THR Thüringen Redaktion GmbHLiquidiert
99092 Erfurt, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Joachim Dr. Stentenbach seit 15.12.2017 | Prokura |
Corinna Schlender seit 9.11.2016 | Prokura |
Hans-Peter Meinhardt seit 22.9.2016 | Geschäftsführer |
Simone Kasik seit 29.9.2015 | Prokura |
Gerrit Dr. Hempelmann seit 29.9.2015 | Prokura |
Michael, geb. Glebke Tallai seit 29.9.2015 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaAEssenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2016der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaADas Geschäftsjahr 2016 war für die FUNKE MEDIENGRUPPE wiederum ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Nicht zuletzt dank der konsequenten Fortführung des Harmonisierungs- und Neustrukturierungsprozesses sowie vermehrter Investitionen in die Digitalisierung konnte das Ergebnis sowohl der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA, als auch des FUNKE MEDIENGRUPPE-Konzerns deutlich gesteigert werden. Tätigkeit des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co KGaA hat im Geschäftsjahr 2016 die ihm nach Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben wahrgenommen. Er hat die persönlich haftende Gesellschafterin, die FUNKE Management GmbH, und deren Geschäftsführer bei der Leitung der FUNKE MEDIENGRUPPE regelmäßig beraten und die Geschäftsführung sorgfältig und kontinuierlich überwacht. Im Rahmen seiner Tätigkeit hat sich der Aufsichtsrat fortwährend über den Geschäftsverlauf, die Lage des Unternehmens und die beabsichtigte Geschäftspolitik anhand der mündlichen und schriftlichen Berichte der Geschäftsführung unterrichten lassen. Hierbei wurden hauptsächlich die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens, mögliche Kooperationen im Druckbereich und im Zeitungsgeschäft, Investitionen in neue, vorwiegend digitale Produkte und wesentliche Geschäftsvorfälle sowie verschiedene Personalfragen ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat hielt im Geschäftsjahr 2016 fünf Sitzungen ab, nämlich am 17. Februar 2016, am 20. April 2016, am 1. Juli 2016, am 24 Oktober 2016 und am 14. Dezember 2016. Mit Ausnahme der Bilanzaufsichtsratssitzung am 1 Juli 2016, an der sich das entschuldigt fehlende Aufsichtsratsmitglied Herr Schubries durch schriftliche Stimmabgabe beteiligte, haben sämtliche Aufsichtsratsmitglieder an allen Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen. Ausschüsse des Aufsichtsrats sind nicht eingerichtet worden. Im Geschäftsjahr 2016 haben keine personellen Veränderungen in der Besetzung des Aufsichtsrats stattgefunden. Am 15. Februar 2017 ist Frau Nora Maria Marx durch die Hauptversammlung der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt worden. Damit wurde die bisher vakante Stelle neu besetzt und der Aufsichtsrat besteht nunmehr wieder aus den satzungsmäßig vorgesehenen neun Mitgliedern. Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit Die Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat in seinen Sitzungen regelmäßig über die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen einschließlich der wesentlichen aktuellen Kennzahlen unterrichtet. Hierbei wurden auch konkrete mittelfristige Planungen sowie der kurz- und mittelfristige Handlungsbedarf und bestehende Optionen besprochen, Im Mittelpunkt der Beratungen des jeweiligen Aufsichtsrats standen mögliche Kooperationen im Druckbereich und im Zeitungsgeschäft sowie verschiedene Investitionen in neue, vorwiegend digitale Produkte. Der Aufsichtsrat hat sich hierzu über den jeweiligen Stand der Überlegungen und der geplanten Investitionen mit ihren Auswirkungen auf die Kennzahlen der FUNKE MEDIENGRUPPE von der Geschäftsführung eingehend unterrichten lassen. Ein weiterer Schwerpunkt der Beratung im Aufsichtsrat war die Refinanzierung des für die Übernahme von Tageszeitungen und Zeitschriften der Axel Springer SE im Jahre 2013 aufgenommenen Konsortialkredits und die vorzeitige Rückzahlung des der von Axel Springer SE gewährten Vendor Loan. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat über die Fortführung verschiedener Harmonisierungsprojekte und über den Verkauf der ungarischen PLT-Gruppe und über die strategische Ausrichtung der FUNKE MEDIENGRUPPE beraten. Die Vorsitzende des Aufsichtsrats und ihr Stellvertreter haben zum Teil mit weiteren Mitgliedern des Aufsichtsrats auch zwischen den Gremiensitzungen in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit der Geschäftsführung gestanden und sich über wesentliche Entwicklungen informiert. Jahresabschlüsse und Konzernabschluss Der Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA für das Geschäftsjahr 2016 wurden von der persönlich haftenden Gesellschafterin nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. In der Hauptversammlung der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA vom 1. Juli 2016 wurde RLT Ruhrmann Tieben & Partner mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft (RLT), Essen, zum Abschlussprüfer des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA für das Geschäftsjahr 2016 bestellt. Die RLT hat den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016 geprüft. Die Prüfung erfolgte in Übereinstimmung mit § 317 HGB und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung. Der Jahres- und Konzernabschluss wurden jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehen. Der Jahres- und Konzernabschluss und die Lageberichte sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor. Diese Unterlagen hat der Aufsichtsrat geprüft und in einer gesonderten Sitzung im Beisein des Abschlussprüfers, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtete, erörtert. Die Berichte des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen, Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind gegen die vorgelegten Unterlagen keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Die von der persönlich haftenden Gesellschafterin getroffene Einschätzung der Lage der Gesellschaft und des Konzerns stimmt mit der Einschätzung des Aufsichtsrats überein. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss in der gesonderten Sitzung gebilligt. Die Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2016 obliegt gem. § 286 Abs. 1 AktG der Hauptversammlung der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat dankt den Geschäftsführern der persönlich haftenden Gesellschafterin sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der FUNKE MEDIENGRUPPE für ihre herausragenden Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Essen, den 7. Juli 2017 Für den Aufsichtsrat Petra Grotkamp, Vorsitzende Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016AKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016A. Allgemeine Angaben 1. Gesetzliche Grundlagen Der vorliegende Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA (FUNKE MEDIENGRUPPE) wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. Handelsgesetzbuch (HGB) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach § 266 bzw. § 275 HGB iVm § 298 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 (2) HGB iVm § 298 HGB zur Anwendung. Die FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA mit Sitz in Essen wird beim Amtsgericht Essen unter HRB 25935 geführt. 2. Konsolidierungskreis/assoziierte Unternehmen In den Konzernabschluss wurden gem. § 290 HGB neben der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA (Mutterunternehmen) die in- und ausländischen Tochterunternehmen sowie assoziierte Unternehmen wie folgt einbezogen:
Der gesamte Anteilsbesitz ist der Anteilsbesitzliste zu entnehmen, welche zusätzlich auch Angaben zur Art der Einbeziehung enthält. Die Anzahl der Gesellschaften des Konsolidierungskreises hat sich im Geschäftsjahr insgesamt um 6 Gesellschaften vermindert: 5 Gesellschaften, die im Geschäftsjahr gegründet oder erworben wurden, werden erstmalig vollkonsolidiert; 4 erworbene assoziierte Gesellschaften werden at equity bewertet. Aufgrund von Verkäufen hat sich die Zahl der vollkonsolidierten Tochterunternehmen um 9 sowie die Zahl der at equity konsolidierten Gesellschaften um 5 verringert; 1 Gesellschaft ist angewachsen, 2 Gesellschaften liquidiert. 4 Gesellschaften, die bislang als at equity einbezogen wurden, werden ab Ende 2016 quotal einbezogen. 2 neue Gesellschaften werden aufgrund von Geringfügigkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Aus den Veränderungen des Konsolidierungskreises ergeben sich nachfolgend aufgeführte nennenswerte Auswirkungen auf die Konzernbilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung:
3. Abschlussstichtag Der Konzernabschluss wurde auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens, den 31. Dezember 2016, aufgestellt. 4. Konsolidierungsgrundsätze Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gem. § 301 HGB für Unternehmen, die aufgrund eines Zukaufs/Erwerbs erstmals konsolidiert werden, nach der Erwerbsmethode zu dem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungs- und Sonderposten entspricht. Ein nach Verrechnung verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und nach § 309 (1) HGB über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Ein passivischer Unterschiedsbetrag wird unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen und gegebenenfalls nach § 309 (2) HGB aufgelöst. Bei Kapitalkonsolidierungen von Gesellschaften oder zugekauften Kapitalanteilen, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde die Buchwertmethode gem. § 301 (1) Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Die zu aktivierenden Beträge wurden den jeweiligen Bilanzpositionen zugeordnet. Ein verbleibender Restbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert oder als passivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Die passivischen Unterschiedsbeträge haben sich bereits realisiert. Nicht dem Mutterunternehmen gehörende Anteile von Unternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen wurden, werden gem. § 307 (1) HGB unter dem Posten "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen. Schuldenkonsolidierung Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden gem. § 303 HGB gegeneinander aufgerechnet. Zeitliche Buchungsdifferenzen werden erfolgsneutral in die sonstigen Vermögensgegenstände bzw. Verbindlichkeiten gebucht. Echte Aufrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwand bzw. Ertrag gebucht. Zwischengewinneliminierung Auf eine Eliminierung der Zwischengewinne wird nach § 304 (2) HGB grundsätzlich verzichtet, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung sind. Aufwands- und Ertragskonsolidierung In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Umsatzerlöse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie andere konzerninterne Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen nach § 305 HGB verrechnet. Gemeinschaftsunternehmen Drei inländische Gemeinschaftsunternehmen wurden gem. § 310 HGB quotal entsprechend ihrer Beteiligungsquote in den Konzernabschluss einbezogen. Für 4 weitere Gesellschaften erfolgte zum 31. Dezember 2016 die erstmalige quotale Einbeziehung in den Konzernabschluss gemäß ihrer Beteiligungsquote. Die gemeinsame Führung beruht auf faktischen Verhältnissen der Höhe der Beteiligungsquote. Die Grundsätze der Konsolidierung entsprechen denen der vollkonsolidierten Unternehmen. Assoziierte Unternehmen, die nach § 312 HGB bewertet wurden Beteiligungen an diesen Unternehmen werden gemäß § 312 (1) HGB nach der Buchwertmethode angesetzt. Die Erstkonsolidierungen erfolgen nach § 312 HGB n. F. zum Erwerbszeitpunkt. Erstkonsolidierungen, die vor dem 1. Januar 2010 durchgeführt wurden, erfolgten nach § 312 HGB a. F. zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung bzw. zum Zeitpunkt des Erwerbs. Auf Grund der Inanspruchnahme des § 312 (5) HGB wird auf eine Anpassung an die konzerneinheitlichen Bewertungsmethoden verzichtet. Die aktiven Unterschiedsbeträge aus der Equity-Bilanzierung zum 31. Dezember 2016 in Höhe von 2,0 Mio. € entfallen auf Firmenwerte. Unternehmen, die nach § 296 HGB nicht einbezogen und assoziierte Unternehmen, die nach § 311 (2) HGB nicht nach der Equity-Methode bewertet wurden Unternehmen, die nach § 296 (2) HGB nicht einbezogen wurden und assoziierte Unternehmen, die nach § 311 (2) HGB nicht nach der Equity-Methode bewertet wurden, sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Insgesamt betragen die Bilanzsummen und Jahresumsatzerlöse nicht mehr als 1% der Konzernbilanzsumme bzw. der Konzernumsatzerlöse. 5. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Im Berichtsjahr wurden die handelsrechtlichen Neuerungen infolge des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) umgesetzt. Sich hieraus ergebende Auswirkungen auf Ansatz, Bewertung und Ausweis einzelner Jahresabschlussposten sind in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bzw. bei den Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung vermerkt. Änderungen bei den Bilanzzahlen haben sich nicht ergeben. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Bei den Jahresabschlüssen der ausländischen Tochtergesellschaften erfolgte die Währungsumrechnung nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Sämtliche Bilanzposten wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zu historischen Kursen umgerechnet wurde, zum Devisenkassamittelkurs (Stichtagskurs) zum Bilanzstichtag umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die durch die Währungsumrechnung entstandenen Währungsumrechnungsdifferenzen wurden innerhalb des Konzerneigenkapitals unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Dabei wurde bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr das Realisationsprinzip (§ 298 (1) i. V. m. § 252 (1) Nr. 4 2. Halbsatz HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 (1) i. V. m. § 253 (1) Satz 1 HGB) beachtet. Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie einer Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um lineare Abschreibungen vermindert. Bei einer dauerhaften Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Die Nutzungsdauern liegen zwischen drei und fünfzehn Jahren. Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte werden linear über die jeweiligen voraussichtlichen Nutzungsdauern abgeschrieben. Es wurden Nutzungsdauern zwischen vier und fünfzehn Jahren angesetzt. Für die entgeltlich erworbenen Geschäfts - oder Firmenwerte wurden die Begründungen der jeweiligen Nutzungsdauer in der folgenden Tabelle dargestellt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden hier aufgrund von Erfahrungswerten nach gleichartigen Gründen und gleicher Nutzungsdauer in Gruppen zusammengefasst:
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten vermindert um lineare, bei Zugängen vor dem 31. Dezember 2009 auch um degressive Abschreibungen bewertet. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung wurde beachtet. Bei einer dauerhaften Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Die Nutzungsdauern liegen zwischen drei und fünfzehn, bei Gebäuden zwischen 25 und 50 Jahren. Für Zugänge zum Sachanlagevermögen wurden im Jahr 2016 entsprechend § 6 Abs. 2a EStG Sammelposten gebildet, sofern ihre jeweiligen Anschaffungskosten zwischen 150 € und 1.000,00 € liegen. Der Sammelposten wird über 5 Jahre abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 150,00 € wurden im Jahr des Zugangs direkt als Aufwand erfasst. Die Finanzanlagen werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten, die Ausleihungen mit dem Nominalwert angesetzt. Bei einer dauerhaften Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den beizulegenden Wert. Soweit die Gründe für vorgenommene Abschreibungen nicht mehr bestehen, werden Zuschreibungen vorgenommen. Bei voraussichtlich vorübergehender Wertminderung werden keine Abschreibungen vorgenommen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Bestandsrisiken werden durch Abwertungen berücksichtigt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten grundsätzlich auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen (soweit durch die Fertigung veranlasst) berücksichtigt werden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Der Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen. Unverzinsliche oder unterverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Börsen- oder Marktpreis bilanziert. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit ihrem Nominalbetrag angesetzt. Guthaben in ausländischen Währungen werden zum Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt nach § 298 i.V.m. § 274 (1) Satz 2 HGB in Ausübung des Ansatzwahlrechts. Die Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Projected-Unit-CreditMethode" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die "Richttafeln 2005 G" von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Als Abzinsungsfaktor wurde erstmals der von der Deutschen Bundesbank für diese Restlaufzeit ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangen zehn Jahre statt wie im Vorjahr der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre verwendet. Der neue Abzinsungssatz betrug zum Bilanzstichtag 4,01% (im Vorjahr 3,88%). Zinsänderungseffekte werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden bei Pensionen mit bis zu 2,00% und bei Entgeltumwandlung mit 1,50% berücksichtigt. Erwartete Rentensteigerungen wurden bei den Pensionen mit 1,75% und bei Entgeltumwandlung mit 0,00% kalkuliert. Die Fluktuation wurde bei Entgeltumwandlung mittels der Heubeck'schen Fluktuationstabelle berücksichtigt. Die Rückstellungen für Sterbegeld werden nach versicherungsmathematischen Methoden nach dem Teilwertverfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal ein durchschnittlicher Marktzinssatz bei einer Laufzeit von 15 Jahren von 3,23% gem. der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen werden mit 1,5% berücksichtigt, erwartete Rentensteigerungen wurden nicht berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten; sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem laufzeitkongruenten Zinssatz abgezinst. Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Methoden nach dem Teilwertverfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Unter Zugrundelegung der tatsächlichen Laufzeit wurde für die Abzinsung pauschal ein durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,71% gem. der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen sowie Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenzen wurden mit 1,50% berücksichtigt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen im Sinne des § 246 (2) Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Wertpapiere, deren beizulegender Zeitwert sich aus Börsenpreisen ergibt. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. B. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich. Im Geschäftsjahr 2016 sind Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 38,0 Mio. € entstanden. Davon resultieren 1,3 Mio. € aus den Geschäfts- oder Firmenwerten, die in den einbezogenen Einzelabschlüssen entstanden sind. Weitere 36,7 Mio. € resultieren aus den Kapitalkonsolidierungen. Der Buchwert der Geschäfts- und Firmenwerte resultiert in Höhe von 147,7 Mio. € aus Kapitalkonsolidierungen und in Höhe von 476,6 Mio. € aus einbezogenen Einzelabschlüssen. Bei den Firmenwerten aus Kapitalkonsolidierung erfolgte bei einer einbezogenen Gesellschaft eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 0,7 Mio. €, bei den Firmenwerten aus einbezogenen Einzelabschlüssen erfolgten Abschreibungen in Gesamthöhe von 0,2 Mio. €. Die Gesellschaft hält im Sinne von § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Verbindung mit § 271 Abs. 1 HGB die folgenden wesentlichen Beteiligungen:
*) es handelt sich um die Zahlen des
Jahresabschlusses zum 31.12.2015
Forderungen
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge in Höhe von 5,7 Mio. €, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Es handelt sich dabei um Vorsteuerforderungen. Die Forderungen gegen Gesellschafter sind solche gegen verbundene Unternehmen. In den Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 12,7 Mio. € (Vorjahr 18,9 Mio. €) enthalten. Latente Steuern Latente Steuern sind im Wesentlichen in den folgenden Positionen enthalten:
Bei den inländischen Gesellschaften sind regionale Steuersätze von 27,38% bis 32,63% angewendet worden. Für ausländische Gesellschaften sind Steuersätze von 25% zugrunde gelegt worden. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Saldierung nach § 298 (1) HGB i. V. m. § 246 (2) Satz 2 HGB von Altersteilzeitverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen im Sinne des § 246 (2) Satz 2 HGB). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Wertpapiere, die mit dem Börsenwert am Bilanzstichtag angesetzt wurden. Bewertungseinheiten/Derivative Finanzinstrumente Die im Vorjahr bestehenden Derivate (Zinsswaps) wurden durch Ausübung der Put-Option ohne Zusatzkosten per 30.06.2016 beendet. Die Bewertungseinheit des variabel verzinslichen Darlehns mit den Zinsswaps wurde damit auch aufgelöst. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital beträgt 60,0 Mio. € und ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 60,0 Mio. nennwertlose Stückaktien. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beträgt 309,9 Mio. €. Entnahmen aus sowie Einstellungen in die Kapitalrücklage haben im Geschäftsjahr nicht stattgefunden. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen bestehen insgesamt aus anderen Rücklagen. Im Geschäftsjahr wurden Einstellungen in die Gewinnrücklagen in Höhe von 62,1 T€ vorgenommen. Entnahmen sind nicht erfolgt. Konzernbilanzgewinn In dem Konzernbilanzgewinn ist ein Konzerngewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 212,5 Mio. € enthalten. Nicht beherrschende Anteile Im Posten "Nicht beherrschende Anteile" wurden 16,6 Mio. € Passivposten mit 6,8 Mio. € Aktivposten verrechnet. Angaben zum Konzern-Eigenkapitalspiegel Der Betrag, der am Stichtag aufgrund gesetzlicher Bestimmungen zur Ausschüttung an den Gesellschafter zur Verfügung steht, beläuft sich auf 386,6 Mio. €. Der Betrag, der beim Mutterunternehmen gesetzlichen Ausschüttungssperren unterliegt, beträgt 0,4 Mio. €. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Der passivische Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung beträgt 0,4 Mio. €. Der Posten wird in Folgejahren planmäßig über die gewichtete Restnutzungsdauer der Vermögensgegenstände aufgelöst. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen Der Sonderposten ist als Gegenposten zum Anlagevermögen gebildet worden und wird in Höhe der anteiligen Abschreibung aufgelöst. Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen Die zum 31. Dezember 2016 gebildeten Rückstellungen entfallen mit 216,3 Mio. € auf Pensionen, mit 28,4 Mio. € auf Entgeltumwandlung und mit 0,7 Mio. € auf Übergangs- und Sterbegelder. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 22,2 Mio. €. In Höhe dieses Unterschiedsbetrags sind die passivierten Rückstellungen für Pensionen und der Zinsaufwand im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz nach bisheriger Ermittlung niedriger anzusetzen. Der abzinsungsbedingte Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F. für die Ausschüttung gesperrt. Für die Entgeltrückstellung beträgt der Unterschiedsbetrag 2,0 Mio. €. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 44,3 Mio. €, die überwiegend für Tantiemen, ausstehende Urlaube sowie Altersteilzeit gebildet wurden. 35,3 Mio. € wurden für die Restrukturierung zurückgestellt, von denen ein Großteil auf die Harmonisierung/Neuausrichtung der FUNKE MEDIENGRUPPE entfällt. Weitere Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 20,0 Mio. €, Remittenden in Höhe von 29,4 Mio. €, Prozesskosten in Höhe von 4,1 Mio. € sowie Rabatte und Boni in Höhe von 3,1 Mio. €. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 722,3 Mio. € sind durch verschiedene erst- und zweitrangige Sicherheiten abgesichert. Dies sind unter anderem Anteilsverpfändungen, Grundschulden, Kontoverpfändungen und Forderungsabtretungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind solche gegenüber verbundenen Unternehmen. In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr 0,6 Mio. €) enthalten. C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Beträge der Gewinn- und Verlustrechnung 2016 sind aufgrund der BilRUG-Umstellung nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse des Jahres 2016 teilen sich wie folgt auf:
Bei Anwendung der Neudefinition nach § 277 Abs. 1 HGB hätten sich für das Vorjahr Umsatzerlöse in Höhe von 1.330,5 Mio. € ergeben. Sonstige betriebliche Erträge Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, periodenfremde Erträge, Erträge aus Kostenerstattungen (z. B. Mahn- und Gerichtskostenerstattungen) sowie Erträge aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung in Höhe von 164,6 Mio. € entstanden. Sie betreffen mit 156,7 Mio. € Buchgewinne aus der Veräußerung der WAZ Ausland Holding GmbH sowie deren mittelbaren und unmittelbaren Beteiligungen (davon -1,9 Mio. € aus Währungsumrechnungsdifferenzen). Weitere 6,9 Mio. € betreffen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Harmonisierung, sowie 0,9 Mio. € für Rückerstattungen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 4,1 Mio. €, im Wesentlichen aus Auflösungen von Rückstellungen, enthalten. Aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen sind Erträge in Höhe von 0,1 Mio. € entstanden. Bei Anwendung der Neudefinition nach § 277 Abs. 1 HGB hätten sich für das Vorjahr sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 52,9 Mio. € ergeben. Darin enthalten sind 10,9 Mio. €, die aus dem außerordentlichen Ergebnis umgegliedert wurden. Personalaufwand Für das Harmonisierungsprojekt sind im abgelaufenen Geschäftsjahr Personalaufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung in Höhe von 0,9 Mio. € angefallen. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Im Geschäftsjahr sind außerplanmäßige Abschreibungen gem. § 253 (3) Satz 5 HGB in Höhe von 0,7 Mio. € erfolgt. Sonstige betriebliche Aufwendungen In dieser Position sind überwiegend Zustellkosten, Werbekosten, Provisionen, Mieten und Pachten sowie Reparaturkosten enthalten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind sonstige betriebliche Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung in Höhe von 17,8 Mio. € angefallen. Mit 9,7 Mio. € stehen sie im Zusammenhang mit der Einstellung für Rückstellungen für Restrukturierung (Harmonisierungsprojekte) sowie mit weiteren 5,1 Mio. € im Zusammenhang mit Beratungskosten für Akquisitionsvorhaben. 2,3 Mio. € betreffen sonstige Aufwendungen in Bezug auf die Harmonisierung. Die restlichen 0,6 Mio. € resultieren aus dem Rückzug aus Süd-Osteuropa. Ebenfalls enthalten sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 1,8 Mio. €, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit Provisionen und Mietanpassungen stehen. Bei Anwendung der Neudefinition nach § 277 Abs. 1 HGB hätten sich für das Vorjahr sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 447,6 Mio. € ergeben. Darin enthalten sind 46,7 Mio. €, die aus dem außerordentlichen Ergebnis umgegliedert wurden. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens Im Geschäftsjahr sind außerplanmäßige Abschreibungen gem. § 253 (3) Satz 5 HGB in Höhe von 0,7 Mio. € erfolgt. D. Sonstige Angaben Vermögensverrechnung Zur Verrechnung nach § 298 (1) i. V. m. §§ 246 (2) Satz 2 HGB und 314 Nr. 17 HGB ergeben sich folgende Beträge:
Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften in Höhe von 0,3 Mio. € sowie aus Gewährleistungsverträgen in Höhe von 0,6 Mio. €. Aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslagen der Begünstigten, für die die Erklärungen abgegeben wurden, wird das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften als gering eingeschätzt. Darüber hinaus bestehen Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen für die liquide Ausstattung eines ehemaligen assoziierten Unternehmens, damit ein Mitgesellschafter dieser Gesellschaft die Möglichkeit erhält, Entnahmen aus der Gesellschaft zu tätigen. Da diese Entnahmen in der Vergangenheit stets durch das ehemalige assoziierte Unternehmen selbst getragen werden konnten, wird die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme als sehr gering eingestuft. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen des Konzerns aus Miet-, Pacht-, Leasing- oder ähnlichen Dauerschuldverhältnissen sowie Bestellobligos betrugen zum Bilanzstichtag 380,3 Mio. €, berechnet auf das Mindestlaufzeitende bzw. auf die geschätzte Vertragslaufzeit. Davon betreffen 202,4 Mio. € Verpflichtungen aus Objektmietverträgen, 145,3 Mio. € aus Dienstleistungsverträgen, 24,0 Mio. € aus Leasingverpflichtungen sowie 8,6 Mio. Verpflichtungen aus Bestellobligos. Sie wurden im Wesentlichen zum Zwecke der Liquiditätsschonung sowie zur Vermeidung von Risiken durch Wertschwankungen abgeschlossen. Risiken können im Einzelfall durch eine langfristige Vertragsbindung bestehen. Die konkreten Risiken hieraus werden als gering eingeschätzt. Verpflichtungen gegenüber assoziierten Unternehmen bestehen nicht. Zusätzlich ergibt sich durch die Ausgliederung von Abonnentenverträgen aus der Springer Akquisition ab Oktober 2014 über 5 Jahre eine Nachhaftung gemäß § 133 Abs. 3 Satz 1 Umwandlungsgesetz für den jeweiligen übernehmenden Rechtsträger. Dabei handelt es sich um die FUNKE Frauenzeitschriften Kundenservice GmbH, die FUNKE Programmzeitschriften Kundenservice GmbH sowie die Hamburger Abendblatt Kundenservice GmbH. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Im Berichtszeitraum wurden keine Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Bezüge der Geschäftsführung sowie früherer Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebenen Die Bezüge früherer Mitglieder der Gruppengeschäftsführung sowie deren Hinterbliebenen betragen 2.721 T€; für Pensionsverpflichtungen wurden 29.151 T€ zurückgestellt. Den aktiven Mitgliedern des Aufsichtsrates der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA wurden in 2016 Bezüge in Höhe von 37,5 T€ gewährt. Den früheren Mitgliedern des Aufsichtsrates und deren Hinterbliebenen wurden keine Bezüge gewährt. Für die Tätigkeit im Gesellschafterausschuss der FUNKE Management GmbH erhielten die Mitglieder im Geschäftsjahr 2016 Bezüge in Höhe von 150 T€. Vorschüsse oder Kredite wurden Mitgliedern der Geschäftsführung nicht gewährt. Abschlussprüferhonorar nach § 314 Nr. 9 HGB Das Abschlussprüferhonorar umfasst Abschlussprüfungsleistungen für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Prüfung der Jahresabschlüsse der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA und ihrer inländischen Tochterunternehmen durch den Konzernabschlussprüfer RLT Ruhrmann Tieben & Partner mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft in Höhe von 1,8 Mio. €. Für andere Bestätigungsleistungen wurden 0,1 Mio. € aufgewendet, für Steuerberatungsleistungen 0,3 Mio. €, sowie 0,1 Mio. € für sonstige Leistungen des Konzernabschlussprüfers. Zahl der Beschäftigten Im Geschäftsjahr waren bei vollkonsolidierten Unternehmen durchschnittlich 6.366 Mitarbeiter beschäftigt, davon 5.552 Angestellte und 814 gewerbliche Mitarbeiter. Weiterhin sind anteilsmäßig 87 Mitarbeiter (Angestellte) von quotal einbezogenen Unternehmen für den Konzern tätig. Zusätzlich waren 17.359 Zusteller für den Konzern tätig. Geschäftsführung Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens erfolgt durch die FUNKE Management GmbH, vertreten durch die Geschäftsführer: Manfred Braun, Aumühle Geschäftsführer der FUNKE Management GmbH, Essen Michael Wüller, Marl Geschäftsführer der FUNKE Management GmbH, Essen Befreiung für Gesellschaften nach § 264 b bzw. § 264 (3) HGB Eine Übersicht der Unternehmen, die eine Befreiung nach § 264 b bzw. § 264 (3) HGB nutzen, ist der Anteilsbesitzliste zu entnehmen. Konzernabschluss Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der FUNKE Management GmbH (kleinster und größter Kreis) (HRB 25920, Amtsgericht Essen) einbezogen, der beim elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Nachtragsbericht Entwicklungen und Ereignisse von besonderer Bedeutung haben sich nach Abschluss des Geschäftsjahres 2016 nicht ereignet.
Essen, den 23. Mai 2017 gez. Manfred Braun gez. Michael Wüller Der Konzernabschluss wurde festgestellt am 7. Juli 2017. - Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2016
1) Zugang/Veränderung Konsolidierungskreis
Aufstellung des Anteilsbesitzes der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA(Stand per 31.12.2016)Nachfolgend aufgeführte Unternehmen sind aufgrund verschiedener Vorschriften in den Konzernabschluss einbezogen worden: Die mit 1) gekennzeichneten Unternehmen nehmen die Erleichterungen des § 264 b HGB in Anspruch. Die mit 2) gekennzeichneten Unternehmen nehmen die Erleichterungen des § 264 (3) HGB in Anspruch. Die mit 3) gekennzeichneten Unternehmen wurden gem. § 290 (2) Nr. 3 HGB einbezogen Die mit 4) gekennzeichneten Unternehmen wurden gem. § 296 (2) HGB nicht einbezogen Die mit 5) gekennzeichneten Unternehmen wurden gem. § 311 (2) HGB nicht einbezogen
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2016
Der Finanzmittelfonds wird definiert als Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Zahlungsmittel sind Barmittel und täglich fällige Sichteinlagen. Unter Zahlungsmitteläquivalenten werden als Liquiditätsreserve gehaltene kurzfristige, äußerst liquide Finanzmittel verstanden, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Sie weisen eine Restlaufzeit im Erwerbszeitpunkt von maximal 3 Monaten auf. Im Posten Aufwendungen/Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung im Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit sind Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 157 Mio. E enthalten. Im Posten Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds sind 9.396,6 T€ von quotal einbezogenen Unternehmen enthalten. Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31.12.2016
Konzernlagebericht 2016Gliederung 1. Grundlagen des Konzerns 1.1 Konzernstruktur, Geschäftstätigkeit 1.2 Unternehmensstrategie 1.3 Forschung und Entwicklung 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Geschäftsverlauf 2.2. Vermögenslage 2.3. Finanzlage 2.4. Ertragslage 2.5. Investitionen 2.6. Mitarbeiter 3. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht 3.1. Risikobericht 3.2. Chancenbericht 3.3. Prognosebericht 4. Gesamtaussage 1. Grundlagen des Konzerns 1.1 Konzernstruktur, Geschäftstätigkeit Die "FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA" mit Sitz in Essen - im Folgenden FUNKE MEDIENGRUPPE bzw. Konzern - ist einer der größten Medienkonzerne Deutschlands. Das Geschäftsjahr 2016 war im Wesentlichen geprägt durch Harmonisierungsprojekte in den Verlagsbereichen sowie dem verstärkten Ausbau neuer Geschäftsfelder mit Schwerpunkt auf lokalen Online-Services. Der Konzern ist unverändert in nachfolgende Sparten unterteilt:
In der Sparte "Zeitungen" werden neben den Regionalzeitungen aus Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Braunschweig, Hamburg und Berlin auch die regionalen Anzeigenblätter gebündelt. Insgesamt werden 12 Tageszeitungen und Wochenzeitungen verlegt, sowie rund 140 Anzeigenblätter inklusive der Lokalausgaben herausgegeben. Darüber hinaus wird auch das regionale Hörfunkgeschäft in dieser Sparte ausgewiesen. Die Druckereien an den Standorten Essen, Hagen, Braunschweig und Erfurt werden in der Sparte "Druck" ausgewiesen. Die Druckhäuser produzieren nicht nur für die Konzerntöchter, sondern führen auch Akzidenzdruckaufträge aus. Die Zeitschriftensparte produziert im Wesentlichen an den Standorten in Ismaning bei München sowie in Hamburg. Mehr als 140 Publikums- und Fachzeitschriften werden herausgegeben. Die bekanntesten zum Konzern gehörenden Programmzeitschriften sind "Gong", "tv DIGITAL" und "Hörzu". Bei den Frauenzeitschriften gehören unter anderem traditionelle Zeitschriften wie "Bild der Frau", "Frau im Spiegel" und "die aktuelle" zum Portfolio des Zeitschriftenbereiches. Eine Vielzahl von Rätselzeitschriften sowie Lebensartmagazine (LandIDEE, LandApotheke etc) runden das Portfolio ab. In der Sparte "Neue Medien" werden die Online-Aktivitäten der FUNKE MEDIENGRUPPE gebündelt. Zum einen unterstützt die FUNKE DIGITAL GmbH in Berlin die Zeitungs- und Zeitschriftentitel bei der Weiterentwicklung ihrer Online-Angebote und erarbeitet innovative journalistische Digitalprodukte. Zum anderen gehören zum Aufgabenspektrum zusätzlich die Vermarktung von Digitalprodukten und die Akquise von produktnahen digitalen Angeboten. Dazu zählen Akquisitionen in digitale Geschäftsfelder wie zum Beispiel Online-Services, Digitales Publishing oder dem Betrieb von Internet-Plattformen. In der Sparte "Sonstiges" werden diverse Dienstleistungs- und Servicegesellschaften zusammengefasst. In Deutschland nimmt die FUNKE MEDIENGRUPPE mit ihren regionalen Tageszeitungen führende Positionen auf dem jeweiligen Zeitungsmarkt ein. So ist sie allein in Nordrhein-Westfalen (NRW) mit ihren vier Tageszeitungen "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ), "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung" (NRZ), "Westfälische Rundschau" (WR) und "Westfalenpost" (WP) mit einer Reichweite von durchschnittlich 1,58 Millionen (Mio.) Lesern pro Tag mit Abstand die führende Zeitungsgruppe NRW's. Das seit 1990 zum Konzern gehörende Medienhaus Thüringen nimmt mit seinen drei Titeln "Thüringer Allgemeine" (TA), "Ostthüringer Zeitung" (OTZ) und "Thüringische Landeszeitung" (TLZ) ebenfalls seit Jahren die führende Position auf dem thüringischen Zeitungsmarkt ein. Der Braunschweiger Zeitungsverlag mit seiner "Braunschweiger Zeitung", der viertgrößten Tageszeitung Niedersachsens, gehört seit 2007 zum Konzern. Das seit 2014 zum Konzern gehörende "Hamburger Abendblatt" nimmt mit Abstand die führende Position auf dem Hamburger Zeitungsmarkt ein. Die fünftgrößte Tageszeitung Berlins, die "Berliner Morgenpost" wurde ebenfalls in 2014 übernommen. Druckauflagen im Durchschnitt pro Erscheinungstag in Mio. Exemplaren
Seit Herbst 2015 beliefert die in Berlin beheimatete Zentralredaktion Titel aus der FUNKE MEDIENGRUPPE mit überregionalen Inhalten, sowohl Print als auch Digital. Sämtliche Zeitungstitel informieren ihre Leser zusätzlich über digitale Kanäle. Die vier Tageszeitungen in NRW sind über ihre jeweilige Homepage zu erreichen ("waz.de"; "nrz.de"; "wp.de"; "wr.de") und verstärken durch Premiuminhalte das redaktionelle Angebot der Tageszeitungen. Die Tageszeitungen in Thüringen und Braunschweig sind online über "mediengruppe-thüringen.de" bzw. "braunschweiger-zeitung.de" sowie über ihre jeweiligen Titel zu erreichen. Das Hamburger Abendblatt ist über die Internetadresse "abendblatt.de" und die Berliner Morgenpost über "morgenpost.de" im Internet vertreten. Daneben bieten seit 2016 die Regionen NRW, Thüringen, Braunschweig und Berlin sogenannte "Reichweitenportale" an, die ein Angebot insbesondere für junge Leser darstellen. Das regionale Onlineportal "DerWesten.de" wurde zum Beispiel im Herbst 2016 als Nachrichten- und Unterhaltungsangebot für eine junge Zielgruppe im Ruhrgebiet neu positioniert. Die Neupositionierung ist Teil der ZweiSäulen-Strategie im Online-Geschäft der FUNKE MEDIENGRUPPE. Hierbei wird unterschieden in kostenpflichtige Premium-News auf Markenplattformen sowie kostenlose Portale für eine mobile Zielgruppe. Das inländische Printportfolio der FUNKE MEDIENGRUPPE wird durch Anzeigenblätter in NRW, Thüringen, Niedersachsen, Hamburg und Berlin mit wöchentlich rund 10,0 Mio. verteilten Exemplaren ergänzt. Davon publiziert der Konzern in NRW über die "Westdeutsche Verlags- und Werbegesellschaft mbH" (WVW) und die als Joint-Venture betriebene "OstruhrAnzeigenblattgesellschaft mbH & Co. KG" (ORA) über 5,4 Mio. Exemplare, die nahezu flächendeckend im Rhein-RuhrGebiet sowie im mittleren und südlichen Westfalen verteilt werden. In Berlin werden knapp 1,6 Mio. Exemplare verteilt. Der "Allgemeine Anzeiger" in Thüringen ist mit rund 1,3 Mio. Exemplaren das führende Anzeigenblatt in den östlichen Bundesländern. Die publizierte Auflage in Hamburg beläuft sich auf 0,7 Mio. Exemplare. Zusätzlich werden in Hamburg weitere 0,3 Mio. Exemplare über Beteiligungsgesellschaften verteilt. In Niedersachsen haben die Anzeigenblätter ein Volumen von rund 0,7 Mio. Exemplaren. Im Bereich Hörfunk hält der Konzern in NRW Beteiligungen an den Betriebsgesellschaften der folgenden lokalen Hörfunksender:
Die 10 Betriebsgesellschaften mit Mehrheitsbeteiligungen der FUNKE MEDIENGRUPPE werden von der "Westfunk GmbH & Co. KG" (Westfunk) betreut und vermarktet. Zudem ist die Westfunk Dienstleister für den Sender "Radio Vest". Neben der Buchung von Werbezeiten für Einzelsender besteht ebenso die Möglichkeit, Werbezeiten für mehrere Sender z. B. in der sogenannten "Westfunk Kombi Ruhr" (Kombination aus zwölf Sendern) zu buchen. Gemäß einer bundesweiten Reichweitenerhebung schalteten im zweiten Halbjahr 2016 durchschnittlich rund 1,6 Mio. Hörer täglich einen der zwölf Sender im Ruhrgebiet und Hochsauerlandkreis ein. (Quelle: ma 2016 Radio II, deutschsprachige Bevölkerung 10+ Jahre) Des Weiteren besteht mit "Radio38" eine Beteiligung an einem Radiosender in den Regionen Braunschweig und Wolfsburg. Zum Kerngeschäft der FUNKE MEDIENGRUPPE zählt neben den Tageszeitungen und Anzeigenblättern auch ein vielfältiges Angebot an Publikums- und Fachzeitschriften. Das Portfolio an Publikumszeitschriften umfasst sowohl Frauen-, Programm- als auch Rätselzeitschriften sowie Lebensartmagazine. Die im Jahresdurchschnitt verkauften Auflagen der herausgegebenen Programm- und Frauenzeitschriften belaufen sich auf rund 8,1 Mio. Exemplare (davon entfallen auf die Programmzeitschriften 5,4 Mio. Exemplare und auf die Frauenzeitschriften 2,7 Mio. Exemplare). Im Segment der Rätselzeitschriften ist der Konzern mit mehr als 60 verschiedenen Titeln der größte inländische Anbieter. Durch die Zeitschriften des LandIDEE-Verlags ist die FUNKE MEDIENGRUPPE im Segment der Landzeitschriften diversifiziert aufgestellt. Das breite Sortiment an Publikumszeitschriften runden zahlreiche Fachmagazine, speziell in den Segmenten Eisenbahn, Motorrad, Hifi und Klassik ab. Die entsprechenden Online-Angebote ergänzen dabei die gedruckten Zeitschriften. Im inländischen Vertriebsgeschäft der Zeitschriften hält der Konzern unter anderem Beteiligungen an der Pressevertriebsgesellschaft "Moderner Zeitschriften Vertrieb GmbH & Co. Kommanditgesellschaft" (MZV). Aufgrund der mit der Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft eingegangenen strategischen Allianz konnte ein Marktanteil von ca. 22% im Grosso und knapp 20% im Bahnhofsbuchhandel erreicht werden. Damit gehört die MZV zu den größten nationalen Vertriebsgesellschaften. Die FUNKE MEDIENGRUPPE ist zusammen mit der Axel Springer SE an der Media Impact GmbH & Co. KG beteiligt. Diese bündelt die Vermarktung der nationalen Medienangebote, und ist damit der größte crossmediale Vermarkter Deutschlands. Im Geschäftsjahr 2016 wurden die WAZ Ausland Holding GmbH sowie deren mittelbare und unmittelbare Beteiligungsgesellschaften veräußert. 1.2 Unternehmensstrategie Kurzfristig wird die Sicherstellung der bestehenden Marktposition des Konzerns angestrebt. Die FUNKE MEDIENGRUPPE gehört derzeit zu den zehn größten deutschen Medienkonzernen. Mittel- und langfristiges Ziel ist das Wachstum der Mediengruppe durch weitere Zukäufe und das Heben von Synergien durch Konsolidierung. Die auch in 2016 vorangetriebene Harmonisierung der zentralen Funktionsbereiche soll die Ausrichtung von standortorientierten zu funktionsorientierten Strukturen und Prozessen bewirken und somit eine rasche Integration neu erworbener Unternehmen im Print- und Digitalgeschäft ermöglichen. Kerngeschäft der FUNKE MEDIENGRUPPE bildet nach wie vor das Printgeschäft, also Regionalzeitungen und Zeitschriften. Die vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung und veränderten Lesegewohnheiten sinkenden Auflagen und Anzeigenumsätze sowie dynamische Märkte erfordern jedoch eine kontinuierliche Anpassung der bestehenden Prozesse und eine strategische Fortentwicklung. So werden beispielsweise die bestehenden Print-Angebote verstärkt in Online-Angebote transformiert: Unter anderem werden die Print-Auflagen der Tageszeitungen auch als e-Paper angeboten, das heißt ein 1:1 Abbild der gedruckten Zeitung. Ebenso sind sämtliche Zeitungstitel online erreichbar. Für den redaktionellen Content der Web-Angebote werden zum Teil Paid-Content-Modelle genutzt. Im Konzern vertreten sind zum einen die "Freemium-Variante", bei der die Redaktion aktiv entscheidet, welche Webinhalte kostenpflichtig sind und welche nicht, als auch die "Harte Paywall", bei der sämtliche Beiträge nur noch gegen Bezahlung gelesen werden können. Bei den kostenpflichtigen Web-Inhalten handelt es sich dabei um multimediale und hoch aktuelle Inhalte, wie zum Beispiel Lokalsport oder redaktionell erstellte Themenschwerpunkte. Sie sollen keinen Ersatz für die gedruckte oder digitale Tageszeitung darstellen, sondern eine komfortable Ergänzung. Durch eine konsequente Stärkung der regionalen und lokalen Ausrichtung ("Lokaloffensive") der Tageszeitungen sowie eine ständige Verbesserung der journalistischen Qualität sollen Leserbindung und -nähe kontinuierlich ausgebaut werden. So wurde zum Beispiel die Wochenendausgabe der NRW-Tageszeitungen neu gestaltet, indem neue Rubriken eingeführt wurden und bestehende Rubriken erweitert wurden. Dadurch bietet sie auch für Anzeigenkunden ein attraktives Werbeumfeld. Neben der Sicherstellung und des Ausbaus der bestehenden Marktposition des Konzerns werden folgende übergeordnete Ziele mittel- und langfristig angestrebt: die ständige Weiterentwicklung der Printprodukte, der Ausbau der digitalen Angebote und die intelligente Verzahnung der beiden Kanäle. Darüber hinaus wird es darum gehen, Allianzen mit anderen Verlagshäusern einzugehen sowie durch den Zukauf von Verlagen und Titeln durch Größe resultierende Effekte zu nutzen. 1.3 Forschung und Entwicklung Aufgrund zunehmender Digitalisierung, verändertem Leseverhalten, erhöhter Mobilität und demographischer Veränderungen konzentriert sich die FUNKE MEDIENGRUPPE mehr denn je darauf, Wachstumspotenziale zu eruieren und zusätzliche Lesergruppen sowie Werbekunden durch die Entwicklung neuer Produkte unter Nutzung aller Kommunikationskanäle zu gewinnen. So beginnen die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bei der Analyse der Kundenbedürfnisse und reichen über die Entwicklung neuer innovativer Produkte bis hin zur Etablierung dieser auf dem Markt. Zur Identifizierung der Kundenwünsche betreibt der Konzern qualitative und quantitative Marktforschungen. Systematische Befragungen und Blattreviews spielen dabei genauso eine Rolle wie das kontinuierliche Benchmarking und der Abgleich mit Best Practice. Quantitative Untersuchungen nehmen das sich wandelnde Leseverhalten in den Blick. Anhand von Preisstudien wird die Preissensitivität der Kunden überprüft. Mit modernen Marktforschungsinstrumenten wird kontinuierlich an der Verstärkung der Leserbindung gearbeitet. Dazu ist die FUNKE MEDIENGRUPPE seit dem Geschäftsjahr 2015 an der "Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung mbH & Co. KG" (GiK) beteiligt. Diese hat die Werbewirkungsforschung "best for tracking" (b4t) sowie die Markt-MediaStudie "best4planning" (b4p) herausgebracht. Für die Entwicklung im Digital-Bereich führt insbesondere das Tochterunternehmen "FUNKE DIGITAL GmbH" regelmäßig Marktforschungen durch, die Trends aufnehmen und als Grundlage für den Ausbau des digitalen Angebots herangezogen werden. Des Weiteren betreut sie die danach zusammengestellten internen Projektteams bei der Konzeption der modernen Produkte sowie der Erschließung neuer Geschäftsfelder, und entwickelt Apps und Software-Lösungen weiter. So verdeutlichen zum Beispiel die in jüngster Vergangenheit durch die FUNKE DIGITAL GmbH erworbenen Gesellschaften AZUBIYO GmbH, Absolventa GmbH und Joblocal GmbH die Transformation von Print-Angeboten in digitale Angebote: Stellenanzeigen werden mittlerweile vermehrt digital angeboten und nicht mehr in der Print-Ausgabe der Tageszeitungen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Geschäftsverlauf Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Wirtschaftswachstum in Deutschland ist in 2016 gestiegen. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 1,9% an (nach 1,7% im Vorjahr). (Quelle: Statistisches Bundesamt) Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote sank von 6,4% in 2015 auf 6,1% in 2016. Die Zahl der Erwerbstätigen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Mio. Personen und liegt im Jahresdurchschnitt 2016 bei rund 43,5 Mio. Personen. Die Nettogehälter stiegen gegenüber dem Vorjahr um 2,2%. (Quelle: Statistisches Bundesamt) Die wirtschaftlichen Grunddaten haben Einfluss auf die Entwicklung der Werbe- und Anzeigenumsätze. Ein Ansteigen der Arbeitslosenquote oder ein Sinken der Realeinkommen könnte einen Rückgang der verkauften Auflagen von Tageszeitungen und Zeitschriften hervorrufen, da die privaten Konsumausgaben sinken könnten. Branchenspezifische Rahmenbedingungen In Deutschland erhöhten sich die Bruttowerbeinvestitionen über alle Medien um 5,0% auf ein Volumen von rund 30,9 Mrd. €. Wie schon in Vorjahren erzielte die Online-Werbung den größten prozentualen Umsatzzuwachs am Bruttowerbemarkt. Auch der Hörfunk konnte beim Umsatz wieder zulegen. (Quelle: Nielsen Media Research) Die Bruttowerbeaufwendungen im Bereich Zeitungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr leicht um 3,9% (von 4,6 Mrd. € in 2015 auf 4,8 Mrd. € in 2016). Im Bereich der "Mediengattung Zeitungen" liegen regionale Abo-Zeitungen mit einem Marktanteil von 73,9% am Werbemarkt klar vorne (Quelle: Nielsen Media Research, Media Impact GmbH & Co. KG). Die Umsätze der Zeitungen in Deutschland sind in den Jahren 2013 - 2015 kontinuierlich gesunken (Quelle: statista). Es ist davon auszugehen, dass sich der Branchentrend auch in 2016 fortsetzt. Bedingt durch einen weiter anhaltenden deutschlandweiten Rückgang von Titeln und Verlagen mussten die Anzeigenblätter analog zum Vorjahr leichte Verluste in ihrer Gesamtauflage hinnehmen (Auflagenhöhe 88,4 Mio. Exemplare im Vergleich zu 90,2 Mio. Exemplaren in 2015) (Quelle: Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA)). Die Tagesreichweiten im deutschen Hörfunkbereich liegen bei 78,7% der deutschsprachigen Bevölkerung über 10 Jahre. (Quelle: ag.ma) Publikumszeitschriften mussten im Berichtsjahr rückläufige Werbe- und Auflagenzahlen hinnehmen, während sich der Werbemarkt bei den Fachzeitschriften stabil entwickelte (Quelle: media impact; nielsen) Die Internetnutzung mit einem Nutzungsschwerpunkt auf lokalen und regionalen Nachrichten hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht, rund 78% (Vorjahr: 76%) der Gesamtbevölkerung nutzen das Internet. Der Zugriff auf mobile-enabled Websites oder mobile Apps ist von 37,8 Mio. Personen in 2015 auf 43,4 Mio. Personen in 2016 gestiegen (Quelle: Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF)) Geschäftsverlauf der FUNKE MEDIENGRUPPE Vergleich der im Vorjahr berichteten Prognose mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung Im Unternehmen verwendete bedeutsame Steuerungskennzahlen sind die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz sowie EBITDA. Das EBITDA definiert sich als Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderung, sonstigen betrieblichen Erträgen, abzüglich Material- und Personalaufwand sowie abzüglich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die in den genannten Positionen befindlichen außergewöhnlichen Aufwendungen und Erträge werden bei der Berechnung des EBITDA nicht berücksichtigt. Ein wichtiger nicht-finanzieller Leistungsindikator ist die verkaufte Auflage von Zeitungen und Zeitschriften. Die Erwartungen aus der Prognose sind insgesamt erfüllt worden, so dass die FUNKE MEDIENGRUPPE mit dem Geschäftsverlauf 2016 sehr zufrieden sein kann. Für 2016 wurde ein Rückgang des Konzernumsatzes im unteren einstelligen Prozentbereich erwartet. Tatsächlich sank der Umsatz um rund 1,7%. Ohne Berücksichtigung der gesetzlichen Änderungen durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) liegt der Umsatzrückgang bei 1,4%. Für die Kennzahl EBITDA war ein Anstieg im unteren einstelligen Prozentbereich prognostiziert worden. Mit einer Erhöhung von 1,2% wurde die Erwartung eingehalten. Zeitungen Im Vergleich zu den Vorjahresumsatzerlösen mussten die deutschen Tageszeitungstitel korrespondierend zur Branchenentwicklung der Vorjahre Umsatzrückgänge im unteren einstelligen Prozentbereich verkraften. Bei allen Titeln ist dies im Wesentlichen bedingt durch im Vergleich zum Vorjahr verringerte Werbeumsätze. In NRW liegt der Umsatz leicht über Vorjahresniveau. Die analog zum Vorjahr erneut gesunkenen Werbeumsätze konnten durch gestiegene Vertriebsumsätze kompensiert werden. Erfreulicherweise konnten auch die Tageszeitungen in Braunschweig ihre Umsätze auf Vorjahresniveau halten. Die Umsatzerlöse der Tageszeitungen in Hamburg, Berlin und Thüringen sind im Vorjahresvergleich im mittleren einstelligen Prozentbereich gesunken. Die Verringerung resultiert aus verringerten Werbeumsätzen. Die verkaufte Auflage der wesentlichen inländischen Titel des Konzerns belief sich 2016 im Durchschnitt auf 1,2 Mio. Exemplare pro Erscheinungstag. Der Digitalumsatz der Online-Angebote bei den Regionalmedien ist in 2016 um 8,8% gestiegen. Die Angebote werden ständig weiterentwickelt um die Attraktivität für die Werbekunden zu steigern. "DerWesten.de" ist mit einer Reichweite von rund 4,56 Mio. Nutzern im November 2016 in Deutschland weiterhin eines der reichweitenstärksten regionalen Onlinenachrichten-portale NRW`s und nimmt in den Top-50 Rankings von Nachrichten-Websites regelmäßig einen Platz im oberen Drittel ein. Die Onlineableger von "Hamburger Abendblatt" und "Berliner Morgenpost" konnten im November 2016 2,56 bzw. 2,41 Mio. Nutzer auf ihren Webseiten (mobile und stationär) begrüßen, die Mediengruppe Thüringen 1,32 Mio. Nutzer. Die Anzeigenblätter des Konzerns konnten den Umsatz auf Vorjahresniveau halten. Die Umsatzerlöse des Hörfunkbereiches in NRW befinden sich über Vorjahresniveau. In einer landesweiten Reichweitenanalyse schnitten die von der Westfunk betreuten Sender insgesamt gut ab. Die sieben Sender Radio Duisburg, Radio Essen, 107.7 Radio Hagen, Radio Emscher Lippe, Radio Oberhausen, Radio Herne und Radio Sauerland sind mit diesem Ergebnis Marktführer in ihrem Sendegebiet vor den öffentlich-rechtlichen Radioprogrammen des WDR. (Quelle: E.M.A. NRW 2016 II, deutschsprachige Bevölkerung 14+ Jahre) Druck Der Umsatz der Drucksparte ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Eine nennenswerte Ursache dafür ist die Schließung einer Druckvorstufe sowie der Verkauf der ungarischen Tochtergesellschaft Mitte 2016. Zeitschriften Neben den Zeitungen ist der Zeitschriftenbereich der FUNKE MEDIENGRUPPE das zweite Kerngeschäft des Konzerns. Im Vergleich zum Vorjahr kam es zu einem leichten Umsatzrückgang analog zur Branchenentwicklung. Die gesunkenen Vertriebserlöse konnten dabei nicht durch die gestiegenen Anzeigenerlöse kompensiert werden. Der Digitalumsatz der Online-Angebote bei den Zeitschriften ist im Vergleich zu den Printprodukten in 2016 um 37,7% gestiegen. Unter den Top 10 der auflagenstärksten Publikumszeitschriften finden sich gleich 4 Titel der FUNKE MEDIENGRUPPE, davon 3 Programmzeitschriften: "TV Digital", "TV direkt" und "Hörzu". Bis auf TV Direkt, die Auflagensteigerung im Vergleich zum Vorjahr von 1,8% aufzuweisen hat, mussten alle anderen Programmzeitschriften- analog zur Branchenentwicklung - Auflagenverluste hinnehmen. Als insgesamt einzige Frauenzeitschrift konnte sich "Bild der Frau" einen Platz in den Top 10 sichern. (Quelle: IVW) Die seit Mitte des Geschäftsjahres 2015 zu 100% zur FUNKE MEDIENGRUPPE zugehörige Zeitschrift "Landidee" befindet sich mit einer Auflagensteigerung von 28,4% im 4. Quartal 2016 (im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) unter den Gewinnern der IVW-Auflagenstatistik. Die Umsatzerlöse der Rätseltitel sind stabil und bewegen sich auf Vorjahresniveau. Neue Medien Die Umsätze in den relativ neuen digitalen Geschäftsfeldern Online-Services, Digitales Publishing sowie dem Betrieb von Internet-Plattformen haben sich im Geschäftsjahr 2016 mehr als verdoppelt. Dies ist im Wesentlichen auf die erfolgten Akquisitionen von Absolventa GmbH, Joblocal GmbH und AZUBIYO GmbH zurückzuführen. Wesentliche Ereignisse Das in 2015 eingeleitete Harmonisierungs- und Neuausrichtungsprojekt, welches die Neuausrichtung von standortorientierten zu funktionsorientierten Strukturen und Prozessen bewirken soll, wurde in 2016 weiter umgesetzt. Der daraus resultierende Restrukturierungsaufwand wurde bereits im Geschäftsjahr 2015 überwiegend zurückgestellt. Mit dem Erwerb einer Beteiligung an der Win Local GmbH setzte die FUNKE MEDIENGRUPPE die Expansion der eigenen Aktivitäten im Bereich der lokalen Online-Services weiter fort. Die WinLocal GmbH gehört zu den führenden Anbietern von Online-Marketing-Services in Deutschland. Kernkompetenz des Unternehmens ist die enge Verzahnung von Empfehlungsmarketing, Online-Werbung und Suchmaschinenoptimierung. Der Konzern nutzte die Möglichkeiten des positiv gestimmten Finanzierungsmarktes und hat Ende April 2016 eine Anpassung der bestehenden Fremdfinanzierung vorgenommen. Zum einen wurde das Fremdkapitalvolumen um rund ein Drittel erhöht, zum anderen wurde die Laufzeit der Kreditverbindlichkeiten um drei zusätzliche Jahre verlängert. Die Verzinsung bleibt auf variabler Basis. Im Geschäftsjahr 2016 wurden die WAZ Ausland Holding GmbH sowie deren mittelbare und unmittelbare Beteiligungsgesellschaften veräußert. Im Oktober hat die FUNKE MEDIENGRUPPE durch Übernahme der Mehrheit an der Media Partisans GmbH ihre Expansion im digitalen Publishing vorangetrieben. Das Unternehmen ist in Europa Marktführer für Publikationen in den sozialen Medien und betreibt unter anderem das Portal "heftig.co". Seit Herbst 2015 beliefert die Zentralredaktion in Berlin die Zeitungen der FUNKE MEDIENGRUPPE mit Inhalten aus Politik, Wirtschaft, Vermischtes und Ratgeber/Wissen. In 2016 hat sie den Sprung in die Top 5 der meistzitierten Tageszeitungsredaktionen in Deutschland geschafft. Ende des Geschäftsjahres wurde der Verkauf des Verlagsgebäudes in Essen vertraglich fixiert. Der Übergang von Nutzen und Lasten erfolgt mit dem Umzug in das neue Gebäude voraussichtlich im 1. Halbjahr 2018. Die Grundsteinlegung für die neue Zentrale der FUNKE MEDIENGRUPPE fand am 4. Juli 2016 statt. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Die FUNKE MEDIENGRUPPE konnte im Geschäftsjahr 2016 ihre Stellung als einer der größten Medienkonzerne Deutschlands weiter festigen und ausbauen. Das Geschäftsjahr ist für den Konzern insgesamt positiv verlaufen. 2.2. Vermögenslage Im Vergleich zum 31.12.2015 hat sich die Bilanzsumme um 296,4 Mio. € auf 2.124,1 Mio. € erhöht. Konzernbilanz (Kurzfassung) der FUNKE MEDIENGRUPPE in Mio. €
