Vattenfall B2B Solutions GmbH

Hildegard-Knef-Platz 2, 10829 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 231838
Vorher
Vattenfall Next Energy GmbH
Eingetragen
22.7.2021
Branche
Wärme- und KältehandelTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernElektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur Verteilung
Gegenstand
Die Entwicklung und der Vertrieb dezentraler Energielösungen auf der Basis von elektrischer Energie und Gas unter Einbeziehung digitaler (smarter) Technologien sowie die Erbringung aller hiermit zusammenhängender Dienstleistungen zur Verbesserung der klimaneutralen Energieversorgung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Georgios Bakouros
seit 10.3.2023
Prokura
Markus Reinhardt
seit 22.7.2021
Geschäftsführer
Kai Dr. Schütz
seit 22.7.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Vattenfall ABSWE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Vattenfall GmbH
Germany
500.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Vattenfall Next Energy GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Grundlagen des Unternehmens

Geschäft und organisatorische Struktur

Die Unternehmen des deutschen Teilkonzerns von Vattenfall sind auf verschiedenen Stufen der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette aktiv. Dazu gehören die Strom- und Wärmeerzeugung aus konventionellen und erneuerbaren Energieträgern sowie der Vertrieb und die Wärmeverteilung.

Die Vattenfall-Gruppe gliedert sich grenzübergreifend in sechs Business Areas: Customers & Solutions, Distribution, Generation, Heat, Markets und Wind. Die Business Areas sind wiederum in Business Units und Operating Units untergliedert. Den unternehmensweiten Stabsfunktionen zugeordnete Fachabteilungen unterstützen das Business und üben eine funktionale Steuerung im Rahmen ihres Zuständigkeitsbereichs aus.

Die Vattenfall Next Energy GmbH (VNX) führt Tätigkeiten in der Business Area Customers & Solutions auf den Gebieten der Bereitstellung von dezentralen Energielösungen für Endkunden in Deutschland aus.

Die VNX entwickelt und betreibt eine digitale, White-Label Plattform für den Vertrieb und die Installation von dezentralen Energielösungen (insb. Photovoltaik-Anlagen, Batterien, Wärmepumpen und Wallboxen) bei Endkunden in Deutschland. Gleichzeitig agiert die VNX als Generalunternehmer für solche Installationen und nutzt dabei ein breites Netzwerk von eigenen und unabhängigen Fachpartnern und Installateuren.

Länderübergreifend agierende Service Bereiche als Teil der unternehmensweiten Stabsfunktionen erbringen Dienstleistungen auf den Gebieten Facility- und Immobilienmanagement, Personalmanagement, Rechnungswesen und Finanzen. In Deutschland werden diese Services durch die Vattenfall GmbH bereitgestellt.

Die VNX hat ihren Geschäftssitz in Berlin.

Forschung und Entwicklung

Die VNX entwickelt und betreibt die digitale, White-Label Plattform "VLINK". Eine eigene Entwicklungsabteilung ist nur auf diese Aufgabe fokussiert, und sorgt dafür, dass VLINK ein wettbewerbsfähiges, sowie sicheres und zeitgemäßes IT Produkt bleibt.

Wirtschaftsbericht

Rahmenbedingungen

Die Rahmenbedingungen für das Unternehmen sind insgesamt positiv. Die Nachfrage nach erneuerbaren Energien und nachhaltigen Technologien ist in den letzten Jahren sowohl in Deutschland als auch in Europa konstant steigend. Dies ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, darunter die Energiewende, die steigenden Energiepreise und der Klimawandel.

Die Corona-Pandemie hat nachfolgende positive und negative Auswirkungen auf das Geschäft, was zu einer Desynchronisierung zwischen Angebot (insbesondere von Hardware) und Nachfrage geführt hat. Die Zubauzahlen sowohl von Solaranlagen als auch von Wärmepumpen und Wallboxen bei Endkunden belegen, dass der positive Trend weiterhin bestehen bleibt.

Politisches Umfeld

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, Deutschland bis 2045 in die Klimaneutralität zu führen. Dies wird auch durch die Förderung erneuerbarer Energien unterstützt. So werden nach wie vor solche dezentrale Energieanlagen direkt und/oder indirekt gefördert, z.B. durch die Senkung des Umsatzsteuersatzes auf 0% bei der Lieferung und Installation von Solaranlagen sowie für Stromspeicher für private Wohnungen und bestimmte öffentliche Gebäude.

