Herstellung von Prüfmaschinen
Messer Information Services GmbHLiquidiert
Otto-Hahn-Straße 2-4, 64823 Groß-Umstadt, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sascha Helm seit 2.10.2020 | Prokura |
Patrick Matzke seit 9.9.2019 | Prokura |
Berndt Krieger seit 24.5.2019 | Geschäftsführer |
Olaf Nasert seit 22.10.2010 | Prokura |
Rainer Martin Hoffart seit 3.3.2008 | Geschäftsführer |
Hartmut Schaub seit 17.8.2007 | Prokura |
Helge Dr. Löhr seit 21.7.2006 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Messer Information Services GmbHGroß-UmstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Bilanz zum 31. Dezember 2014Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2014
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014Allgemeine Hinweise Bei der Gesellschaft Messer Information Services GmbH ("MIS" oder "Gesellschaft") mit Sitz in Groß-Umstadt handelt es sich um ein Gemeinschaftsunternehmen der Messer Group GmbH (MGG), Sulzbach/Taunus, und der MEC Holding GmbH (MEC), Bad Soden/Taunus. Beide Gesellschaften halten je 50% der Geschäftsanteile an der MIS. Die MGG ist das Mutterunternehmen der Messer Gruppe, die MEC das Mutterunternehmen der MEC Gruppe. Die Gesellschaft deckt als IT-Dienstleister das komplette Anforderungsspektrum der Messer Gruppe und der MEC Gruppe ab. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden einzelne Posten der Bilanz zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Der Jahresabschluss der Messer Information Services GmbH ist in € aufgestellt, allerdings auf glatte € gerundet dargestellt. Aus rechnerischen Gründen können in Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (€, % usw.) auftreten. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten angesetzt und nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die abnutzbaren Vermögensgegenstände des Anlage-vermögens werden planmäßig linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die Nutzungsdauern orientieren sich an den wirtschaftlichen Nutzungsdauern. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vorgenommen. Ab dem Geschäftsjahr 2010 werden die geringwertigen Anlagegüter bis € 410 wieder im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die unfertigen Leistungen umfassen dabei insbesondere projektbezogene Leistungen Dritter, die zu Einstandspreisen bewertet sind, sowie aktivierte Mitarbeiterstunden, die von Mitarbeitern vor Ablauf des Geschäftsjahres geleistet wurden. Die Projektstunden der Mitarbeiter sind mit ihren Einzelkosten sowie angemessenen Teilen der Gemeinkosten und dem Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Projekte veranlasst ist, bewertet worden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit den Umrechnungskursen im Zeitpunkt ihrer Entstehung erfasst. Bei einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr erfolgt gemäß § 256a S. 1 HGB zum Bilanzstichtag die Umrechnung dieser auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Schulden zum Devisenkassamittelkurs. Erträge aus der Währungsumrechnung sind unter dem Posten sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind gesondert unter dem Posten sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben, die künftigen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, soweit vorhanden, mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz diskontiert. Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit der Projected Unit Credit Method (laufendes Einmalprämienverfahren) ermittelt. Grundlage der Bewertung bilden die Heubeck-Richttafeln 2005 G. Den Berechnungen liegen die folgenden Parameter zugrunde: Rechnungszinsfuß in Höhe von 4,55% p.a. Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,50% p.a. Rentenanpassungen in Höhe von 1,50% p.a. Bei der Ermittlung des Diskontierungszinssatzes macht die Gesellschaft von dem Wahlrecht gemäß § 253 Abs. 2 HGB Gebrauch und legt den durchschnittlichen Marktzinssatz zugrunde, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Immaterielle Vermögensgegenstände
Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten in erster Linie Softwarelizenzen. Die wesentlichen Posten der Zugänge sind die Aktivierung von SAP-Lizenzen (€ 84.540), eines neuen ServiceDesk-Tools (€ 160.112), zusätzlicher Legato-Lizenzen (€ 48.973), Virtualisierungs-Lizenzen (€ 53.856) sowie diverser Lizenzen verschiedener Hersteller (€ 125.080). Sachanlagevermögen
Die Zugänge in den Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung betreffen im Wesentlichen Server sowie Anschaffungen für die Infrastruktur des Rechenzentrums (€ 171.327), Client-Hardware (€ 21.310) sowie andere Betriebs- und Geschäftsausstattung (€ 27.615). Die Abgänge im Bereich Betriebs- und Geschäftsausstattung betreffen Server sowie Lap- und Desktops, die verschrottet wurden. 2. Vorräte Der in den unfertigen Leistungen ausgewiesene Betrag von € 307.116 beinhaltet die bis zum Bilanzstichtag angefallenen Aufwendungen für bezogene Leistungen sowie aktivierte Eigenleistungen für den Rollout BaaN LN bei der BIT in Deutschland (€ 126.679), der Einrichtung eines Zentrallagers in BaaN ERP (€ 128.157), einem QM-Rollout in der Slowakei (€ 25.775), der Einführung eines Umfragetools (€ 12.596), einem Web-Shop-Projekt (€ 6.466) sowie der Integration von Buse bei der ASCO (€ 7.443). 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Die Forderungen bestehen in voller Höhe gegen Gesellschafter. Diese bestehen aus einem Darlehen an die Messer Group GmbH in Höhe von € 306.661 (Vorjahr: € 344.939) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 158.370 (Vorjahr: € 510.087). 4. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Ausgaben für Softwarewartung, die zukünftigen Aufwand darstellen. 5. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt € 25.000. Die Kapitalrücklage enthält einen Betrag von € 2.650.000 aus einer Einlage der MGG sowie € 1.050.000 aus einer Einlage der MEC. Im Geschäftsjahr wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 12. November 2014 eine Ausschüttung der Kapitalrücklage in Höhe von € 900.000 beschlossen. Die Ausschüttung entfällt zu gleichen Teilen auf die Gesellschafter. Die Ausschüttung wurde am 19. November 2014 per Banküberweisung ausgezahlt. 6. Sonstige Rückstellungen Die Position "Sonstige Rückstellungen" enthält Rückstellungen für mitarbeiterbezogene Verpflichtungen, die im Wesentlichen aus Rückstellungen für Bonuszahlungen (€ 416.050) für Urlaubsentgelt (€ 13.400) sowie für Berufsgenossenschaftsbeiträge (€ 21.140) und Schwerbehindertenabgabe (€ 500) bestehen. Darüber hinaus wurde eine Rückstellung für noch ausstehende Rechnungen, die das Geschäftsjahr 2014 betreffen, in Höhe von € 292.154 gebildet. 7. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber IT-Beratungsunternehmen, die Dienstleistungen im Rahmen der SAP-Harmonisierungsprojekte sowie BaaN- und CRM-Einführungen erbringen. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten entstammen aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung, sowie aus Steuerverbindlichkeiten. 8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen insgesamt Operating-Lease-Verpflichtungen für IT-Equipment sowie Verpflichtungen aus langfristigen Wartungsverträgen für das Jahr 2015 in Höhe von € 1.105.556, für 2016 in Höhe von € 1.257.635, für 2017 in Höhe von € 587.107, für 2018 in Höhe von € 347.347 und für 2019 in Höhe von € 175.829. Zudem bestehen Verpflichtungen aus einem unbefristeten Mietvertrag mit der Messer Cutting und Welding GmbH in Groß-Umstadt in Höhe von € 159.698 p.a. Aus einem befristeten Mietvertrag mit der Messer Group GmbH in Bad Soden ergeben sich Verpflichtungen in Höhe von € 150.999 jährlich für 2015-2025 sowie in Höhe von € 50.333 für 2026. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 9. Umsatzerlöse
