Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 224690
Eingetragen
24.3.2016
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Bekleidung und BekleidungszubehörGroßhandel mit BekleidungGroßhandel mit Textilien
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Waren aller Art, insbesondere von Bekleidung, Wäsche, Schuhen und Accessoires, sowie Import und Export dieser Artikel, Vermarktung und Vertrieb von Lizenzen, Merchandisingprodukten sowie Handel mit Produkten aller Art im Internet und Erwerb und Verwaltung von Beteiligungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Cenk Esgin
seit 28.11.2024
Prokura
Cem Feza Esgin
seit 4.8.2016
Prokura
Yasar Esgin
seit 4.8.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Cemsel Tekstil Sanayi ve Ticaret A.S.TUR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Cemsel Tekstil Sanayi ve Ticaret A.S.
Turkey
2.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

More & More GmbH

Starnberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Registergericht München HRB 224690

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Inhaltsverzeichnis

A. Grundlagen des Unternehmens

B. Wirtschaftsbericht

1. Branchensituation und gesamtwirtschaftliche Situation

2. Geschäftsverlauf

3. Ertragslage

4. Finanzlage

5. Vermögenslage

6. Leistungsindikatoren

C. Prognosebericht

D. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1. Risiken in den Vorräten

2. Prozessrisiken und Markenschutz

3. EDV

4. Beschaffung

5. Produkt- und Marktrisiken

6. Kostenrisiken

7. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

8. Haftungs- und bestandsgefährdende Risiken

9. Chancen für die weitere Entwicklung

A. Grundlagen des Unternehmens

Die More & More GmbH ist ein Modeunternehmen, das Damenoberbekleidung ("DOB") im mittleren Preissegment entwirft und unter der Marke "MORE & MORE" über eine Multichannel-Strategie in Deutschland und rd. 20 weiteren Ländern vertreibt. Der Vertrieb erfolgt über eigenen Einzelhandel, über Großhandelspartner sowie über Onlinehandel. Die Produktpalette umfasst DOB, Schuhe, Taschen und Accessoires und gewinnt zunehmende Bedeutung und Markenstärke im wichtigen DOB-Segment "Modern Woman". Die monatlichen Kollektionen bei MORE & MORE beinhalten bereits Waren mit insbesondere nachhaltiger Rohware, die mit dem Nachhaltigkeits-Label "MORE & MORE green" gekennzeichnet sind. Die Geschäftsführung wie auch die Gesellschafterseite planen einen kontinuierlichen Ausbau des Kollektions-Segments "MORE & MORE green", stets im Abgleich mit dem wachsenden Nachfrageverhalten des Marktes.

B. Wirtschaftsbericht

1. Branchensituation und gesamtwirtschaftliche Situation

Geopolitische Krisen mit den Kriegen in der Ukraine und in Nahost sowie makroökonomische Herausforderungen mit geringem wirtschaftlichem Wachstum und hoher Inflation prägten das Berichtsjahr 2023. Dabei sank die gesamtwirtschaftliche Leistung (kalender- und preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt) nach Berechnungen des statistischen Bundesamtes (Destatis) im abgelaufenen Jahr gegenüber dem Vorjahr aufgrund eines krisengeprägten Umfelds um -0,1 Prozent (Quelle: destatis, 15.01.2024), nach wie vor hohe Preise, geringere private und staatliche Konsumausgaben und eine teurere Finanzierung dämpften die Konjunktur. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 Prozent, insbesondere getrieben durch hohe Steigerungen bei Nahrungsmitteln und Energiekosten (Quelle: destatis, 16.01.2024).

Die Erlöse mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren verzeichneten im Berichtsjahr mit nominal 3,7 Prozent / real 2,6 Prozent ein leichtes Wachstum zum Vorjahr, allerdings lägen die Umsätze des stationären Bekleidungshandels nach BTE- Schätzungen noch um rd. 5 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau von 2019. Dabei reiche die Bandbreite "von Rekordumsätzen bis zu Geschäftsaufgaben beziehungsweise Insolvenzen wegen der stark gestiegenen Kosten und zu großen Substanzverlusten während der erzwungenen Corona-Schließungen" (Quelle: fashionunited, 28.02.2024). Der Versand- und Onlinehandel musste im Berichtsjahr erneut Umsatz- Einbußen in Höhe von rd. 13 Prozent hinnehmen (Quelle: de.statista, 26.01.2024).

Laut einer Studie von McKinsey erwarte die Modeindustrie ein unsicheres Jahr 2024, die volatile globale Wirtschaftslage wirke sich negativ auf das Verbrauchervertrauen aus und führe zu einem Rückgang der Ausgaben in den wichtigsten Modemärkten. Demnach gingen 26 Prozent der befragten Branchenunternehmen von einer Verbesserung, 37 Prozent von gleichbleibenden Entwicklungen und 38 Prozent von einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Aussichten im Jahr 2024 aus. Insgesamt werde ein Wachstum von 2 bis 4 Prozent erwartet (Quelle: McKinsey, 28.11.2023). Laut einer BTE-Umfrage machten steigende Kosten auch in 2024 den Unternehmen der Textil- und Modebranche zu schaffen, die Umsatzerwartungen seien sehr verhalten, nur rd. 30 Prozent rechneten mit nennenswerten Umsatzzuwächsen in 2024, während rd. 30 Prozent gleichbleibende und rd. 40 Prozent geringere Umsätze erwarteten (Quelle: fashionunited, 28.02.2024).

Die Rahmenbedingungen für die künftige Entwicklung der More & More GmbH stellen nach wie vor eine Herausforderung dar, allerdings sieht sich die Gesellschaft durch ihre in den Jahren 2022 und 2023 gestärkte Marktposition, durch ihre größenbedingt schnelle Reaktionsfähigkeit auf sich verändernde Rahmenbedingungen und nicht zuletzt durch die vertikale Integration ihrer Beschaffung, die sich in den erlebten Krisenzeiten mit Lieferschnelligkeit und -sicherheit bewährt hat, dafür sehr gut gerüstet.

2. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf im Berichtsjahr 2023 war aus Sicht der Gesellschaft - vor dem Hintergrund der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung - mit erneut hohen Umsatzzuwächsen insgesamt erfreulich, auch wenn das Ergebnis durch insbesondere inflationsbedingt steigende Kosten belastet wurde.

Die More & More GmbH setzte im Berichtsjahr die positive Entwicklung des Vorjahres fort und erzielte einen Umsatz in Höhe von T€ 75.918 (Vorjahr: T€ 63.960) sowie ein EBITDA in Höhe von T€ +4.493 (Vorjahr: T€ +4.905), die geplanten Umsätze und das geplante Jahresergebnis wurden im Berichtsjahr 2023 deutlich übertroffen.

