Valeo Powertrain GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Nutzkraftwagen und Nutzkraftwagenmotoren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Rudy Chartrelle seit 5.4.2018 | Geschäftsführer |
Stéphane Franck Alber seit 15.1.2018 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FTE Holding GmbHEbernKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Konzernlagebericht zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015der FTE Holding GmbH, Ebern1. Grundlagen und Geschäftsüberblick des Konzerns1.1 ALLGEMEIN Die FTE Holding Gruppe (im Folgenden: FTE-Gruppe) ist ein internationaler Automobilzulieferer. Als Tier 1 Lieferant beliefert die FTE-Gruppe mit ihren Aktuatorikprodukten für den Kupplungs- und Bremsenbereich sowie innovativen Hochtechnologiekomponenten für die verschiedenen Kraftfahrzeuggetriebe alle global tätigen Fahrzeughersteller wie auch im jeweiligen lokalen Markt tätige Automobilhersteller. Entsprechend der internationalen Ausrichtung der FTE-Gruppe verfügt die Gruppe über Produktions- und Entwicklungsstandorte in Deutschland (Ebern, Fischbach, Mühlhausen), in der Slowakei, in der Tschechischen Republik, in Dänemark, in den USA, in Mexiko, in Brasilien sowie in China. Den direkten Kundenkontakt stellt die FTE-Gruppe auch durch technische Büros, die sich in unmittelbarer Nähe zu unseren Kunden befinden, sicher. Dies dient einer engen und effizienten Kommunikation mit unseren Geschäftspartnern. Entsprechend verfügt die FTE-Gruppe über technische Büros an verschiedenen Standorten in Deutschland und darüber hinaus auch in Frankreich, Großbritannien, Schweden und Italien. In Asien sind technische Büros sowohl in Japan und Korea als auch in Indien eingerichtet. 1.2 PRODUKTPORTFOLIO Das Produktportfolio der FTE-Gruppe lässt sich im Wesentlichen in die vier Produktbereiche Manuelle Schaltungstechnologie (MST), Bremsaktuierungstechnologie (BAT), Elektrische Schaltungstechnologie (EST) und Elektrische Pumpentechnologie (EPT) unterteilen, wobei diese Produkte sowohl über den Vertriebsweg OE (Original Equipment Manufacturer) als auch über den OES (Original Equipment Services) -Markt und den unabhängigen Aftermarkt vertrieben werden. Hinzu kommt das Ende 2014 vollständig erworbene Bremssattelwiederaufbereitungsgeschäft, das über den unabhängigen Aftermarkt abgewickelt wird. Die internationale Wachstumsstrategie der FTE-Gruppe wird mit kontinuierlicher und systematischer Forschungs- und Entwicklungsarbeit sowie mit - durch Ersatz von Metall durch Kunststoff und durch Integration elektrischer Komponenten - innovativen, gewichtseinsparenden und kostengünstigeren Produkten in den Bereichen EST und EPT konsequent fortgesetzt. Mit diesen neuen Produkten, die auch im Bereich der Automatik- und Hybrid-Getriebe einsetzbar sind, sowie mit dem Ende 2014 erworbenen Bremssattelwiederaufbereitungsgeschäft im Aftermarkt, ergänzt die FTE-Gruppe ihre markt- und innovationsführende Stellung bei der Kupplungsaktuatorik im Bereich der manuellen Schaltungstechnologie. Im Zuge des Wachstums 2015 und in den Folgejahren gewinnt die Region Asien immer mehr an Bedeutung und etabliert sich als zweitstärkste Region innerhalb der FTE-Gruppe hinter der moderat wachsenden europäischen Region und vor der Region Nord- und Südamerika. 1.3 RECHTLICHE UNTERNEHMENSSTRUKTUR Die FTE Holding GmbH ist die Muttergesellschaft des FTE Konzerns und hat ihren Sitz im unterfänkischen Ebern zwischen Coburg und Bamberg in Deutschland. Die FTE Holding GmbH übt mit ihrer Muttergesellschaft FTE Group Holding GmbH und Ihrer Tochtergesellschaften FTE Verwaltungs GmbH die gesellschaftsrechtliche Holdingfunktion der FTE-Gruppe aus. Sowohl die strategische Führung der Geschäftsaktivitäten, die Kommunikation mit wichtigen Zielgruppen des Unternehmens als auch konzernübergreifende funktionale Führungsfunktionen wie die IT, die Interne Revision, das Treasury, das Group Accounting und das Group Controlling sind in der Tochtergesellschaft FTE Verwaltungs GmbH angesiedelt. Fünf regionale Management-Teams mit Sitz in Auburn Hills (USA) und Puebla (Mexiko), für NAFTA, Maua bei (Sao Paulo) für Südamerika, Ebern (Deutschland), für Europa und Shanghai (China), für Asien steuern das regionenspezifische, operative Geschäft. Die FTE Holding GmbH ist zum 31. Dezember 2015 direkt oder indirekt an 16 Gesellschaften beteiligt, die zum FTE-Konzern gehören und voll konsolidiert werden (siehe Konzernanhang, Seite 8). Die FTE-Gruppe verfügt über ein duales System aus Geschäftsführung und Aufsichtsrat. Die Geschäftsführung leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung und wird durch den Aufsichtsrat beraten und überwacht. Der Aufsichtsrat setzt sich aus jeweils sechs Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern zusammen. 1.4 STEUERUNGSSYSTEM / STEUERUNGSGRÖßEN Die FTE-Gruppe ist konsequent auf Konzernziele ausgerichtet, die sich auch im internen Steuerungssystem der FTE-Gruppe widerspiegeln, das insbesondere auf finanziellen Steuerungskennzahlen beruht. Zu den bedeutendsten finanziellen Steuerungskennzahlen zählen dabei die folgenden wertorientierten Kennzahlen, die unmittelbaren Einfluss auf die Wertschöpfung der FTE-Gruppe haben: Umsatz, Profitabilität (bereinigte EBITDA Marge) und operativer Cash-Flow. Für den Umsatz wird ein kurz- und mittelfristiges Wachstum über dem Marktdurchschnitt angestrebt. Grundsätzlich orientiert sich die Geschäftsführung bei der Prognose der erwarteten Umsatzentwicklung an Studien einschlägiger Wirtschaftsforschungsinstitute über die Entwicklung von Produktions- und Absatzzahlen und reichert diese mit den Kenntnissen aus dem eigenen Auftragsbuch sowie eigenem Kundenwissen und Erfahrungen an. Die bereinigte EBITDA-Marge (EBITDA im Verhältnis zum Umsatz) als weitere zentrale Steuerungskennzahl gibt Aufschluss über die Profitabilität der Geschäftsaktivitäten. Bei der Prognose des EBITDA-Zielwertes werden sowohl die historische Performance als auch die Gruppenplanung zugrunde gelegt. Für die FTE-Gruppe ergibt sich die Zielmarge aus dem Ergebnis vor Abschreibungen aus dem Geschäftsbetrieb und aus Kaufpreisallokationen, vor Finanzergebnis und vor Steueraufwand sowie adjustiert um Einmalkosten z.B. aus Restrukturierungsmaßnahmen oder aus Gewährleistungsfällen. Um die finanzielle Solidität des Konzerns aufrechtzuerhalten, orientiert sich die FTE-Gruppe bei der Unternehmenssteuerung neben den vorher genannten Kennzahlen außerdem am operativen Cash-Flow. Dieser wird ausgehend vom bereinigten EBITDA zuzüglich der Veränderungen im Working Capital, abzüglich der Investitionen aus dem operativen Bereich sowie unter Berücksichtigung der nicht zahlungswirksamen Rückstellungsveränderungen berechnet. Alle finanziellen Steuerungsgrößen werden im Konzern und den Konzerngesellschaften geplant und fortlaufend überwacht. Abweichungen zwischen geplanten und tatsächlich erreichten Zielen werden monatlich in allen lokalen Gesellschaften verfolgt. Die detaillierte Geschäftsplanung wird regelmäßig auf Basis der vorliegenden Monats- und Quartalsergebnisse und unter Annahme verschiedener Szenarien prognostiziert. 1.5 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Die führende Marktposition der FTE-Gruppe beruht auf einer kontinuierlichen und systematischen Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Strategische Investitionsprojekte und ein langfristig ausgerichtetes Entwicklungsportfolio tragen dazu bei, die Innovationsfähigkeit der FTE-Gruppe auch in Zukunft zu erhalten. Zur langfristigen strategischen Entwicklung der FTE-Gruppe wurde auch in 2015 in Forschungs- und Entwicklungsprojekte investiert. Besonders die neuen Produktgruppen EST (Elektrische Schaltungstechnologie) und EPT (Elektrische Pumpentechnologie) standen dabei im Fokus, um mit innovativen Produkten zusätzliche Absatzpotentiale im Bereich der Automatik-, Hybrid- und Elektro-Getriebe für die FTE-Gruppe zu erschließen. Die Entwicklungsprojekte im MST Bereich (Manuelle Schaltungstechnologie) zielten darauf ab, die Innovationsführerschaft von FTE weiter auszubauen und speziell in Asien neue Kunden zu akquirieren. 1.5.1 Entwicklungsschwerpunkte 2015 Nach erfolgreicher Markteinführung der ersten Kunststoff Getriebeölpumpe (EP-20) zur Beölung von Getriebe-Radsätzen mit Trockensumpfschmierung, wurde der modulare EPT-Baukasten um leistungsstärkere Varianten (EP-100 und EP-200) ergänzt. Diese Pumpen sind bestimmt für den Einsatz in Automatik- und Doppelkupplungsgetrieben und können dort für Kühlung und Schmierung sowie als Zusatz-Ölpumpen zur Anwendung kommen. Durch die hohe Integration der einzelnen Bauteile sowie die Verwendung von geeigneten Kunststoffen bei gewichts- und kostensensiblen Komponenten, wurden kompakte und leichte Konzepte realisiert, die den anhaltenden Trend zur Effizienzsteigerung im Antriebsstrang bedienen. Bei den EST Produkten lagen die Schwerpunkte 2015 in der Entwicklung eines weiteren Gangstellermoduls (GSM), das für ein neues Doppelkupplungsgetriebes eines asiatischen Kunden geplant ist. Die ersten Prototypen wurden bereits ausgeliefert und erfolgreich erprobt. Das Kunststoff-Kühlölventil (COV) wurde bis zur Serienreife fertig entwickelt und erfolgreich validiert. Die Produktion wird im Jahr 2016 plangemäß starten. Mit dem Parksperren-Aktuator (PLA) zur elektrischen Aktivierung der Abstellfunktion bei Automatik- und Doppelkupplungsgetrieben wurde ein für die FTE-Gruppe neues Produkt entwickelt. Durch konsequenten Leichtbau mittels Einsatz von Kunststoffen differenziert sich dieser PLA, durch sein niedriges Gewicht und günstige Herstellkosten, von heute im Markt erhältlichen Lösungen. Auch hier wurden die ersten Prototypen bereits an einen Kunden ausgeliefert und bisher positiv erprobt. Um im Bereich der schweren LKWs weitere Absatzmöglichkeiten für die FTE-Gruppe zu erschließen, wurde die Entwicklung eines pneumatischen Kupplungsbetätigungsmoduls für automatisierte LKW-Getriebe begonnen. Diese Entwicklung wird von potenziellen Kunden mit Interesse begleitet und wird im Jahr 2016 mit der Herstellung und Erprobung der Prototypen fortgesetzt. Im MST Bereich wurde das Produktportfolio mit der Entwicklung eines kompakten Schwingungsdämpfers (CDD) zur Minimierung der Vibrationen am Kupplungspedal ergänzt. Die Produktentwicklung konnte im Jahr 2015 erfolgreich abgeschlossen werden. Ein erster Einsatz in der Serie, wofür lediglich noch kundenspezifische Applikationsanpassungen vorzunehmen sind, ist für das Jahr 2017 geplant. Weitere Entwicklungsschwerpunkte bei den MST-Produkten waren die Serienentwicklungen von neuen Kupplungsbetätigungssystemen für Kunden in Europa und Asien, die in den Jahren 2016/2017 ihren Produktionsstart haben werden. 1.5.2 F&E Kennzahlen
Im Jahr 2015 wurde die altersbedingte Fluktuation von Mitarbeitern/innen genutzt, um die Elektronik- und Softwarekompetenz durch Neueinstellungen von Fachkräften weiter auszubauen. Darüber hinaus wurden in Kooperation mit dem Institut für Lebenslanges Lernen der Hochschule Coburg 98 Teilnehmer aus den F&E Abteilungen in den Bereichen Elektronik, Sensorik, elektrische Antriebe und Softwareentwicklung weiterqualifiziert. Der Entwicklungsstandort in der tschechischen Republik wurde weiter ausgebaut und hat neben der Serienbetreuung lokal gefertigter Produkte auch Servicefunktionen in der Produkterprobung und Konstruktion für die anderen Entwicklungsstandorte im Konzernverbund übernommen. 1.5.3 Gewerblicher Rechtsschutz Unser Wissen, unsere Kompetenz und unsere Marke im Bereich Hydraulik, Mechatronik und Aktuatorik sichern wir in unseren Märkten durch Anmeldung von Patenten und Markenregistrierungen gegen Nachahmung von Wettbewerbern ab. Dazu hat im Jahr 2015 die FTE-Gruppe 649 gewerbliche Schutzrechte gehalten. Darin enthalten sind 302 Patente (in 48 Patentfamilien) sowie 347 Markenregistrierungen. 2. Wirtschaftsbericht2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDI N GUNGEN Entgegen der allgemeinen Erwartung und allen politischen Turbulenzen zum Trotz war das Jahr 2015 für das globale Autogeschäft ein weiteres Jahr des Wachstums. Vor allem die Märkte China und USA konnten ihr Wachstum fortsetzen, und alle großen Absatzmärkte haben neue Bestmarken erreicht. Lediglich in Brasilien und Russland brachen die Verkaufszahlen in 2015 zweistellig ein. Mit Problemen sah sich auch der japanische Markt konfrontiert, da die Konjunktur trotz aller geldpolitischen und wirtschaftspolitischen Initiativen der Regierung nicht nachhaltig in Fahrt gekommen ist. Die Emissionsproblematik des VW-Konzerns hatte 2015 auf den laufenden Absatz in Europa und Asien keinen bzw. allenfalls geringen Einfluss. Auch in der NAFTA Region war im Geschäftsjahr 2015 kein wesentlicher Einfluss zu spüren. Dabei heizen die billigen Rohölpreise die Nachfrage kräftig an, günstige Kraftstoffpreise sind die Folge. Diesen Effekt wird möglicherweise den Autobauern weiterhin Rückenwind geben, so dass der weltweite Automobilmarkt in 2016 auf über 78 Millionen Kraftfahrzeuge wachsen könnte. Auch beim Rohmaterial, wie z.B. Aluminium, waren in 2015 sinkende Preise zu verzeichnen, die auch zu Materialkostensenkungen in der FTE-Gruppe beigetragen haben. Die Vereinbarungen zu den jährlichen Personalkostenanpassungen an den jeweiligen Standorten der FTE-Gruppe blieben im Rahmen unserer Erwartungen und Prognosen. 