Allerdings haben die aktuellsten Änderungen bei den Förderrichtlinien für den Erwerb und die Installation von Wärmepumpen (vorläufiger Förderstopp u.A. für "Energieberatung für Wohngebäude", "Aufbauprogramm Wärmepumpe") und die daraus resultierende Unsicherheit bei den Endkunden dafür gesorgt, dass die bisher starke Nachfrage nach dem Produkt sehr stark gesunken ist. Eine zeitnahe Klarstellung der Rahmenbedingungen für die Folgejahre durch die Politik wird sicherlich dafür sorgen, dass die Nachfrage nach dem Produkt sich schnell erholt.

Im Bereich der Solaranlagen gibt es klare Absichten, die Produktion von Solarmodulen in Europa zu fördern, um die Abhängigkeit von China zu verringern. Sollte es aber dabei zu strengeren Maßnahmen kommen, die die aktuellen Lieferketten stark einschränken können, dann wird es große und nachhaltige Auswirkungen für die Solarbranche haben.

Wirtschaftliches Umfeld

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Durch den allgemeinen Anstieg des Zinsniveaus wurde es für Verbraucher zudem schwieriger Finanzierungen in Anspruch zu nehmen. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Dies wirkt sich auch negativ auf die Nachfrage nach erneuerbaren Energien und nachhaltigen Technologien aus. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland hat sich im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3% gegenüber dem Vorjahr vermindert. Was die allgemein schwierige wirtschaftliche Lage zeigt.

Auf der anderen Seite lassen sich stark fallende Preise - insbesondere bei der Hardware für die Installation von Solaranlagen - beobachten, die Ergebnis der Überproduktion von Hardware aufgrund der Nachfrageerwartung des letzten Jahres waren. Letztlich hat sich diese Nachfrageentwicklung aber so nicht realisiert.

Die Investition in nachhaltige Technologien bleibt für Konsumenten eine zukunftssichere Option, die gleichzeitig auch bestehende Investitionen (eigene Immobilie) aufwertet. Da es sich aber dabei um erhebliche Kosten handelt, wird die Investitionsentscheidung der Kunden stark von dem allgemeinen wirtschaftlichen Umfeld abhängig sein.

Wettbewerbsumfeld

Der Markt für solche White-Label IT Lösungen wie die eigene Plattform VLINK ist ein Nischenmarkt und entwickelt sich deswegen in den letzten Jahren sehr stabil. Es gibt wenig neue Akteure auf dem Markt und der Markt an sich wächst langsam aber stetig, da immer mehr neue Kunden Interesse an solchen Lösungen zeigen.

Auf dem Markt für Installation von dezentralen Energielösungen ist mehr Dynamik zu beobachten. Es gibt einige Konkurrenten, die in wenigen Jahren mit großen Investitionen stark gewachsen sind und damit gleich hohe Marktanteile bei den Endkunden gewonnen haben. Andererseits haben die Störungen in der Lieferkette, gefolgt von den Schwankungen in der Nachfrage bei einigen kleinen und mittelständischen Unternehmen zu finanziellen Engpässen oder Insolvenzen geführt.

Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist ein grundlegender und vollständig integrierter Bestandteil der Geschäftstätigkeit und Strategie von Vattenfall. Die Strategie von Vattenfall spiegelt die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung wider, von denen sechs Ziele für das Unternehmen am relevantesten sind und zu denen Vattenfall den bedeutendsten globalen Beitrag leisten kann. Vattenfall konzentriert sich in seinen Geschäftsaktivitäten auf die Reduzierung der Treibhausgasemissionen, die Erhöhung der Kreislaufwirtschaft, die Zusammenarbeit mit Lieferanten zur nachhaltigen Beschaffung von Waren und Dienstleistungen, den Schutz der Artenvielfalt und die Förderung der sozialen Nachhaltigkeit.

Die Business Areas bei Vattenfall sind für ihre Nachhaltigkeitsleistung direkt verantwortlich und sind daher verpflichtet, soziale und ökologische Themen in ihren jeweiligen Strategien und Geschäftsplänen zu berücksichtigen. Diese werden dann auf Konzernebene zusammengefasst, wo die wichtigsten sozialen Ziele (Mitarbeiterengagement und Lost-Time-Injury-Häufigkeitsrate) und ein ökologisches Ziel (CO 2 -Emissionen) gleiches Gewicht wie die finanziellen Ziele erhalten.

Der Vertrieb und die Installation von dezentralen Energielösungen ist ein Geschäftsfeld, was einen nachgewiesen positiven Beitrag zum Umweltschutz leistet. Aufgrund der gestiegenen Aufmerksamkeit für das Produkt Wärmepumpe kann eine Intensivierung der Diskussion über die eingesetzten Kältemittel und deren ökologischen Fußabdruck beobachtet werden. Die VNX erwartet, dass die Verbreitung der Technologie auf dem deutschen Markt zusammen mit strengeren Regeln für diese Komponenten einhergehen wird.