Den insbesondere inflationsbedingten, teils massiven Kostensteigerungen für alle energie- und personalintensiven Leistungen konnte sich auch die Gesellschaft nicht entziehen. Wie schon im Vorjahr verhinderten nicht abwendbare Verteuerungen vor allem bei Rohwaren, Warenproduktion, Transportleistungen und Personal einen unter normalen Rahmenbedingungen noch höheren Jahresüberschuss.

Die Finanzierungs- und Liquiditätssituation der Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit unkritisch, durch die positive Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung sowie die weitere Erhöhung des Eigenkapitals im Berichtsjahr konnten alle finanziellen Verpflichtungen inkl. der planmäßigen Tilgungen von Krediten und Darlehen vollständig und pünktlich erfüllt werden.

Insgesamt ist die Gesellschaft mit der Entwicklung im Berichtsjahr zufrieden.

3. Ertragslage

Im Berichtsjahr verzeichnete die Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Umsatzanstieg in Höhe von T€ 11.958 oder +18,7 Prozent auf T€ 75.918. Das Online-Geschäft erzielte dabei mit +48,9 Prozent den größten Umsatzzuwachs, während sowohl der Großhandel mit +16,7 Prozent als auch der stationäre Einzelhandel mit +11,1 Prozent ebenfalls zweistellige Umsatzzuwächse vorweisen konnten.

Die operative Rohertragsquote (vor sonstigen Umsatzerlösen) geriet in 2023 aufgrund inflations-/kalkulationsbedingt höherer Wareneinstandspreise sowie im Vergleich zum Vorjahr höherer altersabhängiger Abwertungen der Bestände unter Druck und verschlechterte sich von 55,7 Prozent im Vorjahr auf 51,3 Prozent im Berichtsjahr. Der absolute Rohertrag (vor sonstigen Umsatzerlösen / sonstigen betrieblichen Erträgen) erhöhte sich aufgrund der deutlich höheren Umsätze des Berichtsjahres und trotz der schlechteren Rohertragsquote im Vergleich zum Vorjahr um T€ +3.261 oder +9,2 Prozent.

Der Zuwachs im Rohertrag wurde vor allem durch höhere Personalkosten (T€ -1.000 im Vergleich zum Vorjahr) sowie teilweise überproportionale Steigerungen bei den umsatzabhängigen bzw. bei der Umsatzerzielung anfallenden Kosten überkompensiert. Insgesamt erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (vor periodenfremdem Ergebnis) im Vergleich zum Vorjahr um T€ -3.928 oder -12,4 Prozent. Im periodenfremden Ergebnis von T€ +520 sind insbesondere Ergebniseffekte aus der teilweisen Auflösung einer Rückstellung für Rückzahlungen von Überbrückungshilfen aufgrund Schlussabrechnung enthalten.

Die skizzierten Entwicklungen bei Umsatz, Rohertrag und Kosten führten insgesamt, bei im Jahresvergleich geringeren Finanzierungskosten (T€ -120), zu einem positiven EBT von T€ +2.927 (Vorjahr: T€ 3.190) sowie zu einem EBITDA von T€ +4.493 (Vorjahr: T€ +4.905); beide Ergebnisse liegen zwar leicht unter dem Vorjahresniveau, aber deutlich über den angestrebten Planergebnissen 2023.

4. Finanzlage

Der im Berichtsjahr erwirtschaftete positive Cash Flow führte zu einer weiteren Verbesserung der Finanzlage der Gesellschaft. Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug T€ +1.019 (Vorjahr: T€ +1.507), der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich auf T€ -671 (Vorjahr: T€ -284).

Die benötigte Liquidität für die wie schon im Vorjahr (T€ -5.362) deutliche Reduzierung des Fremdkapitals (gesamt T€ -3.723; darin: planmäßige Tilgungen der CS6-Darlehen über gesamt T€ -3.650, Reduzierung der Rückstellungen um gesamt T€ -992 und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ -376) wurde im Wesentlichen durch den erwirtschafteten Jahresüberschuss des Berichtsjahres (T€ +2.574) sowie eine weitere Kapitalerhöhung der Gesellschafterin Cemsel Tekstil A.S. in Höhe von T€ +884 zur Verfügung gestellt. Unverändert stehen ein zeitlich unbefristeter - nicht ausgeschöpfter - Kreditrahmen der Hausbank und zwei durch Versicherungsgesellschaften ausgereichte Rahmen für Mietavale in ausreichender Höhe zur Verfügung. Die Inanspruchnahme von Bankmitteln (inklusive der ausgereichten Corona-Schutzschirm-Kredite der LfA) reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag um T€ -3.686.

Im Berichtsjahr 2023 wurden vor allem Investitionen in Flächenausstattungen getätigt, die geringer als die darauf vorgenommenen Jahresabschreibungen ausfielen.

Die Gesellschaft schätzt die Risiken einer Bestandsgefährdung aus der Fälligkeit der Finanzierung insbesondere aufgrund der positiven Ergebniserwartungen für das laufende Geschäftsjahr 2024 und das Folgejahr 2025 als gering ein, sie können jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden.

5. Vermögenslage

Das Anlagevermögen reduzierte sich insgesamt um T€ -571, dabei verringerten sich im Wesentlichen abschreibungsbedingt die Ansätze des immateriellen Anlagevermögens (T€ -501; insbesondere Software), während die Sachanlagen aufgrund etwa gleichhoher Abschreibungen und Investitionen nahezu unverändert blieben (T€ +44; insbesondere Flächenausstattungen).

Im Umlaufvermögen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag vor allem die Warenvorräte (T€ +1.498; stichtagsbedingt; insbesondere aufgrund einer hohen/frühen Anlieferung von Ware mit Auslieferdatum Januar/Februar 2024, verbunden mit einem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in gleicher Höhe, aber auch aufgrund von höheren Beständen der aktuellen Jahreskollektionen zum Jahresende ) und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (stichtagsbezogen; T€ +120), während sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (T€ -821) und die Sonstigen Vermögensgegenstände (T€ -267) reduzierten. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten lagen um T€ -184 unter Vorjahr. In Summe erhöhte sich das Umlaufvermögen leicht um T€ +307 gegenüber dem Stichtagswert des Vorjahres.