2.2 WESENTLICHE ENTWICKLUNGEN IM GESCHÄFTSJAHR 2015 Für die FTE-Gruppe standen im Jahr 2015 die Fortsetzung von An- und Hochläufen neuer Produkte insbesondere aus den Produktbereichen EST (Gangstellermodul, doppelter Zentralausrücker) und EPT (Getriebeölpumpe) in Europa und Asien sowie die weitere Integration des Ende 2014 erworbenen Bremssattelwiederaufbereitungsgeschäfts im Fokus. Darüber hinaus sind im Rahmen der kontinuierlichen Verbesserungsmaßnahmen zur Effizienz- und Profitabilitätssteigerung in allen Funktionsbereichen und Regionen zwei Projekte zur Verlagerung der Produktion in 2015 gestartet worden, die aus heutiger Sicht bis Mitte 2016 abgeschlossen sein sollten. Zum einen die Verlagerung der Produktion (i.W. MST-Produkte) von Auburn Hills (USA), in unser Werk nach Puebla (Mexiko), sowie die Verlagerung der Produktion zur Wiederaufbereitung von Bremssätteln von Stövring (Dänemark) nach Presov (Slowakei). Sowohl der Standort in den USA als auch der in Dänemark werden als Entwicklungs- und Vertriebsstandorte weitergeführt. 2.3 VERMÖGENS- / FINANZ- UND ERTRAGSLAGE 2.3.1 Ertragslage Das prognostizierte Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2015 entsprach im Wesentlichen insgesamt den Erwartungen. Der Umsatz in den Regionen Europa und Asien konnte dabei deutlich gesteigert werden, während sich die schwächere Marktentwicklung in Brasilien fortsetzte und auch das Geschäft im NAFTA-Raum wegen des geringen Anteils an manuellen Schaltgetrieben am allgemeinen Marktwachstum nur unterdurchschnittlich partizipierte. Des Weiteren konnte im globalen Aftermarkt - auch dank des Ende 2014 akquirierten Bremssattelwiederaufbereitungsgeschäfts - der Umsatz deutlich gesteigert werden. Die FTE-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz in Höhe von 504,9 Millionen Euro, im Vergleich zum Vorjahr von 433,2 Millionen Euro (Anstieg um 16,6%). Darin sind Umsätze für Kupplungssysteme von 314,4 Millionen Euro, für Bremssysteme von 126,1 Millionen Euro und sonstige Produkte von 64,4 Millionen Euro, enthalten. Die Umsätze wurden in Europa mit 351,2 Millionen Euro (69,6% vom Gesamtumsatz), davon 128,4 Millionen Euro in Deutschland (25,4% vom Gesamtumsatz), in Amerika mit 74,6 Millionen Euro (14,8% vom Gesamtumsatz), in Asien mit 75,4 Millionen Euro (14,9% vom Gesamtumsatz) und in übrigen Regionen mit 3,7 Millionen Euro (0,7% vom Gesamtumsatz) getätigt. In den Umsätzen 2015 sind erstmalig für 12 Monate die Umsätze (Vorjahr 2 Monate) des neu erworbenen Bremssattelgeschäftes von SBS (Scandinavian Brake Systems) enthalten. Dieses Geschäft wurde mit Wirkung zum 1. November 2014 erworben. Diesen Umsätzen standen Kosten des Umsatzes von 404,4 Millionen Euro (80,1% des Umsatzes) gegenüber, die im Vorjahr bei 348,7 Millionen Euro (80,5% des Umsatzes) lagen. Die Vertriebsaufwendungen betrugen 14,7 Millionen Euro (2,9% des Umsatzes) und im Vorjahr 13,8 Millionen Euro (3,2% des Umsatzes). Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen beliefen sich auf 23,7 Millionen Euro (4,7% des Umsatzes) und im Vorjahr 19,5 Millionen Euro (4,5% des Umsatzes). Für Forschung und Entwicklung wurden 25,1 Millionen Euro (5,0% des Umsatzes) aufgewendet im Vergleich zum Vorjahr mit 19,7 Millionen Euro (4,6% des Umsatzes). Auf Basis von erhaltenen Kundenaufträgen sind davon im Jahr 2015 10,7 Millionen Euro (2014 11,2 Millionen Euro) aktiviert worden. Das Operative Ergebnis betrug 37,1 Millionen Euro (7,3% des Umsatzes) nach 31,4 Millionen Euro (7,2% vom Umsatz) im Vorjahr. Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag bei 100,5 Millionen Euro (19,9% des Umsatzes) gegenüber 84,4 Millionen Euro (19,5% vom Umsatz) im Vorjahr. Die Overheadkosten (Allgemeine Verwaltungs-, Vertriebs-, Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen) lagen in 2015 bei 63,4 Millionen Euro (12,6% des Umsatzes) im Vergleich zu 53,1 Millionen Euro (12,3% des Umsatzes) im Vorjahr. Das Finanzergebnis im Berichtszeitraum belief sich auf -26,9 Millionen Euro (-5,3% des Umsatzes) gegenüber -25,2 Millionen Euro (-5,8% des Umsatzes) im Vorjahr. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem zusätzlichen Zinsaufwand für die in Höhe von 15,0 Millionen Euro (Januar bis Oktober) bzw. 10,0 Millionen Euro (November und Dezember) genutzte Kreditlinie, die für die Teilfinanzierung der Akquisition des Bremssattelwiederaufbereitungsgeschäfts im 4. Quartal 2014 in Anspruch genommen wurde, sowie den höheren Aufwendungen aus der Bewertung der Darlehen in Fremdwährung im Vergleich zum Vorjahr (siehe Konzernanhang Seite 29, Nr. 23) Im Geschäftsjahr 2015 erzielte die FTE-Gruppe ein positives Ergebnis nach Steuern von 6,7 Millionen Euro (1,3% des Umsatzes). Im Vorjahr betrug das Ergebnis nach Steuern 1,5 Millionen Euro (0,3% des Umsatzes). Im Berichtszeitraum ergab sich unter Berücksichtigung von Abschreibungen in Höhe von 38,6 Millionen Euro (7,6% des Gesamtumsatzes) auf Basis des Konzernabschlusses ein EBITDA von 75,7 Millionen Euro (15,0% des Gesamtumsatzes) nach 62,8 Millionen Euro (14,5% des Umsatzes) im Vorjahr. Zur Steuerung der FTE-Gruppe wird ein um Restrukturierungsaufwendungen und außerordentliche Einmaleffekte bereinigtes EBITDA verwendet. Die Erwartungsgröße für das bereinigte EBITDA für 2015 von gut 17% bezogen auf den Umsatz konnte durch Umsatzsteigerungen und straffes Kostenmanagement mit 17,8% des Umsatzes bzw. 90,0 Millionen Euro übertroffen werden. 2.3.2 Finanzlage Das Eigenkapital der FTE-Gruppe zum Bilanzstichtag beträgt 76,8 Millionen Euro bzw. 14,1% der Bilanzsumme. Im Vorjahr betrug das Eigenkapital 64,7 Millionen Euro bzw. 12,3% der Bilanzsumme. Die Schulden setzen sich im Wesentlichen aus einer Unternehmensanleihe in Höhe von nominal 263,3 Millionen Euro zusammen. Die Unternehmensanleihe wurde zur neuen Finanzierung der FTE-Gruppe am 12. Juli 2013 in Höhe von nominal 240,0 Millionen Euro ausgegeben und im 4. Quartal 2013 um nominal 23,3 Millionen Euro auf einen Gesamtbetrag von nominal 263,3 Millionen Euro erhöht. Die Anleihe hat einen Zinssatz von 9,0% und eine Fälligkeit zum 15. Juli 2020. Die Zinszahlungen erfolgen halbjährlich jeweils zum 15. Januar und zum 15. Juli eines Jahres. In 2014 wurden aus dem Super Senior Revolving Credit Facility Agreement (RCF), einer revolvierenden Kreditlinie bei einem Bankenkonsortium mit einem Limit von 42,5 Millionen Euro, 15,0 Millionen Euro zur Finanzierung des Erwerbs des Bremssattelgeschäfts von SBS in Anspruch genommen. Im November 2015 wurden 5,0 Millionen Euro der 15,0 Millionen Euro zurückgezahlt. Die Laufzeit des Vertrages beträgt sechs Jahre und endet am 12. Juli 2019. Die Verzinsung erfolgt mit dem EURIBOR bei Inanspruchnahme der Kreditlinie in Euro oder dem LIBOR bei Inanspruchnahme in einer anderen Währung zzgl. eines Zuschlages von 3,5% bis 4,0% p.a., abhängig von der Einhaltung von Covenants und der seit Inkrafttreten des Vertrages vergangenen Laufzeit. Zudem ist für die Bereitstellung der Kreditlinie eine jährliche Bereitstellungsgebühr von 40% des Zinszuschlages (3,5% bis 4,0%) auf den Betrag der noch verfügbaren Kreditlinie vorgesehen. Die liquiden Mittel der FTE-Gruppe betrugen zum 31. Dezember 2015 40,5 Millionen Euro. Zum entsprechenden Vorjahresstichtag betrugen die liquiden Mittel 29,1 Millionen Euro. Der Netto-Cash-Flow aus operativer Tätigkeit (operativer Cash-Flow als zentrale Steuerungsgröße) lag mit 45,4 Millionen Euro über den Erwartungen, der Netto-CashFlow aus der Investitionstätigkeit bei -29,9 Millionen Euro und der Netto-Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit bei -4,3 Millionen Euro. Aufgrund der weiterhin stabilen finanzwirtschaftlichen Situation der FTE -Gruppe sahen wir uns jederzeit in der Lage, den Zahlungsverpflichtungen in 2015 nachzukommen. 2.3.3 Vermögenslage Die FTE-Gruppe ist Eigentümer ihrer Produktionsstätten in Deutschland, Mexiko und der Tschechischen Republik. Die Produktionsstätten in den USA, der Slowakei, in Dänemark, in Brasilien und in China sind gemietet. Die gesamte Produktionsausrüstung ist Eigentum der FTE-Gruppe, ebenso die IT-Hardware und das ERP-System. Das Net Working Capital (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vorräte abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) erhöhte sich im Geschäftsjahr 2015 auf 93,5 Millionen Euro von 84,2 Millionen Euro im Vorjahr (+9,3 Mio.€, +11%). Der Anstieg ergibt sich im Wesentlichen aus dem gestiegenen Geschäftsvolumen. Die Konzernbilanzsumme liegt bei 546,0 Millionen Euro (+3,7%) nach 526,7 Millionen Euro zum Vorjahresstichtag. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte belief sich Ende 2015 auf 62% (Ende 2014: 65%). Die kurzfristigen Vermögenswerte hatten folglich einen Anteil von 38% (Ende 2014: 35%). 2.4 INVESTITIONEN Mit gezielten Investitionen wurde unsere langfristige internationale Wachstumsstrategie weiterentwickelt. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Investitionen in Entwicklungskosten) beliefen sich im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015 auf 20,9 Millionen Euro (2014: 17,6 Millionen Euro). Schwerpunkte unserer Investitionen waren die Installation von Kapazitäten für neue Produkte mit 12,4 Millionen Euro, Rationalisierungs- und Ersatzinvestitionen mit 4,6 Millionen Euro, Investitionen in den Forschungs- und Entwicklungsbereich mit 1,5 Millionen Euro und in die IT-Infrastruktur mit 1,8 Millionen Euro. 2.5 PRODUKTION UND LOGISTIK Die FTE-Gruppe produziert und vertreibt rund 20.000 verschiedene verkaufsfähige Enderzeugnisse und unterhält weltweit 11 Produktionsstandorte. Die Belieferung der Kunden erfolgt entweder direkt aus den Produktionsstandorten (für OE-Kunden) bzw. über den Werken zugeordnete zentrale Logistikzentren für Aftermarkt-Erzeugnisse in den jeweiligen Regionen (Ebern für Europa, Auburn Hills für NAFTA und Maua für Südamerika). Als Kompetenzzentren ("Leadcenter") für bestimmte Produktionstechnologien fungieren die drei deutschen Werke in Ebern (Mechanische Fertigung, Gummikomponentenfertigung, Montage elektromechanischer Produkte), Fischbach (Kunststoffspritzguss, Montage kunststoffbasierter Produkte) und Mühlhausen (Schlauchfertigung, Montage von Kupplungs- und Bremsleitungen). Diese sind für die internationale Unterstützung und den Ausbau der weltweiten Produktionsstandorte zuständig. Bis Mitte 2016 werden die Produktionseinheiten in Auburn Hills (USA) in das Werk nach Puebla (Mexiko) sowie in Støvring (Dänemark) nach Presov (Slowakei) verlagert. Der Auslastungsgrad der Produktions- und Logistikzentren der FTE-Gruppe variiert zwischen den einzelnen Standorten. In den deutschen Standorten werden kapitalintensive und hochautomatisierte Prozesse im Dreischichtbetrieb mit bis zu 20 Schichten wöchentlich betrieben. Aufgrund kontinuierlicher Produktionsverlagerungen aus Deutschland ist der Standort in Podborany (Tschechien) mit bis zu 7 Tagen pro Woche hoch ausgelastet und soll in den kommenden Jahren erweitert werden. In Presov in der Slowakei wurden zusätzliche Flächen angemietet, um die Verlagerung des Aftermarkt-Bremssattelgeschäftes aus Dänemark durchzuführen und das Geschäft weiter auszubauen. In den Werken in China und Brasilien stehen hinreichend Flächen zur Erweiterung der Produktion zur Verfügung. Aufgrund des aus heutiger Sicht weiter wachsenden Geschäftes in Asien wird das Werk in Taicang (China) kontinuierlich höher ausgelastet, dagegen ist das Werk in Maua (Brasilien) aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation in Südamerika nur einschichtig ausgelastet. Alle Prozesse in der Wertschöpfungskette der FTE-Gruppe werden kontinuierlich auf Optimierungspotenziale untersucht. Ein wesentliches Instrument hierfür ist das in 2010 eingeführte Programm "FTE POINT", mit dessen Hilfe Verbesserungspotenziale identifiziert und entsprechende Maßnahmen zur Umsetzung eingeleitet und überwacht werden. In den vergangenen Jahren wurden damit in der Produktion signifikante jährliche Einsparungen durch Verlagerungen, Automatisierung, zeitwirtschaftliche Maßnahmen und Verbesserungen in der Logistik erreicht. 2.6 QUALITÄTS - UND UMWELTMANAGEMENT Die Produkte der FTE-Gruppe sind in den Endprodukten der Kunden funktionsrelevant. Daher kommt dem Ziel der Sicherstellung einer ausgezeichneten Qualität eine bedeutende Rolle zu. Zur Gewährleistung eines weltweit einheitlichen Qualitätsniveaus werden die Qualitätsstandards ISO 9001 und TS 16949 konzernweit eingehalten. Da sich die Bedürfnisse der Kunden in den verschiedenen Regionen und Märkten unterscheiden, werden bei der Produktion kundenspezifische Anforderungen berücksichtigt. Mit den Kooperationen zwischen den einzelnen Standorten und der engen Anbindung an die zentrale Gruppenfunktion wird das Know-how im Konzern geteilt und übertragen. Durch ihren ganzheitlichen Qualitätsmanagement-Ansatz und die umfangreichen Maßnahmen zur Optimierung von Prozessen, gelang es der FTE-Gruppe auch 2015 wieder, die Kundenzufriedenheit auf einem hohen Niveau zu halten bzw. zu verbessern. Als produzierendes Unternehmen ist sich die FTE-Gruppe ihrer ökologischen, ökonomischen und sozialen Verantwortung bewusst. Umweltverträgliches und nachhaltiges Wirtschaften ist ein wesentliches Ziel und Bestandteil der Konzernstrategie. Wir wollen schädliche Auswirkungen auf die Umwelt vorausschauend vermeiden, mit Rohstoffen und Energie sparsam umgehen und versuchen, Umweltschutz mit ganzheitlichem Ansatz umzusetzen. In einem Pilotprojekt wurden daher Indikatoren bzgl. Umwelt- und Energie festgelegt, die in 2016 auf alle Werke übertragen werden. Dies schließt auch eine CO2-Bilanzierung mit ein. Neun Produktionsstandorte in der FTE-Gruppe sind nach dem internationalen Umweltmanagementsystem ISO14001 zertifiziert. Im Jahr 2015 wurde das Werk in Fischbach als erstes Werk der Gruppe nach der Energiemanagement-Norm ISO50001 zertifiziert. Die anderen europäischen Werke folgen bis Ende 2017. 2.7 EINKAUF- UND LIEFERANTENMANAGEMENT Die Materialkosten bilden bei der FTE-Gruppe die größte einzelne Kostenposition. Da sie damit auch die Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinflussen, kommt dem Einkauf und dem Lieferantenmanagement auch eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Gruppe zu. Wesentliches Ziel des Einkaufs ist es, durch proaktives Management der direkten und indirekten Kosten der bezogenen Materialien und Dienstleistungen, Preisrisiken zu begrenzen und Skaleneffekte im Konzern zu nutzen. Das Einkaufs- und Lieferantenmanagement der FTE-Gruppe ist - neben der regionalen Aufstellung - dabei im Wesentlichen in drei Obergruppen organisiert:
Innerhalb des Materialgruppeneinkaufs stellen die Zukäufe von elektronischen Komponenten und Motoren, Metallumformteilen, Lagern, Schmiedeteilen sowie Plastik- und Gummiteilen mit einem Einkaufsanteil von gut 60% die größten Materialgruppen in 2015 dar. Die FTE-Gruppe hat eine leistungsfähige Gruppeneinkaufsstruktur aufgebaut, an die auch der Bereich der Nicht-Produktionsmaterialien und Dienstleistungen angeschlossen ist. Dabei wird der Einkauf zentral für alle in- und ausländischen Konzerngesellschaften gesteuert, während regionale Teams ihre spezifischen Kenntnisse über lokale Marktgegebenheiten und regionaltypische Kostentreiber einbringen. Durch den höheren Professionalisierungsgrad und die Kombination aus globalem und regionalem Einkaufsmanagement können Rohstoffe und Dienstleistungen aus unserer Sicht äußerst wettbewerbsfähig bezogen und Kosten deutlich reduziert werden. Die Marktpreise für Rohstoffe wie Öl, Stahl, Aluminium und Seltene Erden haben sich 2015 weiter vergünstigt. Optimierungen im Lieferantenauswahlprozess sowie Skalierungseffekte bei noch jungen Materialgruppen haben einen zusätzlichen positiven Beitrag zur Kosteneinsparung bewirkt. Des Weiteren ist es dem Einkauf gelungen, zusätzliche Potentiale aus Design-to-Cost-Maßnahmen insbesondere in Zusammenarbeit mit dem Entwicklungsbereich zu erschließen. Eine zentrale Aufgabe des Einkaufs besteht auch in der kontinuierlichen Optimierung der Lieferantenauswahl unter der Maßgabe einer globalen Bedarfsabdeckung. Diese erfolgt nicht nur ausschließlich nach klassischen Kriterien wie Qualität, Preis, Lieferfristen und -treue, sondern wir beziehen darüber hinaus auch wichtige Risikomanagement- und Nachhaltigkeits-Aspekte mit ein. 2.8 PERSONAL- UND SOZIALBEREICH In der FTE-Gruppe waren zum 31. Dezember 2015 3.703 Mitarbeiter beschäftigt. Dies bedeutet einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 78 Mitarbeiter. 2.8.1 Innovations Know-how Um den hohen Grad der Innovationsfähigkeit zu erhalten und die erfolgreiche Entwicklung der FTE-Gruppe auch in Zukunft zu gewährleisten, investiert FTE umfangreich in die Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Ziel ist es, in einem ausgewogenen Verhältnis Fachkräfte und Führungskräfte aus dem eigenen Nachwuchs heranzuziehen und externes Know-how und Expertenwissen hinzuzugewinnen. So waren in 2015 bei FTE an den deutschen Standorten insgesamt 47 Auszubildende und 26 dual Studierende beschäftigt. Seit 2005 bietet FTE die Möglichkeit des dualen Studiums in den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik, BWL, Informatik und Kunststofftechnik. Hierbei kooperiert FTE mit den Hochschulen Coburg und Würzburg/Schweinfurt sowie der technischen Universität Ilmenau. Entsprechend der internationalen Ausrichtung des Unternehmens erwerben die jungen Menschen schon während ihres dualen Studiums, in einem Auslandspraktikum an einem internationalen Standort von FTE, interkulturelle Kompetenz und können ihr berufliches Netzwerk ausgestalten. Der Erfolg von FTE hängt auch davon ab, wie schnell und effektiv das Unternehmen auf sich ändernde technologische Anforderungen seiner Kunden einstellen und auf Einflussfaktoren des Marktes reagieren kann. Daher hat FTE zum Ziel, dass die Mitarbeiter auf allen relevanten Wissensgebieten auf dem neuesten Stand sind. FTE trägt dem zum einen Rechnung, durch ein umfangreiches Weiterbildungsprogramm mit internen und externen Seminaren, zum anderen durch die Unterstützung von Maßnahmen der berufsbegleitenden persönlichen Weiterbildung. Im Jahr 2015 hat jeder Mitarbeiter durchschnittlich von 10 Stunden Weiterbildung profitiert. Aufgrund der immer komplexer werdenden elektronischen Bauteile in der Automobilindustrie hat FTE in Zusammenarbeit mit der Hochschule Coburg einen berufsbegleitenden Studiengang "Elektrotechnik" mit den Schwerpunkten Grundlagen der Elektrotechnik, Sensorik elektromagnetische Krafterzeugung und Softwareentwicklung entwickelt, den im Jahr 2015 insgesamt 98 Mitarbeiter absolvierten. 2.8.2 Personalpolitik/Compliance Guidelines und Policies werden international eingeführt und gelten für alle Mitarbeiter im Unternehmen gleichermaßen. So wurde im Jahr 2015 ein neuer einheitlicher Code of Conduct im Unternehmen eingeführt. Die Regelungen werden in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den Mitbestimmungsgremien auf Konzern- oder Standortebene abgestimmt. 2.8.3 Förderung von Vielfalt und Diversity FTE fördert eine Kultur der Wertschätzung, des gegenseitigen Respekts und der Chancengleichheit. Ein Ziel der Diversity-Strategie von FTE ist es, auch den Frauenanteil in technischen Berufen und den Anteil weiblicher Führungskräfte mittelfristig zu erhöhen. Zum 31.12.2015 beschäftigte FTE an den drei deutschen Standorten 475 Mitarbeiterinnen, was einem Frauenanteil von ca. 22,4 % der Stammbelegschaft entspricht. Der Frauenanteil in Führungspositionen bei FTE in Deutschland beträgt 8 %. FTE verfolgt dabei keine Quotenregelung, versucht jedoch die Bewerbung von Frauen zu fördern. Das Netzwerk weiblicher Führungskräfte fördert die fachliche Weiterbildung, unterstützt weibliche Nachwuchskräfte und trägt zum standortübergreifenden Austausch bei. FTE vergibt in Kooperation mit der Hochschule Coburg regelmäßig ein Deutschlandstipendium an eine besonders erfolgreiche junge Frau in einer technischen Studienrichtung. Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Beschäftigungsmöglichkeiten für Frauen zu fördern, gibt es flexible Arbeitszeitmodelle, Home-Office Angebote und Maßnahmen der Familienunterstützung. 3. NachtragsberichtZwischen dem Bilanzstichtag und dem Erstellungsdatum dieses Berichts gab es keine wesentlichen, berichtspflichtigen Ereignisse. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht4.1 AUSBLICK 2016 Wir erwarten, dass die drei großen Automobilmärkte -- Westeuropa, USA und China -- auch 2016 weiter wachsen. Für Hersteller und Zulieferer wie FTE werden Faktoren wie die globale Marktpositionierung und eine hohe Flexibilität immer wichtiger, um einerseits Schwankungen von einem Markt durch Absatz in anderen Regionen auszugleichen, andererseits um schnell auf Veränderungen, beispielsweise durch Anpassungen der Produktion, Modelle und Technologien, reagieren zu können. Die Abschätzung unserer Umsatzentwicklung für 2016 basiert auf Marktanalysen (LMC Automotive). Diese haben wir teilweise mit eigenen Annahmen zur Absatzentwicklung mit unseren Kunden ergänzt und auf dieser Basis die Umsatzerwartung für 2016 abgeleitet. Die Kostenentwicklung 2016 basiert auf einer Bottom-up-Planung der Kostenarten pro Konzerngesellschaft und konsolidiert für die FTE-Gruppe. Aus der weiteren Internationalisierung und der aus heutiger Sicht erwarteten deutlichen Umsatzsteigerung bei positivem Mix-Effekt gehen wir aus heutiger Sicht davon aus, dass sich das Ergebnisniveau auch in 2016 weiter verbessern kann. Für 2016 erwarten wir, unter der Annahme einer stabilen Entwicklung der Märkte und des weiteren Hochlaufs unserer neuen Produkte für EST (Elektrische Schaltungstechnologie) und EPT (Elektrische Pumpentechnologie), einen deutlichen Anstieg des Umsatzes. Ein Risiko besteht bzgl. der Volumen von VW ("VW Emissionsproblematik") insbesondere für die NAFTA-Region. Negative Auswirkungen erwarten wir aus den von den Kunden geforderten Preisreduzierungen sowie höheren Personalkosten, während wir aus heutiger Sicht von stabilen Materialkosten ausgehen. Kompensiert werden können diese Entwicklungen aus heutiger Sicht zumindest teilweise durch konsequent durchgeführte Kostensenkungsmaßnahmen an allen Standorten und Regionen. Bei Eintreten der aufgeführten Annahmen kann sich dies in 2016 entsprechend positiv auf das bereinigte EBITDA sowie den operativen Cash-Flow im Vergleich zu 2015 auswirken. Für das Geschäftsjahr 2016 planen wir in der FTE-Gruppe Investitionen (ohne Investitionen in Entwicklungskosten) von ca. 25 Millionen Euro sowie eine Belegschaftszahl zum Jahresende 2016 von ca. 3.760 Mitarbeitern. 4.2 CHANCEN UND RISIKEN Die FTE-Gruppe verfügt über ein Risikomanagementsystem, in dem neben operativen Risiken (im Hinblick auf technologische Entwicklung, Kunden- und Lieferantenperspektive) auch interne Risiken der Wertschöpfungskette wie Prozessabläufe, Vertragsgestaltungen, Versicherungen, Absicherungsgeschäfte oder IT-Sicherheitskonzepte analysiert werden. Der Bereich Interne Revision nimmt seine Kontrollaufgaben in der Muttergesellschaft sowie den Tochtergesellschaften wahr. Die Interne Revision ist der Geschäftsführung direkt zugeordnet, prüft und bewertet die Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsabläufe sowie die Wirksamkeit der internen Kontrollsysteme. 4.2.1 Markt und Technologie Die FTE-Gruppe versucht, das Kundenrisiko durch eine entsprechend breite Basis des Kundenportfolios zu minimieren. Dennoch können Verluste in beträchtlichem Ausmaß aus einer möglichen Insolvenz eines Kunden resultieren. Dies wirkt sich zum einen im Hinblick auf Forderungen, zum anderen auch durch Umsatzrückgänge und niedrigere Auslastung der Produktionsstandorte der FTE-Gruppe aus. Ausstehende Forderungen werden regelmäßig überprüft und unter Berücksichtigung der Kundenbonität wertberichtigt. Aktuell erzielt die FTE-Gruppe einen hohen Anteil des Umsatzes mit Aktuatorik-Produkten für manuelle Getriebe in PKW. Es sind auch Produkte für Anwendungen in Doppelkupplungsgetrieben sowie Automatik- und Hybridantriebe entwickelt worden, um das Produktportfolio zu erweitern. Die Entwicklung von neuen und innovativen Produkten wie elektrohydraulische Aktuatorikprodukte (z.B. CPx) bei Hybridfahrzeugen zur Anwahl der Antriebe oder wie Zentraleinrücker oder Aktuatoren für Schaltstangen sind Beispiele hierfür. Darüber hinaus planen wir, neben der breiten Kundenbasis die Internationalisierung weiter voranzutreiben, um auch am Wachstum insbesondere in Asien mit lokalen Kunden zu partizipieren. Dies kann die Risiken, die sich aus einer zu engen Ausrichtung auf bestimmte Märkte und Regionen oder auch wenige Großkunden ergeben, reduzieren. 4.2.2 Beschaffung und Produktion Wichtige Risikobereiche für die FTE-Gruppe sind Qualitätsmängel, die gegebenenfalls zu sehr hohen Ausgleichsforderungen von Kunden führen können, sowie wirtschaftliche Schwächephasen der OEM-Kunden und Veränderungen in den technologischen Anforderungen. Darüber hinaus können Unsicherheiten im Hinblick auf die langfristige Finanzierung der Unternehmensgruppe auftreten. Zur Reduzierung der Risiken dienen konsistente organisierte Prozesse in der Entwicklung und Fertigung bei der FTE-Gruppe und bei den von der FTE-Gruppe ausgewählten Lieferanten. Darüber hinaus werden Qualitätsrisiken durch eine entsprechende Qualitätsmanagement-Organisation innerhalb der gesamten FTE-Gruppe reduziert. Risiken werden durch entsprechende Versicherungen abgedeckt, die regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Für mögliche Gewährleistungsprobleme werden Rückstellungen in angemessenem Umfang gebildet. 4.2.3 Finanzwirtschaftliche Risiken Die internationale Tätigkeit der FTE-Gruppe erfolgt in unterschiedlichen Währungen. Hierdurch ist die FTE-Gruppe Währungsrisiken ausgesetzt. Durch Ausgleich entsprechender Zahlungsströme in gleicher Währung sollen Währungsrisiken minimiert werden. Im Bereich der finanzwirtschaftlichen Risiken sind insbesondere die jährlichen Zinszahlungen für die Unternehmensanleihe und ggf. die Inanspruchnahme der revolvierenden Kreditlinie zu sehen, die es gilt, durch den jährlichen Cash-Flow abzudecken. Zusammenfassend gehen wir davon aus, dass die FTE-Gruppe mit seinem erweiterten Produktportfolio, einschließlich des neu erworbenen Bremssattelwiederaufbereitungsgeschäfts, eine robuste Marktposition einnehmen kann, um zusammen mit seiner internationalen Aufstellung bestmöglich auf konjunkturelle Schwankungen oder sonstige Marktrisiken vorbereitet zu sein. Wir sehen somit zum heutigen Zeitpunkt keine materiellen Einzelrisiken bzw. keine Gesamtheit an Risiken, die die Unternehmensfortführung gefährden würden.