10. Sonstige betriebliche Erträge
Bei den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen handelt es sich um die Auflösung von Bonusrückstellungen und Rückstellungen für die Berufsgenossenschaft. Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 25 (Vorjahr: € 32). 11. Materialaufwand Die Aufwendungen für bezogene Leistungen bestehen im Wesentlichen aus bezogenen Dienstleistungen für Beratung und Programmierung im Rahmen der Projekte SAP-Harmonisierung (€ 19.845), die BaaN-Einführungen (€ 238.530) und weitere Einzelprojekte an verschiedenen Standorten (€ 303.591). 12. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Höhe von € 21.209 (Vorjahr: € 95.183) periodenfremde Aufwendungen, die im Wesentlichen Verluste aus Anlageabgängen betreffen, enthalten. 13. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die Zinserträge in Höhe von € 13.139 (Vorjahr: € 51.468) resultieren aus der Verzinsung des der MGG gewährten kurzfristigen Darlehens. 14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen bestehen in Höhe von € 421 (Vorjahr: € 40) gegenüber den Gesellschaftern. Aus der Aufzinsung sind Aufwendungen in Höhe von € 430 (Vorjahr: € 27) angefallen. 15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Steueraufwand in Höhe von € 98.736 (Vorjahr: € 11.478) resultiert aus nicht abzugsfähiger Quellensteuer (€ 30.227), Gewerbeertragsteuern für das laufende Jahr (€ 35.990) sowie Gewerbeertrag- und Körperschaftsteuern des Vorjahres (€ 32.519). Sonstige Angaben Geschäftsführung Der Geschäftsführung der MIS gehörten im Geschäftsjahr folgende Herren an:
Herr Zöllner ist Angestellter der MGG und Herr Hoffart ist Angestellter der MEC. Beide Geschäftsführer erhalten Ihre Bezüge jeweils von den Gesellschaften bei denen sie angestellt sind. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Groß-Umstadt, 1. Juni 2015 Messer Information Services GmbH Jürgen Zöllner Rainer Hoffart Lagebericht für das Geschäftsjahr 20141. Organisation der Messer Information Services GmbH Die Messer Information Services GmbH (MIS) mit Sitz in Groß-Umstadt ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Messer Group GmbH (MGG) und der MEC Holding GmbH (MEC). Beide Gesellschaften halten je 50 % an der MIS. Die MGG ist das Mutterunternehmen des Messer Group Konzerns und die MEC das Mutterunternehmen der MEC Global Gruppe. Der Ausbau der IT-Infrastruktur für die beiden Muttergesellschaften, die zugleich auch Kunden sind, sowie deren verbundenen Unternehmen, der MEC Global Gruppe und dem Messer Group Konzern, stand weiterhin im Vordergrund. Die MIS deckt als IT-Dienstleister das komplette Anforderungsspektrum der MGG und MEC ab. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Mit der MGG, der MEC und deren verbundenen Unternehmen verfügt die MIS über eine gesicherte und langfristig stabile Kundenstruktur bzw. Auslastung. Mit Blick auf die aktuelle gesamtwirtschaftliche Lage ist die MIS demnach nur mittelbar betroffen. Weder die MGG noch die MEC haben bisher erkennen lassen, dass sich die Auftragslage der MIS durch Einflüsse der gesamtwirtschaftlichen Konjunktur wesentlich verändern wird. 2.2 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Für die MIS sind bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren
Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind
Ein bedeutendes Steuerungsinstrument der Gesellschaft ist das interne Kontrollsystem ("IKS"). Es dient im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse der gesamten Unternehmensgruppe insbesondere dazu, eine ordnungsgemäße Buchführung und Rechnungslegung sicherzustellen. Ziel ist, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der MIS richtig und vollständig darzustellen. 2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage Die Bilanzsumme beläuft sich zum 31.12.2014 auf T€ 5.226 (Vorjahr T€ 6.133). 44 % (i. Vj. 38 %) entfallen auf das langfristige Vermögen und 38 % (i. Vj. 50 %) auf das Umlaufvermögen. Die Veränderung beruht im Wesentlichen auf einer Verringerung des Umlaufvermögens. Dieses reduzierte sich im Geschäftsjahr 2014 von T€ 3.092 auf T€ 2.355, wobei sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um T€ 805 verringerten. Das Eigenkapital reduzierte sich von T€ 4.496 um T€ 555 auf T€ 3.941. Dies ist im Wesentlichen auf die Verringerung der Kapitalrücklage von T€ 900 zurückzuführen, die im November 2014 ausgezahlt wurde. Im Geschäftsjahr 2014 wurden durch Ankauf weiterer Userlizenzen T€ 633 in das immaterielle Anlagevermögen und durch Kauf neuer Hardware T€ 303 in das Sachanlagevermögen investiert. Im Vergleich zum vorangegangenen Bilanzstichtag erhöhte sich das immaterielle Anlagevermögen um T€ 238 auf T€ 831. Das Sachanlagevermögen reduzierte sich um T€ 560 auf T€ 1.153. Die MIS hat der MGG ein kurzfristiges Darlehen gewährt. Dieses Darlehen valutiert zum Stichtag mit T€ 307 (Vorjahr T€ 345). Der MGG wurde eine Kreditlinie in Höhe von T€ 5.000 gewährt. Finanzlage Die Liquiditätslage der MIS ist durch die stabilen Serviceeinnahmen von MGG und MEC ausreichend gesichert. Zusätzlich benötigte Mittel für den Auf- und Ausbau des Geschäfts werden von den Gesellschaftern bei Bedarf bereitgestellt. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2014 liegen die Umsatzerlöse der Gesellschaft mit T€ 13.697 (Vorjahr: T€ 14.134) leicht unter dem Vorjahresniveau. Sie resultieren zum Großteil aus IT-Serviceleistungen für die Tochtergesellschaften der beiden Gesellschafter MGG und MEC, aber auch aus Dienstleistungen an Dritte. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Vergleich zum Vorjahr um T€ 572 auf T€ 612. Dieser Anstieg resultiert aus der Auflösung von Rückstellungen und einem durchgeführten Sale & Lease Back-Geschäft. Den erbrachten Leistungen standen Personalaufwendungen, Materialaufwendungen, sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen in Höhe von insgesamt T€ 14.008 gegenüber (Vorjahr: T€ 13.369). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist mit T€ 444 gegenüber dem Vorjahr (T€ 829) stark gesunken. Die Erwartungen der Geschäftsführung haben sich somit erfüllt. Hier schlagen die höheren Gehaltskosten der im Jahr eingestellten Mitarbeiter zu Buche. Für das Geschäftsjahr 2014 ergab sich insgesamt ein Jahresüberschuss von T€ 345 (Vorjahr: von T€ 818). Der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen. Die geplante moderate Umsatzsteigerung wurde somit nicht erreicht, da sich die Fertigstellung einiger Projekte in das nächste Geschäftsjahr verschoben hat. 2.4 Sonstige Angaben Unsere Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2014 beschäftigte die MIS im Jahresdurchschnitt einschließlich Auszubildender 74 Mitarbeiter (Vorjahr 70). Dies ist eine Steigerung um 4 Personen gegenüber dem Vorjahr. Zum Stichtag 31.12.2014 sind 30 Mitarbeiter für den Betrieb des Rechenzentrums, 25 Mitarbeiter für die Weiterentwicklung und Wartung des SAP-Systems und 14 Mitarbeiter für die Weiterentwicklung und Wartung des BaaN-Systems zuständig. 