Durch den erzielten Jahresüberschuss 2023 in Höhe von T€ +2.574 und die weitere Kapitalerhöhung der Gesellschafterin Cemsel Tekstil A.S. in Höhe von T€ +884 wurde der aus den erlittenen Verlusten der Corona-Jahre 2020 und 2021 resultierende und im Vorjahr bereits deutlich reduzierte nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag vollständig beseitigt und ein positives Eigenkapital der Gesellschaft über T€ +1.981 oder 10 Prozent der Bilanzsumme wiederhergestellt. Bei planmäßigem Ergebnisverlauf im Geschäftsjahr 2024 ist von einer weiteren Verbesserung der Eigenkapitalausstattung auf rd. T€ +5.000 bis T€ +5.500 oder rd. 25 Prozent der Bilanzsumme auszugehen.

Die Geschäftsleitung der More & More GmbH geht auf Basis der Unternehmensplanung für 2024 davon aus, dass bei annähernd planmäßigem Verlauf ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung stehen werden, um allen finanziellen Verpflichtungen inklusive der planmäßigen Tilgungen der beiden Corona-Schutzschirm-Kredite (CS6) der LfA Förderbank Bayern (jeweils T€ 3.650) vollständig und fristgerecht nachzukommen. Grundsätzlich besteht aber gleichzeitig - für den Fall einer (nach derzeitiger Einschätzung der Geschäftsführung der More & More GmbH unwahrscheinlichen) wesentlichen Planverfehlung im laufenden Geschäftsjahr 2024 mit geringer Wahrscheinlichkeit das Risiko einer möglichen Bestandsgefährdung.

6. Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft verwendet als wesentliche Leistungsindikatoren die Entwicklung der Umsatzerlöse, den Rohertrag und das EBITDA.

Im Berichtsjahr 2024 erhöhte sich der absolute operative Rohertrag (vor sonstigen Umsatzerlösen / sonstigen betrieblichen Erträgen) aufgrund im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigender Umsatzerlöse (T€ +11.958 oder +18,7 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr um T€ +3.261 oder +9,2 Prozent. Die Rohertragssteigerung fiel im Verhältnis zur erzielten Umsatzsteigerung unterproportional aus, da höhere Wareneinstandspreise infolge einer weiteren Verteuerung von Rohware und Produktionskosten den Rohertrag bzw. die Rohertragsquote belasteten. Die Rohertragsquote (nach sonstigen Umsatzerlösen) reduzierte sich von 56,5 Prozent im Vorjahr auf 52,1 Prozent im Berichtsjahr.

Der höhere absolute Rohertrag konnte - bei sonstigen Erlösen / sonstigen betrieblichen Erträgen auf Vorjahresniveau - die mit der Umsatzerzielung verbundenen und inflationsbedingt höheren Kosten (T€ -3.926) nicht vollständig kompensieren und führte zu einem EBITDA (nach periodenfremdem Ergebnis) im Berichtsjahr in Höhe von T€ +4.493, das zwar um T€ -412 unter dem EBITDA des Vorjahres (T€ +4.905), aber deutlich über dem geplanten EBITDA (T€ 3.438) lag.

Zum Stichtag 31.12.2023 waren 238 Mitarbeiter fest bei der Gesellschaft beschäftigt, die aufgrund der positiven Entwicklung der letzten Jahre nach wie vor von einer hohen Mitarbeitertreue profitiert. Im Berichtsjahr konnte der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern gedeckt werden.

Die Gesellschaft arbeitet beim Bezug und der Herstellung der MORE & MORE - Produkte sehr eng mit dem Lieferanten und Alleingesellschafter Cemsel Tekstil A.S., Istanbul, Türkei, zusammen, um die notwendige Einhaltung gültiger Umwelt- und Sozialstandards entlang der Lieferketten und die bestmögliche Verträglichkeit der Ware für Umwelt und Verbraucherinnen sicherzustellen. Der Anteil der Ware mit nachhaltigen Merkmalen (insbesondere der Rohware) hat sich im Berichtsjahr weiter erhöht, er soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden und zusammen mit weiteren Maßnahmen, wie etwa umweltfreundlicher Verpackung, dazu beitragen, das Thema Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit als wesentlichen Bestandteil des unternehmerischen Handelns der Gesellschaft zu etablieren.

C. Prognosebericht

Im Berichtsjahr 2023 setzte die Gesellschaft trotz anhaltend schwieriger Rahmenbedingungen (mit hoher Inflation und schwacher gesamtwirtschaftlicher Entwicklung) die positive Entwicklung des Vorjahres fort. Für das laufende Jahr 2024 erwartet die Geschäftsführung der Gesellschaft weiter steigende Umsätze und Roherträge in allen Kanälen und eine Stabilisierung der Ertragskraft und Profitabilität der More & More GmbH auf dem in den Vorjahren erreichten Niveau. Geplant sind eine moderate Umsatzsteigerung ein Jahresergebnis (vor Steuern) zwischen Mio. € +3,5 und +4,0 und ein E- BITDA von ca. Mio. € +5,0. Dabei stehen merklichen erwarteten Umsatz- und Rohertragssteigerungen insbesondere inflationsbedingte Kostensteigerungen gegenüber. Die bisherige weitgehend planmäßige Umsatz- und Ergebnisentwicklung im ersten Quartal 2024 und die in Summe über Plan liegenden Auftragseingänge der bisherigen Orderrunden erlauben der Gesellschaft eine hinreichend sichere Prognose für das Geschäftsjahr 2024 und lassen die Planung 2024 realistisch erreichbar erscheinen.

Eine Voraussetzung für die Erreichung des erwarteten Jahresergebnisses 2024 und die erfolgreiche Fortsetzung der positiven Entwicklung der Gesellschaft ist die Erwartung der Geschäftsführung der Gesellschaft, dass sich die Risiken für Umsatz und Ergebnis, die sich aus den weltweiten Markt- und Rahmenbedingungen ergeben, auch im laufenden Jahr auf das im Berichtsjahr zu beobachtende Maß beschränken und keine weiteren unvorhersehbaren negativen Ereignisse wie Erdbeben oder Kriege in den für die Gesellschaft relevanten Beschaffungs- und Absatzmärkten auftreten werden. Diese Einschätzung unterliegt mit Blick auf die geopolitisch angespannte Lage einer größeren Unsicherheit, als dies in Jahren mit stabilen Rahmenbedingungen der Fall wäre.

Aufgrund der gestärkten Marktposition der Gesellschaft und einer höheren Begehrlichkeit der Marke MORE & MORE wird allen Absatzkanälen weiteres Entwicklungspotenzial eingeräumt. Im Bereich Großhandel (Wholesale) stehen unverändert die kontrollierte Flächenexpansion und -optimierung bei Bestandskunden und die Neukundengewinnung im Vordergrund, unterstützt durch starke Kennzahlen wie einer überdurchschnittlichen erzielten Kalkulation oder durch More & More-spezifische Flächenausstattungen am Point of Sale. Der Einzelhandel (Retail) profitiert von der in den letzten Jahren erreichten Konsolidierung des Store-Portfolios und wird zum einen die Produktivität bestehender Flächen weiter optimieren und zum anderen das Portfolio um neue profitable Flächen ergänzen. Im Bereich Online erwartet die Gesellschaft auf Basis der umgesetzten Verbesserungen der letzten Jahre - wie Relaunch des eigenen Webshops oder Stärkung der personellen Kapazitäten - und unter besonderer Beobachtung der Kostenentwicklung die Fortsetzung der positiven Umsatz- und Ergebnisentwicklung der vergangenen Jahre, wenn auch mit geringeren Steigerungsraten.

