Mio. im Jahr 2022 auf EUR 307,9 Mio. zum Bilanzstichtag 31.12.2023 verringert.

Die Investitionen in Sachanlagevermögen in Höhe von EUR 4,8 Mio. beinhalten zum großen Teil Anlagen in Bau in Höhe von EUR 1,5 Mio., sodass insgesamt ein Anstieg der Sachanlagen um EUR 2,1 Mio. zu verzeichnen ist. Weitere wesentliche Investitionen sind Maschinen wie Schweißanlagen und Schlauchheber in Höhe von EUR 1,5 Mio. sowie Werkzeuge und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 1,1 Mio.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen gegenüber der BMZ Holding GmbH sind in Höhe von EUR 44,0 Mio. (Vorjahr EUR 63,6 Mio.) enthalten

Die Erhöhung der Vorratsbestände von EUR 112,8 Mio. im Vorjahr auf EUR 140,2 Mio. zum Bilanzstichtag 31.12.2023 ergibt sich aus dem Vorratsaufbau im Zusammenhang mit dem geplanten Wachstum, welches sich durch den Verlust eines Großkunden im vierten Quartal etwas reduzierte, sowie aus geringeren erhaltenen Anzahlungen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich von EUR 67,1 Mio. auf EUR 77,1 Mio., insbesondere bedingt durch Zahlungsverzögerungen eines Großkunden, mit dem im April 2024 aber eine Einigung über die Begleichung der Forderungen gefunden werden konnte.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen reduzierten sich von EUR 47,1 Mio. auf EUR 20,3 Mio., wobei dies in erster Linie auf den Abgang kurzfristiger Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen ist. Zum 31.12.2023 bestehen kurzfristige Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Darlehen in Höhe von EUR 12,5 Mio. und aus dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von EUR 7,8 Mio.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind von EUR 5,3 Mio. auf EUR 3,1 Mio. gesunken, wobei dies im Wesentlichen auf den Abgang von Darlehensforderungen an Dritte zurückzuführen ist (Vorjahr EUR 2,0 Mio.).

Der Wert der sonstigen Wertpapiere betrug zum Bilanzstichtag 31.12.2023 EUR 0,6 Mio. (Vorjahr EUR 5,5 Mio.), wobei der Rückgang aus dem Verkauf von Wertpapieren resultiert.

Der Wert von Guthaben bei Kreditinstituten sank im Jahr 2023 auf EUR 1,1 Mio. (Vorjahr EUR 4,6 Mio.).

Die sonstigen Rückstellungen sind um EUR 3,4 Mio. auf EUR 10,9 Mio. (Vorjahr: EUR 7,6 Mio.) gestiegen. Dieses beinhaltet im Wesentlichen Rückstellungen für Gutschriften in Höhe von EUR 4,0 Mio. (Vorjahr EUR 1,2 Mio.) sowie personalbezogene Rückstellungen in Höhe von EUR 3,1 Mio. (Vorjahr EUR 1,5 Mio.). Die personalbezogenen Rückstellungen erhöhten sich in erster Linie aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen. Ferner sind Rückstellung für Gewährleistungen in Höhe von EUR 1,4 Mio. (Vorjahr EUR 1,2 Mio.) enthalten. Daneben sanken die Steuerrückstellungen um EUR 2,2 Mio. auf EUR 3,0 Mio. zum Vorjahr, unter Berücksichtigung des beantragten Forschungszulagenbescheides.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gingen von EUR 122,7 Mio. im Vorjahr auf EUR 111,8 Mio. zum Bilanzstichtag 31.12.2023 zurück; siehe hierzu die Erläuterungen der Finanzlage. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhen sich auf EUR 60,0 Mio. (Vorjahr 47,1 Mio.). Dieses rührt in erster Linie aus dem starken Anstieg des Zelleinkaufs. Ebenso sind hierin die Verbindlichkeiten für ausstehende Rechnungen in Höhe von EUR 6,6 Mio. (Vorjahr EUR 2,1 Mio.) aufgrund Materialbestellungen und dem Wegfall eines Großkundengeschäftes enthalten.

Die Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf EUR 79,2 Mio. zum 31.12.2023 (Vorjahr EUR 102,3 Mio.) resultiert im Wesentlichen aus der Reduzierung kurzfristiger Darlehen von der BMZ Holding GmbH mit EUR 59,2 Mio. (Vorjahr EUR 82,7 Mio.). Ferner werden hier Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 18,4 Mio. (Vorjahr 17,1 Mio.) ausgewiesen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 4,0 Mio. auf EUR 3,1 Mio., im Wesentlichen bedingt durch die Reduzierung der Umsatzsteuerverbindlichkeiten von EUR 6,1 Mio. im Jahr 2022 auf EUR 1,2 Mio.

2.3.2 Ertragslage

Die Umsatzerlöse lagen im Geschäftsjahr 2023 bei EUR 331,4 Mio. (Vorjahr EUR 301,6 Mio.).

Der Umsatz erhöhte sich im Wesentlichen im Green Energy Bereich um rund EUR 19,6 Mio. auf insgesamt EUR 153,1 Mio. Ebenso gab es im Bereich e-Mobility eine Umsatzsteigerung auf EUR 43,7 Mio. (Vorjahr EUR 40,0 Mio.), im Bereich Tool gab es eine Umsatzsteigerung um EUR 5,6 Mio. auf EUR 33,5 Mio. (Vorjahr 27,8 Mio.) und im E-Bike Bereich erhöhte sich der Umsatz um EUR 8,6 Mio. auf EUR 30,1 Mio. (Vorjahr EUR 27,8 Mio.). Im Bereich Industrial ging der Umsatz um EUR 10,2 Mio. auf EUR 53,3 Mio. (Vorjahr EUR 63,5 Mio.) zurück, bedingt durch die Beendigung der Geschäftsbeziehung mit dem Großkunden im Green Energy Bereich.

Die Erhöhung der Bestandsveränderungen auf EUR 12,9 Mio. (Vorjahr 9,8 Mio.) resultiert in erster Linie aus dem Aufbau unfertiger Leistungen für Projekte mit einer längeren Laufzeit.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken im Jahr 2023 auf EUR 13,6 Mio. (Vorjahr EUR 15,9 Mio.). Der Grund für den Rückgang ist, dass im aktuellen Jahr Fremdwährungskursverluste und im Vorjahr Fremdwährungskursgewinne (EUR 12,0 Mio.). Hierin sind in erster Linie Erträge aus der Forschungszulage EUR 4,0 Mio., Erträge aus Förderprojekten in Höhe von EUR 1,2 Mio. (Vorjahr EUR 0,6 Mio.), Schadensersatzleistungen in Höhe von EUR 2,8 Mio. (Vorjahr EUR 0,7 Mio.), Erträgen aus dem Verkauf von Wertpapieren mit EUR 1,0 Mio. sowie periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 0,8 Mio. enthalten.

Das Rohergebnis (Summe aller GuV-Posten oberhalb des Personalaufwands) verschlechterte sich im Jahr 2023 auf EUR 90,1 Mio. (27,2% vom Umsatz) gegenüber EUR 94,5 Mio. (31,3% vom Umsatz) im Vorjahr. Im Rohergebnis in 2023 ist eine Rückstellung in Höhe von EUR 3,7 Mio. für Abbruchverhandlungen mit einem Lieferanten enthalten. Ferner sind die sonstigen betrieblichen Erträge um EUR 3,0 Mio. gesunken. Ein geringeres Rohergebnis bei einigen Kundenprodukten sowie Auswirkung der Bestandserhöhung sind weitere Gründe für den Rückgang.

Die bezogenen Leistungen erhöhten sich durch den Fortschritt bei der Herstellung von Produktionslinien für einen Großkunden um EUR 7,4 Mio. sowie der Erhöhung von Fremdleistungen für die Produktion um EUR 3,0 Mio. auf EUR 6,6 Mio.

Zum Ende des Geschäftsjahrs waren 788 Mitarbeiter (Vorjahr 709 Mitarbeiter) beschäftigt. Damit einhergehend hat sich der Personalaufwand von EUR 38,3 Mio. auf EUR 46,1 Mio. im Jahr 2023 erhöht. Der Anstieg der Personalaufwendungen resultiert neben der Erhöhung der Anzahl der Mitarbeiter aus der Zuführung zur Rückstellung für Abfindungen von EUR 1,0 Mio. sowie aus der Zahlung einer monatlichen Inflationsprämie an die Mitarbeiter in 2023 mit einem Gesamtbetrag von EUR 1,2 Mio. Die Personalintensität (Personalkosten im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) erhöhte sich auf 13,9% in 2023 (Vorjahr 12,7%).