Ebern, 26. Februar 2016 FTE Holding GmbH Die Geschäftsführung Dr. Andreas Thumm Niklas Beyes Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Entwicklung des Konzerneigenkapitals zum 31. Dezember 2015
Anhang zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015der FTE Holding GmbHA. Allgemeine InformationenDie FTE Holding GmbH ist eine Kapitalgesellschaft nach deutschem Recht mit Sitz in 96106 Ebern, Andreas-Humann-Str. 2. Die FTE Holding GmbH und ihre Tochterunternehmen (im folgenden FTE Konzern) bilden einen Automobilzulieferkonzern, der hauptsächlich in Europa, Asien sowie in Nord- und Südamerika tätig ist. Die FTE Holding GmbH Gruppe ist ein internationaler Automobilzulieferer. Als Tier 1 Lieferant ist die FTE Holding GmbH Gruppe fokussiert auf Aktuatorikprodukte für den Kupplungs- und Bremsenbereich, die insbesondere in PKW Anwendung finden. Darüber hinaus produziert die FTE Holding GmbH Gruppe anspruchsvolle Hochtechnologieprodukte, wie z. B. Baugruppen für automatisierte Schaltsysteme und Sensorik-Produkte. Oberstes Mutterunternehmen ist die Falcon (BC) LuxCo S.C.A., Luxembourg. Unmittelbares Mutterunternehmen ist die FTE Group Holding GmbH. Die FTE Holding GmbH wird in den Konzernabschluss der FTE Group Holding GmbH einbezogen. Grundlagen Die der Aufstellung dieses Konzernabschlusses zugrunde gelegten wesentlichen Rechnungslegungsmethoden sind nachstehend erläutert. Sofern nichts anderes angegeben ist, wurden diese Methoden auf alle dargestellten Geschäftsjahre einheitlich angewendet. Der Konzernabschluss zum 31.12.2015 wurde unter Anwendung von § 315a Abs. 3 HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") in Übereinstimmung mit den internationalen Rechnungslegungsvorschriften, den International Accounting Standards (IAS), den International Financial Reporting Standards (IFRS) und des International Accounting Standard Board (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Dabei wurden die IFRS-Standards und Interpretationen angewandt, welche für die am 1. Januar 2015 beginnenden Geschäftsjahre verbindlich sind. Der Konzernabschluss wurde von der Geschäftsführung am 26.02.2016 aufgestellt. Der Konzernabschluss der FTE Holding GmbH wurde in T€ aufgestellt. Bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter der Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Ausnahme bilden zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte sowie derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert wurden. Die Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß IAS 1 erstellt. Verwendung von Schätzungen Die Bilanzerstellung nach den IFRS-Standards erfordert die Anwendung von Schätzungen und Annahmen, die Auswirkungen auf die Höhe und den Ausweis der Vermögenswerte und Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten haben. Die Schätzungen und Annahmen beruhen auf Erfahrungswerten sowie verschiedenen anderen Faktoren. Die Ergebnisse sind maßgeblich für die Beurteilung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden, die aus anderen Quellen nicht ohne weiteres ersichtlich sind. Von diesen Schätzungen können die tatsächlichen Werte abweichen. Die Schätzungen und die zu Grunde liegenden Annahmen werden laufend überprüft. Änderungen von Schätzungen in der Bilanz werden in der Korrekturperiode vorgenommen, falls die Korrektur nur diese Periode betrifft. Betrifft die Korrektur auch eine zukünftige Periode, müssen die Änderungen in allen betroffenen Perioden vorgenommen werden. Beurteilungen der Geschäftsführung unter Anwendung der IFRS, die einen maßgeblichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben, sowie Schätzungen mit einem signifikanten Risiko einer wesentlichen Anpassung im folgenden Jahr, werden unter Tz. (17) erläutert. B. Anwendung neuer RechnungslegungsstandardsErstmalig anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungen von Standards Im Geschäftsjahr 2015 waren folgende neue Standards, Interpretationen und Änderungen zu Standards für den FTE Konzern verpflichtend anzuwenden:
IFRIC Interpretation 21, Abgaben IFRIC 21 bietet Leitlinien dazu, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die von einer Regierung auferlegt wird. Die Interpretation gilt sowohl für Abgaben, die nach IAS 37 Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen bilanziert werden, als auch für Abgaben, bei denen Zeitpunkt und Betrag bekannt sind. Aus der erstmaligen Anwendung des Standards ergeben sich keine Änderungen für den FTE Konzern. Jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2011-2013 Durch die jährlichen Verbesserungen an den IFRS wird entweder ein bestehender Standard klargestellt oder ein Konflikt berichtigt. Der Erstanwendungszeitpunkt variiert von Standard zu Standard. Die Standards IFRS 1 Erstmalige Anwendung der Internationalen Financial Reporting Standards, IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse, IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts und IAS 40 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien wurden durch die jährlichen Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2011-2013 geändert. Aus der erstmaligen Anwendung des Standards ergeben sich keine Änderungen für den FTE Konzern. Noch nicht anzuwendende Rechnungslegungsstandards mit teilweise noch ausstehendem EU-Endorsement Der IASB hat nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht, die im Geschäftsjahr 2015 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Diese Standards und Interpretationen wurden von der EU bislang teilweise noch nicht anerkannt und werden vom FTE Konzern nicht angewandt. Die wichtigsten Neuerungen sind im Folgenden dargestellt. IFRS 9: Finanzinstrumente (2014) IFRS 9 (2014) ersetzt die bisherigen Regelungen des IAS 39 zu Finanzinstrumenten. Er beinhaltet geänderte Regelungen zu Bewertungskategorien für finanzielle Vermögenswerte und enthält kleinere Änderungen im Hinblick auf die Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten. Für bestimmte Fremdkapitalinstrumente der Aktivseite ist eine ergebnisneutrale Fair-Value-Bewertung vorgesehen. Darüber hinaus enthält er Regelungen zu Wertminderungen von Vermögenswerten und zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting). Die Vorschriften zur Wertminderung stellen erstmals auf erwartete Ausfälle ab. Die neuen Regelungen zum Hedge Accounting sollen dazu führen, dass Risikomanagement-Aktivitäten besser im Konzernabschluss abgebildet werden können. Dazu erweitert IFRS 9 (2014) u.a. die für Hedge Accounting qualifizierenden Grundgeschäfte und erleichtert die Effektivitätstests. Der neue Standard ist erstmalig verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am 1. Januar 2018 oder danach beginnen. Die Auswirkungen von IFRS 9 (2014) auf den Konzernabschluss der FTE Holding GmbH werden noch geprüft. IFRS 15: Erlöse aus Verträgen mit Kunden IFRS 15 ersetzt zukünftig sowohl die Inhalte des IAS 18 "Umsatzerlöse" als auch des IAS 11 "Fertigungsaufträge". Der neue Standard unterscheidet nicht zwischen unterschiedlichen Auftrags- und Leistungsarten, sondern stellt einheitliche Kriterien auf, wann für eine Leistungserbringung Umsatzerlöse zeitpunkt- und zeitraumbezogen zu realisieren ist. Dies ist dann der Fall, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die vereinbarten Güter und Dienstleistungen erlangt und Nutzen aus diesen ziehen kann. Der ursprüngliche verpflichtende Erstanwendungszeitpunkt (01.01.2017) wurde durch eine am 11.09.2015 veröffentlichte Änderung um ein Jahr auf den 01.01.2018 verschoben. Die Auswirkungen von IFRS 15 auf den Konzernabschluss der FTE Holding GmbH werden noch geprüft. IFRS 16: Leasingverhältnisse IFRS 16 ersetzt zukünftig IAS 17 "Leasingverhältnisse", IFRIC 4 "Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält", SIC-15 "Operating-Leasingverhältnisse - Anreize" sowie SIC-27 "Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen". Der neue Standard nimmt beim Leasingnehmer keine Klassifizierung in Finance- und Operating-Leasingverhältnisse vor, sondern es werden grundsätzliche alle Leasingverhältnisse in Form eines Nutzungsrechts und einer Leasingverbindlichkeit in der Bilanz erfasst. Es erfolgen keine wesentlichen Änderungen in der Leasinggeberbilanzierung im Vergleich zu IAS 17. Im Gegensatz zu IAS 17 fordert IFRS 16 umfangreichere Anhangangaben. Der neue Standard ist erstmalig verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am 1. Januar 2019 oder danach beginnen. Die Auswirkungen von IFRS 16 auf den Konzernabschluss der FTE Holding GmbH werden noch geprüft. Die nachfolgenden Standards und Änderungen an Standards sowie Interpretationen werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der FTE Holding GmbH haben:
C. Konsolidierungskreis und KonsolidierungsgrundsätzeDer Konzernabschluss zum 31.12.2015 enthält den Abschluss der FTE Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften sowie die nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligung. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen (einschließlich strukturierter Unternehmen), die vom FTE Konzern beherrscht werden. Der FTE Konzern beherrscht ein Beteiligungsunternehmen, wenn eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus einem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen vorliegt und der FTE Konzern die Fähigkeit besitzt, seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen dergestalt zu nutzen, dass dadurch die Höhe der Rendite des Beteiligungsunternehmens beeinflusst wird. Die folgende Tabelle zeigt eine Liste der konsolidierten Gesellschaften und die gehaltenen Anteile des FTE Konzerns:
Gesellschaften, über die die FTE Holding GmbH gemeinsame Beherrschung ausüben kann, werden je nach Ausprägung mit den anteiligen Vermögenswerten, Schulden, Aufwendungen und Erträgen in den Konzernabschluss einbezogen oder nach der Equity-Methode bewertet. In Abwesenheit anderer vertraglicher Vereinbarungen führt eine Mehrheit der Stimmrechte in der Regel zu Beherrschung. Bei gleich verteilten Stimmrechten liegt in der Regel gemeinsame Beherrschung vor, es sei denn, andere (vertragliche) Rechte führen zu Beherrschung durch den Anteilseigner. Assoziierte Unternehmen, auf die die FTE Holding GmbH maßgeblichen Einfluss im Sinne des IAS ausüben kann, werden ebenfalls nach der Equity-Methode bewertet. Maßgeblicher Einfluss wird grundsätzlich angenommen, wenn FTE direkt oder indirekt ein Stimmrechtsanteil von mindestens 20, aber weniger als 50 Prozent zusteht. Als nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen werden Anteile an assoziierten Unternehmen zusammengefasst.
Das Geschäftsjahr der FTE Holding GmbH endet am 31.12.2015. Der Stichtag der Einzelabschlüsse der einbezogenen Konzerngesellschaften entspricht dem Stichtag des Konzernabschlusses. Der Konzernabschluss der FTE Holding GmbH wurde für Konsolidierungszwecke nach einheitlichen Bilanzierungsgrundsätzen gemäß IFRS 10 erstellt. Die Konsolidierung eines Beteiligungsunternehmens beginnt an dem Tag, an dem der Investor die Beherrschung über das Unternehmen erlangt. Sie endet, wenn der Investor die Beherrschung über das Beteiligungsunternehmen verliert. Bei einem sukzessiven Unternehmenszusammenschluss wird der zuvor erworbene Eigenkapitalanteil des Unternehmens mit dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden Zeitwert neu bestimmt. Der daraus resultierende Gewinn oder Verlust ist in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Anteile an Tochterunternehmen Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode (sog. "purchase method") gemäß IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) durchgeführt. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Die Anschaffungsnebenkosten werden als Aufwand erfasst. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden werden bei der Erstkonsolidierung grundsätzlich mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der Minderheitenanteile. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Firmenwert angesetzt. Wenn die Anschaffungskosten geringer sind als der beizulegende Zeitwert der übernommenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung erfasst. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst. Alle Forderungen und Schulden, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Die Abschlüsse der Unternehmen werden vollkonsolidiert. Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenden Goodwill. In den Folgeperioden werden die Anschaffungskosten mit dem auf den FTE Konzern entfallenden Anteil des Nettovermögens fortentwickelt. Dabei werden die Buchwerte jährlich um die anteiligen Ergebnisse, ausgeschütteten Dividenden und sonstigen Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Nach der Equity-Methode bilanzierte Unternehmen werden außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert unterschreitet. Zu eliminierende Zwischengewinne aus Transaktionen mit assoziierten Unternehmen werden erfolgswirksam gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. D. WährungsumrechnungFunktionale Währung Die Posten im Jahresabschluss jeder Tochtergesellschaft des Konzerns werden mit der Währung bewertet, die den wirtschaftlichen Gehalt der zu Grunde liegenden, für die Gesellschaft relevanten Geschäftsvorfälle und Sachverhalte am besten widerspiegelt (funktionale Währung). Alle Transaktionen in einer anderen Währung als der funktionalen Währung gelten als Fremdwährungstransaktionen. Der Konzernabschluss wird in Euro erstellt, der funktionalen Währung der FTE Holding GmbH. Die Jahresabschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften mit einer anderen funktionalen Währung als dem Euro werden im Konzernabschluss gemäß IAS 21 (Auswirkungen von Wechselkursänderungen) auf der Grundlage des Konzeptes der funktionalen Währung nach der modifizierten Stichtagskursmethode in die Konzernwährung Euro umgerechnet. Bilanzierung von Geschäftsvorfällen Fremdwährungstransaktionen werden mit den Kursen am Transaktionsstichtag in die funktionale Währung umgerechnet. Währungsgewinne und -verluste, die aus der Abwicklung solcher Geschäftsvorfälle und aus der Währungsumrechnung von monetären Vermögenswerten und Schulden entstehen, werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Konzerngesellschaften Die Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Gesellschaften des Konzerns mit einer anderen funktionalen Währung als dem Euro werden zu dem am Bilanzstichtag gültigen Kurs (Stichtagskurs) umgerechnet, während Durchschnittskurse für die Umrechnung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechung verwendet werden. Der sich aus der Währungsumrechnung ergebende Unterschiedsbetrag wird erfolgsneutral im Eigenkapital unter dem Posten "Fremdwährungsrücklage" ausgewiesen. Währungsdifferenzen, die sich gegenüber der Vorjahresumrechnung bzw. der Umrechnung zum Erstkonsolidierungszeitpunkt im FTE Konzern ergeben, werden ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital unter dem Posten "Fremdwährungsrücklage" erfasst. Für die Währungsumrechnung wurden folgende wesentliche Wechselkurse von nicht in der Europäischen Währungsunion vertretenen Währungen zugrundegelegt:
E. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze(1) Ertragsrealisierung Umsätze werden im Wesentlichen aus dem Verkauf von Waren erzielt. Diese Umsätze werden gemäß IAS 18 ohne Umsatzsteuer und unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Kundenrabatten und Preisnachlässen bilanziert. Der Umsatz aus den Verkäufen von Waren wird realisiert, wenn die mit dem Eigentum am Vermögenswert verbundenen maßgeblichen Risiken und Chancen auf den Käufer übergegangen sind. Der Ertrag aus Lizenzen wird gemäß dem zu Grunde liegenden Vertrag periodengerecht realisiert. Zinserträge werden zeitanteilig auf der Basis ausstehender Beträge und einer Effektivverzinsung bis zum Fälligkeitsdatum erfasst, wenn festgelegt ist, dass solche Erlöseingänge hinreichend wahrscheinlich sind. Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst. (2) Umsatzkosten Umsatzkosten sind Kosten, welche für die Produktion und den Erwerb der Handelsware angefallen sind, soweit diese veräußert wurden. Sie enthalten alle zur Umsatzrealisierung erfassten Herstellungskosten. (3) Gliederung der Bilanz Vermögenswerte werden gemäß IAS 1.66 als kurzfristig klassifiziert, wenn
Alle anderen Vermögenswerte werden als langfristig eingestuft. Schulden werden gemäß IAS 1.69 als kurzfristig klassifiziert, wenn
Alle anderen Schulden werden als langfristig eingestuft. Ansprüche und Verpflichtungen aus latenten Steuern werden generell als langfristige Vermögenswerte oder Schulden gezeigt. Soweit Vermögenswerte und Schulden sowohl einen kurzfristigen als auch einen langfristigen Anteil aufweisen, werden diese in ihre Fristigkeitskomponenten aufgeteilt und entsprechend dem Bilanzgliederungsschema als kurzfristige und langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden ausgewiesen. (4) Sachanlagen Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen, die auf der geschätzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögenswerte beruhen. Die Neubewertungsmethode gemäß IAS 16.31 - 42 wird nicht angewandt. Die Kosten für selbst erstellte Sachanlagen enthalten neben den Kosten, die dem Fertigungsprozess direkt zuzurechnen sind, einen angemessenen Teil der fertigungsbedingten Gemeinkosten. Hierzu gehören fertigungsbedingte Abschreibungen sowie ein angemessener Anteil der Verwaltungs- und Sozialkosten. Fremdkapitalkosten werden nicht erfasst, da keine qualifizierten Vermögenswerte bestehen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear entsprechend den voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauern:
