Stammdaten

Register
Amtsgericht Flensburg HRB 15029 FL
Eingetragen
9.6.2021
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von LogistikdienstleistungenGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, der Vertrieb und die Wartung von Software, insbesondere im Logistiksektor, sowie damit zusammenhängende Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kirk Allen Knauff
seit 9.2.2023
Geschäftsführer
Henrik Alfke
seit 2.8.2022
Prokura
Hans-Dirk Richter
seit 2.8.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Navis Netherlands B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Navis Netherlands B.V.
Netherlands
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Navis Germany GmbH

Flensburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, Rechte, Werte, Lizenzen 2.100.000,02 2.380.000,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 19.377.664,30 20.907.441,08
21.477.664,32 23.287.441,08
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 97.197,65 171.591,83
97.197,65 171.591,83
21.574.861,97 23.459.032,91
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 38.518,00 95.158,87
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 52.449,26 109.968,73
90.967,26 205.127,60
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.783.325,73 1.355.790,86
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.969.986,56 3.723.149,13
3. Sonstige Vermögensgegenstände 188.644,34 137.799,76
10.941.956,63 5.216.739,75
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.828.224,85 1.942.621,35
12.861.148,74 7.364.488,70
C. Rechnungsabgrenzungsposten 68.496,07 57.919,25
34.504.506,78 30.881.440,86

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 26.390.900,00 26.390.900,00
III. Gewinnvortrag 1.299.423,69 447.281,02
IV. Jahresüberschuss 1.427.802,52 852.142,67
29.143.126,21 27.715.323,69
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 896.708,11 681.604,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.703.410,57 989.718,75
2.600.118,68 1.671.322,75
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 819.994,24 753.513,09
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 116.819,05 145.194,31
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen 1.069,53 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 91.525,52 110.940,02
1.029.408,34 1.009.647,42
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.731.853,55 485.147,00
34.504.506,78 30.881.440,86

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

01.01.- 31.12.23 01.01.- 31.12.22
1. Umsatzerlöse 12.931.363,24 10.409.863,31
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen -56.640,87 -5.132,12
3. Sonstige betriebliche Erträge 702.014,19 891.958,96
13.576.736,56 11.296.690,15
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -285.690,79 -370.043,30
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -725.741,24 -812.923,11
-1.011.432,03 -1.182.966,41
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.964.272,29 -4.743.786,68
b) Soziale Abgaben -869.576,42 -826.258,42
(davon für Altersversorgung € 9.361,76; Vorjahr € 9.121,76)
-5.833.848,71 -5.570.045,10
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.890.918,22 -1.900.556,38
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.144.154,60 -1.329.979,60
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 467.579,71 34.510,72
(davon von verbundenen Unternehmen € 467.579,71; Vorjahr € 34.510,72)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -7.206,71
(davon an verbundene Unternehmen € 0,00; Vorjahr € 0,00)
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.163.962,71 1.340.446,67
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -736.160,19 -488.304,00
12. Jahresüberschuss 1.427.802,52 852.142,67

ANHANG für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Navis Germany GmbH mit Sitz in Flensburg ist in das Handelsgericht beim Amtsgericht Flensburg unter der Nummer HRB 15029 FL eingetragen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde auf der Grundlage der deutschen handelsrechtlichen Ansatz-, Gliederungs- und Bewertungsvorschriften sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Es werden größenabhängige Erleichterungen nach den §§ 274a und 288 HGB zum Teil in Anspruch genommen und nach den Normen einer mittelgoßen Kapitalgesellschaft berichtet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

II. BILANZIERUNGS - UND BEWERTUNGSMETHODEN

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und um planmäßig lineare Abschreibungen über einen Abschreibungszeitraum zwischen 3 und 10 Jahren vermindert. Aufgrund der erwarteten durchschnittlichen Lebensdauer von der Gesellschaft für die Schifffahrt produzierten und vertriebenen Produkte sowie der erwarteten durchschnittlichen Lebensdauer eines Schiffes von rund 15 bis 20 Jahren erfolgt die Abschreibung des Firmenwertes mit einer vorsichtig geschätzten individuellen betrieblichen Nutzungsdauer von 15 Jahren.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßig lineare Abschreibungen vermindert. Der Abschreibungszeitraum beträgt zwischen 1 und 13 Jahren. Sofern zum Abschlussstichtag bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren Wert vorgenommen.