Mit der seit der Übernahme durch die Gesellschafterin und Warenlieferantin Cemsel Tekstil A.S. starken Fokussierung auf das Produktionsland Türkei wurde auf der Beschaffungsseite die wesentliche Voraussetzung für eine pünktliche und zuverlässige Warenversorgung geschaffen, die gerade in Zeiten schwieriger Rahmenbedingungen auch künftig einen gewichtigen Wettbewerbsvorteil darstellen kann.

D. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Das vorhandene Berichtssystem mit geeigneten Frühindikatoren ermöglicht es der Geschäftsführung, Risiken und möglicherweise bestandsgefährdende Fehlentwicklungen, aber auch Chancen frühzeitig zu erkennen und mit entsprechenden Maßnahmen angemessen zu reagieren. Jedoch bietet auch ein gut ausgebautes Berichtssystem keine Gewähr, jede Fehlentwicklung bzw. deren Tragweite mit letzter Sicherheit erkennen und beurteilen zu können.

Chancen sieht die Gesellschaft vor allem in der weiteren Steigerung der Markenbekanntheit und Markenbegehrlichkeit und daraus resultierenden Umsatz- und Ergebnissteigerungen, in der Stabilisierung der Kennzahlen und Leistungsparameter auf dem derzeit kundenfreundlichen hohen Niveau sowie in der Etablierung der Marke MORE & MORE als wichtigen Player im relevanten Markt. Ein weiteres Kaufargument wird die konsequente Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung entlang der Lieferkette bieten.

Manche Risiken für die aktuelle und künftige Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung der Gesellschaft - wie die allgemeine Marktentwicklung, mit potenziellen Auswirkungen auf den eigenen Einzelhandel sowie das Orderverhalten der Großhandelskunden, oder die gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen mit negativen Faktoren wie hoher Inflation oder Firmeninsolvenzen - können durch die Gesellschaft nicht beeinflusst werden. Im Berichtsjahr 2023 und im bisherigen Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres 2024 haben diese Risiken die Entwicklung der Gesellschaft nicht wesentlich beeinträchtigt, größere Firmeninsolvenzen bei Wholesale-Partnern konnten größtenteils kompensiert oder aufgrund der starken relativen Marktposition sogar zum eigenen Vorteil genutzt werden. Die erneute Insolvenz des Depotpartners GALERIA Karstadt Kaufhof wurde in der Planung 2024 über reduzierte Planumsätze berücksichtigt, allerdings erwartet die Gesellschaft für das Jahr 2024 aus Umsatzsicht keine wesentlichen Nachteile.

Wie schon in den letzten Jahren, die wesentlich durch die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg negativ beeinflusst wurden, wird auch im laufenden Geschäftsjahr 2024 eine verlässliche und hinreichend sichere Risikobeurteilung der Umsatz- und Ergebnisentwicklung durch die schwierige gesamtwirtschaftliche Entwicklung vor allem im Hauptabsatzmarkt Deutschland und die zunehmend unsichere geopolitische Entwicklung erschwert. Die Geschäftsführung der Gesellschaft hält eine krisenbedingt negative Entwicklung bei Nachfrage, Umsatz und Ergebnis für grundsätzlich möglich, aber für eher unwahrscheinlich.

Die Liquiditätsausstattung der More & More GmbH ist auf Basis der Planung 2024, des erfolgreichen Jahresstarts 2024, des aktuellen Forecasts für das Gesamtjahr 2024 mit Berücksichtigung der erzielten positiven Wholesale-Orderergebnisse sowie auf Basis der grundsätzlich positiven Einschätzung der weiteren Umsatz- und Ergebnisentwicklung für das laufende Geschäftsjahr 2024 als ausreichend gesichert einzuschätzen. Mit dem für das laufende Geschäftsjahr 2024 hinreichend sicher zu erwartenden positiven Ergebnis wird die Liquiditätssituation bis Jahresende 2024 trotz der hohen Tilgungsleistungen für die Corona-Schutzschirm-Kredite (CS6) der LfA Förderbank Bayern mit hoher Wahrscheinlichkeit unkritisch bleiben. Vorübergehende Liquiditätsanspannungen, vor allem in der saisonbedingt schwächeren ersten Jahreshälfte, zu Monatswechseln und insbesondere zu Quartalswechseln mit fälligen Darlehenstilgungen, sind dabei allerdings auch bis Ende 2024 nicht vollständig auszuschließen.

1. Risiken in den Vorräten

Das potenzielle Warenbestandsrisiko hat sich im Berichtsjahr aufgrund der positiven Umsatzentwicklung und trotz höherer Flächenbestückungen, einer größeren Zahl eigener (Depot-) Flächen sowie höherer Lagermengen an Never Out of Stock- und Kollektionsware zwar erhöht, allerdings schätzt die Gesellschaft das Warenrisiko nach wie vor als nicht sehr hoch ein, da die Ware aus den Bereinigungen eigener Einzelhandels- und Depotflächen sowie aus den kulanterweise akzeptierten Warenrücksendungen der Wholesale-Partner im Berichtsjahr über Outletflächen erfolgreich/profitabel zweitvermarktet wurde, Restmengen konnten über Aufkäufer verlustfrei drittvermarktet werden. Diese Möglichkeiten stehen grundsätzlich auch für das laufende Geschäftsjahr 2024 unverändert zur Verfügung.

Der erfolgreichen Zweitvermarktung durch eigene Factory Outlet Center (FOC) sowie durch ausgewählte Kooperationen mit seriösen Off-Price-Kanälen kommt aus Ergebnis- und Liquiditätssicht damit nach wie vor Bedeutung zu, ohne dabei die Reputation der Marke zu beeinträchtigen.

Die altersstrukturabhängige progressive Abwertung des Warenbestandes wird unverändert beibehalten.

