Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 208713
Vorher
ComS.I.T. Distribution GmbH
Eingetragen
29.4.2008
Branche
Großhandel mit elektronischen Bauteilen und TelekommunikationsgerätenGroßhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Vertrieb von Elektronikartikeln aller Art sowie Erbringung von Dienst- und Beratungsleistungen in diesem Zusammenhang.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Simon Jacob
seit 30.11.2023
Prokura
Nicole Steng
seit 12.7.2021
Prokura
Prokura
Geschäftsführer
Christian Meier
seit 2.12.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
ComS.I.T. Beteiligungs-Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ComSIT Distribution GmbH (vormals: ComS.I.T. Distribution GmbH)

Zolling

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 31. Dezember 2023

ComSIT Distribution GmbH, Zolling

A. Grundlagen der Gesellschaft

Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb von Elektronikartikeln aller Art sowie Erbringung von Dienst- und Beratungsleistungen in diesem Zusammenhang.

Die ComSIT Distribution GmbH ist nach eigenen Erkenntnissen der führende lagerhaltende unabhängige Distributor für elektronische Bauelemente in Europa. In den vergangenen 35 Jahren haben die ComS.I.T. Distribution GmbH und deren Vorgängergesellschaften ein Lager mit über 700 Mio. Bauteilen und 110.000 verschiedenen Produktlinien von elektronischen Bauelementen aufgebaut. Die Spezialisierung des Sortiments liegt in abgekündigten ("obsoleten") und schwer beschaffbaren Bauteilen. Dabei wurde die Beschaffung der Ware immer durch den Kauf von

Überbeständen auf dem Markt getätigt.

Die einzelnen Geschäftsbereiche der ComS.I.T. Distribution GmbH stellen der Vertrieb von Lagerware (abgekündigte, obsolete Bauteile), Consignment sowie Brokerage dar.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltwirtschaft verzeichnete im Berichtsjahr ein Wachstum in Höhe von 3,9 % (Vorjahr: 3,1 %). Die Steigerung ist nach wie vor verhalten, aber angesichts der Belastungen dennoch robust. Vielerorts wurde die konjunkturelle Entwicklung durch geopolitische Risiken, hohe Energiekosten, stark gestiegenen Zinsen und Kaufkraftverluste infolge der hohen Inflation belastet.

Der Euroraum trug mit 0,5 % nur wenig zum Wachstum der Weltwirtschaft 2023 bei. Sie war gebremst von der Energiepreiskrise und der restriktiven Geldpolitik. Die deutsche Wirtschaftsleistung ist im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken. Neben einer schwächelnden Nachfrage aus dem Ausland, dämpften die wiederholten Zinsanhebungen der EZB sowie die hohe Inflation auch die Binnennachfrage.

2. Entwicklung Halbleitermarkt

Der Halbleiterumsatz ist im Jahr 2023 um 9 % zurückgegangen. Ein Rückgang, der auf zwei Jahre mit Rekordwachstum folgt und die zyklische Natur des Halbleitermarktes verdeutlicht. Der Aufschwung, der während der COVID-Ära begann, ist schon Anfang des Jahres 2022 abgeflaut.

Nach einem sprunghaften Anstieg der Halbleiternachfrage während der Pandemie, der zu einer Marktknappheit führte, auch begründet durch Probleme in den Lieferketten, hat sich die Situation nun umgekehrt. Die Nachfrage hat sich aufgrund makroökonomischer Faktoren abgeschwächt, während das Angebot an Halbleitern gestiegen ist. Die Halbleiterindustrie durchläuft die Talsohle des Zyklus und Ende des Jahres 2023 ist der Wendepunkt noch nicht erreicht.

3. Geschäftsverlauf

In vielen Bereichen des Halbleitermarktes kommt es zu Überkapazitäten. Ein Überangebot führt aber zu einer Erhöhung der Lagerbestände und sinkenden Preisen. Für das Geschäftsjahr 2023 war in Deutschland viel von Lagerbereinigung zu hören, insbesondere die Zulieferindustrie ist durch die OEMs in Bedrängnis gekommen und versucht, ihre Lagerbestände zu reduzieren.

