Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 706529
Vorher
Cienta Pharma GmbHMedibiotics GmbH
Eingetragen
16.4.2009
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Erforschung, Entwicklung und Herstellung von medizinischen bzw. pharmazeutischen Produkten jeder Art, insbesondere auch solche, die Pro- oder Präbiotika enthalten. Dazu gehören Arzneimittel, Lebensmittel (insbesondere diätetische und neuartige Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel), Tierfuttermittel, Medizinprodukte, Kosmetika und Tierpflegemittel; der Vertrieb der genannten oder ähnlicher Produkte; die Vermarktung von genannten oder ähnlichen Produkten sowie Planung, Gestaltung, Übernahme und Ausführung von Werbe- und Marketingmaßnahmen, auch für Dritte; sowie das Beantragen, Erwerben, Halten und die Veräußerung arzneimittelrechtlicher oder anderweitig erforderlicher Registrierungen, Zulassungen oder Erlaubnisse für die genannten oder ähnliche Produkte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Matthias Walz
seit 10.10.2025
Prokura
Lucas Dr. Martin
seit 10.10.2025
Geschäftsführer
Ralph Udo Schmidt
seit 15.11.2021
Geschäftsführer
Maria Dolores Pérez
seit 15.11.2021
Prokura
Michael Dr. Frese
seit 9.11.2020
Prokura
Dirk Zindel
seit 9.11.2020
Prokura
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Biologische Heilmittel Heel GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DELTON Health AG

Bad Homburg v. d. Höhe

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

A. Konzernlagebericht

1. Grundlagen des DELTON Health-Konzerns

a) Geschäftsmodell

Die DELTON Health AG hält 100 % der Anteile an der Biologische Heilmittel Heel GmbH, Baden-Baden (Heel). Heel ist ein pharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Kombinationsarzneimitteln auf Basis natürlicher Inhaltsstoffe spezialisiert hat. Das Produktprogramm umfasst hauptsächlich Medikamente für die Human- und Veterinärmedizin. Neun ausländische Tochtergesellschaften sowie Vertriebspartnerschaften ermöglichen die Verfügbarkeit von Heel-Produkten in über 50 Ländern weltweit.

Heel sieht sich als Pionier auf dem Gebiet der wissenschaftlich fundierten Naturmedizin mit dem Ziel, auf der Grundlage objektiver Fakten die Wirksamkeit der von Heel vertriebenen natürlichen Arzneimittel zu belegen.

Die DELTON Health AG erbringt neben ihren Holdingfunktionen auf vertraglicher Basis Dienstleistungen in den Bereichen Personalgestellung, Managementberatung, Revision und Buchführung für die Heel sowie für die nahestehenden Unternehmen DELTON Technology SE, Bad Homburg v.d.H., und DELTON Logistics S.à r.l., Grevenmacher/Luxemburg, und deren verbundene Unternehmen.

b) Finanzwirtschaftliche Unternehmenssteuerung

Bei der finanzwirtschaftlichen Unternehmensführung stehen ausgewählte Steuerungsgrößen im Mittelpunkt. Der Umsatz, der in den verschiedenen Regionen erzielt wird, ist die zentrale Kenngröße für das Geschäftsvolumen im DELTON Health-Konzern. Er spiegelt die Fähigkeit eines Unternehmens wider, seine Produkte am Markt abzusetzen. Die ergebnisorientierte Kennzahl EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern) misst die Entwicklung der Ertragskraft der Heel einschließlich der DELTON Health AG. Das Periodenergebnis (Ergebnis nach Ertragsteuern) bildet eine weitere Steuerungsgröße für den DELTON Health-Konzern und dient der Messung des Gesamterfolgs nach Zinsen und Steuern, insbesondere im Zeitablauf.

Der Free-Cashflow ist die zentrale Kennzahl zur Liquiditätssteuerung für die Heel einschließlich der DELTON Health AG. Diese Kennzahl ist definiert als Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit zuzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit abzüglich der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten. Der Free-Cashflow wird als Indikator angesehen, wie viel Liquidität der Gesellschaft am Ende der Berichtsperiode zur Zahlung von Dividenden oder zur Rückzahlung von Krediten zur Verfügung steht.

Darüber hinaus stellt die Netto-Liquidität für die DELTON Health AG (einschließlich der von der DELTON Health AG finanzierten Heel) eine weitere wichtige Steuerungsgröße dar. Die Netto-Liquidität errechnet sich aus den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten abzüglich der Finanzierungsverbindlichkeiten.

Die Kennzahlen EBIT und Periodenergebnis sind wesentliche Elemente des Vergütungssystems. Als nichtfinanzieller Leistungsindikator wird des Weiteren die Zahl der Mitarbeiter zur internen Steuerung herangezogen.

c) Forschung und Entwicklung

Für Heel als ein naturheilkundlich ausgerichtetes Unternehmen hat qualitativ hochwertige Forschung und Entwicklung einen hohen Stellenwert. Heel ist in enger Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten sowohl im Bereich der Grundlagenforschung als auch der klinischen Forschung aktiv. Diese Aktivitäten und der intensive Dialog mit Wissenschaftlern folgen dem Ziel, die wissenschaftliche Evidenz von Heel-Arzneimitteln zu erweitern. Im Berichtsjahr sind für Forschung und Entwicklung Aufwendungen in Höhe von 5,8 Mio. Euro (Vorjahr: 5,1 Mio. Euro) angefallen; in diesem Bereich sind 20 Mitarbeiter (Vorjahr: 19) tätig.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In den umsatzstärksten Regionen des DELTON Health-Konzerns ist im Berichtsjahr dem Internationalen Währungsfonds (IWF) 1 zufolge, mit Ausnahme von Russland und der Ukraine, ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) verzeichnet worden. In Deutschland, dem größten Absatzmarkt des DELTON Health-Konzerns, stieg das BIP in 2022 um 1,8 % 2.

Der OTC-Arzneimittelmarkt in Deutschland als sinnvoller Indikator für die Branchenentwicklung hat sich mit dem Beginn der Corona-Pandemie in 2020 spürbar rückläufig entwickelt und in 2021 stagniert. 3 Im Jahr 2022 ist das Umsatzvolumen im Apotheken- und Versandhandel, den beiden für Heel wichtigsten Absatzkanälen des OTC-Arzneimittelmarktes, spürbar um 9,9 % gestiegen. Damit befindet sich das Branchenvolumen leicht oberhalb des Niveaus vor dem Beginn der Corona-Pandemie. Heel ist von diesem Abwärtstrend während der Corona-Pandemie deutlich weniger betroffen gewesen, so dass die Aufholeffekte geringer ausfallen.

b) Geschäftsverlauf

in Mio. € 2022 2021 Veränderung
in %
Umsatz 261,6 229,5 14,0%
EBIT 60,2 49,3 22,0%
Periodenergebnis 42,5 37,6 13,2%
Free-Cashflow 54,9 -1,4 <-100%
Netto-Liquidität (31.12.) 73,4 17,5 >+100%
Mitarbeiter (Anzahl am 31.12.) 1.254 1.170 7,2%

Der DELTON Health-Konzern hat sich im Geschäftsjahr 2022 trotz des national wie international schwierigen Umfelds und der im Berichtsjahr noch anhaltenden Corona-Pandemie sehr erfolgreich behauptet. Das operative Geschäft konnte dank zahlreicher zeitnah umgesetzter Maßnahmen ohne nennenswerte Einschränkungen durchgeführt werden.

Der deutliche Umsatzanstieg ist durch höhere Umsatzerlöse sowohl im Inland als auch in den meisten Auslandsmärkten erzielt worden. Das EBIT und das Periodenergebnis sind dadurch erheblich höher als im Vorjahr. Anders als in den beiden Vorjahren sind keine weiteren Einzahlungen in das Contractual Trust Arrangement (CTA) zur Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen getätigt worden, was neben dem höherem Jahresergebnis zu einem stark gestiegenen Free-Cashflow führt. Die merkliche Zunahme der Mitarbeiterzahl betrifft sowohl die Biologische Heilmittel Heel GmbH in Baden-Baden als auch ihre ausländischen Tochtergesellschaften.

1 IWF Data-Outlook October 2022
2 Veröffentlichung des Statischen Bundesamt vom 24.02.2023
3 Insight Health "OTC-Scanner Deutschland 4. Quartal 2022"

c) Ertragslage

Umsatzerlöse

in Mio. € 2022 2021 Veränderung
in %
DELTON Health-Konzern 261,6 229,5 14,0%
davon Inland 98,0 94,9 3,3%
davon Ausland 163,6 134,6 21,5%

Heel erzielt als international tätiges pharmazeutisches Unternehmen über die Hälfte des Umsatzes im Ausland und steht in mehr als 50 Ländern vielfältigen Rahmenbedingungen dieser Märkte gegenüber. Trotz der geopolitisch und pandemiebedingt besonderen Umstände ist ein Wachstum von 14,0 % erzielt worden.

Deutschland ist für Heel weiterhin der größte Einzelmarkt. Die Umsätze stiegen insbesondere bei Erkältungspräparaten sowie bei der Marke Vertigoheel.

Das Auslandsgeschäft hat sich gegenüber dem Vorjahr erneut stark positiv entwickelt. Dazu haben deutliche Umsatzzuwächse in Kolumbien, Russland und einer neuen Tochtergesellschaft in Ecuador sowie mit den Distributionspartnern in Brasilien und Österreich maßgeblich beigetragen. Die Umsätze mit dem Distributionspartner in der Ukraine sind hingegen erheblich zurückgegangen.

Bruttogewinn und Funktionsbereichskosten

Die Umsatzkosten haben sich im Vergleich zu den deutlich gestiegenen Umsatzerlösen nur leicht um 2,5 Mio. Euro erhöht. Der Bruttogewinn hat sich sowohl umsatzbedingt als auch durch eine gestiegene Bruttomarge deutlich um 29,5 Mio. Euro erhöht.

Die Vertriebskosten sind vor allem aufgrund intensivierter Marketing- und Vertriebsaktivitäten um 20,5 Mio. Euro gestiegen. Die Verwaltungskosten sind um 1,0 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr moderat gestiegen.

Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen hat sich von 1,5 Mio. Euro im Vorjahr auf 4,5 Mio. Euro im Berichtsjahr verbessert. Dies beruht im Wesentlichen auf positiven Währungskurseffekten.

EBIT

Das EBIT ist um 10,9 Mio. Euro auf 60,2 Mio. Euro angestiegen. Dazu haben maßgeblich die höheren Umsatzerlöse und die bessere Bruttomarge beigetragen. Gegenläufig haben sich die höheren Vertriebs- und Verwaltungskosten ausgewirkt.

Finanzergebnis, Steuern und Periodenergebnis

Das Finanzergebnis hat sich leicht von +0,5 Mio. Euro auf +0,4 Mio. Euro reduziert; im Vorjahresbetrag waren Zinsen aus Steuererstattungen enthalten. Der Ertragssteueraufwand ist vor allem aufgrund des deutlich höheren Vorsteuerergebnisses um 5,7 Mio. Euro angestiegen. Zudem haben sich in 2021 Steuererstattungen für Vorjahre aufwandsmindernd niedergeschlagen. Insgesamt ist das Periodenergebnis um 4,9 Mio. Euro auf 42,5 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2022 gestiegen.

Prognosen des Vorjahres

in Mio. € Ist 2021 Prognose 2022 aus Lagebericht 2021 Ist 2022 Tatsächliche Geschäftsentwicklung
Umsatz 229,5 moderater Anstieg 261,6 deutlicher Anstieg
EBIT 49,3 moderater Rückgang 60,2 deutlicher Anstieg
Periodenergebnis 37,6 deutlicher Rückgang 42,5 deutlicher Anstieg
Free-Cashflow -1,4 deutlicher Anstieg 54,9 deutlicher Anstieg
Netto-Liquidität 17,5 deutlicher Anstieg 73,4 deutlicher Anstieg
Mitarbeiter (Anzahl am 31.12.) 1.170 moderater Anstieg 1.254 moderater Anstieg

Im Vergleich zum Prognosebericht des Vorjahres haben sich die Umsatzerlöse entgegen den Erwartungen merklich erhöht. Dies hat auch zu einem deutlich höheren EBIT und Periodenergebnis geführt.

Der Free-Cashflow und die Netto-Liquidität haben sich wie prognostiziert entwickelt, ebenso die Anzahl der Mitarbeiter.

d) Finanzlage

Finanzmanagement im DELTON Health-Konzern

Ziel des Finanzmanagements im DELTON Health-Konzern ist die ausreichende, zeitgerechte und kosteneffiziente Bereitstellung von finanziellen Mitteln zur Umsetzung der operativ-strategischen Aufgaben. Die Finanzierung erfolgt - abgesehen von Leasingfinanzierungen - maßgeblich über das mit dem Alleinaktionär der DELTON Health AG verbundene Unternehmen AQTON SE, Bad Homburg v. d. Höhe. Es hat als Kreditgeberin eine Rahmenkreditvereinbarung mit der DELTON Health AG geschlossen, die durch Barkredite in Anspruch genommen werden kann. Im Berichtsjahr ist der Kreditrahmen wie im Vorjahr nicht in Anspruch genommen worden. Für den Fall von Liquiditätsüberschüssen gewährt die DELTON Health AG der AQTON SE ihrerseits einen Darlehensrahmen. Es wird auf Ziffer (38) im Anhang verwiesen.

Netto-Liquidität

in Mio. € 31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
in %
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 85,5 30,4 >+100%
Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen -12,1 -12,9 -6,4%
Netto-Liquidität 73,4 17,5 >+100%

Die Netto-Liquidität im DELTON Health-Konzern ist maßgeblich durch den hohen Free-Cashflow angestiegen.

Liquiditätsanalyse und Investitionen

in Mio. € 2022 2021 Veränderung
in %
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 51,2 35,9 42,5%
Cashflow aus Investitionstätigkeit 7,9 -33,3 <-100%
Netto-Cashflow 59,1 2,7 >+100%
Mittelabfluss aus der Tilgung der Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen -4,2 -4,1 3,1%
Free-Cashflow 54,9 -1,4 <-100%

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit hat sich deutlich um 15,3 Mio. Euro erhöht. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem höheren Jahresergebnis und noch darauf ausstehenden Ertragssteuerzahlungen. Gegenläufig hat sich die Veränderung des Working Capital ausgewirkt. Der erneute Anstieg der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, vor allem durch den Ausbau der Geschäftstätigkeit in Russland, wird zum Teil durch höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen kompensiert.

Der deutliche Anstieg des Cashflow aus Investitionstätigkeit (+41,2 Mio. Euro) beruht im Wesentlichen darauf, dass im Berichtsjahr keine Dotierungen in das CTA des DELTON Health Treuhandverein e.V. erfolgten. Im Vorjahr sind Einzahlungen von 38,0 Mio. Euro vorgenommen worden.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit hat sich von -9,7 Mio. Euro auf -4,2 Mio. Euro verbessert und umfasst im Berichtsjahr ausschließlich die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten. Im Vorjahr war zudem der Abfluss der Dividende von 5,6 Mio. Euro enthalten.

e) Vermögenslage

Bilanzsumme und Vermögenswerte

Im Berichtsjahr sind die langfristigen Vermögenswerte von 166,7 Mio. Euro auf 153,7 Mio. Euro zurückgegangen. Dies betrifft vor allem die Finanzanlagen durch die teilweise Tilgung des Kaufpreisdarlehens an die DELTON Logistics S.à r.l. (-13,2 Mio. Euro). Dem steht der erstmalige Ausweis eines langfristigen Vermögenswerts aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (+3,3 Mio. Euro) gegenüber. Dieser beinhaltet den die Verpflichtungen aus Pensionszusagen übersteigenden Zeitwert des Planvermögens. Die latenten Steueransprüche haben sich um 2,1 Mio. Euro reduziert.

Die kurzfristigen Vermögenswerte liegen mit 168,1 Mio. Euro zum 31. Dezember 2022 erheblich über dem Vorjahresbetrag (98,1 Mio. Euro), was hauptsächlich aus dem Anstieg der liquiden Mittel und der Vorräte resultiert. Der Anstieg der Vorräte beruht auf höheren Lagerbeständen.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist im Berichtsjahr von 213,9 Mio. Euro auf 267,9 Mio. Euro angestiegen. Dies beruht auf dem positiven Periodenergebnis (42,5 Mio. Euro) und den erfolgsneutralen Veränderungen (+11,4 Mio. Euro, davon +10,3 Mio. Euro aus dem Saldo aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Aufwendungen des Planvermögens). Die Eigenkapitalquote steigt von 80,8 % auf 83,2 %.

Schulden

Der deutliche Rückgang der langfristigen Schulden von 21,9 Mio. Euro auf 9,4 Mio. Euro resultiert aus der Entwicklung der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (-11,9 Mio. Euro). Dies beruht maßgeblich auf einem höheren Rechnungszins, der zu einer spürbaren Reduzierung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen geführt hat. Zur kapitalgedeckten Ausfinanzierung sind in den Vorjahren 58,0 Mio. Euro zur Bildung von Planvermögen im Rahmen eines CTA treuhänderisch auf den DELTON Health Treuhandverein e.V. übertragen worden. Das Planvermögen wird mit den Pensionsverpflichtungen saldiert ausgewiesen. Da der Marktwert des Planvermögens im Berichtsjahr den Barwert der Pensionsverpflichtungen um 3,3 Mio. Euro übersteigt, ist ein entsprechender Vermögenswert innerhalb der langfristigen Vermögenswerte ausgewiesen worden.

Die kurzfristigen Schulden sind mit 44,6 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert (29,0 Mio. Euro). Der Anstieg bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beruht auf stichtagsbedingt höheren Verbindlichkeiten bei der Heel und deren Tochtergesellschaft in Russland. Die höheren Ertragssteuerverbindlichkeiten ergeben sich aus dem angestiegenen Ergebnis vor Ertragsteuern.

f) Mitarbeiter

(Anzahl) 31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
in %
DELTON Health-Konzern 1.254 1.170 7,2%
davon Inland 746 743 0,4%
davon Ausland 508 427 19,0%

Der moderat höhere Mitarbeiterbestand beruht auf Veränderungen bei der Heel im Inland wie auch bei den ausländischen Tochtergesellschaften.

3. Risikobericht

a) Risikomanagementsystem

Ziele und Strategie

Ziel des Risikomanagementsystems ist die frühzeitige, systematische Identifikation und Analyse der Risiken sowie die Sicherstellung der Berichterstattung und Steuerung der Risiken im gesamten DELTON Health-Konzern. Risiken, die zu einer negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können oder die den Fortbestand einzelner Gesellschaften oder des Konzerns gefährden könnten, sollen anhand eines Frühwarnsystems erfasst und durch das zeitnahe Einleiten von Gegensteuerungsmaßnahmen minimiert werden. Grundsätze, Prozesse und Verantwortlichkeiten sind in einer konzernweit gültigen Richtlinie geregelt.