2. Prozessrisiken und Markenschutz

Strategieorientierter Markenschutz erhöht den Wert einer Marke und hilft ihn langfristig zu sichern. Die in den Vorjahren entwickelte Markenstrategie, die einen umfassenden Markenschutz für alle relevanten Warenklassen und Länderkreise sicherstellt, wird weiterverfolgt und bei Bedarf laufend systematisch ergänzt. Die Rücklizensierung der Markennutzung zu Gunsten der More & More GmbH durch die Muttergesellschaft für 10 Jahre (bis inklusive 2025) stellt im vertikalen Geschäftsmodell sicher, dass das Unternehmen auf absehbare Zeit sein Geschäftsmodell weiter erfolgreich umsetzen und entwickeln kann.

Wesentliche Prozessrisiken bestehen derzeit nicht.

3. EDV

Verfügbarkeit, Leistungsfähigkeit, Datensicherheit und Ausfallsicherheit der zur Verfügung gestellten IT-Infrastruktur stellen einen bestandskritischen Risikofaktor für jedes Unternehmen dar. Daneben kommt der IT zunehmend strategische Bedeutung in einem kommerziellen und schnellen, auf KPIs basierenden vertikalen Geschäftsmodell zu.

Die Gesellschaft hat seit dem Geschäftsjahr 2021 eine überwiegend cloudbasierte IT- Architektur geschaffen. Zusammen mit weiteren laufenden Investitionen in Zukunftstechnologien und Anpassungen an aktuelle Entwicklungsstände werden die künftigen Risiken hinsichtlich Systemausfall- und Datensicherheit maßgeblich reduziert, gleichzeitig wird die Gesellschaft in die Lage versetzt, die Performance in den Unternehmensprozessen weiter zu steigern.

Auch künftig wird der Ausfall- und Datensicherheit größte Bedeutung und oberste Priorität beigemessen.

4. Beschaffung

Den Risiken in der Beschaffung in Form verspäteter oder in Qualität und Menge mangelhafter Lieferungen begegnet die Gesellschaft über den Aufbau langfristiger und stabiler Lieferantenbeziehungen, die durch die für die Gesellschaft tätige Agentur betreut und permanent auf mögliche Risiken untersucht werden.

Ziel ist es, durch eine optimierte Beschaffungsstrategie die Risiken steigender Wareneinstandspreise kalkulierbar zu halten und Chancen vor allem hinsichtlich niedrigerer oder stabiler Beschaffungspreise zu nutzen. Durch aktuelle Maßnahmen auf der Beschaffungsseite wird der Forderung nach optimierter Marge bei gesicherter Qualität Rechnung getragen. Dennoch können mögliche Waren- und Lieferausfälle sowie weitere rohertragsbelastende Erhöhungen der Wareneinstandspreise nicht ausgeschlossen werden.

Risiken in der Warenbeschaffung können nicht gänzlich ausgeschlossen werden, sie werden von der Gesellschaft aufgrund der nahezu vollständigen Beschaffung in der Türkei aber als eher gering eingestuft.

Durch die Beschaffung über die als Agentur agierende Eigentümerin Cemsel Tekstil A.S. ist die Gesellschaft ab der Stufe der Produktion vertikal integriert und senkt so die mit der Beschaffung verbundenen Risiken wie etwa Lieferausfälle - trotz eines erhöhten Erdbebenrisikos in der Türkei und eines damit möglichen vorübergehenden Ausfalls von Warenproduzenten - maßgeblich, da die Agentur zum einen über einen breiten Lieferantenpool verfügt, der grundsätzlich schnelle Reaktionen auf potenzielle Ausfälle einzelner Lieferanten erlauben würde, zum anderen sind die Lieferwege und -zeiten aus dem Produktionsland Türkei (Transport per Lkw) im Verhältnis zu einer Beschaffung in Asien (Anlieferung auf dem Seeweg) sehr kurz.

5. Produkt- und Marktrisiken

Ein allgemeines Risiko besteht in der Kollektionspositionierung und der Übereinstimmung zwischen Kollektionsangebot und Kundennachfrage. Über geeignete Instrumente der Markt-, Kunden- und Kollektionsbeurteilung nimmt die Gesellschaft einen permanenten, systematischen Abgleich zwischen Kollektionsangebot und Kundenanforderungen vor und reduziert so das Risiko einer mangelnden Produkt- und Kollektionsausrichtung bzw. -anpassung an sich verändernde Kunden- und Marktanforderungen.

Risiken, die in der Entwicklung von Gesamtwirtschaft, Branche, Konsum- und Kundenverhalten liegen, versucht die Gesellschaft durch regelmäßige Beobachtung und Bewertung wichtiger Indikatoren zu antizipieren, sie kann diese jedoch nur begrenzt beeinflussen.

Das Risiko, dass Pandemien oder ähnliche exogene Faktoren wie Kriege auch künftig die Nachfrage nach den Produkten der Gesellschaft und damit die Umsatz- und Ergebnisentwicklung negativ beeinflussen, kann nicht ausgeschlossen werden.

6. Kostenrisiken

Zeitnahe Kostenkontrollen, permanente Nachverhandlungen von Preisen und Dienstleistungen sowie regelmäßige Analysen der Kostenabweichungen mit Forecast der Kostenentwicklungen auf das Gesamtjahr begrenzen das Kostenrisiko für Ergebnis und Liquidität und ermöglichen rechtzeitiges Gegensteuern. Einer konsequenten Kostenkontrolle kommt mit Blick auf die Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung der Gesellschaft insbesondere in Zeiten unsicherer Rahmenbedingungen mit hoher Inflation eine anhaltend wichtige Bedeutung zu, auch wenn die guten Ergebnisse des Berichtsjahres 2023 zu einer weiteren Entspannung beigetragen haben.

7. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges über eine weitestgehende Reduzierung finanzieller Risiken jeder Art. Als Instrumente zur Minimierung von Zahlungsausfall- und Liquiditätsrisiken dienen unter anderem Bonitätsauskünfte, ein aktives Debitorenmanagement, Wertberichtigungen, Factoring sowie revolvierend erstellte kurz- bis mittelfristige Liquiditätspläne.

Zu den verwendeten Finanzinstrumenten gehören Forderungen (einschließlich Factoring), Verbindlichkeiten, die Möglichkeit der Wechselfinanzierung beim Warenbezug, eine Bankkreditlinie zur Deckung des laufenden saisonal schwankenden Liquiditätsbedarfs und seit den Pandemiejahren 2020 und 2021 auch zwei Corona-Schutzschirm-Kredite (CS6) der LfA Förderbank Bayern.

Im Berichtsjahr 2023 reduzierte sich der Anteil der kurz- und mittelfristigen Finanzierung zum Stichtag um rd. T€ -2.731, was insbesondere auf eine geringere Inanspruchnahme von Kreditmitteln zurückzuführen ist (T€ -3.687).