Das wirkt sich auch auf unser Unternehmen aus. Die Umsatzerlöse sind stark gefallen, da zu viel Ware am Markt verfügbar ist. Die Lager der Hersteller sind voll. Grundsätzlich und zusammenfassend ist die Geschäftsführung mit der Entwicklung des Unternehmens für 2023 noch zufrieden.

4. Lage

4.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der ComSIT Distribution GmbH hat sich zum 31.12.2023 um 32,2 % auf 17.377 TEUR verringert. Im Bereich der Aktiva sind im Umlaufvermögen insbesondere Steuererstattungen von TEUR 1.154 enthalten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 235 niedriger und das Vorratsvermögen ist um TEUR 515 gesunken.

Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 stellt sich das Vermögen der Bilanz wie folgt dar:

31.12.2023
in TEUR
31.12.2022
in TEUR
Veränderung
in TEUR
Veränderung
in %
Anlagevermögen 1.281 1.094 +187 +17,1
Umlaufvermögen 16.089 24.543 -8.454 -34,4
Rechnungsabgrenzungsposten 7 10 -3 -30,0
Bilanzsumme 17.377 25.647 -8.270 -32,2

Im Umlaufvermögen sind liquide Mittel von TEUR 5.878 (Vorjahr: TEUR 14.323) enthalten, die aus täglich fälligen Guthaben bei Kreditinstituten bestehen.

Zum 31.12.2023 stellt sich die Passivseite der Bilanz wie folgt dar:

31.12.2023
in TEUR
31.12.2022
in TEUR
Veränderung
in TEUR
Veränderung
in %
Eigenkapital 5.874 3.870 +2.004 +51,8
Rückstellungen 10.800 16.267 -5.467 -33,6
Verbindlichkeiten 703 5.510 -4.807 +87,2
Bilanzsumme 17.377 25.647 -8.270 -32,2

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

4.2 Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind von TEUR 56.780 um TEUR 48.296 auf TEUR 8.484 im Geschäftsjahr deutlich gefallen. Das entspricht einem Rückgang von 85,1 %.

Die Materialaufwendungen betragen TEUR 2.076 (Vorjahr: TEUR 9.429). Das entspricht einem Rückgang von 78 %. Daraus resultiert auch ein niedrigerer Rohertrag.

Das Rohergebnis ist von TEUR 47.351 um TEUR 40.944 auf TEUR 6.407 gesunken. Das entspricht einem Rückgang von 86,5 %. Bei Umsätzen mit Bauteilen aus dem sog. eigenen Lager, d. h. Ware, die längerfristig auf Lager genommen wird, resultiert ein höherer Rohertrag.

Die Personalaufwendungen betragen TEUR 3.024 (Vorjahr: TEUR 14.697) und sind damit um TEUR 11.673 (-79,4 %) gesunken. Die Provisionen und Tantiemen an Vertrieb, Einkauf und Geschäftsleitung, die variabel ausgestaltet sind, sind deutlich zurückgegangen, da sie sich an der Geschäftsentwicklung orientieren.

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres beträgt TEUR 2.004 (Vorjahr: TEUR 19.841).

4.3 Finanzlage

a. Kapitalstruktur

Das Eigenkapital hat sich auf TEUR 5.874 erhöht. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 33,8 %.

Im Bereich der Rückstellungen entfallen TEUR 3.764 auf die Steuerrückstellungen sowie TEUR 6.312 auf die Tantiemerückstellungen.

b. Investitionen

Im Geschäftsjahr wurden Ausgaben in Höhe von TEUR 172 für Büroeinrichtung und TEUR 39 für sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung getätigt. Die Finanzierung erfolgte aus dem laufenden Umsatz.

c. Liquiditätslage

Kontokorrentlinien sind im Geschäftsjahr nicht in Anspruch genommen worden. Investitionen können aus dem Cashflow getätigt werden.