Struktur und Prozess

Der Risikomanagementprozess umfasst alle Aktivitäten, die einen systematischen konzernweiten Umgang mit Risiken im Unternehmen gewährleisten. Die identifizierten Risiken werden anhand ihrer möglichen Auswirkungen auf das Jahresergebnis und gegebenenfalls auch auf den Unternehmenswert fünf unterschiedlichen Risikoklassen (von unbedeutenden Risiken bis zu eventuell den Bestand gefährdenden Risiken) zugeordnet. Ferner wird ein möglicher Risikoeintritt anhand von fünf vorgegebenen Stufen der Eintrittswahrscheinlichkeit (von sehr gering bis sehr hoch) beurteilt.

Die Risiken werden beim Überschreiten festgelegter Schwellenwerte an die Geschäftsleitung und den Aufsichtsrat der Heel sowie den Vorstand und den Aufsichtsrat der DELTON Health AG kommuniziert. Neben der ordentlichen Berichterstattung zu festgelegten Terminen bildet die Sofortberichterstattung wesentlicher neu auftretender Risiken einen integralen Teil des Systems. Die Steuerung der Risiken wird je nach erforderlichem Kompetenzumfang von den Risikoeignern selbst, der Geschäftsleitung oder dem DELTON Health-Vorstand vorgenommen.

Das Risikomanagementsystem ist bewusst als ein von anderen Prozessen und Systemen unabhängiges Instrument etabliert. Jedoch stehen die Erkenntnisse aus diesem System im Austausch mit anderen Prozessen und Systemen, insbesondere dem Compliance-Managementsystem und den Prozessen der Strategischen Planung, der Budgetierung und der Erstellung von Forecasts. Weiterhin können Prüfungsergebnisse der Konzern-Revision der DELTON Health AG je nach festgestelltem Sachverhalt auch als Risiken zu erfassen sein.

b) Risiken

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Eine deutliche Abschwächung der Dynamik der Weltwirtschaft könnte zu einem Rückgang der Nachfrage nach Produkten in den für Heel relevanten Vertriebsländern führen. Die gesamtwirtschaftlichen Risiken umfassen auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie des militärischen Konflikts in der Ukraine auf die Entwicklung der Weltwirtschaft, deren Lieferketten und die für den DELTON Health-Konzern bedeutsamen Regionen. Diese gesamtwirtschaftlichen Risiken können einen wesentlichen Einfluss auf die künftige Ertragslage haben, es wird ihnen eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit beigemessen.

Geschäftsspezifische Risiken

Regulatorische Risiken

Wesentliche Risiken bei Heel resultieren aus den sich nach wie vor national wie international verschärfenden regulatorischen Rahmenbedingungen. Das gilt für Vorgaben in Gesetzen und Guidelines, aber auch im Hinblick auf die Anforderungen, die konkret von den für die Arzneimittelzulassung und für die Inspektion der Arzneimittelherstellung und Pharmakovigilanz zuständigen Behörden gestellt werden. Steigende Anforderungen werden an die Sicherheit und Qualität der Produkte, die Begründung für deren Zusammensetzung und an den Beleg für deren Wirksamkeit gestellt. Ferner sind laufende oder künftige Nachzulassungsverfahren für im Markt befindliche Arzneimittel in einigen Regionen mit Risiken verbunden. Wie bei jedem Arzneimittelhersteller kann auch bei Heel eine potentielle Veränderung des Nutzen-Risikoverhältnisses vertriebener Arzneimittel zu regulatorisch bedingten Einschränkungen und damit verbundenen Umsatzeinbußen führen. Insgesamt wird diesen Risiken, die das Jahresergebnis stark beeinflussen und den Unternehmenswert erheblich beeinträchtigen könnten, mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit beigemessen.

Heel verfolgt kontinuierlich die regulatorischen Entwicklungen, insbesondere in der EU sowie der Eurasischen Wirtschaftsunion. Bevorstehenden Verschärfungen von regulatorischen Rahmenbedingungen wird durch entsprechende Anpassungen der Datenlage und Dokumentation, bei Prozessen, der Organisation und den IT-Systemen Rechnung getragen.

Markt- und Kundenrisiken

Heel ist unterschiedlichen Markt- und Kundenrisiken ausgesetzt. Marktrisiken bestehen derzeit insbesondere in der Ukraine und Russland, die von Heel eng verfolgt werden und sich je nach weiterem Verlauf negativ auf die dortige Geschäftsentwicklung auswirken können. In der Ukraine könnte der Vertrieb von Arzneimitteln für einen längeren Zeitraum unterbrochen oder stark beeinträchtigt werden. Auch erhebliche Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung in Russland, beispielsweise aufgrund von neuen wirtschaftlichen Sanktionen oder lokalen gesetzlichen Beschränkungen bis hin zu staatlichen Eingriffen in die operative Geschäftsführung der Gesellschaft, sind möglich. Diese Risiken können den Jahresüberschuss spürbar beeinflussen und den Unternehmenswert beeinträchtigen; ihnen wird eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit zugemessen.

Darüber hinaus bestehen für Heel in den Ländern, in denen die Produkte über externe Distributionspartner vermarktet werden, Abhängigkeiten gegenüber diesen Partnern hinsichtlich des Markt- und Kundenzugangs sowie deren Marketing- und Vertriebsaktivitäten. Die Umstellung auf eine geänderte Vertriebsstruktur, insbesondere der Wechsel auf einen anderen externen Vertriebspartner oder die Übernahme des Vertriebs durch eine eigene Gesellschaft kann mit rechtlichen und tatsächlichen Schwierigkeiten verbunden sein. Für diese Risiken, die das Jahresergebnis spürbar beeinflussen und den Unternehmenswert beeinträchtigen können, wird eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit gesehen. Heel begegnet diesem Risiko zum einen durch eine intensive Bearbeitung aller wesentlichen Märkte, unabhängig davon, ob Heel dort durch externe Vertriebspartner oder eigene Gesellschaften vertreten ist. Zum anderen vertreiben die externen Distributionspartner für Heel meistens jeweils nur in einem Land. Schließlich wird auch durch eine entsprechende Vertragsgestaltung der Möglichkeit der Entstehung bzw. der Ausnutzung einer Abhängigkeitssituation durch den Partner entgegengewirkt.

Beschaffungsrisiken

Heel ist neben Kostensteigerungen auch Beschaffungsrisiken für spezielle Rohstoffe ausgesetzt. Darüber hinaus bestehen für deren Einsatz zunehmende Dokumentationspflichten, die die Beschaffungsmöglichkeiten einengen und zu Mehrkosten führen können. Außerdem bestehen für andere Einkäufe Risiken wegen der Unterbrechung der Lieferketten und der angespannten Energieversorgung. Die Risiken können das Jahresergebnis spürbar beeinträchtigen; es wird von einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit ausgegangen. Den Beschaffungsrisiken wird durch die permanente Suche nach weiteren Beschaffungsquellen entgegengewirkt. Einige Rohstoffe werden auch von Heel selbst hergestellt. Bei Verfügbarkeitsproblemen oder Mehrkosten wird die Notwendigkeit der betroffenen Rohstoffe für das Portfolio analysiert und dieses gegebenenfalls entsprechend angepasst.

Technische Risiken

IT-Risiken bestehen durch den möglichen Ausfall von operativen und administrativen IT-Systemen, wodurch die Geschäftsabwicklung erheblich beeinträchtigt werden könnte. Im Falle länger anhaltender Unterbrechungen oder entsprechender Reichweite kann dies existenzbedrohend werden. Ferner kann insbesondere der Ausfall von Fertigungslinien und -stätten und Lagern mit erheblichen negativen Ergebnisauswirkungen verbunden sein. Diesen Risiken wird eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit beigemessen.

In den vergangenen Jahren ist außerdem ein Anstieg der IT-Risiken im Bereich Daten- und Cybersicherheit (durch z.B. Ransomware-Angriffe) festzustellen. Zur Begrenzung der Risiken werden bei Heel und der DELTON Health AG die IT-Infrastruktur und die IT-Anwendungen regelmäßig gewartet und aktualisiert.

Finanzielle Risiken

Der DELTON Health-Konzern hat Richtlinien, die den Umgang mit finanziellen Risiken regeln. Diesen entsprechend werden finanzielle Risikopositionen identifiziert und nach Möglichkeit abgesichert. Die dabei eingesetzten derivativen Finanzinstrumente sind eng definiert und dürfen nur bei Vorliegen eines Grundgeschäfts abgeschlossen werden.

Liquiditätsrisiken

Die Finanzierung der DELTON Health AG basiert neben der Eigenkapitalausstattung auf einem Kreditrahmen der AQTON SE, einem mit dem Aktionär der DELTON Health AG verbundenen Unternehmen.

Die DELTON Health AG einschließlich Heel betreiben ein weitgehend zentrales Cash Management. Sie vereinbaren Linien, um den Liquiditätsbedarf innerhalb des Planungshorizonts abzusichern. Weitere Maßnahmen zur Steuerung des Liquiditätsrisikos im DELTON Health-Konzern beinhalten die tägliche Überwachung der Liquiditätssituation, die Ermittlung des zukünftigen Liquiditätsbedarfs anhand von Liquiditätsplanungen und ein striktes Working Capital Management.

Kreditrisiken

Es bestehen Kreditrisiken aus Kunden- und Bankenbeziehungen sowie aus sonstigen Darlehensgewährungen, die sich im Falle ihres Eintritts negativ auf die Ertragslage auswirken würden.

Den Kreditrisiken aus Kundenbeziehungen wird durch Bonitätsprüfungen und eine restriktive Vergabe von Zahlungszielen begegnet. Bei Heel sind Teile der In- und Auslandsforderungen gegen Ausfall besichert. Das Zahlungsverhalten der Kunden wird regelmäßig überwacht.

Das der DELTON Logistics S.à r.l. aus dem Erwerb der Logwin-Anteile gewährte langfristige Kaufpreisdarlehen ist durch Dividenden- und Erlösansprüche aus den Aktien besichert. Aus der Darlehensgewährung an die AQTON SE wird aufgrund der Bonität der Gesellschaft kein Risiko gesehen. Es wird auf Ziffer (38) verwiesen.

Für drohende Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen finanziellen Vermögenswerten werden im angemessenen Umfang Wertberichtigungen vorgenommen.

Währungsrisiken

Die Vielzahl der Zahlungsströme in unterschiedlichen Währungen birgt zwischen Entstehung und Zahlung fortlaufende Transaktionsrisiken. Translationsrisiken ergeben sich aus der Umrechnung der Einzelabschlüsse von Tochtergesellschaften in Nicht-Euro-Ländern für den Konzernabschluss.

Den Sicherungsgeschäften, die der DELTON Health-Konzern vornimmt, können die Grundgeschäfte eindeutig zugeordnet werden. Im Falle der Rubel-Forderungen sind seit Ende Februar 2022 keine Sicherungsaktivitäten mehr möglich. Eine Veränderung der jeweiligen funktionalen Währung der Konzerngesellschaften um +/- 10 % gegenüber dem russischen Rubel hätte per 31. Dezember 2022 eine Auswirkung von -/+ 0,3 Mio. Euro auf das Konzernergebnis (Vorjahr: keine nennenswerten Auswirkungen).

Translationsbezogene Fremdwährungsrisiken werden üblicherweise nicht abgesichert. Dies kann erhebliche Auswirkungen auf die Darstellung der Ertrags- und Vermögenslage des DELTON Health-Konzerns haben.

Zinsänderungsrisiken

Die Verzinsung der Darlehen an die DELTON Logistics S.à r.l. und die AQTON SE erfolgt auf monatlicher Basis, wobei ein Mindestzins vereinbart ist, der bei negativem Zinsniveau zur Anwendung kommt. Die Verzinsung der Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen erfolgt mit Festzinssätzen.

Von den finanziellen Risiken können die Währungsrisiken das Jahresergebnis spürbar beeinträchtigen. Es wird mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit gerechnet. Aus den Liquiditäts-, den Kredit- und den Zinsänderungsrisiken werden keine bedeutenden Auswirkungen auf das Jahresergebnis erwartet.

Rechtliche und Compliance-Risiken

Im DELTON Health-Konzern ergeben sich länderspezifische Risiken beispielsweise aus uneinheitlichen Auslegungen, Anwendungen und kurzfristig in Kraft tretenden Änderungen von Rechts-, Steuer- und Zollregelungen.

Ferner unterliegt Heel im Rahmen der Leistungserbringung und des Vertriebs in den jeweiligen Ländern der Geschäftstätigkeit dort gültigen Gesetzen sowie rechtlichen Regeln und Vorschriften.

Für Heel sind darüber hinaus auch umweltrechtliche Vorschriften und Auflagen im Umgang mit potentiell gefährdenden Stoffen relevant, da diese im Rahmen der Produktion gelagert und verarbeitet werden. Fortlaufende Überwachung und systematische Prüfungen durch Qualitätsmanagement-Beauftragte stellen die frühzeitige Identifikation und Begrenzung dieser Risiken sicher.

Wie in jedem Unternehmen besteht das Risiko, dass gegen anwendbare Rechtsvorschriften verstoßen wird. Dies kann sich spürbar auf das Jahresergebnis auswirken. Insgesamt wird den rechtlichen und Compliance-Risiken eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit beigemessen. Die Compliance-Management- und die internen Kontrollsysteme im DELTON Health-Konzern und die im Rahmen der Compliance-Managementsysteme durchgeführten Maßnahmen tragen dazu bei, mögliche Risiken zu reduzieren.

Auf die konzernweite Einhaltung nationaler und internationaler Gesetze und Vorschriften, vertraglicher Vereinbarungen sowie eigener Richtlinien legt der DELTON Health-Konzern größten Wert. Zur Verankerung dieses Grundsatzes haben die DELTON Health AG und Heel Verhaltenskodizes definiert, die für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bindend sind. Sie definieren allgemeine Verhaltensgrundsätze, verpflichten zur Kenntnis und Beachtung der jeweiligen gesetzlichen Vorschriften, regeln den Umgang mit Geschäftspartnern, staatlichen Institutionen und bei Heel insbesondere auch mit Angehörigen der Heilberufe und geben Richtlinien zur Vermeidung von Interessenskonflikten vor. Durch entsprechende Schulungen, die in das Compliance-Programm eingebunden sind, werden relevante Rechtsvorschriften den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vermittelt.

Ein wesentlicher Schwerpunkt der Arbeit der Konzern-Revision liegt auf der Überprüfung der Einhaltung gesetzlicher und interner Vorschriften sowie vertraglicher Vereinbarungen. Die Konzern-Revision führt gemeinsam mit Vertretern von Heel weltweit Prüfungen ausgewählter Gesellschaften und Niederlassungen durch. Hierbei werden auch externe Spezialisten und Rechtsanwälte zur Überprüfung der Einhaltung nationaler Gesetze und Vorschriften eingebunden.

c) Gesamtbild der Risikolage

Es kann festgestellt werden, dass zum 31. Dezember 2022 durch den Vorstand keine konkreten Risiken in Anbetracht ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Risikopotenziale identifiziert worden sind, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des DELTON Health-Konzerns gefährden können.

4. Chancenbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Chancen

Die demographische Entwicklung mit einer insgesamt weiter zunehmenden Weltbevölkerung und einer höheren Lebenserwartung bei gleichzeitig alternden Gesellschaften in den wichtigsten Industrieländern führt zu einem steigenden Bedarf an Arzneimitteln in den kommenden Jahren. Aufgrund der Zunahme chronischer Krankheitsbilder, für die vielfach noch keine ausreichenden medizinischen Lösungen verfügbar sind, und aufgrund des steigenden Bewusstseins für natürliche Gesundheitslösungen erwartet Heel eine steigende Nachfrage nach qualitativ hochwertigen, wirksamen und sicheren natürlichen Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten, wie z.B. Nahrungsergänzungsmitteln. Heel bietet Ärzten oder Therapeuten und Patienten die immer stärker nachgefragte Option, auch natürliche Arzneimittel im Rahmen eines Behandlungskonzeptes einzusetzen.

Geschäftsspezifische Chancen

Wachstumschancen für Heel ergeben sich durch eine weiter intensivierte Marktpenetration mit bereits erfolgreichen Arzneimitteln, die Expansion in ausländische Märkte und die Markteinführung von neuen, innovativen und natürlichen Produkten, die auch Nahrungsergänzungsmittel oder medizinische Kosmetika umfassen.

Die Ausweitung der Marktanteile von etablierten Marken wie Traumeel oder Neurexan, die bereits sehr erfolgreich in verschiedenen Ländern sind, hat eine große Bedeutung für die Geschäftsentwicklung mit fortgesetzten Wachstumschancen. Zunehmend gewinnen aber auch die Ausweitung der internationalen Distribution und der Ausbau von zusätzlichen Marken an Relevanz.

Ein besonderes Augenmerk liegt in 2023 auf dem Ausbau des Geschäfts in Lateinamerika, der Fortsetzung erfolgreicher Aktivitäten in Europa sowie auf der Erprobung neuer Vertriebswege.

Ein weiterer Schwerpunkt in 2023 ist die Entwicklung, Einführung und Vermarktung von Nahrungsergänzungsmitteln.

5. Prognosebericht

Auf Basis der Planungen von Heel und der DELTON Health AG wird für den DELTON Health-Konzern für das Jahr 2023 von folgenden Entwicklungen ausgegangen.

in Mio. € Ist 2022 Prognose 2023
Umsatz 261,6 leichter Anstieg
EBIT 60,2 deutlicher Rückgang
Periodenergebnis 42,5 deutlicher Rückgang
Free-Cashflow 54,9 deutlicher Rückgang
Netto-Liquidität 73,4 deutlicher Anstieg
Mitarbeiter (Anzahl am 31.12.) 1.254 moderater Anstieg

Trotz eines herausfordernden Marktumfelds plant der DELTON Health-Konzern für das Jahr 2023 ein leichtes Umsatzwachstum.

In Kolumbien sollen insbesondere gut etablierte Marken durch intensive Marketingaktivitäten weiter ausgebaut werden. In Deutschland soll durch eine Online-Vermarktung von Nahrungsergänzungsmitteln Neugeschäft generiert werden und zum Wachstum beitragen.

Das Umsatzwachstum soll im kommenden Jahr durch die etablierten Produkte wie Traumeel und Neurexan, aber auch eine Reihe weiterer Produkte getragen werden. Die Einführung neuer Produkte, insbesondere von innovativen Nahrungsergänzungsmitteln, wird weiter forciert.