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen betragen im Jahr 2023 EUR 4,0 Mio. (Vorjahr EUR 4,2 Mio.).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken im Jahr 2023 auf EUR 31,3 Mio. (Vorjahr EUR 36,3 Mio.). Die Reduzierung resultiert in erster Linie aus den deutlich geringeren Fremdwährungsverlusten. Insgesamt ergibt sich ein Saldo aus den Währungsumrechnungseffekten von EUR 0,6 Mio. im Jahr 2023 (Vorjahr EUR 2,65 Mio.). Ferner erhöhten sich die externen Lagerkosten auf EUR 2,0 Mio. (Vorjahr EUR 1,1 Mio.). Die Aufwendungen für Personalsuche stiegen in 2023 um EUR 0,9 Mio. auf EUR 1,0 Mio. Raumkosten sanken in 2023 um EUR 0,8 Mio. auf EUR 3,0 Mio. Die Beratungskosten stiegen im Jahr 2023 von EUR 1,1 im Vorjahr auf EUR 2,4 Mio. Ebenfalls stiegen Werbe- und Marketingkosten auf EUR 1,2 Mio. (Vorjahr EUR 0,2 Mio.) sowie die Einzelwertberichtigung auf Forderungen auf EUR 1,4 Mio. (Vorjahr EUR 0,1 Mio.).

Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) belief sich aufgrund der zuvor genannten Effekte auf EUR 12,6 Mio. (Vorjahr EUR 19,9 Mio.). Das Betriebsergebnis (EBIT) hat sich im Jahr 2023 auf EUR 8,6 Mio. (Vorjahr EUR 15,6 Mio.) verschlechtert. Die EBIT-Marge (Betriebsergebnis im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) ist auf 2,6% (Vorjahr 5,2%) gesunken. Die Eigenkapitalrentabilität (Ergebnis nach Ertragsteuern im Verhältnis zum Eigenkapital) sank in 2023 auf 11,2% (Vorjahr 30,7%) und die Gesamtkapitalrentabilität (Betriebsergebnis im Verhältnis zur Bilanzsumme) auf 2,7 % (Vorjahr 4,8%).

Das Finanzergebnis verbesserte sich im Jahr 2023 von EUR -1,7 Mio. auf EUR -1,5 Mio. Dieses ergibt sich aus dem Wegfall der Abschreibungen auf Wertpapiere (Vorjahr EUR 1,7 Mio.). Gegenläufig erhöhten sich die Zinsaufwendungen um EUR 2,1 Mio. auf EUR 4,8 Mio., was auf den Anstieg der Zinskosten am Kapitalmarkt zurückzuführen ist.

2.3.3 Finanzlage

Das Eigenkapital erhöhte sich von EUR 34,9 Mio. auf EUR 39,3 Mio. Die Eigenkapitalquote erhöht sich insbesondere aufgrund des Jahresüberschusses auf 12,8% (Vorjahr 10,7%).

Im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 wurden die langfristigen Ausleihungen an andere BMZ-Gesellschaften auf EUR 44,0 Mio. (Vorjahr EUR 63,6 Mio.) und die kurzfristigen Ausleihungen an andere BMZ-Gesellschaften auf EUR 20,3 Mio. (Vorjahr EUR 47,1 Mio.) reduziert.

Die Mittel des im Jahr 2018 aufgenommenen Schuldscheindarlehens über EUR 120,0 Mio. waren zur Finanzierung der Investitionen in Produktionsstandorte und an produzierende Schwestergesellschaften in Polen und den USA sowie die Muttergesellschaft weitergereicht worden. Im Geschäftsjahr 2023 sind davon EUR 79,5 Mio. planmäßig getilgt worden. Dazu wurden zum einen die zuvor genannten Rückführungen der Darlehensforderungen als auch kurzfristige Kontokorrentkredite genutzt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum 31.12.2023 EUR nunmehr 111,8 Mio. (Vorjahr 122,7 Mio.) und bestehen in Höhe von EUR 70,1 Mio. aus kurzfristigen Kontokorrentkrediten (Vorjahr EUR 2,7 Mio.) Die kurzfristigen Kontokorrent-Verbindlichkeiten dienen im Wesentlichen der Finanzierung des Aufbaus der Vorrats- und Forderungsbestände, die im Zusammenhang mit den zuvor genannten Zahlungsverzögerungen eines Großkunden stehen, mit dem im April 2024 aber eine Einigung gefunden werden konnte.

Bestehende Betriebsmittelkreditlinien decken absehbare Zahlungsspitzen ausreichend ab. Am 31.12.2023 beliefen sich die frei verfügbaren Linien auf EUR 71,2 Mio. (Vorjahr EUR 60,0 Mio.).

Als weitere Finanzierungsmaßnahme nutzte die BMZ Germany GmbH seit April 2023 ein Factoring Programm. mit einem maximalen Programmlimit von EUR 20,0 Mio., welches zum 31.12.2023 in Höhe von EUR 7,8 Mio. ausgenutzt war.

Die durchschnittliche Umschlagshäufigkeit der Forderungen (Days Sales Outstanding) liegt bei 102 Tagen zum Stichtag 31.12.2023 (Vorjahr 88 Tage). Der Anstieg ist auf Vereinbarungen von längeren Zahlungszielen und eine größere Forderung gegenüber einem Großkunden zurückzuführen. Im Rahmen unseres Forderungsmanagements sind wir stark bestrebt die Umschlagshäufigkeit unserer Forderung zu verkürzen.

Dem positiven Effekt aus der Umsatzsteigerung standen mit gegenläufiger Wirkung der Aufbau der Vorratsbestände entgegen. Die Liquidität war im gesamten Wirtschaftsjahr 2023 und in den ersten Monaten des Folgejahres in hinreichendem Maße gesichert. Vor diesem Hintergrund war die BMZ jederzeit in der Lage, ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

2.3.4 Gesamtaussage

Im Jahr 2023 konnte eine Umsatzsteigerung zum Vorjahr um EUR 29,9 Mio. auf EUR 331,4 Mio. erreicht werden. Das Betriebsergebnis ist jedoch im Vergleich zum Vorjahr um EUR 7,0 Mio. auf EUR 8,6 Mio. gesunken. Die EBIT-Marge ging auf 2,6% (Vorjahr 5,2%) zurück. Wesentlich hierfür ist der im Juli beginnende Umsatzeinbruch durch die sukzessiven Ausstiege des Großkunden im Green Energy Bereich. Die Umsätze mit neuen Kunden und Produkten konnten dies nicht kompensieren. Weiterhin haben die sich erhöhten Personalkosten (Einmaleffekt aus Rückstellung für Abfindungen und Inflationsausgleichsprämie) sowie Margen bei Neuprodukten negativ auf das Ergebnis ausgewirkt. Es wurde keine signifikanten Risikorückstellungen oder bilanziellen Abwertungen aus dem Geschäftsverlust mit dem Gr0ßkunden aus dem Green Energy Bereich gebildet, zumal die Vergleichsverhandlungen während des Jahresabschlusses vorgenommen werden konnten.

3. Forschungs- und Entwicklungsbericht

BMZ hat langjährige Erfahrung in der Entwicklung und der Fertigung von kompletten Batteriesystemen. Dies erfordert, die spezifischen Anforderungen der Endkunden an das Endprodukt aufzunehmen und in einer normgerechten technischen Lösung umzusetzen. Die Entwicklung und der Bau von komplexen Batteriesystemen umfasst die Auswahl der geeigneten Batteriezellen, die systemgerechte Verschaltung, die Konstruktion von Gehäusen und die Fertigung von Prototypen bis Kleinserien. Zur funktionalen Steuerung verfügt jede Batterie über ein Batteriemanagementsystem (BMS). Das BMS hat die Aufgabe die Batterie sicherheitstechnisch zu überwachen und einen störungsfreien Betrieb der Batterie in Kombination mit dem Endprodukt zu ermöglichen. Die innovativen BMS-Lösungen werden von BMZ selbst entwickelt, sind maßgebend für die Sicherheit und die Langlebigkeit der Batteriesysteme und stellen eine wichtige Kernkompetenz dar. Das Entwicklungsteam von BMZ Germany GmbH umfasste am 31.12.2023 137 Mitarbeiter (Vorjahr 129 Mitarbeiter) und besteht aus einer überwiegenden Anzahl von Ingenieuren und Systementwicklern.

Im Forschungs- und Entwicklungsbereich sind im Jahr 2023 Aufwendungen in Höhe von EUR 9,0 Mio. (Vorjahr EUR 8,0 Mio.) angefallen.