3 Personen übernehmen administrative Aufgaben. Insgesamt sind zum Stichtag 2 Auszubildende in der MIS angestellt. Das IT-Umfeld Im Bereich Infrastruktur wurde die Abdeckung und Reichweite der Netzwerke auf weitere Gesellschaften ausgedehnt. Das Netzwerk wurde um zusätzliche Leitungskapazitäten ergänzt, und weitere Sicherheitsstandards wurden implementiert. Das Rechenzentrum setzte seine Aktivitäten zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit, zur Verminderung der Ausfallszeiten sowie zur Steigerung der Sicherheit der Systeme weiter um. Dies wurde auch durch die Re-Zertifizierung nach ISO 27001 durch den TÜV Süd im Januar 2015 erneut bestätigt. So werden "Security Updates" und "Microsoft Updates" zentral verteilt und Maßnahmen an einzelnen Standorten zur Verbesserung der Infrastruktur durchgeführt. Die Strategie des "Server Based Computings" (SBC) wird im Messer Group Bereich weiter vorangetrieben. Dies ermöglicht eine vereinfachte und zentrale Administration der Anwendungen. Zum Ende des Berichtsjahres nutzen nun ca. 1.800 Anwender (Vorjahr 1.800 Anwender) zentral gehostete Applikationen über Citrix. Das Projekt der kompletten BaaN Server-Cluster Umstellung von HP-Unix auf Linux (Red Hat) wurde Ende 2014 erfolgreich abgeschlossen. Diese einheitliche Linux-Plattform wird unser zukünftiges Unix Standard-Betriebssystem für alle betriebenen Anwendungen (z.B. BaaN, SAP) sein. Für die MEC Gruppe betreibt die Gesellschaft die ERP-Systeme BaaN 4, BaaN 5 sowie zukünftig auch BaaN LN und das CRM-System "smartCRM". Das im Geschäftsbereich Castolin-Eutectic ab September 2013 wieder aufgenommene BaaN 5 Einführungsprojekt in Spanien/Portugal wurde wie geplant zum 01.03.2014 in den Live-Betrieb übergeben. Im IV. Quartal 2013 wurde das BaaN 5 Projekt zum Aufbau des Castolin-Zentrallagers Europa am Standort in Kriftel begonnen. Der geplante Projekt-Abschluss wird sich in das Jahr 2015 verlagern, da während der Projektumsetzung viele zusätzliche Anforderungen und Prozessänderungen von der Fachbereichsseite aufgegeben wurden. Weitere Castolin-Läger aus europäischen Ländern sollen folgen. Am Standort Dubai wurden in der neuen Oil-Tec-Firma die BaaN5 Logistikprozesse, ohne Finance, bis Ende 11.2014 erfolgreich eingeführt. Aktuell arbeiten ca. 760 Anwender (Vorjahr ca. 730 Anwender) mit den BaaN ERP-Systemen. Im Geschäftsbereich Messer-Cutting liegt seit Dezember 2013 das fertige Einführungskonzept für ein gruppenweites CRM-System beim Messer Cutting Management zur Projektfreigabe vor. Weiter wurde nach einem Indien-Besuch von MIS-Mitarbeitern im November 2014 die Einführung der BaaN 4 Software in Indien für das II. HJ. 2015 avisiert. Für den Geschäftsbereich BIT (medizinische Analysegeräte), mit aktuell vier internationalen Produktionsstandorten, wurde die Entscheidung getroffen, die neueste Infor ERP-Software "BaaN LN" einzuführen. Im I. HJ. 2014 wurde das Blue-Print Projekt hierzu erfolgreich abgewickelt. Das erste roll out-Projekt am Standort in Schwalbach wurde 08.2014 gestartet und wird nach aktueller Planung in 2015 in den LIVE-Betrieb gehen. Das bereits im September 2006 gestartete SAP-Harmonisierungsprojekt für den MGG-Konzern wurde auch im Jahr 2014 weiter vorangetrieben. Ziel des Projektes ist der Aufbau eines harmonisierten SAP-Systems mit einem Mandanten und mehreren Buchungskreisen auf dem neuesten SAP-Release ECC 6.0 mit einem europaweiten Berechtigungskonzept. Grundlage des harmonisierten Systems bildet ein für den gesamten MGG-Konzern gültiges Standard-Template, das an allen Standorten des Konzerns einsetzbar sein wird. Darüber hinaus sieht das Projekt die Harmonisierung der Strukturen, Prozesse und Stammdaten aller vorhandenen SAP-Systeme vor. Für die Gesellschaften