Die Verringerung des Anlagevermögens um 92,6 Mio. € ist größtenteils verursacht durch planmäßige Abschreibungen bei den immateriellen Vermögensgegenständen. Die "entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten" verringerten sich um 37,0 Mio. € und die Geschäfts- oder Firmenwerte um 27,3 Mio. €. Der Rückgang bei den Geschäfts- und Firmenwerten wäre höher ausgefallen, wenn nicht gegenläufig Zugänge in Höhe von rund 36,9 Mio. € für Investitionen im Wesentlichen in die neu erworbenen vollkonsolidierten Unternehmen Media Partisans GmbH sowie Passion 4 Monteurzimmer GmbH (im März 2017 umfirmiert in "Passion 4 Gästezimmer GmbH") angefallen wären. Erhöhend auf das Anlagevermögen hat sich die erstmalige quotale Einbeziehung der MZV-Gesellschaften ausgewirkt. Der Bestand an Sachanlagen hat sich um 12,1 Mio. € verringert; ursächlich hierfür sind ebenfalls die die Zugänge des Geschäftsjahres übersteigenden Abschreibungen. Die Buchwerte der Finanzanlagen haben sich um 14,0 Mio. € verringert. Dies ist überwiegend auf den Verkauf der unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen der WAZ Ausland Holding GmbH sowie gegenläufig aus dem Kauf von Beteiligungen aus dem Digital- und Vermarktersegment zurückzuführen. Die Erhöhung des Umlaufvermögens um 383,5 Mio. € resultiert hauptsächlich aus einem um 254,9 Mio. € gestiegenen Bestand an Forderungen gegen Gesellschafter. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen die Refinanzierung des Vendor Loans und die damit zusammenhängende Rückzahlung der finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Axel Springer SE durch den Gesellschafter. Außerdem haben sich die sonstigen Vermögensgegenstände um 193,8 Mio. € erhöht, was im Wesentlichen aus einer Kaufpreisforderung resultiert. Gegenläufig hat sich der Bestand an Flüssigen Mitteln um 58,4 Mio. € reduziert. Das Eigenkapital liegt bei 737,9 Mio. € und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 146,8 Mio. € erhöht, was im Wesentlichen durch die Entkonsolidierungseffekte aus dem Verkauf der WAZ Ausland Holding GmbH begründet ist. Die Eigenkapitalquote beträgt 34,7% (Vorjahr 32,3%). Die Entwicklung des Eigenkapitals ist aus dem Eigenkapitalspiegel ersichtlich. Die Gesamthöhe des Fremdkapitals ist mit 1.375,2 Mio. € um 148,5 Mio. € gestiegen. Die Fremdkapitalquote liegt damit bei 64,7% im Vergleich zu 67,1% im Vorjahr. Das gestiegene Fremdkapital ist überwiegend auf die Erhöhung des Kreditbestandes um 131,0 Mio. € sowie der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern um 38,5 Mio. € zurückzuführen. Der Anstieg des Kreditbestandes erfolgte aufgrund der Refinanzierung des Vendor Loans; gegenläufig haben geplante Tilgungen sowie Sondertilgungen die Erhöhung bereits vermindert. Des Weiteren haben sich die Rückstellungen um 18,1 Mio. € verringert. Davon entfallen auf die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6,2 Mio. € sowie auf Restrukturierungsrückstellungen 16,2 Mio. €. 2.3. Finanzlage Die Kapitalflussrechnung wurde nach dem Deutschen Rechnungslegungsstandard (DRS 21) erstellt. Die Finanzmittel des Konzerns werden im Inland grundsätzlich über eine zentrale Finanzierungsgesellschaft bereitgestellt (Cash-Pooling). Auf diese Weise ist eine ausreichende Liquiditätsausstattung der Konzerngesellschaften gewährleistet. Ziel ist eine kostengünstige Bereitstellung von Liquidität durch verfügbare Mittel aus dem operativen Geschäft sowie durch zentral gesteuerte Kreditaufnahmen. Mittels kurzfristiger Kreditlinien bei Banken können evtl. kurzfristige Engpässe überwunden werden. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt + 123,9 Mio. € (Vorjahr + 139,5 Mio. €). Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit beläuft sich auf - 301,2 Mio. € (Vorjahr - 11,7 Mio. €). Er resultiert insbesondere aus einer Darlehensvergabe an den Gesellschafter sowie dem Kauf von Gesellschaften aus dem Digitalbereich. Aus der Finanzierungstätigkeit wurde ein Cash Flow von +109,4 Mio. € (Vorjahr 89,9 Mio. €) generiert. Der im Jahr 2013 aufgenommene Konsortialkredit wurde Ende April 2016 vorzeitig refinanziert. Die Konditionen wurden im Zuge der Verlängerung an das günstigere aktuelle Marktniveau angepasst und haben sich damit deutlich verbessert. Die Laufzeit des Vertrags wurde bis April 2021 verlängert. Die Verzinsung bleibt auf variabler Basis. Die ergänzend zur Verfügung gestellte revolvierende Kreditlinie in Höhe von 50 Mio. € wurde nur sehr geringfügig durch Avale beansprucht. Die Gesamtverbindlichkeiten des Konzerns haben mit 34,6% eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Aus dem Zusammenwirken der Zu- und Abflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit ergibt sich eine zahlungswirksame Verringerung des Finanzmittelbestandes in Höhe von -67,9 Mio. €. Wesentliche Investitionsverpflichtungen des Konzerns betreffen Kaufpreisanpassungen bei bereits erfolgten Akquisitionen. Maximal ergeben sich für die nächsten Jahre Investitionsverpflichtungen in Höhe von 16,2 Mio. €, die aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert werden sollen. 2.4. Ertragslage Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (Kurzfassung) der FUNKE MEDIENGRUPPE in Mio. €
Aufgrund gesetzlicher Änderungen durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) wurden zur besseren Vergleichbarkeit die Vorjahreszahlen angepasst: Die Umsatzerlöse wurden um 8,1 Mio. € erhöht, die sonstigen betrieblichen Erträge in gleicher Höhe vermindert. Das EBITDA in Höhe von 198,7 Mio. € hat sich gegenüber dem EBITDA des Vorjahres um 2,1 Mio. € erhöht. Die Umsatzrendite liegt bei 15% im Vergleich zu 14% im Vorjahr unter Berücksichtigung der BilRUG-Anpassungen. Die Umsatzerlöse verringerten sich um insgesamt 27,4 Mio. € auf 1.303,1 Mio. €. Die Verringerung der Umsatzerlöse entfällt im Wesentlichen auf die Produktbereiche Zeitungen (- 25,3 Mio. €), Zeitschriften (- 8,8 Mio. €) und Druckerei (- 7,6 Mio. €). Gegenläufig entwickelte sich der Produktbereich Elektronische Medien (+ 11,4 Mio. €). Dabei entfallen auf das Inland Umsatzrückgänge in Höhe von 8,4 Mio. € und auf das Ausland in Höhe von 19,0 Mio. €. Die Verringerung im Ausland resultiert aus dem Verkauf der restlichen Auslandsaktivitäten Mitte des Jahres 2016. Somit ist auch der Anteil des Auslandsumsatzes von rund 2,7 % im Vorjahr auf 1,0 % gesunken.
Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 141,7 Mio. € erhöht. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen außergewöhnliche Erträge in Höhe von 164,6 Mio. € (im Vorjahr: 10,9 Mio. €). Diese resultieren zum Großteil aus dem unterjährigen Verkauf der WAZ Ausland Holding GmbH sowie deren mittelbaren und unmittelbaren Beteiligungsgesellschaften. Gegenläufig haben sich die Erträge aus Kostenerstattungen um 9,8 Mio. € verringert. Der Materialaufwand ist um 20,8 Mio. € auf 298,8 Mio. € gesunken. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe haben sich dabei um 6,3 Mio. € verringert, die Aufwendungen für bezogene Leistungen um 14,5 Mio. €. Im Bereich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist dies im Wesentlichen auf gesunkenen Papierbedarf zurückzuführen. Der größte Aufwandsposten der Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert der Personalaufwand mit 456,4 Mio. €. Dieser beinhaltet in 2016 außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von 0,9 Mio. € (im Vorjahr 0,0 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um 49,5 Mio. € auf 398,1 Mio. €. In dieser Position sind im Wesentlichen Werbekosten, Versand- und Transportkosten, Provisionen, Mieten und Pachten sowie Reparaturkosten enthalten. Der Posten beinhaltet ebenfalls außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von 17,8 Mio. € (im Vorjahr 46,7 Mio. €). In diesem Betrag sind Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 10,6 Mio. € enthalten. Nachfolgend werden einige wichtige Positionen unterhalb des EBITDA dargestellt: Das Finanzergebnis hat sich von -40,1 Mio. € im Vorjahr auf -9,4 Mio. € verbessert. Ursächlich hierfür sind Anpassungen an die geänderten gesetzliche Vorgaben für den Diskontierungszinssatz für Altersversorgungsverpflichtungen, die zu einer Verringerung der Abzinsungsbeträge in Höhe von 25,9 Mio. EUR geführt haben. Nahezu alle Gesellschaften sind Teil eines ertragsteuerlichen Organkreises. Oberster ertragsteuerlicher Organträger ist eine Personengesellschaft, Ertragsteuern haben daher im Konzern nur eine untergeordnete Bedeutung. Das Konzernergebnis vor Gewinnabführung hat sich um 194,5 Mio. € auf 211,0 Mio. € verbessert. 2.5. Investitionen Bei den Investitionen des Berichtsjahres handelt es sich im Wesentlichen um Akquisitionen von Unternehmen im Digitalgeschäft. Die größte Akquisition war dabei der Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an der Media Partisans GmbH, ein Unternehmen für Publikationen in sozialen Medien. Die Passion 4 Monteurzimmer GmbH (jetzt: Passion 4 Gästezimmer GmbH) betreibt Online-Portale für Vermieter und Wohnungssuchende. Die FUNKE MEDIENGRUPPE hat sich mit einem Mehrheitsanteil an der Raufeld Medien GmbH beteiligt, die eine neue Service- und Veranstaltungsunit aufbauen und betreiben wird. Die Investitionen wirkten sich überwiegend in den Zugängen der immateriellen Vermögensgegenstände aus. Im Sachanlagevermögen waren hauptsächlich Investitionen für den IT-Bereich sowie bereits erfolgte Ausgaben für die Innenausstattung des Neubaus in Essen zu verzeichnen ("Anlagen im Bau"). Außerdem wurden Beteiligungen an den Gesellschaften WinLocal GmbH sowie Inventorum GmbH erworben, die im Markt der Online-Services aktiv sind. 2.6. Mitarbeiter Mitarbeiterbestand der FUNKE MEDIENGRUPPE
Das Berichtsjahr 2016 war geprägt von markt- und strategiekonformen Veränderungs- und Anpassungsprozessen und damit einhergehenden personellen Veränderungen. Die 2015 begonnene neue Ausrichtung der Gruppe von standortorientierten Einzelunternehmen zu einem funktionsorientierten modernen Medienhaus wurde fortgesetzt. Im Fokus standen zudem u.a. die Neuaufstellung der Vermarktungsbereiche in Hamburg und Thüringen sowie der Redaktionen der Thüringer Zeitungen, aber auch die Neugründung der FUNKE Sport GmbH in Essen. Maßnahmen für die Aus- und Weiterbildung wurden weiter ausgebaut. So umfasste das Angebot des neuen gruppenweiten Qualifizierungskatalogs über 40 Inhouse-Seminare, die zielgerichtet auf die Unternehmensstrategie und die spezifischen Qualifizierungsbedarfe ausgerichtet wurden. Themenschwerpunkte waren neben der Vermittlung von Methoden- und EDV-Kenntnissen auch die Bewältigung von Kunden- und Führungssituationen und im redaktionellen Bereich die Digitalisierung sowie Nutzung von Social Media. Die neu eingegangene Kooperation mit der Hamburg Media School sowie die Zusammenarbeit mit der Medien-Akademie Ruhr sicherten die stetige Weiterentwicklung der Qualität im Lokal-/Regionaljournalismus ab. Wesentliche Maßnahmen der Nachwuchsförderung und -gewinnung waren neben der 24-monatigen Volontärsausbildung in den Bereichen Print, Online und Bildmanagement diverse Trainee-Programme für Hochschulabsolventen. Praktikanten- und Stipendiaten-Programme sowie eine breit gefächerte Ausbildung für kaufmännische und technische Berufe rundeten die Initiativen ab. Verschiedenste gesundheitsfördernde Angebote und Maßnahmen - wie etwa ein gruppenweit durchgeführter Gesundheitstag - wurden von den Mitarbeitenden an allen Standorten sehr positiv angenommen. Ausgehend von dem Ziel "Vereinbarkeit von Familie und Beruf" noch weiter zu fördern, wurden zudem weitere Kooperationen geschlossen, die den Mitarbeitenden die Möglichkeit eröffnen, sich bei der Organisation der Betreuung Ihrer Kinder oder pflegebedürftiger Angehöriger qualifiziert beraten und aktiv unterstützen zu lassen. 3. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht 3.1. Risikobericht Risikomanagement Für die FUNKE MEDIENGRUPPE bedeutet unternehmerisches Handeln stets Chancen zu nutzen und damit verbundene Risiken zu erkennen und zu begrenzen. Der Konzern versucht die Chancen seiner relevanten Märkte optimal zu nutzen, um Kunden langfristig zu binden und durch fairen Wettbewerb gegenüber Konkurrenten auf Dauer zu bestehen. Dazu ist es erforderlich, vorausschauend Risiken und Veränderungen der Märkte zu erkennen, um erforderliche strategische Entscheidungen rechtzeitig einleiten zu können. So verfügt die FUNKE MEDIENGRUPPE über ein bereits etabliertes rechnungslegungsbezogenes Risikomanagement und internes Kontrollsystem, über eine interne Revisions- sowie eine Complianceabteilung. Die Revision legt dabei das Hauptaugenmerk auf die Prüfung des Vorhandenseins sowie der Effektivität und Effizienz des internen Kontrollsystems. In diesem Rahmen verfolgt die Revision einen risikoorientierten Prüfungsansatz, aus welchem auch die jährliche Planung entwickelt wird. Ferner koordiniert die Interne Revision gruppenweite Richtlinien, welche wesentliche Handlungsgrundlagen innerhalb der FUNKE MEDIENGRUPPE dokumentieren. Die Compliance-Abteilung ist Ansprechpartner bei Fragen und Verstößen zu behördlichen Regelungen, unternehmensinternen Richtlinien, der Einhaltung von Rechtsvorschriften und Gesetzen. Auf der Basis von Risikoanalysen werden zusammen mit der Internen Revision Kontrollmaßnahmen formuliert, welche durch die Fachbereiche implementiert werden. Zusätzlich werden in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fachbereichen die erforderlichen internen Richtlinien ausgearbeitet bzw. angepasst. Im Hinblick auf Transparenz und Risikovorsorge sowie die Überwachung der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens sind speziell folgende Maßnahmen relevant:
Ziel dieser Analysen ist es, eine ständige Kontrolle und Überwachung der Risiken sicherzustellen und zu gewährleisten, dass rechtzeitig effiziente Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Risikoidentifizierung Die für das Unternehmen wesentlichen identifizierten Risiken wurden zu den folgenden gleichartigen Risikogruppen zusammengefasst:
Umfeldrisiken Allgemeine Markt- und Wettbewerbsrisiken Grundsätzlich besteht immer die Gefahr, dass allgemeine Markt- und Wettbewerbsrisiken zu sinkenden Einnahmen führen, die kurzfristig nicht durch eine Reduzierung von Kosten aufzufangen sind. Ebenso könnten mögliche Abwertungen der Kreditwürdigkeit einzelner europäischer Länder in Deutschland zu negativen konjunkturellen Auswirkungen führen, die sich auch auf den Werbemarkt niederschlagen und zu sinkenden Werbeeinnahmen führen. Politische und rechtliche Risiken Durch die Europäische Union verhängte Werbeverbote für bestimmte Produktgruppen können zu rückläufigen Werbeeinnahmen führen. Neue Gesetzeslagen (wie zum Beispiel die EU-Datenschutzgrundverordnung) können sich mittel- und unmittelbar negativ auf die Wirtschaftlichkeit auswirken. Branchenrisiken Veränderte Mediennutzung Das vornehmliche Risiko der veränderten Mediennutzung und der damit verbundenen verstärkten Orientierung hin zu digitalen Medien führt dagegen bereits heute zu einer Verschiebung der Werbemärkte. Die veränderte Mediennutzung bedingt zusammen mit dem demographischen Wandel sinkende Auflagen der klassischen Medien, verbunden mit dem Rückgang von Vertriebserlösen. Die Entwicklung auf den elektronischen Märkten wird daher kontinuierlich analysiert, um aktuelle Trends frühzeitig zu erkennen. So wird das Kerngeschäft konsequent in die digitale Welt überführt und neue Geschäftsfelder werden aufgebaut. Leistungswirtschaftliche Risiken Entwicklung Papierpreis Die Branche ist stark von der Entwicklung des Papierpreises abhängig. Eine Erhöhung kann unter Umständen nicht an die Leser weitergegeben werden. Finanzwirtschaftliche Risiken Liquiditätsrisiko Eine kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanung ermöglicht es, eventuelle Engpässe rechtzeitig aufzudecken. Frei verfügbare Kreditlinien, ein Basisbestand liquider Mittel sowie ein fest integriertes Cash-Pooling-System garantieren, dass der Konzern jederzeit seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Die Geldanlage von nicht benötigten liquiden Mitteln wird durch eine Richtlinie vorgegeben. Diese beinhaltet Anlagerichtlinien und Limite zur Risikobegrenzung. Das derzeit sehr niedrige Zinsniveau führt zu stark reduzierten Zinserträgen. Bisher konnte vermieden werden, dass der Konzern Zahlungen aufgrund negativer Anlagezinsen leisten muss. Für die Zukunft kann dies nicht ausgeschlossen werden. Forderungsausfälle Ein aktives Debitorenmanagement und Mahnwesen ermöglicht es, Forderungsausfällen frühzeitig entgegen zu wirken. Das Risiko von Forderungsausfällen wird als gering eingestuft, da die Kundenbasis breit gestreut ist. Die maximale Risikohöhe entspricht den Buchwerten der Vermögenswerte. Zinsänderungsrisiko Das Zinsänderungsrisiko wird laufend gemäß interner Richtlinien zentral überwacht. Bei Bedarf werden derivative Sicherungsinstrumente zur Absicherung genutzt. Auswirkungen von Zinssatzänderungen auf variabel verzinsliche Verbindlichkeiten werden bei Bedarf mittels einer Sensitivitätsanalyse ermittelt. Währungsrisiko Währungsrisiken sind überschaubar, da die Ergebnisse hauptsächlich im Euroraum erzielt werden. Verbleibende Risiken aus Wechselkursschwankungen sind für den Konzern unwesentlich. Eine Absicherung erfolgt daher nicht, gleichwohl werden mögliche Risiken aus Wechselkursänderungen überwacht. Der Einkauf von Papier erfolgt in der Regel auf EuroBasis. Sonstige Risiken Technikausfälle Die Wertschöpfungskette der FUNKE MEDIENGRUPPE ist erheblich von der eingesetzten Technik abhängig. Ein eventueller Ausfall könnte den reibungslosen Produktionsablauf gefährden. Deshalb sind zur Risikominimierung effiziente Backup- und Notfall-Systeme, Viren- und Zugangsschutzprogramme sowie Datensicherungs- und Verschlüsselungssysteme fest integriert, um die Betriebsbereitschaft jederzeit zu gewährleisten. Zudem investiert der Konzern laufend in die Weiterentwicklung der eingesetzten Hard- und Software, um diese auf dem aktuellen Stand der Technik zu halten. Im Hinblick auf steigende Nutzerzahlen bei den digitalen Inhalten kommt speziell den IT-Risiken eine große Bedeutung zu. Durch die Zusammenführung der gruppenweiten IT-Aktivitäten unter einer einheitlichen Leitung und durch Kooperation mit der "circ IT GmbH & Co. KG" können die bestehenden effizienten Prozesse und Abläufe weiter gesichert, und somit die Risiken minimiert werden. Rechtsstreitigkeiten Letztendlich kann es im Zuge der journalistischen Berichterstattung zu Rechtsstreitigkeiten und damit verbundenen Schadenersatzansprüchen kommen. Ebenso können Kartell- oder Wettbewerbsverletzungen zu Rechtsansprüchen fremder Dritter führen. Etwaige Kosten sind grundsätzlich durch Versicherungen und Rückstellungen für Prozessrisiken abgedeckt. Verstöße gegen interne Richtlinien, Datenschutzbestimmungen, Gesetze Der Verstoß gegen Gesetze und interne Richtlinien kann nicht nur für den betroffenen Mitarbeiter Konsequenzen nach sich ziehen. Auf Unternehmensseite können unter anderem Bußgelder oder Strafverfahren drohen. Außerdem können auf das Unternehmen erhebliche Reputationsverluste zukommen. Insbesondere im Hinblick auf die sich ausweitenden digitalen Aktivitäten der FUNKE MEDIENGRUPPE ist die Einhaltung von Datenschutzbestimmungen sehr wichtig. Der Diebstahl von Kundendaten könnte Vertrauensverluste auf Seiten der Kunden nach sich ziehen und damit das digitale Wachstum erschweren. Der Compliance- und Rechtsbereich tragen aktiv dazu bei, solche Risiken zu mindern und mögliche Verstöße entsprechend zu verfolgen. 3.2. Chancenbericht Die für das Unternehmen wesentlichen identifizierten Chancen wurden zu den folgenden gleichartigen Kategorien zusammengefasst:
Chancen aus dem Umfeld/der Branche Wirtschaftliche Entwicklung Aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs sowie sinkender Arbeitslosenzahlen vor allem im Inland kann es zu höheren Investitionen auf dem Werbemarkt kommen, die sich positiv auf den Umsatz sowie das Ergebnis auswirken können. Veränderte Mediennutzung Die FUNKE MEDIENGRUPPE als zukunftsorientiertes Unternehmen setzt weiterhin auf den laufenden Ausbau ihres medialen Angebots und eruiert kontinuierlich die Tendenzen der relevanten Medien- und mediennahen Dienstleistungsmärkte. Aus jedem frühzeitig aufgenommenen und umgesetzten Trend kann sich ein großes Umsatzpotenzial entwickeln. Das digitale Projektteam in Berlin bietet die Möglichkeit, in enger Verzahnung mit den Standorten Trends aufzuspüren und neue Ideen schnell umzusetzen. Neue Geschäftsfelder sollen aufgebaut und das Kerngeschäft (Printmedien und Zeitschriften) konsequent in die digitale Welt überführt werden. Leistungsschutzrecht Das Leistungsschutzrecht für Presseverleger ist am 1. August 2013 in Kraft getreten. Es soll die Leistung von Verlegern und Journalisten wirksam vor den Wettbewerbsnachteilen der ungerechtfertigten Verbreitung und Vervielfältigung der Erzeugnisse insbesondere im Internet schützen. Im Zeitalter der sich immer mehr beschleunigenden digitalen Entwicklung erscheint dies unverzichtbar und gibt auch der FUNKE MEDIENGRUPPE ein Mittel an die Hand, Dritte, die keine Nutzungsrechte der Presseerzeugnisse von den Verlegern erworben haben, von deren Nutzung auszuschließen. Ihre Leistungsschutzrechte hat die FUNKE MEDIENGRUPPE an die Verwertungsgesellschaft "VG Media" übertragen. Dort sollen Tarife für die Nutzung der Leistungsschutzrechte der vertretenen Medienhäuser festgelegt werden. Durch die Bündelung der Leistungsschutzrechte diverser Medienhäuser bei nur einer Verwertungsgesellschaft wird eine stärkere Position gegenüber Google angestrebt. Die Europäische Kommission strebt derweilen ein eigenes, in der gesamten EU geltendes Leistungsschutzrecht an. Das deutsche Recht würde damit stark ausgeweitet. Kernpunkt ist, dass es nicht nur für Suchmaschinenbetreiber gelten soll, sondern für alle Unternehmen die online Inhalte verbreiten, und zwar nicht nur für einen kurzen Anreißer, sondern für den gesamten Artikel. Die produzierten Artikel würden laut Entwurf zwei Jahrzehnte lang geschützt. Wettbewerbsrecht Der Bundesrat hat Ende März 2017 der 9. Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) zugestimmt. Das Gesetzt erlaubt Pressehäusern nun eine Zusammenarbeit im Werbegeschäft, im Vertrieb, bei der Herstellung und Zustellung. Werbepakete können jetzt zum Beispiel auch nur im Kombipaket angeboten werden. In schwierigen Märkten kann die Novelle helfen; so könnte eine Zusammenarbeit mit anderen Zeitungsverlagen in den oben genannten Bereichen erfolgen, um Synergien zu heben und Kosten zu senken. Sonstige Chancen IT-Strukturen, Technik Künftig sollen die Erneuerung im Bereich Drucktechnik und die Nutzung von Verbesserungspotenzialen in den ITStrukturen zu einer gesteigerten Effizienz und zu weiteren Kostenreduktionen führen. Zusätzlich werden diverse Verwaltungsprozesse auch auf der Basis von Benchmarks permanent einer intensiven Überprüfung unterzogen. Auch im Bereich der Neuen Medien sieht der Konzern zusätzliche Marktchancen. Die Online-Portale sowie die PaidContent-Angebote werden permanent weiter ausgebaut. Ebenso ermöglichen neue elektronische Vertriebswege ("Digitaler Kiosk") Absatzchancen für digitale Versionen konzerneigener Produkte. Zusätzlich soll versucht werden über Corporate-Publishing-Produkte neue Kunden zu gewinnen und dadurch auf dem digitalen Mediensektor Marktanteile zu gewinnen. Synergieeffekte, Akquisitionen Die Nutzung von Synergien im Redaktionsbereich durch die Zentralredaktion sowie der regionalen Produktions-Desks führt zu Kosteneinsparungen bei gleichzeitiger Erhöhung der redaktionellen Qualität. Neben der Umsetzung diverser Restrukturierungsmaßnahmen werden laufend weitere Effizienzsteigerungspotenziale und Prozessverbesserungen mit dem Ziel einer nachhaltigen Ergebnisverbesserung untersucht. Durch Akquisitionen in den neuen Märkten werden neue Geschäftsfelder erschlossen und in digitale Rubrikenmärkte investiert. Lokaloffensive Der Konzern setzt weiterhin auf die Chance, seine starke lokale und regionale Verankerung auf den heimischen Märkten zu festigen, die Lesernähe und damit die Leserbindung zu stärken und neue Anzeigenkunden zu gewinnen. Gesamtaussage zur Risiko- und Chancensituation der FUNKE MEDIENGRUPPE Die Gesamtrisiko- und Chancensituation ergibt sich für die FUNKE MEDIENGRUPPE aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken und -chancen. Um die Beherrschung dieser Risiken zu gewährleisten, wurde ein Risikomanagementsystem geschaffen. Risikopotenziale wurden kontinuierlich aufgedeckt und analysiert, um gegebenenfalls rechtzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Im Geschäftsjahr 2016 war der Konzern mit einer überschaubaren Risikosituation konfrontiert. Zum aktuellen Zeitpunkt sind dem Konzern keine über die bereits im Konzernabschluss abgebildeten Risiken hinaus bekannt. Für das laufende Geschäftsjahr sind derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken für den Konzern bekannt. 