4. Chancen- und Risikobericht

4.1 Risikobericht

Um Risiken in der Finanzierung und der Liquidität rechtzeitig zu erkennen und gegensteuern zu können, ist ein Controlling mit entsprechendem Berichtswesen und monatlicher Ergebnisanalyse, Erfolgs- und Liquiditätsplanung und Kennzahlensystemen eingerichtet. Neben regelmäßigen Meetings auf Gruppen-, Management- und Abteilungsleiterebene ist ein monatliches Kennzahlen-Reporting etabliert, dass die finanzielle Performance der BMZ anzeigt und dem Management und bestimmten externen Stakeholdern als Entscheidungsgrundlage vorliegt. Den bestehenden Risiken bei Forderungsausfällen begegnet der Konzern durch Vorgabe und Überwachung von Zahlungszielen und einem aktiven Forderungsmanagement. Besondere Forderungsausfallrisiken bei Großkunden bestehen eher nicht.

Branchenspezifische Risiken

Der Konkurrenz- und Preisdruck zeigt sich im Wesentlichen im Bereich der Heimspeicher, dem durch Kostensenkungsmaßnahmen wie Reduzierung der Einkaufspreise und technische Maßnahmen entgegengewirkt werden konnte.

Darüber hinausführende strategische Risiken, die sich aus strategischen Allianzen und die Verfügbarkeit von notwendigen Lizenzen und Konzessionen ergeben, werden als moderat und unwahrscheinlich bewertet. Mittel- und langfristig werden diese möglichen Veränderungen bei der strategischen Ausrichtung der BMZ und bei der Entscheidungsfindung zur langfristigen Positionierung berücksichtigt. Diese branchenspezifischen Risiken bewertet die Geschäftsführung aktuell als gering, die Eintrittswahrscheinlichkeit als unwahrscheinlich. Die Einschätzung dieser Risiken haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

Geopolitische Risiken

Als Gesellschaft eines global agierenden Konzerns sieht sich BMZ einer zunehmenden Anzahl an geopolitischen Risiken ausgesetzt, welche die weltweite Wirtschaft beeinflussen. Besondere Relevanz stellt die aktuellen Entwicklungen des Ukraine-Krieges, des Nahostkonflikts, gegenseitige Abhängigkeiten zwischen den USA und China, die zunehmende strategische Autonomie Europas, die Neuausrichtung der US-Politik sowie Wellen sozialer Unruhen dar.

Die wirtschaftlichen Aussichten sind nach wie vor mit Unsicherheiten behaftet. Die im Vorjahr größte Bedrohung in Bezug auf Lieferengpässe hat sich in 2023 entspannt. Durch Erweiterung des Lieferantenportfolios konnten wir dem Risiko auch aktiv entgegenwirken. Auch eine länger anhaltende Inflation bleibt ein weiterer Risikofaktor. Abgesehen von den globalen Folgen des Ukraine- und Nahost-Konflikts, die als wahrscheinlich zu bewerten sind, schätzt die Geschäftsführung die direkten Auswirkungen auf das Geschäft der BMZ als gering ein, da weder Beschaffungs- noch Absatzseitig direkte regionale Beziehungen bestehen. Weitere Risiken wie die bereits eingetroffene Realität einer brüchigen bis vollständig aufgelösten Lieferkette können sich jedoch indirekt auch auf unsere Lieferanten und Kunden auswirken.

Operative Risiken

Den bestehenden Risiken bei Forderungsausfällen begegnet die BMZ Gruppe durch Vorgabe und Überwachung von Zahlungszielen und einem aktiven Forderungsmanagement. Besondere Forderungsausfallrisiken bei Großkunden haben wir konkret bei dem Großkunden aus dem Green Energy Bereich bewertet und mit notwendigen rechtlichen Maßnahmen parallel zur Verhandlung der Vergleichsvereinbarung abgesichert. Risiken in operativen Bereichen betreffen Mitarbeiterauswahl und -fortbildung, Produktion, Arbeitssicherheit, Umweltschutz und IT, die allesamt schlussendlich auch entscheidenden Einfluss auf die Umsatzerlöse haben. Im Bereich der Personalrisiken können insbesondere der Fachkräftemangel und der demografische Wandel, sowie die unterschiedlichen Ausbildungs- und Qualifizierungsstandards in den weltweiten Einheiten dazu führen, dass Stellen nicht, nicht adäquat oder nicht rechtzeitig besetzt werden. Um sich langfristig am Markt erfolgreich behaupten zu können, sind wir auf qualifizierte und motivierte Mitarbeiter angewiesen, was bei Fachkräftemangel das Risiko steigender Personalkosten birgt. Auch der Verlust von Wissensträgern und Führungskräfte in Schlüsselpositionen können sich negativ auf die Performance und das finanzielle Ergebnis des Konzerns auswirken.

Die Auswirkungen der Beendigung des Geschäftsverhältnisses mit dem einem Großkunden sind zum Bilanzstichtag bewertet worden. Die wesentlichen Annahmen, bei deren Nicht-Eintreten entsprechende Ergebniseffekte in 2024 eintreten können, bei der Bewertung sind:

Die bereits bestellten bzw. angeschafften Batteriezellen für die Green Energy Großkunden-Produktion können in entsprechender Menge für andere BMZ-Produkte verwendet werden und BMZ entstehen daraus keine Verluste

Über die ermittelten Risiken bei den anderen angeschafften und bestellen Vorräten hinaus entstehen keine Mengen- oder Preisrisiken

Die übergehenden Produktionslinien können von BMZ entweder profitabel selbst genutzt oder verwertet werden.

Den Rückzahlungen von € 33 Mio. für zurückzuliefernde Module zzgl. Handling-/Vertriebskosten werden mindestens in gleicher Größenordnung künftige Einzahlungen gegenüberstehen.

In Bezug auf die IT-Risiken ist insbesondere die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Systemlandschaft von größter Bedeutung, da sich Störungen beim Betrieb negativ auf sämtliche Geschäftsprozesse auswirken können. Eine verstärkte Gefahr stellt dabei außerdem die Cyber-Wirtschaftskriminalität in Form von unbefugten Datenzugriffen und Datenverlust sowie Betriebsstörungen oder -unterbrechungen dar.

In allen operativen Bereichen werden als Prävention risikomindernde Prozesse, Verfahren und Kontrollen angewandt. Zusammen mit dem aktiven Management in steigenden Eskalationsstufen werden festgestellte Risiken so weit wie möglich beherrscht.

Die Auswirkungen der sonstigen operativen Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden als moderat beurteilt. Die Risiken sind im Vergleich zum Vorjahr sind durch den Geschäftsvorfall mit dem wegfallendem Green Energy Großkunden höher zu bewerten.

Beschaffungsrisiken

Qualitätsmängel in bezogenen Stoffen und Produktionsschritten stellen Risiken für die Kundenbeziehungen dar. Zur Erreichung der hohen Qualitätsanforderungen wurde ein entsprechendes Qualitätsmanagement aufgebaut, das auch von den positiven Anregungen aus Kunden-Audits profitiert.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor für BMZ ist der ausreichende Zugang zu den zu verbauenden Komponenten. Insbesondere die Verfügbarkeit von Batteriezellen ist wichtige Voraussetzung für die Lieferfähigkeit. Auf dem Markt für Batteriezellen gab es in 2023 keine nennenswerte Verknappungssituation. Dennoch ist die BMZ weiter bestrebt durch strategisches Sourcing und Lagerhaltung eine Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Die Einschätzung dieser Risiken hat sich im Vergleich zum Vorjahr reduziert, da die Verknappung auf den Beschaffungsmärkten und in Bezug auf die Logistikkapazitäten auf den Weltmärkten in 2023 als entspannter bewertet wird.

Produktionsrisiken

Unsere Produktionsprozesse sind unseres Erachtens professionell gestaltet und gesteuert und werden kontinuierlich überprüft und verbessert. Dennoch können wir nicht gänzlich ausschließen, dass es zu ungeplanten Betriebsunterbrechungen kommt, z. B. durch Naturkatastrophen oder Großereignisse. Auch der Ausfall wichtiger Schlüsselanlagen kann trotz aller Vorsicht und präventiver Maßnahmen nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Ferner kann der Ausbruch von Epidemien in Ländern, in denen BMZ-Produktionswerke hat, ebenfalls zu Produktionsunterbrechungen führen, die nicht von uns beeinflusst werden können.

Ein potenziell sich veränderndes Risiko auf die Produktionsstandorte stellt zudem der Klimawandel dar. So könnten Hoch- bzw. Niedrigwasser, Hitzewellen oder Naturkatastrophen zu Schäden an eigenen Produktionsstandorten, aber auch die unserer Zulieferer, führen.