Lage des Unternehmens

Die VNX konnte auch im Jahr 2023 ein gesundes und stabiles Wachstum nachweisen. Der Umsatz wurde im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt und die Anzahl der fest angestellten Mitarbeiter ist auf 53 gestiegen.

Es konnten neue White-Label Kunden gewonnen werden und die Produktpalette ist erfolgreich um das Produkt Wärmepumpe erweitert worden.

Gleichzeitig konnten schon erste erfolgreiche Akquisitionen verzeichnet werden und zwar durch den Erwerb von drei Fachbetrieben. Die VNX erweitert damit ihre Position in der Wertschöpfungskette und sichert Installationskapazitäten für ihre Kernprodukte, die eine Voraussetzung für das anvisierte Wachstum sind.

Insgesamt konnte das Unternehmen im Jahr 2023 die Marktposition verteidigen und neue Marktanteile erschließen. Vor allem durch den gezielten Mitarbeiterzuwachs, die Akquisition von Fachbetrieben und die Optimierung der internen Prozesse wurden die Voraussetzungen für ein noch stärkeres Wachstum in den Folgejahren geschafft.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, das Ergebnis nach Steuern, die Anzahl der White-Label Kunden sowie die Anzahl der Abschlüsse auf der Plattform VLINK.

Geschäftsverlauf

Die VNX betreibt die White-Label Plattform VLINK und agiert auch als Generalunternehmer für die Installation von dezentralen Energielösungen. Im "white label" Bereich erreichte die VNX ihre Ziele mit mehr als 60 aktiven B2B Kunden. Die Abschlüsse über die Plattform sind leicht unter Plan geblieben, haben sich aber sehr deutlich im Vergleich zum Vorjahr gesteigert.

Als Generalunternehmer konnte die VNX die Umsätze verdoppeln und eine überdurchschnittliche Bruttomarge erzielen. Die Anzahl der installierten Projekte ist leicht unter Plan geblieben. Die Umsätze liegen auf Grund von geringerem Wärmepumpengeschäft deutlich unter Plan.

Die VNX erreichte insgesamt ein Ergebnisnach Steuern auf Planniveau und über Vorjahresniveau.

Die Corona Pandemie hat vor allem durch die Störung der Lieferketten negative Auswirkungen auf den Umsatz gehabt, aber auch gleichzeitig auf Grund einer knapperen Produktverfügbarkeit für höhere Margen gesorgt.

Ertragslage

Gewinn- und Verlustrechnung

T€ 2023 2022 Veränderung
Umsatzerlöse und übrige Erträge 28.764 17.544 11.220
Operative Aufwendungen *) -31.138 -18.215 -12.923
Zinsergebnis -585 -45 -540
Ergebnis nach Steuern -2.959 -716 -2.243

*) Zu den Operativen Aufwendungen zählen Materialaufwand, Personalaufwand Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen.

Die wesentlichen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr resultieren aus dem insgesamt höherem Volumen der Geschäftstätigkeit.

Zu beobachten war sowohl eine Steigerung der Umsatzerlöse (von 17.163 T€ auf 25.523 T€), der im Wesentlichen aus einer Steigerung des Verkaufs dezentraler Energielösungen besteht, als auch eine Steigerung des Materialaufwands (von 10.309 T€ auf 16.843 T€) und des Personalaufwands (von 4.761 T€ auf 7.542 T€) innerhalb der operativen Aufwendungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von 381 T€ auf 3.241 T€. Ursache waren hier im Wesentlichen einmalige Erträge aus einer Vertragsstrafe.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von 3.126 T€ auf 6.735 T€. Im Wesentlichen ist die Ursache eine Steigerung der Aufwendungen für Serviceleitungen und einmalige Aufwendungen aus einer Vertragsstrafe.

Das Finanzergebnis resultiert im Wesentlichen aus konzerninternen Zinsaufwendungen aus dem CashPool. Der Unterschied zum Vorjahr erklärt sich aus dem stark gestiegenen konzerninternen Zinssatz und einem höheren Finanzierungsbedarf. Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich insgesamt ein Jahresfehlbetrag i.H.v. 2.959 T€ (Vorjahr: 716 T€), der aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages von der Gesellschafterin übernommen wurde.

Vermögens- und Finanzlage

T€ 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Aktiva
Anlagevermögen 10.493 228 10.265
Umlaufvermögen (einschließlich RAP) 14.472 10.563 3.909
24.965 10.791 14.174
Passiva
Eigenmittel 3.000 3.000 -
Langfristige Fremdmittel 116 78 38
Mittel- und kurzfristige Fremdmittel 21.849 7.713 14.136
24.965 10.791 14.174

Die Zunahme des Anlagevermögens resultiert im Wesentlichen aus dem Erwerb und der Investition in die drei Tochterunternehmen Drämer Gebäudetechnik GmbH (Recklinghausen), Kupka GmbH (CastropRauxel) und Pennekamp GmbH (Castrop Rauxel). Der Erwerb der Beteiligungen soll dazu dienen, Handwerkskapazitäten zukünftig zu sichern.