Fertige Erzeugnisse und Waren werden zu Anschaffungskosten angesetzt im Rahmen des Durchschnittsverfahren. Unfertige Erzeugnisse bzw. unfertige Leistungen werden ebenfalls zu Anschaffungskosten bewertet. Bei dem Vorratsvermögen handelt es sich ausschließlich um extern bezogene Leistungen.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Auf den übrigen Forderungsbestand, für den keine Einzelwertberichtigungen vorgenommen wurden, wird zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zum Nominalbetrag.

Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem beigefügten Anlagenspiegel in der Anlage zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen von T€ 8.970 (Vorjahr T€ 3.723) handelt es sich um die Weiterbelastungen von Personal- und Sachkosten von T€ 437 (Vorjahr T€ 925) und sonstige Forderungen von T€ 14 (Vorjahr T€ 0) jeweils mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr sowie die Gewährung von Darlehen von T€ 8.519 (Vorjahr T€ 2.798) mit einer Restlaufzeit von mehr 5 Jahren.

Rückstellungen

Bei den sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 1.703 (Vorjahr T€ 990) handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Personal, für ausstehende Rechnungen, eines Schadensersatzanspruchs sowie um Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten.

Es besteht eine Pensionszusage, die an eine kongruente Rückdeckungsversicherung bei der HDI Lebensversicherung gekoppelt und durch diese abgedeckt ist. Die Rückdeckungsversicherung besteht ausschließlich zur Erfüllung dieser Verpflichtung und ist dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen. Der Aktivwert der Rückdeckung in Höhe von T€ 164 wurde zum 31.12.2023 mit der Pensionsrückstellung verrechnet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen T€ 1 (Vorjahr (T€ 0). Es handelt sich hierbei vollständig um sonstige Verbindlichkeiten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 61 enthalten.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Sonstige betriebliche Erträge

Von den sonstigen betrieblichen Erträgen entfallen T€ 30 (Vorjahr T€ 67) aus der Währungsumrechnung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von T€ 1.330 des Vorjahres auf T€ 3.144 resuliert im Wesentlichen aus der erstmaligen Erfassung von Konzernumlagen von T€ 894 sowie einmaligen Aufwendungen zur vorzeitigen Beendigung eines langfristigen Mietvertrages von T€ 275 und Zuführungen für einen Schadensersatzanspruchs von T€ 588. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen T€ 343 (Vorjahr T€ 241).

V. SONSTIGE ANGABEN

Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter

Das Unternehmen beschäftigte im Berichtsjahr 2023 ebenso wie im Vorjahr durchschnittlich 68 Mitarbeiter, davon 66 Mitarbeiter als Angestellte sowie 2 Mitarbeiter als leitende Angestellte.

Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Berichtsjahr Herr Alexandre Carlos Becker Carvalhal, CFO Kaleris (bis 09.02.2023) sowie Herr Kirk Allen Knauff, President & CEO Kaleris (ab 09.02.2023).

Bezüglich der Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Finanzielle Verpflichtungen

Aus eingegangenen Miet- und Leasingverpflichtungen, einer Pensionszusage und sonstigen Dienstleistungsverträgen resultieren Verpflichtungen von T€ 1.131.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Bilanzstichtag

Im Berichtsjahr gewährte die Gesellschaft in mehreren Tranchen konzerninterne Darlehen in Höhe von T€ T€8.519 zum Bilanzstichtag. Per Gesellschafterbeschluss aus dem April 2024 wurden die Darlehen über die Ausschüttung des Gewinnvortrags der Vorjahre sowie einer teilweisen Herabsetzung der Kapitalrücklage wieder vollständig zurückgeführt.

Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der SCES Intermediate Parent LLC aus Wilmington, Delaware, USA, einbezogen. Die SCES Intermediate Parent LLC stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf.

Der Konzernabschluss ist erhältlich unter der Anschrift 3460 Preston Ridge Road, Suite 600, Alpharetta, GA 30005, USA.

 

11/22/24

Kirk Allen Knauff, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.23

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, Rechte, Werte, Lizenzen 2,800,979.20 0.00 0.00 0.00 2,800,979.20
2. Geschäfts- oder Firmenwert 22,947,191.43 0.00 0.00 0.00 22,947,191.43
25.748.170.63 0.00 0.00 0.00 25,748,170.63
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 287,130.32 6,747.28 0.00 3.285,00 290,592.60
287,130.32 6,747.28 0.00 3,285.00 290,592.60
26.035,300.95 6,747.28 0,00 3,285.00 26.038,763.23
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Abschreibungen Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, Rechte, Werte, Lizenzen 420,979.20 279,999.98 0.00 0,00 700,979.18
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2,039,750.35 1,529,776.78 0.00 0.00 3.569.527.13
2,460,729.55 1,809,776.76 0.00 0.00 4,270,506.31
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 115,538.49 81,141.46 0.00 3,285.00 193,394.95
115,538.49 81,141.46 0.00 3.285.00 193.394,95
2,576,268.04 1,890,918.22 0.00 3,285.00 4,463,901.26
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, Rechte, Werte, Lizenzen 2,100,000.02 2,380,000.00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 19,377.664.30 20,907,441.08
21,477,664.32 23,287,441.08
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 97,197.65 171.591,83
97.197,65 171,591.83
21,574,861.97 23,459,032.91

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Vorbemerkungen und Geschäftsmodell des Unternehmens

Als Folge des weltweiten Verkaufs der Navis Softwaresparte durch die Cargotec Oyi, Helsinki/Finnland, an das amerikanische Investmentunternehmen Accel-KKR, Menlo Park, California/USA wurde im Jahr 2021 die Navis Germany GmbH mit dem Zweck gegründet, die deutsche Navis-Softwaresparte zu übernehmen.

Die Gesellschaft ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Navis Netherlands B.V., Rotterdam/Niederlande. Oberstes Mutternehmen ist die SCES Intermediate Parent LLC aus Wilmington, Delaware/SA.

Die neu formierte Kaleris/Navis Gruppe ist ein weltweit führendes Unternehmen für Softwarelösungen für den Frachtumschlag bei See- und Landterminals und Schiffe sowie im Warenhaus Management.

Die Navis Germany ist als Zulieferer für die internationale Schifffahrt mit Schwerpunkt Containerschiffe dem Segment "Carrier & Vessel Solutions" zugeordnet und gliedert sich in drei verschiedene Produktbereiche:

MACS3 Ladungsrechner und -software

StowMan/Capstan Stauplanungslösungen

Bluetracker Fleet Performance Tools

Die Umsatzlegung erfolgt dabei als einmaliger Umsatz sowie im zunehmenden Maße als wiederkehrender Umsatz.

2. Forschung und Entwicklung

Die Navis Germany GmbH verfügt über eigene Entwicklungskapazitäten und verfolgt mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Softwarelösungen das Ziel, die bestehenden Produkte sinnvoll zu ergänzen, kontinuierlich zu verbessern und für den Kundennutzen zu optimieren.

Besonderer Schwerpunkt im Berichtsjahr lag in der Weiterentwicklung von Lösungen, die Kunden unterstützen, die wachsenden Anforderungen an einen emissionsarmen Schiffsbetrieb zu erfüllen. Zudem wurden Innovationen im Bereich der Stauplanungssoftware getätigt.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Berichtsjahr war ebenso wie das Vorjahr durch geopolitische und marktwirtschaftliche Herausforderungen geprägt. Belastend wirkten sich der andauernde Krieg in der Ukraine sowie der sich ausweitende Nahostkonflikt aus. Allerdings präsentierte sich die Weltwirtschaft dabei erstaunlich robust und erzielte ein Wachstum von 3,3% gemäß des IWF.