Der Verkauf und die Verwendung unserer Produkte setzen uns einem Risiko im Zusammenhang mit Produkthaftungsansprüchen aus. Produkthaftungsansprüche können entstehen, wenn unsere Produkte oder die Komponenten und Halbfertigprodukte, die wir in unsere Produkte einbauen, Verletzungen, Tod oder Sachschäden verursachen oder angeblich verursachen.

Aktuell stufen wir die potenziellen Auswirkungen dieser Risiken (Schadensausmaß) als gering und unwahrscheinlich ein. Das Risiko ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Finanzielle Risiken ergeben sich vor allem aus dem weiteren Finanzierungsbedarf für ein zukünftiges Wachstum der Geschäftstätigkeit, des Working Capitals sowie der Investitionen in der Gruppe und aus Ausfallrisiken der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Ausleihungen an assoziierte Unternehmen. Die gestiegenen Zinsen machen darüber hinaus auch notwendige Finanzierungen teurer als noch in der jüngeren Vergangenheit.

Als weltweit agierende Gesellschaft sind wir zudem zwangsläufig finanzwirtschaftlichen Risiken in Form von Schwankungen von Währungskursen, Zinssätzen und Marktpreisen ausgesetzt. Wesentliche Wechselkursschwankungen des Euro gegenüber anderen Währungen, insbesondere dem US-Dollar, könnten sich negativ auf unsere Gewinn- und Verlustrechnung auswirken. Siehe hierzu auch die Ausführungen unter "Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten". Für das Jahr 2023 haben sich die Erträge und die Aufwendungen aus Fremdwährungsgeschäften auf EUR 0,5 Mio. saldiert. Zur Minderung der zukünftigen Risiken wird die BMZ verstärkt Finanzinstrumente zur Wechselkurssicherung nutzen.

Im Falle eines Kontrollwechsels wird den Gläubigern des Schuldscheindarlehens das Recht eingeräumt, die Finanzierung zu kündigen bzw. fällig zu stellen, soweit sich die beteiligten Parteien nicht auf eine Fortführung einigen können. Aktuell ergeben sich keine Anzeichen, die einer erfolgreichen Refinanzierung in einem solchen Falle entgegenstehen.

Sollten sich Turbulenzen an den Finanzmärkten oder nachhaltige Eintrübungen der Zukunftserwartungen in unseren Zielmärkten und -regionen ergeben und dadurch die Konjunktur abschwächen, könnte dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden sowie assoziierter Unternehmen und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Daraus können für unser Unternehmen erhebliche Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsrisiken entstehen. Uns bisher gewährte, aber befristete Betriebsmittelkreditlinien könnten in solchem Falle von unseren Kreditinstituten nicht mehr verlängert werden.

Zur Vermeidung von Forderungsausfällen ist ein umfassendes Debitorenmanagement eingerichtet, in dem Kreditauskünfte eingeholt, historische Daten aus der bisherigen Geschäftsbeziehung, insbesondere zum Zahlungsverhalten, berücksichtigt und Bonitätsbeurteilungen von Kunden vorgenommen werden.

Insgesamt stufen wir das Schadensausmaß für die finanziellen Risiken als gering und die Eintrittswahrscheinlichkeit als unwahrscheinlich, jedoch aufgrund der Turbulenzen an den Finanzmärkten und Rezessionsängsten leicht ansteigend zum Vorjahr ein.

4.2 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den in den Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Ausleihungen an verbundene Unternehmen, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Zinssicherungen von variabel verzinsten Darlehen.

Währungsrisiken bestehen hauptsächlich bei der Warenbeschaffung durch die Kursschwankungen beim US-Dollar. Derzeit sichern wir diese Risiken teilweise durch ein Natural Hedging von Zahlungsein- und ausgänge in Fremdwährung ab. Es findet eine enge Überwachung der Zahlungsströme in USD statt, die wegen der langen Vorlauffristen bei der Rohmaterialbeschaffung und deren frühzeitiger zeitlicher Einteilung gut prognostizierbar sind. Überhänge bei US-Dollar-Bedarfen werden am Kapitalmarkt beschafft.

Im Rahmen des Schuldscheindarlehens ist BMZ mit zwei Risiken konfrontiert: Zum einen ist ein Teil des Darlehensvertrages variabel verzinslich, so dass bei einer Steigerung des Zinsniveaus mit einer Erhöhung der Zinsaufwendungen für diesen Teil des Darlehens zu rechnen ist. Zum anderen ist ein Financial Covenant (Net Debt zu EBITDA) vereinbart, bei dessen Überschreitung die Zinskosten für die Darlehensinanspruchnahme um 50 Basispunkte steigen.

4.3 Chancenbericht

Um die erreichte hohe Kundenbindung beizubehalten, ist es für uns wichtig, auch weiterhin den Gedanken des Systemanbieters weiter zu verfolgen und in neue Technik- und Entwicklungskapazitäten zu investieren. Die von uns angebotenen Labor- und Zertifizierungsleistungen bieten uns Wettbewerbsvorteile gegenüber Mitbewerbern. Diese Vorteile gilt es weiter auszubauen.

Auf der Beschaffungsseite können wir, mit Ausnahme bei der Beschaffung von prismatischen Automotive-Batteriezellen, auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Es werden neue und flexiblere Einkaufsquellen angestrebt, die Standortoptimierung forciert und durch Rationalisierungsmaßnahmen die Fertigungsprozesse effizienter gestaltet.

Hohe Absatzchancen ergeben sich durch die immer höhere Leistungsdichte der Batteriezellen, die damit ein immer größer werdendes Spektrum an Möglichkeiten der mobilen Anwendungen elektrischer Geräte hervorbringt. Insbesondere durch den wachsenden Markt der Elektro-Mobilität erwarten wir eine deutlich spürbare Zunahme von Kunden- und Projektzahlen. Neben dem Ersatz von Verbrennungsmotoren und kabelgebundenen Geräten durch batteriebetriebene Anwendungen, ergeben sich besondere Chancen für die BMZ durch die Tendenz, dass auch Bleisäure-Technologie beim Batteriebau in starkem Maße durch die Lithium-Ionen-Technologie verdrängt wird.

Unser Wachstum wird sich nach unseren Einschätzungen aufgrund der etablierten Technologie, unseres aktiven Kundenstammes und der neu aufgebauten Produktions- und Entwicklungskapazitäten in den kommenden Jahren weiter fortsetzen. Damit wird der Wegfall des einen Großkunden kompensiert werden können. In der Entwicklung befinden sich weiterhin vielversprechende und innovative Projekte. Insbesondere im Bereich der Großbatterien erhalten wir mit anhaltend hoher Tendenz Anfragen aus den Bereichen Elektrobusse, Logistikfahrzeuge und Flurförderfahrzeuge. Aber auch in den traditionellen Anwendungen in den Bereichen Medizintechnik, Garten- und Haushaltsgeräte, Sport- und Freizeitgeräte und Anwendungen in der Elektromobilität, rechnen wir mit immer noch zunehmender Verbreitung von Batterielösungen.

Durch die stetig steigenden Klima- und Umweltauflagen, wie die notwendige Reduzierung der CO2-Emissionen, werden die Elektromobilität und der Heimspeichermarkt weiterwachsen. Hierbei ist die BMZ bestrebt, in diesem Wachstumsmarkt das Geschäftsmodell entsprechend weiter auszurichten und die Marktanteile weiter auszubauen.

Im Mittelpunkt steht bei uns der weitere Ausbau unserer Expertise als Systemlieferant und fachkundiger Ratgeber unserer Kunden weltweit. Diesem Anspruch möchten wir auch auf internationaler Ebene gerecht werden und sehen weitere Entwicklungsmöglichkeiten in den amerikanischen und asiatischen Märkten. Ein weiterer Ausbau unserer dort angesiedelten Schwestergesellschaften trägt zu lokaler Produktion und optimierten Logistikketten bei und wird auch die Marktposition der BMZ spürbar stärken.

Darüber hinaus werden wir unsere Produktpalette um weitere Technologien erweitern und vor allem die "Prüfsystemtechnik" und den Service weiter ausbauen. Um der steigenden Nachfrage nach Serviceleistungen unserer Kunden im Bereich e-Bike Rechnung zu tragen, wurde ein eigenständiges Service-Center für die Händlernetze unserer Kunden in Deutschland in Betrieb genommen. Dieses Service-Center ist inzwischen gut am Markt etabliert, so dass es - neben dem e-Bike-Geschäft - auch Kundenaufträge von Automotive-Kunden erfolgreich abwickelt.