Die Erhöhung des Umlaufvermögens hat sich gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen durch eine Zunahme an Vorräten durch eine Erhöhung der Lagebestände ergeben.

Die Eigenkapitalquote verminderte sich von 27,8% auf 12,0% infolge des Anstiegs der Bilanzsumme. Bei den mittel- und kurzfristigen Fremdmitteln ist der wesentliche Effekt eine weitere Erhöhung der Cashpooling-Verbindlichkeiten.

Auf Grund der Integration der Gesellschaft in das konzernweite Cashpooling haben sich keine unmittelbaren Auswirkungen der Finanzmarktsituation auf die Finanzierung der Gesellschaft ergeben.

Kapitalflussrechnung (Kurzfassung)

T€ 2023 2022 Veränderung
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -3.113 -6.085 2.972
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -10.283 7 -10.290
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 2.374 671 1.703
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -11.022 -5.407 -5.615
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -16.207 -5.185 -11.022

Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2023 jederzeit ihrer Zahlungsverpflichtung nachkommen.

Gesamtaussage

Insgesamt wird die wirtschaftliche Lage des Unternehmens und der Tochtergesellschaften durch die Geschäftsführung auf Grund der gesteigerten Umsatzzahlen und des wachsenden Geschäfts als positiv beurteilt.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Am 31. Dezember 2023 beschäftigte VNX 83 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Belegschaft erhöhte sich gegenüber dem Ende des Vorjahres um 29 Personen. Der Zuwachs setzt sich aus 41 Zugängen und 12 Abgängen zusammen.

Es wird erwartet, dass die Personalkosten (insbesondere bei den Fachbetrieben) sich zügig gemäß der allgemeinen Inflationsraten entwickeln werden, da das entsprechende Fachpersonal nach wie vor stark nachgefragt wird.

Prognosebericht

Es wird erwartet, dass die Anzahl der White-Label Kunden der VNX sich weiterhin positiv entwickelt und in 2024 um mindestens 10% wächst.

Die Anzahl der installierten Solaranlagen und somit die Anzahl der Abschlüsse über die VLINK-Plattform wird sich auf Vorjahresniveau stabilisieren. Auch die anvisierte Bruttomarge wird keinen großen Schwankungen unterliegen. Da das Produkt Wärmepumpe erst ab Mitte 2023 eingeführt wurde, gibt es eine klare Erwartung in Richtung eines deutlichen Anstiegs der installierten Anlagen im Jahr 2024. Sollte es zu andauernden Unsicherheiten bei der Verfügbarkeit, politischen Lage oder der Höhe von Fördermittel kommen, dann besteht das Risiko, dass die anvisierte Anzahl der Installationen sich auch entsprechend verschiebt. Die erzielte Bruttomarge beim Produkt Wärmepumpe kann sich im Laufe des Jahres unwesentlich verändern.

Es ist zu erwarten, dass der Umsatz der VNX sich im Folgejahr mindestens verdoppelt. Je nach Entwicklung bzw. Stabilisierung der Margen kann auch das Ergebnis nach Steuern nur leicht negativ ausfallen.

Chancen- und Risikobericht

Chancen

Für die Gesellschaft besteht die Aussicht auf eine starke und rasche Erhöhung der Nachfrage nach dezentralen Energielösungen durch Klärung der gesetzlichen Rahmenbedingungen, die für Unsicherheit bei Endkunden sorgen. Gleichzeitig kann eine Verschärfung der Einfuhrpolitik Europas gegenüber China auch zu einer starken, wenn auch kurzfristigen, Erhöhung der Nachfrage kommen. Diese Entwicklung kann sich positiv auf den Umsatz und auf das Ergebnis nach Steuern der VNX auswirken.

Risiken

Absatzmarktrisiken

Aufgrund der gesteigerten Konkurrenz um Kunden besteht das Risiko des Verlustes von wesentlichen Partnern aus dem Installationsnetzwerk. Um dem entgegen zu wirken wurden eigene Fachbetriebe akquiriert. Dies kann zu geringeren Umsatzerlösen und geringeren Margen als geplant führen.

Mitarbeiterrisiken

Voraussetzung für die optimale Bearbeitung der Prozesse ist geschultes Personal. Aufgrund der Personalknappheit besteht ein Risiko des Verlustes von wesentlichen Wissens- und Leistungsträgern was zu einem mittelfristigen Rückgang des Umsatzes aber auch der Anzahl der White-Label Kunden führen kann.