Die Handelsschiffahrt verzeichnete im Berichtsjahr eine erwartete Normalisierung der Märkte, nachdem der Drewry World Container Index, der die Frachtraten von Standardcontainer auf diversen Hauptrouten misst, im Jahr 2021 und 2022 extreme Höchststände erreicht hatte. Der Jahresverlauf führte zu einem deutlichen Rückgang der Frachtraten gegenüber den Vorjahren, weil sich die Engpässe bei Transportkapazitäten zunehmend reduziert haben.

Demgegenüber erreichte die Auslieferungen von Containerschiffen eine neue Rekordmarke und erreichte ein Mehrjahreshoch aufgrund der sehr hohen Ordervolumen der Reedereien während der Phase der hohen Frachtraten aus den Vorjahren.

2. Geschäftsverlauf

Die bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren sind der externe Auftragseingang und daraus abgeleitet, der Umsatz mit Schwerpunkt auf Wachstum von wiederkehrenden Umsätzen sowie das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern.

Der Auftragseingang erreichte im Berichtsjahr mit 14,2 Mio. € (Vorjahr 14,1 Mio. €) wiederum ein erneut sehr hohes Niveau.

Darauf entfielen auf den Auftragseingang mit einmaligen Umsatz (Software-Lizenzen, Services, Hardware) 8,0 Mio. € (Vorjahr 10,7 Mio. €) sowie auf den Auftragseingang mit wiederkehrenden Umsätzen (Lizenz- und Serviceabonnements, Programmwartungsverträge) 6,2 Mio. € (Vorjahr 3,5 Mio. ).

Die Vergleichbarkeit der Umsatzaufteilung zum Vorjahr ist allerdings eingeschränkt, weil im Berichtsjahr durch Vertragsumstellungen einmalige Verkäufe in wiederkehrende Verkäufe überführt wurden.

Insgesamt ausschlaggebend für den hohen Auftragseingang war neben der geschilderten Neutonnage im Markt auch positive Veränderungen im Vertrieb und Organisation der Gesellschaft aus den Vorjahren, die zunehmend Wirkung zeigen.

3. Lage der Gesellschaft

a. Ertragslage

Im Vergleich zum Vorjahr gibt es in der Gewinn- und Verlustrechnung folgende wesentliche Veränderungen.

Die Umsatzerlöse stiegen um 2,5 Mio. € auf 12,9 Mio. €. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr resultierte aus der erheblichen Steigerung der wiederkehrenden Umsätze (Lizenz- und Serviceabonnements, Programmwartungsverträge) von 2,9 Mio. € auf 5,4 Mio. €, während die einmaligen Umsätze (Software-Lizenzen, Services, Hardware) mit 7,5 Mio. € unverändert blieben. Auch hier ist die Vergleichbarkeit zum Vorjahr eingeschränkt, weil durch Vertragsumstellungen einmalige Umsätze in wiederkehrende Umsätze überführt wurden.

Der Materialaufwand sank dagegen um 0,2 Mio. € auf 1,0 Mio. € aufgrund eines veränderten Produktmixes, weil weniger Auslieferungen mit extern bezogenen Lieferungen und Leistungen erfolgten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen sehr kräftig um 1,8 Mio. € auf 3,1 Mio. € infolge der erstmaligen Erfassung von Konzernumlagen sowie einmaligen Aufwendungen zur vorzeitigen Beendigung eines langfristigen Mietvertrages und Zuführungen zu Rückstellungen für einen Schadensersatzanspruch.

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge erhöhten sich um 0,4 Mio. € aufgrund einer Ausweitung von konzerninternen Darlehen.

Insgesamt wird für das Berichtsjahr ein gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Mio. € höherer Jahresüberschuss von 1,4 Mio. € ausgewiesen.

b. Finanzlage

Die verfügbaren finanziellen Mittel aus Bankguthaben betrugen zum Ende des Geschäftsjahres 1,8 Mio. € (Vorjahr 1,9 Mio. €). Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Liquidität der Navis Germany GmbH war stets gesichert.

c. Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt 34,5 Mio. € (Vorjahr 30,9 Mio. €).