Durch unsere Stellung als einer der größten Abnehmer von Zellen in Europa und unseren strategischen Partnerschaften mit Zellenherstellern hat BMZ einen deutlichen Wettbewerbsvorteil gegenüber vielen Wettbewerbern, die nicht über eine entsprechende Versorgungssicherheit verfügen. Diesen Vorteil wird BMZ zum weiteren Ausbau des Marktanteils nutzen. Durch die weiter vorangetriebene globale Beschaffung von Zellen und die damit verbundenen Volumeneffekte aus dem Wachstum anderer BMZ Gesellschaften konnte dieser Vorteil auch durch den Wegfall des Großkunden im Green Energy Bereich kompensiert werden.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Chancenprofil nicht wesentlich geändert.

4.4 Gesamtaussage

Das Risikoprofil ist durch den Verlust eines Großkunden geprägt. Hier besteht das Risiko, dass das verloren gegangene Geschäft nicht sofort ersetzt, das vorhandene oder bestellte Vorräte nicht profitabel verwertet werden können und vorhandene Kapazitäten nicht in vollem Umfang genutzt werden. Gegenmaßnahmen sind der Bezug von Zellen aus unterschiedlichen Ländern, Insourcing (siehe Zukäufe in der Gruppe im Bereich Kunststoffteile sowie Leiterplattenbestückung) sowie Direktbezug von elektronischen Komponenten. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität und der weiterhin sehr positiven Megatrends im Bereich von Batterielösungen, sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Chancen werden bei der neuen Strategie in Bezug auf Heimspeicher-Systeme gesehen, um das verloren gegangene Geschäft zu kompensieren.

In der Gesamtsicht stellt sich aus unserer Sicht das Risiko- und Chancenprofil der BMZ im Vergleich zum Vorjahr durch den Verlust eines Großkunden deutlich herausfordernder dar.

5. Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Für die Weltwirtschaft sind die Belastungen, die die Jahre 2022 und 2023 prägten, auch 2024 relevant. Dazu zählen die Auswirkungen des russischen Kriegs gegen die Ukraine sowie des Nahostkonflikts, eine nach wie vor erhöhte Inflation und die Effekte des weltweiten zinspolitischen Straffungszyklus. Zugleich sind die konjunkturstützenden Aufholeffekte nach der Corona Krise ausgelaufen. Die geldpolitischen Straffungszyklen dürften angesichts des überschrittenen Höhepunkts bei der globalen Inflation ihr länderspezifisches Ende erreichen und könnten teilweise wieder in einen Lockerungszyklus übergehen. Die Verluste bei den Realeinkommen und die verschärften Finanzierungsbedingungen bremsen sowohl den Konsum als auch die Investitionen. Infolge ist damit zu rechnen, dass auch der internationale Handel langsamer wachsen wird.

Die globale Wirtschaftsleistung wird 2024 mit vom IWF prognostizierten 2,9 % (2023: 3,0 %) auf einem verhaltenen Niveau bleiben und somit weiterhin niedriger sein als der Durchschnitt der Jahre 2010 bis 2019 mit 3,8 %. Die Konjunkturschwäche betrifft vor allem die Industrieländer. Auch wenn China hinter seinen konjunkturellen Erwartungen bleibt, stützt das absolute Wachstum der Entwicklungs- und Schwellenländer insgesamt. In einer Reihe von Entwicklungs- und Schwellenländern, insbesondere in Niedrigeinkommensländern, stellt die Kombination aus hohen Verschuldungsniveaus, verhaltenen Wachstumsaussichten und höheren Finanzierungskosten ein schwieriges Umfeld für die Schuldentragfähigkeit dar.

Für die USA geht der IWF für 2024 von einem niedrigeren Wachstum von 1,5 % aus (2023: 2,1 %). Für die Eurozone wird ein leicht höheres Wachstum von 1,2 % prognostiziert (2023: 0,7 %). Das Wachstum in Entwicklungs- und Schwellenländern soll laut IWF dagegen stabil auf 4,0 % bleiben (2023: 4,0 %).

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Power & Garden Tools

Die Marktgröße für Batterien für Elektrowerkzeuge wird im Jahr 2024 auf 2,78 Mrd. USD geschätzt und wird bis 2029 voraussichtlich 4,15 Mrd. USD erreichen und im Prognosezeitraum (2024-2029) mit einer CAGR (Compound Annual Growth Rate = durchschnittliche jährliche Wachstumsrate) von 8,30 % wachsen.

Mittelfristig wird erwartet, dass Faktoren wie die zunehmende Einführung von batteriebetriebenen Elektrowerkzeugen und die schnell wachsende Automobilindustrie den Markt für Batterien für Elektrowerkzeuge im Prognosezeitraum antreiben werden.

Betrachtet man das Produkttypensegment, so hat das Segment der kabellosen Elektrowerkzeuge den größten Anteil, vor allem wegen der einfachen Handhabung und der Bequemlichkeit der Nutzung. Es wird erwartet, dass dieses Segment während des Prognosezeitraums mit einer CAGR von 7,4 % wachsen wird. Nach Endnutzerbranche dominiert das Bausegment den Markt, vor allem aufgrund der zunehmenden Vorliebe der Verbraucher für schnurlose Elektrowerkzeuge bei Bauarbeiten.

Der große Vorteil für den Einsatz von kabellosen Elektrowerkzeugen liegt insbesondere in abgelegenen Gebieten, in denen möglicherweise keine konstante Stromversorgung zur Verfügung steht. Darüber hinaus bieten die kabellosen Elektrowerkzeuge eingebaute Batterien, die im Vergleich zu pneumatischen und benzinbetriebenen Werkzeugen das Mitführen zusätzlicher Druckluft- oder Kraftstofftanks überflüssig machen.

Neben den Eigenschaften wie Tragbarkeit, Einsatzfähigkeit an entlegenen Orten und hohe Produktivität wurde auch die Effizienz der Akkus aufgrund des ständigen technologischen Fortschritts in den vergangenen Jahren erheblich verbessert, sowohl in Bezug auf die Lebensdauer der Akkus als auch auf die Leistungsabgabe. Diese Entwicklung treibt auch im privaten Sektor die zunehmende Beliebtheit von kabellosen Elektrowerkzeugen und damit das Marktwachstum an.

e-Bike

Im Segment der Antriebssysteme für e-Bike-Anwendung ist ein leichter Rückgang der Nachfrage im mittlerem und hohem Preissegment der e-Bikes zu beobachten. Gründe hierfür sind die hohe Inflation sowie Rezessionsängste, welche das Konsumverhalten der privaten Haushalte einbrechen lässt.

e-Mobility

Auch im Segment e-Mobility mit Batterielösungen und elektrischen Antriebssystemen im Bereich Kraft- und Nutzfahrzeuge wie bspw. Busse, Stapler, Kehrmaschinen, Flurförderfahrzeuge etc. ist ein starker Wachstumstrend zu erwarten. Getrieben von den europäischen Klimazielen sowie vermehrten unternehmensinternen ESG-Aktivitäten ist ein starker Trend vom Verbrennungsmotor hin zum elektrischen Antrieb zu sehen. Dies äußert sich in einer sehr starken langfristigen Nachfrage nach Batterielösungen für e-Mobilitätsanwendungen, die der BMZ gute Chancen für Auftragseingänge bietet.

Green Energy

Das Segment Energy Storage System (Green Energy) hat sich rückblickend auf das Jahr 2023 positiv entwickelt. Der Energiespeichermarkt ist in allen Bereichen deutlich gewachsen. Neben den nach wie vor starken Trends im Bereich der flexiblen Sektorenkopplung sowie des klaren Bekenntnisses zur Elektromobilität, hat der Ukrainekrieg sowie die anschließende Energiekrise in Europa dem Speichermarkt einen zusätzlichen Schub gegeben. Energiespeicher, sowohl im Bereich der Heimspeicher, als auch als Gewerbe- und Industriespeicher erhöhen den Eigenverbrauch und zahlen auf eine sichere und autarke Eigenversorgung in den Sektoren Strom, Wärme und Elektromobilität ein. Dennoch ist durch eine aggressive Preispolitik chinesischer Herstellung sowie durch eine Überproduktion der Preis für Heimspeicher bis zu 20% gesunken und auch für 2024 zu erwarten.

Ein starkes Wachstum bei PV-Kleinanlagen treibt den Speichermarkt weiter an. Im ersten Halbjahr 2023 wurden bereits 261.000 Heimspeicher installiert. Damit wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres mehr Speicher installiert als im gesamten bisherigen Rekordjahr 2022. Bis Ende des Jahres erwartet EUPD Research etwas mehr als eine halbe Million installierte Speicher mit einer Gesamtkapazität von 4.401 MWh. In 2024 ist im privaten Sektor des Heimspeichermarktes mit ähnlichen Wachstumsraten, insbesondere aufgrund der anhaltenden Diskussion rund um den Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung, zu rechnen. Ähnliche Entwicklungen sehen wir auch in weiteren Ländern Europas.