Die Risiken in der Beschaffung aus Wechselkursschwankungen sind durch die nahezu vollständige Beschaffung in der Türkei als sehr niedrig einzustufen. Derivative Finanzinstrumente wurden im Berichtsjahr und werden auch absehbar im laufenden Geschäftsjahr 2024 nicht eingesetzt.

Im laufenden Geschäftsjahr 2024 und - abhängig von der weiteren Ergebnis- und Investitionsentwicklung - möglicherweise auch noch im Folgejahr 2025 wird die Gesellschaft zumindest einen Teil ihres Liquiditätsbedarfs über die Inanspruchnahme von Kreditmitteln decken. Die Finanzierung des laufenden Geschäftsjahres 2024 ist auf Basis des geplanten Jahresergebnisses und Cash-Flows, der positiven Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung im bisherigen Jahresverlauf und unter Berücksichtigung aller planmäßigen Darlehenstilgungen als gesichert anzusehen, soweit die Planzahlen nicht wesentlich verfehlt werden. Für den Fall einer massiven Planabweichung sind (kurzfristige) Liquiditätsengpässe als grundsätzlich möglich einzustufen und nicht vollständig auszuschließen. Auch für das Jahr 2025 ist bei Fortsetzung der positiven Geschäftsentwicklung von einer gesicherten und ausreichenden Liquidität auszugehen, bei Bedarf könnte auf eine verstärkte Wechselfinanzierung über die Muttergesellschaft und auf vorhandene Spielräume bei der Kreditorenfinanzierung zurückgegriffen werden.

Die Gesellschaft schätzt ein mit der (kurzfristigen) Finanzierung verbundenes mögliches bestandsgefährdendes Risiko als eher unwahrscheinlich ein.

8. Haftungs- und bestandsgefährdende Risiken

Wesentliche Haftungsrisiken bestehen nicht bzw. nur im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit (Begebung von Wechseln und Mietbürgschaften).

Derzeit sind keine den Fortbestand der Gesellschaft unmittelbar gefährdenden Tatsachen erkennbar. Mögliche negative gesamtwirtschaftliche Auswirkungen einer zunehmend schwierigen geopolitischen Lage könnten für die Branche allgemein und für die Gesellschaft More & More GmbH grundsätzlich das Risiko erneuter Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsausfälle mit sich bringen, die möglicherweise im Ausnahmefall ein bestandsgefährdendes Ausmaß annehmen könnten.

9. Chancen für die weitere Entwicklung

Kurz-, aber vor allem mittelfristige Chancen für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung sieht die Gesellschaft in der weiteren Stärkung der eigenen Wettbewerbsposition und der konsequenten Nutzung der sich bietenden Potenziale etwa in Form einer weiterhin dynamischen Entwicklung des Online-Geschäfts sowie der Entwicklung weiterer neuer profitabler Großhandelspartnerschaften im In- und Ausland. Aus Sicht der Gesellschaft bieten insbesondere der deutsche Markt und die angrenzenden deutschsprachigen Märkte nach wie vor bedeutendes Potenzial für weitere Umsatz- und Ergebnissteigerungen.

Die Umsatz- und Ergebniszahlen des Berichtsjahres 2023 haben das bereits starke Vorjahr übertroffen bzw. bestätigt. Mit Unterstützung anhaltend sehr guter, im Vergleich zu den relevanten Wettbewerbern überdurchschnittlicher Kennzahlen werden im laufenden Geschäftsjahr 2024 voraussichtlich Umsatz- und Ergebniszahlen erreicht werden, die die positive Entwicklung der letzten Jahre fortsetzen und die Basis für eine anhaltende Profitabilität der Gesellschaft in den kommenden Jahren legen werden.

In den aktuell unruhigen Zeiten mit höherer Inflation und unkalkulierbaren exogenen Faktoren kommt der engen Partnerschaft mit der Eigentümerin nach wie vor eine besondere und herausragende Bedeutung zu: Es gilt, die in den Vorjahren erreichten Margen-, Ergebnis- und Prozessverbesserungen im laufenden Geschäftsjahr 2024 sowie in Folgejahren bestmöglich zu sichern und auszubauen. Sie bilden die Grundlage für die Zukunft und bieten die Chance für eine weiterhin erfolgreiche künftige Unternehmensentwicklung.

Die Gesellschaft geht davon aus, im laufenden Geschäftsjahr 2024 den eingeschlagenen Wachstumspfad erfolgreich fortzusetzen und diese positive Entwicklung in den Folgejahren zu stabilisieren.

Unser besonderer Dank gilt wieder unseren geschätzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, unseren Lieferanten und Dienstleistern, unseren Finanzierungspartnern und allen sonstigen Partnern, insbesondere aber unseren treuen und begeisterten Kundinnen, ohne die der Erfolg von MORE & MORE nicht möglich wäre.

 

Starnberg, 15. Mai 2024

More & More GmbH

Yasar Esgin, Geschäftsführer

Registergericht München HRB 224690

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 557.910,68 1.058.793,70
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.652.596,73 1.608.508,02
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 141.393,88 152.175,23
2. sonstige Ausleihungen 601.799,67 743.193,55 705.225,37
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.000,00 5.000,00
2. fertige Erzeugnisse und Waren 13.094.254,18 11.096.173,69
3. geleistete Anzahlungen 250.000,00 13.349.254,18 750.000,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.515.159,00 2.394.565,30
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 28.981,08 850.498,86
3. sonstige Vermögensgegenstände 640.224,76 3.184.364,84 906.665,92
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 124.119,13 163.469,32
C. Rechnungsabgrenzungsposten 213.768,71 398.404,59
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 1.477.350,77
19.825.207,82 21.566.830,77

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 115.677,00
II. Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlagen 0,00 1.000.000,00
III. Kapitalrücklage 2.127.155,74 2.127.155,74
IV. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 1.663.748,84 1.663.748,84
V. Verlustvortrag -6.383.932,35 -8.935.715,03
VI. Jahresüberschuss 2.574.343,68 2.551.782,68
nicht gedeckter Fehlbetrag 0,00 1.477.350,77
buchmäßiges Eigenkapital 1.981.315,91 0,00
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 569.947,00 629.700,00
2. sonstige Rückstellungen 2.280.992,33 2.850.939,33 3.213.188,80
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.135.607,63 13.822.201,39
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 17.513,05 85.258,65
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.243.902,57 1.620.277,12
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.638.492,57 139.675,23
5. sonstige Verbindlichkeiten 1.957.436,76 14.992.952,58 2.056.529,58
- davon aus Steuern EUR 1.242.206,51 (EUR 1.416.675,36)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR -459,81 (EUR -709,46)
19.825.207,82 21.566.830,77