Grundstücke werden nicht abgeschrieben. Vermögenswerte des Sachanlagevermögens mit einem Anschaffungs- oder Herstellungswert von € 150 bis € 1.000 (Geringwertige Wirtschaftsgüter) werden im Erwerbsjahr vollständig abgeschrieben und entsprechend als Anlagenzugänge sowie als Abschreibung im Anlagenspiegel ausgewiesen. Veräußerungsgewinne und -verluste werden durch Gegenüberstellung der Verkaufserlöse mit den entsprechenden Buchwerten ermittelt und ertragswirksam erfasst. Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltungen werden in der Periode, in der sie auftreten, aufwandswirksam erfasst. Kosten für Großreparaturen und Wartungen werden dem Buchwert des Vermögenswertes zugeschrieben, sofern die Ansatzkriterien für Sachanlagen erfüllt sind. Großreparaturen werden über die Restnutzungsdauer der dazugehörigen Vermögenswerte abgeschrieben. Restbuchwerte vorangegangener Reparaturen und Wartungen werden ausgebucht. Dieselbe buchhalterische Behandlung wird angewandt, wenn für Anlagegüter eine Wiederbeschaffung in planmäßigen Abständen erforderlich sein sollte. Restbuchwerte, betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden jährlich gemäß IAS 16.51 und IAS 16.61 überprüft. (5) Immaterielle Vermögens werte Immaterielle Vermögenswerte beinhalten den Firmenwert, Kundenlisten, Marke, Technologie, Patente, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte sowie aus der Entwicklung stammende, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte. Firmenwert Entgeltlich erworbene Firmenwerte werden aktiviert und gemäß IAS 36 zumindest jährlich und wann immer es Anhaltspunkte für Wertminderungen (sog. "Triggering Events") gibt, einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Die Werthaltigkeit des Firmenwerts wird in einem einstufigen Verfahren auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (sog. "cash-generating unit") oder der Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen sie zugeordnet sind, überprüft. Dabei wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit ihrem erzielbaren Betrag (sog. "recoverable amount") verglichen. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag, so liegt eine Wertminderung vor und es ist auf den erzielbaren Betrag abzuschreiben. Der erzielbare Betrag (sog. "recoverable amount") einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit entspricht dem höheren der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten (sog. "fair value less costs to sell") und seinem Nutzungswert (sog. "value in use"). Eine spätere Zuschreibung bei Wegfall der Gründe für eine frühere Wertminderung auf Firmenwerte ist nicht zulässig. Entwicklungskosten Forschungskosten werden nicht aktiviert, sondern gemäß IAS 38 in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn die Ansatzkriterien des IAS 38 erfüllt sind. Nach der erstmaligen Aktivierung wird der Vermögenswert zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen geführt. Aktivierte Entwicklungskosten beinhalten alle direkt zurechenbaren Einzelkosten, anteilige Gemeinkosten sowie Fremdkapitalkosten gemäß IAS 23 und werden über die geplante Produktlebensdauer abgeschrieben. Sonstige immaterielle Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte mit einer begrenzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer werden nach dem Anschaffungskostenprinzip gemäß IAS 38 aktiviert und linear über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer dürfen hingegen nicht planmäßig abgeschrieben werden. Fremdkapitalkosten für immaterielle Vermögenswerte, für deren Erstellung ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist (qualifizierter Vermögenswert) und die direkt der Erstellung dieser Vermögenswerte zugeordnet werden können, werden unter den Voraussetzungen des IAS 23 aktiviert. Die auf immaterielle Vermögensgegenstände angewandten Bilanzierungsgrundsätze stellen sich wie folgt dar:
Innerhalb der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die Abschreibungen insbesondere in den Umsatzkosten ausgewiesen. Restbuchwerte, betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden jährlich überprüft. (6) Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte Einzelne langfristige Vermögenswerte oder eine Gruppe von Vermögenswerten werden als "zur Veräußerung bestimmt" klassifiziert und gesondert in der Bilanz ausgewiesen, wenn die Veräußerung beschlossen und deren Durchführung höchstwahrscheinlich ist. Die klassifizierten Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Die planmäßige Abschreibung endet mit der Einstufung als "zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte". (7) Wertminderung nicht finanzieller Vermögens werte An jedem Bilanzstichtag wird eine Einschätzung vorgenommen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung (sog. "impairment") bei Sachanlagen oder immateriellen Vermögenswerten vor, wird der Buchwert eines Vermögenswerts mit dem erzielbaren Betrag des Vermögenswerts (sog. "recoverable amount") verglichen. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Kosten der Veräußerung (sog. "fair value less costs of disposal") und Nutzungswert (sog. "value in use"). Der beizulegende Zeitwert abzüglich der Kosten der Veräußerung (sog. "fair value less costs of disposal") ist der Betrag, der durch den Verkauf eines Vermögenswerts in einer Transaktion zu Marktbedingungen zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Parteien nach Abzug der Veräußerungskosten erzielt werden könnte. Der Nutzungswert (sog. "value in use") entspricht dem Barwert der künftigen Cashflows, die voraussichtlich aus einem Vermögenswert abgeleitet werden können. Liegt der Buchwert über dem höheren der beiden Beträge (beizulegender Zeitwert abzüglich der Kosten der Veräußerung oder Nutzungswert), wird eine Wertminderung auf den niedrigeren erzielbaren Betrag vorgenommen. Wenn der Grund für eine früher durchgeführte Wertminderung auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwert) entfallen ist, erfolgt eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten. (8) Finanzinstrumente Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und gleichzeitig bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzielle Vermögenswerte Zu den finanziellen Vermögenswerten zählen insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte. Finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten umfassen eine vertragliche Verpflichtung, Zahlungsmittel oder einen anderen finanziellen Vermögenswert an ein anderes Unternehmen abzugeben. Bei den finanziellen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Schulden aus Lieferungen und Leistungen, Anleihen, Schulden gegenüber Kreditinstituten, Schulden aus Finanzierungsleasing sowie derivativen Finanzverbindlichkeiten. Der Konzern kategorisiert seine Finanzinstrumente wie folgt: a. Kredite und Forderungen b. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten c. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte d. Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden Die Kategorisierung hängt vom jeweiligen Zweck ab, für den die Finanzinstrumente abgeschlossen wurden. Die Geschäftsführung legt die Kategorisierung ihrer Finanzinstrumente im Abschlusszeitpunkt fest. Die Einstufung der Finanzinstrumente in die jeweiligen Bewertungskategorien erfolgt bei ihrem erstmaligen Ansatz. Umwidmungen werden, sofern diese zulässig sind und erforderlich erscheinen, zum Ende eines jeden Geschäftsjahres vorgenommen. a. Kredite und Forderungen Finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind, werden als Kredite und Forderungen kategorisiert. b. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte sind finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden. Ein finanzieller Vermögenswert wird dieser Kategorie zugeordnet, wenn er prinzipiell mit kurzfristiger Verkaufsabsicht erworben wurde. Derivate gehören ebenfalls dieser Kategorie an. Vermögenswerte dieser Kategorie werden als kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen, wenn die Realisierung des Vermögenswerts innerhalb von zwölf Monaten erwartet wird. Alle anderen Vermögenswerte werden als langfristig klassifiziert. c. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die keiner der anderen dargestellten Kategorien zugeordnet wurden. Finanzielle Vermögenswerte sind den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern bzw. wenn sie nicht innerhalb von zwölf Monaten fällig sind. Wenn die Geschäftsführung die ausdrückliche Absicht geäußert hat, die Finanzinstrumente für weniger als 12 Monate ab dem Bilanzstichtag zu halten oder sofern diese auf Grund des Bedarfes von Betriebskapital verkauft bzw. bezahlt werden müssen, dann werden sie den kurzfristigen Vermögenswerten zugewiesen. Ansatz und Bewertung f inanzielle r Vermögenswerte und Verbindlichkeiten Die erstmalige Bewertung finanzieller Vermögenswerte erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Dabei beinhaltet bei Finanzinstrumenten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, der Buchwert die direkt zurechenbaren Transaktionskosten. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird durch den am Bilanzstichtag notierten Marktpreis bestimmt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, für die kein aktiver Markt besteht, wird unter Anwendung von anerkannten Bewertungsmethoden ermittelt. Kann für Anteilspapiere der Marktwert nicht zuverlässig ermittelt werden, erfolgt die Bilanzierung zu Anschaffungskosten abzüglich der Wertminderung. Der FTE Konzern erfasst finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten in der Bilanz, wenn der FTE Konzern vertragliche Rechte oder Pflichten erhält. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat. Finanzielle Verbindlichkeiten werden dann ausgebucht, wenn die Verpflichtungen erfüllt oder aufgehoben sind oder auslaufen. "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten" und "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" werden in der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Kredite und Forderungen sowie die finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Realisierte sowie nicht realisierte Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen des Marktwertes für "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten" finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten entstehen, werden erfolgswirksam in der Periode, in der sie entstehen, erfasst. Nicht realisierte Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes der als "zur Veräußerung verfügbar" kategorisierten Finanzinstrumente entstehen, werden erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen. Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Erfüllungstag, das heißt am Tag, an dem ein Vermögenswert an oder durch das Unternehmen geliefert wird, bilanziell erfasst. Eine Ausnahme bilden Derivate. Diese werden am Handelstag bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben. Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts bzw. einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Bei einem finanziellen Vermögenswert oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten liegt nur dann eine Wertminderung vor, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswerts eingetreten sind (ein Schadensfall), ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung vorliegt und dieser Schadensfall (oder Schadensfälle) eine verlässlich schätzbare Auswirkung auf die erwarteten künftigen Cashflows des finanziellen Vermögenswerts oder der Gruppe der finanziellen Vermögenswerte hat. Objektive Hinweise auf einen eingetretenen Wertminderungsaufwand könnten folgende sein: Hinweise auf finanzielle Schwierigkeiten eines Kunden oder einer Gruppe von Kunden, die Nichteinhaltung oder Nichtzahlung von Zins- oder Kapitalbeträgen, die Wahrscheinlichkeit, einen Bankrott zu erklären oder einer anderen finanziellen Restrukturierung zu unterliegen, und erkennbare Tatsachen, die auf eine messbare Verringerung der geschätzten zukünftigen Kapitalflüsse hindeuten, wie beispielsweise ungünstige Veränderungen der Zahlungslage des Kreditnehmers oder der Wirtschaftslage, die mit dem Leistungsverzug übereinstimmen. (9) Leasingverhältnisse Die Konzerngesellschaften haben u.a. für Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Kraftfahrzeuge Leasingverträge abgeschlossen. Gemäß IAS 17 werden diese als Finanzierungs- bzw. Operative-Leasing klassifiziert. Leasingverträge für Sachanlagen, bei denen der Konzern die mit dem Eigentum am Leasinggegenstand verbundenen wesentlichen Risiken und Chancen übernimmt, werden als Finanzierungsleasing bezeichnet. IAS 17 beinhaltet Regelungen zur Bestimmung des wirtschaftlichen Eigentümers eines Vermögenswertes auf der Basis von Risiken und Chancen des Leasinggeschäfts. Liegt Finanzierungsleasing vor, werden die Leasinggegenstände dem Leasingnehmer zugeordnet, bei einem Operating-Leasingverhältnis hingegen werden sie dem Leasinggeber zugeordnet. Bei einem Finanzierungsleasing erfolgt die Aktivierung des Leasinggegenstandes zu Leasingbeginn zum niedrigeren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert der geleasten Sachanlage oder dem Barwert der Mindestleasingzahlungen. Die dazugehörigen Mietverpflichtungen, nach Abzug von Finanzierungskosten, werden unter den sonstigen langfristigen Schulden ausgewiesen. Die Leasingraten werden in einen Zins- und Tilgungsanteil aufgeteilt. Der Zinsanteil der Leasingrate wird mit einer periodisch gleich bleibenden Rendite auf den Nettoinvestitionswert über die Leasingdauer berechnet und in der jeweiligen Periode in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die auf der Basis von Finanzierungsleasing erworbenen Sachanlagen werden über die kürzere betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Sachanlage oder den Leasingzeitraum abgeschrieben. Leasingverträge, bei denen der Leasinggeber den wesentlichen Anteil der mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen behält, werden als Operating-Leasingverhältnisse bezeichnet. Die gleichmässig verteilten Leasingraten abzüglich erhaltener Zuschüsse des Leasinggebers werden erfolgswirksam über die Vertragslaufzeit des Leasingverhältnisses in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. (10) Vorräte Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem Nettoveräußerungswert bewertet. Anschaffungskosten der Rohstoffe werden anhand des gewichteten Durchschnittes ermittelt. Die Herstellungskosten für fertige und unfertige Erzeugnisse beinhalten Materialeinzelkosten, Fertigungslöhne, sonstige Einzelkosten und weitere produktionsbezogene Gemeinkosten. Fertigungsgemeinkosten umfassen ebenfalls produktionsbedingte Abschreibungen. Fremdkapital- und Vertriebskosten werden nicht aktiviert. Der Nettoveräußerungswert ist der im normalen Geschäftsgang geschätzte Verkaufspreis abzüglich der Fertigstellungskosten und Vertriebsaufwendungen. Angemessene Abschläge werden auf den Nettoveräußerungswert sowie für schlechtgängige oder veraltete Posten der Vorräte aufgrund von Erfahrungswerten vorgenommen. Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungserlös gestiegen ist, wird in diesem Umfang eine Wertaufholung vorgenommen. (11) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum ursprünglichen Rechnungsbetrag abzüglich Wertberichtigungen erfasst. Wertberichtigungen werden berücksichtigt, wenn Forderungen uneinbringlich bzw. zweifelhaft sind und eine zuverlässige Schätzung der Wertberichtigung durchgeführt werden kann. Der Wertberichtigungsbetrag wird als Differenz zwischen Buchwert und dem Barwert des angenommenen Zahlungseingangs berechnet, welcher mit dem ursprünglichen effektiven Zinssatz des finanziellen Vermögenswertes diskontiert wird. Entfallen Gründe für eine Wertberichtigung oder andere Abschreibungen, werden die Wertberichtigungen aufgelöst und der Vermögenswert entsprechend zugeschrieben. (12) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Barmittel, Sichteinlagen und sonstige kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte mit einer Restlaufzeit bis zu drei Monaten. Diese werden in der Bilanz zu Anschaffungskosten erfasst. (13) Steuern Die Ertragsteuern umfassen sämtliche tatsächlichen Steuern, die auf die laufenden steuerpflichtigen Gewinne der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften nach den jeweiligen nationalen Steuergesetzen erhoben werden, sowie latente Steuern. Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für laufende und frühere Perioden werden mit dem Betrag angesetzt, in dessen Höhe eine Erstattung von der Finanzbehörde beziehungsweise eine Zahlung an die Finanzbehörde erwartet wird. Der Berechnung der Beiträge werden die jeweiligen, zum Bilanzstichtag geltenden nationalen Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt. Latente Steuern werden gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) auf alle temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden (Liability Method) sowie auf Konsolidierungsvorgänge und steuerliche Verlustvorträge gebildet. Aktive latente Steuern werden gebildet, soweit die Realisierung der hieraus resultierenden Steuerminderungsansprüche aus der erwarteten Nutzung wahrscheinlich ist. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steuererstattungsansprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht. Auf die temporären Unterschiede im Zusammenhang mit den Anteilen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen werden in Anwendung des IAS 12.39 keine latenten Steuern bilanziert, da es nicht wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden. Latente Steuerforderungen, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen, an assoziierten Unternehmen und an gemeinsamen Vereinbarungen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden. Latente Steuerforderungen dürfen nur in dem Umfang angesetzt werden, wie ausreichend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen verwendet werden können. Der Berechnung der latenten Steuern liegen die jeweiligen länderspezifischen, zum Realisierungszeitpunkt des Vermögenswertes oder zum Zeitpunkt der Erfüllung der Schuld erwarteten Steuersätze entsprechend der zum Bilanzstichtag geltenden gesetzlichen Regelungen zugrunde. Soweit Steuerabgrenzungen auf Konsolidierungsbuchungen, die nicht einzelnen Konzerngesellschaften zugeordnet werden können, zu berücksichtigen sind, wird der Steuersatz der Muttergesellschaft angewandt. Eine Abzinsung latenter Steueransprüche und latenter Steuerschulden wird entsprechend dem IFRS-Standard nicht vorgenommen. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden saldiert, wenn ein einklagbarer Anspruch auf die Verrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht und diese sich auf Ertragssteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden. Der Umsatzsteuerbetrag, der von der Steuerbehörde erstattet oder an diese abgeführt wird, wird in der Bilanz unter Forderungen beziehungsweise Schulden erfasst. Die sonstigen Steuern, wie zum Beispiel verbrauchs- und vermögensabhängige Steuern, sind in den Herstellungskosten, Vertriebskosten, Forschungs- und Entwicklungskosten sowie den allgemeinen Verwaltungskosten enthalten. (14) Leistungen an Arbeitnehmer a. Leistungsorientierte Altersversorgungssysteme Die Konzerngesellschaften haben hinsichtlich ihrer nationalen Bedingungen und Gegebenheiten verschiedene Altersversorgungspläne. Ein leistungsorientierter Altersversorgungsplan ist ein Pensionsplan, bei dem der Betrag der Pensionsbezüge auf der Basis eines oder mehrerer Faktoren wie Alter, Anzahl der Dienstjahre oder Vergütungen festgelegt ist. Verpflichtungen aus dem leistungsorientierten Altersversorgungssystem werden jährlich gemäß IAS 19 nach der Projected-Unit-Credit-Methode von externen Versicherungsmathematikern ermittelt. Der FTE Konzern wendet den im Juni 2011 veröffentlichten überarbeiteten Standard IAS 19 rev. an. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die auf erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen basieren, werden in der Periode ihres Entstehens als sonstiges Ergebnis ("Other Comprehensive Income") direkt im Eigenkapital erfasst. Verfallbarer nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird bei Entstehung sofort erfolgswirksam erfasst. Die erwartete Verzinsung des Planvermögens wird in Höhe des Diskontierungszinssatzes der Pensionsverpflichtungen angenommen. Aufstockungs- und Abfindungsbeträge für Altersteilzeit sowie für Langzeitkonten werden ratierlich über die noch verbleibende Laufzeit des Dienstverhältnisses erfolgswirksam zugeführt. Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen ergeben sich aus dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen am Stichtag und Anpassungen für versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste. Der Barwert der Gesamtverpflichtung wird zu den geschätzten künftigen Auszahlungen angesetzt, wobei Zinssätze aus hochwertigen Unternehmensanleihen angewandt werden, die eine ähnliche Laufzeit bis zur Fälligkeit haben wie die Laufzeit der dazugehörigen Verpflichtungen. Pensionsaufwendungen werden aus den jährlichen versicherungsmathematischen Berechnungen der Verpflichtungen ermittelt und enthalten die laufenden Kosten für Dienstleistungen und Zinsen. b. Beitragsorientierte Altersversorgungssysteme Bei den beitragsorientierten Altersversorgungssystemen zahlt das Unternehmen Beiträge für Pensionspläne auf Grund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen. Mit Zahlung der Beträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Laufende Beitragszahlungen werden als Pensionsaufwand des jeweiligen Jahres erfasst. c. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden ausgezahlt, sobald das Arbeitsverhältnis eines Arbeitnehmers vor dem vorgesehenen Ruhestandsdatum beendet wird oder sobald ein Arbeitnehmer eine freiwillige Abfindung als Ersatz für diese Leistungen annimmt. Der Konzern erfasst Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses, wenn eine nachweisliche Verpflichtung besteht, das Arbeitsverhältnis derzeit Beschäftigter gemäß einem detaillierten formalen Plan ohne Rücktrittsmöglichkeit zu beenden, oder Leistungen auf Grund eines Angebots zur Förderung der freiwilligen vorzeitigen Beendigung von Arbeitsverhältnissen zu erbringen. d. Bonuspläne Verpflichtungen aus Bonusplänen werden unter den sonstigen Verpflichtungen ausgewiesen, wenn mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt wird:
Verpflichtungen aus Bonusplänen, die innerhalb von 12 Monaten beglichen werden, sind zum voraussichtlichen Auszahlungsbetrag zu bewerten. (15) Rückstellungen Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige (rechtliche bzw. faktische) Verpflichtung hat, diese Verpflichtung wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führen wird und die Höhe der Verpflichtung verlässlich geschätzt werden kann. Die Rückstellungshöhe entspricht der bestmöglichen Schätzung des Erfüllungsbetrags der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag, wobei erwartete Erstattungen Dritter nicht saldiert, sondern als separater Vermögenswert angesetzt werden, sofern die Realisation so gut wie sicher ist. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Zugrundelegung risikoadäquater Marktzinssätze mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt, sofern der Zinseffekt wesentlich ist. Rückstellungen für Gewährleistungen werden zum Zeitpunkt des Verkaufs der betreffenden Waren oder der Erbringung der entsprechenden Dienstleistungen gebildet. Die Höhe der Rückstellung basiert auf der historischen Entwicklung von Gewährleistungen sowie einer Betrachtung aller zukünftig möglichen, mit ihren Eintrittswahrscheinlichkeiten gewichteten Gewährleistungsfälle. Sofern die Gruppe für eine passivierte Rückstellung eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung in Übereinstimmung mit IAS 37.53 als separater Vermögenswert aktiviert. Steht die Rückerstattung in einem engen wirtschaftlichen Zusammenhang mit der Verpflichtung, wird der Aufwand aus der Rückstellungsverpflichtung mit dem Ertrag aus dem korrespondierenden Erstattungsanspruch in der Gewinn- und Verlustrechnung saldiert. (16) Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 erst dann erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass dem Konzern die Zuwendungen tatsächlich gewährt werden und der Konzern sämtliche notwendige Anspruchsvoraussetzungen erfüllen wird. Zuwendungen der öffentlichen Hand in Form von Investitionszuschüssen und -zulagen werden, soweit sie sich auf die Anschaffungs- oder Herstellungskosten beziehen, grundsätzlich bei den Anschaffungs- und Herstellungskosten des betroffenen Vermögenswertes abgesetzt. Alle weiteren Zuwendungen werden erfolgswirksam in der Periode vereinnahmt, in der die entsprechenden Aufwendungen anfallen. (17) Schätzungen und Beurteilungen des Managements Die Aufstellung eines Konzernabschlusses nach IFRS erfordert, dass Annahmen und Ermessensentscheidungen getroffen und Schätzungen gemacht werden, die Auswirkungen auf den Wertansatz von bilanzierten Vermögenswerten und Schulden sowie der Aufwendungen und Erträge haben. Die Beurteilung der Werthaltigkeit von Firmenwerten Der Konzern untersucht jährlich, ob eine Wertminderung des Firmenwertes vorliegt. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU) wurde basierend auf Berechnungen des Nutzungswerts ermittelt. Diesen Berechnungen wurden Annahmen zugrunde gelegt. Durch Veränderung der Annahmen kann sich der Nutzungswert verändern, was zur Erfassung von Wertminderungen führen könnte. Ansatz und Bewertung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Barwert der Pensionsverpflichtung hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die auf versicherungsmathematischen Annahmen beruhen. Die bei der Ermittlung der Nettoaufwendungen (-erträge) für Pensionen verwendeten Annahmen schließen den Abzinsungssatz mit ein. Jede Änderung dieser Annahmen kann Auswirkungen auf den Buchwert der Pensionsverpflichtung haben. Ansatz und Bewertung anderer Rückstellungen Der Konzern ist in verschiedenen Ländern zur Entrichtung von Ertragsteuern verpflichtet. Deshalb sind wesentliche Annahmen erforderlich, um die weltweite Ertragsteuerrückstellung zu ermitteln. Sofern die endgültige Besteuerung von Geschäftsvorfällen von der anfänglich angenommenen abweicht, wird dies in der Periode, in der die Besteuerung abschließend ermittelt wird, Auswirkungen auf die tatsächlichen und die latenten Steuern haben. Die Rückstellung für Gewährleistungen beruht auf Erfahrungswerten der Vergangenheit, die gegebenenfalls vom tatsächlichen Betrag für Gewährleistungen abweichen können. Laufende Verhandlungen über Gewährleistungsbestimmungen mit wichtigen Kunden können möglicherweise zu Berichtigungen der Rückstellungen in zukünftigen Perioden führen. Die Annahmen und Schätzungen basieren jeweils auf dem aktuellen Kenntnisstand und den aktuell verfügbaren Daten. Die tatsächliche Entwicklung kann von den Schätzungen abweichen. Wenn die tatsächlichen Beträge von den geschätzten abweichen, werden die Buchwerte der Schulden entsprechend angepasst. F. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung(18) Umsatzerlöse
Die sonstigen Umsatzerlöse beinhalten im Wesentlichen Einzelteile und Handelswaren. Nach Regionen aufgeteilt stellen sich die Umsatzerlöse wie folgt dar:
Die Zurechnung der Umsatzerlöse zu den Regionen folgt dem Bestimmungslandprinzip. Für das Geschäftsjahr 2015 wurden mit zwei Kunden Umsatzerlöse in Höhe von T€ 161.785 (Vorjahr T€ 167.583) erzielt. Davon entfallen T€ 121.030 (Vorjahr T€ 120.555) auf den einen Kunden und T€ 40.755 (Vorjahr T€ 47.028) auf den anderen Kunden. (19) Umsatzkosten Die Umsatzkosten umfassen die Anschaffungs- und Herstellungskosten, die für die verkauften Produkte und Waren anfallen. Die Umsatzkosten beinhalten im Wesentlichen Materialaufwand, Personalaufwand und Abschreibungen. Die Abschreibungen in Höhe von T€ 30.394 (Vorjahr T€ 26.926) beinhalten neben planmäßigen Abschreibungen auch Abschreibungen aufgrund der Kaufpreisallokation in Höhe von T€ 13.149 (Vorjahr T€ 13.149). Es wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 1.891 T€ (Vorjahr T€ 4) vorgenommen. (20) Vertriebsaufwendungen Zu den Vertriebsaufwendungen in Höhe von T€ 14.691 (Vorjahr T€ 13.844) zählen neben Sachgemein- und Personalkosten sowie Abschreibungen des Vertriebsbereichs in Höhe von T€ 327 (Vorjahr T€ 301) die angefallenen Aufwendungen für Marketing und Werbung. (21) Allgemeine Verwaltungsaufwendungen Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von T€ 23.650 (Vorjahr T€ 19.501) beinhalten im Wesentlichen Sachgemein- und Personalkosten sowie auf den Verwaltungsbereich entfallende Abschreibungen in Höhe von T€ 140 (Vorjahr T€ 97). (22) Entwicklungskosten Die Forschungs- und Entwicklungskosten haben sich wie folgt entwickelt:
In den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen sind Abschreibungen in Höhe von T€ 7.717 (Vorjahr T€ 4.139) enthalten. Diese beinhalten Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von T€ 6.237 (Vorjahr T€ 2.772), s. Tz. (27). Es wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 1.873 T€ (Vorjahr T€ 0) vorgenommen. (23) Finanzergebnis
1) Mit Wirkung zum 01.11.2014 wurde SFMC s.r.o. vollkonsolidiert Im Finanzergebnis sind nach der Effektivzinsmethode berechnete Gesamtzinserträge und -aufwendungen aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten enthalten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Dem Gesamtzinsertrag in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 0) stehen Gesamtzinsaufwendungen in Höhe von T€ 26.281 (Vorjahr T€ 25.705) gegenüber. Ertrags- und Aufwandsposten in Form von Entgelt (z.B. Provisionen), die nicht in die Effektivzinsberechnung eingeflossen sind, bestanden nicht. (24) Ertragsteuern /Latente Steuern Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuern erfasst. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzten sich dabei aus Gewerbesteuer, Körperschaftssteuer, Solidaritätszuschlag und den entsprechenden ausländischen Einkommen- und Ertragsteuern zusammen. Die FTE Holding GmbH und ihre inländischen Konzerngesellschaften unterliegen der Körperschafts- und Gewerbesteuer. Der im Berichtszeitraum gültige Körperschaftssteuersatz beträgt 15,0 % zuzüglich des Solidaritätszuschlages in Höhe von 5,5 %. Die Gewerbesteuer beläuft sich auf 12,4 % des steuerplichtigen Gewerbeertrags. Der nominelle Steuersatz beläuft sich auf 28,2 % (Vorjahr 28,2 %). Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag gliedert sich nach der Herkunft wie folgt auf:
Der fiktive Aufwand für Steuern vom Einkommen und Ertrag, der sich bei Anwendung des Steuersatzes der Konzernobergesellschaft 28,2 % (Vorjahr 28,2 %) ergeben hätte, lässt sich wie folgt auf den ausgewiesenen Steueraufwand überleiten:
Die nicht abzugsfähigen Ausgaben betreffen im Wesentlichen steuerlich nicht abzugsfähige Zinsaufwendungen. Für die Berechnung der latenten Steuern der Gesellschaft wird der jeweils landesspezifische Steuersatz berücksichtigt. Die angewandten Steuersätze im In- und Ausland liegen zwischen 19 % und 34 %. Bei der Berechnung der latenten Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden die Steuersätze der jeweiligen Konzerngesellschaft zugrunde gelegt. Für zentrale Konsolidierungsmaßnahmen wurde der effektive Ertragsteuersatz der FTE Holding GmbH von 28,2 % (Vorjahr 28,2 %) angewandt. Aktive latente Steuern werden auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt, sofern deren Realisierung in der nahen Zukunft hinreichend gesichert erscheint. Von den gesamten Verlustvorträgen und Steuergutschriften in Höhe von 11,7 Mio € (Vorjahr: 13,6 Mio. €) können voraussichtlich Beträge in Höhe von 2,4 Mio € (Vorjahr: 4,0 Mio. €) innerhalb eines angemessenen Zeitraums genutzt werden. Deshalb wurden hierauf aktive latente Steuern in Höhe von 1,2 Mio € (Vorjahr: 2,3 Mio. €) gebildet. Für Verlustvorträge und Steuergutschriften in Höhe von 9,3 Mio € (Vorjahr: 9,7 Mio. €) bestanden gesetzliche oder wirtschaftliche Einschränkungen hinsichtlich ihrer Nutzbarkeit. Deshalb wurden hierfür keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Von den nicht mit latenten Steuern belegten Verlustvorträgen und Steuergutschriften verfallen 9,3 Mio € in 2017. Für Zinsvorträge in Höhe von 33,9 Mio € (Vorjahr: 22,4 Mio €) wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt, da der Zinsvortrag voraussichtlich nicht genutzt werden kann. Auf abzugsfähige temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen in Höhe von 13,7 Mio € (Vorjahr 25,9 Mio €) wurden keine aktiven latenten Steuern gebildet, da die temporären Differenzen sich nicht in absehbarer Zeit umkehren. Steuereffekte der Komponenten in der Gesamtergebnisrechnung
(25) Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Das Ergebnis für die Periode beinhaltet:
Die Veränderungen resultieren im Wesentlichen aus dem gewachsenem Geschäftsumfang und der Akqusition des Bremssattelwiederaufbereitungsgeschäfts im November 2014. G. Erläuterungen zur Bilanz(26) Sachanlagen
In 2015 wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 1.891 (Vorjahr T€ 4) auf Technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung vorgenommen. Die Wertminderung ist in die Position "Umsatzkosten" eingeflossen. Teile der Sachanlagen sind als Sicherheiten verpfändet. Zu den Einzelheiten siehe Tz. (47). (27) Immaterielle Vermögenswerte
In 2015 wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 1.873 (Vorjahr T€ 0) auf Entwicklungskosten vorgenommen. Die Wertminderung ist in die Position Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen eingeflossen. Die außerplanmäßige Abschreibung resultiert aus einem Auftrag mit einem OEM. Alle Werkzeuge und Montageeinrichtungen sind produktspezifisch und können keiner anderweitigen Verwendung zugeführt werden. Die bis dahin aufgelaufenen aktivierten Entwicklungsleistungen für das spezifische Projekt wurden ebenfalls komplett abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrentzer Nutzungsdauer waren in Höhe von T€ 10.628 (Vorjahr T€ 10.293) in den Umsatzkosten, in Höhe von T€ 14 (Vorjahr T€ 8) in den Vertriebsaufwendungen, in Höhe von T€ 626 (Vorjahr T€ 546) in den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen und in Höhe von T€ 6.817 (Vorjahr T€ 2.995) in den Forschungs-und Entwicklungsaufwendungen enthalten. Der Firmenwert steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile an der FTE Verwaltungs GmbH am 12.07.2013 und dem Erwerb des Calliper Business zum 01.11.2014. Der FTE Konzern führte zum 31. Dezember 2015 seinen jährlichen Werthaltigkeitstest auf Konzernebene durch. Für Zwecke des Werthaltigkeitstests wurde der Buchwert der Cash Generating Unit dem Nutzungswert gegenübergestellt. Der Nutzungswert wurde unter Abzinsung zukünftiger Cash Flows (Discounted-Cashflow-Verfahren), basierend auf aktuellen, operativen Ergebnissen und einem Detailplanungszeitraum von 5 Jahren sowie der Verwendung eines gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostenansatzes vor Steuern (WACC) in Höhe von 9,65 % (Vorjahr 8,28 %) ermittelt. Der Ermittlung lagen folgende Annahmen zugrunde:
Die Ermittlung der Cashflows beruht auf vom Management genehmigten Finanzplänen, die auch für interne Zwecke verwendet werden. Der gewählte Planungshorizont spiegelt die Annahmen für die kurz- und mittelfristigen Entwicklungen wider. Für die Cashflow-Prognosen jenseits des Detailplanungszeitraums von 5 Jahren wurde der Durchschnitt der Cashflows des 5-Jahresplanungszeitraums angesetzt. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des Nutzungswerts durch das Management beruht, gehören folgende im Wesentlichen intern ermittelte Annahmen, die hauptsächlich vergangene Erfahrungen widerspiegeln: Umsatzentwicklung, Akquisitionsprojekte, Nachfolgeaufträge, Investitionen, interne Kostenoptimierungs-programme (z.B. FTE Point). Bei der Bestimmung der ewigen Rente wurde eine Wachstumsrate in Höhe von 1,0 % berücksichtigt. Wäre bei den Werthaltigkeitstests des Firmenwerts das EBIT um 5 % niedriger oder der WACC um 1 % höher gewesen, hätte sich daraus ebenfalls kein Abwertungsbedarf ergeben. Marke, Kundenlisten sowie Entwicklungskosten beinhalten die Kosten der durch Unternehmenskäufe erworbenen Vermögenswerte sowie der im Folgenden angeschafften bzw. selbst erstellten Vermögenswerte. Sonstige immaterielle Vermögenswerte beinhalten insbesondere Software. Die aktivierten Entwicklungskosten beinhalten alle direkt zurechenbaren Einzelkosten, anteilige Gemeinkosten sowie Fremdkapitalkosten gemäß IAS 23 und werden über die geplante Produktlebensdauer abgeschrieben. Bei Anwendung eines Fremdkapitalkostensatzes von 9,0 % (Vorjahr 9,0 %) wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von T€ 1.669 (Vorjahr T€ 1.699) aktiviert. In der Berichtsperiode wurden T€ 10.749 (Vorjahr T€ 11.230) - inkl Fremdkapitalkosten - für 34 (Vorjahr 35) Entwicklungsprojekte aktiviert. (28) Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen Anteile an assoziierten Unternehmen Im Jahre 2003 gründeten die Zhejiang Asia-Pacific Machine Electric Ltd. und der FTE Konzern die APG-FTE automotive Co. Ltd. mit eingetragener Hauptniederlassung in China, Hangzhou, Zhejiang. Die Ermittlung des Buchwertes zum 31.12.2015 erfolgt basierend auf dem vorläufigen IFRS-Abschluss der Gesellschaft zum 31.12.2015. Die Gewinn- und Verlustanteile des Konzerns aus den assoziierten Unternehmen sowie die Vermögenswerte und Schulden stellen sich basierend auf dem vorläufigen Abschluss zum 31.12.2015 wie folgt dar:
Der fortgeführte Buchwert der Anteile an assoziierten Unternehmen, der innerhalb des Bilanzpostens "Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen" enthalten ist, belief sich am Bilanzstichtag auf T€ 4.335 (Vorjahr T€ 3.823). In 2015 wurde eine Dividende in Höhe von T€ 708 (Vorjahr T€ 370) vereinnahmt.