Neben der Fortführung und Optimierung der klassisch ethischen Marketing- und Vertriebsmaßnahmen wird in 2023 die Bewerbung der Produkte über Apotheken und direkt beim Patienten intensiviert und soll vermehrt zum Wachstum beitragen. Es ist vorgesehen, sowohl in der ethischen als auch der patientenorientierten Marktbearbeitung den Einsatz digitaler Tools und Ansätze auszubauen. Auch das Geschäft mit Veterinärprodukten wird um neue, innovative Produkte ergänzt.

Das EBIT und das Periodenergebnis des DELTON-Health-Konzerns werden für 2023 unterhalb des außergewöhnlich hohen Ergebnisses des Berichtsjahres erwartet. Dies beruht auf den weiter erhöhten Aufwendungen für Vermarktungsaktivitäten mit dem Ziel, Marktanteile zu verteidigen und auszubauen, indem zusätzliche Impulse für Wachstum gesetzt werden. Des Weiteren resultieren deutlich erhöhte Aufwendungen aus Preissteigerungen bei einer Vielzahl fremdbezogener Waren und Dienstleistungen wie Energie, Verpackung, Transport, aber auch Marketing-Dienstleistungen. Erträge aus Mehrumsätzen im Verbund mit konsequentem Kostenmanagement sollen diese Entwicklungen teilweise kompensieren.

Hinsichtlich der Finanzlage erwartet der DELTON Health-Konzern für 2023 entsprechend der Ergebnisentwicklung einen deutlich niedrigeren, aber weiterhin positiven Free-Cashflow auf erfreulichem Niveau. Dieser soll zu einem erheblichen Anstieg der Netto-Liquidität führen.

Die Zahl der Beschäftigten im DELTON Health-Konzern wird sich voraussichtlich moderat erhöhen.

Unsicherheiten bezüglich des Geschäftsverlaufes ergeben sich insbesondere aufgrund des militärischen Konfliktes zwischen der Ukraine und Russland. Die weiteren Entwicklungen in der Region können wesentliche negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung haben. Den Prämissen und Prognosen liegt der Status quo zum Jahresende 2022 zugrunde. Aufgrund der dynamischen und unvorhersehbaren Entwicklungen lassen sich weitere Beeinträchtigungen auf die Prognose des DELTON Health-Konzerns zum jetzigen Zeitpunkt nicht näher quantifizieren.

Auch die Corona-Situation ist weiterhin mit erhöhter, jedoch zuletzt rückläufiger Unsicherheit behaftet. Mögliche Auswirkungen der Pandemie sind vielfältig, mit Einflüssen sowohl auf den Umsatzverlauf als auch auf andere Finanzparameter. So kann die Nachfrage insgesamt, z.B. durch weniger Kaufkraft, weniger Besuche in der Apotheke oder die indikationsspezifische Nachfrage für einzelne Produkte, betroffen sein. Aber auch die Aufrechterhaltung des operativen Geschäfts, z.B. die Durchführung von Außendiensttätigkeiten oder der Ablauf des Produktionsbetriebs, kann durch mögliche Einschränkungen beeinträchtigt werden.

 

Bad Homburg v. d. Höhe, 20. März 2023

DELTON Health AG

Der Vorstand

Dr. Antonius Wagner

B. Konzernabschluss

Gewinn- und Verlustrechnung

(in Tausend Euro) 2022 2021
Umsatzerlöse (8) 261.589 229.543
Umsatzkosten (9) -54.736 -52.217
Bruttogewinn   206.853 177.326
Vertriebskosten (9) -133.299 -112.822
Verwaltungskosten (9) -16.431 -15.474
Sonstige betriebliche Aufwendungen (10) -2.169 -726
Sonstige betriebliche Erträge (10) 6.685 2.240
Wertminderungsaufwendungen auf zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte   -1.450 -1.200
EBIT   60.189 49.344
Finanzierungsaufwendungen (11) -257 -445
Finanzierungserträge (11) 641 982
Ergebnis vor Ertragsteuern   60.573 49.881
Ertragsteuern (12) -18.058 -12.318
Periodenergebnis   42.515 37.563
Davon entfallen auf den Anteilseigner der DELTON Health AG   42.515 37.563

Gesamtergebnisrechnung

(in Tausend Euro) 2022 2021
Periodenergebnis   42.515 37.563
Unrealisierte Verluste aus Währungsumrechnung   1.133 7
Konsolidierungskreisveränderungen   - 346
Sonstiges Ergebnis nach Steuern, das zukünftig in den Gewinn und Verlust umgegliedert wird   1.133 353
Neubewertung des Nettovermögenswertes (im Vorjahr Nettoschuld) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen   16.310 14.867
Latente Steuern   -6.019 -4.059
Sonstiges Ergebnis, das zukünftig nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert wird (25) 10.291 10.808
Sonstiges Ergebnis (24) 11.424 11.161
Gesamtergebnis   53.939 48.724
Davon entfallen auf den Anteilseigner der DELTON Health AG   53.939 48.724

Kapitalflussrechnung

(in Tausend Euro) 2022 2021
Periodenergebnis   42.515 37.563
Ertragsteuern (12) 18.058 12.318
Finanzergebnis (11) -384 -537
EBIT   60.189 49.344
Abschreibungen, Wertminderungsaufwendungen und Wertaufholungen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Finanzanlagen (15,16) 10.052 9.563
Ergebnis aus Anlagenabgängen   2 19
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen   -452 -148
Ertragsteuerzahlungen   -14.602 -17.030
gezahlte Zinsen   -123 -229
erhaltene Zinsen   642 983
Veränderung Working Capital      
Veränderung der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Vermögenswerte   -13.120 -8.872
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Verbindlichkeiten   8.606 2.307
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit   51.194 35.937
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte   -5.266 -4.066
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten   83 25
Auszahlungen aus dem Abgang von konsolidierten Unternehmen   - -40
Einzahlungen aus der Tilgung von sonstigen Ausleihungen   13.173 8.815
Auszahlungen für Investitionen in sonstige Finanzanlagen   -66 -
Auszahlungen für die Dotierung von Planvermögen   - -38.018
Cashflow aus Investitionstätigkeit   7.924 -33.284
Netto-Cashflow   59.118 2.653
Auszahlungen für die Tilgung von Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen (13) -4.189 -4.063
Gezahlte Dividende (24) - -5.600
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit   -4.189 -9.663
Zahlungswirksame Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente   54.929 -7.010
Währungskursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente   117 -69
Anfangsbestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten   30.428 37.507
Endbestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten lt. Bilanz   85.474 30.428
Free-Cashflow (=Netto-Cashflow abzüglich Tilgung von Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen)   54.929 -1.410

Bilanz

AKTIVA

(in Tausend Euro) 31.12.2022 31.12.2021
Geschäfts- oder Firmenwerte (14) 8.372 8.372
Sonstige immaterielle Vermögenswerte (15) 4.268 2.810
Sachanlagen (16,17) 42.488 45.474
Finanzanlagen (18) 80.979 93.697
Latente Steueransprüche (23) 14.103 16.217
Vermögenswert aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (25) 3.340 -
Andere finanzielle Vermögenswerte (21) 144 155
Langfristige Vermögenswerte   153.694 166.725
Vorräte (19) 43.373 32.213
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (20) 32.334 29.257
Ertragsteuerforderungen   2.114 2.078
Andere finanzielle Vermögenswerte einschließlich Derivate (21) 4.846 4.152
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (22) 85.474 30.428
Kurzfristige Vermögenswerte   168.141 98.128
Summe Aktiva   321.835 264.853

PASSIVA

     
(in Tausend Euro) 31.12.2022 31.12.2021
Gezeichnetes Kapital der DELTON Health AG   12.000 12.000
Konzernrücklagen   255.857 201.918
Eigenkapital (24) 267.857 213.918
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (25) 60 11.902
Sonstige langfristige Rückstellungen   199 248
Latente Steuerschulden (23) 722 296
Langfristige Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen (32) 8.431 9.459
Langfristige Schulden   9.412 21.905
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   16.025 9.676
Kurzfristige Rückstellungen (26) 2.860 3.192
Ertragsteuerverbindlichkeiten (27) 9.257 1.961
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen (32) 3.641 3.438
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (28) 12.783 10.763
Kurzfristige Schulden   44.566 29.030
Schulden   53.978 50.935
Summe Passiva   321.835 264.853

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Eigenkapital des Anteilseigners der DELTON Health AG
(in Tausend Euro) Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Rücklage für Währungsumrechnung Summe
Stand am 31.12.2020 12.000 67.586 96.705 -5.497 170.794
Periodenergebnis - - 37.563 - 37.563
Sonstiges Ergebnis - - 10.808 353 11.161
Gesamtergebnis - - 48.371 353 48.724
Ausschüttung - - -5.600 - -5.600
Stand am 31.12.2021 12.000 67.586 139.476 -5.144 213.918
Periodenergebnis - - 42.515 - 42.515
Sonstiges Ergebnis - - 10.291 1.133 11.424
Gesamtergebnis - - 52.806 1.133 53.939
Stand am 31.12.2022 12.000 67.586 192.282 -4.011 267.857

Es wird auf Ziffer (24) des Anhangs verwiesen.

Konzernanhang

Allgemeine Angaben

(1) Informationen zum Unternehmen

Die DELTON Health AG ist eine deutsche Aktiengesellschaft mit Sitz in 61352 Bad Homburg v.d. Höhe, Seedammweg 55 und wird beim Amtsgericht Bad Homburg v.d. Höhe unter der Handelsregister Nr. HRB 3986 geführt. Die Aktien der DELTON Health AG werden zu 100 % von Herrn Stefan Quandt gehalten.

Die DELTON Health AG hält 100 % der Anteile an der Biologische Heilmittel Heel GmbH, Baden-Baden (Heel). Heel ist ein pharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Arzneimitteln auf Basis natürlicher Inhaltsstoffe spezialisiert hat. Das Produktprogramm umfasst Medikamente für die Human- und Veterinärmedizin. Neun ausländische Tochtergesellschaften sowie Vertriebspartnerschaften ermöglichen die Verfügbarkeit von Heel-Produkten in über 50 Ländern weltweit.

(2) Erklärung zur Übereinstimmung mit rechtlichen Vorschriften

Der Konzernabschluss der DELTON Health AG und ihrer Tochtergesellschaften (im Folgenden auch DELTON Health-Konzern oder Konzern) zum 31. Dezember 2022 ist gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften aufgestellt worden.

Die DELTON Health AG erstellt gemäß § 315e Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 315e Abs. 1 HGB den vorliegenden Konzernabschluss auf freiwilliger Basis nach IFRS und ist dadurch von der Vorlage eines Konzernabschlusses nach den Vorschriften des HGB befreit.

(3) Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Die Abschlüsse der DELTON Health AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden entsprechend IFRS 10 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen und zum gleichen Bilanzstichtag wie der Abschluss des Mutterunternehmens aufgestellt. Das Geschäftsjahr des DELTON Health-Konzerns und aller konsolidierten Gesellschaften ist das Kalenderjahr.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen im Wesentlichen den im Vorjahr angewandten Methoden. Es wird auf Ziffer (5) Neue Rechnungslegungsvorschriften verwiesen.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind das zum beizulegenden Zeitwert angesetzte Planvermögen zur Ausfinanzierung von Pensionsrückstellungen sowie derivative Finanzinstrumente und sonstige finanzielle Vermögenswerte, die der Bewertungskategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente" zugeordnet sind.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Es können Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben etc.) in Höhe von 1 bzw. 0,1 auftreten.

(4) Konsolidierungskreis

Der Abschluss des DELTON Health-Konzerns umfasst die DELTON Health AG sowie unverändert zum Vorjahr drei inländische und neun ausländische Tochtergesellschaften.

Zur Aufstellung des Anteilsbesitzes wird auf Ziffer (41) des Konzernanhangs verwiesen.

(5) Neue Rechnungslegungsvorschriften

Das International Accounting Standards Board (IASB) und das IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) haben in den Vorjahren geänderte Rechnungslegungsvorschriften veröffentlicht. Die folgenden Vorschriften sind für das Geschäftsjahr 2022 erstmals verpflichtend anzuwenden gewesen:

Standard / Interpretation Zeitpunkt verpflichtende Anwendung (in der EU) spätestens für den Beginn des Geschäftsjahres am oder nach dem Endorsement
Änderung IFRS 16 Covid-19 bezogene Mietkonzessionen nach dem 30. Juni 2021 1.4.2021 Ja
Änderung IFRS 3 Verweis auf das Rahmenkonzept 1.1.2022 Ja
Änderung IAS 16 Sachanlagen - Einnahmen vor der beabsichtigten Nutzung 1.1.2022 Ja
Änderung IAS 37 Belastende Verträge - Erfüllungskosten von Verträgen 1.1.2022 Ja
Änderung diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS-Standards 2018-2020 1.1.2022 Ja

Die überarbeiteten Vorschriften haben keine nennenswerten Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DELTON Health AG.

Weiterhin sind vom IASB und vom IFRS IC die im Folgenden dargestellten neuen bzw. überarbeiteten Rechnungslegungsvorschriften verabschiedet worden, die im Geschäftsjahr 2022 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Von dem Wahlrecht einer im Einzelfall bestehenden Möglichkeit der freiwilligen vorzeitigen Anwendung hat der DELTON Health-Konzern im Geschäftsjahr 2022 keinen Gebrauch gemacht.

Standard / Interpretation Zeitpunkt verpflichtende Anwendung (in der EU) spätestens für den Beginn des Geschäftsjahres am oder nach dem Endorsement
Neuer Standard IFRS 17 Versicherungsverträge 1.1.2023 Ja
Änderung IAS 1 Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig 1.1.2023 Nein
Änderung IAS 1 Angabe von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1.1.2023 Ja
Änderung IAS 8 Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen 1.1.2023 Ja
Änderung IAS 12 Latente Steuern in Zusammenhang mit Vermögenswerten und Schulden aus einer einzigen Transaktion 1.1.2023 Ja
Änderung IFRS 10, IAS 28 Verkauf oder Einlage von Vermögenswerten zwischen einem Anleger und einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen unbestimmt Nein

Diese neuen bzw. überarbeiteten Rechnungslegungsvorschriften haben für den DELTON Health-Konzern voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen.

(6) Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten

Die Aufstellung der Abschlüsse erfordert bei einigen Positionen Schätzungen und Annahmen und damit Ermessensausübungen des Vorstands, die Auswirkungen auf die zum jeweiligen Bilanzstichtag ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden bzw. auf die Aufwendungen und Erträge im Berichtszeitraum haben. Die tatsächlichen Beträge können von den Schätzwerten abweichen, sodass ein Risiko besteht, dass in späteren Geschäftsjahren eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten oder Schulden erforderlich sein wird.

Im Rahmen der Bilanzierung sind Annahmen bezüglich der Nutzungsdauer der Sachanlagen und der sonstigen immateriellen Vermögenswerte sowie Beurteilungen über deren Werthaltigkeit zu treffen. Zu den Ermessensentscheidungen des Managements zählt ferner die Entscheidung über das Vorliegen der Aktivierungsvoraussetzungen von Entwicklungskosten als selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte, insbesondere Software.

Bei der Leasingbilanzierung nach IFRS 16 sind Annahmen und Schätzungen erforderlich bei der Bestimmung der Laufzeit, der Höhe der Leasingzahlungen und des als Diskontierungszins verwendeten Grenzfremdkapitalzinssatzes. Besonders die Beurteilung von Verlängerungs-, Kündigungs- und Kaufoptionen bei Immobilienleasingverträgen beinhaltet Ermessensentscheidungen des Managements.

Zudem gibt es Schätzungserfordernisse bei der Aktivierung latenter Steueransprüche in Bezug auf die Erwartung zukünftiger zu versteuernder Ergebnisse und deren Verrechnung mit steuerlichen Verlustvorträgen oder gegebenenfalls vorhandenen latenten Steuerschulden. Der aktivierte Betrag zum Bilanzstichtag beläuft sich auf 14,1 Mio. Euro (Vorjahr: 16,2 Mio. Euro); es wird auf Ziffer (23) verwiesen.

Darüber hinaus ist die Überprüfung einer eventuellen Wertminderung bei Forderungen und Vorräten erforderlich.

Wesentliche Quellen von Unsicherheiten bestehen im Bereich der versicherungsmathematischen Berechnungen des Barwerts der Pensionsverpflichtungen hinsichtlich der gewählten Prämissen. Zum 31. Dezember 2022 beträgt deren Wert 55,4 Mio. Euro (Vorjahr: 79,9 Mio. Euro); es wird auf Ziffer (25) verwiesen.

Schließlich sind für die Bildung von Rückstellungen Annahmen zur Eintrittswahrscheinlichkeit und zur Höhe von erwarteten Vermögensabflüssen zu treffen.

(7) Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt, dies entspricht der funktionalen Währung der DELTON Health AG und der Darstellungswährung des Konzerns.

Bei der Konsolidierung der in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse wird das Konzept der funktionalen Währung nach IAS 21 angewandt. Bei allen Gesellschaften ist dies die jeweilige Landeswährung, da die ausländischen Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben. Vermögenswerte und Schulden von Konzerngesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden mit dem Mittelkurs zum Ende des Geschäftsjahres, Erträge und Aufwendungen mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Währungsgewinne und -verluste aus dieser Fremdwährungsumrechnung werden in einem separaten Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Bei Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebs wird der im Eigenkapital für diesen ausländischen Geschäftsbetrieb erfasste kumulierte Betrag in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Gewinne und Verluste aus laufenden Transaktionen der Konzerngesellschaften in Fremdwährungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten.

Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse der wichtigsten Währungen im DELTON Health-Konzern haben sich im Verhältnis zu einem Euro wie folgt verändert:

Währung Durchschnittskurs Stichtagskurs
2022 2021 31.12.2022 31.12.2021
BRL Brasilianischer Real 5,4432 6,3813 5,6386 6,3101
CLP Chilenischer Peso 917,8197 897,6983 915,5867 964,4555
COP Kolumbianischer Peso 4.474,71 4.427,54 5.178,80 4.607,20
RUB Russischer Rubel 73,5071 87,2321 76,8672 85,3004
USD U.S. Dollar 1,0539 1,1835 1,0666 1,1326

Konsolidierungsgrundsätze

Der DELTON Health-Konzern bilanziert Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode, wenn der Konzern Beherrschung nach IFRS 10 erlangt hat. Wird Beherrschung über ein Tochterunternehmen erlangt, bewertet der DELTON Health-Konzern entsprechend IFRS 3 alle erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten zu ihren zum Erwerbszeitpunkt beizulegenden Zeitwerten.