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 75.917.363,79 63.959.961,95
2. sonstige betriebliche Erträge 976.419,06 1.047.220,09
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 10.163,26 (EUR 12.192,23)
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -36.708.562,69 -28.122.161,15
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -11.137.956,89 -10.301.790,61
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.162.830,56 -1.996.681,67
-13.300.787,45 -12.298.472,28
- davon für Altersversorgung EUR -17.751,72 (EUR -9.732,06)
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.230.358,01 -1.258.794,65
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -22.391.402,92 -19.681.659,47
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR -15.712,30 (EUR -16.367,87)
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.669,10 305,03
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -10.781,35 -9.233,54
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -327.470,84 -446.864,75
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -344.242,31 -629.700,51
11. Ergebnis nach Steuern 2.582.846,38 2.560.600,72
12. sonstige Steuern -8.502,70 -8.818,04
13. Jahresüberschuss 2.574.343,68 2.551.782,68

ANHANG Geschäftsjahr 2023

A. ALLGEMEINE ANGABEN

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Berücksichtigung des Bilanzrichtlinie- Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss anzuwendenden Gliederungsgrundsätze aufgestellt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Als Nutzungsdauer für Software werden 3 bis 5 Jahre, für Warenzeichen und Nutzungslizenzen 7 Jahre angenommen.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. In die Herstellungskosten werden keine Fremdkapitalzinsen einbezogen. Soweit notwendig, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die beweglichen Gegenstände des Sachanlagevermögens werden linear entsprechend den relevanten AfA-Tabellen abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter werden gemäß § 6 Abs. 2 a EStG in jährlichen Sammelposten erfasst und über 5 Jahre gleichmäßig abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Abschreibungen werden vorgenommen, sofern voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen erkennbar sind.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden wegen des allgemeinen Zins-, Ausfall- und Skontier-Risikos Pauschalwertberichtigungen vorgenommen, ebenso werden Einzelwertberichtigungen bei erkennbaren Realisierungsrisiken auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände vorgenommen. Bei der Bemessung der Wertberichtigungen wird berücksichtigt, dass die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen überwiegend durch eine Warenkreditversicherung gesichert sind.

Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt entsprechend dem Zeitablauf.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung und sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert.

2. Grundlagen der Währungsumrechnung

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zum historischen Anschaffungskurs angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet und zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Gewinne aus Kursänderungen werden bei auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr und weniger durch Neubewertung gemäß § 256 a HGB am Bilanzstichtag neben den Währungsverlusten berücksichtigt.

Bei den Guthaben bei Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Fremdwährung erfolgt die Umrechnung gemäß § 256 a HGB.

B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist auf der folgenden Seite dargestellt.

Unter den Finanzanlagen werden folgende Anteile an verbundenen Unternehmen (inaktive Gesellschaften) ausgewiesen:

Höhe des gezeichneten Kapitals gehaltener Anteil Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des Geschäftsjahres
T€ % T€ T€
Direkte Beteiligungen
More & More Norway AS, Oslo, Norwegen 365 100 132 -2
MM Verwaltungs GmbH, Starnberg 25 100 1 -1

Für alle Gesellschaften werden die Daten zum 31.12.2022 ausgewiesen. Gezeichnetes Kapital, Eigenkapitalbetrag und das Ergebnis des Geschäftsjahres der norwegischen Gesellschaft wurden dabei mit dem amtlichen Mittelkurs zum 31.12.2023 umgerechnet.

Der unter den Finanzanlagen ausgewiesene Beteiligungsansatz der More & More Norway AS wurde in Vorjahren außerordentlich auf den Wert einer bestehenden Verbindlichkeit der Gesellschaft gegenüber der More & More Norway AS ergebnismindernd abgeschrieben. Zur Beibehaltung des entsprechenden Verfahrens erfolgte im Berichtsjahr eine weitere Abschreibung auf den Beteiligungsansatz in Höhe von T€ 11 (Vorjahr: T€ 9).

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Gesamtbetrag
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.515.159,00 0,00 2.515.159,00
Vorjahr T€ 2.395 T€ 0 T€ 2.395
2. Forderungen gg. verbundene Unternehmen 28.981,08 0,00 28.981,08
Vorjahr T€ 194 T€ 656 T€ 850
3. sonstige Vermögensgegenstände 640.224,76 0,00 640.224,76
Vorjahr T€ 907 T€ 0 T€ 907
Gesamtsumme 3.184.364,84 0,00 3.184.364,84

Differenzen rundungsbedingt

Zum Bilanzstichtag wurden bestehende Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 500 (Vorjahr: T€ 750) mit bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter aus Wechseln saldiert. Darüber hinaus wurden weitere Forderungen gegenüber Gesellschafter in Höhe von T€ 817 mit Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter, die aus Warenlieferungen resultieren, saldiert, somit wurden insgesamt Forderungen in Höhe von T€ 1.317 mit Verbindlichkeiten saldiert. Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter sind nicht besichert und nicht verzinst.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr handelt es sich in Höhe von T€ 20 (Vorjahr: T€ 186, mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr) um Forderungen aus Warenlieferungen.

In den sonstigen Vermögensgenständen sind Forderungen gegen den Geschäftsführer in Höhe von T€ 21 (Vorjahr: T€ 19) enthalten, diese sind unbesichert und nicht verzinst.

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren sind nicht vorhanden.

3. Eigenkapital

Die im Dezember 2022 um € 1.000.000,00 auf € 1.115.677,00 beschlossene und einbezahlte Erhöhung des Stammkapitals wurde am 12.01.2023 im Handelsregister eingetragen.

Im April 2023 hat der Gesellschafter den Beschluss gefasst, das Stammkapital der Gesellschaft von € 1.115.677,00 um € 884.323,00 auf € 2.000.000,00 zu erhöhen. Dieser Betrag wurde im April 2023 einbezahlt, die Eintragung der Kapitalerhöhung erfolgte am 04.05.2023.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen vor allem Urlaubs- und Prämienansprüche der Belegschaft, erwartete Kundenretouren, Kundenboni, Rückbauverpflichtungen für Ladeneinbauten, ausstehende Rechnungen sowie eine mögliche Rückzahlung erhaltener staatlicher Überbrückungshilfen.