IT-Risiken und Datensicherheitsrisiken

Eine Voraussetzung für die optimale Ausführung der Betriebs- und Geschäftsprozesse der VNX ist die Gewährleistung einer zuverlässigen IT-Infrastruktur. Um einen Ausfall, eine eingeschränkte Nutzung oder Fehler der notwendigen Informations- oder Kommunikationssysteme zu vermeiden, erfolgen umfassende Sicherungsmaßnahmen für eine anforderungsgerechte Verfügbarkeit, sorgsame Datensicherungen und stetige Überwachungen des Systembetriebs.

Es existieren Risiken aus Datenschutzvorfällen und IT-Sicherheitsrisiken, die durch den Betrieb einer B2B2C White-Label Plattform entstehen können. Ein gravierender Vorfall könnte zum sofortigen Verlust von White-Label Kunden und nachfolgenden Strafzahlungen führen und damit zur Verschlechterung des Ergebnisses führen.

Zahlungsausfallrisiken

Es besteht ein Risiko von erhöhten Zahlungsausfällen von Kundenforderungen aufgrund der insgesamt schwierigen Marktsituation. Das kann sich negativ auf das Ergebnis nach Steuern der VNX auswirken.

Finanzrisiken

Finanzierungen und das Cash-Management der VNX werden im Wesentlichen durch die Vattenfall GmbH, Berlin, betreut. Aus Marktzinsschwankungen können sich Risiken ergeben, die jedoch im Rahmen des Finanzmanagements des Vattenfall Konzerns übergreifend gesteuert werden. Da zwischen der VNX und der Vattenfall GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag besteht haben Zinsschwankungen jedoch keine Auswirkung auf die Finanzierung der VNX.

Gesamtrisikolage

Für die Gesellschaft ergab sich im Jahr 2023 weder durch Einzelrisiken noch durch die aggregierte Risikoposition eine Bestandsgefährdung. Auch für das Geschäftsjahr 2024 sind keine derartigen Risiken erkennbar.

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

der Vattenfall Next Energy GmbH, Berlin, 231838 B, Amtsgericht Berlin - Charlottenburg

Bilanz

AKTIVA

T€ Anhang 31.12.2023 31.12.2022
Anlagevermögen (1)
Sachanlagen 212 228
Finanzanlagen 10.281 -
Umlaufvermögen 10.493 228
Vorräte (2) 8.441 1.193
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3) 6.031 9.370
14.472 10.563
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0
24.965 10.791

PASSIVA

T€ Anhang 31.12.2023 31.12.2022
Eigenkapital (4)
Gezeichnetes Kapital 500 500
Kapitalrücklage 2.500 2.500
3.000 3.000
Rückstellungen (5) 854 434
Verbindlichkeiten (6) 21.111 7.357
24.965 10.791

Gewinn- und Verlustrechnung

T€ Anhang 2023 2022
Umsatzerlöse (7) 25.523 17.163
Sonstige betriebliche Erträge (8) 3.241 381
Materialaufwand (9) -16.843 -10.309
Personalaufwand (10) -7.542 -4.761
Abschreibungen (11) -18 -18
Sonstige betriebliche Aufwendungen (12) -6.735 -3.127
Zinsergebnis (13) -585 -45
Ergebnis nach Steuern -2.959 -716
Erträge aus Verlustübernahme 2.959 716
Jahresüberschuss - -

Kapitalflussrechnung

T € 2023 2022
Jahresergebnis vor Ergebnisabführung -2.959 -716
+ Abschreibungen abzüglich Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 18 18
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 420 -1.144
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -3.910 -4.511
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.733 219
+/- Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens - 4
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 585 45
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -3.113 -6.085
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens und des immateriellen Anlagevermögens - 7
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und das immaterielle Anlagevermögen -2 -
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -10.281 -
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -10.283 7
- Gezahlte Zinsen -585 -45
- Verlustübernahme durch Anteilseigner 2.959 716
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 2.374 671
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -11.022 -5.407
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -5.185 222
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode -16.207 -5.185

Anhang

Allgemeine Vorbemerkungen

Der Jahresabschluss der Vattenfall Next Energy GmbH, Berlin, (VNX) wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften, teilweise unter Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft führt Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors im Sinne § 6b Abs. 3 EnWG aus. Alle Werte sind in Tausend Euro ausgewiesen. Im Bericht dargestellte Beträge in Höhe von 0,0 T€ stellen Rundungen und ein "-" eine Fehlanzeige dar.