Die Liquidität 1. Grades beträgt 53,2 %, die Liquidität 2. Grades 78,9 % und die Liquidität 3. Grades beträgt 145,5 %.

5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Im Folgenden sind die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren aufgeführt, die auch zur internen Steuerung des Unternehmens verwendet werden.

Die Umsatzerlöse stellen sich wie folgt dar:

Umsatzerlöse 2023
in Mio. EUR
2022
in Mio. EUR
8,5 56,7

Das EBIT stellt sich wie folgt dar:

EBIT 2023
in Mio. EUR
2022
in Mio. EUR
2,2 27,4

Der Rohertrag stellt sich wie folgt dar:

Rohertrag 2023
in Mio. EUR
2022
in Mio. EUR
6,4 47,4

C. Prognose-, Chancen und Risikobericht

1. Prognosebericht

Der Absatz von Halbleitern korreliert stark mit dem Welthandel.

Die Erholung der Weltwirtschaft nach der Corona-Pandemie ist im Jahr 2022 erst einmal zu Ende gegangen. Eine hohe Inflation und eine restriktive Geldpolitik wirken bremsend und Ausgaben werden zurückgestellt. Wir befinden uns in einer Rezession. Momentan schrumpfen die weltweiten Umsätze für Halbleiter.

Die geopolitische Lage hat sich durch den Ukraine-Krieg oder den kalten Krieg zwischen China zu USA grundlegend verändert. Vorteil ist, dass die Halbleiterherstellung von mehreren Ländern abhängig ist.

Eine Prognose abzugeben ist derzeit schwierig. Hatten die Chiphersteller prognostiziert, dass der Halbleitermarkt in der ersten Jahreshälfte 2023 seinen Tiefpunkt erreicht, müssen wir feststellen, dass die erhoffte Erholung des Marktes ausgeblieben ist.

2023 Prognose 2024
Umsatz in Mio. EUR 9,2 4,9
Rohertrag in Mio. EUR 6,4 0,6
EBIT in Mio. EUR 2,2 -0,8

Zusammenfassend geht die Geschäftsführung für 2024 weiterhin von einem schwierigen Marktumfeld aus und stellt sich auf weiter sinkende Umsatzerlöse und Gewinne ein.

2. Chancen- und Risikobericht

Das Kontroll- und Risikomanagement ist integraler Bestandteil der Geschäfts-, Planungs-, Rechnungslegungs- und Kontrollprozesse mit dem Ziel, Risiken so früh als möglich zu erkennen und betriebliche Verluste so gering als möglich zu halten.

Der Halbleitermarkt ist von erheblichen Marktschwankungen geprägt. Es ist zurzeit nicht abzuschätzen, in welche Richtung sich der Markt entwickelt. Die Chipbranche steckt schon seit Mitte 2022 in der Flaute. Die Chiphersteller hatten für Anfang 2023 mit einer kurzen Delle gerechnet, aber die erhoffte Wende ist ausgeblieben.

Neben gesamtwirtschaftlichen Risiken ergeben sich aus dem normalen Geschäftsverlauf einige Risiken.

-Bonitätsrisiken

Da wir vielen Kunden Zahlungsziele anbieten, sind wir Bonitätsrisiken und damit Kreditrisiken ausgesetzt. Im amerikanischen und asiatischen Raum werden viele Kunden nur gegen Vorauskasse beliefert. Viele Kunden sichern wir gegen Ausfallrisiken ab. Des Weiteren hat die ComSIT Distribution GmbH ein breit gefächertes Kundenportfolio.

-Lieferantenrisiken

Im Beschaffungsbereich sind wir auf Fremdanbieter angewiesen. Hieraus können Qualitätsrisiken und Lieferprobleme resultieren. Der Einkauf erfolgt nur über ausgewählte und qualifizierte Lieferanten sowie Vertragsdistributionen. Zur weiteren Minimierung des Qualitätsrisikos arbeiten wir mit Testhäusern zusammen, investieren aber auch in Gerätschaften zum Testen der Bauteile. Abhängigkeiten von wesentlichen Lieferanten bestehen nicht.