der ASCO-Gruppe (Remco CH, Asco CH) wurde der SAP und CRM Go-Live, geplant für 2015, vorbereitet. Außerdem wurde für die Asco noch ein neuer Standort in Deutschland im SAP-System integriert. Durch die Einführung eines neuen Autorisierungskonzeptes in 3 Gesellschaften können die Berechtigungen für die SAP Prozesse den Usern genauer zugeordnet werden. Ein weiteres großes Projekt in 2014 war die Integration der Praxair France in den Buchungskreis der Messer France mit der gleichzeitigen Ausgliederung und Übergabe aller Daten der Messer Italia an die Praxair Italien. Für die GasPack wurde eine neue Mieteabwicklung live gesetzt. Diese harmonisierte Abwicklung ersetzt die alte Abwicklung der Meldungen (Bestand und Bewegungen) der Gesellschaften an die GasPack. Alle mieterrelevanten Bewegungen werden nun per Programm ausgelesen und verarbeitet. Gleichzeitig wurde auch ein neues differenzierteres Mietmodell eingeführt. Im Bereich Einkauf wurden in 2014 Beschaffungs- und Rechnungseingangsworkflows in den Gesellschaften in Spanien, Österreich und bei der MIGG in Deutschland eingeführt. 3. Chancen- , Risiko- und Prognosebericht Als Anbieter von IT-Serviceleistungen stehen wir Chancen und Risiken gegenüber, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Dabei ist es vornehmlich die Aufgabe aller, die Chancen erfolgreich wahrzunehmen und zugleich die Risiken zu begrenzen. Chancenbericht Chancen ergeben sich für die MIS durch die anhaltende Weiterentwicklung und Ausdehnung des IT-Umfeldes in alle Bereiche des wirtschaftlichen Handelns. Dazu gehören u. a. stetig steigende und notwendig werdende Sicherheitsaspekte wie auch das Streben von Unternehmen nach Prozessverbesserungen im Sinne der Effizienzsteigerung und Kostenersparnis. Risikobericht Die MIS ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken ausgesetzt. Daher ist das Risikomanagement auf der Basis des internen Reportings darauf ausgerichtet, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu analysieren und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die MIS ist als 50/50 Joint Venture unmittelbar mit den Konzernen MGG und MEC verbunden. Damit ist sie auch in die organisatorischen Abläufe dieser beiden Konzerne eingebunden und zugleich Teil der relevanten Risikomanagement Systeme. Unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeiten von Risiken und Risikobegrenzungsmaßnahmen kombiniert mit den geschätzten Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird eine Klassifizierung der Risiken als "hoch", "mittel" oder "gering" im Hinblick auf ihren bestandsgefährdenden Charakter für die Gesellschaft vorgenommen. Im Einzelnen können insbesondere folgende Risiken wesentliche Bedeutung für die Geschäftsentwicklung sowie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erlangen:
Die zuvor genannten Risiken sind nicht die einzigen Risiken, denen wir ausgesetzt sind. Zum heutigen Zeitpunkt unbekannte oder als unwesentlich erachtete Risiken können sich bei veränderten Rahmenbedingungen gegebenenfalls nachteilig auf die MIS auswirken. Dennoch sehen wir zurzeit für die MIS keine wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken. Angesichts dieser Tatsachen werden wir den Herausforderungen, die sich aus den genannten Risiken ergeben, auch 2015 erfolgreich begegnen können. Prognosebericht Aufgrund der durch die MGG und MEC derzeit gewährleisteten und stabilen Auslastung rechnen wir auch für die beiden kommenden Geschäftsjahre nicht damit, dass sich mögliche negative Änderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage direkt auf die MIS auswirken. Die Gesellschaft wird weiterhin ihre Strategie umsetzen und zusätzliche Gesellschaften in die bestehende