(29) Vorräte
Im Geschäftsjahr 2015 wurden Abwertungen der Vorräte in Höhe von T€ 738 (Vorjahr T€ 330) auf den niedrigeren Nettoveräußerungspreis vorgenommen. Diese sind in den oben angeführten Werten bereits berücksichtigt. Vorräte sind zum Teil als Sicherheiten verpfändet, s. Tz (47). (30) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Konzentration des Kreditrisikos hinsichtlich der Forderungen ist auf Grund der Anzahl der internationalen Kunden des Konzerns, die das Spektrum vonder herstellenden und vertreibenden Firmen in unterschiedlichen Endmärkten abdecken, beschränkt. Zum 31.12.2015 und 31.12.2014 lagen keine Anhaltspunkte vor, dass Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nicht wertgemindert waren, uneinbringlich werden könnten. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt:
Die Zuführung und Auflösung der Wertberichtigungen für wertgeminderte Forderungen wird unter der Position "Vertriebsaufwendungen" in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die Wertberichtigungen werden verbraucht, wenn keine weiteren Zahlungseingänge erwartet werden. Die Fälligkeitsstruktur der Forderungen, die überfällig, jedoch nicht einzeln wertberichtigt waren, stellt sich wie folgt dar:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Teil als Sicherheiten verpfändet, s. Tz. (47). (31) Sonstige Vermögenswerte
Den Gewährleistungsrückstellungen stehen teilweise Erstattungsansprüche in Höhe von T€ 11.667 (Vorjahr T€ 11.667) gegenüber, die als "Schadenersatzforderungen" unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen werden. Die Gesellschaft rechnet mit einer Inanspruchnahme der Rückstellung sowie dem Erstattungsanspruch innerhalb eines Jahres. Hinsichtlich der nicht wertberichtigten finanziellen Vermögenswerte bestehen zum Abschlussstichtag keine Anhaltspunkte für einen möglichen Zahlungsausfall. Zuwendungen der öffentlichen Hand FTE Czechia erhält Investitionszuschüsse für die Schaffung neuer Arbeitsplätze und Schulung/Training der neuen Mitarbeiter. Der Betrag in Höhe von T€ 121 (Vorjahr T€ 118) betrifft eine Forderung gegen den tschechischen Staat. (32) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als drei Monaten. (33) Eigenkapital Zum 31.12.2015 weist die FTE Holding GmbH ein gezeichnetes Kapital in Höhe von T€ 25 und eine Kapitalrücklage von T€ 90.586 aus, welche zusammen vollständig einbezahlt sind. Die Fremdwährungsrücklage beinhaltet im Wesentlichen die kumulierten Währungsdifferenzen aus der Umrechnung der Einzelabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften (Mexiko, USA, Brasilien, Tschechische Republik, China und Dänemark).
Für Einzelheiten wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen. (34) Anleihen
Der FTE Konzern hat zum 12.07.2013 eine Anleihe mit einem Volumen von T€ 240.000 mit einem Zinssatz von 9 % begeben. Das Volumen der Anleihe wurde am 22.11.2013 zu gleichen Bedingungen um T€ 23.300 erhöht, der Ausgabepreis betrug 106,6 %. Die Anleihe ist zum 15.07.2020 fällig. Zinszahlungen erfolgen halbjährlich jeweils zum 15. Januar und zum 15. Juli, erstmalig am 15.01.2014. (35) Sonstige Finanzverbindlichkeiten Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
RCF ( S uper S enior R evolving C redit F acility) Mit Vertrag vom 02.07.2013 und Wirkung zum 12.07.2013 hat der Konzern bei einem Bankenkonsortium eine revolvierende Kreditlinie (Super Senior Revolving Credit Facility) mit einem Gesamtvolumen von 42,5 Mio€ und Verfügbarkeit in unterschiedlichen Währungen zur Deckung des laufenden Finanzierungsbedarfs aufgenommen. Die Laufzeit des Vertrages beträgt sechs Jahre und endet am 12. Juli 2019. Die Verzinsung erfolgt mit dem EURIBOR bei Inanspruchnahme der Kreditlinie in Euro oder dem LIBOR bei Inanspruchnahme in einer anderen Währung zuzüglich eines Zuschlages von 3,5% bis 4,0% p.a., abhängig von der Einhaltung von Covenants und der seit Inkrafttreten des Vertrages vergangenen Laufzeit. Zudem ist für die Bereitstellung der Kreditlinie eine jährliche Bereitstellungsgebühr von 40 % des Zinszuschlags (3,5 % bis 4 %, siehe oben) auf den Betrag der noch verfügbaren Kreditlinie vorgesehen. Die Absicherung der Kreditlinie erfolgt über eine Verpfändung von Bankkonten sowie Anteilen an Tochtergesellschaften der FTE Gruppe, s. Tz. (47). Zur Finanzierung des Erwerbs des Bremssattelwiederaufbereitungsgeschäfts in Dänemark wurde Ende 2014 die Kreditlinie in Höhe von 15,0 Mio€ in Anspruch genommen. Im November 2015 erfolgte eine Rückzahlung in Höhe von 5,0 Mio€. (36) Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
(37) Pensionsrückstellungen a. Leistungsorientierte Altersversorgungspläne Leistungsorientierten Altersversorgungspläne sind im Wesentlichen in deutschen Gesellschaften konstituiert: Die betriebliche Altersversorgung der deutschen FTE Gesellschaften ist bis zum 31.12.2003 in der Ruhegeldordnung vom 22.12.1994 sowie als Einzelzusagen in Form von Direktzusagen geregelt. Es handelt sich ausschließlich um Rentenzusagen, die seit Ende 2003 eingefroren sind. Ab dem 01.01.2004 gilt die betriebliche Altersversorgung gemäß der Betriebsvereinbarung vom 17.11.2004 im FTE-Versorgungswerk in Form eines Bausteinmodells mit Beiträgen des Arbeitgebers und auf Wunsch auch mit Beiträgen der Arbeitnehmer. Bei diesen Zusagen handelt es sich im Wesentlichen um Kapitalzusagen. Baustein A und C werden mittels laufender Beiträge über eine kongruent rückgedeckte Unterstützungskasse finanziert, die als beitragsorientierter Plan zu klassifizieren ist. Beim Baustein B handelt es sich nicht um laufende, sondern erfolgsabhängige Beiträge und beim Baustein D um einmalige Beiträge der Arbeitnehmer mit Arbeitgeberzuschüssen. Bei den Bausteinen B und D handelt es sich um kongruent rückgedeckte Direktzusagen. Die Rentenzusagen unterliegen dem Langlebigkeitsrisiko und aufgrund der gesetzlichen Anpassungspflicht dem Inflationsrisiko. Die Risiken aus der Kapitalzusage sind durch die Rückdeckungsversicherungen kongruent abgesichert. Die Berechnung der Pensionsrückstellung für die leistungsorientierten Altersversorgungspläne erfolgt nach IAS 19R auf der Grundlage versicherungsmathematischer Annahmen. Dabei wurden folgende Parameter angewendet:
Seit 2015 wird die Ermittlung des Diskontierungssatzes auf der Grundlage einer geänderten Zinsstrukturkurve ermittelt. Die Modifikation der Zinsstrukturkurve führte zu keinen wesentlichen Änderungen in der Höhe der Pensionsverpflichtungen. Der geänderten Datenbasis liegen weiterhin erstrangige, festverzinsliche, laufzeitkongruente Anleihen zugrunde. Der Rückstellungsbetrag in der Bilanz ermittelt sich wie folgt:
In der folgenden Tabelle ist die Entwicklung der Rückstellung im Berichtsjahr dargestellt:
Der Nettozins wird im Finanzergebnis dargestellt und die übrigen Pensionsaufwendungen der Mitarbeiter in den jeweiligen Funktionskosten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Zur Berücksichtigung biometrischer Wahrscheinlichkeiten werden unverändert die Richttafeln 2005 G, Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. In der folgenden Tabelle ist die Entwicklung der Defined Benefit Obligation (DBO) im Berichtsjahr detailliert dargestellt:
Die Defined Benefit Obligation setzt sich wie folgt zusammen:
Die folgende Tabelle verdeutlicht die Entwicklung des Planvermögens im Berichtsjahr:
Bei dem Planvermögen handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen, die nicht am freien Markt gehandelt werden. Diese gelten nur für die Bausteinzusagen. Der FTE Konzern erwartet für 2016 Pensionszahlungen, die nicht durch Planvermögen gedeckt sind, in Höhe von T€ 1.879 (Vorjahr T€ 1.724) sowie Auszahlungen aus dem Planvermögen in Höhe von T€ 80 (Vorjahr T€ 95). Sensitivitätsanalyse der versicherungsmathematischen Hauptannahmen Bei der Berechnung der Sensitivität der leistungsorientierten Verpflichtung zu versicherungsmathematischen Annahmen wurde dieselbe Methode verwendet, mit der Pensionsrückstellungen in der Bilanz ermittelt werden (der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen wurde mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren zum Ende der Berichtsperiode berechnet). Die Sensitivitäten werden so berechnet, dass nur der jeweilige Parameter (Zins, Gehaltstrend) modifiziert wird und alle anderen Parameter fest sind und die DBO mit den so geänderten Prämissen erneut ermittelt wird. Aufgrund der Tatsache, dass nur ein Parameter variiert wurde, werden Abhängigkeiten/Korrelationen nicht berücksichtigt.
Die gewichtete mittlere Duration der Verpflichtung beträgt 18 Jahre (Vorjahr 19 Jahre). b. Beitragsorientierte Altersversorgungspläne Die Beiträge für mehrere beitragsorientierte Altersversorgungspläne des FTE Konzerns aufgrund vertraglicher Bestimmungen, welche sich speziell auf die deutschen Konzerngesellschaften beziehen, belaufen sich auf T€ 1.194 (Vorjahr T€ 1.281). Die Beiträge für mehrere beitragsorientierte Altersversorgungspläne des FTE Konzerns aufgrund gesetzlicher Bestimmungen belaufen sich auf T€ 9.249 (Vorjahr T€ 10.696). (38) Sonstige Rückstellungen
Die Laufzeit der Rückstellungen beträgt:
a. Gewährleistungsrückstellungen Die Gesellschaften bieten für ihre Produkte eine Gewährleistungsfrist von zwei bis drei Jahren. Die Gewährleistungsrückstellung wurde zum Jahresende für die voraussichtlichen Gewährleistungsansprüche gebildet. Die angesetzte Rate basiert auf den Erfahrungen der Vergangenheit über Reparatur- und Rücklaufquoten. Die benötigte Rückstellung wird auf Basis von durchschnittlichen Kosten sowie individueller Kalkulationen für bestimmte kostenintensive Einzelfälle entwickelt. Der Rückstellung steht ein Erstattungsanspruch in Höhe von T€ 11.667 (Vorjahr T€ 11.667) gegenüber, der unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen wird. Die Gesellschaft rechnet mit einer Inanspruchnahme der Rückstellung sowie dem Erstattungsanspruch innerhalb eines Jahres. b. Altersteilzeitrückstellung Während der Berichtsperiode haben 14 (Vorjahr 10) Arbeitnehmer einen Altersteilzeitvertrag unterzeichnet. 4 (Vorjahr 9) Arbeitnehmer sind in den Ruhestand gegangen. Der Abzinsung liegt ein Zinssatz von 2,25 % (Vorjahr 2,25 %) zugrunde. Die zurückgestellten Beträge sind mit einer entsprechenden Versicherungspolice abgesichert, welche jährlich angepasst wird. c. Restrukturierungsrückstellungen Die Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von T€ 1.096 (Vorjahr T€ 0) resultieren hauptsächlich aus den Verlagerungen der Produktionen von USA nach Mexiko und von Dänemark in die Slowakei. Die Restruktierungsrückstellungen entfielen größenteils auf Abfindungen, deren Auszahlungen sich bis in das Jahr 2016 erstrecken werden. (39) Latente Steueransprüche und -schulden Die folgende Tabelle zeigt die aktiven latenten Steuern und passiven latenten Steuern des FTE Konzerns zum 31.12.2015 vor Saldierung in der Bilanz:
Die folgende Tabelle zeigt die aktiven latenten Steuern und passiven latenten Steuern des FTE Konzerns zum 31.12.2014 vor Saldierung in der Bilanz:
Folgende nach entsprechender Verrechnung ermittelten Beträge sind in der konsolidierten Bilanz ausgewiesen:
Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden saldiert, wenn ein einklagbarer Anspruch auf die Verrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht und diese sich auf Ertragssteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden. (40) Finanzinstrumente Angaben zu Buchwerten und Marktwerten von Finanzinstrumenten Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, die im Wesentlichen dem Fair Value entsprechen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte sind beim erstmaligen Ansatz zum Marktwert bilanziert; danach erfolgt die Bewertung abzüglich der Wertminderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Buchwerte ähneln dem Fair Value aufgrund der kurzfristigen Fälligkeit. Die Schulden und sonstigen Verpflichtungen sowie Finanzverbindlichkeiten (sowohl kurz- als auch langfristig) werden im Rahmen der erstmaligen Bilanzierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die Folgebewertung von Schulden aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen originären finanziellen Verbindlichkeiten findet zu fortgeführten Anschaffungskosten statt. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Anleihe erfolgt, aufgrund des geringen Handelsvolumen auf Stufe 2 der Fair Value Hierarche. Der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts liegt der Kurswert der Anleihe zum jeweiligen Stichtag zugrunde.