Zur übersichtlicheren Darstellung sind in der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die VNX wird in den Konzernabschluss der Vattenfall AB mit Sitz in Solna/Schweden einbezogen. Vattenfall AB stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser wird nach den Vorschriften der von der EU-Kommission übernommenen IAS/IFRS erstellt und im Bundesanzeiger offengelegt. Des Weiteren ist er beim Bolagsverket in Sundsvall erhältlich. Dort ist die Gesellschaft in das Register unter der Nummer 556036-2138 eingetragen.

Nach § 291 HGB ist die VNX damit von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts befreit.

Zwischen der Vattenfall GmbH, Berlin, und der Vattenfall Next Energy besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Die Vattenfall Next Energy ist in den körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerlichen Organkreis der Vattenfall GmbH einbezogen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Der Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt.

AKTIVA

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten erfasst und linear entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten in angemessenem Umfang anteilige Gemeinkosten. Verwaltungsgemeinkosten und Fremdkapitalzinsen sind nicht einbezogen.

Für die angeschafften oder hergestellten Sachanlagen wird die lineare Abschreibungsmethode angewandt.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Diese betragen im Wesentlichen bei den Sachanlagen 5 bis 20 Jahre und bei immateriellen Vermögensgegenständen 1 bis 2 Jahre.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn bei dauerhafter Wertminderung der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist. Sofern die Gründe für die außerplanmäßigen Abschreibungen entfallen sind, erfolgt eine Wertaufholung bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten des Vermögensgegenstands.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 250,00 € werden im Zugangsjahr aufwandswirksam erfasst. Bei Anschaffungskosten über 250,00 € und bis zu 1.000,00 € erfolgt die Aktivierung als jahresbezogener Sammelposten. Diese werden über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert unter Beachtung des Wertaufholungsgebots bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund vorübergehender Wertminderung werden vorgenommen.

Umlaufvermögen

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten in Anwendung der gewogenen Durchschnittsmethode unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Erhaltene Anzahlungen werden netto, d. h. ohne Umsatzsteueranteil, ausgewiesen und offen von den Vorräten abgesetzt. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und der geminderten Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Geleistete Anzahlungen sind mit dem Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen.

Flüssige Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

PASSIVA

Rückstellungen

Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in notwendigem Umfang Rechnung.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt.

Versicherungsmathematische Prämissen

% 31.12.2023 31.12.2022
Abzinsungsfaktor für Pensionsverpflichtungen 1,83 1,78
Langfristige Gehaltssteigerungsrate 2,50 2,50
Langfristige Rentensteigerungsrate 0,00 bis 1,00 0,00 bis 1,00
Fluktuationsrate 0,00 bis 10,40 0,00 bis 10,40
Inflationsrate 2,25 2,25

Für die Abzinsung werden auf den 31. Dezember 2023 hochgerechnete Zinssätze angewandt. Basis für die Hochrechnung sind die von der Deutschen Bundesbank ermittelten und am 30. November 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätze. Bei Pensionsrückstellungen sind zur Durchschnittszinsermittlung die vergangenen zehn Geschäftsjahre, bei den anderen Rückstellungen die vergangenen sieben Geschäftsjahre, einbezogen. Für langfristige Pensions- und Personalrückstellungen wird eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen.

Der Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensions- und sonstigen Rückstellungen wird im Zinsergebnis erfasst. Das Ergebnis aus Zinssatzanpassungen wird mit den anderen Zuführungsbeträgen zur Rückstellung im zugehörigen Aufwandsposten verrechnet. Im Falle eines sich daraus ergebenden Ertrags wird dieser innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge ausgewiesen.

Die anderen sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Dabei werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die zum 30. November 2023 veröffentlichten Daten wurden dafür auf den 31. Dezember 2023 hochgerechnet. Die anzuwendenden Zinssätze werden von der Deutschen Bundesbank regelmäßig veröffentlicht.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen sind mit dem Nennwert angesetzt.

Latente Steuern

Die Vattenfall Next Energy ist in den ertragsteuerlichen Organkreis der Vattenfall GmbH einbezogen. Latente Steuern auf temporäre oder quasi-permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden unter Berücksichtigung steuerlicher Verlustvorträge auf Ebene des Organträgers ermittelt und bei Passivüberhang - nach Saldierung - auch dort bilanziert.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung bewertet. Am Bilanzstichtag erfolgt für Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten eine Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs. Das Niederstwertprinzip für Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und das Höchstwertprinzip für Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden im Wertansatz beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten im Berichtsjahr 2023 ist in der Entwicklung des Anlagevermögens, beigefügt als Anlage, dargestellt.

Im Finanzanlagevermögen ausgewiesene wesentliche Beteiligungen sind in der Übersicht "Anteilsbesitz" als Anlage dargestellt.