-Personalrisiken

Die ComSIT Distribution GmbH ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Es ist wichtig, weiterhin qualifiziertes Personal einzustellen, zu integrieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Vor diesem Hintergrund bietet das Unternehmen attraktive Verdienstmöglichkeiten und ein erfolgsabhängiges Verdienstmodell.

-Währungsrisiken

Ein Teil unserer Umsätze erfolgt in Fremdwährungen, überwiegend in US-Dollar. Hieraus entstehen Fremdwährungsrisiken. Zur Minimierung des Währungsrisikos kaufen und verkaufen wir Im Bereich Brokerage die Waren überwiegend in derselben Währung. Der Einkauf der Ware, die längerfristig auf Lager genommen werden soll, erfolgt meistens in Euro.

-Weitere Risiken

Gegen Auswirkungen von Haftungs- und Schadensfällen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist die Gesellschaft angemessen versichert. In Bereichen wie das Steuer- oder Wettbewerbsrecht lassen wir uns von externen Fachleuten umfassend beraten.

Chancen

Derzeit herrscht ein Überbestand an Hableitern, den wir im besten Fall für unser Lager aufkaufen können. Nach der Shortage sind die Überstände deutlich höher ausgefallen, aber zum Teil auch teurer geworden. Für den Zukauf in das eigene Lager sind die Preise derzeit noch zu hoch. Aber dann werden wir im Geschäftsbereich Consignment profitieren.

Des Weiteren arbeiten wir ständig an einer Verbesserung unserer Präsenz in den Online-Services. Unsere globale Sichtbarkeit für Lagerware, falls diese benötigt wird, ist nach unserer Einschätzung nicht zu übertreffen.

Wir legen unseren Fokus immer stärker auf Nachhaltigkeit. Aufkauf von Überbeständen bedeutet auch Weiterverwendung und damit Schonung von Ressourcen. Wir sehen große Chancen, elektronische Bauteile so einzusetzen, dass im Zusammenspiel mit der Umwelt, der gerechten Verteilung und der Schonung unserer Ressourcen alle etwas davon haben. Vieler unserer Kunden ist es wichtig, Geschäftspartner zu haben, die die Umwelt schonen. Unseren Internet-Auftritt haben wir entsprechend neu aufgestellt, um das "go green" besser darstellen zu können.

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.281.125,90 1.094.565,19
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 257.214,00 345.957,00
II. Sachanlagen 688.396,04 599.047,04
III. Finanzanlagen 335.515,86 149.561,15
B. Umlaufvermögen 16.088.599,65 24.543.468,03
I. Vorräte 7.363.187,01 7.878.640,79
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.847.556,69 2.341.795,07
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.877.855,95 14.323.032,17
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.233,98 9.527,12
Summe Aktiva 17.376.959,53 25.647.560,34

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.874.153,70 3.870.315,46
I. Gezeichnetes Kapital 240.000,00 240.000,00
II. Kapitalrücklage 1.650.938,25 1.650.938,25
III. Gewinnvortrag 1.979.377,21
IV. Jahresüberschuss 2.003.838,24
V. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 1.979.377,21
B. Rückstellungen 10.799.666,32 16.267.551,27
C. Verbindlichkeiten 703.139,51 5.509.693,61
Summe Passiva 17.376.959,53 25.647.560,34

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.300.080,44 48.465.169,97
2. Personalaufwand 3.024.116,63 14.697.143,68
a) Löhne und Gehälter 2.699.297,07 14.070.266,08
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 324.819,56 626.877,60
davon für Altersversorgung -56.645,17 -55.186,80
3. Abschreibungen 310.793,51 3.448.821,15
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 310.793,51 243.176,00
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 3.205.645,15
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.923.352,17 4.104.794,37
5. Erträge aus Beteiligungen 985.696,94 1.125.536,81
davon aus verbundenen Unternehmen 985.696,94 1.125.536,81
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 154.742,74 112.534,54
davon aus verbundenen Unternehmen 3.655,30
davon Erträge aus Abzinsung 26.183,00 33.783,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.404,50 6.532,09
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 172.130,59 7.602.278,10
9. Ergebnis nach Steuern 2.004.722,72 19.843.671,93
10. sonstige Steuern 884,48 2.238,83
11. Jahresüberschuss 2.003.838,24 19.841.433,10
12. Ausschüttung 17.862.055,89
13. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 1.979.377,21

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der "ComS.I.T. Distribution GmbH" mit Sitz in Zolling ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft ist beim Registergericht München unter HRB 208713 eingetragen.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden sind grundsätzlich beibehalten worden.