3.3. Prognosebericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Nach dem Wirtschaftswachstum der letzten Jahre wird in Deutschland auch für das Jahr 2017 mit einem steigenden Wachstum gerechnet. Es wird eine Steigerung des realen Bruttoinlandsproduktes von 1,5% erwartet. (Quelle: ifo Institut) Auf dem Arbeitsmarkt rechnet das ifo Institut in 2017 mit einer Arbeitslosenquote von 6,1%. Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen Für den Werbemarkt in Deutschland wird ein Wachstum von rund 2,0% für 2017 erwartet. (Quelle: Agenturgruppe JOM) Die Auflagen und Werbeerlöse im PrintBereich der Tageszeitungen werden sich gemäß einer Analyse von Schickler und BDZV im Branchentrend um 2,6 Prozent bzw. 1,4 Prozent verringern. Die Umsätze im Zeitschriftenbereich werden sich im Vergleich zum Vorjahr abermals leicht verschlechtern. (Quelle: statista, PwC) Gemäß einer Prognose von ZenithOptimedia werden die Werbeausgaben in den sozialen Medien bis 2019 auf 20 Prozent der gesamten Internetwerbung wachsen, bei Wachstumsraten von jährlich 20 Prozent. Für die Hörerzahlen der Radiosender in 2017 wird ein Verweilen auf dem hohen Niveau von 2016 erwartet. Bei den Tagesreichweiten des 4. Quartals 2016 ergab sich eine leichte Verbesserung von 0,4%-Punkten auf 78,1%. (Quelle: ag.ma) Prognose der FUNKE MEDIENGRUPPE Der Ausblick basiert auf Annahmen, die aus heutiger Sicht hinreichend bestimmbar und wahrscheinlich sind. Die tatsächliche Entwicklung kann aufgrund verschiedener Einflussfaktoren deutlich abweichen. Wir rechnen für das Geschäftsjahr 2017 mit einer leichten Verbesserung des Umsatzes im unteren einstelligen Prozentbereich. Die Verbesserung resultiert im Wesentlichen aus steigenden Umsätzen im Digitalbereich. Für das EBITDA wird ein Rückgang im unteren einstelligen Prozentbereich prognostiziert, ursächlich bedingt durch steigende Personalaufwendungen. Unter anderem bedingt durch weiter sinkende Auflagen wird sich die Verringerung der Vertriebs- und Werbeumsätze bei deutschen Tageszeitungen auch in 2017 fortsetzen. Der Umsatz im Zeitschriftenbereich wird trotz einer geplanten rückläufigen Auflage nahezu konstant bleiben. Er wird unter anderem bestimmt durch den Launch neuer Zeitschriftenobjekte sowie der Entwicklung weiterer digitaler Produkte. Diese sorgen neben der Sicherung der Umsatz- und Ertragssituation des vorhandenen Portfolios auch zukünftig für eine positive Geschäftsentwicklung des Zeitschriftensegmentes. Neue Kooperationsmöglichkeiten werden dazu dienen auf Veränderungen der Marktgegebenheiten, vertrieblich wie aus Vermarktungssicht, adäquat reagieren zu können. Die Umsätze der lokalen Hörfunksender bewegen sich in den ersten zwei Monaten des Jahres 2017 über Vorjahresniveau. Gemäß der Studie ma Radio 2017 I erreicht die "Westfunk Kombi Ruhr" täglich 1,6 Mio. Hörer. Beim wichtigen Wert "Hörer gestern" konnten die Sender Radio Essen, Radio Emscher-Lippe und Radio Duisburg in der landesweiten Erhebung an Reichweite zulegen. (Quelle: E.M.A. NRW 2076 I). Für 2017 wird mit sinkenden Umsätzen im unteren zweistelligen Prozentbereich gerechnet. Insgesamt werden auch künftig positive Ergebnisse der Hörfunkbeteiligungen erwartet. Für das Online- bzw. Digitalgeschäft wird in 2017 nahezu mit einer Verdoppelung der Umsatzerlöse gerechnet. Der Konzern setzt auf Vermarktungsintensivierung in Rubrikenmärkten sowie einer konsequenten Überführung des Kerngeschäfts in die digitale Welt. Dies ist im Wesentlichen bedingt durch die ganzjährige Einbeziehung der in 2016 neu akquirierten Gesellschaften. Ein Vergleich der Online- und MobileVisits vom Januar 2017 zu Dezember 2016 ergibt einen Anstieg der Besucher auf den Online-Seiten von "DerWesten" von 17,6%. Das Hamburger Abendblatt konnte in demselben Vergleichszeitraum einen Zuwachs von 15,2% erzielen, während die Berliner Morgenpost einen Anstieg von 5,2% erzielen konnte. Der Gesamtkonzern der FUNKE MEDIENGRUPPE wird im Geschäftsjahr 2017 weiterhin von dem Ziel geprägt sein, dem Unternehmen eine neue Struktur zu geben und damit leistungsfähiger und zukunftsfähig zu machen. 4. Gesamtaussage Durch die Stärkung der wirtschaftlichen Grundlagen wie zum Beispiel die Fokussierung auf Kernkompetenzen, den verstärkten Ausbau der Digitalisierung des Geschäftes sowie der Generierung von neuen digitalen Geschäftsfeldern soll die erfolgreiche Positionierung als multimedialer Medienkonzern weiter gefördert werden. Bereits begonnene Integrationsmaßnahmen für zugekaufte Geschäftszweige werden sich umsatzverbessernd auf den Konzern auswirken.
Essen, den 23. Mai 2017 gez. Manfred Braun gez. Michael Wüller Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA, Essen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns, entspricht den gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Essen, 23. Mai 2017 RLT
Ruhrmann Tieben & Partner mbB
Ruhrmann, Wirtschaftsprüfer Hagelschur, Wirtschaftsprüfer Fooke, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2016der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaADas Geschäftsjahr 2016 war für die FUNKE MEDIENGRUPPE wiederum ein erfolgreiches Geschäftsjahr Nicht zuletzt dank der konsequenten Fortführung des Harmonisierungs- und Neustrukturierungsprozesses sowie vermehrter Investitionen in die Digitalisierung konnte das Ergebnis sowohl der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA, als auch des FUNKE MEDIENGRUPPE-Konzerns deutlich gesteigert werden. Tätigkeit des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA hat im Geschäftsjahr 2016 die ihm nach Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben wahrgenommen. Er hat die persönlich haftende Gesellschafterin, die FUNKE Management GmbH, und deren Geschäftsführer bei der Leitung der FUNKE MEDIENGRUPPE regelmäßig beraten und die Geschäftsführung sorgfältig und kontinuierlich überwacht. Im Rahmen seiner Tätigkeit hat sich der Aufsichtsrat fortwährend über den Geschäftsverlauf, die Lage des Unternehmens und die beabsichtigte Geschäftspolitik anhand der mündlichen und schriftlichen Berichte der Geschäftsführung unterrichten lassen. Hierbei wurden hauptsächlich die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens, mögliche Kooperationen im Druckbereich und im Zeitungsgeschäft, Investitionen in neue, vorwiegend digitale Produkte und wesentliche Geschäftsvorfälle sowie verschiedene Personalfragen ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat hielt im Geschäftsjahr 2016 fünf Sitzungen ab, nämlich am 17. Februar 2016, am 20. April 2016, am 1. Juli 2016, am 24 Oktober 2016 und am 14. Dezember 2016. Mit Ausnahme der Bilanzaufsichtsratssitzung am 1 Juli 2016, an der sich das entschuldigt fehlende Aufsichtsratsmitglied Herr Schubries durch schriftliche Stimmabgabe beteiligte, haben sämtliche Aufsichtsratsmitglieder an allen Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen. Ausschüsse des Aufsichtsrats sind nicht eingerichtet worden. Im Geschäftsjahr 2016 haben keine personellen Veränderungen in der Besetzung des Aufsichtsrats stattgefunden. Am 15. Februar 2017 ist Frau Nora Maria Marx durch die Hauptversammlung der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt worden. Damit wurde die bisher vakante Stelle neu besetzt und der Aufsichtsrat besteht nunmehr wieder aus den satzungsmäßig vorgesehenen neun Mitgliedern Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit Die Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat in seinen Sitzungen regelmäßig über die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen einschließlich der wesentlichen aktuellen Kennzahlen unterrichtet Hierbei wurden auch konkrete mittelfristige Planungen sowie der kurz- und mittelfristige Handlungsbedarf und bestehende Optionen besprochen. Im Mittelpunkt der Beratungen des jeweiligen Aufsichtsrats standen mögliche Kooperationen im Druckbereich und im Zeitungsgeschalt sowie verschiedene Investitionen in neue, vorwiegend digitale Produkte. Der Aufsichtsrat hat sich hierzu über den jeweiligen Stand der Überlegungen und der geplanten Investitionen mit ihren Auswirkungen auf die Kennzahlen der FUNKE MEDIENGRUPPE von der Geschäftsführung eingehend unterrichten lassen. Ein weiterer Schwerpunkt der Beratung im Aufsichtsrat war die Refinanzierung des für die Übernahme von Tageszeitungen und Zeitschriften der Axel Springer SE im Jahre 2013 aufgenommenen Konsortialkredits und die vorzeitige Rückzahlung des der von Axel Springer SE gewährten Vendor Loan. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat über die Fortführung verschiedener Harmonisierungsprojekte und über den Verkauf der ungarischen PLT-Gruppe und über die strategische Ausrichtung der FUNKE MEDIENGRUPPE beraten. Die Vorsitzende des Aufsichtsrats und ihr Stellvertreter haben zum Teil mit weiteren Mitgliedern des Aufsichtsrats auch zwischen den Gremiensitzungen in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit der Geschäftsführung gestanden und sich über wesentliche Entwicklungen informiert. Jahresabschlüsse und Konzernabschluss Der Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA für das Geschäftsjahr 2016 wurden von der persönlich haftenden Gesellschafterin nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. In der Hauptversammlung der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA vom 1. Juli 2016 wurde RLT Ruhrmann Tieben & Partner mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft (RLT). Essen, zum Abschlussprüfer des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses der FUNKE MEDIENGRUPPE GmbH & Co. KGaA für das Geschäftsjahr 2016 bestellt Die RLT hat den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016 geprüft. Die Prüfung erfolgte in Übereinstimmung mit § 317 HGB und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung. Der Jahres- und Konzernabschluss wurden jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehen. Der Jahres- und Konzernabschluss und die Lageberichte sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor. Diese Unterlagen hat der Aufsichtsrat geprüft und in einer gesonderten Sitzung im Beisein des Abschlussprüfers, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtete, erörtert. Die Berichte des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind gegen die vorgelegten Unterlagen keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu Die von der persönlich haftenden Gesellschafterin getroffene Einschätzung der Lage der Gesellschaft und des Konzerns stimmt mit der Einschätzung des Aufsichtsrats überein. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss in der gesonderten Sitzung gebilligt. Die Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2016 obliegt gem. § 286 Abs. 1 AktG der Hauptversammlung der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat dankt den Geschäftsführern der persönlich haftenden Gesellschafterin sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der FUNKE MEDIENGRUPPE für ihre herausragenden Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Essen, den 7. Juli 2017 Für den Aufsichtsrat Petra Grotkamp, Vorsitzende |
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