Anteilsbesitz

Der Anteilsbesitz der Vattenfall Next Energy GmbH setzt sich am Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

Beteiligungsanteil
%
Eigenkapital 31.12.2022
T€
Ergebnis 2022
T€
Verbundene Unternehmen:
Drämer Gebäudetechnik GmbH, Recklinghausen 100 -702 -909
Pennekamp GmbH, Castrop-Rauxel 100 118 78
Kupka GmbH, Castrop-Rauxel 100 152 134

(2) Vorräte

T€ 31.12.2023 31.12.2022
Fertige Erzeugnisse und Waren 4.273 1.193
Geleistete Anzahlungen 4.168 -
8.441 1.193

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

T€ 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.008 3.225
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.340 968
Sonstige Vermögensgegenstände 683 5.177
6.031 9.370

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden in Höhe von 1.277 T€ (Vorjahr: 532 T€) mit Verbindlichkeiten gegenüber den jeweiligen Unternehmen aufgerechnet.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen nach Aufrechnung mit Verbindlichkeiten aus 856 T€ (Vorjahr: 968 T€) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie aus 483 T€ geleisteten Anzahlungen (Vorjahr keine).

Forderungen gegen die Gesellschafterin Vattenfall GmbH, nach Aufrechnung mit den Verbindlichkeiten bestehen so wie im Vorjahr nicht.

Unter den Sonstigen Vermögengegenständen werden im Wesentlichen sonstige Forderungen aus debitorischen Kreditoren sowie aus Lieferantenboni (Vorjahr: im Wesentlichen Forderungen aus geleisteten Anzahlungen für Umlaufvermögen) ausgewiesen.

(4) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zu 100 % von der Vattenfall GmbH, Berlin gehalten. Das Stammkapital ist vollständig eingezahlt.

(5) Rückstellungen

T€ 31.12.2023 31.12.2022
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 117 78
Sonstige Rückstellungen 737 356
854 434

Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab.

Die Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren abgezinst. Bei einem Ansatz dieser Rückstellungen unter Anwendung einer Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren ergäbe sich eine um 3 T€ höhere Rückstellung.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten sonstige Personalrückstellungen und Rückstellungen für antizipative Posten (Vorjahr: Im Wesentlichen sonstige Personalrückstellungen).

(6) Verbindlichkeiten

T€ 31.12.2023 davon Restlaufzeit ≤ 1 Jahr davon Restlaufzeit >1 Jahr 31.12.2022 davon Restlaufzeit ≤ 1 Jahr davon Restlaufzeit > 1 Jahr
Erhaltene Anzahlungen 1.482 1.482 - 5 5 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.213 4.213 - 2.439 2.439 -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.304 15.304 - 4.743 4.743 -
Sonstige Verbindlichkeiten 112 112 - 170 170 -
davon aus Steuern (95) (95) (-) (156) (156) (-)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (13) (13) (-) (11) (11) (-)
21.111 21.111 - 7.357 7.357 -

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen 374 T € Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: 90 T€)

Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Vattenfall GmbH bestehen nach Aufrechnung mit Forderungen in Höhe von 15.214 T€ (Vorjahr: 4.715 T€).

Die Verbindlichkeiten sind weder durch Grundpfandrechte noch durch andere Pfandrechte gesichert.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(7) Umsatzerlöse

T€ 2023 2022
Verkauf Dezentrale Energielösungen (einschließlich Installation) 17.448 11.091
Service für Vertriebspartner Vattenfall 2.250 2.502
Lizenzentgelte 1.057 1.031
Personalgestellung Dezentrale Energielösungen 4.768 2.491
Provisionen Dezentrale Energielösungen - 48
25.523 17.163

(8) Sonstige betriebliche Erträge

T€ 2023 2022
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 12 292
Übrige Erträge 3.229 89
3.241 381

Die übrigen Erträge bestehen im Wesentlichen aus Erträgen aus Vertragsstrafen.

(9) Materialaufwand

T€ 2023 2022
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 15.049 7.912
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.794 2.397
16.843 10.309

(10) Personalaufwand

T€ 2023 2022
Löhne und Gehälter 6.237 4.065
Soziale Abgaben 1.009 617
Aufwendungen für Altersversorgung 75 77
für Unterstützung 221 2
7.542 4.761

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (ohne Auszubildende)

2023 2022
Angestellte 71 47
71 47

(11) Abschreibungen

Die Abschreibungen auf Sachanlagen sind im Einzelnen aus der Entwicklung des Anlagevermögens zu entnehmen.

Es wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

(12) Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwand für Schadensersatz, Serviceleistungen, Rechts- und Beratungskosten und Verrechnungen von Stabsfunktionen enthalten.