Anteile an assoziierten Unternehmen, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Beherrschung oder gemeinschaftliche Führung in Bezug auf die Finanz- und Geschäftspolitik hat, werden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Anteile an Finanzanlagen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, betreffen ein nicht wesentliches verbundenes Unternehmen. Sie werden zunächst mit den Anschaffungskosten angesetzt, wozu auch Transaktionskosten zählen. Nach dem erstmaligen Ansatz enthält der Konzernabschluss den Anteil des Konzerns am Gesamtergebnis bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet.

Geschäfts- oder Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Übersteigen die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten, wird ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwerte angesetzt. Jeglicher Gewinn aus einem Erwerb zu einem Preis unter dem Marktwert wird direkt ergebniswirksam erfasst. Transaktionskosten werden unmittelbar als Aufwand erfasst.

Wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Konzerninterne Umsätze, Zwischenergebnisse sowie alle übrigen konzerninternen Aufwendungen und Erträge werden eliminiert. Auf Konsolidierungsmaßnahmen werden latente Steuern nach den Vorschriften des IAS 12 gerechnet. Dabei werden latente Steueransprüche und latente Steuerschulden gesondert gezeigt.

Ertragsrealisierung

Als Umsatzerlöse werden die Lieferungen und Leistungen der zum Konsolidierungskreis gehörenden Gesellschaften - bereinigt um Erlösschmälerungen wie Kundenskonti, Rabatte und Boni - erfasst.

Nach IFRS 15 werden Umsatzerlöse erfasst, wenn ein Kunde die Kontrolle über die Waren oder Dienstleistungen erlangt. Dabei ist der Zeitpunkt der Übertragung der Kontrolle - zu einem Zeitpunkt oder über einen Zeitraum - festzulegen.

Die Umsatzerlöse werden bei Heel aus dem Verkauf von hergestellten Präparaten zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem der Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden erfolgt ist. Die Erfassung erfolgt in Höhe der Gegenleistung, die der Konzern im Austausch für diese Güter voraussichtlich erhalten wird.

Bei umfangreichen Bevorratungslieferungen, die beispielsweise aus regulatorischen Gründen erforderlich werden und mit abweichenden Lieferkonditionen einhergehen, erfolgt eine Abgrenzung der Umsatzerlöse in Form einer Vertragsverbindlichkeit.

Im DELTON Health-Konzern existieren keine wesentlichen Verträge mit Kunden, bei denen der Zeitraum zwischen der Übertragung der Waren auf den Kunden und der Zahlung durch den Kunden länger als ein Jahr beträgt. Dementsprechend wird die zugesagte Gegenleistung nicht um den Zeitwert des Anspruchs angepasst.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswerts, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden zu Herstellungskosten aktiviert, sofern sie die Aktivierungskriterien erfüllen. Andernfalls werden die Kosten erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Die Folgebewertung erfolgt bei abnutzbaren immateriellen Vermögenswerten mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich linearer kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen.

Die Abschreibungsdauer, die Abschreibungsmethode und der Restbuchwert werden für einen immateriellen Vermögenswert mit einer bestimmbaren Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Hat sich die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder der erwartete Abschreibungsverlauf des Vermögenswerts geändert, wird ein anderer Abschreibungszeitraum oder eine andere Abschreibungsmethode gewählt. Derartige Änderungen werden als Änderungen einer Schätzung gemäß IAS 8 behandelt. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Aufwandskategorie, die der Funktion des immateriellen Vermögenswerts entspricht, erfasst. Aktivierte immaterielle Vermögenswerte werden über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer zwischen drei und zehn Jahren abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer werden jährlich auf Wertminderung geprüft.

Gewinne und Verluste aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten errechnen sich aus der Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts und werden bei Abgang des Vermögenswerts erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.

Sachanlagen

Abnutzbare Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Die Anschaffungskosten von Sachanlagen, die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurden, entsprechen ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt.

Die Abschreibung erfolgt linear, basierend auf einer wirtschaftlichen Nutzungsdauer zwischen zehn und 50 Jahren für Gebäude sowie zwischen drei und 20 Jahren für Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Abschreibungsdauer, die Abschreibungsmethode und der Restbuchwert werden für einen Sachanlagegegenstand mindestens zum Ende eines Geschäftsjahres überprüft. Hat sich die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder der erwartete Abschreibungsverlauf des Vermögenswerts geändert, wird ein anderer Abschreibungszeitraum oder eine andere Abschreibungsmethode gewählt. Derartige Änderungen werden als Änderungen einer Schätzung gemäß IAS 8 behandelt. Abschreibungen auf Sachanlagen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Aufwandskategorie, die der Funktion des Vermögenswerts entspricht, erfasst.

Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in welcher der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.

Wertminderung von Vermögenswerten

Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts (oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit) abzüglich Veräußerungskosten einerseits und dem Nutzungswert andererseits.

Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows aus der fortgesetzten Nutzung des Vermögenswerts und aus seiner letztendlichen Veräußerung unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst.

An jedem Berichtsstichtag wird geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag ermittelt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist dann aufzuheben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurde. Dieser erhöhte Buchwert darf nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung ist sofort im Periodenergebnis zu erfassen. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, ist der Abschreibungsaufwand in künftigen Berichtsperioden anzupassen, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswerts, abzüglich eines etwaigen Restbuchwerts, systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen.

Besonderheiten bei der Wertminderung von Geschäfts- oder Firmenwerten

Mindestens einmal jährlich oder anlassbezogen wird die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) überprüft. Als Stichtag für die jährliche Beurteilung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte hat der DELTON Health-Konzern den 31. Dezember eines Geschäftsjahres gewählt. Sollten zu einem anderen Zeitpunkt Anhaltspunkte vorliegen, die auf eine drohende Wertminderung hinweisen, wird eine Werthaltigkeitsbeurteilung zu diesem Zeitpunkt vorgenommen. Eine vorgenommene Wertminderung kann in den Folgejahren nicht mehr zugeschrieben werden.

Vorräte

Die Vorräte werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und entsprechend IAS 2 nach der gewogenen Durchschnittskostenmethode bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten sowie einzubeziehende fixe und variable Gemeinkosten. Die Bewertung der Vorräte erfolgt unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit dem jeweils niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert. Bei Risiken wie niedriger Umschlagshäufigkeit, Überalterung der Bestände oder drohenden Verlusten aus schwebenden Lieferverträgen wird eine Wertberichtigung auf den Netto-Veräußerungswert vorgenommen.

Ertragsteuern

Die Ertragsteuerforderungen bzw. -Verbindlichkeiten sowie die Steuerrückstellungen werden nach IAS 12 berechnet. Der Betrag der laufenden Ertragsteuerforderungen und -Verbindlichkeiten ist die beste Schätzung des zu erwartenden Steuerbetrags und berücksichtigt Unsicherheiten im Zusammenhang mit den laufenden Ertragsteuern, sofern solche bestehen. Ferner werden latente Steueransprüche und latente Steuerschulden bilanziert. Latente Steuern ergeben sich aus temporären Differenzen zwischen den in der Bilanz angesetzten Buchwerten und steuerlichen Wertansätzen sowie aus steuerlich nutzbaren Verlustvorträgen. Die aufgrund dieser Unterschiede zukünftig wahrscheinlich eintretenden Steuerentlastungen bzw. -belastungen werden aktiviert bzw. passiviert, wobei Unsicherheiten, die im Zusammenhang mit Ertragsteuern bestehen können, berücksichtigt werden.

Latente Steueransprüche werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz oder der Verlustvortrag verwendet werden kann. Sofern die den Steuerlatenzen zugrunde liegenden Ent- oder Belastungen ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst werden, erfolgt die Bildung bzw. Auflösung der latenten Steuern ebenfalls ergebnisneutral. Des Weiteren ergeben sich Steuerlatenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen. Auf die Aktivierung von Geschäfts- oder Firmenwerten wird nach IAS 12 keine Steuerlatenz berechnet.

Die jeweiligen Bemessungsgrundlagen werden mit dem zum Zeitpunkt der Realisation voraussichtlich gültigen Steuersatz bewertet. Bei den einbezogenen Unternehmen kommen grundsätzlich landesspezifische Steuersätze zur Anwendung. So wird für die Berechnung deutscher latenter Steuern ein Körperschaftsteuersatz von 15 % zuzüglich eines Solidaritätszuschlags von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer angewandt. Darüber hinaus wird die Gewerbeertragsteuer in der Berechnung berücksichtigt, deren Hebesätze sich nach lokalen Gegebenheiten bestimmen. Soweit die latenten Steueransprüche den Betrag der latenten Steuerschulden übersteigen, erfolgt die Beurteilung der Werthaltigkeit unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Ergebnisentwicklung des betreffenden Konzernunternehmens.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden saldiert, wenn sich diese auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde für dasselbe Steuersubjekt erhoben werden.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind alle Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu finanziellen Vermögenswerten und bei einem anderen Unternehmen zu finanziellen Verbindlichkeiten oder einem Eigenkapitalinstrument führen.

Ansatz und Ausbuchung

Der erstmalige Ansatz von Finanzinstrumenten erfolgt am Erfüllungstag. Ein marktüblicher Kauf oder Verkauf von finanziellen Vermögenswerten wird zum Handelstag angesetzt, d.h. zu dem Tag, an dem sich der Konzern verpflichtet, den Vermögenswert zu kaufen oder zu verkaufen. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Ansprüche auf den Erhalt von Zahlungsströmen aus den finanziellen Vermögenswerten ausgelaufen oder übertragen worden sind und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen aus dem Eigentum übertragen hat. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Bewertung

Beim erstmaligen Ansatz bewertet der DELTON Health-Konzern einen finanziellen Vermögenswert zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich - im Falle eines in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerts - der direkt auf den Erwerb dieses Vermögenswertes entfallenden Transaktionskosten. Transaktionskosten von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten werden im Gewinn und Verlust als Aufwand erfasst.

Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte richtet sich nach der Einstufung in eine der nachfolgend beschriebenen Kategorien.

Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte

Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte richtet sich nach drei Kategorien, welche unterschiedliche Wertmaßstäbe und eine unterschiedliche Erfassung von Wertänderungen zur Folge haben. Die Kategorisierung ergibt sich dabei sowohl in Abhängigkeit von den vertraglichen Zahlungsströmen des Instruments als auch aus dem Geschäftsmodell, in dem das Instrument gehalten wird.

Der Konzern legt die Kategorisierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, wobei bei der Einteilung grundsätzlich zwischen Schuldinstrumenten und Eigenkapitalinstrumenten wie folgt zu unterscheiden ist.

Schuldinstrumente

Die Bewertung von Schuldinstrumenten ist abhängig vom Geschäftsmodell des Konzerns zur Steuerung des Vermögenswerts und den Zahlungsstrommerkmalen des Vermögenswerts. Der DELTON Health-Konzern stuft seine Schuldinstrumente in eine der drei folgenden Bewertungskategorien ein:

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (fAK): Vermögenswerte, die zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme gehalten werden und bei denen diese Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen darstellen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVOCI): Vermögenswerte, die zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme und zur Veräußerung gehalten werden und bei denen die Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen darstellen, werden erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL): Vermögenswerte, welche die Kriterien der Kategorie "fAK" oder "FVOCI" nicht erfüllen, werden in die Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL)" eingestuft.

Eigenkapitalinstrumente

Der DELTON Health-Konzern bewertet alle gehaltenen Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert in der Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL).

Die nachfolgende Darstellung erläutert Bewertung und Erfassung der Wertänderungen in den verschiedenen Kategorien:

Finanzielle Vermögenswerte Wertänderungen
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (FVTPL) Marktwert Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste werden ergebniswirksam erfasst
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Schuldinstrumente (FVOCI mit Recycling) Marktwert Ergebniswirksame Erfassung von Wertminderungen, Währungsumrechnung und Effektivzins, sonstige Wertänderungen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, ergebniswirksame Erfassung bzw. Umbuchung vom Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung bei Veräußerung (Recycling)
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente (FVOCI-Option, ohne Recycling) Marktwert Ergebniswirksame Erfassung von Dividenden, sonstige Wertänderungen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, keine ergebniswirksame Erfassung bzw. Umbuchung vom Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung bei Veräußerung (ohne Recycling)
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente (fAK) Fortgeführte Anschaffungskosten Ergebniswirksame Erfassung von Wertminderungen, Währungsumrechnung und Effektivzins

Im Geschäftsjahr 2022 sind keine Umgliederungen zwischen den anzuwendenden Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 erfolgt.

Klassifizierung finanzieller Verbindlichkeiten

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, falls sie zu Handelszwecken gehalten oder bei erstmaligem Ansatz entsprechend eingestuft (designiert) wird. Direkt zurechenbare Transaktionskosten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, sobald sie anfallen.

Andere nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten werden bei erstmaligem Ansatz zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten bewertet.

Finanzielle Verbindlichkeiten Folgebewertung Wertänderungen
Zu Handelszwecken gehalten oder beim erstmaligen Ansatz als zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten eingestuft Marktwert Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste werden ergebniswirksam erfasst
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Fortgeführte Anschaffungskosten Wertänderungen werden unmittelbar ergebniswirksam erfasst

Der Konzern hat beim erstmaligen Ansatz keine finanziellen Verbindlichkeiten als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert eingestuft (designiert). Im Geschäftsjahr 2022 haben keine Umgliederungen zwischen den anzuwendenden Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 stattgefunden.

Kategorien finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten - Ausweis Der DELTON Health-Konzern hält im Allgemeinen die im Folgenden dargestellten Finanzinstrumente:

Finanzanlagen

Unter den Finanzanlagen werden die folgenden Eigen- und Fremdkapitalinstrumente mit langfristigem Verwendungszweck erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertet:

Finanzinvestitionen in Schuldtitel, die weder zu fortgeführten Anschaffungskosten noch erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente, bei denen das Unternehmen entschieden hat, Änderungen des beizulegenden Zeitwerts nicht im sonstigen Ergebnis zu erfassen.

Finanzinvestitionen in Investmentfondsanteile zur Finanzierung von Leistungen aus einer wertpapiergebundenen Versorgungszusage, bei denen das Unternehmen entschieden hat, Änderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam zu erfassen, um Inkongruenzen zu den Pensionsverpflichtungen zu vermeiden.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Allgemeinen innerhalb weniger Wochen zu begleichen, enthalten keine signifikanten Finanzierungskomponenten und werden als kurzfristig eingestuft. Unter den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten werden unter anderem gewährte Kredite und sonstige Forderungen mit Rückzahlungsfristen von weniger als einem Jahr ausgewiesen. Der DELTON Health-Konzern bewertet seine Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten (fAK), wenn sie gehalten werden, um vertragliche Cashflows zu vereinnahmen. Aufgrund der kurzfristigen Art entspricht deren Buchwert dem beizulegenden Zeitwert.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel umfassen Bankguthaben bei Kreditinstituten, Kassenbestände, Schecks und kurzfristige Anlagen. Zahlungsmitteläquivalente sind kurzfristige hochliquide Finanzinvestitionen mit einer ursprünglichen Laufzeit von drei Monaten oder weniger, die jederzeit in liquide Mittel umgewandelt werden können und die einem unwesentlichen Wertänderungsrisiko unterliegen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten (fAK) bewertet.

Derivative Finanzinstrumente

Im DELTON Health-Konzern werden Devisentermingeschäfte zur Absicherung des Risikos einer Wertänderung von entsprechenden Grundgeschäften aufgrund von Marktpreisänderungen eingesetzt. Derivate werden ausschließlich zu wirtschaftlichen Sicherungsbeziehungen und nicht als spekulative Anlagen eingesetzt. Da sie die Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) nicht erfüllen, werden sie zu Zwecken der Rechnungslegung als "zu Handelszwecken gehalten" klassifiziert und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, wobei die Wertänderungen im Gewinn oder Verlust erfasst werden. Sie werden als kurzfristige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten dargestellt, da sie voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach Ende der Berichtsperiode beglichen werden.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen noch ausstehende Verbindlichkeiten für die vom DELTON Health-Konzern vor Ende des Geschäftsjahres empfangenen Waren und Dienstleistungen. Sie werden als kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen, es sei denn, deren Begleichung ist nicht innerhalb von zwölf Monaten nach der Berichtsperiode fällig, und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Sonstige Finanzierungsverbindlichkeiten

Sonstige Finanzierungsverbindlichkeiten betreffen aufgenommene Kredite und werden zunächst zum beizulegenden Zeitwert abzüglich entstandener Transaktionskosten und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten nach Maßgabe der Effektivzinsmethode angesetzt. Sie werden als kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen, es sei denn, deren Begleichung ist nicht innerhalb von zwölf Monaten nach der Berichtsperiode fällig. Aufgrund der kurzfristigen Art entspricht der Buchwert der sonstigen Finanzierungsverbindlichkeiten dem beizulegenden Zeitwert. Der DELTON Health-Konzern hat im Berichtsjahr wie im Vorjahr keine sonstigen Finanzverbindlichkeiten.

Bewertung und Erfassung erwarteter Kreditverluste

Der DELTON Health-Konzern bildet eine Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Investitionen in Schuldinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Die Höhe der erwarteten Kreditverluste wird zu jedem Bilanzstichtag aktualisiert, um den Veränderungen des Kreditrisikos seit der erstmaligen Erfassung des jeweiligen Finanzinstruments Rechnung zu tragen.

Das allgemeine Wertminderungsmodell sieht drei Stufen vor, welche die Höhe der zu erfassenden Verluste und die Vereinnahmung künftig bestimmen. Danach sind bereits bei Zugang erwartete Verluste in Höhe des Barwerts eines erwarteten Zwölf-Monats-Kreditverlusts zu erfassen (Stufe 1). Liegt eine signifikante Erhöhung des Ausfallsrisikos vor, ist die Risikovorsorge bis zur Höhe der erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit aufzustocken (Stufe 2). Mit Eintritt eines objektiven Hinweises auf Wertminderung hat die Vereinnahmung auf Grundlage des Nettobuchwerts (Buchwert abzüglich Risikovorsorge) zu erfolgen (Stufe 3).

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird der vereinfachte Ansatz des Wertminderungsmodells angewendet, nach welchem für alle Instrumente, unabhängig von ihrer Kreditqualität, eine Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Verluste über die Restlaufzeit zu erfassen ist. Kreditrisiken innerhalb jeder Gruppe werden anhand gemeinsamer Ausfallrisikoeigenschaften segmentiert. Ausgangspunkt hierfür ist in der Regel eine externe Kreditrisikobewertung.