Die Gesellschaft gilt gemäß § 267 Absatz 2 und 4 HGB zum 31. Dezember 2023 als mittelgroße Kapitalgesellschaft. Sie hat von den Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften bei der Aufstellung des Jahresabschlusses Gebrauch gemacht.

Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden zum Abschlussstichtag einzeln bewertet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Als Nutzungsdauer werden zwischen drei und fünf Jahre zu Grunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten vermindert um die planmäßige Abschreibung bewertet. Das abnutzbare Sachanlagevermögen wird planmäßig, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach linearer Methode abgeschrieben. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt zwischen drei und dreiundzwanzig Jahren.

Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu Euro 800,00 (ab 2018) werden entsprechend der steuerlichen Vorschriften im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten bewertet (Deckungskapital).

Den Vorräten liegen Handelswaren zugrunde. Die Bewertung erfolgt nach Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert. Eine Abschreibung auf einen niedrigeren beizulegenden Wert erfolgt bei Lagerzugängen des jeweiligen laufenden Jahres frühestens nach zwei Jahren. Waren, die im Rahmen des Brokergeschäfts direkt für den Weiterverkauf bestimmt sind, werden mit den Anschaffungskosten bilanziert.

Geleistete Anzahlungen, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Anschaffungswert (Nominalwert) angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen Rechnung getragen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände, mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger, wurden gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Anschaffungskosten (Nominalwert) angesetzt.

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Vorauszahlungen für das Jahr 2024 ausgewiesen.

Als gezeichnetes Kapital wird das satzungsmäßige Stammkapital der Gesellschaft gemäß § 42 Abs. 1 GmbH ausgewiesen, das voll eingezahlt ist.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellung wird mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 HGB).

Der Bewertung erfolgt auf der Grundlage des Anwartschaftsbarwertverfahrens (PUC-Methode) unter der grundlegenden Annahme eines Zinsfußes von 1,74% (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangen 7 Geschäftsjahre), keinen erwarteten Gehaltssteigerungen, ohne Berücksichtigung der Werte der Rückdeckungsversicherung sowie der Richttafeln nach Heubeck 2018 G. Es ergibt sich ein handelsrechtlicher Gesamtbetrag zum 31. Dezember 2023 von 1.096.352,00 Euro.

Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt mit dem Rückzahlungs- bzw. Erfüllungsbetrag.

Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten, mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger, wurden gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Passive latente Steuern haben sich zum Bilanzstichtag nicht ergeben. Von dem Wahlrecht zur Bildung von aktivischen latenten Steuern gemäß § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB über den Anteilsbesitz mit mindestens 20% an anderen Unternehmen:

Firma Sitz Anteilshöhe
in %
Eigenkapital 31.12.2023 Währung Jahresergebnis 2022 Währung
Kapitalgesellschaften:
ComS.I.T. Ltd. Hongkong 100,00 1.282,00 USD 238.795 USD
ComS.I.T. Inc. Boston 100,00 10,00 USD 1.904.446 USD
ComS.I.T. Trading Taicang Co., Ltd Taicang 51,50 77.250,00 EUR 5.637.933 CNY
ComS.I.T. Electronics S.L. Barcelona 99,99 49.999,00 EUR
ComSIT APAC Limited Hongkong 100,00 10.000,00 HKD

Die Kapitalgesellschaft ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin ohne Einlage bei folgenden Kommanditgesellschaften (KG):