5. Verbindlichkeiten

Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit mehr als ein Jahr Restlaufzeit mehr als fünf Jahre Gesamtbetrag
1 Verbindlichkeiten ggü Kreditinstituten 4.523.107,63 5.612.500,00 0,00 10.135.607,63
Vorjahr T€ 4.560 T€ 9.263 T€ 0 T€ 13.822
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 17.513,05 17.513,05
Vorjahr- T€ 85 T€ 85
3 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.243.902,57 1.243.902,57
Vorjahr T€ 1.620 T€ 1.620
4. Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 1.638.492,57 1.638.492,57
Vorjahr T€ 140 T€ 140
5 sonstige Verbindlichkeiten 1.957.436,76 1.957.436,57
Vorjahr T€ 2.057 T€ 2.057
6 * davon aus Steuern: € 1.242.206,51 (Vj. T€ 1.417)
* davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € -206,61 (Vj.T€ 0)
Gesamtsumme 9.380.452,58 5.612.500,00 0,00 14.992.952,58
Davon durch Pfandrechte u. ähnl. Rechte gesichert Art und Form der Sicherheit
1 Verbindlichkeiten ggü Kreditinstituten 10.135.607,63 Sicherung besteht in Rechten des bislang bestehenden Sicherheiten-Poolvertrages
Vorjahr T€ 13.822
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00
Vorjahr- T€ 0
3 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.243.902,57 Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte
Vorjahr T€ 1.620
4. Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 0,00
Vorjahr T€ 0
5 sonstige Verbindlichkeiten 0,00
Vorjahr T€ 0
6 * davon aus Steuern: € 1.242.206,51 (Vj. T€ 1.417)
* davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € -206,61 (Vj.T€ 0)
Gesamtsumme 11.379.510,20

Differenzen rundungsbedingt

Bei den Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (T€ 5.612,5; Vorjahr: T€ 9.262,5) handelt es sich um zwei Ratentilgungsdarlehen der LfA Förderbank Bayern aus dem Corona-Schutzschirm-Kredit-Programm (CS6) mit Haftungsfreistellung über gesamt T€ 14.600 (Vorjahr: T€ 14.600).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind besichert. Als Sicherheiten dienen Markenrechte (Verpfändung) sowie Forderungen aus Lizenzen (Sicherungsabtretung) und Waren (Sicherungsübereignung).

C. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich - unterteilt nach geographischen Gesichtspunkten - wie folgt zusammen:

2023 2022 Veränderung
T€ T€ T€
Inland 61.462 52.098 +9.364
Ausland 14.455 11.862 +2.593
75.917 63.960 +11.957

Differenzen rundungsbedingt

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung (Kursgewinne) in Höhe von T€ 10 (Vorjahr: T€ 12) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 693 (Vorjahr: T€ 781) enthalten.

In den periodenfremden Erträgen sind außerordentliche Erträge in Höhe T€ 600 aus der teilweisen Auflösung der Rückstellung für mögliche Rückzahlungen im Rahmen der Schlussabrechnung der staatlichen Überbrückungshilfen enthalten. Aufgrund der verbleibenden rechtlichen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Schlussabrechnung der staatlichen Programme, vor allem bei der Berechnung der Forderungen aus Warenabwertungen, wurde ein Teil der Rückstellung für mögliche Rückzahlungen für staatliche Überbrückungshilfen beibehalten. Die Bewertung der verbleibenden Rückstellung in Höhe von T€ 345 erfolgte in Höhe des vorsichtig geschätzten Erwartungswertes.

3. Materialaufwand

Der Materialaufwand erhöhte sich vor allem umsatzbedingt, aber auch aufgrund schlechterer Warenkalkulationen und im Vergleich zum Vorjahr höherer altersabhängiger Abwertungen der Bestände, überproportional zum Umsatzanstieg von T€ 28.122 um T€ 8.588 auf T€ 36.709.

4. Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betrugen T€ 1.230 (Vorjahr: T€ 1.259).

Die Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen betrugen T€ 11 (Vorjahr: T€ 9).

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung (Kursverluste) in Höhe von T€ 16 (Vorjahr: T€ 16) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 173 (Vorjahr: T€ 389) enthalten.

D. SONSTIGE ANGABEN

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nach § 251 und § 268 Abs. 7 HGB waren folgende Haftungen zu vermerken:

Vorjahr
T€ T€
Verpflichtungen aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften 1.333 1.495

Bei den "Verpflichtungen aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften" handelt es sich ausschließlich um Mietavale für angemietete Flächen, die ein Kreditinstitut sowie zwei Versicherungen gegenüber Vermietern der Gesellschaft ausgereicht haben. Da die Gesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen aus den zugrunde liegenden Mietverträgen grundsätzlich vollumfänglich nachkam und kommt, ist eine Inanspruchnahme aus diesen Mietavalen und damit ein mögliches Rückgriffsrecht des ausreichenden Kreditinstitutes bzw. der ausreichenden Versicherungen gegenüber der Gesellschaft aufgrund der aktuellen Einschätzung und der Erfahrung aus der Vergangenheit nicht zu erwarten.

An sonstigen finanziellen Verpflichtungen von Bedeutung sind zu nennen:

in 2024 Gesamt
T€ T€
sonstige finanzielle Verpflichtungen 6.152 20.747

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen, im Wesentlichen resultierend aus den eigenen Einzelhandelsaktivitäten (angemietete Store- und Outlet-Flächen).

2. Geschäftsführung

Geschäftsführer Herr Yasar Esgin

Textil-Ingenieur

Die Angabe der Bezüge des Geschäftsführers unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

3. Arbeitnehmer

Im Durchschnitt waren 2023 bei der Gesellschaft 359 Mitarbeiter beschäftigt, davon waren 243 Festangestellte, 116 Aushilfskräfte und 14 gewerbliche Arbeitnehmer (ohne Auszubildende und Praktikanten).

4. Angaben über das Abschlussprüferhonorar

Das für die vom Abschlussprüfer im Geschäftsjahr erbrachten Leistungen berechnete Honorar betrug für

Abschlussprüfungsleistungen T€ 57

Steuerberatungsleistungen T€ 10

Sonstige Beratungsleistungen T€ 16

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von T€ 2.574 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

6. Mutterunternehmen

Die More & More GmbH wird in den Konzernabschluss der Cemsel Tekstil Sanayi Ticaret Anonim Sirket, Baglar Mah. 24. Sk No 43, Günesli Bagcilar, Istanbul, Türkiye, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im türkischen Handelsregister hinterlegt (31493 Ticaret odasi Istanbul.).

E. UNTERSCHRIFT DES JAHRESABSCHLUSSES

 

Starnberg, 15. Mai 2024

More & More GmbH

Yasar Esgin, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die More & More GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der More & More GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der More & More GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie/ eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

München, 17. Mai 2024

SH+C GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Kächele, Wirtschaftsprüfer

Ziegler, Wirtschaftsprüfer

Die Verwendung des vorstehenden Prüfungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts setzt unsere vorherige Zustimmung voraus.

Feststellung des Jahresabschlusses und Ergebnisverwendung für das Geschäftsjahr 2023

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 2.574.343,68 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde am 22. Mai 2024 festgestellt.

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