Im DELTON Health-Konzern wird im Rahmen des vereinfachten Ansatzes des Wertminderungsmodells zwischen Inlands- und Auslandsforderungen differenziert. Bei den Inlandsforderungen erfolgt die Berechnung des Ausfallrisikos anhand eines kundenindividuellen Ratings. Bei den Auslandsforderungen finden - nach Abzug von Kreditversicherungen und Bankgarantien - Länderrisikoprämien (Rating-based default Spreads) Berücksichtigung.

Die geschätzten Wertberichtigungen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie auf sonstige zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente werden auf Grundlage erwarteter Verluste innerhalb von zwölf Monaten berechnet und spiegeln die kurzen Laufzeiten wider. Dabei wird zugrunde gelegt, dass Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie sonstige zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente auf Grundlage ihres externen Ratings ein geringes Ausfallrisiko aufweisen. Als mit einem geringen Ausfallrisiko verbunden werden grundsätzlich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente eingestuft, die im Rahmen des Ratings von Rating-Agenturen als Investment Grade eingestuft werden (AAA bis BBB-). Durch die Beobachtung von veröffentlichten externen Kreditratings werden Änderungen des Ausfallrisikos überwacht. Der DELTON Health-Konzern berücksichtigt dabei die Ausfallwahrscheinlichkeit zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes von Vermögenswerten und das Vorliegen einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos während aller Berichtsperioden. Um zu beurteilen, ob sich das Ausfallrisiko signifikant erhöht hat, vergleicht der DELTON Health-Konzern das Ausfallrisiko im Hinblick auf den Vermögenswert am Abschlussstichtag mit dem Ausfallrisiko im Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes.

Der Konzern überwacht regelmäßig die Wirksamkeit der verwendeten Kriterien, um festzustellen, ob ein signifikanter Anstieg des Kreditrisikos stattgefunden hat, und überarbeitet sie gegebenenfalls, um sicherzustellen, dass die Kriterien in der Lage sind, einen signifikanten Anstieg des Kreditrisikos zu erkennen, bevor der Betrag überfällig wird.

Finanzielle Vermögenswerte werden abgeschrieben, wenn nach angemessener Einschätzung eine Realisierbarkeit nicht mehr erwartet wird. Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind weitere Indikatoren hierfür eine Überfälligkeit von mehr als 90 Tagen, 180 Tagen und 360 Tagen sowie die Einleitung des Insolvenzverfahrens oder rechtlicher Schritte. Diese führen zu Wertberichtigungen in Höhe von 25 %, 50 % bzw. 100 % der Forderungen. Die Höhe des Abschreibungsbedarfes wird bei diesen in der Bonität beeinträchtigten Forderungen anhand des erwarteten Verlustes über die gesamte Restlaufzeit (expected lifetime credit loss) ermittelt.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn keine begründeten Erwartungen mehr bestehen, dass rechtliche Beitreibungsmaßnahmen erfolgreich sein werden. Hierbei wird eine einzelfallbezogene Ermessensentscheidung getroffen, inwieweit eine Vertragserfüllung noch wahrscheinlich ist.

Bewertung zum beizulegenden Zeitwert

Der beizulegende Zeitwert wird als der Preis definiert, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde.

Der DELTON Health-Konzern wendet Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichend Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen. Dabei wird die Verwendung maßgeblicher, beobachtbarer Inputfaktoren möglichst hoch und jene nicht beobachtbarer Inputfaktoren möglichst gering gehalten.

Die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sind gemäß ihrer Bewertungsmethode zu kategorisieren. Die verschiedenen Stufen sind wie folgt definiert:

Stufe 1: Inputfaktoren sind notierte (nicht berichtigte) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden.

Stufe 2: Mittelbar oder unmittelbar beobachtbare Inputfaktoren für den Vermögenswert oder die Schuld, die nicht den Marktpreisnotierungen auf Stufe 1 zuzuordnen sind.

Stufe 3: Inputfaktoren für den Vermögenswert oder die Schuld, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Umgruppierungen zwischen den Stufen der Fair-Value-Hierarchie finden am Ende der Berichtsperiode statt.

Im DELTON Health-Konzern betrifft die Bilanzierung zum beizulegenden Zeitwert Finanzinstrumente, die der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL)" zugeordnet wurden, sowie nicht-finanzielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Werthaltigkeitstests auf ihren beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten abgeschrieben wurden.

Leasingverhältnisse

Der DELTON Health-Konzern beurteilt bei Vertragsbeginn, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswertes gegen Zahlung eines Entgeltes für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren. Um zu beurteilen, ob ein Vertrag das Recht zur Kontrolle eines identifizierten Vermögenswertes beinhaltet, legt der Konzern die Definition eines Leasingverhältnisses nach IFRS 16 zugrunde.

Am Bereitstellungsdatum oder bei Änderung eines Vertrages, der eine Leasingkomponente enthält, wird das vertraglich vereinbarte Entgelt auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise aufgeteilt. Für Fahrzeug-Leasingverträge hat der DELTON Health-Konzern jedoch beschlossen, von einer Trennung der Nichtleasingkomponenten abzusehen und stattdessen Leasing- und Nichtleasingkomponenten als eine einzige Leasingkomponente zu bilanzieren.

Am Bereitstellungsdatum erfasst der Konzern einen Vermögenswert für das gewährte Nutzungsrecht sowie eine Leasingverbindlichkeit. Das Nutzungsrecht wird erstmalig zu Anschaffungskosten bewertet, die der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit entsprechen, angepasst um am oder vor dem Bereitstellungsdatum geleistete Zahlungen, zuzüglich etwaiger anfänglicher direkter Kosten abzüglich etwaiger erhaltener Leasinganreize.

Anschließend wird das Nutzungsrecht vom Bereitstellungsdatum bis zum Ende des Leasingzeitraums linear abgeschrieben, es sei denn, das Eigentum an dem zugrunde liegenden Vermögenswert geht zum Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses auf den Konzern über oder in den Kosten des Nutzungsrechtes ist berücksichtigt, dass der Konzern eine Kaufoption wahrnehmen wird. In diesem Fall wird das Nutzungsrecht über die Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswertes abgeschrieben, welche nach den Vorschriften für Sachanlagen ermittelt wird.

Zusätzlich wird das Nutzungsrecht fortlaufend um Wertminderungen, sofern notwendig, berichtigt und um bestimmte Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit angepasst. Erstmalig wird die Leasingverbindlichkeit zum Barwert der am Bereitstellungsdatum noch nicht geleisteten Leasingzahlungen, abgezinst mit dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz oder, wenn sich dieser nicht ohne weiteres bestimmen lässt, mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Konzerns. Normalerweise nutzt der DELTON Health-Konzern den Grenzfremdkapitalzinssatz als Abzinsungssatz. Zur Ermittlung des Grenzfremdkapitalzinssatzes erlangt der Konzern Zinssätze von verschiedenen externen Finanzquellen und macht bestimmte Anpassungen, um die Leasingbedingungen und die Art des Vermögenswertes zu berücksichtigen.

Die in die Bewertung der Leasingverbindlichkeit einbezogenen Leasingzahlungen umfassen:

feste Zahlungen

variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind, erstmalig bewertet anhand des am Bereitstellungsdatum gültigen Indexes bzw. Zinssatzes

den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn der Konzern hinreichend sicher ist, diese auszuüben

Leasingzahlungen für eine Verlängerungsoption, wenn der Konzern hinreichend sicher ist, diese auszuüben

mögliche Vertragsstrafen für die Kündigung des Leasingvertrages, wenn zu Beginn des Leasingverhältnisses bereits davon ausgegangen wird, dass der Leasingnehmer den Vertrag kündigen wird.

Die Leasingverbindlichkeit wird zum fortgeführten Buchwert unter Nutzung der Effektivzinsmethode bewertet. Sie wird neu bewertet, wenn sich die künftigen Leasingzahlungen aufgrund einer Index- oder (Zins-)Satzänderung verändern oder wenn der Konzern seine Einschätzung über die Ausübung einer Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoption ändert. Bei einer solchen Neubewertung der Leasingverbindlichkeit wird eine entsprechende Anpassung des Buchwertes des Nutzungsrechtes vorgenommen bzw. wird diese erfolgswirksam vorgenommen, wenn sich der Buchwert des Nutzungsrechtes auf Null verringert hat.

In der Bilanz werden die Nutzungsrechte innerhalb der Sachanlagen sowie die korrespondierenden Verbindlichkeiten in den lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen ausgewiesen.

Der DELTON Health-Konzern hat beschlossen, Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten für Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen, sowie für kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von weniger als zwölf Monaten nicht anzusetzen. Der Konzern erfasst die mit diesen Leasingverhältnissen in Zusammenhang stehenden Leasingzahlungen über die Laufzeit des Leasingverhältnisses linear als Aufwand.

Rückstellungen

Rückstellungen werden nach IAS 37 ausgewiesen, wenn eine gegenwärtige und verlässlich schätzbare Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besteht und zu erwarten ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung mit einem Abfluss von Ressourcen verbunden ist. Die Bemessung erfolgt in der Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme. Rückstellungen mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem Barwert angesetzt.

Pensionsansprüche und ähnliche Verpflichtungen

Im Bereich der betrieblichen Altersversorgung bestehen im DELTON Health-Konzern sowohl leistungs- als auch beitragsorientierte Zusagen.

Die leistungsorientierten Pläne werden gemäß IAS 19 als Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen passiviert. Die Bewertung der leistungsorientierten Versorgungszusagen erfolgt gemäß IAS 19 nach dem allgemein anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (sog. Projected-Unit-Credit-Methode) durch unabhängige Aktuare. Demgemäß gilt als Pensionsrückstellung für Anwartschaften der Barwert der bei den möglichen zukünftigen Versorgungsfällen zu erwartenden Pensionsleistungen, soweit die jeweilige Leistung am Bewertungsstichtag durch die abgeleistete versorgungsfähige Dienstzeit tatsächlich oder zeitanteilig erdient ist. Dabei werden bei der Bewertung versicherungsmathematische Annahmen für die Diskontierungssätze, Sterbewahrscheinlichkeiten, die Gehalts- und Rententrends sowie die Fluktuationsraten berücksichtigt.

Soweit Planvermögen vorliegt, berechnet sich die Pensionsrückstellung durch Saldierung des beizulegenden Zeitwerts dieses Vermögens mit dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (sog. Finanzierungsstatus). Bei übersteigenden Verpflichtungen bzw. Planvermögen wird die saldierte Größe als Nettoschuld bzw. Vermögenswert aus leistungsorientierten Versorgungsplänen bezeichnet.

Neubewertungen der Nettoschuld bzw. des Vermögenswerts setzen sich aus versicherungsmathematischen Gewinnen oder Verlusten aus der Verpflichtung sowie den Erträgen aus Planvermögen, die nicht in den Zinserträgen erfasst werden, zusammen. Sie ergeben sich aus Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung gegenüber den Annahmen des Vorjahres sowie aus Annahmenänderungen und werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Die Dienstzeitaufwendungen werden unter den operativen Aufwendungen ausgewiesen, die Aufzinsungsbeträge werden in den Finanzierungsaufwendungen erfasst.

Die versicherungsmathematischen Gutachten werden jährlich erstellt.

Neben den leistungsorientierten Plänen gibt es im Konzern auch beitragsorientierte Pläne. Hierunter fällt im Regelfall auch die in Deutschland und einigen anderen Ländern vorliegende gesetzliche Rentenversicherung. Die Beitragszahlungen dieser Versorgungssysteme werden als Aufwand im Geschäftsjahr erfasst.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(8) Umsatzerlöse

Nach geografischen Regionen lassen sich die Umsatzerlöse wie folgt zuordnen:

(in Tausend Euro) 2022 2021
Deutschland 98.026 94.870
Übrige EU 51.606 52.874
Übrige Länder 111.957 81.799
Gesamt 261.589 229.543

(9) Aufwendungen nach Kostenarten

In den Umsatz- und Funktionsbereichskosten sind folgende Aufwandsarten enthalten:

(in Tausend Euro) 2022 2021
Materialaufwendungen und bezogene Leistungen -30.076 -20.509
Personalaufwendungen -87.754 -82.372
Leasing-Aufwendungen einschließlich Mietaufwendungen -484 -567
Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Finanzanlagen (im Vorjahr einschließlich Wertaufholung von 172 Tausend Euro) -10.052 -9.563
Sonstige Umsatz-, Vertriebs- und Verwaltungskosten -76.100 -67.501
Gesamt -204.466 -180.512

Die Personalaufwendungen setzen sich zusammen aus Löhnen und Gehältern einschließlich Abfindungen von 73,4 Mio. Euro (Vorjahr: 68,1 Mio. Euro), Kosten der sozialen Sicherheit von 12,0 Mio. Euro (Vorjahr: 11,4 Mio. Euro) und aus Kosten der Altersversorgung von 2,4 Mio. Euro (Vorjahr: 2,9 Mio. Euro).

Als Aufwendungen für Altersversorgung werden die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen, soweit sie Dienstzeitaufwand betreffen, ausgewiesen. Die Veränderung der Abzinsungsbeträge, die in den Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen ebenfalls enthalten ist, wird innerhalb der Finanzierungsaufwendungen in Ziffer (11) gezeigt.

Im Vorjahr haben Unternehmen der Heel-Gruppe im Zuge der Corona-Pandemie für einzelne Bereiche zeitweise auf das Instrument der Kurzarbeit zurückgegriffen. In diesem Rahmen sind Lohnkostenzuschüsse in Höhe von 0,4 Mio. Euro mit den Personalaufwendungen saldiert worden. Von den Lohnkostenzuschüssen entfallen 0,3 Mio. Euro auf das Inland und 0,1 Mio. Euro auf die ausländischen Tochtergesellschaften.

(10) Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

(in Tausend Euro) 2022 2021
Fremdwährungskursverluste -1.945 -483
Verluste aus Anlagenabgängen -37 -38
Andere Aufwendungen -187 -205
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.169 -726
Fremdwährungskursgewinne 4.906 270
Gewinne aus Anlagenabgängen 35 19
Erträge aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen 333 372
Erträge aus assoziierten Unternehmen 112 138
Andere Erträge 1.299 1.441
Sonstige betriebliche Erträge 6.685 2.240

Die Erträge aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen betreffen die brasilianische Heel-Tochtergesellschaft. Die anderen Erträge enthalten Erträge aus Leistungsberechnungen an nahestehende Unternehmen; es wird auf Ziffer (38) verwiesen.

(11) Finanzierungsaufwendungen und -erträge

(in Tausend Euro) 2022 2021
Nettozinsaufwand aus der Diskontierung von leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen und der Verzinsung des Planvermögens -134 -216
Zinsen aus Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen -122 -141
Sonstige Zinsaufwendungen -1 -88
Finanzierungsaufwendungen -257 -445
Finanzierungserträge 641 982
Finanzergebnis 384 537

(12) Ertragsteuern

(in Tausend Euro) 2022 2021
Tatsächliche Ertragsteuern -21.670 -12.234
Latente Ertragsteuern (Ertrag; Vorjahr: Aufwand) 3.612 -84
Gesamt -18.058 -12.318

Die tatsächlichen Ertragsteuern umfassen auch den Ergebnisbeitrag der Biologische Heilmittel Heel GmbH, die zum ertragsteuerlichen Organkreis der DELTON Health AG gehört.

Der Betrag des erwarteten Steueraufwands spiegelt den Betrag wider, der unter Berücksichtigung steuerlicher Unsicherheiten, sofern vorhanden, die beste Schätzung darstellt. Im Vorjahr haben sich Erstattungen und Auflösungen von Steuerrückstellungen für Vorjahre infolge einer steuerlichen Betriebsprüfung positiv ausgewirkt.

Die folgende Überleitungsrechnung zeigt die Beziehung zwischen dem erwarteten Steueraufwand und dem Steueraufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung des DELTON Health-Konzerns. Der erwartete Steueraufwand ist für beide Geschäftsjahre auf der Grundlage eines Steuersatzes von 30 % ermittelt, der näherungsweise dem Steuersatz der DELTON Health AG entspricht:

(in Tausend Euro) 2022 2021
Ergebnis vor Ertragsteuern 60.573 49.881
Erwarteter Steueraufwand -18.172 -14.964
Effekt aus abweichenden ausländischen Steuersätzen 799 451
Steuerbelastung aus nicht abzugsfähigen Aufwendungen -512 -146
Steuereffekte aus Vorjahren -1 2.731
Änderung der Wertberichtigungen und Effekte aus der unterlassenen Bildung von latenten Steueransprüchen 134 -171
Outside Basis Differences ausländischer Tochterunternehmen -798 -328
Sonstige steuerfreie Erträge 430 39
Sonstiges 62 70
Ertragsteuern laut Gewinn- und Verlustrechnung -18.058 -12.318

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

(13) Entwicklung der Finanzierungsverbindlichkeiten

Der DELTON Health-Konzern hat im Berichtsjahr und im Vorjahr als Finanzierungsverbindlichkeiten ausschließlich Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen, die sich wie folgt entwickelt haben:

(in Tausend Euro) 2022 2021
Stand 1.1. 12.897 12.546
Zahlungswirksame Veränderung -4.189 -4.063
Zahlungsunwirksame Veränderungen    
Zugang / Abgang Leasinggegenstände 3.367 4.556
Währungsveränderungen -3 -142
Stand 31.12. 12.072 12.897

Erläuterungen zur Bilanz

(14) Geschäfts- oder Firmenwerte

Die Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte stellt sich für das Berichtsjahr und das Vorjahr wie folgt dar:

(in Tausend Euro)
Anschaffungskosten  
Stand 1.1.2021 8.921
Währungsveränderungen -2
Stand 31.12.2021 8.919
Währungsveränderungen -2
Stand 31.12.2022 8.917
Wertminderungen  
Stand 1.1.2021 549
Währungsveränderungen -2
Stand 31.12.2021 547
Währungsveränderungen -2
Stand 31.12.2022 545
Buchwert 31.12.2022 8.372
Buchwert 31.12.2021 8.372

Die bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte betreffen im Berichtsjahr wie im Vorjahr die Heel, bei der es sich um eine ZGE handelt. Es bestehen keine weiteren ZGE im DELTON Health-Konzern.

Zur Überprüfung der Werthaltigkeit ist der erzielbare Betrag der ZGE auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts ("Value in Use") unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt worden. Die dem Werthaltigkeitstest zugrunde liegenden Cashflows basieren auf dem aktuellen Geschäftsplan von Heel, der einen Zeitraum von drei Jahren umfasst. Hierbei werden Annahmen über die künftige Umsatz- und Kostenentwicklung getroffen. Die Cashflows der ZGE werden nach dem Zeitraum von drei Jahren unter Verwendung einer langfristigen Wachstumsrate extrapoliert. Außerdem werden Investitionen in das operative Geschäft der Berichtseinheiten auf Basis bisheriger Erfahrungswerte geplant und Annahmen über künftige Ertragsverläufe getroffen.