Die Aktivseite der Bilanz ist geprägt durch das Anlagevermögen in Höhe von 21,6 Mio. €, welches rund 63 % der Bilanzsumme darstellt. Das Anlagevermögen wiederum besteht im Wesentlichen aus immateriellen Vermögensgegenständen.

Im Umlaufvermögen erhöhten sich die konzerninternen Darlehen auf 8,5 Mio. € (Vorjahr 2,8 Mio. €), welche durch eine Patronatserklärung abgesichert wurden.

Das Eigenkapital wird ausgewiesen mit 29,1 Mio. €, dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 84%.

C. Chancen- und Risikobericht

a. Chancen

Die Integration aller wesentlichen betrieblichen Funktionen in die neu formierte Kaleris/Navis Gruppe hat in vielerlei Hinsicht zu positiven Synergieeffekten geführt, besonders im Vertrieb durch die Anwendung von gemeinsamen Standards und Prozessen im Vertragsmanagement.

Zugleich hat die Nutzung von konzerninternen Ressourcen dazu geführt, dass die Gesellschaft den vielerorts beschriebenen Fachkräftemangel in Deutschland teilweise kompensieren konnte.

Auf betrieblicher Ebene verfolgt die Kaleris/Navis Gruppe seit einigen Jahren die Strategie, den Anteil der wiederkehrenden Umsätze am Gesamtumsatz merklich zu erhöhen. Erstmalig im Berichtsjahr konnten die wiederkehrenden Umsätze merklich gesteigert werden, so dass in Zukunft die Umsätze weitaus weniger schwanken werden als in der Vergangenheit.

b. Risiken

Die Gesellschaft ist als Zulieferer für die Schifffahrt in einem sehr zyklischen Markt tätig. Seit der Finanzkrise von 2008 ist die Anzahl der Marktteilnehmer aufgrund von Geschäftsaufgaben, Insolvenzen und Übernahmen stark geschrumpft. Erst seit vergleichsweise kurzer Zeit ist es in der Schifffahrt zu einem enormen weltweiten Aufschwung gekommen, auch wenn die Charterraten im Berichtsjahr wieder stark gegenüber dem Vorjahr abgenommen haben.

Im allgemeinen beeinflussen niedrigen Frachtraten bzw. daraus resultierend geringere Einnahmen die Investitionsneigung der Kunden in neue Softwarelösungen und Dienstleistungen. Ein erneuter drastischer Rückgang der Frachtraten kann die geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft stark beeinträchtigen.

Weitere, abstraktere Risiken können sich dadurch ergeben, dass wichtige Marktrends und Kundenanforderungen in unserem Markt wie die voranschreitende Digitalisierung oder die Automatisierung von Anwendungen und Prozesse nicht auf das erwartete Kundeninteresse stoßen.

Insgesamt ist festzustellen, dass keine den Bestand der Gesellschaft gefährdenden Risiken erkennbar sind.

D. Prognosebericht

Die Navis Germany GmbH profitierte im Berichtsjahr sehr stark von der wirtschaftlichen Belebung des internationalen Schifffahrtssektors und der steigenden Anzahl von Schiffsneubauten.

Infolgedessen haben sich die Auftragseingänge und Umsätze weiterhin sehr erfreulich entwickelt. Die Geschäftsführung rechnet mit Auftragseingängen auf Vorjahresniveau und angesichts des sehr hohen Auftragsbestandes mit Umsätzen zwischen 15,5 Mio. € und 16,5 Mio. € sowie mit einem Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern zwischen 5,3 Mio. € und 5,9 Mio. €.

E. Nachtragsbericht

Per Gesellschafterbeschluss wurde die konzerninternen Darlehen im Geschäftsjahr 2024 wieder vollständig zurückgeführt. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die Angaben im Anhang.

 

11/22/24

Kirk Allen Knauff, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Navis Germany GmbH, Flensburg

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Navis Germany GmbH, Flensburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Navis Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 25. November 2024

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