Infrastruktur einbinden. Bei der MGG ist das vorrangige Ziel, das harmonisierte SAP-System konzernweit auszurollen, in den Regionen West- und Osteuropa erreicht. Es ist geplant, in den nächsten 2-3 Jahren noch einige Gesellschaften der Region Süd-Ost Europa (z.B. Messer Tehnogas in Serbien, Bulgarien, Mazedonien und Albanien) zu integrieren. Der Go-Live der SAP-Installation für die Gesellschaften der ASCO-Gruppe wurde auf 2015 verschoben. In 2015 soll mit dem geplanten Anschluss weiterer Gesellschaften an die Citrix-Farm die Strategie des Server-Based-Computings weiter umgesetzt werden. Die Umsetzung der IT-Standards im Bereich der Infrastruktur wird auch in 2015 in weiteren Gesellschaften durchgeführt. Im Bereich Castolin-Eutectic im BaaN 5 Finance Umfeld sollen weitere Umsetzungen für "E-Invoicing" (Elektr. Versand von Rechnungen) sowie ein europaweiter roll-out der Kreditoren-Workflow Lösung, in enger Zusammenarbeit mit dem Fachbereich, vorangetrieben werden. Die BaaN 5 Einführung der logistischen Prozesse eines weiteren neuen CastoLab-Standortes für Oil-Tec im arabischen Raum ist avisiert. In das Castolin-Zentrallager Europa in Kriftel sollen noch weitere Länder wie Österreich, Tschechien, Polen, Norwegen und Schweden mit deren lokalen Lägern überführt werden. Für den französischen Standort Nevax wurde die Umsetzung eines "Web-Shops" beim MIS-BSA-Team beauftragt, der im Q-I-2015 in den Echtbetrieb gehen soll. Für den MEC-Geschäftsbereich Messer-Cutting-Systems ist vorgesehen, die ausgewählte CRM-Lösung "Pisa" in Deutschland, anschließend in Brasilien und Indien einzuführen. Weiter ist die BaaN 4 Einführung für den neuen Messer Cutting Standort in Indien, ab dem II. HJ. 2015, fest geplant. Im Geschäftsbereich BIT soll im II. HJ 2015 mit dem nächsten BaaN LN roll out-Projekt am Standort in Frankreich gestartet werden. Anschließend sind die beiden amerikanischen BIT-Standorte in Kalifornien für die nächsten BaaN LN roll outs in 2016 vorgesehen. Insgesamt wird für das Geschäftsjahr 2015 mit einem soliden Umsatzwachstum gerechnet. Für die folgenden Geschäftsjahre geht die Geschäftsführung von einem moderaten Umsatzwachstum aus. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2015 durch das Fortschreiten oben genannter Projekte weiterhin ein positives Ergebnis, allerdings auf einem Niveau wie im Geschäftsjahr 2014. Dies begründet sich vor allem mit bestehenden Verträgen, der Durchsetzung von Preisanpassungsklauseln und der Einbindung weiterer Gesellschaften an das Dienstleistungsspektrum der Gesellschaft. 4. Nachtragsbericht Das Geschäftsjahr 2015 hat zufriedenstellend begonnen. Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht ereignet. Seit Ende 2014 gab es auch keine signifikanten gesamtwirtschaftlichen Veränderungen, die sich nach den Erwartungen der Geschäftsführung maßgeblich auf das Geschäftsjahr auswirken könnten. 5. Dank an die Mitarbeiter Die Geschäftsführung dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die hohe Leistungsbereitschaft, für ihre kreativen Ideen und das persönliche Engagement im Geschäftsjahr 2014. Ihr Einsatz hat entscheidend zum Ergebnis der Messer Information Services GmbH beigetragen.
Groß-Umstadt, 1. Juni 2015 Messer Information Services GmbH Jürgen Zöllner Rainer Hoffart Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Messer Information Services GmbH, Groß-Umstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Messer Information Services GmbH, Groß-Umstadt. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Essen, den 1. Juni 2015 KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Bösing, Wirtschaftsprüfer Dietz, Wirtschaftsprüferin |
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