Folgende Grundannahmen liegen der Bestimmung der Cashflow-Prognosen zugrunde:

Geplante Umsatzwachstumsraten: Zur Bestimmung der geplanten Umsatzwachstumsraten werden die in den relevanten Regionen erwarteten Wachstumsraten zugrunde gelegt. Dabei ist in der Summe von einer steigenden Umsatzentwicklung in den kommenden Jahren ausgegangen worden.

Geplante operative Gewinnmargen: Zur Bestimmung der geplanten operativen Gewinnmargen werden die in den vorhergehenden Geschäftsjahren erzielten Gewinnmargen herangezogen. Hierbei ist berücksichtigt worden, dass die Ergebnisentwicklung auch von der Fortentwicklung der relevanten Märkte abhängig ist. Planabweichungen werden analysiert und erforderlichenfalls in Form von Abschlägen auf die vorgelegten Geschäftspläne berücksichtigt.

Die weiteren Parameter haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

Langfristige Wachstumsrate Abzinsungssatz vor Ertragsteuern Abzinsungssatz nach Ertragsteuern
31.12.2022 1,0 % 9,8 % 7,5 %
31.12.2021 1,0 % 8,5 % 6,1 %

(15) Sonstige immaterielle Vermögenswerte

(in Tausend Euro) Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte geleistete Anzahlungen Gesamt
Anschaffungskosten      
Stand 1.1.2021 25.268 1.053 26.321
Zugänge 283 517 800
Abgänge -402 -11 -413
Umbuchungen 487 -487 -
Währungsveränderungen -36 - -36
Veränderung Konsolidierungskreis -71 - -71
Stand 31.12.2021 25.529 1.073 26.602
Zugänge 1.563 555 2.118
Abgänge -28 - -28
Umbuchungen 516 -516 -
Währungsveränderungen -47 - -47
Veränderung Konsolidierungskreis - - -
Stand 31.12.2022 27.533 1.112 28.645
Abschreibungen und Wertminderungen      
Stand 1.1.2021 23.846 - 23.846
Zugang Abschreibungen 456 - 456
Abgänge -401 - -401
Währungsveränderungen -37 - -37
Veränderung Konsolidierungskreis -71 - -71
Stand 31.12.2021 23.792 - 23.792
Zugang Abschreibungen 652 - 652
Abgänge -28 - -28
Währungsveränderungen -39 - -39
Veränderung Konsolidierungskreis - - -
Stand 31.12.2022 24.377 - 24.377
Buchwert zum 31.12.2022 3.156 1.112 4.268
Buchwert zum 31.12.2021 1.737 1.073 2.810

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte bestehen aus erworbenen immateriellen Vermögenswerten mit bestimmbarer Nutzungsdauer.

(16) Sachanlagen

(in Tausend Euro) Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt davon Leasing
Anschaffungskosten            
Stand 1.1.2021 51.842 32.907 43.617 1.208 129.574 18.523
Zugänge 2.310 338 4.517 1.251 8.416 5.150
Abgänge -709 -124 -2.624 -20 -3.476 -2.846
Währungsveränderungen -141 - -129 - -270 -236
Umbuchungen 90 439 164 -692 - -
Veränderung Konsolidierungskreis - - -82 - -82 -
Stand 31.12.2021 53.392 33.560 45.463 1.747 134.162 20.591
Zugänge 548 905 4.619 531 6.603 3.455
Abgänge -160 -165 -1.963 -20 -2.308 -1.814
Währungsveränderungen -43 - -168 1 -210 -153
Umbuchungen - 582 168 -750 - -
Stand 31.12.2022 53.737 34.882 48.119 1.509 138.247 22.078
Abschreibungen und Wertminderungen            
Stand 1.1.2021 30.125 21.126 31.366 - 82.617 6.284
Zugang Abschreibungen 2.583 2.404 4.293 - 9.280 4.098
Wertaufholung -172 - - - -172 -172
Abgänge -343 -118 -2.387 - -2.849 -2.252
Währungsveränderungen -54 - -60 - -114 -96
Veränderung Konsolidierungskreis - - -76 - -76 -
Stand 31.12.2021 32.139 23.412 33.137 - 88.687 7.862
Zugang Abschreibungen 2.609 2.158 4.628 - 9.395 4.222
Abgänge -160 -165 -1.813 - -2.138 -1.728
Währungsveränderungen -58 - -128 - -186 -150
Stand 31.12.2022 34.530 25.405 35.824 - 95.759 10.205
Buchwert zum 31.12.2022 19.207 9.477 12.295 1.509 42.488 11.874
Buchwert zum 31.12.2021 21.253 10.148 12.326 1.747 45.474 12.729

Zum 31. Dezember 2022 wie auch zum 31. Dezember 2021 sind keine Sachanlagen durch Grundpfandrechte belastet.

(17) Leasing

Die Aufteilung zwischen im Eigentum befindlichen und geleasten Sachanlagen stellt sich - gegliedert nach den Anlagenklassen - wie folgt dar:

31. Dezember 2022 (in Tausend Euro) Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Im Eigentum befindliche Sachanlagen 12.021 9.470 7.614 1.509 30.614
Geleaste Sachanlagen 7.186 7 4.681 - 11.874
Gesamt 19.207 9.477 12.295 1.509 42.488
31. Dezember 2021 (in Tausend Euro) Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Im Eigentum befindliche Sachanlagen 12.886 10.139 7.972 1.747 32.745
Geleaste Sachanlagen 8.367 9 4.354 - 12.729
Gesamt 21.253 10.148 12.326 1.747 45.474

Die Zugänge, Abschreibungen, und sonstigen Veränderungen bei geleasten Sachanlagen haben sich wie folgt entwickelt:

(in Tausend Euro) Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung Gesamt
Stand 1.1.2021 8.092 7 4.140 12.239
Zugänge 2.253 11 2.887 5.150
Abschreibungen -1.698 -9 -2.391 -4.098
Wertaufholungen 172 - - 172
Abgänge -366 - -228 -594
Währungsveränderungen -86 - -54 -140
Stand 31.12.2021 8.367 9 4.354 12.729
Zugänge 525 7 2.923 3.455
Abschreibungen -1.721 -9 -2.492 -4.222
Abgänge - - -86 -86
Währungsveränderungen 15 - -18 -3
Stand 31.12.2022 7.186 7 4.681 11.874

Hinsichtlich der in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen wird auf Ziffer (32) verwiesen.

Die auf die Leasingverhältnisse entfallenden Beträge in der Gewinn- und Verlustrechnung und in der Kapitalflussrechnung stellen sich wie folgt dar:

2022 2021
(in Tausend Euro) Gewinn- und Verlustrechnung Kapitalflussrechnung Gewinn- und Verlustrechnung Kapitalflussrechnung
Abschreibungen und Wertminderungen auf Nutzungsrechte -4.222 - -4.098 -
Wertaufholungen - - 172 -
Tilgung von Leasingverbindlichkeiten - -4.189 - -4.063
Zinsaufwendungen -122 -122 -141 -141
Leasingverhältnisse von geringwertigen Vermögenswerten -106 -106 -95 -95
Kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von weniger als zwölf Monaten -258 -258 -270 -270
  -4.708 -4.675 -4.432 -4.569

(18) Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind entsprechend der Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 zugeordnet und setzen sich wie folgt zusammen:

(in Tausend Euro) 31.12.2022 31.12.2021
Anteile an assoziierten Unternehmen - erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert 2.804 2.804
Anteile an nichtvollkonsolidierten verbundenen Unternehmen (at equity Bewertung) 695 299
Ausleihungen - zu fortgeführten Anschaffungskosten 77.420 90.594
Sonstige Finanzanlagen - erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert 60 -
Gesamt 80.979 93.697

Bei den Ausleihungen handelt es sich um ein langfristiges Kaufpreisdarlehen, das der DELTON Logistics S.à r.l. im Zuge der Einbringung der Anteile an der Logwin AG gewährt worden ist; es wird auf Ziffer (38) verwiesen. Im Berichtsjahr sind Abschreibungen auf sonstige Finanzanlagen in Höhe von 6 Tausend Euro (Vorjahr: -) vorgenommen worden.

(19) Vorräte

(in Tausend Euro) 31.12.2022 31.12.2021
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.493 5.223
Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen 6.690 5.490
Fertige Erzeugnisse und Waren 30.190 21.500
Gesamt 43.373 32.213

Die Vorräte betreffen ausschließlich Heel. Im Bilanzbetrag sind Wertberichtigungen von 4,3 Mio. Euro (Vorjahr: 4,1 Mio. Euro) berücksichtigt. Der Wert der zum Nettoveräußerungspreis angesetzten Vorräte beträgt 10,5 Mio. Euro (Vorjahr: 7,5 Mio. Euro). Im Berichtsjahr sind Vorräte in Höhe von 55,4 Mio. Euro als Aufwand erfasst worden (Vorjahr: 53,1 Mio. Euro). Der Vorjahresbetrag der als Aufwand erfassten Vorräte ist angepasst worden. Die Angabe enthält nunmehr neben den variablen Bestandteilen der Herstellungskosten auch die einzubeziehenden fixen Kostenbestandteile in Höhe von 40,6 Mio. Euro (Vorjahr: 43,1 Mio. Euro).

(20) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

(in Tausend Euro) 31.12.2022 31.12.2021
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto 35.839 31.969
Wertminderungen aufgrund des vereinfachten Ansatzes -1.300 -189
Wertminderungen für in der Bonität beeinträchtigte Forderungen -2.205 -2.523
Gesamt 32.334 29.257

Die nachfolgenden Tabellen erläutern das Ausfallrisiko und die erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

31. Dezember 2022 (in Tausend Euro) Bruttobuchwert Geschätzte Verlustrate (gewichteter Durchschnitt) Geschätzte Wertminderung Beeinträchtigte Bonität
Inlandsforderungen        
Besicherte Forderungen 936 0,01% 0 Nein
Unbesicherte Forderungen 1.472 0,31% 4 Nein
Hohes Risiko 50 74,89% 37 Ja
Auslandsforderungen        
Besicherte Forderungen 17.840 1,25% 224 Nein
Unbesicherte Forderungen 12.447 8,62% 1.072 Nein
Hohes Risiko 3.094 70,07% 2.168 Ja
Gesamt 35.839   3.505  

Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen über das Ausfallrisiko und die erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2021:

31. Dezember 2021 (in Tausend Euro) Bruttobuchwert Geschätzte Verlustrate (gewichteter Durchschnitt) Geschätzte Wertminderung Beeinträchtigte Bonität
Inlandsforderungen        
Besicherte Forderungen 832 0,01% 0 Nein
Unbesicherte Forderungen 1.123 0,23% 2 Nein
Hohes Risiko 46 82,93% 38 Ja
Auslandsforderungen        
Besicherte Forderungen 16.015 0,17% 27 Nein
Unbesicherte Forderungen 10.823 1,48% 160 Nein
Hohes Risiko 3.130 79,39% 2.485 Ja
Gesamt 31.969   2.712  

Die Wertminderungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

Beeinträchtigte Bonität Nicht beeinträchtigte Bonität
(in Tausend Euro) 2022 2021 2022 2021
Wertminderungen am 1.1. -2.523 -1.185 -189 -354
Zuführungen -680 -1.958 -1.130 -17
Inanspruchnahme 641 - - -
Auflösungen 360 602 - 173
Währungsveränderungen -3 18 19 6
Veränderung Konsolidierungskreis - - - 3
Wertminderungen am 31.12. -2.205 -2.523 -1.300 -189

Die folgende Tabelle zeigt die Altersstruktur der nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

(in Tausend Euro) 31.12.2022 31.12.2021
Nicht überfällig 29.521 25.735
Überfällig bis zu zehn Tagen 1.655 1.410
Überfällig zwischen elf und 30 Tagen 155 469
Überfällig zwischen 31 und 90 Tagen 94 496
Überfällig zwischen 91 und 180 Tagen 207 293
Überfällig zwischen 181 und 360 Tagen 57 821
Überfällig seit mehr als 360 Tagen 0 0
Gesamt 31.689 29.224

Zum Bilanzstichtag sind von den besicherten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15,4 Mio. Euro (Vorjahr: 12,8 Mio. Euro) durch Kreditversicherungen besichert. Der Selbstbehalt der besicherten Forderungen beträgt 5 % bis 10 %. Der Konzern hält darüber hinaus eine Bankbürgschaft in Höhe von 3,1 Mio. Euro (Vorjahr: 2,9 Mio. Euro) zur Deckung seiner Kreditrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Weitere Erläuterungen zum Kreditrisiko sind im Risikobericht des Konzernlageberichts dargelegt.

(21) Andere finanzielle Vermögenswerte einschließlich Derivate

(in Tausend Euro) 31.12.2022 31.12.2021
Forderungen aus sonstigen Steuern 2.470 2.292
Vorauszahlungen 1.574 963
Derivative Finanzinstrumente - 47
Übrige Forderungen und Vermögenswerte 946 1.005
Gesamt 4.990 4.307

(22) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestände sowie Zahlungsmitteläquivalente mit einer Gesamtlaufzeit von bis zu drei Monaten. Bei den Zahlungsmitteläquivalenten handelt es sich um eine Darlehensgewährung an die AQTON SE in Höhe von 70,0 Mio. Euro (Vorjahr: 18,0 Mio. Euro); es wird auf Ziffer (38) verwiesen.

(23) Latente Steueransprüche und Steuerschulden

Die latenten Steueransprüche und Steuerschulden im Berichtsjahr sowie im Vorjahr setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022 31.12.2021
(in Tausend Euro) Latente Steueransprüche Latente Steuerschulden Latente Steueransprüche Latente Steuerschulden
Immaterielle Vermögenswerte 29 - 19 -
Sachanlagen 457 -90 345 -262
Vorräte 6.132 -5 3.487 -
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 897 -75 399 -86
Rückstellungen 6.102 - 11.928 -
Verbindlichkeiten 599 -2 440 -21
Verlustvorträge 340 - 184 -
Wertberichtigungen -205 - -184 -
Outside Basis Differences ausländischer Tochterunternehmen - -798 - -328
Summe aus Einzelabschlüssen 14.351 -970 16.618 -697
Saldierung -248 248 -401 401
Bilanzansatz 14.103 -722 16.217 -296

Die Veränderungen der saldierten latenten Steueransprüche und Steuerschulden stellen sich für das Geschäftsjahr wie folgt dar:

(in Tausend Euro) 2022
Saldo am 1.1. 15.921
Erfolgswirksame Veränderungen 3.612
Erfolgsneutrale Veränderungen -6.019
Währungsveränderungen -133
Saldo am 31.12. 13.381

Die erfolgsneutrale Veränderung betrifft latente Steuereffekte auf Neubewertungen des Nettovermögenswerts (im Vorjahr Nettoschuld) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen.

Im Berichtsjahr sind auf Outside Basis Differences aus einbehaltenen Gewinnen ausländischer Tochterunternehmen in Höhe von 5,2 Mio. Euro (Vorjahr: 3,5 Mio. Euro) latente Steuerschulden in Höhe von 798 Tausend Euro (Vorjahr: 328 Tausend Euro) erfasst worden. Für Outside Basis Differences aus thesaurierten Gewinnen ausländischer Tochterunternehmen in Höhe von 13,1 Mio. Euro (Vorjahr: 7,4 Mio. Euro) sind zum 31. Dezember 2022 keine latenten Steuerschulden bilanziert worden, da es nicht wahrscheinlich ist, dass sich diese in absehbarer Zeit umkehren werden. Der Steuereffekt auf diese Differenzen würde 1.230 Tausend Euro (Vorjahr: 663 Tausend Euro) betragen.

Latente Steuern reflektieren eine etwaig enthaltene Unsicherheit in den Ertragsteuern. Latente Steueransprüche auf Verlustvorträge werden im DELTON Health-Konzern regelmäßig unter der Voraussetzung aktiviert, dass zukünftig zu versteuernde Ergebnisse in einem Zeitraum von bis zu fünf Jahren für die Gesellschaft mit hinreichender Sicherheit zu erwarten sind. Grundlage für die Ermittlung der Ergebnisprognosen sind Schätzungen auf Basis der Unternehmensplanungen. Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, werden die latenten Steueransprüche auf Verlustvorträge nicht angesetzt bzw. wertberichtigt.

Verlustvorträge werden, soweit eine Veranlagung der entsprechenden Steuern vorliegt, auf Basis dieser Veranlagung angegeben. Liegt noch keine Veranlagung vor, wird der errechnete, mit hinreichender Sicherheit festzusetzende bzw. der den Finanzbehörden gegenüber erklärte Wert herangezogen. Im Berichtsjahr sind für steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 0,8 Mio. Euro (Vorjahr 0,7 Mio. Euro) keine latenten Steueransprüche erfasst worden. Nicht aktivierte steuerliche Verluste in Höhe von 0,1 Mio. Euro verfallen in einem Zeitraum von ein bis fünf Jahren und in Höhe von 0,7 Mio. Euro in einem Zeitraum von über fünf Jahren (Vorjahr: 0,7 Mio. Euro über fünf Jahre). Die beschränkt vortragsfähigen Verluste betreffen sowohl im abgelaufenen Jahr als auch im Vorjahr ausländische Tochtergesellschaften.

(24) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 12.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien ohne Nennbetrag. Auf jede Stückaktie entfällt ein rechnerischer Betrag von 1,00 Euro (Vorjahr: 1,00 Euro).

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet worden sind, sowie die gesetzliche Rücklage nach § 150 AktG.

Die Differenzen aus der Währungsumrechnung der Abschlüsse von Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden im Rahmen der Gesamtergebnisrechnung erfolgsneutral in einer Rücklage im Eigenkapital erfasst; sie werden bei Realisierung oder im Falle einer Entkonsolidierung des betreffenden Unternehmens im Wege des sogenannten Recyclings in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Zudem werden im Zusammenhang mit der Bewertung der Pensionsverpflichtungen Neubewertungen des Nettovermögenswerts bzw. der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen in Form von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten sowie Erträge aus Planvermögen, die nicht in den Zinserträgen erfasst werden, ergebnisneutral mit dem Eigenkapital verrechnet, wobei bei diesem Bestandteil des sonstigen Ergebnisses keine spätere Umgliederung in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt.

(25) Vermögenswert aus leistungsorientierten Versorgungsplänen/ Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Sofern Planvermögen vorliegt und der Zeitwert des Planvermögens den Barwert der Verpflichtungen aus Pensionszusagen übersteigt, wird unter den langfristigen Vermögenswerten ein Vermögenswert aus leistungsorientierten Versorgungsplänen ausgewiesen.