In den übrigen Aufwendungen sind im Jahr 2023 keine Verluste aus Abgängen aus dem Anlagevermögen enthalten (Vorjahr: 2 T€).

Honorare des Abschlussprüfers

Für Tätigkeiten des Abschlussprüfers PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden im Geschäftsjahr 35 T€ (Vorjahr: 0 T€) berechnet. Die Honorare entfallen mit 35 T€ (Vorjahr: 0 T€) auf Abschlussprüfungsleistungen.

(13) Zinsergebnis

T€ 2023 2022
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 -
davon an verbundene Unternehmen 0 -
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -585 -45
davon an verbundene Unternehmen (-584) (-39)
-585 -45

Der Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensions- und Personalrückstellungen wird unter den "Zinsen und ähnlichen Aufwendungen" mit 1 T€ (Vorjahr 0 T€) ausgewiesen.

Mindeststeuer

Zum 31. Dezember 2023 wurden die BEPS Pillar Two Regelungen (MinBestRL-UmsG) bereits in deutsches Recht überführt (MinStG). Das Unternehmen fällt in den Anwendungsbereich dieser Regelungen.

Der Vattenfall-Konzern hat im Vorfeld des Abschlussstichtags eine erste indikative Analyse durchgeführt, um die grundsätzliche Betroffenheit und die Jurisdiktionen zu ermitteln, aus denen das Unternehmen möglichen Auswirkungen im Zusammenhang mit einer Pillar Two Top-Up Tax (Steuererhöhungsbetrag) ausgesetzt ist. Dabei wurde zunächst geprüft, ob die CbCR-Safe-Harbour Regelungen einschlägig sind, was für die Jurisdiktion, in der die VNX ansässig ist, insoweit zutrifft.

Der hiernach vereinfacht berechnete effektive Steuersatz für die Konzernunternehmen der sogenannten Mindeststeuergruppe innerhalb des deutschen Steuerhoheitsgebiets übersteigt den Übergangssteuersatz von 15%, weshalb sich ein möglicher Steuererhöhungsbetrag voraussichtlich auf null reduziert.

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme in Anlehnung an die Empfehlungen des DRS 21 des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e.V. nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aufgeteilt. Abweichend zum DRS 21 werden Cashpool-Forderungen in den Finanzmittelfonds einbezogen.

Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode setzt sich aus verzinslichen kurzfristigen Cashpool-Verbindlichkeiten gegenüber der Vattenfall GmbH in Höhe von 16.207 T€ zusammen.

Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am 31. Dezember 2023 bestanden weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen aus laufenden Mietverträgen in Höhe von 35 T€ (Vorjahr: 170 T€) sowie aus Dienstleistungsverträgen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 3.280 T€ (Vorjahr: 1.916 T€).

Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Mitglieder der Geschäftsführung

Markus Reinhardt, White Label & Fulfillment Solutions

Dr. Kai Schütz, Decentralised Energy Solutions

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Abschlussstichtag nicht eingetreten.

 

Berlin, 23. Februar 2024

Geschäftsführung der Vattenfall Next Energy GmbH

Markus Reinhardt

Dr. Kai Schütz

Entwicklung des Anlagevermögens

T€ Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugang aus Abspaltung Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.836 - - - - 5.836
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.836 - - - - 5.836
1. Kraftwerksanlagen 273 - - - - 273
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 32 - 2 - 10 24
II. Sachanlagen 305 - 2 - 10 297
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - 10.281 - - 10.281
III. Finanzanlagen - - 10.281 - - 10.281
Anlagevermögen 6.141 - 10.283 - 10 16.414
T€ Abschreibungen
01.01.2023 Zugang aus Abspaltung Zugänge Abgänge 31.12.2023
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.836 - - - 5.836
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.836 - - - 5.836
1. Kraftwerksanlagen 55 - 14 - 69
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22 - 4 10 16
II. Sachanlagen 77 - 18 10 85
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - - - -
III. Finanzanlagen - - - - -
Anlagevermögen 5.913 - 18 10 5.921
T€ Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 0
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0 0
1. Kraftwerksanlagen 204 218
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8 10
II. Sachanlagen 212 228
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.281 -
III. Finanzanlagen 10.281 -
Anlagevermögen 10.493 228

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Vattenfall Next Energy GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Vattenfall Next Energy GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung und der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vattenfall Next Energy GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt - Vergleichsangaben

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und somit die Vergleichsangaben zum 31. Dezember 2022 und für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sind nicht geprüft.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 27. Februar 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefanie Bartel, Wirtschaftsprüferin

ppa. Jörg Beckert, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 21. März 2024 festgestellt.

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