Die EU hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2030 mehr als die Hälfte Europas mit erneuerbaren Energien zu versorgen und die Kohlenstoffemissionen bis 2050 zu reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, muss sie in großem Umfang in erneuerbare Energiequellen wie Solar- und Windenergie investieren. Um diese Investitionen nachhaltiger zu gestalten, müssten die erneuerbaren Energien jedoch für eine spätere Nutzung gespeichert werden, um bei einem Energieüberschuss die Stromversorgung sicherzustellen. Die Speicherung kann sowohl auf der Ebene des Netzes als auch auf der Ebene der einzelnen Gebäude erfolgen, was Europa zu einem renommierten Standort für Energiespeicher Technologien gemacht hat.

Die Bundesregierung will den Ausbau der erneuerbaren Energien industriepolitisch flankieren - auch um Abhängigkeiten etwa von China zu verringern. Hierzu gehören Steuervergünstigungen für Firmen bei Investitionen in klimafreundliche Technologien. Die Bundesregierung will die erneuerbaren Energien aus Wind und Sonne in den kommenden Jahren stark ausbauen, um Klimaziele zu erreichen und unabhängiger von fossilen Energien zu werden. Die Produktion von Solaranlagen aber hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend nach China verlagert, die deutsche Solarindustrie verlor ihre zwischenzeitlich große Bedeutung. Zur Windkraftindustrie hieß es in dem Bericht der Deutschen Energie-Agentur, vereinzelt seien in den letzten Jahren Werke in Deutschland geschlossen worden, so dass bestimmte Komponenten wie Rotorblätter nun aus dem Ausland importiert werden müssten.

Der politische Rahmen der EU umreißt den Zusammenhang zwischen Energiespeicherung und Klimawandel und erläutert den Dekarbonisierungsplan der Regierung zur Sicherung einer nachhaltigen, wettbewerbsfähigen und erschwinglichen Energieversorgung in Europa. Die Politik zielt auf Interessensbereiche wie Dekarbonisierung und Energieeffizienz neben anderen "grünen" Maßnahmen ab, wodurch die Batteriespeicherung und -herstellung zu einer unterstützten Initiative wird.

Länder in Europa wie das Vereinigte Königreich und Deutschland verfügen im kommerziellen Sektor über große Energiespeicherkapazitäten. Laut einer Studie von Power Tech ist das Vereinigte Königreich in Bezug auf die Speicherkapazität führend in Europa. Danach folgen Deutschland, Spanien und Irland. Es wird erwartet, dass der Energiespeichermarkt in der EU zwischen 2022 und 2025 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von etwa 4,2 % wächst.

Auf globaler Ebene wird erwartet, dass der Energiespeichermarkt im Jahr 2028 ein Volumen von 26,81 Mrd. USD erreichen wird, mit einer CAGR von etwa 16,5 % ab 2021. Diese Zahlen zeigen die mögliche Dominanz Europas bei der Energiespeicherung. Auch wenn Europa bei der Batteriespeicherkapazität und dem Wachstum noch nicht weltweit führend ist, wird es auf dem Weg zur Vorherrschaft in der Batterietechnologie sicher vorankommen.

Ausblick

Die weiterhin unsichere politische Lage in der Ukraine und im Nahen Osten hat Auswirkungen auf die Wirtschaft vieler Länder weltweit. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes konnte diesen mit den bereits eingeleiteten Maßnahmen zur Senkung der laufenden Kosten zur Absicherung der Liquidität und v.A. auch Sicherung der Lieferkette im Wesentlichen begegnet werden.

BMZ Germany GmbH erwartet in 2024 ein konstantes Umsatzniveau trotz des Wegfalls des Großkunden im Green Energy Bereich und der erst im zweiten Halbjahr 2024 anlaufenden Neukunden und -produkte. Zur weiteren Verbesserung der Kostenstruktur und der damit einhergehenden Wettbewerbsfähigkeit werden manuelle Produktionslinien in das neu geschaffene Werk nach Nord Mazedonien verlagert. Parallel werden Investitionen in hochautomatisierten Anlagen für Neu-Projekte getätigt im Bereich der Energiespeicher und Elektromobilität.

Wir gehen davon aus, dass sich die Supply Chain im Bereich der Batterie Zellen wie auch im EMS Bereich weiter stabil bleibt und sich die Anlaufkosten der neuen Projekte im Rahmen halten. Mit diesen Annahmen erwarten wir, dass die EBIT-Quote gegenüber dem Ergebnis von 2023 gehalten werden kann.

6. Anzahl der Mitarbeiter

Zum Stichtag 31.12.2023 betrug die Gesamtzahl der Mitarbeiter 788 Personen, davon 261 Mitarbeiterinnen (ca. 33% der Gesamtbelegschaft).

Im Hinblick auf das "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst", das am 1. Mai 2015 in Kraft getreten ist, wurde bei BMZ eine sogenannte Frauenquote eingeführt. BMZ hat sich das Ziel gesetzt, auf den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung eine Frauenquote von einem Sechstel bis zum Ende 2026 zu erreichen. Für die Ebene der Geschäftsführung ist keine konkrete Frauenquote angestrebt. Das Unternehmen wird auch weiterhin die Chancengleichheit für alle Geschlechter anstreben und die Geschäftsführungsmitglieder ausschließlich nach Verfügbarkeit und Qualifikation wählen. Geeignete Kandidaten werden unabhängig von ihrem Geschlecht ausgewählt. Es ist ein besonderes Anliegen des Unternehmens, ein integratives und wertschätzendes Arbeitsumfeld zu fördern. Das Unternehmen wird die Chancengleichheit in Bezug auf die Diversität in der Geschäftsführung weiterverfolgen und auswerten.

Es werden verschiedene Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und weitere Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer umgesetzt, die im Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit gemäß § 21 Absatz 1 Entgelttransparenzgesetz (EntgTranspG) 2022 dargestellt wurden.

7. Nichtfinanzielle Angaben

Es gibt aus dem Produktionsprozess bei der BMZ keine wesentlichen umweltbelastenden Emissionen. Alle auftretenden Abfälle werden einer umweltgerechten Entsorgung durch zertifizierte Fachunternehmen oder dem herstellereigenen Batterie-Entsorgungssystem zugeführt.

 

Karlstein am Main, den 04. Juli 2024

Die Geschäftsführung

Sven Bauer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.634 3.439
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 14.035 13.409
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.846 3.363
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.598 645
19.478 17.417
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 43.956 63.615
65.067 84.471
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 91.839 79.474
2. Unfertige Erzeugnisse 35.968 5.044
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 12.481 34.482
4. Geleistete Anzahlungen 13.867 14.692
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -13.964 -20.856
140.190 112.836
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 77.095 67.075
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 20.323 47.094
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.129 5.342
100.547 119.511
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 611 5.525
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.134 4.613
242.482 242.485
C. Rechnungsabgrenzungsposten 310 305
307.859 327.261

Passiva

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 42 42
II. Andere Gewinnrücklagen 4 4
III. Gewinnvortrag 34.859 24.168
IV. Jahresüberschuss 4.410 10.691
39.315 34.905
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 3.007 5.198
2. Sonstige Rückstellungen 10.906 7.554
13.913 12.752
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 111.846 122.733
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 60.016 47.149
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 79.179 102.266
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.141 7.085
- davon aus Steuern T€ 1.640; Vorjahr T€ 6.544
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 1.128; Vorjahr T€ 6
254.183 279.233
D. Rechnungsabgrenzungsposten 448 371
307.859 327.261

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
T€
2022
T€
1. Umsatzerlöse 331.438 301.588
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 12.868 9.812
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0 101
4. Sonstige betriebliche Erträge 13.621 15.939
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung T€ 0; Vorjahr T€ 11.967
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -251.602 -224.132
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -16.189 -8.837
-267.790 -232.969
90.137 94.471
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -38.742 -31.863
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -7.385 -6.460
- davon für Altersversorgung T€ -46; Vorjahr T€ -23
-46.127 -38.323
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -4.031 -4.227
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -31.347 -36.284
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung T€ -561; Vorjahr T€ -9.330
9. Betriebsergebnis 8.631 15.637
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.865 2.613
- davon aus verbundenen Unternehmen T€ 2.865; Vorjahr T€ 2.613
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 361 180
- davon Aufwendungen aus der Abzinsung T€ 0; Vorjahr T€ 34
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 -1.779
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.788 -2.679
14. Finanzergebnis -1.562 -1.665
15. Ergebnis vor Steuern 7.069 13.972
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.653 -3.271
17. Ergebnis nach Steuern 4.416 10.701
18. Sonstige Steuern -6 -10
19. Jahresüberschuss 4.410 10.691

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die BMZ Germany GmbH hat ihren Sitz in Karlstein am Main. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Aschaffenburg unter HR B 5890 eingetragen.

2. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Der Jahresabschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

 

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 264 ff. HGB) unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung aufgestellt.

3. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren) pro rata temporis, bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen pro rata temporis, angesetzt. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag bilanziert. Die im wesentlichen verwendeten Nutzungsdauern lauten wie folgt:

Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5-30
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-25

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 800 EUR werden im Jahr des Zugangs aktiviert und in voller Höhe abgeschrieben.

Innerhalber der Finanzanlagen werden Ausleihungen zum Nennwert bewertet und im Falle einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung um außerplanmäßige Abschreibungen gemäß dem Niederstwertprinzip reduziert. Vom Wahlrecht gem. § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Zuschreibungen erfolgen, sofern die Gründe einer Wertminderung dauerhaft entfallen sind.

Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Innerhalb der Vorräte sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten inkl. Anschaffungsnebenkosten unter Anwendung des Standardkostenverfahrens bewertet. Am Jahresende erfolgt ein Preistest mit entsprechender Anpassung an gleitende Durchschnitte. Die unfertigen Erzeugnisse werden entsprechend dem Fertigungsgrad mit den anteiligen Herstellungskosten bewertet. Beim Niederstwerttest für unfertige Erzeugnisse werden die Herstellkosten mit dem beizulegenden Wert verglichen. Die fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Die verlustfreie Bewertung wird beachtet. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne, angemessene Anteile an Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie anteilige Abschreibung auf Maschinen. Die Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Auf die Vorräte werden angemessene Gängigkeitsabschläge vorgenommen. In den Vorräten sind unfertige Erzeugnisse aus Fertigungsaufträgen gegenüber Kunden enthalten, die sich aufgrund geleisteter Anzahlungen ergeben. Die erhaltenen Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt und zum Nominalwert bewertet. Geleistete Anzahlungen werden ebenfalls mit dem Nominalwert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Der zum 31. Dezember 2023 errechnete Abschlag auf den Bruttoforderungsbestand zu Pauschalwertberichtung beträgt 0,5% (Vorjahr 0,2%).

Mit Vertragsabschluss am 18.04.2023 hat die Gesellschaft ein Factoring Programm über den monatlich revolvierenden Verkauf von Forderungen aus Lieferung und Leistung abgeschlossen. Da durch den Verkauf die wesentlichen Chancen und Risiken nicht an den Käufer übertragen werden, erfolgt die Bilanzierung der Forderungen weiterhin bei der Gesellschaft. Dieser Vertrag endet am 17.04.2024. Die Rahmenbedingungen für eine Verlängerung wurden am 25.01.2024 unterzeichnet. Zum Stichtag bestehen Abgänge von Forderungen aus dem Factoring Vertrag in Höhe von TEUR 8 Mio. (Vorjahr TEUR 0 Mio.).

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens enthalten kurzfristige Geldmittelanlagen in Aktien. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips.

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. Beträge in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Als Passive Rechnungsabgrenzung sind auf der Passivseite vor dem Abschlussstichtag erhaltene Einnahmen angesetzt, die einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Auf fremde Währung lautende Forderungen sowie Verbindlichkeiten werden bei Erfassung zu aktuellen Kursen eingebucht. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden diese mit dem Devisenkassamittelkurs gemäß § 256 a HGB zum Abschlussstichtag umgerechnet.

4. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Jahr 2023 sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind im Anlagespiegel dargestellt.

Entwicklung der Anschaffungs-und Herstellungskosten
01.01.2023
TEuro
Zugänge
TEuro
Abgänge
TEuro
Umbuchungen
TEuro
31.12.2023
TEuro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.712 141 0 0 10.852
Immaterielle Vermögensgegenstände 10.712 141 0 0 10.852
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 15.498 1.738 650 509 17.096
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.841 1.446 33 9 12.263
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 645 1.471 0 -518 1.598
Sachanlagen 26.984 4.655 683 0 30.957
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 63.615 1.644 21.304 0 43.956
Finanzanlagen 63.615 1.644 21.304 0 43.956
Anlagevermögen 101.311 6.439 21.986 0 85.764
Entwicklung der Abschreibungen
01.01.2023
TEuro
Zugang
TEuro
Abgänge
TEuro
31.12.2023
TEuro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.272 1.946 0 9.219
Immaterielle Vermögensgegenstände 7.272 1.946 0 9.219
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.089 1.120 148 3.061
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.478 965 27 8.417
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
Sachanlagen 9.567 2.085 175 11.477
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0
Finanzanlagen 0 0 0 0
Anlagevermögen 16.840 4.031 175 20.697
Buchwert
31.12.2023
TEuro
31.12.2022
TEuro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.634 3.439
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.634 3.439
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 14.035 13.409
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.846 3.363
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.598 645
Sachanlagen 19.479 17.417
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 43.956 63.615
Finanzanlagen 43.956 63.615
Anlagevermögen 65.067 84.471

Das Finanzanlagevermögen beinhaltet sonstige Ausleihungen an verbundene Unternehmen nebst Zinsen gegenüber der Gesellschafterin BMZ Holding GmbH mit TEUR 43.956 (Vorjahr TEUR 63.615). Hierbei handelt es sich in voller Höhe um die ehemalige Ausleihung an die The Cell Solution Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH & Co. KG, die im Rahmen der (unechten) Realteilung zum Juli 2022 übergegangen war.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 20.323 (Vorjahr TEUR 47.094) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 7.831 (Vorjahr TEUR 5.994) und sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr TEUR 15) sowie die Darlehensforderungen an verbundene Unternehmen nebst Zinsen gegenüber BMZ USA Inc. mit TEUR 12.488 (Vorjahr TEUR 12.672) enthalten. Die Forderungen gegen APA GmbH mit TEUR 0 (Vorjahr TEUR 560) und gegen BMZ Poland Sp.z o.o. mit TEUR 0 (Vorjahr TEUR 27.853) sind in der BMZ Germany GmbH abgegangen und werden in 2023 über die BMZ Holding GmbH abgebildet.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von TEUR 3.129 enthalten (Vorjahr TEUR 5.342). Dies beinhaltet in erster Linie Forderungen aus der Umgliederung debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 1.953 (Vorjahr TEUR 2.391). Ausleihungen an Dritte wurden im Jahr 2023 aufgelöst und betragen zum Ende des Jahres TEUR 0 (Vorjahr TEUR 2.005).

Wertpapiere werden in Höhe von TEUR 611 (Vorjahr TEUR 5.525) ausgewiesen, wobei der größte Anteil im Jahr 2023 verkauft wurde.

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten bestehen in Höhe von TEUR 1.134 (Vorjahr TEUR 4.613).

Die BMZ Germany GmbH ist seit Juni 2021 in einer Umsatzsteuer-Organschaft als Organgesellschaft mit der BMZ Holding als Organträgerin, da sowohl eine finanzielle als auch eine wirtschaftliche und eine organisatorische Eingliederung vorliegt. Insofern erfolgt der Ausweis der Umsatzsteuersalden des Organkreises auf Ebene der Organträgerin. Die Verbindlichkeit aus der Umsatzsteuer wird unter Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Gutschriften 4.007 1.230
Gewährleistungen 2.158 1.923
Personalbezogene Rückstellungen 3.090 1.764
Ausstehende Rechnungen (unter Verbindlichkeiten in 2023) 0 2.076
Berufsgenossenschaft 190 208
Abschluss 225 256
Prozesskosten 488 80
übrige 748 17
Gesamt 10.906 7.554

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach Ihrer Restlaufzeit wie folgt:

davon > 5
Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2023 Gesamt
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
> 1 Jahr
TEUR
Jahre
TEUR
Gegenüber Kreditinstituten 111.846 62.346 49.500 7.000
Aus Lieferungen und Leistungen 60.016 57.887 2.130 1.798
Gegenüber verbundenen Unternehmen 79.179 79.179 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 3.141 3.141 0 0
Gesamt 254.182 202.553 51.630 8.798
davon > 5
Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2022 Gesamt
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
> 1 Jahr
TEUR
Jahre
TEUR
Gegenüber Kreditinstituten 122.733 82.233 40.500 7.000
Aus Lieferungen und Leistungen 47.149 44.955 2.194 2.051
Gegenüber verbundenen Unternehmen 102.266 102.266 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 7.085 7.085 0 0
Gesamt 279.233 236.539 42.694 9.051

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 18.431 (Vorjahr TEUR 17.067), Darlehen gegenüber BMZ Holding GmbH in Höhe von TEUR 59.187 (Vorjahr TEUR 82.652) sowie die Verbindlichkeit der Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 1.560 (Vorjahr TEUR 2.465) enthalten.

5. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

Nach Regionen 2023
TEUR
2022
TEUR
Inland 242.260 222.021
EU-Ausland 68.099 58.542
Übriges Ausland 21.079 21.025
Gesamt 331.438 301.588
Nach Tätigkeitsbereichen 2023
TEUR
2022
TEUR
E-Bike System 32.044 21.506
E-Mobility 43,719 40.008
Energy Storage-Systems 153.063 133.422
Industrial 53.253 63.485
Medical 15.901 15.353
Power & Garden Tools 33.458 27.814
Gesamt 331.438 301.588

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Forschungszulage in Höhe von TEUR 4.000 (Vorjahr TEUR 0), Erträge aus Schadensersatzleistungen in Höhe von TEUR 2.766 (Vorjahr TEUR 692) sowie Erträge aus Förderprojekten in Höhe von TEUR 1.152 (Vorjahr TEUR 624). Die Erträge aus Dienstleistungen bzw. Weiterbelastungen an verbundene und ein im Konzernverbund assoziiertes Unternehmen betragen TEUR 3.155 (Vorjahr TEUR 2.012). Es sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 750 (Vorjahr TEUR 0) aufgrund von Fehlerkorrekturen zu geleisteten Anzahlungen enthalten, Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 2) sowie Erträge aus abgeschriebenen Forderungen in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr TEUR 38). Ferner sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen Anlagenabgänge mit einem Buchgewinn in Höhe von TEUR 295 (Vorjahr TEUR 123) enthalten. Erträge aus dem Verkauf von Wertpapieren sind im Jahr 2023, da zum größten Teil verkauft, in Höhe von TEUR 974 (Vorjahr TEUR 45) enthalten.

Insgesamt sind TEUR 12.347 (Vorjahr TEUR 11.967) an Erträgen aus der Währungsumrechnung und TEUR 12.908 (Vorjahr TEUR 9.330) an Aufwendungen aus der Währungsumrechnung entstanden. Insgesamt wird ein Aufwand aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 561 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

6. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2023 TEUR
Haftungsverhältnisse aus Bankbürgschaften 394
Patronatserklärung Schütz Kunststofftechnik GmbH 220

Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 gibt es keine Bürgschaften an Lieferanten zur Absicherung von Direktlieferungen an verbundene Unternehmen BMZ Poland Sp. Z o.o, BMZ Japan und BMZ Hongkong Ltd.

Außerdem hat die Gesellschaft eine unbegrenzte Garantiezusage für alle persönlichen finanziellen Verpflichtungen, die der Managing Director von BMZ USA Inc. im Rahmen seiner Tätigkeit eingeht, abgegeben.

Die Inanspruchnahme aus Bürgschaften, Patronatserklärungen und Garantiezusagen schätzen wir auf Grund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen für das Folgejahr 2024 Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 2.769 Darin enthalten sind TEUR 1.937 für Gebäudemieten gegenüber einem verbundenen Unternehmen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen aus:

< 1 Jahr
TEUR
> 1 Jahr
TEUR
davon > 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Vorjahr
TEUR
Miet- und Leasingverträge ohne Gebäude 832 658 387 1.877 628
Miete Gebäude 1.937 1.937 0 3.874 3.874
Summe Miete und Leasing 2.769 2.595 387 5.751 4.502

Zweck und Vorteile dieser Mietvereinbarungen sind die Reduzierung von Kapitalbindung. Liquiditätsrisiken bestehen aufgrund der Belastung in Höhe von TEUR 2.769 im Folgejahr, und TEUR 2.982 in den Jahren 2025 bis 2028 hieraus nicht.

7. Angaben zu Sicherungsgeschäften

Zu den in den Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, sowie Zinssicherungen von variabel verzinsten Darlehen. Die Bewertung von Derivaten erfolgt in Abhängigkeit von den relevanten Basisinstrumenten anhand aktueller beobachtbarer Marktdaten und mit anerkannten Bewertungsmodellen wie beispielsweise der Barwertmethode oder dem "Libor Market Model" sowie proprietären Modellen der DZ BANK AG und auf der Grundlage von Devisenkursen und Zinskurven, die aus beobachtbaren Marktparametern abgeleitet wurden. Nominalverbindlichkeiten der Darlehen belaufen sich auf EUR 49,5 Mio., Marktwert EUR 50,6 Mio.

Das DZ Bank Darlehen ist variabel verzinst und wurde mit einer Zinssicherung (Forward-Hedge) ab dem 28.03.2024 für die Restschuld von EUR 8,0 Mio. gesichert.

8. Anzahl der Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer:

2023 2022
Angestellte 216 323
Gewerbliche 575 386
791 709

9. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:

Kauf/Verkauf von Vermögensgegenständen

Bezug/Erbringung von Dienstleistungen

Nutzung/Nutzungsüberlassung von Vermögensgegenständen

Finanzierungen

Gewährung/Erhalt von Bürgschaften oder anderen Sicherheiten

Abreden im Ein- oder Verkauf

Für Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der BMZ Holding GmbH, Karlstein am Main, einbezogenen Unternehmen, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe.

Mit weiteren nahestehenden, jedoch nicht im Anteilsbesitz der BMZ Holding GmbH stehenden und daher nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, wurden im Geschäftsjahr nachfolgende Geschäfte getätigt:

Erlöse aus Produktlieferungen und Erbringung von Dienstleistungen TEUR 24.053
Aufwendungen aus Bezug von Waren und Dienstleistungen TEUR 11.347

10. Organe der Gesellschaft

Die Vertretung der Gesellschaft erfolgte durch die Geschäftsführer:

Sven Bauer, Chief Executive Officer, Kahl am Main (Einzelvertretungsberechtigt)

Dr. Andreas Bacher, Chief Operating Officer, Dipl.-Wirtschaftsingenieur, Mainz (bis zum 12.01.2023)

Volker Ritzert, Chief Operating Officer, Reitrain (Einzelvertretungsberechtigt) vom 21.08.2023 bis zum 17.05.2024

Der Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen.

11. Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers wird in den Angaben des Konzernabschlusses der BMZ Holding GmbH zum 31.12.2023 dargestellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird.

12. Gesellschafter

Alleingesellschafterin ist die BMZ Holding GmbH, Karlstein am Main.

13. Konzernzugehörigkeit

Unsere Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der BMZ Holding GmbH als kleinster und größter Konsolidierungskreis einbezogen. Die BMZ Holding GmbH ist oberstes Mutterunternehmen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Konzernabschluss der BMZ Holding GmbH wird nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.

14. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss und Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

15. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung mit Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft eingetreten, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.

 

Karlstein am Main, den 4. Juli 2024

Die Geschäftsführung

Sven Bauer

ANLAGENSPIEGEL zum 31.12.2023 (Gesamt)

Entwicklung der Anschaffungs-und Herstellungskosten
01.01.2023
TEuro
Zugänge
TEuro
Abgänge
TEuro
Umbuchungen
TEuro
31.12.2023
TEuro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.712 141 0 0 10.852
Immaterielle Vermögensgegenstände 10.712 141 0 0 10.852
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 15.498 1.738 650 509 17.096
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.841 1.446 33 9 12.263
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 645 1.471 0 -518 1.598
Sachanlagen 26.984 4.655 683 0 30.957
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 63.615 1.644 21.304 0 43.956
Finanzanlagen 63.615 1.644 21.304 0 43.956
Anlagevermögen 101.311 6.439 21.986 0 85.764
Entwicklung der Abschreibungen
01.01.2023
TEuro
Zugang
TEuro
Abgänge
TEuro
31.12.2023
TEuro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.272 1.946 0 9.219
Immaterielle Vermögensgegenstände 7.272 1.946 0 9.219
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.089 1.120 148 3.061
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.478 965 27 8.417
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
Sachanlagen 9.567 2.085 175 11.477
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0
Finanzanlagen 0 0 0 0
Anlagevermögen 16.840 4.031 175 20.697
Buchwert
31.12.2023
TEuro
31.12.2022
TEuro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.634 3.439
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.634 3.439
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 14.035 13.409
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.846 3.363
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.598 645
Sachanlagen 19.479 17.417
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 43.956 63.615
Finanzanlagen 43.956 63.615
Anlagevermögen 65.067 84.471

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BMZ Germany GmbH, Karlstein am Main

Prüfungsurtei le

Wir haben den Jahresabschluss der BMZ Germany GmbH, Karlstein am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BMZ Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 4. Juli 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Hartwig, Wirtschaftsprüfer

ppa. Gilian Faust, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 19.09.2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

6 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.