Für die betriebliche Altersversorgung bestehen im DELTON Health-Konzern sowohl beitragsorientierte als auch leistungsorientierte Zusagen.

Beitragsorientierte Versorgungssysteme

Die Verpflichtungen aus beitragsorientierten Versorgungssystemen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst; im Berichtsjahr sind Beitragszahlungen von 5,7 Mio. Euro (Vorjahr: 5,5 Mio. Euro) an gesetzliche Rentenversicherungsträger erfolgt. Darüber hinaus sind Zahlungen an private Rentenversicherungsträger in Höhe 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro) entrichtet worden.

Leistungsorientierte Versorgungssysteme

Die leistungsorientierten Versorgungspläne beinhalten kapitalgedeckte und nicht kapitalgedeckte Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern in deutschen Konzerngesellschaften. Die Pensionsleistungen hängen in der Regel von der Beschäftigungsdauer und vom Gehalt der Mitarbeiter ab. Bei den zugesagten Leistungen handelt es sich zum überwiegenden Anteil noch um lebenslang laufende Rentenzahlungen aus Altzusagen. Neue Zusagen werden ausschließlich als Kapitalzusagen gewährt.

Bei Heel und der DELTON Health AG resultieren die Verpflichtungen maßgeblich aus Versorgungswerken und aus Einzelzusagen; sie umfassen sowohl Anwartschaften von aktiven und ausgeschiedenen Mitarbeitern als auch laufende Leistungen. Heel hat im Jahr 2016 für alle Neueintritte ab dem 1. Juli 2016 eine neue Versorgungsordnung eingeführt, die auf einer beitragsorientierten Leistungszusage mit fester Garantieverzinsung beruht. Die DELTON Health AG hat in 2021 für alle Neueintritte ab dem 1. Januar 2020 eine wertpapiergebundene Versorgungszusage eingeführt. Es handelt sich dabei um eine beitragsorientierte Zusage mit Mindestgarantie, die sich aus arbeitgeber- und arbeitnehmerfinanzierten Komponenten zusammensetzt. Die beitragsorientierten Zusagen werden aufgrund der Garantieverzinsung bzw. der Mindestgarantie als Leistungszusagen ("defined benefit") nach IAS 19 eingestuft. Der bisherige leistungsorientierte Plan der DELTON Health AG ist für Neueintritte ab dem 1. Januar 2020 geschlossen worden.

Charakteristisch für die Mehrheit der leistungsorientierten Verpflichtungen ist, dass der DELTON Health-Konzern die zugesagte Leistungshöhe gewährt und somit das Finanzierungs- und das Langlebigkeitsrisiko trägt. Für die neuen Versorgungsordnungen von Heel und DELTON Health AG entfällt das Langlebigkeitsrisiko und bei DELTON Health AG bis auf die Mindestgarantie zusätzlich das Finanzierungsrisiko.

Soweit die Verpflichtungen teilweise oder vollständig kapitalgedeckt sind, tritt an die Stelle des Finanzierungsrisikos das allgemeine Marktrisiko. Das Planvermögen im DELTON Health-Konzern wird zum einen treuhänderisch vom DELTON Health Treuhandverein e.V. über ein Contractual Trust Arrangement (CTA) in Fondsvermögen angelegt, das gemäß der gewählten Portfolioallokation ein höheres Markt-/Anlagerisiko aufweist. Weiterhin ergeben sich aus der neuen beitragsorientierten Versorgungsordnung der DELTON Health AG und den damit verbundenen Einzahlungen in Fondsvermögen Risiken in Höhe der gesetzlichen Mindestgarantie. Zum anderen handelt es sich bei dem vorliegenden Planvermögen um Rückdeckungsversicherungen, deren Volatilität vergleichsweise gering ist, so dass ein geringfügiges Marktrisiko vorliegt.

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende Aufwendungen für leistungsorientierte Versorgungspläne erfasst:

(in Tausend Euro) 2022 2021
Laufender Dienstzeitaufwand -2.331 -2.867
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - -7
Nettozinsaufwand -134 -216
Gesamt -2.465 -3.090

Von der Gesamtsumme der Aufwendungen für leistungsorientierte Versorgungsansprüche sind im Berichtsjahr -0,8 Mio. Euro (Vorjahr: -1,0 Mio. Euro) in den Umsatzkosten, -1,1 Mio. Euro (Vorjahr: -1,3 Mio. Euro) in den Vertriebskosten und -0,5 Mio. Euro (Vorjahr: -0,6 Mio. Euro) in den Verwaltungskosten enthalten. Der Nettozinsaufwand aus der Diskontierung der Verpflichtungen sowie aus der Verzinsung des Planvermögens in Höhe von -0,1 Mio. Euro (Vorjahr: -0,2 Mio. Euro) wird in den Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen.

Die in der Bilanz angesetzte Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen setzt sich wie folgt zusammen:

(in Tausend Euro) 31.12.2022 31.12.2021
Kapitalgedeckt Nicht kapitalgedeckt
Barwert der Verpflichtungen -55.382 -60 -79.926
Marktwert des Planvermögens 58.722 - 68.024
Nettovermögenswert/Nettoschuld (Finanzierungsstatus) 3.340 -60 -11.902
Bilanzwert (saldiert) 3.280 -11.902

Der saldierte Bilanzwert aus leistungsorientierten Versorgungsplänen hat sich wie folgt entwickelt:

(in Tausend Euro) 2022 2021
Bilanzwert am 1.1. -11.902 -64.039
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasster Aufwand -2.465 -3.090
Rentenzahlungen einschließlich Beiträge des Unternehmens 1.404 39.486
Erfolgsneutral erfasste Neubewertungen 16.310 14.867
Planabgeltungen - 874
Sonstiges -67 -
Bilanzwert am 31.12. 3.280 -11.902

Die Entwicklung des Barwerts der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen stellt sich folgendermaßen dar:

(in Tausend Euro) 2022 2021
Barwert der Verpflichtungen am 1.1. -79.926 -89.859
Laufender Dienstzeitaufwand -2.331 -2.867
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - -7
Zinsaufwand -953 -445
Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) 26.871 10.874
durch Änderungen demographischer Annahmen - -
durch Änderungen finanzieller Annahmen 27.741 10.148
durch erfahrungsbedingte Anpassungen -870 726
Beiträge begünstigter Arbeitnehmer an das Planvermögen -593 -427
Rentenzahlungen aus Gesellschaftsvermögen 1.404 1.468
Rentenzahlungen aus Planvermögen 136 45
Planabgeltungen - 1.292
Sonstiges -50 -
Barwert der Verpflichtungen am 31.12. -55.442 -79.926

Die Entwicklung des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

(in Tausend Euro) 2022 2021
Marktwert am 1.1. 68.024 25.820
Zinserträge aus Planvermögen 819 229
Nicht in den Zinserträgen erfasste Erträge / (Aufwendungen) aus Planvermögen -10.561 3.993
Beiträge begünstigter Arbeitnehmer 593 427
Beiträge des Arbeitgebers - 18
Dotierung von Fondsvermögen im DELTON Health Treuhandverein e.V. - 38.000
Rentenzahlungen aus Planvermögen -136 -45
Planabgeltungen - -418
Sonstiges -17 -
Marktwert am 31.12 58.722 68.024

Das Planvermögen beinhaltet das Fondsvermögen des DELTON Health Treuhandverein e.V. von 55,4 Mio. Euro (Vorjahr: 64,4 Mio. Euro) und Rückdeckungsversicherungen von 3,3 Mio. Euro (Vorjahr: 3,6 Mio. Euro).

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens verteilt sich auf die nachfolgenden Anlageklassen:

2022 2021
(in Tausend Euro) Marktpreisorientiert Nicht marktpreisorientiert Gesamt Marktpreisorientiert
Zahlungsmittel - 314 314 -
Schuldinstrumente 31.209 - 31.209 37.438
Eigenkapitalinstrumente 21.404 - 21.404 25.342
Alternative Investments - 2.369 2.369 -
Übrige - 113 113 -
Fondsvermögen 52.613 2.796 55.409 62.780
Rückdeckungsversicherungen - 3.313 3.313 -
Planvermögen 52.613 6.109 58.722 62.780
2021
(in Tausend Euro) Nicht markt- preisorientiert Gesamt
Zahlungsmittel 490 490
Schuldinstrumente - 37.438
Eigenkapitalinstrumente - 25.342
Alternative Investments 1.009 1.009
Übrige 185 185
Fondsvermögen 1.684 64.464
Rückdeckungsversicherungen 3.560 3.560
Planvermögen 5.244 68.024

Vom Gesamtbetrag des Fondsvermögens entfallen 55.409 Tausend Euro (Vorjahr: 64.446 Tausend Euro) auf ein Contractual Trust Arrangement (CTA), das treuhänderisch vom DELTON Health Treuhandverein e. V. angelegt wird.

Versicherungsmathematische Parameter

Der Berechnung des Barwerts der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen sind die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zugrunde gelegt worden:

31.12.2022 31.12.2021
Abzinsungssatz 3,7 % 1,2 %
Lohn- und Gehaltstrend 3,0 % 3,0 %
Rententrend 1,0 % bzw. 2,2 % 1,0 % bzw. 1,9 %

Hinsichtlich der Lebenserwartung werden in Deutschland die "Richttafeln 2018G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Der Bewertung der Pensionsverpflichtungen liegt ein Diskontierungszinssatz zu Grunde, der auf Basis der im Geschäftsjahr 2021 erstmalig zum Ansatz gebrachten Methodik "Aon Eurozone Yield Curve" ermittelt wurde.

Die Lohn- und Gehaltstrends beinhalten sowohl eine Komponente für eine Inflationsanpassung als auch für karrierebedingte Gehaltssteigerungen und basieren wie auch die Fluktuationsraten auf Erfahrungen aus der Vergangenheit und Erwartungen für die Zukunft. Die Rententrends entsprechen entweder den vertraglich festgelegten Garantierentenanpassungen oder basieren auf den gültigen Regelungen zur Rentenanpassung.

Veränderungen bei den maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen würden folgende Auswirkungen auf die leistungsorientierte Pensionsverpflichtung haben:

(in Tausend Euro) 2022 2021
Abzinsungssatz Um 0,5 Prozentpunkte höher -3.969 -7.234
  Um 0,5 Prozentpunkte niedriger 4.475 8.354
Lohn- und Gehaltstrend Um 0,5 Prozentpunkte höher 720 1.541
  Um 0,5 Prozentpunkte niedriger -674 -1.431
Rententrend Um 0,5 Prozentpunkte höher 1.742 3.017
  Um 0,5 Prozentpunkte niedriger -1.600 -2.744
Lebenserwartung Absenkung der Sterbewahrscheinlichkeit um 10 % 1.439 2.704

Die dargestellten Sensitivitätsanalysen berücksichtigen jeweils die Änderung einer Annahme, wobei die übrigen Annahmen gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert bleiben, d.h. mögliche Korrelationseffekte zwischen den einzelnen Annahmen werden dabei nicht berücksichtigt. Zur Untersuchung der Sensitivität des Barwerts der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen gegenüber einer Veränderung der angenommenen Lebenserwartung werden im Rahmen einer Vergleichsberechnung die angesetzten Sterbewahrscheinlichkeiten um 10 % abgesenkt; dies führt zu einer Erhöhung der Lebenserwartung um durchschnittlich ein Jahr (Vorjahr: ein Jahr).

Die auf Basis der Barwerte der Verpflichtungen gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen beträgt 17,7 Jahre (Vorjahr: 20,7 Jahre). Nachfolgend wird das Fälligkeitsprofil der nicht diskontierten Auszahlungen der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen dargestellt:

(in Tausend Euro) 31.12.2022 31.12.2021
Zahlungen fällig innerhalb des nächsten Geschäftsjahres 1.668 1.521
Zahlungen fällig in zwei bis fünf Jahren 9.389 8.337
Zahlungen fällig in sechs bis zehn Jahren 14.051 12.767
Zahlungen fällig in elf bis 15 Jahren 14.535 13.630
Zahlungen fällig in 16 bis 20 Jahren 14.538 13.584
Zahlungen fällig in mehr als 20 Jahren 54.059 52.104

(26) Kurzfristige Rückstellungen

(in Tausend Euro) 31.12.2022 31.12.2021
Steuerrückstellungen 857 1.220
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 2.003 1.972
Gesamt 2.860 3.192

Die Steuerrückstellungen betreffen den körperschaft- und gewerbesteuerlichen Organkreis der DELTON Health AG.

Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

(in Tausend Euro) Rechtsrisiken Gewährleistungen Übrige Gesamt
Stand 1.1.2022 1.000 329 643 1.972
Zuführungen - 142 326 468
Inanspruchnahme - - -245 -245
Auflösungen - -105 -89 -194
Währungsveränderungen - - 2 2
Stand 31.12.2022 1.000 366 637 2.003

Die Gewährleistungsrückstellungen beinhalten vor allem Rückstellungen für potentielle Rücknahmen wegen falsch oder beschädigt gelieferter Waren. Die übrigen Rückstellungen enthalten eine Vielzahl spezifischer Einzelrisiken und sind unter anderem für Registrierungsgebühren und Kundenskonti gebildet worden.

(27) Ertragsteuerverbindlichkeiten

Die Ertragsteuerverbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten, die auf Steuerbescheiden oder eingereichten Steuererklärungen beruhen und für die in naher Zukunft Zahlungen an die Finanzbehörden zu erwarten sind.

(28) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

(in Tausend Euro) 31.12.2022 31.12.2021
Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich 11.824 10.398
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 755 248
Derivative Finanzinstrumente 61 23
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 143 94
Gesamt 12.783 10.763

Die Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich enthalten Lohn- und Gehaltskosten, Sozialversicherungen, Abfindungen, Ansprüche aus Arbeitszeitkonten und Abgrenzungen für noch nicht genommene Urlaubstage.

Erläuterungen zu Finanzinstrumenten

(29) Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden im DELTON Health-Konzern grundsätzlich eingesetzt, um Marktrisiken aus Wechselkurs- oder Zinsänderungen abzusichern. Nähere Erläuterungen zur Entstehung und Steuerung dieser Risiken sowie zum Marktpreisrisiko einschließlich Sensitivitätsanalysen sind im Risikobericht des Konzernlageberichts dargestellt.

Im Berichtsjahr sind wie im Vorjahr als derivative Finanzinstrumente im DELTON Health-Konzern Devisentermingeschäfte eingesetzt und zum Marktwert bilanziert worden. Zum Bilanzstichtag sind in den Bilanzpositionen andere finanzielle Vermögenswerte einschließlich Derivate Marktwerte in Höhe von 429 Euro (Vorjahr: 47 Tausend Euro) enthalten und in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten Marktwerte von 61 Tausend Euro (Vorjahr: 23 Tausend Euro) enthalten. Devisentermingeschäfte werden zur Absicherung von bilanzierten Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten aus der operativen Tätigkeit abgeschlossen, wobei der Ausweis von Währungsänderungen aus Grundgeschäft und aus Sicherungsgeschäft jeweils in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt.

(30) Buchwerte und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten

Die folgende Tabelle zeigt die Bilanzpositionen des Berichtsjahrs, die Finanzinstrumente enthalten gemäß den Bewertungskategorien nach IFRS 9:

(in Tausend Euro) Bewertungskategorien nach IFRS9 Buchwert 31.12.2022 Wertansatz nach IFRS 16 Beizulegender Zeitwert
Finanzanlagen FVTPL 2.864 1 - 2.864
  fAK 77.420 - 77.420
  Keiner Kategorie zugeordnet 695 - -
  Summe 80.979 - 80.284
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen fAK 32.334 - 32.334
Andere finanzielle Vermögenswerte einschließlich Derivate fAK 740 - 740
  FVTPL - - -
  Keiner Kategorie zugeordnet 4.250 - -
  Summe 4.990 - 740
Zahlungsmittel fAK 85.474 - 85.474
  FVTPL 2.864 - 2.864
Finanzielle Vermögenswerte fAK 195.968 - 195.968
  Summe 198.832 - 198.832
Langfristige Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen fAK 8.431 8.431 -
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen fAK 3.641 3.641 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen fAK 16.025 - 16.025
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten fAK 101 - 101
  FVTPL 61 2 - 61
  Keiner Kategorie zugeordnet 12.621 - -
  Summe 12.783 - 162
  FVTPL 61 - 61
Finanzielle Verbindlichkeiten fAK 28.198 12.072 16.126
  Summe 28.259 12.072 16.187

1 Gemäß IFRS 9 zwingend zum beizulegenden Zeitwert bewertet
2 Zu Handelszwecken gehalten

Die folgende Tabelle zeigt die Bilanzpositionen des Vorjahres, die Finanzinstrumente enthalten gemäß den Bewertungskategorien nach IFRS 9:

(in Tausend Euro) Bewertungskategorien nach IFRS 9 Buchwert 31.12.2021 Wertansatz nach IFRS 16 Beizulegender Zeitwert
Finanzanlagen FVTPL 2.804 1 - 2.804
  fAK 90.594 - 90.594
  Keiner Kategorie zugeordnet 299 - -
  Summe 93.697 - 93.398
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen fAK 29.257 - 29.257
Andere finanzielle Vermögenswerte einschließlich Derivate fAK 814 - 814
  FVTPL 47 2 - 47
  Keiner Kategorie zugeordnet 3.446 - -
  Summe 4.307 - 861
Zahlungsmittel fAK 30.428 - 30.428
  FVTPL 2.804 - 2.804
Finanzielle Vermögenswerte fAK 151.093 - 151.093
  Summe 153.897 - 153.897
Langfristige Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen fAK 9.459 9.459 -
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen fAK 3.438 3.438 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen fAK 9.676 - 9.676
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten fAK 86 - 86
  FVTPL 23 2 - 23
  Keiner Kategorie zugeordnet 10.654 - -
  Summe 10.763 - 109
  FVTPL 23 - 23
Finanzielle Verbindlichkeiten fAK 22.659 12.897 9.762
  Summe 22.682 12.897 9.785

1 Gemäß IFRS 9 zwingend zum beizulegenden Zeitwert bewertet
2 Zu Handelszwecken gehalten

Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente sind basierend auf folgenden Methoden und Annahmen ermittelt worden:

Für börsennotierte Wertpapiere kann der beizulegende Zeitwert durch am Bilanzstichtag vorhandene Marktinformationen gemäß der Stufe 1 ermittelt werden. Bei öffentlich gehandelten Finanzinstrumenten stellt der Kurswert am Stichtag den beizulegenden Zeitwert des Instruments dar.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte derivativer Finanzinstrumente erfolgt nach Stufe 2 der Zeitwert-Hierarchie auf Basis quotierter Preise der Kontrahenten mit Hilfe von Bewertungsmethoden, wie z. B. der Barwertmethode, unter Verwendung von entsprechenden Marktparametern, die direkt beobachtbar und tagesaktuell sind. Die beizulegenden Zeitwerte der Währungsderivate werden dabei unter Berücksichtigung der entsprechenden Spot Rate sowie der Zinskurven der jeweiligen Währung berechnet.