Name Sitz Rechtsform

ComS.I.T. Grundstücksverwaltungs Zolling Kommanditgesellschaft GmbH & Co. KG

Die ComS.I.T. Distribution GmbH ist am Kapital der Kommanditgesellschaften nicht beteiligt und zur Erbringung von Einlagen auch nicht verpflichtet. Haftungsrechtlich unterliegt sie aber i.d.R. mit ihrem eigenen Vermögen einem gleichen Risiko wie wenn sie kapitalmäßig beteiligt wäre, zudem ist ihr Haftungsrisiko betragsmäßig unbeschränkt. Unter diesem Gesichtspunkt ist trotz fehlender Anteile gemäß § 271 Absatz 1 HGB die Beziehung zur Kommanditgesellschaft als Beteiligungsverhältnis zu werten.

Verpfändete Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen wurden i.H.v. 648.128,15 Euro mit der Pensionsverpflichtung i.H.v. 1.096.352,00 Euro saldiert.

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind in der Bilanz wie folgt enthalten:

- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von -,-- Euro

- Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 182.765,24 Euro

- Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe -,-- Euro

- sonstige Vermögensgegenstände in Höhe 68.070,55 Euro

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Tantiemen, für Rechts- und Beratungskosten sowie für Gewährleistung enthalten.

Sämtliche in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Gegenüber Gesellschafter bestehen sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von Euro 81.099,98 (Vorjahr Euro 81.705,91) mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr.

Aus Steuern bestehen sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 53.926,65 (Vorjahr Euro 2.218.221,76) mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr.

Im Rahmen der sozialen Sicherheit bestehen sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von Euro 14.004,92 (Vorjahr Euro 17.507,51) mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Nachdem die weltweite Knappheit an elektronischen Bauteilen Anfang 2023 nicht mehr gegeben war, sind die Umsätze im Verhältnis zu den Jahren 2021 und 2022 unter die Umsätze der Jahre bis 2020 gesunken.

Die Personalaufwendungen betragen 3.024.116,63 Euro (Vj 14.697.143,68 Euro).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Gewinne aus der Währungsumrechnung i.H.v. 275.047,07 Euro enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Verluste aus der Währungsumrechnung i.H.v. 513.712,94 Euro enthalten.

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Der Gesamtbetrag der Verpflichtung aus mehrjährigen Miet- und Leasingverträgen beträgt 2.024 TEUR.

Gewinnverwendungsvorschlag:

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen und den Bilanzgewinn in das neue Geschäftsjahr vorzutragen.

Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtszeitraum:

Herr Christian Meier, Kaufmann (Geschäftsführer) Frau Müzzeyyen Carrasco-Demir, Kauffrau (Geschäftsführerin)

Hinsichtlich der in § 285 Nr. 9 a HGB verlangten Angaben über die Gesamtbezüge dieser Personen wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Gewährte Vorschüsse und Kredite gegenüber Gesellschafter sind in Höhe von Euro 136.621,13 unter Forderungen gegenüber Geschäftsführer enthalten, unter sonstige Vermögensgegenstände.

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer

Stand bisherige Kredite Euro 437.171,94
Rückzahlungen im Berichtsjahr Euro 424.220,99
Neuvergaben im Berichtsjahr Euro 205.968,77
Neuer Kreditbestand Euro 218.919,72
Kreditkonditionen neu vergebener Kredite
Zinssatz 1,5 %, ab 01.02.2023 3,5 %
Laufzeit bis 1 Jahr

Sicherheiten keine

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 37 Arbeitnehmer.

Arbeitnehmergruppen

Geschäftsführung/Verwaltung 14
Einkauf/Vertrieb 10
Logistik 13

 

Zolling, den 03. März 2025

gez. Christian Meier, Geschäftsführer

gez. Müzeyyen Carrasco-Demir, Geschäftsführerin

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 03.03.2025 festgestellt.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die ComS.I.T. Distribution GmbH, Zolling

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ComS.I.T. Distribution GmbH, Zolling, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ComS.I.T. Distribution GmbH, Zolling, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschäden) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende, wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise.

Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 03. März 2025

SDA Treuhand GmbH
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