Fair Value Hierarchie Die Zuordnung der beizulegenden Zeitwerte richtet sich nach der Verfügbarkeit beobachtbarer Marktpreise. In Stufe 1 werden beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten dargestellt, für die ein (nicht berichtigter) Preis direkt auf einem aktiven Markt ermittelt werden kann. In Stufe 2 werden beizulegende Zeitwerte für Finanzinstrumente auf Basis von unmittelbaren oder mittelbaren beobachtbaren Marktpreisnotierungen ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte der Stufe 3 errechnen sich über Bewertungsverfahren, für die nicht auf einem aktiven Markt beobachtbare Faktoren einbezogen werden. Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten Im Folgenden wird das Nettoergebnis der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien dargestellt. Das Nettoergebnis beinhaltet den Saldo von Zinsaufwendungen und -erträgen, erfolgswirksamer Bewertung zum Fair Value, dem Ergebnis aus dem Abgang finanzieller Vermögenswerte und Schulden, Währungseffekten, Wertminderungen und Wertaufholungen aus Finanzinstrumenten. Im Geschäftsjahr 2015 ergab sich das folgende Nettoergebnis:
Die aus erhaltenen und geleisteten Zinszahlungen resultierenden Ergebniswirkungen sind im Nettoergebnis der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzverbindlichkeiten enthalten. Die folgende Tabelle zeigt den Wertminderungsaufwand für jede Klasse von finanziellen Vermögenswerten:
H. Sonstige Erläuterungen(41) Risikomanagement, Finanzderivate und weitere Angaben zum Kapitalmanagement Der FTE Konzern unterliegt im Rahmen seiner internationalen Geschäftstätigkeit auch Risiken hinsichtlich seiner Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Ziel des Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte Sicherungsinstrumente eingesetzt. Zur weiteren Erläuterung des Risikomanagements wird an dieser Stelle auf die entsprechenden Ausführungen des Lageberichts verwiesen. Marktrisiken Im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit ist der Konzern verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt, darunter den Änderungen der Marktpreise für Finanzinstrumente, der Währungskurse und der Zinssätze. Das Risikomanagement des Konzerns fokussiert sich auf die Unvorhersehbarkeit der Finanzmärkte und ist bestrebt, potenzielle Negativeffekte auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren. Dabei setzt der Konzern bei Bedarf Zinsderivate wie Swaps und Caps ein, um Zinssatzänderungsrisiken abzusichern. Währungsrisiken Auf Grund seiner internationalen Ausrichtung ist der FTE Konzern Währungsrisiken hinsichtlich verschiedener Fremdwährungen ausgesetzt. Ziel ist es, Währungsrisiken durch entsprechende Zahlungsströme auszugleichen. Das Fremdwährungsrisiko wird zum Teil dadurch ausgeglichen, dass Güter, Rohstoffe und Dienstleistungen in den jeweiligen Ländern in der entsprechenden Fremdwährung beschafft sowie andere Leistungsbeiträge entlang der Wertschöpfungskette erbracht werden. Mehrere Tochtergesellschaften des FTE Konzerns befinden sich außerhalb des Euro-Währungsraums. Da die Berichtswährung Euro ist, werden die Abschlüsse dieser Tochtergesellschaften im Konzernabschluss in Euro umgerechnet. Translationsbezogene Auswirkungen, die entstehen, wenn sich der Wert der Nettovermögenspositionen umgerechnet in Euro aufgrund von Wechselkursschwankungen ändert, werden im Eigenkapital des Konzernabschlusses von FTE erfasst. Die Währungsumrechnung hätte bei einer Veränderung der Wechselkurse um +/- 5 % folgende Auswirkungen auf das EBITDA: Steigt der € um 5 % gegenüber den ausländischen Währungen, ergibt sich eine negative EBITDA Auswirkung um -0,4 Mio€ (Vorjahr -1,3 Mio€). Wird der € um 5 % schwächer gegenüber den ausländischen Währungen, ergibt sich ein positiver EBITDA-Effekt von + 1,4 Mio€ (Vorjahr + 1,5 Mio€). Die Währungsumrechnung hätte bei einer Veränderung der Wechselkurse um +/- 5% folgende neutrale Auswirkungen auf das Eigenkapital: Steigt der € um 5 % gegenüber den ausländischen Währungen, ergibt sich eine negative Eigenkapital-Auswirkung um -3,9 Mio€. Wird der € um 5 % schwächer gegenüber den ausländischen Währungen, ergibt sich ein positiver Eigenkapital-Effekt von + 4,3 Mio€. Der Betrag der in der Konzerngesamtergebnisrechung erfassten Kursverluste aus der Realisierung von Währungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie aus deren Bewertung und der Bewertung der Devisenbestände zum Jahresende belief sich im Jahr 2015 auf:
Neutral im Eigenkapital wurden per 31.12.2015 Währungseffekte in Höhe von T€ -1.434 (Vorjahr T€ -2.459) erfasst. Zinsrisiken Der FTE Konzern hat zum 12.07.2013 eine Anleihe mit einem Volumen vonn T€ 240.000 mit einem Zinssatz von 9 % begeben. Das Volumen der Anleihe wurde am 22.11.2013 um T€ 23.300 erhöht. Der Ausgabepreis war 106,6 % des Nominalbetrags. Diese Anleihe ist zum 15.07.2020 fällig. Zinszahlungen erfolgen halbjährlich jeweils zum 15. Januar und zum 15. Juli, erstmalig am 15.01.2014. Über die Anleihe hinaus hat der FTE Konzern am 02.07.2013 einen Kreditvertrag (Super Senior Revolving Credit Facility-agreement) in Höhe von T€ 42.500 mit Wirkung zum 12.07.2013 abgeschlossen, der zum 31.12.2014 in Höhe von T€ 15.000 in Anspruch genommen war. Im November 2015 wurde eine Rückzahlung in Höhe von T€ 5.000 vorgenommen, s. Tz (35). Die Laufzeit beträgt sechs Jahre. Die Verzinsung erfolgt mit dem EURIBOR bei Inanspruchnahme der Kreditlinie in Euro oder dem LIBOR bei Inanspruchnahme in einer anderen Währung zzgl. eines Zuschlags von 3,5 bis 4 % p.a. Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalyse dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen dar. Eine Verschiebung der Zinsstrukturkurve nach oben (unten) hätte in 2015 aufgrund des festen Zinssatzes für die Anleihe keinen Effekt auf das Ergebnis vor Steuern gehabt. Im Hinblick auf das RCF hätte eine Verschiebung der Zinsstrukturkurve um 100 Basispunkte nach oben (unten) in 2015 das Ergebnis vor Steuern sowie das Eigenkapital um 0,1 Mio€ erhöht (verringert). Kreditrisiken Der Konzern ist keinen signifikanten Kreditrisiken ausgesetzt. Kreditrisiken ergeben sich aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie Einlagen bei Banken. Das maximale Ausfallrisiko der Forderungen besteht in Höhe des jeweiligen Buchwerts. Ausfallrisiken mit Hauptkunden werden als niedrig eingestuft, s. Tz (18). Finanzinstrumente und Bargeschäfte werden ausschließlich mit soliden Kreditinstituten abgeschlossen. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsmanagement bildet neben dem Management von Zins- und Währungsrisiken einen zentralen Eckpunkt des Finanzmanagements der FTE Gruppe und wird zentral gesteuert. Ziel des Liquiditätsmanagements ist die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit des FTE Konzern. Dies wird durch die liquiden Mittel sowie einen Kreditvertrag (Super Senior Revolving Credit Facility-agreement) in Höhe von T€ 42.500, der am 02.07.2013 mit Wirkung zum 12.07.2013 abgeschlossen wurde, sichergestellt. Das Cashmanagement wird mit Hilfe von mittelfristigen Liquiditätsplänen kontinuierlich durchgeführt. Die Liquidität wird im Konzern zentral gesteuert, um die ständige Versorgung der Konzerngesellschaften mit ausreichender Liquidität sicherzustellen. Die Steuerung erfolgt hauptsächlich mit den Kennzahlen Net Working Capital, Operating Cash Flow, Cash-Bestand. Fälligkeitsanalyse undiskontierter Zahlungsmittelabflüsse aus Finanzinstrumenten
Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte Derivative Finanzinstrumente werden innerhalb des FTE Konzerns grundsätzlich nur für Sicherungsgeschäfte zur Reduzierung von Währungs-, Zinssatz- und Marktpreisrisiken bei operativen Geschäftstätigkeiten und damit im Zusammenhang stehenden Finanzierungsvorgängen eingesetzt. In 2015 wurden keine Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. Kapitalmanagement Zielsetzung des Kapitalmanagements ist es, ein solides Finanzprofil zu gewährleisten. Insbesondere sollen die jederzeitige Erfüllung operativer Zahlungsverpflichtungen und der Kapitaldienst für Fremdkapitalgeber sichergestellt werden. Darüber hinaus will sich der FTE Konzern ausreichende finanzielle Spielräume zur Fortsetzung seines Wachstumskurses erhalten. Zurzeit verfügt der FTE Konzern über ein externes Rating. Das konzernweite Finanzrisikoprofil wird zentral durch das Group Treasury des FTE Konzerns gesteuert und überwacht. FTE erfüllte alle externen Kapitalanforderungen im Zusammenhang mit dem RCF (revolvierende Kreditlinie) in der Berichtsperiode sowie in der vorangegangenen Periode. Das Konzerneigenkapital zum 31.12.2015 betrug T€ 76.789 (Vorjahr T€ 64.689) und damit 14,1 % (Vorjahr: 12,3%) der Bilanzsumme. Das langfristige Fremdkapital besteht insbesondere in Form einer Anleihe (s. Tz. (34)) mit einer Laufzeit bis zum 15.07.2020. Um die finanzielle Flexibilität des FTE Konzerns darüber hinaus sicherzustellen, wird Liquidität in Form eines "Super Senior Revolving Credit Facility-agreements" und Barmitteln vorgehalten. Im Falle des Gesellschafterwechsels des Mehrheitsgesellschafters ("Change of control") haben die Anleihegläubiger das Recht auf Rückzahlung der Anleihe. (42) Langfristige Vermögenswerte Nach Regionen aufgeteilt stellen sich die langfristigen Vermögenswerte wie folgt dar:
Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten neben dem Sachanlagevermögen und den sonstigen immateriellen Vermögenswerten, auch den Firmenwert. (43) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente durch Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Geschäftsjahres verändert haben. Entsprechend IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die in der Konzern-Kapitalflussrechnung betrachteten Finanzmittel umfassen die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, d.h. Kassenbestand, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als drei Monaten. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wird ausgehend vom Ergebnis vor Steuern indirekt abgeleitet. Die Cashflows aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt. (44) Mitarbeiter Im Durchschnitt stellen sich die Mitarbeiterzahlen wie folgt dar:
Die Mitarbeiter im Durchschnitt verteilen sich wie folgt auf die Funktionen:
(45) Honorar des Abschlussprüfers Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Konzernabschlussprüfer in Deutschland setzt sich wie folgt zusammen:
(46) Haftungsverhältnisse Sonstige Eventualverbindlichkeiten Die FTE Holding GmbH und die Unternehmen, an denen sie direkt oder indirekt Anteile hält, sind national und international im Rahmen ihrer operativen Tätigkeit an Rechtsstreitigkeiten und behördlichen Verfahren beteiligt. Soweit negative Ergebnisse solcher Verfahren oder Schäden als nicht wahrscheinlich erachtet werden, hat der FTE Konzern keine Rückstellungen für derartige Verfahren gebildet. (47) Verpfändete Vermögenswerte und Forderungen als Sicherheiten für Schulden Durch notariell abgeschlossene und sonstige Vereinbarungen wurden umfassende Vermögenswerte des Konzerns im Rahmen von "pledge agreements" als Sicherheiten verpfändet. Der Sicherungsnehmer kann seine Rechte geltend machen, wenn die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens vorliegt, die besicherten Forderungen ganz oder teilweise fällig sind und nicht beglichen werden. Sollte dieser Fall eintreten muss eine Fälligkeitsmitteilung nach den Bestimmungen des Kreditvertrags erfolgen. Folgende in den Konzernabschluss einbezogenen Vermögenswerte sind von den deutschen operativen und nicht operativen Gesellschaften verpfändet. Die Verpfändung dient als Si-cherheit für den RCF (revolvierende Kreditlinie) und die Anleihe.
Darüber hinaus sind folgende Gesellschaftsanteile verpfändet:
(48) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die vertraglichen Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen belaufen sich am Stichtag auf T€ 7.057 (Vorjahr T€ 12.331). Der Gesamtbetrag der erhaltenen Sicherheiten beträgt T€ 4.762 (Vorjahr T€ 4.768). Diese spiegeln erhaltene Bankbürgschaften von Werkzeug- und Maschinenlieferanten für geleistete Anzahlungen wider. Die Verpflichtungen zum Bilanzstichtag aus nicht kündbaren Operating Leasing und Miet- und Wartungsverträgen setzen sich wie folgt zusammen und resultieren im Wesentlichen aus Leasingverhältnissen für Produktionsgebäude, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Kraftfahrzeuge:
Die Mindestleasingzahlungen, die in 2015 als Aufwand erfasst wurden, betragen T€ 2.478 (Vorjahr T€ 2.203). Energie- und Gasbezugsverträge Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Verpflichtungen aus Bezugsverträgen für Energie und Gas:
(49 ) Rechtsstreitigkeiten Die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften sind im Rahmen des üblichen Geschäftsbetriebs an verschiedenen Gerichtsverfahren und Klagen beteiligt, wie z.B. Handels- oder Vertragsstreitigkeiten, Produkthaftungsklagen, Produktgarantien und sonstige Verfahren. Nach Auffassung der Geschäftsführung wird der Ausgang dieser Verfahren keine wesentlichen nachteiligen Auswirkungen auf die konsolidierte Finanzsituation, die Ertragslage oder den Cashflow der FTE haben. In Bezug auf Gewährleistungen und damit verbundene Klagen kann die FTE zwar nicht garantieren, dass die zukünftigen Kosten dieser Klagen der Kunden nicht erheblich sein werden, sie hält jedoch die gebildeten Rückstellungen und Rücklagen für ausreichend, um eventuelle Streitbeilegungen abzudecken. (50) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Als nahestehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten natürliche Personen und Unternehmen, die von der FTE Holding GmbH beeinflusst werden können, die einen Einfluss auf die FTE Holding GmbH ausüben können oder die unter dem Einfluss einer anderen nahestehenden Partei der FTE Holding GmbH stehen. Die Transaktionen sind zu marktüblichen Bedingungen erfolgt. Leistungsaustausch mit Gemeinschaf tsunternehmen und assoziierten Un ternehmen
Leistungsaustausch mit Gesellschaftern
Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen Die Vergütung der Personen, die direkt oder indirekt für Planung, Leitung und Überwachung des Unternehmens zuständig und verantwortlich sind, wird nachfolgend dargestellt. Die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen umfassen die Geschäftsführung sowie die Bereichsleiter.
Für Mitglieder des oberen Managements sind zum Bilanzstichtag Verpflichtungen aus langfristigen Leistungszusagen (DBO) in Höhe von T€ 49 (Vorjahr T€ 14) berücksichtigt. (51) Management-Beteiligungsprogramm Im Rahmen eines Beteiligungsprogramms konnten sich ausgewählte Mitarbeiter des FTE Konzerns gegen Leistung einer Zahlung direkt an der Falcon (BC) Luxco S.C.A. beteiligen. Der Erwerb der Anteile erfolgte jeweils zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) der Anteile zum Gewährungszeitpunkt. Insgesamt werden zum Bilanzstichtag vom Management 15,14 % der Anteile an der Falcon (BC) Luxco S.C.A. gehalten. Das Management-Beteiligungsprogramm soll als Anreizinstrument dienen und das Management im Hinblick auf Wachstum und langfristigen wirtschaftlichen Erfolg der FTE Gruppe motivieren. Zu diesem Zweck wurden in den Vereinbarungen Exit-Ereignisse (Veräußerung, Börsengang) definiert, bei deren Eintritt das bezugsberechtigte Management in gleicher Relation wie die Investoren an einem etwaigen Wertzuwachs der FTE Gruppe beteiligt wird. In diesem Fall hat das Management je nach Exit-Ereignis das Recht oder die Pflicht, die eigenen Anteile zu veräußern. Im Falle der Beendigung des Arbeitsverhältnisses eines an der Gesellschaft beteiligten Mitarbeiters vor Eintritt eines Exit-Ereignisses ist dieser verpflichtet, seine Anteile der Falcon (BC) Luxco S.C.A., dem Lead Bain Investor oder einem von diesem bestimmten Dritten zum Kauf anzubieten. Die Höhe des Verkaufspreises für die Management Anteile variiert je nach Grund und Zeitpunkt des Ausscheidens zwischen dem Marktwert der Anteile und der geleisteten Einlage. Es gibt sowohl Szenarien, in denen seitens der Luxco S.C.A. eine Verpflichtung zur Zahlung eines Geldbetrags besteht als auch Szenarien, in denen keine direkten Zahlungsverpflichtungen der Luxco S.C.A. bestehen. Nach Maßgabe des IFRS 2 wird die Anteilsgewährung aus den Participation and Shareholders' Agreements als durch Eigenkapitalinstrumente beglichen behandelt, da die Szenarien die zur Zahlung eines Geldbetrages durch die Luxco S.C.A. führen würden, als unwahrscheinlich eingestuft werden. Da die Manager den beizulegenden Zeitwert der Anteile im Zuge des Erwerbs zahlen, beträgt der beizulegende Zeitwert der Zuteilung im Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente null. Aus diesem Grund ist - sofern sich die Einschätzung hinsichtlich des Eintritts einer Zahlungsverpflichtung nicht ändert - zu keiner Zeit (weder im Falle eines Exits noch bei Ausscheiden des Managers) ein Aufwand auszuweisen. (52) Organe der FTE Holding GmbH Geschäftsführung
(53) Einbeziehung Konzernabschluss Die FTE Holding GmbH ist in den Konzernabschluss der FTE Group Holding GmbH, Ebern einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen erstellt. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der FTE Group Holding GmbH, Ebern, für das Geschäftsjahr 2015 werden unter Anwendung des § 315a Absatz 3 HGB nach den in der EU anzuwendenden IFRS und den ergänzenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt, entsprechend den gesetzlichen Vorschriften beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und nach der Einreichung im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. (5 4 ) Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Zwischen dem Bilanzstichtag und dem Erstellungsdatum dieses Berichts gab es keine wesentlichen berichtspflichtigen Ereignisse.
Ebern, den 26. Februar 2016 FTE Holding GmbH Geschäftsführung Dr. Andreas Thumm Niklas Beyes A bkürzungsverzeichnis
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der FTE Holding GmbH, Ebern, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriftenliegt in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 26. Februar 2016 PricewaterhouseCoopers
Dieter Wißfeld, Wirtschaftsprüfer ppa. Jürgen Steidel, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 wurde am 1. Juni 2016 gebilligt. |
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