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von nicht börsennotierten Eigenkapitalinstrumenten erfolgt grundsätzlich nach der Stufe 3 der Zeitwert-Hierarchie. Die Bewertung erfolgt, sofern ausreichend Informationen zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts vorliegen, mit Hilfe der Discounted-Cash-Flow-Methode unter Anwendung von Cashflow-Prognosen der betroffenen Gesellschaft. Sofern nicht genügend neue Informationen zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts vorliegen oder wenn es eine große Bandbreite von möglichen Bemessungen des beizulegenden Zeitwerts gibt, werden entsprechend IFRS 9.B.5.2.3. die Anschaffungskosten als die beste Schätzung des beizulegenden Zeitwerts angesehen.

Die beizulegenden Zeitwerte von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, anderen finanziellen Vermögenswerten einschließlich Derivaten und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten, die der Kategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten zugeordnet werden, sowie von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten entsprechen aufgrund der kurzen Laufzeiten annahmegemäß ihren Buchwerten.

Die beiden nachfolgenden Tabellen geben eine Übersicht der Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des DELTON Health-Konzerns, die zum 31. Dezember 2022 bzw. 31. Dezember 2021 mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, entsprechend der Zeitwert-Hierarchie.

31. Dezember 2022 (in Tausend Euro) Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Vermögenswerte        
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL) 60 - 2.804 2.864
Verbindlichkeiten        
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL) - 61 - 61
31. Dezember 2021 (in Tausend Euro) Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Vermögenswerte        
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL) - 47 2.804 2.851
Verbindlichkeiten        
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL) - 23 - 23

Während des Berichtsjahres sowie des Vorjahres gab es keine Transfers zwischen den Stufen.

(31) Erfolgswirksame Effekte

Nettoergebnisse von Finanzinstrumenten sind für das Berichtsjahr und das Vorjahr in der folgenden Tabelle nach den Bewertungskategorien dargestellt:

aus der Folgebewertung
(in Tausend Euro) Zinsen und Dividenden Wertminderungen Bewertung beizulegender Zeitwerte Summe der Nettoergebnisse 2022
Vermögenswerte zu fAK 631 -1.450 - -819
Vermögenswerte zum FVTPL 112 - -6 106
Verbindlichkeiten zu fAK -1 - - -1
Verbindlichkeiten zum FVTPL - - -61 -61
aus der Folgebewertung
(in Tausend Euro) Zinsen und Dividenden Wertminderungen Bewertung beizulegender Zeitwerte Summe der Nettoergebnisse 2021
Vermögenswerte zu fAK 42 -1.209 - -1.167
Vermögenswerte zum FVTPL 138 - 47 185
Verbindlichkeiten zu fAK -3 - - -3
Verbindlichkeiten zum FVTPL - - -23 -23

(32) Mittelabflüsse in den Folgejahren

Die Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen stellt sich wie folgt dar:

(in Tausend Euro) 31.12.2022 31.12.2021
Zinsen 141 111
Tilgung 3.641 3.438
Mittelabfluss im ersten Folgejahr 3.782 3.549
Zinsen 105 84
Tilgung 2.879 2.704
Mittelabfluss im zweiten Folgejahr 2.984 2.788
Zinsen 72 62
Tilgung 2.214 2.161
Mittelabfluss im dritten Folgejahr 2.286 2.223
Zinsen 45 42
Tilgung 1.332 1.615
Mittelabfluss im vierten Folgejahr 1.377 1.657
Zinsen 30 52
Tilgung 2.006 2.979
Mittelabfluss ab dem fünften Folgejahr 2.036 3.031

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten haben im Geschäftsjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr (ebenso im Vorjahr). Nähere Erläuterungen zum Liquiditätsrisiko sind im Risikobericht des Konzernlageberichts dargelegt.

(33) Angaben zum Kapitalmanagement

Die Zielsetzung des Kapitalmanagements im DELTON Health-Konzern besteht in der Wahrung der finanziellen Stabilität und der Erhaltung einer an der Eigentümerstruktur der DELTON Health AG ausgerichteten Kapitalausstattung. Hierbei ist neben der Eigenkapitalausstattung der DELTON Health AG der Kreditrahmen der AQTON SE verfügbar. Es wird auf die Ausführungen in Ziffer (38) verwiesen.

Mittel- und langfristige Finanzierungsentscheidungen werden auf ihre Auswirkungen auf die Kapitalstruktur des DELTON Health-Konzerns geprüft. Darüber hinaus werden kurz- und mittelfristige Veränderungen der Kapitalstruktur durch die Analyse des Working Capital systematisch überwacht. Wesentlich sind dabei neben der Entwicklung der absoluten Größen die jeweiligen relativen Veränderungen sowie die Veränderungen zu relevanten Vergleichsgrößen wie den Umsatzerlösen.

Folgende Posten sind Gegenstand des Kapitalmanagements:

(in Tausend Euro) 31.12.2022 31.12.2021
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 85.474 30.428
Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen -12.072 -12.897
Netto-Liquidität 73.402 17.531
Vorräte 43.373 32.213
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 32.334 29.257
Sonstige lang- und kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 8.330 4.307
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -16.025 -9.676
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten -12.783 -10.763
Working Capital 55.228 45.338
Eigenkapital 267.857 213.918

Sonstige Angaben

(34) Finanzielle Verpflichtungen

Die nicht bilanzierten finanziellen Verpflichtungen belaufen sich im Konzern auf 4,4 Mio. Euro (Vorjahr: 3,0 Mio. Euro). Die folgende Tabelle zeigt die Fälligkeiten zum Stichtag des Berichtsjahres und des Vorjahres:

(in Tausend Euro) 31.12.2022 31.12.2021
Verpflichtungen im Folgejahr 3.075 2.145
Verpflichtungen innerhalb der folgenden zwei bis fünf Jahre 1.325 891
Verpflichtungen nach fünf Jahren - -
Gesamt 4.400 3.036

Die finanziellen Verpflichtungen betreffen ausschließlich die Heel und bestehen im Wesentlichen aus Wartungsverträgen.

(35) Honorar Abschlussprüfer

Das Honorar des Konzernabschlussprüfers für das Berichtsjahr umfasst Leistungen für die Abschlussprüfung in Höhe von 125 Tausend Euro (Vorjahr: 120 Tausend Euro) und andere Bestätigungsleistungen in Höhe von 17 Tausend Euro (Vorjahr: 16 Tausend Euro).

(36) Arbeitnehmer

31.12.2022 31.12.2021
Heel 1.250 1.166
DELTON Health AG 4 4
Gesamt 1.254 1.170

Im Durchschnitt sind im Berichtsjahr 1.223 Mitarbeiter und im Vorjahr 1.167 Mitarbeiter im DELTON Health-Konzern beschäftigt gewesen.

(37) Bezüge der Organe

Die Hauptversammlung vom 16. Januar 2019 hat beschlossen, dass die Mitglieder des Aufsichtsrates keine Vergütung erhalten. Die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands unterbleibt gemäß § 314 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 286 Abs. 4 HGB. Für Pensionszusagen an frühere Mitglieder des Vorstands sind Rückstellungen von 6,4 Mio. Euro (Vorjahr: 8,2 Mio. Euro) gebildet. Ehemalige Mitglieder des Vorstands erhielten im Berichtsjahr Gesamtbezüge in Höhe von 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro).

(38) Angaben zu nahestehenden Personen bzw. Unternehmen

Gemäß IAS 24 werden Unternehmen und Personen als nahestehend betrachtet, wenn eine der Parteien über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auf deren Finanz- und Geschäftspolitik auszuüben.

Herr Stefan Quandt gilt als nahestehende Person zur DELTON Health AG, da er Alleinaktionär der DELTON Health AG ist.

Herr Quandt ist Alleingesellschafter der DELTON Logistics S.à r.l., Grevenmacher/Luxemburg und der DELTON Technology SE, Bad Homburg v.d. Höhe. Die DELTON Health AG gewährt der DELTON Logistics S.à r.l. aus dem Erwerb der Logwin-Anteile ein langfristiges Kaufpreisdarlehen; es wird auf Ziffer (18) verwiesen. Das Darlehen ist durch Dividenden- und Erlösansprüche aus den Aktien besichert. Die Verzinsung erfolgt zu marktüblichen Konditionen.

Ferner erbringt die DELTON Health AG für die DELTON Logistics S.à r.l. und deren Tochtergesellschaften sowie für die DELTON Technology SE Dienstleistungen in den Bereichen Personalgestellung, Managementberatung, Revision und Buchführung. Unternehmen des DELTON Health-Konzerns erhalten Dienstleistungen von Tochtergesellschaften der DELTON Logistics S.à r.l.

Der Umfang dieser erbrachten bzw. bezogenen Dienstleistungen und die ausstehenden Salden stellen sich wie folgt dar:

DELTON Logistics S.à r.l. und Tochtergesellschaften DELTON Technology SE
(in Tausend Euro) 2022 2021 2022 2021
Erbrachte Dienstleistungen 723 806 160 152
Bezogene Dienstleistungen 664 542 - -
Forderungen zum 31. Dezember 213 136 - -

Weitere Geschäfte mit der DELTON Logistics S.à r.l. und der DELTON Technology SE sind im Berichtsjahr nicht vorgenommen worden.

Herr Quandt hält außerdem 100 % der Anteile an der AQTON SE, Bad Homburg v.d. Höhe. Die AQTON SE gewährt der DELTON Health AG einen Kreditrahmen in Höhe von 60,0 Mio. Euro, der mit einjähriger Frist zum Jahresende gekündigt und durch Barkredite in Anspruch genommen werden kann; die Verzinsung erfolgt zu marktüblichen Konditionen. Der Kreditrahmen ist im Berichtsjahr wie im Vorjahr nicht in Anspruch genommen worden. Darüber hinaus gewährt die DELTON Health AG der AQTON SE einen Darlehensrahmen in Höhe von 100,0 Mio. Euro, der mit einmonatiger Frist zum Monatsende gekündigt werden kann. Zum 31. Dezember 2021 sind 70,0 Mio. Euro (Vorjahr: 18,0 Mio. Euro) in Anspruch genommen worden und die daraus resultierenden Zinserträge belaufen sich im Berichtsjahr auf 253 Tausend Euro (Vorjahr: 1 Tausend Euro).

Herr Quandt ist des Weiteren Gesellschafter der Seedamm-Vermögensverwaltungs GmbH, Bad Homburg v.d. Höhe, die im Berichtsjahr für die DELTON Health AG Dienstleistungen und Beratungsleistungen in Höhe von 570 Tausend Euro (Vorjahr: 430 Tausend Euro) erbracht hat. Ferner erbringt eine Tochtergesellschaft der Seedamm-Vermögensverwaltungs GmbH Beratungsleistungen für einen Spezialfonds, der vom DELTON Health Treuhandverein e.V. zur Kapitalanlage verwendet wird.

Darüber hinaus bestehen keine Beziehungen zwischen der AQTON SE bzw. der Seedamm-Vermögensverwaltungs GmbH und ihrer Tochtergesellschaft und dem DELTON Health-Konzern.

Des Weiteren ist Herr Quandt Aktionär und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der BMW AG, München, und gilt insofern als nahestehende Person zur BMW AG. Die Unternehmen des DELTON Health-Konzerns haben von der BMW Group Fahrzeuge im Wege des Leasings erworben.

Weiterhin bestehen bei Unternehmen des DELTON Health-Konzerns Liefer- und Leistungsbeziehungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit nicht konsolidierten verbundenen bzw. assoziierten Unternehmen.

Der Umfang der vom DELTON Health-Konzern bezogenen Dienstleistungen und der ausstehenden Salden ist nachfolgend dargestellt:

BMW Group Nicht konsolidierte verbundene bzw. assoziierte Unternehmen
(in Tausend Euro) 2022 2021 2022 2021
Bezogene Dienstleistungen 2.058 1.821 392 424
Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 15 - 8 -
Forderungen zum 31. Dezember - - - 23

Alle Transaktionen sind ausnahmslos zu marktüblichen Konditionen unter Beachtung des "dealing at arm's length"-Grundsatzes erfolgt.

Der DELTON Health Treuhandverein e.V., Bad Homburg v.d. Höhe, verwaltet treuhänderisch das Fondsvermögen zur Sicherung der Pensionsverpflichtungen der DELTON Health AG und der Biologische Heilmittel Heel GmbH und ist aufgrund der Regelungen der Satzung eine nahestehende Person der DELTON Health AG. Der Verein besitzt kein eigenes Vermögen. Die DELTON Health AG trägt vertragsgemäß Aufwendungen und erbringt Dienstleistungen für den DELTON Health Treuhandverein e.V. im Zusammenhang mit der Erfüllung der Treuhandverträge. Im Berichtsjahr sind keine Dotierungen in das vom Verein verwaltete Fondsvermögen vorgenommen worden (Vorjahr: 38,0 Mio. Euro).

(39) Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands der DELTON Health AG

Aufsichtsrat der DELTON Health AG

Stefan Quandt

(Vorsitzender)

Unternehmer

Dr. Gerhard Ebinger

(Stellvertretender Vorsitzender)

Geschäftsführer

Petra Ferdin

Diplom-Betriebswirtin (FH)

Vorstand der DELTON Health AG

Dr. Antonius Wagner

(Vorsitzender)

Diplom-Kaufmann

(40) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses durch den Vorstand der DELTON Health AG sind keine wesentlichen Ereignisse aufgetreten, über die zu berichten wäre.

(41) Aufstellung des Anteilsbesitzes des DELTON Health-Konzerns

Kapitalanteil
in %
Biologische Heilmittel Heel GmbH, Baden-Baden * 100,0
• Aurelia-Verlag GmbH, Baden-Baden * 100,0
• MedibiotiX GmbH (vormals Medibiotics GmbH), Baden-Baden * 100,0
• Laboratorios Heel Espana S.A.U., Madrid, Spanien 100,0
• Heel Belgium N. V., Drongen, Belgien 100,0
• Heel Biologische Geneesmiddelen B. V., Axel, Niederlande 100,0
• Heel France SAS, Villepinte (Paris), Frankreich 100,0
• Heel Colombia Ltda., Bogota, Kolumbien 100,0
• Productos Farmacéuticos Heel Chile Ltda., Santiago de Chile, Chile 100,0
• Heel do Brasil Biomédica Ltda., Sao Paulo, Brasilien ** 100,0
• Heel RUS LLC., Moskau, Russland 100,0
• Heel Ecuador S.A.S, Quito, Ecuador 100,0
Sonstige  
Seedamm-Industriedienst GmbH, Bad Homburg v. d. Höhe *** 45,0
Seedamm-Versicherungs-Vermittlungs GmbH, Bad Homburg v. d. Höhe *** 50,0

* diese Gesellschaften machen von den Befreiungsvorschriften gem. § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch
** at equity bewertet
*** wegen untergeordneter Bedeutung für den Konzernabschluss nicht at equity bewertet

(42) Freigabe und Veröffentlichung

Der vorliegende Konzernabschluss wird am 20. März 2023 vom Vorstand aufgestellt und am 29. März 2023 dem Aufsichtsrat zur Billigung vorgelegt. Anschließend erfolgt die Veröffentlichung gemäß § 325 HGB im Bundesanzeiger.

 

Bad Homburg v. d. Höhe, 20. März 2023

DELTON Health AG

Der Vorstand

Dr. Antonius Wagner

C. Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DELTON Health AG, Bad Homburg v. d. Höhe

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der DELTON Health AG, Bad Homburg v. d. Höhe, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DELTON Health AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 20. März 2023

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Walter, Wirtschaftsprüfer

Nagel, Wirtschaftsprüferin

D. Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2022

der DELTON Health AG

Der Aufsichtsrat hat während des Berichtsjahres die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen sowie zwischen diesen Terminen durch schriftliche und mündliche Berichte über die Lage, die Geschäftsentwicklung, die Organisationsstruktur, die Planung und das Risikomanagement des Unternehmens und des Konzerns unterrichtet. Die Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen hat der Aufsichtsrat auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert.

Zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat, soweit dies nach Gesetz und Satzung erforderlich war, nach eingehender Prüfung und Beratung seine Zustimmung erteilt. Außer der Hinzuziehung des Abschlussprüfers war es nicht erforderlich, weitere externe Berater zurate zu ziehen. Durch die regelmäßige, schriftliche wie mündliche Information des Aufsichtsrats durch den Vorstand konnte der Aufsichtsrat seiner Überwachungsfunktion nachkommen.

Jahresabschluss

Der Vorstand hat den Jahresabschluss der DELTON Health AG zum 31. Dezember 2022 nach den Vorschriften des HGB aufgestellt. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde vom Vorstand gemäß § 315e HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Zudem hat der Vorstand einen Konzernlagebericht nach den Vorschriften des HGB erstellt. Die KPMG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, ("KPMG") hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Die Abschlussunterlagen und der Bericht des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung vorgelegen.

Der Aufsichtsrat hat sich in einer gemeinsamen Sitzung am 29. März 2023 mit dem Abschlussprüfer ausführlich über den Konzernabschluss der DELTON Health AG unterrichten lassen und sich über wesentliche Sachverhalte umfassend informiert. Der Abschlussprüfer hat in seinem Bericht über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung mitgeteilt, dass ihm im Rahmen seiner Prüfung keine wesentlichen Schwächen der internen Kontroll- und Risikomanagementsysteme in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess bekannt geworden seien.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der DELTON Health AG, den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns, den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht geprüft. Das Ergebnis der Prüfung hat keinen Anlass zu Einwendungen gegeben. Der Aufsichtsrat stimmt mit dem Ergebnis der Abschlussprüfung überein und hat den Bericht des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen und in seiner heutigen Sitzung die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse gebilligt. Der Jahresabschluss der DELTON Health AG ist damit nach § 172 AktG festgestellt. Mit dem Konzernlagebericht und dem Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns ist der Aufsichtsrat einverstanden.

Der Vorstand hat für das Geschäftsjahr 2022 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt. Der Aufsichtsrat hat den Bericht geprüft und erhebt gegen den Bericht keine Einwendungen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im Geschäftsjahr 2022 geleistete Arbeit.

Der Aufsichtsrat hat diesen der Hauptversammlung vorzulegenden Bericht in seiner Sitzung am 29. März 2023 beschlossen.

 

Bad Homburg vor der Höhe, den 29. März 2023

Der Aufsichtsrat

Stefan Quandt, Vorsitzender

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